Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 140519
Vorher
Paul Secret UG (haftungsbeschränkt)Paul Secret GmbH
Eingetragen
8.3.2012
Branche
Großhandel mit TextilienEinzelhandel mit BekleidungEinzelhandel mit Textilien
Gegenstand
Der Handel mit Modeartikeln aller Art, insbesondere über das Internet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lookiero Outfittery Group, S.L.ESP
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Lookiero Outfittery Group, S.L.
Spain
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Outfittery GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.964,84 108.192,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.046.215,02 9.394.953,36
7.088.179,86 9.503.145,60
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.629,78 45.502,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 18.248,18 18.248,18
7.196.057,82 9.566.896,25
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 11.586.338,55 8.821.312,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.038.695,32 8.841.957,02
2. Forderungen gegen Gesellschafter 21.473,78 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.970.916,92 7.776.783,31
8.031.086,02 16.618.740,33
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.065.773,40 6.539.300,65
23.683.197,97 31.979.353,87
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 212.227,65 299.433,85
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 19.988.740,47 9.350.008,96
51.080.223,91 51.195.692,93

PASSIVSEITE

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 402.705,00 367.355,00
II. Kapitalrücklage 87.214.373,61 87.214.373,61
III. Verlustvortrag (96.931.737,57) (90.632.739,35)
IV. Jahresfehlbetrag (10.674.081,51) (6.298.998,22)
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 19.988.740,47 9.350.008,96
0,00 0.00
B. ZUR DURCHFÜHRUNG DER BESCHLOSSENEN KAPITALERHÖHUNG GELEISTETE EINLAGEN 0,00 35.350,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 10.814.813,92 14.565.323,22
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 47.620,84 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.674.144,17 7.442.705,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.371,31 210.701,83
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.298.570,45 6.412.292,95
5. sonstige Verbindlichkeiten 26.212.703,22 22.529.319,71
- davon aus Steuern: EUR 361.899,48 (Vj .: EUR 1.333.005,79)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 56.286,05 (Vj.: EUR 0,00)
40.265.409,99 36.595.019,71
51.080.223,91 51.195.692,93

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 66.489.383,90 71.859.050,21
2. sonstige betriebliche Erträge 1.053.817,72 941.489,34
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 462.666,07 (Vj.: EUR 400.397,14)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren (23.394.005,43) (25.576.553,33)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (11.483.591,84) (11.237.267,60)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (2.476.918,59) (2.162.022,17)
- davon für Altersversorgung: EUR 6.852,37 (Vj.: EUR 5.388,02)
(13.960.510,43) (13.399.289,77)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (2.457.854,97) (2.448.292,94)
6. sonstige betriebliche Aufwendungen (34.937.269,52) (34.562.644,90)
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 542.248,77 (Vj.: EUR 369.031,90)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63.960,74 17.819,68
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3.531.603,52) (3.081.042,94)
9. Ergebnis nach Steuern (10.674.081,51) (6.249.464,65)
10. sonstige Steuern 0,00 (49.533,57)
11. Jahresfehlbetrag (10.674.081,51) (6.298.998,22)

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Outfittery GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) mit der Nummer HRB 140519.

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Das Eigenkapital lag zum Jahresende 2022 bei EUR -20,0 Mio. (Vorjahr: EUR -9,4 Mio.). Es bestehen Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 7,3 Mio., welche mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen sind. Der Finanzmittelbestand zum Jahresende betrug EUR 4,1 Mio. (Vorjahr: EUR 6,5 Mio.). Die Gesellschaft hat Ende 2022 Wandeldarlehen von Gesellschaftern in Höhe von EUR 0,5 Mio. aufgenommen. Darüber hinaus wurden existierende Finanzierungslinien um insgesamt bis zu EUR 5 Mio. erweitert, von welchen EUR 2 Mio. im Jahr 2022 und EUR 3 Mio. im Jahr 2023 in Anspruch genommen wurden. Im Jahr 2023 hat die Gesellschaft ein weiteres Darlehen in Höhe von EUR 2,2 Mio. aufgenommen sowie im Jahr 2024 in Höhe von bis zu EUR 3,5 Mio. Ein Betrag von EUR 0,5 Mio. der in 2024 gewährten Kreditlinie wurde bisher nicht in Anspruch genommen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 sowie in Vorjahren keine nachhaltigen Gewinne erwirtschaftet.

