Euroports Germany Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Dr. Horn seit 1.8.2023 | Prokura |
Patrick Biesdorf seit 25.3.2021 | Geschäftsführer |
Karsten Lentz seit 28.10.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Euroports Terminals Rostock GmbHRostockJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. AllgemeinesDie Euroports Terminals Rostock GmbH, Rostock, (nachfolgend: Gesellschaft) wurde mit notariell beurkundetem Gesellschaftsvertrag vom 25.03.1994 errichtet und am 31.03.1994 in das Handelsregister beim Amtsgericht Rostock unter der Nr. HRB 5351 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Rostock. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb des Seehafens Rostock. Hierzu gehören insbesondere die Durchführung des direkten und indirekten Umschlags und die Lagerung von Gütern, die Abwicklung von Fährverkehren, Distributions- und sonstigen Logistikleistungen, die Planung, Entwicklung, Finanzierung, der Bau und die Unterhaltung der im Gesellschaftseigentum befindlichen Hafensuprastruktur sowie andere Tätigkeiten, soweit sie dem Unternehmen förderlich sind und soweit dies dem Gesellschaftszweck dient. Mit Wirkung ab dem 16.11.2007 hat die Euroports Germany GmbH & Co. KG, (nachfolgend: Euroports Germany) für die Gesellschaft die Geschäftsbesorgung übernommen. Seitdem beschäftigt die Gesellschaft kein eigenes Personal. Mit der Euroports Germany besteht seit dem 01.01.2008 ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag, der durch Vertrag vom 03.12.2014 geändert wurde. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB auf, wobei die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Geschäftsjahr 2023 erstmalig unterschritten wurden. Der Jahresabschluss wurde unter Inanspruchnahme der Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Grundlage der Gliederung der Bilanz zum 31.12.2023 sind § 266 HGB sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbHG. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht der Vorschrift des § 275 HGB und wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig oder unverändert angewendet. Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag einzeln bewertet. Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des rechtlichen bzw., sofern abweichend, des wirtschaftlichen Eigentums. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Unbewegliches Sachanlagevermögen, wie Lagerhallen, Schuppen und Silobauten, werden in Abhängigkeit von der Bauweise zwischen 10 und 40 Jahren abgeschrieben. Dem Werteverzehr der immateriellen Vermögensgegenstände und des beweglichen Sachanlagevermögens wird durch planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der steuerlichen Abschreibungstabellen in Form der linearen Abschreibungsmethode Rechnung getragen. Diese Nutzungsdauern entsprechen erfahrungsgemäß der Zeit, die die einzelnen Vermögensgegenstände in der Gesellschaft genutzt werden, und sind deshalb der handelsrechtlichen Bilanzierung unterstellt worden. Die Zugänge bei beweglichen Anlagegütern werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgütergüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Finanzanlagen sind hinsichtlich der Anteile an verbundenen Unternehmen, der Ausleihungen an verbundene Unternehmen und der Beteiligungen mit Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Es waren keine Wertberichtigungen erforderlich. Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit dem gewogenen Durchschnittswert unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen resultieren aus Cashpooling, Ergebnisabführungsverträgen, Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Forderungen und Verbindlichkeiten. Je nachdem ob sich im Saldo eine Forderung oder Verbindlichkeit für das jeweilige Verbundunternehmen ergibt, erfolgt der Ausweis in den Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen bzw. in den Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital laut Gesellschaftsvertrag beträgt DM 77.000.000,00. In der Bilanz wird es umgerechnet in Euro mit EUR 39.369.474,85 ausgewiesen. Für die Rückstellungen für Pensionen hat ein versicherungsmathematisches Gutachten vorgelegen, in dem die Pensionsverpflichtungen mittels der PUC-Methode bewertet worden sind. Für die Bewertung wurden die 'Richttafeln 2018 G' von Klaus Heubeck verwendet. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82%. Für den Rententrend sind 1,90% und für eine Fluktuation 0% angenommen worden. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des Marktzinssatzes der vergangene zehn bzw. sieben Geschäftsjahre beträgt € 1.416 (Vorjahr € 6.647). Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen worden. Ihr Ansatz erfolgt zum nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbetrag bewertet. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Hinsichtlich der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird auf den Anlagenspiegel verwiesen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Sachanlagen Im Wesentlichen wurden Ersatzinvestitionen getätigt. Der Großteil befindet sich im Bau. Die Anlagenabgänge (46 T€) betreffen diverse kleine Anlagen, vor allem im Getreide- und Düngemittelbereich. Finanzanlagen
Die Jahresergebnisse der GSR, der DDR, der PLU und der FSR belaufen sich auf € 0, da zwischen der Gesellschaft und diesem Unternehmen Gewinnabführungsverträge bestehen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ein Darlehen an die Euroports Germany für die Übertragung der Geschäftsanteile an zwei Gesellschaften im Jahr 2007.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen im Rahmen des Cash-Pools der Firmengruppe (7.674 T€; Vorjahr 2.855 T€) sowie vertragliche Gewinnabführungen auf der Grundlage von Ergebnisabführungsverträgen (2.670 T€; Vorjahr 614 T€). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind -729 T€ aus Lieferungen und Leistungen enthalten (Vorjahr 387 T€). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um eine Gutschrift gegenüber der GSR im Zusammenhang mit der Neubewertung der internen Pachtverrechnung. Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Euroports Germany bestehen 1.139 T€ Steuerforderungen gegen die Organträgerin (Vorjahr € 654). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Rückstellungen Von den Pensionsrückstellungen sind im Geschäftsjahr 2023 8 T€ verbraucht worden. Die sonstigen Rückstellungen (T€ 35,0) wurden für Jahresabschlusskosten (T€ 24,5) und ausstehende Rechnungen (T€ 9,5) gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem im Jahr 2020 aufgenommenen Darlehen, das zum 31.12.2023 noch mit 267 T€ valutiert und mit gleichbleibenden Raten über fünf Jahre getilgt wird. Zwei weitere Darlehen, aufgenommen im Jahr 2022, zur Finanzierung von Investitionen valutieren zum 31.12.2023 mit 147 T€ und 457 T€ und haben eine Laufzeit bis 2030. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus der normalen Geschäftstätigkeit. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 10.493) betreffen mit einem Restbetrag von 4.571 T€ die Gewinnabführungsverpflichtung gegenüber der Euroports Germany (Vorjahr 158 T€) sowie mit 585 T€ eine Verpflichtung aus Verlustübernahme von einer Tochtergesellschaft. Außerdem bestanden Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash-Pools (1.762 T€; Vorjahr 1.480 T€). Ein zum Vorjahr bestehendes Intercompany-Darlehen von der Euroports Group B.V., Belgien, in Höhe von € 3.500.000,00 wurde im August 2023 getilgt. In gleicher Höhe wurde ein Intercompany-Darlehen von der Grosstanklager Ölhafen Rostock GmbH aufgenommen. Dieses Darlehen läuft am 31.05.2024 aus. Für das abgelöste Darlehen der Euroports Group B.V. besteht zum Stichtag eine Zinsabgrenzung in Höhe von 24 T€. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind € 51.044,00 aus Lieferungen und Leistungen enthalten (Vorjahr € 5.941,84). Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 261 T€ (Vorjahr 418 T€) innerhalb eines Jahres fällig, 334 T€ (Vorjahr 545 T€) innerhalb der folgenden 2 bis 5 Jahre. Die verbleibenden 275 T€ (Vorjahr 326 T€) haben eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Alle weiteren Verbindlichkeiten in Höhe von 10.850 T€, insbesondere im Rahmen des Cash-Pools sowie aus Lieferungen und Leistungen, haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Vermietung und Verpachtung von Anlagen sowie von gepachtetem Grund und Boden an die operativen Unternehmen der Euroports-Gruppe. Außerdem werden an die Euroports Germany IT-Dienstleistungen berechnet. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge/ Periodenfremde Erträge Die wesentlichen Positionen der sonstigen betrieblichen Erträge bilden Erträge aus Versicherungsentschädigungen (686 T€, Vorjahr 500 T€) sowie Investitionszuschüsse (31 T€, Vorjahr 0 T€). Ferner sind periodenfremde Erträge aus Versicherungsentschädigungen (67 T€, Vorjahr 2 T€) enthalten. Aufwendungen für bezogene Leistungen Die wesentliche Position der Aufwendungen für bezogene Leistungen ist die Pacht für Grund und Boden. Weitere große Posten sind Leasing- und Mietaufwendungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Enthalten sind insbesondere fremde Reparaturleistungen, Rechts- und Beratungskosten, Versicherungsbeiträge sowie Aufwendungen für den Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Euroports Germany. Erträge aus Beteiligungen Die Beteiligungserträge beinhalten den Gewinn 2022 der GÖR sowie den anteiligen Gewinn 2022 der CDM-KG. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die wesentlichen Positionen bilden 181 T€ für das Intercompany-Darlehen von der Euroports Group B.V und 106 T€ für das Intercompany-Darlehen von der Grosstanklager Ölhafen Rostock GmbH. Davon enthalten Abzinsung bei Zinsen und ähnliche Erträge 0 T€ (Vorjahr 5 T€). E. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft ist Mitverpflichtete im Rahmen eines Kreditvertrages der EP PaCo S.A., Luxemburg (verbundenes Unternehmen), mit einem Bankenkonsortium und hat ihre Anteile an verbundenen Unternehmen (Buchwert zum 31.12.2023: 10.463 T€; Vorjahr 10.463 T€), ihre Bankkonten (Buchwert zum 31.12.2023: 0 T€; Vorjahr 0 T€) und benannte mobile Geräte (Buchwert zum 31.12.2023: 8.351 T€, Vorjahr 8.914 T€) verpfändet. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der EP PaCo S.A als gering eingeschätzt. Zum 31.12.2023 bestanden aufgrund von abgeschlossenen Verträgen folgende finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
2. Geschäftsführer Karsten Lentz, Geschäftsführer der Euroports Germany GmbH & Co. KG, Rostock Patrick Biesdorf, Group Chief Corporate Development & Legal Officer der Euroports Holdings S.à r.l., Luxemburg Aufwendungen für die Geschäftsführung werden nicht ausgewiesen, da kein Geschäftsführer einen Anstellungsvertrag mit der Gesellschaft hat. Der Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Euroports Germany beinhaltet ebenfalls die Geschäftsführervergütung. 3. Beschäftigte Mitarbeiter Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 keine Arbeitnehmer beschäftigt. 4. Mutterunternehmen Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Cycorp First Investment Ltd. (Zypern), die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Cycorp First Investment Ltd. (Zypern) ist im Chamber of Commerce of Cyprus erhältlich. 5. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Rostock, 07.05.2024 Euroports Terminals Rostock GmbH, Rostock K. Lentz P. Biesdorf Entwicklung des Anlagevermögens 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 (Anlage zum Anhang)
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Euroports Terminals Rostock GmbH (nachfolgend auch Gesellschaft) gehört zur Euroports Germany-Gruppe, die auf dem Territorium des Seehafens Rostock verschiedene Terminals betreibt, welche Güter aller Art umschlagen und lagern, Fähren und Ro/Ro-Schiffe be- und entladen sowie Distributions- und sonstige Logistikleistungen erbringen. Die Gesellschaft ist direkt und indirekt alleinige oder Mehrheits-Gesellschafterin von sechs operativen Umschlagsunternehmen im Rostocker Hafen. Dazu gehören das Getreide-, das Düngemittel-, das Papier-, das Terminal für kombinierten Ladungsverkehr, der Ölhafen mit Tanklägern sowie das Fähr- und Ro/Ro-Terminal. Daneben ist die Gesellschaft an einem Containerterminal bei München beteiligt. Die Hauptfunktion der Gesellschaft in der Euroports Germany-Gruppe besteht in der langfristigen Pacht des Grund und Bodens von der ROSTOCK PORT GmbH und in der Unterverpachtung desselben an die operativen Gesellschaften der Gruppe. Außerdem ist die Gesellschaft die Eigentümerin des wesentlichen Anlagevermögens der Gruppe, das sie ebenfalls an