OVB Vermögensberatung AG

Heumarkt 1, 50667 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 52311
Vorher
OVB Allianzvermittlungs AGOVB Allfinanzvermittlungs AG
Eingetragen
3.2.2004
Branche
Vermittlung von KreditenTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
die Abschlussvermittlung zwischen Kunden und Versicherungsunternehmen, Bausparkassen und Kapitalanlagegesellschaften für Versicherungsverträge, Bausparverträge und Kapitalanlagen; ferner die Abschlussvermittlung zwischen Kunden und Kreditinstituten innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums für Kredite, Termin- und Spareinlagen, die Vermittlung und Beratung von Immobilienanlagen jeder Art; ferner die Vermittlung von sonstigen Dienstleistungen zwischen Kunden und Dritten sowie alle damit direkt und indirekt in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Davon ausgenommen sind Tätigkeiten, die einer Erlaubnis nach dem KWG bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Moritz Tahiri
seit 11.7.2024
Prokura
Thomas Fuhrmann
seit 11.7.2024
Prokura
Detlef Müller
seit 28.5.2024
Prokura
Gaetano Carrubba
seit 11.4.2024
Prokura
Till Weber
seit 9.1.2024
Prokura
Julian Fuchs
seit 9.1.2024
Prokura
Harald Wild
seit 21.1.2021
Vorstandsmitglied
Prokura
Michaela Okafor
seit 16.1.2019
Prokura
Christian Höfel
seit 7.4.2017
Vorstandsmitglied
Arkadiusz Lejmel
seit 21.11.2016
Prokura
Verena Rosen
seit 8.2.2007
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OVB Vermögensberatung AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

der OVB Vermögensberatung AG

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der OVB Vermögensberatung AG

Die OVB Vermögensberatung AG ist eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der europaweit tätigen und börsennotierten OVB Holding AG. Seit Gründung im Jahr 1970 steht OVB für die langfristige, themenübergreifende Finanzberatung. Wichtigste Kund*innenzielgruppe sind private Haushalte.

Das Unternehmen bedient mit Produkten namhafter Produktpartner die individuellen Bedürfnisse ihrer Kund*innen, von der Existenzsicherung und der Absicherung von Sach- und Vermögenswerten bis zu Altersvorsorge und Vermögensauf- und -ausbau.

Die OVB Vermögensberatung AG kooperiert im deutschen Markt mit rund 30 leistungsstarken Produktpartnern - vorrangig aus den Bereichen Versicherungen, Banken und Investmentgesellschaften.

Die Basis der themenübergreifenden lebensbegleitenden Kundenberatung bildet ein umfassendes und bewährtes Konzept: Am Anfang steht die Aufnahme und Analyse der finanziellen Situation der Kund*innen. Insbesondere erfragen die Finanzvermittler*innen die Wünsche und Ziele ihrer Kund*innen und entwickeln daraus vor dem Hintergrund der persönlichen finanziellen Möglichkeiten eine individuell passende Lösung. OVB begleitet ihre Kund*innen über viele Jahre. Um deren Finanzplanung immer wieder an die jeweils aktuellen Lebensumstände anzupassen, finden regelmäßige Servicegespräche mit den Kund*innen statt. So entstehen bedarfsgerechte, auf die jeweilige Lebensphase zugeschnittene Absicherungs- und Vorsorgekonzepte für Kund*innen. Im Zuge des demografischen Wandels steigt die Zahl der älteren Menschen in Deutschland, wohingegen die der jungen Menschen abnimmt. Die staatlichen sozialen Sicherungssysteme sind zunehmend überlastet. Gerade auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, in denen insbesondere private Haushalte Mehrbelastungen deutlich zu spüren bekommen, gewinnt die persönliche Beratung an Bedeutung. Daher sieht OVB noch erhebliche Potenziale für die von ihr angebotenen Dienstleistungen.

OVB hat die Digitalisierung in den vergangenen Jahren gezielt forciert und den Ausbau der notwendigen technischen Voraussetzungen für eine digital unterstützte Beratung beschleunigt. Die in eine digitale Beratungsstrategie eingebettete Videoberatung stellt aus Sicht der OVB einen wichtigen Weg dar, um Kund*innen umfassend nach dem Allfinanzansatz zu betreuen.

Die Aus- und Weiterbildung der OVB Finanzvermittler*innen, die Bedarfsanalyse der Kund*innen und daraus abgeleiteten Produktempfehlungen erfolgen auf Basis der Rahmenbedingungen im deutschen Markt. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Themen besitzt einen hohen Stellenwert. Das Unternehmen richtet sich jeweils frühzeitig auf künftige regulatorische beziehungsweise qualitative Anforderungen aus.

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 105 Mitarbeiter*innen für die OVB Vermögensberatung AG tätig (Vorjahr: 103), die das Unternehmen steuern und verwalten.

Die Zahl der registrierten Finanzvermittler*innen betrug zum Ende des Berichtsjahres 1.220 (Vorjahr: 1.219). Sie betreuten 613.037 Kund*innen (Vorjahr: 616.224).

Steuerungssystem

Leitung und Überwachung der Gesellschaft

Der Vorstand der OVB Vermögensberatung AG führt die Geschäfte der Gesellschaft in gemeinschaftlicher Verantwortung. Zum 31. Dezember 2023 bestand der Vorstand aus zwei Mitgliedern.

Geschäftsverteilung Vorstandsressorts zum 31. Dezember 2023
Vorstand Vertrieb (CSO) sowie Partner und Produkte (CPO) Vorstand Verwaltung (COO)
und Finanzen (CFO)
Christian Höfel Harald Wild
Unternehmensentwicklung und -steuerung Rechnungslegung
Koordination Geschäftsführung Finanzcontrolling
Vertrieb Risikomanagement
Produktmanagement Betriebsorganisation
Verkaufsförderung IT / IT-Sicherheit
Aus- und Weiterbildung Recht und Steuern
Veranstaltungen und Seminare Personal
Verbandsarbeit Gebäude- und Büromanagement
Marketing Compliance und Datenschutz
Kommunikation Geldwäsche
Interne Revision Nachhaltigkeit/ESG/CSR

Dem Aufsichtsrat der OVB Vermögensberatung AG gehörten bis zum Ende des Berichtsjahres drei Mitglieder an: Mario Freis (Aufsichtsratsvorsitzender), Marlies Hirschberg-Tafel (stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende) sowie Frank Burow.

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands, überwacht und berät diesen bei der Leitung des Unternehmens und erörtert mit ihm regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken.

Unternehmenssteuerung

Die Unternehmenssteuerung gliedert sich in einen strategischen und einen operativen Teil. Im Bereich des strategischen Controllings verknüpft eine Mehrjahresplanung mit einem Zeithorizont von fünf Jahren die Unternehmensstrategie mit konkreten quantitativen und qualitativen Zielsetzungen.

Ein regelmäßiger Know-how-Austausch - sowohl mit dem gesamten Vertriebsteam als auch mit den Führungskräften - trägt zu einer vernetzten Steuerung der Finanzvermittler*innen bei.

Das operative Controlling unterstützt die Steuerung des laufenden Geschäfts der OVB Vermögensberatung AG. Wesentliche finanzielle Ziel- und Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind der Umsatz (Gesamtvertriebsleistung) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).

Neben diesen monetären Kennzahlen dienen auch nichtfinanzielle Indikatoren wie die Anzahl der registrierten Finanzvermittler*innen und die Zahl der Bestandskund*innen als Anhaltspunkte für den operativen Geschäftserfolg.

Ein monatliches Kostencontrolling, dessen Ergebnisse in die Investitions- und Finanzplanung der OVB Vermögensberatung AG einfließen, analysiert die Entwicklung der Ein- und Ausgabenseite.

Zielvorgaben des Vorstands bilden die Eckwerte der strategischen Mehrjahresplanung und der operativen Jahresplanung in Bezug auf Umsatz, Kosten und Ergebnis. Der Planungsprozess der Kostenstellenverantwortlichen wird durch den Vorstand ggf. um risikobezogene Aspekte ergänzt. Die OVB Vermögensberatung AG erstellt zum Halbjahr eine aktualisierte Hochrechnung für das Geschäftsjahr.

Ziele und Strategien

Die OVB Vermögensberatung AG möchte ihre Marktposition im deutschen Markt festigen und ausweiten, indem sie Neukund*innen gewinnt und bestehende Kund*innenverbindungen zu einer noch umfassenderen Betreuung nutzt.

Die Dienstleistung der OVB Vermögensberatung AG besteht in der systematischen und themenübergreifenden Finanzvermittlung. Ziel ist es, Kund*innen durch alle Lebensabschnitte zu begleiten und ihnen einen möglichst hohen und dauerhaften Nutzen bieten zu können.

Das Unternehmen sieht sich für mögliche Risiken in Verbindung mit einer weitergehenden Regulierung des deutschen Finanzdienstleistungsmarktes gut aufgestellt. 54 Jahre Erfahrung und Marktpräsenz, die Kompetenz der Finanzvermittler*innen sowie die solide finanzielle Ausstattung werden es nach Ansicht der OVB ermöglichen, mit sukzessive steigenden regulatorische Anforderungen umzugehen.

Mit Ende des Geschäftsjahres 2022 hat die OVB Holding AG, das Mutterunternehmen der Gesellschaft, ihre Strategieperiode »OVB Evolution 2022« abgeschlossen. Dabei hat das Unternehmen - nach eigener Einschätzung − in den vergangenen Jahren Potenziale weiter ausgeschöpft, die Digitalisierung vorangetrieben, das Unternehmen modernisiert und die weitere internationale Expansion forciert.

Im Geschäftsjahr 2023 hat OVB − nach einem intensiven Entwicklungsprozess und unter Einbezug zahlreicher Stakeholder − die neue Unternehmensstrategie »OVB Excellence 2027« verabschiedet und konzernweit kommuniziert. Abgeleitet aus der Unternehmensstrategie, befindet sich die OVB Vermögensberatung AG derzeit in der Entwicklung ihrer Landesstrategie. Diese basiert auf einer Markt- und Kundenanalyse und integriert individuelle Merkmale der OVB Vermögensberatung AG.

Hieraus werden sich zukünftig neue Schwerpunkte und ein weiterentwickelter Fokus auf Marktsegmente ergeben. Die Identifikation mit der Unternehmensstrategie ist für die OVB Deutschland sehr wichtig, deshalb wird sie gemeinsam mit den Führungskräften und Mitarbeiter*innen erstellt und operationalisiert.

Mit der neuen Wachstumsstrategie möchte sich die Gesellschaft zukunftsfähig aufstellen, um die Herausforderungen der aktuellen Zeit sowie der kommenden Jahre zu meistern.

Der Begriff »Excellence« ist vor allem eines für OVB, ein Mindset, eine Einstellung bzw. eine bestimmte Art zu denken, mit der OVB lösungsorientiert handelt und auch anspruchsvolle Herausforderungen meistert. »Excellence« bedeutet für OVB, immer neugierig zu bleiben, sich nicht auf Erfolgen auszuruhen und sich beständig weiterzuentwickeln. OVB hat sich bewusst entschieden, »Excellence« all das definieren zu lassen, was sie in Zukunft tut. Diese Haltung möchte OVB auf allen Ebenen des Unternehmens verankern.

Im Mittelpunkt von »OVB Excellence 2027« stehen die Kund*innen. Das bedeutet, dass bei den vier Fokusthemen Sales and Career Excellence, Expansion and Innovation, Operational Excellence sowie People and Organization die Belange der Kund*innen im Mittelpunkt stehen.

Die folgende Abbildung visualisiert die Kernbestandteile von »OVB Excellence 2027«:

Sales and Career Excellence

Das Herzstück der neuen Unternehmensstrategie ist es, die Kernvertriebsaktivitäten weiter zu stärken und zu optimieren. Dazu gehören die Einarbeitung neuer Finanzvermittler*innen, der Ausbau der Aus- und Weiterbildung sowie die zusätzliche Stärkung des Know-hows der Vertriebsführungskräfte.

Die Weiterentwicklung des Servicekonzepts für Kund*innen sowie die Entwicklung einer nutzerorientierten Kundenplattform sollen zu einer noch höheren Zufriedenheit und langfristigen Bindung der Kund*innen beitragen.

Expansion and Innovation

Die europaweite Aufstellung des Konzerns sorgt für Stabilität und Unabhängigkeit. Daher soll das Geschäftsmodell gezielt gestärkt und erweitert sowie die weitere Expansion national und international innerhalb Europas vorangetrieben werden. Neben organischem Wachstum beabsichtigt die Gesellschaft auch anorganische Möglichkeiten des Wachstums zu nutzen.

