SWISS KRONO GmbH
Wittstocker Chaussee 1, 16909 Heiligengrabe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vladimir Nedi# seit 30.10.2024 | Geschäftsführer |
Hagen von Webel seit 24.10.2022 | Geschäftsführer |
Andreas Beerbaum seit 2.5.2018 | Prokura |
Hendrik Hecht seit 24.10.2012 | Geschäftsführer |
Iwona Ramelow seit 11.4.2011 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SWISS KRONO Holding AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SWISS KRONO GmbHHeiligengrabeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023Inhalt 1. Grundlagen des Konzerns 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.3. Lage 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren 2.5. Gesamtaussage 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht 3.2. Chancenbericht 3.3. Risikobericht 1. Grundlagen des KonzernsDie SWISS KRONO GmbH mit ihren Tochterunternehmen SWISS KRONO TEX GmbH & Co. KG und SWISS KRONO TEX Verwaltungs GmbH bilden am Standort Heiligengrabe den deutschen Teilkonzern, der wiederum zum weltweit tätigen Konzern der SWISS KRONO Holding AG, Luzern, Schweiz, gehört. Die Tätigkeit der SWISS KRONO TEX Verwaltungs GmbH beschränkt sich auf die Funktion als Komplementärin, die der SWISS KRONO GmbH im Wesentlichen auf ihre Funktion als deutsche Zwischenholding und Kommanditistin der SWISS KRONO TEX GmbH & Co. KG. Das Produktionsspektrum der SWISS KRONO TEX GmbH & Co. KG umfasst mitteldichte Faserplatten (MDF-Platten), hochverdichtete Faserplatten (HDF-Platten) und Oriented Strand Board (OSB-Platten). Darüber hinaus erfolgt die Weiterverarbeitung der HDF-Platten zu Laminatfußboden. Außerdem betreibt sie ein Biomasse-Kraftwerk. Wir haben eine große Bandbreite an Kunden. Dazu gehören neben Unternehmen der Bauwirtschaft, Baumärkte aber auch Fachmärkte und der Holzhandel. Unsere Produkte werden national und international vermarktet, wobei Europa weiterhin unserer Hauptabsatzgebiet ist. Beschaffungsseitig wird der Hauptrohstoff Holz im Wesentlichen aus Deutschland und aus den polnischen Staatsforsten bezogen. Die Beschaffung der Leine und Chemikalien erfolgt überwiegend innerhalb des Schweizer Konzernverbundes. MDF- und HDF-Produktion SWISS KRONO HDF-Platten und MDF-Platten werden im Innenausbau eingesetzt. Als strapazierfähige Trägerplatte für stark beanspruchte Böden, für diverse Anwendungen im Innenausbau oder für den Möbelbau sind die Holzbaustoffe sehr individuell verwendbar. Die Platten werden überwiegend aus entrindetem Kiefern- und Fichtenholz hergestellt. SWISS KRONO MDF bieten wir in drei Produkt-Varianten für unterschiedliche Einsatzgebiete an: Rohplatte, geeignet für sämtliche Anwendungen im Innenausbau. Moulding, zur Fertigung von dreidimensionalen Dekorationselementen im Möbeldesign und im Innenausbau. Paneelqualität, zur Herstellung von Leisten. Laminatfußbodenproduktion Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist der Grundstoff für Laminat von SWISS KRONO. Das Laminat ist wie im Vorjahr unser umsatzstärkstes Produkt. Wir bieten in unseren Laminat-Kollektionen eine breite Vielfalt optischer und haptischer Möglichkeiten: Von naturgetreuen Holzmotiven mit Dielencharakter über Ausführungen in Fliesenoptik oder Mosaik bis hin zu Modellen mit Synchronporen für originalgetreue Haptik. Das Laminat von SWISS KRONO lässt sich mit dem 5G-Clicksystem verlegen. OSB-Produktion OSB-Platten sind ein Holzwerkstoff, der aufgrund seiner Materialeigenschaften wie hohe Tragfähigkeit bei geringer Plattenstärke und geringem Eigengewicht u.a. für Dach- und Wandbeplankung, tragende und aussteifende Beplankung auf Deckenbalken, Dachboden, als Fußbodenbelag und für den Massivholzbau verwendbar ist. Die verschiedenen Arten OSB-Platten von SWISS KRONO unterscheiden sich in Qualität, Größe und Stärke. Energieproduktion Im Oktober 2002 hat SWISS KRONO eine Energieanlage (Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Elektroenergie auf der Basis von Biomasse) in Betrieb genommen. Aus der Einspeisung von Strom werden Umsatzerlöse erwirtschaftet. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis von Produktions- und Finanzkennzahlen, die täglich bzw. monatlich ermittelt werden. Für den Konzern gelten die Umsatzerlöse und das EBITDA (Ergebnis nach Steuern - sonstige Steuern + Ertragssteuern + Zinsen und ähnliche Aufwendungen - Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + Abschreibungen) als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren und werden als solche zur Steuerung des Konzerns verwendet. Die verkauften Mengen bilden bei der Steuerung der Umsatzerlöse eine wichtige Rolle, bilden aber keine eigenständige Steuerungsgröße. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur Steuerung des Konzerns verwendet. Mitarbeiter Im Berichtsjahr waren im Konsolidierungskreis durchschnittlich 881 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, darunter 49 Auszubildende, im Vorjahr waren dies 899, darunter 47 Auszubildende. Das Arbeitsschutzmanagement von SWISS KRONO hilft, die Arbeitsplätze am Standort Heiligengrabe sicher zu gestalten, Arbeitsunfälle zu vermeiden und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem vorbeugenden Arbeitsschutz, d. h. dem Erkennen möglicher Gefährdungen und deren Verringerung oder Beseitigung, bevor ein Unfall passiert. Umwelt Als Produzent in der Holzwerkstoffindustrie fühlen wir uns für den Umweltschutz in besonderer Weise verantwortlich. Ziel ist es daher Umweltbelastungen zu vermeiden und die Umweltverträglichkeit unserer Produktion weiter zu verbessern. Wir bemühen uns um einen möglichst geringen Rohstoff-, Wasser- und Energieverbrauch. Neben dem zertifizierten Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 und dem zertifizierten Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 ist auch unser Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Im Bereich Holz besitzen wir die FSC-Zertifizierung und die PEFC-Zertifizierung. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung werden von unserer Gesellschaft in Deutschland nicht selbst betrieben. Am Standort in Heiligengrabe befindet sich aber ein Entwicklungsteam der Schwestergesellschaft SWISS KRONO Tec GmbH, Berlin, die verschiedenen Entwicklungen für den Schweizer Konzernverbund betreiben. Der deutsche Teilkonzern partizipiert hiervon, aber insbesondere auch von anderen Entwicklungstätigkeiten des Konzerns, u.a. auch von den Lizenzen der zum Konzern des Mutterunternehmens in der Schweiz gehörenden Gesellschaften, z.B. der Flooring Technologies Ltd., Malta. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenNach den Angaben des statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023) war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den damit einhergehenden extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz der eher schwierigen Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft insgesamt gut behaupten, was sich in einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,9% widerspiegelte. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Zeitraum vor Beginn der Corona-Pandemie, fiel das BIP 2022 um 0,7% höher aus, womit das Vorkrisenniveau erreicht und übertroffen werden konnte. Die gesamtheitlich erfreuliche Entwicklung des BIP zeigte jedoch infolge der oben geschilderten Gegebenheiten bereits im 4. Quartal 2022 erste Risse, was sich in einem stark abgeschwächten Wachstum des preisbereinigten BIP von lediglich 0,3% ggü. dem Vorjahr niederschlug (vgl. Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes Nr. 070 vom 24. Februar 2023). Die rückläufigen Tendenzen verstärkten sich im Kalenderjahr 2023 weiter und zeigten in allen Vergleichsquartalen regressive Realitäten. Gegenüber den korrespondierenden Vorjahresquartalen fiel gemäß dem Bundesamt für Statistik das preisbereinigte BIP im 1. Quartal um -0,2% (vgl. Pressemitteilung Nr. 203 vom 25. Mai 2023), im 2. Quartal um -0,6% (vgl. Pressemitteilung Nr. 299 vom 28. Juli 2023) und im 3. Quartal um -0,8% (vgl. Pressemitteilung Nr. 420 vom 30. Oktober 2023). Anhaltend hohe Lebenshaltungskosten infolge der inflationsstarken letzten 24 Monate belasteten die Wirtschaft im Betrachtungszeitraum überbordend. Nachdem die Inflationsrate im Oktober und November 2022 gem. destatista (Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat) Höchstwerte von jeweils +8,8% gegenüber dem Vorjahr zeigt, schwächt sich die Steigerungsdynamik im Jahr 2023 langsam ab. Für den September 2023 wird hier ein Anstieg von 4,5% ausgewiesen. Um die inflationären Tendenzen einzudämmen, hat die Europäische Zentralbank die Leitzinsen in den vergangenen Monaten sukzessive erhöht. Gemäß Statista lag der Leitzins im September 2023 bei 4,5% und war damit so hoch wie zuletzt zu Beginn der 2000er Jahre. Der Vergleichswert aus dem September 2022 belief sich auf 1,25%. Wie das Statistische Bundesamt im November 2023 mitteilte (Quelle: Destatis Pressemitteilung Nr. 445 vom 17. November 2023), sank die Zahl genehmigter Wohnungen von Januar bis September 2023 um -28,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Noch dramatischer präsentiert sich die Situation für die Baugenehmigungen im Neubausegment. Hier beträgt der Rückgang -38,4%. Zur Verminderung der Bauvorhaben dürften vor allem hohe Baukosten und schlechte Finanzierungsbedingungen beigetragen haben. In der Pressemitteilung Nr. N 055 vom 17. Oktober 2023 führt das Statistische Bundesamt aus, dass die Preise für Baumaterialien auch im 1. Halbjahr 2023 auf einem hohen Niveau - trotz unterschiedlicher Entwicklungen bei den verschiedenen Baustoffen wie Holz, Zement oder Stahl - bleiben. Die für die Produkte von SWISS KRONO relevanten Baumaterialien aus Holz zeigen deutliche Preisrückgänge. So gab es bei Konstruktionsvollholz (-28,0 %) und Dachlatten (-25,3 %) Verbilligungen im 1. Halbjahr 2023 gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Auch die Preise für Bauholz gingen um -18,6% zurück. Wie die Europäische Kommission in ihrer Pressemitteilung vom 15.11.2023 zur Herbstprognose für das Jahr 2023 ausführt, wird für die EU ein BIP-Wachstum von 0,6% im Jahr 2023 erwartet und damit eine erfreulichere Entwicklung, als es die Prognosen für Deutschland offenbaren, gezeigt. 2.2. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2022/2023 konnte sich der Konzern den unter 2.1. geschilderten allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Tendenzen sowie den branchentypischen Entwicklungen nicht entziehen und musste nach den vergangenen sehr erfolgreichen Jahren deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge verkraften. So sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa -21% auf 422,4 Mio.€ (VJ 536,8 Mio.€), das EBITDA betrug -1,7 Mio.€ (VJ 83,1 Mio.€) und der Konzernjahresüberschuss verschlechterte sich auf -30,6 Mio.€ (VJ 41,8 Mio. €). Hauptursächlich für dieses Ergebnis zeigten sich rückläufige Absatzzahlen sowie teilweise sinkende Verkaufspreise bei einem weiterhin (wenn auch rückläufigem) hohen Niveau der Beschaffungspreise. Nachdem die Laminatfußbodenverkäufe bereits im Vorjahr empfindliche Absatzrückgänge zu verkraften hatten, weisen auch die Absatzzahlen des Geschäftsjahres 2022/2023 im Fußbodensegment verglichen mit dem Vorjahr deutliche Rückgänge in Höhe von -16% aus. Gestiegene Verkaufspreise in diesem Bereich konnten das weiterhin hohe Beschaffungspreislevel und die mit den gesunkenen Verkaufsmengen einhergehende Unterauslastung nicht kompensieren. Im betrachteten Geschäftsjahr gab es, wie im Vorjahr, keine direkten und substanziellen Auswirkungen der auslaufenden Covid-19 Pandemie auf die Produktion und andere Abläufe im Unternehmen. Die jedoch während der Pandemie insbesondere in den Jahren 2020 und 2021 auszumachende verstärkte Modernisierungstätigkeit im Wohnbereich, führte offensichtlich zu Vorzieheffekten, welche die Nachfrage nach Fußbodenprodukten insbesondere im Jahr 2023 deutlich reduzierte. Die globalen Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hatten und haben weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Fußbodenproduktion von SWISS KRONO in Heiligengrabe. Energie- und Rohstoffpreise waren auf einem hohen Niveau und die in den Absatzmärkten Russland und Belarus verlorengegangen Mengen, konnten durch die allgemeine Marktschwäche nicht in anderen Teilen der Welt aufgefangen werden. Die unter 2.1. geschilderte Inflationsdynamik, in deren Folge der Leitzins der Europäischen Zentralbank auf einen Höchststand seit dem Beginn des laufenden Jahrtausends erhöht wurde, führten in Kombination zu der bereits beschriebenen sinkenden Bau- und Modernisierungstätigkeit im Vergleich zu den Vorjahren. Auch diese Entwicklung hat sich nachfragehemmend auf die Absätze von SWISS KRONO ausgewirkt. Als Reaktion auf die Absatzschwäche im Laminatfußbodenmarkt wurde die Produktion im Fußbodenbereich ebenfalls um -16% reduziert. Der OSB-Bereich war im Vergleich zum Fußbodensegment zwar von moderateren Absatzrückgängen in Höhe von -9% betroffen, musste diese jedoch mit deutlichen Preiszugeständnissen über das gesamte Geschäftsjahr hinweg absichern. Die Produktion verlief aufgrund der gedämpften Nachfragesituation und einer energieverbrauchsoptimierten Fahrweise ebenfalls entsprechend gedrosselt. Im MDF-Segment wurde nochmals im deutlich verringerten Umfang direkt an Dritte verkauft, die Menge sank hier um -35%. Die Produktion im MDF-Werk folgte dem geringeren Rohplattenbedarf unserer Fußbodenproduktion und dem Drittgeschäft. Auch hier lag der Fokus darauf die Anlagen mit einem möglichst geringen Einsatz von Erdgas zu betreiben. Mit Ausnahme der geplanten Stillstände und der üblichen Betriebsunterbrechungen produzierte das Kraftwerk konstant. Die Anlage speist den Strom nach EEG in Direktvermarktung ins Netz des lokalen Netzbetreibers ein. Die rückläufigen durchschnittlichen Spotmarktpreise für Strom, die Abschöpfung von Übergewinnen sowie stark gestiegene Brennstoffkosten führten in diesem Bereich ebenfalls zu einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Der im Vorjahr aufgrund von produktionsbedingten Minderverbräuchen positive außerordentliche Ergebniseffekt durch Spotmarktverkäufe von Strom und Gas hatte durch die angepasste Versorgungsstrategie im Geschäftsjahr 2022/2023 keine signifikanten Ergebnisauswirkungen mehr. Der Preis für Rohholz verteuerte sich infolge des hohen Primärenergiepreisniveaus nahezu über das gesamte Geschäftsjahr hinweg kontinuierlich und stabilisierte sich erst im letzten Quartal des Betrachtungszeitraumes. Auch die Preise für Recyclingholz zur Verbrennung im Biomasse-Kraftwerk, welches in der Vergangenheit auch durch Zuzahlungen von Lieferanten günstig erworben werden konnte, verteuerte sich signifikant. Die Versorgung des Standortes Heiligengrabe mit Leimen und Chemikalien verlief über das Geschäftsjahr sowohl für gruppeninterne Lieferungen als auch für externe Bezüge ohne nennenswerte Lieferengpässe. Im ersten Quartal verlief das Preisniveau für Leime und Chemikalien infolge der Energiekrise noch auf Rekordpreishöhe und zeigte dann in den darauffolgenden Quartalen deutlich fallende Tendenzen. In Summe ist das Kostenlevel im historischen Kontext für Leime und Chemikalien weiterhin als hoch einzuschätzen. Im Energiebereich haben sich die Großhandelspreise von den teileweise gegenüber dem Jahr 2021 vervierfachten Höchstständen im Jahr 2022 nun etwas erholt, verbleiben jedoch trotzdem sehr deutlich über dem Vorkrisenniveau. Ursächlich für die weiterhin hohen Preise ist die durch den Atomausstieg eingeleitete Energiewende gepaart mit der westlichen Sanktionspolitik gegenüber Russland als Folge der russischen Invasion in der Ukraine. Nichtsdestotrotz verliefen die Großhandelspreise für Strom per September 2023 um das ca. 3,5-fache über der Durchschnittspreisindikation des Jahres 2020, halbierten sich aber im Vergleich zu den Preisen des Jahres 2022 (vgl. Pressemappe Strom (Stand Oktober 2023) des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.). Auch für das Erdgas haben sich die Großhandelspreise im Jahresvergleich etwa halbiert, weisen gegenüber dem durchschnittlichen Preislevel des Jahres 2020 eine Vervierfachung aus (vgl. Pressemappe Gas (Stand Oktober 2023) des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.). Neben den rückläufigen Energiekosten partizipierte der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr an den im Strompreisbremsengesetz verankerten Entlastungsbeträgen in Höhe von 1,2 Mio. €. Demgegenüber stand jedoch eine Übergewinnabschöpfung in einer Größenordnung von 1,3 Mio. €. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte das Unternehmen von der mittelfristigen Portfoliomanagementstrategie und den bereits in der Vergangenheit abgeschlossenen Preisabsicherungen für Strom und Erdgas über mehrere strategische Handelspartner. Hierdurch konnten eine größtmögliche Preisstabilität und Planungssicherheit generiert werden. Des Weiteren wurden zusätzliche Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt und der Betrieb des Standortes energieoptimiert gestaltet, um den Energiebedarf und dabei insbesondere den Erdgasbedarf weiter zu senken. Der Strombezugdes Konzerns ist dementsprechend auch moderat gesunken. Signifikanten Anteil an dem erneuten Minderverbrauch hatten die zeitweiligen Produktionsreduzierungen in einzelnen Produktionsbereichen. Bedarfssteigernd wirkte sich hingegen die ganzjährige Außerbetriebnahme eines Erdgas-BHKWs mit angeschlossener Eigenstromproduktion aus. Der Konzern gehört nach wie vor zur stromintensiven Industrie und fällt weiter unter die Ausnahmetatbestände des EEG. Der Standort erfüllt weiterhin die Voraussetzung der intensiven Netznutzung nach § 19 Absatz 2 Satz 2 StromNEV (>10 GWh/a und 7.000 h/a). Es besteht daher mit dem Netzbetreiber weiterhin eine Vereinbarung über ein individuelles Netzentgelt. Der Erdgasbezug des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich gesunken. Auch beim Gasverbrauch ist zu berücksichtigen, dass der Minderverbrauch vor allem aus der geringeren Produktionsauslastung stammt. Zudem wurden hier weitere Effizienzmaßnahmen umgesetzt und Anlagen (wie das Erdgas-BHKW) weiterhin abgestellt und die Versorgung stattdessen vorübergehend auf andere Energieträger umgestellt. 2.3. LageVermögenslage Die Bilanzsumme beträgt € 364,2 Mio. gegenüber € 353,1 Mio. und liegt damit € 11,1 Mio. über dem Vorjahr. Im Bereich des Anlagevermögens ist ein Anstieg um rd. € 3,2 Mio. zu verzeichnen. Die Investitionen überstiegen entsprechend die Abschreibungen. Es wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 im Wesentlichen in die Leistungserhöhung im Bereich OSB-Produktion und in die neue Abluftaufbereitung der MDF-Trockner investiert. Von den im Geschäftsjahr fertiggestellten Investitionen war die Erweiterung der OSB-Produktionsanlage die größte Investition, die bereits in Vorjahren begonnen und im Geschäftsjahr fertig gestellt wurde. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau haben sich leicht zum Bilanztag auf € 28,5 Mio. (Vj. € 30,4 Mio.) verringert. Die größte Position bilden hier die geleitsteten Anzahlungen für die bereits erwähnte Abluftaufbereitung der MDF-Trockner. Die Fertigstellung bzw. Abnahme der meisten Anlagen im Bau ist für das Geschäftsjahr 2023/2024 vorgesehen. Die Vorräte sind deutlich um € 32,4 Mio. auf € 118,9 Mio. gestiegen. Die Bestände an Rohstoffen, insbesondere unsere Holzvorräte, wurden um € 3,3 Mio. abgebaut, maßgeblich dafür waren die gesunkenen Mengen. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Waren sind dagegen um insgesamt 36,0 Mio. gestiegen. Die höheren Rohstoffpreise verursachten höhere Herstellungskosten der Bestände und die Bestandsmengen bei OSB und MDF sind gestiegen. Den größten Anteil an der Veränderung der Vorräte hat aber der als Waren ausgewiesene Erwerb von Maschinenteilen (€ 34,2 Mio.), welche zum Weiterverkauf an ein Schwesterwerk bestimmt sind. Ohne diesen Sondereffekt hätten sich die Vorräte insgesamt leicht rückläufig entwickelt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um € 12,5 Mio. gesunken, weil die Umsätze zum Ende des Geschäftsjahres unter dem Vorjahr lagen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind stichtagsbedingt um € 0,2 Mio. gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich insgesamt um € 6,3 Mio. Im letzten Geschäftsjahr hatten wir einen Sondereffekt in Höhe von € 7,9 Mio. aus Terminverkäufen von Energie, welche in diesem Jahr ausblieben. Die liquiden Mittel sind um € 6,3 Mio. auf € 5,7 Mio. gesunken. Das Eigenkapital beträgt unter Berücksichtigung des Konzernbilanzverlustes zum 30.9.2023 € 96,0 Mio. (Vj. € 126,6 Mio.). Es ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 26 % (Vj. 36 %) aufgrund des Konzernjahresfehlbetrages von € 30,6 Mio. Der Sonderposten beinhaltet Investitionszuschüsse in Höhe von € 0,3 Mio., die in den folgenden 3 Jahren ergebniserhöhend aufgelöst werden. Die Steuerrückstellungen haben sich deutlich um € 8,7 Mio. vermindert, insbesondere aufgrund von Steuerzahlungen für Vorjahre. Laufende Steuern für das Geschäftsjahr 2022/2023 waren aufgrund des Verlustes und der geleisteten Vorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2022/2023, nicht zu bilden. Für die Vorauszahlungen wurden Erstattungsansprüche aktiviert. Die Betriebsprüfung für die Jahre 1999 bis 2003 hat bereits in Vorjahren die Umstrukturierung im Geschäftsjahr 2000 aufgegriffen und ist der Auffassung, dass die damalige Umwandlung aus bestimmten Gründen steuerlich nicht anzuerkennen ist. Die Geschäftsführung widerspricht dieser Auffassung und wird alle rechtlichen Mittel nutzen, um die Auffassung der Gesellschaft und des Konzerns durchzusetzen. Aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht wurde jedoch bereits in Vorjahren eine Rückstellung gebildet und zum Stichtag beibehalten. Ein Zeitrahmen bis zur abschließenden Klärung des Sachverhaltes ist aktuell für uns nicht absehbar. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um € 7,0 Mio. Durch die gesunkenen Umsätze verringerten sich insbesondere die Kundenbonusrückstellungen entsprechend. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt leicht um rd. € 0,7 Mio. auf € 24,7 Mio. gestiegen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der Anstieg um € 7,9 Mio. zum einen auf erhaltene Anzahlungen für künftige Lieferungen von einem Schwesterunternehmen von € 5,0 Mio. verursacht und zum anderen durch den Anstieg der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten begründet. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sind stark angestiegen und resultieren aus Darlehen (unverändert zum Vorjahr € 135 Mio.), Cash Pool-Verbindlichkeiten (€ 59,2 Mio., VJ. € 11,2 Mio.) und Zinsverbindlichkeiten (€ 1,7 Mio., VJ. € 0,2 Mio.). Der starke Anstieg der Cash Pool-Verbindlichkeiten um € 48,0 Mio. resultiert daraus, dass sowohl der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit als auch der aus der Investitionstätigkeit durch den Gesellschafter in der Schweiz mittels des Cash-Pools finanziert wurden. Die Summe aus bilanziellem Eigenkapital, Sonderposten für Investitionszuschüsse und mittelfristigen Gesellschafterdarlehen (€ 231,3 Mio., VJ. € 262,1 Mio.) macht rd. 63,5 % (Vj. 74,2 %) der Bilanzsumme aus und deckt weiterhin das Anlagevermögen vollständig ab. Die Vermögenslage ist vor diesem Hintergrund weiterhin positiv zu beurteilen, auch wenn der Verlust die Eigenkapitalbasis des Konzerns deutlich geschwächt hat. Finanzlage Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen abzüglich der kurzfristigen Cash Pool Verbindlichkeiten. Die SWISS KRONO TEX GmbH & Co. KG ist Mitglied im Cash Pool der SWISS KRONO Holding AG. Der Finanzmittelbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um € 54,3 Mio. gesunken. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Wesentlichen durch die Erhöhung der Vorräte (€ 32,4 Mio.) infolge des Erwerbs von innerhalb des Konzernverbunds wieder weiter zu veräußernden Maschinenteilen (€ 34,2 Mio.) und das deutlich geringere Periodenergebnis im Geschäftsjahr 2022/2023 um insgesamt € 56,1 Mio. vermindert. Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt insgesamt € 21,7 Mio. ist aber wesentlich durch die zwei einmaligen Sondereffekte des Erwerbs von Maschinenteilen (€ -34,2 Mio.) und den erhaltenen Anzahlungen für künftige Lieferungen (€ 5,0 Mio.) beeinflusst. Ohne diese Sondereffekte (insgesamt € -29,2 Mio.), die über das Cash-Pool Konto abgewickelt wurden, wäre der Finanzmittelbestand nicht so stark negativ und der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit € 7,5 Mio. positiv ausgefallen. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Auszahlungen für bereits laufende Investitionsprojekte getätigt und keine neuen größeren Investitionsprojekte begonnen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist ebenfalls negativ und enthält lediglich die im Geschäftsjahr gezahlten Zinsen bzw. dem Cash-Pool Konto belasteten Zinsen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen wie im Vorjahr nicht, da der Konzern ausschließlich über den formal kurzfristig ausgestalteten Cash-Pool und die mittelfristigen Gesellschafterdarlehen finanziert wird. Die Geschäftsführung geht bei der Aufstellung des Konzernabschlusses und der Beurteilung von Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken davon aus, dass die formal kurzfristigen Cash-Pool Verbindlichkeiten dem Konzern längerfristig durch den Gesellschafter zur Verfügung gestellt werden und die Gesellschafterdarlehen bei Bedarf verlängert werden. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Risikobericht zu den Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken. Die Kapitalstruktur hat sich aufgrund des deutlich gesunkenen Eigenkapitals bei deutlich gestiegenem Fremdkapital verändert. Die Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 135,0 Mio. (Vj. € 135,0 Mio.) haben eine Restlaufzeit von einem Jahr bis fünf Jahren. Ein Darlehen in Höhe von € 40 Mio., welches eine Laufzeit bis zum 30. September 2024 hatte, wurde am 3. Dezember 2023 um ein weiteres Jahr verlängert. Insgesamt entfallen auf das Fremdkapital (Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten, passive latente Steuern) 73,7 % (Vj.: 64,2 %) der Bilanzsumme. Der Anteil der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten ist aufgrund der erhöhten Summe aus mittelfristigen Darlehensverbindlichkeiten und der Cash-Pool Verbindlichkeiten gestiegen. Ebenso stieg der Zinssatz deutlich gegenüber dem Vorjahr an. Das Working Capital (Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten und kurzfristiger Rückstellungen) ist weiterhin positiv und hat sich aber auf € 61,2 Mio. (i. Vj. € 93,1 Mio.) verringert. Unter Einbeziehung der langfristigen Rückstellungen würde sich ein Betrag von € 58,0 Mio. (i. Vj. € 89,9 Mio.) ergeben. Es ist geplant, die für das Geschäftsjahr 2023/2024 geplanten Investitionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren bzw. sofern diese Mittel nicht ausreichen, oder Finanzierungslücken entstehen, diese mit Mitteln des Cash-Pools zu finanzieren. Aus Investitionsvorhaben besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo von ca. € 14,6 Mio. Zu den übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf den Konzernanhang. Ertragslage Im Berichtsjahr hat der Konzern einen Umsatz in Höhe von € 422,4 Mio. (Vj. € 536,8 Mio.) erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang um 21,3%. Ursächlich waren im Wesentlichen die stark gesunkenen Absatzzahlen im Bereich Fußboden und moderat gesunkene Absatzzahlen im OSB-Bereich wobei der Produktmix sich leicht zu Gunsten der Umsätze im Fußbodenbereich entwickelt hat (64%, i. Vj. 55%). Zur Aufgliederung nach Regionen und Produkten verweisen wir auch auf die Umsatzaufgliederung nach Sparten und Regionen im Konzernanhang. Die höheren Preise für Laminatfußboden konnten den Absatzrückgang nicht kompensieren. Der Anteil des Laminatfußboden am Umsatz ist deutlich gestiegen. Gegenläufig sind der Anteil von OSB und die Erlöse aus der Einspeisung von Strom gesunken. Im Berichtsjahr stiegen die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen um € 1,9 Mio. (Vj. € 14,1 Mio.) an, die Bestandsmenge an Fußbodenprodukten hat sich kaum verändert, OSB und MDF sind dagegen leicht gestiegen. Maßgeblich für die Bestandserhöhung sind aber auch die höheren Herstellungskosten, die aufgrund höherer Rohstoffpreise gestiegen sind. Der deutliche Bestandsaufbau im Vorjahr war vor allem durch höhere Herstellungskosten verursacht aber auch durch einen Bestandsaufbau im OSB-Bereich. Der gesunkene Umsatz führt zusammen mit der Bestandserhöhung insgesamt zu einer gegenüber dem Vorjahr um € 126,6 Mio. gesunkenen Gesamtleistung. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit € 7,9 Mio. um € 10,0 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Im Vorjahrsgeschäftsjahr gab es einen erheblichen einmaligen Sondereffekt aus den Erlösen aus dem Verkauf von Strom und Erdgas aus Terminkäufen, welcher in diesem Jahr aufgrund der bereits geplanten niedrigeren Einkaufsmengen ausgeblieben ist. Im Materialaufwand spiegeln sich die gesunkenen Produktionsmengen aufgrund der gesunkenen Absatzmengen wider. Die Materialaufwandsquote (Verhältnis von Materialaufwand zur Gesamtleistung) ist, von 56 % auf 63 % gestiegen insbesondere aufgrund geringerer Verkaufspreise im OSB-Bereich. Insgesamt verringerte sich die Position um 13,0 % und verursachte einen Rückgang des Materialaufwands um € 40,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Ein wesentlicher Einmaleffekt ergibt sich innerhalb der Materialkosten aus den im Strompreisbremsengesetz verankerten Entlastungsbeträgen in Höhe von € 1,2 Mio. Der Personalaufwand erhöhte sich durch allgemeine Lohnerhöhungen um € 2,0 Mio. Der Personalbestand sank um 18 Mitarbeiter (incl. Auszubildende). Die Abschreibungen sind um € 2,0 Mio. als Folge der Investitionen im Vorjahr und im Berichtsjahr auf € 25,6 Mio. gestiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand ist um € 13,8 Mio. gesunken. Den größten Anteil an dieser Verminderung hatten dabei die Kosten für Frachten, welche aufgrund der geringeren Verkaufsmengen um € 12,1 Mio. sanken. Der Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt € 1,6 Mio., da der Verlust des Geschäftsjahren 2022/2023 teilweise zurückgetragen werden konnte und zudem die passiven latenten Steuern aufgelöst wurden, da im Geschäftsjahr aufgrund der bestehenden Verlustvorträge ein Aktivüberhang entstanden ist. Das EBITDA des deutschen Teilkonzern ist stark gesunken und das negative EBITDA beträgt € 1,7 Mio. (Vj. positives EBITDA € 83,1 Mio.). Ursachen hierfür liegen im Wesentlichen in den bereits beschriebenen Entwicklungen, insbesondere den deutlich gesunkenen Umsatzerlösen sowie der gestiegenen Materialaufwandsquote. Das Geschäftsjahr schließt aufgrund der dargestellten Veränderungen mit einem Konzernjahresverlust von € 30,6 Mio. (Vorjahr Konzernjahresüberschuss € 41,8 Mio.) ab. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Mit einem Umsatzrückgang um € 114,4 Mio. auf € 422,4 Mio. lag der Konzern unter der Prognose für das Berichtsjahr, die von einem Umsatzanstieg auf € 574 Mio. ausging, da ein höherer mengenmäßiger Absatz und höhere Verkaufspreise erwartet wurden. Das EBITDA, das im Vorjahreslagebericht mit € 57 Mio. prognostiziert wurde, verminderte sich in Folge dessen gegenüber dem Vorjahr um € 84,8 Mio. auf ein negatives EBITDA von € 1,7 Mio. und lag damit deutlich unter der Prognose. 2.5. Gesamtaussage Durch die gesamtwirtschaftlichen extrem herausfordernden Rahmenbedingungen hat sich die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verschlechtert. Auf Basis der verabschiedeten Budgetplanung wird für das kommende Geschäftsjahr eine nahezu ausgeglichene Ertrags- und Liquiditätslage erwartet. Nichtsdestotrotz bestehen Risiken für die Planung des Geschäftsjahres 2023/2024 aus denen ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf resultieren könnte. Wie im Abschnitt Finanzlage und im Risikobericht beschrieben gehen wir davon aus, dass dieser zusätzlicher Liquiditätsbedarf bei Bedarf durch den Gesellschafter abgedeckt wird. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2023/2024 plant der Konzern mit einem Umsatz in Höhe von 470 Mio. € und einem EBITDA von 28,5 Mio. €. Im Rahmen unseres Budgetierungsprozesses wurden verschiedene Szenarien und Sensitivitäten betrachtet. Im Fokus standen hier insbesondere die Verkaufsprognose (Mengen- und Preisprognosen) und die Kostenentwicklung für den Rohstoff- und Primärenergiebereich. Für das kommende Geschäftsjahr ist produktionsbedingt mit einem leicht sinkenden Strombedarf zu rechnen. Durch die Beendigung der Strompreisbremse und durch Auslaufen von günstigen Absicherungskontrakten, werden hier steigende Kosten prognostiziert. Für den Bezug von Erdgas wird ein konstanter Verbrauch auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 prognostiziert. Auch hier werden durch die Beendigung der Erdgaspreisbremse und im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 kostenintensivere Absicherungskontrakte höhere Kosten erwartet. Des Weiteren liegen im Wesentlichen folgende Prämissen zugrunde: Die Absatzmenge von klassischem Laminatfußboden wird auf einem konstanten Level, bei leicht rückläufigen Preisen erwartet. Insgesamt wird das Fußbodensegment durch die Einführung von hochwertigen Produktneuheiten jedoch mengen- und preismäßig gestärkt und robuster gegenüber dem Vorjahr vorhergesagt. Der Absatz von OSB soll steigen, wobei der Durchschnittspreis vermindert gegenüber dem Berichtsjahr prognostiziert wird. Für den Verkauf von MDF/HDF wird mit steigenden Absatzmengen bei ebenfalls sinkenden Verkaufspreisen gerechnet. Die Produktion wird in allen Segmenten weitestgehend der geschilderten Verkaufsprognose folgen. Signifikante Veränderungen des Fertigwarenbestandes wurden nicht geplant. Für die Holzkosten wird gegenüber dem Vorjahr ein moderater und langsamer Rückgang im Nachlauf der zuletzt gesunkenen Energiepreise erwartet. Auch die Leim- und Energiepreise werden im Durchschnitt unter den Werten des abgelaufenen Geschäftsjahres auf dem Niveau des 4. Quartals 2023 prognostiziert. Durch die geplanten Produktneueinführungen, die vor allem im OSB-Segment verbesserte Auslastung und eine günstigere Einkaufskosten-/ Verkaufspreis- Relation, wird ein EBITDA deutlich über dem abgelaufenen Berichtsjahr erwartet. Wesentliche Investitionen für das Geschäftsjahr 2023/2024 für bereits begonnene Investitionsprojekte sollen, wie bisher durch eigene Mittel und Cash-Pool-Finanzierungen bezahlt werden. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine deutliche Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei moderat steigenden Umsätzen und einem nur noch leicht negativen Ergebnis. 3.2. Chancenbericht Im Budget für das Geschäftsjahr 2023/2024 sind die zu erwartenden Risiken und Chancen aus unserer Sicht realistisch berücksichtigt worden. Die nachfolgend beschriebenen Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung, beginnend mit der bedeutsamsten Chance dargestellt: Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat in der globalen Wirtschaft erhebliche negative Spuren hinterlassen. Eine Beendigung des Krieges würde sich daher nach unserer Auffassung positiv auf die globale Konjunktur auswirken, da wirtschaftliche Unsicherheiten sinken würden und wir für diesen Fall mit einer höheren Nachfrage in den wesentlichen Produktsegmenten rechnen, was sich letztlich auch positiv auf unsere Absatzmengen und die Preisgestaltung und damit auf das EBITDA auswirken könnte. SWISS KRONO würde sowohl auf der Absatz- als auch der Beschaffungsseite davon profitieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist allerdings aktuell als gering einzustufen. Die nachlassende Inflationsdynamik führt (nach mehreren Erhöhungen im abgelaufenen Geschäftsjahr) bereits zu einer Stabilisierung des Zinsniveaus der europäischen und weltweiten Zentralbanken. Sollte es hier früher als erwartet zu Zinssenkungen kommen, hätte dies wahrscheinlich einen überaus belebenden Effekt auf die durch hohe Inflationsraten und Zinssätze gebeutelte Bauindustrie, wodurch die Nachfrage nach durch SWISS KRONO gefertigten Produkten rasch gestärkt werden sollte. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist als gering bis mittel einzuschätzen. Auf der Einkaufsseite liegen die Potenziale im Bereich geringerer Preise für Chemie und Energie. Insbesondere eine rasche Beendigung des Krieges von Russland gegen die Ukraine dürfte sich unmittelbar positiv auf die Verfügbarkeit und die Preise auswirken. Das könnte sich insbesondere durch sinkende Energiekosten positiv auf das EBITDA des Standortes auswirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist allerdings auch hier aktuell als gering einzustufen. Der gesellschaftliche Trend hin zu einer CO 2 freien Wirtschaftsweise kommt nach unserer Ansicht insbesondere der Holzwerkstoffindustrie und damit auch dem Unternehmen zugute, weil der Umgang mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz sowie die Verwendung möglichst geschlossener Stoffkreisläufe genau zu den inhärenten Stärken gehört. So steigt nach unseren Beobachtungen der Anteil der Häuser aus dem Baumaterial Holz seit Jahren kontinuierlich. Auch für das urbane Bauen haben wir mit der feuergehemmten Bauplatte eine Möglichkeit geschaffen, im mehrgeschossigen Wohnungsbau Produkte aus Holz einsetzen zu können. Dies könnte zu einer leichten Steigerung der Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA beitragen. Die Chance wird für die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024 aber noch als gering beurteilt. 3.3. Risikobericht Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse, die Risikopolitik wird von der Geschäftsführung des Mutterunternehmens vorgegeben. Zu den regelmäßig im Risikomanagement betrachteten operativen Risiken bestehen temporär Sonderrisiken, die gesondert zu den operativen Risiken betrachtet werden. Dazu gehören: - Risiken aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine - Risiken aus der Zinspolitik der weltweiten Zentralbanken (im Geschäftsjahr neu hinzugekommenes Risiko) - Risiken in Form von Wettbewerbsnachteilen aus der deutschen Energiewende insbesondere aufgrund eines stark differierenden weltweiten Energiekostenniveau - Liquiditätsrisiken bei sich verändernden Planungsprämissen Risiken aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine Mit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine im Februar 2022 kamen die weltweiten Güter- und Finanzmärkte aus dem Gleichgewicht und zeigten gerade im Verlauf des Kalenderjahres 2022 eine hohe Volatilität und Verunsicherung. In der Folge des Krieges kam es durch die stark erhöhten Energiepreise zu lange nicht gekannten Inflationsraten, die durch die weltweiten Zentralbanken mithilfe von Zinserhöhungen bekämpft wurden. Zwischenzeitlich hat sich trotz Fortführung der Kriegshandlungen die Lage an den Güter- und Finanzmärkten in der Form beruhigt, dass, obgleich gegenüber dem Vorkriegsniveau spürbar erhöhten Energie- und Rohstoffkosten, die Planbarkeit und Stabilität teilweise zurückgekehrt sind, was sich deutlich an den gesunkenen und weniger volatil verlaufenden Großhandelspreisen für Strom und Gas ablesen lässt (vgl. Pressemappen Strom & Gas Oktober 2023 des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft). Hier zeigen die Sanktionspolitik der demokratischen Staatengemeinschaft und die Erschließung von alternativen Energiequellen bzw. die Nutzung von anderen Energiebezugswegen erste Erfolge. Aussagen zur zeitlichen Erstreckung der Krise sind durch uns weiterhin kaum möglich. Nachdem die Verfügbarkeit von Strom, Gas und den daraus gewonnenen Rohstoffen nunmehr weitestgehend gesichert zu sein scheint, verbleibt als Hauptrisiko aus dem Ukraine-Konflikt eine langfristig beeinträchtigte gesamtwirtschaftliche Entwicklung in unseren Hauptabsatzmärkten durch die Kombination von Inflation und Zinsentwicklung. Die Risiken, die aus diesem Bereich resultieren (z.B. verhaltene Nachfragesituation, weiter hohe Beschaffungskosten) würden einem positiven Ausblick sowie der Erholung der Umsatzerlöse und des geplanten EBITDA entgegenwirken. Insgesamt werden die Risiken, die für die Umsatz- und EBITDA-Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024 aus der weiteren Entwicklung des Ukrainekriegs erwachsen könnten durch uns als niedrig eingestuft. Auch eine noch länger andauernde Wirtschaftskrise mit teilweise rezessiven Entwicklungen erscheint für das Kalenderjahr 2024 basierend auf den Aussagen des ifo-Institutes (vgl. Pressemitteilung vom 14. Dezember 2023), welches für das anstehende Kalenderjahr wieder Wachstumsraten für Deutschland und Europa (vgl. Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 15. November 2023) prognostiziert, gering. Sollte sich das Risiko trotz der leicht positiven Tendenzen realisieren, stünden als Schritte gegen eine drohende fortgeführte Absatzschwäche vor allem Kostenoptimierungsmaßnahmen und die forcierte Einführung von Neuprodukten auf dem Tableau. Risiken aus der Zinspolitik der weltweiten Zentralbanken Um die inflationären Tendenzen einzudämmen, hat die Europäische Zentralbank die Leitzinsen in den vergangenen Monaten sukzessive erhöht. Gemäß Statista lag der Leitzins im September 2023 bei 4,5% und war damit so hoch wie zuletzt zu Beginn der 2000er Jahre. Der Vergleichswert aus dem September 2022 belief sich auf 1,25%. Aktuell scheinen sich der Druck auf die Zentralbanken die Zinsen weiter anzuheben durch die rückläufigen Inflationsraten gelegt zu haben, womit hier nach einer kurzen Stabilisierungsphase von eher wieder fallenden Zinsen auszugehen ist. Sollte sich das Zinsniveau jedoch länger auf dem tendenziell hohen Level halten oder weitere Zinsschritte dieses gar noch erhöhen, droht eine längere Investitionszurückhaltung, insbesondere in dem für SWISS KRONO wichtigen Bausektor. Daher hat dieses Risiko eine hohe Bedeutung für den Konzern. Diese hätte negative Auswirkungen auf die von uns geplanten Absatzmengen und damit auf den Umsatz. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier jedoch ebenfalls durch den hohen in Deutschland und Europa bestehenden Investitionsbedarf in Wohnungen, Energieinfrastruktur und Digitalisierung ebenfalls als gering eingeschätzt. Sollte sich allerdings das Zinsniveau nicht normalisieren, hätte auch dies einen negativen Einfluss auf die Absatz- und Ertragslage von SWISS KRONO. Gegenmaßnahmen durch uns sind auch hier die forcierte Einführung von Neuprodukten und Kostenoptimierungsmaßnahmen ,um die geringeren Umsätze auf der Ertragsseite teilweise durch Kostensenkungen zu kompensieren. Risiken aus der deutschen Energiewende Ein Sonderrisiko, mit möglichen Auswirkungen erst für die kommenden Jahre, stellt weiterhin die zukünftige Politik hinsichtlich der deutschen Energiewende dar. Der Standort Heiligengrabe ist heute zu wesentlichen Teilen im Rahmen der KWKG-Umlage und der Offshore-Netzumlage begünstigt. Ein aus Unternehmenssicht unwahrscheinlicher kompletter Wegfall der Befreiung würde für den SWISS KRONO GmbH-Konzern eine zusätzliche Belastung in Höhe eines niedrigen einstelligen Millionenbetrages bedeuten. Dies würde sich negativ auf die künftige Entwicklung des EBITDA auswirken. Die Ausgestaltung der angestoßenen Energiewende stellt Politik & Unternehmerschaft vor große finanzielle und technische Herausforderungen. Schon in den letzten Jahren haben sich die Energiekosten und die Preise für CO 2 -Zertifikate deutlich verteuert, was für Unternehmen im internationalen Wettbewerb deutliche Nachteile mit sich gebracht hat. Es ist davon auszugehen, dass sich hier weitere Verteuerungen durch die Investitionen in erneuerbare Energie, Energieinfrastruktur und CO-Zertifikate realisieren werden. Dies könnte sich negativ auf das EBITDA auswirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für weitere Verteuerungen im Geschäftsjahr 2023/2024 wird kurzfristig allerdings noch als gering angesehen. Langfristig ist die Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch sehr hoch. Hier gilt es einerseits Maßnahmen umzusetzen, die auf die Senkung des Energieverbrauchs ausgerichtet sind und andererseits Investitionen zu tätigen, die die Transformation des Standortes hin zu regenerativen Energien einleiten. Es wird zudem erwartet, dass sich die Auswirkungen eines Risikoeintritts durch Investitionsförderungen oder Überbrückungsenergiepreise abfedern lassen. Liquiditätsrisiken aus sich ändernden Planungsprämissen Nachdem im abgelaufenen Geschäftsjahr ein nach Bereinigung von zwei Sondereffekten positiver Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit generiert wurde, erwartet die Geschäftsführung der Swiss Krono GmbH für das Geschäftsjahr 2024 eine deutlich verbesserte Ertragslage und ein deutlich positives EBITDA, welches auch die Finanzierung der angedachten Investitionen abdecken soll. In der mit der Muttergesellschaft abgestimmten Budgetplanung sind diese Bemühungen auch mit bestimmten Maßnahmen untersetzt u.a. in der Einführung neuer Fußbodenprodukte als Alternative zum konventionellen Laminatfußboden und einem deutlichen Mengenwachstum im OSB-Segment. Zudem ist das Kostengerüst auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst worden. Das Risiko, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter eintrüben und die im Budget angenommenen Prämissen verfehlt werden, muss auf Basis der vorangegangenen Ausführungen als neutral angesehen werden. Einer demnach nicht unwahrscheinlichen Abweichung zu den Liquiditätszielen des deutschen Konzerns, würde der Standort zunächst mit einer weiter geminderten Investitionstätigkeit begegnen. Mögliche darüberhinausgehende Finanzbedarfe sind über Konzerndarlehen oder den Konzern Cash Pool abgesichert. Wie im Abschnitt "Finanzlage" dargestellt, gehen wir bei der Aufstellung des Konzernabschlusses und der Beurteilung von Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken davon aus, dass die formal kurzfristig Cash-Pool Verbindlichkeiten dem Konzern längerfristig durch den Gesellschafter zur Verfügung gestellt werden und die Gesellschafterdarlehen bei Bedarf verlängert werden. Diese Erwartungshaltung wird einerseits durch die vom Gesellschafter abgegebene bis zum 31. Dezember 2024 befristete Patronatserklärung gestützt. Als langfristig orientiert operierendes Familienunternehmen leistet der Gesellschafter hier eine Vertrauenszusage und setzt uneingeschränkt auf nachhaltiges Wachstum in allen Produktsegmenten und an allen Standorten. Wir gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Konzerngesellschaften für den Konzernverbund aufgrund des Investitionsvolumens, des Umsatzanteils und der erwarteten künftigen Erholung der Ertragslage als hoch einzuschätzen ist. Dieser Denkansatz ist auch im Strategiepapier der Gruppe festgehalten. Als in den Segmenten Fußboden und OSB volumenmäßig größtem Standort der Gruppe kommt dem Standort in Heiligengrabe innerhalb dieser Wachstumsstrategie eine tragende Rolle zu. Die Swiss Krono GmbH ist zudem stark in die gruppeninternen Warenströme eingebunden und bezieht bspw. den Leim für die HDF-Produktion und die Papiere für die Beschichtung der Fußbodenzwischenprodukte weitestgehend innerhalb der Gruppe. Insofern gehen wir davon aus, dass ein fallen lassen der Finanzierung des Konzerns auch bei der Entstehung von Finanzierungslücken, die sich aus sich ändernden Planungsprämissen ergeben könnten, durch den Gesellschafter, so gut wie ausgeschlossen ist. Auf Basis dieser Zusicherungsmechanismen ist das Risiko eines Liquiditätsengpasses als gering anzusetzen. Die Geschäftsführung geht zudem davon aus, dass aufgrund des bestehenden unbelasteten Grundvermögens mögliche künftige Finanzierungslücken auch durch externe Kreditfinanzierungen gedeckt werden könnten, auch wenn dies bislang aufgrund der bestehenden Konzernfinanzierung noch nicht konkret evaluiert worden ist. Operative Risiken/Marktrisiken Für die operativen Risiken und Marktrisiken lassen sich die Risikomanagementziele wie folgt darstellen: Risikomanagementziele
Als wesentliche Risiken, die zunächst als hohe oder mittlere Risiken für den Konzern einzuschätzen sind, haben wir unverändert zum Vorjahr das Betriebsausfallrisiko, Forderungsausfallrisiko, die Preisänderungsrisiken auf Beschaffungs- und auf den Absatzmärkten sowie fehlende Produktinnovationen identifiziert. Vor größeren Schäden am Anlagevermögen bzw. durch Betriebsunterbrechungen sind wir durch entsprechende Versicherungen geschützt. Das Betriebsausfallrisiko, dass ein hohes Ausmaß auf die prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren haben könnte und deren Eintrittswahrscheinlichkeit als gering zu beurteilen ist, wird durch diese Risikominimierungsmaßnahme deutlich gemindert. Ebenso haben wir seit vielen Jahren Versicherungspolicen, die uns vor größeren Forderungsausfällen schützen, so dass dieses Risiko nach der Risikominimierungsmaßnahme insgesamt als gering eingestuft werden kann. Um eine Veralterung der Produktpalette, die sich negativ auf den Produktabsatz auswirken würde und auch zur Abwanderung von Kunden führen kann, auch in Zukunft ausschließen zu können, arbeitet die Konzernobergesellschaft in der Schweiz laufend an der Entwicklung verbesserter Produktionsverfahren und neuen Produkten. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen erfolgt eine permanente Überarbeitung des Sortimentes, um aktuelle Designtrends frühzeitig im Markt abbilden zu können. Die Gefahr, die als hohes Risiko eingestuft wird, wird durch diese Entwicklungstätigkeit gemindert und ist daher insgesamt als gering einzuschätzen. Konservatives Nachfrageverhalten und Preisänderungsrisiken auf der Absatzseite sind auch mit den bereits beschriebenen allgemeinen konjunkturellen Risiken der Weltwirtschaft verbunden. Das Geschäftsjahr 2022/2023 hat gezeigt, dass sich auch die Swiss Krono GmbH den globalen Entwicklungen nicht immer entziehen konnte. Eine weitere Verschärfung der globalen Krisen bildet ein hohes Risiko für die Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird insgesamt als mittel angesehen. Zudem werden die Auswirkungen durch die bereits unter den Liquiditätsrisiken beschriebenen Maßnahmen abgemildert. Signifikante Preisänderungsrisiken auf der Beschaffungsseite insbesondere für Strom und Erdgas sind ebenfalls als hohes Risiko zu bewerten. Da die Preise für Großhandelsprodukte für die genannten Energieträger in den letzten Monaten erheblich gesunken sind, wird dem Risko gegenwärtig eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit zugeordnet. Entsprechend der Einkaufsstrategie wurden zur Risikominimierung, sowohl für den Bezug von Erdgas als auch für den Bezug von Elektroenergie, bereits die ersten Tranchen für zukünftige Belieferungszeiträume beschafft, was das Risiko für das Geschäftsjahr 2023/2024 zusätzlich