ServiceSTADTwerke GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBetrieb von Kläranlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yvonne Wick seit 27.8.2025 | Geschäftsführer |
Mathias Carl seit 31.10.2003 | Geschäftsführer |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MIT.BUS GmbHGießenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. 2. Branche Im Jahr 2023 waren in Deutschland 7 % mehr Fahrgäste im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen im Nah- und Fernverkehr unterwegs als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, trug unter anderem das am 1. Mai 2023 eingeführte Deutschland-Ticket zum Anstieg des Fahrgastaufkommens auf fast 10,9 Milliarden Fahrgäste bei. Bereits 2022 waren unter anderem aufgrund des 9-Euro-Tickets, das im Sommer 2022 für drei Monate erhältlich war, die Fahrgastzahlen gestiegen. Dennoch waren 2023 im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen noch immer knapp 8 % weniger Fahrgäste unterwegs als vor Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der 99 % des Linienverkehrs abdeckt, stieg das Fahrgastaufkommen im Jahr 2023 gegenüber 2022 ebenfalls um 7 % und blieb damit knapp 8 % unter dem Wert des Vor-Corona-Jahres 2019. Das ab dem 1. Mai 2023 gültige Deutschland-Ticket wirkte sich dabei positiv auf die Entwicklung aus: Insbesondere im Eisenbahn-Nahverkehr stieg das Fahrgastaufkommen ab dem 2. Quartal 2023, nach Einführung des Deutschland-Tickets, deutlich. Im 3. Quartal 2023 wuchs das Fahrgastaufkommen gegenüber dem 2. Quartal 2023 um 6 %. Insgesamt lag das Fahrgastaufkommen im Eisenbahn-Nahverkehr mit 2,6 Milliarden Fahrgästen 9 % über dem Wert des Jahres 2022, war jedoch weiterhin 9 % niedriger als 2019. Im Nahverkehr mit Straßenbahnen zeigte sich mit 3,7 Milliarden Fahrgästen im Jahr 2023 ebenfalls ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 9 %. Auch mit diesem Verkehrsmittel waren im Vergleich zu 2019 noch 9 % weniger Fahrgäste unterwegs. Die derzeit gemeldeten Daten für den Liniennahverkehr mit Bussen, der mit 5,0 Milliarden Fahrgästen einen Zuwachs um 5 % gegenüber dem Vorjahr ausweist, bilden möglicherweise den tatsächlichen Zuwachs nicht vollständig ab. Den regionalen Verkehrsunternehmen fehlten Daten zu Verkäufen des Deutschland-Tickets, das teilweise über bundesweite Plattformen verkauft wurde. Vor allem in Bussen kommen automatische Fahrgastzählsysteme (AFZS) vergleichsweise selten zum Einsatz. Dies führte vermutlich zu einer Unterschätzung der Fahrgastzahlen im Busverkehr. Wie experimentelle Analysen zeigen, wiesen Busunternehmen mit AFZS im Jahr 2023 höhere Fahrgastzuwächse auf als die im ÖPNV tätigen Busunternehmen insgesamt. Da Busfahrten fast die Hälfte aller Fahrten im Liniennahverkehr ausmachen, sind auch die Gesamtzahlen zum Liniennahverkehr und damit auch zum Linienverkehr insgesamt möglicherweise unterzeichnet. Bei Eisenbahn- und Straßenbahnunternehmen, die AFZS einsetzten, stieg das Fahrgastaufkommen im Jahresverlauf 2023 hingegen ähnlich stark an wie bei allen Unternehmen im Schienennahverkehr. Der Personalbedarf bei den Bus- und Bahnunternehmen in Deutschland ist ungebrochen hoch, das ergibt die "VDV-Branchenumfrage Personal 2023" unter 182 Unternehmen des öffentlichen Personen- und des Schienengüterverkehrs. 