Rheinland Air Service GmbH
Flughafenstraße 31, 41066 Mönchengladbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Sebastian Herbert Groeger seit 11.5.2026 | Geschäftsführer |
Constantine Droste zu Vischering seit 26.4.2023 | Prokura |
Ingo Plückthun seit 2.1.2020 | Prokura |
Johannes Schaesberg seit 30.9.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Graf von Schaesberg Beteiligungen KG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rheinland Air Service GmbHMönchengladbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN 1. Grundlagen Die Rheinland Air Service GmbH mit Sitz in Mönchengladbach ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mönchengladbach unter der Nummer HRB 5341 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) erstellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Eventuelle Ausweisänderungen im aktuellen Jahresabschluss werden zur Verbesserung der Vergleichbarkeit auch auf den Vorjahresabschluss angewendet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen gilt die Gesellschaft als große Kapitalgesellschaft. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden an den handelsrechtlichen Vorschriften und sie ergänzende steuerrechtliche Regelungen ausgerichtet. Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die voraussichtlichen Nutzungsdauern, die grundsätzlich aus den steuerlichen Regelungen abgeleitet werden. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens gemäß § 6 Abs. 2 EStG werden sofort abgeschrieben, die steuerlichen Regelungen zur Poolbildung bei geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden berücksichtigt. Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt mit dem am Stichtag beizulegenden Wert. Die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen werden zu Zeitwerten angesetzt. Es erfolgt eine Saldierung dieses Pensionsvermögens mit den Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird ein Festwert angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten, die Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens umfassen, bewertet. Waren werden mit ihren Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden, soweit aus bestimmtem Grund veranlasst, Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Für das allgemeine Forderungsausfallrisiko, die mit dem Mahnwesen verbundenen Kosten, Zinsnachteile und Opportunitätskosten wurde eine pauschale Wertberichtigung von 1% auf den Nettobetrag der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Liquide Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben des Geschäftsjahres abgegrenzt, die Aufwand des darauffolgenden Geschäftsjahres darstellen. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag, der in der Regel dem Rückzahlungsbetrag entspricht, angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen des Geschäftsjahres abgegrenzt, die Ertrag des darauffolgenden Geschäftsjahres darstellen. Als verbundene Unternehmen werden die in den Konzernabschluss der Graf von Schaesberg Beteiligungen GmbH & Co. KG einbezogenen Unternehmen eingestuft. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gem. §256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Anteilsbesitz
2. Vorräte Das Vorratsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
Unter den unfertigen Leistungen sind angearbeitete Werftaufträge ausgewiesen, die zum Stichtag noch nicht abgeschlossen und für die Ansprüche auf Gegenleistung noch nicht entstanden waren. Der Warenbestand ergibt sich insbesondere aus dem Ankauf von Luftfahrzeugen, die zur Ausschlachtung verwendet werden. Die Luftfahrzeuge werden vor Ort zerlegt und die Ersatzteile anschließend für Wartungsaufträge genutzt oder an Dritte weiterverkauft. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 64 (Vj.: T€ 77) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Versicherungsbeiträge, Darlehenszinsen und Wartungsgebühren. 5. Gewinnvortrag Der Gewinnvortrag entwickelte sich wie folgt:
In Folge der seit den Vorjahren gesetzlich vorgeschriebenen Änderungen bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen ergibt sich für die Gesellschaft eine Ausschüttungssperre von € 38.073. 6. Rückstellungen Zum Bilanzstichtag wurde die Pensionsrückstellung durch ein versicherungsmathematisches Gutachten nach der PUC-Methode auf der Basis eines Zinssatzes von 1,82 vom Hundert (RückAbzinsVO) und einer Rentendynamik von 2,50 vom Hundert mit € 2.578.989 ermittelt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellung wurde wie vorgeschrieben der 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet. Bei Ansatz des 7-Jahres- Durchschnittszinssatzes i.H.v. 1,72 vom Hundert hätte sich der Wert der Pensionsverpflichtung auf € 2.617.072 erhöht. In Höhe des Differenzbetrages zwischen den beiden Werten (€ 38.073) besteht eine Ausschüttungssperre. Nach der Saldierung der Pensionsverpflichtungen mit dem zugehörigen Pensionsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 141,9. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden folgende Werte ermittelt:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Aufwand für nachlaufende Projektkosten, noch nicht genommenen Urlaub, Prämien- und Tantiemeverpflichtungen, Gewährleistungs- und Garantieleistungen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie ausstehende Eingangsrechnungen. 