GEBO CW und Service GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Maas seit 6.8.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Vill seit 19.9.2023 | Geschäftsführer |
Gerhard Kerschbaummayr seit 19.10.2022 | Geschäftsführer |
Elke Süggeler seit 19.10.2022 | Prokura |
Thomas Bocks seit 19.10.2022 | Prokura |
Manuela Schlotmann seit 19.10.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GEBO Armaturen GmbHMettmannJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Als Geschäftsführer der GEBO Armaturen GmbH in Mettmann erstatten wir gemäß § 289 HGB den nachfolgenden Lagebericht: I. Gegenstand des Unternehmens und historische Entwicklung Die GEBO Armaturen GmbH wurde 1978 in Schwelm gegründet. Zum Kerngeschäft gehören die Weiterentwicklung, Herstellung und der Verkauf von Reparatur-Klemmverbindern. Diese Produkte wurden von Vorunternehmen vor über siebzig Jahren entwickelt und patentiert. Der Markenname "GEBO" ist ein Synonym für eine zeit- und kostensparende Montage in der Haustechnik. Der Klemmverbinder ermöglicht das Verbinden von Rohren ohne Schweißen und Gewindeschneiden. Die GEBO-Gruppe beliefert den europäischen Markt mit eigenen Gesellschaften in Deutschland, Polen, Spanien, Italien, Frankreich, Tschechien, Ungarn, Estland, der Russischen Föderation sowie Ukraine. Ferner wurde im Berichtszeitraum die Gründung eine neue Tochtergesellschaft in den Niederlanden vorbereitet, um künftig die Märkte in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg unmittelbar von der niederländischen Tochter aus bearbeiten zu können. Weitere Länder werden als Exportmärkte von den jeweiligen Gesellschaften beliefert; Österreich und Schweiz werden von der deutschen Gesellschaft bedient; Portugal sowie Mexiko werden aus Spanien beliefert; Griechenland wird von Italien aus bedient; von den Gesellschaften in Ungarn und Polen werden weitere Märkte in der Balkanregion und vom Baltikum (Estland) in Skandinavien bedient. Aufgaben der "Zentralgesellschaft" GEBO Armaturen GmbH sind neben dem Vertrieb das Vorhalten der zentralen Funktionen mit der Verantwortung für die strategische Steuerung der gesamten GEBO-Gruppe. Dazu gehören das Management-Team, das Marketing, das Engineering, das Supply Chain Management, die zentrale Finanzsteuerung, die Richtlinienkompetenz der Rechnungslegung und das Controlling. Weiterhin wird für die GEBO-Gruppe in Mettmann die Montage von neuen Produkten durchgeführt. Als Sonderaufgabe kommt die im Jahr 2022 begonnene Implementierung eines neuen ERP-Systems hinzu, die aus der GEBO Armaturen GmbH heraus für die Gruppe finanziert und koordinierend vorangetrieben wird. Die Fertigung der Standardprodukte erfolgt bei der GEBO Technika Sp.z.o.o. in Polen, welche sie allen Gesellschaften der Gruppe zuliefert. Die Fertigungsstätten sind nach DIN ISO 9001 zertifiziert. Eine Basis für nachhaltigen Erfolg und Wachstum der familiengeführten GEBO-Gruppe beruht auf der stetigen marktgerechten Aktualisierung und Ausweitung des Produktportfolios, der hohen Produkt- und Lieferqualität, einem ausgezeichneten Kundenservice, guten Ideen und der richtigen Mischung aus Kompetenz und Verlässlichkeit. Das angebotene Produktportfolio ist artverwandt hinsichtlich seines Einsatzes in der Haustechnik oder steht in Zusammenhang mit der ursächlichen Verwendung. Zum Produktprogramm gehören das GEBO Original, also die Temperguss-Klemmverbinder, Messing-Klemmverbinder, erweitert um Multi GEBO (Klemmverbinder für Mehrschichtverbundrohre), Edelstahldichtbänder (GEBO Unifix), Kunststoff-Klemmverbinder (GEBO Plast), Temperguss-Fittings, Rohrdoppelnippel, die Produktfamilie g316 mit Edelstahl-Fittings und -Nippel, Flüssigdichtmittel (GEBO Liquid) sowie die im Vorjahr eingeführten Mini GEBO, einem mit Inbusschlüssel anschließbaren Kompaktadapters mit Klemmanschluss für den Anschluss von Heizkörpern und Installationen im Trinkwasserbereich. Obwohl der primäre Anwendungsbereich in der Sanitär- und Haustechnik liegt, werden GEBO-Produkte mit zunehmendem