Telco Services GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Drillisch AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Telco Services GmbHIdsteinJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006
Das Unternehmen wird strategisch geführt durch die Geschäftsführer, die operative Führung erfolgt durch die Geschäftsführer-Vertreter. Es erfolgt ein regelmäßiges Reporting der Vertreter sowie ein Austausch aller Belange im Rahmen des monatlich stattfindenden Management Meetings, bei dem auch die Stabstellen eingebunden sind. 1.2 Segmente und Standort Im Gegensatz zu anderen netzunabhängigen Providern unterhält Telco nur eine eigene Geschäftsfiliale, und zwar am Standort des Unternehmens in Idstein. Ansonsten wird mit ausgewählten Telekommunikations-Fachhändlern zusammengearbeitet und seit dem 2. Quartal 2006 zusätzlich mit einem Vermarktungskanal, der Telco-Verträge über TV-Werbung und über das Internet anbietet. Bundesweit vermitteln 2.300 gelistete Handelspartner Telco-Verträge an Mobilfunk-Kunden. Für ausgewählte Händler gibt es ein Fachhandelsprogramm, das so genannte Partner-Erfolgs-Programm (PEP), welches durch spezifische Support-Aktivitäten die Händler mit Marketingaktivitäten unterstützt. Zusätzlich ist eine Händler-Hotline dem Handel bei der täglichen Arbeit behilflich. Diese Unterstützung erstreckt sich von Auftragsabwicklung bis hin zu Bestellstatus und Aktionsinformationen. Die momentane Situation bei einigen Mitbewerbern bezüglich geplanter oder bereits durchgeführter Fusionen / Übernahmen (wie z. B. Übernahme Hutchison durch Carphone Warehouse, Verkauf Debitel an Primera, Verkaufsgerüchte Talkline, Mobilcom) sorgt für eine gewisse Unruhe am Markt, die zu einer Verunsicherung beim Fachhandel wie auch bei Endkunden führen könnte. Das gesteigerte Interesse einiger Finanzinvestorengruppen am Service-Provider Markt führt zu einer Renaissance dieses Geschäftsmodells, und es ist eine Neuordnung des deutschen Mobilfunk-Diensteanbieter-Marktes zu erwarten. Aus diesem Grund hat Drillisch im Januar 2007 einen Kaufvertrag über den Erwerb der Telco-Anteile unterschrieben, der mit drei aufschiebenden Bedingungen verknüpft ist, und wobei der Übergang an die Drillisch AG spätestens zum 15.03.2007 erfolgen soll. In diesem Zusammenhang ist geplant, dass eigene Grundstück einschließlich der aufstehenden Bauten vorab an die derzeitigen Gesellschafter der Telco zu veräußern. 1.3 Produkte und Geschäftsprozesse Die individuelle Kommunikation hat durch das Angebot von immer mehr Diensten neben Telefonie und SMS (wie z. B. GPRS, Mobile Fernsehen, Internet via Mobil etc.) an Bedeutung gewonnen. Diese Services erlauben neben dem Versenden von reinen Textnachrichten (SMS) auch die Übertragungen von Bildern, Grafiken, Klingeltönen und Musik, und liegen voll im Trend. Dies führt nicht nur bei den privaten Endabnehmern zu einer intensiveren Nutzung, sondern auf Grund der schnellen Übertragungstechnologien und einfachen Benutzerführungen auch bei Unternehmen. In diesem Bereich sollte auch in 2007 eine weitere Steigerung erfolgen. 1.4 Absatzmärkte und Wettbewerbsposition Der Telekommunikationsmarkt im Bereich Mobilfunk in Deutschland blieb im Verlauf des Jahres 2006 weiterhin ein Verdrängungsmarkt, da auch, im Gegensatz zum Vorjahr, nur noch Wachstumsraten i. H. v. voraussichtlich 3,5 % (lt. Boerse.ARD.de vom 09.11.06) bestanden. Die Preise für das Mobiltelefonieren in Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 % gesunken (lt. dsltarife Nachrichten vom 08.01.07). Die Service Provider nahmen im Verlauf des Jahres an diesem Wachstum unterschiedlich, je nach strategischer Ausrichtung bzw. durch individuelle Vorgaben bzw. Veränderungen geprägt, teil, wobei Telco seinen Kundenbestand im Credit-Bereich zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern konnte, währenddessen im Debit-Bereich