Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Straße 3, 89143 Blaubeuren, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gabriele Döring seit 7.6.2023 | Prokura |
Cara Elizabeth Crowley seit 10.10.2022 | Geschäftsführer |
Thomas Andreas Schlenker seit 28.8.2018 | Geschäftsführer |
Karin Ott seit 7.9.2016 | Prokura |
Andreas Martin Burkhardt seit 25.11.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Merckle GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Merckle GmbHBlaubeurenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen1.1. Geschäftsmodell und Organisation Die Merckle GmbH gehört seit 2010 zu dem weltweit agierenden pharmazeutischen Konzern Teva Pharmaceutical Industries Ltd. Petach Tikva, Israel, (nachfolgend Teva), dem Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen 1 und wird in dessen Konzernabschluss einbezogen. Neben der Merckle GmbH gibt es noch weitere acht Gesellschaften am Standort Deutschland (nachfolgend: TEVA Deutschland). Sie befinden sich unter dem Dach der Unternehmensmarke Teva und vervollständigen das Pharmageschäft am Standort Deutschland. Funktional ist TEVA Deutschland unter der Teva Dachmarke wie folgt strukturiert:
Die Merckle GmbH und die Teva Biotech GmbH stellen bedeutende Produktionsstandorte der Teva im globalen Umfeld dar. Deutschland ist ein komplexer Produktionsstandort innerhalb des Teva Konzerns mit einer Produktion von 298 Mio. Packungen Arzneimittel im Jahr 2023. Während in Blaubeuren/Weiler die größte Produktionsanlage zur Herstellung konservierungsmittelfreier Nasensprays in der weltweiten TEVA-Organisation steht, ist der Standort Ulm auf die Herstellung hochkomplexer biotechnologischer Arzneimittel für die Behandlung schwerwiegender Krankheiten spezialisiert. TEVA Deutschland sieht die Zukunft in der weitergehenden Spezialisierung und Qualifizierung in Bezug auf die Biotechnologie. Im Zuge dessen hat sich die Konzernführung in Israel für einen erheblichen Ausbau der biotechnologischen Produktion am Standort Ulm entschieden. TEVA Deutschland vereint Innovative Produkte, Generika und freiverkäufliche Arzneimittel (OTC). Der Vertrieb der Produkte findet über die drei Gesellschaften ratiopharm GmbH, TEVA GmbH und AbZ-Pharma GmbH statt. Dabei erfolgt der Vertrieb von Innovativen Produkten (Innovative Medicines) über die TEVA GmbH und der Vertrieb von freiverkäuflichen und verschreibungspflichtigen Generikaprodukten über die ratiopharm GmbH und die AbZ-Pharma GmbH. Die täglichen Warenlieferungen an unsere Kunden werden durch das konzerninterne Logistikunternehmen Transpharm Logistik GmbH sichergestellt. Für eine schnelle und sichere Auslieferung wird auf High-Tech-Systeme, vor allem aber auch auf die langjährige Erfahrung der Mitarbeitenden gesetzt. 1.2. Unternehmensprofil Die Merckle GmbH ist zu 100 % im Anteilsbesitz der Teva Health GmbH, Ulm, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Merckle GmbH hält unmittelbare- und mittelbare Beteiligungen an insgesamt 5 Tochterunternehmen. Die bedeutendste Beteiligung betrifft die ratiopharm GmbH. Mit dieser besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Daneben hält die Merckle GmbH 100 % an der Teva Biotech GmbH und der Transpharm Logistik GmbH. Hier bestehen ebenfalls Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. Hinsichtlich einer detaillierten Aufstellung zum Anteilsbesitz der Merckle GmbH verweisen wir auf den Anhang. Die Merckle GmbH produziert Arzneimittel für die TEVA Deutschland Vertriebsfirmen ratiopharm GmbH, AbZ-Pharma GmbH, Teva GmbH, sowie für eine große Anzahl ausländischer Teva Vertriebsgesellschaften und für Dritte. Unsere höchste Priorität liegt dabei in einer leistungsfähigen, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Produktion. Die termingerechte Belieferung unserer Vertriebsfirmen und der Teva Vertriebsgesellschaften im Ausland ist dabei unser wichtigstes Ziel. Wir agieren nach den Grundsätzen des GMP (Good Manufacturing Practise), GCP (Good Clinical Practise) und GLP (Good Labor Practise). Dies bedeutet, dass wir alle Vorschriften der Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung einhalten und höchste Qualitätsanforderungen stellen. Daneben erbringt die Merckle GmbH Dienstleistungen im pharmazeutischen Sektor wie z. B. Lagerhaltung, sowie Dienstleistungen im Verwaltungssektor für die TEVA Deutschland. Die Merckle GmbH steuert den Zentraleinkauf für Handelswaren für Europa mit wesentlichen Synergieeffekten für den Teva Konzern. Mit den wichtigsten Lieferanten sind überwiegend langfristige Rahmenverträge abgeschlossen. 1.709 Beschäftigte sorgen an unseren Standorten dafür, dass wir durch eine leistungsstarke und hocheffiziente Produktion unsere Patienten bestmöglich zufriedenstellen und damit ihre Lebensqualität steigern. 1.3. 1.3. Ziele und Strategien Ziel der Merckle GmbH ist die Produktion und Verpackung von Arzneimittel sicher zu stellen. Wichtig hierbei ist uns eine einwandfreie Produktqualität und geringe Durchlaufzeiten, um ein zuverlässiger Partner bei der Versorgung von Arzneimittel zu sein. Des Weiteren liegt unser Fokus auf dem Ausbau der Effizienz der Produktion im Einklang mit Environmental, Health and Safety Standards (EHS). TEVA Deutschland vereint sämtliche unternehmerischen Aktivitäten unter dem Dach der "Teva" als Unternehmensmarke. "ratiopharm" ist dabei die wichtigste Marke der TEVA Deutschland. Unternehmen haben sich zunehmend mit einer kritischen Öffentlichkeit auseinanderzusetzen, welche die Unternehmenspolitik/-leitlinien unmittelbar in ihre Kaufentscheidung einfließen lassen. Durch das breite Produktportfolio aus verschreibungspflichtigen sowie freiverkäuflichen Generika und Innovative Medicines bietet TEVA Deutschland ein breites Spektrum an Arzneimittelversorgung. In der operativen Umsetzung von Vision und strategischer Planung ergänzen sich die drei Geschäftseinheiten - Innovative Medicines, Generika und OTC (Over the Counter, freiverkäufliche Medikamente) - subsidiär. Die operative Strategie der ratiopharm GmbH für die Geschäftseinheit "Generika" und "OTC" beruht dabei auf drei Säulen: Unsere erste strategische Säule beinhaltet den gezielten Launch von neuen Produkten. Für unsere Marke "ratiopharm" bieten wir einen partnerschaftlichen, strategischen Ansatz an, sowohl für die Produkte der Apotheken als auch des Klinik-Bereiches. Die zweite Säule beinhaltet die Fokussierung auf die sichere und flächendeckende Versorgung. Insbesondere erfolgreiche Produktneueinführungen unmittelbar nach deren Patentablauf sind wichtig für den Unternehmensgewinn. Um diese zu gewährleisten, wird jede Neueinführung stringent vorbereitet - von der zeitnahen Zulassung durch das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), welche die ratiopharm durch eine hohe Qualität des eingereichten Dossiers anstrebt, als auch durch eine effektive Neu-Ausbietung seitens des Vertriebs und Marketings. Unser breites Produktangebot untermauern wir mit Serviceangeboten, wie zum Beispiel der transparenten Warenversorgung, ein innovatives Frühwarnsystem bei Lieferengpässen im Bereich der Klinikversorgung. Die dritte Säule baut auf die freiverkäuflichen OTC-Produkte. Unser Fokus liegt auf Produkten in den Bereichen Erkältung, Schmerz und Vitamine. Darauf ist die Außendienstkapazität konzentriert, da die höchsten Wachstumsraten des OTC-Bereichs hier generiert werden. Die Zusammenarbeit der Sparten Innovative Medicines, Generika und OTC hat sich weiterhin bewährt, da so ausgewählte Therapiefelder bestmöglich abgedeckt werden können. Unser Ziel im Jahr 2024 ist die Zusammenarbeit zu intensivieren und auszubauen, um eine stärkere Kundenzentrierung zu erreichen. 1.4. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft profitiert von den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an anderen Standorten des Teva Konzerns. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug kalenderbereinigt 0,1 %. In Deutschland kam im Jahr 2023 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Konjunktur wurde durch die hohen Preise auf allen Wirtschafsstufen und die ungünstigen Finanzierungsbedingungen auf Grund steigender Zinsen und einer geringen Nachfrage aus In- und Ausland gedämpft. Somit setzt sich die Erholung der Deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das BIP 2023 war um 0,7 % höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. 2 2.1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Pharmabranche unterliegt den rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen wie z. B. der Festsetzung von Festbeträgen, den Bestimmungen zur Rabattgewährung sowie den Rabattverträgen mit gesetzlichen Krankenkassen (GKV). In diesem Unternehmens- und Wettbewerbsumfeld bewegt sich die gesamte Unternehmensgruppe und im Speziellen die ratiopharm GmbH. Wie schon in den vergangenen Jahren ist die Marktsituation in der Pharmabranche weiterhin durch einen starken Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Aufgrund von Gesetzesänderungen und einer restriktiven Politik der Krankenkassen besteht auf dem deutschen Pharmamarkt weiterhin eine hohe Wettbewerbsintensität. EU-weit gilt seit 2019 die Serialisierungspflicht für alle Packungen verschreibungspflichtiger Medikamente, welche jede Packung durch zusätzliche Sicherheitsmerkmale zu einem Unikat macht und somit Produktfälschungen vermieden werden. 3 Im Jahr 2020 wurde für Russland die Serialierungspflicht umgesetzt. Diese umfasst im Gegensatz zu den Regelungen in der EU nicht nur verschreibungspflichtige Arzneimittel, sondern vielmehr alle Arzneimittel. 4 Der EU-GMP-Leitfaden, Annex 1 "Herstellung von sterilen Arzneimitteln" ist am 25.08.2023 in Kraft getreten. Die überarbeitete Version des Annex 1 der EU-GMP stellt strenge Anforderungen an Kontrolle und Überwachung bei der Kontamination. 