Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Grass GmbH
Egerländer Straße 2, 64354 Reinheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Stellberger seit 20.1.2025 | Geschäftsführer |
Dirk Döllner seit 20.1.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Adolf Würth GmbH & Co. KGKünzelsauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KonzernlageberichtDas Unternehmen Konjunkturelles Umfeld Geschäftsverlauf Umsatz nach Regionen Die Geschäftsbereiche der Würth-Gruppe Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Forschung und Entwicklung Risiko- und Chancenbericht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Prognosebericht Das Unternehmen Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. Zu dem weltweit tätigen Familienunternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Künzelsau gehören über 400 Gesellschaften, die mit mehr als 2.700 Niederlassungen in 80 Ländern vertreten sind. Die Würth-Gruppe gliedert sich in zwei Geschäftsbereiche: Das Kerngeschäft von Würth ist die Herstellung und der Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. Weitere Handels- und Produktionsunternehmen, die sogenannten Allied Companies, sind in angrenzenden Geschäftsfeldern aktiv, wie etwa im Elektrogroßhandel, in den Bereichen Elektronik oder Finanzdienstleistungen. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 20,4 Milliarden Euro und erwirtschaftete ein Betriebsergebnis von 1,5 Milliarden Euro. Die Erfolgsgeschichte der Würth-Gruppe begann Mitte des letzten Jahrhunderts: Adolf Würth gründete 1945 in Künzelsau die gleichnamige Schraubengroßhandlung. Nach seinem Tod im Jahre 1954 übernahm sein damals 19-jähriger Sohn Reinhold die Geschäfte. Mit Weitblick und unternehmerischer Leidenschaft entwickelte er aus dem Zwei-Mann-Betrieb einen weltweit tätigen Konzern mit mehr als 87.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon rund 44.000 im Vertrieb. Das Gründungsunternehmen, die Adolf Würth GmbH & Co. KG, ist bis heute die größte Einzelgesellschaft der Würth-Gruppe. Die Würth-Gruppe sieht den Bereich Digitalisierung in Verbindung mit ihrer Multi-Kanal-Strategie im Vertrieb als strategisches Wachstumsfeld. Immer mehr Kunden digitalisieren ihre Warenbeschaffung und bestellen beispielsweise über den Onlineshop, die Würth App oder automatisieren ihre Einkaufsprozesse über E-Procurement- und Systemlösungen. Das dichte Niederlassungsnetz und die telefonische Kundenbetreuung ergänzen diese Möglichkeiten. Gleichwohl bleiben die Mitarbeitenden im Außendienst als zentrale Ansprechpersonen weiterhin ein wichtiges Bindeglied zwischen Würth und Kunde. Neben dem Vertrieb ist die Logistik ein weiteres Herzstück der Würth-Gruppe. Automatisierte Prozesse erhöhen die Effizienz und Produktivität - damit der Kunde am Ende seine Ware schnell und zuverlässig erhält. Gleichzeitig fokussiert das Unternehmen über das Reinhold Würth Innovationszentrum Curio® am Firmensitz in Künzelsau den Bereich Produktentwicklung. Ziel ist, Produkt- und Systemneuheiten noch schneller auf dem Markt zu etablieren. Einzelne Produkte, Services und Anwendungsschritte werden zu effizienten Arbeitsprozessen verknüpft, um den weltweit mehr als vier Millionen Kunden aus Industrie und Handwerk die Arbeit zu erleichtern. Das Sortiment der Würth-Gruppe umfasst über eine Million Produkte. Das Familienunternehmen engagiert sich seit jeher für soziale und kulturelle Belange. Die Würth-Gruppe und die gemeinnützige Stiftung Würth setzen sich für eine lebendige Kulturlandschaft und für das soziale Miteinander der Menschen ein. Fünf unternehmenseigene Museen und zehn Kunstkabinette der Würth-Gruppe in Europa präsentieren die Werke der Sammlung Würth, die rund 20.000 Exponate umfasst. Alle Häuser sind bei freiem Eintritt für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Gründung der Würth Philharmoniker als Klangkörper der Reinhold Würth Musikstiftung gGmbH 2017 gibt dem Engagement für klassische Musik ein Fundament. Im sozialen Bereich setzen sich das Unternehmen und die Stiftung Würth für Menschen mit Behinderung ein. Weiteres Augenmerk liegt auf Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung sowie Integration. Im Sportsponsoring des Unternehmens liegen die Schwerpunkte auf Fußball und Wintersport.
Konjunkturelles Umfeld Der andauernde Krieg in der Ukraine, die Eskalation des Nahost-Konflikts und die Spannungen mit China, einhergehend mit Lieferkettenschwierigkeiten, hohen Öl- und Gaspreisen sowie einer weltweiten Inflation, haben sich erheblich auf das Jahr 2023 sowie die gesamte Wirtschaft ausgewirkt. Trotz dieser Einflussfaktoren zeigte sich die Weltkonjunktur widerstandsfähig und erreichte ein Wachstum von 2,7 Prozent (2022: + 3,3 Prozent). Einige Länder nahmen langsam wieder Fahrt auf: So verzeichneten die USA 2023 ein Wachstum von 2,5 Prozent, nach 1,9 Prozent im Vorjahr. Auch China erreichte mit einem Plus von 5,2 Prozent einen höheren Wert als noch im Jahr zuvor (2022: + 3,0 Prozent) Die europäische Wirtschaft dagegen stagnierte. Während die EU 2022 noch ein Wachstum von 3,4 Prozent erreichte, stieg das BIP 2023 nur noch um 0,5 Prozent. Hauptgründe dafür sind die restriktive Geldpolitik, die schwache Auslandsnachfrage sowie die hohe Inflation, die insbesondere durch hohe Preise für Erdgas, Mineralölprodukte und Energie beeinflusst wurde.
Auch die geopolitischen Herausforderungen spiegeln sich in den Entwicklungen innerhalb Deutschlands wider. Vor allem exportorientierte Unternehmen litten im Jahr 2023 unter der schwachen Auftragslage. Die jüngste Haushaltskrise und Streiks belasteten zusätzlich das politische Umfeld sowie die deutsche Wirtschaft. Obwohl das Jahr 2023 konjunkturell optimistisch begann, ging die Nachfrage im Jahresverlauf zurück. Steigende Zinsen und die anhaltend hohe Inflation von 5,9 Prozent (2022: 6,9 Prozent) bewirkten einen geringeren privaten Konsum. Durch den Wegfall der Corona-Sonderausgaben war auch der Staatskonsum rückläufig. All diese Umstände führten im Jahr 2023 zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent (2022: + 1,9 Prozent). Die negativen Entwicklungen schlugen sich auch in der Stimmung der deutschen Unternehmen nieder. In einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft äußerten sich die meisten Unternehmen pessimistisch: Sie schätzten die Situation der Produktion überwiegend negativ ein und berichteten außerdem von einer Verschlechterung der Lage in Bezug auf Personal und Investitionen. Die Stimmung der Unternehmen wurde auch durch einen fortlaufenden Abwärtstrend in einzelnen Branchen bestätigt. Die in den vergangenen Jahren aufgebauten Auftragspolster schwanden, neue Aufträge kamen nicht in ausreichendem Maße nach. Insbesondere das Bauhauptgewerbe war betroffen: Der Auftragseingang ging real um 4,4 Prozent zurück (2022: - 9,6 Prozent), der Umsatz verzeichnete 2023 real ein Minus von 3,3 Prozent (2022: - 5,8 Prozent). Im Gegensatz zur Baubranche konnte die deutsche Automobilindustrie ein Wachstum von 7,2 Prozent erreichen. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 2,84 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen (2022: 2,65 Millionen Neuzulassungen) allerdings liegt diese Zahl immer noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Im europäischen Vergleich schnitt die deutsche Automobilindustrie dagegen eher schwach ab: Die Märkte in Frankreich, Italien und Spanien legten deutlich stärker zu, EU-weit kam es mit 10,5 Millionen Neuzulassungen zu einem Wachstum von 13,9 Prozent (2022: 9,3 Millionen; 4,6 Prozent). Die globalen Herausforderungen sorgten besonders in Deutschland für eine angespannte konjunkturelle Situation. Das Jahr 2023 zeigte erneut, dass die geopolitischen Einflussfaktoren eng mit der Wirtschaftslage verzahnt sind und diese weitreichend bestimmen. Geschäftsverlauf
