Glinicke Facility Management Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Charlott Fuchs seit 7.10.2025 | Prokura |
Jens Thorwarth seit 16.4.2025 | Geschäftsführer |
Tobias Raßbach seit 10.12.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 26.00% | |
Pon Bicycle Holding B.V. | 23.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Digital Mobility Leasing GmbHKasselJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens I.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft entfällt im Wesentlichen auf das Bike-Leasing, welches wir insbesondere mit drei Kooperationspartnern betreiben. Daneben werden weitere Leasinggeschäfte im Mobilienbereich mit PKW, Ladesäulen, Werkstattausstattungen, mobilen Endgeräten und Betriebs- und Geschäftsausstattungen für Autohäuser sowie damit im Zusammenhang stehende Geschäfte begleitet. Die Digital Mobility Leasing GmbH verfügt über eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betreiben des Finanzierungsleasings i. S. v. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG. I.2. Steuerungssystem Die Verantwortung für die strategische Entwicklung und Gesamtsteuerung des Unternehmens obliegt der Geschäftsleitung. Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Gesellschaft erfolgt über die von der Geschäftsleitung festgelegten Rahmenvorgaben, die im operativen Budgetprozess in konkrete, messbare Ziele umgesetzt werden. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird ergänzt durch die permanente und zeitnahe Überprüfung der Geschäftsentwicklung sowie die Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei etwaigen Planabweichungen. Der maßgebliche wirtschaftliche Leistungsindikator der Digital Mobility Leasing GmbH ist die Entwicklung des Jahresergebnisses. Weiterer Leistungsindikator ist das Nettoankaufsvolumen im Neugeschäft. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen II.1.1 Gesamtwirtschaft Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde im Jahr 2023 durch die vorangegangenen Krisen gedämpft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im Vorjahresvergleich um 0,3 % ab, nachdem es in 2022 um 1,9 % gestiegen war. Insbesondere der Kaufkraftverlust als Folge des Anstiegs der Energie- und Nahrungsmittelpreise und die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung haben die deutsche Wirtschaft in den letzten zwölf Monaten belastet. In Bezug auf die wirtschaftlichen Komponenten haben insbesondere der private Konsum, staatliche Konsumausgaben und Bauinvestitionen im betrachteten Zeitraum rückläufige Entwicklungen verzeichnet. Der private Konsum verminderte sich aufgrund anhaltender Kaufkraftverluste und einer generellen Zurückhaltung der Verbraucher, die auch durch Unsicherheiten aufgrund geopolitischer Konflikte verstärkt wurde. In diesem Zusammenhang ging der private Konsum preisbereinigt um 0,8 % zurück. Ebenso wiesen staatliche Konsumausgaben einen Rückgang von 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr auf, was auf eine Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während der Corona-Pandemie hinweist. Bruttoanlageninvestitionen erfuhren einen leichten Rückgang von 0,3 %, wobei insbesondere die Bauaktivitäten durch gestiegene Finanzierungs- und Materialkosten beeinträchtigt wurden. Die Bauinvestitionen verzeichneten preisbereinigt einen erneuten Rückgang von etwa zwei Prozent. Hingegen konnte bei Investitionen in Maschinen und Anlagen ein Anstieg von 3,0 % verzeichnet werden. Dieser Zuwachs ist auf hohe Auftragsbestände, eine solide Eigenkapitalausstattung der Unternehmen sowie staatlich unterstützte Investitionen in Transformationsprozesse zurückzuführen. Im internationalen Handel zeigte sich eine Herausforderung durch die schwache Nachfrage aus dem Ausland, was zu einem Rückgang der Exporte um 1,8 % führte. Gleichzeitig fielen die Importe aufgrund einer schwachen Binnennachfrage sogar noch stärker mit einem Rückgang von 3,0 %. Diese Entwicklung führte zu einem positiven Beitrag des Außenhandels von +0,6 Prozentpunkten zum BIP-Wachstum. Trotz dieser ökonomischen Herausforderungen blieb der Arbeitsmarkt widerstandsfähig, mit einer weiteren Zunahme der Erwerbstätigkeit um 0,7 %. Die Gesamtzahl der Beschäftigten erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Millionen Personen. Parallel dazu verzeichneten die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte einen spürbaren Anstieg um 5,9 % im Jahr 2023. Dieser positive Trend wurde durch deutliche Lohnsteigerungen und staatliche Entlastungsmaßnahmen, wie Energiepreisbremsen, steuerfreie Inflationsausgleichsprämien und Erhöhungen der Sozialleistungen, unterstützt. Besonders die unteren Einkommensgruppen profitierten von diesen Maßnahmen.