Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Hertz Autovermietung GmbH
Grenzweg 2, 65451 Kelsterbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Alexander Balluch seit 23.1.2026 | Prokura |
Lauren Loughman seit 5.7.2024 | Geschäftsführer |
Jörg Feldheim seit 10.6.2024 | Geschäftsführer |
Daniel Zinecker seit 28.8.2023 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Hertz France S.A.S. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hertz Autovermietung GmbHEschbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hertz Autovermietung GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hertz Autovermietung GmbH, Eschborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hertz Autovermietung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "2. Angaben zu den Bilanzierung- und Bewertungsmethoden" des Anhangs sowie Abschnitt "C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht" Unterabschnitt "3. Wesentliche Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft aufgrund hoher Investitionen in die Vermietflotte und den damit verbundenen hohen, grundsätzlich kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und auch im Prognosezeitraum weitere finanzielle Mittel zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit benötigen wird. Die Gesellschaft ist daher für die Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit auf die fortgesetzte Finanzierung innerhalb des Konzernverbundes angewiesen. Die im Geschäftsjahr 2023 zugunsten der Gesellschaft abgegebene Patronatserklärung wurde mit Datum vom 29. April 2024 von der Hertz Holdings Netherlands 2 B.V., Hoofddorp, Niederlande, erneuert. Die Höhe der Patronatserklärung ist unbegrenzt. Die Patronatserklärung wurde für einen Zeitraum von 12 Monaten ab der Erteilung des Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gewährt. Die Gesellschaft und die Fortführung ihres Geschäfts ist somit abhängig von der Finanzierungsunterstützung der Hertz Holdings Netherlands 2 B.V., Hoofddorp, Niederlande. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko i. S. d. § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum J ahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 23. August 2024 EY
GmbH & Co. KG
Barnstedt, Wirtschaftsprüfer Horn, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die Vermögens- und Schuldposten sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung angesetzt und bewertet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB unter Berücksichtigung geschäftszweigbedingter Besonderheiten gewählt. Über das Gliederungsschema des § 266 HGB hinaus wurden unter den Sachanlagen folgende Posten in die Bilanz aufgenommen:
Über das Gliederungsschema des § 275 HGB hinaus wurden folgende Posten in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen bzw. auf die geschäftszweigbedingten Besonderheiten im Unternehmen angepasst:
Seit 2008 besteht eine strukturierte Finanzierungstransaktion, bei welcher der Erwerb von Personenkraftwagen, leichten Nutzfahrzeugen, Vans, Minibussen oder Lastkraftwagen durch die Hertz Fleet Ltd., Dublin, Irland, finanziert wird. Nach Maßgabe der verbindlichen Auskunft zur Körperschaft- und Gewerbesteuer des Finanzamts Wiesbaden I vom 19. Dezember 2007 wurde festgestellt, dass es sich hierbei um Finanzierungsleasing aus steuerrechtlicher Perspektive handelt. Basierend auf der verbindlichen Auskunft wurden die oben aufgeführten Fahrzeuge auch in der Handelsbilanz der Hertz Autovermietung GmbH unter den Sachanlagen (Kraftfahrzeuge zur Vermietung und Dienstfahrzeuge) aktiviert. Die Abschreibung der Fahrzeuge erfolgt, wie nachfolgend unter Punkt 2 erläutert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Hertz Autovermietung GmbH mit Sitz in Eschborn im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 52255 eingetragen. Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 25. Mai 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag mit der Hertz Claim Management GmbH mit dem Sitz in Eschborn (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 38858) verschmolzen worden. Die Eintragung ins Handelsregister fand am 22. Juni 2023 statt. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss ist unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht unter Punkt "3. Wesentliche Risiken". Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen angesetzt. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme/Lizenzen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 800; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, inklusive Kraftfahrzeuge, sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten - bei Kraftfahrzeugen handelt es sich um die sog. "Installation/Transportation Costs" - vermindert um lineare planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung auf Kraftfahrzeuge erfolgen planmäßig auf Grundlage der durchschnittlichen Haltedauer. Diese liegt bei Pkw zwischen 9 und 12 Monaten und bei Lkw zwischen 9 und 36 Monaten. Im Bereich der "Leasing- und BuyBack" Kraftfahrzeuge sind die verbindlichen Rückgabekonditionen vertraglich festgesetzt. Die der linearen Abschreibung auf Gebäude des Anlagevermögens zugrundeliegende Nutzungsdauer beträgt 25 Jahre. Die Abschreibungen auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear mit Abschreibungssätzen zwischen 10% und 33% p. a. vorgenommen. Die Abschreibungen für Mietereinbauten erfolgen über die Laufzeit von 10 Jahren. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der Benzinbestände der aktiven Flotte zum Bilanzstichtag erfolgt unter der Annahme, dass wie im Vorjahr ein 99-prozentiges Füllvolumen gegeben ist. Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nennwert werden, soweit erforderlich, erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Nennwert bewertet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktivische Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB dahingehend Gebrauch, dass ein Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt. Passivische Steuerlatenzen liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital stimmt mit dem Handelsregistereintrag zum Bilanzstichtag überein. Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten die Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 3 EGHGB. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der sog. Projizierten Einmalbetragsmethode unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz: 1,83 % p. a. (10-Jahres-Durchschnitt); Vorjahr: 1,79 % p. a. Rechnungszinssatz: 1,75 % p. a. (7-Jahres-Durchschnitt); Vorjahr: 1,45 % p. a .Anwartschaftstrend (z. B. Gehalt) p. a.: 0,00 %; Vorjahr: 0,00 % p. a.BBG-Trend p. a.: 0,00 %; Vorjahr: 0,00 % p. a. Rententrend p. a.: 2,00 %; Vorjahr: 2,20 % p. a. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Aufgrund der gemäß den Regelungen des BilMoG geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab sich zum Umstellungszeitpunkt im Geschäftsjahr 2010 ein Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 5.215. Gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB wurde im Berichtsjahr nur der Mindestbetrag von einem Fünfzehntel dieses Betrages zugeführt (TEUR 348). Zum 31. Dezember 2013 wurde die Betriebsvereinbarung der betrieblichen Altersvorsorge vom 27. November 2000 gekündigt und der bisher verdiente Besitzstand eingefroren. In Bezug auf diese Besitzstände findet die bisherige Betriebsvereinbarung weiterhin Anwendung. Der in der Vereinbarung begünstigte Personenkreis wurde in der neu abgeschlossenen Betriebsvereinbarung vom 11. Dezember 2014 mit der Versicherung Alte Leipziger aufgenommen. Es handelt sich um beitragsorientierte Leistungszusagen. Jährlich werden maximal TEUR 423 in den Pensionsfonds eingezahlt und im Aufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Jubiläen sind unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p. a.: 1,75 % Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Alle Unternehmen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter der einheitlichen Leitung der Hertz Global Holdings Inc., Estero, Florida/USA, stehen, werden als verbundene Unternehmen angesehen. 3. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich im Einzelnen aus dem Anlagespiegel. Die Vorräte betreffen im Wesentlichen Betriebsstoffe (Benzin). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.218 (Vorjahr TEUR 1.408) zur Abdeckung der individuellen sowie allgemeinen Kreditrisiken gebildet. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 113.409 (Vorjahr TEUR 98.860) betreffen TEUR 112.461 (Vorjahr TEUR 96.653) Darlehensforderungen; TEUR 948 (TEUR 2.207) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Leasing- und Kraftfahrzeugsteuervorauszahlungen. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,8 % p. a. zugrunde gelegt. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert. Das gezeichnete Kapital wird zu 100 % von der Gesellschafterin Hertz France S.A.S., Montigny le Bretonneux, Frankreich, gehalten und wurde vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Vorjahr durch eine Kapitalerhöhung (TEUR 50.000) sowie durch die Verschmelzung der Hertz Claim Management GmbH, Eschborn, auf die Gesellschaft (TEUR 16) erhöht. Die Aufstellung einer 3-Spalten- Bilanz nach IDW RS HFA 39 konnte aus Wesentlichkeitsgründen unterbleiben. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag ein positives Eigenkapital in Höhe TEUR 26.200 (Vorjahr: Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 14.274) aus. Zur Unterstützung der Zahlungsfähigkeit liegt der Hertz Autovermietung GmbH eine befristete Patronatserklärung für mindestens 12 Monate ab Erteilung des Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Hertz Holdings Netherlands 2 B.V., Hoofddorp, Niederlande, datierend vom 29. April 2024, vor. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB auf TEUR 348. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 765 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Reparaturen, Kundenboni, Restrukturierungsaufwendungen, Haftpflichtschäden, Personalkosten, Mieten und Mietnebenkosten sowie Verluste aus gestohlenen und beschädigten Fahrzeugen. Verpflichtungen für Reparaturen an Buy-Back- Fahrzeugen (Short-Term-Maintenance) wurden wie in Vorjahren als Rückstellung erfasst. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 248.268 (Vorjahr TEUR 274.698) entfallen TEUR 223.533 (Vorjahr TEUR 150.577) auf Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Kraftfahrzeugen gegenüber Hertz Fleet Ltd., Dublin/Irland. Der verbleibende Betrag resultiert, analog zum Vorjahr, aus kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Werbekostenzuschüssen in Höhe von TEUR 1.301 (Vorjahr TEUR 121), Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr TEUR 357) sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 2.030 (Vorjahr TEUR 2.939). 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten neben den Erträgen aus Werbekostenzuschüssen TEUR 3.488 (Vorjahr TEUR 757) auch einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von TEUR 9.295 der aus einer Einigung in einem Rechtsstreit mit diversen Fahrzeugherstellern erwirtschaftet wurde. Der Betriebs- und Unterhaltungsaufwand der Mietfahrzeuge gliedert sich wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u. a. mit TEUR 348 (Vorjahr TEUR 348) den Umstellungseffekt auf das BilM oG in Höhe des Mindestbetrages der Zuführung gemäß Art. 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB bei den Pensionsrückstellungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3). Mit Gesetz vom 21. Dezember 2023 hat Deutschland die Regelungen zur Mindestbesteuerung (Säule 2 / Pillar 2 der sog. Zwei-Säulen-Lösung der OECD, MinStG) in das deutsche Recht verankert. Die Regelungen sind grundsätzlich für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, anzuwenden. Die Hertz Autovermietung GmbH als Konzerngesellschaft von Hertz Inc. fällt dabei grundsätzlich in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Für das Geschäftsjahr 2023 ergeben sich für die Hertz Autovermietung GmbH keine Auswirkungen aus dem MinStG, da das Gesetz insoweit noch nicht anwendbar ist. Auf Grundlage der bisherigen Analyse geht der Hertz-Konzern derzeit davon aus, dass sich auch für 2024 keine materiellen Steuermehrbelastungen für die Hertz Autovermietung GmbH aus dem MinStG ergeben. 