Rotovia Unterstützungseinrichtung GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kristín Magnúsdóttir seit 19.7.2022 | Geschäftsführer |
Dadi Valdimarsson seit 19.7.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
RPC Promens International B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rotovia Hockenheim GmbHHockenheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2022 - 30. September 20231. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFTDie Rotovia Hockenheim GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Formteile aus thermoplastischen Kunststoffen im Rotationsschmelzverfahren. Das Produktspektrum umfasst insbesondere Teile für LKW, Busse, Bau- und Agrarmaschinen sowie sonstige Industriekunden. Die Rotovia Hockenheim GmbH gehört seit Juni 2022 zur Rotovia Gruppe, ein weltweit tätiger Kunststoffverarbeiter. Die enge Zusammenarbeit der Gruppenmitglieder ermöglicht Synergien, die sowohl den einzelnen Unternehmen als auch den Kunden zugutekommen. Damit ist Rotovia Hockenheim GmbH insbesondere auch für multinationale Unternehmen als Zulieferer interessant. Die Gesellschaft ist gemäß ISO 9001, ISO 50001 und ISO 14001 zertifiziert. Finanzielle Leistungsindikatoren: Die Gesellschaft hat als wesentliche finanzielle KPI (Key Performance Indicators) Umsatz und Ergebnis nach Steuern definiert. 2. MARKTENTWICKLUNGDie Marktlage im Geschäftsjahr war nach der sich abschwächenden COVID-19 Pandemie wieder zufriedenstellend. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Geschäftsjahr leicht gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr gesunken (-0,4 %). Die Nachfrage nach unseren Produkten ist im Geschäftsjahr dennoch stark gestiegen. Die Nachfrage unserer Kunden entwickelte sich deutlich besser als die allgemeine Konjunktur. Zum überwiegenden Teil sind wir von der Nutzfahrzeugindustrie abhängig, die zum größten Teil an der Umsatzsteigerung beteiligt war. Der Preisdruck im Markt hat sich im Geschäftsjahr leicht vermindert. Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Rotovia Hockenheim GmbH erstrecken sich schwerpunktmäßig auf den europäischen Raum. Der für die Gesellschaft wichtigste Markt ist der inländische deutsche Markt. 3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE3.1. ERTRAGSLAGE Der Absatz von Kunststoffteilen lag im Geschäftsjahr bei 1.334 Tonnen (im Vj. 1.155 Tonnen). Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr zum 30. September 2023 auf TEUR 21.345 (im Vj. TEUR 16.247) und verteilen sich geografisch folgendermaßen: Inland TEUR 13.529 (im Vj. TEUR 11.283), Europäische Union TEUR 5.172 (im Vj. TEUR 4.187) und Drittländer TEUR 2.644 (im Vj. TEUR 777). Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Bedarfen im Nutzfahrzeugsektor. Die Betriebsleistung (bestehend aus Umsatzerlösen +/- Bestandsveränderung) erhöhte sich um TEUR 5.376 auf TEUR 21.485 (im Vj. TEUR 16.109). Das Rohergebnis als Differenz aus Betriebsleistung und Materialaufwand betrug TEUR 9.120 (im Vj. TEUR 6.767) und war mit 42,4 % prozentual über dem Niveau des Vorjahres (42,0 %). Der Materialaufwand (im Verhältnis zur Betriebsleistung) verminderte sich auf 57,6 % (i. Vj. 58,0 %). Die Personalaufwendungen sind wegen tariflicher Entgeltsteigerungen, niedrigerem Einsatz von Kurzarbeit um TEUR 147 auf TEUR 7.535 (im Vj. TEUR 7.388) gestiegen. Bezogen auf die Betriebsleistung verminderten sich die Personalaufwendungen auf 35,1 % (im Vj. 45,9 %). Die prozentuale Verbesserung ergab sich hauptsächlich durch die erhöhte Effizienz im Vergleich zum Vorjahr. Die Mitarbeiterzahl zum 30. September 2023 betrug 106 (im Vj. 111). Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um TEUR 238 auf TEUR 149 (i. Vj. TEUR 387), insbesondere durch den Rückgang der Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 486 auf TEUR 1.637 (i. Vj. TEUR 1.151). Im Geschäftsjahr erzielten wir einen Verlust vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR 487 (im Vj. Verlust TEUR 1.847), welcher im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von der Muttergesellschaft (Rotovia Germany GmbH, Hockenheim) übernommen wird. Die Verbesserung des Ergebnisses vor Verlustübernahme um TEUR 1.360 ergab sich hauptsächlich wegen der starken Erhöhung der Umsatzerlöse und der damit einhergehenden Effizienzverbesserung. Die ursprüngliche Ergebnisplanung ging von einem Ergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR 60, bei einem Umsatz von TEUR 20.129 aus. Der Planumsatz wurde um TEUR 1.215 übertroffen, das Planergebnis wurde um TEUR 547 verfehlt. 