Die Würth-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 zum ersten Mal in ihrer Firmengeschichte einen Umsatz von über 20 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die heterogene Struktur des Konzerns über die verschiedensten Branchen und Regionen hinweg, das Geschäftsmodell sowie das Vertrauen der über vier Millionen Kundinnen und Kunden weltweit bildeten im vergangenen Jahr einmal mehr die Basis für den Erfolg. Trotz des weltweit angespannten wirtschaftlichen und politischen Umfelds mit Krisenherden wie dem Krieg in der Ukraine oder in Nahost konnte der Konzern erneut wachsen und legte beim Umsatz um 2,3 Prozent zu, währungsbereinigt sind es 3,5 Prozent. Die Würth-Gruppe konnte damit ihren Umsatz innerhalb von neun Jahren verdoppeln, 2014 lag er noch bei 10,1 Milliarden Euro. Positiv gestaltete sich die Entwicklung der Würth Gesellschaften in Deutschland. Die Unternehmen erzielten einen Umsatz von 8,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 5,6 Prozent. Die Gesellschaften im Ausland verzeichneten einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro (+0,2 Prozent). Was die Geschäftsbereiche anbelangt, entwickelte sich die Würth-Linie mit 2,8 Prozent Umsatzplus weiterhin gut, vor allem getrieben von einer positiven Entwicklung der Divisionen Auto (+ 8,7 Prozent) und Metall (+5,7 Prozent) innerhalb der Würth-Linie. Bei den Allied Companies wuchs der Bereich Chemie um erfreuliche 8,9 Prozent. Mit einem Wachstum von 9,9 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro sticht hier der Geschäftsbereich Elektrogroßhandel besonders hervor und hat aufgrund seines hohen Umsatzanteils von 18,7 Prozent großen Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Würth-Gruppe. Grund für die positive Entwicklung im Elektrogroßhandel war neben der Serviceführerschaft, einer sehr hohen Produktverfügbarkeit sowie einer überdurchschnittlichen Logistikkompetenz die Prosperität der erneuerbaren Energien, vor allem im Bereich Photovoltaik. Ein wesentliches Standbein für die nachhaltig positive Umsatzentwicklung der Würth-Gruppe ist der Bereich Digitalisierung in Verbindung mit der Multi-Kanal-Strategie im Vertrieb. So können die Kunden in über 2.700 Niederlassungen weltweit ihre Bedarfe decken. Ergänzend bieten die digitalen Möglichkeiten mit Onlineshop, E-Procurement und Würth App die passenden Lösungen für kontaktloses Einkaufen. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der E-Business-Bereich einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro und wuchs mit 10,4 Prozent überdurchschnittlich im Vergleich zur Würth-Gruppe. Sein Umsatzanteil liegt damit bei 22,4 Prozent. Die Mitarbeitenden im Außendienst bleiben als zentrale Ansprechpersonen ein wichtiges Bindeglied zwischen Würth und seinen Kunden. Die konzerneigenen Produktionsbetriebe in Deutschland und Europa gewährleisten eine gewisse Unabhängigkeit von globalen Lieferketten, wenngleich diese weltweit wieder stabiler wurden und die Lieferperformance im Jahr 2023 deutlich gesteigert werden konnte. Rund 70 Prozent der Waren haben ihren Ursprung in Europa. Mit 1.455 Millionen Euro wurde das zweitbeste Betriebsergebnis in der Geschichte der Würth-Gruppe erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte es sich jedoch um 7,7 Prozent (2022: 1.575 Millionen Euro). Neben dem verhaltenen Umsatzwachstum wirkten sich auch die inflationsgetriebenen Kostensteigerungen, unter anderem für Energie und Rohmaterial, sowie hohe Kreditzinsen, die die Nachfrage in der Bauwirtschaft hemmen, negativ auf das Ergebnis aus. Nach den Corona-Jahren 2020 bis 2022 gab es auch noch 2023 einen gewissen Nachholeffekt bei Reisen, Messen und Konferenzen. Die Rendite sank im Vergleich zum Vorjahr auf 7,1 Prozent (2022: 7,9 Prozent). Im vergangenen Geschäftsjahr investierte die Würth-Gruppe zur Umsetzung der geplanten Strategien nachhaltig in ihre unterschiedlichen Geschäftsbereiche und Märkte. Die Investitionsausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ohne Akquisitionen erhöhten sich 2023 auf 913 Millionen Euro (2022: 821 Millionen Euro). Die Würth-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 1.410 neue Beschäftigte hinzugewonnen. Ende des Jahres arbeiteten im Konzern 87.047 Personen, davon 43.967 im Vertrieb. In Deutschland beschäftigte das Unternehmen 27.128 Mitarbeitende. Umsatz nach Regionen
Der wichtigste Einzelmarkt der Würth-Gruppe ist weiterhin Deutschland. Die deutschen Unternehmen erzielten 2023 einen Umsatz von 8,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Umsatzplus von 5,6 Prozent und ist im Vergleich zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft als sehr positiv zu bewerten. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist 2023 gesunken. Mit dem Umsatzwachstum erhöhten die deutschen Gesellschaften der Würth-Gruppe ihren Umsatzanteil um 1,2 Prozentpunkte auf 40,6 Prozent. Im Ausland wuchs die Würth-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 0,2 Prozent. Mit 12,1 Milliarden Euro betrug der Umsatzanteil außerhalb Deutschlands 59,4 Prozent. Über 400 Gesellschaften in 80 Ländern durften im vergangenen Jahr über 4 Millionen Kundinnen und Kunden beliefern, über 50 Millionen Aufträge verließen die Lager. Regional betrachtet war das Wachstum der Würth-Gruppe 2023 sehr heterogen verteilt. Wachstumstreiber sind neben Deutschland weiterhin Süd- und Osteuropa. Die Konzerngesellschaften in den USA und Skandinavien mussten dagegen Umsatzrückgänge hinnehmen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde in Deutschland ein Umsatz von 8.289 Millionen Euro erzielt, was einer Steigerung von 5,6 Prozent entspricht (2022: 7.849 Millionen Euro). Die Stabilität der einzelnen Geschäftsmodelle, eine hohe Produktverfügbarkeit sowie eine überdurchschnittliche Logistikkompetenz sind Gründe für die gute Entwicklung der deutschen Gesellschaften. Besonders Fega & Schmitt, Uni Elektro und Walter Kluxen, die Gesellschaften des Elektrogroßhandels, haben das Wachstum in Deutschland unterstützt. Ihr Umsatz wuchs jeweils zweistellig. Ebenfalls erfolgreich entwickelt haben sich die Gesellschaften Liqui Moly (Geschäftseinheit Chemie), der Werkzeughändler Hahn+Kolb sowie Würth Elektronik ICS mit einem zweistelligen prozentualen Umsatzzuwachs. Der Unternehmensbereich Würth Elektronik eiSos sah sich dagegen mit einer rückläufigen Nachfrage konfrontiert, bedingt durch die zyklische Entwicklung auf dem Elektronikmarkt. Auch die Gesellschaften der Geschäftseinheit Handel, wie Conmetall Meister, und WASI, unser Spezialist für rostfreie Verbindungselemente aus Edelstählen und Sonderwerkstoffen, mussten sich einem schwierigen Marktumfeld stellen. Die Würth-Linie, das Kerngeschäft der Würth-Gruppe mit der Würth Industrie in Bad Mergentheim und der Adolf Würth GmbH & Co. KG, konnte dagegen mit 6,0 Prozent stärker wachsen als die Würth-Gruppe Deutschland. UMSATZ Würth-Gruppe in Mio. EUR
Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Keimzelle und größte Einzelgesellschaft des Konzerns, erwirtschaftete einen Umsatz von 2.945,8 Millionen Euro inklusive konzerninterner Umsätze (2022: 2.775,4 Millionen Euro). Nach zwei herausragenden Jahren wuchs die Gesellschaft 2023 um 6,1 Prozent, wenngleich die Steigerung 2023 etwas geringer war, auch bedingt durch die gedämpfte Umsatzentwicklung im Bausektor. Am 16. Juli 1945 begann eine der Erfolgsgeschichten der deutschen Nachkriegszeit mit der Gründung der Gesellschaft. Sie hat eine Vorreiterrolle im Konzern inne und führte bereits 2014 die Multi-Kanal-Strategie erfolgreich ein. Neben den Mitarbeitenden im Vertrieb sind die 593 Niederlassungen (2022: 585 Niederlassungen) ein Garant für die positive Entwicklung des Unternehmens. Der weitere Ausbau des E-Business, dessen Umsatz 2023 zweistellig auf einen Anteil von 21,9 Prozent erhöht wurde, untermauert die erfolgreiche Digitalisierungsstrategie des Unternehmens. DIE WÜRTH-GRUPPE WELTWEIT
Professionalität nach innen und nach außen, gepaart mit einem dynamischen Umsatzwachstum, sind Gründe für die hohe Profitabilität der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Sie konnte im Jahr 2023 das Betriebsergebnis erneut steigern. Diese Ertragskraft ist auch Voraussetzung für Investitionen in zukunftsweisende Vertriebs-, Logistik- und Produktlösungen, z. B. in die strategische Partnerschaft zur Digitalisierung der Baubranche. Im August 2023 ist die Adolf Würth GmbH & Co. KG als zweiter Gesellschafter bei LCM Digital, einem Tochterunternehmen des Bau- und Immobilienspezialisten Drees & Sommer, eingestiegen. Insgesamt steht Deutschland für ein Betriebsergebnis von 673 Millionen Euro (2022: 721 Millionen Euro) und ist damit die ertragreichste Region. Weltweit haben 2023 hohe Zinsen und eine hohe Inflation die Wirtschaftsleistung beeinflusst. So auch auf dem Kontinent Amerika. In Nordamerika, insbesondere den USA, waren die ersten beiden Quartale 2023 geprägt von mehrfachen Zinserhöhungen der Notenbank Fed zur Eindämmung der Inflation. Diese Schritte zeigten die gewünschte Wirkung. Sinkende Energiepreise haben die Teuerung in den USA ebenfalls reduziert. Die für 2023 erwartete Rezession auf dem US-Markt blieb aus und der Arbeitsmarkt erwies sich als recht robust. Das Bruttoinlandsprodukt in den USA stieg 2023 um 2,5 Prozent. Die Würth-Gruppe hat sich in diesem wirtschaftlichen Umfeld behauptet, jedoch war die Entwicklung in den verschiedenen Geschäftsbereichen sehr unterschiedlich. Würth USA konnte die positive Entwicklung der letzten zwei Jahre fortsetzen und zweistellig auf über 100 Millionen US-Dollar Jahresumsatz wachsen. Auch die Gesellschaften aus den Geschäftsbereichen Chemie, Elektronik ICS und Produktion zeigten ein erfreuliches Wachstum. Würth Electronics Midcom Inc. dagegen spürte den Gegenwind aus der zyklisch negativen Entwicklung auf dem Elektronikmarkt und kämpfte, wie auch Gesellschaften der Würth-Linie-Divisionen Industrie und Holz, mit Umsatzeinbußen. Die Gesellschaften in Südamerika mit einem Anteil von 1,5 Prozent am Konzernumsatz haben sich 2023, angeführt von Würth Brasilien, der größten Gesellschaft der Region, sehr gut entwickelt. Neben Würth Brasilien konnten auch Würth Argentinien, Würth Uruguay und Tunap Brasilien ein zweistelliges Umsatzwachstum in Lokalwährung erzielen. Ein Umsatzplus dieser Region in Euro von 8,0 Prozent und eine Steigerung in Lokalwährung um 21,3 Prozent sind überdurchschnittliche Wachstumsraten innerhalb der Würth-Gruppe, teilweise auch beeinflusst durch die hohe Inflation in den Ländern dieser Region. Insgesamt hat die Würth-Gruppe in der Region Amerika einen Umsatz von 2.997 Millionen Euro erzielt. In Landeswährung gerechnet liegt sie leicht unter dem Vorjahresumsatz. Die Gesellschaften der Würth-Gruppe in Südeuropa konnten 2023 ein Wachstum von 4,5 Prozent erzielen. Mit einem Umsatzanteil von 14,8 Prozent belegt die Region Rang zwei hinter Deutschland. Was die absolute Umsatzgröße anbelangt, ist Italien das dominierende Land der Region Südeuropa, gefolgt von Spanien und mit großem Abstand Portugal. An vierter Stelle steht die Türkei, die 2023 ein Wachstum von 18,3 Prozent verzeichnet hat. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage mit einer hohen Inflation ist dieses Wachstum bemerkenswert. In Italien, dem umsatzstärksten Land in Südeuropa, haben die Gesellschaften der Würth-Gruppe ein Wachstum von 1,5 Prozent erzielt. Würth Italien, die größte Einzelgesellschaft dieser Region, konnte ein Umsatzwachstum von 6,5 Prozent verzeichnen. Die Gesellschaften des Elektrogroßhandels waren mit rückläufigen Umsätzen konfrontiert. Maßgeblichen Einfluss darauf hatte das Ende der staatlichen Subventionierung "Superbonus 110", die zum 30. September 2023 ausgelaufen ist. Die italienische Regierung hatte mit diesem Beihilfedekret in den letzten drei Jahren den 110-prozentigen Steuerabzug für Renovierungsarbeiten an Einfamilienhäusern subventioniert, ebenso wie die für den Elektrogroßhandel bedeutende Installation von Photovoltaikanlagen und Elektrosäulen zum Aufladen von Fahrzeugen.
Spanien, das Land mit dem zweitgrößten Umsatz in Südeuropa, konnte die Wachstumsgeschwindigkeit der letzten Jahre nicht halten, erzielte aber dennoch eine überdurchschnittliche Umsatzsteigerung von 8,7 Prozent. Auch in dieser Region hatte der Elektrogroßhandel maßgeblichen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung. Im Geschäftsjahr 2023 wurden in der Region Südeuropa 298 zusätzliche Mitarbeitende eingestellt, das bedeutet ein Plus von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von den 13.922 Beschäftigten sind über 10.000 im Vertrieb tätig. Keine andere Region verfügt über so eine Vertriebsstärke. In Westeuropa sind viele etablierte Gesellschaften des Konzerns beheimatet, war diese Region doch Ausgangspunkt der Internationalisierung der Würth- Gruppe - einer der zentralen Erfolgsfaktoren des Konzerns. Die Gesellschaften in der Region konnten mit einem marginalen Wachstum von 0,4 Prozent den Umsatz auf 2.685 Millionen Euro steigern. Die Wachstumsraten in den Ländern sind jedoch sehr unterschiedlich. Frankreich und Belgien wuchsen jeweils um über vier Prozent im letzten Jahr. Frankreich erzielte damit erstmals einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Maßgeblichen Einfluss darauf hatte die Würth-Linie in Frankreich mit ihrer Multi-Kanal-Strategie. Im Bereich E-Business erwirtschaftete Würth Frankreich nachhaltige Erfolge und ein Wachstum von 26,2 Prozent. Rückläufige Umsatzentwicklungen in den Ländern Österreich, Großbritannien und den Niederlanden verhinderten ein deutlicheres Wachstum in der Region.
