Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
ELMA Electronic GmbH
Stuttgarter Straße 11, 75179 Pforzheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manuela Maria Böhr seit 23.6.2020 | Prokura |
Pietro Paolo Putzolu seit 25.7.2011 | Geschäftsführer |
Uwe Stefan Schön seit 3.8.2006 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ELMA Electronic GmbHPforzheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der ELMA Electronic GmbH, Pforzheim, (Registergericht Mannheim, HRB 502246) für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Angaben, die in der Bilanz beziehungsweise Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise im Anhang zu machen sind, wurden zur verbesserten Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Allgemeine Angaben Der Gesellschaftsvertrag enthält keine ausdrücklichen Bestimmungen über die anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden zum Vorjahr nicht geändert. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Soweit ihnen am Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden linear und pro rata temporis vorgenommen.
Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurden Sammelposten gebildet, die über 5 Jahre linear aufgelöst werden. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt nach der Zuschlagskalkulation. In die Zuschlagskalkulation wurden neben den Material- und Fertigungskosten auch notwendige Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Für die sich aus Lagerdauer bzw. eingeschränkter Verwertbarkeit ergebenden Bestandsrisiken wurden angemessene Bewertungsabschläge auch im Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Für erkennbare Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in der erforderlichen Höhe vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde mit angemessenen Einzelwertberichtigungen oder durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Aufwendungen ausgewiesen, die das Folgejahr betreffen. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital lautet auf DM und ist mit dem in Euro umgerechneten Nennbetrag ausgewiesen. Bei den Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 4. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zu Umrechnungskursen zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips und des Realisationsprinzips. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit ausländischen Schwestergesellschaften in Höhe von 891 T€ (Vorjahr: 645 T€). Dabei wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Schwestergesellschaften bei gegebener Aufrechnungslage vollständig gegeneinander verrechnet. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 7 T€) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Bankguthaben und sind zum Nennwert bilanziert. Guthaben in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist bislang noch nicht auf Euro umgestellt worden und beträgt unverändert zum Vorjahr 250.500 DM bzw. 128.079 €. Alleinige Gesellschafterin ist die ELMA Electronic AG, Wetzikon, Schweiz. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 428 T€ wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde keine Dividende bezahlt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Boni und Erfolgsbeteiligungen 626 T€ (Vorjahr: 247 T€), für Drohverluste 95 T€ (Vorjahr: 108 T€), für Gewährleistungen 123 T€ (Vorjahr: 52 T€), für nicht genommen Urlaub und Gleitzeitguthaben 71 T€ (Vorjahr: 51 T€) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 37 T€ (Vorjahr: 38 T€). Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von 344 T€ (Vorjahr: 86 T€) solche gegenüber der Gesellschafterin, der ELMA Electronic AG, Wetzikon/Schweiz. Diese Verbindlichkeiten setzen sich ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen zusammen, die aus einem regulären Liefer- und Leistungsverhältnis resultieren. Hinsichtlich der Verrechnung bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wird auf die Ausführungen zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen verwiesen. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegen Kreditorische Debitoren in Höhe von 141 T€ (Vorjahr: 118 T€), sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 138 T€ (Vorjahr: 72 T€). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen durch Eigentumsvorbehalt gesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Wechselkursdifferenzen 235 T€ (Vorjahr: 414 T€), aus privater Kfz-Nutzung von Firmenfahrzeugen 99 T€ (Vorjahr: 93 T€) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 24 T€ (Vorjahr: 38 T€). Die Position beinhaltet aperiodische Erträge von insgesamt 26 T€ (Vorjahr: 59 T€). Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Jahr 2020 wurde ein Lizenzvertrag mit der Muttergesellschaft geschlossen, in den sonstigen betrieblichen Aufwendung sind Lizenzgebühren in Höhe von 171 T€ enthalten (Vorjahr: 119 T€). Des Weiteren beinhaltet diese Position hauptsächlich Raumkosten (Miete und Reinigungskosten) 402 T€ (Vorjahr: 335 T€), IT-Kosten 362 T€ (Vorjahr: 322 T€), Gruppenführungskosten (Management Fees) von der Muttergesellschaft an uns verrechnet 362 T€ (Vorjahr: 261 T€), Werbeaufwendungen 218 T€ (Vorjahr: 226 T€), Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen 205 T€ (Vorjahr: 297 T€), Fahrzeugkosten 185 T€ (Vorjahr: 165 T€), sonstiger betrieblicher Personalaufwand 181 T€ (Vorjahr: 151 T€), Kosten der Warenabgabe in Höhe von 107 T€ (Vorjahr: 98 T€) sowie Instandhaltungsaufwendungen 104 T€ (Vorjahr 117 T€). Die Position beinhaltet periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: 0 T€). V. Sonstige Angaben Arbeitnehmer: Mitarbeiterzahl i. S. v. § 267 Abs. 5 HGB
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine Haftungsverhältnisse oder außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Verwaltungsgebäude in Pforzheim sowie den Fuhrpark und die Drucker- und Kopiersysteme. In allen Fällen handelt es sich um Mietverträge oder sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Geschäftsführung Als Geschäftsführer war bestellt: Herr Industriekaufmann Pietro Paolo Putzolu, Karlsruhe Er ist von § 181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung wurde wie im Vorjahr aufgrund § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ELMA Electronic AG, Wetzikon, Schweiz. Der Kreis der verbundenen Unternehmen umfasst das oberste Mutterunternehmen der Gesellschaft, die Elma Electronic AG, Wetzikon, Schweiz, und sämtliche Tochtergesellschaften dieses Mutterunternehmens. Der Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird, ist auf der Internetseite der ELMA Electronic AG unter www.elma.com veröffentlicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Gewinnverwendung Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.128.449,89 € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Pforzheim, den 9. April 2024 ELMA Electronic GmbH Pietro Paolo Putzolu, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen I. Geschäftsmodell Die Elma Electronic-Gruppe ist ein weltweit tätiger Hersteller von Electronic Packaging Produkten für den Embedded-Systems-Markt. Die Muttergesellschaft, die Elma Electronic AG, Wetzikon, Schweiz, ist an der Schweizer Börse notiert und mit Tochtergesellschaften in 10 Ländern auf 3 Kontinenten aktiv. Das Angebot reicht von Komponenten, Backplanes, Storage-Lösungen und Chassis-Plattformen bis hin zu voll integrierten Systemen. Elma wählt führende Technologieanbieter der Branche als Partner aus, um die Bedürfnisse ihrer Kunden nach integrierten Lösungen optimal abzudecken. Darüber hinaus bietet Elma Gehäuselösungen, Power Supply Units und hochstehende Drehschalter für die gesamte Elektronikindustrie an. Das Unternehmen verfügt über ein breites Angebot an Standardprodukten, die auf einzelne Anwendungen zugeschnitten werden können: vom ersten Konzept bis hin zur Serienproduktion. Aufgabe der ELMA Electronic GmbH mit Sitz in Pforzheim ("Elma Deutschland") ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Backplanes und Systemen für den Embedded-Systems-Markt bis hin zu voll integrierten Systemlösungen, welche sowohl in Deutschland als auch weltweit über die Schwestergesellschaften oder dritte Distributoren vermarktet werden. Darüber hinaus