Die bilanzielle Überschuldung steht der Fortführung des Unternehmens aufgrund der positiven Fortführungsprognose nicht entgegen. Die Gesellschaft verfügt zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses durch die erfolgten Kapitalmaßnahmen bei planmäßiger Entwicklung über ausreichende finanzielle Mittel, damit die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Prognosezeitraum gewährleistet ist. Die positive Fortführungsprognose geht insbesondere von einer erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzepts sowie einer entsprechenden Steigerung der Profitabilität aus. Sollte die Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintreten, könnte der Bestand der Gesellschaft gefährdet sein. Auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt IV.1. wird verwiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach den geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter der Annahme eines fortlaufenden Geschäftsbetriebes.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von EUR 16,4 Mio. nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten ergab sich aus der Verschmelzung der Curated Shopping GmbH (CSG) auf die Gesellschaft zum 1. Januar 2019. Die Nutzungsdauer des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes beträgt, abgeleitet aus der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Kundenstammes, sieben Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Am Abschlussstichtag wird auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben, wenn dieser unter den Anschaffungsbzw. Herstellungskosten liegt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bilanziert. Erkennbaren Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag anfallen und erst zu einer bestimmten Zeit nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet worden. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Die Gesellschaft hat gemäß den Vorschriften des § 274 HGB keine latenten Steuern bilanziert. Passive latente Steuern resultieren aus dem von den Anschaffungskosten abweichenden steuerlichen Ansatz der Buchwerte aus der Schlussbilanz der CSG im Rahmen der Verschmelzung in 2019 und der unterschiedlichen Bewertung von Urlaubsrückstellungen. Steuerliche Verlustvorträge führen in Höhe der erwarteten Verlustverrechnung zu aktiven latenten Steuern. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 30,175% herangezogen worden. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Währungs- und Termingeschäfte

Das Fremdwährungsexposure bezeichnet die Gesamtsumme aller zukünftigen US-Dollar- Auszahlungen aus Einkaufsaufträgen sowie CHF-Einzahlungen aus Verkäufen, die im Rahmen der implementierten Absicherungsstrategie innerhalb eines Zeitraums von bis zu sechs Monaten fällig werden.

Outfittery setzt selektiv derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Währungsschwankungen ein. Die zur Steuerung der Marktpreisrisiken eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Risikoabsicherung und werden nicht zu Spekulationszwecken verwendet.

Im Berichtszeitraum und im Vorjahr wurden als derivative Währungsinstrumente ausschließlich Devisentermingeschäfte verwendet. Devisentermingeschäfte sind unbedingte, vertragliche Vereinbarungen über den Tausch zweier Währungen, wobei Nominalvolumen, Währungskurs und Fälligkeitszeitpunkt bei Geschäftsabschluss fixiert werden. Der Großteil dieser Geschäfte wurde als Sicherungsinstrument in einem Cashflow- Hedge der künftigen Zahlungen in US-Dollar designiert. Die Designation erfolgte auf Basis der Forward Kurse.

Die Devisentermingeschäfte werden mit den sich in Bezug auf die zukünftigen Cash-Flows gegenläufig entwickelnden Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Grund- und Sicherungsgeschäft weisen hochgradig homogene Risiken auf, entsprechend ist eine hohe Effektivität der Sicherungsbeziehung zu erwarten. Die Bewertungseinheiten werden nach der sogenannten "Einfrierungsmethode" bilanziert und bleiben daher bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt.

Zum 31. Dezember 2022 betrug der Marktwert sämtlicher Instrumente zur Absicherung von Fremdwährungsrisiko TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 2). Der Marktwert wurde als Differenz zwischen dem EUR-Betrag zum Spot-Kurs am 31.12.2022 und zum Terminkurs, diskontiert auf den Bilanzstichtag, berechnet.