5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Des Weiteren haftet die Gesellschaft zum Bilanzstichtag für die im Rahmen der neuen Finanzierungsstruktur eingegangenen Verbindlichkeiten der Hertz Fleet Limited, Dublin/Irland (verbundenes Unternehmen), basierend auf den zwischen Hertz Fleet Limited, Hertz Autovermietung GmbH, Credit Agricole Corporate, 12 place des Etats-Unis, CS 70052, 92547 Montrouge Cedex France, und der Investment Bank, abgeschlossenen Sicherungsabtretungsverträgen, und zwar in Höhe des Wertes der unter den Sachanlagen bilanzierten Kraftfahrzeuge zur Vermietung und Dienstfahrzeuge, der unter dem Umlaufvermögen bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie den Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft aus diesen Haftungsverhältnissen ist als gering einzuschätzen, weil die Hertz Fleet Limited ihren Verpflichtungen aus den bestehenden Kreditverhältnissen in der Vergangenheit jederzeit nachgekommen ist. Für den Geschäftsbetrieb wurden mehrere Mietverträge für Gebäude sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Mietverpflichtungen für die festen Grundmietzeiten betragen für die Geschäftsjahre von 2024 bis 2029 insgesamt TEUR 9.285. Verpflichtungen aus Umsatzabgaben an inländische Flughäfen und Bahnhöfe für die Jahre 2024 bis 2026 bestehen in Höhe von TEUR 2.352. Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Verwaltungsgebäude in Kelsterbach sowie die Vermietstationen und den Fuhrpark. Abgesehen vom Leasingverhältnis zwischen Hertz Autovermietung GmbH und der Hertz Fleet Ltd, das weiter oben (bei Allgemeinen Angaben) beschrieben wurde, handelt es sich in allen Fällen um sogenannte Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 6. Sonstige Angaben Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 54.900. Das Gesamthonorar vom Abschlussprüfer schlüsselt sich auf in Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 32 und sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 22,9. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen (im Wesentlichen Käufe, Verkäufe, Bezug und Erbringung von Dienstleistungen sowie Finanzierungen) werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt. Im Berichtsjahr waren als alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer die folgenden Personen bestellt:
Die Gesellschaft hat entsprechend § 286 Absatz 4 HGB auf die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9a HGB verzichtet. In den Pensionsrückstellungen sind laufende Pensionen von früheren Mitgliedern der Geschäftsführung in Höhe von TEUR 706 (Vorjahr TEUR 719) enthalten. Für diese Personengruppe erfolgten Ruhegehaltszahlungen in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr TEUR 56). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug während des Geschäftsjahres 2023 359 (Vorjahr 358). Davon sind 5 Leitende Angestellte und 354 Angestellte die sich in 307 Vollzeit sowie 52 Teilzeitmitarbeiter unterteilen. Mutterunternehmen und Konzernverhältnisse Am Stammkapital in Höhe von EUR 50.600 ist als alleinige Gesellschafterin die Hertz France S.A.S., Montigny le Bretonneux, Frankreich, beteiligt. Durch ein Revolving Facility Agreement vom 30. Juni 2012 hat deren Gesellschafterin, Hertz Holding Netherlands B.V., Hoofddorp, Niederlande, den Geschäftsanteil an der Hertz Autovermietung GmbH an die Credit Agricole Corporate, 12 Place des Etats-Unis, CS 70052, 92547 Montrouge Cedex, France, und eine Investment Bank verpfändet. Die Hertz Autovermietung GmbH gehört zum Konzernkreis der Hertz France S.A.S., Montigny le Bretonneux, Frankreich. Dieser bildet den kleinsten Konsolidierungskreis, für den ein Konzernabschluss aufgestellt wird. Der Konzernabschluss ist im Versailles commercial register einsehbar. Die Hertz Corporation, Estero, Florida, USA, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist unter www.hertz.com einsehbar. 7. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für den Jahresabschluss sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ersichtlich. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 9.541 dem Verlustvortrag zuzurechnen.
Eschborn, den 1. August 2024 Hertz Autovermietung GmbH Die Geschäftsführung Jörg Feldheim Lauren Loughman Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Wesentliche Informationen über das Unternehmen 1. Geschäftstätigkeit Die Hertz Autovermietung GmbH, Eschborn, befasst sich mit der Vermietung von Kraftfahrzeugen. Die Gesellschaft bietet in Deutschland moderne, hochwertige und umfassende Mobilitätsdienstleistungen an. Das Autovermietungsgeschäft spielt die zentrale Rolle neben den damit zusammenhängenden Geschäften (Kauf und Verkauf sowie Handel mit gebrauchten Kraftfahrzeugen). Die Geschäftsfelder der Hertz Autovermietung GmbH (PKW und Nutzfahrzeug) gliedern sich in folgende Segmente:
2. Geschäftsstrategie Zielsetzung des Managements ist, die Ertragskraft der Gesellschaft nachhaltig zu stärken. Das gezielte Wachstum in profitablen Umsatzsegmenten steht dabei im Vordergrund. Darüber hinaus begegnet die Gesellschaft dem beständigen Preisdruck durch anhaltende Fokussierung auf Flottenauslastung und Produktivitätssteigerung. Eine entscheidende strategische Rolle spielt die moderne, technologiebasierte und auf Kundenbedürfnisse individuell zugeschnittene Mobilitätslösung "24/7". Die Gewinnung neuer Kundengruppen mit unterschiedlichen Mobilitätsbedarfen ist Teil der zukunftsorientierten Ausrichtung des Unternehmens. B. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliches Umfeld und Mietwagenmarkt in Deutschland Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Teuerung der Lebenshaltungskosten bremst weiterhin die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Vor allem der Bereich der Energiekosten blieb auf einem hohen Niveau. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber dem Jahr 2022 erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3% gesunken. Die Reiseindustrie in Deutschland erwies sich im Jahr 2023 als robust. Auch der Luftfahrtsektor profitierte von diesem Trend. Der ADV-Flughafenverband zählte 19,5% mehr Passagiere gegenüber dem Vorjahr. Dementsprechend erhöhte sich auch das Volumen im Vermietungsgeschäft an den Flughäfen. Der Gesamtumsatz aller Autovermieter in Deutschland stieg gegenüber dem Vorjahr um 10%, laut den veröffentlichten Daten von Euromonitor, und lag mit € 2,5 Mrd. auf dem Wert aus 2019, dem letzten Jahr vor der Corona Pandemie. Deutschland ist weiterhin der wichtigste und größte Einzelmarkt in Europa. Die 5 großen, international tätige Autovermietungsunternehmen decken 90% des Gesamtmarktes in Deutschland ab. Damit bleibt der deutsche Autovermietungsmarkt auch im Jahr 2023 sehr verdichtet. Internationale Anbieter wie Hertz verfügen über Wettbewerbsvorteile, wie z. B. globale Stationsnetzwerke, internationale Reservierungs- und Buchungssysteme. Dadurch können sowohl die wichtige Zielgruppe der Geschäftsreisenden als auch die der Touristen aus dem Ausland, welche die oben genannten Vorteile einer flächendeckenden Präsenz schätzen bzw. besonderen Wert auf eine zuverlässige Verfügbarkeit von Mobilitätsdienstleistungen legen, bedient werden. 2. Geschäftsverlauf 2023 Der Umsatz aus dem Vermietungsgeschäft belief sich auf € 147,2 Mio. und verzeichnete damit ein Wachstum von 14% im Vergleich zum Vorjahr. Damit bestätigte sich die Umsatzprognose für das Jahr 2023. Durch die wiederhergestellte Verfügbarkeit von Neuwagen auf dem Markt, konnte die Gesellschaft ältere Fahrzeuge aus dem Bestand nehmen. Somit stiegen die Umsätze aus Fahrzeugverkäufen drastisch an. Die Gesellschaft erzielte einen Umsatz aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge in Höhe von € 154,0 Mio., dies entspricht einem Wachstum um 141%. Aus einer Einigung in einem Rechtsstreit mit diversen Fahrzeugherstellern, konnte die Gesellschaft einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von € 9,3 Mio. erwirtschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge wiesen daher einen Betrag in Höhe von € 12,9 M io. auf. Der durchschnittliche Vermietpreis pro Tag stieg zwar um 6,5%, konnte allerdings den kräftigen Kostenzuwachs im Bereich der Abschreibungen auf Kraftfahrzeuge nicht kompensieren. Die durchschnittliche Haltedauer der Fahrzeuge war auch im Geschäftsjahr 2023 auf einem hohen Niveau. Dementsprechend sind auch mehr Wartungs- und Inspektionsarbeiten angefallen. Dem gegenüber steht die Kostenreduktion vor allem aus dem Bereich des Personalaufwandes. Hier konnte die Gesellschaft € 15,2 Mio. einsparen und zeigte einen Personalaufwand in Höhe von € 21,7 Mio. auf. Das Betriebsergebnis konnte deutlich verbessert werden von € -8,1 Mio. im Jahr 2022 auf nunmehr € 3,7 Mio. im Jahr 2023. Durch stark erhöhte Finanzierungskosten gegenüber dem Vorjahr, musste dennoch ein Jahresfehlbetrag in Höhe von € 9,5 Mio. realisiert werden. Damit wurde die Ergebnisprognose für das Jahr 2023 nicht erreicht. 3. Lage der Gesellschaft 3.