3.2. FINANZLAGE Zum Geschäftsjahresende betrug der Bestand an liquiden Mitteln TEUR 1.011 (im Vj. TEUR 1.115). Da im Vorjahr der Cash-Pool aufgelöst wurde, wurden der Gesellschaft Konzerndarlehen in Höhe von TEUR 2.774 zur Verfügung gestellt. Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich zu erfüllen. Entsprechend unserer Finanzierungsstrategie mussten wir während des gesamten Geschäftsjahres keine Bankkredite in Anspruch nehmen. Der Zahlungsmittelbedarf wird durch Eigen- und Konzernmittel gedeckt. Die Entwicklung des Brutto-Cashflows stellt sich nachfolgend wie folgt dar:
Die wesentlichen Veränderungen im Rahmen des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit betreffen insbesondere eine reduzierte Mittelbindung in den Vorräten (TEUR +402), sowie die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +598), einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +266) und einer Verminderung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen (TEUR -191). Die für im Wirtschaftsjahr getätigte Investitionen abgeflossenen Mittel betrugen 66 TEUR. Auch nach Beendigung des Konzern-Cashpoolings im November 2021 verfügte die Gesellschaft über ausreichende liquide Mittel, um ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 3.3. VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme nahm im Vergleich zum 30. September 2022 um TEUR 556 bzw. 4,7 % zu. Infolge der die Investitionen übersteigenden Abschreibungen ergab sich beim Anlagevermögen eine Verminderung um TEUR 266. Die Vorräte verminderten sich aufgrund der Fertigstellung eines Großauftrags um TEUR 402 auf TEUR 2.178. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen war eine Erhöhung, um TEUR 1.283 zu verzeichnen. Diese Erhöhung resultierte aus einer umsatzbedingten Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 598. Die Forderungen gegen Gesellschafter erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Verlustübernahme um TEUR 588. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um TEUR 68. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 29. Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um TEUR 191 auf TEUR 1.180 hauptsächlich aufgrund verminderter Rückstellungen für unberechnete Waren. Bei den Verbindlichkeiten war eine Erhöhung, um TEUR 825 zu verzeichnen. Ursächlich für diese Veränderung waren die um TEUR 266 erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 288 und die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter und verbundenen Unternehmen um TEUR 292, sowie die Verminderung der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 21. Insgesamt waren Konzernverbindlichkeiten von TEUR 3.569 (im Vj. TEUR 3.276) zu verzeichnen, während die Konzernforderungen TEUR 4.788 (im Vj. TEUR 4.132) betrugen. Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital betrug 26,5 % gegenüber 27,7 % im Vorjahr. Die relative Verminderung des Eigenkapitalanteils resultiert aus der erhöhten Bilanzsumme. 3.4. INVESTITIONEN Die Investitionen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 66. Hiervon entfallen TEUR 16 auf Software und TEUR 50 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. 3.5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die im Werk Hockenheim tätigen Mitarbeiter der Projektentwicklung erstellen für unsere Kunden individuelle Produktlösungen nach dem neuesten Stand der Technik. 3.6. UMWELT UND UMWELTSCHUTZ Die Gesellschaft betreibt ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 sowie ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001. 3.7. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Im Geschäftsjahr zum 30. September 2023 haben wir mit einer Umsatzsteigerung von 31,3 % eine starke Erhöhung zu vermelden gehabt. Diese Erhöhung spiegelt sich auch im Ergebnis wider, das sich um TEUR 1.360 erhöht hat. Die konjunkturelle Lage insbesondere im Automobilbereich hat sich positiv auf unseren Umsatz ausgewirkt. Das wirtschaftliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist insgesamt immer noch als nicht zufriedenstellend zu werten. 