Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 153870
Vorher
Parabel GmbH
Eingetragen
6.11.2013
Branche
Herstellung von SolarwärmekollektorenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Produkten der Umwelttechnik; Planung, Installation und Wartung von Energieanlagen sowie Betreiben von Energieanlagen im In- und Ausland, einschließlich Lieferung von Energien nach dem Energiewirtschaftsgesetz und der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Will
seit 6.11.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
28.40%
0.69%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Parabel GmbHEigenbeteiligung
69.60%
Havelluch-agrar GmbHEigenbeteiligung
0.69%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Parabel GmbH
Germany
87.000 €
69.60%
Jürgen Will
Mühlenerbecker Land
35.500 €
28.40%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Parabel GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2014 bis zum 31.03.2015

Bilanz zum 31. März 2015

AKTIVSEITE

      Vorjahr
  EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.189,00   27.543,00
II. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.818,00   20.875,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.257,00   180.346,00
  134.075,00   201.221,00
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.753.860,06   1.792.975,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 11.020,00   11.020,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.300,00   2.300,00
4. Sonstige Ausleihungen 105.167,79   124.001,00
  4.872.347,85   1.930.296,00
    5.024.611,85 2.159.060,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 1.705.490,26   0,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 306.255,23   211.641,64
3. Erhaltene Anzahlungen -1.800.823,46   0,00
  210.922,03   211.641,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.089.310,41   2.130.545,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 303.133,68   637.542,29
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.443.669,60   870.487,77
  3.836.113,69   3.638.575,65
III. Wertpapiere      
Anteile an verbundenen Unternehmen 506.116,85   683.806,42
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 677.075,78   1.863.184,14
    5.230.228,35 6.397.207,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten   7.596.919,41 7.901.389,67
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   0,00 1.081,16
    17.851.759,61 16.458.738,68

PASSIVSEITE

     
      Vorjahr
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 125.000,00   125.000,00
II. Gewinnrücklagen      
1. Gesetzliche Rücklage 12.500,00   12.500,00
2. Andere Rücklagen 374.552,70   374.552,70
  387.052,70   387.052,70
III. Gewinnvortrag 8.921.690,10   8.303.183,64
IV. Jahresüberschuss 458.395,18   618.506,46
    9.892.137,98 9.433.742,80
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen   0,00 10.300,00
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.152,69   0,00
2. Steuerrückstellungen 98.089,93   0,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.195.245,94   2.543.007,79
    2.297.488,56 2.543.007,79
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00   2,10
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.898.434,06   2.124.448,80
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 698.197,76   540.522,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.626.402,49   1.343.615,46
- davon aus Steuern EUR 124.175,02      
    5.223.034,31 4.008.589,33
E. Rechnungsabgrenzungsposten   438.000,00 462.000,00
F. Passive latente Steuern   1.098,76 1.098,76
    17.851.759,61 16.458.738,68

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015

      Vorjahr
  EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   4.959.758,20 49.067.554,92
2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.800.103,85 - 36.278.180,81
3. Sonstige betriebliche Erträge   178.363,81 172.150,46
    6.938.225,86 12.961.524,57
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.530.299,27   2.196.684,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 901.572,77   4.693.222,88
    3.431.872,04 6.889.907,53
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 1.065.013,88   1.481.662,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 235.492,76   287.955,71
davon für Altersversorgung EUR 53.285,14 (Vorjahr EUR 46.987,28)      
    1.300.506,64 1.769.618,05
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   86.420,07 107.783,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   1.490.505,07 3.067.771,61
    628.922,04 1.126.444,38
8. Erträge aus Beteiligungen   4.918,45 10.713,18
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.918,45 (Vorjahr EUR 10.713,18)      
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   284.355,30 73.049,21
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 29.321,21 )      
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   177.689,57 264.964,25
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   193.452,21 365.178,64
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.153,24 (Vorjahr EUR 0,00)      
davon aus der Aufzinsung EUR 0,00 (Vorjahr EUR 4.973,67)      
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   547.054,01 580.063,88
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag   71.735,16 - 59.095,50
davon aus latenten Steuern EUR 0,00 (Vorjahr EUR -38.275,24)      
14. Sonstige Steuern   1.923,67 1.940,42
15. Abgeführte Gewinne aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags   15.000,00 18.712,50
16. Jahresüberschuss   458.395,18 618.506,46
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   8.921.690,10 8.303.183,64
18. Bilanzgewinn   9.380.085,28 8.921.690,10

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 wurde gemäß den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 150,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten über € 150,00 liegen und € 1.000,00 nicht übersteigen, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, soweit von einer nachweislich voraussichtlich dauernden Wertminderung ausgegangen wird.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Auf Fremdwährungen lautende Anschaffungskosten sind zum Erstverbuchungskurs (Geldkurs) bzw. zum niedrigeren Tagesmittelkurs des Bilanzstichtags bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalbeträgen angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Rückdeckungsversicherungen zu Pensionszusagen werden mit ihren Aktivwerten angesetzt. Das Deckungsvermögen ist gemäß § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet worden. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Auf- und Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Zinsergebnisses verrechnet. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe der vereinnahmten Mittel gebildet. Die Auflösungen erfolgten in Höhe von 20% p.a..