Finanzierungsinstrumente Nominalwert Spot-Wert Diskontierter Termin-Wert Marktwert
(TEUR)
EUR-USD Forward(s) 83 81 82 -1
CHF-EUR Forward(s) 1.016 1.008 996 11
Summe 1.098 1.089 1.079 10

Angaben zur Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Finanzanlagen

Die Outfittery Schweiz GmbH i.L., Zürich / Schweiz ist eine direkte 100% Beteiligung der Outfittery GmbH, mit einem Stammkapital von TCHF 20. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt TCHF 40. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 beträgt TCHF 7. Die Gesellschaft wurde 2024 liquidiert.

The Cloakroom B.V., Enschede / Niederlande ist eine direkte 100% Beteiligung der Outfittery GmbH, mit einem Stammkapital von EUR 20. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR -3.547. Das Ergebnis des Geschäftsjahres beträgt TEUR 3.

Die beiden Tochterunternehmen der Gesellschaft brauchen nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen zu werden; die Gesellschaft ist daher gem. § 290 Abs. 5 HGB von der Aufstellungspflicht befreit.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellungsspiegel 31.12.2021 Inanspruchnahme /Auflösung Zuführung 31.12.2022
(TEUR)
Rückstellungen für Retouren 9.642 9.642 5.500 5.500
Personalkosten- Rückstellungen 717 700 413 430
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 4.131 4.131 4.833 4.833
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 75 75 52 52
Summe 14.565 14.549 10.798 10.815

Die Rückstellungen für ausstehende Retouren in Höhe von TEUR 5.500 (Vorjahr: TEUR 9.642) betreffen die erwarteten Rücksendungen der Kunden aufgrund von bisherigen Erfahrungswerten. Die Rückstellungen haben den Umsatz in der entsprechenden Höhe reduziert.

Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel Gesamtbetrag 31.12.2022 Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre Gesamtbetrag 31.12.2021
(TEUR)
Vblk. ggü. Kreditinstituten 48 48 0 0 0
Vblk. aus Lieferungen und Leistungen 6.674 6.674 0 0 7.443
Vblk. ggü. verbundenen Unternehmen 32 32 0 0 211
Vblk. ggü. Gesellschaftern 7.299 0 7.299 0 6.412
Sonstige Vblk. 26.213 1.678 24.534 0 22.529
- Davon aus Steuern 362 362 0 0 1.333
- Davon im Rahmen d. soz. Sicherheit 56 56 0 0 0
Summe 40.265 8.432 31.833 0 36.595

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 24.534.

Die Besicherung erfolgt über

Sicherungsübereignung des Warenlagers und des beweglichen Anlagevermögens,

eine Globalzession aller freien Forderungen,

die Verpfändung von gewerblichen Schutzrechten und sonstigen Rechten und Sicherungsübertragung von Nutzungsrechten, und

die Verpfändung von Bankkonten.

Seit 2014 besteht eine Factoring-Vereinbarung mit Riverty GmbH (vormals: BFS finance GmbH) über den Verkauf /Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Somit ist das Ausfallrisiko für diese Forderungen abgetreten und die Liquidität wird zusätzlich früher zugeführt.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 220).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.791, die für die Beurteilung der Gesamtlage der Gesellschaft von Bedeutung sind. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen per 31.12.2022 mit einer Restlaufzeit von
(TEUR) bis zu 1 Jahr 2-5 Jahre > als 5 Jahre
Mieten (ohne Nebenkosten) 673 673 0 0
Zinsen 6.170 2.888 3.282 0
Leasing 105 80 25 0
Verpflichtungen aus Einkäufen 4.843 4.843 0 0
Summe 11.791 8.484 3.307 0

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf Umsatzerlöse aus der DACH-Region. Der Anteil DACH stieg im Berichtsjahr auf 86% (Vorjahr 81%). Die Tätigkeitsbereiche der Gesellschaft unterscheiden sich nicht wesentlich, sodass auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen verzichtet wird.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung über TEUR 463 und Versicherungsentschädigungen über TEUR 377. Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 170 in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten, die im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 62).

Sonstige Angaben

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von TEUR 50 enthalten (Vorjahr: TEUR 29). Im Geschäftsjahr 2022 belief sich das Gesamthonorar des Abschlussprüfers auf TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 48). Die Leistungen sind vollständig durch die Abschlussprüfung veranlasst.

Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 323
Geschäftsführer 1

Organe

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Ausgeübter Beruf:
Julia Bösch Geschäftsführerin

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Beirat der Gesellschaft bestand im Berichtsjahr aus:

Rainer Märkle, Kaufmann, München

Sam Brooks, Kaufmann, London (Großbritannien)

Jessica Schultz, Kauffrau, Stockholm (Schweden)

Anna Katharina Smend, Kauffrau, Berlin

Julia Bösch, Geschäftsführerin, Berlin

Niklas Bolle, Kaufmann, Telgte

Vorsitzender des Beirats ist Rainer Märkle, Stellvertreter ist Sam Brooks. Weder Beiratsmitglieder noch die Geschäftsführerin erhielten für ihre Beiratstätigkeit Bezüge.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Verlust des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 10.674.081,51 mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 ein weiteres Darlehen in Höhe von EUR 2,2 Mio. aufgenommen und im Jahr 2024 ein weiteres Darlehen in Höhe von bis zu EUR 3,5 Mio.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, den 2.10.2024

Unterschrift Julia Bösch

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 680.286,73 0,00 680.286,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.441.168,27 0,00 16.441.168,27
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.060.270,22 87.016,54 1.147.286,76
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 18.248,18 0,00 18.248,18
18.199.973,40 87.016,54 18.286.989,94
Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 572.094,49 66.227,40 638.321,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.046.214,91 2.348.738,34 9.394.953,25
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.014.767,75 42.889,23 1.057.656,98
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
8.633.077,15 2.457.854,97 11.090.932,12
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.964,84 108.192,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.046.215,02 9.394.953,36
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.629,78 45.502,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 18.248,18 18.248,18
7.196.057,82 9.566.896,25

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmendaten

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Outfittery GmbH wurde 2012 gegründet und ist mit ca. 1.000.000 Kunden europäischer Marktführer im "Curated Shopping" für Herrenmode.

"Curated Shopping" bedeutet "betreutes, organisiertes Einkaufen". Klassische E- Commerce Modelle lassen den Kunden mit der Auswahl der Produkte aus einem meist unübersichtlichen Warenangebot allein. Der Service von Outfittery greift das Bedürfnis nach Beratung auf und stellt damit eine konsequente Weiterentwicklung des Online- Shoppings dar.

Outfittery positioniert sich damit auch als bequeme und moderne Alternative gegenüber dem klassischen Einkauf im beratenden Einzelhandel. Die Zielgruppe sind Männer zwischen etwa 25 und 50 Jahren. Seit Oktober 2021 gehören auch Frauen zur Zielgruppe des Unternehmens.

Kunden beantworten im Webportal oder in der App zunächst einige Fragen bspw. zu Kleidungsstil, Größen und Preispräferenzen. Outfittery stellt daraufhin eine Auswahl an Kleidungsstücken zusammen, die dem Kunden bequem zur Anprobe nach Hause geschickt werden. Um die idealen Outfits auszuwählen, werden Stylisten von Algorithmen unterstützt. Was dem Kunden gefällt, behält er, den Rest schickt er zurück. Das Ziel von Outfittery: Einkaufen von Bekleidung so entspannt wie möglich zu machen und durch eine Kombination aus persönlichem Service und intelligenter Technologie für jeden die perfekte Auswahl zu bieten.

Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Berlin, das Unternehmen ist in neun europäischen Märkten präsent. Logistik und Versand werden über externe Dienstleister abgewickelt.

2. Forschung und Entwicklung

Outfittery investiert nach wie vor in den Bereichen Machine Learning, Data Science sowie Big Data und treibt seine Mission zur Schaffung des perfekten Shoppingerlebnisses für Männer konsequent durch die Verknüpfung von intelligenter Technologie und persönlichem Service durch Stylisten voran. Durch stetige Verbesserungen an Prozessen, Systemen und Algorithmen gelingt es, den Kunden stetig besser zu beraten und auf neue Trends zu reagieren. Die Weiterentwicklung der stark personalisierten Modeeinkaufsberatung im Onlinehandel stellt das übergeordnete Ziel aller Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung dar.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmendaten

Nach einer deutlichen Erholung des Wachstums im Vorjahr nach der COVID-19 Krise wuchs die Wirtschaftsleistung im Kernmarkt Deutschland im Berichtsjahr preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,8%, in den weiteren Hauptmärkten Österreich und der Schweiz wuchs das Bruttoinlandsprodukt für diesen Zeitraum um 4,8% (AT) respektive 2,6% (CH). 1 Der Umsatz im Versand- und Internet-Einzelhandel war in der EU um 5,2% rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. 2 Der deutsche Onlinemarkt für Bekleidung und Schuhe verzeichnete ebenfalls einen Rückgang um 13,7% im Vergleich zum Vorjahr. 3

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäftsführung der Outfittery GmbH blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2022 zurück. Neben einer erhöhten Konsumentenunsicherheit nach Beginn des Ukraine- Konflikts war die IT-Infrastruktur des externen Warenlogistikdienstleisters im Dezember 2022 für einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen nicht verfügbar. Das Lager stand in dieser Zeit still, was zu einem signifikanten Umsatzverlust geführt hat. Aufgrund dieses Vorfalls, sowie der höheren Konsumentenunsicherheit, hat sich der Umsatz rückläufig entwickelt. Der Anteil der Umsatzerlöse aus der Hauptregion DACH ist dabei leicht von 81% auf 86% gestiegen. Dank eines verbesserten Materialeinsatzes erzielte Outfittery bei einer Reduktion der Umsätze um 5,4 Mio. EUR bzw. 7% einen Rohertrag von 43,7 Mio. EUR (Vorjahr 46,3 Mio. EUR).

3. Lage

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Mio. EUR bzw. 7% gesunken, was maßgeblich auf eine erhöhte Konsumentenunsicherheit nach Beginn des Ukraine-Konflikts sowie einen Ausfall der IT-Infrastruktur des externen Warenlogistikdienstleisters im Dezember 2022 zurückzuführen ist. Durch einen effizienteren Materialeinsatz konnte im Berichtsjahr die Rohertragsmarge um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr von 64% auf 65% verbessert werden. Trotz eines engen Kostenmanagements über alle Funktionen hinweg und der Verbesserung der Materialaufwandsquote durch effizienteres Warenmanagement, konnte eine Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Relation zum Umsatz durch Einsparungen in den Bereichen Logistik und Service nicht erreicht werden, so dass der Deckungsbeitrag III (berechnet als Differenz von Umsatzerlösen, Wareneinsatz, Service-, Logistik-, Zahlungsverkehrs- und Marketingkosten) um 3,5 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR sank. Entsprechend verschlechterte sich auch die EBIT-Marge vor Goodwill-Abschreibungen (berechnet als das Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Goodwill-Abschreibungen zu den Umsatzerlösen) auf -7% (Vorjahr -1%). Die Abschreibungen beliefen sich auf 2.458 TEUR, davon sind 2.349 TEUR planmäßige Goodwill-Abschreibungen.

1 Europäische Kommission (Eurostat), Wachstumsrate des realen BIP, Abruf am 17.05.2024 unter https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/tec00115/default/table?lang=de
2 Europäische Kommission (Eurostat), Wachstumsrate des Wirtschaftszweigs Versand-und Internet-Einzelhandel, Abruf am 17.05.2024 unter https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/sts_ trtu_a/default/table?lang=de&category=sts.sts_wrt.sts_wrt_ts
3 Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V., Abruf am 17.05.2024 unter https://bevh.org/fileadmin/content/05_presse/Pressemitteilungen_2023/Umsatztabellen_2022_pdf. pdf

Das Jahresergebnis verringerte sich um 4,4 Mio. EUR auf -10,7 Mio. EUR.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow), der Deckungsbeitrag III und die EBIT-Marge vor Goodwill-Abschreibungen zählen zu den wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft.

Bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, liegen nicht vor.