Umfang auch gezielt Kunden, die industrielle Fertigung betreiben oder Versorgungsunternehmen sind, angeboten. Die Produkte werden zum Teil auf eigenen Maschinen aus Rohmaterialien hergestellt, in der überwiegenden Menge aber aus bezogenen Einzelteilen montiert. Rohteile werden bei verschiedenen Dienstleistungsunternehmen extern bearbeitet. Große anteilige Mengen an Vorprodukten werden aus China importiert. Langjährig bewährte Partnerschaften sind die Grundlage für eine gleichbleibend hohe Qualität und Liefertreue im Bereich der importierten Teile. Ingenieurtechnisch unterstützt werden die Beschaffungsprozesse von der Abteilung Engineering. Sie verantwortet die Einhaltung der von den Gesetzgebern festgelegten technischen Standards durch Bestimmung der Materialien, durch Erstmusterprüfungen, Belastbarkeitstests und Messungen. II. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das reale Bruttoinlandsprodukt ist in der Europäischen Union (EU) im Berichtsjahr um 0,4 % - nach 3,5 % im Jahr 2022 - gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich im Geschäftsjahr 2023 nicht weiter fort. Ursächlich für den negativen Trend sind die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, die die Konjunktur dämpfen. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Unterm Strich war die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland mit - 0,3 % in 2023 insgesamt negativ und blieb damit erneut hinter der wirtschaftlichen Entwicklung aller EU-Mitgliedstaaten und dem deutschen Vorjahreswachstum von 1,8 % zurück. Auch die Geschäftslage der Branche "Haus- und Gebäudetechnik" (hierbei einbezogen sind Heizung, Sanitär sowie Kälte- und Lüftungstechnik) kühlte sich nach einem guten Start ins Jahr gegen Ende des Geschäftsjahres 2023 stark ab. Die Umsätze der Branche in Deutschland sind - nach einem Wachstum von 8,7 % im Vorjahr - im Kalenderjahr 2023 nur marginal um 0,7% auf EUR 61,7 Mrd. gewachsen. Der Wirtschaftsbereich befindet sich mittlerweile in einem schwierigen Marktumfeld. Einer der größten Hemmschuhe ist die starke Abkühlung der Neubaukonjunktur. Im Gebäudebestand führten hingegen die hohe Inflation und die damit verbundene Verunsicherung vieler Eigentümer bzw. Bauherren auch im Sanierungsbereich zu Projektverschiebungen. Den GEBO-Marktanteil an den Reparaturprodukten in Deutschland erachten wir weiterhin auf über 70 %. Wesentliche Wettbewerber sind Georg Fischer, ATUSA und Simplex. b) Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 ist für die GEBO-Gruppe insgesamt - wie im Vorjahr - sehr erfolgreich verlaufen. Die GEBO-Gruppe konnte laut des vorläufigen Gruppenabschlusses ihre Umsatzerlöse um 14,4 % auf EUR 56,2 Mio. steigern. Die Umsatzentwicklung der GEBO Armaturen GmbH folgte diesem positiven Trend: Die Umsätze konnten um 28,5 % bzw. EUR 4,3 Mio auf EUR 19,5 Mio. im operativen Geschäft exklusive der im deutschen Handelsrecht mit in den Umsatzerlösen ausgewiesenen Inter-Company-Vorgängen sowie ohne die Berücksichtigung von Erlösschmälerungen (Vorjahr: EUR 15,1 Mio. Umsatz) gesteigert werden. Wobei die positive Entwicklung auch dadurch beeinflusst wurde, dass im Vorjahr der Geschäftssitz inkl. Produktion und Lager von Schwelm nach Mettmann verlegt wurden und die durch den Umzug begründeten operativen Zusatzaufwände zu einem erhöhten Bestand an nicht abgearbeiteten Aufträgen von über EUR 1 Mio führten, die nunmehr im Geschäftsjahr 2023 abgearbeitet werden konnten. Zusätzlich sind die Preisbindungen in einigen langfristigen Absatzverträgen ausgelaufen, wodurch Preissteigerungen aus den Vorjahren bei den Materialkosten und den Vorprodukten durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden konnten. c) Ertragslage Aus der Perspektive der Muttergesellschaft der GEBO-Gruppe sind wir mit dem Verlauf und dem Ergebnis des Jahres 2023 unter der gegebenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sehr zufrieden. Die Gruppe musste sich als Chinaimpoteur weiterhin mit anhaltend hohen Seefrachten, langen