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2005 G ermittelt. Dabei werden auch künftig zu erwartende Steigerungen der Renten berücksichtigt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden mit ihrem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Hierzu wird auf den beigefügten Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) verwiesen.

Angaben zum Beteiligungsbesitz

Die Parabel GmbH ist durch ihre Geschäftstätigkeit an einer Reihe von Unternehmen beteiligt. Eine detaillierte Übersicht zu den im Anlage- und Umlaufvermögen bestehenden Beteiligungen ist diesem Anhang als Anlage 2 beigefügt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich größtenteils um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Teilbetrag von T€ 20 (Vj: T€ 10) eine Restlaufzeit von mehr als ein Jahr.

Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Eine detaillierte Übersicht zu den im Anlage- und Umlaufvermögen bestehenden Beteiligungen ist diesem Anhang als Anlage 2 beigefügt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf T€ 7.597 (Vj. T€ 7.901). Die Parabel GmbH hat 4 Nutzungsvereinbarungen für die Bereitstellung von Trassen und Umspannwerken für eine Dauer von 25 Jahren abgeschlossen, die jährlich ratierlich aufwandswirksam aufgelöst werden.

Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen basiert auf einem finanzmathematischen Gutachten, dem die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde lagen.

Dabei wurden die folgenden Annahmen unterstellt: Zinssatz 4,37 % p.a., keine Personalfluktuation, erwarteter Gehaltstrend 2 % p.a. Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit) gewählt.

Die Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 139 wurde mit dem hierfür bestehenden Deckungsvermögen in Höhe von T€ 135 saldiert, da dieses zu Gunsten der Pensionsberechtigten verpfändet wurde und damit dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist.

Es wurden die folgenden Aufwendungen und Erträge verrechnet:

T€ 5 Zinsaufwand für die Aufzinsung der Pensionsrückstellung mit dem Zinsertrag aus dem Wertzuwachs des korrespondierenden Aktivpostens

Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten und wird anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der verpfändeten Versicherungsverträge zzgl. eines vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen ermittelt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen noch nicht ausgezahlte ergebnisabhängige Vergütungen für die Geschäftsjahre 2012/2013 und 2013/2014 in Höhe von T€ 1.469, ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 430 und eine Rückstellung im Zusammenhang mit einer Sanierungsverpflichtung in Höhe von T€ 200.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

  Restlaufzeit  
  von bis zu einem Jahr von mehr als einem und bis zu fünf Jahren von mehr als fünf Jahren gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00   0,00
(Vorjahr) (2,10) (0,00)   (2,10)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.898.434,06     2.898.434,06
(Vorjahr) (2.124.448,80)     (2.124.448,80)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 698.197,76     698.197,76
(Vorjahr) (540.522,97)     (540.522,97)
sonstige Verbindlichkeiten 450.871,34 375.531,15 800.000,00 1.626.402,49
(Vorjahr) (93.926,80) (399.688,66) (850.000,00) (1.343.615,46)
gesamt 4.047.503,16 375.531,15 800.000,00 5.223.034,31
(Vorjahr) (2.758.900,67) (399.688,66) (850.000,00) (4.008.589,33)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft weist Eventualverbindlichkeiten in Höhe von T€ 4 (Vj. T€ 4) aus. Diese ergeben sich aus bislang nicht eingebrachten Kommanditeinlagen für Projektgesellschaften, die nach § 171 Abs. 1 HGB Eventualverbindlichkeiten darstellen. Die Projektgesellschaften stellen verbundene Unternehmen dar.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den beschriebenen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt, da diese Projektgesellschaften reine Vorratsgesellschaften darstellen, die bisher keine Geschäftstätigkeiten aufgenommen haben und auch nicht davon auszugehen ist, dass in Zukunft Geschäftstätigkeiten aufgenommen werden. Diese Projektgesellschaften sollen in den nächsten Jahren aufgelöst werden.

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich bis zum jeweiligen Ende der Laufzeit finanzielle Verpflichtungen i.H.v. T€ 186.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträge sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 15 (Vorjahr: T€ 3) enthalten.

sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 3) enthalten.

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

In den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung von Finanzanlagen in Höhe von T€ 178 enthalten.

periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf T€ 73 und setzen sich aus Gutschriften und Erstattungen das Vorjahr betreffend zusammen.

