Viessmann Werke Berlin GmbH
Kanalstraße 13, 12357 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Häfner seit 23.10.2025 | Geschäftsführer |
Edgar Heider seit 23.10.2025 | Geschäftsführer |
Eric Kretzschmar seit 23.10.2025 | Prokura |
Jonas Weber seit 23.10.2025 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 49.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Viessmann Climate Solutions SEAllendorf (Eder)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023 Konzernverbindlichkeitenspiegel Anteilsbesitzliste Konzernanlagenspiegel 4. Konzernkapitalflussrechnung 5. Konzerneigenkapitalspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Präambel Die Viessmann Climate Solutions SE nutzt gem. § 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB die Möglichkeit einen zusammengefassten Lagebericht für das Mutterunternehmen Viessmann Climate Solutions SE sowie den (Teil-)Konzern Viessmann Climate Solutions aufzustellen. Sofern nicht anders gekennzeichnet, beziehen sich alle Angaben sowohl auf den Konzern als auch auf die Einzelgesellschaft. Andernfalls ist kenntlich gemacht, ob die Inhalte den Konzern oder die Einzelgesellschaft betreffen. Aufgrund der Funktion der Einzelgesellschaft Climate Solutions SE im Teilkonzern Climate Solutions als Plattform zur Abwicklung für konzerninterne Warenflüsse, die keinen relevanten Außenumsatz erzielt, lässt sich keine sinnvolle Einschätzung zur Geschäftsentwicklung treffen, die losgelöst von der des Teilkonzern ist. I. Grundlagen des Konzerns Purpose Viessmann Climate Solutions ist einer der weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Lösungen im Bereich Wärme, Wasser- und Luftqualität. Das Angebot umfasst ein lückenloses Portfolio von Produkten und Systemen für das ideale Raumklima unter Einbindung der jeweils richtigen Energieträger im privaten, gewerblichen und industriellen Umfeld. Als der Nachhaltigkeit verpflichtetes Unternehmen liegt ein besonderer Fokus auf erneuerbare Energien und maximaler Effizienz. Alle Aktivitäten leiten sich aus dem Purpose "We create living spaces for generations to come" ab. Lebensräume zukünftiger Generationen zu gestalten - das ist die Verantwortung der weltweit ca. 11.800 Mitarbeiter von Viessmann Climate Solutions. Mit seinen innovativen Lösungen bietet Viessmann Climate Solutions eine breite Basis an Produkten und Systemen für alle Energieträger und alle Budgets an, die ein komfortables und energieeffizientes Zuhause ermöglichen. Das Portfolio ist vielfältig: Wärmepumpen und klassische Verbrennungstechnik - auch mit erneuerbaren flüssigen und gasförmigen Energieträgern oder Biomasse, Geräte zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung und zur Nutzung solarer Energie. Darüber hinaus Systeme und Produkte für den gewerblichen, industriellen und kommunalen Markt. Alles Tun und Handeln wird bei Viessmann Climate Solutions von der Nachhaltigkeit als Schnittmenge zwischen Ökonomie, Umwelt und Sozialem durchdrungen. Als Ergebnis daraus entstehen hochinnovative und nachhaltige Lösungen. Mit ihnen leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag, die Energiewende zu meistern und die so dringend notwendige Energieunabhängigkeit Europas sicherzustellen. Doch schon zuvor - bei der Herstellung dieser Produkte - stehen Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Emissionsreduktion während des gesamten Wertschöpfungsprozesses an erster Stelle. Konzernstruktur Die operative Geschäftsführung der Viessmann Climate Solutions SE erfolgte durch CEO Thomas Heim, CFO Vanessa Hellwing und Group CPO Frauke von Polier. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 betrug EUR 3,88 Milliarden. Die Viessmann Climate Solutions ist mit ihrer Gesellschaftsstruktur international ausgerichtet. Insgesamt fielen 43,0 % des Umsatzes auf das Ausland. Geschäftsaktivitäten Mit seinen Lösungen hilft der Geschäftsbereich Climate Solutions, die elementaren menschlichen Bedürfnisse nach Wärme und einem angenehmen Raumklima auf die effizienteste und komfortabelste Art und Weise zu erfüllen. Angeboten wird ein lückenloses Portfolio mit Komplettlösungen aus Heizung und Klimatechnik. Durch den Einsatz neuester Technologien wird ein effizienter Umgang mit Energie sichergestellt. Ganz im Sinne der Bestimmung des Viessmann Ökosystems, Lebensräume für künftige Generationen zu gestalten, wird auf diese Weise der Umweltschutz sowie der schonende Verbrauch von Ressourcen aktiv vorangetrieben. Der Fokus liegt auf regenerativen Heizsystemen für Biomasse, Solarthermieanlagen und Wärmepumpen. Darüber hinaus werden aber nach wie vor effiziente und schadstoffarme Brennwertgeräte für Gas und Öl angeboten. Neben Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung werden zudem stromerzeugende Heizungen vertrieben. Zum Leistungsspektrum gehören ferner elektrische Warmwasser- und Heizsysteme, die sich sowohl für die Modernisierung als auch für den Neubau von Gebäuden eignen. Ergänzt wird das Sortiment durch perfekt abgestimmte Lüftungssysteme. Die angebotenen Lösungen können sowohl für Ein- und Zweifamilienhäuser und große Wohngebäude als auch für Gewerbebetriebe zugeschnitten werden. Außerdem eignen sie sich für vielfältige kommunale Einsatzzwecke. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass hochinnovative und ganzheitliche Energiesysteme zur Verfügung gestellt werden - für die Erzeugung und Speicherung von Strom bis hin zu dessen Nutzung zum Heizen, Kühlen und Lüften. Eine wesentliche Eigenschaft der Produkte des integrierten Viessmann Lösungsangebots ist die digitale Vernetzung der Geräte durch Konnektivität und Plattformen sowie die mögliche Ergänzung mit einer Vielzahl digitaler Services. Akquisitionen, Abgänge und Gründungen Die Viessmann Climate Solutions SE bzw. ihre Tochtergesellschaften akquirieren Unternehmen, gründen neue Gesellschaften und trennen sich von jenen, deren Produkte und Dienstleistungen langfristig nicht mehr in das angestrebte Leistungsangebot passen. Die Anpassungen in der Gesellschaftsstruktur erfolgen einerseits vor dem Hintergrund des fortwährenden Strukturwandels der Branche und als Reaktion auf technologische und gesamtwirtschaftliche Veränderungen. Andererseits reflektieren sie die Bestimmung des Geschäftsbereichs, Lebensräume für künftige Generationen zu gestalten und insbesondere der Digitalisierung und dem Klimaschutz Rechnung zu tragen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Wesentlichen die folgenden Neugründungen, Akquisitionen und Verkäufe bzw. Liquidationen vorgenommen. Anfang des Jahres wurde die Climony GmbH, Berlin, gegründet, welche Digitalisierungslösungen zur CO 2 -Reduzierung anbietet, die Unterstützung effektiver Klimaschutzprojekte ermöglicht und als Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Unternehmen, NGOs und Gemeinden fungiert. Im Zuge der Vorbereitungen der Akquisition durch Carrier Global sind folgende Gesellschaften aus anderen Geschäftsbereichen der Viessmann Gruppe in den Geschäftsbereich Climate Solutions übertragen worden: Viessmann Services Poland Sp. z o.o., Wroclaw/Polen; Bio- Energie Allendorf GmbH, Allendorf/Eder; Peccon GmbH, Regensburg. Abgänge Mit notariellem Vertrag vom 19. April 2023 hat die Viessmann Gruppe sämtliche Anteile an der OOO Viessmann und der OOO Viessmann Lipetsk veräußert. Mit dem Verkauf hat sich die Viessmann Gruppe von allen ihren Geschäftsaktivitäten in Russland getrennt. Daraus resultiert eine Abwertung von EUR 27,6 Mio. In Antizipation der Veräußerung wurden aber bereits zum 31. Dezember 2022 die Vermögenswerte der Gesellschaften um EUR 28,5 Mio. abgewertet. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 wurden für Forschung und Entwicklung 107,3 Mio. € aufgewendet. Dabei lag der Fokus der Business Area Climate Solutions auf der Schließung von Portfoliolücken bei Wärmepumpen und Stromspeichern. Im Januar 2023 gaben Viessmann Climate Solutions und die Solar-Log GmbH ihre strategische Partnerschaft bekannt. Mit ihr ist es nun möglich, dass Photovoltaikanlagen mit Wechselrichtern, die nicht zum Viessmann Portfolio gehören, ihre Stromerzeugung in die ganzheitlichen Energielösungen des Familienunternehmens für Strom, Wärme und Mobilität einbinden. Durch das Solar-Log-Gateway erkennt Viessmann One Base die Fremd- Komponenten im System und kann diese für das Energy Management in die Berechnungen einbeziehen. Somit können beispielsweise Viessmann Wärmepumpen mit selbst erzeugtem PV-Strom von Produkten anderer Hersteller versorgt werden. Auf Basis des Modulsystems wurde im Leistungsbereich 4-8 kW die Vitocal 15x/25x-A R-290 entwickelt, die im April 2023 in den Markt eingeführt wurde. Dabei handelt es sich um eine Luft/Wasser-Monoblock-Wärmepumpe, die mit dem natürlichen Kältemittel R-290 betrieben wird. Durch die hohe Effizienz und Vorlauftemperaturen von bis zu 70 °C ist sie bestens sowohl für den energieeffizienten Neubau als auch für die Sanierung geeignet. Mit der Viessmann Charging Station steht Besitzern von E-Autos seit Mitte des Jahres eine leistungsstarke Wallbox zur Verfügung. Sie erfüllt die Anforderungen an einen einfachen, sicheren und vor allem intelligenten Ladebetrieb im Zusammenspiel mit weiteren Systemkomponenten. Ergänzt durch eine Vitovolt Photovoltaikanlage in Kombination mit dem