5 Maßgebend ist weiterhin der Apotheken Rahmenvertrag vom 01.10.2021. Dadurch ist der Preiskampf - gerade bei Neueinführungen - weiterhin verschärft 6 . Die Apotheken sind verpflichtet, außerhalb vom Rabattvertrag, eines der vier preisgünstigsten Medikamente abzugeben. Eine Entwicklung, die weiterhin im Markt zu sehen ist, sind die intensiven Generika-Abwehrstrategien, die viele Originalanbieter nach Ablauf des Wirkstoffpatentes entwickeln. So erschweren häufig Second-Medical-Use-Patente und der Abschluss von Rabattverträgen durch den Originalanbieter die generische Konversion. Ende 2019 wurden vom Bundesministerium für Gesundheit mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), einem Gesetz mit dem Ziel für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation, die Weichen für die weitere Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen gesetzt. Dieses soll u.a. Apps auf Rezept, Videosprechstunden und das e-Rezept ermöglichen 7 . Eine verbesserte Arzneimittelversorgung in Deutschland ist ein Faktor, der im Generika-Markt vermehrt thematisiert wird. In der Regel können fehlende Arzneimittel problemlos durch ein anderes ersetzt werden. Dennoch kann es Versorgungsengpässe geben, also Knappheit eines Arzneimittels ohne Alternative. Eine Ursache hierfür wird auf die geänderten Produktionsketten zurückgeführt. Wirkstoffe werden kaum noch in Deutschland oder Europa produziert, sondern zum größten Teil bei indischen und chinesischen Produzenten eingekauft. Die Lieferketten in dieser hochkomplexen Industrie sind sensibel und anfällig für Störungen, was Folgen für die Medikamentenversorgung haben kann. Aus Sicht der Generika-Branche sind insbesondere Rabattverträge im Exklusivmodell kritisch. Bei diesem Modell schließt eine Krankenkasse einen Rabattvertrag mit nur einem Arzneimittelhersteller ab. Dieser übernimmt die exklusive Belieferung der Versicherten dieser Krankenkasse bezüglich der vertraglich vereinbarten Arzneimittel. Kann der verpflichtete Hersteller nicht liefern, muss der Patient auf ein anderes Medikament eingestellt werden, vorausgesetzt, dass entsprechende Konkurrenzprodukte lieferfähig sind. 8 Im Jahr 2023 hatte die Pharmabranche flächendeckend mit Lieferengpässen zu kämpfen. 9 Um die Versorgungssicherheit von Arzneimittel zu stärken und Lieferengpässe zu bekämpfen, ist am 27. Juli 2023 das Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) in Kraft getreten. 10 Dieses konzentriert sich vor allem auf die Bereiche der Kinderarzneimittel und Antibiotika. Durch das ALBVVG wird unteranderem eine Lagerhaltung von 6 Monaten bei Arzneimitteln im Rabattvertrag festgeschrieben und zudem werden für Kinderarzneimittel die Festbeträge und Rabattverträge abgeschafft. 11 Ausgelöst durch Lieferengpässe bei Kinderarzneimitteln hat die Arzneimittelversorgung in der breiten Öffentlichkeit und in der Politik weiter an Akzeptanz gewonnen. Im Vergleich zum Vorjahr wächst der Apothekenversandhandel stärker als das Geschäft der Apotheken vor Ort. 12 2.2. Geschäftsverlauf Die Merckle GmbH hat im Geschäftsjahr ein positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von € 196,6 Mio. erzielt (Vorjahr: € 205,1 Mio.). Maßgeblich beeinflusst wurde das Ergebnis durch die positive Entwicklung im In- und Auslandsgeschäft und die Erträge aus Gewinnabführung in Höhe von € 169,1 Mio. (Vorjahr: € 141,4 Mio.). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von € 196,1 Mio. (Vorjahr: € 204,1 Mio.) an die Muttergesellschaft Teva Health GmbH abgeführt. Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind neben dem Umsatz der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung sowie die Produktionsmengen in den einzelnen Fertigungsbereichen. 2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie Liquiditätsanalyse 2.3.1. Ertragslage Die Merckle GmbH hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von € 1.289,6 Mio. erzielt (Vorjahr: € 1.168,6 Mio.) und liegt damit 10,4 % über dem Vorjahresniveau. Die im Vorjahr gestellte Prognose eines konstanten Umsatzes wurde somit leicht übertroffen.
Die Inlandsumsätze sind um € 57,4 Mio. gestiegen. Auch die Auslands- und EU Umsätze haben sich um € 63,6 erhöht. Die Merckle GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 die in- und ausländischen Teva Vertriebsgesellschaften direkt beliefert. Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen an externe Dritte im Inland in Höhe von € 2,2 Mio. (Vorjahr: € 2,4 Mio.) und im Ausland in Höhe von € 1,4 Mio. (Vorjahr: € 12,5 Mio.) erzielt. Das Pharmaproduktionsgeschäft und damit die Umsätze bestimmen sich wesentlich durch die Umsätze der Vertriebsgesellschaften ratiopharm GmbH, AbZ-Pharma GmbH, Teva GmbH sowie den Umsätzen aus dem Direktvertrieb ins Ausland. Die Verminderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen liegt im Geschäftsjahr bei € 2,5 Mio., während es im Vorjahr zu einer Erhöhung des Bestands um € 7,9 Mio. kam. Im Jahr 2023 lagen bei der Fertigung in Deutschland die Mengen fast aller Produktionsbereiche im Vergleich zum Vorjahr auf einem höheren Niveau. Ein Rückgang hingegen konnte bei den nicht-sterilen Nasensprays und bei den Ampullen verzeichnet werden. Die Vorjahresprognose hinsichtlich eines höheren Gesamtproduktionsvolumens konnte erfüllt werden. Während im Jahr 2022 insgesamt 278 Millionen Packungen produziert wurden, lag die Gesamtzahl der produzierten Packungen in 2023 bei 298 Millionen. 298 Mio. Packungen Arzneimittel wurden 2023 in Ulm und Blaubeuren/Weiler hergestellt (Vorjahr: 278 Mio.). Mit 7,2 Milliarden (Vorjahr: 6,9 Mrd.) Tabletten und Kapseln aus der Herstellung sind die festen Arzneiformen der größte Bereich. Daneben wurden im Jahr 2023 circa 33,4 Mio. (Vorjahr: 29,5 Mio.) Flaschen flüssige Arzneimittel und 25,3 Mio. (Vorjahr: 21,1 Mio.) Salben und Cremes sowie 57,0 Mio. (Vorjahr: 51,9 Mio.) Stück Suppositorien produziert. Im Bereich der sterilen Arzneiformen lag die gefertigte Menge bei 84,4 Mio. (Vorjahr: 90,2 Mio.) Ampullen und Vials, sowie 43,0 Mio. (Vorjahr: 38,1 Mio.) sterile Nasensprays. An biotechnologischen Arzneimitteln betrug die Gesamtproduktionsmenge 1,6 Mio. (Vorjahr: 1,5 Mio.) Fertigspritzen. Des Weiteren wurden im Jahr 2023 Pulverbeutel mit einem Volumen von 1,1 Mio. (Vorjahr: 2,1 Mio.) und Sticks mit einem Volumen von 1,2 Mio. (Vorjahr: 0,1 Mio.) produziert. Damit ist die Merckle GmbH volumentechnisch der größte Produktionsstandort innerhalb des Teva Konzerns und ist führend in den Bereichen der Feststofftechnologie, im sterilen Bereich der Ampullenfertigung sowie bei der aseptischen Herstellung von Nasensprays. Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 auf € 894,4 Mio. analog zum Umsatz gestiegen (Vorjahr: € 806,0 Mio.), maßgeblich bedingt durch das höhere Produktionsvolumen sowie unterschiedliche Bezugskosten. Der Personalaufwand beläuft sich auf € 138,0 Mio. und ist damit über dem Niveau vom Vorjahr mit € 128,1 Mio., hauptsächlich bedingt durch die tariflichen Erhöhungen der Löhne und Gehälter der Tarifmitarbeiter. Im Gesamtjahresdurchschnitt waren 1.709 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.572) beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben um € 9,0 Mio. auf € 184,1 Mio. abgenommen (Vorjahr: € 193,1 Mio.). Die Hauptveränderung resultiert aus dem Rückgang bei den sonstigen Verwaltungskosten um € 13 Mio.. Die Kosten für Energieerzeugnisse sind hingegen um € 5,3 Mio. gestiegen. Das abgeführte Ergebnis der Merckle GmbH war im Geschäftsjahr maßgeblich durch das operative Auslandsgeschäft sowie durch das abgeführte Ergebnis der ratiopharm GmbH beeinflusst. Für das operative Auslandsgeschäft bezahlt die Merckle GmbH aufgrund einer Lizenzvereinbarung an die ratiopharm GmbH Lizenzgebühren in Höhe von € 35 Mio. (Vorjahr: € 5 Mio.). Für Lonquex wurden Lizenzgebühren in Höhe von € 14,5 Mio. (Vorjahr: € 12,8 Mio.) an die ratiopharm bezahlt. Die Lizenzzahlungen sind wie im Vorjahr in den Aufwendungen für bezogene Leistungen erfasst. Die gesamten Gewinne aus Ergebnisabführungen betragen zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2023 € 169,1 Mio. (Vorjahr: € 141,4 Mio.). Die Aufwendungen aus Verlustübernahme belaufen sich im Berichtsjahr auf € 21,5 Mio. (Vorjahr: € 0,5 Mio.) Der Jahresüberschuss ohne Berücksichtigung der Erträge aus der Ergebnisabführung und Aufwendungen aus Verlustübernahme beträgt € 48,5 Mio. (Vorjahr: € 63,1 Mio.). 2.3.2. Vermögenslage Die langfristigen Vermögensgegenstände haben sich bei der Merckle GmbH gegenüber dem Vorjahr um 7,0 % vermindert. Der Rückgang resultiert aus den höheren Abschreibungen, die nicht gänzlich durch Neuinvestitionen kompensiert wurden. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände von insgesamt € 5,8 Mio. (Vorjahr € 6 Mio.) getätigt. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen Technische Anlagen und Maschinen, Betriebsvorrichtungen, Betriebseinrichtungen und Anlagen im Bau. Das Vorratsvermögen hat sich verglichen zum Vorjahr um € 22,2 Mio. auf € 395,0 Mio. (Vorjahr: € 372,8 Mio.) erhöht. Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe haben sich um € 0,4 Mio. geringfügig verringert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse haben sich insgesamt um € 22,6 Mio. erhöht. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 151,3 Mio. erhöht. Das Vermögen verteilt sich zu 72,7 % auf langfristig und zu 27,3 % auf kurzfristig gebundenes Vermögen. Der Buchwert der Finanzanlagen der Merckle GmbH beträgt € 2.044,1 Mio. (Vorjahr € 2.044,1 Mio.) und betrifft mit € 2.027,7 Mio. im Wesentlichen die Beteiligung an der ratiopharm GmbH. Auf Basis der Planzahlen der Gesellschaft ist die Werthaltigkeit der Finanzanlagen gegeben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Stichtag auf € 382,7 Mio. (Vorjahr: € 246,4 Mio.). Die Forderung aus erhaltener Gewinnabführung beträgt im Geschäftsjahr € 169,1 Mio. (Vorjahr € 141,4 Mio.) Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen € 10,5 Mio. (Vorjahr: € 6,1 Mio.). Die enthaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen betragen insgesamt € 203,1 Mio. (Vorjahr € 98,9 Mio.). Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 € 1.980,9 Mio. und ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unverändert. Aufgrund der etwas höheren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote bei unverändertem Eigenkapital auf rund 68,9 % (Vorjahr: 72,5 %) gesunken. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahreswert (€ 41,4 Mio.) um € 9,4 Mio. auf € 50,8 Mio. erhöht. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus einer Zunahme bei den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (€ 7,0 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 auf € 755,1 Mio. erhöht (Vorjahr: € 621,1 Mio.) und beinhalten ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten. Aus dem Cash Pooling ergibt sich eine Verbindlichkeit in Höhe von € 407,4 Mio. (Vorjahr € 298,1 Mio.) gegenüber der Gesellschafterin Teva Health GmbH. Insgesamt bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 615,4 Mio. (Vorjahr: € 511,7 Mio.). Die Veränderung in Höhe von € 103,7 Mio. resultiert aus dem Cash Pooling (+109,3 Mio.), aus Serviceabrechnungen (+ 2,4 Mio.) sowie aus dem Ergebnisabführungsvertrag (- € 8,0 Mio.). 2.3.3. Finanzlage Die TEVA Deutschland nimmt an einem Refinanzierungsprogramm des Teva Konzerns teil. Das Refinanzierungsprogramm sieht unteranderem die Vergabe von kurzfristigen Darlehen mit der Teva Finance Services II (TFS II) für die Teva Health GmbH vor, welche mittels Cash-Pooling für die Vertriebsgesellschaften der TEVA Deutschland genutzt werden. Die Höhe des Darlehens bemisst sich am jeweiligen Forderungsbestand der Gesellschaft. Das Net Working Capital (Umlaufvermögen abzüglich kurzfristigem Finanzkapital und Verbindlichkeiten aufgrund Ergebnisabführung) beläuft sich zum Bilanzstichtag analog zum Vorjahr auf einen negativen Betrag. Durch die Einbindung der Gesellschaft in das Finanzmanagement der TEVA Deutschland wird die Finanzlage weiterhin als stabil angesehen. Auf Basis der Liquiditätsplanung wurde der Liquiditätsbedarf ermittelt und die Zahlungsfähigkeit bis zum dritten Quartal 2025 sichergestellt. Darüber hinaus kann sich TEVA Deutschland über den Teva Konzern bis zu einem festgelegten Betrag refinanzieren, der zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit ausreicht. Des Weiteren ist der Zugang zum externen Kapitalmarkt durch die TEVA Deutschland aufgrund der positiven operativen Ertragslage gegeben. 