Die periodenfremden Aufwendungen in einer Gesamthöhe von T€ 461 enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus einem gerichtlichen Vergleich sowie angefallene Mehrkosten für bereits verkaufte Projekte.

V. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte, die nach § 285 Nr. 3 HGB berichtspflichtig sind, bestehen nicht.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2014/15 durchschnittlich 18 Mitarbeiter (2013/14: 24 Mitarbeiter).

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

 

Herr Jürgen Will, Ingenieur, Schildow und

 

Herr Holger Ruletzki, Ingenieur, Schönfließ.

Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

 

Berlin, den 24. Oktober 2015

Parabel GmbH

Die Geschäftsführung

Jürgen Will

Holger Ruletzki

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 01.04.2014 bis 31.03.2015

Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 01.04.2014 Zugänge Abgänge Stand 31.03.2015
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.556,05 6.665,00 0,00 93.221,05
  86.556,05 6.665,00 0,00 93.221,05
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 45.211,53 0,00 0,00 45.211,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 556.110,76 3.255,07 0,00 559.365,83
  601.322,29 3.255,07 0,00 604.577,36
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.812.875,00 2.960.885,06 0,00 4.773.760,06
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 11.540,00 0,00 0,00 11.540,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.300,00 0,00 0,00 2.300,00
4. Sonstige Ausleihungen 135.500,00 0,00 18.833,21 116.666,79
  1.962.215,00 2.960.885,06 18.833,21 4.904.266,85
  2.650.093,34 2.970.805,13 18.833,21 5.602.065,26
Abschreibungen
  Stand 01.04.2014 Zugänge Abgänge Stand 31.03.2015
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.013,05 16.019,00 0,00 75.032,05
  59.013,05 16.019,00 0,00 75.032,05
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 24.336,53 7.057,00 0,00 31.393,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 375.764,76 63.344,07 0,00 439.108,83
  400.101,29 70.401,07 0,00 470.502,36
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.900,00 0,00 0,00 19.900,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 520,00 0,00 0,00 520,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 11.499,00 0,00 0,00 11.499,00
  31.919,00 0,00 0,00 31.919,00
  491.033,34 86.420,07 0,00 577.453,41
Buchwerte
  Stand 31.03.2015 Stand 31.03.2014
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.189,00 27.543,00
  18.189,00 27.543,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.818,00 20.875,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.257,00 180.346,00
  134.075,00 201.221,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.753.860,06 1.792.975,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 11.020,00 11.020,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.300,00 2.300,00
4. Sonstige Ausleihungen 105.167,79 124.001,00
  4.872.347,85 1.930.296,00
  5.024.611,85 2.159.060,00

Beteiligungsspiegel gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Anteile an verbundenen Unternehmen Sitz der Gesellschaft Anteil in Anteil in Ergebnis 2014/2015 in Ergebnis 2013/2014 in Eigenkapital in
EUR % EUR EUR EUR
Parabel Projekte GmbH Berlin 25.000,00 100% -19.788,07 -19.443,33 42.072,06
Plan_E Ingenieure für Neue Energien GmbH Berlin 26.100,00 100% 139.222,06 130.492,28 392.893,72
Parabel Energiesysteme GmbH Potsdam 18.750,00 75% -4.052,80 -46.239,09 201.093,57
UW Freyenstein GmbH Berlin 25.000,00 100% -632,09 -1.604,58 4.686.431,99
PPK 4 Photovoltaikprojektgesellschaft GmbH Berlin 25.000,00 100% -608,88 -669,36 10.764,23
Beteiligungen Sitz der Gesellschaft Anteil in Anteil in Ergebnis 2014/2015 in Ergebnis 2013/2014 in Eigenkapital in
in EUR % EUR EUR EUR
Parabel Projekte GmbH & Co. Salzfurtkapelle KG Berlin 18.979,30 6% 89.146,60 -403.931,39 -103.171,42
Wertpapiere des Umlaufvermögens Sitz der Gesellschaft Kommanditeinlage in Anteil in Ergebnis 2014/2015 in Ergebnis 2013/2014 in Eigenkapital in
EUR % EUR EUR EUR
Parabel Projekte GmbH & Co. Altlandsberg 1 KG Berlin 1.000,00 100% -228,80 -140,00 -348,30*
Parabel Projekte GmbH & Co. Bismark KG Berlin 564.806,00 100% -118.877,36 -36.017,98 30.802,52
Parabel Projekte GmbH & Co. Hohenwulsch KG Berlin 310.200,00 100% -13.346,37 -104.670,51 135.752,57
Parabel Projekte GmbH & Co. Kemlitz KG Berlin 365.710,00 100% -45.465,84 -1.531,29 303.702,45
Parabel Projekte GmbH & Co. UW Sadenbeck KG (ehem. Müncheberg) Berlin 4.380,00 43% -16.085,95 24.459,32 11.980,83
Parabel Projekte GmbH & Co. Kabeltrasse Krempendorf 3 und 4 KG Berlin 1.000,00 100% 357,00 -674,50 -83,55*
Parabel Projekte GmbH & Co. Kabeltrasse Perleberg KG Berlin 1.000,00 100% -198,80 -673,00 -637,85*
Parabel Projekte GmbH & Co. UW Waldhof KG Berlin 1.000,00 100% 301,20 -679,27 -6.184,12*
Wertpapiere des Umlaufvermögens Sitz der Gesellschaft Einlage in Anteil in Ergebnis 2014/2015 in Ergebnis 2013/2014 in Eigenkapital in
EUR % EUR EUR EUR
PPR Photovoltaik Projektges. Rüdersdorf GmbH Berlin 25.000,00 100% 496,50 -1.712,36 8.800,04*

