Dwcard GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
goldgas GmbHEschborn(vormals: Nürnberg)Jahresabschluss zum 30. September 2012Lagebericht1. Geschäftsfeld Die goldgas GmbH, Eschborn, bildet zusammen mit ihrer Schwestergesellschaft goldgas SL GmbH, Eschborn, die goldgas-Gruppe und konzentriert sich auf die Gas-versorgung von privaten Haushalten, Geschäftskunden und großen Industrie-unternehmen oder Stadtwerken. Als reines Gasversorgungsunternehmen betreibt die goldgas-Gruppe den Einkauf und den Verkauf von Gas als Handelsgeschäft. In 2006 gegründet, beschäftigte die goldgas-Gruppe am 30. September 2012 34 Mitarbeiter. Zum 1. Februar 2012 übernahm die bluO-Gruppe alle Anteile der Gründer des Unternehmens. Im Zuge der Reorganisation und Optimierung der Abläufe wurde im März 2012 die gesamte Organisation der goldgas-Gruppe in Eschborn bei Frankfurt am Main konzentriert. Der Sitz der goldgas SL GmbH und der goldgas GmbH wurde von Nürnberg nach Eschborn verlegt. Die goldgas-Gruppe ist mit 127.959 Abnahmestellen am 30.September 2012 (davon 127.660 Standardlastprofil (SLP) und 299 Registrierte Leistungsmessung (RLM)) einer der größten unabhängigen Gasversorger in Deutschland. Das gut entwickelte Kundenportfolio zeichnet sich durch eine relativ einheitliche regionale Verteilung im gesamten Bundesgebiet aus. Die durchschnittlich ausgespeisten Mengen pro Abnahmestelle liegen deutlich über dem Branchendurchschnitt, sodass die goldgas-Gruppe im Geschäftsjahr 2011/12 rund 9,3 TWh Gas absetzen konnte. Im Rahmen der goldgas-Gruppe kauft die goldgas SL GmbH Gas bei der goldgas GmbH ein und beliefert Kunden mit einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch gemäß Standardlastprofil (SLP). Hierzu zählen neben Endverbrauchern auch kleine und mittlere Gewerbe- und Industriebetriebe sowie sogenannte Bündelkunden. Gerade in diesen Segmenten verfügt die Gesellschaft aufgrund ihrer hohen Serviceorientierung und ihres guten Kundenmanagements über ausgeprägte Stärken. Die goldgas GmbH übernimmt in der goldgas-Gruppe die Beschaffung von Gas und bedient Kunden mit einem sehr hohen jährlichen Verbrauch (Registrierte Leistungs-messung-RLM). Ihre Tätigkeit ist auf die Beschaffung, den Handel, die Speicherung und den Transport fokussiert. Wesentlicher Abnehmer in der goldgas-Gruppe ist die goldgas SL GmbH, die auch wesentliche Back-Office Funktionen für die Gruppe sicherstellt. Die goldgas-Gruppe hat seit der Aufnahme ihrer operativen Geschäftestätigkeit im Geschäftsjahr 2008/09 eine rasante Aufbauleistung erzielt. Der Erfolg der Unternehmensentwicklung beruht auf einer sehr bewussten Nutzung und Umsetzung von Vertriebs- und Marketingkonzepten. Zu Beginn des Berichtszeitraums beschloss die Geschäftsführung, die Kundenpreise zu erhöhen. Jeweils bei Ende der Preisbindung wurden die Preise erhöht, um damit das Unternehmen in eine Position zu bringen, in der Gaspreisschwankungen auf der Beschaffungsseite besser ausgeglichen werden können. Für die Akquisition von Neukunden und die Bindung der Bestandskunden spielt die sehr gut und positiv etablierte Marke "goldgas" eine zentrale Rolle. Die Vertriebskanäle der Gruppe verteilen sich weitgehend gleichmäßig auf den eigenen Vertrieb mit Key Account Manager, die eigene Internetpräsenz, den Vertrieb durch Partner und Multiplikatoren sowie auf die Kundengenerierung durch fremde Internetpräsenzen. Eine neue Vertriebsstrategie setzt den Schwerpunkt auf die Neukundengewinnung durch den Direktvertrieb. Ziel ist es, die Kundensegmente außerhalb des sehr preissensitiven Segments der Internet-Portale als langfristige Kunden zu gewinnen. Die Gruppe unterhält umfassende Lieferantenbeziehungen zu einer Vielzahl von nationalen und internationalen Produzenten und Händlern. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.1. Gesamtwirtschaftliche Situation Die Jahre 2010 bis 2011 waren durch eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft geprägt. Die Erholung nach der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 hat sich weiter fortgesetzt. Zugleich trat jedoch die europäische Schuldenkrise in den Vordergrund, wodurch ab dem Sommer 2011 erneut finanzwirtschaftliche Probleme begannen, die sich bis heute wachstumshindernd auf die Realwirtschaft auszuwirken. Dennoch wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Wirtschaft mit 3,1 % im Jahr 2011 und 0,9 % im Jahr 2012. Nach erfreulichen Wachstumsraten der Europäischen Union (EU-27) im Jahr 2011 mit einem BIP von 1,4 %, rechnet der IWF für das Jahr 2012 vorläufig mit einem negativen BIP von -0,3 %. Die Aussichten in Europa vor dem Hintergrund der Schuldenkrise, insbesondere in Griechenland, bleiben daher weiterhin abzuwarten. 2.2. Branchenentwicklung Nachdem sich die deutsche Wirtschaft nach der Wirtschafts- und Finanzkrise zunächst erholen konnte, dämpfte die nachlassende Konjunktur in 2012 die Energienachfrage wieder und sorgte für einen verhaltenen Anstieg des Energieverbrauches. Der Energieverbrauch in Deutschland lag daher, nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, in 2012 nur leicht über dem Niveau des Vorjahres. Den stärksten Einfluss auf diese Entwicklung hatte die kühle Witterung in mehreren Monaten der ersten Jahreshälfte. Von der nachlassenden Konjunktur gingen dagegen kaum verbrauchssteigernde Effekte aus. Die gegenüber dem Vorjahr vor allem im Februar und April 2012 kühlere Witterung führte zu einer Steigerung des Erdgasverbrauchs in der Wärmeversorgung. Insgesamt stieg der Erdgasverbrauch 2012 um etwa 1 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Energieträger Erdgas hatte damit einen stabilen Anteil von 21 % (Vorjahr 20,9 %) am gesamten inländischen Energieverbrauch. Nach einem leichten Anstieg der Einkaufspreise im Herbst 2011 stabilisierten sich die Weltmarktpreise für Gas in der Berichtsperiode 2011/12 wieder. Nur im Februar 2012 stieg aufgrund der eingebrochenen Kälteperiode der Gaspreis auf zwischenzeitlich über EUR 35/MWh. Im Zeitraum bis September 2012 stabilisierte sich der Beschaffungspreis für Gas in einer Spanne von EUR 25/MWh bis EUR 27/MWh. Von wesentlicher Bedeutung für die deutsche Energiebranche ist ohne Zweifel die in der Folge der Fukushima-Katastrophe im Frühjahr 2011 eingeleitete Energiewende. Der angekündigte Atomausstieg hat zu erheblichen Verunsicherungen über die zukünftige Entwicklung der Energieversorgung geführt. In der Folge sind auch die Volatilitäten am Einkaufsmarkt für Gas angestiegen. Zudem hat sich der Wettbewerb durch den Eintritt neuer Anbieter und durch den insgesamt enger werdenden Markt verschärft. Die Versorgungslage hat sich im deutschen Gasmarkt allerdings durch die Fertigstellung der Ostseepipeline verbessert. Dennoch zeigt der Energiemarkt und insbesondere der Gasmarkt in Deutschland- nicht zuletzt eben gerade durch die eingeleitete Energiewende - auch zukünftig ein attraktives und profitables Marktumfeld. 