vertreibt sie die durch die Elma AG in der Schweiz entwickelten und produzierten Produkte der Produktlinien Power Supply Units, Electronic Components und Rotary Switches auf dem deutschen Markt. II. Forschung und Entwicklung Das beherrschende Thema für das Jahr 2023 war weiterhin unser Großprojekt für einen namhaften Automobilhersteller, welches uns über das gesamte Jahr stark gefordert hat und auch in 2024 weiter herausfordernd bleiben wird. Neue Erkenntnisse konnten im Bereich der Kühlung gewonnen werden. Z.B. wurden sog. nichtleitende Kühlflüssigkeiten hinsichtlich Korrosion, Viskosität und Restleitfähigkeit untersucht. Ebenso konnten weitere Erkenntnisse über verschiedenen Kameratypen, -anbindungen und über die Programmierung von Kamerasystemen gewonnen werden. Zu den KI Projekten mit Qualcom-Karten wurden außerdem Entwicklungen auf NVIDIA basierenden Chips vorangetrieben. Hier wollen wir voraussichtlich im Jahr 2024 Produkte als "first mover" auf den Markt bringen. Unsere Partnerschaft mit der Hochschule Karlsruhe hinsichtlich künstlicher Intelligenz führen wir weiter. Hier sind unsere gesteckten Ziele, die nächsten Schritte Richtung Robots und Cobots anzugehen. Die Ausgaben für die Forschung und Entwicklung liegen deutlich über Vorjahresniveau. Hierbei handelt es sich um Ausgaben für Personal, Infrastruktur und neuen Projekten. Die Aufwendungen für Produkte sind im Materialaufwand enthalten und werden nicht separat als Forschungsaufwand ausgewiesen. Entwicklungskosten wurden in 2023 nicht aktiviert. B. Wirtschaftsbericht I.) Geschäft und Rahmenbedingungen 1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Auch die aktuellen Entwicklungen sehen keinen deutlichen Anstieg in 2024. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch die steigenden Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona Jahr 2020 nicht ersichtlich fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die geopolitische Lage bleibt weiterhin unsicher. Davon ist die gesamte Weltkonjunktur betroffen: Der globale Warenhandel wird 2024 voraussichtlich nur auf niedrigem Niveau zulegen. Das bekommt vor allem die Industrie zu spüren, die voraussichtlich in 2024 im vierten Jahr stagnieren wird. Seit zwei Jahren bekommen die Unternehmen weniger Aufträge aus dem Ausland, viele halten sich deshalb mit Investitionen zurück. Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen konnte Elma Deutschland Ihre gesetzten Ziele für 2023 realisieren und strebt weiteres Wachstum an. Die Elma Deutschland bewegt sich mit der am Standort Pforzheim gefertigten Produktlinie Systems in einem Nischenmarkt, aufgrund der überwiegend kundenspezifischen Anforderungen unserer Produktlösungen ist die Anzahl der Marktbegleiter sehr begrenzt und überschaubar. Bei den weiteren Produktlinien, die als Handelswaren am deutschen Markt vertrieben werden, werden unterschiedlichste Branchen bedient. Künftiges Wachstum soll weitestgehend durch komplexe, innovative Systeme auf Basis vordefinierter Module und Komponenten und den im Elma Produktportfolio befindlichen Produkten erreicht werden. Deshalb wird die in den Jahren zuvor getroffene Entscheidung weiterverfolgt, in so genannte "building blocks" zu investieren und diese zu vermarkten. Die Vertriebs- und Marktstrategie wird in enger Abstimmung mit der Produktlinienstrategie und dem Globalen Marketing-Team umgesetzt, welche aus der Gruppenstrategie abgeleitet wird. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind für Elma von größter Bedeutung. Potenzielle Mitarbeiter als attraktiver Arbeitgeber zu begeistern ist hierfür genauso wichtig wie die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der bestehenden Belegschaft. Zur Unternehmenssteuerung werden vielfältige Kennzahlen in einer Balanced Scorecard berücksichtigt, unter anderem die Umsatzerlöse, der Auftragseingang und das EBIT (earnings before interest and Income taxes = Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern). 