4. RISIKOBERICHTWir erstellen jährliche Budgets die vierteljährlich durch Forecasts überprüft werden. Die finanziellen Daten werden monatlich berechnet und gemeldet. Des Weiteren werden monatlich sogenannte Key-Controls durchgeführt, um Risiken zu erkennen. Insgesamt halten wir das auf die Erfordernisse des Unternehmens angepasste Früherkennungssystem für angemessen, die unternehmensspezifischen Risiken zu überwachen. Im Rahmen dieses Früherkennungssystems wurden die nachfolgenden Risikokategorien identifiziert. 4.1. Gesamtwirtschaftliche Risiken Die deutsche Wirtschaft befand sich im Geschäftsjahr in einer leicht rückläufigen Phase. Für die kommenden zwölf Monate erwarten wir eine Stabilisierung der Konjunktur. 4.2. Corona - Pandemie und Ukraine-Krieg Die im Frühjahr 2020 einsetzende Corona-Pandemie hatte zu einem massiven Konjunktureinbruch geführt. Insbesondere wurde auch die Nutzfahrzeugindustrie stark von der Corona-Krise getroffen, diese hat sich im Geschäftsjahr wieder so weit erholt, dass wir wieder Umsätze auf vorherigem Niveau erzielen konnten. Es steht aber zu erwarten, dass sich der Absatz vieler unserer Produktsegmente leicht rückläufig entwickeln wird. Die aus der Corona-Pandemie resultierenden wirtschaftlichen Folgen stellen nach wie vor für uns ein Risiko in Form von Störungen in der Wertschöpfungskette und Materialengpässen im Bereich der elektronischen Komponenten bei den OEMs dar. Zu den durch die Pandemie verursachten Problemen kommen nun weitere Materialverknappungen und steigende Preise auf allen Sektoren des Beschaffungsmarktes hinzu. Ursächlich hierfür ist weiterhin der Krieg in der Ukraine. 4.3. Preisrisiken Die Rohstoffpreise sind im Durchschnitt des Geschäftsjahres zum 30. September 2023 wieder leicht gesunken. Seit dem Jahr 2021 gerieten die Wertschöpfungsketten aufgrund der sich erholenden globalen Nachfrage bei gleichzeitigen Angebotsengpässen mancher Vorprodukte sowie Störungen in der Transportlogistik unter Druck. Die eingesetzte leichte Entspannung im Winter 2021/2022 auf den Weltmärkten wurde durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine gestoppt und hat zu einem deutlichen Preisschub vor allem auf den Energiemärkten gesorgt, der die Inflation nährt und in eine Rezession führen könnte. Grundsätzlich versuchen wir, Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Es besteht aber das grundsätzliche Risiko, dass Einkaufspreissteigerungen nicht an Kunden weitergegeben werden können, was sich negativ auf die Deckungsbeiträge auswirken würde und im schlimmsten Fall zu einer Liquiditätsunterdeckung führen kann. 4.4. Marktrisiken Als Nutzfahrzeugzulieferer ist Rotovia Hockenheim GmbH unmittelbar von der Entwicklung der Fahrzeughersteller abhängig. Die Abhängigkeit vom Nutzfahrzeugmarkt bzw. einzelnen Herstellern stellt für die Rotovia Hockenheim GmbH weiterhin ein großes Absatzrisiko dar. Die Gesamtnachfrage im Nutzfahrzeugbereich lag im Geschäftsjahr wieder deutlich über dem Vorjahresniveau. Für die kommenden zwölf Monate erwarten wir eine leicht rückläufige Nachfrage. Die weltweit geführte Debatte zur Elektromobilität wird auch den Nutzfahrzeugsektor beeinflussen. Die Entwicklung adäquater E-Antriebstechnologien auch im Schwerlastverkehr oder die Integration einer Brennstoffzellentechnologie kann einen negativen Einfluss auf die strategischen Geschäftsfelder der Rotovia Hockenheim GmbH bedeuten. Technologische Neuerungen werden nach intensiven Gesprächen mit einigen Geschäftspartner werden allerdings noch eine 5-10 jährige Entwicklungszeit in Anspruch nehmen. Die teils intensiv und emotional geführte Debatte zum Einsatz von Kunststoff hat einen negativen Einfluss auf die Kunststoffindustrie (Einwegartikel), derzeit allerdings nicht auf unsere Produkte. Der durchschnittliche Lebenszyklus eines Kraftstoffbehälters beträgt über 10 Jahre und ist im Vergleich zur Herstellung eines Vergleichsproduktes aus Metall konkurrenzfähig. 4.5. Kundenrisiken Im Geschäftsjahr waren keine nennenswerten Forderungsausfälle oder Zahlungsverzögerungen zu verzeichnen. Durch unser striktes Forderungsmanagement und unsere Kundenstruktur erwarten wir auch im nächsten Geschäftsjahr keine größeren Ausfälle. 