2.3. Energiepolitische Rahmenbedingungen Seit dem 1. Januar 2009 werden die deutschen Energienetze dem Anreizregulierungssystem unterworfen. Wesentlicher Bestandteil der entsprechenden Anreizregulierungsverordnung (ARegV) ist die Festlegung von Erlösobergrenzen für Netzbetreiber für jedes Jahr der Regulierungsperiode. Auf dieser Grundlage haben alle Netzbetreiber ihre Netzentgelte zu ermitteln. Die erste Regulierungsperiode begann am 1. Januar 2009 und läuft für den Bereich Gas bis zum 31. Dezember 2012. Darauf folgen die zweiten Regulierungsperioden, die dann fünf Jahre umfassen. Die europäische Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energie-großhandelsmarktes (REMIT) ist am 28. Dezember 2011 in Kraft getreten. Diese Verordnung wird auch Handelsunternehmen der Endverteilerstufe hinsichtlich der Berichterstattung betreffen. 3. Unternehmensentwicklung 3.1. Geschäftsverlauf Ab dem Frühjahr 2011 durchlief die Gesellschaft eine Konsolidierungsphase, die durch das starke Wachstum sowie auch durch externe Faktoren bedingt war. Im Zuge dieser Konsolidierung wurde die seit Gründung bestehende strukturelle Unterkapitalisierung der Gesellschaft offensichtlich. Aufgrund der unzulänglichen Ausstattung mit Eigenkapital konnten damals die negativen Ergebnisbelastungen der Konsolidierung und die Auswirkungen auf die Liquidität nur unvollständig kompensiert werden. Zunächst wurden vom Management die Ursachen verstärkt analysiert und anschließend verschiedene Maßnahmen zur Stabilisierung des Unternehmens eingeleitet. Wesentliche Grundlage war die umfassende Untersuchung des Geschäftsmodells und der Rahmenbedingung der goldgas-Gruppe im Rahmen eines Sanierungsgutachtens aus dem Geschäftsjahr 2010/11, welches die positive Prognose zur Unternehmensfortführung für die goldgas-Gruppe bestätigt hatte. Anfang des Geschäftsjahres 2011/12 wurden weitere Maßnahmen im Rahmen des verabschiedeten Konsolidierungsprogramms umgesetzt. Mit Wirkung zum 1. Februar 2012 haben die Altgesellschafter der goldgas-Gruppe ihre Anteile an der goldgas SL GmbH und an der Schwestergesellschaft goldgas GmbH vollständig an die azurO GmbH, München, eine Gesellschaft des Beteiligungsfonds bluO SICAV-SIF, Luxembourg, (bluO) übertragen. Die neue Eigentümerin sieht die goldgas-Gruppe im privaten Gasversorgungsmarkt zutreffend positioniert und wird die erfolgreiche Marke "goldgas" stärken und weiterentwickeln. Zur weiteren finanziellen Absicherung des operativen Geschäftes der Heizperiode 2011/12 hatte der Erwerber der goldgas-Gruppe einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 10,0 Mio. gewährt. Zur Finanzierung der Heizperiode 2012/13 konnte die goldgas-Gruppe zum Ende des Jahres 2012 und Anfang des Jahres 2013 mit zwei Hauptlieferanten Vereinbarungen über die Refinanzierung der Gaslieferungen schließen. 3.2. Personal und Organisation Die Mitarbeiter der goldgas-Gruppe tragen mit ihrer Kompetenz, ihrer Leistungsbereitschaft und ihrem Engagement zur erfolgreichen Sanierung und weiteren Entwicklung des Unternehmens bei. Bei der goldgas GmbH sind zum 30. September 2012 ohne die Mitglieder der Geschäftsführung 3 Mitarbeiter tätig. Die Zentrale in Nürnberg wurde im Februar 2012 nach Eschborn bei Frankfurt am Main verlegt. Auch die Geschäftsstellen in Bad Homburg, Hamburg und München wurden in Eschborn zusammengefasst. Dadurch konnten die Abläufe vereinfacht und beschleunigt und die Kommunikation im Unternehmen verbessert werden. 3.3. Umweltschutz Aufgrund der reinen Handelstätigkeit liegen im operativen Geschäft der goldgas-Gruppe keine den Umweltschutz betreffenden Sachverhalte vor. Alle Gaslieferungen und andere umweltschutzrelevanten Tätigkeiten werden durch fremde Dritte vorgenommen, die über die nötigen Zulassungen und Kompetenzen verfügen. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1. Ertragslage Die Gesamterlöse der goldgas GmbH im Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von EUR 267,7 Mio. enthalten Erlöse aus den Weiterbelastungen an die goldgas SL GmbH in Höhe von EUR 237,1 Mio. Nach Abzug der Energiesteuer in Höhe von EUR 4,5 Mio. erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 einen Nettoumsatz von EUR 263,2 Mio. und einen Nettoumsatz bereinigt um weiterbelastete Erlöse von EUR 26,2 Mio. Im vergangenen Geschäftsjahr 2010/11 hat die Gesellschaft einen Nettoumsatz in Höhe von EUR 310,7 Mio. und bereinigt um weiterbelastete Erlöse von EUR 35,4 Mio. erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich vor allem durch Sonderzahlungen aus einem rechtlichen Vergleich und aus weiterbelasteten Kosten aus einem Rechtstreit an die goldgas SL GmbH um TEUR 905 auf TEUR 1.270. Die Kosten für den Gaseinkauf betrugen im Geschäftsjahr 2011/12 EUR 260,3 Mio. und hat damit einen Anteil von 98,9 % (Vorjahr: 99,3 %) an den Nettoerlösen. Der Materialaufwand ist damit im Verhältnis der Nettoerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 %-Punkte gesunken. Unter diesen Aufwendungen werden Gebühren für die Netznutzung, den Gasspeicher und Kapazitätsentgelte ausgewiesen. Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 253). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen EUR 2,7 Mio. Wesentliche Positionen sind Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten, Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen, Kostenumlagen der goldgas SL GmbH sowie Aufwendungen für Kursdifferenzen aus der Währungsumrechnung sowie für Marketing. Das negative Finanzergebnis von TEUR 326 resultiert überwiegend aus Avalgebühren und Darlehenszinsen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weisen ausschließlich Aufwendungen aus der Minderung der Aktivierung der bilanzierten aktiven latenten Steuern aus. 4.2. Finanz- und Vermögenslage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Wesentlichen aus dem Cashflow des operativen Geschäftes. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR ./. 7,1 Mio.). Wesentlich hat sich die Leerung des virtuellen Gasspeichers in Höhe von EUR 12,5 Mio. positiv auf den Cashflow ausgewirkt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit blieb mit TEUR 26 auf niedrigem Niveau. Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,5 Mio. erhöht und beinhalten vor allem Rückstellungen für den nicht länger genutzten Gasspeicher. Das Eigenkapital der Gesellschaft war zum 30. September 2012 aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses von TEUR 549 Mio. mit TEUR 140 positiv (Vorjahr: TEUR ./. 409). 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die goldgas GmbH ist durch ihre enge leistungs- und finanzwirtschaftliche Verflechtung mit ihrer Schwestergesellschaft goldgas SL GmbH eng in die goldgas-Gruppe eingebunden. Das Eigenkapital der goldgas GmbH ist zum 30. September 2012 mit TEUR 140 positiv. Insofern ist eine bilanzielle Überschuldung nicht mehr gegeben. Auch die Schwestergesellschaft goldgas SL GmbH hat durch einen Jahresüberschuss von TEUR 7.847 ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.083. Das Eigenkapital der goldgas-Gruppe ist somit zum Stichtag 30. September 2012 mit TEUR 1.223 (Vorjahr: TEUR ./. 7.173) positiv. Der warme Winter 2011/12 hat die Liquiditätslage in den Wintermonaten nur verhalten belastet. Der Kredit- und Avalrahmen der finanzierenden Bank hat in Verbindung mit einem Gesellschafterdarlehen die Voraussetzungen geschaffen, die Wintermonate ausreichend zu finanzieren. Als Reaktion auf die im Geschäftsjahr 2010/11 eingetretene finanzielle Krise unter der alten Geschäftsführung hat das neue Management der Gesellschaft die Situation detailliert analysiert und umfassende Sanierungsmaßnahmen budgetiert, eingeleitet und umgesetzt. Die