74,2 % der teilnehmenden VDV-Mitgliedsunternehmen gaben an, dass der Bedarf an Personal im Fahrdienst bis 2030 steigen wird. Die Branche wird jährlich bis zu 8.000 Fahrpersonale im ÖPNV und SPNV gewinnen müssen, um das altersbedingte Ausscheiden von Fahrpersonalen bei Bus und Bahnkompensieren zu können. In den VDV-Mitgliedsunternehmen im ÖPNV arbeiten rund 152.000 Mitarbeiter*innen. Davon sind rund 85.000 Beschäftigte im Fahrdienst (Bus, Tram, PVE), rund 38.000 arbeiten im technischen Dienst und 29.000 in der Verwaltung. Es besteht bereits heute und auch zukünftig ein hoher Personalbedarf in der Branche, was auch auf den demografischen Wandel zurückzuführen ist. Von den aktuell rund 152.000 Beschäftigten in den VDV-Mitgliedsunternehmen im öffentlichen Personenverkehr werden rund 80.000 Beschäftigte bis 2030 in den Ruhestand gehen. Das heißt, fast 50 Prozent neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden benötigt, nur um den Status quo aufrechtzuerhalten. Von diesen Stellen wird nur jede Fünfte von einem Auszubildenden besetzt werden können. Mit der Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) wurde 2021 die dauerhafte Genehmigungsmöglichkeit eines neuen, ÖPNV integrierten On-Demand-Angebots geschaffen: der Linienbedarfsverkehr. Per App buchbare Sammelfahrten mit Kleinbussen können das Mobilitätsangebot verbessern und die Abhängigkeit vom privaten Auto verringern. Vor allem in ländlichen Regionen bieten sie die Möglichkeit, dünne Angebote des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) zu ergänzen. Die "Linienbedarfsverkehre" sind ein wichtiger Baustein der Mobilitätswende - und damit ein Schlüssel für die Klimaschutzziele im Verkehrssektor bis 2030. Vielerorts nutzen die Verkehrsunternehmen den neuen Rechtsrahmen und fahren ihre On-Demand-Verkehre hoch. Seit der im April 2021 beschlossenen Gesetzesnovelle ist die Zahl der On-Demand-Projekte, die in den öffentlichen Verkehr integriert sind, sprunghaft gestiegen. Aufgrund des Anfang 2020 unterzeichneten Tarifvertrages für die Beschäftigten im privaten hessischen Omnibusgewerbe (LHO) mit einer Laufzeit bis Anfang 2024 kam es im laufenden Jahr weder zu Entgeltverhandlungen noch zu Streikmaßnahmen. Das Stundenentgelt der Beschäftigten im Fahrdienst (Entgeltgruppe L1) für Verkehre nach § 42 PBefG in hessischen Städten < 100.000 Einwohner erhöhte sich ab 1. Oktober 2023 von 16,70 EUR/Std. auf 17,40 EUR/Std. Mit Datum vom 26. August 2021 wurde zudem ein Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV-TV) der gewerblichen Arbeitnehmer des privaten Personenverkehrs mit Omnibussen in Hessen unterzeichnet, der rückwirkend zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist. Somit existiert nunmehr im vierten Jahr auch für die Arbeitnehmer im Fahrdienst, die dem Tarifvertrag des LHO unterliegen, ein eigenes Versorgungswerk. 