OVB plant sowohl in den bestehenden Ländermärkten zu skalieren, als auch weitere Märkte zu erschließen, um einer stetig steigenden Anzahl von Kund*innen qualitativ hochwertige und maßgeschneiderte Finanzberatung zu bieten sowie ihnen dabei zu helfen, sich gegen vielfältige Risiken abzusichern und ihre Wünsche und Ziele zu erreichen.

Darüber hinaus sollen innovative Ansätze für Kund*innen, Finanzvermittler*innen und Mitarbeiter*innen identifiziert und verfolgt werden. Ein »Innovation Think Tank« dient dabei zukünftig als Impulsgeber für Weiterentwicklungen, um das Geschäftsmodell gezielt zu stärken und zu erweitern.

Operational Excellence

»Operational Excellence« bedeutet für OVB die konsequente Umsetzung innovativer und durchgängig automatisierter digitaler Prozesse in Backoffice und Vertrieb. So sollen Abläufe und Standards kontinuierlich verbessert und administrative Tätigkeiten reduziert werden.

Des Weiteren soll so Skalierbarkeit gefördert, weiteres Wachstum unterstützt und die bereits angestoßene digitale Transformation des Konzerns in allen Unternehmensbereichen nochmals beschleunigt werden.

Gleichzeitig unterstützt die Gesellschaft so die lückenlose Erfüllung aller Compliance-Anforderungen und stellt ihren Kund*innen, Finanzvermittler*innen und Mitarbeiter*innen eine aktuelle und vollständige Datenbasis zur Verfügung.

People and Organization

Treibende Kräfte hinter dem Erfolg der OVB sind kompetente Mitarbeiter*innen. Diese sollen noch zielgerichteter gefördert und qualifiziert werden.

Darüber hinaus möchte die Gesellschaft die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Backoffice und Holding stärken, um so die gemeinsame Weiterentwicklung des Konzerns zu forcieren. Das einheitliche Streben nach der Erreichung der Ziele im Konzern fußt dabei auf starken, gemeinsamen Werten und einem hohen Maß an Identifikation mit OVB.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Gesamtjahr 2023 war nach wie vor von geopolitischen Spannungen geprägt. Während der russische Angriffskrieg in der Ukraine weiter anhält, hat seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ein weiterer Krieg im Nahen Osten begonnen. Lieferketten sind hiervon bereits betroffen, da unter anderem Frachtschiffe im Roten Meer von Huthi-Rebellen attackiert werden und nun große Umwege über Afrika fahren müssen. Die globale Wirtschaft zeigte sich trotz Nachwirkungen aus der Corona-Pandemie, anhaltender und neuaufflammender Kriege sowie der hohen Inflations- und Zinsraten ausgesprochen resilient. Für 2023 schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) das weltweite Wirtschaftswachstum in seinem jüngsten Update des World Economic Outlook (Januar 2024) auf 3,1 Prozent, gegenüber 3,5 Prozent in 2022.

Geldpolitisch dominierten im Geschäftsjahr 2023 die mehrfachen, deutlichen Zinserhöhungen der Zentralbanken, um die hohen Inflationsraten zu bekämpfen. Zuletzt hatte die EZB im Berichtszeitraum in der Sitzung vom 20. September 2023 die seit Juli 2022 zehnte Leitzinserhöhung in Folge beschlossen.

Seitdem liegen der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität bei 4,50 Prozent, 4,75 Prozent bzw. 4,00 Prozent. In den Sitzungen vom 26. Oktober 2023 sowie vom 14. Dezember 2023 wurde jeweils entschieden, die Leitzinsen unverändert zu belassen. Auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 bleibt die EZB bei ihrem restriktiven geldpolitischen Kurs und hat in der Sitzung vom 25. Januar 2024 ein weiteres Mal beschlossen, die Leitzinssätze nicht zu verändern.

Auch wenn die restriktive Geldpolitik zeitverzögert wirkt, war in 2023 bereits eine leicht zurückgehende Inflation zu beobachten. Dieser Rückgang spiegelt auch eine nachlassende Anspannung auf dem Arbeitsmarkt wider, begleitet durch einen Rückgang offener Stellen, einem bescheidenen Anstieg der Arbeitslosigkeit und einem größeren Arbeitskräfteangebot, in einigen Fällen in Verbindung mit einem starken Zustrom von Einwanderern.

Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) gehen global von einer jährlichen, durchschnittlichen Inflationsrate von 6,8 Prozent aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Anstieg der Verbraucherpreise in der EU im Jahresdurchschnitt bei 6,4 Prozent. In Deutschland betrug die Inflationsrate 5,9 Prozent. Insgesamt bleibt die Inflation damit aber auf einem hohen Niveau. Für 2024 und 2025 rechnet der IWF mit einer globalen Gesamtinflation von 5,8 bzw. 4,4 Prozent.

Für private Haushalte führen die hohen Teuerungsraten dazu, dass nach Abzug lebensnotwendiger Ausgaben weniger Geld für die Absicherung und Vorsorge zur Verfügung steht. Insbesondere einkommensschwächere Personengruppen verfügen möglicherweise nicht mehr über die Ressourcen, um neue Verträge abzuschließen. Die angespannte finanzielle Situation kann auch zur Stornierung von bestehenden Verträgen führen.

Wirtschaftsentwicklung in Deutschland

Für Deutschland taxiert der IWF den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in 2023 auf 0,3 Prozent. 2022 war die Wirtschaft hierzulande noch um 1,8 Prozent gewachsen. Die ifo Konjunkturprognose zum Winter 2023 nennt die ausbleibende Erholung des privaten Konsums als Grund für den Stillstand der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Der private Konsum litt dabei insbesondere unter den durch die gestiegenen Energiepreise bedingten Kaufkraftverlusten. Während sich der Dienstleistungssektor im Berichtsjahr weiter erholte, konnten deutsche Exporte keine Impulse verleihen. Darüber hinaus dämpften die globalen, geopolitischen Herausforderungen die Wirtschaft.

Für die kommenden Jahre sieht das ifo Institut klare Erholungstendenzen in Deutschland: Während die Inflationsrate zurückgeht, steigen die Löhne und das Beschäftigungsniveau befindet sich bereits auf einem hohen Niveau. Diese steigende Kaufkraft werde schon kurzfristig wieder für eine zunehmende Nachfrage sorgen. Darüber hinaus wird im Frühjahr 2024 eine erste Zinssenkung der EZB erwartet, was die deutschen Absatzmärkte stützen sollte. Der IWF rechnet in Deutschland in 2024 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. In 2025 soll der Anstieg der Wirtschaftsleistung dann weiter auf 1,6 Prozent zulegen.

Die Inflationsrate lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in 2023 bei 5,9 Prozent (2022: 6,9 Prozent). Getrieben wurde die Entwicklung nach wie vor von den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Betroffen waren unter anderem die Energiepreise, die jedoch durch Entlastungsmaßnahmen teilweise abgefedert werden konnten. Deutlich kostenintensiver wurden ebenfalls Nahrungsmittel in Deutschland. Diese verteuerten sich in 2023 um 12,4 Prozent.

Für 2024 rechnet die Bundesbank mit einem Rückgang der Inflationsrate in Deutschland auf 2,7 Prozent.

Branchensituation

Die digitale Beratung hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Während der Corona-Pandemie fanden Beratung und Vertragsabschluss in dieser Zeit überwiegend digital statt. Aus Gründen der Praktikabilität, der Flexibilität und Effizienz wird diese von Kundinnen und Kunden weiterhin gerne in Anspruch genommen. Auf der anderen Seite schätzen viele Menschen aber nach wie vor den persönlichen, direkten Austausch. Finanzvermittler*innen müssen sich nach den Bedürfnissen ihrer Kund*innen richten und sowohl im digitalen als auch im persönlichen Gespräch auf Augenhöhe agieren.

Die stark gestiegene Inflationsrate stellt viele private Haushalte vor große Herausforderungen. Deutlich verteuerte Lebensmittel sowie höhere Energie-, Heiz- und Treibstoffkosten belasten die Budgets. Entsprechend haben die Zentralbanken auf der gesamten Welt reagiert und die Zinssätze in 2023 stark angehoben.

Für Sparer bietet das gestiegene Zinsniveau neue Anlagemöglichkeiten, da auch klassische Anlageprodukte wieder interessanter werden könnten. Dabei müssen Anleger aber auch die reale Rendite betrachten, die bei hohen Teuerungsraten oftmals trotzdem negativ bleibt. Außerdem führt die Zinsentwicklung dazu, dass Kredite teurer werden. Haushalte, die keine oder nur eine kurze Zinsbindung vereinbart haben, könnten dadurch in Bedrängnis geraten. Der Kauf einer Immobilie wird zusätzlich erschwert.

Anleger sind sich zunehmend der Bedeutung der Altersvorsorge bewusst. Nachgefragt werden vor allem Direktinvestitionen in Fonds und fondsgebundene Lebens- bzw. Rentenversicherungen. Die OVB bietet eine große Produktvielfalt, von chancenreichen Investments bis hin zu eher sicherheitsorientierten Kapitalanlagen. So können Berater*innen der OVB jeder Anleger*in ein für die persönliche Situation und Risikoneigung passendes Angebot zusammenstellen, das es ermöglicht, bei begrenzten Risiken attraktive Renditen zu erzielen. Zusätzlich sieht OVB in vielen Ländern ein erhebliches Wachstum bei Produkten, die biometrische Risiken wie Tod, Invalidität, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit abdecken. Darüber hinaus legt eine wachsende Zahl von Anleger*innen Wert auf nachhaltige Investitionen, die ökologische oder soziale Zielsetzungen mittelbar oder unmittelbar unterstützen. Auf steigendes Kund*inneninteresse stoßen beispielsweise Investitionen in die Nutzung erneuerbarer Energien, die den Klimaschutz fördern. OVB verfügt bereits über eine Reihe von Anlageprodukten verschiedener Anbieter, die diese Anforderungen erfüllen. Das Angebot von nachhaltigen Finanzprodukten wird sukzessive weiter ausgebaut.

OVB ist der Überzeugung, dass der Bedarf an themenübergreifend kompetenter und umfassender persönlicher Beratung in allen Finanzfragen steigt: Das Produktangebot ist für private Haushalte kaum überschaubar, staatliche Förderungsmodalitäten sind nur schwer verständlich. Zudem müssen einmal getroffene Finanzentscheidungen mit Blick auf sich verändernde Bedürfnisse und Lebenssituationen aber auch wegen sich verändernder Marktgegebenheiten regelmäßig überprüft und ggf. angepasst werden.

Damit bietet der Markt der privaten Absicherung und Vorsorge weiterhin langfristiges Marktpotenzial und gute Wachstumschancen.

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich im vergangenen Geschäftsjahr gut behauptet und blickt verhalten optimistisch auf das laufende Jahr 2024. Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) berichtete Ende Januar 2024, dass die Beitragseinnahmen 2023 über alle Sparten hinweg ein leichtes Beitragsplus von 0,6 Prozent auf 224,7 Milliarden Euro verzeichnet haben. Für 2024 erwartet der Sektor vor dem Hintergrund steigender Nominallöhne und nachlassender Inflation ein Beitragswachstum von 3,8 Prozent.

Die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage sowie die schwache Entwicklung der realen Löhne und eine damit einhergehende Konsumzurückhaltung beeinflussten 2023 das Geschäft mit Lebensversicherungen. Insbesondere das Einmalbeitragsgeschäft war davon erfasst, während die laufenden Beiträge sich robust entwickelt haben. Die Beitragseinnahmen bei den Lebensversicherern gingen 2023 um 5,2 Prozent auf 92,0 Milliarden Euro zurück.

Für 2024 erwartet der Verband ein besseres Umfeld für die Lebensversicherung. Höhere Zinsen verbessern die Ertragskraft der Unternehmen, eine steigende Überschussbeteiligung erhöht die Attraktivität der Produkte. Es wird erwartet, dass die realen Einkommen weiter anziehen, während die Inflation abnimmt. Gleichzeitig sei davon auszugehen, dass die Zentralbanken ihre Zinsen zumindest bis Mitte des Jahres 2024 auf dem derzeitigen Niveau belassen, womit kurzfristige Anlagen attraktiv gegenüber langfristigen Anlagen wie Rentenversicherungen blieben.

