Hertz Autovermietung GmbH

Grenzweg 2, 65451 Kelsterbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 52255
Vorher
Hertz Holdings Germany GmbH
Eingetragen
9.5.2001
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Mieten und Vermieten von Kraftfahrzeugen, insbesondere das Autovermietgeschäft im Rahmen des Hertz-Autovermietungs-Systems und alle damit zusammenhängenden Geschäfte sowie Kauf und Verkauf sowie jeglicher Handel mit gebrauchten Kraftfahrzeugen (einschließlich gebrauchter Kaftfahrzeuge von ausländischen Hertz-Gruppengesellschaften), sei es im eigenen oder im fremden Namen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Prokura
Lauren Loughman
seit 5.7.2024
Geschäftsführer
Jörg Feldheim
seit 10.6.2024
Geschäftsführer
Daniel Zinecker
seit 28.8.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hertz France S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hertz France S.A.S.
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hertz Autovermietung GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hertz Autovermietung GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hertz Autovermietung GmbH, Eschborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hertz Autovermietung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "2. Angaben zu den Bilanzierung- und Bewertungsmethoden" des Anhangs sowie Abschnitt "C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht" Unterabschnitt "3. Wesentliche Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft aufgrund hoher Investitionen in die Vermietflotte und den damit verbundenen hohen, grundsätzlich kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und auch im Prognosezeitraum weitere finanzielle Mittel zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit benötigen wird. Die Gesellschaft ist daher für die Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit auf die fortgesetzte Finanzierung innerhalb des Konzernverbundes angewiesen. Die im Geschäftsjahr 2023 zugunsten der Gesellschaft abgegebene Patronatserklärung wurde mit Datum vom 29. April 2024 von der Hertz Holdings Netherlands 2 B.V., Hoofddorp, Niederlande, erneuert. Die Höhe der Patronatserklärung ist unbegrenzt. Die Patronatserklärung wurde für einen Zeitraum von 12 Monaten ab der Erteilung des Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gewährt. Die Gesellschaft und die Fortführung ihres Geschäfts ist somit abhängig von der Finanzierungsunterstützung der Hertz Holdings Netherlands 2 B.V., Hoofddorp, Niederlande.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko i. S. d. § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum J ahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 23. August 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Barnstedt, Wirtschaftsprüfer

Horn, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 1.406,52 4.219,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.154.494,73 2.332.680,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.252.075,36 1.274.783,70
3. Kraftfahrzeuge zur Vermietung und Dienstfahrzeuge 209.306.486,87 223.303.982,87
4. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau und noch nicht vermietbare Kraftfahrzeuge 615.897,04 215.376,27
213.328.954,00 227.126.823,05
213.330.360,52 227.131.042,61
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 920.696,05 1.082.373,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.002.485,86 10.136.242,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 113.409.052,03 98.860.190,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.390.195,60 3.045.751,10
129.801.733,49 112.042.183,58
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 132.824,64 63.428,99
130.855.254,18 113.187.985,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.766.704,01 3.103.364,76
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 14.274.497,45
357.952.318,71 357.696.890,59

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 520.426.137,17 470.410.485,89
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 54.379,00 54.379,00
IV. Verlustvortrag -484.764.362,34 -467.321.096,67
V. Jahresfehlbetrag -9.540.603,25 -17.443.265,67
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 14.274.497,45
26.200.550,58 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 50.759.031,00 51.442.040,00
2. Sonstige Rückstellungen 18.147.964,06 17.500.340,87
68.906.995,06 68.942.380,87
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.008.118,60 4.051.408,02
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.670.944,32 4.413.076,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 248.267.979,92 274.698.267,84
davon gegenüber der Gesellschafterin TEUR 0; Vorjahr TEUR 2.620
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.897.730,23 5.591.757,71
davon aus Steuern TEUR 2.030; Vorjahr TEUR 2.940
262.844.773,07 288.754.509,72
357.952.318,71 357.696.890,59

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse
a) aus dem Vermietungsgeschäft 147.236.462,20 129.240.455,94
b) aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge (unsaldiert) 154.010.957,15 63.989.874,32
c) sonstige Umsatzerlöse 12.196.457,97 10.538.886,63
313.443.877,32 203.769.216,89
2. Sonstige betriebliche Erträge 12.966.581,54 773.321,16
3. Restbuchwerte der verkauften Fahrzeuge -153.852.907,61 -64.008.805,22
172.557.551,25 140.533.732,83
4. Betriebs- und Unterhaltungsaufwand der Mietfahrzeuge
a) Aufwendungen für bezogene Waren -8.621.124,54 -8.516.097,17
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -46.747.815,55 -32.550.987,07
c) Aufwendungen für Kraftfahrzeugsteuern -1.366.349,16 -1.449.795,57
-56.735.289,25 -42.516.879,81
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -18.731.651,46 -26.888.362,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.916.868,93 -10.014.682,42
davon für Altersversorgung TEUR -980; Vorjahr TEUR 6.140
-21.648.520,39 -36.903.045,40
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (ohne Kraftfahrzeuge) -679.441,05 -1.311.327,71
b) auf Kraftfahrzeuge -37.372.492,54 -25.839.618,26
-38.051.933,59 -27.150.945,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -52.425.705,97 -42.034.952,16
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 0; Vorjahr TEUR 0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.826.841,77 2.530.059,06
davon von verbundenen Unternehmen TEUR 3.827; Vorjahr TEUR 2.530
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -17.062.726,74 -11.896.678,91
davon an verbundene Unternehmen TEUR 16.267; Vorjahr TEUR 11.699
davon Aufwendungen aus Aufzinsung TEUR 355; Vorjahr TEUR 403
10. Ergebnis vor Steuern -9.539.782,92 -17.438.710,37
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -3.036,03
12. Ergebnis nach Steuern -9.539.782,92 -17.441.746,40
13. Sonstige Steuern -820,33 -1.519,27
14. Jahresfehlbetrag -9.540.603,25 -17.443.265,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Vermögens- und Schuldposten sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung angesetzt und bewertet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB unter Berücksichtigung geschäftszweigbedingter Besonderheiten gewählt.

