Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Contract Medical International GmbH
Lauensteiner Straße 37, 01277 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Dr. Hackober seit 17.2.2026 | Geschäftsführer |
Frank Andreas Ulrich Dr. Thiel seit 18.4.2023 | Geschäftsführer |
Martina Dr. Gieg seit 14.6.2022 | Prokura |
Thomas Wiesner seit 11.2.2021 | Prokura |
Markus Stopfkuchen seit 12.2.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
10 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 10 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Contract Medical International GmbH
DresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020Contract Medical International GmbH, DresdenI. Grundlagen des UnternehmensDie Entwicklung, Zulassung, und Fertigung neuartiger Medizinprodukte bilden die Kerngeschäftsfelder der CMI. Die über 20 Jahre aufgebaute Kompetenztiefe für komplexe Katheter- und Zubringersysteme ermöglicht das Angebot von Komplettlösungen für die Markteinführung von neuen Produkten für Lohnkunden. Anwendungen in der interventionellen Radiologie, Kardiologe und Onkologie stehen weiterhin im Mittelpunkt, werden aber zunehmend durch Produkte für minimal invasive Gefäßchirurgie, Neurologie, Gastroenterologie und Pulmologie ergänzt. Die Lohnentwicklung von neuen Produkten geschieht vor allem mit Blick auf Zulassung und Produktionsübernahme. Parallel zu der Auftragsentwicklung und Auftragsfertigung verfolgt CMI auch die Entwicklung von eigenen Produkten, welche CMI durch bestehende und neue Distributoren vertrieben oder lizensiert werden. II. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Entwicklung und BranchenentwicklungDie konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2020 gekennzeichnet durch die Corona-Pandemie. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahre 2020 um 5% niedriger als im Vorjahr. In 2020 konnten sich die deutschen Medizintechnikhersteller der Krise entziehen und hatten einen Umsatzzuwachs von durchschnittlich 2,9 % zu verzeichnen. Ausgehend von diesem Stimmungsbild erwirtschaften die mehr als 1.450 deutschen Betriebe (mit mehr als 20 Beschäftigten) mit ihren rund 152.000 Mitarbeitern in diesem Jahr einen Umsatz von etwa 34,3 Milliarden Euro, davon etwa 22,5 Milliarden Euro im Ausland. Im Vorjahr betrug der Gesamtumsatz noch über 33 Milliarden Euro. Umsatz- und ErtragslageDie Gesellschaft verwendet den Umsatz als wesentliche Leistungskennzahl, um den Fortschritt der strategischen und organisatorischen Ziele zu planen und zu bemessen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung der Gesellschaft nicht verwendet. Der Umsatz für das Berichtsjahr 2020 belief sich auf TEUR 13.023 (Vorjahr: TEUR 13.839). Dieser Umsatzrückgang ist hauptsächlich der Corona Situation zuzuordnen, da es pandemiebedingt eine niedrigere Nachfrage bei einigen Medizinprodukten gab. Davon ist auch der Verkauf von eigenen Produkten betroffen, mit denen im Berichtsjahr 2020 ein Umsatz in Höhe von TEUR 784 erzielt wurde (Vorjahr: TEUR 880). Ferner fielen periodenfremde Aufwendungen im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus Vorjahren durch das virtuelle Aktienoptionsprogramm in Höhe von TEUR 1.786 (Vorjahr: TEUR 0) an. Somit wurde im Jahr 2020 ein Jahresfehlbetrag von TEUR 2.204 erwirtschaftet (Vorjahr: TEUR 148). Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug TEUR 4.666 (Vorjahr: TEUR 2.829). Der Anstieg ist hauptsächlich technischer Natur, bedingt durch die Einführung neuer Kostenstrukturen nach der Übernahme durch den Heraeus Konzern. Ein gegenläufiger Effekt war bei den allgemeinen Verwaltungskosten zu verzeichnen, die im Berichtsjahr 2020 einen Anstieg auf TEUR 6.708 zeigten (Vorjahr: TEUR 2.860). Das Finanzergebnis verringerte sich um TEUR 26 auf TEUR -28 (Vorjahr: TEUR -54), im Wesentlichen bedingt durch weniger angefallene Zinsaufwendungen durch das abgelöste Bankdarlehen. Das negative Betriebsergebnis verringerte sich von TEUR -122 im Vorjahr auf TEUR -386 im Berichtsjahr.Vermögens- und Finanzlage Das Gesamtvermögen der Gesellschaft reduzierte sich um TEUR 2.811 auf TEUR 4.884 (Vorjahr: TEUR 7.695). Hauptsachlich ist das auf die Rückzahlung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals in Höhe von 39,1 % (Vorjahr: 30,4 %) des Gesamtkapitals aus. Zum wirtschaftlichen Eigenkapital wird hierbei auch der (70 %-ige) anteilige Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen gezählt. Der positive Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.652, verbunden mit dem negativen Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -3.333 und dem negativen Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -141, führte zu einem Abbau der liquiden Mittel von TEUR 894 auf TEUR 72 zum Bilanzstichtag. Ferner wurde die Gesellschaft unterjährig in das konzernweite Cash-Pooling des Heraeus Konzerns eingebunden. Investitionen/ FinanzierungNeue Technologien und Prozesse, auch in Bezug auf die Digitalisierung von internen Qualitätsprozessen, sowie die Anschaffung weiterer Maschinen und Werkzeuge standen im Vordergrund, um die Unternehmensstrategie