Das Geldvermögen der Deutschen hat 2023 nach Berechnungen der DZ BANK um 6 Prozent zugelegt, nachdem es im Vorjahr um fast fünf Prozent zurückgegangen war. Für das gewachsene Geldvermögen sorgte auch eine weiterhin hohe Sparquote. Mit 11,2 Prozent lag der Wert 2023 über dem langjährigen Durchschnitt. Ersparnis blieb damit auch vor dem Hintergrund einer Aktienmarktrallye das zuverlässigste Standbein des Vermögensaufbaus.

Geschäftsverlauf

Die für die OVB Vermögensberatung AG in Deutschland tätigen selbstständigen Finanzvermittler*innen sind, soweit sie Versicherungen vermitteln, im deutschen Versicherungsvermittlerregister registriert. Deren Zahl nahm von 1.219 Finanzvermittler*innen zum Vorjahresultimo auf 1.120 Finanzvermittler*innen im Berichtsjahr ab. Sie betreuten 613.037 Kund*innen (Vorjahr: 616.224 Kund*innen).

Die Zahl der angestellten Mitarbeiter*innen (ohne Vorstand und Auszubildende) nahm gegenüber dem Vorjahr von durchschnittlich 103 Personen auf 105 Personen ab.

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 Erträge aus Vermittlungen in Höhe von 60,6 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 63,2 Mio. Euro.

Die Zusammensetzung des Neugeschäfts reflektiert die Beratungsschwerpunkte der OVB Vermögensberatung AG im deutschen Markt: Existenzsicherung, Absicherung von Sach- und Vermögenswerten, Altersvorsorge sowie Vermögensauf- und -ausbau.

Zusammensetzung des Neugeschäfts 2023 (2022)

Fondsgebundene Vorsorgeprodukte bauten ihre Position als gefragteste Produktkategorie mit einem Anteil von 30,2 Prozent am Neugeschäft weiter aus (Vorjahr: 23,4 Prozent). Der Vertrieb von Sach-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen erhöhte sich auf 14,3 Prozent (Vorjahr: 12,1 Prozent). Die Produktgruppe Bausparen / Finanzierungen ging aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus von 23,7 Prozent auf 13,1 Prozent zurück. Sonstige Vorsorgeprodukte, wozu klassische Lebens- und Rentenversicherungen und insbesondere Produkte zur Absicherung biometrischer Risiken zählen, trugen im Geschäftsjahr 2023 mit einem Anteil von 12,8 Prozent zum Neugeschäft bei (Vorjahr: 11,7 Prozent). Staatlich geförderte Vorsorgeprodukte erhöhten ihren Anteil am Neugeschäft leicht auf 12,3 Prozent (Vorjahr: 11,8 Prozent). Investmentfonds trugen 9,3 Prozent zum Geschäft bei (Vorjahr: 11,0 Prozent). Der Anteil von Krankenversicherungen erhöhte sich auf 7,9 Prozent nach 5,0 Prozent im Geschäftsjahr 2022. Das Immobiliengeschäft blieb auf einem äußerst niedrigen Niveau.

Ertragslage

Die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Umsatzerlöse betrugen 60,6 Mio. Euro (Vorjahr: 63,2 Mio.) im Vorjahr. Das EBIT (Betriebsergebnis) erreichte 4,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen nahmen von 40,4 auf 39,7 Mio. Euro ab.

Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund marktbedingter Gehaltsanpassungen von 7,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 7,7 Mio. Euro im Berichtszeitraum.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 9,8 Mio. Euro (Vorjahr: 9,7 Mio. Euro). Inflationsbedingte Kostensteigerungen sowie eine Intensivierung von Vertriebsveranstaltungen und Schulungsaktivitäten waren ursächlich für den Anstieg dieser Position.

Die EBIT-Marge betrug 7,7 Prozent (Vorjahr: 11,1 Prozent).

Die OVB Vermögensberatung AG weist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags mit der OVB Holding AG selbst keinen Jahresüberschuss aus.

Das im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete und abgeführte Ergebnis beläuft sich auf 5,5 Mio. Euro nach 6,6 Mio. Euro im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der OVB Vermögensberatung AG zum 31. Dezember 2023 sank gegenüber dem Vorjahr von 48,3 Mio. Euro auf 46,3 Mio. Euro.

Mit einem Anteil von 28,2 Prozent (13,0 Mio. Euro) stellen die sonstigen Vermögensgegenstände einen wesentlichen Teil der Aktiva dar.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro) bestehen fast ausschließlich gegenüber den Produktpartnern der OVB Vermögensberatung AG.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Aufgrund der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, deren Bestand zum Bilanzstichtag 2023 bei 11,9 Mio. Euro lag, stand während des Berichtsjahres stets ausreichende Liquidität zur Verfügung.

Vergleich der prognostizierten und tatsächlichen Entwicklung

Im Prognosebericht des Lageberichts 2022 der Gesellschaft ging der Vorstand der OVB Vermögensberatung AG von einer stabilen Entwicklung der Erträge aus Vermittlungen sowie eine deutlich rückläufige Entwicklung des operativen Ergebnisses aus. Diese Erwartung stützte sich auf einen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) für Deutschland prognostizierten deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung auf 0,1 Prozent in 2023, nachdem diese 2022 noch um 1,8 Prozent gewachsen war. Die Erträge aus Vermittlungen sanken von 63,2 Mio. Euro auf 60,6 Mio. Euro und das operative Ergebnis ging von 7,0 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro zurück.

Gesamtaussage

Die OVB Vermögensberatung AG schätzt die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 vor dem Hintergrund weiterhin schwieriger, von globalen Unsicherheiten geprägter Rahmenbedingungen, in Verbindung mit einer trotz rückläufiger Inflation weiterhin angespannten finanziellen Lage der privaten Haushalte insgesamt als noch zufriedenstellend ein. Die finanzielle Situation der Gesellschaft stellt sich insgesamt solide dar. Aus Sicht des Vorstands ist das Geschäftsmodell intakt und bietet mittelfristig Wachstumspotenzial.

Chancen- und Risikobericht

Die Unternehmenskultur von OVB legt hohen Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Vor allem die selbstständigen hauptberuflichen Finanzvermittler*innen von OVB verstehen sich als Unternehmer. Es gehört daher zu den selbstverständlichen Aufgaben aller hauptberuflichen Finanzvermittler*innen und Mitarbeiter*innen von OVB - unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang - kontinuierlich geschäftliche Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Chancen können sich beispielsweise im Rahmen der Vermittlungstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands der OVB Vermögensberatung AG, grundsätzlich strategische Chancen - vielfach im Zusammenwirken mit dem Aufsichtsrat - zu erörtern und entsprechende Initiativen zur Nutzung der Chancen zu ergreifen.

Grundsätze und Ziele des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Risiko heißt für OVB die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne.

Diese Gefahr kann durch interne oder externe Faktoren ausgelöst werden. Auftretende Risiken sollen so früh wie möglich erkannt werden, um schnell und angemessen darauf reagieren zu können.

Ziele des Risikomanagements sind die stetige Weiterentwicklung des bestehenden Risikofrühwarnsystems, die systematische Auseinandersetzung mit bestehenden und potenziellen Risiken, die Förderung des risikoorientierten Denkens und Handelns in der Gesamtorganisation und somit ein bewusstes Eingehen von Risiken aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge. OVB achtet auf ein ausgeglichenes Chancen-Risiken-Verhältnis.

Um Risiken bestmöglich zu mitigieren, strebt OVB die Verflechtung verschiedener Corporate Governance Funktionen des Konzerns an. Zu diesen gehört neben dem Compliance Management, dem internen Kontrollsystem und der internen Revision auch das Risikomanagement:

Das Risikomanagement vereinbart hierbei die Gesamtheit der Grundsätze, Verfahren und vorgegebenen Maßnahmen, die einen strukturierten Umgang mit Risiken - im Sinne von positiven (Chancen) und negativen (Risiken) Zielabweichungen - sicherstellen.

Die Zusammenarbeit der im Schaubild gezeigten Funktionen wird durch das Governance, Risk & Compliance (GRC) Committee sichergestellt. Der hierfür notwendige Ordnungsrahmen wurde durch den Vorstand der OVB Holding AG mittels einer Geschäftsordnung definiert.

Zu den grundsätzlichen Zielen des GRC-Committee gehören unter anderem, zusätzlich zur Unterstützung des Vorstands bei dessen Leitungsaufgaben, der Austausch von risikorelevanten Informationen, die Schaffung eines einheitlichen Risikoverständnisses sowie eine synchronisierte Koordination von GRC- und Prüfungsaktivitäten.

Struktur und Prozess des Risikomanagements

Das Risikomanagement der OVB Vermögensberatung AG ist Teil des konzernübergreifenden Risikomanagementsystems der OVB Holding AG.

Die Organisation des Risikomanagements, die verwendeten Methoden und die implementierten Prozesse sind im Handbuch zum Risikomanagement der OVB Holding AG schriftlich dokumentiert. Das Handbuch steht allen verantwortlichen Mitarbeitern der OVB Vermögensberatung GmbH zur Verfügung.

Grundsätzlich besteht das Risikomanagementsystem aus drei Bestandteilen:

Risikofrüherkennungssystem

Internes Überwachungssystem

Controllingsystem

Die standardisierten Risikomanagementprozesse stellen sicher, dass Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und strukturiert über die aktuelle Risikosituation des Konzerns informiert werden.

Der Vorstand legt die Geschäfts- und Risikostrategie und die hieraus abgeleitete Risikobereitschaft unter Beachtung der Risikotragfähigkeit fest. Aus dieser werden Rahmenbedingungen für das Eingehen von Risiken und das Risikomanagement abgeleitet.

Die OVB Vermögensberatung AG ist verpflichtet, im Rahmen der vom OVB Konzern definierten Vorgaben ein angemessenes Risikomanagementsystem einzurichten und dieses laufend zu überwachen. Hierbei werden Risikofrühwarnindikatoren definiert und kontinuierlich beobachtet. Im Rahmen des Risikoreportings wurden Schwellenwerte und Meldewege definiert.

Als einer der wichtigen Bestandteile des Risikomanagements ist das an aktuelle Entwicklungen angepasste Risikofrüherkennungssystem dafür verantwortlich, die identifizierten Einzelrisiken in Risikokategorien zusammenzufassen und jedem Risiko einen Risikoverantwortlichen zuzuordnen.

Wesentliche Risiken werden durch den Risikoverantwortlichen der OVB Vermögensberatung AG identifiziert und im Zuge der jährlichen Risikoinventur quantifiziert. Bei der Risikoinventur werden risikomitigierende Maßnahmen berücksichtigt, dokumentiert und dem zentralen Risikomanager der OVB Holding AG gemeldet.

Regelmäßige Abstimmungen mit den Finanzvermittler*innen ergänzen dieses Früherkennungssystem. Über Ad-hoc-Risiken werden der Vorstand der OVB Vermögensberatung AG und der zentrale Risikoverantwortliche des Konzerns unmittelbar unterrichtet.

OVB-Risikomanagementprozess

Konzernweite Konsultationen und regelmäßige Abstimmungen mit den Führungskräften des Außendienstes ergänzen dieses Früherkennungssystem. Über Ad-hoc-Risikomeldungen wird der zentrale Risikomanager der Holding darüber hinaus bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt unterrichtet.

Im Rahmen der Unternehmensplanung schätzt OVB die potenziellen Risiken im Vorfeld wesentlicher Geschäftsentscheidungen ein, während das Berichtswesen eine angemessene Überwachung solcher Risiken im Rahmen der Geschäftstätigkeit ermöglicht.

Ein effizienter Controllingprozess unterstützt die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken.

Weitere Elemente des Risikomanagementsystems (RMS) und des internen Kontrollsystems sind die interne Revision und das Compliance Management, die konzernweit Überwachungs- und Kontrollaufgaben wahrnehmen.

Die OVB nutzt als Modell zur Organisation des Risiko- bzw. Compliance Managements das

»3-Linien-Modell«. Der gestaffelte Einsatz von Kontrollorganen führt dabei zu einer effektiven Verringerung von Risiken, indem sie durch die Einrichtung von Kontrollen auf drei nacheinander folgenden Ebenen reduziert werden. Zuletzt verbleibt lediglich noch ein kalkulierbares Rest-Risiko für das Unternehmen.