Über das Gliederungsschema des § 266 HGB hinaus wurden unter den Sachanlagen folgende Posten in die Bilanz aufgenommen:

Kraftfahrzeuge zur Vermietung und Dienstfahrzeuge

Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau und noch nicht vermietbare Kraftfahrzeuge

Über das Gliederungsschema des § 275 HGB hinaus wurden folgende Posten in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen bzw. auf die geschäftszweigbedingten Besonderheiten im Unternehmen angepasst:

Umsatzerlöse aus dem Vermietungsgeschäft

Umsatzerlöse aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge (unsaldiert)

Sonstige Umsatzerlöse

Restbuchwerte der verkauften Fahrzeuge

Betriebs- und Unterhaltungsaufwand der M ietfahrzeuge

Aufwendungen für Kraftfahrzeugsteuern

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (ohne Kraftfahrzeuge)

Abschreibungen auf Kraftfahrzeuge

Seit 2008 besteht eine strukturierte Finanzierungstransaktion, bei welcher der Erwerb von Personenkraftwagen, leichten Nutzfahrzeugen, Vans, Minibussen oder Lastkraftwagen durch die Hertz Fleet Ltd., Dublin, Irland, finanziert wird. Nach Maßgabe der verbindlichen Auskunft zur Körperschaft- und Gewerbesteuer des Finanzamts Wiesbaden I vom 19. Dezember 2007 wurde festgestellt, dass es sich hierbei um Finanzierungsleasing aus steuerrechtlicher Perspektive handelt. Basierend auf der verbindlichen Auskunft wurden die oben aufgeführten Fahrzeuge auch in der Handelsbilanz der Hertz Autovermietung GmbH unter den Sachanlagen (Kraftfahrzeuge zur Vermietung und Dienstfahrzeuge) aktiviert. Die Abschreibung der Fahrzeuge erfolgt, wie nachfolgend unter Punkt 2 erläutert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Hertz Autovermietung GmbH mit Sitz in Eschborn im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 52255 eingetragen.

Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 25. Mai 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag mit der Hertz Claim Management GmbH mit dem Sitz in Eschborn (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 38858) verschmolzen worden. Die Eintragung ins Handelsregister fand am 22. Juni 2023 statt.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss ist unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht unter Punkt "3. Wesentliche Risiken".

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen angesetzt. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme/Lizenzen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 800; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, inklusive Kraftfahrzeuge, sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten - bei Kraftfahrzeugen handelt es sich um die sog. "Installation/Transportation Costs" - vermindert um lineare planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibung auf Kraftfahrzeuge erfolgen planmäßig auf Grundlage der durchschnittlichen Haltedauer. Diese liegt bei Pkw zwischen 9 und 12 Monaten und bei Lkw zwischen 9 und 36 Monaten. Im Bereich der "Leasing- und BuyBack" Kraftfahrzeuge sind die verbindlichen Rückgabekonditionen vertraglich festgesetzt.

Die der linearen Abschreibung auf Gebäude des Anlagevermögens zugrundeliegende Nutzungsdauer beträgt 25 Jahre. Die Abschreibungen auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear mit Abschreibungssätzen zwischen 10% und 33% p. a. vorgenommen.

Die Abschreibungen für Mietereinbauten erfolgen über die Laufzeit von 10 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der Benzinbestände der aktiven Flotte zum Bilanzstichtag erfolgt unter der Annahme, dass wie im Vorjahr ein 99-prozentiges Füllvolumen gegeben ist.

Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nennwert werden, soweit erforderlich, erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Nennwert bewertet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktivische Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB dahingehend Gebrauch, dass ein Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt.

Passivische Steuerlatenzen liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital stimmt mit dem Handelsregistereintrag zum Bilanzstichtag überein. Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten die Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 3 EGHGB.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der sog. Projizierten Einmalbetragsmethode unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz: 1,83 % p. a. (10-Jahres-Durchschnitt); Vorjahr: 1,79 % p. a. Rechnungszinssatz: 1,75 % p. a. (7-Jahres-Durchschnitt); Vorjahr: 1,45 % p. a .Anwartschaftstrend (z. B. Gehalt) p. a.: 0,00 %; Vorjahr: 0,00 % p. a.BBG-Trend p. a.: 0,00 %; Vorjahr: 0,00 % p. a. Rententrend p. a.: 2,00 %; Vorjahr: 2,20 % p. a.

Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Aufgrund der gemäß den Regelungen des BilMoG geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab sich zum Umstellungszeitpunkt im Geschäftsjahr 2010 ein Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 5.215. Gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB wurde im Berichtsjahr nur der Mindestbetrag von einem Fünfzehntel dieses Betrages zugeführt (TEUR 348).

Zum 31. Dezember 2013 wurde die Betriebsvereinbarung der betrieblichen Altersvorsorge vom 27. November 2000 gekündigt und der bisher verdiente Besitzstand eingefroren. In Bezug auf diese Besitzstände findet die bisherige Betriebsvereinbarung weiterhin Anwendung. Der in der Vereinbarung begünstigte Personenkreis wurde in der neu abgeschlossenen Betriebsvereinbarung vom 11. Dezember 2014 mit der Versicherung Alte Leipziger aufgenommen. Es handelt sich um beitragsorientierte Leistungszusagen. Jährlich werden maximal TEUR 423 in den Pensionsfonds eingezahlt und im Aufwand erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Jubiläen sind unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,75 %

Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Alle Unternehmen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter der einheitlichen Leitung der Hertz Global Holdings Inc., Estero, Florida/USA, stehen, werden als verbundene Unternehmen angesehen.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich im Einzelnen aus dem Anlagespiegel.

Die Vorräte betreffen im Wesentlichen Betriebsstoffe (Benzin).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.218 (Vorjahr TEUR 1.408) zur Abdeckung der individuellen sowie allgemeinen Kreditrisiken gebildet.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 113.409 (Vorjahr TEUR 98.860) betreffen TEUR 112.461 (Vorjahr TEUR 96.653) Darlehensforderungen; TEUR 948 (TEUR 2.207) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Leasing- und Kraftfahrzeugsteuervorauszahlungen.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,8 % p. a. zugrunde gelegt. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert.

Das gezeichnete Kapital wird zu 100 % von der Gesellschafterin Hertz France S.A.S., Montigny le Bretonneux, Frankreich, gehalten und wurde vollständig eingezahlt.

Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Vorjahr durch eine Kapitalerhöhung (TEUR 50.000) sowie durch die Verschmelzung der Hertz Claim Management GmbH, Eschborn, auf die Gesellschaft (TEUR 16) erhöht. Die Aufstellung einer 3-Spalten- Bilanz nach IDW RS HFA 39 konnte aus Wesentlichkeitsgründen unterbleiben.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag ein positives Eigenkapital in Höhe TEUR 26.200 (Vorjahr: Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 14.274) aus. Zur Unterstützung der Zahlungsfähigkeit liegt der Hertz Autovermietung GmbH eine befristete Patronatserklärung für mindestens 12 Monate ab Erteilung des Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Hertz Holdings Netherlands 2 B.V., Hoofddorp, Niederlande, datierend vom 29. April 2024, vor.

Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB auf TEUR 348. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 765 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Reparaturen, Kundenboni, Restrukturierungsaufwendungen, Haftpflichtschäden, Personalkosten, Mieten und Mietnebenkosten sowie Verluste aus gestohlenen und beschädigten Fahrzeugen. Verpflichtungen für Reparaturen an Buy-Back- Fahrzeugen (Short-Term-Maintenance) wurden wie in Vorjahren als Rückstellung erfasst.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 248.268 (Vorjahr TEUR 274.698) entfallen TEUR 223.533 (Vorjahr TEUR 150.577) auf Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Kraftfahrzeugen gegenüber Hertz Fleet Ltd., Dublin/Irland. Der verbleibende Betrag resultiert, analog zum Vorjahr, aus kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Werbekostenzuschüssen in Höhe von TEUR 1.301 (Vorjahr TEUR 121), Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr TEUR 357) sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 2.030 (Vorjahr TEUR 2.939).

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Erlöse aus Fahrzeugvermietungen 126.497 114.127
Versicherungsabschlüsse 17.303 12.177
Benzinverkauf 2.869 2.587
Sonstige Erlöse aus dem Vermietungsgeschäft 159 176
EV Charging 409 174
Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge 154.011 63.990
Sonstige Umsatzerlöse 12.196 10.539
313.444 203.769

Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten neben den Erträgen aus Werbekostenzuschüssen TEUR 3.488 (Vorjahr TEUR 757) auch einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von TEUR 9.295 der aus einer Einigung in einem Rechtsstreit mit diversen Fahrzeugherstellern erwirtschaftet wurde.