weiterhin erfolgreich umzusetzen. Personal- und SozialbereichDie CMI beschäftigte zum 31. Dezember 2020 insgesamt 105 Mitarbeiter (Vorjahr: 106 Mitarbeiter), wobei alle Mitarbeiterzahlen auch ruhende Beschäftigungsverhältnisse, wie zum Beispiel langfristige Krankheit und Abwesenheit wegen Mutterschutz und Elternzeit berücksichtigen. In dem Verbund CMI und Contract Medical International spol. s.r.o. (CMI s.r.o.) waren zum Stichtag 245 Mitarbeiter (Vorjahr: 242 Mitarbeiter) beschäftigt. Rechtliche Grundlagen und RegulatorienDas Unternehmen wurde als Gesellschaft mit beschränkter Haftung am 26.Oktober 2000 gegründet. Die Gesellschaft hat einen Firmensitz mit Produktionsstätte in Dresden. An einer Gesellschaft in Hradec Kralove, der Contract Medical International spol. s.r.o., ist die deutsche Gesellschaft hundertprozentiger Anteilseigentümer. Die Heraeus Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH erwarb am 31. Januar 2020 100% des Eigenkapitals der Contract Medical International GmbH. Seit diesem Zeitpunkt ist die CMI Gruppe Teil des Medical Components Geschäft des Heraeus Konzerns. Martin Schachenmayr war seit dem 18. Februar 2014 Geschäftsführer der CMI und seit dem 1. Februar 2020 Geschäftsführer der CMI s.r.o. Er schied am 28. Februar 2021 aus der Geschäftsführung der CMI und am 31. März 2021 aus der Geschäftsführung der CMI s.r.o. aus. Markus Kaiser wurde am 5. Februar 2020 als Geschäftsführer der CMI und am 8. April 2020 als Geschäftsführer der CMI s.r.o. bestellt. Heiko Specht wurde am 3. Februar 2021 als Geschäftsführer der CMI bestellt. Sebastian Erbe ist seit dem 5. Oktober 2020 Geschäftsführer der CMI s.r.o. Das Unternehmen hat ein ISO 13485 zertifiziertes Qualitätssystem. In 2009 wurde das bereits bestehende Zertifikat erweitert und die "Annex II" Zertifizierung erreicht. Alle Produktzertifikate, welche im Berichtsjahr abgelaufen wären, wurden fristgemäß erneuert. Beide Betriebsstätten sind FDA-registriert und werden regelmäßig auditiert. III. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtWir erwarten, dass die CMI Gruppe nach Beendigung der Corona-Pandemie auf Ihren langfristigen Wachstumspfad zurückkehren kann. Seit der Akquisition durch Heraeus verfügt die CMI Gruppe über einen erfahrenen und finanzkräftigen Gesellschafter, der unsere Wachstumspotentiale durch Finanzmittel, einen verbesserten Kundenzugang und ein hohes Maß an Produktionsexpertise unterstützen kann. Liquiditätsrisiken werden derzeit nicht gesehen. Medizintechnische Entwicklungsdienstleistungen, Lohnproduktion und unsere eigenen vaskuläre Produkte werden weiterhin den Kern der Aktivitäten der CMI Gruppe ausmachen. Wie in den Vorjahren investieren wir hierbei insbesondere in die Entwicklung und den Vertrieb eigener Produkte, die langfristig einen wesentlichen Teil des Gesamtumsatzes der CMI Gruppe ausmachen sollen. Die Kernkompetenzen der beiden Standorte der CMI Gruppe bleiben auch nach der Übernahme durch Heraeus bestehen: Der Standort Dresden ist nach dem "Centers of Excellence"- Konzept das Kompetenzzentrum für die Bereiche Produktzulassung, Produktentwicklung, Prototypenbau, und Werkzeugbau, sowohl für die Auftragsentwicklung wie auch für CMIs Eigenentwicklung. Lohnkunden sind meist internationale MedTech Neugründungen mit Anforderung bezüglich der Entwicklung und Zulassung neuer Katheter-basierter Systeme. Der Standort Hradec Kralove ist das Kompetenzzentrum für die Serienproduktion. Gewisse Kompetenzen existieren parallel an beiden Standorten, um Flexibilität zu gewährleisten und auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können. Der Ausbau von Produktionskompetenzen in Tschechien und Entwicklungskompetenzen in Dresden werden weiterhin neue Investitionen in Anlagegüter an beiden Standorten erfordern. Zudem erfolgen Investitionen, um einer Überalterung des Betriebsvermögens vorzubeugen. Die Einführung von neuen Fertigungstechnologien in der Tschechischen Tochtergesellschaft trägt zu einer Erweiterung der Fertigungstiefe und einer Reduzierung von Herstellungskosten bei. Aufbauend auf den Erfolgen der letzten Jahre im Bereich der Eigenentwicklung werden im Jahr 2021 weiterhin Investitionen im F&E Bereich getätigt werden. Zusätzlich wird im IT-Bereich investiert werden, um Effizienzsteigerungen zu realisieren, besonders im Hinblick auf kontinuierlich steigende Qualitäts- und Zulassungsanforderungen. Die mit dem Unternehmen verbundenen Risiken sind branchenüblich. Versicherungen bestehen im üblichen Rahmen. Arbeitsabläufe sind validiert und zertifiziert und werden aktuell durch die Implementierung eines "Product Lifecycle Management" Softwaresystems optimiert. Die Europäischen Anforderungen für die Zulassung und Herstellung von Medizinprodukten ändern sich und werden zunehmend komplex. CMI arbeitet proaktiv daran, dem Regelwerk der neuen EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) frühzeitig gerecht zu werden. Im Bereich Entwicklungsdienstleistungen wird ein wesentlicher Teil der Umsätze mit "New Start"-Auftraggebern erzielt, so dass die CMI GmbH auch von deren kontinuierlicher Finanzierung und Zahlungsfähigkeit abhängig ist und permanente Akquise neuer Auftraggeber betreiben muss. Die CMI verfolgt ein strenges Forderungsmanagementverfahren, um etwaige Ausfallrisiken frühzeitig zu begegnen. Ausstehende Forderungen werden eng überwacht, um die bestmögliche Absicherung zu gewährleisten. Im Berichtsjahr sowie auch aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen können. Für 2021 erwarten wir einen Gesamtumsatz von etwa € 21 Mio. für die CMI Gruppe. Das finanzielle Ergebnis für 2021 wird weiterhin deutlich von Investitionen in den Bereichen Eigenentwicklung und Produktmanagement geprägt sein. Hinsichtlich des Nachtragsberichtes verweisen wir auf unseren Anhang.