Stromspeicher Vitocharge VX3, bietet Viessmann erstmals eine intelligente Einbindung von E-Mobilität in strombasierte Energiesysteme. Diese Komplettlösung ermöglicht es, intelligent, effizient und kostengünstig Elektrofahrzeuge zu laden. Das Leistungsspektrum der Vitocal 250-A Serie wird um fünf neue Leistungsgrößen erweitert. Die neuen Wärmepumpen bis 8 kW mit ihren kompakten Außeneinheiten sind speziell für den Neubau konzipiert. Insbesondere für die Modernisierung sind die neuen Varianten bis 18,5 kW vorgesehen. Die ideale Lösung zum Heizen und Kühlen in größeren Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie Gewerbebetrieben ist die neue Luft/Wasser-Wärmepumpe Vitocal 250-A Pro. Sie ist mit Leistungen bis 40 kW verfügbar. Für noch größere Leistungen bis 160 kW ist die Kaskadierung mit bis zu vier Geräten möglich. Mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 70 °C sind alle Geräte auch für die Modernisierung geeignet. Mit der neuen Luft/Wasser-Wärmepumpe Vitocal 200-A Pro für Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude und Gewerbebetriebe können nun auch kleine kommerzielle Gebäude ausgestattet werden. Mit Heizlasten bis zu 128 kW und Vorlauftemperaturen bis zu 65 °C ist sie auch für die Modernisierung geeignet. Außerdem lässt sie sich zur effizienten Gebäudekühlung (active cooling) und zur Trinkwassererwärmung einsetzen. In drei Typen erhältlich, ist das Gerät eine flexible Heiz- und Kühllösung, die sich optimal an die jeweiligen Anforderungen anpassen lässt. Nenn-Wärmeleistungen von 32, 64 und 128 kW bzw. Kühlleistungen von 34, 69 und 139 kW ermöglichen die optimale Anpassung an die jeweiligen Anforderungen. Für noch höhere Leistungen ist das Gerät kaskadierbar. Seit September werden die Vitocal 200-A Pro A064 an einer neu geschaffenen Produktionslinie am Standort Landsberg/Lech gefertigt. Mit einer Revolution der Vitomax Industriekessel können Unternehmen klimaschonende Wärme- und Dampferzeugung betreiben. Denn die Reduzierung von Treibhausgasen und der Wechsel von fossilen Brennstoffen zu alternativen, klimaschonenden Lösungen sind bei der Wärme- und Dampferzeugung für Gewerbe, Industrie und Kommunen ein wichtiges Thema. Mit den neuen Vitomax Industriekesseln für den vollelektrischen Betrieb und den Vitomax Elektro-Hybridkesseln treibt Viessmann diese Entwicklung maßgeblich voran. Speziell für Anwendungen mit Wärmepumpen hat Viessmann mit dem innovativen Vitocell Modular Programm auch neue Speicher-Wassererwärmer und Heizwasser-Pufferspeicher entwickelt, die sowohl allein als auch kombiniert eingesetzt werden können. Einzigartig ist der modulare Aufbau, der maximale Flexibilität ermöglicht, um unterschiedliche Anforderungen im Neubau und in der Modernisierung zu erfüllen. Trinkwasser- und Pufferspeicher können übereinandergestapelt werden. Das bedeutet zusätzlichen Platzgewinn - gerade im Neubau ein immer wichtiger werdendes Argument für Bauherren. Auch im Bereich der Luftqualität entwickelt sich Viessmann Climate Solutions 2023 zu einem der führenden Hersteller. Vor allem größere Büroräume, Kindertagesstätten, Geschäfte, Versammlungssäle und Mehrfamilienhäuser stellen besondere Anforderungen an Lüftungssysteme. Exakt darauf zugeschnitten sind die neuen Lüftungsgeräte Vitoair FS PRO und Vitoair CS PRO mit Luftleistungen bis 2000 m 3 /h. Zu ihren Stärken zählen eine besonders hohe Wärmerückgewinnung, die problemlose Montage in Zwischendecken dank flacher Bauweise, die App-basierte Inbetriebnahme mit der Vitoair PRO App sowie ein Online-Monitoring im laufenden Betrieb. II. Wirtschaftsbericht Maßgebliche Leistungsindikatoren Die Viessmann Climate Solutions wird maßgeblich anhand des EBITA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Goodwill und aufgedeckte stille Reserven aus Akquisitionen) als finanzieller Leistungsindikator gesteuert. Das EBITA erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 93,8 Mio. auf EUR 527,0Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 433,2 Mio.). Das entspricht einer Steigerung von 21,7% und liegt damit über dem Planwert von EUR 519 EUR Mio. Die positive EBITA-Abweichung gegenüber den Planwerten ergab sich insbesondere aus den Umsatzerlösen, die in Höhe von EUR 129,1 Mio. über den Erwartungen lagen. Es gab keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung herangezogen werden. Viessmann Climate Solutionsin MEUR
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die schwierige gesamtwirtschaftliche Gemengelage, wie sie sich im Laufe des Jahres 2022 einstellte, prägte auch das abgelaufene Geschäftsjahr, wenn auch Erholungstendenzen feststellbar waren. Diese waren jedoch geografisch und branchenbezogen unterschiedlich stark ausgeprägt. Nach wie vor belasteten die Folge des Ukraine-Konflikts sowie das hohe Inflationsniveau die wirtschaftliche Entwicklung. Neben den direkten Auswirkungen der inflationären Entwicklungen spielten auch die geldpolitischen Maßnahmen, die eingeleitet wurden, um die massiven Inflationsraten des Vorjahres einzudämmen, eine Rolle. Besonders in den Schwellen- und Entwicklungsländern scheint das Erreichen des wirtschaftlichen Niveaus, wie es sich vor COVID-19 darstellte, noch nicht absehbar. Dennoch wird der wirtschaftliche Zuwachs überproportional ausfallen und wird mit 3,1% für 2023 prognostiziert, vor allem getrieben durch die verhältnismäßig hohen Wachstumsraten in China (5,2%) und Indien (6,7%). In den Industrienationen sind die wirtschaftlichen Verwerfungen stellenweise noch deutlicher spürbar (+1,6%), wobei die verschiedenen Regionen unterschiedlich stark betroffen sind. Während die USA eine relativ stabile Entwicklung zu verzeichnen hatte (2,5%), schwächelte die Erholung in Europa (0,5%). Länder, die verstärkt dienstleistungsorientiert sind, entwickelten sich im Allgemeinen positiver als solche, die vor allem produktionsorientiert sind. So wird in Deutschland sogar ein Rückgang um 0,3% erwartet. In Deutschland war die wirtschaftliche Entwicklung durch Stagnation geprägt. Zum einen ist der private Konsum rückläufig, da nach wie vor die inflationsbedingten Kaufkraftverluste sowie eine anhaltende Konsumentenunsicherheit spürbar waren. Zum anderen schwächelt die außenwirtschaftliche Nachfrage aufgrund der weltweiten, gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen. Dem konnten positive Einflüsse wie rückläufige Inflationsraten und ansteigende Realeinkommen nur bedingt entgegenwirken. Geschäftsverlauf Die mit Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine verstärkt einsetzende Abkehr von Heizungslösungen, die auf klassischen Verbrennungstechnologien beruhen, hin zu "grünen" Technologien, allen voran der Wärmepumpe, setzte sich fort. Indes sah sich das Geschäft auf dem Heizungsmarkt im abgelaufenen Geschäftsjahr schwierigen Bedingungen ausgesetzt und entwickelte sich im Allgemeinen schwächer als im Vorjahr. Gründe waren die anhaltenden Ängste die Versorgungssicherheit mit Gas betreffend, ein Anstieg der Gaspreise und die hohe Inflation, die Investitionen im Gebäudesektor dämpfte. Trotz aller Schwierigkeiten konnte der Wachstumskurs der letzten Jahre in dem Geschäftsbereich fortgeführt werden. Mit Blick auf die Entwicklung des Produktportfolios trugen insbesondere die hohen Wachstumsraten in den Bereichen der Wärmepumpen, sowie der Photovoltaik- und Elektrosysteme zum positiven Gesamtergebnis bei. Auch der Absatz der Gasbrennwertgeräte entwickelte sich positiv im Vergleich zum Vorjahr. Negative Einflüsse aufgrund höherer Material- und Personalkosten konnten durch gestiegene Absatzpreise kompensiert werden. Geographisch war vor allem das starke Wachstum auf dem deutschen Markt ursächlich für das erfolgreiche Geschäftsjahr. Eine anhaltend hohe Nachfrage nach Lösungen, die auf erneuerbaren Energien basieren, führte hier besonders in den Segmenten Photovoltaik- und Elektrosysteme sowie den Wärmepumpen für Privathaushalte zu deutlichen Umsatzzuwächsen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Konzernangaben Umsatz Der Umsatz der Viessmann Climate Solutions erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 429,0 Mio. (+12,4%) auf EUR 3.883,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3.454,9 Mio.) und lag damit abermals deutlich über der ursprünglichen Erwartung (Plan 2023: EUR 3.769,6 Mio.), was vor allem durch das starke organische Wachstum zu erklären war. Sowohl länderspezifisch als auch produktbezogen trugen die verschiedenen Absatzmärkte in unterschiedlichem Maße zu dem positiven Ergebnis bei. Insbesondere der deutsche Markt trug maßgeblich zum Wachstum bei. Aus Produktperspektive entwickelten sich nahezu alle Segmente positiv. Besonders erfreulich war die Entwicklung in den Bereichen der Wärmepumpen sowie Gasbrennwertgeräte, aber auch Photovoltaik- und Elektrosysteme. Ertragslage Im Geschäftsjahr lag das EBITA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf gebildete immaterielle Vermögensgegenstände aus Akquisitionen) mit EUR 526,2 Mio. um EUR 93,0 Mio. über dem Vorjahreswert in Höhe von EUR 433,2 Mio. Die EBITA-Marge bezogen auf die Gesamtleistung erhöhte sich von 12,0% auf 13,4%. Die Materialaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr deutlich, vor allem aufgrund des Umsatzwachstums. Bezogen auf die Gesamtleistung sank die Materialeinsatzquote gegenüber dem Vorjahr von 47,5% auf 46,8%. Die Personalaufwendungen stiegen in absoluten Werten, während sie im Verhältnis zur Gesamtleistung leicht von 21,4% auf 21,1% reduziert wurden. Die Abschreibungen reduzierten sich um 17,3% von EUR 71,9 Mio. deutlich auf EUR 59,5 Mio. Der Rückgang ist in erster Linie auf den Einmaleffekt der bereits im Jahr 2022 verbuchten Abschreibungen im Vorgriff auf die endgültige Trennung von den Geschäftsaktivitäten in Russland im Frühjahr 2023 zu erklären. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich um 15,8%, wobei vor allem der Anstieg der Rechts- und Beratungskosten im Zuge der Vorbereitungen auf die Partnerschaft mit Carrier zurückzuführen ist. Außerdem wurde im Laufe des Mai 2023 Erkenntnisse erlangt, dass es bei einem bestimmten Gaswand-Gerätemodell aufgrund eines Materialfehlers bei einem Zulieferteil zu Sachschäden kommen kann. In diesem Kontext wurde eine entsprechende Garantierückstellung gebildet. Das Finanzergebnis erhöhte sich von EUR -9,3 Mio. auf EUR -7,1 Mio. Ursächlich waren ein Anstieg der Erträge aus Zinsen und ähnlichen Erträge um EUR 4,2 Mio. sowie ein Rückgang des Abschreibungsbedarfs i.H.v. EUR 2,1 Mio. Entsprechend dem deutlich verbesserten Ergebnis vor Steuern betrugen die Steuern vom Einkommen und Ertrag EUR 155,2 Mio. nach EUR 120,4 Mio. im Vorjahr. Finanzlage Das Finanzmanagement umfasst das Liquiditätsmanagement, die Konzernfinanzierung sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Bis zum Jahresende war Viessmann Climate Solutions in das Finanzmanagement der Konzernmuttergesellschaft Viessmann Group GmbH & Co KG integriert. Vorrangiges Ziel der Finanzierungsstrategie ist die Sicherstellung der Liquidität, um jederzeit die fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können, sowie strategisch über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien zu verfügen. Sie sichert die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns. Die Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft sind die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns. Um einen vorteilhaften Finanzausgleich im Konzern zu gewährleisten und die Finanzierungskosten zu reduzieren, hat die Viessmann Group GmbH & Co KG und somit auch Viessmann Climate Solutions in Deutschland und in ausgewählten europäischen Ländern Cash-Pool-Vereinbarungen abgeschlossen. Die Kontensalden der teilnehmenden Konzerngesellschaften werden täglich zugunsten oder zulasten der Konzernmuttergesellschaft ausgeglichen. Ein darüber hinausgehender Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich von ihr aufgenommen bzw. ein Liquiditätsüberschuss von ihr angelegt. Die Nettofinanzposition (Liquide Mittel abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) hat sich im Geschäftsjahr deutlich von EUR 162,6 Mio. auf EUR 357,8 Mio. erhöht. Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Bankguthaben) beliefen sich zum Jahresende auf EUR 361,9 Mio. und lagen damit deutlich über dem Wert vom Vorjahr in Höhe von EUR 173,6 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um EUR 6,9 Mio. auf EUR 11,0 Mio. gesunken. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Wartungs-, Service- und Dienstleistungsverträgen für die nächsten fünf Jahre belaufen sich auf EUR 200,8 Mio. (Vorjahr: EUR 194,5 Mio.). Das Bestellobligo für Investitionen beträgt EUR 12,7 Mio. Aus Werbe- und Sponsoringverträgen ist mit Aufwendungen in Höhe von EUR 33,4 Mio. zu rechnen. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 101,8 Mio. auf EUR 2.282,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2.180,7 Mio.). Der Anstieg bei den Anlagen im Bau resultiert im Wesentlichen aus der Investition in den Neubau in Legnica (+ EUR 128,8 Mio.). Außerdem erhöhte sich der Wert der technischen Anlagen und Maschinen (+21,3%) und der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (+13,5%). Der Wert der Finanzanlagen sank aufgrund der Verschiebung von Gesellschaften in andere Geschäftsbereiche der Viessmann- Gruppe um EUR 14,3 Mio. Der Anstieg des Anlagevermögens von EUR 432,8 Mio. auf EUR 582,5 Mio. ist vor allem auf die beschriebene Erhöhung der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zu erklären. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um EUR 20,4 Mio. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen deutlich um EUR 54,4 Mio. was zum Großteil auf eine Veränderung der bilanziellen Darstellungsweise des Geschäfts "Heating-as-a-Service" zurückzuführen ist. Unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen belief sich das wirtschaftliche Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 auf EUR 1.392,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1.067,7 Mio.). Die Eigenkapitalquote betrug damit 61,0% (Vorjahr: 49,0%). Die Rückstellungen lagen mit EUR 471,9 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 368,2 Mio. Das Net Working Capital, definiert als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zzgl. Vorratsvermögen und abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, lag zum Geschäftsjahresende mit EUR 923,3 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert (EUR 887,1 Mio.), was hauptsächlich mit einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zusammenhängt. Das Verhältnis von Net Working Capital zu Umsatz sank leicht um 1,9%. Angaben Viessmann Climate Solutions SE Umsatz Der Umsatz der Viessmann Climate Solutions erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 379,9 Mio. (+21,4%) auf EUR 2.151,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1.771,5 Mio.) und lag damit abermals deutlich über der ursprünglichen Erwartung, was vor allem durch das starke organische Wachstum zu erklären war. Sowohl länderspezifisch als auch produktbezogen trugen die verschiedenen Absatzmärkte in unterschiedlichem Maße zu dem positiven Ergebnis bei. Insbesondere der deutsche Markt trug maßgeblich zum Wachstum bei. Aus Produktperspektive entwickelten sich nahezu alle Segmente positiv. Besonders erfreulich war die Entwicklung in den Bereichen der Wärmepumpen sowie Gasbrennwertgeräte, aber auch Photovoltaik- und Elektrosysteme. Ertragslage Im Geschäftsjahr lag das EBITA (Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) mit EUR -22,2, Mio. um EUR 70,0 Mio. unter dem Vorjahreswert in Höhe von EUR 47,0 Mio. Die EBITA- Marge bezogen auf die Gesamtleistung verminderte sich von 2,66% auf -1,07%. Die Materialaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr deutlich, vor allem aufgrund des Umsatzwachstums. Bezogen auf die Gesamtleistung stieg die Materialeinsatzquote gegenüber dem Vorjahr von 67,7% auf 71,6%. Die Personalaufwendungen stiegen im Verhältnis zur Gesamtleistung von 5,0% auf 6,0%. Die Abschreibungen reduzierten sich um 49,4% von EUR 9,8 Mio. deutlich auf EUR 4,9 Mio. Der Rückgang ist in erster Linie mit der Übertragung der Grundstücke und Gebäude in 2022 auf die Viessmann Real Estate CS GmbH & Co KG und damit einhergehend auf die Verringerung der Abschreibungen in 2023 zu erklären. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich leicht um 1,0%. Das Finanzergebnis erhöhte sich von EUR -1,9 Mio. auf EUR 5,2 Mio. Ursächlich waren ein Anstieg der Beteiligungserträge um EUR 2,4 Mio., ein Anstieg der Erträge aus Zinsen und ähnlichen Erträge um EUR 13,7 Mio., ein Anstieg der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen um EUR -10,8 Mio. sowie ein Rückgang des Abschreibungsbedarfs i.H.v. EUR 1,9 Mio. Entsprechend dem deutlich verbesserten Ergebnis vor Steuern betrugen die Steuern vom Einkommen und Ertrag EUR 107,5 Mio. nach EUR 84,7 Mio. im Vorjahr. Finanzlage Das Finanzmanagement umfasst das Liquiditätsmanagement, die Konzernfinanzierung sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Bis zum Jahresende war Viessmann Climate Solutions in das Finanzmanagement der Konzernmuttergesellschaft Viessmann Group GmbH & Co KG integriert. Vorrangiges Ziel der Finanzierungsstrategie ist die Sicherstellung der Liquidität, um jederzeit die fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können, sowie strategisch über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien zu verfügen. Sie sichert die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns. Die Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft sind die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns. Um einen vorteilhaften Finanzausgleich im Konzern zu gewährleisten und die Finanzierungskosten zu reduzieren, hat die Viessmann Group GmbH & Co KG und somit auch Viessmann Climate Solutions SE in Deutschland und in ausgewählten europäischen Ländern Cash-Pool-Vereinbarungen abgeschlossen. Die Kontensalden der teilnehmenden Konzerngesellschaften werden täglich zugunsten oder zulasten der Konzernmuttergesellschaft ausgeglichen. Ein darüber hinausgehender Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich von ihr aufgenommen bzw. ein Liquiditätsüberschuss von ihr angelegt. Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Bankguthaben) beliefen sich zum Jahresende auf EUR 172,9 Mio. gegenüber TEUR 9 im Vorjahr. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 489,9 Mio. auf EUR 1.464,3 Mio. (Vorjahr: EUR 974,4 Mio.). Der Anstieg des Anlagevermögens von EUR 17,1 Mio. auf EUR 25,4 Mio. beruht im Wesentlichen auf den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Der Wert der Finanzanlagen stieg um EUR 7,3 Mio. Davon entfielen EUR 3,6 Mio. auf die Erhöhung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen und EUR 3,7 Mio. auf die Carve- In-Maßnahmen im Rahmen der Umstrukturierung des Konzerns. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um EUR 16,0 Mio. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen deutlich um EUR 13,3 Mio., was zum Großteil auf den Umsatzsteueranspruch sowie Steuerforderungen beruht. Das wirtschaftliche Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 betrug EUR 890,6 Mio. (Vorjahr: EUR 654,4 Mio.). Die Eigenkapitalquote betrug damit 60,8% (Vorjahr: 67,2%). Die Rückstellungen lagen mit EUR 228,0 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 139,4 Mio. Das Net Working Capital, definiert als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zzgl. Vorratsvermögen und abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, lag zum Geschäftsjahresende mit EUR 268,6 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert (EUR 126,7 Mio.), was hauptsächlich mit dem gestiegenen Vorratsvermögen zusammenhängt. Das Verhältnis von Net Working Capital zu Umsatz stieg um 5,3%. Mitarbeiter Die Viessmann Gruppe beschäftigte am Ende des Geschäftsjahres rund 11.800 Mitarbeiter. Zu ihnen gehörten 366 Auszubildende und duale Studenten. Insgesamt waren somit rund 500 Menschen mehr als im Vorjahr beschäftigt. In der Einzelgesellschaft Viessmann Climate Solutions SE betrug die Mitarbeiterzahl 1.186 (Vorjahr 825). Durch ein vielfältiges Aus- und Weiterbildungsangebot bietet die Viessmann Climate Solutions ihren Mitarbeitern Möglichkeiten zur Weiterentwicklung ihrer persönlichen und fachlichen Fähigkeiten. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Viessmann Climate Solutions hat sich in dem wiederholt anspruchsvollen Jahr 2023 sehr gut entwickelt. Trotz nach wie vor hohen Inflationsraten, hohen Materialkosten und einem beschleunigten Wandel in der Zusammensetzung des Produktmixes konnten die ursprünglichen ambitionierten Ertragsziele erreicht werden. Das für Steuerungszwecke herangezogene EBITA erhöhte sich im Teilkonzern um 25,0% auf EUR 541,3 Mio. III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Risiken Risikomanagementsystem Im Teilkonzern Viessmann Climate Solutions werden alle strategischen und operativen Entscheidungen unter Berücksichtigung der damit verbundenen Chancen und Risiken getroffen. Wir verfolgen grundsätzlich eine umsichtige Unternehmensstrategie und meiden unkontrollierbare Gefährdungspotenziale. Risikomanagement und Controlling sind dabei eine zentrale Managementaufgabe und ein integraler Bestandteil der Konzernsteuerung. Das Risikomanagement trägt dazu bei, dass Risiken erkannt, erfasst, bewertet, überwacht und gesteuert werden können. Risiken, die sich unmittelbar aus der Geschäftsentwicklung ergeben, werden durch unsere Controllingprozesse, die konzernweit in allen Geschäftsbereichen, Gesellschaften und Regionen implementiert sind, zeitnah erkannt und bewertet. Darüber hinaus erkennen und steuern wir Risiken, die nicht unmittelbar aus dem operativen Geschäft erwachsen. Den Währungsrisiken innerhalb des Konzerns wird durch aktive Preisgestaltung begegnet. Vervollständigt wird unser Risikomanagement durch die interne Revision. Strategische Risiken Soziale und makroökonomische Trends Nach wie vor sind alle Aktivitäten der Viessmann Climate Solutions darauf gerichtet, ihre übergeordnete Bestimmung zu verwirklichen und Lebensräume für künftige Generationen zu gestalten. Diese Zielsetzung ist anspruchsvoll, da sie von diversen Faktoren beeinflusst wird. Außerdem verlangt sie eine aktive und verantwortungsvolle Unternehmensführung, die sich nicht mit dem Status Quo begnügt, sondern auf Veränderung ausgerichtet ist, ohne jedoch etablierte Prozesse, die sich als erfolgreich erwiesen haben, ins Hintertreffen geraten zu lassen. Konkret ist die Geschäftsentwicklung der Viessmann Climate Solutions dabei von sozialen, politischen und makroökonomischen Trends abhängig, die gleichermaßen Chancen und Risiken bergen. Der Geschäftsbereich Climate Solutions begegnet den globalen Herausforderungen des Klimawandels durch die Konzentration auf effiziente, ressourcenschonende Technologien sowie die Umstellung und Erweiterung des Produktportfolios auf erneuerbare und alternative Energieressourcen. Darüber hinaus konzentriert sich der Geschäftsbereich als Anbieter ganzheitlicher Klimalösungen stärker auf die Klimatisierung und Lüftung. Die grundlegenden sozialen und makroökonomischen Trends werden augenblicklich durch Inflationsraten, die immer noch auf einem hohen Niveau sind, sowie die Versorgungssicherheit, besonders mit Blick auf Energie, sowie die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs überlagert. Nach wie vor lassen sich die langfristigen Folgen schwer abschätzen. Das Preisniveau für Rohstoffe und Energie ist immer noch hoch, wenn auch ein allgemeiner Rückgang der Inflationsraten zu beobachten ist. Insgesamt ist die Konsumbereitschaft dennoch schwächer im Vergleich zum Beginn des starken Anstiegs der Teuerungsraten zu Beginn des Vorjahres. Marktentwicklungen Aggressive Marketing- und Preisstrategien von Wettbewerbern können sich negativ auf die Rentabilität auswirken. Darüber hinaus können die zunehmende Digitalisierung und andere Geschäftsmodelle, wie beispielsweise Wärme als Dienstleistung, zum Aufkommen neuer Akteure führen. Durch die Neuausrichtung der Geschäftsmodelle sowie durch die konstante Weiterentwicklung des Lösungsangebots wird dieser Entwicklung begegnet. Das Risiko, dass sich bestehende Geschäftsmodelle infolge der Digitalisierung und neuer digitaler Produkte schnell ändern, ist ebenfalls vorhanden. Der Geschäftsbereich Climate Solutions sieht dies jedoch mehr als Chance als ein Risiko. Die Digitalisierung wird als Schlüsselfaktor für einen Wettbewerbsvorteil betrachtet. Wegen der veränderten Rahmenbedingungen infolge des Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden Verschiebungen in der Nachfrage im Bereich der Heiz- und Klimalösungen wird mit einem beschleunigten Eintritt großer Heating, Ventilation, and Air Conditioning (HVAC)-Hersteller in den europäischen Markt gerechnet. Aufgrund ihrer Größe können diese Wettbewerber Skaleneffekte und daraus resultierende Kostenvorteile nutzen und damit massiv auf das Preisniveau und die Angebotsmenge einwirken. Zusätzlich zu diesen wettbewerbsinduzierten Marktrisiken sieht die Viessmann Climate Solutions aktuell auch kundeninduzierte Marktrisiken. Mit dem Ukraine-Konflikt war ein stark gestiegenes Nachfrageniveau betreffend Energiesystemen auf Basis erneuerbarer Energieträger festzustellen, welches vor allem aufgrund der Versorgungsunsicherheit mit Gas und dessen substanzieller Verteuerung begründet war. Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist immer noch hoch. Regulatorische Einflüsse spielten in diesem Bereich indes eine erhebliche Rolle. Regulatorische Änderungen Die Geschäftstätigkeit der Viessmann Climate Solutions, unterliegt verschiedenen globalen und regionalen Umweltvorschriften. Verschärfungen dieser Vorschriften können zu höheren Kosten und längeren Produktentwicklungszeiten führen oder sogar Anpassungen des Produktportfolios erforderlich machen. Ebenso wird die Geschäftstätigkeit durch energie- und klimapolitische Subventionen und Anreize teils erheblich positiv beeinflusst. Ein Wegfall stellt insoweit ein erhebliches Risiko dar. Umgekehrt wirkt sich eine Ausweitung positiv aus. Dieses Spannungsfeld zwischen Risiko und Chance durch regulatorische Änderungen zeigt sich gegenwärtig exemplarisch auf dem deutschen Markt. Bereits mit der Verabschiedung des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zeichnete sich aus klimapolitischen Gründen eine Verschärfung des regulatorischen Umfeldes ab. In der im September 2023 durch den Deutschen Bundestag abgesegneten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) wird dürfen ab dem Jahr 2024 nur noch neue Heizsysteme installiert werden, die zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Im Vorfeld der Verabschiedung der Gesetzesnovelle war eine deutliche Zurückhaltung im Kaufverhalten für Heizungslösungen, die auf erneuerbaren Energien basieren, zu verzeichnen, da die politischen Diskussionen zu Unsicherheit bei den Konsumenten geführt haben. Den regulatorischen Herausforderungen begegnet die Viessmann Climate Solutions aktiv mit einem Transformationsprojekt, indem konsequent alle Geschäftsaktivitäten von der Entwicklung bis zum Vertrieb auf diese Veränderung ausgerichtet werden. Flankiert wird dies durch ein ambitioniertes Investitionsprogramm. Geschäftsstrategie Viessmann Climate Solutions investiert fortlaufend in die Forschung und Entwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen mit dem Ziel, nachhaltige Lösungen zum effizienten Umgang mit Energie zur Verfügung zu stellen und damit ihre Kunden sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich dabei zu helfen, ihre Kosten zu senken sowie Ressourcen und Umwelt zu schonen. Im Vordergrund stehen dabei nicht mehr einzelne Produkte, sondern komplexe und durchgängige Lösungen. Der Geschäftsbereich sieht sich