Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 4332
Eingetragen
11.3.1993
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungGroßhandel mit FlachglasIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Entwicklung, Vertrieb, Planung und Objektsteuerung von hochwertigen Metall-Glas-Konstruktionen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hagen Weber
seit 11.10.2023
Geschäftsführer
Bernd Schweinberger
seit 11.10.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.500 €
85.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Raico Bautechnik GmbH

Pfaffenhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Bilanz zum 30. September 2023

AKTIVA

30.09.2023 30.09.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 514.608,97 536.837,97
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.139.943,20 996.308,65
1.654.552,17 1.533.146,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 129.163,48 130.049,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.078,00 47.675,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 701.957,82 742.246,87
884.199,30 919.971,35
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 131.074,79 124.218,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 266.000,00 118.000,00
2. Waren 12.450.000,00 14.474.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 240.000,00 0,00
12.956.000,00 14.592.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.874.914,20 7.478.203,31
2. Sonstige Vermögensgegenstände 243.957,17 323.172,69
9.118.871,37 7.801.376,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.569.209,16 2.348.156,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 417.165,05 344.683,03
27.731.071,84 27.663.551,33

PASSIVA

30.09.2023 30.09.2022
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 50.692,23 50.692,23
III. Gewinnvortrag 13.092.969,72 11.877.651,87
IV . Jahresüberschuss 791.628,16 1.615.317,85
B. Einlagen stiller Gesellschafter 1.500.000,00 1.500.000,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.429.899,00 1.571.820,74
2. Steuerrückstellungen 478.200,00 522.375,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.909.100,00 2.256.300,00
4.817.199,00 4.350.495,74
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.096.548,00 1.289.652,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 419.798,13 143.554,15
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.395.848,95 6.275.023,62
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.028,89 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 529.358,76 531.163,87
7.448.582,73 8.239.393,64
- Davon aus Steuern Euro 233.188,24 (Euro 256.261,91)
- Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 32.606,90 (Euro 32.960,87)
27.731.071,84 27.663.551,33

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022/2023 2021/2022
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 60.164.724,28 61.046.828,20
2. Sonstige betriebliche Erträge 635.545,43 744.178,18
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -32.276.570,76 -32.402.780,33
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.754.325,47 -10.129.021,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.818.976,06 -1.787.587,54
-12.573.301,53 -11.916.609,07
- Davon für Altersversorgung Euro -4.040,09 (Euro -164.952,22)
5. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -905.516,80 -1.165.762,91
b) Auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -236.374,86
-905.516,80 -1.402.137,77
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.999.432,36 -13.269.071,13
7. Erträge aus Beteiligungen 149.043,14 0,00
- Davon aus verbundenen Unternehmen Euro 149.043,14 (Euro 0,00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98.629,06 18.114,33
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -231.902,06 -369.921,57
- Davon an verbundene Unternehmen Euro 0,00 (Euro -16,92)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -252.943,13 -817.974,62
11. Ergebnis nach Steuern 808.275,27 1.630.626,22
12. Sonstige Steuern -16.647,11 -15.308,37
13. Jahresüberschuss 791.628,16 1.615.317,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Allgemeine Hinweise

Die RAICO Bautechnik GmbH mit Sitz in Pfaffenhausen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter der Nummer HRB 4332 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederungen sind unverändert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz werden im Anhang gemacht, wenn dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses erforderlich erscheint.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände - sowohl selbst geschaffene als auch entgeltlich erworbene - und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen im Wesentlichen linear. Bei Zugängen früherer Jahre wird die damalige degressive Abschreibung noch fortgesetzt bis der Übergang zur linearen Abschreibung aufgrund der Restnutzungsdauer zu höheren Abschreibungsbeträgen führt.

Anlagegüter im Einzelwert zwischen 250 € und 1.000 € werden aufgrund ihrer geringen Bedeutung vereinfacht entsprechend der steuerrechtlichen Vorschrift des § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten eines Jahres über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren mit je 20 % der Anschaffungskosten jährlich abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter unter 250 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ein Abgang wird nach 5 Jahren fingiert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten auch Nutzungsrechte für Werkzeuge, bei denen Zuschüsse an Lieferanten geleistet werden. Die Abschreibungsdauer dieser Recht beträgt bei Neuzugängen ab dem Geschäftsjahr 2020/2021 einheitlich 3 Jahre, davor 2 Jahre. Im Jahr der jeweiligen Vollabschreibung wird ein Abgang unterstellt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei sämtlichen Vorräten werden Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, in angemessenem und notwendigem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Ansonsten erfolgt der Ansatz zum Nennwert.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

In den übrigen Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu deren Erfüllung erforderlich sind.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Satz 2 HGB bewertet.

Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs zum Geschäftsjahresende umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf Seite 12 des Anhangs dargestellt.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Der Posten betrifft ausschließlich Entwicklungskosten der neuen Fassade T 3 sowie der Schraubrohrfassade. Die Schraubrohrfassade "Therm+ FS-I" wird seit Januar 2017 linear abgeschrieben. Ergänzend wurde im Geschäftsjahr 2020/2021 eine zusätzliche Abschreibung in Höhe von € 12.965,80 vorgenommen. Für die Fassadengeneration T3 wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 110.000,00 vorgenommen.

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
in % in T€ in T€
Inland
Raico Bauservice GmbH, Kretzschau 1) 100,0 120 -1
Ausland
Racio Swiss GmbH, Aarau/Schweiz 100,0 158 6
Raico France SARL, Entzheim/Frankreich 100,0 14 1
Raico North America Systems LTD, Kanada 2) 66,7 - -
Raico Building Technology Co. Ltd., Kunshan, Jiangsu Province /China 100,0 40 7

1) vorläufiger Jahresabschluss zum 30.09.2023
2) Gründung im GJ 2022/2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30.09.2023 30.09.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.874.914,20 7.478.203,31
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 30.977,12 68.279,04
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 243.957,17 323.172,69
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 46.498,46 47.896,55
Gesamt 9.118.871,37 7.801.376,00
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 77.475,58 116.175,59

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet ein Disagio in I Höhe von € 562,50 (Vj. € 1.312,50).

Rückstellungen für Pensionen / saldiertes Deckungsvermögen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach der versicherungsmathematischen Projected Unit Credit Methode gebildet. Für die Berechnung lagen folgende Annahmen zugrunde (§ 285 Nr. 24 HGB):

durchschnittlicher Marktzins von 1,81 % für eine Laufzeit von 10 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

Trendannahmen (Gehalts-, Renten, Karrieretrend) waren bei den bestehenden Individualzusagen nicht zu berücksichtigen

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, welcher durch Gesetzesänderung für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2015 enden, verpflichtend anzuwenden ist, ergibt sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, welcher für die Geschäftsjahre bis zum 31.12.2015 zur Anwendung kam, ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 48.509,00 (Vj. 133.302,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt.

Das zum 30.09.2022 vorliegende Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 auf separate, zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung nicht verpfändete Bankkonten ausbezahlt. Daher liegt zum 30.09.2023 kein Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vor.

Übrige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen, Werkzeugvorhaltekosten, Boni, ausstehende Rechnungen, etwaige Rückzahlungsverpflichtungen, drohende Verluste sowie Jahresabschlusskosten gebildet.

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr >1 Jahr Gesamt 30.09.2023 davon über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.097 0 1.097 0
(Vorjahr) (1.193) (97) (1.290) (0)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 420 0 420 0
(Vorjahr) (143) (0) (143) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.396 0 5.396 0
(Vorjahr) (6.275) (0) (6.275) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7 0 7 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 529 0 529 0
(Vorjahr) (531) (0) (531) (0)
- davon aus Steuern 233
(Vorjahr) (256)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 33
(Vorjahr) (33)
Gesamt 7.449 0 7.449 0
(Vorjahr) (8.142) (97) (8.239) (0)

ad. 3: In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 621 (Vj. T€ 737) enthalten.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten und aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung ergeben sich zum einen aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 1.707 (netto). Davon sind T€ 681 innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Zum anderen besteht ein wesentlicher Mietvertrag über die betriebliche Immobilie in Pfaffenhausen mit einer festen Laufzeit bis zum 31.12.2037. Die derzeitige Jahresmiete beläuft sich auf T€ 864 (netto).