Sicherstellung von Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements

Bei der OVB Vermögensberatung AG ist ein Risikomanagementsystem eingerichtet, zu dessen Angemessenheit unter anderem ein Risikokatalog, der gleichzeitig das Risikoinventar des OVB-Konzerns darstellt, und das für die OVB Vermögensberatung AG verbindliche Handbuch zum Risikomanagement im OVB-Konzern beitragen.

Der Risikokatalog beinhaltet Risiken sämtlicher Unternehmensbereiche von OVB. Das Handbuch stellt das Regelwerk zum Risikomanagement im Konzern dar und beinhaltet unter anderem konzernweite Vorgaben zu Risikobewertung sowie Risikokommunikation. Im Zuge einer regelmäßigen Risikoinventur werden risikomitigierende Maßnahmen abgefragt.

Der Risikoverantwortliche der OVB Vermögensberatung AG ist angehalten, die getroffenen Maßnahmen regelmäßig zu aktualisieren und im Anschluss eine individuelle Bewertung der Risiken vorzunehmen. Danach werden die Risiken auf Konzernebene konsolidiert.

Die von der OVB Vermögensberatung AG angegebenen Maßnahmen unterliegen einer regelmäßig in Stichproben durchgeführten Wirksamkeitsüberprüfung durch das zentrale Risikomanagement der OVB Holding AG. Hierbei wird das Design sowie die Durchführung der Maßnahmen im Dialog überprüft und so soll die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sichergestellt werden.

Weiterhin schätzt die OVB Vermögensberatung AG im Rahmen der Unternehmensplanung die potenziellen Risiken im Vorfeld wesentlicher Geschäftsentscheidungen ein, während das Berichtswesen eine zeitnahe Information über die aktuelle Risikosituation ermöglichen soll.

Weiterentwicklung des Risikomanagements

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ist eine wichtige Voraussetzung für die Möglichkeit der zeitnahen Reaktion auf sich ändernde Rahmenbedingungen, die direkt oder indirekt Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der OVB Vermögensberatung AG haben können.

Gesteuert über das zentrale Risikomanagement des Konzerns werden im Zuge fortlaufender Absprachen mit den risikoverantwortlichen Mitarbeiter*innen der OVB Vermögensberatung AG die Risikosteuerungsmaßnahmen auf lokaler Ebene analysiert, angepasst und ergänzt. Ziel hierbei ist ein alle Maßnahmen zur Früherkennung, Begrenzung und Bewältigung von Risiken umfassender Prozess, der alle internen und externen Risikofaktoren des Berichtsjahres integriert.

Die im Jahr 2021 vorgenommenen Anpassungen des Risikomanagements an die aktualisierten regulatorischen Vorgaben werden ständig angepasst. Die Maßnahmen zur Früherkennung, Begrenzung und Bewältigung von Risiken wurden im Jahresverlauf 2023 im Rahmen der jährlichen Überprüfung vor dem Hintergrund interner und externer Entwicklungen analysiert, angepasst und ergänzt.

Durch die vorgenommenen Anpassungen wurde das Risikoprofil des OVB Konzerns weiter geschärft, um bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitiger erkennen zu können. Entsprechend den Anforderungen nach § 91 Abs. 2 AktG erfolgt schon seit Jahren eine Konkretisierung der Systemdokumentation zu den Maßnahmen im Risikohandbuch und dem darin angeführten Risikokatalog.

Nachfolgend werden die Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, beschrieben.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Das Geschäftsumfeld der OVB Vermögensberatung AG wird durch Veränderungen in den ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst und gestaltet sich zunehmend dynamisch.

Die Gesellschaft beobachtet die politischen, regulatorischen, ökonomischen und konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland, nutzt externe Marktanalysen sowie das Know-how interner und externer Experten und Analysten, um die strategische und operative Ausrichtung vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zu überprüfen. Unterstützend wirkt dabei das zentrale Risikomanagement der OVB Holding AG. Branchentypisch ist die OVB Vermögensberatung AG stark abhängig von der wirtschaftlichen Gesundheit Deutschlands. Der konjunkturelle Abschwung führt zu geringerer Nachfrage nach Finanzprodukten. Ebenso wirkt sich die von der europäischen Finanzaufsicht getriebene Zinswende auf die Gewinnmargen des Unternehmens aus. Insbesondere werden Produktsparten, die stark zinsabhängig sind, beeinträchtigt.

Durch den andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine führen die dadurch ausgelösten Preissteigerungen in Zusammenhang mit den nach wie vor vorherrschenden Lieferkettenproblemen zu Inflation und Rezession. Auch sind die Auswirkungen durch den am 7. Oktober 2023 erfolgten Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel aktuell noch nicht abzusehen. Da die Region unter anderem eine hohe Bedeutung als Energielieferant besitzt, kann ein andauernder Krieg zu Preissteigerungen führen und damit auch wirtschaftlich Europa treffen, was ebenso Folgen für Unternehmen wie OVB und seine Kund*innen haben könnte. Das zweite Halbjahr 2023 zeigte eine zunehmende Preisstabilität und eine sinkende Inflation, welche die Situation entspannen sollte. Generell lässt sich für das Jahr 2023 jedoch konstatieren, dass die oftmals angespannte finanzielle Situation vieler privater Haushalte die Spielräume für private finanzielle Vorsorge und Absicherung einschränkte. Gleichwohl bieten sich verändernde Marktbedingungen immer neue Vertriebschancen. Beispielsweise verschlechtern steigende Zinsen zwar die Vertriebsmöglichkeiten einzelner Produktsparten (Immobilienkredite). Es verbessern sich gleichfalls jedoch die Absatzmöglichkeiten von kapitalmarktorientierten Produkten.

Es gilt daher für die OVB Vermögensberatung AG die aktuelle gesamtwirtschaftliche Entwicklung strategisch aufzugreifen und agil die situativ passenden Vertriebsmöglichkeiten zu offerieren. OVB beobachtet die politischen, regulatorischen, ökonomischen und konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland, nutzt externe Marktanalysen sowie das Know-how externer Experten und Analysten, um die strategische und operative Ausrichtung vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zu überprüfen.

Die Herbsterhebung des Deutsche Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV), der halbjährlich vom Deutschen Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) erhoben wird und bei dem 2.000 Bürgerinnen und Bürger zu ihren Einschätzungen und Erwartungen an die Rente befragt werden, hat sich die Stimmung zur Zukunft der gesetzlichen Rente weiter eingetrübt. Damit setzt sich ein mehrjähriger Abwärtstrend fort.

Signifikant sei demzufolge der Stimmungseinbruch bei jüngeren Befragten zwischen 18 bis 29 Jahren, die durch einen frühzeitigen Einstieg in eine zusätzliche private Altersvorsorge ihr Alterseinkommen eigentlich positiv beeinflussen könnten. beeinflussen. Jedoch zeigte sich in der aktuellen Umfrage bei der privaten Altersvorsorge kaum Bewegung. 51,6 Prozent der Befragten wollten die Mittel dafür lediglich auf dem aktuellen Niveau beibehalten, 7,5 Prozent wollten die Mittel sogar reduzieren.

Risiken aus der Entwicklung unternehmensspezifischer Wertfaktoren

Neben den Leistungsindikatoren Umsatz und operatives Ergebnis (EBIT) geben auch unternehmensspezifische Faktoren wie die Entwicklung der Vermittler*innenzahlen, die Anzahl der Kund*innen sowie die Struktur und Qualität des Beratungs- und Vermittlungsgeschäfts Anhaltspunkte für den geschäftlichen Erfolg des Unternehmens.

Die derzeit bestehenden Risiken für die Geschäftsentwicklung der OVB Vermögensberatung AG sind vielfältig: Die Einkommen und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte in Deutschland wurden 2023 durch den Krieg in der Ukraine sowie die damit einhergehende Veränderung der konjunkturellen Lage beeinflusst.

Externe Einflussfaktoren könnten für einen weiteren Rückgang der konjunkturellen Entwicklung, rückläufige Aktien- und Rentenmärkte und, in Konsequenz, zu sinkenden Erträgen und Margen führen, wenn Kund*innen zukünftig weniger finanzielle Spielräume für den Vermögensauf- und -ausbau, sowie die Vermögensabsicherung bleiben. Es bleibt offen, was Kund*innen der OVB Vermögensberatung AG zukünftig noch disponieren können, um den Vermögensauf- und -ausbau, sowie die Vermögensabsicherung verfolgen zu können.

Generell sieht OVB jedoch aufgrund der nach wie vor bestehenden Notwendigkeit zur Eigenvorsorge und insbesondere auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland Bedarf für die OVB Dienstleistung und damit ausreichend Potenzial für Neugeschäft. Anpassungen an die veränderten Wirtschafts- und Umfeldbedingungen wurden von Vertriebs- und Produktmanagementseite gemeinsam mit den deutschen Produktgebern eingeleitet, wodurch auf die dynamische Situation frühzeitig reagiert werden konnte. Positive oder negative Entwicklungen werden vom Management laufend auf ihre Auswirkungen hin analysiert.

Der kontinuierliche Ausbau des Vertriebsteams sowie die nachhaltige Bindung einer ausreichenden Zahl engagierter und kompetenter Finanzvermittler*innen sind weitere Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg der OVB Vermögensberatung AG und das zukünftige Wachstum der Gesellschaft. Die Entwicklung der Vermittler*innenbasis − sowohl die Akquisition neuer Vermittler*innen wie auch die Gesamtanzahl von Vermittler*innen − ist Gegenstand des periodischen Berichtswesens.

Obwohl OVB sich zum Teil anhaltenden Abwerbeversuchen durch Wettbewerber ausgesetzt sieht, wobei sich diese auf die von OVB gut ausgebildeten und lizenzierten Finanzvermittler*innen fokussieren, birgt eine mögliche Fluktuation von Vermittler*innen in einer sich konsolidierenden Branche zugleich Chancen wie auch Risiken. OVB sieht sich aufgrund der langjährigen Erfahrung sowohl in der Lage, einer möglichen Vermittler*innenfluktuation entgegenzuwirken, als auch neue Finanzvermittler*innen an sich zu binden.

Zu den Vorteilen gehören zum Beispiel eine transparente Vertragsgestaltung, ein wettbewerbsfähiges Provisionsmodell für den Vertrieb sowie internationale Karrieremöglichkeiten. Zugleich legt die Gesellschaft großen Wert auf die Aus- und stetige Weiterbildung ihrer Finanzvermittler*innen.

Ein wesentliches Risiko im strukturierten Vertrieb ist das Strukturabbruchrisiko. Insofern sich gesamte Strukturen dafür entscheiden, dass sie nicht mehr für OVB tätig sind, besteht ein erhöhtes Risiko, dass auch hohe Umsatzanteile zukünftig nicht mehr generiert werden.

Das Strukturabbruchrisiko erhöht sich insbesondere dann, wenn Finanzvermittler*innen mit den Prozessen oder den Provisionszahlungen unzufrieden sind. OVB beobachtet das Strukturabbruchrisiko innerhalb der Gesellschaft und wirkt den sich zeigenden Risiken gezielt entgegen.

OVB verfügt über eine breite Palette leistungsstarker Produktpartner. Gleichwohl gilt es für OVB, kontinuierlich die Performance der Produktpartner und vertriebenen Produkte zu messen und gegebenenfalls in einen konstruktiven Austausch zur Weiterentwicklung im Sinne der Premium-Select-Strategie zu gehen, um ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit zu generieren.

Aktuell werden Finanzprodukte von rund 30 Versicherungen, Investmentgesellschaften, Bausparkassen oder Banken vermittelt. Auf dieser Grundlage ist es möglich, für einzelne Kund*innen bedarfsgerechte Produktangebote und -konzepte auszuwählen und zu realisieren.

Die mit der Produktauswahl verbundenen Risiken werden durch die Zusammenarbeit mit renommierten und erfahrenen Produktanbietern auf Basis einer langfristig angelegten Partnerschaft und durch Einbeziehung externer Analysen begrenzt.

Durch eine umfassende Marktbeobachtung identifiziert die Gesellschaft die Bedürfnisse ihrer Kund*innen und Markttrends, die in Zusammenarbeit mit den Produktpartnern mit wettbewerbsfähigen, auf die Kund*innenwünsche zugeschnittenen Produkten bedient werden und kann so auch Chancen generieren. Im ständigen Dialog mit den Partnern stellt OVB die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des Produktportfolios sicher.

Risiken aus einer rückläufigen Attraktivität der Produkte begegnet das Unternehmen durch fortlaufende Beobachtung der Kund*innenresonanz und tritt diesen durch gezielte Maßnahmen der entsprechenden Fachbereiche der OVB Vermögensberatung AG und in Zusammenarbeit mit den Produktpartnern entgegen.