4.6. Beschaffungsrisiken Die Rotovia Hockenheim GmbH ist in vielen Bereichen der Rohstoffversorgung, bei einzelnen Teilen und Komponenten sowie bei der Bereitstellung spezifischer Dienstleistungen von Lieferanten und Drittanbietern abhängig. Hierdurch können sich Lieferantenausfälle, Qualitätsprobleme und Preiserhöhungen ergeben. Die Risiken sind aufgrund der breit gestreuten Zuliefererketten beherrschbar. Da wir keine direkten Zulieferer aus von dem Russland-Ukraine-Konflikt betroffenen Gebieten im Lieferantenportfolio führen, können lediglich die indirekten Auswirkungen des Krieges auf die Rohstoff- und Energiepreise zu Risiken für uns führen. 4.7. Mengenrisiken Die Mengenrisiken hinsichtlich künftiger Bedarfszahlen auf niedrigerem Niveau als im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in die Prognosen mit eingeflossen. Hinsichtlich Fertigungs- und Personalkapazität ist durch den Einsatz von Leiharbeitnehmern eine flexible Anpassung möglich. 4.8. Zinsrisiken Derzeit sind keine Zinsrisiken aufgrund geringer Fremdfinanzierung zu erwarten. 4.9. Währungsrisiken Rohstoffeinkäufe werden nur zu einem geringen Anteil in ausländischer Währung getätigt. Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich in Euro fakturiert. Derivative Finanzinstrumente wurden und sollen in den nächsten Jahren nicht eingesetzt werden. 4.10. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten Zum Abschlussstichtag bestanden keine erwähnenswerten Rechtsstreitigkeiten. 4.11. Chancen Das in früheren Geschäftsjahren gestartete Projekt zur unternehmensweiten Prozessoptimierung wurde auch im Geschäftsjahr weiter betrieben. Daraus ergeben sich Chancen, neben Lager- und Personalkosten auch andere Prozesskosten weiter zu senken. Die vollzogenen Änderungen geben uns die Chance in neue Kunden- und Absatzbereiche zu investieren. Hier sehen wir die Chance zusätzliche Umsätze zu erzielen. Dem steigenden Kostendruck wird parallel zur Prozessoptimierung mit einem Konzernprogramm zur Beschaffungskostenoptimierung Rechnung getragen. Hierzu zählen vor allem die standortübergreifende Bündelung von Einkaufsvolumina und gemeinsame Produkt- und Prozessverbesserungen mit Lieferanten. Im Juni 2022 wurden neben unserer Gesellschaft die weiteren neun Unternehmen der Gruppe "Rotational moulding" aus dem globalen Berry-Konzernverbund ausgegliedert und an die Rotovia h.f., Dalvik, Island, verkauft. Daraus erwarten wir eine positive Entwicklung aufgrund von Synergieeffekten und die Konzentration auf das Kerngeschäft. Durch den gesteigerten Fokus erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Kunden- und Auftragslage. 4.12. Gesamtbild der Risiken- und Chancenlage Die Gesamtsituation der zuvor erläuterten Risiken ist für die Rotovia Hockenheim GmbH transparent und steuerbar. Von den vorgenannten Risiken sind aktuell die Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unter Berücksichtigung des Russland-Ukraine-Konflikts am bedeutendsten einzustufen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtrisiko- und Chancensituation der Rotovia Hockenheim GmbH aufgrund der anhaltenden Kriegsgeschehnisse in Europe weiterhin negativ einzuschätzen. Die aktuelle Risikosituation lässt derzeit jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft erkennen. Die Folgen der Russland-Ukraine-Krise wird die Nachfrage im Markt für Nutzfahrzeuge jedoch mindestens für die kommenden zwölf Monate weiterhin belasten. Eine nachhaltige konjunkturelle Schwächung hätte negative Auswirkungen auf die Rotovia Hockenheim GmbH. Die Rotovia Hockenheim GmbH ist durch den zeitweise geringen Zahlungsmittelbestand auf Unterstützung des Konzerns angewiesen. Die finanzielle Situation der Gesellschaft präsentiert sich in einem differenzierten Licht. Einerseits weist die Finanzplanung der Gesellschaft für den Zeitraum bis März 2027 einen positiven Zahlungsmittelbestand aus, welcher grundsätzlich als Indikator für die Liquidität und die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft positiv zu bewerten ist. Nichtsdestoweniger ist darauf hinzuweisen, dass dieser Zahlungsmittelbestand