Ferner ist die in der Bilanz ausgewiesene Einlage des stillen Gesellschafters in Höhe von € 1.500.000,00 am 30.06.2024 zur Rückzahlung fällig.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse 2022/2023 2021/2022
T€ T€
nach Regionen
Inland 34.686 33.850
Europäische Union 12.514 12.943
Ubrige Länder 12.965 14.254
60.165 61.047

Sonstige betriebliche Erträge/außergewöhnliche Erträge/periodenfremde Erträge

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Versicherungsentschädigungen, der Weiterberechnungen an Lieferanten, dem Zahlungseingang ausgebuchter Forderungen und Erträge aus der privaten Kfz-Nutzung. Ferner sind in dem Posten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 45.994,95 (Vj. € 100.914,68) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/außergewöhnliche Aufwendungen/periodenfremde Aufwendungen

Der Posten "sonstige betriebliche Aufwenundungen" beinhaltet Vertriebs-, Verwaltungs- und Kosten für Produktprüfungen sowie sonstige betriebliche Kosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 43.175,01 (Vj: € 137.309,34) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten beinhaltet Zinserträge aus dem im Geschäftsjahr 2022/2023 ausbezahlten Deckungsvermögen in Höhe von € 128.998,00, welche mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von € 43.499,00 verrechnet wurden.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet im Vorjahr Kursverluste aus dem Deckungsvermögen in Höhe von € 101.450,71, welche zusammen mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von € 46.750,00 ausgewiesen wurden.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Bernd Schweinberger, Kaufbeuren, Geschäftsführer im Bereich Finanzen und Verwaltung (ab dem 01.10.2023, Eintragung ins Handelsregister am 11.10.2023)

Hagen Weber, Leipzig, Geschäftsführer im Bereich Technik und Vertrieb (ab dem 01.10.2023, Eintragung ins Handelsregister am 11.10.2023)

Manfred Hebel, Westerheim, Geschäftsführer im Bereich Finanzen und Verwaltung (bis zum 30.09.2023, Löschung im Handelsregister am 11.10.2023)

Albert Inninger, Maschinenbaumeister, Geschäftsführer im Bereich Technik und Vertrieb, Attenhausen (bis zum 30.09.2023, Löschung im Handelsregister am 11.10.2023)

Die Schutzklausel des § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 514.608,97
./. hierauf entfallende passive latente Steuern -137.271,94
= ausschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB 377.337,03
Unterschiedsbetrag aus beizulegendem Zeitwert und fortgeschriebenen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 0,00
./. hierauf entfallende passive latente Steuern 0,00
= aussschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB 377.337,03
Mit passiven latenten Steuern saldierte aktive latente Steuern 137.271,94
= aussschüttungsgesperrter Gesamtbetrag 514.608,97

Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB)

Das Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung einschließlich der Konzernabschlussprüfung für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 beträgt € 40.500,00.

Angaben zur Entstehung und zur Entwicklung latenter Steuerschulden gemäß § 285 Nr. 29 und Nr. 30 HGB

Handelsbilanz und Steuerbilanz der Gesellschaft sind zum 30. September 2023 nicht identisch. Die Unterschiede, welche zu aktiven latenten Steuern führen, betreffen die Pensions- und die Urlaubs- und Überstundenrückstellungen sowie Rückstellungen für Werkzeugvorhaltekosten und drohende Verluste. Die Unterschiede bei den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen führen dagegen zu passiven latenten Steuern.

01.10.2022 Veränderung 30.09.2023
Passive latente Steuern 143.202,00 -5.930,00 137.272,00
./. Aktive latente Steuern 365.084,00 -70.109,00 294.975,00
Saldo -221.882,00 64.179,00 -157.703,00

Für die Berechnung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze herangezogen:

• Körperschaftsteuer: 15,00 %
• Solidaritätszuschlag: 5,50 %
• Gewerbesteuer: 10,85 %

Folglich kam ein "Gesamtsteuersatz" in Höhe von 26,68 % zur Anwendung.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022/2023 2021/2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 23 25
Angestellte 122 121
Teilzeitkräfte 13 6
Aushilfen 8 11
Auszubildende 17 17
183 180

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 sind nicht eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, eine Gewinnausschüttung in Höhe von € 400.000,00 aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von € 791.628,16 vorzunehmen und den verbleibenden Bilanzgewinn (Gewinnvortrag einschließlich Jahresüberschuss nach Ausschüttung) in Höhe von € 13.484.597,88 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Pfaffenhausen, den 16. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Bernd Schweinberger