DIE GESCHÄFTSBEREICHE DER WÜRTH-GRUPPE Die Divisionen der Würth-Linie Im Zentrum der Geschäftstätigkeit der Würth-Linie stehen die Herstellung und der Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial für Kundinnen und Kunden aus den Bereichen Handwerk und Industrie. Innerhalb der Würth-Linie sind die operativen Geschäftseinheiten in die Divisionen Metall, Industrie, Auto, Holz und Bau aufgeteilt. UMSATZANTEILE DER DIVISIONEN am Gesamtumsatz der Würth-Gruppe
Division Metall Die Division Metall bietet ihren Kunden innovative Lösungen, um sie damit sowohl heute als auch in Zukunft bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Durch unsere Kernkompetenz, den Direktvertrieb, sowie unsere Abholshops und die vielfältigen Online-Bestellmöglichkeiten versorgen wir unsere Kunden mit sehr guter Beratung und passenden Optionen für die Beschaffung und Bereitstellung unserer Produkte. Vertriebszweig Metall In diesem Bereich werden Kunden der Metall be- und verarbeitenden Branchen bedient. Zu den größten Abnehmern zählen Metall- und Stahlbauer, Schlossereibetriebe sowie Maschinen- und Fahrzeugbauer. Vertriebszweig Haustechnik Im Fokus stehen vor allem Betriebe der Branchen Elektro-, Gas-, Heizungs- und Wasserinstallationen sowie Klima- und Lüftungsanlagenbauer. Vertriebszweig Betriebswerkstätten Dieser Vertriebszweig bedient Kunden mit innerbetrieblichen Reparaturwerkstätten aus vielen unterschiedlichen Branchen, wie Industrieunternehmen, Hotels, Einkaufszentren, Flughäfen und Krankenhäuser. Division Industrie Die Gesellschaften der Division Industrie sind spezialisierte Unternehmen mit einem Vollsortiment an Montage- und Verbindungsmaterial für die industrielle Produktion, Instandhaltung und Wartung. Neben diesem umfangreichen Standardsortiment liegt die Stärke der Division in kundenindividuellen logistischen und dispositiven Versorgungs- und Dienstleistungskonzepten sowie in der technischen Beratung. In der Division Industrie sorgt die innovative Weiterentwicklung der Beschaffungs- und Logistiksysteme dafür, dass die Bevorratung und Nachbestückung der Würth Produkte für produzierende Kunden vollautomatisiert und systembasiert abgewickelt werden. Ein wichtiger Schwerpunkt dabei bleibt die maximale Sicherheit in der Versorgung mit C-Teilen direkt am Verbrauchsort, im Lager und am Arbeitsplatz. Alle Lösungen werden unter den ganzheitlichen Ansatz der Produktions- und Betriebsmittelversorgung gestellt. Nach wie vor steht der Ausbau digitaler Prozesse und Vertriebswege im Mittelpunkt. Der strategische Fokus liegt weiterhin auf der persönlichen Kundenbetreuung vor Ort durch ein weltweites Netzwerk von Gesellschaften und damit auf einem international einheitlich hohen Niveau bei Qualität, Produkt und Prozess. Division Auto Die Division Auto sieht sich als kompetenter Partner der Kfz-Werkstätten - heute wie in Zukunft. Neben einem vollumfänglichen Produktsortiment auf höchstem Qualitätsniveau bieten wir unseren Kunden innovative Services und Systeme, die innerbetriebliche Abläufe optimieren. In ergänzenden Kompetenzfeldern wie den Bereichen Diagnose, Klimaservice und Spezialwerkzeuge unterstützen wir die Werkstätten des Automobil- und Nutzfahrzeugmarkts. Darüber hinaus bieten wir Lösungen für alternative Antriebssysteme und die zunehmende Digitalisierung im Automotive Aftersales. Vertriebszweig Pkw Die Kunden des Vertriebszweigs Pkw sind Fahrzeughersteller, Betriebe des markengebundenen und freien Kfz-Handwerks, Kunden mit großen Fahrzeugflotten, Betriebe aus den Bereichen Karosserie, Fahrzeugaufbereitung, Reifenwechsel sowie aus dem Zweiradsegment. Vertriebszweig Cargo / Nutzfahrzeuge Die Kunden dieses Vertriebszweigs sind Nutzfahrzeug-Vertragswerkstätten, freie Nutzfahrzeug-Reparaturwerkstätten, Bau- und Landmaschinen-Reparaturbetriebe, Transport- und Logistikunternehmen, Busbetriebe, Reparatur- und Verleihbetriebe von Arbeitsbühnen und Flurförderfahrzeugen, öffentliche, kommunale Ver- und Entsorgungsbetriebe sowie Land- und Forstwirtschaftsbetriebe. Division Holz Die Division Holz unterstützt ihre Kundinnen und Kunden des gesamten Holz be- und verarbeitenden Handwerks mit einem passgenauen Produktportfolio sowie spezifischen Anwendungslösungen. Das Sortiment umfasst Holzschrauben, Beschläge, chemisch-technische Artikel sowie Materialbearbeitungs- und Baukörperanschlussprodukte. Dank hoher Fachkompetenz und ganzheitlicher Vertriebslösungen bieten wir unseren Kunden nicht nur auf ihre Bedürfnisse perfekt abgestimmte Produkte. Wir verstehen uns auch als persönlicher Berater, der seinen Kunden von den ersten Plänen bis zur Fertigstellung zur Seite steht. Dabei trägt die Division Holz den aktuellen Trends der Branche Rechnung: Der Online-Konfigurator WUDESTO bietet bereits heute in Deutschland, Österreich, Italien und Belgien die Möglichkeit, individuelle Möbelelemente zu erstellen sowie maßgenaue Halbfertigteile zu bestellen. Um den Bereich E-Business international nachhaltig zu entwickeln und den Anforderungen im Handwerk gerecht zu werden, ist der Anschluss weiterer Gesellschaften an WÜDESTO bereits geplant. Division Bau Ziel der Division Bau ist es, regional, national und international tätigen Unternehmen der Baubranche weltweit einheitliche Produkte und Serviceleistungen auf Topniveau zu bieten. Optimale Anlaufstelle für die Deckung von Sofortbedarf sind die Niederlassungen. Der Außendienst ist ständiger Ansprechpartner auf der Baustelle. Er übernimmt im Rahmen des Projektgeschäfts die Rolle des Prozessoptimierers für die großen am Rohbau und haustechnischen Ausbau beteiligten Gewerke. Die Division Bau fasst alle Vertriebseinheiten zusammen, die Kundinnen und Kunden im Bauhaupt- und Baunebengewerbe betreuen. Der Schwerpunkt liegt bei Bauunternehmen, der technischen Gebäudeausrüstung, dem Dach- und Holzbau, bei Ausbau- und Fassadenspezialisten sowie bei der Direktbelieferung von Baustellen. Hier kommen zudem kundenindividuelle Service- und Logistiklösungen zum Einsatz, wie z. B. mit Produkten bestückte Materiallager direkt auf der Baustelle. Strategische Zielgruppen wie Bauherren, Planungs-, Architektur- und Projektleitungsbüros stehen im Fokus. UMSATZ Divisionen in Mio. EUR
Die Geschäftseinheiten der Allied Companies Die Gesellschaften der Allied Companies grenzen an das Kerngeschäft des Konzerns an oder bearbeiten diversifizierte Geschäftsbereiche und ergänzen das Portfolio der Würth-Gruppe. Sie sind in neun strategische Geschäftseinheiten aufgeteilt und bis auf wenige Produktionsunternehmen in der Mehrzahl Handelsunternehmen in verwandten Geschäftsfeldern. UMSATZANTEILE DER GESCHÄFTSEINHEITEN DER ALLIED COMPANIES am Gesamtumsatz der Würth-Gruppe
Elektrogroßhandel Die Geschäftstätigkeit dieser Unternehmen umfasst den Handel mit Produkten und Systemen aus den Bereichen Elektroinstallation, Industrieautomatisierung, Kabel und Leitungen, Werkzeuge, Daten- und Netzwerktechnik, Leuchten und Leuchtmittel, Haushaltsgeräte und Multimedia sowie Elektrohauswärmetechnik und regenerative Energieerzeugung. Die Handelstätigkeit wird ergänzt durch umfassende Beratungs- und Dienstleistungsangebote und richtet sich an professionelle Kundinnen und Kunden aus Handwerk, Industrie und Handel.
Elektronik Die Geschäftseinheit Elektronik produziert und vertreibt elektronische Komponenten wie Leiterplatten, elektronische Bauteile, elektromechanische Elemente und komplette Systembaugruppen aus intelligenten Power- und Steuerungssystemen.
RECA Group Die 27 Unternehmen der RECA Group beliefern die Industrie und im Direktvertrieb Kundinnen und Kunden des Bau-, Holz-, Metall- und Kfz-Handwerks sowie des Bereichs Cargo in 19 europäischen Ländern. Zum Unternehmensportfolio gehören Werkzeuge, Montage- und Befestigungsmaterial, C-Teile sowie Arbeitskleidung, Werbemittel und Fahrzeugausstattung.
Produktion Das Spektrum in dieser Geschäftseinheit umfasst die Produktion von Kaltformteilen, Umform- und Stanzwerkzeugen, einer Vielzahl von Verbindungselementen und Befestigungssystemen, Möbelbeschlägen, Sortiments- und Lagerkästen aus Kunststoff sowie Betriebs- und Fahrzeugeinrichtungen. Beliefert werden unter anderem Kundinnen und Kunden in der Baubranche, der Automobilindustrie, Hersteller von Küchen und Haushaltsgeräten sowie der Großhandel.
Chemie Die Unternehmen der Geschäftseinheit Chemie sind in der Entwicklung und Herstellung sowie im Vertrieb chemischer Produkte für die Bereiche Automotive, Industrie und Kosmetik tätig. Sie vertreiben sowohl ihre eigenen Marken als auch Private-Label-Produkte und sind als Innovationsspezialisten und Know-how-Träger in ihren Nischen anerkannt.
Handel Die Unternehmen dieser Geschäftseinheit vertreiben Installations-, Sanitär-, Befestigungs- und Montagematerial, Artikel für den Gartenbereich, Elektro- und Handwerkzeuge. Auch Möbelbeschläge für den Fachmarkt und -handel sowie Produkte für Bau- und Heimwerkermärkte und Discounter zählen zum Sortiment.