Lieferzeiten, aber stagnierenden Materialkosten auseinandersetzen. Die weiterhin hohen Einkaufskosten konnten aber anders als in den Vorjahren wegen auslaufender Preisbindung in langfristigen Absatzverträgen auf Gruppensicht und bezogen auf die GEBO Armaturen GmbH vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden und bisher zu Lasten der Marge gegangene Preissteigerungen beim Material und Vorprodukten aus den Vorjahren nunmehr auch nachholen. Die Rohertragsmarge konnte dadurch von 53,2 % in 2022 auf 54,6 % im Geschäftsjahr 2023 gesteigert werden. Die auf Liquiditätsschonung der Töchter ausgelegte Gewinnausschüttungspolitik des Vorjahres wurde im Geschäftsjahr 2023 hingegegen beibehalten. In der Berichtsgesellschaft führten aber die deutich höheren Gewinnausschüttungen von der ungarischen und der tschechischen Tochter zu gegenüber dem Vorjahr erhöhten Erträgen aus Beteiligungen. d) Vermögens- und Finanzlage Die Entwicklung des Vorjahres wurde im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt: Das seit 2022 neu implementierte ERP-System (Software und Lizenzen) führte zu weiteren, notwendigen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände. Aus dem im Vorjahr erfolgten Umzug nach Mettmann rührten weitere Investitionen in das Sachanlagevermögen zur Optimierung der Betriebsbereitschaft am neuen Standort. Die Finanzanlagen beinhalten die ausländischen Tochtergesellschaften. Wiedererwartend hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der russischen Tochtergeselschaft durchgehend sehr positiv entwickelt. Die Ertragslage der Töchter in Estland und Ukraine ist hingegen schwach, aber nur leicht negativ und daher nicht bedrohlich. Im Übrigen konnten alle alle anderen Tochterunternehmen Gewinne einfahren. Die Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte ist daher unverändert gegeben. Die Normalisierung der Lagerbestände in der gesamten GEBO-Gruppe und damit die Fortführung des zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres eingesetzten Trends führte schlussendlich auch zur signifikanten Rückfuhr der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die frei gewordenen liquiden Mittel wurden zinstragend an die Muttergesellschaft ausgereicht sowie zur Tilgung von (im Vorjahr noch ungewissen) Verbindlichkeiten verwendet. Die kurzfristigen Bankkredite der Hausbanken basieren auf Rahmenverträgen, deren Kreditlinien flexibel in Anspruch genommen werden. Die Fähigkeit der Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war trotz gegenüber dem Vorjahr abnehmender flüssiger Mittel jederzeit gesichert. e) Finanzielle Leistungsindikatoren Um bei allen Gesellschaften der GEBO-Gruppe die Vergleichbarkeit der Ergebnisse und damit die Steuerungsmöglichkeiten sicherzustellen, werden die Controlling-Berichte, die sowohl die Planung als auch den Plan-Ist-Vergleich betreffen, zentral in der GEBO Armaturen GmbH erstellt. Die finanziellen Leistungskennzahlen sind der Umsatz, der Deckungsbeitrag I, der Deckungsbeitrag II, die Fixkosten, der EBIT und der Jahresüberschuss nach Steuern. Die Leistungskennzahl "Umsatz" enthält alle fakturierten Umsätze im operativen Geschäftsbetrieb der GEBO Armaturen GmbH exklusive der im deutschen Handelsrecht mit in den Umsatzerlösen ausgewiesenen Inter-Company-Vorgängen sowie ohne die Berücksichtigung von Erlösschmälerungen. Aus den genannten Gründen ist der Umsatz im Berichtszeitraum der positiven Umsatzentwicklung der Gruppe gefolgt bzw. hat diese positive Entwicklung noch übertroffen. Der "Deckungsbeitrag" ergibt sich aus dem Umsatz in Verbindung mit den fakturierten Selbstkosten der verkauften Produkte. Zu den fakturierten Selbstkosten zählen neben den Erlösschmälerungen, dem Materialaufwand inkl. Zöllen sowie den Produktionskosten (Deckungsbeitrag I) auch die aktivierten Nebenkosten aus der Beschaffung (Transport, Fracht, Verpackung), Kommission sowie Lizenzeinnahmen (Deckungsbeitrag II). Aufgrund der auslaufenden Preisbindungen auf der Absatzseite konnten nunmehr