ein deutlicher Abwachs auf Grund von Bereinigung von Totkarten erfolgte. Neue Impulse für den Markt gibt es durch die Einführung von mobilem Fernsehen. Die Einführung des Rundfunksstandards DMB (digital Multimedia Broadcasting) verschaffte dem Thema neuen Aufschwung, weil damit live-Fernsehen ohne Teilnehmerbeschränkung möglich wird: Also echtes Fernsehen und nicht mobile video- und Daten-Angebote per UMTS. Die immer weiter fortschreitende Technik im Bereich der Fotohandys teilweise mit eingebauten Festplatten für Fotos und MP3-Musik wird mittelfristig die Schnappschusskamera ablösen. Alle Netzbetreiber und Provider sagen vorher, dass die Mobilfunkbranche auch weiterhin der Wachstumsmotor des Telekommunikationsmarktes sein wird. Einheitliche Branchen-Meinung herrscht dahingehend vor, dass der Mobilfunkmarkt das Festnetz bis zum Jahr 2010 quasi ablösen wird. In Deutschland traten 2006 vier Netzbetreiber auf, die über ein Gesamtvolumen von ca. 81,9 Millionen Endteilnehmern verfügen: T-Mobile mit ca. 30,7 Millionen Endteilnehmern (Stand: 09.11.06, Boerse.ARD.de) Vodafone mit ca. 29,4 Millionen Endteilnehmern (Stand: 09.11.06, lt. Boerse.ARD.de) E-Plus mit ca. 12,2 Millionen Endteilnehmern (Stand: 09.11.06, lt. Boerse.ARD.de) O2 mit ca. 10,3 Millionen Endteilnehmern (Stand: 09.11.06, Boerse.ARD.de) Daneben traten noch folgende Service Provider aktiv auf, die die Dienste der Netzbetreiber weiterverkauften: Debitel mit ca. 9,1 Millionen Endteilnehmern Mobilcom mit ca. 5,1 Millionen Endteilnehmern Talkline mit ca. 3,6 Millionen Endteilnehmern Drillisch/VictorVox mit ca. 1,8 Millionen Endteilnehmern The Phone House mit ca. 1,0 Millionen Endteilnehmern Telco Services GmbH mit ca. 0,4 Millionen Endteilnehmern (Zahlenangaben Stand 01/2007: Derivate online 24.01.2007) Hierbei ist zu beachten, dass die Kundenanzahl der Service Provider in den Statistiken der Netzbetreiber enthalten sind, da alle Service Provider die Netzkapazitäten der Netzbetreiber gleichzeitig und in Konkurrenz zueinander vermarkten. 1.5 Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren Ausgelöst durch den Rechtsstreit der Firma Debitel gegen den Netzbetreiber O2 bezüglich des Zugangs des Service-Providers zur Vermarktung der Telekommunikationsleistungen des Netzbetreibers zu marktüblichen Konditionen haben Verhandlungen auch zwischen Telco und O2 stattgefunden. Ergebnis ist, dass O2 mit Telco einen Service Provider Vertrag im Herbst 2006 abgeschlossen hat. 2. Darstellung der Lage 2.1 Allgemeine Erläuterungen Das Jahr 2006 war geprägt durch die stetige Fortführung der Strategie, die im Wesentlichen aus folgenden Punkten bestand:
Diese Umsetzung ist weitestgehend gelungen, was sich u. a. auch an der durch den Fachhandel gewählten Auszeichnung "Service-Provider Nr. 1" des Jahres 2003, 2004 und auch 2005 zeigte. Bei zukunftsbezogenen Aussagen wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. 2.2 Wirtschaftliche Entwicklung Der Umsatz betrug für das Jahr insgesamt 139,4 Mio. € und ist damit um 4,9 % geringer als im Vorjahr. Dieser Umsatzverlust resultiert zum einen aus einem geringeren Geräteumsatz wie auch aus einem über das Jahr durchschnittlich geringeren Kundenbestand. Der Kundenbestand belief sich zu Beginn des Jahres auf 436.419 Kunden und ist bis zum 31.12.2006 um 26,8 % auf 319.630 Kunden gesunken. Der Kundenbestand konnte zum einen wegen einer Bereinigung des Debitkundenbestands um nicht mehr aktive Karten wie auch auf Grund erhöhter Kündigungsquote trotz erhöhten Vertriebsaufwendungen pro Kunde und trotz enormer Anstrengungen unserer Fachhändler nicht gehalten werden, da die Mitbewerber weiterhin mit überhöhten und unrealistischen Provisionen am Markt unterwegs sind. Die Erhöhung der Investitionskosten für Neukunden um ca. 13 % erfolgte auf Grund gleich gebliebenen Subventionen der Netzbetreiber bei gleichzeitig erhöhten