teilweise als gering einzustufen ist, was ein gewisses finanzielles Risiko birgt, insbesondere in unvorhergesehenen Situationen, die einen zusätzlichen Liquiditätsbedarf nach sich ziehen könnten. Zur Prävention dieser Risiken und zur Sicherstellung der finanziellen Stabilität der Gesellschaft wurde eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von TEUR 8.000 seitens der obersten Muttergesellschaft, Rotovia hf, Dalvik, Island, eingeholt. Diese Bürgschaft deckt die offenen Forderungen der Gesellschaft aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Muttergesellschaft Rotovia Germany, Hockenheim. Die Bürgschaft erhöht die finanzielle Flexibilität und gewährleistet die Fähigkeit der Gesellschaft, ihre Verbindlichkeiten jederzeit zu bedienen, selbst unter unerwarteten finanziellen Belastungen. Um einer insolvenzrechtliche Überschuldung vorzubeugen, wurden Rangrücktrittsvereinbarung der Rotovia B.V., Niederlande über TEUR 3.400 und der Rotovia hf. Island über TEUR 1.100 für die gewährten Darlehen getroffen. Diese Vereinbarungen bewirken, dass die betreffenden Darlehen im Rang hinter anderen Verbindlichkeiten stehen, was die finanzielle Struktur der Gesellschaft weiter entlastet. Insgesamt vermittelt die finanzielle Lage der Gesellschaft trotz der aufgezeigten Risiken ein Bild der Vorsicht und verantwortungsvollen Planung. Die getroffenen Maßnahmen, wie die Einholung der Bürgschaft und die Rangrücktrittsvereinbarungen, zeugen von einem proaktiven Managementansatz, der darauf abzielt, die langfristige finanzielle Stabilität der Gesellschaft zu sichern. 5. PROGNOSEBERICHTIm Geschäftsjahr 2022/2023 (1. Oktober 2022 bis 30. September 2023) erzielten wir Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 21.345, welche um TEUR 1.650 bzw. 8,4 % über dem Vorkrisenniveau (TEUR 19.695 im Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis zum 30. März 2020) lagen. Weiterhin erreichten wir einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR 487. Maßgeblich für die Verbesserung des Ergebnisses war die Erhöhung des Umsatzes, auch mit der Gewinnung von Neukunden, sowie die Entspannung nach überstandener COVID-19-Pandemie und die daraus resultierende verbesserte Effizienz in der Fertigung unserer Produkte. Das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde entgegen der ursprünglichen Planung von TEUR 21.000, mit einem Umsatz von TEUR 16.125 abgeschlossen. Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme belief sich auf TEUR 1.969, die ursprüngliche Planung ging von einem leicht positiven Ergebnis aus. Somit stieg die Forderung gegenüber Gesellschaftern auf TEUR 6.783 an. Das Ergebnis ist im Wesentlichen getrieben durch den starken Rückgang der Umsatzerlöse sowie einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der daraus resultierende Liquiditätsbedarf wurde teilweisewurde teilweise durch die Nutzung vorhandener freier Kreditlinien bei der Rotovia B.V., Deventer, Niederlande, in Höhe von TEUR 610 und bei der Rotovia hf, Dalvik, Island in Höhe von TEUR 186 gedeckt. Im Geschäftsjahr 2024/25 zeichnet sich momentan eine positive Tendenz ab, so dass wir mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 18.300 rechnen. Wir rechnen mit einem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von ca. TEUR 300 - 500. Den Erwartungen liegt die Annahme zugrunde, dass wir ab Beginn des Kalenderjahres 2025 insbesondere die steigenden Personalkosten an unsere Kunden weitergeben können. Durch die anhaltenden negativen Ergebnisse ist die Rotovia Hockenheim GmbH auf finanzielle Unterstützung des Konzerns angewiesen die in Form der selbstschuldnerischen Bürgschaftserklärung in Höhe von TEUR 8.000 von der Rotovia hf, Dalvik, Island, besteht. Bezüglich der vorstehenden Umsatz- und Ergebniserwartungen weisen wir darauf hin, dass unsere aktuellen Einschätzungen auf vorhandenen Kundenprojekten sowie Erfahrungswerten und Annahmen beruhen. Daraus folgt, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen können. Die Planungen enthalten somit Chancen als auch Risiken. Die weitere Entwicklung ist aufgrund, des Russland-Ukraine-Konflikts sowie der Zollpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika und den daraus resultierenden Folgen mit starken Unwägbarkeiten verbunden.