Preissteigerungen beim Material und Vorprodukten aus den Vorjahren nachgeholt werden, weshalb sich die positive Entwicklung beim Umsatz auf den Deckungsbeitrag I und II überträgt. Auf der Fixkostenseite machen sich insbesondere doppelte Mietkosten im Zuge des Umzugs negativ bemerkbar, was zu einer Verschlechterung sowohl der absoluten Kosten als auch der Fixkostenquote am Umsatz führte. Zu den Fixkosten gehören alle Aufwandspositionen, die nicht umsatzvariabel sind: Ausgangsfrachten, Verpackungskosten, Vertreterprovisionen, Materialaufwand usw. gehören nicht in die Fixkosten. Die Leistungskennzahl "EBIT" umfasst alle Ertrags- und Aufwandspositionen ohne Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag, den Zinserträgen und -aufwänden sowie der Währungskursgewinne und -verluste. Die Steigerung bei den Umsatzerlösen und die der Umsatzentwicklung folgenden verbesserten Deckungsbeiträge drehte im Geschäftsjahr das operative Ergebnis EBIT wieder ins positive. Der "Jahresüberschuss nach Steuern" wird ebenfalls als Leistungskennzahl genutzt. Hier gibt es gegenüber der Gewinn- und Verlustrechnung keine Korrekturen. Auch dieser hat sich entsprechend gegenüber Vorjahr positiv entwickelt. Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Leistungsindikatoren in ihrer Ausprägung auf:
Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der GEBO Armaturen GmbH sind Umsatz und EBIT. III. Chancen- und Risikobericht Die GEBO-Gruppe und innerhalb derer die GEBO Armaturen GmbH ist strategisch auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 22,3 % gesteigert werden und die Erwartungen wurden damit weit übertroffen. Um dieses Umsatzwachstum nachhaltig konservieren zu können, geht die Planung für 2024 von einer Konsolidierung und daher mit gleichbleibenden Umsätzen aus. Wesentliche Voraussetzung für die Konservierung der Umsätze auf dem hohen Niveau ist weiterhin die Materialversorgung. Hier sollte sich die Phase der Entspannung wegen rückläufiger Transportkosten und -zeiten sowie einer verbreiterten Lieferantenbasis fortsetzen. Weitere Effizienzgewinne werden durch die Implementierung des neuen ERP-Systems erwartet. Dieses System wird seit Mai 2022 schrittweise in den Tochtergesellschaften ausgerollt. Der Prozess wird in 2024 mit der Implementierung bei den Töchtern in Ungarn und Tschechien abgeschlossen. Mit dem Umzug in den neuen Standort in Mettmann wurde die Voraussetzung für weiteres Wachstum in der GEBO Armaturen GmbH geschaffen. Dort stehen größere Lagerflächen sowie die Möglichkeiten einer optimierten Logistik zur Verfügung. Risiken resultieren - wie auch in den Vorjahren - in der Beschaffung der Produktionsteile und Handelsware durch die starken Preisschwankungen bei den Rohstoffen und Frachtkosten (bei fortgesetzt positivem Trend) sowie den zunehmenden Konfliktherden auf der Welt, die dem Welthandel insgesamt zu schaffen machen. Die Auswirkungen der Ukraine-Krise sind geringer als zwischenzeitlich befürchtet. Das Joint-Venture in Russland ist weiterhin bei positiver Ertragslage am Markt aktiv. Dies könnte bei einer weiteren Zuspitzung der politischen Rahmenbedingungen gefährdet sein. Ein wesentliches Risiko ist neben der Zuspitzung des Konflikts zwischen USA und China - angeheizt durch einen Wechsel der Außenpolitik in den USA nach den Präsidentschaftswahlen - auch die schwache Entwicklung der chinesischen Wirtschaft. Beide Trigger könnten zu einer Einschränkung des Chinahandels führen. Hierfür ist mit einer Verbreiterung der Lieferantenbasis Vorsorge zu treffen. V. Prognosebericht Der im Vorjahresbericht geplante Umsatzanstieg auf ca. EUR 17,5 Mio. konnte wegen der ausgelaufenen Preisbindungen in langfristigen Absatzverträgen mit EUR 19,7 Mio. weit übertroffen werden. Nach der unerwartet positiven Entwicklung plant die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Entgegen der Planung wurde erneut auf Gewinnausschüttungen von der GEBO Technika Sp.z.o.o. verzichtet. Der Umstand führt dazu, dass auch der im Vorjahresbericht für das Geschäftsjahr 2023 geplante EBIT von EUR 2,5 Mio. mit rund EUR 1,8 Mio. nicht erzielt werden konnte. Trotzdem konnte das Jahresergebnis vor Steuern erwartungsgemäß deutlich gesteigert werden. Analog zum Umsatz soll sich im Geschäftsjahr 2024 der EBIT auf Vorjahresniveau bewegen.