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Rohergebnis 43.095 46.283
- Personalaufwand -13.961 -13.399
- Abschreibungen - 109 -100
- sonstige Aufwendungen und Erträge -33.884 -33.671
EBIT vor Goodwill -4.858 -887
- Goodwill-Abschreibungen -2.349 -2.349
- Finanzergebnis -3.468 -3.063
Jahresfehlbetrag -10.674 -6.299

b. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich wie folgt dar:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 19.988 9.350
Anlagevermögen 7.196 9.567
Umlaufvermögen, RAP 23.896 32.279
Summe Aktiva 51.080 51.196
Eigenkapital 0 0
Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 0 35
Fremdkapital 51.080 51.161
Summe Passiva 51.080 51.196

Das Eigenkapital lag zum Jahresende 2022 bei minus 19,9 Mio. EUR (minus 9,4 Mio. EUR im Vorjahr). Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Kapitalerhöhung beschlossen, in deren Zusammenhang sich Gesellschafter zu freiwilligen Zuzahlungen in die Kapitalrücklage verpflichtet haben. Die Einzahlungen erfolgten teilweise bereits in 2021, jedoch größtenteils erst in 2022. Die Gesellschaft hat Ende 2022 Wandeldarlehen von Gesellschaftern in Höhe von 0,5 Mio. EUR aufgenommen. Darüber hinaus wurden existierende Finanzierungslinien um insgesamt bis zu 5 Mio. EUR erweitert, von welchen 2 Mio. EUR im Jahr 2022 und 3 Mio. EUR im Jahr 2023 in Anspruch genommen wurden. Im Jahr 2023 hat die Gesellschaft ein weiteres Darlehen in Höhe von 2,2 Mio. EUR aufgenommen sowie im Jahr 2024 in Höhe von bis zu 3,5 Mio. EUR. Ein Betrag in Höhe von 0,5 Mio. EUR der in 2024 gewährten Kreditlinie wurde bisher nicht in Anspruch genommen.

Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 87 TEUR. Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert fast ausschließlich aus der planmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts.

Der Ausfall der IT-Infrastruktur des externen Warenlogistikdienstleisters im Dezember 2022 hat zu einer Reduktion des Umlaufvermögens geführt. Die ausgewiesenen Vorräte sind aus diesem Grund auf 11,6 Mio. EUR angestiegen. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen hat sich ebenfalls deutlich reduziert, da nicht im gesamten Monat Dezember 2022 Pakete an Kunden verschickt wurden. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht zurückgegangen. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund von geringeren Rückstellungen für ausstehende Kundenretouren deutlich geringer.

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr von 51,2 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR im Wesentlichen auf Grund des geringeren Umsatzes im Geschäftsjahr sowie der planmäßigen Abschreibungen des erworbenen Firmenwerts aus der Verschmelzung der Curated Shopping GmbH (CSG) gesunken.

Der operative Cashflow betrug minus 4,0 Mio. EUR (Vorjahr -0,7 Mio. EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug +1,6 Mio. EUR (Vorjahr: +4,3 Mio. EUR). Der Finanzmittelbestand zum Jahresende betrug 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR).

Das Management beurteilt die Geschäftsentwicklung in 2022 insgesamt als herausfordernd und hinter den Erwartungen zurückbleibend.

III. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2023 konnte nach den zum aktuellen Zeitpunkt vorliegenden Finanzinformationen ein Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich sowie ein leicht besseres Jahresergebnis aufgrund von Wachstumsinvestitionen im Bereich Damenmode erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich über dem Marktwachstum 4 erwartet, sowie ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau. Nachdem in 2023 nach den aktuell vorliegenden Finanzinformationen bereits eine deutliche Steigerung des Deckungsbeitrag III erzielt werden konnte, wird auch 2024 ein höherer Deckungsbeitrag III als im Geschäftsjahr 2023 erwartet. Neben der Ausweitung des Damenbereichs wurde eine weitere Kostenoptimierung, Professionalisierung und Optimierung der Organisation sowie der Geschäftsprozesse angestrebt. Im Fokus stehen weiterhin Systemverbesserungen und Effizienzsteigerungen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette, die zu Einsparungen sowohl bei den Materialkosten, den Vertriebskosten als auch den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie zu einer verbesserten Kundenerfahrung führen sollen.

Das EBIT vor Goodwill (vor Einmalaufwendungen) hat sich in 2023 im Vergleich zu 2022 deutlich um einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag verbessert. Insgesamt wird erwartet, dass im Geschäftsjahr 2024 ein zu 2023 vergleichbares EBIT vor Goodwill (vor Einmalaufwendungen) erzielt wird. Der operative Cashflow hat sich in 2023 leicht verschlechtert. Es wird erwartet, dass sich der operative Cashflow im Geschäftsjahr 2024 ebenfalls bestenfalls seitwärts bewegt.