Hagen Weber

Anlagenspiegel zum 30. September 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 937.427,66 0,00 0,00 937.427,66
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.101.018,32 839.418,26 577.785,06 4.362.651,52
5.038.445,98 839.418,26 577.785,06 5.300.079,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 137.693,96 0,00 0,00 137.693,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 115.429,42 11.860,83 13.311,25 113.979,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.483.101,05 140.219,21 20.531,13 1.602.789,13
1.736.224,43 152.080,04 33.842,38 1.854.462,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 134.795,31 6.857,77 10.578,29 131.074,79
6.909.465,72 998.356,07 622.205,73 7.285.616,06
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.10.2022 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 400.589,69 22.229,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.104.709,67 695.783,71 577.785,06
3.505.299,36 718.012,71 577.785,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.644,48 886,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 67.754,42 6.457,83 13.311,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 740.854,18 180.160,26 20.183,13
816.253,08 187.504,09 33.494,38
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.577,29 0,00 10.577,29
4.332.129,73 905.516,80 621.856,73
Kumulierte Abschreibungen
Stand 30.09.2023 Restbuchwert 30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 422.818,69 514.608,97
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.222.708,32 1.139.943,20
3.645.527,01 1.654.552,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.530,48 129.163,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.901,00 53.078,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 900.831,31 701.957,82
970.262,79 884.199,30
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 131.074,79
4.615.789,80 2.669.826,26

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die RAICO Bautechnik GmbH entwickelt und vertreibt als Systemhaus qualitativ hochwertige Verglasungssysteme für Aluminiumfenster, -türen, Fassaden und Wintergärten. Technologisch führend und mit langjähriger Markterfahrung im Bereich Metallbau setzen wir mit unseren Produkten THERM+, ELEMENT+, FRAME+, SLIFT und WING Maßstäbe bei der Gestaltung von Fassaden, Fenstern und Türen.

2. Forschung und Entwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das bestehende Produktsortiment weiter vervollständigt. Dazu zählen unser Hebe-Schiebesystem SLIFT 170, unsere neu entwickelte Lüftungsklappe FRAME+ 75 LF mit höchsten Anforderungen in puncto Optik, Adaptivität und Wärmedämmung als auch die Erweiterung und Standardisierung der Dachfensterserien FRAME+ 100/120 RI um nicht-rechtwinklige Anwendungen wie Dreiecke, Trapeze, Parallelogramme oder nicht-rechtwinklige Vierecke. Insbesondere das komplett neu entwickelte Holz-Elementfassadensystem ELEMENT + H-I stellt einen Meilenstein dar. Mit diesem Produkt liefern wir als erstes Systemhaus eine Elementfassadenlösung unter der Verwendung des zukunftsfähigen Werkstoffes Holz. Darüber hinaus ist es uns mit der ELEMENT + H-I gelungen, das erste passivhauszertifizierte Elementfassadensystem überhaupt zu entwickeln. Das unterstreicht neben der Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz die Energieeffizienz dieses Produkts. Des Weiteren haben wir bestehende und bewährte Produkte um sinnvolle Ergänzungen im Bereich Brandschutz (Feuerwiderstandsklasse EI60) und Barrierefreiheit erweitert.

Mit diesen Produkten liefern wir den Grundstein für eine besonders nachhaltige und gleichzeitig in höchstem Maße effiziente Bauweise, sowohl für den Neubau als auch die Sanierung. Im Objektbereich haben wir verschiedene Sanierungslösungen auf den Weg gebracht, vor allem bei Großobjekten mit dem Fokus auf einem hohen Grad an Vorfertigung und Vorelementierung. Auch für weitere Zukunftsthemen, wie die gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV), haben wir innovative Konzepte entwickelt.

Der generelle Schwerpunkt bei allen Entwicklungsarbeiten liegt auf nachhaltigen und energieeffizienten Produkten, die ebenso eine praxisgerechte Verarbeitung für unsere Kunden gewährleisten. Unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Geschäftsjahr 2022/2023 endete mit einer Patentanmeldung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltkonjunktur hielt sich im Jahr 2023 besser als erwartet, eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber noch nicht ab, so das Kieler Institut für Weltwirtschaft IfW in ihrem Konjunkturbericht (2023/Q4). Die OECD bezeichnet in ihrem "Interim Economic Outlook Report September 2023" die erste Hälfte des Jahres als widerstandsfähiger wie erwartet und schätzt die weiteren Wachstumsaussichten schwach ein.