[1] Die nichtrealisierte Arbeitskräftenachfrage ist seit dem Sommer 2022 spürbar schwächer geworden. Der saisonbereinigte Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland lag im Dezember 2023 bei 116 Punkten, im Vorjahr bei 128 Punkten. Die Rückgänge waren besonders stark in den Bereichen Gastgewerbe, Information und Kommunikation, Verkehr und Logistik sowie in der Zeitarbeit ausgefallen. Die Bereiche der qualifizierten Unternehmensdienstleistungen, Banken, Finanzen und Versicherungen haben einen Zuwachs verzeichnet.[2] Die Arbeitslosenzahl stieg im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber dem Vorjahr um 183 Tsd. auf rund 2,6 Mio. Menschen. Dies führte zu einem minimalen Anstieg der Arbeitslosenquote von 5,4 % auf 5,7 %. Das im Jahr 2022 erreichte Höchstniveau bei den gemeldeten offenen Stellen von rund 845.000 ist in 2023 um 10 Prozent auf rund 760.000 gesunken.[3] II.1.2 Branchensituation Die Leasing-Wirtschaft finanzierte 2023 in Deutschland für rund 85 Mrd. Euro Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment, Immobilien und andere Wirtschaftsgüter. Das Volumen der Leasing-Neuinvestitionen in Deutschland umfasste im vergangenen Jahr 74,2 Mrd. Euro (+24,9 %). Das Mietkauf-Neugeschäft, das viele Leasing-Unternehmen ihren Kunden als Finanzierungsalternative anbieten, lag bei 11,39 Mrd. Euro. Das Leasing-Neugeschäft setzt sich aus dem Leasing von Ausrüstungsinvestitionen (Mobilien-Leasing) und von Nichtwohnbauten (Immobilen-Leasing) zusammen. Das Mobilien-Leasing erreichte ein Volumen von 73,6 Mrd. Euro, was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 26,3 % entspricht. Die Mobilien-Leasingquoten haben im Jahr 2023 einen Anstieg von 3,7 % auf 26,7 % verzeichnet. Dies lässt sich mit dem höheren Wachstum des Mobilien-Leasings im Vergleich zu den gesamten Ausrüstungsinvestitionen begründen, wobei auch teilweise der Sondereffekt im Bereich Pkw dazu beigetragen hat. Im vergangenen Jahr haben alle materiellen Objektgruppen (Leasing und Mietkauf) eine positive Entwicklung durchlebt. Den größten Anteil am Leasing-Markt hält das Fahrzeugleasing mit Pkw und Nutzfahrzeugen (63 %). Das Neugeschäft im Pkw-Leasing ist im Vergleich zum Vorjahr um 22,5 % gewachsen. Die zweitgrößte Objektgruppe, welche in diesem Jahr Busse, Lkws, Hänger und Transporter umfasst, hat ein Wachstum von 14,1 % verzeichnen können und besitzt einen Marktanteil von 11,5 %. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass die Folgen der Lieferkettenproblematik die Wachstumswerte der Objektgruppen, welche dem Verkehrssektor angehören, im betrachteten Zeitraum verzerren. Auch im Jahr 2023 spiegelt sich der Mobilitätswandel in der Leasing-Branche wider. Mit einem Zuwachs von 23,6 % hat das Fahrrad-und E-Roller-Leasing eine der dynamischsten Entwicklungen aller Objektgruppen erlebt, aber weist aufgrund des niedrigen Anschaffungswerts und einem Volumen von 2,6 Mrd. EUR mit 3 % noch einen Marktanteil im niedrigen Segment auf. Der gesamte Pkw-Markt hat sich zuletzt eindeutig positiv entwickelt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass, als Folge der Lieferkettenproblematik, im Jahr 2023 überdurchschnittlich viele Pkw bilanziert wurden, bei welchen der entsprechende Leasingvertrag bereits im Vorjahr abgeschlossen wurde. Die Neuzulassungen haben mit 2,84 Mio. Einheiten um knapp 7,3 % zugelegt. Dieser Anstieg lässt sich insbesondere bei den gewerblichen Haltern verorten. Diese konnten im Jahr 2023 einen Zuwachs von 12,4 % verzeichnen, während die Neuzulassungen bei privaten Haltern leicht zurückgingen.