Der Betriebs- und Unterhaltungsaufwand der Mietfahrzeuge gliedert sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Aufwendungen für bezogene Waren
Benzin 2.595 2.541
Wartung 6.026 5.975
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Fahrzeuganmietung 8.262 3.756
Reparaturen 11.248 7.818
Versicherung 11.390 9.948
Wartung 8.495 5.000
Transporte 5.171 3.303
Sonstige 2.181 2.726
Aufwendungen für Kraftfahrzeugsteuern 1.366 1.450
56.735 42.517

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Konzernumlagen 13.393 8,908
Provisionen für Reisebüros, Hotels, Fluggesellschaften 6.945 7,163
M ieten und Konzessionen 10.628 9,408
Weiterbelastung HEFC 5.047 5,157
Provisionen für Kreditkartengesellschaften 4.197 2,932
Sonstige Betriebskosten 2.018 2,187
Telefon und Telex 1.779 1,154
Mietnebenkosten 551 825
Übrige 7.867 4,300
52.426 42,035

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u. a. mit TEUR 348 (Vorjahr TEUR 348) den Umstellungseffekt auf das BilM oG in Höhe des Mindestbetrages der Zuführung gemäß Art. 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB bei den Pensionsrückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3).

Mit Gesetz vom 21. Dezember 2023 hat Deutschland die Regelungen zur Mindestbesteuerung (Säule 2 / Pillar 2 der sog. Zwei-Säulen-Lösung der OECD, MinStG) in das deutsche Recht verankert. Die Regelungen sind grundsätzlich für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, anzuwenden. Die Hertz Autovermietung GmbH als Konzerngesellschaft von Hertz Inc. fällt dabei grundsätzlich in den Anwendungsbereich dieser Regelungen.

Für das Geschäftsjahr 2023 ergeben sich für die Hertz Autovermietung GmbH keine Auswirkungen aus dem MinStG, da das Gesetz insoweit noch nicht anwendbar ist. Auf Grundlage der bisherigen Analyse geht der Hertz-Konzern derzeit davon aus, dass sich auch für 2024 keine materiellen Steuermehrbelastungen für die Hertz Autovermietung GmbH aus dem MinStG ergeben.

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Des Weiteren haftet die Gesellschaft zum Bilanzstichtag für die im Rahmen der neuen Finanzierungsstruktur eingegangenen Verbindlichkeiten der Hertz Fleet Limited, Dublin/Irland (verbundenes Unternehmen), basierend auf den zwischen Hertz Fleet Limited, Hertz Autovermietung GmbH, Credit Agricole Corporate, 12 place des Etats-Unis, CS 70052, 92547 Montrouge Cedex France, und der Investment Bank, abgeschlossenen Sicherungsabtretungsverträgen, und zwar in Höhe des Wertes der unter den Sachanlagen bilanzierten Kraftfahrzeuge zur Vermietung und Dienstfahrzeuge, der unter dem Umlaufvermögen bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie den Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft aus diesen Haftungsverhältnissen ist als gering einzuschätzen, weil die Hertz Fleet Limited ihren Verpflichtungen aus den bestehenden Kreditverhältnissen in der Vergangenheit jederzeit nachgekommen ist.

Für den Geschäftsbetrieb wurden mehrere Mietverträge für Gebäude sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Mietverpflichtungen für die festen Grundmietzeiten betragen für die Geschäftsjahre von 2024 bis 2029 insgesamt TEUR 9.285. Verpflichtungen aus Umsatzabgaben an inländische Flughäfen und Bahnhöfe für die Jahre 2024 bis 2026 bestehen in Höhe von TEUR 2.352.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Verwaltungsgebäude in Kelsterbach sowie die Vermietstationen und den Fuhrpark. Abgesehen vom Leasingverhältnis zwischen Hertz Autovermietung GmbH und der Hertz Fleet Ltd, das weiter oben (bei Allgemeinen Angaben) beschrieben wurde, handelt es sich in allen Fällen um sogenannte Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

6. Sonstige Angaben

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 54.900. Das Gesamthonorar vom Abschlussprüfer schlüsselt sich auf in Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 32 und sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 22,9.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen (im Wesentlichen Käufe, Verkäufe, Bezug und Erbringung von Dienstleistungen sowie Finanzierungen) werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Im Berichtsjahr waren als alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer die folgenden Personen bestellt:

Rafael Antonio Girona, Chief Operating Officer Hertz Europe, Paris (bis zum 28.März 2023)

Jeffrey Adams, SVP Operations Excellence, Uxbridge, (seit dem 28. März 2023, bis zum 7. Juni 2024)

Jan-Peter Ellerbrock, (Dipl. Kaufmann) M anaging Direktor Hertz Autovermietung GmbH, Hamburg (bis 1. Juni 2024)

Jörg Feldheim, Managing Director Hertz Autovermietung GmbH, Burgwedel (seit dem 1.Juni 2024)

Lauren Loughman, Vice President Finance International, Harrow (seit dem 7. Juni 2024)

Die Gesellschaft hat entsprechend § 286 Absatz 4 HGB auf die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9a HGB verzichtet.

In den Pensionsrückstellungen sind laufende Pensionen von früheren Mitgliedern der Geschäftsführung in Höhe von TEUR 706 (Vorjahr TEUR 719) enthalten. Für diese Personengruppe erfolgten Ruhegehaltszahlungen in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr TEUR 56).