Subventionen, die wir vornehmen mussten, und auf Grund stärkeren Wachstums. Hierdurch wurden die geringeren Zuschüsse zu den Werbekosten kompensiert. Der Personalaufwand liegt leicht unter Plan, da die geplanten Einstellungen teilweise nicht oder verspätet vorgenommen wurden. Im nächsten Jahr wird der Personalaufwand sinken, obwohl leichter Nettozuwachs geplant ist, da einige Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen. Es ist, wie im Vorjahr, eine Gehaltserhöhung geplant, nachdem die letzte Gehaltserhöhung vor ca. 2 Jahren auch als Einmalzahlung vorgenommen wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind, insbesondere die Werbekosten, entsprechend den geringeren Erlösen angepasst angefallen. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf ca. 415 T€. Die Bilanzsumme beträgt 27,3 Mio. €, die Eigenkapitalquote beträgt 43,6 % und hat sich zum Vorjahr um 4 %-Punkte erhöht. 2.3 Investitionen In den zurückliegenden 12 Monaten wurden Investitionen i. H. v. ca. 475 T€ vorgenommen, im Wesentlichen für Leistungen im Zusammenhang mit dem Bürogebäude wie auch für EDV-Gerätschaften, Software und im Finanzanlagevermögen für Rückdeckungsversicherungen. Ein Großteil weiterer Anschaffungen wurde über den Zeitraum der normalen Nutzung bzw. Wartungszeitraum geleast. Die Entscheidung für vermehrtes Leasing wurde getroffen, da die Leasingangebote auf Grund der Zinssituation am Kapitalmarkt günstiger als eigene Anschaffung waren, und die geleasten Gegenstände nach Ende der Leasingzeit wieder zurückgegeben werden können, und somit kein Aufwand mit Entsorgung o. ä. für Telco entsteht. 2.4 Mitarbeiter Die Fluktuationsrate der Mitarbeiter hielt sich auch weiterhin sehr gering und konnte durch erfolgreiche Akquisition am Markt aufgefangen werden. Auch durch Weiterbildungsmaßnahmen werden unsere Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden und es wird dadurch das know-how im Unternehmen gesteigert. Der Kompetenz, dem Engagement und der Motivation unserer Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass Telco auch weiterhin die Position im Markt behaupten und festigen konnte. Der Gesamtpersonalstand zum 31.12.2006 betrug 185 Mitarbeiter. Für das Jahr 2007 sind zum Kundenbestand angepasste Personalmaßnahmen geplant. Der Umsatz pro Mitarbeiter, hochgerechnet auf ein Jahr, beträgt ca. 754 T€. Damit ist im Vergleich zum Vorjahr eine Produktivitätssteigerung von ca. 2 % erreicht, was trotz der höheren Neuschaltungen teilweise kompensiert wurde durch die hohen Kündigungszahlen. Langfristig ist eine Produktivitätssteigerung von ca. 10 % geplant, welche auf Grund einer verbesserten Kundenbindung und systemseitig verbesserten Prozessabläufen möglich ist, andererseits aber kurzfristig auch durch geplante Personalmaßnahmen, angelehnt an den Kundenbestand, erfolgen soll. 2.5 Cash Die Gesellschaft hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Alle laufenden Verbindlichkeiten werden fristgerecht beglichen. Auf Grund des Verkaufsvertrags mit der RSL COM Deutschland GmbH konnte die Gesellschaft bei ihrer Hausbank über eine Kreditlinie i. H. v. 5 Mio. € verfügen, die bis Ende 2004 zu 40 % durch eine Landesbürgschaft abgesichert war. Ende 2004 konnte diese Bürgschaft zurückgegeben werden, da die Bank auf diese Sicherheitsleistung verzichtet hat, was für die Gesellschaft seit 2005 eine Kosteneinsparung für Bereitstellungsgebühr bedeutete. Der Mittelabfluss betrug 6,3 Mio. € und ist im Wesentlichen auf den Aufbau von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen und den Abbau von Verbindlichkeiten zurückzuführen. 2.6 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Die Geschäftsleitung sieht das Unternehmen nahezu unverändert im Markt positioniert. Die Strukturen sind über längere Zeiträume gefestigt. Die wirtschaftliche Lage ist unverändert stabil. Die Ertragslage bewegt sich für das laufende Geschäft in normalen Bahnen, es bestehen auch weiterhin keine Fremdfinanzierungen und es ist ausreichend cash zur Begleichung aller laufenden Verbindlichkeiten vorhanden, das betriebliche Vermögen ist auf aktuellem Stand und wird laufend bei Bedarf erneuert. 