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2023 € 357,5 Mio. und lag damit leicht unter der des Vorjahres (€ 357,7 Mio.). Mit Gesellschafterbeschluss im November 2023 wurde eine Erhöhung der Kapitalrücklage um € 50 Mio. auf € 520 Mio. beschlossen. Diese Einlage wurde in voller Höhe am 21. Dezember 2023 geleistet. Dementsprechend erhöhte sich zum Bilanzstichtag der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 14,5 Mio., während die sonstigen Verbindlichkeiten um € 1,7 Mio. reduziert wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken zum Bilanzstichtag um € 26,4 Mio. und stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Finanzierung der Vermietflotte. Dementsprechend sank der Bilanzwert der Vermietflotte von € 223,3 Mio. im Vorjahr auf € 209,3 Mio. im Jahr 2023. Aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung konnte, die im Jahr 2022 noch bestehende bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft beseitigt werden. 3.2 Finanzlage Die Finanzlage ist wie in den Vorjahren dadurch gekennzeichnet, dass der weitaus größte Teil der Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt € 262,8 Mio. (Vorjahr: € 288,8 Mio.) gegenüber der Hertz Fleet Limited, Dublin/Irland, in Höhe von € 223,5 Mio. (Vorjahr: € 150,6 Mio.) bestehen. Diese entfallen ausschließlich auf den Fahrzeugbezug. Die Finanzierung der Gesellschaft ist somit strukturell durch die Einbindung in den Hertz-Konzern abhängig. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit war ein Mittelzufluss von € 15,2 Mio. zu verzeichnen (Vorjahr: Zufluss von € 23,4 Mio.). Bedingt durch die Zugänge zum Flottenanlagevermögen fand ein Mittelabfluss von € 24,2 Mio. (Vorjahr: € 122,0 Mio.) in der Investitionstätigkeit statt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war mit € 9,0 Mio. positiv (Vorjahr: € 91,8 Mio.). 3.3 Ertragslage Die positive Passagierentwicklung an den Flughäfen, ermöglichte der Gesellschaft ein solides Umsatzwachstum. Im Vermietungsgeschäft konnten gegenüber dem Vorjahr € 18,0 Mio. mehr Umsätze realisiert werden. Es wurde ein Umsatz in Höhe von € 147,2 Mio. erwirtschaftet, dies entspricht einem Wachstum von 14%. Durch die gute Verfügbarkeit von Neuwagen, konnte die Gesellschaft anfangen, ihre ältere Flotte mit neueren Fahrzeugen auszutauschen. Dies trieb die Umsätze im Bereich Verkauf gebrauchter Fahrzeuge in die Höhe. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsätze in Höhe von € 154,0 Mio. realisiert. Dies entspricht einem Wachstum von 141%. Ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von € 9,3 Mio. konnte aufgrund einer Einigung in einem Rechtsstreit mit diversen Fahrzeugherstellern erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge wiesen daher einen Betrag in Höhe von € 12,9 Mio. auf. Die Priorisierung der Premium Fahrzeuge aller Hersteller in der Vermarktung, führte zu € 11,5 Mio. erhöhten Aufwendungen im Bereich der Abschreibungen auf Kraftfahrzeuge. Der Anteil der traditionellen, etablierten europäischen Hersteller fiel im Geschäftsjahr 2023 etwas kleiner aus. Dieser Raum wurde von neuen Herstellern, speziell aus China, in der Vermietflotte ausgefüllt. Der Anteil der elektrisch betriebenen Fahrzeuge gegen Ende des Jahres 2023 betrug 11%. Aufgrund der längeren durchschnittlichen Haltedauer der Fahrzeuge, sind auch mehr Wartungs- und Inspektionsarbeiten angefallen. Dies erhöhte den Materialaufwand für bezogene Leistungen auf € 46,7 Mio. für das Jahr 2023. Durch gezielte Restrukturierungsmaßnahmen schaffte es die Gesellschaft, die Kosten für den Personalaufwand um € 15,3 Mio. zu reduzieren. Der Jahresfehlbetrag aus dem Vorjahr von € 17,4 Mio. konnte somit auf € 9,5 Mio. reduziert werden. 3.4. Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl während des Geschäftsjahres 2023 betrug 359 (Vorjahr: 358). 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene versteht sich Hertz in erster Linie als Dienstleistungsunternehmen mit dem Anspruch, unseren Kunden immer und überall den bestmöglichen Service zu bieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, betreibt Hertz ein online-basiertes Kundenbefragungssystem. Hier wurden im Geschäftsjahr 2023 über 36.000 Kunden befragt. Die Ergebnisse dieser Befragungen werden regelmäßig von der Geschäftsleitung ausgewertet und sind zentraler Bestandteil von Geschäftsentscheidungen. Darüber hinaus betreibt Hertz ein Mitarbeiterbefragungssystem, mit dem ebenso regelmäßig die Zufriedenheit der Mitarbeiter gemessen wird. Direktes und offenes Feedback unserer Mitarbeiter wird dabei genutzt, um Verbesserungspotentiale zu erkennen und Schwachstellen zu beheben. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Ausblick Der Reiseverkehr bleibt weiterhin im Jahr 2024 robust. Vor allen an den größeren Flughäfen können dadurch weiterhin Transaktionen auf hohem Niveau erzielt werden. Um die Profitabilität der Gesellschaft zu maximieren, wird der Fokus weiter auf den PKW-Segmenten liegen. Die LKW-Segmente werden dementsprechend angepasst. Nach einem starken Umsatzwachstum im Jahr 2023 und der Konsolidierung der Geschäftssegmente erwartet die Gesellschaft ein moderates Wachstum im Jahr 2024. Etablierte europäische Hersteller sollen in 2024 wieder eine bedeutendere Rolle in der Fahrzeugbeschaffung einnehmen. Dadurch können perspektivisch die Fahrzeugsegmente optimiert und sinkende Kosten pro Fahrzeug realisiert werden. Die gute Verfügbarkeit von Neuwagen könnte einen negativen Effekt auf Restwerte der bestehenden Flotte haben. Eventuell müssen antizipierte Verkaufspreise reduziert werden. Dies könnte einen negativen Effekt auf das Jahresergebnis zur Folge haben. Die Gesellschaft erwartet ein deutlich negatives Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2024. 2. Wesentliche Chancen Die Reiseindustrie in Deutschland speziell der Luftfahrsektor bleibt auf einem kontinuierlichen Wachstumspfad. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Mietwagenanbieter an den großen Flughäfen. Durch die strategische Wahl von erfolgreichen Partnern, möchte die Gesellschaft auch in der Fläche ihr Netzwerk erweitern. Dabei hilft auch die Investition in den nächsten technologischen Schritt der sogenannten "Touchless Rentals". Mit Hilfe von strategischen Partnern auf der Flotteneinkaufsebene, will sich die Gesellschaft auch zukünftig einen optimalen Flottenmix sichern. Insbesondere mit Herstellern von Elektrofahrzeugen, sieht die Gesellschaft eine erhebliche Chance, an der wachsenden Akzeptanz der Elektromobilität zu partizipieren. 3. Wesentliche Risiken Die höhere Inflation verursacht einen effektiven Kaufkraftverlust, was zu Unsicherheiten auf den Märkten führt. Dies könnte negative Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung des Standortes Deutschland haben. Die weiter nachlassende Wirtschaftskraft könnte insbesondere den Geschäftsreiseverkehr negativ beeinflussen. Der sich immer mehr abzeichnende Fach- und Arbeitskräftemangel, kann zu Engpässen in bestimmen Regionen führen. Dies könnte möglicherweise auch höhere Kosten verursachen. Der intensive Verdrängungswettbewerb auf dem Autovermietmarkt, könnte perspektivisch sinkende Marktpreise nach sich ziehen. Die Gesellschaft befindet sich aufgrund hoher Investitionen in die Vermietflotte und den damit verbundenen hohen, grundsätzlich kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in einer angespannten Liquiditätssituation und benötigt auch im Prognosezeitraum weitere finanzielle Mittel zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit. Die Gesellschaft ist daher für die Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit auf die fortgesetzte Finanzierung innerhalb des Konzernverbundes angewiesen. Die im Geschäftsjahr 2023 zugunsten der Gesellschaft abgegebene Patronatserklärung, wurde mit Datum vom 29. April 2024 von der Hertz Holdings Netherlands 2 B.V. (im Folgenden: HHN2) erneuert. Die Höhe der Patronatserklärung ist unbegrenzt. Die Patronatserklärung wurde für einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten ab der Erteilung des Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gewährt. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung ist die Patronatserklärung werthaltig und geeignet, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit zu gewährleisten. Die Gesellschaft und die Fortführung ihres Geschäfts ist somit abhängig von der Finanzierungsunterstützung der HHN2. Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Auf Basis der oben genannten Erläuterungen geht die Geschäftsführung von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.
Eschborn, den 1. August 2024 Hertz Autovermietung GmbH Die Geschäftsführung Jörg Feldheim Lauren Loughman
Kelsterbach, 30.08.2024 Hertz France S.A.S. Jeff Adams, Geschäftsführer, Managing Director |
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