3. Geschäftsverlauf der MIT.BUS GmbH Die MIT.BUS GmbH war in 2023 überwiegend für ihre Muttergesellschaft, die Stadtwerke Gießen AG (SWG), tätig. Die Betriebsleistung der MIT.BUS GmbH ist von 2,761 Mio Linienkilometern in 2022 auf 2,713 Mio Linienkilometern in 2023 gesunken, da u.a. aufgrund von einer längeren Sperrung der Robert-Sommer-Straße die Linien 1 und 13 einen kürzeren Fahrweg gegenüber der Situation ohne diese Baustelle in 2022 gefahren wurden. a) Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg um TEUR 1.076 (9,9 %) auf TEUR 11.920. Die MIT.BUS GmbH investierte in 2023 insgesamt TEUR 2.107 in die Anschaffung von fünf neuen Bussen. Den Investitionen von insgesamt TEUR 2.137 standen Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.822 gegenüber, so dass das Anlagevermögen insgesamt um TEUR 315 auf TEUR 9.675 (81 % der Bilanzsumme, i. Vj. 86 %) anstieg. Das Anlagevermögen ist zu 99 % durch Eigenkapital gedeckt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 912 auf TEUR 1.916, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Forderungen gegenüber der SWG über dem Vorjahreswert liegen. Der Bestand an liquiden Mittel sank im Geschäftsjahr um TEUR 245 auf TEUR 326. Bei einem ergebnisbedingt um TEUR 241 gestiegenen Eigenkapital in Höhe von TEUR 9.589 ist der Anteil des Eigenkapitals an der gestiegenen Bilanzsumme leicht auf 80 % (i. Vj. 86 %) gesunken. Von dem Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von TEUR 259 zuzüglich des Gewinnvortrages von TEUR 39 wurden TEUR 250 in die Gewinnrücklage eingestellt, und der verbleibende Betrag von TEUR 48 auf neue Rechnung vorgetragen. Die Verbindlichkeiten sind aufgrund höherer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 699 auf TEUR 1.822 gestiegen. b) Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 1.876 (i. Vj. TEUR 2.123) erwirtschaftet werden. Unter Berücksichtigung der Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit von TEUR 2.121 (i. Vj. TEUR 1.875) vor allem in Zusammenhang mit der Anschaffung von Bussen ergab sich eine Reduzierung der liquiden Mittel um TEUR 245. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Liquiditätsengpässe sind nicht zu erwarten. c) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse im Wesentlichen aufgrund höherer Erlöse aus Fahrleistungen gestiegen. Die Fahrleistung wird in Abhängigkeit der gefahrenen Kilometer erstattet, so dass sinkende Einnahmen aufgrund des Deutschlandtickets keine unmittelbare Auswirkung auf die Umsatzerlöse haben. Von den Umsatzerlösen entfielen TEUR 13.561 (99 %) auf Umsätze mit der SWG. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind um insgesamt TEUR 106 gestiegen, dies ist im Wesentlichen auf höhere Treibstoffkosten (TEUR 73) zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 433 auf TEUR 3.467, dies ist insbesondere auf höhere Wartungs- und Reparaturaufwendungen sowie Entschädigungen im Zusammenhang mit Unfallschäden zurückzuführen. Die Personalaufwendungen stiegen in 2023 um TEUR 586 (10,2 %) auf TEUR 6.324 (i. Vj. TEUR 5.738). Der gestiegene Personalaufwand ist neben der gestiegenen Anzahl der Vollzeitbeschäftigten vor allem auf die zum 1. Oktober 2023 in Kraft getretene Tariferhöhung von rund 4,2% sowie eine steigende tarifvertraglichen Regelung zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV-TV) für die gewerblichen Arbeitnehmer des privaten Personenverkehrs mit Omnibussen in Hessen zurückführen. Zudem wurde 2023 eine Jahressonderzahlung als freiwillige soziale Leistung gewährt. Die Abschreibungen stiegen um TEUR 161 von TEUR 1.661 auf TEUR 1.822. Ursächlich hierfür ist vor allem der Zugang von sechs Bussen im Mai 2022, der sich in den Abschreibungen des Berichtsjahres nun erstmals voll niederschlägt sowie der Zugang von fünf weiteren Bussen im April des Berichtsjahres, der sich zumindest anteilig auswirkt. Das Zinsergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 73 und lag mit TEUR 83 im negativen Bereich. Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 347 liegt leicht um TEUR 15 unter dem des Planniveaus. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegen u.a. aufgrund des niedrigeren Ergebnisses um TEUR 8 unter denen des Vorjahres. Der Jahresüberschuss ist mit TEUR 241 (i. Vj. TEUR 259) leicht gesunken. II. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft, Chancen und RisikenDie Geschäftsentwicklung der Gesellschaft war in den vergangenen Jahren gleichmäßig und stets positiv. Das Unternehmen verfügt über eine gute Kapitalausstattung sowie über ausreichend liquide Mittel, um allen Verpflichtungen nachkommen zu können. Mögliche IT-Risiken stehen bei der SWG und ihren Tochterunternehmen laufend im Fokus. Die unternehmensinterne IT-Sicherheitsorganisation wird von spezialisierten Sicherheitsdienstleistern beraten und in der täglichen Arbeit durch das kontinuierlich sensibilisierte Personal getragen. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubten Zugriff. Das Thema Cyberkriminalität wird aufmerksam verfolgt und Gegenmaßnahmen werden kontinuierlich an sich ändernde Bedrohungslagen angepasst. Allerdings erfolgt der Betrieb der städtischen Linien seit dem Dezember 2014 lediglich auf Basis von einstweiligen Erlaubnissen, die jeweils für ein halbes Jahr von der Genehmigungsbehörde erteilt werden. Aufgrund von zwei Klageverfahren eines privaten Busunternehmens gegen die Genehmigungsbehörde auf Erteilung einer eigenwirtschaftlichen Genehmigung für den städtischen Linienverkehr sowie der zum städtischen Linienverkehr gehörenden Linien 800-802 war die Erteilungen einer Liniengenehmigung nicht möglich. Da beide Klagen abgewiesen wurden und rechtskräftig geworden sind, besteht nun prinzipiell die Möglichkeit von Seiten der SWG bzw. der MIT.BUS GmbH eine eigene Liniengenehmigung für die streitgegenständlich gewesenen Linien zu beantragen. Es ist beabsichtigt, die Erteilung einer Liniengenehmigung, ohne vorheriges Ausschreibungsverfahren durchgeführt zu haben, zu beantragen. Allerdings müssen hierfür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, deren Ausgestaltung sich weiterhin in der Abstimmung befindet. Eine Vielzahl an Regelungspunkten ist mittels eines öffentlichen Dienstleistungsauftrages (ÖDLA) zu vereinbaren. Als 100%iges Tochterunternehmen und zugleich Auftragsunternehmen für die SWG ist für die weitere Entwicklung des Unternehmens MIT.BUS GmbH die Wiedererteilung der Konzessionen von großer Bedeutung. Mit dem Auslaufen der Genehmigungen im Dezember 2014 und November 2017 bestand ein Bestandsrisiko für das Unternehmen, dem mit entsprechenden Maßnahmen Rechnung getragen wurde. Neben diesem herausgehobenen Risiko bestehen allerdings weitere latente Risiken. Zu den weiteren bestehenden Risiken zählt der Mangel an Busfahrerinnen und Busfahrer, der sich darin widerspiegelt, dass die Anzahl an Bewerbungen, um offene Stellen im Fahrdienst, rückläufig ist. Hinzu kommt, dass oftmals die notwendigen fachlichen und sprachlichen Voraussetzungen bei den Bewerbern fehlen. In der Konsequenz gestaltet sich die Akquise neuer Mitarbeiter zunehmend schwieriger. Durch das altersbedingte Ausscheiden von Fahrerinnen und Fahrern müssen stetig neue Mitarbeiter gesucht und eingestellt werden. Weitere Fahrerinnen und Fahrer werden zur Umsetzung des politisch gewollten und beschlossenen Ausbaus des Nahverkehrs benötigt, der vor dem geschilderten Hintergrund ausgebremst oder zumindest verzögert wird. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wird zusätzlich die Suche nach neuen Mitarbeitern durch die Nutzung von Social-Media Kanälen intensiviert. Darüber hinaus wird verstärkt in die Ausbildung eigener Mitarbeiter investiert und nach Möglichkeiten für die Qualifikation geeigneter Bewerber zu Berufskraftfahrern als klassische Quereinsteiger gesucht. Hinzu kommt die Herausforderung für alle aktuell beschäftigten Busfahrerinnen und Busfahrer eine attraktive Vergütung sicherzustellen und die Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern. Dies schließt den Schutz der Beschäftigten im Fahrdienst vor ansteckenden Krankheiten mit ein. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist nicht auszuschließen, dass zeitgleich eine große Anzahl an Fahrerinnen und Fahrern erkranken kann mit der Folge, dass das Verkehrsangebot zu reduzieren ist. Große Krankheitswellen können nicht gänzlich verhindert werden, so dass ein gewisses Risiko besteht, den Verkehr jederzeit vollumfänglich aufrecht zu erhalten. Neben dem Ausbau des Nahverkehrs soll auch der Nahverkehr selbst einen Beitrag zur Reduzierung von schädlichen Treibhausgasen leisten. Die MIT.BUS hat diese Forderungen schon seit etlichen Jahren verinnerlicht und betreibt deshalb ihre gesamte Busflotte mit Biomethan. Neben den bestehenden Umweltvorteilen gegenüber dem Einsatz von Dieselbussen konnte zudem in den vergangenen Jahren der von externen Großschadensereignissen abhängige Bezug von Dieselkraftstoff vermieden werden. Der Beschaffungspreis für Biomethan ist trotz der Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine als stabil anzusehen. Dem latenten Preisrisiko für die Beschaffung von Biomethan begegnet die MIT.BUS indem sie im Rahmen des turnusmäßigen Austauschs von Fahrzeugen stets energieeffizientere Busse beschafft. Kurz- bis mittelfristig hat aufgrund politischer Vorgabe mindestens eine anteilige Beschaffung von lokal emissionsfreien Stadtbussen (E oder H 2 ) zu erfolgen. Der Einsatz dieser neuen Technologie bedingt neben der Beschaffung eines komplett neuen Fahrzeugtyps auch die Errichtung einer neuen Lade-/ Betankungsinfrastruktur. Aktuell ist davon auszugehen, dass der städtische Nahverkehr langfristig gänzlich ohne Verbrennermotoren betrieben werden muss. Sowohl der Ausbau des Nahverkehrs als auch die Umstellung auf Elektro- oder Wasserstoffbusse bedingt hohe Kosten, die es zu finanzieren gilt. Insgesamt ist sowohl im Falle einer weiteren Beauftragung zur Durchführung des Stadtverkehrs durch die SWG als auch bei Abschluss eine ÖDLAs für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 weiterhin von positiven bzw. ausgeglichenen Betriebs- und Jahresergebnis auszugehen. III. RisikomanagementDie MIT.BUS GmbH ist in das Risikomanagementsystem der SWG eingebunden. Hierzu werden vierteljährlich alle Risikofelder analysiert. Identifizierte Risiken werden ständig inventarisiert und die Entwicklung überwacht.
