Georg Martin GmbH
Martinstraße 55, 63128 Dietzenbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Vögele seit 29.1.2018 | Prokura |
Pavina Martin seit 29.1.2018 | Prokura |
Christoph Martin seit 11.6.2014 | Geschäftsführer |
Michael Fitzner seit 11.6.2014 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Georg Martin GmbHDietzenbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023Georg Martin GmbH Werkzeug- und Apparatebau, DietzenbachAKTIVA
PASSIVA
Eigenwährung EUR Anlagenspiegel Bilanzkonto deutsches HandelsrechtVerdichtung: Bilanzkonto - alle Anlagegüter
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Georg Martin GmbH Werkzeug- und Apparatebau, Dietzenbach
ANHANG zum 31.12.2023Georg Martin GmbH Werkzeug- und Apparatebau, DietzenbachAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Georg Martin GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie die einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten sind Euro. Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Der Jahresabschluss enthält keine Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen Im Berichtsjahr war kein Anlass zur Anpassung von entsprechenden Positionen gegeben. Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens- Finanz- und Ertragslage Zusätzliche Sachverhalte, die Angaben zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage erforderlich machen würden, liegen nicht vor. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert nachfolgend dargestellte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden innerhalb steuerrechtlich zugelassenen voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Diese Handhabung entspricht auch den wirtschaftlichen Gegebenheiten. Verzinsliche Ausleihungen werden zum Nennwert, unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert angesetzt. Sonstige Wertpapiere des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs 2 HGB aktiviert. In den Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind, einbezogen. Die Fertigerzeugnisse werden im Berichtsjahr mittels eines progressiv gestalteten, kalkulatorischen Bewertungsverfahrens bewertet. Dem Niederstwertprinzip wird zudem durch eine EDV-gestützte Staffelbewertung Rechnung getragen. Für die Bestände an Verpackungen, Heizöl und Hilfsstoffen sowie für die Warenautomatenbestände wurden Festwerte gebildet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr liegen, wie im Vorjahr, nicht vor. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Vorjahr unverändert in Höhe von 1.000.000,00 DM (521.517,72 EUR) zum Nennbetrag angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 3.552,00. Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellung erfolgte unter Zugrundelegung
Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche (10-Jahres-Durchschnitt) Marktzinssatz in Höhe von 1,82 % (VJ: 1,78%) verwendet. Der Unterschied zur 7-Jahres-Durchschnittsbildung (1,74%; VJ: 1,44%) beträgt EUR 47,00 (VJ: EUR 148,00). In dieser Höhe liegt eine Ausschüttungssperre vor. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekanntgegeben werden. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind am Bilanzstichtag nicht vorhanden. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die sonstigen Rückstellungen von insgesamt EUR 996.933,00 beinhalten Rückstellungen für:
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 1.020.564,29 (Vorjahr: EUR 1.186.871,93). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es ergeben sich vertraglich vereinbarte finanzielle Verpflichtungen aus Pacht- und Wartungsverträgen in einem Gesamtumfang von jährlich EUR 1.476.412,09. Diese setzen sich zusammen:
Davon bestehen gegenüber der Besitzgesellschaften EUR 191.718,60 aus Pachtverpflichtungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Aas. 2 HGB gewählt. Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 19.176.580,28 setzen sich wie folgt zusammen: Erlöse Inland: EUR 13.519.832,71 Erlöse EU-Ausland: EUR 3.555.356,79 Erlöse Drittland: EUR 2.101.390,78 Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Auf Gegenstände des Finanzanlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 0,00 (VJ: EUR 0,00) vorgenommen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsen für Gesellschafterdarlehen sind in Höhe von EUR 84.209,49 (Vorjahr: EUR 2.706,00) enthalten. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung ergab sich ein Zinsaufwand in Höhe von EUR 63,00 (Vorjahr: EUR 108,00). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Zum Geschäftsführer war im Zeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023 der Kaufmann Christoph Martin, 63128 Dietzenbach, bestellt. Hinsichtlich der Angabe der Organbezüge wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Unterschrift der Geschäftsführung