So kann OVB schnell auf Marktentwicklungen reagieren und den Finanzvermittler*innen gezielt passende Produkte anbieten. Im Austausch mit Finanzvermittler*innen werden deren Erfahrungen und Vorschläge zur Verbesserung und zum Ausbau des Produktportfolios und der damit verbundenen Serviceleistungen durch eingerichtete Gremien verwertet. Eine Verringerung des Absatzes einzelner Produkte kann OVB zumindest teilweise durch den Absatz anderer Produkte kompensieren.

Wesentlicher Baustein der OVB Unternehmensstrategie stellt die Premium-Select-Strategie dar. Eine besonders enge Zusammenarbeit mit leistungsstarken Produktpartnern bietet OVB die Chance, über Wettbewerbsvorteile Marktanteile zu gewinnen.

Insgesamt sieht die Gesellschaft aufgrund der nach wie vor bestehenden Notwendigkeit zur eigenverantwortlichen Vorsorge und auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland Bedarf für die OVB Dienstleistung und ausreichend Potenzial für Neugeschäft.

Branchenbezogene und regulatorische Chancen und Risiken

Branchentypische Chancen und Risiken für OVB ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen der Märkte für Altersvorsorge, Gesundheitsvorsorge, Geldanlage und Finanzierungen. Dabei beeinflussen steuer- und sozialpolitische Rahmenbedingungen, Entwicklungen am Kapitalmarkt und vielfältige regulatorische Neuerungen das Geschäft von OVB. Gleichzeitig versteht OVB derartige Anpassungen der Rahmenbedingungen auch als Chance, die Qualität seiner Dienstleistungen weiter zu verbessern. Frühzeitig wurden die Herausforderungen aus der Richtlinie (EU) 2016/97 (IDD = Versicherungsvertriebs-Richtlinie) und der MIFID-II-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (2014/65/EU) identifiziert, umgesetzt und laufend extern und intern überprüft.

Die Europäische Kommission strebt im Rahmen einer Kleinanlegerstrategie an, das Vertrauen von Kleinanlegern in die Kapitalmärkte zu stärken. Ein Gesetzesentwurf wurde im Mai 2023 veröffentlicht und beinhaltet Vorschläge wie neue Pflichten im Beratungsprozess, Provisionsverbote für bestimmte Vermittlungsformen und die Entwicklung von Benchmarks. Der Entwurf stößt jedoch auf Widerstand, insbesondere gegen Eingriffe in das Provisionssystem. Ein im Oktober 2023 vorgelegter Gesetzentwurf des EU-Parlaments lehnt bestimmte Vorschläge der Kommission ab, darunter die Ermächtigung von Aufsichtsbehörden zur Benchmark-Entwicklung und die Verpflichtung zum Angebot eines Alternativprodukts bei geringeren Kosten. Inwiefern die hier nun im Berichtsentwurf aufgeführten Aspekte final verabschiedet werden, bleibt noch abzuwarten. Bereits heute geben die Regelungen der Europäischen Union ein einheitliches Anforderungsniveau für die Vermittlung von Versicherungs- und Finanzprodukten in der EU vor.

Zielsetzung ist neben einer Förderung der Marktintegration eine Stärkung des Verbraucherschutzes. Die mittlerweile im europäischen Versicherungsumfeld gehäuft auftretenden Rechtsprechungen zu Verstößen gegen die jüngsten Regulierungen POG, MiFID II, IDD und GDPR führen zu konsequentem Anpassungsbedarf der Anforderungen an OVB. Neben diesen schon implementierten EU-Richtlinien stehen ab dem Geschäftsjahr 2024 vor allem in Hinblick auf Nachhaltigkeitsthemen weitere Richtlinien an, die auch von OVB zu adaptieren sind. Hierzu zählen auch die IT-Organisation betreffende Richtlinien, wie DORA (Digital Operational Resilience Act), mit der die Europäische Kommission das Ziel verfolgt, einen einheitlichen Rahmen für ein effektives und umfassendes Management von Cybersicherheits-, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Risiken auf den Finanzmärkten zu schaffen.

Zur Stärkung des internen Kontrollsystems (IKS) und hier insbesondere zur verstärkten Prüfung der Wirksamkeit, wird nach Initiierung durch den Vorstand der OVB Holding AG ein Projekt zur Strukturierung und Weiterentwicklung des IKS durchgeführt.

Zudem wurden die Ressourcen im Bereich der Corporate Governance weiter erhöht, um auch zentral durchgeführte Qualitätskontrollen zu ermöglichen.

Einzelne Regelungen wie die SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation - EU 2019/2088), die sogenannte Offenlegungsverordnung, und die VERORDNUNG (EU) 2020/852 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088, die sogenannte »EU-Taxonomieverordnung« sind hierbei zu berücksichtigen. Überprüfungen der Umsetzung regulatorischer Vorgaben erfolgen in den EU-Mitgliedsstaaten durch die nationalen Aufsichtsbehörden.

Hierzu hat die Europäische Versicherungsaufsichtsbehörde (EIOPA) in einem Peer Review im Juni 2023 den europäischen Mitgliedsstaaten mitgeteilt, dass in einigen Ländern die Vorgaben der seit dem Jahr 2018 in Kraft getretenen Vertriebsrichtlinie zur Produktaufsicht (POG) nicht ausreichend umgesetzt wurden. Gleichzeitig hat die EIOPA daraufhin Handlungsempfehlungen definiert und den Ländern zugewiesen. Hieraus ist nun klar zu erkennen, in welchen (OVB) Ländern zukünftig stärkere Prüfungsaktivitäten der lokalen Versicherungsaufsichtsbehörden zu erwarten sind, was u. a. zu höheren administrativen Aufwänden führt.

Gleichwohl sind für OVB die Umsetzungen der nationalen Gesetzgeber in den Mitgliedsstaaten in den Themenbereichen Wohlverhaltensregeln, Transparenzvorschriften, Anforderungen an die berufliche Weiterbildung und in zunehmendem Maße auch Vorgaben zu Nachhaltigkeitsthemen besonders relevant. Auch wenn es in Einzelfällen zu lokal unterschiedlichen Vorgaben kommen kann, stellen die konzernweiten, technisch unterstützten Lösungen eine angemessene Umsetzung sicher. Standardisierte Prozesse unterstützen Vermittler*innen in ihrer täglichen Arbeit und geben Raum für eine umfassende und zielgerichtete Beratung. Nicht nur für Zwecke der Einhaltung der regulatorischen Anforderungen verfügt OVB über ein konzernweites Compliance-Management-System, welches laufend darauf hinwirkt, dass sämtliche regulatorischen Anforderungen angemessen eingehalten werden.

OVB versteht diese Anforderungen auch als Chance, sich stetig weiter zu verbessern. In Hinblick auf Nachhaltigkeitsthemen ergeben sich für die OVB Chancen u. a. durch innovative Produkte und die antizipative Abdeckung kommender regulatorischer oder gesellschaftlicher Entwicklungen.

Da die europäischen Richtlinien Evaluierungsaufträge normieren, kann grundsätzlich eine weitergehende Regulierung des Finanzdienstleistungsmarktes nicht ausgeschlossen werden. So entsprechen eine Ausweitung des Anlegerschutzes durch zusätzliche Transparenz-, Kundeninformations- und Beratungsdokumentationsanforderungen dem Erwartungshorizont. Einen neuen Aspekt auch für die klassische Provisionsberatung stellen nicht zuletzt die Pflichten zur Offenlegung von Kosten und Provisionen dar.

In diesem Umfeld beobachtet und analysiert OVB kontinuierlich politische Entscheidungsprozesse auf nationaler und europäischer Ebene, um frühzeitig Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell sowie auf die strategische Positionierung in den Ländermärkten beurteilen zu können.

OVB geht aufgrund seiner breiten europäischen Aufstellung und langjährigen Erfahrung seiner Mitarbeiter und seiner hohen Finanzkraft davon aus, steigende regulatorische Anforderungen besser und effizienter erfüllen zu können als kleinere Akteure am Markt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ausfallrisiken können sich aus Forderungen gegenüber Geschäftspartnern sowie aus der Gewährung von Provisionsvorschüssen und Provisionsrückbelastungen gegenüber den Vermittlern ergeben. In Einzelfällen werden, zur Überbrückung des Zeitraums bis zum Zahlungseingang durch die Produktgeber, erwirtschaftete aber noch nicht vereinnahmte Provisionen an den Außendienst gezahlt. Risiken aus Forderungsausfällen begegnet das Unternehmen durch ein risikoorientiertes Forderungsmanagement und sorgfältige Auswahl ihrer Geschäfts- und Produktpartner.

Auf Forderungen, die aus heutiger Sicht - auch mit Blick auf die COVID-19-Pandemie und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine - risikobehaftet sind, werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Diese berücksichtigen zeitnahe Informationen über die Bonität der Schuldner, zu erwartende Provisionseinnahmen sowie die Altersstruktur der Forderungen.

Auf Forderungen, die aus heutiger Sicht risikobehaftet sind, bildet die Gesellschaft entsprechende Wertberichtigungen. Die Ausfallquote der Forderungen für das Berichtsjahr beträgt 8,2 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent).

Für Stornorisiken sorgt das Unternehmen durch entsprechende Stornoreserveeinbehalte bei den Vermittler*innen und Stornorückstellungen vor, deren Höhe sich an dem im Haftungszeitraum zugeflossenen Provisionsaufkommen sowie nach den Erfahrungen der Vergangenheit zu erwartenden Provisionsrückforderungen bemisst.

Risiken bei der Anlage liquider Mittel begrenzt die Gesellschaft durch strenge Bonitätsanforderungen und ein konservatives Management der Kapitalanlagen unter konsequenter Beachtung strikter Anlagekriterien. Anlagehorizont, -volumen und Emittenten werden variiert.

Die OVB Vermögensberatung AG unterhält Geschäftsbeziehungen zu mehreren Kreditinstituten, die unterschiedlichen Bankensystemen angehören. Die Gesellschaft beobachtet das Standing dieser Banken genau und legt, sofern verfügbar, unter anderem externe Ratings zugrunde.

Marktrisiken sind Gefahren eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussender Parameter eintreten kann.

Zu den Marktpreisrisiken zählen Zinsrisiken, Währungsrisiken und Aktienkursrisiken. Im Bestand befindliche Fonds können durch Marktpreisschwankungen oder Bonitätsveränderungen einem Kursrisiko ausgesetzt sein.

Über eine laufende Überwachung ihres Portfolios identifiziert und begrenzt die Gesellschaft mögliche Ergebnisauswirkungen von Kursschwankungen. Dies kann auch eine kurzfristige, vollständige Liquidation von Positionen umfassen, insbesondere wenn keine geordneten Marktverhältnisse mehr gegeben sind.

Währungsrisiken spielen bei der OVB Vermögensberatung AG eine untergeordnete Rolle.

Liquiditätsrisiken sind bei der Gesellschaft gering, da das operative Geschäft aus dem laufenden Cashflow finanziert wird. Die Steuerung der Liquidität und Anlage überschüssiger Liquidität wird durch regelmäßige Liquiditätsberichte unterstützt.

Betriebliche Risiken

Die OVB Vermögensberatung AG greift zur Abwicklung der Geschäftsabläufe auf interne Mitarbeiter*innen und externe Dienstleister sowie auf technische und bauliche Einrichtungen zurück. Den branchenübergreifenden Fachkräftemangel spürt hierbei auch OVB und begegnet diesem mit attraktiven Arbeitsplatzangeboten und -bedingungen.

Gleichzeitig generiert OVB durch ihre moderne Ausrichtung des Arbeitsplatzumfelds auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt Chancen.

Für die Arbeitsabläufe zur Abwicklung und Abrechnung der Geschäftsvorfälle sind verbindliche Regeln definiert. Mitarbeiter*innen, die mit vertraulichen Daten operieren, verpflichten sich zur Einhaltung verbindlicher Vorschriften und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den entsprechenden Daten.

Der Schutz der Selbstbestimmung über eigene Personendaten und der Privatsphäre ist OVB ein wichtiges Anliegen.

Deshalb werden personenbezogene Daten ausschließlich im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften des Datenschutzes und der Datensicherheit erhoben, verarbeitet und genutzt.

Mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gelten seit Mai 2018 in allen Staaten der Europäischen Union grundsätzlich die gleichen Standards. Neben der Umsetzung der Anforderungen der DSGVO investiert OVB fortlaufend in die Sicherheit ihrer Systeme.

Eine zunehmende Digitalisierung ermöglicht nicht nur neue, innovative Anwendungen, sondern es entstehen zugleich auch neue Bedrohungen durch Cyberkriminalität. Das Risiko von Verstößen gegen interne und externe Vorschriften begrenzt OVB durch eine Trennung in Management- und Kontrollfunktionen. Durch einen angemessenen Versicherungsschutz sichert sich die Gesellschaft gegen Schadensfälle und ein mögliches Haftungsrisiko ab.

Im Zusammenhang mit der Ausweitung von Video Conferencing für Vertriebs- und Innendienstaufgaben ergeben sich zu beachtende datenschutzrechtliche Vorkehrungen und Auflagen. Diesem Aspekt wurde durch entsprechende Präventions- und Schutzmaßnahmen Rechnung getragen, deren Gewährleistung und Umsetzung ein kontinuierlicher Prozess ist.

IT-Risiken

Die IT-Strukturen des Unternehmens sind weitgehend standardisiert. Um potenzielle Ausfälle, Datenverluste oder Datenmanipulationen zu verhindern, wurde die IT-Struktur der OVB Vermögensberatung AG in die zentralisierte IT-Struktur der Obergesellschaft eingebunden. Durch die sukzessive Einführung eines gemeinsamen europäischen Rechenzentrums ist die IT-Infrastruktur weitgehend standardisiert. Virtualisierung, redundante Backup-Systeme, Datenbank-Cluster und eine definierte Notfallplanung sichern den Datenbestand und gewährleisten die Verfügbarkeit. Zusätzlich stellt OVB die Redundanz der verwendeten Hardware über einen zweiten Standort des OVB EU-Rechenzentrum sicher. Die IT-Systeme sind durch spezielle Zugangs- und Berechtigungskonzepte sowie eine wirksame und laufend aktualisierte Antivirensoftware geschützt. Auf der Applikationsebene setzt OVB Standardsoftware namhafter Anbieter ein. Diese wird durch konzernspezifische Eigenentwicklungen, die einer kontinuierlichen Qualitätskontrolle unterliegen, ergänzt. Die Gesellschaft nutzt das Administrations- und Verwaltungssystems »my OVB«. Im Berichtszeitraum wurde zudem die CRM-Software »OVB Easy« in Teilen eingeführt.

Die im Zuge der Covid 19-Pandemie entwickelten Tools zur IT-Unterstützung leisten auch weiterhin einen wichtigen Beitrag für die Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit und der Vertriebsaktivitäten der Gesellschaft. Eine standortunabhängige Durchführung von administrations- und vertriebsbezogenen Geschäftsprozessen ist sichergestellt.

Die Gesellschaft war und ist in der Lage, die beratungs- und verkaufsbezogenen Aktivitäten den Kund*innen über ein breites Angebot an Kommunikationswegen anzubieten. Dieser IT-Support - überwiegend in Form von Video Conferencing und breitflächiger Zurverfügungstellung digitaler Unterschriften - funktioniert seit Umsetzung stabil und ohne Einschränkungen und wird vom Außen- und Innendienst auch nach der pandemischen Phase von COVID 19 weiterhin intensiv genutzt.

Die Bedeutung der IT für die Betriebs- und Vertriebsfähigkeit der Gesellschaft ist gewachsen. Damit haben auch die IT-Risiken zugenommen. Durch die Auswahl marktführender Standard-Software, ein intensives Monitoring der Funktionsfähigkeit sowie des First- und Second-Level-Supports für den Vertrieb und den Innendienst unternimmt das Unternehmen weitreichende Anstrengungen, um diese Risiken zu mitigieren.

Gleichzeitig beinhaltet der Einsatz der oben beschriebenen Mittel auch IT-Chancen. Die OVB Vermögensberatung AG generiert hierdurch ein steigendes Maß an Digitalisierung, gewinnt an Effizienz in den Geschäftsabläufen und kann ihr Kontrollumfeld effektivieren. Im Weiteren bieten sich Chancen durch eine Flexibilisierung der Arbeitsplätze und somit auch eine gesteigerte Attraktivität für das bestehende Personal, neue Mitarbeiter*innen und Kund*innen.

Reputationsrisiken

Reputationsrisiken sind jene Risiken, die aus einem Ansehensverlust der gesamten Branche, von der Gesellschaft selbst oder einer oder mehrerer operativer Einheiten, zum Beispiel bei Kund*innen, Geschäftspartnern oder der Öffentlichkeit, erwachsen.

Die Beratung zu Finanzprodukten und ihre Vermittlung werden in der Öffentlichkeit von Fall zu Fall kritisch hinterfragt. Die OVB Vermögensberatung AG ist insbesondere der Gefahr ausgesetzt, dass zum Beispiel wegen der Geltendmachung von Haftungsansprüchen aufgrund einer fehlerhaften oder vermeintlich fehlerhaften Beratung durch Finanzvermittler oder über vertriebene Produkte und durch die öffentliche Berichterstattung darüber das öffentliche Vertrauen in das Unternehmen negativ beeinflusst wird. Darüber hinaus kann menschliches Fehlverhalten selbst bei strikten internen Anweisungen und Vorgaben nicht völlig ausgeschlossen werden.

OVB verfolgt und analysiert derartige Einzelfälle mit dem Ziel, einen eventuellen Imageschaden durch präventive Maßnahmen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Die Ausbildungsstandards entsprechen den gesetzlichen Anforderungen und werden laufend weiterentwickelt sowie an sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst.

Die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation der Vermittlungsgespräche sowie strenge Auswahlkriterien für die Aufnahme neuer Produktgeber und Produkte unterstützen diese Zielsetzung.

Auch die Weiterentwicklung des Auftretens im Internet muss OVB ständig im Fokus haben, um sich bietende Chancen zu nutzen und konkurrenzfähig zu bleiben.

Neben der kontinuierlichen Pflege der eigenen Domain müssen auch Unterstützungsleistungen für den Auftritt der Finanzvermittler*innen geleistet werden.

Hier sind, neben der unternehmenseigenen Domain, auch die Chancen und Risiken der sozialen Netzwerke und Video- und Foto-Posting-Portale wie z. B. YouTube und Instagram zu nennen. Die Gesellschaft nimmt sich in der Maßnahme »Social Media-Strategie« der noch ausbaufähigen Präsenz des Unternehmens in den neuen Medien an und unterstützt die für sie tätigen Finanzvermittler*innen bei den entsprechenden Auftritten im Internet.

Von der Öffentlichkeit als negativ wahrgenommener Content wirkt unmittelbar auf Kund*innen und die Rekrutierung neuer Finanzvermittler*innen sowie Mitarbeiter*innen. Die Prävention negativen Contents wird geschult und umgesetzt. Social-Media-Richtlinien regeln das Verhalten der OVB Mitarbeiter*innen und Finanzvermittler*innen in dieser Hinsicht compliancekonform. Die Einhaltung dieser Regeln obliegt der Überwachung durch die Hauptverwaltungen.

Spiegelbildlich besteht für das Unternehmen die Chance, durch beständig kompetentes, verantwortungsbewusstes Handeln das Ansehen des Unternehmens in der breiten Öffentlichkeit und bei potenziellen Kund*innen weiter zu verbessern.

Haftungsrisiken aus der Vermittlung

Eine kontinuierliche Sensibilisierung und Weiterbildung unserer Finanzvermittler*innen mit Blick auf eine bedarfsgerechte Vermittlung sowie die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation und Protokollierung der Kund*innengespräche tragen dazu bei, potenzielle Risiken zu minimieren.

Die öffentliche und umfängliche Diskussion um die Qualität der Finanzvermittlung in Deutschland generell sowie weiteres Regulierungsbestreben auf nationaler und europäischer Ebene kann zu zusätzlichen Risiken führen. Die Gesellschaft verfolgt diese Entwicklungen intensiv, um rechtzeitig mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell zu erkennen und erforderliche Anpassungen einleiten zu können.

Rechtliche Risiken

Um Rechtsrisiken zu begegnen, sichert sich die Gesellschaft durch eine umfassende Beratung sowohl durch ihre internen Fachleute als auch durch externe Rechtsanwaltskanzleien und Berater im Vorfeld von Entscheidungen und bei der Gestaltung der Geschäftsprozesse ab. Risiken aus möglichen Fehlern bei der Vermittlung von Finanz- und Versicherungsprodukten begegnet OVB durch laufende Begleitung und Bewertung durch die Rechtsabteilung. Derzeit bestehen Rechtstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Vermittlung von Kapitalanlageprodukten. Diesen stehen ausreichende Rückstellungen gegenüber.

Im Weiteren reduziert OVB das Haftungsrisiko über eine ausreichend bemessene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Die Steuerung der Rechtsrisiken wird durch die Rechtsabteilung koordiniert. Deren Aufgabe besteht neben der Beratung bei Unternehmensentscheidungen und der Gestaltung von Geschäftsprozessen auch in der Begleitung und Bewertung von laufenden Rechtstreitigkeiten.

Steuerliche Risiken

Aus sich verändernden steuerlichen Rahmenbedingungen für Vermittlungsleistungen können sich für OVB steuerliche Risiken ergeben.

Das Unternehmen beobachtet sich abzeichnende Entwicklungen im deutschen Steuerrecht, insbesondere auch mögliche regulatorische Eingriffe in die steuerliche Behandlung unseres Vertriebsmodells fortlaufend und analysiert sie hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen. Steuerliche Anforderungen an das Unternehmen überwachen interne und externe Fachleute in Übereinstimmung mit den steuerlichen Regelungen und den von den Finanzverwaltungen dazu ergangenen Anweisungen.

Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen

Nachhaltigkeitsrisiken ergeben sich aus der gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens, einem geschärften Bewusstsein in Bezug auf Nachhaltigkeit sowie regulatorischen Rahmenbedingungen.

Das Unternehmen versteht unter Nachhaltigkeitsrisiken Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (ESG), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation der OVB Vermögensberatung AG haben können. Nachhaltigkeitsrisiken finden sich in allen Teilbereichen des Unternehmens wieder und schließen auch klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken oder Transitionsrisiken ein.

Nachhaltigkeitsrisiken werden im Zuge der quartalsweise erstellten Berichtserstattung des Risikomanagements an den Vorstand und Aufsichtsrat der OVB Vermögensberatung AG kommuniziert, da sie in den wesentlichen Kennzahlen und damit Risikofrüherkennungsindikatoren integriert sind.

Zusätzlich sieht OVB in den dynamischen Rahmenbedingungen Chancen, um sich im Wettbewerbsumfeld weiter differenzieren zu können.

Zusammenfassung der Risiken

Im Wesentlichen ist die Geschäftsentwicklung der OVB Vermögensberatung AG durch Branchenrisiken und finanzwirtschaftliche Risiken beeinflusst. Das eingesetzte Reporting unterstützt die Überwachung, Steuerung und Kontrolle unserer Risiken aus laufender und zukünftiger Entwicklung und ermöglicht eine frühzeitige Reaktion. Die Risikosituation der Vermögensberatung AG ist weiterhin beherrschbar.

Eine Gesamtbetrachtung der Risiken ergibt, dass die OVB Vermögensberatung AG sich im Geschäftsjahr 2023 stets im Rahmen ihrer ökonomischen Risikotragfähigkeit bewegt hat.

Für die wesentlichen, derzeit erkennbaren Risiken hat das Unternehmen im Zuge des Risikosteuerungsprozesses eine ausreichende Risikovorsorge getroffen. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen und werden auch für das Geschäftsjahr 2024 derzeit nicht erwartet.

Die dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen die OVB Vermögensberatung AG ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls beeinträchtigen und einen negativen Einfluss auf die im nachfolgenden Ausblick abgegebenen Prognosen haben.

Chancen

Die OVB Vermögensberatung AG geht davon aus, dass die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen und den von OVB vermittelten Finanz- und Versicherungsprodukten auch in den kommenden Jahren anhalten wird.

Der demografische Wandel erhöht den Reformdruck für umlagefinanzierte soziale Sicherungssysteme. Das gesetzliche Rentenniveau wird voraussichtlich weiter sinken. Auch die Lebenserwartung, die die Menschen vielfach unterschätzen, wird weiter steigen. Die steigende Rentenlücke ist in das Bewusstsein der Menschen gerückt.