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsätze lagen in 2023 um 19,3% deutlich über dem Vorjahresniveau, die Auftragseingänge hingegen waren leicht rückläufig. Das gesetzte Budgetziel wurde minimal verfehlt, jedoch konnten durch die Realisierung von Projekten mit guter Marge und durch die hohe Weiterverrechnung von NRE-Leistungen das budgetierte EBIT Ziel deutlich übertroffen werden. Im Auftragseingang konnten wir unser gestecktes Ziel aufgrund diverser Einflussfaktoren wie der allgemeinen wirtschaftlichen wie geopolitischen Situation hingegen nicht erreichen. Der Gesamtumsatz des Unternehmens betrug 25,8 Mio. € (Vorjahr 21,6 Mio. €). Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich im Inland gestiegen, jedoch gab es auch einen moderateren Anstieg im EU-Raum und im Dritt-Ausland. Betrachtet nach den Produktlinien sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich bei den Produktlinien Enclosures & Components sowie bei den Rotary Switches, die von der Gesellschaft in der Schweiz entwickelt und produziert und durch die Elma Electronic GmbH in Deutschland vertrieben werden. Bei der Produktlinie System Solutions ist hingegen ein erheblicher Umsatzanstieg zu verzeichnen. Die Auftragseingänge in 2023 lagen mit 24,7 Mio. € (Vorjahr: 28,6 Mio. €) etwas unter dem Umsatzniveau. Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres betrug 21,8 Mio. € (Vorjahr: 17,3 Mio. €). Hierbei wurden nur die innerhalb von 6 Monaten nach dem Bilanzstichtag terminierten Aufträge betrachtet. Dies bedeutet, dass von so genannten Abrufaufträgen (Laufzeit i.d.R. 1 Jahr) nur die schon terminierten Abrufe für die nächsten 6 Monate in die Erfassung einfließen, obwohl der Wert des Gesamtauftragsbestandes höher ist. Der Gesamtwert der Aufträge (inklusive Rahmenaufträge) betrug zum Ende des Geschäftsjahres 29,9 Mio. € (Vorjahr: 31,0 Mio. €). 3. Produktion Die Herausforderung des Geschäftsjahres 2023 war das sehr große Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr, getrieben durch ein Großprojekt in Millionenhöhe, das bereits im Vorjahr gestartet wurde. Durch die dafür extra aufgebaute Montage- und Testlinie war der Platz für die Fertigung der übrigen Aufträge beschränkt. Das im Vorjahr in Betrieb genommene AOI (Automatisch-optisches Inspektionsgerät) führte wie geplant zu einer deutlichen Senkung der Programmierzeiten und zu einer erheblichen Verbesserung der Inspektionsqualität, wodurch deutlich weniger manuelle Kontrollen notwendig waren. Dadurch wurden bei besserer Fehlererkennung die Durchlaufzeiten in der SMD-Kontrolle reduziert. In 2023 wurden nur kleinere Investitionen, wie ein gebrauchter Pastendrucker getätigt, aber es lief die Auswahl für einen neuen SMD-Bestückautomaten, der dann zu Beginn 2024 bestellt wurde und Anfang April 2024 in Betrieb genommen werden wird. 4. Beschaffung Im Berichtsjahr hat sich die Materialversorgung im Vergleich zu den beiden Vorjahren wieder deutlich entspannt. Speziell bei den elektronischen Bauteilen, aber auch bei Leiterplatten und mechanischen Komponenten war die Versorgungssicherheit fast wieder wie in der Vor-Covid-Zeit. Teilweise konnten auch Preisreduktionen verhandelt werden. Die größte Herausforderung war die Materialbeschaffung für unser Großprojekt. Hierfür wurden sehr viele neue elektronische und mechanischen Komponente benötigt, die vorwiegend in China beschafft wurden. Hier hat die Erfahrung unserer neuen Supply Chain Managerin sehr geholfen. Zusätzlich wurden zwei neue EMS (Electronics Manufacturing Services) qualifiziert und hierfür mussten die ganze Materialbeistellung sowie die Beistellung von Testequipment organisiert werden. Die in der Bilanz ausgewiesenen Bestände an Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen für die von der Gesellschaft selbst gefertigte Produktlinie sind am Ende des Berichtsjahres deutlich über Vorjahresniveau. Dies ist vor allem dem guten Auftragsbestand und den deutlich erhöhten Aufträge in Arbeit geschuldet. Die Wertberichtigung auf Vorräte wird regelmäßig anhand einer alle Bestände einschließenden Analyse durchgeführt. Die Ermittlung des Abschreibungsbedarfs erfolgt unter Berücksichtigung der Altersstruktur sowie des Verbrauchs über einen Zeitraum von 18 Monaten. Darüber hinaus erfolgen bei Bedarf Einzelabwertung. 