2.3.4. Liquiditätsanalyse Laut Cashflowplanung generiert die TEVA Deutschland einen positiven operativen Cashflow für das Geschäftsjahr 2024 Es besteht zwischen der TEVA Health GmbH und den Gesellschaften der TEVA Deutschland eine unbefristete Cashpool-Vereinbarung, aus der bei Bedarf liquide Mittel abgerufen werden können. Die Höhe ist unbegrenzt. Die liquiden Mittel beziehen sich auf den generierten Cashflow und die Höhe der Refinanzierungskreditlinien. Die TEVA Health GmbH finanziert sich über die Teva Finance Services II B.V. Die Liquidität der Teva Finance Services II B.V ist insoweit gesichert, dass eine Unterstützung der Teva Health GmbH jederzeit möglich ist. Die aktuelle Überprüfung der Risiko- und Liquiditätssituation ergab, dass die künftige Zahlungsfähigkeit gesichert ist und aufgrund der breiten Basis an Produkten, Kunden und Lieferanten keine Risikokonzentrationen bestehen, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. 2.4. Leistungsindikatoren und Nachhaltigkeit Zur Steuerung bedient sich TEVA Deutschland sowohl finanzieller als auch nicht finanzieller Leistungsindikatoren: 2.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne Geschäftssteuerung der Teva basiert nicht auf den Kennzahlen der einzelnen Konzernunternehmen. Vielmehr hat Teva ihr Pharmageschäft in verschiedene Geschäftsfelder segmentiert und steuert diese firmenübergreifend mit organisatorisch unabhängigen Business Units (Specialty Medicines, Generics, OTC). Die Business Units besitzen eigenständige Management- sowie Marketing- und Vertriebsstrukturen, die auf das jeweilige Geschäftsfeld spezialisiert sind. Als wesentliche finanzielle Kennzahlen werden der Umsatz und das EBIT in den einzelnen Geschäftseinheiten zur Steuerung des Unternehmenserfolgs verwendet. Für die Merckle GmbH ergeben sich als quantitative Leistungsindikatoren das EBIT, die Umsatzerlöse und das Gesamtproduktionsvolumen. Das EBIT der Merckle GmbH stellt sich wie folgt dar:
Das EBIT hat sich, entgegen der Prognose einer leicht sinkenden Entwicklung, leicht erhöht. Die Situation des Generika-Geschäftsfeldes der Teva ist weiterhin geprägt durch die Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitssystems und dem intensiven Preiswettbewerb auf dem Generikamarkt. Festbetragssenkungen und zusätzliche Preisnachlässe aus Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen haben zusätzlich negativen Einfluss auf das Generikageschäft. Trotz diesen Gründen konnte die Teva Deutschland im Geschäftsjahr 2023 höhere Umsätze generieren. Die im Vorjahr gestellte Prognose eines konstanten Umsatzes wurde übertroffen. 2.4.2. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Umwelt * Der Teva-Konzern hat im Rahmen der strategischen ESG-Neuausrichtung (Environment, Social and Governance) langfristige ökologische Nachhaltigkeitsverpflichtungen bekannt gegeben. Diese beziehen sich auf folgende Themenfelder:
Als erster Pharmahersteller in Deutschland überhaupt, wurde Teva bereits 1996 mit der EMAS-Zertifizierung ausgezeichnet. Für die deutschen Standorte wird ausschließlich regenerativer Strom bezogen. Auch bei der regenerativen Eigenerzeugung von Strom setzen wir ein starkes Zeichen: durch den Bau einer der zehn größten Photovoltaik-Anlagen in Ulm entlasten wir mit einer Produktion von mehr als 1.000.000 kWh pro Jahr seit 2021 die Umwelt sowie das öffentliche Stromnetz. Bei den ersten Schritten "Vermeiden" und "Reduzieren" konnten wir im Rahmen unseres 25-jährigen EMAS-zertifizierten Umweltmanagements bereits sehr gute Fortschritte erzielen. So konnte für die Jahre 2018 und 2019 der CO 2 -Ausstoß um mehr als 35.000 Tonnen reduziert werden, von 2020 bis 2022 eine weitere CO 2 -Einsparung von mehr als 40.000 Tonnen. Unsere verbleibenden, noch nicht vermeidbaren Emissionen von rund 20.000t CO 2 e als produzierendes Pharmaunternehmen kompensieren wir nun und stellen damit die Emissionen, die direkt an unseren deutschen Standorten durch den Betrieb unserer Produktion, unsere Gebäude oder die Arbeit unserer Mitarbeiter sowie unseren Energiebedarf anfallen, klimaneutral. Die Kompensation tätigen wir mit unserem Partner atmosfair, der Teva ein nach dem höchsten Standard "Gold Standard for the Global Goals" (GS4GG) zertifiziertes Kompensationsprojekt bereitstellt. CO 2 e (CO 2 -Äquivalent) ist eine Maßeinheit, die verschiedene Treibhausgase in einem Wert zusammenfasst, basierend auf ihrem jeweiligen Beitrag zum Treibhauseffekt im Vergleich zu Kohlendioxid (CO 2 ). Das "e" in CO 2 e steht für "Äquivalent" und wird verwendet, um anzugeben, dass andere Treibhausgase in Bezug auf ihren Beitrag zur Erderwärmung in CO 2 -Äquivalenten ausgedrückt werden. Diese Berechnungen beruhen auf dem Global Warming Potential (GWP) der jeweiligen Gase im Vergleich zu CO 2. Umgesetzt wurden auch neue Mobilitätslösungen. Beispiele hierfür sind firmeneigene Elektroautos für die Fahrten zwischen den Werken in Ulm und Blaubeuren/Weiler und auch ein E-Truck gehört seit 2023 zum Fuhrpark. Die Elektroautos werden das ganze Jahr über vollständig mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben. Im Bereich der Schonung unserer natürlichen Wasserressourcen sind wir Vorreiter: so haben wir uns im Jahr 2019 der "Industry Alliance against antimicrobial resistance", kurz AMR, angeschlossen. Als Maßnahmen erfolgten eine stoffspezifische Abtrennung und Sammlung antibiotikahaltiger Abwässer, die im Anschluss thermisch zerstört werden. Damit können die "Predicted No Effect Concentrations" (PNEC) in den Flüssen Blau und Donau sicher eingehalten werden. Investitionen für mögliche Anpassungen der Kläranlage im Jahr 2024 wurden bereits genehmigt. Teva Deutschland wurde im Jahr 2023 erfolgreich nach EMAS und ISO 14001 rezertifiziert und eine neue Umwelterklärung wurde auf unserer Homepage veröffentlicht. Seit dem Geschäftsjahr 2021 wird der Indikator der nicht vermeidbaren CO 2 -Emissionen zur Steuerung der Geschäftstätigkeit der TEVA Deutschland herangezogen. Die CO 2 -Emission im Geschäftsjahr 2023 betrug 20.750 Tonnen und ist im Vergleich zum Vorjahr (16.338 Tonnen) gestiegen auf Grund der neuen Biotechnologieanlage. Somit ist die Prognose eines Anstiegs der CO 2 -Emission eingetroffen. * keine Prüfung durch den Abschlussprüfer Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Einen wichtigen nicht-finanziellen Leistungsindikator sieht TEVA Deutschland im Bereich Human Resources Management. Die Mitarbeiter stehen im Fokus des Teva Managements, da diese als ein wichtiger strategischer Wettbewerbsvorteil für die betriebliche Wertschöpfung gesehen werden um künftige Herausforderungen, wie z. B. den demographischen Wandel, die Internationalisierung oder den technologischen Fortschritt zu meistern. Diese bedürfen ein Anwerben und Halten qualifizierter Arbeitskräfte, um die eigenen Geschäftsstrategien gezielt und effizient umsetzen zu können. Die Mitarbeiterumfrage wird zur Steuerung der Geschäftstätigkeit herangezogen und bemisst sich an der Teilnahmequote der jährlichen Umfrage bei der TEVA Deutschland. Die Teilnahme beträgt im Geschäftsjahr 76% und ist im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben. Somit wurde die Erwartung einer Teilnahmequote von 75% für das Geschäftsjahr übertroffen. Hier wurden für die einzelnen Geschäftsbereiche Maßnahmen definiert, um spätestens bei der nächsten Mitarbeiterumfrage Verbesserungen erzielen zu können. 3. Chancen- und Risikobericht3.1. Risikomanagement Das Risiko-Management der TEVA Deutschland basiert auf drei Bereichen:
bestehend aus dem globalen Risikomanagementsystem, der Delegation innerhalb der Geschäftsleitung und dem internen Risikomanagementsystem. Die Bereiche Produktion, Logistik und Vertrieb unterliegen dem BSI-Gesetz für kritische Infrastrukturen. Entsprechende Schutzkonzepte sind somit etabliert. 3.1.1. Compliance und Datenschutz Die Unternehmenspolitik der Teva ist darauf ausgerichtet, transparent zu handeln und alle Gesetze und rechtlichen Bestimmungen einzuhalten. Die Umsetzung der ethischen Grundsätze sowie der Compliance-Grundlagen ist für alle Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit von allergrößter Bedeutung. Daher gibt es in der Teva eine globale Antikorruptionsrichtlinie, die weltweit anzuwenden ist. Sie steht im Einklang mit dem "Foreign Corrupt Practices Act" (FCPA) und anderen Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsgesetzen. TEVA Deutschland bekennt sich als Mitglied des globalen Verbandes IFPMA 13 (International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations) und ist auch Mitglied des europäischen Dachverbandes der nationalen Verbände forschender sowie einzelner Pharmaunternehmen EFPIA 14 (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations). Zusätzlich hat sich die TEVA Deutschland das Ziel gesetzt, interne Infrastrukturen zu entwickeln, um den Anforderungen des Transparenzkodex der Pharmaindustrie der VfA (Verband forschender Arzneimittelhersteller) sowie der Antikorruptionsgesetzgebung des Bundesministeriums für Justiz zu entsprechen. Durch regelmäßige verpflichtende Schulungen wird gewährleistet, dass sämtliche Mitarbeiter von den Unternehmensvorgaben in Kenntnis gesetzt werden, stets über aktuelle Änderungen informiert sind und entsprechend handeln. Die Einhaltung der Anforderungen wird von unabhängigen internen und externen Stellen im Auftrag des Managements überprüft. Die in Deutschland maßgeblichen und rechtlich bindenden Grundlagen des Datenschutzes ergeben sich aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)). Diese Regelwerke haben den Zweck, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird. Um die hieraus entstehenden Aufgaben zu erfüllen, beauftragt TEVA Deutschland einen externen Datenschutzbeauftragten, der die Gesellschaft berät und überwacht. Unterstützt wird er von drei internen Ansprechpartnern. Zudem gibt es für jeden Bereich bzw. jede Business Unit einen DSGVO-Koordinator. Diese werden regelmäßig geschult und halten den Kontakt zum internen Datenschutzteam. TEVA Deutschland hat zudem ein E-Mail-Postfach für Anfragen eingerichtet. Darüber hinaus gibt es ein "Security Center", das sieben Tage die Woche, 24 Stunden pro Tag telefonisch oder per E-Mail erreichbar ist. 3.1.2. Rechnungslegungsbezogenes, internes Kontrollsystem (SOX) Das Management hat ein internes Kontrollsystem im Unternehmen eingeführt, welches die Richtigkeit der Finanzberichterstattung sicherstellt. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems sind Vorgaben zur Einhaltung eines Vier-Augen-Prinzips, die strikte Funktionstrennung von unvereinbaren Tätigkeiten inklusive der Vergabe von IT-Berechtigungen sowie interne Richtlinien zum Ablauf kritischer Arbeitsprozesse. Zur Sicherstellung des internen Kontrollsystems werden vorbeugende sowie aufdeckende Maßnahmen durchgeführt. Aufgrund des TEVA-Konzernverbundes erfüllt das interne Kontrollsystem die Anforderungen des Sarbanes-Oxley Act von 2002 (SOX). Basis hierfür ist das international anerkannte Kontrollrahmenwerk "Internal Control - Integrated Framework" des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (=COSO). Wesentliche Inhalte sind die Dokumentation der Geschäftsabläufe sowie die entsprechenden Kontrollen der in den Finanzberichterstattungsprozess eingebundenen operativen Einheiten. Des Weiteren sind auch unterstützende IT-Prozesse im Kontrollrahmenwerk mit eingebunden. Die Einhaltung der Anforderungen sowie die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems werden von einer prozessunabhängigen internen Stelle regelmäßig im Auftrag des Managements überprüft, an diese berichtet und ggf. angepasst. 3.1.3. Risikomanagementsystem Die Risiken der TEVA Deutschland werden identifiziert, bewertet und gesteuert mittels