3. Chancen- und Risikobetrachtung Im Berichtszeitraum ist die Zusammenarbeit bezüglich UMTS mit den Vertragspartnern T-Mobil, Vodafone, O2 und E-Plus gestartet bzw. fortentwickelt worden. Telco steht jedoch mit allen in Deutschland anbietenden Netzbetreibern in Verhandlung, um an den Potenzialen, die UMTS zweifelsohne mit sich bringen kann, zu partizipieren. Es bleibt aber weiterhin abzuwarten, ob die UMTS-Vermarktung zu einem deutlichen Umsatzsprung pro Teilnehmer führen wird. Da Telco für UMTS keine großen Umstellungskosten für sein Abrechnungssystem erwartet, ist dieses Risiko kalkulierbar. Generell wird Telco dem Druck der überhöhten Investitionen in Neukunden durch einige Mitbewerber nicht bedingungslos durch höhere Provisions- oder Zuschusszahlungen folgen, sondern versuchen, durch individuellen Kundenservice und interessante Produkte eine langfristige Kundenbindung mit überdurchschnittlichem Umsatz pro Kunde zu erreichen. Denn dem zunehmenden Margendruck auf Grund gesunkener durchschnittlicher Umsätze pro Neukunde kann auf der einen Seite nur durch geringere Nettoinvestitionen, auf der anderen Seite durch neue margenträchtige Tarife entgegengewirkt werden. Dieses hat Telco seit Sommer 2004 durch die Einführung der neuen eigenen SMS-, Voice-, und Data-Tarife begonnen. Daneben gibt es mit den Netzbetreibern immer wieder Verhandlungen, um die Margen zu erhöhen. Diese Verhandlungen werden ebenfalls mit der Regulierungsbehörde für Telekommunikation geführt. Bei dieser Entwicklung darf nicht vergessen werden, dass für den Kunden neben geringerem Service auch nur dann ein Preisvorteil verbleibt, wenn er sein Nutzungsverhalten sehr exakt im Griff hat und sich an die Zeiten hält, in denen die Minutenpreise günstiger sind als bisherige Tarife. Telco hat dieses Segment, das sich zu 100 % auf Prepaid aufbaut, nicht besetzt, wird aber zu einem kleinen Teil durch eigene Produkte die sich vom Markt abheben (Prepaid Produkte mit Online Service) in Zukunft daran teilnehmen. Telco gilt als ein eher konservativ geführtes Unternehmen und daher sind die Risiken begrenzt auf die ganz normalen Geschäftsvorfälle des Telekommunikationsmarkts. Eine Risikobereitschaft zur Durchführung größerer neuer Wagnisse ist immer nur dann gegeben, wenn auch neben den damit verbundenen Chancen mehrere Sicherungsziele zur Erreichung des dadurch benötigten Erfolgs vorhanden sind. Im Vorfeld werden alle möglichen und denkbaren Szenarien durchgespielt, so dass selbst bei völligen Misserfolgen der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet ist. Im laufenden Geschäft werden die Risiken von vorne an so weit wie möglich begrenzt. Dies erfolgt u. a. durch folgende Maßnahmen:
Diese Maßnahmen sind Grundlage einer im Marktvergleich relativ geringen Ausfallrate unter 2 %. 4. Planung für die nächsten Geschäftsjahre Wir erwarten, dass sich die Marktsituation im nächsten Jahr nicht wesentlich verändern wird. Es wird voraussichtlich ein Verdrängungswettbewerb bleiben und das Wachstum wird hauptsächlich aus steigenden Umsätzen pro Kunde realisiert werden. Dies soll durch eine weitere Zunahme und forcierte Vermarktung an Diensten und Einführung von UMTS erreicht werden. Daher ist es für Telco wichtig, seine bestehenden Kunden über Kundenbindungsmaßnahmen und mit maßgeschneiderten Produkten zu halten. Weiterhin ist ein Ausbau der Fachhandelsbindungsprogramme geplant, die nicht nur das Portal für das Erreichen für Neukunden darstellen, sondern auch als Unterstützung bei den vermehrt aktiven Kundenbindungsprogrammen dienen, da der Fachhandel nicht nur wichtigster Vertriebskanal für