./. = Zahlen lagen bei Erstellung des Jahresabschlusses der Parabel GmbH noch nicht vor
* = nicht geleistete Kommanditeinlage/Einlage

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/15

1 Allgemeine Angaben

1.1 Grundlagen des Unternehmens

Die Parabel GmbH ist Projektentwickler für Photovoltaikanlagen sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland. Auch bei der Solarthermie zählt Parabel zu den Pionieren, vor allem im Bereich der großen Solarwärmeanlagen. Parabel ist Partner von Investoren, Industrie und Kommunen wenn es um die Errichtung von großen Photovoltaik-Anlagen geht. Ferner hat sich Parabel eine weitreichende Expertise beim Bau von Netzinfrastrukturen erarbeitet.

1.2 Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2014/2015 war wie bereits das Vorjahr vom massiven Rückgang des solaren Zubaus bei Freiflächen- und Dachanlagen geprägt. In Deutschland musste im Jahr 2014 ein erneuter Rückgang des Zubaus an Photovoltaik-Anlagen verzeichnet werden. Der Zubau sank von 3,3 GW in 2013 auf knapp 2,0 GW in 2014. Dies bedeutet eine weitere Verringerung des Zubaus um etwa 40%. Damit weist der deutsche PV-Markt einmal mehr den geringsten Zubau an Photovoltaikanlagen seit 2008 aus. Die Ursache dafür ist insbesondere die massive Absenkung der Einspeisevergütung für Freiflächenanlagen.

Ende 2014 waren in Deutschland PV-Module mit einer Gesamtleistung von 38,2 Ligawatt installiert. Somit deckte Solarstrom mit einer Stromerzeugung von 35,2 TWh rund 6,9% des Netto-Stromverbrauchs in Deutschland ab.

Für die Parabel GmbH sind weiterhin der Vorrang der erneuerbaren Energien beim Netzzugang sowie die Ausbaumöglichkeiten ohne Vorgabe einer bundesweiten Maximalleistung und darüber hinaus der Erhalt von angemessenen Vergütungssätzen die wichtigsten Grundlagen für die weitere Entwicklung des Geschäftes. In den kommenden Jahren wird es sich als absolut notwendig erweisen, alternative Vertriebsstrategien für den aus regenerativen Quellen erzeugten Strom zu entwickeln.

Der im Zuge der Umsetzung der Energiewende notwendige massive Um- und Ausbau der Netzinfrastruktur in Deutschland ist bereits abzusehen. Insbesondere in unserem Heimatmarkt im Bundesland Brandenburg besteht die Notwendigkeit des Ausbaus der bestehenden Netze, weil die bisher errichteten und angeschlossenen EE-Anlagen die vorhandenen Kapazitäten schon jetzt überschreiten. Wiederholte Abriegelungen vorhandener PV-Anlagen sind durch die Parabel dokumentierbar. Die durch Parabel in den letzten Jahren erarbeitete Expertise bei der Planung und dem Bau von Netzinfrastrukturen wird ständig ausgeweitet. Es wurden insgesamt 80 km Mittelspannungstrassen sowie drei Umspannwerke durch Parabel entwickelt, geplant, gebaut und diese werden langfristig betrieben. Diese Erfahrungen werden genutzt, um neben der Errichtung von Photovoltaikanlagen das Geschäftsfeld "Netzinfrastruktur" in den nächsten Jahren auszubauen.