Werkzeuge Die Werkzeuggesellschaften beliefern Kundinnen und Kunden aus der Metall be- und verarbeitenden Industrie, insbesondere aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automobil- und Automobilzuliefererindustrie. Das Sortiment erstreckt sich über die Bereiche Bohren, Fräsen, Drehen, Spannen, Schleifen, Mess- und Prüftechnik, Handwerkzeuge, Betriebseinrichtung, Maschinen und Persönliche Schutzausrüstung.
Schrauben und Normteile Die Edelstahlgesellschaften sind Produktspezialisten mit Belieferungskonzepten für Industrie und Handel. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist der Handel mit rostfreien Verbindungselementen, insbesondere mit DIN- und Normteilen. Die Hydraulikgesellschaften sind spezialisiert auf den Handel mit hydraulischer Verbindungstechnik und den zugehörigen Service.
Finanzdienstleistungen Sicherheit ist gerade im Finanzbereich ein wichtiges Schlagwort. Die Würth-Gruppe bietet durch ihre finanzielle Unabhängigkeit genau diese Sicherheit in allen Bereichen der Finanzdienstleistungen: bei Finanzierungen, Leasing, Altersvorsorge, Sach- und Personenversicherungen sowie Vermögensverwaltung.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Trotz des weltweit angespannten wirtschaftlichen und politischen Umfelds ist der Umsatz des Konzerns im Geschäftsjahr 2023 erneut gewachsen. Allerdings wirkten sich die erschwerten Rahmenbedingungen negativ auf das Betriebsergebnis aus, das bei 1.455 Millionen Euro lag (2022: 1.575 Millionen Euro). Wenngleich dieses Resultat einem Rückgang von 7,7 Prozent entspricht, konnte die Würth- Gruppe doch das zweitbeste Betriebsergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielen. Die Rendite reduzierte sich infolge des reduzierten Betriebsergebnisses bei gleichzeitigem Umsatzwachstum auf 7,1 Prozent (2022: 7,9 Prozent). Das Betriebsergebnis errechnen wir als das Ergebnis vor Ertragsteuern, Abschreibungen auf Firmenwerte, Marken und Finanzanlagen, ergebniswirksamer Vereinnahmung negativer Unterschiedsbeträge, ergebniswirksamer Anpassung von Kaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen sowie ergebniswirksamen Veränderungen der als Fremdkapital ausgewiesenen Minderheitsanteile. Der Rückgang des Betriebsergebnisses ist auch auf die inflationsgetriebenen Kostensteigerungen, unter anderem für Energie und Rohmaterial, sowie auf höhere Zinsaufwendungen als im Vorjahr zurückzuführen. Materialengpässe sind im Vergleich zu 2022 zwar merklich geringer geworden, eine Materialknappheit war jedoch noch in der Automobilindustrie, bei Datenverarbeitungsgeräten sowie bei den Herstellern von elektronischer Ausrüstung und im Maschinenbau spürbar, was eine positivere Entwicklung der Gesellschaften, die in diesen Bereichen tätig sind, verhinderte. Darüber hinaus gab es einen gewissen Nachholeffekt bei Kosten für Reisen, Messen und Konferenzen, die in den Jahren davor coronabedingt unter dem Niveau von 2019 lagen. Die deutschen Gesellschaften erzielten ein Betriebsergebnis in Höhe von 673 Millionen Euro (2022: 721 Millionen Euro). Der Rückgang um 6,7 Prozent war verhaltener als bei den Gesellschaften außerhalb Deutschlands. Dementsprechend wuchs der Anteil der deutschen Gesellschaften am Gesamtergebnis auf 46,3 Prozent, die Umsatzrendite reduzierte sich auf 8,1 Prozent (2022: 9,2 Prozent). Mit einem Rekordbetriebsergebnis von 306,8 Millionen Euro erzielte die Adolf Würth GmbH & Co. KG den größten Ergebnisbeitrag, gefolgt von der Würth Elektronik eiSos. Weitere Leistungsträger sind Fega & Schmitt Elektrogroßhandel, Liqui Moly, Uni Elektro Fachgroßhandel und Würth Industrie Service. Außerhalb Deutschlands hat sich das Betriebsergebnis vor allem bei den Gesellschaften in den USA und in Südeuropa rückläufig entwickelt. Insgesamt erzielten die ausländischen Gesellschaften ein Betriebsergebnis von 782 Millionen Euro (2022: 854 Millionen Euro), was einem Minus von 8,4 Prozent entspricht. Gesellschaften, die von der Elektronikbranche oder dem Edelstahlsegment abhängig sind, spürten einen deutlichen konjunkturellen Gegenwind und ihr Betriebsergebnis konnte nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen. Der Bereich Möbelbeschläge litt unter einer spürbar rückläufigen Auftragslage in der Küchenmöbelindustrie. Gepaart mit hohen Sicherheitsbeständen, die sich die Kunden 2022 aufgrund von Materialengpässen aufgebaut hatten, führte dies zu einem Umsatzrückgang und in Folge zu einem rückläufigen Betriebsergebnis. Etablierte Gesellschaften der Würth-Linie, des Elektrogroßhandels sowie der Chemie-Gruppe haben dagegen die wirtschaftlichen Herausforderungen sehr gut gemeistert und das Jahr 2023 erfolgreich abgeschlossen. Die Materialaufwandsquote liegt mit 52,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau (2022: 52,9 Prozent). Die nachlassende Materialknappheit und die erhöhten Anstrengungen, Einkaufspreissteigerungen an Kunden weiterzugeben, waren die wesentlichen Faktoren für diese kleine Verbesserung. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 154 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau (2022: 109 Millionen Euro), hauptsächlich bedingt durch Versicherungsrückerstattungen und die Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, die zugunsten der Würth-Gruppe entschieden wurden. Ende Dezember 2023 beschäftigte die Würth-Gruppe 87.047 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das entspricht einem Zuwachs von 1.410 Beschäftigten. Schwerpunkt des Personalzuwachses waren die Bereiche Niederlassungen sowie die Funktionen Logistik und IT. Vereinzelt wurde die Anzahl der Beschäftigten an die fehlende Kapazitätsauslastung in den Geschäftsbereichen angepasst, jedoch unterproportional zum Umsatzrückgang. Zusammen mit realisierten Lohnkostensteigerungen im Jahr 2023 führte dies zu einer Erhöhung der Personalaufwandsquote auf 24,3 Prozent (2022: 23,9 Prozent). Die Abschreibungen liegen mit 863 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau (2022: 804 Millionen Euro). In den Abschreibungen enthalten sind Wertminderungsaufwendungen für immaterielle Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, Sachanlagen, Nutzungsrechte an Vermögenswerten sowie Finanzanlagen in Höhe von 51,9 Millionen Euro (2022: 44,4 Millionen Euro). Diese entfallen im Wesentlichen auf die Geschäftseinheit Elektronik sowie auf Produktionsgesellschaften. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich um 6,2 Prozent auf 811 Millionen Euro erhöht (2022: 759 Millionen Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent. Die Quote liegt mit 12,3 Prozent geringfügig über dem Vorjahr (2022: 11,9 Prozent). Einen deutlichen Anstieg gab es bei den Muster- und Werbekosten sowie den Reisekosten. Gegenläufig entwickelten sich die Verpackungskosten. Die Steuerquote reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 leicht auf 21,5 Prozent (2022: 22,8 Prozent). Ein wesentlicher Grund für diesen geringfügigen Rückgang sind die Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge aus Vorjahren sowie im Vergleich zu 2022 geringere periodenfremde Steuern. Gegenläufig wirkte eine Erhöhung der steuerlich nicht anrechenbaren Aufwendungen. Zur detaillierten Analyse verweisen wir auf Abschnitt "13. Ertragsteuern" im Konzernabschluss. Insgesamt erfüllte das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von 20,4 Milliarden Euro und einem Betriebsergebnis von 1,5 Milliarden Euro die Erwartungen nicht ganz, die Anfang des Jahres 2023 von der Konzernführung formuliert wurden. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen mit dem Krieg in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt konnte der Umsatz auf ein neues Rekordniveau gesteigert und das zweitbeste Betriebsergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt werden. Weil sie mit ihrer internationalen Aufstellung, der Diversifikation über verschiedene Geschäftsfelder sowie ihrer Multi-Kanal- Strategie das Risiko streut, hat die Würth-Gruppe einmal mehr ihre Leistungsfähigkeit deutlich unter Beweis gestellt. Dank ihrer breiten Aufstellung, die sich auch 2023 als verhältnismäßig krisenresistent erwiesen hat, kann sie wirtschaftliche Schwankungen in einzelnen Teilmärkten ausgleichen. ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN Überleitung vom Betriebsergebnis der Würth-Gruppe in Mio. EUR
Der Jahresüberschuss reduzierte sich um 4,9 Prozent auf 1.136 Millionen Euro (2022: 1.194 Millionen Euro). Die Kennzahl Rohertrag, die wir aus Umsatz minus Wareneinsatz errechnen, hat sich aufgrund der nachlassenden Materialknappheit und eines aktiven Preismanagements stabilisiert. Die Kennzahl Fluktuation verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr, was auch Ausdruck der Unternehmenspolitik ist, grundsätzlich an den Mitarbeitenden festzuhalten und auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen nicht sofort mit Kapazitätsanpassungen zu reagieren. Im langfristigen Vergleich über die letzten 20 Jahre befindet sich die Fluktuation mit 12,6 Prozent auf einem niedrigen Niveau (2022: 14,2 Prozent). Aufgrund der verhaltenen Umsatzentwicklung bei gleichzeitigem Aufbau der Beschäftigtenzahl hat sich die Produktivität 2023 geringfügig verschlechtert. Insgesamt ist die Konzernführung zufrieden mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2023. Die gesetzten Ziele für Umsatz und Betriebsergebnis wurden zwar nicht ganz erreicht, die Erwartungen, die sich im Laufe des Jahres 2023 verfestigten, wurden jedoch erfüllt.