5. Investitionen Die Zugänge an immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen und Anlagen im Bau betrugen insgesamt 132 T€ (Vorjahr: 259 T€). Die Investitionen verteilen sich auf immaterielle Vermögensgegenstände 2 T€ (Vorjahr 22 T€), Maschinen und Anlagen 54 T€ (Vorjahr: 169 T€), Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 76 T€ (Vorjahr: 68 T€) - insbesondere für IT Hardware und auf geringwertige Wirtschaftsgüter 13 T€ (Vorjahr: 23 T€). In 2024 sind bei voraussichtlich positiver Geschäftsentwicklung weitere deutliche Investitionen in die Produktion sowie in die übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgesehen. 6. Finanzierungsmaßnahmen Die Gesellschaft finanziert sich aus dem operativen Cashflow. Insgesamt besteht eine Kreditlinie in Höhe von 800 T€, die in 2023 nicht in Anspruch genommen wurde. Es handelt sich hier um einen Kontokorrentkredit der Hausbank. Es erfolgte im Jahr 2023, wie auch bereits in den Jahren zuvor, keine Dividendenausschüttung. 7. Personal- und Sozialbereich Der Personalbestand (zum Bilanzstichtag) beträgt 110 Mitarbeiter und ist somit um 10% höher als im Vorjahr. Für 2024 und für die Folgejahre sind weitere Neueinstellungen geplant. 8. Umweltschutz Die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten. Besondere Risiken bestehen nicht. II.) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögens- und Finanzlage Die Kennziffern betreffend der Vermögens- und Finanzlage haben sich wie folgt entwickelt: Der Anlagendeckungsgrad II (Eigenkapital + langfr. Fremdkapital im Verhältnis zum Anlagevermögen) beträgt 1441(Vorjahr: 1141%). Der Eigenfinanzierungsgrad (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) beträgt 50% (Vorjahr: 42%), die Erhöhung ist durch den hohen Jahresüberschuss begründet. Der Vorratsbestand ist bei den unfertigen Erzeugnissen deutlich angestiegen, dies ist vor allem einem Großprojekt in Millionenhöhe geschuldet, dass voraussichtlich in 2024 abgeschlossen sein wird. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Vorjahresvergleich erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind etwas gesunken, dies resultiert aus einem guten Zahlungseingang im Dezember 2023. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Gesellschaften haben sich im Vergleich zum Vorjahr etwas erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind stichtagsbezogen im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen. Die erhaltenen Anzahlungen sind im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken, da ein größeres Projekt mit Anzahlungsvereinbarung teilweise geliefert werden konnte. Die Liquiditätslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht verschlechtert. Die Liquiditätskennziffern weisen für die Liquidität 1. Grades (Flüssige Mittel im Verhältnis zu kurzfristigem Fremdkapital) einen Wert von 13% (Vorjahr: 20%) und für die Liquidität 2. Grades (Flüssige Mittel + Forderungen + Sonstige Vermögensgegenstände im Verhältnis zu kurzfristigem Fremdkapital) einen Wert von 72% (Vorjahr: 77%) auf. 2. Ertragslage Das EBIT (earnings before interest and Income taxes = Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern) lag mit 1.691 T€ (Umsatzrendite 6,5%) sehr stark über Vorjahresniveau, in dem ein Betriebsergebnis von 590 T€ erwirtschaftet wurde (Umsatzrendite 2,7%). Das prozentuale Rohergebnis (definiert als Ergebnis aus der Summe von Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich des Materialaufwands in Relation zum Umsatz) beträgt 48% (Vorjahr: 45%) und ist somit nahezu unverändert. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 21% gestiegen, bedingt durch Lohnanpassungen aufgrund der Inflation, aber auch durch Erhöhung des Personalstandes. Die Quote im Vergleich zur Summe von Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen ist mit 28% auf Vorjahresniveau. Daraus folgend entwickelte sich der Jahresüberschuss im Berichtsjahr 2023 deutlich über Vorjahresniveau. Insgesamt ist das Management mit der Ergebnisentwicklung zufrieden. C. Chancen-/Risikobericht 1. Risiken der künftigen Entwicklung Innerhalb der Elma-Gruppe ist ein Risikomanagementsystem implementiert, im Rahmen dessen durch jede Gesellschaft die Risiken regelmäßig überprüft, bewertet, mit Maßnahmen unterlegt und an die Konzernleitung berichtet werden. Die Risiken werden analog einer Konzernvorgabe aufgrund von Eintrittswahrscheinlichkeit, Eintrittshäufigkeit und Auswirkung auf die Ertragsziele in Risikokategorien eingeteilt und in Bandbreiten quantifiziert. Insgesamt handelt es sich bei den Risiken um die für die Branche und Unternehmensgröße üblichen Faktoren, die über den Zeitraum der letzten Jahre nahezu unverändert bestehen. 1.1. Ertragsrisiken Die folgenden Faktoren könnten den geplanten Ertrag beeinträchtigen, wobei diesen Risiken so weit wie möglich vorgebeugt wird. Ein Risiko liegt in dem Verlust von Schlüsselpersonal. Einige Mitarbeiter verfügen über bedeutendes Spezialwissen, das bei deren Ausscheiden nicht ohne weiteres ersetzbar wäre. Die Maßnahmen zur nachhaltigen Mitarbeiterbindung werden durch die Unternehmensleitung laufend überprüft und nach Möglichkeit intensiviert. Ein besonderes Augenmerk liegt darin, junge Talente zu identifizieren und bestmöglich zu fördern und zu fordern. Ein weiteres Risiko liegt unverändert in der Abhängigkeit von relativ wenigen großen Kunden. 80% des Drittumsatzes wird mit ca. 15% der insgesamt aktiven Kunden realisiert. Diese Kunden werden sehr intensiv betreut, um durch Kenntnis und Deckung des Bedarfes an Produkten einem Weggang vorzubeugen. Durch ständige Anpassung der Produkte auf den neuesten technischen Stand und sogenannte Lock-In-Effekte sollen langjährige Kunden an das Unternehmen gebunden werden. Parallel hierzu laufen stetige Bemühungen, um neue Kunden und Projekte zu akquirieren, mit denen ggf. auslaufende Projekte ersetzt werden könnten. Das Risiko steigender Material- und Bezugskosten sollte weitestgehend durch Anpassungen der Verkaufspreise aufgefangen werden. Zudem besteht das Risiko von Lieferkettenengpässen und zudem deutlich gesteigerten Energiekosten, dem überwiegend durch enges Monitoring und Zusammenarbeit in den Fachabteilungen Einkauf und Verkauf und angrenzenden Abteilungen entgegengewirkt werden kann. Mögliche Risiken der Ertragsplanung könnten noch in der weiteren Entwicklung des EURO im Verhältnis zum US-Dollar gesehen werden, welche aus heutiger Sicht nicht einschätzbar ist. Es wird stets versucht, die Abhängigkeit der Gesellschaft von der Kursentwicklung des US-Dollar zu minimieren, indem Einkäufe und Verkäufe auf US-Dollar-Basis in etwa ausgeglichen werden, dennoch sind Sondereffekte hier nicht auszuschließen. Kurssicherungsgeschäfte wurden in 2023 nicht abgeschlossen. Ein weiteres Risiko besteht im Hinblick auf die Cyberkriminalität. Jedoch wurden hier weitgehende Vorkehrungen getroffen, die dieses Risiko so weit als möglich minimiert. Trotzdem kann durch die aktuelle geopolitische Lage ein Angriff nicht gänzlich ausgeschlossen werden. 1.2. Liquiditätsrisiken Das allgemeine Zahlungsausfallrisiko bei Forderungen ist durch eine bestehende Forderungsausfallversicherung weitestgehend ausgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Sicherheitsmaßnahmen in Form von Bonitätsprüfungen und Vorauskassen bei Erstbelieferungen von Neukunden, bzw. bei Kunden, deren Zahlverhalten keine Lieferung auf Ziel ermöglicht. Zudem erhält jeder Kunde bei positivem Zahlverhalten ein Kreditlimit, d.h. bis zu diesem Limit werden Lieferungen getätigt. Sollte das Kreditlimit überschritten werden, müssen vorher die offenen Posten beglichen werden. Nur in Ausnahmefällen finden über das Kreditlimit hinaus weitere Lieferungen statt. Zudem wird dieses Limit jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Derzeit werden aufgrund der Eigenkapitalausstattung, der verfügbaren Barmittel sowie des zur Verfügung stehenden Kontokorrentkredits keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung der Liquidität gesehen. Zusammenfassend haben sich die Risiken im Vorjahresvergleich nicht signifikant geändert. 