Gemäß dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) nahm das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent ab (Vj. +1,9 %). Die wirtschaftliche Entwicklung war dem BMWK zufolge wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik.

2. Geschäftsverlauf

In einem umkämpften Markt konnte RAICO im Geschäftsjahr 2022/2023 erneut ein positives Jahresergebnis verzeichnen. Das sehr gute Umsatzniveau des Vorjahres konnte knapp wieder erreicht werden -1,4 % (Vj. +25,9 %). Die Exportquote reduzierte sich auf 42,3 % (Vj. 44,5 %).

Vor dem Hintergrund des weltweit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds waren wir in der Lage, unser betriebswirtschaftliches Planergebnis für das Jahr 2022/2023 zu übertreffen. Die RAICO Bautechnik GmbH erzielte ein Jahresergebnis in Höhe von 792 T€ (Vj. 1,62 Mio. €). Das Unternehmenskonzept erwies sich als nachhaltig und konnte weiter umgesetzt werden.

Vor allem in der DACH-Region sowie im Übersee-Export konnte sich die Marke RAICO stärker und nachhaltiger positionieren. Von den Leistungen der RAICO Bautechnik wurde eine erhebliche Anzahl von Neukunden überzeugt, die sicherlich als zufriedene Bestandskunden in Zukunft wieder ein weiteres Umsatzwachstum sichern werden.

3. Produktpolitik, Materialwirtschaft

Im Fokus der technischen Weiterentwicklung steht die Absicherung des bestehenden Innovationsgedankens über die nächsten Jahre hinaus. Konkret bedeutet dies eine zielführende Weiterentwicklung des erfolgreichen Fassadensystems unter Berücksichtigung der Marktveränderungen und neuer technischer Möglichkeiten. Damit möchten wir uns auch in Zukunft eine führende Position am Fassadenmarkt für Aluminium, Stahl und Holz sichern.

Die strategische Markteinführung der neuen Produkte, der Lüftungsklappe FRAME+ 75LF und des Holzelement-Fassadensystems ELEMENT + HI sowie die Sortimentserweiterung der bestehenden Fassadensysteme und die Ergänzung des bestehenden Tür- und Fenstersystems FRAME+ prägten die Produktpolitik des Geschäftsjahres 2022/2023. Zudem konnten wir gemeinsam mit unseren Partnern im Fenster- und Fassadenbereich einige kunden- und länderspezifische Weiterentwicklungen abschließen, die vor allem mit verarbeitungsfreundlichen Details überzeugen und höchste technische Ansprüche an Wärmedämmung und Energieeffizienz erfüllen.

Neben unseren überzeugenden Produkten ist ein Baustein unseres Erfolgs eine flexible und schnelle Lieferung. Um dies in Zukunft unseren Kunden weiterhin gewährleisten zu können, halten wir einen entsprechend hohen Lagerbestand vor.

Auf dem Beschaffungsmarkt war die Rohstoffpreisentwicklung im gesamten Geschäftsjahr volatil. Der börslich notierte Aluminiumpreis entspannte sich leicht im Geschäftsjahr 2022/2023. Der Dollarkurs erfuhr im Laufe des Geschäftsjahres eine nahezu fortlaufende Abwertung. Auch der EPDM-Rohstoffpreis zeigte sich erneut sehr volatil und verzeichnete in Q4/2022 ein neues 3-Jahres-Hoch, worauf in den folgenden Monaten eine leichte Entspannung einsetzte. Zusammenfassend führte die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten zu einer nahezu unveränderten Materialaufwandsquote (+0,5 %-Punkte zum Vj.).

4. Investitionen

Die Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens belaufen sich im Fiskaljahr 2022/2023 auf 991 T€ (Vj. 869 T€). Der größte Teil entfällt dabei auf Fertigungswerkzeuge für unser Fassadensystem. Außerdem wurden erneut größere Investitionen im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Allen voran im IT-Bereich, wo wieder verstärkt in die Digitalisierung, die Erweiterung des ERP-Systems und in den Bereich Datensicherheit und Performance investiert wurde.