Investitionen und Cashflow 2023 war durch geopolitische Verwerfungen gekennzeichnet. Trotzdem konnte die Würth-Gruppe einen Rekordumsatz erzielen. Grundsätzlich gilt, dass Wachstum untrennbar zum Selbstverständnis der Würth-Gruppe gehört. Wachstum durch das Erschließen neuer Märkte und Wachstum in bestehenden Märkten setzen optimale Rahmenbedingungen voraus. Die Würth-Gruppe schafft diese unter anderem durch nachhaltige Investitionen. 2023 kamen Investitionen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ohne Akquisitionen in Höhe von 913 Millionen Euro hinzu, was einer Steigerung um 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In den vergangenen zehn Jahren hat der Konzern damit rund 6 Milliarden Euro in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert. 2023 lag der Schwerpunkt auf dem Ausbau von IT-Infrastruktur und Lagerkapazitäten für unsere Vertriebsgesellschaften sowie auf Produktionsgebäuden, technischen Anlagen und Maschinen für unsere Produktionsgesellschaften. Innerhalb der Allied Companies setzt die Reisser Schraubentechnik Gmbh mit dem neuen Logistikzentrum in Osterburken ein positives Signal für die heimische Wirtschaft. Die Inbetriebnahme des hochmodernen Logistikzentrums im Regionalen Industriepark Osterburken (RIO) ist für den Herbst 2024 geplant, der Spatenstich war im Juli 2022. Auf einer Fläche von vier Hektar entsteht eine rund 20.000 Quadratmeter große Lagerhalle. Am neuen Logistikstandort wird neben der Hightech-Lagerhalle auch ein modernes Verwaltungsgebäude errichtet. Die Investition von 52 Millionen Euro ist die größte in der über hundertjährigen Firmenhistorie von Reisser. Die neuen Gebäude in Osterburken werden nach den Richtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für energieeffizientes Bauen geplant und gebaut. Auf dem Hallendach werden Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von knapp 1.000 kWp installiert, wodurch sichergestellt ist, dass das moderne Gebäude mit grünem Strom bewirtschaftet wird. Das Produktionsunternehmen Liqui Moly GmbH schlägt am Stammsitz Ulm ein neues Kapitel auf: Ein Neubau für die Produktion von Additiven mit drei modernen Abfüllanlagen und zusätzlichen Büroräumen wurde 2023 eröffnet und geht 2024 vollständig in Betrieb. Die neuen Maschinen steigern die maximale Ausstoßkapazität um 40 Prozent. In die neue Additivproduktion hat das Unternehmen 8 Millionen Euro investiert. Liqui Moly entwickelt sämtliche Additive in Ulm und stellt sie dort her. Die Investitionen sind ein Bekenntnis zum Standort Ulm und zur Qualität "made in Germany". Die Erweiterung der neuen Additivproduktion schafft nicht nur zusätzliche Arbeitsplätze und verbessert die Arbeitsbedingungen, sie markiert ebenso einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Umsatzziel der Gesellschaft von 1 Milliarde Euro. Neben den Allied Companies investierten auch die Gesellschaften der Würth- Linie kräftig in den Ausbau von Logistikkapazitäten für zukünftiges Wachstum. So auch die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG in Bad Mergentheim mit dem Bau eines neuen, automatisierten Hochregallagers mit weiteren 59.000 Lagerplätzen auf einer Fläche von über 4.000 Quadratmetern. Das Investitionsvolumen liegt bei über 30 Millionen Euro und die Inbetriebnahme ist für April 2024 geplant. Der Industriepark Würth in Bad Mergentheim gilt als eines der modernsten Logistikzentren für Industriebelieferung in ganz Europa. Von hier aus werden rund 20.000 Kundinnen und Kunden mit Produktionsmitteln sowie Hilfs- und Betriebsstoffen sicher beliefert. Dabei kommen moderne, vollautomatisierte Hochregal- und Shuttleläger mit einer Kapazität von über 650.000 Lagerplätzen, eine 34 Kilometer lange Fördertechnik, autonom fahrende Behältershuttles, Kameraprüfsysteme sowie moderne selbstlernende Roboter zum Einsatz - mit dem Ziel einer optimierten Arbeitsplatzergonomie, einer nachhaltig gesunden Arbeitsweise durch die Übernahme von körperlich belastenden Aufgaben sowie mit einem erhöhten Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad. Auch außerhalb Deutschlands wurden die Logistikkapazitäten für das Kerngeschäft erweitert. Würth Ungarn konnte im August 2023 ein neues Logistik- und Verwaltungszentrum in Törökbälint eröffnen. Für 18,2 Millionen Euro wurde ein neuer Standort errichtet, der weiterhin die Nähe zur Hauptstadt Budapest gewährleistet und gleichzeitig eine optimale Verkehrsanbindung bietet. Der alte Standort wurde vor 33 Jahren in Budaörs, am westlichen Stadtrand von Budapest, errichtet. Aufgrund der Verdoppelung des Umsatzes der Gesellschaft in den letzten acht Jahren sind die Lager- und Bürokapazitäten an ihre Grenzen gestoßen. Mit 4.800 Quadratmetern Logistikfläche und 1.870 Quadratmetern Bürofläche ist Würth Ungarn nun für die Zukunft gerüstet. Zusätzlich zu den Investitionen in Produktions- und Lagerflächen haben wir, wie bereits in den vergangenen Jahren, in unser Lagermanagementsystem ORSY® investiert, das unseren Kundinnen und Kunden eine bedarfsgerechte Lagerung und Bereitstellung verschiedener Ge- und Verbrauchsartikel bietet. Von den Gesamtinvestitionen entfielen 42,7 Prozent auf Deutschland (560 Millionen Euro). Das zeugt von der nach wie vor sehr großen Bedeutung, die der Heimatmarkt für die Würth-Gruppe hat. Das in den vergangenen Jahren weiter verfeinerte Investitionscontrolling mit ausgefeilten Erfassungs- und detaillierten Auswertungsmöglichkeiten versetzt die Konzernführung zu jeder Zeit des Jahres in die Lage, sehr kurzfristig auf sich abzeichnende Veränderungen zu reagieren und sich an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Auch 2023 ist die Würth-Gruppe ihrem Ansatz treu geblieben, Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (ohne Nutzungsrechte nach IFRS 16) vollständig aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Dieser lag bei 2.002 Millionen Euro (2022: 867 Millionen Euro) und damit auf Rekordniveau. Das Plus von 1.135 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr ist in einer sehr umsichtigen Bestandsbewirtschaftung sowie einem sehr effizienten Management der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründet. Einkauf Im Jahr 2023 hat sich der Beschaffungsmarkt von einem Verkäufermarkt zu einem Einkäufermarkt gewandelt. Das Marktumfeld in Deutschland, Europa und Asien bleibt herausfordernd. Die Einkaufsmanager-Indizes zeigten eine deutlich negative Entwicklung in den Märkten. Die Werte sanken seit Februar 2023 konstant und fielen im Dezember 2023 für Europa weit unter die 50-Punkte-Wachstumsschwelle. Der Wert für die Eurozone lag im Dezember 2023 bei 44,4 und für Deutschland sogar nur noch bei 43,3. Der Index in China lag im Dezember 2023 bei 50,8. Die Kapazitäten in den Produktionen sind dementsprechend nicht ausgelastet. Die Erhöhungen des Leitzinses der Federal Reserve Bank und der Europäischen Zentralbank führen darüber hinaus vor allem zu einem starken Rückgang im Baugewerbe. Der US-Dollar erholte sich im Vergleich zu 2022 leicht, was Einkäufe aus dem Dollarraum begünstigte. Auf der Beschaffungsseite hat sich die Situation im Vergleich zum Jahr 2022 deutlich beruhigt. Die Auslastung der Lieferanten sinkt, wodurch die Lieferketten wieder stabiler werden und die Lieferperformance im Jahr 2023 deutlich gesteigert werden konnte. Diese stabilisierte sich in allen Produktbereichen. Im Lauf des Jahres 2023, vor allem im zweiten Halbjahr, konnten erstmals seit der COVID-19- Pandemie wieder Preisreduzierungen erzielt werden, die allerdings aufgrund des hohen Lagerbestands erst mit einer gewissen Zeitverzögerung wirksam wurden. Da die konjunkturelle Entwicklung in den kommenden Monaten große Unsicherheiten birgt, liegen die Schwerpunkte des Einkaufs weiterhin auf der Reduzierung der Bestände, der Steigerung des Lagerumschlags und auf der Senkung der Einkaufspreise. EIGENKAPITAL Würth-Gruppe in Mio. EUR