Grundsätzlich ist das internationale Geschäft für die Parabel GmbH weiterhin von Bedeutung. Parabel realisierte im Geschäftsjahr gemeinsam mit einem Englischen Projektentwickler ein weiteres PV-Projekt in Großbritannien mit einer Gesamtkapazität von 6.627 kWp

1.3 Beschaffung

2014 war wie auch schon das Vorjahr ein eher ruhiges Jahr in der Preisentwicklung bei Photovoltaik-Modulen. Die Preisentwicklung zeigte eine Stabilisierung zu den Vorjahren. Für deutsche Hersteller war eine Preisreduzierung von durchschnittlich 14,5% zu verzeichnen. Bei Modulen von koreanischen und japanischen Herstellern sanken die Preise um ca. 11,4 %. Bei Chinesischen Herstellern konnten nach Preiserhöhungen im Jahr 2013 für das Jahr 2014 Preisminderungen um ca. 8,6 % beobachtet werden. Unserer Einschätzung nach werden die Modulpreise weiter rückläufig sein.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Inland

Im Berichtszeitraum wurde von der Parabel GmbH eine neue Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtkapazität von 10.281,4 kWp projektiert. Die PV-Anlage Krempendorf II wurde am 07. Mai 2015 an das Netz der e.dis AG angeschlossen. Diese Anlage stellt eine Erweiterungsinvestition an die erste PV-Anlage in Krempendorf dar, welche vom gleichen Investor getätigt wurde.

Das Hauptaugenmerk der Projektentwicklungstätigkeiten lag im Berichtszeitraum in der Akquisition von Finanzinvestoren für das Verbundkraftwerkes in der Prignitz. Bei diesem Großprojekt geht es um die Entwicklung und Erstellung eines zukunftsfähigen Bestandteils der künftigen Energieversorgung in Deutschland. Hier sollen erstmals in Deutschland die verschiedenen Erzeuger von EE-Anlagen (insbesondere Wind, PV und Biomasse) im Kraftwerksmaßstab mit einem großen Umspannwerk an der 380 kV Spannungsebene verbunden werden. Die Projektentwicklung ist abgeschlossen, die genehmigte Leistung des Verbundkraftwerkes beträgt 1.600 MVA. Die Gesamtinvestitionskosten betragen ca. 130 Millionen Euro, die in den nächsten drei bis fünf Jahren investiert werden sollen.

Parabel schafft sich damit neben der Entwicklung und Errichtung von Photovoltaikanlagen ein zweites zukunftsweisendes Geschäftsfeld. Die Finanzierung soll mit Investitionspartnern erfolgen. Die eigens dafür gegründete Projektgesellschaft UW Freyenstein GmbH trägt die Chancen und Risiken der Entwicklung des Projektes.

2.2 Ausland

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Parabel GmbH darüber hinaus als Generalunternehmer gemeinsam mit der Parabel UK Ltd., einem in London ansässigen Projektentwickler, eine Freiflächenanlage mit einer Gesamtkapazität von 6.627 kWp erstellt. Die Anlage speist seit dem 31.03.2015 in das Netz ein. Parabel GmbH übernahm hier hauptsächlich projektplanerische und -koordinierende Tätigkeiten. Darüber hinaus war die Parabel GmbH für die Beschaffung der Hauptbestandteile des PV-Parks verantwortlich.

3 Strategie und Organisation

3.1 Strategische Positionierung

Die Solarbranche steht vor großen Herausforderungen. In den nächsten zwei bis drei Jahren muss der Wandel des Marktes von garantierten Einspeisevergütungen zu individuellen Stromlieferverträgen erfolgen. Das bedeutet, dass Solarstrom mittelfristig zu konkurrenzfähigen Preisen erzeugt und verkauft werden muss.

In der unmittelbaren Zukunft ist abzusehen, dass der bislang bestehende Fördermechanismus der garantierten Einspeisevergütung umgebaut wird in ein System der verbrauchsorientierten Erzeugung und Vergütung von Solar- und Windstrom. Es ist notwendig, die Vermarktung der erzeugten Energie über Stromlieferverträge mit Versorgungsunternehmen, Direktvermarktern und/oder anderen Marktteilnehmern zu forcieren und damit eine Unabhängigkeit von staatlich fixierten Einspeisevergütungen zu erreichen.

Seit dem Geschäftsjahr 2013 bauen wir das Geschäftsfeld "Netzinfrastruktur - Verbundkraftwerk Prignitz" auf. Anfänglich sind der Bau und der Betrieb eines Verbundkraftwerkes in der Region Prignitz im Norden Brandenburgs vorgesehen. Die erste Baustufe soll im Jahr 2016 in Betrieb genommen werden.

Die Parabel GmbH plant auch in der Zukunft weiterhin Solarstromanlagen auf Dächern und Freiflächen zu installieren. Dabei werden die Standorte mit eigenen Mitarbeitern entwickelt oder fertig entwickelte Projekte (bzw. die entsprechenden Projektgesellschaften) gekauft.