weitere erfolgreiche Sanierung der goldgas-Gruppe wurde in enger Abstimmung mit den finanzierenden Kreditinstituten durchgeführt. Die zur Finanzierung der Saison 2011/12 notwendigen Aval- und Kontokorrentkreditlinien wurden der goldgas-Gruppe eingeräumt. Anfang Februar 2012 wurde mit dem finanzierenden Kreditinstitut ein Kreditrahmen in Höhe von EUR 50,0 Mio. befristet bis zum 31. Juli 2012 vereinbart, der wahlweise als Kontokorrentkredit, Geldmarktkredit bzw. Avalkredit in Anspruch genommen werden konnte. Auf Basis der deutlich verbesserten Lage konnte die goldgas-Gruppe die Finanzierung der Wintersaison 2012/13 bankenunabhängig durch Lieferantenkredite sicherstellen. Mit den beiden Hauptlieferanten konnten Vereinbarungen getroffen werden, wonach die Bezahlung der Gasrechnungen in Höhe und Zeitpunkt mit den erhaltenen Anzahlungen der Kunden synchronisiert werden. Gleichzeitig wurde der größte Teil der zu beschaffenden Mengen preislich fixiert, so dass das Gaspreisänderungsrisiko zum größten Teil ausgeschlossen werden konnte. Dies gibt dem Unternehmen die notwendige Sicherheit der Kalkulation für das zukünftige operative Geschäft. 6. Risikobericht 6.1. Risikomanagement Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft verbindet die tagesgenauen Daten des implementierten Planungs- und Controllingsystems mit den umfassenden Abrechnungsdaten der regiocom GmbH. Auf dieser Basis werden geeignete Kennzahlen zu Umsatz, Kosten, Ergebnis, Liquidität, Verbrauch, Kunden und anderen wesentlichen Steuerungsgrößen erstellt. Das integrierte Früherkennungssystem auf der Basis rollierender Planungsrechnungen ist darauf ausgerichtet, frühzeitig Geschäftsrisiken zu identifizieren, zu analysieren und zu klassifizieren, um bestandsgefährdenden Sachverhalten vorzubeugen. Die Geschäftsleitung, die Banken, die Lieferanten und die Eigentümerin erhalten in regelmäßigen Abständen und nach Bedarf aktuelle Berichte und Informationen über risikorelevante Sachverhalte. Auf Basis der Ergebnisse wird die aktuelle Risikosituation thematisiert und geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung beschlossen. 6.2. Wesentliche Risiken Allgemeiner Risikobericht Neben den branchenbedingten Risiken aus den energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aus dem Wettbewerbsumfeld und dem Absatzmarkt bestehen insbesondere Risiken aus der Umsetzung des beschlossenen Sanierungskonzeptes für die goldgas-Gruppe. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der goldgas-Gruppe beeinflussen könnten, werden durch Sicherungsgeschäfte kompensiert. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Branchensegment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Kundenorientierung begegnen. Spezieller Risikobericht Zu den im Unternehmen genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Rechnungsabgrenzungsposten, Guthaben bei Kreditinstituten sowie erhaltene Anzahlungen. Die gestärkte wirtschaftliche Position des Unternehmens hat es ermöglicht, den größten Teil der im Geschäftsjahr 2012/13 zu beschaffenden Gasmengen in Menge und Preis zu fixieren. Das Mark to Market Risiko konnte dabei an die Lieferanten weitergegeben werden, so dass dadurch kein Liquiditätsrisiko besteht. Die nachhaltige Finanzierung über die Gaslieferanten der goldgas-Gruppe über das nächste Geschäftsjahr hinaus ist entscheidend für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken gleich welcher Art. Beim Management der Finanzpositionen, verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Am 16. April 2012 wurde von goldgas GmbH der mit der Metanopoly AG bestehende Vertrag über die Nutzung eines virtuellen