Neukunden ist sondern gleichzeitig auch ein wichtiges Kundenbindungsinstrument darstellt. Telco plant im nächsten Jahr Erweiterungen an seiner bereits bestehenden CRM-Umgebung, sowie die phasenweise Einführung von Data-Warehouse- / erweiterten Reporting-Komponenten, welche die intensivere und höher qualifizierte Nutzung von vorliegenden Kundendaten für sog. Cross- und Upsellings auf der einen Seite, sowie noch bessere Kundenbindungsaktivitäten auf der anderen Seite ermöglicht. Des Weiteren ist die Implementierung eines sog. Customer-Self-Care-Portals geplant, das die für Telco kostengünstige Selbstverwaltung des Kunden ermöglicht. Diese Umsetzung ist zeitnah nach Definition eines entsprechenden Produktes bzw. Produkt-Umfanges möglich, da die technischen Voraussetzungen (Änderungen am Billingsystem / Entwicklung Self-Care-Webplattform / Anschaffung Web-Server) bereits realisiert wurden. Auch im nächsten Jahr werden neue, für die Telco Kunden maßgeschneiderte, eigene Tarife entwickelt. Um den Kunden besser und erfolgreicher Mehrwertdienste anbieten zu können, und um an dem wachsenden Markt der Vermarktung von Mehrwertdiensten noch mehr partizipieren zu können, steht Telco zur Zeit in Verhandlungen mit Anbietern solcher Plattformen und solcher Dienste. Auch an der Einführung geeigneter Tarife, um Kunden von der Festnetztelefonie zum Mobilfunktelefonieren zu bewegen, wie auch Tarife, die dem wachsenden Markt der MVNO's entgegenwirken sollen, wird intensiv gearbeitet. Ferner stehen als beabsichtigte Ziele die Steigerung der Produktivität durch weitere Automatisierung der Geschäftsabläufe sowie der Ausbau des Vertriebsnetzes an. Unter Berücksichtigung der erwarteten Marktentwicklung und der geplanten Kundenneuschaltungszahlen sowie der Umsetzung der Personalmaßnahmen wird für 2007 mit einem Ergebnis gerechnet, das deutlich über dem Vorjahresniveau liegt, um dann auch in 2008 mit einer erhöhten und mehr gebundenen Kundenbasis bei normalem Geschäft wieder auf ein stetig steigendes Ergebnis zu kommen. Telco hat einen Weg eingeschlagen, der sehr erfolgreich begonnen hat und diesen Weg beabsichtigt das Unternehmen konsequent weiterzugehen, um auch zukünftig seine unternehmerische Unabhängigkeit und vertrieblichen Erfolge bei gleichzeitiger Schuldenfreiheit sicherzustellen. 5. Sonstiges Im Januar 2007 wurden Verhandlungen mit der Drillisch AG über den Erwerb sämtlicher Anteile an der Telco Services GmbH durch die Drillisch AG geführt und ein entsprechender Kaufvertrag geschlossen. Der Erwerb steht jedoch unter mehreren Bedingungen, insbesondere unter der Bedingung, dass die von dem Käufer durchzuführende Due-Diligence-Prüfung zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt hat. Diese Bedingungen sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes noch nicht vollständig eingetreten, so dass auf eine weitere Darstellung der Auswirkungen dieser Transaktion verzichtet wird. Im Zuge der Verhandlungen wurde von den Vertragsparteien vereinbart, dass das betriebliche Grundstück einschließlich Betriebsgebäude am derzeitigen Standort der Telco Services GmbH vor der Übertragung der Gesellschaftsanteile an die derzeitigen Gesellschafter veräußert wird. Aus dieser Transaktion wird sich ein Buchverlust ergeben, da der gutachterlich ermittelte Kaufpreis deutlich unter dem Buchwert der Immobilie liegt. Es ist weiterhin geplant den Standort Idstein nach der Übertragung der Anteile beizubehalten und hierzu die veräußerte Immobilie anzumieten. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, und die eine andere Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens erfordert hätten, sofern sie noch vor Ablauf des Geschäftsjahres eingetreten wären, sind nicht eingetreten. Bilanz zum 31.12.2006der Telco Services GmbH, IdsteinAktivseite
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2006der Telco Services GmbH, Idstein