3.1 Globales Risikomanagementsystem Die TEVA Deutschland ist in das Risikomanagementsystem des Teva Konzerns eingebunden. Hier werden unter anderem finanzwirtschaftliche Risiken sowie Patentrisiken identifiziert, bewertet und gesteuert. 3.2 Delegation innerhalb der Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung der TEVA Deutschland identifiziert und kategorisiert nach wie vor die potenziellen rechtlichen Risiken und teilt diese bestimmten Funktionsbereichen zu. Anschließend werden diese den einzelnen Geschäftsführern im Rahmen eines Geschäftsverteilungsplans zugeordnet. Jeder Geschäftsführer der TEVA Deutschland verantwortet hierbei Bereiche, für die er Risiken zu monitoren, zu besprechen und zu minimieren hat. Hier sind diese auf die Mithilfe und Risikomeldung der Mitarbeiter angewiesen. Es existiert eine Dokumentation zur gesamten Delegation: Finance, IT, SOX, Tax, Accounting/ Reporting, Enterprise THIS (Teva Health Innovation Space), Customer Experience, Commercial Excellence, Compliance, GA (Governmental Affairs) & Market Access, HR (Human Resources), Legal, Regulatory Affairs Germany/Austria, Corporate Affairs, Medical, Product Excellence, Commercial Operations, Pharmacovigilance, Commercial Quality, Commercial Business & Executive Projects, Customer Excellence Procurement, Quality, Security, EHS (Environment, Health and Safety), OSD (Oral Solid Dosage) Manufacturing, Steriles, OSD (Oral Solid Dosage) Packaging, Supply Chain, LCO (Liquids, Ointments and Cremes), OPEX, TSA (Technical & Scientific Affairs) Management, IT TGO (Teva Global Operations), Regional Engineering, Finance TGO (Teva Global Operations) Biotech Production, EHS (Environment, Health and Safety) Biotec, Biotech Supply Chain, OPEX Biotech, MS&T (Manufacturing, Science & Techn), Site Engineering Biotech, Construction/Engineering Genesis, PMO (Project Management Office), Site Quality Supply Chain EU SC, Warehouse, Fleet, Supply Chain, EMSO(External Manufacturing & Supply Operations) Allen Bereichen übergeordnet ist die Einhaltung von Compliance, Datenschutz und SOX. Alle Geschäftsführer sind gleich stimmberechtigt und müssen sich untereinander informieren. In diesem Zusammenhang findet innerhalb der Geschäftsführung ein regelmäßiger Austausch statt. 3.1.3.3.Internes Risikomanagementsystem Die Geschäftsentwicklung der TEVA Deutschland wird in einem hohen Ausmaß vom Wettbewerbsumfeld beeinflusst. Hier sind insbesondere die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die Veränderung der Marktpreise zu nennen. Diese Risiken werden im Rahmen der jährlichen Planung identifiziert, bewertet und gesteuert. Im Rahmen der Quartalsberichtserstattung werden diese Risiken laufend überwacht und gegebenenfalls neu bewertet. Die identifizierten Risiken werden aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkung im Planungsprozess berücksichtigt. Anhand der Quantifizierung des Risikos und der Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt eine Einstufung in die Kategorien "niedrig", "mittel" und "hoch" anhand folgender quantitativer Kriterien:
Der Grad der Auswirkung wird je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie nachfolgend definiert.
Gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Auswirkung des Risikos auf die VFE-Lage wird eine Kategorisierung in ein niedriges (N), mittleres (M) oder hohes (H) Risiko vorgenommen.
Neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko ist das Unternehmen zusätzlichen Risiken ausgesetzt, die im Risikobericht beschrieben und jährlich bewertet werden. 3.2. Risikobericht 3.2.1. Finanzwirtschaftliche Risiken Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung erkannt. Für TEVA Deutschland spielen Währungsrisiken aufgrund der Konzentration auf den Euro-Raum nur eine untergeordnete Rolle. Durch die Einbindung in das Cash-Pool-Management werden Investitionen und kostenintensive Projekte innerhalb des Konzerns finanziert. Die lokale Liquiditätssituation wird von der Geschäftsleitung überwacht und gesteuert. TEVA Deutschland hat im Jahr 2023 einen positiven operativen Cashflow erwirtschaftet und auch für das Geschäftsjahr 2024 sowie darüber hinaus ist ein positiver operativer Cashflow geplant. Daher ergeben sich für TEVA Deutschland nur geringe Risiken aus Finanzierungstätigkeiten. Für die Revolving Credit Facility (RCF) zwischen der Teva Health GmbH und der Teva Finance Services II B.V. wurde zum 01. April 2023 der Vertrag mit einer leichten Zinserhöhung verlängert. Auf Basis der neuen Vereinbarungen schätzen wir das Risiko durch steigende Zinsen gering ein. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Vertriebsgesellschaften werden durch das konzerninterne Securitization Programm abgetreten. Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit: "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel". 3.2.2. Liquiditätsrisiko TEVA Deutschland ist in das Cash-Pooling der weltweiten Teva Gruppe eingebunden und refinanziert sich hierüber bis zu einem festgelegten Betrag, der zum Stichtag zu 51,1% ausgeschöpft war. Der Konzern stellt die Mittel je nach Bedarf zur Verfügung. Hieraus entsteht das theoretische Risiko, dass der Konzern zum gegebenen Zeitpunkt die notwendigen Mittel nicht zur Verfügung stellt. Der Liquiditätsbedarf resultiert insbesondere aus den geplanten Investitionen, die gegebenenfalls auf Grund der positiven Ertragslage über Fremdkapital finanziert werden können. Zusätzlich stellt die Geschäftsführung regelmäßig einen Liquiditätsplan auf, um den Finanzmittelbedarf für TEVA Deutschland zu identifizieren. Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit: "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel". 3.2.3. Risiko aus Global Business Services im Finanzbereich TEVA Deutschland hat für den Finanzbereich verschiedene Global Business Services eingeführt. Ziel dieser ist es, Kernkompetenzen zu konzentrieren und effizient umzusetzen. Prozessoptimierungen sollen erzielt und an verschiedenen Standorten vereinheitlicht werden. Kostenoptimierung durch Personalkosteneinsparungen unterstützen diese Entscheidung. Risiken können sich durch die erhöhten Anforderungen an die Kommunikation, den Verlust des "Know-how" beim Wissenstransfer, sowie mangelnde Flexibilität durch einheitliche Prozesse, den Verlust der persönlichen Betreuung vor Ort oder das Fehlen eines Teams vor Ort aufgrund der Matrixstrukturen ergeben. Die Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ist "mittel". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "niedrig". 3.2.4. Konjunkturelle Risiken Die TEVA Deutschland ist aufgrund Ihrer Zugehörigkeit zum Gesundheitssegment weitestgehend konjunkturunabhängig. Das Produktportfolio der TEVA Deutschland besteht zu einem großen Anteil aus verschreibungspflichtigen Medikamenten. Konjunkturelle Risiken können die regulatorischen Handlungen des Landes beeinflussen, beispielsweise durch Anpassung des Herstellerrabattes, mehr Tenderausschreibungen und Fixpreisregulation. Des Weiteren sehen wir einen höheren Druck auf das öffentliche Gesundheitsbudget, welches zu Anpassungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen führen könnte. Die Preiseffekte durch die gestiegene Inflationsrate haben sich normalisiert oder sind auf ihren Ursprungswert gesunken. Preiseffekte sind in der Jahresplanung bereits berücksichtigt. Der aktuelle Fach- und Arbeitskräftemangel in Deutschland ist eine Herausforderung. Die Arbeitslosenquote in Ulm ist weiterhin niedrig bei drei Prozent. Die Unternehmensgruppe TEVA Deutschland und die Marke ratiopharm haben eine sehr gute Reputation, was sich bei der Akquise von neuen Mitarbeitenden positiv auswirkt. Für die Revolving Credit Facility (RCF) zwischen der Teva Health GmbH und der Teva Finance Services II B.V. wurde zum 01. April 2023 der Vertrag mit einer leichten Zinserhöhung verlängert. Auf Basis der neuen Vereinbarungen schätzen wir das Risiko durch steigende Zinsen gering ein. Im Rahmen der Globalisierung gibt es im Wirtschaftskreislauf viele globale Lieferketten, die auf Grund von Disruptionen Lieferverzögerungen als auch Lieferausfälle verursachen können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von konjunkturellen Risiken sowie die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden vom Management für TEVA Deutschland jeweils als "mittel" eingestuft. 3.2.5. Regulatorische Risiken Staatlich-regulatorische Ausgestaltungen des öffentlichen Gesundheitswesens in den einzelnen nationalen Märkten können die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen. Die Änderung von bestehenden oder auch die Einführung neuer Vorschriften in Bezug auf pharmazeutische Produkte können sich auf den Unternehmenserfolg auswirken. Auswirkungen auf TEVA Deutschland können zudem regulatorische Eingriffe haben, die einzelne Kunden oder Kundengruppen (wie z.B. Ärzte/Kliniken, Apotheken, Patienten, Krankenkassen, Großhändler) direkt oder indirekt mit stärkerer Nachfragemacht ausstatten oder zu einem veränderten Nachfrageverhalten führen. Beispielhaft hierfür sind Rabattverträge, Substitutionsregelungen. Daneben führen Ausschreibungen von Krankenkassen zu erheblichen Preisnachlässen bei den pharmazeutischen Herstellern. Ausmaß und Auswirkungen von etwaigen Änderungen sind schwer kalkulierbar, weil sie vom politischen Prozess abhängig sind und von den Reaktionen der betroffenen Marktteilnehmer wesentlich beeinflusst werden. Im Rahmen der europäischen Gesetzgebung können sich zudem weitere Auflagen ergeben, welche sich auf die Teva Deutschland auswirken. Wir unterliegen keinen Sanktionsverordnungen der Europäischen Union, weiter verweisen wir auf die Einstufung als kritische Infrastruktur. Die Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ist "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel". 