Gasspeichers fristlos gekündigt. Hintergrund der Kündigung ist die Weigerung der Metanopoly AG, Auskunft über die hinterlegte Sicherheit in Höhe von EUR 1.337.000 zu geben. Dieses vertragswidrige Verhalten hat die Geschäftsführung der goldgas GmbH veranlasst, den Vertrag fristlos zu kündigen. Die Gesellschaft sieht sich in einer starken Rechtsposition in dem bevorstehenden Rechtsstreit. Die monatliche Miete für den virtuellen Gasspeicher wird seit der Kündigung nicht mehr gezahlt. Gleichwohl bildet die Gesellschaft bis zur Erlangung einer größeren Rechtssicherheit über die ursprüngliche Laufzeit des gekündigten Vertrages (31. März 2013) jeden Monat eine Rückstellung in Höhe von TEUR 823, der Betrag, der bei Nicht-Kündigung monatlich fällig gewesen wäre. 7. Prognosebericht Für die Jahre 2012 und 2013 erwartet die goldgas-Gruppe in den wichtigsten Volkswirtschaften, im Vergleich zu 2011 mit 1,6 %, Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,3 % für 2012 und 1,5 % für 2013 (IMF-Prognose Oktober 2012). Für die Euroländer rechnet der IMF in den nächsten zwei Jahren mit niedrigeren Wachstumsraten von minus 0,4 % für 2012 und plus 0,2 % für 2013. Für Deutschland werden für das reale Bruttoinlandsprodukt mit 0,9 % für 2012 und 2013 weiterhin höhere Wachstumsraten gegenüber den übrigen Euroländern prognostiziert. Die hohe Staatsverschuldung einiger europäischer Staaten birgt nach wie vor Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Zusätzliche Risiken können sich aus der Wertentwicklung des Euros gegenüber dem US-Dollar ergeben. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2012 den neuen Businessplan für das Geschäftsjahr 2012/13 auf Basis der kumulierten Ist-Zahlen bis einschließlich Dezember 2012 entwickelt. Insbesondere die Preissicherheit bei der Beschaffung stellt das Unternehmen auf eine gesicherte Basis. Im folgenden Geschäftsjahr 2012/13 rechnet die Gesellschaft im Rahmen ihrer Funktion für die goldgas-Gruppe mit einem ausgeglichenen Jahresüberschuss. Für das budgetierte Geschäftsjahr 2012/13 erwartet die goldgas-Gruppe einen Jahresüberschuss in der Größenordnung von EUR 4,5 Mio. bis EUR 5,0 Mio. Chancen Die Entwicklung im deutschen Gasmarkt wird auch zukünftig durch die politisch eingeleitete Energiewende und die Liberalisierung der Energiemärkte geprägt sein. Durch die günstigere Klimabilanz im Vergleich zu anderen Energieträgern bleibt Erdgas ein bedeutender Energieträger im Energiemix der Versorgung. Für die nächsten beiden Geschäftsjahre wird die goldgas-Gruppe den eingeschlagenen Weg zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Margen weiter fortsetzen und die Effizienz in den operativen Prozessen und der Verwaltung erhöhen. Die Marke "goldgas" wird gestärkt und weiter entwickelt. Durch ihre bundesweite Präsenz und ihre effiziente Organisation wird die goldgas-Gruppe ihr Wachstum weiter fortsetzen. Für das Geschäftsjahr 2012/13 wird mit einem positiven Ergebnis gerechnet und eine angemessene Eigenkapitalausstattung angestrebt. Durch die Refinanzierung der goldgas-Gruppe überwiegend über Gaslieferanten hat die Gesellschaft die notwendige Sicherheit in der weiteren Geschäftsentwicklung. Risiken Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund von nicht vorhersehbaren Entwicklungen im wirtschaftlichen und regulatorischen Umfeld der goldgas-Gruppe von den Erwartungen abweicht. Insbesondere können sich Importe von Pipelinegas und Importe von verflüssigtem Gas (LNG) auf den europäischen Großhandelsmärkten auf die erwarteten Margen auswirken. Nachtragsbericht Nach den Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens geführt hätten.