Hockenheim, den 17. April 2025 Petrus Baken Kristin Magnusdottir Dadi Valdimarsson Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2022 - 30. September 2023I. Allgemeine VorbemerkungenDie Rotovia Hockenheim GmbH hat ihren Sitz in Hockenheim und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 421556 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde durch den Verzicht auf bestimmte Angaben im Anhang Gebrauch gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bis einschließlich im Geschäftsjahr 2007 erworbene Vermögensgegenstände des Sachanlagenvermögens wurden mit den damals steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv pro rata temporis abgeschrieben. Auf die lineare Abschreibungsmethode wurde übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führte. Seit dem Geschäftsjahr 2008 angeschaffte Anlagegüter werden linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und als Abgang dargestellt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, und produktionsbezogene Verwaltungskosten und Sozialaufwendungen einbezogen. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit Nominalbeträgen oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die flüssigen Mittel sind zu Nominalbeträgen bewertet. Fremdwährungsforderungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Kurswert am Abschlussstichtag entsprechend § 256a HGB bewertet. Aufgrund unseres Organschaftsverhältnisses mit der Rotovia Germany GmbH als Organträger, sind etwaige latente Steuern nicht bei uns, sondern bei der Gesellschafterin zu bilanzieren. Daher entfallen die Angaben zu den latenten Steuern nach § 285 Nr. 29 HGB. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es wurden die zum 31. August 2023 von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze auf den 30. September 2023 extrapoliert und mit (10-Jahresdurchschnitt/Marktzinssatz mit 15 Jahren Laufzeit) 1,81 % (i. Vj. 1,77 %) angesetzt. Der extrapolierte Zinssatz des 7-Jahresdurchschnitts betrug zum 30. September 2023 1,66 % (i. Vj. 1,40 %), der daraus resultierende Erfüllungsbetrag (nicht abführungsgesperrter Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB) liegt um EUR 178 (Vorjahr EUR 1.159) höher. Als Bewertungsverfahren wurde die "Projected Unit Credit" PUC Methode verwendet. Die erwartete Rentensteigerung beträgt 2,7 % jährlich, Entgeltsteigerungen sind nicht relevant. Bei der Ermittlung wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln, angewandt. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihren voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen berücksichtigt worden. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
* Bilanzwerte zum Bilanzstichtag 30.09.2023 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 139 (i.Vj. TEUR 71) aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.649 (i. Vj. TEUR 4.061) ergeben sich aus einem Kontokorrentverhältnis und dem Ergebnisabführungsvertrag. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Energiesteuererstattungen in Höhe von TEUR 22. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen enthalten den kompletten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.724 (i.Vj. TEUR 1.733) aus der Unterdeckung der Rotovia Unterstützungseinrichtung GmbH. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen gegenüber der Rotovia Unterstützungseinrichtung GmbH, Hockenheim, beträgt zum Stichtag TEUR 2.151. Das Vermögen der Unterstützungseinrichtung beträgt zum Stichtag TEUR 427. Es sind alle bestehenden Pensionsverpflichtungen passiviert. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Personalaufwendungen sowie ausstehende Rechnungen. 5. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 78 (i.Vj. TEUR 50) aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 3.491 (i.Vj. TEUR 3.227) aus Darlehensverbindlichkeiten (davon TEUR 3.091 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr). 6. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 126 enthalten. Das positive periodenfremde Ergebnis beträgt TEUR 133 (i. Vj. positives periodenfremdes Ergebnis von TEUR 382). Im Geschäftsjahr sind hierin im Wesentlichen Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 126 enthalten. 