deutlich minimiert. Bei einem Anstieg der Großhandelspreise muss allerdings in den nächsten Monaten und Jahren für den Konzern mit teils deutlichen Kostensteigerungen gerechnet werden. Da diese Preissteigerungen nicht automatisch durch höhere Preise auf der Absatzseite kompensiert werden können, besteht das Risiko auf der Ergebnisseite. Bei fallenden Großhandelspreisen könnten jedoch auch die bisherigen durchschnittlichen Portfoliopreise etwas gesenkt werden. Auf der Beschaffungsseite spielen weiterhin auch bei den Rohstoffen wie Holz und Leim Preisänderungsrisiken eine Rolle. Die Risiken sind als mittel einzustufen und können nur bedingt gemindert werden. Daher sind die erwarteten Preissteigerungen bereits in der Prognose berücksichtigt worden. Darüber hinaus gehende Preissteigerungen hätten Auswirkungen auf das von uns geplanten EBITDA; allerdings schätzen wir hier die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risiko insgesamt als gering ein. Insbesondere Betriebsausfälle, steigende Einkaufspreise, sinkende Verkaufspreise oder eine durch die beschriebenen Sonderrisiken weiter sinkende Nachfrage würden sich deutlich negativ auf die prognostizierte zukünftige Entwicklung des Konzerns und damit auf die Umsatzerlöse und das EBITDA auswirken. Unter Berücksichtigung der Maßnahmen des Risikomanagements sind für das Geschäftsjahr 2023/2024 gegenüber den vorangegangenen Geschäftsjahren leicht negative Auswirkungen aus den operativen Risken nicht auszuschließen. Die Geschäftsführung geht bei den operativen Risiken und Marktrisiken von einer geringen bis mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit aus. Die genannten Risikominimierungsmaßnahmen würden die Auswirkungen einzelner Risken deutlich abmildern und kombiniert mit den Schutzmechanismen des Gesellschafters die Fortführung des Unternehmens zu keinem Zeitpunkt im Prognosezeitraum gefährden. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Dem Zahlungsausfallrisiko von Forderungen wird durch die bereits genannten Versicherungen und ein Debitorenmanagement (Mahnwesen) begegnet. Risiken aus der Änderung von Wechselkursen und Zinssätzen (Gesellschafterdarlehen an den 3-Monats-Euribor gekoppelt) steuern wir je nach Einschätzung der Entwicklungen auf den jeweiligen Märkten entgegen. Währungsrisiken werden bei Bedarf durch den Abschluss von Devisentermingeschäften abgesichert. Für die Deckung des Strombedarfs der SWISS KRONO TEX GmbH & Co. KG werden Stromforwardprodukte und für die Deckung des Erdgasbedarfs der SWISS KRONO TEX GmbH & Co. KG wurden Erdgasforwardprodukte beschafft. Hinsichtlich der Volumina bei den Forwardprodukte verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang. Insgesamt schätzen wir die Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten als gering ein. Gesamtaussage Die dargestellten Risiken können die bedeutsamsten Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA aber auch das Investitionsverhalten des Konzerns und damit die prognostizierte zukünftige Entwicklung des Konzerns negativ beeinflussen. Es sind im Ergebnis derzeit keine Risiken bekannt, die den Bestand des Konzerns gefährden können.
Heiligengrabe, den 28. Dezember 2023 Geschäftsführung Konzernbilanz zum 30. September 2023Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022/2023
1) Vorabausschüttung Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/2023Allgemeine Hinweise Die SWISS KRONO GmbH hat ihren Sitz in Heiligengrabe und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Neuruppin unter der Nummer HRB 5935 NP. Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der SWISS KRONO GmbH sind durch Vollkonsolidierung wie im Vorjahr die Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 der folgenden 2 inländischen Tochtergesellschaften einbezogen:
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der SWISS KRONO GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. In der Konzernbilanz wurden die übernommenen Vermögensgegenstände zum Erstkonsolidierungszeitpunkt mit ihren Zeitwerten angesetzt. Als Nutzungsdauer wird bei den immateriellen Vermögensgegenständen die Dauer der Nutzungsrechte zugrunde gelegt und über diese linear abgeschrieben. Software wird über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die abnutzbaren Sachanlagen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die in der Regel den steuerlich anerkannten Höchstsätzen entspricht, zeitanteilig, planmäßig linear, abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von € 250 bis zu € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für den vorzuhaltenden Bestand an Ersatzteilen des Anlagevermögens wurde ein Festwert gebildet. Die letzte Überprüfung des Festwerts erfolgte im Geschäftsjahr 2021/2022. Bei dauerhaften Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen herstellungsbezogenen Verwaltung berücksichtigt werden. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bilanziert. Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird durch Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Es wird verlustfrei bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. In dem Sonderposten wurdenInvestitionszulagen und -zuschüsse zum Anlagevermögen erfasst. Die Auflösung der Sonderposten erfolgt erfolgswirksam über die sonstigen betrieblichen Erträge, entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Anlagegegenstände, über vier bis zehn Jahre. Unentgeltlich ausgegebene Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert (€ 2,00) bewertet. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Es wurde entsprechend IDW RS HFA 15 ein Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsrechte in gleicher Höhe gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden im Wesentlichen auf Basis von Erfahrungswerten der vergangenen Jahre gebildet. Rückstellungen für Garantien werden für OSB-Platten und für den Fußbodenbereich gebildet. Im übrigen Produktsortiment sind die Garantieaufwendungen unwesentlich, sodass Rückstellungen nicht gebildet werden. Die Rückstellungen für Garantien auf OSB-Platten T€ 395 (i. Vj. T€ 318) werden in Höhe von 0,1 % (i. Vj. 0,1 %) des garantiebehafteten Umsatzes für das Geschäftsjahr 2021/2022 und in Höhe von 0,2 % (i. Vj. 0,1 %) des garantiebehafteten Umsatzes für das Geschäftsjahr 2022/2023 gebildet. Der Ermittlung liegt eine mittlere Garantiedauer von drei Jahren zugrunde. Die Rückstellungen für Garantien im Fußbodenbereich werden in Höhe von 0,26 % (i. Vj. 0,15 %) des garantiebehafteten Umsatzes für das Geschäftsjahr 2021/2022 und das Geschäftsjahr 2022/2023 gebildet und betragen zum Bilanzstichtag T€ 1.572 (i. Vj. T€ 2.056). Der Ermittlung liegt eine mittlere Garantiedauer von drei Jahren zugrunde. Nicht verbrauchte Beträge werden aufgelöst. Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes im Rahmen der Diskontierung der Rückstellung werden unter dem Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach einem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn der Jubiläumsarbeitszeit, der am Bilanzstichtag vorliegenden Information über den Verlauf des biometrischen Risikos und des Rechnungszinses, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Bewertung wurden ein Rechnungszins von 1,4 % p.a. sowie eine Fluktuationsrate von 5,0 % p. a. zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wird nicht ausgeübt. Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden, soweit vorhanden, auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, wenn mit deren Nutzung in den folgenden fünf Jahren gerechnet werden kann. Eine sich nach § 274 i. V. m. § 298 HGB insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung (Aktiv-Überhang) wird vom Wahlrecht gem. § 274 HGB kein Gebrauch gemacht und somit auf die Aktivierung verzichtet. Latente Steuern nach § 306 HGB werden mit den latenten Steuern nach § 274 HGB zusammengefasst. Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr Entlastungsbeträge nach dem Strompreisbremsengesetz sind periodengerecht vereinnahmt worden und vom Aufwandsposten "Stromaufwand" innerhalb des Materialaufwands gekürzt worden. Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zugangszeitpunkt oder bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Stichtagskurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet. Der verbleibende aktivische Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über seine voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Verbleibende passivische Unterschiedsbeträge wurden sofort ertragswirksam vereinnahmt, soweit feststand, dass diese einem realisierten Gewinn entsprachen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren insbesondere aus Erstattungsansprüchen aus gezahlten Strom- und Mineralölsteuern (T€ 8.405) sowie Forderungen für Vorsteuer und Umsatzsteuererstattungen (T€ 3.775). Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Vorauszahlungen von Versicherungsprämien und Mietkosten für die Designstation. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital entspricht dem bei der SWISS KRONO GmbH ausgewiesenen Bilanzposten, es beträgt € 70.000.000,00. Die Kapitalrücklage beträgt € 50.000.000,00. Der Konzernbilanzverlust ergibt sich aus dem Gewinnvortrag in Höhe von T€ 6.560 (Vj. T€ 4.720) und dem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von T€ 30.593. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen
Der Posten wird entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Anlagegegenstände aufgelöst. Der Investitionszuschuss wurde aus dem "Umwelt Innovationsprogramm" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gewährt. Steuerrückstellungen Der Posten beinhaltet eine Rückstellung für Risiken aus einer Betriebsprüfung in Höhe von € 1,5 Mio. (i. Vj. € 1,5 Mio.) sowie Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrückstellungen für Vorjahre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsverpflichtungen (€ 3,0 Mio., Vj. € 2,4 Mio.), Kundenboni (€ 11,9 Mio., Vj. € 19,2 Mio.) und mit € 4,4 Mio. (Vj. € 4,6 Mio.) für den Personalbereich (variable Vergütungen, Jubiläen, Urlaubsansprüche, Sondervergütungen, Personalmaßnahmen) gebildet. Darüber hinaus betreffen die Rückstellungen noch ausstehende Lieferantenrechnungen, Vorsorgen für Rechtsstreitigkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel in T€
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 16.135, Vj. T€ 8.191) resultieren in Höhe von € 5,0 Mio. (Vj. 0,00) aus erhaltenen Anzahlungen und im Übrigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 11.135, Vj. T€ 8.191). Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, die ebenfalls Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen darstellen, betreffen sonstige Verbindlichkeiten, d.h. Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 135.000 (Vj. T€ 135.000), den Saldo aus dem Cash Pool T€ 59.203 (Vj. T€ 11.212) und Zinsen T€ 1.652 (Vj. T€ 235). Latente Steuern Der zum Bilanzstichtag ermittelte, nicht angesetzte Überhang an aktiven latenten Steuern (T€ 6.222) ist im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr entstandenen Verlustvorträgen (aktive latente Steuern) und den Unterschieden zwischen den, im Vergleich zu den steuerrechtlichen Ansätzen, höheren handelsrechtlichen Werten bei Grundstücke und Bauten des Anlagevermögens (Passive latente Steuern) entstanden. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 27,17 % (KSt/SolZ: 15,83 %; GewSt: 11,34 %). Weiterhin werden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen (Zwischenergebniseliminierung) erfasst. Latente Steuern auf Verlustvorträge bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 6.424. Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt € 58 Mio. und entfallen auf die im Folgenden beschriebenen Sachverhalte. Für die Deckung des Strombedarfs der SWISS KRONO TEX GmbH & Co. KG wurden Stromforwardprodukte im Volumen von 161.787 MWh für das Geschäftsjahr 2023/2024, im Volumen von 70.308 MWh für das Geschäftsjahr 2024/2025 und im Volumen von 11.045 MWh für das Geschäftsjahr 2025/2026 beschafft. Hieraus bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 33.792. Für die Deckung des Erdgasbedarfs der SWISS KRONO TEX GmbH & Co. KG wurden Erdgasforwardprodukte im Volumen von 118.798 MWh für das Geschäftsjahr 2023/2024, im Volumen von 41.743 MWh für das Geschäftsjahr 2024/2025 und im Volumen von 6.627 MWh für das Geschäftsjahr 2025/2026 beschafft. Hieraus bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 9.602. Aus Investitionsvorhaben besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo von ca. € 14,6 Mio. Derivative Finanzinstrumente Währungsgeschäft Zur Absicherung von Währungsrisiken aus Absatzverträgen wurden TGBP 2.100 (T€ 2.750) per Termin verkauft. Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte zum Stichtag ist zum Teil positiv (T€ 13) und teilweise negativ (T€ 1). Diese Währungsgeschäfte betreffen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Derivate mit negativem Zeitwert sind entsprechend unter den Rückstellungen für drohende Verluste erfasst. Bewertungsmethode Die beizulegenden Zeitwerte am 30. September 2023 (Wiederverkaufswerte) wurden unter Bezugnahme auf die Marktwerte ähnlicher Instrumente ermittelt (Mark-to-Market-Methode). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1) EU ohne Deutschland, mit Vereinigtem Königreich Die Erlöse aus Energieverkäufen sind in Höhe von T€ 1.330 durch die Übergewinnabschöpfung gemindert worden. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche Erträge aus Spotmarktverkäufen von Energie und Gas in Höhe von TEUR 2.915 (i. Vj. TEUR 14.517) enthalten. Weiterhin sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 188 (Vj. T€ 325) enthalten. Materialaufwand Die im Geschäftsjahr vereinnahmten Entlastungsbeträge nach dem Strompreisbremsengesetz haben in Höhe von T€ 1.156 den Aufwandsposten "Stromaufwand" innerhalb des Materialaufwands gekürzt. Abschreibungen auf Sachanlagen Die Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen von T€ 267. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Reparaturen und Instandhaltungen sowie Frachtkosten. Es sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 279 (Vj. T€ 673) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 354 (Vj. T€ 217) enthalten. Zinsaufwand Durch Aufzinsung der Rückstellungen ergab sich ein Aufwand in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 30). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 279 (Vj. T€ 583) erfasst. Sonstige Angaben Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat der SWISS KRONO GmbH gehörten im Geschäftsjahr an: Herr Martin Brettenthaler, lic. oec. HSG, CH-Riehen, Vorsitzender, CEO SWISS KRONO Holding AG, Luzern Herr Beat Stebler, lic. oec. HSG, CH-Arlesheim, Stellvertreter, Direktor SWISS KRONO Holding AG, Luzern Geschäftsführung Der Geschäftsführung der SWISS KRONO GmbH gehörten im Geschäftsjahr an: Herr Hendrik Hecht, Standortleiter, Diplom-Kaufmann Herr Hagen von Webel, Geschäftsführer Finanzen, Diplom-Betriebswirt Herr Ingo Lehnhoff, Geschäftsführer Produktion und Technik; Elektroniker Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungen des Abschlussprüfers beträgt T€ 186. Davon entfallen T€ 156 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie T€ 30 auf andere Bestätigungsleistungen. Konzernverhältnisse Die SWISS KRONO GmbH ist ein Tochterunternehmen der SWISS KRONO Holding AG, Luzern, Schweiz. Die SWISS KRONO GmbH und deren Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der SWISS KRONO Holding AG, Luzern, Schweiz, als höchste Konzernspitze einbezogen. Der Konzernabschluss der SWISS KRONO Holding AG Luzern, Schweiz, unterliegt keiner Offenlegungspflicht. Die Konzernobergesellschaft ist im Handelsregister des Kantons Luzern unter der Firmennummer: CHE-101.028.970 registriert. Die im Folgenden aufgeführten Tochtergesellschaften machen von den Vorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB und den damit verbundenen Befreiungen zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022/2023 Gebrauch: • SWISS KRONO TEX GmbH & Co. KG, Heiligengrabe • SWISS KRONO TEX Verwaltungs GmbH, Heiligengrabe Nachtragsbericht Am 3. Dezember 2023 wurde ein zunächst bis zum 30. September 2024 befristetes Gesellschafterdarlehen bis zum 30. September 2025 verlängert. Danach verlängert sich das Darlehen um jeweils ein weiteres Jahr, sofern der Vertrag nicht mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende und im beidseitigen Einverständnis gekündigt wird.
Heiligengrabe, den 28. Dezember 2023 SWISS KRONO GmbH Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SWISS KRONO GmbH, Heiligengrabe Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der SWISS KRONO GmbH, Heiligengrabe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SWISS KRONO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 29. Dezember 2023 KPMG
AG
Waubke, Wirtschaftsprüfer Meier, Wirtschaftsprüfer |
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