5. Personal

Die RAICO Bautechnik GmbH beschäftigte zum Stichtag 30.09.2023 inkl. Geschäftsführung 187 (Vj. 186) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr beschäftigten wir 20 (Vj. 18) Auszubildende. Unsere Ausbildungsquote betrug 10,7 % (Vj. 9,7 %). Die eingeführte Personalkonzeption werden wir auch zukünftig kontinuierlich weiterführen. Wichtiger Baustein ist dabei die Weiterentwicklung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. So investierten wir in die Personalentwicklung/-weiterbildung eine Summe von 73 T€ (Vj. 121 T€). Diese Ausgaben sehen wir als wichtige Investition in die Zukunft.

6. Lage des Unternehmens

a. Ertrags- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2022/2023 konnte das Unternehmensergebnis mit 792 T€ (Vj. 1.615 T€) erneut positiv gestaltet werden. Das sogenannte EBIT beträgt 1.029 T€ (Vj. 2.785 T€). Der Rohertrag des Geschäftsjahres lag um 2,6 %-Punkte knapp hinter dem Vorjahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf 8,87 Mio. € (Vj. 7,48 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich auf 5,40 Mio. € (Vj. 6,28 Mio. €). Demzufolge steht zum Stichtag ein positiver Forderungssaldo von 3,47 Mio. € (Vj. 1,20 Mio. €) zu buche. Der Lagerbestand wurde um 1,64 Mio. € reduziert und dabei bewusst an die Marktentwicklung angepasst. An liquiden Mittel konnten wir zum Stichtag ein Guthaben in Höhe von 2,57 Mio. € (Vj. 2,35 Mio. €) verbuchen.

b. Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt mit 27,7 Mio. € (Vj. 27,7 Mio. €) auf Vorjahresniveau. Unsere erfreulich gute Eigenkapitalquote konnte trotz des weiteren Wachstums und der damit verbundenen Ausweitung des sog. "working capital" mit 55,8 % (unter Einbezug der stillen Beteiligung als eigenkapitalähnliche Mittel) auf einem guten Niveau gehalten werden (Vj. 54,5 %).

7. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmensteuerung ziehen wir die oben genannten Kennzahlen heran. Weitere besonders darzustellende bedeutsame finanzielle oder nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 289 HGB, welche über die im Jahresabschluss bereits enthaltenen Angaben hinausgehen, werden von der Geschäftsführung nicht verwendet.

III. Prognose

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) rechnet für 2024 mit einer moderaten Belebung des Welthandelsvolumens um 3,3 % (Vj. 0,4 %). Für den Euroraum prognostiziert die Bundesregierung mit 3,2 % eine ähnliche Wachstumsrate (Vj. 0,8 %).

Bei den Rohstoffmärkten verfolgen wir die einzelnen Indizes aufmerksam. Im Aluminiumsektor erwarten wir eine Preisstabilisierung, beim EPDM gehen wir von konstant bleibenden Preisen aus mit leicht fallender Tendenz in 2024. Mögliche Währungskursschwankungen und Energiekosten können zusätzlich Einfluss auf den Bezugspreis der Rohstoffe haben.

Für die deutsche Volkswirtschaft rechnet die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt 2024 mit einem geringen Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 % (Vj. -0,3 %). Vor allem die wieder steigenden Reallöhne und die robuste Arbeitsmarktentwicklung dürften eine binnenwirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf befördern. Dagegen bleibt die Perspektive für den Außenhandel angesichts vielfältiger geopolitischer Krisen und Spannungen sowie der nachwirkenden, wachstumsdämpfenden Effekte der geldpolitischen Straffungen bei wichtigen Handelspartnern verhalten. Die Bundesregierung geht somit in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 davon aus, dass die belastenden Einflüsse im Jahresverlauf 2024 tendenziell nachlassen werden und die positiven, binnenwirtschaftlichen Faktoren zunehmend zum Tragen kommen.

Im Bausektor (Bauhauptgewerbe) erwartet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) für das Jahr 2024 einen weiteren realen Umsatzrückgang von -3,5 % (Vj. -5,5 %). Der Wohnungsbau wird analog zum Vorjahr erneut einen Einbruch um etwa 12 % (Vj. 12 %) hinnehmen müssen. Für die Umsatzentwicklung im öffentlichen Bau prognostizieren die Verbände ein leichtes Wachstum von 1,0 % (Vj. -2,0 %). Der Bereich Wirtschaftsbau dürfte dem HDB zufolge im laufenden Kalenderjahr um real 2,0 % steigen (Vj. -1,0 %). Im Detail steht einem leichten Rückgang im Hochbau ein deutlicheres Wachstum im Wirtschaftstiefbau - auch auf Grund von größeren Investitionen der Deutschen Bahn und der Stromversorger - gegenüber.