Gießen, den 29. Mai 2024 Mathias Carl, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie MIT.BUS GmbH hat ihren Sitz in Gießen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Gießen (HR B 6018). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss der MIT.BUS GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei den Anhangangaben wurden die Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Busse werden im Regelfall über zehn Jahre abgeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer aller anderen Anlagegegenstände erfolgt auf Grundlage der amtlichen AfA-Tabellen, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb der Bandbreiten der handelsrechtlich zulässigen Nutzungsdauern liegen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Das Stammkapital ist mit dem Nennwert bilanziert. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen ist mit dem Nennwert bilanziert und wird analog den Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Da sich keine wesentlichen Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerlicher Betrachtungsweise ergeben, entfällt der Ansatz latenter Steuern. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur BilanzAKTIVA A. ANLAGEVERMÖGEN Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. B. UMLAUFVERMÖGEN
1) Davon gegen verbundene Unternehmen T€ 1.654 (i. Vj. T€ 754). Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die Stadtwerke Gießen AG. Es handelt sich in Höhe von T€ 1.596 (i. Vj. T€ 722) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T€ 58 (i. Vj. T€ 32) um Ansprüche aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegen das Fahrpersonal aus Fahrgeldeinnahmen, Forderungen aus Schadenerstattungen und die Forderungen gegen die DSM Deutsche Städte Medien GmbH aus der Pachtabrechnung für Werbeflächen aktiviert. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. PASSIVA A. EIGENKAPITAL Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von T€ 3.000 ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Stadtwerke Gießen AG. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert T€ 2.550. In der Gesellschafterversammlung am 29. August 2023 ist beschlossen worden, von dem zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von € 259.144,19 zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von € 36.646,87 einen Betrag von € 250.000,00 in die Gewinnrücklage einzustellen und den verbleibenden Betrag von € 47.791,06 auf neue Rechnung vorzutragen. B. RÜCKSTELLUNGEN Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaft- und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr für die Geschäftsjahre 2021 und 2022). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Prüfungskosten, ausstehende Tantiemen, Schadensersatzverpflichtungen sowie noch ausstehende Urlaubsansprüche. C. VERBINDLICHKEITEN
1) Davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 1.313 (i. Vj. T€ 678). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen die Stadtwerke Gießen AG. Sie resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.313 (i. Vj. T€ 674). Im Vorjahr waren darüber hinaus noch Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft von T€ 4 enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten in Höhe von T€ 324 (i. Vj. T€ 301). Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Anlagenabgang, aus Versicherungsentschädigungen, aus Energiesteuererstattung und Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen. Der Materialaufwand resultiert hauptsächlich aus dem Einkauf von Treibstoffen sowie den von der Stadtwerke Gießen AG durchgeführten Betriebsführung, Instandhaltungsmaßnahmen, Reparaturen, Personalausleihungen und Beschaffung von Dienst- und Arbeitskleidung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind überwiegend Mieten, Versicherungsbeiträge, Aufwendungen in Zusammenhang mit der Einrichtung des Deutschlandtickets, Prüfungs- und Beratungskosten und Aus- und Fortbildungskosten enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit T€ 106 (i. Vj. T€ 114) Gewerbe- und Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) des Geschäftsjahres. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen € 3,6 Mio. und resultieren vor allem aus der Bestellung von Bussen. Unternehmensorgane Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2023 von Herrn Mathias Carl, Diplom-Kaufmann, Fernwald, wahrgenommen. Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt waren insgesamt 141 (i. Vj. 135) Personen bei der Gesellschaft beschäftigt. Davon 125 (i. Vj. 118) Personen in Vollzeit und 16 (i. Vj. 17) Personen in Teilzeit. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Jahresüberschuss (€ 241.058,24) zuzüglich des Gewinnvortrags (€ 47.791,06) einen Betrag von € 250.000,00 in die Gewinnrücklage einzustellen und den verbleibenden Betrag (€ 38.849,30) auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Seit dem Bilanzstichtag haben sich die geschäftlichen Aktivitäten entsprechend den Planungen für das Geschäftsjahr entwickelt. Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu erwähnen. Konzernabschluss Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Stadtwerke Gießen AG, Gießen. Der Jahresabschluss der MIT.BUS GmbH wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Gießen AG, Gießen, zum 31. Dezember 2023, einbezogen. Der Konzernabschluss der Stadtwerke Gießen AG wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Gießen, den 29. Mai 2024 Mathias Carl, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MIT.BUS GmbH, Gießen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MIT.BUS GmbH, Gießen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MIT.BUS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 29. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marc Krizaj, Wirtschaftsprüfer ppa. Michael Neutz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.06.2024 festgestellt. |
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