[4] II.2. Geschäftsverlauf der Digital Mobility Leasing GmbH Bei unseren Ergebnisplanungen waren wir von einem Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 307 ausgegangen. Das tatsächliche Jahresergebnis von -2,3 Mio. EUR liegt unterhalb unserer Planungen. Wir hatten für das Jahr 2023 für das Neugeschäft ein Nettoankaufsvolumen von 244,7 Mio. EUR angenommen. Dies lag in 2023 bei 279,1 Mio. EUR und damit deutlich über unseren Planungen. Haupttreiber für die Überschreitung der Planung ist der Bereich des Bike-Leasings. Infolgedessen übersteigen auch die Provisionszahlungen für die Geschäftsvermittlung deutlich unsere Planungen und wirken sich im Jahr des Vertragsabschlusses negativ auf unser Ergebnis aus. II.3. Ertragslage Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Erträge aus dem Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 235.784 (Vj.: TEUR 172.426) erzielt. Nach Abzug der Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 52.685 (Vj.: TEUR 37.448) verbleibt ein Überschuss aus dem Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 183.099 (Vj.: TEUR 134.977). Die Provisionsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf die Vermittlung von Leasingverträgen im Bike-Leasing. Der Zinsaufwand beträgt TEUR 12.609 (Vj.: TEUR 4.530) und entfällt mit TEUR 10.649 (Vj.: TEUR 4.374) auf Zinsen gegenüber Kreditinstituten. Im Berichtsjahr entfielen TEUR 1.864 (Vj.: EUR 0) auf Factoring-Finanzierungskosten. TEUR 96 (Vj.: TEUR 156) entfallen auf mit der Digital Mobility Leasing GmbH verbundene Unternehmen bzw. auf den Glinicke Automobilkonzern. Im Verwaltungsaufwand sind Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 1.436 (Vj.: TEUR 1.176) enthalten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind von TEUR 1.419 aufgrund des höheren Geschäftsvolumens auf TEUR 1.865 gestiegen. Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen sind ebenfalls aufgrund des höheren Geschäftsvolumens auf TEUR 148.699 (Vj.: TEUR 136.526) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Versicherungsentschädigungen (TEUR 557; Vj.: TEUR 413) und Schadenersatz für Diebstähle von Bikes (TEUR 785; Vj.: TEUR 2.185). Sonstige betriebliche Aufwendungen, Bewertungsergebnis und Steueraufwand sind im Berichtsjahr unbedeutend. Das Jahresergebnis ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um TEUR 11.844 auf -TEUR 2.343 gestiegen. Die Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023 hat sich im Hinblick auf das deutlich über den Planungen liegende Neugeschäft und den damit einhergehenden Provisionszahlungen nicht erwartungsgemäß entwickelt. Unter Berücksichtigung der Substanzwertveränderung wird die Ertragslage als gut angesehen. II.4. Vermögenslage Die Eckdaten der Vermögenslage unserer Gesellschaft sind:
Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen (91,7%) gegenüber der Volksbank Kassel Göttingen eG und der Kasseler Sparkasse (7,7%) sowie der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG (0,6%). Die Liquiditätsvorhaltung zum Bilanzstichtag dient der Finanzierung der für das Geschäftsjahr 2024 in der Anbahnung befindlichen Geschäfte. Die Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 35.669 (Vj.: TEUR 8.837) betreffen Forderungen gegenüber dem Glinicke Automobilkonzern (TEUR 1.186; Vj.: TEUR 930) sowie Forderungen gegenüber Kooperationspartnern (TEUR 3.631; Vj.: TEUR 1.668) und Forderungen gegenüber Leasingkunden (TEUR 3.172; Vj.: TEUR 1.307) sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 17.226; Vj.: TEUR 4.932). Darüber hinaus sind in Höhe von TEUR 10.454 (Vj.: TEUR 0) Forderungen aus gewährten Nachrangdarlehen enthalten. Für akute und latente Risiken wurde Vorsorge getroffen. Bei Zugängen in Höhe von TEUR 279.060 und Abgängen zu Buchwerten in Höhe von TEUR 29.202, Abschreibungen in Höhe von TEUR 148.699 hat sich das Leasingvermögen von TEUR 260.231 auf TEUR 361.390 erhöht. Das Wachstum beruht auf dem Anstieg der Anzahl der Bikes. Außerhalb des Leasingvermögens wurde in 2023 in die Software investiert. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.069 (Vj.: TEUR 1.954) Forderungen aus Steuern und mit TEUR 3 (Vj.: TEUR 18) Lieferantenüberzahlungen. Daneben wurde eine Abgrenzung in Höhe von TEUR 838 (Vj.: TEUR 504) für Bike-Versicherungen unter der Position ausgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten geleistete Zahlungen für die Versicherung von Bikes, die über den Versicherungszeitraum planmäßig aufgelöst werden. Mit dem Anstieg im Bike-Leasing ist auch die Anzahl der Versicherungen gestiegen, weshalb sich die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 20.814 auf TEUR 21.822 erhöht haben. Es bestehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 3.626 (Vj.: TEUR 3.631) im Wesentlichen auf der Basis steuerlicher Verlustvorträge. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 31,2%. Bei Neuaufnahmen von insgesamt 196,7 Mio. EUR und Tilgungen von 172,9 Mio. EUR haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarten Laufzeiten von 279,6 Mio. EUR auf 303,4 Mio. EUR erhöht. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 204,0 Mio. EUR innerhalb des Geschäftsjahres 2024 fällig. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestehen in Höhe von 104,5 Mio. EUR (Vj.: 0 EUR) aufgrund der Refinanzierung über eine Zweckgesellschaft in Form einer ABS-Struktur. In Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vj.: 4,3 Mio. EUR) bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Finanzierung, insbesondere des Bike-Leasings. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 933 (Vj.: TEUR 827) gegenüber dem Glinicke Automobilkonzern aus Provisionsabrechnungen und PKW-Käufen. Gegenüber Kooperationspartnern im Bike-Bereich und übrigen Lieferanten bestehen zum Bilanzstichtag noch Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.759 (Vj. TEUR 7.090). Daneben sind insbesondere Kundenüberzahlungen in Höhe von TEUR 678 (Vj.: TEUR 267), Verbindlichkeiten aus Kautionen (TEUR 119, Vj.: TEUR 80) und Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 2.545 (Vj.: TEUR 2.475) unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten mit TEUR 948 (Vj.: TEUR 1.154) Mietsonderzahlungen für aktive Verträge. Mit TEUR 3.865 wurden Leasingraten abgegrenzt. Die Vereinnahmung der Beträge erfolgt entsprechend der Laufzeit der zugrundeliegenden Leasingverträge. Mit den anderen Rückstellungen werden die Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses sowie Buchführungsarbeiten, Steuerberatungsleistungen, Archivierungsaufwendungen und Urlaubs- und Überstundenrückstellungen abgedeckt. Hinsichtlich der Refinanzierung der Gesellschaft stehen neben den Darlehensaufnahmen und der ABS-Struktur das Stammkapital in Höhe von TEUR 1.000 (Vj. TEUR 1.000) sowie die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 20.650 (Vj.: TEUR 16.650) zur Verfügung. Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf TEUR 2.152 (Vj. TEUR 495). In Relation zur Bilanzsumme beläuft sich das Eigenkapital auf 0,5% nach 0,2% im Vorjahr. Die bilanzielle Vermögenslage der Digital Mobility Leasing GmbH wird von uns als befriedigend angesehen. II.5. Finanzlage Die Refinanzierung unserer Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr 2023 überwiegend durch Kreditinstitute und eine ABS-Struktur. Von den Mitteln, die uns von Kreditinstituten gewährt wurden entfallen zum Bilanzstichtag rund 65% (Vj.: 65%) auf die Volkswagen Bank GmbH. Zum Bilanzstichtag verfügen wir über eine freie Linie aus Rahmenkreditverträgen in Höhe von 58,2 Mio. EUR. Aus der ABS-Struktur verfügt die Gesellschaft über freie Linien in Höhe von 75,8 Mio. EUR. Im Berichtszeitraum war die Gesellschaft jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Nachfolgend werden die Chancen und Risiken dargestellt, die für die Digital Mobility Leasing GmbH im Berichtsjahr und im Prognosezeitraum von wesentlicher Bedeutung sind und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert. Die nachfolgend dargestellten Risiken und Chancen betreffen grundsätzlich sämtliche Segmente unseres Leasinggeschäftes, sofern dies nicht abweichend erläutert wird. III.1 Risikomanagement Wir steuern unser Institut im Rahmen einer mehrjährigen Ertrags- und einer rollierenden Liquiditätsplanung. Die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen wird durch eine funktionsfähige ausgelagerte interne Revision unterstützt. Für die Steuerung der Risiken ist die Geschäftsführung verantwortlich. III. 2 Stärken Die Stärken der Gesellschaft liegen in der hohen Vernetzung mit unseren Kooperationspartnern und den überwiegend digitalisierten Geschäftsprozessen. Das Bike-Leasing erfreut sich weiterhin hoher Beliebtheit. Es dominiert die generierten Leasingerträge. Wir haben uns dadurch zusätzliche Abnehmergruppen für unsere Leasingangebote erschlossen, die den Unternehmenserfolg in der Zukunft stärken. Beim PKW-Leasing ist unser Geschäft hauptsächlich auf das Leasing von Fahrzeugen der Premiummarke Porsche ausgerichtet. Hier treffen wir auf anspruchsvolle aber auch zahlungskräftige Kunden. Das weitere Mobilien-Leasing trägt zu einer Diversifikation unserer Angebotspalette bei. Eine weitere Stärke sehen wir in den kurzen Entscheidungswegen und der flachen Hierarchie unserer Gesellschaft. III. 3 Schwächen Die Änderung von steuerlichen Rahmenbedingungen kann, insbesondere beim Bike-Leasing, negative Wirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten haben. Weiterhin scheint der Markt an Leasingverträgen für Bikes in den nächsten Jahren an eine Sättigungsgrenze zu gelangen. Inwieweit die Leasingnehmer nach Ende der Leasinglaufzeit neue Leasingverträge abschließen, bleibt abzuwarten. Im Fall von weiteren, durch die geopolitischen Krisen (Russland/Ukraine, Nahostkonflikt) ausgelösten, konjunkturellen Eintrübungen sind Auswirkungen auf den Absatz von Premiummarken im PKW-Bereich zu erwarten, welche zu Umsatzrückgängen bei unserer Gesellschaft führen würden. III. 4 Möglichkeiten, Chancen Das Geschäftsfeld Bike-Leasing entwickelt sich weiterhin dynamisch. Je nachdem, ob der Gesetzgeber weitere Anreize schafft, können weitere Käufergruppen für das Bike-Leasing erschlossen werden. Sowohl das Leasing von E-Bikes als auch das Leasing von E-Lade-Stationen unterstützt unsere Kunden bei der Umsetzung umweltfreundlicher Technologien. Dadurch leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Beim PKW-Leasing können wir auf Grund unserer Nähe zu den Ansprechpartnern in den Autohäusern unter Berücksichtigung der Risikosituation unseren gemeinsamen Kunden passgenaue Angebote unterbreiten und so den Kundennutzen erhöhen. Dies führt zu einer besseren Kundenbindung und -zufriedenheit sowohl bei den Autohäusern als auch bei der Digital Mobility Leasing GmbH. III. 5 Risiken Als wesentliche Risiken stufen wir das Adressausfallrisiko, die Marktpreisrisiken, das Liquiditätsrisiko und die operationellen Risiken ein. Den Adressausfallrisiken in Bezug auf unsere Forderungen gegenüber den Leasingnehmern wird durch eine intensive Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse vor Abschluss des Vertrages begegnet. Als Sicherheit steht uns das Leasinggut zur Verfügung, welches wir im Falle einer Leistungsstörung über die angeschlossenen Autohäuser bzw. über unsere Kooperationspartner einer optimalen Verwertung zuführen können. Zinsänderungsrisiken mildern wir durch möglichst fristenkongruente Finanzierungen ab. Restwertrisiken sind weitgehend durch Rücknahmevereinbarungen abgedeckt. Liquiditätsrisiken begegnen wir durch aktive Liquiditätssteuerung. Dabei wird der Liquiditätsbedarf regelmäßig ermittelt und falls dieser nicht über Rückflüsse abgedeckt werden kann, überwiegend durch Kreditinstitute und ABS-Strukturen finanziert. Für unerwartete Spitzenbelastungen wird eine angemessene Liquiditätsreserve vorgehalten. Durch eine laufende Kontrolle der Arbeitsabläufe versuchen wir uns gegen operationelle Risiken zu schützen. Für den Betriebsprozess ist ein "Leasinghandbuch" als Organisationshandbuch vorhanden, das ständig an den individuellen Prozessablauf angeglichen wird. Rechtsrisiken aus dem operativen Geschäft begegnen wir durch Standardverträge, die unter juristischer Begleitung entwickelt wurden. Halbjährig ermitteln wir unsere Adressausfallrisiken inklusive Restwertrisiken, Zinsänderungsrisiken und operationellen Risiken in Szenarien und stellen diese unserer Risikodeckungsmasse, die substanzwertbasiert ermittelt wird, gegenüber. Zum 31. Dezember 2023 war in allen Szenarien (Normalszenario und Stressszenarien) die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Daneben überwachen wir Entwicklungen von Branchen und Größenklassen. Nach unserer Einschätzung sind - trotz der aktuellen konjunkturellen Lage- derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden. IV. Prognose Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn mit einem realen BIP-Zuwachs um 0,2 % im 1. Quartal leicht belebt. Wachstumsimpulse gingen dabei vor allem von den Bauinvestitionen (witterungsbedingt) sowie dem Außenbeitrag (Ausfuhren minus Einfuhren) aus. Ausrüstungsinvestitionen und privater Konsum dürften sich nach Ansicht des Wirtschaftsministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz dagegen noch schwach entwickelt haben. Im Zuge geringerer Inflationsraten, erwarteter geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einem stabilen Arbeitsmarkt und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft dürfte sich die konjunkturelle Erholung allmählich festigen und an Breite und Dynamik gewinnen. Die Inflationsrate lag im April unverändert bei 2,2 %. Die Inflation zeigt damit seit März 2023 einen rückläufigen Trend. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg nach endgültigen Ergebnissen im Februar um 10,0 % ggü. dem Vormonat (+31,1 % ggü. Vorjahresmonat) auf 1.785. Dies ist die höchste Zuwachsrate auf Monatsbasis seit März 2022.