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2006der Telco Services GmbH, Idstein
Anhang für das Geschäftsjahr 2006der Telco Services GmbH, IdsteinGliederung
I. Rechtliche und wirtschaftliche GrundlagenDie Gesellschaft wurde am 27.11.2000 gegründet und am 08.12.2000 in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt unter der Nr. HR B 51107 eingetragen. Mit Beschluss vom 17.10.2002 wurde die Firma geändert in Telco Services GmbH (Telco) und der Sitz der Gesellschaft von Frankfurt nach Wiesbaden verlegt. Die Eintragung ins Handelsregister 22 HRB 13380 beim Amtsgericht Wiesbaden erfolgte am 20.12.2002. Die Gesellschaft hat in Idstein ein Grundstück erworben, welches im Grundbuch der Stadt Idstein Blatt 9192 eingetragen ist. Mit Eintragung vom 25.05.2005 wurde die Sitzverlegung der Gesellschaft von Wiesbaden nach Idstein eingetragen. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzenDer Jahresabschluss der Telco Services GmbH wird unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie dem § 42 GmbHG. Der Grund und Boden wird mit seinen Anschaffungskosten und den Anschaffungsnebenkosten angesetzt und nicht abgeschrieben. Das Gebäude wird mit seinen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und den Nebenkosten angesetzt und linear abgeschrieben. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die der betrieblichen Nutzung zugeführt sind, wurden bis Anschaffungsdatum 2004 ausschließlich linear abgeschrieben, seit 2005 wird, soweit möglich, auch die degressive Abschreibung vorgenommen. In Anlehnung an die Betriebsprüfung werden immaterielle Vermögensgegenstände seither auf 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs gemäß § 6 Abs. 2 EStG vollständig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der übrigen Vermögensgegenstände werden wie folgt bemessen:
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Nennwerten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip und das Prinzip der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Wertpapiere werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Auszahlungen, die vor dem Bilanzstichtag geleistet werden, soweit diese Aufwand für Folgejahre darstellen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Vorschriften des § 6a EStG auf Basis eines Zinssatzes von 6 % mit ihrem Teilwert bewertet. Es wurden die Sterbetafeln von Heubeck von 2005 berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten werden zu Rückzahlungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen finden Berücksichtigung. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten repräsentieren Einzahlungen, die vor dem Bilanzstichtag vereinnahmt wurden, soweit sie Ertrag für Folgejahre darstellen. III. Angaben zur Bilanz1. Anlagevermögen Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 01.01.2006 bis 31.12.2006 verweisen wir auf das Anlagegitter. Unter der Position Gebäude wird das in 2005 in Idstein auf dem erworbenen Grundstück fertig gestellte Gebäude ausgewiesen, welches in dem Zeitraum 2004 bis März 2005 gebaut wurde. Die in 2004 angefallenen Kosten für das Gebäude wurden in 2004 auf Anzahlung auf Anlagen im Bau gebucht, und sind nach Fertigstellung des Gebäudes in 2005 umgegliedert worden. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände besitzen, mit Ausnahme von Kautionen, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Kautionen haben eine unbestimmte Laufzeit. Die restliche Kaution bei einem Netzbetreiber ist nach Beendigung der Gebäudeherstellung in Idstein zurückgezahlt und gegen eine Grundschuldeintragung abgelöst worden. Forderungen gegen Gesellschafter bestanden zum Jahresende i. H. v. 20.384,13 €. 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen im Wesentlichen aus vorausbezahlten Aufwendungen für Mieten und Wartungsleistungen. 4. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen betrifft im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Gesprächsweiterleitungsgebühren (5.415 T€) für Mobilfunk. 5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten i. H. v. 2.493,9 T€ besitzen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Daneben bestehen Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalt für den Neubau in Idstein i. H. v. 78,1 T€ mit einer Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Jahresende i. H. v. 252,54 €. 6. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen im Wesentlichen aus Einzahlungen für Mindestumsätze und Grundgebühren, die vor dem Bilanzstichtag vereinnahmt wurden, aber erst Ertrag für Folgejahre darstellen. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2006 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen zahlbar in 2007 (1.493 T€), in 2008 (504 T€) sowie in weiteren Folgejahren (266 T€). 8. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus der Begebung von Miet- und Zahlungsbürgschaften i. H. v. 4.500 T€. Des Weiteren besteht eine auf das Grundstück und das Gebäude eingetragene Grundschuld seitens eines Netzbetreibers i. H. v. 5.500 T€. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungFür die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden fast ausschließlich im Inland erzielt und gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
2. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen, Auflösungen von Rückstellungen, Weiterbelastungen von Retourkosten und KFZ-Sachbezugsversteuerungen. 3. Materialaufwand Der Materialaufwand besteht im Wesentlichen aus den Gebühren bei den Netzbetreibern, Provisionen an die Händler und aus Bezug von Equipment. 4. Abschreibungen Die Abschreibungen sind alle planmäßig und wurden vorgenommen auf die nach dem Übergang angeschafften Anlagegegenstände. 5. sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Forderungsausbuchungen, Werbekosten, Billingkosten, Fremd- und Zeitarbeitskräften, Büromieten, Wartungs- und Verwaltungskosten, Kosten des Geldverkehrs, Transport- und Lagerkosten sowie Beiträge und Gebühren. 6. Finanzergebnis Das Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Verzinsung der Kautionen, aus Festgeldanlagen und den Avalprovisionen sowie aus der Abschreibung auf Finanzanlagen. 7. außerordentliche Erträge Die außerordentlichen Erträge resultieren aus der Anpassung der Handelsbilanz an die Steuerbilanz auf Grund der Betriebsprüfung. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen i. H. v. 3 T€ das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die restlichen Steuern betreffen die Vorjahre und resultieren aus den Anpassungen der Betriebsprüfung. 9. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn gemäß § 268 Abs. 1 Satz 2 HGB beträgt 4.395 T€. Hierin enthalten sind der Gewinnvortrag i. H. v. 4.288 T€ abzüglich des Abflusses der Gewinnausschüttungen i. H. v. 308 T€. V. Sonstige AngabenDie Zahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr im Durchschnitt 185 Personen; es handelt sich um 177 Angestellte und 8 Auszubildende. Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Geschäftsführung wurde im Berichtszeitraum von folgenden Personen wahrgenommen:
Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt. Die Gesellschaft ist zu 100 % an der MS Mobile Services GmbH mit Sitz in Idstein beteiligt. Das gezeichnete Kapital der MS Mobile Services GmbH beträgt 25 T€, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2006 belief sich auf 4.030,34 €. Auf Grund der Verlustvorträge und des Jahresfehlbetrags wurde die Beteiligung auf die Hälfte des gezeichneten Kapitals abgeschrieben. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung sowie der getätigten Pensionszusagen nach § 285 Nr. 9a HGB wird die Schutzklausel gemäß § 286 IV HGB in Anspruch genommen. |
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