2. Chancen und Erfolgspotentiale der künftigen Entwicklung Elma Deutschland befindet sich nach wie vor in einem anspruchsvollem Marktumfeld, welches jedoch auch Chancen und Erfolgspotentiale bietet. Für das Geschäftsjahr 2024 ist - je nach weiterem Verlauf der geopolitischen Situation - mit einem weiteren Wachstum zu rechnen. Vertrieblich werden die Schwerpunkte auf die Akquisition von neuen Interessenten aus unterschiedlichen Industriebranchen sowie auf den weiteren Ausbau von Bestandskunden gelegt. Der Fokus der Marktaktivitäten liegt nach wie vor auf den Bereichen Transportation, Test- und Mess-Systeme, Applikationen im Bereich KI sowie auf dem Defence Bereich. Innerhalb der Elma Gruppe wurde dieser Strategie folgend bereits in den Vorjahren in Produkte für diese Märkte investiert. Darüber hinaus wird weiterhin bei allen Produktlinien die Ausweitung der Marktanteile in bestehenden Märkten angestrebt. Die Aktivitäten werden insbesondere im Bereich der Systeme-Integration weiter forciert werden, wobei die traditionellen Backplanes nicht an Bedeutung verlieren sollen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei regional auf den Ausbau der Aktivitäten in Deutschland gelegt. Die Anzahl neuer Chancen ist für die Elma Electronic GmbH am Markt ersichtlich, da das vorhandene Produktportfolio und unser Know-How die derzeitigen Anforderungen am Markt in den von uns intensiv bearbeitenden Branchen sehr gut abdeckt. Die speziellen Ausprägungen und Anforderungen sind von Markt zu Markt sehr unterschiedlich. Der Bahnmarkt setzt noch stark auf 19"-Technologien wie VME, Compact PCI oder auch CPCI-Serial und ist generell als stabiler Markt zu betrachten. Der Bahnbereich bleibt somit ein wichtiger Absatzmarkt, durch unsere Mitgliedschaft in der UNIFE Gemeinschaft werden sich die Chancen zur Gewinnung von weiteren Marktanteilen erhöhen. Entwicklungsdienstleistungen sind in den zuvor genannten Märkten aufgrund der hohen Standardisierungen und Zertifizierungen von eher untergeordneter Bedeutung. Im Bereich der Verteidigung sowie in der Luft- und Raumfahrt hingegen, sind gerade diese Entwicklungsleistungen sehr stark nachgefragt und werden vom Markt vergütet. Auch ist in dieser Branche die Nachfrage nach neuen Formgrößen stärker ausgeprägt, wenngleich diese Projekte selten die Stückzahlen von Bahn- und/oder Industrieprojekten erreichen. D. Prognosebericht Bei der weiteren Mehrjahresplanung wird im Vergleich zum Vorjahr von steigenden Umsätzen ausgegangen. Eine hohe Anfragetätigkeit, der hohe Auftragsbestand sowie die Aussicht auf hochvolumige Projekte lassen diesen positiven Rückschluss zu. Der geplante Umsatzanstieg wird 2024 unter anderem durch einen hohen Auftragsbestand des Vorjahres und durch eine weitere intensive und fokussierte Marktbearbeitung gestützt. Durch den sehr guten Auftragsbestand und die Gewinnung diverser Großprojekte sind unsere Ziele für 2024, trotz der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Situation, als realistisch zu betrachten. Zudem haben wir unseren Vertrieb personell verstärkt, um schlagkräftig weitere Absatzmärkte zu erschließen und bestehende Märkte auszubauen. Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie in sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung sind in Höhe von ungefähr 900 T€ geplant. Trotz des noch etwas verhaltenen Auftragseinganges geht die Gesellschaft in Ihrer Planung davon aus, dass sowohl die Umsatzerlöse als auch das EBIT auf Plan liegen werden. Grund hierfür sind der sehr gute Auftragsbestand, als auch die Chancen, die der aktuelle Markt bietet. Gegenüber 2023 werden wir beim Umsatz und EBIT leicht über dem Vorjahr liegen.
Pforzheim, den 9. April 2023 Pietro Paolo Putzolu, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ELMA Electronic GmbH, Pforzheim: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ELMA Electronic GmbH, Pforzheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elma Electronic GmbH, Pforzheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 9. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
Hamm, Wirtschaftsprüfer Germeroth, Wirtschaftsprüfer |
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