die Gruppenunternehmen verpachtet. Die wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen an Anlagevermögen sowie Generalreparaturen werden durch die Gesellschaft vorgenommen. Damit stellt sie den operativen Umschlagsunternehmen deren materielle Geschäftsgrundlage zur Verfügung und ist von zentraler Bedeutung für den langfristigen Erfolg der Gruppe. Außerdem hat die Gesellschaft für die Euroports Germany-Gruppe verschiedene Rahmenverträge mit Lieferanten abgeschlossen, insbesondere für den Versicherungsschutz und für IT-Dienstleistungen. Eingekaufte Leistungen stellt sie wiederum innerhalb der Gruppe zur Verfügung. Mit Wirkung ab dem 16.11.2007 hat die Euroports Germany GmbH & Co. KG als alleinige Gesellschafterin (nachfolgend: Euroports Germany) für die Gesellschaft die Geschäftsbesorgung übernommen. Seitdem beschäftigt die Gesellschaft kein eigenes Personal. Die Euroports Germany ist die geschäftsleitende Holding der gesamten Euroports Germany-Gruppe. Dazu gehören neben den operativen Tochterunternehmen der Euroports Terminals Rostock GmbH noch zwei weitere Firmen, die das Stückgut- und das Schüttgutterminal im Rostocker Hafen betreiben. Mit der Euroports Germany besteht seit dem 01.01.2008 ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag. Die Euroports Terminals Rostock GmbH hat selbst wiederum Gewinnabführungsverträge mit vier Tochterunternehmen abgeschlossen. Es besteht ein steuerlicher Organkreis. Organträger ist die Euroports Germany GmbH & Co. KG. 2. Unternehmensstrategie der Euroports Germany-Gruppe Die Unternehmensstrategie der Euroports Germany-Gruppe besteht darin, langfristig als Umschlagsunternehmen in Logistikketten von essenziellen Gutarten zu wachsen. Unter essenziellen Gutarten werden Rohstoffe sowie Produkte verstanden, die im täglichen Leben verwendet beziehungsweise benötigt werden, wie Getreide (inkl. Düngemittel), Papier, Energieerzeugnisse und -träger, Halb- und Fertigerzeugnisse und Metalle, die mittel- und langfristig in klimaoptimierten Transportketten im- und exportiert werden, aber auch selbst mehr und mehr klimaneutral produziert werden. Dabei werden neben nationalen Vertriebsaktivitäten auch das bestehende operative Know-how der Hafenbetriebe und die internationalen Verbindungen der Euroports Gruppe genutzt, um bestehende Geschäfte auszubauen und neue Projekte zur Erweiterung der Geschäftstätigkeit umzusetzen. Die Einbindung in die Gruppe der Euroports Group B.V., einem der größten Port-Operator Europas, gewinnt dabei stetig an Bedeutung. Das betrifft insbesondere die strategische Ausrichtung sowie das Benchmarking zwischen den Gruppen-Unternehmen. Das Ziel ist ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil durch das internationale Netzwerk der europaweit agierenden Gruppe. Für die Umsetzung dieser Euroports-Strategie spielt die Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Der langfristige Erfolg kann nur über langfristige Pachtverträge zu Grund und Boden und mit den notwendigen Umschlags- und Lagerkapazitäten gesichert werden. Deren Erweiterung und Ersatz ist eine der Hauptaufgaben der Gesellschaft in der Euroports Germany-Gruppe. Um die materiellen Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit der operativen Gesellschaften zu sichern, stellt sie ihnen leistungsfähiges Equipment zur Verfügung. In den vergangenen Geschäftsjahren wurden im Wesentlichen Ersatzinvestitionen für Krane und mobile Umschlaggeräte sowie Generalreparaturen an Bandanlagen realisiert. Dies war der kaufmännischen Vorsicht der Geschäftsführung geschuldet; zunächst aufgrund der Corona-Pandemie, im Jahr 2022 und 2023 als Reaktion auf die globalen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, insbesondere der Energiekrise und der anschließenden hohen Inflation, einschließlich einer Hochverzinsungsphase zur Bekämpfung der Inflation. Wachstum wird in erster Linie in der Entwicklung und Stabilisierung bestehender Geschäfte und dem Ausbau von Kundenbeziehungen gesehen, aber auch in der Erweiterung von Beteiligungen in Unternehmen der Logistikbranche. Ein wichtiger strategischer Schritt war der Zukauf von 50% der Geschäftsanteile an der Grosstanklager- Ölhafen Rostock GmbH, Rostock (GÖR) im Geschäftsjahr 