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug während des Geschäftsjahres 2023 359 (Vorjahr 358). Davon sind 5 Leitende Angestellte und 354 Angestellte die sich in 307 Vollzeit sowie 52 Teilzeitmitarbeiter unterteilen.

Mutterunternehmen und Konzernverhältnisse

Am Stammkapital in Höhe von EUR 50.600 ist als alleinige Gesellschafterin die Hertz France S.A.S., Montigny le Bretonneux, Frankreich, beteiligt. Durch ein Revolving Facility Agreement vom 30. Juni 2012 hat deren Gesellschafterin, Hertz Holding Netherlands B.V., Hoofddorp, Niederlande, den Geschäftsanteil an der Hertz Autovermietung GmbH an die Credit Agricole Corporate, 12 Place des Etats-Unis, CS 70052, 92547 Montrouge Cedex, France, und eine Investment Bank verpfändet.

Die Hertz Autovermietung GmbH gehört zum Konzernkreis der Hertz France S.A.S., Montigny le Bretonneux, Frankreich. Dieser bildet den kleinsten Konsolidierungskreis, für den ein Konzernabschluss aufgestellt wird. Der Konzernabschluss ist im Versailles commercial register einsehbar. Die Hertz Corporation, Estero, Florida, USA, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist unter www.hertz.com einsehbar.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für den Jahresabschluss sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ersichtlich.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 9.541 dem Verlustvortrag zuzurechnen.

 

Eschborn, den 1. August 2024

Hertz Autovermietung GmbH

Die Geschäftsführung

Jörg Feldheim

Lauren Loughman

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche sowie Lizenzen 17.692,41 0,00 -9.253,29 8.439,12
17.692,41 0,00 -9.253,29 8.439,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.933.712,71 11.881,00 0,00 6.945.593,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.980.569,78 463.853,18 -1.906.762,07 4.537.660,89
3. Kraftfahrzeuge zur Vermietung und Dienstfahrzeuge 266.669.583,12 177.227.906,89 -181.467.682,65 262.429.807,35
4. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau und noch nicht vermietbare Kraftfahrzeuge 215.376,27 400.520,77 0,00 615.897,04
279.799.241,88 178.104.161,84 -183.374.444,72 274.528.958,99
279.816.934,29 178.104.161,84 -183.383.698,01 274.537.398,11
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche sowie Lizenzen -13.472,85 -2.813,04 9.253,29 -7.032,60
-13.472,85 -2.813,04 9.253,29 -7.032,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -4.601.032,50 -190.066,48 0,00 -4.791.098,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -4.705.786,08 -486.561,53 1.906.762,08 -3.285.585,53
3. Kraftfahrzeuge zur Vermietung und Dienstfahrzeuge -43.365.600,25 -37.372.492,54 27.614.772,31 -53.123.320,48
4. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau und noch nicht vermietbare Kraftfahrzeuge 0,00 0,00 0,00 0,00
-52.672.418,83 -38.049.120,55 29.521.534,39 -61.200.004,99
-52.685.891,68 -38.051.933,59 29.530.787,68 -61.207.037,59
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche sowie Lizenzen 1.406,52 4.219,56
1.406,52 4.219,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.154.494,73 2.332.680,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.252.075,36 1.274.783,70
3. Kraftfahrzeuge zur Vermietung und Dienstfahrzeuge 209.306.486,87 223.303.982,87
4. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau und noch nicht vermietbare Kraftfahrzeuge 615.897,04 215.376,27
213.328.954,00 227.126.823,05
213.330.360,52 227.131.042,61

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Wesentliche Informationen über das Unternehmen

1. Geschäftstätigkeit

Die Hertz Autovermietung GmbH, Eschborn, befasst sich mit der Vermietung von Kraftfahrzeugen. Die Gesellschaft bietet in Deutschland moderne, hochwertige und umfassende Mobilitätsdienstleistungen an. Das Autovermietungsgeschäft spielt die zentrale Rolle neben den damit zusammenhängenden Geschäften (Kauf und Verkauf sowie Handel mit gebrauchten Kraftfahrzeugen). Die Geschäftsfelder der Hertz Autovermietung GmbH (PKW und Nutzfahrzeug) gliedern sich in folgende Segmente:

Firmengeschäft

Touristik-/ Privatgeschäft

Unfallersatzgeschäft

2. Geschäftsstrategie

Zielsetzung des Managements ist, die Ertragskraft der Gesellschaft nachhaltig zu stärken. Das gezielte Wachstum in profitablen Umsatzsegmenten steht dabei im Vordergrund. Darüber hinaus begegnet die Gesellschaft dem beständigen Preisdruck durch anhaltende Fokussierung auf Flottenauslastung und Produktivitätssteigerung.

Eine entscheidende strategische Rolle spielt die moderne, technologiebasierte und auf Kundenbedürfnisse individuell zugeschnittene Mobilitätslösung "24/7". Die Gewinnung neuer Kundengruppen mit unterschiedlichen Mobilitätsbedarfen ist Teil der zukunftsorientierten Ausrichtung des Unternehmens.