durch die globale Ausrichtung verschiedensten strategischen Risiken ausgesetzt. In Anbetracht der zu erwartenden Änderung des regulatorischen Umfelds sowie von Marktentwicklungen wird Viessmann Climate Solutions in den nächsten Jahren verstärkt in den Ausbau ihres Angebots auf Basis von erneuerbaren Energieträgern investieren. Im Fokus steht hier insbesondere die Wärmepumpe. Hier ist eine weitere Ausweitung der Produktionskapazitäten geplant. Operative Risiken Beschaffung, Produktion, Logistik Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es durch Brände, Naturkatastrophen, Stromausfälle und Betriebsstörungen bei unseren Lieferanten oder aus anderen Gründen wie einer pandemischen Gesundheitsbedrohung zu Produktionsausfällen kommen. Bestimmte Materialien oder Komponenten, vor allem Elektrobauteile, werden nur von wenigen Lieferanten angeboten oder stammen aus einer Hand. Preiserhöhungen können sich negativ auf die Marge auswirken. Durch den Aufbau von Beziehungen zu alternativen Lieferanten, den Abschluss langfristiger Verträge sowie durch Aufbau der Lagerbestände der kritischen Artikel wird versucht, das Risiko zu vermindern. Darüber hinaus verfügt jede Produktionsstätte über Notfallpläne, um die Produktionskontinuität zu gewährleisten. Auch wenn sich der Einfluss der COVID-19-Pandemie im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals verringerte, bleiben insbesondere beschaffungsseitige Auswirkungen wie Lieferengpässe und -verzögerungen ein Risiko. Die Möglichkeit, dass Lieferanten ihrerseits in dieser Folge, aber auch aufgrund des hohen Kostendrucks, in wirtschaftliche und finanzielle Notlagen geraten und dann ausfallen, bleibt bestehen. Mit Beginn der Engpasssituation bei elektronischen Bauteilen und Komponenten sowie dem vor dem Hintergrund des im Vorjahr entstehenden Nachfrageüberhangs bei wichtigen Materialien wie Stahl und Kunststoffen wurde eine verbesserte monatliche vorausschauende rollierende Absatzplanung bei Viessmann Climate Solutions etabliert, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass benötigte Materialien und Komponenten nicht in ausreichenden Mengen verfügbar sind oder nur zu unwirtschaftlich hohen Preisen bezogen werden können. Neben schlimmstenfalls auftretenden temporären Produktionsunterbrechungen können beschaffungsseitige Preiserhöhungen oder Lieferengpässe negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns haben. Informationstechnologie Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation basieren auf globalen IT-Systemen. Die Vertraulichkeit interner und externer Daten ist von grundlegender Bedeutung. Das Risiko eines Verstoßes gegen die Vertraulichkeit, Integrität oder Authentizität von Daten aufgrund von Cyberangriffen oder anderen Verstößen hat in den letzten Jahren zugenommen. Dies könnte zur Manipulation und / oder zum unkontrollierten Verlust von Daten und Fachwissen und zu Reputationsschäden führen. Geschäfts- und Produktionsprozesse könnten auch vorübergehend durch Cyberangriffe gestört werden. Derartige Störungen können sich auch aus Cyberangriffen auf Lieferanten oder Dienstleister ergeben. Die ergriffenen Maßnahmen, um diesen Risiken entgegenzuwirken, umfassen das gründliche Testen von Technologien vor deren Einsatz und die Implementierung von Projekten, um die technischen Sicherheitsstandards auf dem neuesten Stand zu halten und neue Bedrohungen proaktiv zu untersuchen. Darüber hinaus ist die vorhandene IT- Infrastruktur dank implementierter Sicherheitsmaßnahmen vor unbefugtem Zugriff geschützt. Neben technischen Maßnahmen werden auch fortlaufend Schulungen für die Mitarbeiter zu den unterschiedlichsten IT-Risiken durchgeführt, um deren Verständnis für diese Risiken zu vertiefen bzw. deren Aufmerksamkeit fortwährend aufrecht zu erhalten. Finanzen und Steuern Liquiditätsrisiko Viessmann Climate Solutions verfügt über ausreichende Liquidität, um die Erfüllung aller geplanten Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit sicherzustellen. Kreditrisiken Kreditrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit, dass der Wert von Forderungen oder sonstigen finanziellen Vermögenswerten beeinträchtigt wird, weil die andere Vertragspartei Zahlungs- oder sonstige Leistungsverpflichtungen nicht erfüllen kann. Kreditversicherungsprogramme reduzieren das maximale Ausfallrisiko. Für die meisten Kunden sind Kreditlimits festgelegt. Innerhalb des Geschäftsbereichs Climate Solutions gibt es keine Kundenkonzentration, da Handwerksbetriebe unsere Hauptkunden sind. Chancen und Risiken aufgrund von Marktpreisänderungen Chancen und Risiken, die sich aus schwankenden Wechsel- und Zinssätzen sowie Marktpreisen für Rohstoffe ergeben, werden von der Finanzabteilung bzw. von den entsprechenden Geschäftsbereichsverantwortlichen kontinuierlich überwacht und gesteuert. Steuerliche Risiken Die Unternehmen des Geschäftsbereichs Climate Solutions sind weltweit tätig und unterliegen vielen verschiedenen nationalen Steuergesetzen und -vorschriften. Viessmann-Unternehmen werden regelmäßig von den Steuerbehörden in verschiedenen Ländern geprüft. Änderungen der Steuergesetze und -vorschriften, Rechtsurteile und deren Auslegung durch die Steuerbehörden sowie die Ergebnisse von Steuerprüfungen in diesen Ländern können zu höheren Steueraufwendungen und -zahlungen führen und sich somit auf die Höhe der Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten auswirken. Auch bedeutende Akquisitionen, Veräußerungen, Restrukturierungsprogramme und andere von Viessmann durchgeführte Reorganisationsmaßnahmen könnten Auswirkungen haben. Den daraus resultierenden Risiken begegnet Viessmann Climate Solutions, indem die steuerlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich analysiert und bewertet werden. Sicherheits-, Qualitäts- und Compliance-Risiken Gesundheit, Sicherheit und Umwelt Viessmann Climate Solutions legt nicht nur großen Wert auf die Sicherheit ihrer Produkte, sondern auch auf den Schutz ihrer Mitarbeiter und der Umwelt. Fehlverhalten oder Nichteinhaltung gesetzlicher Anforderungen oder Standards durch Viessmann können zu Personenschäden, Sach-, Reputations- oder Umweltschäden, Produktionsausfällen, Betriebsunterbrechungen und / oder der Haftung für Entschädigungszahlungen führen. Die von der Viessmann Gruppe festgelegten Grundsätze, Standards und Maßnahmen stellen sicher, dass die Anforderungen angemessen kommuniziert, verstanden und optimal umgesetzt werden. Geistiges Eigentum Viessmann Climate Solutions verfügt über ein Portfolio an geistigem Eigentum, das patentgeschützte Produkte umfasst. Die Rechtsabteilung überprüft regelmäßig die Patentsituation in Zusammenarbeit mit den jeweiligen operativen Einheiten und überwacht mögliche Patentverletzungen, damit bei Bedarf rechtliche Schritte eingeleitet werden können. Umgekehrt können rechtliche Schritte von Dritten wegen angeblicher Verletzung von Patent- oder Eigentumsrechten durch Viessmann Climate Solutions die Entwicklung oder Herstellung bestimmter Produkte behindern oder sogar stoppen oder die Zahlung von Geldschäden oder Lizenzgebühren an Dritte verlangen. Recht / Compliance Unternehmen der Viessmann Climate Solutions sind Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, an denen sie derzeit beteiligt sind oder die in Zukunft entstehen könnten, insbesondere in den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Antikorruptionsrecht, Patentrecht, Steuerrecht, Datenschutz und Umweltschutz. Untersuchungen möglicher Rechts- oder Regulierungsverstöße können zu zivil- oder strafrechtlichen Sanktionen führen, einschließlich erheblicher Geldstrafen und / oder anderer nachteiliger finanzieller Konsequenzen, die den Ruf schädigen und den wirtschaftlichen Erfolg beeinträchtigen können. Um die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften zu gewährleisten, hat Viessmann Climate Solutions einen Compliance Manager ernannt. Produktsicherheit und -verantwortung Viessmann Solutions bewertet die potenziellen Gesundheits- und Umweltrisiken ihrer Produkte kontinuierlich. Um Risiken durch Haftungsansprüche so weit wie möglich ausschließen zu können, werden regelmäßig umfangreiche Tests und Qualitätskontrollen am Produkt durchgeführt. Qualitäts- und regulatorische Anforderungen In fast jedem Land, in dem Viessmann Climate Solutions tätig ist, unterliegt die Geschäftstätigkeit Vorschriften, Standards und Anforderungen. Potenzielle Verstöße gegen regulatorische Anforderungen können zu zivil- oder strafrechtlichen Sanktionen führen, einschließlich erheblicher Geldstrafen, einer Einschränkung unserer Betriebsfreiheit und / oder anderer nachteiliger finanzieller Konsequenzen. Sie könnten auch das Image von Viessmann schädigen und zu sinkenden Umsätzen und / oder Margen führen. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns Die Gesamtrisikosituation der Viessmann Climate Solutions ergibt sich aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, besteht ein Risikomanagementsystem. Darüber hinaus sind nach den derzeit bekannten Informationen keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Prognosebericht Die Prognose berücksichtigt relevante Fakten und Erkenntnisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt waren und die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Sie ist in hohem Maße von der makroökonomischen Entwicklung in den für Viessmann Climate Solutions wesentlichen Absatzmärkten abhängig. Die Unsicherheit im Zuge der Einschätzung der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung setzt sich fort. Treiber sind die Auswirkungen der hohen Inflationsraten, die teils anhaltend angespannte Situation der Lieferketten sowie die insgesamt abflauende Wirtschaftsleistung. Am 25.04.2023 erfolgte die Bekanntgabe der Zusammenführung des Geschäftsbereichs Climate Solutions mit Carrier Global Corporation. Carrier ist ein weltweit führender Anbieter von intelligenten Klima- und Energielösungen mit Hauptsitz in Palm Beach Gardens, Florida (USA). Nach Abschluss der Transaktion wird die Viessmann Gruppe einer der größten Anteilseigner von Carrier. Maximilian Viessmann, CEO der Viessmann Group, wird folglich neues Mitglied des Verwaltungsrats von Carrier. Dies sichert die Einbindung der unternehmerischen Gründerfamilie und ermöglicht eine klare Ausrichtung auf langfristiges Wachstum. Durch den Zusammenschluss wird die Marktführerschaft im Wohn- und Gewerbesegment im Bereich der Klima- und Energielösungen angestrebt und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Die Partnerschaft ermöglicht darüber hinaus Kunden und Installationspartnern beider Unternehmen, dass sie auf ein breiteres Produkt- und Serviceportfolio, mehr digitale Angebote und weitere Zusatzleistungen zugreifen können. Außerdem werden sie von höheren Produktionskapazitäten und kürzeren Lieferzeiten für Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien profitieren. Das Angebot an Wärmepumpen, Batteriespeichern, Photovoltaik- und Klima- und Lüftungslösungen wird erheblich erweitert. Der Hauptsitz der Viessmann Climate Solutions bleibt in Allendorf (Eder), Deutschland. Darüber hinaus haben beide Parteien langfristige Garantien vereinbart: Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen (3 Jahre), Garantien für die wichtigsten Produktions-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte (5 Jahre) sowie den Hauptsitz in Allendorf (10 Jahre). Die Garantien sichern die langfristige Zukunft des Geschäftsbereichs. Viessmann Climate Solutions profitiert durch die Zusammenführung von der globalen Aufstellung in den Bereichen Beschaffung, Logistik, Produktion, Lieferkette, Produktentwicklung, Vertrieb und Service. Laut IWF wird für das Jahr 2024 ein Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung von 3,1% erwartet (World Economic Outlook, Januar 2024). Im Vergleich zum Oktober hat das IWF die Wachstumsprognose um 0,2%-Punkte erhöht, vor allem, da sich insbesondere der amerikanische Markt sowie einige große Schwellenländer gegenüber den aktuellen Herausforderungen und Unsicherheitsfaktoren wirtschaftlich stabiler zeigten als noch im vergangenen Jahr erwartet. Trotz deutlicher Erholungstendenzen bleibt das erwartete Wachstum hinter dem langjährigen Durchschnitt seit der Jahrtauschendwende (3,8%) zurück. Eine restriktivere Geldpolitik als Maßnahme zur Inflationsbekämpfung, abnehmende steuerliche Unterstützung angesichts hoher Verschuldungsraten und ein verhaltenes Produktivitätswachstum sind die Gründe. Im Ergebnis wird ein Rückgang der Inflationsraten auf 5,8% im Jahr 2024 und 4,4% in 2025 antizipiert (World Economic Outlook, Januar 2024). Der Geschäftsbetrieb von Viessmann Climate Solutions wird auch im Jahr 2024 und darüber hinaus von starken zugrundeliegenden Megatrends, die auch den HVAC-Markt insbesondere in Europa und Nordamerika beleben, geprägt werden: Ein unverändert starker politischer und gesellschaftlicher Wille zur Dekarbonisierung des Gebäudebestandes sowie wachsende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern - insbesondere in Europa und Deutschland. Für das Jahr 2024 wird ein insgesamt stabiler bis leicht wachsender Markt für energieeffiziente und intelligente HVAC-Lösungen erwartet. Eine besonders ausgeprägte Wachstumsdynamik ist nach wie vor im Bereich der Wärmepumpen sowie den angrenzenden Produktsektoren (Batteriespeicher, Photovoltaik, Lüftung) anzunehmen. Im Bereich der Heizsysteme auf Basis fossiler Energieträger ist der Marktausblick seitwärts bis leicht negativ einzuschätzen. Der gesamte HVAC-Markt wird maßgeblich von der regulatorischen Entwicklung und den daraus resultierenden Verbraucherpräferenzen beeinflusst. Historische Betrachtungen zeigen deutlich, dass lokale regulatorische Rahmen- und Förderbedingungen einen größeren Einfluss als der allgemeine konjunkturelle Zyklus auf den Geschäftsverlauf haben. Das aktuelle regulatorische Umfeld und das daraus resultierende Kundenverhalten dämpft die Erwartungen zur Entwicklung der Profitabilität für das Jahr 2024 deutlich. Insgesamt wird ein deutlicher Rückgang des EBITA im zweistelligen Prozentbereich antizipiert. Dies gilt auch für die Einzelgesellschaft Climate Solutions SE. Zu beachten ist indes, dass sich die Prognose auf Konzernebene auf einen veränderten Kreis von Gesellschaften bezieht, der sich aus der Zusammenführung mit Carrier ergibt. Die grundlegenden strukturellen Änderungen in der Betrachtungsweise führen dazu, dass sämtliche Gesellschaften der Viessmann Climate Solutions, die außerhalb Europas ansässig sind, unberücksichtigt bleiben. Im Gegenzug finden einzelne europäische Carrier-Gesellschaften Einzug in die Prognose. Eine Vergleichbarkeit des EBITA zum abgelaufenen Geschäftsjahr ist daher nur eingeschränkt gegeben. Schlussbemerkung Die Gesellschaft Viessmann Climate Solutions SE hat bei den in diesem Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen im Berichtszeitraum zwischen 1. Juli 2023 und 31. Dezember 2023 nach den Umständen, die zu dem jeweiligen Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen und die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Allendorf (Eder), den 29. August 2024 Thomas Heim Dr. Markus Klausner Konzernbilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 (Vorjahr: 01. Januar bis 31. Dezember 2022)
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Mutterunternehmen ist die Viessmann Climate Solutions SE mit Sitz in Allendorf (Eder). Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Marburg unter HRB 7562 eingetragen. Die Viessmann Climate Solutions SE stellt ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB auf. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss wurden neben der Viessmann Climate Solutions SE als Mutterunternehmen die Abschlüsse der in der Liste Anteilsbesitz (Anlage 3 zum Konzernanhang) entsprechend aufgeführten in- und ausländischen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der nachfolgend unter Abschnitt a) genannten Gesellschaften, einbezogen. a) Nicht einbezogene Gesellschaften Aufgrund einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde von dem Einbeziehungswahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und auf die Einbeziehung der folgenden Tochterunternehmen in den Konzernabschluss verzichtet: Name und Sitz des nicht einbezogenen Tochterunternehmens Clipper Enterprises Limited, Salisbury/England Viessmann Australia PTY Ltd., Sydney/Australien Viessmann Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh City/Vietnam Aufgrund einer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde, unter Bezugnahme auf § 311 Abs. 2 HGB, für die folgenden assoziierten Unternehmen auf die Anwendung des § 312 HGB verzichtet: Name und Sitz des nicht einbezogenen assoziierten Tochterunternehmens DBT Verwaltungs GmbH, Münster b) Zusammenfassende Darstellung der Erstkonsolidierungen
c) Entkonsolidierungen Name und Sitz der entkonsolidierten Gesellschaft BioFerm GmbH, Schwandorf OOO Viessmann, Moskau/Russland OOO Viessmann Lipetsk, Lipetsk/Russland d) Konsolidierungsgrundsätze Die Aufstellung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den folgenden Grundsätzen:
Die im Vorjahr angewandten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten. III. Währungsumrechnung 1. Die Umrechnung der Bilanzwerte der einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte, soweit die Abschlüsse nicht in Euro aufgestellt wurden, bis auf das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, einheitlich zu dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Der Differenzbetrag zum jeweiligen Einstandskurs wird erfolgsneutral als separater Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. Die sich aus den unterschiedlichen Abschlussstichtagskursen ergebenden Umrechnungsdifferenzen im Brutto- Anlagengitter wurden mit den jeweiligen Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen erfolgsneutral verrechnet. 2. In den Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Gesellschaften, soweit nicht in Euro aufgestellt, sind alle Aufwendungen und Erträge grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet worden. Die Unterschiedsbeträge aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden ebenfalls erfolgsneutral in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet. 3. Bei der Währungsumrechnung in den Einzelabschlüssen wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Transaktionen während des Geschäftsjahres sind zum jeweiligen Tagesdurchschnittskurs umgerechnet worden. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und deren Änderungen 1. Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt waren und soweit die Abweichungen wesentlich waren, entsprechend angepasst worden. 2. Soweit bei der Kapitalkonsolidierung die Beteiligungsbuchwerte niedriger als der Betrag des aufzurechnenden Eigenkapitals sind, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. TEUR 21.626 (Vorjahr: TEUR 21.626) dieses Unterschiedsbetrags resultieren aus Gewinnthesaurierungen durch das Auseinanderfallen des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter- Verhältnisses und des Zeitpunkts der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Aus diesem Grund erfolgt der Ausweis im Konzernergebnisvortrag. Soweit die Beteiligungsbuchwerte höher als die entsprechenden Eigenkapitalanteile waren, sind die sich ergebenden Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 29.935 als Geschäfts- oder Firmenwert und in Höhe von TEUR 3.752 durch Aufdeckung von stillen Reserven abzüglich stillen Lasten aktiviert worden. 3. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und bei außergewöhnlichen Wertminderungen um außerplanmäßige Abschreibungen aktiviert. Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 2 bis 12 Jahren und die Geschäfts- oder Firmenwerte über 10 Jahre ab Erwerbszeitpunkt abgeschrieben. Die jeweilige Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wird dabei für jede Gesellschaft individuell anhand ihrer Technologie, ihren Mitarbeitern und ihrer langfristigen Kundenbeziehungen sowie anhand erwarteter Synergieeffekte begründet. In diesem Zeitraum erfolgt zudem unabhängig von der planmäßigen Nutzungsdauer eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes. 4. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und bei außergewöhnlichen Wertminderungen um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 33 Jahren für das bewegliche Sachanlagevermögen und längstens 55 Jahren für das abnutzbare unbewegliche Anlagevermögen überwiegend nach der linearen Methode. Bei den einbezogenen Auslandsgesellschaften sind die dort festgelegten Nutzungsdauern für die jeweiligen Wirtschaftsgüter in den Konzernabschluss übernommen worden, soweit sie mit den deutschen Rechnungslegungsvorschriften vereinbar sind. 5. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens und zu Anlagezwecken gehaltenen Anteile an Gesellschaften sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. bei assoziierten Unternehmen zum fortgeschriebenen Wert at equity bilanziert. Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich eventueller Tilgungszahlungen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 6. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wiederbeschaffungspreis bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, wobei in angemessenem Umfang Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen einbezogen sind. Zur verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Nennbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden, soweit ihnen aktivierte Herstellungskosten gegenüberstanden, mit dem Erfüllungsbetrag ohne Umsatzsteuer offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. 7. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bzw. Barwert angesetzt. Für die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Kreditrisiken bestehen angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. 8. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen aufgrund von temporären Differenzen. Von dem Aktivierungswahlrecht für latente Steuern aus den einbezogenen Einzelabschlüssen wurde kein Gebrauch gemacht. In der Konzernbilanz werden aktive (TEUR 24.506) und passive latente Steuern (TEUR 5.007) saldiert ausgewiesen. Für die Berechnung der latenten Steuer wurde innerhalb des Organkreises ein Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) bzw. ein Konzernsteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) zugrunde gelegt. 9. Investitionszuschüsse und -zulagen sind in einen Sonderposten eingestellt worden, der zur periodengerechten Abgrenzung entsprechend den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst wird. 10. Die Rückstellungen für Pensionen entfallen auf in- und ausländische Gesellschaften. Sie sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet worden. Die zugrundeliegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Als Rechnungszins für die Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen (Österreich, Frankreich, Italien, Türkei und Dubai), Jubiläum und Hinterbliebenenbezüge wurde im Wesentlichen ein zum 31. Dezember 2023 qualifiziert geschätzter Zins bei einer Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Dieser wurde durch Fortschreibung des von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Zehn-Jahres- Durchschnittszinses für die Pensionen und pensionsähnlichen Abfertigungen (Österreich und Frankreich) bzw. Sieben-Jahres-Durchschnittszinses für die Hinterbliebenenbezüge sowie des sich bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit ergebenden Durchschnittszinses für die übrigen Abfertigungen und Jubiläum jeweils zum 30. September 2023 bzw. 31. Oktober 2023 ermittelt. Die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 725. Der Konzern macht von der Möglichkeit des Wahlrechts aus der Veränderung des Rechnungszinses Gebrauch und hat den Differenzbetrag aus Dienstzeitaufwand und den im Geschäftsjahr erbrachten Leistungszahlungen im operativen Ergebnis als Personalaufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen tragen in angemessenem Umfang und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sowie unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Die Rückstellungen wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres- Durchschnittszins zum 31. Dezember 2023 abgezinst worden. Im Rahmen der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die unentziehbaren Möglichkeiten der Arbeitnehmer zur Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung, die aus laufenden Verträgen resultieren, in Höhe der voraussichtlich entstehenden Aufstockungsbeträge und der Erfüllungsrückstände berücksichtigt. Die für diese Verträge entstehenden Abfindungsverpflichtungen gemäß § 6 TV-BB bzw. § 12 des Tarifvertrags zum flexiblen Übergang in die Rente (TV FlexÜ) wurden ebenfalls in den sonstigen Rückstellungen bilanziert. 11. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, Rentenverpflichtungen mit dem Barwert passiviert. 12. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen kurz- und mittelfristige Abgrenzungen. Ausgaben/Einnahmen des Geschäftsjahres, die Aufwand/Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktiver/passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der so genannten Bruttomethode und ist aus der Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich. Für gewährte Bankgarantien wurden Wertpapiere des Anlagevermögens, in Höhe TEUR 368 verpfändet. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wechsel in Höhe von TEUR 20.993 enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die nicht im Konzernkreis sind (TEUR 510) und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 239) resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen besitzen eine Fälligkeit von weniger als 1 Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 654 noch nicht verrechenbare Vorsteuern, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Fälligkeit größer ein Jahr in Höhe von TEUR 876 enthalten. 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 17.343 gebildet. Darin enthalten ist ein Disagio in Höhe von TEUR 28. 4. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern entfallen ausschließlich auf Sachverhalte aus dem Konzernabschluss (Konsolidierungsmaßnahmen). Für die Berechnung der latenten Steuer wurde innerhalb des Organkreises ein Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) bzw. ein Konzernsteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) zugrunde gelegt. Die sich ergebende latente Steuer resultiert im Wesentlichen aus der Zwischengewinneliminierung, aus der Schuldenkonsolidierung sowie der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. 5. Eigenkapital Der in den Bilanzgewinn einbezogene Gewinnvortrag beträgt TEUR 211.119. Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 200.000 ist eingeteilt in 200.000.000 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Namen. Die Veränderungen in den Gewinnrücklagen setzen sich zusammen aus Einstellungen in die Rücklagen in Höhe von TEUR 34.057 und sonstigen Veränderungen in Höhe von TEUR 311. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Garantierückstellungen (TEUR 152.766) und Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich (TEUR 135.399). 7. Verbindlichkeiten Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Konzernanhang). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, durch Sicherungsübereignung von einzelnen Gegenständen des Sachanlagevermögens, Vorräten, Forderungen sowie durch Verpfändung von Bankguthaben (TEUR 1.366) gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die nicht im Konzernkreis sind (TEUR 302) und die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 11), resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 28.493 und im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 11.756. Aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Halbfabrikaten und Waren sowie Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Wartungs-, Service- und Dienstleistungsverträgen ergeben sich folgende Aufwendungen:
Das Bestellobligo für Investitionen beträgt TEUR 12.717. Aus Werbe- und Sponsoringverträgen ist mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 33.396 zu rechnen. Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken. 9. Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Durch die erstmalige Einbeziehung von in 2023 neu erworbenen bzw. gegründeten Tochterunternehmen, der erstmaligen Vollkonsolidierung der oben genannten Gesellschaften sowie der Entkonsolidierung der oben genannten Gesellschaften, wurden die Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt beeinflusst:
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Nach den statistischen Aufzeichnungen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von TEUR 139 aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen enthalten. Periodenfremde Erträge ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 17.724), Anlagenabgängen (TEUR 4.899), Erstattungen von Versicherungen und Schadenersatzleistungen (TEUR 1.999), der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Erträge aus ausgebuchten Forderungen (TEUR 2.566), Kostenerstattungen für Vorjahre und der Inanspruchnahme von sonstigen Rückstellungen (TEUR 1.225), sowie der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 112). 3. Personalaufwand Die von der Agentur für Arbeit für eine Tochtergesellschaft erstatteten pauschalierten Sozialversicherungsbeiträge (Kurzarbeitergeld) wurden mit den Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung verrechnet. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält sonstige Steuern in Höhe von TEUR 6.032. Periodenfremde Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 2.229), Forderungsverlusten (TEUR 523), sowie nachträglichen Kostenrechnungen (TEUR 37). 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Ertrag enthalten TEUR 2.487 Nachzahlungen für Vorjahre und TEUR 1.019 Erstattungen für Vorjahre. Der Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Pillar-Two- Modellregelungen. Die Pillar-Two-Gesetzgebung wurde in Deutschland, dem Land, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat, beschlossen und ist seit dem 28.12.2023 in Kraft. Da die Pillar-Two-Gesetzgebung für das Geschäftsjahr nicht anzuwenden ist, unterliegt der Konzern aktuell dahingehend keiner Steuerbelastung. Gemäß der Pillar-Two-Gesetzgebung muss der Konzern bei niedrig besteuerten Geschäftseinheiten eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem jeweiligen Effektivsteuersatz und dem Mindestsatz von 15% zahlen. Auf Grund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung und der Berechnung des Effektivsteuersatzes sind die quantitativen Auswirkungen der beschlossenen oder in Kraft getretenen Gesetzgebung noch nicht verlässlich abschätzbar. 7. Nicht beherrschende Anteile Auf nicht beherrschende Anteile existieren entfallende Gewinne in Höhe von TEUR 17. 8. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer entfällt in Höhe von TEUR 229 auf Abschlussprüfungsleistungen für einbezogene Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sowie in Höhe von TEUR 1.092 auf Steuerberatungsleistungen, in Höhe von TEUR 1.032 auf andere Bestätigungsleistungen und in Höhe von TEUR 921 auf sonstige Leistungen. VII. Kapitalflussrechnung Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
VIII. Ergebnisverwendung Die geschäftsführenden Direktoren werden der Hauptversammlung der Viessmann Climate Solutions SE vorschlagen den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. IX. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern folgende Mitarbeiter:
2. Geschäftsführung, Verwaltungsrat und Hauptversammlung Der Verwaltungsrat setzte sich wie folgt zusammen: Herr Dipl.-Wirt. Ing Maximilian Viessmann, Battenberg (Eder) (Vorsitzender) (bis 2. Januar 2024), Herr Dr. Albert Christmann, Bielefeld (stellvertretender Vorsitzender) (bis 2. Januar 2024), Herr Dipl.-Kfm- Dr. Ulrich Hüllmann, Dortmund (bis 2. Januar 2024), Herr Dipl.-Wirt. Ing. Dr. Markus Klausner, Bad Wildungen (bis 2. Januar 2024), Herr Dipl.-Kfm, Thomas Heim, Marburg, Frau M. B. A. Frauke von Polier, Berlin (bis einschließlich 30. November 2023), Herr Dr. Hans-Jörg Harth, Essen (ab 1. Mai 2023 bis einschließlich 31. Dezember 2023), Herr Dipl.-Ing.Stefan Brandl, Landshut (bis 2. Januar 2024), Herr Timo Salzsieder, Düsseldorf (bis einschließlich 30. April 2023), Frau Vanessa Hellwing, Bromskirchen (bis einschließlich 20. März 2024), Herr Dr. Karsten Hoppe, Heidelberg (bis einschließlich 31. Dezember 2023) und Herr Ole Fritjof Oldenburg, Oberursel (Taunus) (bis einschließlich 30. November 2023). Die außerordentliche Hauptversammlung vom 2. Januar 2024 bestellte die folgenden neuen Mitglieder des Verwaltungsrats: Herr David Gitlin, Herr Randy Michel, Herr Kevin O'Connor, Frau Nadia Villeneuve. Durch Beschluss des Verwaltungsrats vom 18. Februar 2024 wählte der Verwaltungsrat Herrn David Gitlin zum Vorsitzenden und Frau Nadia Villeneuve zur stellvertretenden Vorsitzenden. Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 20. März 2024 wurden folgende Mitglieder des Verwaltungsrats - jeweils mit sofortiger Wirkung - abberufen: Frau Vanessa Hellwing, Herr Kevin O'Connor, Herr Randy Michel. Zum heutigen Tag besteht der Verwaltungsrat der Viessmann Climate Solutions SE somit aus den folgenden Mitgliedern: Herr David Gitlin - Vorsitzender des Verwaltungsrats, Herr Thomas Heim - Mitglied des Verwaltungsrats und geschäftsführender Direktor, Frau Nadia Villeneuve - stellvertretende Vorsitzende. Geschäftsführende Direktoren im Geschäftsjahr 2023 waren: Herrn Thomas Heim, Marburg (CEO) Frau Vanessa Hellwing, Bromskirchen (CFO) (bis einschließlich 17. Mai 2024), Herrn Dr. Karsten Hoppe, Heidelberg (CSO) (bis 31. Dezember 2023), Herrn Dr. Markus Klausner, Bad Wildungen (CTO) und Frau Frauke von Polier, Berlin (CPO) (bis 2. Januar 2024). Die Bezüge für die Geschäftsleitungsmitglieder der Muttergesellschaft betragen für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.091. Für zwei ehemalige Geschäftsführer besteht eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 1.136. Die Vergütung für den Verwaltungsrat betrug für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 773. 3. Anteilsbesitz Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt in einer gesonderten Anlage (Anlage 3 zum Konzernanhang). 4. Unbeschränkt haftende Gesellschafterin Angaben sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes enthalten. 5. Befreiung von der Aufstellung von Lageberichten und der Offenlegung der Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Viessmann Climate Solutions SE haben für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 3 zum Konzernanhang) entsprechend gekennzeichneten Unternehmen befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB. Nachtragsbericht Mit Vertrag vom 25. April 2023 des Notars Dr. Carsten J. Angersbach, Frankfurt/Main Nr. 67/2023 wurde die Business-Area Climate Solutions und somit auch die Viessmann Climate Solutions SE an die Carrier Clobal Corporation mit Sitz in Palm Beach Gardens (Florida, USA) veräußert. Hierbei wurden Bedingungen an den Vertrag geknüpft, die nach Erledigung durch ein Closing den Vertrag bindend machen. Das Closing erfolgte am 03. Januar 2024. Am 10. Juni 2024 wurden sämtliche Anteile an der Viessmann Faulquemont SAS, Faulquemont, Frankreich und der Viessmann France SAS, Faulquemont, Frankreich an eine Carrier-Gesellschaft außerhalb des ursprünglichen Konsolidierungskreises des Teilkonzerns Viessmann Climate Solutions SE verkauft. Der Verkaufspreis betrug EUR 443,9 Mio.
Allendorf (Eder), den 29. August 2024 Thomas Heim Dr. Markus Klausner
Anteilsbesitzliste der Viessmann Climate Solutions SE
1) Befreiung Offenlegung gemäß §
264 Abs. 3 HGB
KonzernanlagenspiegelEntwicklung des Konzern-Anlagevermögens (Konzern-Anlagengitter) in EUR 31.12.2023
Kapitalflussrechnung von 01. Januar - 31. Dezember 2023
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Entwicklung des Konzerneigenkapitals (Konzerneigenkapitalspiegel) für das Geschäftsjahr 2023Viessmann Climate Solutions SE
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Viessmann Climate Solutions SE, Allendorf (Eder) Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Viessmann Climate Solutions SE, Allendorf (Eder), und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Viessmann Climate Solutions SE, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der nicht- geschäftsführenden Mitglieder des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Die nicht-geschäftsführenden Mitglieder des Verwaltungsrats sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 29. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Thomas Ull, Wirtschaftsprüfer Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer
Allendorf (Eder), 30. August 2024 David Gitlin, Vorsitzender des Verwaltungsrats Nadia Villeneuve, stellvertretende Vorsitzende Thomas Heim, Mitglied des Verwaltungsrats und Chief Executive Officer der Gesellschaft |
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