[5] Für das Jahr 2024 geht das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz von einer Erholung der vergangenen Belastungen aus und rechnet mit einer Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,2%.[6] In Anbetracht der Erholung der Konjunktur und des weiterwachsenden Neugeschäfts gehen wir in unserer Planung für 2023 von einem Jahresergebnis von -16,3 Mio. EUR aus. Unsere Planungen sehen für das Neugeschäft ein Nettoankaufsvolumen von 360,1 Mio. EUR vor. Die freien Linien bzw. offenen Zusagen belaufen sich Ende März 2024 auf 135,1 Mio. EUR. Damit verfügt die Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin über eine ausreichende Liquidität.
Kassel, den 18. Juni 2024 Digital Mobility Leasing GmbH gez. Ralf Schaub, Geschäftsführer [1] BMWK Pressemitteilung vom 15.01.2024, BMWK Jahreswirtschaftsbericht Stand Januar 2024 [2] Statistik Bundesagentur für Arbeit: Arbeitsmarktberichterstattung Dezember 2023 [3] Statistik Bundesagentur für Arbeit: Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt Dezember und Jahr 2023, 4.1 Gemeldete Arbeitsstellen, 5.1 Bestand an Arbeitslosen [4] Quelle: BDL. https://www.iwkoeln.de/studien/michael-groemling-bjoern-kauder-leasing-marktbericht-2024.html [5] BMWK Pressemitteilung vom 14.05.2024: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2024 [6] BMWK 01.03.2024: Jahresprojektion der Bundesregierung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023der Digital Mobility Leasing GmbH 34119 Kassel1. Allgemeine Angaben Die Digital Mobility Leasing GmbH (Amtsgericht Kassel, HRB 15784) ist aufsichtsrechtlich als Finanzdienstleistungsinstitut i. S. v. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG einzuordnen. Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 32 Abs. 1 KWG zum Betreiben des Finanzierungsleasings vom 3. April 2012 liegt vor. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Forderungen Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert zuzüglich Zinsabgrenzung angesetzt. Bei diesen Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Den latenten Risiken bei den bestehenden Kundenforderungen wurden durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust ermittelt wird. Beteiligungen Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Leasingvermögen Die Abgrenzungskriterien zur Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums werden auf die Zuordnungsmerkmale abgestellt, die seitens der steuerlichen Rechtsprechung und der Finanzverwaltung entwickelt worden. Liegt das wirtschaftliche Eigentum bei der Digital Mobility Leasing GmbH wird das Leasingvermögen zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei der Abschreibung des Leasingvermögens wird über die Vertragslaufzeit auf den kalkulierten Restwert abgeschrieben. Bei im Leasingvermögen befindlichen geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) wird das Wahlrecht der Sofortabschreibung nicht genutzt. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen aller Neuzugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode monatsgenau vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Nettoeinzelwert bis 250 Euro wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen verbucht. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungskosten vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand über 250 Euro aber nicht über 800 Euro lagen. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Geleistete Zahlungen für die Versicherung von Bikes werden über den Leasingvertragszeitraum planmäßig aufgelöst. Aktive latente Steuern Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen bestehen bei den Kundenforderungen und bei den Rückstellungen. Die zeitlichen Differenzen gleichen sich in späteren Geschäftsjahren wieder aus. Die sich daraus ergebenden Entlastungen wurden in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB im Jahresabschluss angesetzt. Die Bewertung erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 31,2 %. Im Hinblick auf entstandene steuerliche Verlustvorträge waren auch aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB zu bilden. Die in den nächsten fünf Jahren zu erwartende Verlustverrechnung wurde aus der Unternehmensplanung abgeleitet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag zuzüglich Zinsabgrenzung passiviert. Verkaufte Forderungen, die den Charakter einer unechten Forfaitierung haben, wurden