Die Rohstoffentwicklung stellt sich je nach Produktbereich unterschiedlich dar. So verbesserte sich beispielsweise die Verfügbarkeit von Stahl, Aluminium und Kunststoffen vor allem im asiatischen Raum deutlich, während es im chemischtechnischen Bereich weiterhin teilweise zu Verwerfungen kam. Die Preise für Rohstoffe, vor allem für Kupfer, Nickel, Stahl und Kunststoff, sanken im Lauf des Jahres 2023. Eine weitere positive Entwicklung zeigte die Frachtsituation. Die Auslastung von Containerschiffen hat sich 2023 entspannt und in europäischen und asiatischen Häfen kam es bis Dezember nicht mehr zu Verzögerungen. Infolgedessen sanken auch die Containerpreise auf ein Niveau wie vor der COVID-19-Pandemie. Diese positive Entwicklung nahm ein Ende durch die Angriffe der Huthi-Miliz auf Containerschiffe im Roten Meer. Neben den zunehmenden Gesetzesanforderungen und Richtlinien, wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder dem Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), bringen die weltpolitischen Spannungen weiterhin Herausforderungen für den Einkauf mit sich, beispielsweise Sanktionen gegen bestimmte Länder. Aufgrund der volatilen Marktsituation suchen wir weiterhin Alternativen für strategisch wichtige Produktbereiche, um die Lieferfähigkeit jederzeit sicherzustellen. Vorräte und Forderungen Geschäftsmodellbedingt sind Vorräte und Forderungen wesentliche Bilanzpositionen für die Würth-Gruppe. Ihr Management und ihre Optimierung stehen permanent im Fokus der Unternehmensleitung. Der Wandel des Beschaffungsmarkts von einem Verkäufer- zu einem Einkäufermarkt hat die Situation beim Vorratsmanagement im Jahr 2023 entspannt. Allerdings spiegelten sich die reduzierte Nachfrage auf nahezu allen Märkten und das zurückhaltende Bestellverhalten der Kunden in einem geringeren Umsatzwachstum wider. Dadurch wurden nur in vereinzelten Geschäftsbereichen Lagerbestände aufgebaut, wie zum Beispiel im Elektrogroßhandel. Die Mehrheit der Unternehmen der Würth- Gruppe hatte den Abbau der Lagerbestände im Fokus. Deshalb reduzierten sich die Vorratswerte der Würth-Gruppe auf 3.512 Millionen Euro (2022: 3.828 Millionen Euro) und liegen damit um 8,3 Prozent und 316 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Der auf Basis von 12 Monaten berechnete Lagerumschlag reduzierte sich geringfügig von 4,2-mal Ende 2022 auf 4,1-mal Ende 2023. Das weltweit angespannte wirtschaftliche und politische Umfeld lässt die Sicherung der Liquidität der Würth-Gruppe weiterhin stark im Fokus stehen. Die Gefahr zunehmender Unternehmensinsolvenzen bzw. zumindest verspäteter Zahlungseingänge hat sich vor allem in den letzten Monaten des Jahres noch verstärkt. Die seit Langem bestehenden Controllingsysteme, die eine schnelle Reaktion auf sich andeutende Fehlentwicklungen sicherstellen, halfen der Würth-Gruppe, zu jeder Zeit den Überblick zu behalten. Das effiziente Zusammenspiel von Vertrieb und Forderungsmanagement des Konzerns führte zu einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,1 Prozent auf 2.732 Millionen Euro (2022: 2.819 Millionen Euro). Die Kennzahl Debitorentage (auf Basis einer 12-Monats-Berechnung) lag mit 54,3 Tagen jedoch über dem Vorjahreswert (2022: 54,0 Tage). Dieser Anstieg wurde maßgeblich durch die Gesellschaften im Ausland beeinflusst, denn die Gesellschaften in Deutschland reduzierten die Debitorentage sogar von 41,2 auf 40,9 Tage. Die Marke von 41 Tagen konnte in den letzten zehn Jahren nur in der Pandemiezeit 2020 und 2021 unterschritten werden. Aufgrund des hohen Umsatzanteils der deutschen Gesellschaften gibt diese Entwicklung dem Konzern zusätzliche Sicherheit für eine stabile Liquiditätsentwicklung, da außerhalb Deutschlands die Debitorentage von 62,3 im Vorjahr auf 63,6 Tage angestiegen sind. Wir werden auch weiterhin mit einer leistungsstarken Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und Debitorenmanagement und mittels verfeinerter Analysen auf eine Optimierung der Forderungsbestände hinwirken. Kritisch sehen wir das Zahlungsverhalten in Südeuropa, China und im Mittleren Osten, das sich wachstumshemmend auswirkt. Der Prozentsatz der Forderungsausfälle und der Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen bezogen auf die Umsatzerlöse blieb wie 2022 konstant bei 0,4 Prozent. Finanzierung Das Eigenkapital der Würth-Gruppe hat sich im vergangenen Jahr auf 8.761 Millionen Euro erhöht (2022: 7.913 Millionen Euro). Das entspricht einem Zuwachs von 10,7 Prozent. Die Eigenkapitalquote stieg mit diesem Plus von 848 Millionen Euro auf 48,7 Prozent (2022: 46,0 Prozent) und liegt damit auf einem für ein Handelsunternehmen guten Niveau. Die hohe Eigenmittel-Finanzierung stellt die weitgehende Unabhängigkeit von externen Kapitalgebern sicher, was gerade in Krisenzeiten unverzichtbar ist. Darüber hinaus ist die gute Eigenkapitalausstattung seit Jahren Basis einer konstant hohen finanziellen Stabilität sowie der soliden Finanzierung der Unternehmensgruppe und stärkt das Vertrauen der Kunden und Lieferanten in den Konzern. Die Würth-Gruppe als Familienkonzern reinvestiert seit Jahrzehnten Gewinne weitgehend in das Unternehmen. Die Bilanzsumme erhöhte sich moderat um 4,7 Prozent auf 17.995 Millionen Euro (2022: 17.188 Millionen Euro), hauptsächlich bedingt durch einen Anstieg der Sachanlagen sowie die Ausweitung der Finanzdienstleistungsaktivitäten. Die Refinanzierung im Bankgeschäft erfolgte vorwiegend über Kundengelder und Kapitalsammelstellen sowie ergänzend über die Europäische Zentralbank, im Bereich Leasing hauptsächlich durch das eigens dafür aufgelegte ABCP-Programm ("Asset Backed Commercial Paper"-Programm), durch ein KfW-Global-darlehensprogramm sowie durch Forfaitierungen und interne Mittel. Seit über 25 Jahren unterzieht sich die Würth-Gruppe einem jährlichen Ratingprozess. S&P Global Ratings als führende Rating-Agentur bestätigte im Mai 2023 erneut das Rating der Würth-Gruppe mit A/outlook stable. Die Bewertung spiegelt das Vertrauen in die künftige erfolgreiche Entwicklung des Geschäftsverlaufs und der Finanzkennzahlen wider. Die Perspektiven der Würth-Gruppe werden positiv eingeschätzt. Das seit Jahren gute Rating ist nicht nur Ausdruck einer positiven Bonitätseinstufung, sondern auch Zeichen einer kontinuierlichen und erfolgreichen Entwicklung der Unternehmensgruppe und der Stabilität unseres Geschäftsmodells. Die optimierte Bewirtschaftung des Working Capitals führte zu einer deutlichen Zunahme der liquiden Mittel. Die Nettoverschuldung der Würth-Gruppe reduzierte sich in Folge auf 455 Millionen Euro nach 987 Millionen Euro im Jahr 2022. Zur Finanzierung