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliches Umfeld und Mietwagenmarkt in Deutschland

Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Teuerung der Lebenshaltungskosten bremst weiterhin die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Vor allem der Bereich der Energiekosten blieb auf einem hohen Niveau. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber dem Jahr 2022 erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3% gesunken.

Die Reiseindustrie in Deutschland erwies sich im Jahr 2023 als robust. Auch der Luftfahrtsektor profitierte von diesem Trend. Der ADV-Flughafenverband zählte 19,5% mehr Passagiere gegenüber dem Vorjahr. Dementsprechend erhöhte sich auch das Volumen im Vermietungsgeschäft an den Flughäfen.

Der Gesamtumsatz aller Autovermieter in Deutschland stieg gegenüber dem Vorjahr um 10%, laut den veröffentlichten Daten von Euromonitor, und lag mit € 2,5 Mrd. auf dem Wert aus 2019, dem letzten Jahr vor der Corona Pandemie. Deutschland ist weiterhin der wichtigste und größte Einzelmarkt in Europa.

Die 5 großen, international tätige Autovermietungsunternehmen decken 90% des Gesamtmarktes in Deutschland ab. Damit bleibt der deutsche Autovermietungsmarkt auch im Jahr 2023 sehr verdichtet.

Internationale Anbieter wie Hertz verfügen über Wettbewerbsvorteile, wie z. B. globale Stationsnetzwerke, internationale Reservierungs- und Buchungssysteme. Dadurch können sowohl die wichtige Zielgruppe der Geschäftsreisenden als auch die der Touristen aus dem Ausland, welche die oben genannten Vorteile einer flächendeckenden Präsenz schätzen bzw. besonderen Wert auf eine zuverlässige Verfügbarkeit von Mobilitätsdienstleistungen legen, bedient werden.

2. Geschäftsverlauf 2023

Der Umsatz aus dem Vermietungsgeschäft belief sich auf € 147,2 Mio. und verzeichnete damit ein Wachstum von 14% im Vergleich zum Vorjahr. Damit bestätigte sich die Umsatzprognose für das Jahr 2023.

Durch die wiederhergestellte Verfügbarkeit von Neuwagen auf dem Markt, konnte die Gesellschaft ältere Fahrzeuge aus dem Bestand nehmen. Somit stiegen die Umsätze aus Fahrzeugverkäufen drastisch an. Die Gesellschaft erzielte einen Umsatz aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge in Höhe von € 154,0 Mio., dies entspricht einem Wachstum um 141%.

Aus einer Einigung in einem Rechtsstreit mit diversen Fahrzeugherstellern, konnte die Gesellschaft einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von € 9,3 Mio. erwirtschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge wiesen daher einen Betrag in Höhe von € 12,9 M io. auf.

Der durchschnittliche Vermietpreis pro Tag stieg zwar um 6,5%, konnte allerdings den kräftigen Kostenzuwachs im Bereich der Abschreibungen auf Kraftfahrzeuge nicht kompensieren.

Die durchschnittliche Haltedauer der Fahrzeuge war auch im Geschäftsjahr 2023 auf einem hohen Niveau. Dementsprechend sind auch mehr Wartungs- und Inspektionsarbeiten angefallen.

Dem gegenüber steht die Kostenreduktion vor allem aus dem Bereich des Personalaufwandes. Hier konnte die Gesellschaft € 15,2 Mio. einsparen und zeigte einen Personalaufwand in Höhe von € 21,7 Mio. auf.

Das Betriebsergebnis konnte deutlich verbessert werden von € -8,1 Mio. im Jahr 2022 auf nunmehr € 3,7 Mio. im Jahr 2023.

Durch stark erhöhte Finanzierungskosten gegenüber dem Vorjahr, musste dennoch ein Jahresfehlbetrag in Höhe von € 9,5 Mio. realisiert werden. Damit wurde die Ergebnisprognose für das Jahr 2023 nicht erreicht.

3. Lage der Gesellschaft

3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2023 € 357,5 Mio. und lag damit leicht unter der des Vorjahres (€ 357,7 Mio.).

Mit Gesellschafterbeschluss im November 2023 wurde eine Erhöhung der Kapitalrücklage um € 50 Mio. auf € 520 Mio. beschlossen. Diese Einlage wurde in voller Höhe am 21. Dezember 2023 geleistet. Dementsprechend erhöhte sich zum Bilanzstichtag der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 14,5 Mio., während die sonstigen Verbindlichkeiten um € 1,7 Mio. reduziert wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken zum Bilanzstichtag um € 26,4 Mio. und stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Finanzierung der Vermietflotte. Dementsprechend sank der Bilanzwert der Vermietflotte von € 223,3 Mio. im Vorjahr auf € 209,3 Mio. im Jahr 2023.

Aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung konnte, die im Jahr 2022 noch bestehende bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft beseitigt werden.