3.2 Unternehmensstruktur

Die Parabel GmbH ist eine Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Berlin. Von hier aus werden alle Aktivitäten gesteuert.

Die Gesellschaft ist Anteilseignerin von neun deutschen Kommanditgesellschaften sowie sechs deutschen GmbHs. im Geschäftsjahr verringerte sich die Mitarbeiterzahl um sechs auf nunmehr 18 Mitarbeiter.

Seit Januar 2010 befindet sich der Sitz der Parabel GmbH in Berlin Reinickendorf.

3.3 Unternehmenssteuerung

Zur Steuerung des Unternehmens bestehen eine Ertrags- und eine Liquiditätsplanung. Die Liquiditätsplanung wird der Geschäftsführung wöchentlich präsentiert und erläutert. Die Ertragsplanung wird quartalsweise aktualisiert und durch den Soll-Ist Vergleich ergänzt.

Der Geschäftsführung trifft sich mindestens 14-tägig zu einer Arbeitsbesprechung.

4 Darstellung der Lage

4.1 Ertragslage 2014/15

Die Parabel GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 Umsatzerlöse von 4,96 Mio. (Vorjahr € 49,1 Mio.). Hiervon entfielen € 2,25 Mio. auf die Projektentwicklung für die UW Freyenstein GmbH, mit der die Parabel GmbH einen Projektentwicklungsvertrag unterhält. Weitere wesentliche Umsätze betreffen Handelsumsätze mit ca. € 1,0 Mio. (Vorjahr 3,9 Mio.).

Unter Einbeziehung der Bestandsveränderungen und der sonstigen betrieblichen Erträge ist die Gesamtleistung von 13,0 Mio. auf 6,9 Mio. um 46% gesunken. Die wesentliche Ursache für diesen Rückgang war der drastische Einbruch des Segmentes der Freiflächenanlagen in Deutschland durch regulatorische Eingriffe des Gesetzgebers. Die Abweichungen im Vergleich zur Vorjahresprognose (geplante Umsatzerlöse von 15 Mio) ergibt sich aus der späteren Fertigstellung des oben erwähnten PV-Parks, welchen wir im Geschäftsjahr 2015/2016 fertig gestellt haben.

Die stark rückläufige Gesamtleistung wirkt sich auch auf die Materialaufwendungen aus. Diese sind um ca. 50% auf 3,4 Mio. (Vorjahr € 6,9 Mio.) gesunken.

Daraus resultierte eine Reduzierung des Rohergebnisses von 6,1 Mio. auf 3,5 Mio.

Der Personalaufwand belief sich auf 1,3 Mio. (Vorjahr 1,8 Mio.) und sank damit im Vergleich zum Vorjahreswert um 26%. Ursache dafür war hauptsächlich die Reduzierung von ertragsabhängigen Vergütungsbestandteilen der Mitarbeiter und der Geschäftsführung sowie der Rückgang der Mitarbeiterzahlen. Im Berichtszeitraum betrug die Anzahl der Mitarbeiter 18 (Vorjahr 24). In Bezug auf die Umsatzerlöse liegt die Per-sonalkostenquote mit 26,2% weit oberhalb des Vorjahresniveaus (3,6%).

Die sonstigen betriebliche Aufwendungen sanken im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,5 Mio. (Vorjahr 3,1 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2014/15 erzielte die Parabel GmbH ein Betriebsergebnis (EBIT ohne Berücksichtigung von Effekten aus Finanzbeteiligungen) von Tsd. E 629 (Vorjahr € 1,1 Mio.). Die EBIT-Marge bezogen auf die Betriebsleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen) blieb trotz der signifikanten Verringerung der Betriebsleistung im abgeschlossenen Geschäftsjahr mit ca. 8,8% auf Vorjahresniveau.

Aus den Beteiligungen an den Projektgesellschaften erzielte die Parabel GmbH in diesem Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr, keine signifikanten Erträge, da die Beteiligungen fast vollständig veräußert worden sind.

Die Zinserträge beinhalteten vorrangig anteilige Zinsen auf nach dem Stichtag erstattete Umsatzsteuerbeträge. Diese Umsatzsteuererstattung ergab sich aus einer durchgeführten Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2008 - 2012.

Der Zinsaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 0,2 Mio. und lag damit um ca. 49% unter dem Vorjahreswert von 0,4 Mio. Ursache dafür ist die Tatsache, dass die Inanspruchnahme der Betriebsmittellinien bei den Finanzinstituten vollständig zurück geführt wurde und die Parabel GmbH sich nahezu vollständig aus Eigenmitteln finanziert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Parabel GmbH betrug im Jahr 2014/15 0,6 Mio. (Vorjahr 0,6 Mio.). Das Jahresergebnis sank im Geschäftsjahr um 0,2 Mio. auf € 0,5 Mio.