2021. Um die GÖR strategisch besser aufzustellen, sind im Geschäftsjahr 2022 im Rahmen einer Kapitalerhöhung 30,1% der Anteile an andere Gesellschafter übertragen worden. Die GÖR hat als Betreiberin des Ölhafens und der Tankläger eine große volkswirtschaftliche Bedeutung für die Versorgung der Volkswirtschaft mir Rohöl und Kraftstoffen. Die Energiewende ist für die gesamte Euroports-Gruppe nicht nur ein strategisches Programm hinsichtlich der Umstellung und Anpassung des Terminalbetriebes auf zukünftige Entwicklungen. Schon jetzt ist es ein täglicher Anspruch im Terminalbetrieb den CO 2 -Ausstoß durch verschiedenste Maßnahmen, wie beispielsweise die Umrüstung auf LEDs sowie eine elektrische Fahrzeugflotte, zu senken. 3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war von den Auswirkungen globaler Krisen, wie dem Ukraine-Krieg, geprägt. Der anhaltende militärische Konflikt in der Ukraine hat weiterhin zu Herausforderungen in den Lieferketten geführt. Ferner blieb die Inflation trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin auf hohem Niveau und dämpfte die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich durch die Bekämpfung der Inflation die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen. Gleichzeitig nahm sowohl die Nachfrage im In- und Ausland ab. Die deutsche Volkswirtschaft konnte sich im Jahr 2023 trotz des tiefen Einbruchs im Corona-Jahr 2020 nicht weiter erholen. Waren es im Jahr 2021 3,2% und im Jahr 2022 noch 1,8% Wachstum, ging die deutsche Volkswirtschaft im Jahr 2023 um 0,3% zurück.[1] Die Dynamik bei der durchschnittlichen Inflationsrate mit 5,9% im Jahr 2023 gab im Vergleich zum Vorjahr (6,9%) leicht nach. Sie verbleibt jedoch auf hohem Niveau.[2] In diesem globalen Umfeld war und ist die maritime Seewirtschaft mit ihrer Schlüsselrolle im Außenhandel unmittelbar betroffen. So ist der Güterumschlag der deutschen Seehäfen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 4,1% gesunken. Insgesamt wurden 267,8 Mio. t Güter umgeschlagen. Der umschlagsstärkste Seehafen war wie im Vorjahr Hamburg mit einem Umschlag von 99,6 Mio. t (-3,6%), gefolgt von Bremerhaven (39,2 Mio. t, -8,4%) und Wilhelmshafen (29,8 Mio. t, -6,1%). Unter den fünf umschlagsstärksten deutschen Seehäfen konnte Rostock als einziger Standort den Umschlag erhöhen (23,9 Mio. t, +11,9%). Die herausragende nationale Bedeutung des Seehafens Rostock für die Energieversorgung wurde deutlich durch die Kohle- und Rohölimporte, aber auch durch den Umschlag von Windkraftanlagen. Die politische Entscheidung der zukünftig vollständigen Sanktionierung von Rohölimporten über die Druschba-Pipeline führte bereits im Jahr 2022 dazu, dass 1,3 Mio. t Rohöl seeseitig importiert wurden. Im Jahr 2023 ist der Umschlag an Erdöl deutlich von 1,3 Mio. t in 2022 auf 5,2 Mio. t gestiegen (+300%).[3] Die Vertiefung des Seekanals von derzeit 14,50 auf 16,50 Meter wurde im Jahr 2023 fortgesetzt und hat eine wichtige strategische Bedeutung für die Entwicklung des Hafens und damit für Euroports. 4. Geschäftsverlauf Die Euroports Terminals Rostock GmbH hat das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis nach Steuern von 4,7 Mio. € abgeschlossen, der auf der Grundlage des Ergebnisabführungsvertrages an die Euroports Germany abgeführt wurde. Da die Umsatzerlöse fast ausschließlich Erträge aus Pachten für Anlagen sowie Grund und Boden umfassen, bilden diese seit Jahren eine stabile fixe Geschäftsgrundlage. Der Rückgang der Umsatzerlöse von 12,2 Mio. € in 2022 auf 9,3 Mio. € in 2023 ist darin begründet, dass die Anlagenpacht an die Tochtergesellschaften im Jahr 2023 angepasst wurde (-2,9 Mio. €). Die Anlagenpacht wird in regelmäßigen Abständen angepasst, um die Interessen des Verpächters und des Pächters gleichermaßen zu berücksichtigen. Basis für die Berechnung ist der Werteverzehr und eine angemessene Kapitalverzinsung. Ferner wurden bis März 2022 die Anlagen an die GÖR verpachtet, welche im Rahmen der Kapitalerhöhung als Sacheinlage in die GÖR eingebracht wurden. Der variable Teil des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft beruht auf Veränderungen im operativen Hafengeschäft der Tochterunternehmen und Beteiligungen. Das Ergebnis aus den Gewinnabführungsverträgen und den Beteiligungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Mio. € erhöht. Der Aufwand aus Verlustübernahmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. € reduziert. Einzig die Euroports Papier- Lager- und Umschlaggesellschaft mbH hat im Geschäftsjahr 2023 ein negatives Ergebnis erzielt, welches auf den starken Rückgang der Papiermengen zurückzuführen ist. Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf Rechts- und Beratungskosten in 2022 zurückzuführen (-0,4 Mio. €), welche im Zusammenhang mit dem Anteilskauf und -verkauf der GÖR in 2022 angefallen sind. Wie in der Prognose für 2023 angeben liegen die Erträge aus Beteiligungen 0,7 Mio. € über dem Vorjahr. Aus den Gewinnabführungen und Verlustübernahmen der Tochterunternehmen wurde in der Prognose ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Aufgrund der Anpassung von den Pachten wurde das saldierte Ergebnis mit 2,5 Mio. € deutlich übertroffen. Das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung liegt 1,1 Mio. € über dem Vorjahr und damit 0,5 Mio. € unter der Prognose. Da die Stabilität bzw. die Höhe der Erträge aus der Verpachtung von Anlagen sowie der Erträge aus Gewinnabführungen und der Aufwendungen aus Verlustübernahmen direkt vom Geschäftsverlauf der Hafenbetriebe und deren Ergebnis abhängt, liegt der Schwerpunkt der finanziellen Leistungsmessung auf Leistungsindikatoren der operativen Tochterunternehmen. Das sind neben dem Umsatz und dem Jahresergebnis permanente Kostenanalysen. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Das Sachanlagevermögen hat sich um 1,7 Mio. € verringert. Das liegt darin begründet, dass in der gesamten Euroports Germany-Gruppe seit dem Beginn der Corona-Pandemie und den bis heute anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten ein strenger Ausgabenstopp gilt. Da die Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und auf die Liquidität unklar waren und diese Situation durch den Ukraine-Krieg noch verstärkt wurde, sind im Wesentlichen nur wichtige Ersatzinvestitionen realisiert worden. Den Abschreibungen in Höhe von 2,8 Mio. € stehen Anlagenzugänge in Höhe von 1,1 Mio. € entgegen. Bei den Ersatzinvestitionen handelt es sich im Wesentlichen um Generalüberholungen im Schüttgutterminal. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beruhen auf den Vorauszahlungen für Verlustübernahmen und Gewinnabführungen am Jahresende sowie auf dem zweistufigen Cash-Pool. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auf 10,8 Mio. € gestiegen (Vorjahr 4,4 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 10,5 Mio. € (Vorjahr 5,1 Mio. €). Der Anstieg ist darin begründet, dass zwei Geschäftsjahre in den Forderungen und Verbindlichkeiten aufgelaufen sind. Die Eigenkapitalquote der Euroports Terminals Rostock GmbH beträgt 83%. Das spricht für eine geringe Verschuldung und eine hohe finanzielle Stabilität der Gesellschaft. Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft ist durch das zentrale Liquiditätsmanagement, dessen Kern eine wöchentlich aktualisierte Liquiditätsvorschau und der Cash-Pool bilden, jederzeit gesichert. Sie war und ist aber auf Grund der unsicheren politischen und wirtschaftlichen internationalen Lage im besonderen Fokus der Geschäftsführung. Das betrifft insbesondere das Working Capital Management und die Investitionsfinanzierung. Es besteht ein zweistufiger Cash-Pool mit Zero Balancing in der Unternehmensgruppe, in dem die Gesellschaft das Poolkonto für die Unterkonten von vier Gesellschaften hat. Das Hauptkonto führt die Euroports Germany GmbH & Co. KG. Dieser Cash Pool bildet den Kern des Cash Managements der Gruppe und sichert die tägliche Liquidität der einbezogenen Gesellschaften, so auch für die Euroports Terminals Rostock GmbH. Am 01.08.2023 hat die Gesellschaft ein Darlehen bei der GÖR in Höhe von 3,5 Mio. € aufgenommen. Das Darlehen wird fällig zum 31.05.2024. Gleichzeitig hat die Gesellschaft ein Darlehen in Höhe von 3,5 Mio. € gegenüber der Euroports Group B.V. getilgt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Ertragslage Zur Ertragslage wird auf die Ausführungen über den Geschäftsverlauf verwiesen. Auf der Grundlage der stabilen Geschäftsentwicklung der operativen Gesellschaften der Euroports Germany-Gruppe schätzt die Geschäftsführung die Umsatzerlöse von ca. 9,3 Mio. € als nachhaltig und die Gewinnabführungen und Verlustübernahmen der Tochterunternehmen als stabil ein. Diese Einschätzung beruht auf den langjährigen Geschäftsbeziehungen der Hafenumschlagsbetriebe. 6. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung Grundsätzlich Aufgrund dessen, dass die die Hauptfunktion der Gesellschaft in der Euroports Germany-Gruppe in der langfristigen Pacht des Grund und Bodens von der ROSTOCK PORT GmbH und in der Unterverpachtung desselben an die operativen Gesellschaften der Gruppe sowie in der Anlagenverpachtung besteht, leiten sich die Chancen und Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb der Tochtergesellschaften ab. Die Geschäftsführung sieht die Universalität der Gruppe bei gleichzeitiger Spezialisierung der Terminals auf bestimmte Gutartengruppen als einen wesentlichen Erfolgsfaktor an. Die Möglichkeit, im Prinzip alle Stück- sowie trockene und flüssige Massengüter umschlagen zu können, stellt - unter Berücksichtigung der Kapazitätsreserven - einerseits die Basis für weiteres Wachstum dar und gibt andererseits auch die Möglichkeit und Sicherheit, ein wegfallendes Geschäft mit einem neuen kompensieren zu können. Diese stabile Geschäftsgrundlage der Hafenbetriebe ist der Garant für den wirtschaftlichen Erfolg der Euroports Germany-Gruppe. Eine zunehmende Bedeutung hat dabei die Umsetzung der Geschäftsstrategie der Euroports Group B.V., die nicht nur auf eine stärkere Marktposition aus Synergien der gemeinsamen Vertriebs-Aktivitäten setzt, sondern auch wirtschaftliche Stärke aus konsequentem Kostenmanagement mit einer zentralen Einkaufsstrategie entwickelt. Das Benchmarking zwischen den Gruppen-Unternehmen und der regelmäßige Kontakt der Führungskräfte spielen dabei eine zentrale Rolle. Ferner analysiert die Geschäftsführung permanent potenzielle Risiken für die Geschäftsentwicklung und schätzt ein, dass keine Risiken bestehen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Es bestehen Chancen für die Zukunft, die Grund zur Prognose einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung geben. Chancen Der Seehafen Rostock ist der größte deutsche Getreideexporthafen, wobei die Euroports Getreide Service Rostock GmbH, Rostock, als Umschlagsbetrieb dabei die wichtigste Rolle spielt. Die Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns liefert die Grundlage dafür. Neue Logistikwege im Zusammenhang mit dem Russlandembargo und den Störungen der Exporte aus der Schwarzmeerregion sowie die weltweiten Krisen sind für den Standort Rostock als Getreideexporthafen eine zusätzliche Chance. Die Euroports Düngemittel Dienstleistung Rostock GmbH, Rostock, hat als Hauptkunden die YARA Rostock im direkten Hinterland und realisiert deren Exporte im Hafen, die aufgrund des sinkenden Inlandverbrauchs steigen werden. Die Euroports Ferry Stevedoring Rostock GmbH, Rostock, erbringt für Liniendienste im Fähr- und RoRo-Verkehr Lösch- und Ladeleistungen und ist damit das Verbindungsstück zwischen den Schiffen und dem kombinierten Terminal. Aufgrund der ökologischen Transformation werden die unbegleiteten Verkehre künftig zunehmen. Für die Grosstanklager- Ölhafen Rostock GmbH werden sich kurz- und mittelfristig steigende Bedarfe aus veränderten Produktströmen ergeben. Langfristig wird die Energiewende neue Herausforderungen bringen, die es als Chance zu nutzen gilt. Diese Fakten verdeutlichen die Stabilität der Geschäfte und deren Nachhaltigkeit. Die Erlöse und Preise, die im Wesentlichen durch Verträge mit langjährigen Kunden erzielt werden, werden laufend hinsichtlich der Kostenentwicklung für die Umschlagsleistung überprüft und das Ziel besteht, diese mindestens durch die Inflationsrate wertzusichern. Eine Herausforderung wird allerdings die Energiewende, die von der Geschäftsführung als Chance gesehen wird. In Deutschland und Europa wird der Umschlag von fossilen Brennstoffen, wie flüssige Treibstoffe und Steinkohle, zurückgehen und durch andere Gutarten ersetzt werden. Die Anpassung von Umschlagflächen und -anlagen auf Wasserstoff, LNG und Biomasse wird fortlaufend