3.2 Finanzlage

Die Finanzlage ist wie in den Vorjahren dadurch gekennzeichnet, dass der weitaus größte Teil der Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt € 262,8 Mio. (Vorjahr: € 288,8 Mio.) gegenüber der Hertz Fleet Limited, Dublin/Irland, in Höhe von € 223,5 Mio. (Vorjahr: € 150,6 Mio.) bestehen. Diese entfallen ausschließlich auf den Fahrzeugbezug. Die Finanzierung der Gesellschaft ist somit strukturell durch die Einbindung in den Hertz-Konzern abhängig.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit war ein Mittelzufluss von € 15,2 Mio. zu verzeichnen (Vorjahr: Zufluss von € 23,4 Mio.). Bedingt durch die Zugänge zum Flottenanlagevermögen fand ein Mittelabfluss von € 24,2 Mio. (Vorjahr: € 122,0 Mio.) in der Investitionstätigkeit statt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war mit € 9,0 Mio. positiv (Vorjahr: € 91,8 Mio.).

3.3 Ertragslage

Die positive Passagierentwicklung an den Flughäfen, ermöglichte der Gesellschaft ein solides Umsatzwachstum. Im Vermietungsgeschäft konnten gegenüber dem Vorjahr € 18,0 Mio. mehr Umsätze realisiert werden. Es wurde ein Umsatz in Höhe von € 147,2 Mio. erwirtschaftet, dies entspricht einem Wachstum von 14%.

Durch die gute Verfügbarkeit von Neuwagen, konnte die Gesellschaft anfangen, ihre ältere Flotte mit neueren Fahrzeugen auszutauschen. Dies trieb die Umsätze im Bereich Verkauf gebrauchter Fahrzeuge in die Höhe. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsätze in Höhe von € 154,0 Mio. realisiert. Dies entspricht einem Wachstum von 141%.

Ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von € 9,3 Mio. konnte aufgrund einer Einigung in einem Rechtsstreit mit diversen Fahrzeugherstellern erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge wiesen daher einen Betrag in Höhe von € 12,9 Mio. auf.

Die Priorisierung der Premium Fahrzeuge aller Hersteller in der Vermarktung, führte zu € 11,5 Mio. erhöhten Aufwendungen im Bereich der Abschreibungen auf Kraftfahrzeuge. Der Anteil der traditionellen, etablierten europäischen Hersteller fiel im Geschäftsjahr 2023 etwas kleiner aus. Dieser Raum wurde von neuen Herstellern, speziell aus China, in der Vermietflotte ausgefüllt. Der Anteil der elektrisch betriebenen Fahrzeuge gegen Ende des Jahres 2023 betrug 11%.

Aufgrund der längeren durchschnittlichen Haltedauer der Fahrzeuge, sind auch mehr Wartungs- und Inspektionsarbeiten angefallen. Dies erhöhte den Materialaufwand für bezogene Leistungen auf € 46,7 Mio. für das Jahr 2023.

Durch gezielte Restrukturierungsmaßnahmen schaffte es die Gesellschaft, die Kosten für den Personalaufwand um € 15,3 Mio. zu reduzieren.

Der Jahresfehlbetrag aus dem Vorjahr von € 17,4 Mio. konnte somit auf € 9,5 Mio. reduziert werden.

3.4. Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl während des Geschäftsjahres 2023 betrug 359 (Vorjahr: 358).

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene versteht sich Hertz in erster Linie als Dienstleistungsunternehmen mit dem Anspruch, unseren Kunden immer und überall den bestmöglichen Service zu bieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, betreibt Hertz ein online-basiertes Kundenbefragungssystem. Hier wurden im Geschäftsjahr 2023 über 36.000 Kunden befragt. Die Ergebnisse dieser Befragungen werden regelmäßig von der Geschäftsleitung ausgewertet und sind zentraler Bestandteil von Geschäftsentscheidungen.

Darüber hinaus betreibt Hertz ein Mitarbeiterbefragungssystem, mit dem ebenso regelmäßig die Zufriedenheit der Mitarbeiter gemessen wird. Direktes und offenes Feedback unserer Mitarbeiter wird dabei genutzt, um Verbesserungspotentiale zu erkennen und Schwachstellen zu beheben.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Ausblick

Der Reiseverkehr bleibt weiterhin im Jahr 2024 robust. Vor allen an den größeren Flughäfen können dadurch weiterhin Transaktionen auf hohem Niveau erzielt werden.

Um die Profitabilität der Gesellschaft zu maximieren, wird der Fokus weiter auf den PKW-Segmenten liegen. Die LKW-Segmente werden dementsprechend angepasst.

Nach einem starken Umsatzwachstum im Jahr 2023 und der Konsolidierung der Geschäftssegmente erwartet die Gesellschaft ein moderates Wachstum im Jahr 2024.

Etablierte europäische Hersteller sollen in 2024 wieder eine bedeutendere Rolle in der Fahrzeugbeschaffung einnehmen. Dadurch können perspektivisch die Fahrzeugsegmente optimiert und sinkende Kosten pro Fahrzeug realisiert werden.

Die gute Verfügbarkeit von Neuwagen könnte einen negativen Effekt auf Restwerte der bestehenden Flotte haben. Eventuell müssen antizipierte Verkaufspreise reduziert werden. Dies könnte einen negativen Effekt auf das Jahresergebnis zur Folge haben. Die Gesellschaft erwartet ein deutlich negatives Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2024.