Mettmann, den 08. August 2024 Patrick Nathe, Geschäftsführer Mirko Viola, Geschäftsführer Gerhard Kerschbaummayr, Geschäftsführer BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- und VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar - 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die GEBO Armaturen GmbH mit Sitz in Mettmann wird im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter der Registernummer HRB 33193 geführt. Die GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Bei der Aufstellung des Anhangs werden die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Zur Klarheit der Darstellung wurden etwaige "Davon-Vermerke" nicht in der Bilanz, sondern im Anhang, vorgenommen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Methoden entsprechen den Vorschriften der §§ 242 - 256a und §§ 264 - 277 HGB. Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzten Sachanlagen werden linear über die jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (§ 255 Abs. 2 S. 2 HGB). Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden in voller Höhe im Jahr des Zugangs abgeschrieben und im Anlagenspiegel gleichzeitig als Anlagenabgang behandelt. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Finanzanlagen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgen Zuschreibungen bis zur Höhe der Anschaffungskosten. Die von verbundenen Unternehmen bezogenen Unfertige Erzeugnisse sowie die Waren werden mit dem gleitend gewogenen Durchschnittpreis zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (§ 255 Abs. 2 S. 2 HGB). Die Bewertung aller Posten des Vorratsvermögens erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bzw. Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 4,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die Forderungen gegen Gesellschafter und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mit den Nennwerten angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bilanziert. Der Ausweis des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt mit dem Nominalbetrag. In dem (aktiven) Rechnungsabgrenzungsposten werden die zeitanteiligen Aufwendungen der Folgejahre erfasst, denen bereits Ausgaben im Berichtszeitraum gegenüberstehen. Das Aktivierungswahlrecht für latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht ausgeübt. Die Berechnung der Rückstellungen für Pension und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach § 253 Abs. 2 HGB unter Beachtung der IDW Stellungnahme IDW RS HFA 30 n.F. Als Erfüllungsbetrag für die laufenden Verpflichtungen wird der Barwert der Ruhegelder, einschließlich der Anwartschaft auf Witwenrente, berechnet. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck. Den Berechnungen liegen ein Rechnungszinsfuß gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) sowie ein Rententrend von 1,5 % p.a. zugrunde. Die Festlegung des Rechnungszinses erfolgte auf Basis einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Erfolgswirksame Änderungen des Diskontierungszinssatzes sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Fluktuationswahrscheinlichkeiten und Entgeltsteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (1,82 %) gegenüber dem Zinssatz der letzten 7 Jahre (1,74 %) beträgt EUR 1.530,00 (Vorjahr: EUR 7.334,00). Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Währungsumrechnung Die Euro-Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen zum Geldkurs am Entstehungstag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Briefkurs am Entstehungstag. Zum Bilanzstichtag wurden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs vom 31. Dezember 2023 bewertet. 4. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Abschreibungen sind im Anlagenspiegel am Ende des Anhangs gesondert dargestellt. Unter den Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash-Management ausgewiesen. Des Weiteren werden die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management gegenüber verbundenen Unternehmen miteinander saldiert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Prämienzahlungen an Mitarbeiter, Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben, Jahresabschluss-, Prüfungs- und Steuerberatungskosten sowie Gewährleistungsverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr ergeben sich aus nachstehender Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 300.000,00 (Vorjahr: EUR 1.200.000,00). Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen im üblichen Umfang branchengebräuchliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten in Bezug auf das Vorratsvermögen der Gesellschaft (Eigentumsvorbehalte als Ähnliche Rechte im Sinne von § 285 Nr. 1 Buchst. b) HGB). In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 8.186,71 (Vorjahr: EUR 11.483,66) enthalten. 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Kursgewinne sind in den Sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 70.420,74 (Vorjahr: EUR 145.101,58) und Kursverluste in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 35.990,54 (Vorjahr: EUR 117.329,56) enthalten. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 29.849,58 (Vorjahr: 22.142,09 ) enthalten. Die Erträge aus Beteiligungen stammen - wie im Vorjahr - in voller Höhe von verbundenen Unternehmen. Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten in Höhe von EUR 64.516,42 (Vorjahr: EUR 157.730,91) Zinserträge von verbundenen Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von EUR 16.520,68 (Vorjahr: EUR 10.928,19) Zinsen an verbundene Unternehmen sowie in Höhe von EUR 3.825,00 (Vorjahr: EUR 6.836,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 6. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB aus gesamtschuldnerischer Mithaft aus einem Darlehensvertrag in Höhe von EUR 5.550.000,00 (Vorjahr: EUR 5.150.000,00). Diese bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen. Hierfür wurden Sicherheiten nicht zur Verfügung gestellt. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der positiven wirtschaftlichen Lage der verbundenen Unternehmen nicht gerechnet. 7. Anteilsbesitz Der nach § 285 Nr. 11 HGB angabepflichtige unmittelbare und mittelbare Anteilsbesitz der Gesellschaft ergibt sich aus nachstehender Übersicht:
Erläuterungen:
1) Umrechnung des Eigenkapitals zum 31.12.2022
mit dem Euro-Referenzkurs als Tageskurs zum Stichtag;
2) Umrechnung des Jahresüberschusses mit
dem Euro-Referenzkurs als Jahresdurchschnitt für 2022;
bei den Tochtergesellschaften GEBO Technika Sp. z.o.o., GEBO Technika International Sp. z.o.o, GEBO SEE Kft. sowie GEBO Bohemia spol. s.r.o.. Bei der GEBO (Rossija) GmbH wurde mangels Werte auf den Tagekurs zurückgegriffen. 8. Geschäftsführungsorgane Zu Geschäftsführern der GEBO Armaturen GmbH waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf EUR 953.933,85. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Zusätzlich wird ein Auszubildender (Vorjahr: ein) beschäftigt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB belaufen sich bis zum Ende der jeweiligen Verträge auf:
Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.334.685,73 zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von EUR 809.623,29 auf neue Rechnung vorzutragen.
Mettmann, den 08. August 2024 Patrick Nathe Mirko Viola Gerhard Kerschbaummayr Andreas Vill Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GEBO Armaturen GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GEBO Armaturen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEBO Armaturen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Arnsberg, den 09. August 2024 AUDAX
REVISION GmbH
durch A. Stolte, Wirtschaftsprüfer M. Kellermann, Wirtschaftsprüfer |
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