Eschborn, den 1. Februar 2013 goldgas GmbH Geschäftsführung Oliver Apelt Heinrich-Christoph Ollendiek BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der goldgas GmbH, Eschborn, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB um eine große Kapitalgesellschaft. Mit Wirkung zum 1. Februar 2012 wurden die Anteile der goldgas GmbH und der goldgas SL GmbH von der azurO GmbH, Eschborn, erworben. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden solche Forderungen und Verbindlichkeiten des Vorjahres, die mit Unternehmen der goldgas Gruppe bestanden, in die Bilanzpositionen für verbundene Unternehmen umgegliedert. Die im vergangenen Geschäftsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich fortgeführt. Soweit ein Konzernabschluss auf einer übergeordneten Ebene erstellt wird, wird die Gesellschaft grundsätzlich in diesen Konzernabschluss mit einbezogen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden gemäß § 253 Abs. 1 und 3 HGB zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für bestimmte, in der Vergangenheit vorgenommene Abschreibungen weggefallen, sind Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden gemäß § 253 Abs. 1 und 3 HGB mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer vermutlichen Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für bestimmte, in der Vergangenheit vorgenommene Abschreibungen weggefallen, sind Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 400,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Der in der Vergangenheit aktivierte Sammelposten für Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird fortgeführt und weithin gleichmäßig mit 20 % pro Jahr abgeschrieben. Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Stellt sich in späteren Geschäftsjahren heraus, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zugeschrieben. Die Vorräte im Vorjahr beinhalten den Bestand an Erdgas, der zu Anschaffungskosten am Abschlussstichtag angesetzt wird. Ein niedriger Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn Gründe dafür nicht mehr bestehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten oder dem Nominalbetrag ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem niedrigeren Kurs zum Stichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Dabei können, entgegen dem Realisationsprinzip, die historischen Anschaffungskosten überschritten werden. Für diese noch nicht realisierten Gewinne werden grundsätzlich passive latente Steuern gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Wertberichtigung Rechnung getragen. Sind die Gründe für die Vornahme einer in der Vergangenheit berücksichtigten Wertberichtigung weggefallen, ist die Wertberichtigung aufzulösen (Wertaufholung). Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstitutensind mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind durch periodengerechte Abgrenzung der Aufwendungen von Folgeperioden ermittelt worden. Der Ansatz erfolgt zum Nominalwert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäfts-jahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem höheren Kurs zum Stichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Dabei können entgegen dem Realisationsprinzip, die historischen Erfüllungskosten unterschritten werden. Für solche noch nicht realisierten Gewinne aus Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich keine aktiven latenten Steuern gebildet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen deren Verrechnung in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich ist, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen oder Steuerentlastungen mit unternehmens-individuellen Ertragssteuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Aktive und passive latente Steuern werden für einen Bilanzausweis saldiert. Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird aktiviert. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage zu diesem Anhang beigefügt ist. Vorräte (Vorjahr) Die Vorräte des Vorjahres resultieren aus der virtuellen Speicherung von Erdgas und wurden nach dem Niederstwertprinzip gemäß § 255 Abs. 4 HGB bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten einen Abgrenzungsbetrag in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 1.467) für die am Stichtag noch nicht abgerechneten Gaslieferungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen solche aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen wurden mit Verbindlichkeiten gegenüber den jeweiligen Unternehmen aufgerechnet. An den ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafter Michael Notzon wurde im Geschäftjahr 2009/10 ein Darlehen über TEUR 73 ausgereicht. Das Darlehen wurde im Zeitraum vom 30. Juni 2010 bis zum 31. Dezember 2010 mit einem Zinssatz von 3,32 % und ab den 1. Januar 2011 mit einem Zinssatz von 5,82 % verzinst. Das Darlehen inklusive Zinsen beläuft sich zum Vorjahrsbilanzstichtag auf TEUR 77. Das Darlehen ist zwischenzeitlich getilgt worden. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen hinterlegte Sicherheitsleistungen in Höhe von TEUR 2.918 (Vorjahr: TEUR 2.338). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für den Gastransport. Aktive latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt, die sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 25,625 %. Dieser Steuersatz umfasst die Körperschaftsteuer (15,0 %), die Gewerbesteuer (9,8 %) und den Solidaritätszuschlag (5,5 %). Im Geschäftsjahr 2011/12 ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 131. Dieser Betrag wird zum 30. September 2012 als Abgrenzungsposten wegen voraussichtlicher Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ausgewiesen. Die Verminderung zum 30. September 2012 wird korrespondierend als erwarteter Steueraufwand unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf temporären Wertunterschieden aus der Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste und der Abschreibung auf Beteiligungen.
Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.000). Ausschüttungsgesperrte Beträge In Höhe der aktivierten latenten Steuern besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kosten des gekündigten und rechtshängigen Gasspeichervertrages in Höhe von TEUR 4.243 (Vorjahr: TEUR 0), ausstehende Rechnungen von Netz- und Fernnetzbetreibern in Höhe von TEUR 874 (Vorjahr: TEUR 828), Energiesteuern in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 770) sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 982). Es sind keine Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen:
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten Zur Absicherung von Risiken aus Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften mit einem Gesamtvolumen, welches dem Zeitwert entspricht, von TEUR 4.726 eingesetzt, welche auf den 8. Oktober 2012 sowie 10. Oktober 2012 terminiert sind. Die Devisentermingeschäfte und die Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden jeweils zu einer Bewertungseinheit in Form von Mikro-Hedges zusammengefasst. Ihre jeweilige Effektivität wird anhand der Critical-Term-Match-Methode ermittelt. Aus den Devisentermingeschäften sind Kursverluste in Höhe von TEUR 12 entstanden, die im vorliegenden Abschluss berücksichtigt sind. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsätze gliedern sich wie folgt:
Die Umsätze werden ausschließlich im Inland getätigt. Energiesteuer Auf der Grundlage der weiterverkauften Gasmengen beträgt die abzuführende Energiesteuer für Erdgas TEUR 4.454 (Vorjahr: TEUR 5.267). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.270 (Vorjahr: TEUR 365) entfallen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 475 auf weiterbelastete Kosten an die goldgas SL GmbH, Eschborn, in Höhe von TEUR 350 auf einen gewonnen Rechtstreit (Vorjahr: TEUR 0) und auf Weiterberechnungen von Mieten mit TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 42). Materialaufwand Die Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 260.308 (Vorjahr: TEUR 308.635) entfallen auf Gaseinkauf in Höhe von TEUR 226.259 (Vorjahr: TEUR 274.815) und auf Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 34.049 (Vorjahr: TEUR 33.820). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.706 (Vorjahr: TEUR 3.259) entfallen im Wesentlichen auf Werbekosten, Rechts- und Beratungskosten, außerplanmäßige Abschreibungen sowie Kursdifferenzen aus der Währungsumrechnung. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die latenten Steuern werden im Geschäftsjahr 2011/12 mit einem kombinierten Ertragsteuersatz von 25,625 % bewertet. Der Posten enthält in Höhe von TEUR 427 die Auflösung aktivierter latenter Steuern. Abschreibungen auf Finanzanlagen Hierbei handelte es sich im Vorjahr um die Wertberichtigung einer Beteiligung in Höhe von TEUR 250. E. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Aus einem Vertrag über einen Avalrahmen mit einem Kreditinstitut haften die goldgas GmbH, Eschborn, und die goldgas SL GmbH, Eschborn, für Bürgschaften und Garantien bis zu TEUR 20.000 als Gesamtschuldner. Eine Inanspruchnahme als Gesamtschuldner schätzen wir aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens des Begünstigten als eher gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen zurzeit nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der Zahlungsverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 6.851. Davon sind im Geschäftsjahr 2012/13 Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.720 zur Zahlung fällig. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:
Die Angabe zum Gasspeichervertrag betrifft das diesbezüglich rechtshängige Verfahren. Zur Optimierung der Bilanz- und Finanzierungsstruktur hat die Gesellschaft Kundenforderungen im Rahmen eines echten Factoringgeschäftes an eine Factoringgesellschaft verkauft und hierdurch Liquiditätszuflüsse in Höhe von TEUR 546 erzielt. Mitarbeiter Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2011/12 2 Mitarbeiter (Angestellte) (Vorjahr: 4) beschäftigt . Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2011/12 werden an Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 75 ausgewiesen. Das Gesamthonorar umfasst den geprüften Halbjahresabschluss sowie den geprüften Jahresabschluss. F. Angaben zur Geschäftsführung Die Geschäftsführung der goldgas GmbH wurde im Geschäftsjahr 2011/12 von folgenden Mitgliedern wahrgenommen und setzt sich wie folgt zusammen: Michael Notzon, Jurist, Großhabersdorf (bis 7. Februar 2012) Friedrich Bischoff, Dipl.-Kfm., Neu-Anspach (bis 7. Februar 2012) Oliver Apelt, Wirtsch.-Ing., Düsseldorf (ab 7. Februar 2012) Heinrich-Christoph Ollendiek, Dipl.-Kfm., Herzebrock-Clarholz (ab 4. April 2012) Die Geschäftsführer haben keine Vergütung erhalten.
Eschborn, den 1. Februar 2013 goldgas GmbH Geschäftsführung Oliver Apelt Heinrich-Christoph Ollendiek Anlagenspiegel
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der goldgas GmbH, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 1. Februar 2013 BDO
AG
Graßl, Wirtschaftsprüfer ppa. Baier, Wirtschaftsprüfer Angaben zur FeststellungDer Jahresabschluss wurde am 14. März 2013 festgestellt. |
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