Dietzenbach, 21.03.2025 Unterschrift BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Georg Martin GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Georg Martin GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Georg Martin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Würzburg, 07.03.2025 FRANKEN-TREUHAND GMBH Seel, Wirtschaftsprüfer Wittmann, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Georg Martin GmbH besteht seit 1945 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 30 Angestellte und 79 gewerbliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Gegenstand der Gesellschaft ist der Werkzeug- und Apparatebau. Die Gesellschaft befasst sich mit der Fertigung von Zwischenlagen sowie Stanz- und Tiefziehteilen für den Maschinen- und Anlagenbau, sowie für Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die laminierten und soliden Zwischenlagen dienen bei der Baugruppenmontage für den präzisen Toleranzausgleich der Konstruktionselemente und werden weltweit in den verschiedenen Industriesparten benötigt. Ebenso werden komplexe Umformteile für die Zulieferindustrie der Automobilwirtschaft und für Unternehmen der Druckmaschinenindustrie hergestellt. 2. Zweigniederlassungsbericht Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen. 3. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft ist im Besitz mehrerer Eigenpatente. Deren Nutzung ist weiterhin Gegenstand der Produktoptimierung. Fremdlizenzen hingegen werden nicht eingesetzt. Insofern ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach den wirtschaftlich schwierigen Jahren 2020 und 2021, geprägt durch die Corona-Pandemie, hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage durch globale Konflikte in 2022 und 2023 uneinheitlich entwickelt. Das preisbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Angaben des statistischen Bundesamtes in 2023 um 0,1% gefallen Der Umsatz im produzierenden Gewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in 2023 um 0,68% gestiegen. 2. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse aller Geschäftsbereiche haben sich im Berichtsjahr von rd. 18,3 Mio. EUR auf rd. 19,18 Mio. EUR erhöht. Die Gesamtleistung des Unternehmens ist um 8,28 % auf rd. 19,6 Mio. EUR insgesamt gestiegen. Die Gewichtung der Umsätze, die auf die wesentlichen Produktsparten entfallen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. 3. Darstellung und Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage Die Georg Martin GmbH hat 2023 ein EBIT in Höhe von 1.551,53 TEUR (i. Vj. 1.533,8 TEUR) erwirtschaftet. Das Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus den deutlich gestiegenen Umsatzerlösen. Für Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr rd. 270 TEUR mehr aufgewandt worden. Gemessen an der Gesamtleistung betragen sie im Berichtsjahr 36,6 % nach 37,08 % im Vorjahr. Die Kosten für Material und bezogene Fremdleistungen sind um 687 TEUR gestiegen und betragen im Verhältnis zur Gesamtleistung 33,26 % nach 32,1 % im Vorjahr. Die Betriebs-, Verwaltungs-, Vertriebs- und sonstige Kosten betragen im Berichtsjahr im Verhältnis zur Gesamtleistung insgesamt 20,58 % nach 27,6% im Vorjahr. b) Finanzlage Die Bilanzsumme ist um 1.411 TEUR auf 12.021 TEUR (Vorjahr 10.610 TEUR) gestiegen. Die wesentliche Zunahme resultiert aus der Erhöhung der liquiden Mittel um rd. 1.460 TEU TEUR sowie der Zunahme der immateriellen Vermögensgegenstände um rd. 784 EUR. Dagegen sind die sonstigen Verbindlichkeiten um rd. 84 TEUR niedriger sowie die Rückstellungen um rd. 414 TEUR höher ausgewiesen, während die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für Investitionen im Bereich der Sachanlagen durch planmäßige Rückführung um rd.166 TEUR niedriger als im Vorjahr auszuweisen sind. Die Gesellschaft konnte auch im Geschäftsjahr auf eine Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien verzichten. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen sind stets durch sofortige Zahlungen erfüllt worden. Die Zahlungsfähigkeit hierzu war jederzeit gegeben. c) Vermögenslage Das Eigenkapital der Gesellschaft wird zum 31.12.2023 in Höhe von 8.101 TEUR (Vorjahr 7.032 TEUR) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote hat sich danach auf rd. 67% (Vorjahr rd. 66%) geringfügig verbessert. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden. Investitionen und Ersatzbeschaffungen des Anlagevermögens im Bereich Sachanlagevermögen werden weitestgehend im Rahmen der Betriebsaufspaltung durch das Besitzunternehmen auf der Grundlage eines Betriebsüberlassungsvertrages vorgenommen. Daher sind stille Reserven im Bereich des Sachanlagevermögens nur in geringem Umfang vorhanden. 