4.2 Finanz- und Vermögenslage zum 31. März 2015

Zum 31. März 2015 stand der Parabel GmbH eine frei verfügbare Liquidität von rd. 0,7 Mio. zur Verfügung. Es bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Im Vorjahresvergleich war die frei verfügbare Liquidität leicht rückläufig.

Durch das weitestgehend eingebrochene Projektgeschäft ergaben sich keine Engpässe bei Lieferanten. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Am Bilanzstichtag betrug die Bilanzsumme der Parabel GmbH 17,9 Mio. (Vorjahr 16,5 Mio.).

Die Eigenkapitalquote der Parabel GmbH verringerte sich leicht auf 55,4 % (Vorjahr 57,3%). Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag € 9,9 Mio. (Vorjahr 9,4 Mio.).

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft trotz rückläufiger Umsatzerlöse als günstig zu betrachten ist.

5 Nachtragsbericht

Das PV-Projekt Krempendorf II, welches nach der ursprünglichen Planung vom Oktober 2014 bereits im März 2015 und somit im Berichtszeitraum fertig gestellt werden sollte, wurde bedingt durch verzögerten Baubeginn erst im Mai 2015 an das Netz der e-dis AG angeschlossen. Daher konnte die Schlussrechnung über 9,3 Mio. erst nach Ablauf des Berichtszeitraumes gestellt werden.

6 Chancen- und Risikobericht

6.1 Allgemeines

Das Jahr 2014 war mit einer neu installierten Leistung von weltweit ca. 45,4 GW wiederum ein Rekordjahr für die PV-Branche. Die Zubauleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr, in dem ca. 37,8 GW installiert wurden, um 32% gesteigert. Ende 2014 waren damit weltweit ungefähr 182,5 GW PV-Leistung installiert. In Deutschland verzeichneten wir demgegenüber das schwächste Zubaujahr seit 5 Jahren.

Die Schätzungen der Experten für das Jahr 2015 gehen weltweit von einem langsameren aber stabilen Zubau aus. Dagegen rechnen Experten im Europäischen Bereich mit einem leichten Rückgang der Nachfrage.

Im Bereich der Photovoltaik strebt die Parabel GmbH in den nächsten Jahren ein stabiles Geschäft hauptsächlich auf Freiflächen im Bereich bis 10 MW sowie auf größeren Dachflächen an.

Darüber hinaus beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Infrastrukturentwicklung (Verbundkraftwerk Prignitz) und werden mit diesem wegweisenden Projekt wesentlich zur Verbesserung der Einspeisemöglichkeiten von Wind- und Solarkraftwerken in Brandenburg beitragen. Das Projekt konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr Projektreife erlangen. Alle für den Bau notwendigen Genehmigungen sind erteilt. Aktuell arbeitet die Parabel GmbH an der Finanzierung dieses baureifen Projektes.

Des Weiteren plant die Parabel GmbH die Errichtung von zwei weiteren Umspannwerken in der Region Prignitz (UW Parchim 80 MVA und UW Beveringen 40 MVA) mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund € 3,0 Mio. Die Vorplanungen sind weitestgehend abgeschlossen. Der Bau der Umspannwerke soll im GJ 2015/2016 begonnen und im GJ 2016/2017 abgeschlossen werden.

Ausgehend von der aktuellen Jahresplanung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015/16 Umsatzerlöse von ca. € 16 Mio. Hierin enthalten sind Umsätze aus der Errichtung von Photovoltaikanlagen, der Projektentwicklung des Verbundkraftwerkes inklusive Anteilsverkauf, Verkäufen von Wechselrichtern sowie Umsätze aus dem Vertrieb von Anschlussrechten an vorhandenen bzw. im Geschäftsjahr 2016/2017 noch zu errichtenden Umspannwerken. Das geplante Jahresergebnis beträgt ca. € 1,2 Mio.

6.2 Chancen

Positiv auf das Geschäft der Parabel werden sich die stabilen Preise für Module und andere Systemkomponenten sowie die niedrigen Zinsen für Projektfinanzierungen auswirken. Dies unterstützt die profitable Realisierungsmöglichkeit von Freiflächenanlagen und deren Verkauf.

Die Stärken der Parabel GmbH liegen hauptsächlich in der Erfahrung der Belegschaft in der Projektentwicklung und in der Internationalität der Belegschaft. Dies ermöglicht es uns, auf Marktänderungen schnell zu reagieren und neben der Photovoltaik andere Geschäftsfelder, wie z.B. den Bau von Netzinfrastrukturen, zu erschließen.