4 Mckinsey & Co., The State of Fashion S. 13, Abruf am 13.09.2024 unter https://www.mckinsey.com/~/media/mckinsey/industries/retail/our%20insights/state%20of%20fashion/2024/the-state-of-fashion-2024-f.pdf

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Geschäftsführung Umsatzerlöse über Vorjahresniveau bei gleichzeitiger deutlicher Verbesserung des Deckungsbeitrags III, des EBIT vor Goodwill (vor Einmalaufwendungen) und des Jahresergebnisses gegenüber dem Geschäftsjahr 2024. Auch in Bezug auf den operativen Cashflow wird eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erwartet.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war in 2022 und 2023 zu jedem Zeitpunkt sichergestellt, in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 wird ebenfalls eine jederzeitige Zahlungsfähigkeit erwartet, sofern die Geschäftsentwicklung wie geplant eintritt. Dabei wird die planmäßige Tilgung der eingegangenen Darlehensverbindlichkeiten im Prognosezeitraum zum vereinbarten Fälligkeitszeitpunkt berücksichtigt. Die Geschäftsführung sieht den Liquiditätsbedarf der Gesellschaft im Prognosezeitraum daher bei planmäßiger Entwicklung als gesichert an.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Abweichungen von der Finanzplanung können dazu führen, dass die Finanzierung und Liquidität des Unternehmens nicht sichergestellt werden kann. Die Einhaltung der Unternehmensplanung und der Liquiditätssituation wird daher stetig überwacht und mit Maßnahmen unterlegt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sowie der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden ist die Geschäftsführung vom Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist durch die Liquiditätsausstattung begründet. Die Gesellschafter haben in 2022 weitere finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, darüber hinaus hat die Gesellschaft seine existierenden Darlehen in den Jahren 2022, 2023 und 2024 ausgeweitet. Die Gesellschaft verfügt zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses durch die erfolgten Kapitalmaßnahmen bei planmäßiger Entwicklung über ausreichende finanzielle Mittel, damit die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Prognosezeitraum gewährleistet ist. Sollte die Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintreten, könnte der Bestand der Gesellschaft gefährdet sein. Auf die Ausführungen im Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang wird verwiesen.

Durch hohe Kapitalbindung im Working Capital insbesondere aus Lagervorrat und Kundenforderungen, ist ein entsprechendes Liquiditäts- und Working Capital Management sehr wichtig. Daher unterliegt das gesamte Cash- und Working Capital Management einer engmaschigen Steuerung in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung sowie einer permanenten Optimierung. Ausfallrisiken im Bereich von Kundenforderungen werden durch adäquate Risikoprüfungen, sowohl automatisiert als auch manuell, und ein Forderungsmanagement begrenzt.

Das Unternehmen trägt das Risiko aus dem Handel mit saisonaler Ware (Überbestände, Abwertung). Diesem Risiko wird im Rahmen eines Bestandsmanagements sowie einem flexiblen Beschaffungs- und Planungsprozess begegnet.

Das Unternehmen trägt das Risiko einer zuverlässigen Lieferkette, die von Lieferanten, über Transportdienstleister bis hin zum Warenlager reicht. Unterbrechungen oder Verzögerungen bei An- und Auslieferungen können zu gestiegenen Kosten, Umsatzverlusten, Serviceverschlechterungen und verminderter Kundenzufriedenheit führen. Dem begegnet das Unternehmen durch eine IT-gestützte Bestands- und Kapazitätsplanung, kontinuierliche Verbesserung der Supply-Chain-Prozesse, sowie der Verhandlung niedriger Mindestbestellmengen und Retourenoptionen.

Das Unternehmen trägt das Risiko aus Wechselkursschwankungen. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen mit einer engen Überwachung und Steuerung der Fremdwährungsbestände, auch unter der Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die zur Steuerung der Marktpreisrisiken eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Risikoabsicherung und werden nicht zu Spekulationszwecken verwendet. Im Berichtsjahr wurden ausschließlich Devisentermingeschäfte verwendet, welche unbedingte, vertragliche Vereinbarungen über den Tausch zweier Währungen sind. Zum Bilanzstichtag hielt die Gesellschaft Finanzinstrumente mit einem Marktwert von TEUR 10.