Dresden, 14. Juli 2021 Heike Specht Markus Kaiser Bilanz zum 31. Dezember 2020 (in TEUR)CONTRACT MEDICAL INTERNATIONAL GMBH, DRESDENAktiva
* Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2019 angepasst, siehe allgemeine Angaben im Anhang Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020 (in TEUR)CONTRACT MEDICAL INTERNATIONAL GMBH, DRESDEN
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Contract Medical International GmbH, DresdenI. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss der Contract Medical International GmbH ist nach den Vorschriften der §§ 242ff. und §§ 264ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) unter Berücksichtigung der Annahme der Unternehmensfortführung im Sinne des § 252 Abs 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i.S. des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss der Heraeus Contract Medical International GmbH wird in den Konzernabschluss der Heraeus Holding GmbH, Hanau (kleinster und größter Konsolidierungskreis), einbezogen, der beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und dort offengelegt wird. Im Geschäftsjahr 2020 wurde der Ausweis der Verbindlichkeiten aus Mietkaufgeschäften korrigiert und die im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 340 in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Ferner erfolgte im Geschäftsjahr 2020 eine Ausweisänderung von Geschäften mit der Tochtergesellschaft Contract Medical International spol. s.r.o,, Hradec Kralove, Tschechien, zwecks besserer Abbildung des wirtschaftlichen Gehalts der Transaktionen. Zu Vergleichszwecken wurde der Vorjahreswert in Höhe von TEUR 636 ebenfalls von den Herstellungskosten in die allgemeinen Verwaltungskosten umgegliedert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Währungsumrechnung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen beinhalten gemäß § 255 Abs. 2 HGB Einzelkosten für Material und Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Im Jahr der Anschaffung/Herstellung eines Anlagegegenstandes erfolgt die Abschreibung monatsgenau ab dem Monat der Anschaffung/Herstellung (pro rata temporis). Die Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bemessen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von Euro 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert am Abschlussstichtag über dem beizulegenden Wert liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren, beizulegenden Wert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktwerten. In die Herstellungskosten werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB Einzelkosten für Material und Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Vom Wahlrecht zur Aktivierung von Verwaltungsgemeinkosten, Kosten für soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung wurde nicht Gebrauch gemacht. Schuldzinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, wurden ebenfalls nicht angesetzt. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich werden unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr mit dem Barwert aktiviert. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko werden die Forderungen um eine Pauschalwertberichtigung gekürzt. Bankguthaben werden zu Nominalbeträgen bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) bemessen worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzuzinsen. Der anzuwendende Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Imparitätsprinzips. Liquide Mittel in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bewertungsstichtag bewertet. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus Forderungen und Verbindlichkeiten werden saldiert und in Abhängigkeit des Saldos innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. III. Erläuterungen zur Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 werden unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres als Anlage zum Anhang im Anlagespiegel dargestellt. (2) Anteilsbesitz Angaben über den Anteilsbesitz an anderen verbunden Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. (4) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 98 und ist voll einbezahlt. Im Bilanzverlust ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.240 enthalten. (5) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Bonuszahlungen in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 0), Rückbauverpflichtungen TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 53), ausstehende Rechnungen TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 98), Urlaubs- und Überstunden TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 48) sowie Prüfungs- und Abschlusskosten in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 25). (6) Verbindlichkeiten Den ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind folgende Restlaufzeiten zuzuordnen:
* Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2019 angepasst, siehe allgemeine Angaben im Anhang Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 194 (Vorjahr: TEUR 3.485). Darüber hinaus bestehen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gesetzlich entstehende und branchenübliche Sicherheiten in üblicher Höhe. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 84). (7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus dem Mietvertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. April 2028. Es handelt es sich um einen sog. Operating-Lease Vertrag, der zu keiner Bilanzierung des Objektes bei der Gesellschaft führt. Der Vorteil liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern das Objekt nicht mehr vollständig genutzt werden könnte, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Garantieerklärungen für Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft Contract Medical International spol. s.r.o. in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 140). Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation unserer Tochtergesellschaft ist das Risiko einer Inanspruchnahme als äußerst gering anzusehen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. (8) Angaben bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens Angabe des Materialaufwands bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren betrugen TEUR 3.271 (Vorjahr: TEUR 4.342), die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen TEUR 2.031 (Vorjahr: TEUR 2.358). Angabe des Personalaufwands bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens Die Löhne und Gehälter des Geschäftsjahres betrugen TEUR 6.285 (Vorjahr: TEUR 4.377), die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung TEUR 789 (Vorjahr: TEUR 754). Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.786 (Vorjahr: TEUR 0). Die periodenfremden Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen der Vorjahre im Zusammenhang mit dem virtuellen Aktienoptionsprogramm, die in laufender Rechnung korrigiert wurden. (9) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 30), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 12) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0). (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 29). IV. Sonstige Angaben Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.204 mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr zu verrechnen und den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zur Mitarbeiterzahl Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 103 Mitarbeiter, davon 33 Mitarbeiter in der Produktion. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Martin Schachenmayr, Area Managing Director Heraeus Medical Components (bis 28. Februar 2021) Markus Kaiser, Global Head of Finance Heraeus Medical Components (ab 5. Februar 2020) Heiko Specht, Executive Vice President Heraeus Medical Components (ab 3. Februar 2021) Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Nachtragsbericht Wesentliche neue Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet. In Abhängigkeit von der Entwicklung der Covid-19 Pandemie könnten sich hieraus negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
Dresden, 14. Juli 2021 Heike Specht Markus Kaiser Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2020 (in TEUR)CONTRACT MEDICAL INTERNATIONAL GMBH, DRESDEN
ErgebnisverwendungsbeschlussGESELLSCHAFTERBESCHLUSS Als alleinige Gesellschafterin der CONTRACT MEDICAL INTERNATIONAL GMBH, Registergericht Dresden HRB 19782, (im Folgenden: Gesellschaft) beschließen wir unter Verzicht auf alle Formen und Fristen zur Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 wird hiermit festgestellt. 2. Der Bilanzverlust der Gesellschaft in Höhe von EUR 963.324,13 bestehend aus dem Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von EUR 2.203.783,48 sowie dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.240.459,35, wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Hanau, den 10. September 2021 HERAEUS BETEILIGUNGSVERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH Jan Rinnert, Geschäftsführer Rolf Wetzel, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Contract Medical International GmbHPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Contract Medical International GmbH, Dresden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Contract Medical International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfe (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 14. Juli 2021 Ernst
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Bösser, Wirtschaftsprüfer Jäger, Wirtschaftsprüferin |
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