Um das nachhaltige und organische Wachstum der RAICO Bautechnik GmbH abzusichern und für kommende Anforderungen strategisch optimal aufgestellt zu sein, ist das Thema Nachhaltigkeit ein zentrales Anliegen. Hier arbeitet RAICO in allen Bereichen daran, den eigenen CO 2 -Fußabdruck konsequent zu reduzieren. Zudem engagieren wir uns beim A|U|F e.V. für einen geschlossenen Wertstoffkreislauf und sind hier ein gestaltendes Mitglied.

Für die betriebswirtschaftliche Planung des Geschäftsjahres 2023/2024, die im Zeitraum von Juni - August 2023 erstellt worden ist, bedeutete dies, die Faktoren der eigenen Unternehmens-Entwicklungsstrategie, die Prognosen der Wirtschaftsexperten unserer Zielmärkte sowie die Einflüsse der politischen und wirtschaftlichen Konflikte in einen vernünftigen Rahmen zu bringen. Dies vorausgesetzt, hat RAICO die Umsatzerwartung im Vergleich zur Planzahl des Vorjahres aufgrund internationaler Marktchancen angehoben. Auf der anderen Seite haben wir unsere Aufwendungen im Personal-, sowie im Forschungs- und Entwicklungsbereich auf einem konstant hohen Niveau budgetiert, um die nachhaltige Unternehmensentwicklung weiter zu stärken, da wir die bevorstehende Eintrübung im Bausektor als Chance zur Marktanteilserhöhung wahrnehmen möchten. Generell beschäftigen wir uns mit sehr umfangreichen Entwicklungsarbeiten für neue Produkte, die wir zur Markteinführung in den nächsten Jahren planen. Zudem erwarten wir einen weiterhin sehr umkämpften Markt in Deutschland, der großen Einfluss auf die Preisstruktur aller Wettbewerber haben wird. Trotz dieser Einflussfaktoren sehen wir uns gut aufgestellt und haben eine Planungsrechnung erstellt, die für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 ein EBT von 1,02 Mio.€ (Vj. 775 T€) vorsieht. Nach den ersten Erkenntnissen aus Q4 2023 und Abschätzung der allgemeinen Marktsituation unserer Zielmärkte sehen wir unsere Chanceneinschätzung für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 bestätigt. Insgesamt ist die Planung zwar ambitioniert, jedoch werden wir mit Hochdruck daran arbeiten, das Planergebnis zu realisieren.

IV. Chancen- und Risikobericht: Risikomanagement, Geschäftsrisiken und -chancen

1. Risikobericht

Die RAICO Bautechnik GmbH ist im Rahmen seiner weltweiten geschäftlichen Aktivitäten einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt. Für RAICO ist dies ein elementarer Bestandteil des kaufmännischen Handelns und der unternehmerischen Führung. Die Bereichs- und Geschäftsleitung wird durch regelmäßige Management-Meetings über das Erkennen von Chancen und Risiken unterstützt. Dabei werden wöchentliche, monatliche, quartalsmäßige und halbjährliche Soll-Ist-Analysen eingesetzt. Die sich daraus ableitenden Maßnahmen werden in Planszenarien eingebunden. Die vorhandenen Chancen optimal zu nutzen, verbundene Risiken transparent und kalkulierbar zu machen, gehört zum Tagesgeschäft unseres implementierten Risikomanagements, welches unseren nachhaltigen Unternehmenserfolg sichern soll.

Ein wichtiges Instrument ist unser firmeneigenes Forderungsmanagement, welches neben der grundsätzlichen Absicherung der Warengeschäfte (durch Kreditversicherung, Akkreditiv, Bankgarantie oder Vorauskasse) auf die Reduzierung der Außenstände abzielt. Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden ist hierbei unsere oberste Devise und spiegelt dem Geschäftspartner sowohl die Werte als auch die Menschen des Unternehmens wider.