2. Wesentliche Chancen

Die Reiseindustrie in Deutschland speziell der Luftfahrsektor bleibt auf einem kontinuierlichen Wachstumspfad. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Mietwagenanbieter an den großen Flughäfen.

Durch die strategische Wahl von erfolgreichen Partnern, möchte die Gesellschaft auch in der Fläche ihr Netzwerk erweitern. Dabei hilft auch die Investition in den nächsten technologischen Schritt der sogenannten "Touchless Rentals".

Mit Hilfe von strategischen Partnern auf der Flotteneinkaufsebene, will sich die Gesellschaft auch zukünftig einen optimalen Flottenmix sichern. Insbesondere mit Herstellern von Elektrofahrzeugen, sieht die Gesellschaft eine erhebliche Chance, an der wachsenden Akzeptanz der Elektromobilität zu partizipieren.

3. Wesentliche Risiken

Die höhere Inflation verursacht einen effektiven Kaufkraftverlust, was zu Unsicherheiten auf den Märkten führt. Dies könnte negative Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung des Standortes Deutschland haben. Die weiter nachlassende Wirtschaftskraft könnte insbesondere den Geschäftsreiseverkehr negativ beeinflussen.

Der sich immer mehr abzeichnende Fach- und Arbeitskräftemangel, kann zu Engpässen in bestimmen Regionen führen. Dies könnte möglicherweise auch höhere Kosten verursachen.

Der intensive Verdrängungswettbewerb auf dem Autovermietmarkt, könnte perspektivisch sinkende Marktpreise nach sich ziehen.

Die Gesellschaft befindet sich aufgrund hoher Investitionen in die Vermietflotte und den damit verbundenen hohen, grundsätzlich kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in einer angespannten Liquiditätssituation und benötigt auch im Prognosezeitraum weitere finanzielle Mittel zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit.

Die Gesellschaft ist daher für die Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit auf die fortgesetzte Finanzierung innerhalb des Konzernverbundes angewiesen. Die im Geschäftsjahr 2023 zugunsten der Gesellschaft abgegebene Patronatserklärung, wurde mit Datum vom 29. April 2024 von der Hertz Holdings Netherlands 2 B.V. (im Folgenden: HHN2) erneuert. Die Höhe der Patronatserklärung ist unbegrenzt. Die Patronatserklärung wurde für einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten ab der Erteilung des Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gewährt.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung ist die Patronatserklärung werthaltig und geeignet, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit zu gewährleisten.

Die Gesellschaft und die Fortführung ihres Geschäfts ist somit abhängig von der Finanzierungsunterstützung der HHN2. Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

Auf Basis der oben genannten Erläuterungen geht die Geschäftsführung von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

 

Eschborn, den 1. August 2024

Hertz Autovermietung GmbH

Die Geschäftsführung

Jörg Feldheim

Lauren Loughman

Gesellschafterprotokoll Shareholder's Resolution
der of
Hertz Autovermietung GmbH Hertz Autovermietung GmbH
Die alleinige Gesellschafterin der Hertz Autovermietung GmbH, die Hertz France S.A.S., Frankreich, beschließt anstelle einer ordentlichen Gesellschafterversammlung im Wege schriftlicher Beschlussfassung gemäß § 48 Absatz 2 GmbHG: The sole shareholder of Hertz Autovermietung GmbH, the Hertz France S.A.S., France, herewith adopts the following resolutions under waiver of all prescriptions foreseen in law and in the companies Articles of Association as to advance notification and other formalities:
1. Es wird der von der Geschäftsführung vorgelegte Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 zur Kenntnis genommen und die Gesellschafter erteilen einstimmig ihre Zustimmung hierzu. 1. The annual report for the year 2023 presented by the management of the GmbH has been accepted and approved.
2. Der von Ernst & Young, Niederlassung Hamburg, geprüfte und bestätigte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird einstimmig genehmigt. 2. The financial statements as of 31.12.2023 audited and approved by Ernst & Young, Hamburg, have been accepted and approved.
3. Der für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von € 9.540.603,25 wird dem Verlustvortrag zugerechnet. 3. The total net loss of the fiscal year 2023 of € 9.540.603,25 will be carried forward.
4. Der Geschäftsführung wird durch die Gesellschafter für das Geschäftsjahr 2023 einstimmig Entlastung erteilt. 4. The Managing Directors of the Company are exonerated for the fiscal year 2023.
5. Die Gesellschafter beschließen nach § 318 Absatz 1 HGB einstimmig, Ernst & Young, Niederlassung Hamburg, zum Abschlussprüfer für die Schlussbilanz zum 31.12.2024 zu bestellen. 5. In accordance with § 318 sec. 1 of the German commercial code we elect Ernst & Young, Hamburg, as auditors of the above mentioned company for fiscal year ending 31.12.2024.

 

Kelsterbach, 30.08.2024

Hertz France S.A.S.

Jeff Adams, Geschäftsführer, Managing Director

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.