3.2.6. Risiken im Produktportfolio Potenzielle Risiken bestehen auch beim weiteren Ausbau des Produktportfolios. Lange andauernde Zulassungsverfahren können den Markteintritt von Produkten erheblich verzögern bzw. verhindern. Zusätzlich sind die Zulassungsverfahren sehr aufwendig, da wir im Bereich der Studien nur bedingt vom Konzern profitieren können. Darüber hinaus können zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden die planmäßige Vermarktung negativ beeinflussen. Insbesondere bei Generika besteht regelmäßig das Risiko einer Patentverletzung. Als Folge davon können erhebliche Kosten aus Schadensersatzverpflichtungen oder der vollständigen oder zeitweiligen Untersagung der Vermarktung von Produkten entstehen. Bei speziellen Wirkstoffen, die nur von vereinzelten Produzenten erworben werden können, besteht ein erhöhtes Risiko bezüglich der Verfügbarkeit und damit für das Angebot im Produktportfolio. Es besteht zudem das Risiko ausbleibender Nachfragen für einzelne Produkte oder Produktsegmente im Portfolio, beispielsweise durch einen Ausfall der sogenannten Grippe- und Erkältungssaison. Der Markt für Multiple Sklerose zeichnet sich durch den zunehmenden Wettbewerb aus, zum einen durch das Wachstum von neuen, innovativen Arzneimitteln und zum anderen durch die vermehrten Generika-Markteintritte. Dies stellt ein Risiko für COPAXONE® dar, welches sich in einem fortgeschrittenen Status des Produktlebenszyklus befindet. Auch im Markt für die prophylaktische Behandlung von Migräne, in welchem AJOVY® aktuell die Marktposition 2 unter den aCGRP-Antikörpern gefestigt hat, steigert sich der Wettbewerb durch eine geänderte Erstattungssituation des Marktführers und zusätzlich durch mögliche Neueinführungen neuer Arzneimittel. Die durch die Inflation verminderte Kaufkraft beeinflusst bei manchen Produktgruppen (z. B. Vitamine und Ginkobil) im OTC-Bereich unsere Verkaufszahlen. Die Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ist "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel". 3.2.7. Risiken der Lieferfähigkeit Hinsichtlich der quantitativen und qualitativen Lieferfähigkeit der TEVA Deutschland bestehen Risiken. Lieferketten werden durch unser globales Risikomanagement bewertet und entsprechende Maßnahmen für die jeweiligen Länder abgeleitet. Es gibt ein wöchentliches Gremium, in welchem die Probleme zu Materialien gesammelt und beleuchtet werden. Hervorzuheben sind die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit unseren Lieferanten. Des Weiteren erfolgt eine regelmäßige Abstimmung zwischen Bedarfs- und Absatzplanung, um bei Diskrepanzen entsprechende Schritte einleiten zu können. Durch Erhöhung der Planlieferzeit bei Bestellungen rechnen wir mit einer höheren Liefersicherheit, ebenso in Einzelfällen durch den gezielten Aufbau von Sicherheitsbeständen bei sehr kritischen Materialen. Durch unser globales internes Netzwerk prüfen wir die Möglichkeit bei Engpässen von Materialien, diese von anderen Teva Standorten weltweit zu erhalten. Qualitätsprobleme bei Lieferanten, eine fehlerhafte Koordinierung der Produktion oder eine unzureichende Rohstoffversorgung könnten z. B. Produktions- und Lieferverzögerungen verursachen, die zu Marktanteilsverlusten und ggf. Konventionalstrafzahlungen führen. Durch den enormen Preisdruck im Gesundheitswesen besteht die Notwendigkeit global zu beschaffen, wodurch sich das qualitative und quantitative Risiko erhöht. Seit dem 01.01.2023 gilt das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). In diesem Zusammenhang hat Teva bereits im Vorfeld mehrere Projektgruppen auf nationaler und internationaler Ebene eingerichtet. Dabei wurden alle relevanten Unternehmensbereiche und Analysen zu den einzelnen Sorgfaltspflichten einbezogen. Wir überprüfen die Einhaltung der Bestimmungen kontinuierlich. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie auch die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden von der Geschäftsführung jeweils als "mittel" eingeschätzt. 3.2.8. Risiken im IT-Bereich Der Risikokatalog führt auch Risiken im Bereich der Informationstechnologie (IT) auf. Als kritische Infrastruktur wird insbesondere der Bereich der Datensicherheit und der Stabilität der IT-Infrastruktur in der Produktion sowie im Office-Bereich definiert. Eine instabile IT-Infrastruktur führt zu Einschränkungen u. a. bei Auftragsabwicklung und Produktionsabläufen mit entsprechenden Auswirkungen auf die finanziellen Kennzahlen des Unternehmens. Das Unternehmen hat dem durch entsprechende Datensicherungen, Wartungsverträge und Hotlines gegengesteuert. Durch die Auslagerung der IT-Dienstleistungen an externe Dienstleister haben sich längere Bearbeitungszeiten ergeben. Die Vorbereitungen zur Umstellung von SAP N20 auf SAP-Enterprise im Jahr 2025 haben bereits begonnen. Basierend auf detaillierten Projektplänen und Erfahrungen von erfolgreichen Systemumstellungen an anderen Teva Standorten gehen wir von einem mitigierten Risiko aus. Aufgrund der konzernweiten IT-Struktur wird der Bereich Cyber Security intensiv betreut. Zusätzlich stellen Globale "Corporate Cyber Crisis Management Plans" die Abwicklung einer solchen Situation auf globaler Ebene sicher. Innerhalb der IT-Abteilung wird dieses Risiko separat überwacht und berichtet. Mitarbeiter der TEVA Gruppe Deutschland werden zum Thema Cyber-Attacken regelmäßig geschult und sensibilisiert. Sie haben die Möglichkeit auffällige E-Mails über einen Phishing-Report vorab über das E-Mail-Programm an die IT-Abteilung zu melden und prüfen zu lassen. Ergänzend hierzu werden in Planspielen entsprechende Situationen mit der Geschäftsführung und Führungskräfte der relevanten Bereiche durchgeführt, um sich auf potenzielle reale Situationen vorzubereiten. Potenziellen Risiken durch Cyber-Attacken wird somit bestmöglich entgegengewirkt. Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "hoch" eingestuft. 3.2.9. Audit von externen Behörden Es finden regelmäßig Audits von inländischen und ausländischen Behörden statt. Wer in Europa Fertigarzneimittel herstellt und auf den Markt bringt, muss die Qualität dieser über die gesamte Produktionskette hinweg gewährleisten. Das Befolgen der Guten Herstellungspraxis (EU-GMP-Leitfaden Teil I) soll gewährleisten, dass die Arzneimittel nach gleichbleibend hohen Qualitätsstandards produziert und geprüft werden. Das schließt auch die GMP-konforme Herstellung der verwendeten Ausgangsstoffe ein. So fordert es der Artikel 46 der europäischen Richtlinie 2001/83/EG, der beispielsweise in Deutschland durch §13 Absatz 3 der Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV) in nationales Recht umgesetzt ist. Arzneimittelhersteller müssen ihre Lieferanten überall auf der Welt folglich nach den Maßgaben der Guten Wirkstoff-Herstellungspraxis (EU-GMP-Leitfaden Teil II) qualifizieren und sich durch turnusmäßige Prüfungen - etwa im Abstand von zwei bis drei Jahren - davon überzeugen, dass die Herstellung der von ihnen verwendeten Wirkstoffe auch wirklich GMP-konform ist. Eine zeitliche Staffelung der Überprüfungen anhand von Risikobewertungen ist möglich. Häufig wird die Verpflichtung mit einem Verantwortungsabgrenzungsvertrag auf den Lohnhersteller übertragen. Ob die Arzneimittel- bzw. Lohnhersteller ihrer Pflicht nachkommen, wird durch die Überwachungsbehörden im Rahmen ihrer turnusmäßigen GMP-Inspektionen immer stärker geprüft (EMEA/INS/GMP/313538/2006): Neben der Überwachung der Guten Herstellungspraxis beim Hersteller lassen sie sich auch die schriftlichen Nachweise vorlegen, mit denen die pharmazeutische Qualität zugelieferter Wirkstoffe belegt wird. Die "Qualified Person" des Herstellers muss das Befolgen dieser Regeln schriftlich bestätigen - sowie die persönliche Verantwortung dafür übernehmen. Als kritische Infrastruktur unterliegen wir zusätzlich der Inspektion durch das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik). Aufgrund unseres hohen Qualitätsstandards sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als "niedrig" an. Die Auswirkung auf die Finanz, Vermögens- und Ertragslage wird aus Sicht des Managements als "mittel" eingestuft. 3.2.10. Risiken durch den Ausbau der Biotechnologieanlage Durch den Ausbau der Biotechnologieanlage am Standort Ulm verteilen sich die Risiken durch die Gewinnabführungsverträge innerhalb der TEVA Deutschland auf die gesamte Gruppe: Das Gesamtprojekt unterliegt regelmäßigen internen und externen Audits. Diese stellen sicher, dass die gesamten Prozesse in Bezug auf Beschaffung, Compliance, der Organisationsstruktur und das Reporting den festgelegten Vorgaben entsprechen. Kontrollorgan ist das wöchentliche Steering Committee, welches sich aus lokalem und globalem Management zusammensetzt, um jeglichen Risiken proaktiv entgegenzuwirken. Aufgrund des Cashflows der deutschen Teva Gesellschaften, sowie durch ein konzerninternes Darlehen, ist das Projektbudget und eventuelle Überschreitungen dessen ausreichend gesichert. Des Weiteren gibt es das Risiko aus Unfällen während des Bau- und Installationsbetriebes, welches aufgrund der sehr guten EHS-Politik gering zu bewerten ist. Zudem rechnen wir mit der Inbetriebnahme der Biotechnologieanlage im Q4 2024. In der Gesamtbetrachtung der Risiken durch den Ausbau der Biotechnologieanlage wird die Eintrittswahrscheinlichkeit vom Management als "niedrig" eingestuft, die Einschätzung der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als "mittel". 3.2.11. Rechtliche Risiken Die im Pharmabereich immanenten Risiken aufgrund komplexer Patentsituationen werden ständig überwacht und bewertet. Als pharmazeutischer Unternehmer sind wir nach § 94 Arzneimittelgesetz (AMG) verpflichtet, für Personenschäden aus der Herstellung und dem Vertrieb von Arzneimitteln, für deren Gefahren eine Deckungsvorsorge zu treffen. Vertragsstrafen oder Schadensersatz wegen Lieferausfällen im Rahmen der Arzneimittelrabattverträge werden ebenso ständig überwacht und gegebenenfalls bilanziell passiviert. Arbeitsrechtliche Risiken werden evaluiert und bei Bedarf entsprechende Rückstellungen gebildet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für rechtliche Risiken schätzt das Management als "niedrig" ein, die Einschätzung der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als "mittel". 3.2.12. Risiken aus Unfällen und sicherheitstechnischen Vorfällen TEVA Deutschland hat ein EHS-Management (Environment, Health & Safety.) basierend auf den globalen Vorgaben von Teva. Dieses zielt durch verschiedenste Maßnahmen und Verfahrensweisen auf hohe EHS-Standards und robuste Verfahrensweisen ab. Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben und verschiedene Maßnahmen zur Sicherstellung sicherer technischer Anlagen und Verfahren ist hier ein grundlegendes Kriterium. Risiken werden systematisch erfasst und vorausschauend bewertet und geeignete vorbeugende Schutzmaßnahmen abgeleitet. Die Beteiligung aller Mitarbeiter hierbei und die feste Verankerung von EHS-Kriterien bei den wesentlichen Entscheidungsprozessen des Unternehmens sind zentrale Säulen des Arbeitsschutzmanagements. Der Standort wird sowohl zu internen als auch rechtlichen Vorgaben in regelmäßigen Abständen internen Konzernaudits unterzogen. Das Risiko für das Unternehmen aus arbeitsschutzrelevanten und anlagentechnischen Unfällen wird daher im Industrievergleich als gering eingeschätzt. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit hierfür als auch die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden von der Geschäftsführung jeweils als "niedrig" eingeschätzt. 3.2.13. Umweltrisiken Umweltrisiken werden bei TEVA Deutschland mit folgenden Instrumenten dokumentiert, bewertet und priorisiert:
Die Mitigation erfolgt im Rahmen unseres lokalen EMAS/ISO 14001 Managementsystems sowie im Rahmen unseres globalen EHS-Managementsystems, das mit ca. 50 EHS-Standards alle Aspekte einer sicheren und nachhaltigen Entwicklung umfasst. Weitere Informationen hierzu können unserer Umwelterklärung und unserem ESG-Report entnommen werden, der auf unserer lokalen und globalen Homepage eingesehen werden kann. Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "mittel" eingestuft. 3.2.14. Risiken durch den Russland/Ukraine Krieg Die durch den Konflikt verursacht steigenden Energie- und Rohstoffpreise bewirken einen steigenden Kostendruck im Bereich Produktion und Logistik. Für Lieferungen an Russland und an die Ukraine ergeben sich keine Währungsrisiken, da wir keine direkte Geschäftsbeziehung mit diesen Ländern haben. Der Intercompany Umsatz für den russischen und ukrainischen Markt ist stabil. Wir haben keine Single-Source-Bezugsquellen mit Lieferanten aus Russland und der Ukraine. Aufgrund der konzernweiten IT-Struktur ist der Bereich Cyber Security auf dem neuesten Stand der Technik, und wir sehen somit keine Gefahr durch vermehrte Cyber Angriffe im Zusammenhang mit den derzeitigen Spannungen. Um unabhängig von Gas zu sein, wurde in der Produktion Ulm in Jahr 2022 ein Öltank installiert, welcher seit Anfang des Jahres 2023 bei Bedarf in Betrieb genommen werden kann. In Blaubeuren/Weiler war diese Vorrichtung für Gas und Öl bereits vorhanden. Des Weiteren sind Notfall - und Krisenpläne am Standort etabliert. Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "mittel" eingestuft. 3.2.15. Risiken durch den Gaza/Israel Krieg Auf die Intercompany Dienstleistungen von und nach Israel haben sich bisher keine durch den Krieg verursachten Auswirkungen ergeben und es wird nicht erwartet, dass aus den aktuellen Entwicklungen Einschränkungen in der Zusammenarbeit auftreten. Die Fakturierung der Rechnungen erfolgt ausschließlich in der Währung Euro. Für Schlüsselprodukte halten wir auch weiterhin Notfallpläne mit Backup-Produktionsstandorten bereit und erwarten zum jetzigen Zeitpunkt keine nennenswerten Auswirkungen auf unsere operative Performance. Durch ein am Teva Standort in Israel eingerichtetes Krisenmanagement, welches die Lieferketten von Warenlieferungen von und nach Israel sicherstellt, wird ein normaler Warenfluss ermöglicht und hat keinen Einfluss auf das operative Geschäft. Es gibt keine Geschäftsbeziehungen zwischen TEVA Deutschland und dem Nahen Osten. Am Standort Deutschland wurden die Besucher Richtlinien verschärft und nach wie vor wird mitgebrachtes Equipment mehreren Prüfpunkten unterzogen. Das Datenmanagement ist über viele TEVA Standorte mit einer Backup-Lösung verteilt. Der operative Cashflow der TEVA Deutschland gewährleistet die Unabhängigkeit des Standorts. Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "mittel" eingestuft. 3.3. Chancenbericht 3.3.1. Regulatorische Chancen Bestärkt durch das E-Health-Gesetz werden digitale Geschäftsprozesse kontinuierlich ausgebaut. Das E-Health-Gesetz regelt die Einführung digitaler Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen durch die schrittweise Ablösung bislang papierbasierter Prozesse durch IT-unterstützte Verfahren mit dem Ziel, die Patientenversorgung zu verbessern 15 . TEVA Deutschland hat sowohl im Finanzbereich als auch im Bereich Marketing/Vertrieb einige digitale Lösungen etabliert. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der Mehrfachvergabe bei Ausschreibungen der Krankenkassen. Dieses Modell sichert sowohl die Versorgung der Patienten mit notwendigen Arzneimitteln als auch den Produktionsstandort Deutschland, da mehr als nur ein Anbieter den Markt bedienen kann. Dieses Mehrpartnermodell wurde auch in diesem Geschäftsjahr angewendet. Durch unsere diversifizierte Markenstrategie können wir das Segment der günstigen Medikamente bedienen. Die Aufhebung der Festbeträge und Abschaffung von Rabattverträgen bei Kinderarzneimitteln durch das Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) ist ein wichtiger Schritt für eine verbesserte Arzneimittelversorgung in Deutschland. Durch die im Jahr 2023 da gewesene schlechte Versorgungslage von Medikamenten, sehen wir eine Chance, dass es weitere regulatorische Anpassungen gibt, durch die der Produktionsstandort Deutschland gestärkt wird. 3.3.2. Chancen im Produktportfolio TEVA Deutschland ist im Bereich Produktportfolio sehr vielseitig aufgestellt. Aufgrund der Ausgewogenheit von Innovativen Produkten und generischen Produkten profitieren die deutschen Gesellschaften zunächst vom Produktlebenszyklus der Originale. Nach Patentablauf, mit dem Übergang in den generischen Bereich, wird das Produkt in dem generischen Produktbereich betreut. Grundsätzlich ergeben sich Chancen aus Produkteinführungen und unserer etablierten Positionierung in diesem Bereich. Beispielhaft dafür ist Synofen-ratiopharm, bei welchem wir durch unseren Bekanntheitsgrad weitere Wachstumschancen sehen. Trotz des Patentablaufs von Copaxone sind wir weiterhin im Markt gut positioniert. Weitere Chancen sehen wir in unserer innovativen Pipeline. Im Bereich der digitalen Interventionen, in welchem wir seit Dezember 2021 die digitale Gesundheitsanwendung "Hello better ratiopharm chronischer Schmerz" gelistet haben, wollen wir weiter wachsen. Durch die Lieferunfähigkeit von Mitwettbewerbern, ergeben sich auch Wachstumschancen im Generika Bereich. Die Geschäftsleitung bewertet das Produktportfolio unserer deutschen Standorte als ausgewogen und somit grundsätzlich als Chance einer guten Positionierung im generischen Umfeld. 3.3.3. Chancen aus der Marktstrategie Die in den letzten Jahren für die Pharmaunternehmen stark gewachsene Bedeutung der Krankenkassen und deren gesetzlicher Auftrag Rabattverträge zu schließen, bedürfen der laufenden Neujustierung der Vertriebsstrategie. TEVA Deutschland sieht die bisherige Strategie, Marktpositionierung und Profitabilität abzuwägen, als optimale Ausrichtung. Nach Abwägung der Gesamtsituation können Tenderverträge geschlossen werden, die bewusst eine Steigerung der Marktanteile bewirken. Hinzu kommt die Fokussierung auf Neueinführungen und eine stärkere Kundenzentrierung. Mit dieser Strategie sieht die TEVA Deutschland mittelfristig ihre Chance im Markt. 3.3.4. Chancen durch den Ausbau der Biotechnologieanlage Eine große Chance besteht durch den wachsenden Markt an biotechnologischen Medikamenten. Durch die Gewinnabführungsverträge innerhalb der TEVA Deutschland, ergibt sich die Chance für die gesamte Gruppe. Die hohe Kompetenz zur Herstellung von biotechnologischen Wirkstoffen der Teva in Ulm ist einer der Gründe, weshalb sich der Teva Konzern für den erheblichen Ausbau der Biotechanlage am Standort Ulm entschieden hat. Durch den Ausbau der Biotechanlage entwickelt sich TEVA Deutschland zunehmend zu einem High-Tech-Standort und zur Drehscheibe für Biotechaktivitäten des Teva Konzerns. Synergie- und Kosteneffekte erwarten wir im Bereich Personal durch die Erweiterung der Bestandsanlage mit der neuen Produktionsanlage Genesis. Zudem besteht die Möglichkeit als Pharmaauftragshersteller zu fungieren. Auf Europäischer Ebene gibt es einen Rechtsrahmen, dass wie bereits bei Generika Anwendungen, Biosimilars ausgetauscht werden können, wodurch sich weitere Wachstumsmöglichkeiten im Markt ergeben können. 3.3.5. Chancen durch Digitalisierung Chancen sieht TEVA Deutschland im Bereich Digitalisierung. Neben der gesetzlichen Notwendigkeit zu digitalen Schnittpunkten zu Apotheken, Ärzten, Krankenkassen oder Großhändlern durch das E-Health-Gesetz setzt die TEVA Deutschland im Rahmen ihrer Ressourcen-Verfügbarkeit auf digitale Prozesse oder Automatisierungen. Diese Möglichkeiten werden in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen angewandt. In Bezug auf das E-Rezept sehen wir auch Chancen unser Geschäft im Versandhandel auszubauen. Durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse wird auch die Patientenversorgung verbessert. Die digitalen Kanäle zu unseren Kunden werden ständig ausgebaut, um die Bedürfnisse unserer Kunden besser zu verstehen. Durch Data Science und künstliche Intelligenz sollen in Zukunft effizientere Analysen durchgeführt werden, um datengestützte Entscheidungen zu treffen und damit einhergehend Prozesse zu verbessern und zu automatisieren. 3.3.6. Chancen aus Global Business Services im Finanzbereich Wir sehen die Chance von Skaleneffekten, welche durch die Bündelung von Aufgaben in unseren Global Business Services entstehen. Weiter generieren wir Kosteneinsparungen und eine Kompensation des Fachkräftemangels durch die Verlagerung in ausländische Global Business Service. 3.4. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage Insgesamt bleibt festzuhalten, dass TEVA Deutschland die Risikosituation kontinuierlich überwacht und bewertet, um etwaigen Handlungsbedarf zu identifizieren. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung weisen die im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" dargestellten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die dargestellten Risiken werden als beherrschbar angesehen. Es sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken festzustellen, welche die Unternehmensfortführung in absehbarer Zeit gefährden können. 