Staatlich geförderte Produkte bleiben für die Kund*innenzielgruppe der privaten Haushalte mit mittleren bis höheren Einkommen unverändert interessant.

Ein steigender Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) führt dazu, dass Kreditinstitute ihren Kund*innen bessere Konditionen bei der Anlage anbieten können. Allerdings steigen die Sparzinsen nicht in dem Maße wie der Leitzins.

Vor allem für Finanzierungen führt die aktuelle Zinsentwicklung zu einer deutlichen Verteuerung. Guthabenzinsen liegen noch deutlich unter der Inflation. Die reale Rendite der Anlage ist also weiterhin negativ, sodass Investition in Sachwerte in Form von Fondsanlagen attraktiv bleiben. OVB bietet eine große Produktvielfalt, von chancenreichen Investments bis hin zu eher sicherheitsorientierten Kapitalanlagen.

So können Berater der OVB jedem Anleger ein für seine persönliche Situation und Risikoneigung passendes Angebot zusammenstellen, das es ermöglicht, bei begrenzten Risiken attraktive Renditen zu erzielen. Zusätzliches Potenzial bieten Produkte, die biometrische Risiken wie Tod, Invalidität, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit abdecken.

Darüber hinaus legt eine wachsende Zahl von Anlegern Wert auf nachhaltige Investitionen, die ökologische oder soziale Zielsetzungen mittelbar oder unmittelbar unterstützen. Das Produktportfolio der OVB Vermögensberatung AG verfügt bereits über eine Reihe von Anlageprodukten verschiedener Anbieter, die diese Anforderungen erfüllen. Die Gesellschaft verfolgt die Zielsetzung, ihr Angebot nachhaltiger Finanzprodukte sukzessive auszubauen.

OVB ist der Überzeugung, dass der Bedarf nach Orientierungshilfen durch qualifizierte und verantwortungsvolle Finanzvermittler in Finanzfragen vor einem komplexen Umfeld zunimmt. Auch für einmal getroffene Finanzentscheidungen gilt, sie mit Blick auf sich verändernde Bedürfnisse und Lebenssituationen aber auch wegen sich verändernder Marktgegebenheiten regelmäßig zu überprüfen und ggf. anzupassen. Vor diesem Hintergrund erkennt die Gesellschaft auch weiterhin Chancen für positive Impulse auf die zukünftige Umsatzentwicklung.

Die OVB Vermögensberatung AG arbeitet kontinuierlich daran, Effektivitäts- und Effizienzsteigerungen durch die Verbesserung interner Abläufe in Kombination mit der Modernisierung der IT zu erzielen.

Dabei profitiert sie von europaweiten IT-Projektierungen zur Einführung einer gemeinsamen standardisierten Applikationslandschaft.

Dahingehende Anstrengungen wird die Gesellschaft auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

Prognosebericht

Die in diesem Prognosebericht enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf Einschätzungen und Schlussfolgerungen der OVB Vermögensberatung AG zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts vorliegenden Informationen.

Die Aussagen stützen sich auf Annahmen, die sich auf zukünftige Entwicklungen beziehen, die in die Unternehmensplanung eingeflossen sind. Der Eintritt zukünftiger Ereignisse ist mit Unsicherheit behaftet, sodass auch die tatsächliche Entwicklung von den nachfolgend getätigten Aussagen abweichen kann.

Die Gesellschaft geht im Rahmen der nachfolgend dargestellten Prognose davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2024 in Deutschland wie im Kapitel »Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen« dargestellt entwickeln.

Der IWF rechnet in Deutschland in 2024 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Vor diesem Hintergrund erwartet die OVB Vermögensberatung AG für 2024 leicht steigende Erträge aus Vermittlungen sowie einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses vor dem Hintergrund steigender IT-Aufwendungen.

 

Köln, den 26. Februar 2024

Christian Höfel

Harald Wild

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 137.209,00 202.840,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 20.174,31
137.209,00 223.014,31
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 434.375,00 491.367,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 2.200,00 2.200,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.163.632,22 2.972.972,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.914,40 5.358,24
3. sonstige Vermögensgegenstände 13.042.149,68 14.218.398,54
15.215.696,30 17.196.729,53
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 18.557.001,97 16.264.324,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.877.185,94 14.040.795,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 98.744,26 89.972,14
46.322.412,47 48.308.403,03

PASSIVA

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
- gesetzliche Rücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
11.000.000,00 11.000.000,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.000,00 5.000,00
2. sonstige Rückstellungen 9.323.414,79 11.306.658,64
9.328.414,79 11.311.658,64
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leist ungen 18.680.077,68 18.296.318,71
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.957.520,76 7.341.025,36
3. sonstige Verbindlichkeiten 356.399,24 359.400,32
- davon aus Steuern € 70.162,75 (Vorj.: € 71.075,71) 25.993.997,68 25.996.744,39
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
46.322.412,47 48.308.403,03

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
1. Umsatzerlöse 60.632.366,88 63.159.593,82
2. sonstige betriebliche Erträge 1.482.879,49 1.634.963,64
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 39.667.265,39 40.422.202,79
4. Rohergebnis 22.447.980,98 24.372.354,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.544.703,39 6.305.040,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.144.494,82 1.089.072,73
- davon für Altersversorgung: € 35.959,70 (Vorj.: € 34.373,10) 7.689.198,21 7.394.113,16
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 235.626,26 281.135,52
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.831.176,81 9.661.754,30
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 0,74 (Vorj.: € 0,00)
8. Betriebsergebnis (Übertrag) 4.691.979,70 7.035.351,69
Vorjahr
8. Betriebsergebnis (Übertrag) 4.691.979,70 7.035.351,69
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 590.666,94 385.093,59
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorj.: € 0,00)
10. Zuschreibung auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 286.697,37 0,00
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 23.148,86 812.358,40
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47.262,55 51.622,26
- davon an verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vorj.: € 0,00)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 30.740,22 (Vorj.: € 29.714,12)
13. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor
Gewinnabführung 5.498.932,60 6.556.464,62
14. sonstige Steuern 3.428,00 3.332,00
15. Abgeführte Gewinne auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags 5.495.504,60 6.553.132,62
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die OVB Vermögensberatung AG hat ihren Sitz in Köln, ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HRB 52311) und zum 31. Dezember 2023 nach den Kriterien des § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Aufgrund des seit dem 1. Januar 2008 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages vom

27. Februar 2008 zwischen der OVB Holding AG und der OVB Vermögensberatung AG wird kein gesonderter Jahresüberschuss ausgewiesen. Das abzuführende Jahresergebnis wurde als Verpflichtung gegenüber der OVB Holding AG erfasst. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der OVB Holding AG bestehen keine eigene Steuerpflicht der Gesellschaft und kein gesonderter Ausweis von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

II. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird gemäß §§ 242 ff., 264 ff. des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften für Aktiengesellschaften aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Bilanz wird nach dem in § 266 HGB kodifiziertem Schema gegliedert.

Abweichend vom Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 HGB ist der Posten "Genossenschaftsanteile" aus Gründen der Klarheit eingefügt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB sowie mit Ergänzungen durch § 277 Abs. 3 HGB für die Aufwendungen aus dem Gewinnabführungsvertrag aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten entsprechend jeweils den nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Teil der auf die Zugänge entfallenden und in Rechnung gestellten Umsatzsteuer. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear berechnet. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 bis 10 Jahre
Sachanlagen
Fahrzeuge 4 bis 6 Jahre
Büromöbel 10 bis13 Jahre
übrige Büroausstattung 5 bis 10 Jahre
EDV-Hardware und Peripheriegeräte 3 bis 5 Jahre
Großrechner 5 bis 7 Jahre
Büromaschinen 5 Jahre
Mietereinbauten über die Dauer des Mietvertrags

Im Geschäftsjahr angeschaffte immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens werden pro rata temporis abgeschrieben. Abgänge des beweglichen Anlagevermögens werden bis zu ihrem Abgang ebenfalls pro rata temporis abgeschrieben.

Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 (netto) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 250 (netto) werden sofort in voller Höhe als Aufwendungen erfasst.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Das gemilderte Niederstwertprinzip wird angewendet. Im Berichtsjahr erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Für erkennbare Risiken sind Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen gebildet worden.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 10,4 Mio. Euro enthalten, deren Laufzeiten länger als 1 Jahr betragen. Diese beinhalten hinterlegte Stornoreserve bei Produktpartnern.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurswert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen. Bei einem Kreditinstitut werden - wie in den Vorjahren - laufende Guthaben und laufende Verbindlichkeiten (Kontokorrentkonten) miteinander saldiert, da die einzelnen Konten als einheitliches Kontokorrent geführt werden. Insgesamt wurden Bankguthaben in Höhe von TEUR 35.828 mit Bankverbindlichkeiten von TEUR 33.181 aufgerechnet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Dieser wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,75 % und eines Gehaltstrends von 2,0 % auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der Gesellschaft.

Die Bewertung der Verpflichtungen zu Jubiläumsleistungen erfolgt nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,75 %, eines Gehalts- und Anwartschaftstrend von 2,0 % und unter Berücksichtigung einer Fluktuation von 10,0 %.

Die Rückstellungen für Stornorisiken ermitteln sich aufgrund historischer Stornoquoten und unter Berücksichtigung der Haftungsquote sowie dem zeitlichen Anfall des Stornos. Die Rückstellungen für Stornorisiken wurden nach Maßgabe des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Aufgrund des seit 1.1.2008 bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der OVB Holding AG (Organträgerin), erfolgt der Ansatz von latenten Steuern jedoch grundsätzlich nur im Jahresabschluss der Organträgerin als Steuersubjekt. Ein Ansatz bei der OVB Vermögensberatung AG (Organgesellschaft) entfällt daher.

Die Verbindlichkeiten sind zu Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses

III. 1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel in der Anlage dieses Anhangs zu entnehmen.

III. 2. Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen überwiegend Forderungen aus der Vermittlungstätigkeit gegen Produktpartnern und haben in Höhe von TEUR 1 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und betreffen Forderungen gegen Schwesterngesellschaften. Sie enthalten keine Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Produktpartner aus hinterlegter Stornoreserve in Höhe von TEUR 10.395 und einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die sonstigen Wertpapiere beinhalten Anteile an Investmentvermögen bestehend aus Aktien-, Misch- und Rentenfonds sowie Bankenanleihen.

Von den Guthaben bei Kreditinstituten unterliegt ein Betrag in Höhe von TEUR 6.954 (i.Vj. TEUR 2.899) Verfügungsbeschränkungen der Banken.

III. 3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist in 10.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien (rechnerischer Nennwert je € 1,00) eingeteilt.

Die Gewinnrücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert € 1.000.000.

III. 4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für:

2023 2022
Stornorisiken T€ 5.075 5.818
abzurechnende Provisionen T€ 2.207 2.474
Personal T€ 807 712
Haftungsrisiken T€ 168 231
Verpflichtungen aus Leistungswettbewerben T€ 206 259

III. 5. Verbindlichkeiten

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 25.994 (i.Vj. TEUR 25.997) haben Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.958 eine Restlaufzeit von:

< 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
davon >5 Jahre
TEUR
25.994 0 0
(i. Vj. 25.997) (i.Vj. 0) (i.Vj. 0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten (i.Vj. überwiegend) Verbindlichkeiten gegenüber der OVB Holding AG im Zusammenhang mit der Verpflichtung aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag nach Verrechnung mit laufenden Forderungen. Die Ergebnisabführung beträgt für das Jahr 2023 TEUR 5.496 (i.Vj. TEUR 6.553).

Sämtliche übrige Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

III. 6. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Provisionen aus Vermittlungsgeschäften im Inland.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Zuschreibung von Wertpapieren des Umlaufvermögens (T€ 287), Erträge aus der Vereinnahmung verjährter Verbindlichkeiten gegenüber Außendienstmitarbeitern (TEUR 207), um Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen (TEUR 221), um Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 61), sowie Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 820). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Reduzierungen von Bürgschaftsverpflichtungen (T€ 96) um Incentivereisen (T€ 34), sonstige Leistungsverpflichtungen (T€ 252), sowie Auflösung von Personalrückstellungen (TEUR 96). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremden Erträge enthalten.