Ebenso positiv kann die Nachfrage nach Einspeisekapazitäten über Umspannwerke und Netzinfrastrukturen eingeschätzt werden. Der in 2014 begonnene Boom des Ausbaus von Windkraftprojekten, maßgeblich auch in den Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wird sich bis in das Jahr 2018 fortsetzen. Die Marktpreise zu den Anschlusskosten an Umspannwerken sind stabil und auf hohem Niveau, sodass die Ertragslage bei den Projekten mit Umspannwerken sehr attraktiv bleiben wird.

6.3 Risiken

Risiken bestehen insbesondere in der Stabilität der Einspeisetarife in den wichtigsten Ländern sowie in der Zinsentwicklung für die Projektfinanzierung. Weitere Risiken liegen in der aktuell nicht als sicher vorauszusehenden politischen Stimmung in Deutschland und Europa bezüglich der weiteren Förderung der Erneuerbaren Energien. Die von der Bundesregierung beschlossene Novellierung des EEG hat gezeigt, dass der Fokus bei der Energiewende auf der Integration der Erneuerbaren Energien in die Stromnetze liegt.

Die Parabel GmbH trägt die gewöhnlichen Risiken der Projektentwicklung. Durch die Entwicklung des Geschäftsfeldes "Netzinfrastruktur" wird die alleinige Fokussierung auf die Photovoltaik beendet. Gleichwohl verbleiben vor allem bei großen Projekten Risiken. Insbesondere die Sicherstellung einer angemessenen Liquidität für die Projektentwicklung und die Errichtung von Solaranlagen ist für die Zukunft von grundlegender Bedeutung.

Aufgrund des geänderten Geschäftsmodells bei der Realisierung von Projekten verringert sich in Zukunft die Kapitalbindung. Im Bereich der Netzinfrastruktur wird das Risiko durch Einbeziehung von Finanzierungspartnern bewältigt werden. Für dieses Projekt wurde Projektentwicklungsaufwand in Höhe von € 4,7 Mio. geleistet, welcher durch Wandlung in die Kapitalrücklage der Projektgesellschaft als Finanzanlagevermögen der Parabel aktiviert ist. Darüber hinaus wurde eine Unternehmensberatung engagiert, die bei der Investorensuche und -ansprache entscheidende Impulse setzen wird. Sollte die Finanzierung des bereits projektreif entwickelten und genehmigten Verbundkraftwerks wider Erwarten nicht zustande kommen, würde sich dies nicht nur nachteilig auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Parabel GmbH im Geschäftsjahr 2015/2016 auswirken sondern könnte sogar den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

Preisänderungsrisiken bestehen auf der Beschaffungsseite im Bereich der Modulpreise, die auf Grund ihres hohen Anteils an den gesamten Projektkosten von ca. 50% einen erheblichen Einfluss auf die Rentabilität des jeweiligen Projektes haben. Fremdwährungsrisiken bestehen, wenn Parabel wie in den vergangenen Jahren direkt bei chinesischen Lieferanten Materialien bezieht. Diese werden fallweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert, die aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage haben und sich nicht wesentlich auf die Beurteilung der Lage oder auf die voraussichtliche Entwicklung auswirken. Gleichwohl verbleibt hier auch auf Grund der gegenwärtig sehr volatilen Entwicklungen der Devisenkurse ein Risiko.

Auf Grund des hohen Fremdfinanzierungsanteils der von der Parabel GmbH entwickelten Projekte bestehen angesichts des gegenwärtig sehr niedrigen Zinsniveaus in nicht unerheblichem Maße Zinsänderungsrisiken. Eine Verteuerung der Fremdfinanzierung würde auch die Rentabilität der von uns entwickelten Projekte beeinflussen.

Die gewöhnlichen Risiken der Projektentwicklung minimieren wir durch die Übernahme von Projektrechten erst nach einer erfolgreichen Prüfung durch unsere Rechtsanwälte.

Die meisten Projekte werden wir auch in Zukunft weiterhin in Eigenregie entwickeln. Trotzdem wird es nicht zu vermeiden sein, dass ein Teil der Projekte nicht zum erfolgreichen Abschluss geführt werden kann.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung liegen neben dem im Risikobericht aufgeführten Finanzierungsrisiko für das Verbundkraftwerk keine bestandsgefährdenden Risiken für den Prognosezeitraum von einem Jahr vor.

 

Berlin, den 24. Oktober 2015

Geschäftsführer Jürgen Will

Geschäftsführer Holger Ruletzki

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Parabel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Risikobericht in Abschnitt 6.3 aufgeführt, dass die weitere Entwicklung und der Fortbestand der Gesellschaft von einer erfolgreichen Finanzierung des projektreifen Verbundkraftwerks (Prignitz) abhängt.

 

Berlin, den 24. Oktober 2015

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