7. Zinsaufwand Der Zinsanteil an den Zuführungen zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 32) ist bei den Zinsaufwendungen ausgewiesen. IV. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse Für Darlehen von verbundenen Unternehmen wurde eine vertragliche Mithaftung in Höhe des Nettovermögens vereinbart. Die zugrunde liegenden Darlehensverpflichtungen wurden bisher durch die Rotovia-Gruppe vertragsgemäß bedient, so dass bisher noch keine der mithaftenden Konzerngesellschaften in Anspruch genommen werden musste. Auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung im Konzern gehen wir davon aus, auch zukünftig aus unserer Mithaftung nicht in Anspruch genommen zu werden. 2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB bzw. sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen mehrjährige Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- sowie auch Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 336 mit jährlichen Zahlungsverpflichtungen von TEUR 167 für 2023/24, von TEUR 91 für 2024/25, von TEUR 52 für 2025/26 und von TEUR 26 für 2026/27. Der Einsatz von Miet- und Leasingverträgen dient der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden. Die Abflüsse liquider Mittel in künftigen Perioden stellen dabei sowohl ein Risiko als auch einen Vorteil dar. Es besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 3.001 hauptsächlich für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. 3. Geschäftsführung
Nur ein Geschäftsführer (Herr Andreas Heldt) bezieht ein Gehalt von der Gesellschaft. Die gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf TEUR 252. An frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr EUR 17.053 (Vorjahr EUR 17.053) als Rentenzahlungen gewährt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 30. September 2023 auf TEUR 49 (Vorjahr TEUR 52). Der Verwaltungsrat ist zum 30.09.2023 wie im Vorjahr unbesetzt. 4. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 110 (Vorjahr 116 Arbeitnehmer) beschäftigt, davon 26 (Vorjahr 26) Angestellte und 84 (Vorjahr 90) Gewerbliche. 5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen, die der Angabepflicht des § 285 Nr. 21 HGB unterliegen würden, lagen im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht vor. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Bilanz zum 30. September 2023 weist einen Gewinnvortrag von EUR 693.669,70 aus. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse Seit dem 26. Oktober 2005 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Rotovia Germany GmbH, Hockenheim, letztmalig geändert durch Änderungsvereinbarung vom 24. Oktober 2014. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Rotovia Germany GmbH. Diese war somit zum 30. September 2023 ein mittelbares Tochterunternehmen der Rotovia h.f., Dalvik, Island. Damit ist die Gesellschaft zum 30. September 2023 ein verbundenes Unternehmen zur Rotovia h.f., Dalvik, Island, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Es bestand zum 30.09.2023 ein noch nicht ausgeschöpfter Kreditrahmen gegenüber der Rotovia h.f., Dalvik, Island in Höhe von TEUR 929. Es bestand zum 30.09.2023 ein noch nicht ausgeschöpfter Kreditrahmen gegenüber der Rotovia bv, Deventer, Niederlande in Höhe von TEUR 280. Für die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter aus dem Ergebnisabführungsvertrag wurde von der Rotovia hf, Dalvik, Island, eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von TEUR 8.000 gestellt. 8. Nachtragsbericht Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.
Hockenheim, den 17. April 2025 Die Geschäftsführung Petrus Baken Kristin Magnusdottir Dadi Valdimarsson Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rotovia Hockenheim GmbH, Hockenheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rotovia Hockenheim GmbH, Hockenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rotovia Hockenheim GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 17. April 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Norbert Niedenhof, Wirtschaftsprüfer ppa. Jan Unger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde am 23. April 2025 festgestellt. |
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