7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.158 (Vj.: T€ 489) haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren, T€ 11 (Vj.: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten (T€ 31.835; Vj.: T€ 29.967) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten neben Betriebsmittelkrediten (T€ 12.357; Vj.: T€ 10.502) insbesondere Darlehen für Part-Out-Maschinen (T€ 1.502; Vj.: T€ 1.502). Die Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignungen besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern (T€ 360; Vj.: T€ 1.145) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (T€ 14; Vj.: T€ 11). 8. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestanden am Bilanzstichtag nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen betragen in den Jahren 2024 bis 2027 T€ 2.340 pro Jahr. C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen in der Werft (T€ 50.825; Vj.: T€ 53.634), in der Betankung (T€ 6.627; Vj.: T € 6.517) sowie aus dem Luftfahrzeug-Verkauf (T€ 35.963; Vj.: T€ 22.269) erzielt. Die Umsätze wurden im Wesentlichen im Inland getätigt. 2. Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.249 (Vj.: T€ 1.497) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.410 (Vj.: T€ 1.527) enthalten. 3. Aufzinsung von Rückstellungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 44 (Vj.: T€ 48) enthalten. D. SONSTIGE ANGABEN 1. Geschäftsführung Geschäftsführer Johannes Graf von Schaesberg, leitender Angestellter, Düsseldorf Herr Michael Bitzer, Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik, Hamburg Den Ausweis der Bezüge der Geschäftsführung hat die Gesellschaft mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 2. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft insgesamt 286 Arbeitnehmer (davon 77 Angestellte und 209 gewerbliche Arbeitnehmer) beschäftigt. 3. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Graf von Schaesberg Beteiligungen GmbH & Co. KG, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Mönchengladbach erhältlich. Die in diesen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im vorliegenden Jahresabschluss als verbundene Unternehmen eingestuft. 4. Honorar des Abschlussprüfers Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind im Konzernabschluss der Graf von Schaesberg Beteiligungen GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2023 gemacht worden. 5. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Gesellschaft hat die von ihr genutzten Betriebs- und Geschäftsgebäude von der Graf von Schaesberg Beteiligungen KG, Mönchengladbach, und der RAS Facility GmbH, Mönchengladbach, zu marktüblichen Konditionen angemietet; der jährliche Mietzins beträgt zur Zeit ca. T€ 2.340. Daneben wurden im Geschäftsjahr folgende wesentliche Geschäfte mit Konzerngesellschaften und von nahestehenden Personen beherrschten Gesellschaften getätigt:
6. Vorschlag zur Verwendung des BilanzgewinnsDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Mönchengladbach, den 31. Mai 2024 Johannes Graf von Schaesberg Michael Bitzer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023A. Wirtschaftsbericht I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs Unsere Gesellschaft (im Folgenden auch ,RAS') ist seit dem Geschäftsjahr 1996 in der Luftfahrtbranche tätig. Das Kerngeschäft der RAS ist die Wartung und Modifizierung von Luftfahrzeugen. Der MRO- Betrieb (Maintenance, Repair & Overhaul) ist ein nach EASA Part 145 als auch FAA Part 145 zugelassener Instandhaltungsbetrieb. Weitere Geschäftsbereiche sind die Betankung von Luftfahrzeugen auf verschiedenen Flughäfen sowie der Luftfahrzeugverkauf. Innerhalb des Geschäftsbereiches Werft zählt auch der Verkauf von Ersatzteilen aus der Zerlegung von Luftfahrzeugen zu den Aktivitäten der RAS. Zur Werft gehört außerdem der Bereich Komponentenreparatur, der erfolgreich agiert. Die in den vergangenen Jahren zusätzlich eingerichteten Werkstätten sind gut ausgelastet. Neben der Unterscheidung nach Geschäftsbereichen wird der Werftbetrieb zusätzlich nach Kundenkreisen unterteilt. Die RAS unterscheidet zwischen Regionalfluggesellschaften (Regional Airlines), Geschäftsreiseflugverkehr (Business Aviation) und Spezialumrüstungen (Special Mission Modifications). Im Geschäftsjahr 2023 konnte unsere Gesellschaft erneut an die positive Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen und wiederum aufgrund der Bandbreite unserer Geschäftsfelder einen deutlichen Jahresüberschuss erzielen. Der Wettbewerb in allen Geschäftsbereichen war auch im Berichtsjahr unverändert intensiv. Wir begegnen dem Druck unserer oftmals globalen Wettbewerber durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit unserer flexiblen und qualifizierten Mitarbeiter sowie insbesondere durch ein Höchstmaß an Qualität. Die Personalentwicklung der RAS ist weiterhin ausschlaggebend mit dem Bereich MRO verbunden. Im Geschäftsjahr wurde erheblich in die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter und in die Ausbildung von Nachwuchskräften investiert. RAS beschäftigte zum Jahresende 2023 31 Auszubildende nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Anzahl der Mitarbeiter blieb im Wesentlichen konstant. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen nennenswerten Unfällen, dessen ungeachtet wurde zusätzlich in die Unfallverhütung investiert. Zur Steuerung und für die kurz- und mittelfristige Planung der Gesellschaft werden verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen, die wichtigsten sind Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. II. Darstellung der Lage des Unternehmens Ertragslage Die Ertragslage des Jahres 2023 war geprägt von einem Umsatzanstieg um T€ 10.995 oder 13 %. Dieser erneute Anstieg resultierte wesentlich aus dem Geschäftsfeld Luftfahrzeugverkauf. Der Rohertrag konnte gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.696 bzw. 18 % gesteigert werden. Grund für den im Vergleich zu der Umsatzausweitung überproportionalen Anstieg war eine gegenüber dem Vorjahr reduzierte Risikovorsorge nach Abschluss eines größeren Umrüstungsprojekts. Beim Personalaufwand ergab sich ein Anstieg von fast 13 % im Wesentlichen als Folge eines geplanten Personalaufbaus und erforderlicher Lohn-/Gehaltserhöhungen. Demgegenüber stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nur unwesentlich gegenüber dem Vorjahr (+T€ 246), wobei der Anstieg bei den Hallenmieten nahezu vollständig durch niedrigere Währungskursverluste kompensiert wurde. Als Folge des insgesamt gestiegenen Zinsniveaus ergab sich unverändert ein negatives Finanzergebnis (T€ 650 nach T€ 245 im Vorjahr). Insgesamt erzielte die Gesellschaft für 2023 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von T€ 2.627 (Vorjahr: T€ 1.780) sowie nach Abzug der laufenden Ertragsteuern einen Jahresüberschuss von T€ 1.661. Das erreichte Jahresergebnis lag damit in der Bandbreite der Erwartungen der Geschäftsleitung und wird demgemäß von der Geschäftsleitung als zufriedenstellend eingestuft. Vermögenslage Unverändert wird die Bilanzsumme von den Vorräten geprägt, die am Bilanzstichtag rund 46 % (im Vj.: 56 %) der Aktiva ausmachen. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.923 verringert. Beim Finanzanlagevermögen ergab sich als Folge des Erwerbs eines weiteren Werftbetriebs sowie durch die Erhöhung eines Darlehens an eine Tochtergesellschaft ein Anstieg von T€ 5.104. Außerdem erhöhten sich die Forderungen an verbundene Unternehmen um T€ 2.070 gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig kam es bei den Vorräten zu einem geplanten Rückgang in Höhe von T€ 7.227. Bei den liquiden Mitteln ergab sich ein Rückgang von T€ 3.248 gegenüber dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses 2023 und nach Abzug der in 2023 gezahlten Dividende (T€ 313) stiegen die Eigenmittel um T€ 1.348. Bei den Rückstellungen ergab sich ein Rückgang in Höhe von T€ 6.809 auf T€ 4.889, insbesondere als Folge der Anpassung der Risikovorsorge bei einem Umstellungsprojekt. Der Anstieg der Verbindlichkeiten (insgesamt T€ 3.548) betraf mit T€ 2.076 Bankverbindlichkeiten sowie mit T€ 1.415 die sonstigen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag als Folge des Beteiligungserwerbs und der daraus resultierenden restlichen Kaufpreisschuld erhöht waren. Finanzlage und Liquidität Die Bilanz der RAS weist nach dem erzielten Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs zum 31. Dezember 2023 aus eigener operativer Kraft ein Eigenkapital von T€ 24.190,2 aus. Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote bei der gesunkenen Bilanzsumme 38,3%. Die Gesellschaft verfügt auch weiterhin über ausreichende liquide Mittel. B. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens auf Grund der erreichten Marktstellung und des breiten Produkt- und Dienstleistungsangebots unverändert positiv. Im Fokus der Gesellschaft steht weiterhin die Akquise weiterer Umrüstungsprojekte. Die aktuelle Auftragslage ist trotz der durch den Ukraine-Krieg unsicheren Weltwirtschaftslage gut, die Kapazitäten des erweiterten Werftbetriebs sind nach wie vor vollständig ausgelastet. Der Ersatzteilhandel und das Part-Out Geschäft sollen weiter ausgebaut werden. Der Bereich Betankung bleibt weiter auf den Schwerpunkt Betankungsdienstleistung (Into-Plane Service) ausgerichtet; neue Standorte werden zur Zeit nicht aufgebaut. Für den Luftfahrzeughandel rechnen wir in 2024 aufgrund zahlreicher geplanter Auslieferungen mit Umsätzen auf Vorjahresniveau. II. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden demographischen Wandels werden wir in Zukunft noch mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, um rechtzeitig Nachwuchskräfte auszubilden, die bei weiterem Wachstum dringend benötigt werden. Unsere Auftragsabteilung wird in Zukunft noch flexibler und kundenorientierter auf die Wünsche der Kunden eingehen, um unsere Position am Markt zu stärken. Die zunehmende Nachfrage nach Umrüstungen von zivilen Luftfahrzeugen in "Special Mission" Luftfahrzeuge wird auch zukünftig für eine hohe Auslastung in diesem Bereich sorgen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden. Unsere Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Die möglichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges und daraus möglicherweise resultierende Risiken für unsere geschäftliche Entwicklung in 2024 sind aus heutiger Sicht nicht verlässlich vorherzusagen. Bei Außerachtlassung dieses Sachverhalts rechnen wir für 2024 mit in etwa konstanten Umsatzerlösen und einem Jahresergebnis über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 als Folge einer erwarteten verbesserten Profitabilität.
Mönchengladbach, den 31. Mai 2024 Johannes Graf von Schaesberg Michael Bitzer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rheinland Air Service GmbH, Mönchengladbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rheinland Air Service GmbH, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rheinland Air Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 21. Juni 2024 BTS
Brune Timmer Schlüter GmbH
Zander, Wirtschaftsprüfer |
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