Risiken aus dem Verstoß gegen Datenschutzgesetze sowie Datenmissbrauch oder die unzureichende Implementierung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), der ePrivacy-Richtlinie oder der vorgeschlagenen ePrivacy-Verordnung könnten empfindliche Geldbußen nach sich ziehen. Um das Risiko potenzieller Verstöße zu minimieren, überwachen unser Datenschutzbeauftragter und unsere internen wie externen Anwälte fortlaufend die Datenschutzanforderungen, unterstützen bei der Erarbeitung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen und Prozesse, bieten Beratung, Expertise und Training.

Risiken aus einem volatilen Konsumklima und erhöhten Verbraucherpreisen (induziert durch steigende Energie- und Lebensmittelpreise) können Auswirkungen auf die Entwicklung der Ausgaben von Konsumenten für Mode haben.

2. Chancenbericht

Mit seinem ausschließlich onlinebasierten Geschäftsmodell bewegt sich Outfittery in einem Wachstumsmarkt. Laut KPMG 5 wird sich der Anteil des Online- am Gesamtmodehandel von 9% in 2010 auf 50% im Jahr 2030 bei gleichzeitig steigendem Gesamtvolumen ausdehnen. Als starke Marke mit hohem Bekanntheitsgrad kann Outfittery von dieser Marktbewegung stark profitieren und insbesondere in einkommensstarken Kundensegmenten, die eine persönliche Beratung schätzen, starke Zuwächse erwarten.

Durch die Ausweitung des Angebots um Damenmode hat Outfittery Chancen zur Umsatzerhöhung, wie die Entwicklung der letzten Jahre bestätigt. Durch deutlich geringere Kundenakquisitionskosten für Kundinnen lässt sich das Geschäft für Damenmode schneller und leichter skalieren als das Geschäft für Männermode. Zudem ist der Markt für Damenbekleidung in der Hauptregion Deutschland 1,8x so groß wie der Markt für Herrenbekleidung. 6

Das Potential, das über alle Kundensegmente hinweg besteht, kann über konsequente Verbesserung des Produktes sowie der Beratungsqualität und die gleichzeitige Erweiterung der Servicepalette erreicht werden. Die hohe Trefferquote bei der Beratung und ein reibungsloser Bestellablauf in allen beteiligten Abteilungen unterstützen eine hohe Kundentreue sowie ein hohe Wiederbestellquote.

Besonders hervorzuheben sind der andauernde Ausbau der bestehenden Plattform, welche zur Erhöhung der Stabilität beiträgt und auch die internen Prozesse deutlich beschleunigt, sodass Wachstum des Servicepersonals weiterhin unterproportional zum Wachstum der Bestellungen ausfallen kann. Auch durch Self-Service Optionen werden gleichermaßen neue Kundengruppen erschlossen, wie das Erlebnis der Bestandskunden durch einfache Bestellprozesse weiter optimiert. Durch die stärkere Nutzung von Machine-Learning-Technologien kann darüber hinaus die Prognosequalität für die datengestützte Einkaufsberatung weiter erhöht werden.

5 KPMG, Fashion 2030, Abruf am 29.11.2022 unter https://home.kpmg/de/de/home/themen/2022/01/studie-fashion-2030-trend-guide-fuer-die-zukunft-dermodebranche-in-deutschland.html
6 Statista Market Insights, Abruf am 20.5.2024 unter https://de.statista.com/outlook/cmo/bekleidung/deutschland

 

Berlin, den 2.10.2024

Julia Bösch, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Outfittery GmbH, Berlin:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Outfittery GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Outfittery GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe im Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt IV.1. des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass er bei der Annahme der positiven Fortführungsprognose von der planmäßigen Entwicklung im Prognosezeitraum, insbesondere der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzepts sowie einer entsprechenden Steigerung der Profitabilität, ausgeht. Wie in den Angaben dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 2. Oktober 2024

Rödel & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Stramitzer, Wirtschaftsprüfer

Clarissa Lücken, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 15.10.2024 festgestellt.

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