geprüft und ggf. vorgenommen werden. Risiken Die Hauptgutart der Euroports Papier-, Lager- und Umschlaggesellschaft mbH, Rostock, sind Forstprodukte. Wiederholte Streiks in der Papierindustrie und in der Logistikbranche Finnlands sowie generell abnehmende Papiermengen geben Veranlassung, dass die Geschäftsführung dieses Geschäftsfeld mittelfristig als risikobehaftet einschätzt und zusammen mit dem Gesellschafter sehr genau beobachtet und analysiert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden diverse Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Auch gab es für die Papiersparte vertragliche Anpassungen, sodass das Risiko für die PLU und damit einhergehend für die Gesellschaft stark reduziert wurde. Neben den getroffenen Maßnahmen wird der Markt sondiert. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts haben inzwischen einen globalen Charakter angenommen. Die Energiekrise, generelle Preissteigerungen, Lieferengpässe für Dienstleistungen und Fertigerzeugnisse sowie neue Bezugsmärkte durch das Russland-Embargo führen auf der Beschaffungsseite zu Kostensteigerungen sowie zu Preiserhöhungen und zu Verzögerungen von Investitionen. Dies könnte sich negativ auf die Umsatzerlöse oder das Jahresergebnis auswirken. Die Geschäftsführung agiert fortlaufend, um diese Auswirkungen zu begrenzen. Auch wenn die Gesellschaft kein eigenes Personal hat, stellt der Fachkräftemangel bei den Tochtergesellschaften ein zunehmendes Risiko dar. Die Geschäftsführung ergreift deswegen eine Vielzahl von Strategien und Maßnahmen, wie attraktive Arbeitsbedingungen, Weiterbildung, Mitarbeiterbindung, Diversität und verschiedene Rekrutierungsstrategien, um dem entgegenzuwirken. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung für die gesamte Euroports Germany-Gruppe mit gleichbleibenden Umsätzen. Die Umsatzerlöse der Euroports Terminals Rostock GmbH werden aufgrund unveränderter Pachten auf Vorjahresniveau, d.h. bei 9,3 Mio. € liegen. Die Kosten sind auf der Grundlage eines effizienten Kostenmanagements, langjähriger Geschäftsbeziehungen und langfristiger Verträge unter Kontrolle. Die Generalreparaturen an den Anlagen des Düngemittel- und des Getreideterminals werden auf dem Niveau des Vorjahres fortgeführt. Die Erträge aus Beteiligungen werden wie im Jahr 2023 erwartet. Aus den Verlustübernahmen und Gewinnabführungen der Tochterunternehmen wird saldiert ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Damit erwartet die Geschäftsführung insgesamt ein Ergebnis nach Steuern von 4,7 Mio. €. Das geplante Investitionsvolumen für das Jahr 2024 beträgt 3,7 Mio. €. Davon werden 1,1 Mio. € durch Leasing finanziert. Die größten Positionen bilden dabei Generalüberholungen im Getreide- und im Düngemittel-Terminal. Mittelfristig plant die Geschäftsführung Ausgaben für Investitionen in Höhe von ca. 5 Mio. € pro Jahr. Der Geschäftsverlauf und auch das Ergebnis des 1. Quartals 2024 lagen in den operativen Gesellschaften insgesamt auf Budget-Niveau. Vor dem Hintergrund der unsicheren geopolitischen Lage und des erwarteten Rückgangs des Weltwirtschaftswachstums agiert die Geschäftsführung aber mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht. Mittelfristig sieht die Geschäftsführung auf der Grundlage ihrer Ertrags- und Finanzplanung keine wesentlichen Risiken.
Rostock, 07.05.2024 Euroports Terminals Rostock GmbH, Rostock K. Lentz P. Biesdorf [1] Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de). [2] Quelle: Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de). [3] Quelle: Seeverkehr 2023: Güterumschlag 4,1 % geringer als im Vorjahr - Statistisches Bundesamt (destatis.de). Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Euroports Terminals Rostock GmbH, Rostock PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Euroports Terminals Rostock GmbH, Rostock - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Euroports Terminals Rostock GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Rostock, 28. Juni 2024 BDO
AG
Janitschke, Wirtschaftsprüfer Paschke, Wirtschaftsprüfer FeststellungDer Jahresabschluss 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15.07.2024 festgestellt. |
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