mit dem vereinnahmten Kaufpreis erfasst und um bis zum Stichtag geleistete Tilgungen reduziert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die von den Kunden geleisteten Leasingsonderzahlungen werden grundsätzlich planmäßig über die Laufzeit des Leasingvertrages aufgelöst. Zahlungen zu Leasingverträgen, die das Folgejahr betreffen, wurden abgegrenzt. Rückstellungen Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Ausweisänderungen: Von den bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde nicht abgewichen. Im Berichtsjahr werden Restbuchwertabgänge bei Untergang eines Leasingguts (z.B. im Zusammenhang mit Diebstählen) im sonstigen betrieblichen Ergebnis gezeigt und dort mit den erhaltenen Schadensersatzleistungen saldiert. Bislang erfolgte ein Ausweis dieser Aufwendungen im Leasingaufwand. Fremdwährungsumrechnung Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen nicht. 3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Forderungen an Kreditinstitute (Aktivposten Nr. 3 a) Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um Kontokorrentguthaben auf bei inländischen Kreditinstituten geführten Konten. Die Guthaben sind täglich fällig. Forderung an Kunden (Aktivposten Nr. 4)
Daneben bestehen TEUR 9.310 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit. Die Forderungen gegenüber Kunden betreffen mit TEUR 3.172 (Vj.: TEUR 1.307) Forderungen aus Leasingraten und Mietsonderzahlungen gegenüber Leasingnehmern, mit TEUR 3.631 (Vj.: TEUR 1.668) Forderungen gegenüber Kooperationspartnern und mit TEUR 1.186 (Vj.: TEUR 930) Forderungen gegenüber Unternehmen der Glinicke Automobil Gruppe. In Höhe von TEUR 17.226 (Vj.: TEUR 4.932) bestehen Forderungen gegenüber verbunden Unternehmen. Darüber hinaus sind in Höhe von TEUR 10.453 (Vj.: TEUR 0) Forderungen aus Nachrangdarlehen enthalten. Beteiligungen: (Aktivposten Nr. 7) und Anteile an verbundenen Unternehmen: (Aktivposten Nr. 8) Es werden 100% der Anteile an der Digital Mobility Leasing Österreich GmbH, Am Tabor 36, 1020 Wien gehalten. Aus dem vorliegenden Jahresabschluss per 31. Dezember 2023 der Gesellschaft ergibt sich ein negatives Eigenkapital von TEUR 1.270 und ein Jahresfehlbetrag von TEUR 995. Auf weitere Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft verzichtet. Es wird ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht von der Glinicke Finanz Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Kassel aufgestellt, in den sowohl die Digital Mobility Leasing GmbH als auch die Digital Mobility Leasing Österreich GmbH einbezogen werden. Die Digital Mobility Leasing GmbH nimmt die Befreiung nach § 291 HGB von der Verpflichtung einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zu erstellen in Anspruch. Sachanlagen: (Aktivposten Nr. 12) Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Im Aktivposten "Sachanlagen" ist Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 142 (Vj.: TEUR 65) enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände: (Aktivposten Nr. 14)
Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich mit TEUR 1.072 (Vj.: TEUR 1.954) um Forderungen aus Steuern, mit TEUR 3 (Vj.: TEUR 18) um Lieferantenüberzahlungen und mit TEUR 838 (Vj.: TEUR 504) um die Gegenposition der zum Stichtag noch nicht geleistete Zahlungen aus Bike-Versicherungen, die im Geschäftsjahr 2023 den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zugeordnet werden. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: (Passivposten Nr. 1)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: (Passivposten Nr. 2 b)
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.067 (Vj.: TEUR 4.309) enthalten. Es handelt es sich dabei auch um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Sonstige Verbindlichkeiten: (Passivposten Nr. 5)
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 8.780, Vj.: TEUR 7.090), um kreditorische Debitoren (TEUR 678, Vj.: TEUR 267) und um Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 2.545, Vj.: TEUR 2.474). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Glinicke Automobil Gruppe (TEUR 2.058, Vj.: TEUR 827) enthalten. Ebenfalls enthalten sind Kautionen über TEUR 119 (Vj.: TEUR 80), die als langfristige Sicherheit hereingenommen wurde. In Höhe von TEUR 976 sind Verbindlichkeiten aus noch zu leistenden Tilgungen im Rahmen der Asset Backed Securities Transaktion enthalten. Rechnungsabgrenzungsposten: (Passivposten Nr. 6) Der Posten umfasst in Höhe von TEUR 948 (Vorjahr TEUR 1.154) abgegrenzte Mietsonderzahlungen. Des Weiteren werden mit TEUR 3.865 erhaltene Kundenzahlungen für noch nicht fällige Leasingforderungen bilanziert. Gewinn- und Verlustrechnung Erträge und Aufwendungen des Leasinggeschäftes:
Die Zinsaufwendungen beinhalten mit TEUR 0 (Vj.: TEUR 52) Zinsaufwendungen gegenüber Unternehmen der Glinicke Automobil Gruppe und mit TEUR 96 (Vj.: TEUR 104) Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Zinserträge beinhalten mit TEUR 420 (Vj.: TEUR 0) Zinserträge von verbundenen Unternehmen. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (Nr. 8 sonstige betriebliche Erträge) sind TEUR 9 (Vj.: TEUR 56) sonstige periodenfremde Erträge enthalten. Die Erträge wurden mit TEUR 5.270 in der Europäischen Union und mit TEUR 230.514 (Vj.: TEUR 172.426) im Inland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Versicherungsentschädigung/Schadensersatzleistungen (TEUR 1.342, Vj.: TEUR 2.599). Die anderen Verwaltungsaufwendungen (GuV-Nr. 10 b) beinhalten mit TEUR 28 (Vj: TEUR 17) periodenfremde Aufwendungen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten TEUR 4 (Vj.: TEUR -311) Aufwendungen aus latenten Steuern. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse (Unter dem Bilanzstrich Nr. 1b) Eventualverbindlichkeiten in Form von übernommenen Bürgschafts- oder Patronatserklärungen bestehen in Form einer Mitverpflichtungserklärung gegenüber dem Tochterunternehmen. Wechselverbindlichkeiten wurden nicht eingegangen. 4. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten Der Bilanzposten Forderungen an Kunden ist in Höhe von TEUR 18.443 durch Forderungsabtretungen zugunsten von Banken (betrifft Passivposten 1) und Kunden (betrifft Passivposten 2) belastet. Zu Gunsten eines Kunden (betrifft Passivposten 2) sind zum Stichtag Guthaben auf Bankkonten von TEUR 7.937 verpfändet. In Bezug auf die durch die Lieferung von Gegenständen des Leasingvermögens beruhenden Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Geschäftsführung Geschäftsführer war im Geschäftsjahr: Herr Ralf Schaub, Ehlen, Diplom-Ökonom Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Pflichtangabe des § 285 Nr. 9a HGB wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Weitere Angaben Die Glinicke Finanz Holding GmbH & Co. KG, Kassel hält zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 die Mehrheit des Stammkapitals der Digital Mobility Leasing GmbH. Die Digital Mobility Leasing GmbH wird in den Konzernabschluss der Glinicke Finanz Holding GmbH & Co. KG, Kassel einbezogen. Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht. Es bestehen in Höhe von EUR 2.067.127,22 Verbindlichkeiten und in Höhe von EUR 2.221,79 Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Das unserem Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen gewährte Honorar beläuft sich auf TEUR 63. Für andere Bestätigungsleistungen beträgt das Honorar TEUR 8. Weitere Vergütungen wurden im Geschäftsjahr nicht gewährt. Arbeitnehmer
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft gab es nach dem Abschlussstichtag nicht. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der Gesamtbetrag der Beträge im Sinn des § 268 Abs. 8 HGB beträgt EUR 3.626.439,44 und betrifft ausschließlich Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 2.343.093,79. Der Jahresfehlbetrag wird mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 17.155.180,20 zusammengefasst und der Bilanzverlust in Höhe von EUR 19.498.273,99 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Kassel, 18. Juni 2024 Digital Mobility Leasing GmbH gez. Ralf Schaub, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2023
* Erläuterung: Dieser Wert entspricht der kumulierten Abschreibungen zum 31.12.2022 in Höhe von EUR 167.589.994,40 abzüglich der Zuschreibungen in 2022 in Höhe von EUR 394.330,77. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Digital Mobility Leasing GmbH, Kassel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Digital Mobility Leasing GmbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungsgrund Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Digital Mobility Leasing GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 18. Juni 2024 CASIS
Heimann Buchholz Espinoza
gez. Sonja Schmidt, Wirtschaftsprüferin gez. Jan Peter Buchholz, Wirtschaftsprüfer |
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