Den Umsatzerlösen stehen die Aufwendungen für bezogene Leistungen gegenüber, welche überwiegend die Provisionen für Handelsvertreter beinhalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Wettbewerbe, Seminare, Reisekosten und Werbeaufwendungen in Höhe von TEUR 1.773, für Raumaufwand (TEUR 758), EDV-Kosten (TEUR 3.333), Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten (TEUR 689), Telefon, Kurier- und Portokosten (TEUR 274) sowie die Leistungsumlage und Gemeinkosten gegenüber der OVB Holding AG (TEUR 1.264). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 enthalten.

VI. Sonstige Angaben

VI. 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 6.678 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

< 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
davon > 5 Jahre
TEUR
Miet- und Leasingverträge 1.053 5.625 1.734

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB:

TEUR 220 Gewährte Pfandrechte
(i.Vj. 273) (davon Bürgschaft TEUR 10 (i.Vj. TEUR 10))
TEUR 429 Übernommene Bürgschaften
(i.Vj. 429) (davon TEUR 131 für Sicherung ATZ (i.Vj. TEUR 131))
TEUR 649
(i.Vj. 702)

Hierfür wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme auf Grund der Bonität der Hauptschuldner nicht gerechnet wird.

VI. 2. Vorstand

Vorstandsmitglieder waren in 2023:

Herr Christian Höfel, Vorstand Vertrieb, Partner und Produkte - Vorstandsvorsitzender -

Herr Harald Wild, Vorstand Finanzen & Verwaltung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands inklusive der von der Muttergesellschaft direkt an Vorstandsmitglieder zu zahlenden Bezügen, welche in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als Leistungsumlage erfasst sind, belaufen sich in 2023 auf TEUR 479.

VI. 3. Aufsichtsrat

Aufsichtsratsmitglieder waren in 2023:

Mario Freis,

-Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender des Vorstands (CEO) der OVB Holding AG, Köln Marlies Hirschberg-Tafel,

-Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats- Diplom-Mathematikerin im Ruhestand, zuvor Mitglied des Vorstands der SIGNAL IDUNA Gruppe

Frank Burow,

Vorstand Finanzen (CFO) der OVB Holding AG, Köln

Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr T€ 7.

VI. 4. Honorare des Abschlussprüfers

In 2023 sind TEUR 63 (davon für 2022 TEUR 0) an Honoraren ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen vom Abschlussprüfer berechnet worden.

VI. 5. Angabe der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 105 Mitarbeiter (Vj.103 Mitarbeiter) (ohne Auszubildende und ohne Vorstand) beschäftigt. Davon waren 6 Mitarbeiter (Vj. 6 Mitarbeiter) leitende Angestellte.

VI. 6. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

VI. 7. Konzernabschluss

Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die OVB Holding AG, Köln (Amtsgericht Köln, HRB 34649). Die Gesellschaft wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Internet unter www.ovb.eu/Investor-Relations zugänglich oder bei der Gesellschaft erhältlich.

Die SIGNAL IDUNA Gruppe ist mehrheitlich an der OVB Holding AG beteiligt. Die SIGNAL IDUNA Gruppe stellt einen Gleichordnungsvertragskonzern dar. Die Obergesellschaften des Gleichordnungsvertragskonzerns sind:

SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund

SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg

SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund

VI.8. Bestehen einer Beteiligung an der Gesellschaft

Der Gesellschaft ist von der OVB Holding AG das Bestehen einer Beteiligung in Höhe von 100% der Aktien gemäß § 20 AktG mitgeteilt worden.

 

Köln, den 26 Februar 2024

Christian Höfel

Harald Wild

Entwicklung des Anlagevermögens

Historische Anschaffungs- /Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugang
Abgang
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.588.399,45 0,00 2.321.864,61 20.174,31 1.286.709,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 20.174,31 0,00 0,00 -20.174,31 0,00
3.608.573,76 0,00 2.321.864,61 0,00 1.286.709,15
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.639.538,71 111.379,95 411.959,61 0,00 3.338.959,05
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.639.538,71 111.379,95 411.959,61 0,00 3.338.959,05
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.200,00 0,00 0,00 0,00 2.200,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.200,00 0,00 0,00 0,00 2.200,00
Anlagevermögen gesamt 7.250.312,47 111.379,95 2.733.824,22 0,00 4.627.868,20
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.385.559,45 85.767,31 2.321.826,61 1.149.500,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.385.559,45 85.767,31 2.321.826,61 1.149.500,15
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.148.171,71 149.858,95 393.446,61 2.904.584,05
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.148.171,71 149.858,95 393.446,61 2.904.584,05
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 6.533.731,16 235.626,26 2.715.273,22 4.054.084,20
Buchwert
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 137.209,00 202.840,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 20.174,31
137.209,00 223.014,31
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 434.375,00 491.367,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
434.375,00 491.367,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.200,00 2.200,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
2.200,00 2.200,00
Anlagevermögen gesamt 573.784,00 716.581,31

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OVB Vermögensberatung AG, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OVB Vermögensberatung AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OVB Vermögensberatung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 26. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Sack, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ansgar Zientek, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 13.03.2024 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrats (nach § 171 Abs. 2 AktG)

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand 2023 bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten, ihn auf Grundlage ausführlicher, in schriftlicher, elektronischer und mündlicher Form erstatteter Berichte des Vorstands sorgfältig überwacht und die ihnen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand, und hier insbesondere mit dem CEO der OVB Vermögensberatung AG, fand darüber hinaus ein fortlaufender Austausch zu Fragen der strategischen Ausrichtung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements, der Compliance, wichtiger Einzelvorgänge sowie aktuell anstehender Entscheidungen statt.

Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand quartalsweise berichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planzahlen wurden dem Aufsichtsrat seitens des Vorstands im Einzelnen erläutert. Auch die Risikolage des Unternehmens wurde vierteljährlich ausführlich dargestellt. Die Risikoberichte umfassten die aktuelle Risikolage der Gesellschaft mit Blick auf Ertrags- und Vermögenslage, Vertrieb, Produkte, Markt, Wettbewerb, regulatorisches Umfeld sowie Verwaltung und Support. Das Geschäftsjahr 2023 war nach wie vor von geopolitischen Spannungen geprägt. Während der russische Angriffskrieg in der Ukraine weiter anhält, hat seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ein weiterer Krieg im Nahen Osten begonnen. Für private Haushalte in Deutschland führen die hohen Teuerungsraten dazu, dass nach Abzug lebensnotwendiger Ausgaben weniger Geld für die Absicherung und Vorsorge zur Verfügung steht. Zudem bietet der Klimawandel unverändert Anlass zur Sorge. Dem Vorstand der OVB Vermögensberatung AG ist es gelungen, das Unternehmen umsichtig durch dieses volatile und herausfordernde Umfeld zu steuern.

Der Aufsichtsrat befasste sich regelmäßig mit den Herausforderungen und Folgen der aktuellen Entwicklung. Auch mögliche Auswirkungen gesetzlicher Änderungen auf Produktabsatz und Provisionen wurden im Plenum erörtert. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden persönlich über wesentliche Themen informiert und erforderlichenfalls dessen Rat eingeholt. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens einschließlich der Planung, die Geschäfts- und Risikostrategie und andere grundsätzliche Fragen der operativen Unternehmensführung, das Risikomanagement, insbesondere die wesentlichen Risiken der Gesellschaft, Geschäfte und Ereignisse von erheblicher Bedeutung und die Entwicklungen bei Finanzvermittler*innen sowie der Belegschaft stets informiert.

Über Angelegenheiten, die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung der ausdrücklichen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig unterrichtet und diese dem Aufsichtsrat fristgemäß zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hatte somit stets die Möglichkeit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und Anregungen einzubringen, bevor er nach sorgfältiger Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben hat.

Sitzungen und Themen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Aufsichtsrat in vier ordentlichen Sitzungen − am 15. März, 6. Juni, 1. September und 1. Dezember − eingehend mit den mündlichen und schriftlichen Berichten sowie den Beschlussvorlagen des Vorstands befasst. Alle Sitzungen wurden in Präsenzform in Köln abgehalten.

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen. Die Mitglieder des Vorstands haben an den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte.

Bilanzsitzung am 15. März 2023

In der März-Sitzung 2023 hat sich der Aufsichtsrat u. a. mit dem Abschluss und dem Lagebericht für die OVB Vermögensberatung AG zum 31. Dezember 2022 sowie dem Bericht des Aufsichtsrats 2022 befasst und nach intensiver Erörterung mit dem Abschlussprüfer und eigener sorgfältiger Prüfung den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt.

Schwerpunkte der Sitzung waren im Weiteren der ausführliche Bericht des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2022 sowie die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Bericht des COO zum Risikomanagement per 31. Dezember 2022, dem jährlichen Bericht des Director/Prokurist Internal Audit der OVB Holding AG sowie dem Bericht des Compliance-Verantwortlichen der OVB Vermögensberatung AG. Darüber hinaus stimmt der Aufsichtsrat der Auszahlung der jeweiligen variablen Vergütungsanteile der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2022 auf Basis der ermittelten Zielerreichung sowie den Tantiemekriterien für das Geschäftsjahr 2023 zu.

Sitzung am 6. Juni 2023

Im Rahmen der Juni-Sitzung 2023 ließ sich der Aufsichtsrat detailliert zur Lage des Unternehmens nach dem ersten Quartal 2023 einschließlich der aktuellen operativen und finanziellen Kennziffern berichten. Auch aktuelle Vertriebsmaßnahmen und die Entwicklung bei Partnern und Produkten wurden auf Basis ausführlicher Erläuterungen des Vorstands intensiv erörtert. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat auf Basis des Risiko-Quartalsberichts zum 31. März 2023 detailliert mit der Risikolage der Gesellschaft befasst. Ferner standen Vorstandsangelegenheiten auf der Agenda, die in Abwesenheit des Vorstands erörtert wurden. Dabei fasste der Aufsichtsrat den Beschluss über die Verlängerung des Vorstandsmandats von Harald Wild mit Wirkung zum 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2026.

Sitzung am 1. September 2023

Im Fokus der Aufsichtsratssitzung im September 2023 stand neben einer eingehenden Erörterung der aktuellen Lage des Unternehmens auch die Berichterstattung des Vorstands zum Umsetzungsstand der Strategie der OVB Deutschland. Es wurde zur Entwicklung strategischer Ziele, strategischer Messgrößen sowie wesentlicher Maßnahmen der OVB Deutschland berichtet.

Ferner wurde auf Basis des detaillierten Risiko-Quartalsberichts zum 30. Juni 2023 die Risikolage der Gesellschaft eingehend erörtert. Dabei stand u. a. auch die Einführungsplanung und -begleitung von »OVB EASY4YOU« bei der OVB Deutschland im Fokus.

Sitzung am 1. Dezember 2023

Einen Schwerpunkt der Dezember-Sitzung 2023 bildete ein ausführlicher Bericht des Vorstands unter anderem basierend auf der Vertriebs- und Finanzanalyse zum Geschäftsverlauf nach Ablauf des dritten Quartals 2023, der auch einen Ausblick auf geplante Vertriebsmaßnahmen 2024 umfasste. Auf Basis des detaillierten Risiko-Quartalsberichts zum 30. September 2023 befasste sich der Aufsichtsrat zudem eingehend mit der aktuellen Risikolage der Gesellschaft. Weiteres wesentliches Thema der Sitzung war die vom Vorstand vorgestellte Mehrjahresplanung 2024 bis 2028.

Prüfung des Jahresabschlusses 2023

Die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht der OVB Vermögensberatung AG für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Der Abschlussprüfer hat hierzu einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 13. März 2024, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, umfassend erörtert. Der Abschlussprüfer hat - ergänzend zu dem schriftlichen Bericht, der dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der Sitzung vorlag - ausführlich zum Ablauf und dem Ergebnis der Prüfung vorgetragen und stand für die Beantwortung ergänzender Fragen der Mitglieder zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung und eingehender Erörterung des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses und des Lageberichts hat der Aufsichtsrat der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den Jahresabschluss 2023 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Nachfolgend wurde die Tagesordnung der Hauptversammlung der Gesellschaft inklusive der Beschlussvorschläge verabschiedet. Der Aufsichtsrat nahm den Entwurf der Einladungsbekanntmachung zur Kenntnis, stimmte den darin enthaltenen Beschlussvorschlägen des Vorstands zu und beschloss überdies, der Hauptversammlung vorzuschlagen, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, als Jahresabschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2024 zu wählen.

Dank des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Führungskräften, allen Finanzvermittlerinnen und Finanzvermittlern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der OVB Vermögensberatung AG für das persönliche Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Köln, den 13. März 2024

Für den Aufsichtsrat

Mario Freis, Vorsitzender

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