4. Gesamtaussage Durch ein stabilisiertes Wirtschaftsumfeld mit nachlassenden Materialengpässen ist es uns im Berichtsjahr wiederum gelungen, die Umsatz- und Gewinnziele des Vorjahres zu übertreffen. Wesentliche Grundlagen hierfür sind einerseits unsere Bemühungen um kurzfristige Lieferfähigkeit unseres Proktportfolios und unsere maßvolle Politik bei der Gestaltung unserer Absatzpreise. Dazu zählt ebenfalls eine umsichtige Gewinnung von geeigneten Fachkräften. Wir erwirtschaften unseren Umsatz nahezu unverändert mit rd. 72% im Inland und rund 18% im EU-Ausland sowie rund 10% außerhalb dieser Absatzmärkte in Drittländern. Prozesse zur Produktivitätssteigerung, eine maßvolle Preispolitik und vorausschauende Personalpolitik haben uns 2023 in die Lage versetzt, dass wieder ein deutlicher Gewinn erzielt worden ist. Aufgrund aktuell rückläufiger Auftragseingänge der deutschen Industrie, gehen wir für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 von rückläufigen Umsätzen und Ergebnissen aus. Für 2024/2025 wird jedoch abzuwarten sein, welche gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse in unserem stärksten Absatzmarkt gegeben sein werden. Insgesamt hat sich unser Unternehmen im Berichtsjahr besser entwickelt als erwartet. Unverändert ist unsere Finanzlage sehr gefestigt. Die Kapitalausstattung der Gesellschaft ist mit einer Eigenkapitalquote von rd. 67% solide. Bestandsgefährdende Risiken bestehen für unser Unternehmen nicht. III. Prognosebericht Nach Abnahme der Auswirkungen der Covid-Pandemie war eine konjunkturelle Erholung für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 zu erwarten. Die für uns wichtigen Industriezweige Luftfahrtindustrie und Maschinen und Anlagenbau haben ihre Produktion weitgehend auf einem etwas geringeren Niveau stabilisieren können. Im Bereich der Automobilindustrie ist durch die Gegebenheiten auf den internationalen Märkten davon auszugehen, dass die Absatzzahlen weiter zurückgehen werden. Beeinträchtigungen haben sich jedoch aus dem Ukraine-Krieg seit Februar 2022 und dem daraus folgenden Anstieg der Energiepreise ergeben. Obwohl sich die Energieversorgungslage mittlerweile wieder entspannt hat, sind Energiekrise und Inflation noch nicht überwunden. Wir gehen davon aus, dass diese Faktoren die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin belasten werden. Wir gehen davon aus, dass die Energiekrise und nachlassende Auftragseingänge die wirtschaftliche Entwicklung in 2024 weiterhin negativ beeinflussen werden. Das Wirtschaftswachstum lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2024 bei -0,2%. Der Sachverständigenrat der Wirtschaft geht für das Jahr 2025 von einem Wachstum von 0,4% aus. Auftragseingänge und Umsätze für das Geschäftsjahr 2024 spiegeln die gesamtwirtschaftlich schwierige Situation wieder, so dass wir für 2024 einen um etwa 9% rückläufigen Umsatz ausweisen werden und mit einer deutliche Verschlechterung des Gesamtergebnisses rechnen. Würden sich für die gesamtwirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges, für den Wechsel vom Einsatz fossiler Energie zur Versorgung mit alternativen Energieträgern für die Unternehmen sowie für die Inflationsbekämpfung im Euro-Raum mittelfristig marktverträgliche Lösungen finden lassen, gehen wir davon aus, dass sich unsere Geschäftsergebnisse wieder positiv entwickeln. IV. Chancen- und Risikobericht Die Entwicklung der Geschäftsjahre 2022 und 2023 zeigen uns, dass die Sicherstellung der Lieferfähigkeit, eine hochwertige Produktqualität und die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentliche Grundlagen für unseren Geschäftserfolg sind. Weiterhin investieren wir in energiesparende Produktionsprozesse und die Digitalisierung weiterer Geschäftsfelder. Dazu gehört auch in möglichst vielen Unternehmensteilen klimaneutrale Prozesse zu etablieren. Nachdem der Ukraine-Krieg und dessen Folgen auf die Energieversorgung und deren ökonomische Auswirkungen weiter anhalten sollten, ist es auch die Inflation, die eine schnellere und nachhaltigere wirtschaftliche Erholung bis vor kurzem in Frage gestellt hat, die weiter belasten werden. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, wie sich die jüngsten politischen Veränderung in den USA aber auch in Europa und Deutschland auf die wirtschaftliche Situation auswirken werden. Als mittelständischen Unternehmen werden wir gerade den Rückgang der Inflation mit vermutlich weiter sinkenden Beschaffungspreisen nutzen können, um die Kostensteigerungen im Personal- und Energiebereich teilweise abzufangen. Es lässt sich nicht abschließend beurteilen, wann und in welchem Ausmaß die Folgen des Krieges und die Inflation oder geopolitischen Risiken Auswirkungen auf unsere Absatzmärkte haben werden. Auch wenn unser Absatzmarkt im Wesentlichen im Inland ist, bleibt die makroökonomische Situation, die das gesamtwirtschaftliche Verhalten verschiedener Wirtschaftsektoren und Märkte bestimmt, herausfordernd.
Georg Martin GmbH gez. Christoph Martin, Geschäftsführer |
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