Auf der Beschaffungsseite haben wir es mit schwankenden Rohstoffpreisen als auch mit einem stark in Bewegung geratenen LME-Wert zu tun. Rahmenverträge bieten der RAICO Bautechnik GmbH als auch unseren Geschäftspartnern Planungssicherheit.

Die Wechselkursthematik zum Schweizer Franken und Britischen Pfund haben wir regelmäßig auf der Agenda und wägen Chancen & Risiken ab.

Die Beeinflussung der wirtschaftlichen Entwicklung durch den Ostkonflikt mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit verbundene humanitäre & politisch-wirtschaftliche Krise stellt eine anhaltende Herausforderung dar. Das erhöhte Preisniveau von Energie- und spezifischen Rohstoffen (im Vergleich zu den Vorkriegsjahren) verdeutlicht die wirtschaftliche Auswirkung des Konflikts. In nahezu allen Ländern dieser Welt werden die für uns wichtigen baulichen Investitionen mancher Wirtschaftszweige weiterhin verschoben ausgeführt oder prinzipiell überdacht. Schätzungen des HDB zufolge wird der deutsche Wirtschaftsbau vor allem von dem für uns wichtigen Wirtschaftshochbau stark belastet. Hierunter sind vor allem Bauprojekte aus dem Hotel- und Gastgewerbe, Flughäfen, Büro- und Firmengebäude sowie repräsentative Veranstaltungszentren zu verstehen. Die weitere Entwicklung verfolgen wir ebenso aufmerksam. Über langjährige Lieferpartner und -verträge versuchen wir, die Einflüsse auf der Beschaffungsseite so gering wie möglich zu halten. Vertriebsseitig begegnen wir den lokalen Herausforderungen mit einer Differenzierungsstrategie. Parallel sehen wir Chancen in den internationalen Märkten und diversifizieren so das Risiko einzelner Länder.

Alle durch uns steuerbaren Maßnahmen und Vorkehrungen werden regelmäßig mit den neuesten Informationen abgeglichen und ggfs. angepasst.

2. Chancenbericht

Analog zu unserem 3-Jahresplan und zu unserer langfristigen Planung sehen wir vertriebliche Wachstumschancen vor allem im Export und in den Produktbereichen Holz- und Aluminiumfassaden sowie Fenster- und Türsysteme. Durch unsere Produktinnovationen, verbunden mit unserem hohen Qualitätsstandard, können wir aktiv auf den Absatzmarkt einwirken. Vor allem bei der energetischen Gebäudesanierung erfreuen sich die RAICO-Produkte durch ihre hohen energieeffizienten Eigenschaften einer steigenden Marktnachfrage. Über die nachhaltige Ausrichtung unserer Firmenpolitik in Bezug auf Ökologie, Ökonomie und Soziales setzen wir von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Beschaffung auf eine ressourcenschonende Produktpolitik. Das außergewöhnlich hohe Qualitätsniveau unserer, teilweise patentrechtlich geschützten Produkte sichert unser Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001.

3. Gesamtaussage

Das RAICO-Risikomanagement beinhaltet unter anderem die regelmäßige Analyse sämtlicher Prozess- und Geschäftsstrukturen. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns für die Bewältigung zukünftiger Risiken gut gerüstet. Auch in Zukunft werden vor allem flexible und gut strukturierte Unternehmen mit hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiter erfolgreich sein.

V. Disclaimer

Dieser Bericht enthält u.a. auch zukunftsgerichtete Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Berichts. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen Ergebnisse werden eventuell von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen abweichen können. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten werden von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der RAICO Bautechnik GmbH unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen, wirtschaftliche und politische Entwicklungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer sowie gesetzliche und politische Entscheidungen.

 

Februar 2024

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RAICO Bautechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RAICO Bautechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RAICO Bautechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Au- ßerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Memmingen, 16. Februar 2024

M&K Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dieter Wildburger, Wirtschaftsprüfer

Martin Möntmann, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafter am 24. April 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss:

Auszug aus dem Gesellschafterbeschluss vom 24. April 2024:

"Mit den Stimmen aller Gesellschafter wird eine Gewinnausschüttung in Höhe von € 400.000,00 aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von € 791.628,16 beschlossen. Der verbleibende Bilanzgewinn (Gewinnvortrag einschließlich Jahresüberschuss nach Ausschüttung) in Höhe von € 13.484.597,88 wird auf neue Rechnung vorgetragen."

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