4. Erklärung der Unternehmensführung *Die Gesellschafter der Merckle GmbH sind verpflichtet für die Geschäftsführung eine Zielgröße für den Frauenanteil festzulegen. Die Zielgröße wurde auf 33,3% festgelegt und wird aktuell erreicht. Sollte die Zielgröße unterschritten werden, ist sie laut Beschluss in einer Frist von 5 Jahren ab dem Zeitpunkt der Unterschreitung wieder zu erreichen. Für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung hat die Geschäftsführung eine Zielgröße für den Frauenanteil von 30% festgelegt. Diese Zielgröße wird zum aktuellen Zeitpunkt ebenfalls erfüllt. Sollten die Zielgrößen unterschritten werden, sind sie innerhalb von 5 Jahren ab Unterschreitung wieder zu erreichen. * keine Prüfung durch den Abschlussprüfer 5. Prognosebericht inklusive AusblickFür das Jahr 2024 erwarten wir bei der Merckle GmbH einen konstanten Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Wir rechnen für 2024 mit einem etwas höheren Gesamtproduktionsvolumen. Das EBIT wird im Vergleich zum Vorjahr auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. In Bezug auf den Russland/Ukraine Krieg ergeben sich nachfrageseitig keine Auswirkungen. Durch den Gaza/Israel Krieg erwarten wir weiterhin keine Auswirkungen auf die Warenlieferungen von und nach Israel. Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir für das Jahr 2024 keine wesentlichen Preissteigerungen im Bereich der Beschaffungs- und Energiepreise. Wir haben uns verpflichtet, bis 2045 in allen unseren Betrieben und in unserer Wertschöpfungskette Net Zero (Netto-Null) zu erreichen - was bedeutet, dass wir der Umwelt nicht mehr Emissionen hinzufügen werden, als wir reduzieren oder entfernen. Um dieses Ziel zu erreichen, planen wir, bis 2035 100 % erneuerbaren Strom in unseren Betrieben weltweit zu verwenden. Durch das Hochfahren der neuen Produktionsanlagen im Bereich Teva Biotech GmbH, rechnen wir mit einem steigenden CO 2 e-Verbrauch von rund 4.000t CO 2. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir eine Teilnahmequote an der Mitarbeiterbefragung von 76 %. TEVA Deutschland sieht sich für die Zukunft sehr gut positioniert. Durch die Produktvielfalt von Innovativen Produkten, Generika, freiverkäuflichen Arzneimittel und biotechnologischen Produkten schaffen wir ein breitgefächertes und solides Standbein. Sehr gut aufgestellt ist der Bereich der freiverkäuflichen Produkte, was uns die Marktführerschaft nach Packungen im Bereich der OTC-Produkte bestätigt. Hier sind wir nicht nur bei den Offizin-Apotheken, sondern auch im Bereich der Online-Apotheken sehr gut aufgestellt. Der Versandhandel machte im Geschäftsjahr ca. 31 % des gesamten OTC-Umsatzes aus. Im Bereich der verschreibungspflichtigen Generika sehen wir unsere Stärken in der Ausgewogenheit von Profitabilität und Marktpositionierung durch Tenderverträge. Außerdem wird nach wie vor die Konzentration auf Produktneueinführungen Priorität haben. Auf diese Themen ist unsere Vertriebsstrategie ausgerichtet, die wir fortführen werden. Mit ihr sehen wir uns gut positioniert, um Veränderungen am Markt mitzugehen. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir für die Bereiche OTC und verschreibungspflichtige Generika einen Umsatzanstieg von 6% für die gesamte TEVA Deutschland zum Vorjahr erzielt. Für 2024 rechnen wir mit einem Wachstum von ca. 1 % im Vergleich zu 2023. Durch das ausgelaufene Patent von Copaxone und durch die geringeren Wachstumschancen im Bereich der Onkologie und Schmerztherapie rechnen wir für das Spezialitätengeschäft der TEVA Deutschland mit einem Umsatzrückgang von ca. - 1 % im Jahr 2024. Hingegen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 für das Produkt AJOVY® mit einem weiteren Umsatzanstieg. In der neuen Biotechnologie-Anlage soll künftig das Teva-Eigenprodukt für chronische Migräne AJOVY® und weitere biotechnologische Produkte hergestellt werden. Wir positionieren uns als Hersteller von biotechnologischen Wirkstoffen und als attraktiver Arbeitgeber in der Region. Die Kosten werden regelmäßig überwacht und sind in der Cash-Flow-Planung berücksichtigt. Somit sind die Risiken unter Kontrolle. Die Fertigstellung der Anlage und die ersten Produktionsläufe sind im Jahr 2024 geplant. Eine der größten Herausforderungen des digitalen Zeitalters in der heutigen Geschäftswelt ist die Dynamik des Wandels des Marktes und dessen Geschwindigkeit. Ob technologisch, sozial oder wirtschaftlich - die Innovationszyklen werden immer kürzer. Digitalisierung ist für uns ein Instrument diesen Wandel anzugehen. Neben neuen Technologien, die die Digitalisierung mit sich bringt, spielt auch die Unternehmenskultur eine fundamentale Rolle, um auf diese neuen Gegebenheiten sehr agil und zielgerichtet reagieren zu können. Die Kombination von Technologie, Daten und einer innovativen Unternehmenskultur werden wir in 2024 weiter ausbauen, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Wir erwarten positive Effekte, nicht zuletzt durch die neue Art und Weise, wie wir mit unseren Kunden kommunizieren. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer Stabilisierung der Lieferausfälle im Markt und einer Verbesserung unseres Customer Service Level um 2 bis 3 %. Die TEVA Deutschland ist sich seiner sozialen und ethischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft in der Arzneimittelversorgung, als Arbeitgeber und als Geschäftspartner stets bewusst. Transparenz und Compliance bestimmen dabei unser tägliches Handeln. Besonders in außergewöhnlichen Zeiten stellen wir uns dieser Verantwortung.
Ulm, den 17. Mai 2024 Andreas Burkhardt, Geschäftsführer Cara Crowley, Geschäftsführerin Thomas Schlenker, Geschäftsführer
1 https://pharmabarometer.de/pu/teva/
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar - 31. Dezember 20231. Allgemeine AngabenDie Merckle GmbH stellt einen bedeutenden Produktionsstandort innerhalb des Teva Konzerns dar. Die Merckle GmbH produziert Arzneimittel für die TEVA Deutschland Vertriebsfirmen ratiopharm GmbH, AbZ-Pharma GmbH, Teva GmbH, sowie für eine große Anzahl ausländischer Teva Vertriebsgesellschaften und für Dritte. Daneben erbringt die Merckle GmbH Dienstleistungen im pharmazeutischen Sektor wie z. B. Lagerhaltung, sowie Dienstleistungen im Verwaltungssektor für die TEVA Deutschland. Die Merckle GmbH steuert den Zentraleinkauf für Handelswaren für Europa mit wesentlichen Synergieeffekten für den Teva Konzern. Seit 2010 ist die Teva Health GmbH, Ulm, alleinige Gesellschafterin der Merckle GmbH. Oberstes Mutterunternehmen ist die Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel. Sitz der Merckle GmbH ist Blaubeuren. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 5125 im Register des Amtsgerichts Ulm eingetragen. Das Geschäftsjahr der Merckle GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Gem. § 267 Abs. 2 HGB ist die Merckle GmbH eine große Kapitalgesellschaft und unterliegt damit der gesetzlichen Prüfungspflicht. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Sämtliche Beträge sind, soweit nicht abweichend angegeben - in Millionen Euro dargestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDas Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bewertet. Als Immaterielle Vermögensgegenstände sind insbesondere Zulassungen, Patente und Warenzeichen, sowie EDV-Software mit ihren Anschaffungskosten aktiviert, vermindert um planmäßige und, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen, verteilt über die zugrunde gelegten Nutzungsdauern zwischen 3 und 12 Jahren. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt im Allgemeinen bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen und Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahren. Bei Grundstücken und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken, wird eine Nutzungsdauer von 33 Jahren zugrunde gelegt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet. Eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der Finanzanlagen erfolgt; im Bedarfsfall wird außerplanmäßig abgeschrieben. Das Umlaufvermögen wird nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Selbst erstellte Fertig- und Halbfertigfabrikate werden zu Istkosten bewertet, wobei Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt werden. Handelswaren, Verpackungen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung der Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigung angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden mit dem maßgeblichen Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Unrealisierte Verluste werden angesetzt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen wie auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden unsaldiert ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem darstellen. Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von einem Trend der laufenden Betriebsrente in Höhe einer jährlichen Steigerung der laufenden Rente von 2,5 % der Vorjahresrente ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,83 %; es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Der Zinssatz aufgrund des Sieben-Jahres-Durchschnitts beträgt 1,75 % p.a. nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB. Der Differenzbetrag in Höhe von 64.483,00 €, der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB einer Ausschüttungssperre. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen wurde in § 301 AktG ausdrücklich nicht geregelt, insofern wurde das gesamte Ergebnis abgeführt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach Maßgabe der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Währungsumrechnung für Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Am Bilanzstichtag erfolgt die Währungsumrechnung zum Devisenkassenmittelkurs. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Unrealisierte Verluste werden stets angesetzt. Der Teva-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Gruppenträgerin (Teva Health GmbH), noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Auf die Merckle GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin (Teva Health GmbH), die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Merckle GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Zum Bilanzstichtag waren keine latenten Steuern auf Ebene der Merckle zu ermitteln, da die Gesellschaft zu dem Organkreis der Teva Health GmbH gehört und sich damit die temporären Differenzen auf Ebene der Teva Health GmbH auswirken. Die Umsatzrealisierung findet zum Zeitpunkt der Leistungserbringung bzw. des Gefahrenübergangs statt. 3. Bilanzerläuterungen3.1. Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von € 6 Mio. in Sachanlagen und Immateriellen Vermögensgegenständen getätigt. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Investitionen betreffend Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau. Die Finanzanlagen in Höhe von € 2.044 Mio. betreffen die Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Wert von Anteilen an insgesamt vier verbundenen Unternehmen (ratiopharm GmbH, Transpharm Logistik GmbH, TEVA Biotech GmbH und mittelbar Tevapharm India Private Limited). Die Werthaltigkeit der wesentlichen Finanzanlagen wird durch eine Unternehmensbewertung nachgewiesen. Diese setzt auf einer Detailplanung der Jahre 2024-2026 auf. Es wird mit einer Marktrisikoprämie in Höhe von 6,0% gerechnet und einer ewigen Rente in Höhe von 0,8%. Auf Basis der Bewertung ergibt sich kein Abwertungsbedarf und es wurden in Vorjahren keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen, so dass auch eine Wertaufholung im Berichtsjahr nicht angezeigt war. Umlaufvermögen Die in der Bilanz ausgewiesenen Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr wurden die Bestände erhöht. Der Aufbau der Vorräte belief sich auf € 22,2 Mio. Bei den Vorräten wurden wie in den Vorjahren erforderliche Abwertungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Die Bemessung der Abwertungen bei den fertigen Erzeugnissen und Waren erfolgte unter Berücksichtigung von Reichweite, Verfalldaten und erzielbaren Verkaufspreisen abzüglich noch entstehender Kosten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 4,9 Mio. (Vorjahr: € 4,1 Mio.) werden, unter Berücksichtigung von Ausfall- und Zinsrisiken um eine entsprechende Pauschalwertberichtigung gekürzt, ausgewiesen. Bei zweifelhaften Forderungen wurden direkte Wertabschläge berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen sind vollständig abgeschrieben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf € 382,7 Mio. (Vorjahr: € 246,4 Mio.). Darin enthalten sind folgende Forderungen aus der Ergebnisabführung:
Die Forderungen gegen die Gesellschafterin Teva Health GmbH betragen € 10,6 Mio. (Vorjahr: € 6,1 Mio.) und resultieren aus Organumsatzsteuer. Die enthaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen betragen insgesamt 203,1 Mio. (Vorjahr: € 98,9 Mio.) und resultieren aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen € 1,8 Mio. (Vorjahr € 2,2 Mio.). Im Wesentlichen werden Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen und debitorischen Kreditoren ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Als flüssige Mittel werden Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet eine Vorauszahlung für Softwarelizenzen und Versicherungsbeiträge. 3.2. Passiva Das Stammkapital der Gesellschaft wird unverändert mit € 500.000,00 ausgewiesen. Die bilanzierte Kapitalrücklage wurde nach den Regelungen des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Vorjahren gebildet und ist unverändert. Die Gewinnrücklage resultiert aus der Umstellung auf die BilMoG-Vorschriften und ist in ihrer Höhe (T€ 211,7) unverändert. Der Gewinnvortrag beläuft sich auf € 4,4 Mio. und ist im Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2010 - 30.09.2010, vor Abschluss des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der TEVA Health GmbH, entstanden und Bestandteil des Bilanzgewinns. Die Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Pensionen in Höhe von € 5,4 Mio. (Vorjahr: € 5,5 Mio.) sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von € 45,3 Mio. (Vorjahr: € 35,8 Mio.)Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Prämien, Mehrarbeit, Urlaub und Freistellungen) in Höhe von € 13,9 Mio., Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von € 17 Mio., Rückstellungen für die Haltbarkeitskontrolle in Höhe von € 9,1 Mio. und Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von € 2,1 Mio. Bei dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 84,5 Mio. (Vorjahr: € 77,4 Mio.) werden offene Liefer- und Leistungsverpflichtungen gegenüber Dritten passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf € 755,1 Mio. (Vorjahr € 621,2 Mio.). Darin enthalten sind folgende Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung:
Daneben wird eine kurzfristige Darlehensverbindlichkeit aus dem Cash-Pooling mit der Gesellschafterin TEVA Health GmbH in Höhe von € 407,4 Mio. (Vorjahr € 298,1 Mio.) ausgewiesen. Außerdem werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 139,7 Mio. (Vorjahr € 109,4 Mio.) ausgewiesen. Insgesamt bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Teva Health in Höhe von € 615,4 Mio. (Vorjahr: € 511,8 Mio.). Als sonstige Verbindlichkeiten werden hauptsächlich Steuerverbindlichkeiten und ein Darlehen an die Merckle Sozialkasse e.V. in Höhe von € 0,5 Mio. (Vorjahr: € 0,8 Mio.) ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Laufzeit aller Verbindlichkeiten beträgt durchweg weniger als ein Jahr. 4. Erläuterungen der Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Merckle GmbH erzielt ihre Umsätze aus der Produktion von generischen und nicht generischen Arzneimitteln und deren Vertrieb. Die Umsätze nach Tätigkeitsbereichen / Kundengruppen teilen sich im Geschäftsjahr folgendermaßen auf: Umsätze aus Produktverkäufen gegenüber Dritten € 3,6 Mio. (Vorjahr € 15,6 Mio.); Umsätze Produkte gegenüber verbundenen Unternehmen € 1.195,7 Mio. (Vorjahr € 1.088,0 Mio.), Umsätze aus Dienstleistungen für verbundene Unternehmen € 69,6 Mio. (Vorjahr € 65,0 Mio.) und Umsätze aus Lizenzen gegenüber verbundenen Unternehmen € 20,3 Mio. (Vorjahr € 0 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Davon periodenfremd € 3,5 Mio. für die Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand in Höhe von € 894,4 Mio. (Vorjahr € 806,0 Mio.) betrifft den Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen. Der Personalaufwand in Höhe von € 138,0 Mio. (Vorjahr: € 128,1 Mio.) beinhaltet Löhne und Gehälter, Prämien und Tantiemen, Urlaubsgeld, Beiträge Berufsgenossenschaft, Aufwendungen und Beiträge für Altersversorgung sowie die gesetzlichen Sozialabgaben. Die Zahl der im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeiter beläuft sich im Berichtsjahr auf 1.709 (Vorjahr: 1.572). Im Geschäftsjahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB Abschreibungen in Höhe von € 12,8 Mio. (Vorjahr € 14,6 Mio.) vorgenommen. Sie betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geringwertige Wirtschaftsgüter. Als sonstige betriebliche Aufwendungen werden hauptsächlich Kosten für Mieten und Leasing € 20,0 Mio. (Vorjahr € 19,7 Mio.), allgemeine betriebliche Kosten € 130,6 Mio. (Vorjahr € 127,6 Mio.), Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen € 15,7 Mio. (Vorjahr € 14,6 Mio.), sonstige Verwaltungskosten € 2,6 Mio. (Vorjahr € 2,2 Mio.), Aufwendungen für wissenschaftliche Arbeiten € 3,8 Mio. (Vorjahr € 3,5 Mio.), Personalnebenkosten € 1,9 Mio. (Vorjahr € 1,7 Mio.). Die Fremdwährungskursverluste beliefen sich auf € 9,3 Mio. (Vorjahr € 17,1 Mio.). Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit mehreren Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr konnten Erträge aus Gewinnabführung in Höhe von € 169,1 Mio. erzielt werden. Im Vorjahreszeitraum 1.1. bis 31.12.2022 beliefen sich die Erträge aus Gewinnabführungen auf € 141,4 Mio.. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen. Die Sonstigen Steuern betreffen überwiegend die Stromsteuer, Lohnsteuer und Kfz-Steuer. 5. Sonstige AngabenLatente Steuern Auf Ebene der Merckle GmbH sind zum 31. Dezember 2023 keine latenten Steuern zu ermitteln, da die Gesellschaft zu dem Organkreis der TEVA Health GmbH gehört und damit die temporären Differenzen auf Ebene der TEVA Health GmbH berücksichtigt werden müssen. Haftungsverhältnisse (§ 268 Abs. 7 HGB) und sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 251 HGB) Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Haftungsverhältnisse in Form einer Bankbürgschaft bestehen in Höhe von T€ 425 (Vorjahr T€ 0). Das Bestellobligo für die Folgejahre beträgt T€ 204.339 (Vorjahr T€ 308.051). Davon entfallen T€ 58.380 auf verbundene Unternehmen. Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) Es bestehen keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung sind. Personalbestand (§ 285 Nr. 7 HGB) Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.709 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.572), die sich wie folgt aufteilen:
Angaben für Organmitglieder (§ 285 Nr. 9a - 9c HGB) Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Für Pensionsverpflichtungen früherer Mitglieder der Geschäftsführung sind insgesamt € 3,2 Mio. zurückgestellt. Die Bezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich auf € 0,1 Mio. Organe der Gesellschaft (Geschäftsführung) (§ 285 Nr. 10 HGB) Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr sind:
Anteilsbesitz (§ 285 Nr. 11 HGB) An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Merckle GmbH unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich jeweils um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen; die Werte sind gerundet.
1)Angaben bzgl. Haftungskapital, Eigenkapital und Jahresergebnis bzw. - verlust beziehen sich jeweils auf das Ende des letzten Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 2)Ergebnisabführungsverträge direkt oder indirekt mit der Teva Health GmbH 3)Angaben bzgl. Eigenkapital und Jahresergebnis bzw. -verlust beziehen sich jeweils auf das Ende des Geschäftsjahres zum 31. März 2023 Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 HGB) Oberstes Mutterunternehmen ist die Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Merckle GmbH sowie ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz des Unternehmens in Israel veröffentlicht. Eine in deutscher Sprache übersetzte Fassung wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und anschließend im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Unmittelbare Muttergesellschaft ist die TEVA Health GmbH, Ulm. Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der Merckle GmbH bzw. TEVA Health GmbH besteht nach § 292 Abs. 1 Nr. 1d HGB nicht, da die Gesellschafterin und ihre Tochterunternehmen in den US-GAAP Konzernabschluss der Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, einbezogen werden. Die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften nach § 292 HGB liegen vor. Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB betrifft den Aufwand für die Abschlussprüfung in Höhe von T€ 233. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB) Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Berichtsjahr wurden zu marktüblichen Konditionen abgehandelt. Gesamtbetrag und Aufgliederung der Ausschüttungssperre (§ 285 Nr. 28 HGB) Der Bestand an ausschüttungsgesperrten Beträgen beläuft sich gem. § 253 Abs. 6 HGB zum 31.12.2023 auf 64.483 €. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen wurde in § 301 AktG ausdrücklich nicht geregelt, insofern wurde das gesamte Ergebnis abgeführt. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB) Es gibt keine nennenswerten Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023.
Blaubeuren, den 17. Mai 2024 Andreas Burkhardt, Geschäftsführer Cara Crowley, Geschäftsführerin Thomas Schlenker, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Merckle GmbH, Blaubeuren Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Merckle GmbH, Blaubeuren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Merckle GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 17. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 19.06.2024 festgestellt. |
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