verfügte die Würth-Gruppe am Ende des Geschäftsjahrs 2023 unverändert über vier am Kapitalmarkt emittierte Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 1.850 Millionen Euro zuzüglich 300 Millionen Schweizer Franken. Die Fälligkeiten verteilen sich auf die Jahre 2025, 2026, 2027 und 2030 und sind demzufolge gut gestreut. Für weitere Angaben verweisen wir auf Abschnitt "28. Finanzschulden" im Konzernabschluss. Die Würth-Gruppe verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven. Zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die liquiden Mittel auf 1.597 Millionen Euro (2022: 1.215 Millionen Euro). Zusätzlich besteht eine ungenutzte, von einem Bankenkonsortium bis September 2028 fest zugesagte Kreditlinie in Höhe von 500 Millionen Euro. Die finanzielle Ausstattung und die damit verbundene Handlungsfähigkeit der Würth-Gruppe bleiben somit uneingeschränkt hoch. Forschung und Entwicklung Würth investiert seit über 30 Jahren in Forschung und Entwicklung, um seine Kompetenz als führender Hersteller und Händler von Befestigungstechnik für professionelle Anwendungen weiter zu stärken. Derzeit erwirtschaftet die Würth- Gruppe rund 45 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten, die im Konzern produziert werden oder in die eigenes Entwicklungs-Know-how eingeflossen ist. Die zentrale Aufgabe der Forschungs- und Entwicklungsarbeit besteht darin, einzelne Produkte, Dienstleistungen und Anwendungsschritte miteinander zu verknüpfen, um effiziente Arbeitsprozesse zu schaffen. Das Ziel ist, die Arbeit der Kunden zu erleichtern und ihren zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Der Fokus der Entwicklungstätigkeit liegt vor allem auf den Kompetenzfeldern Befestigungstechnik, Schrauben, Dübel, Chemie, Maschinen und Systeme. Um zukunftsweisende Produkt- und Systemneuheiten noch schneller und kundenspezifischer auf den Markt zu bringen, wurde im September 2022 das Reinhold Würth Innovationszentrum Curio® am Hauptsitz in Künzelsau eröffnet. Auf 15.500 Quadratmetern entstanden moderne Klimakammern, Werkstätten und eines der weltweit leistungsfähigsten Testzentren für Befestigungstechnik sowie Testfelder für PowerTools und IoT. Im Innovationszentrum arbeiten etwa 250 Beschäftigte aus den Bereichen Produktmanagement, Qualitätssicherung sowie Forschung und Entwicklung der Adolf Würth GmbH & Co. KG und der Produktionsgesellschaften des Konzerns. Sie kooperieren über Hochschulpartnerschaften mit externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Durch die Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie KIT sowie der Universität Stuttgart und der Reinhold-Würth-Hochschule Heilbronn am Campus Künzelsau entsteht ein Cluster aus Fachwissen und Anwendungsexpertise. Dadurch können Lösungen aus der Hochschulforschung schneller in die industrielle Praxis umgesetzt werden. So haben Studierende des KIT beim jüngsten Innovationsprojekt ein Semester lang in Kooperation mit der Adolf Würth GmbH & Co. KG anwendungsorientierte Lösungen für den Dachbau entwickelt. Das Ergebnis sind acht neue Patentanmeldungen. Neben den Entwicklungen im Produktbereich entwickelt und testet Würth auf einer Logistikfläche im Curio® intralogistische Systeme. Auf mehreren Hundert Quadratmetern Büro-, Lager- und Logistikfläche können die neuesten am Markt verfügbaren Technologien erprobt werden, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Erfolgreich getestete Innovationen werden in die operative Logistik überführt. Innovationen haben im Konzern einen hohen Stellenwert. Die Würth-Gruppe besitzt derzeit über mehr als 3.300 aktive Patente und Gebrauchsmuster. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf die Bereinigung des Produktportfolios und ausgelaufene Patente zurückzuführen. Die Unternehmensgruppe verfügt darüber hinaus über mehr als 1.350 eingetragene Designs und mehr als 8.270 aktive Marken. Im Folgenden sind drei wegweisende Produkte aufgeführt, die beispielhaft für die zahlreichen Innovationen der Würth-Gruppe stehen. Würth-Gruppe: Adolf Würth GmbH & Co. KG und Toge Dübel GmbH & Co. KG REINFORCE AC trägt zur Nachhaltigkeit bei Die Installation von Photovoltaikanlagen auf vorhandenen Dächern fördert die Energiewende und vermeidet neuen Flächenverbrauch. Allerdings eignen sich ältere Industriedächer aus Porenbeton oft nicht dafür, da sie nicht ausreichend tragfähig sind. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG und die Toge Dübel GmbH & Co. KG haben mit REINFORCE AC gemeinsam ein System entwickelt, mit dem sich die Tragfähigkeit alter Porenbetondächer durch einfache Sanierung von innen sehr stark steigern lässt. Das ist mittels Schrauben und eines Verfestigungsmörtels möglich, der in die Luftkapillaren des Porenbetons gepresst wird. Während die Schrauben die bereits vorhandene Bewehrung des Porenbetons unterstützen, verankern sie gleichzeitig an der Unterseite des Daches Stäbe aus Aluminium oder glasfaserverstärktem Kunststoff. Diese dienen als nachträgliche außen liegende Bewehrung und Biegezugverstärkung. So lassen sich bis zu 80 Prozent zusätzliche Traglast auf das Dach bringen oder bereits vorgeschädigte Porenbetonelemente über die ursprüngliche Traglast hinaus sichern. REINFORCE AC wurde im Reinhold Würth Innovationszentrum Curio® entwickelt und erhielt den Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg 2023 in der Kategorie Materialeffizienz. Die Lösung ist am Markt verfügbar und Projekte erhalten jeweils eine Zustimmung im Einzelfall. Mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik wird im Laufe des Jahres 2024 gerechnet. Würth-Linie: Adolf Würth GmbH & Co. KG Drei innovative Bohrertypen erweitern die Produktfamilie ZEBRA® SMART STEP® Würth setzt konsequent auf Innovationen im Bereich des effizienten und intelligenten Bohrens. Neben den neuen Blechschälbohrern und einer Premiumversion des Kombigewindebohrers "3 in 1" präsentiert das Unternehmen ab sofort auch neue Stufenbohrer. Die Stufenbohrer sind in unbeschichteter und Aluminium-Titan-Nitrit-beschichteter Ausführung erhältlich und zeichnen sich durch ein umfangreiches Abmessungsspektrum aus. Die SMART STEP®-Technologie ermöglicht dem Kunden ein bis zu dreimal schnelleres und präziseres Bohren. Innovative Geometrien zwischen den Stufenübergängen minimieren den Kraftaufwand und sorgen für einen kontrollierten Bohrprozess. Die zum Patent angemeldete Geometrie des beschichteten Stufenbohrers sorgt auch für eine deutlich längere Standzeit: Das Werkzeug hält dreimal so lang, bis es die Verschleißgrenze erreicht. Die neuen Stufenbohrer eignen sich optimal für die Blechbearbeitung in verschiedenen Branchen wie Elektrohandwerk, Sanitär- und Heizungstechnik, Kfz-Werkstätten sowie Maschinen-, Schaltschrank-, Behälter- und Apparatebau. Allied Companies: Würth Elektronik Circuit Board Technology Entwicklung intelligenter Pflaster zur Herzüberwachung vorangetrieben Würth Elektronik Circuit Board Technology (CBT) hat gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie ein dehnbares und kabelloses Pflaster entwickelt, das eine Langzeitüberwachung des Herzens ermöglicht. Einmal aufgeklebt, misst das Pflaster die Körperfunktionen des Patienten. Das Klinikpersonal erhält die Werte zur Kontrolle direkt über eine App. AKTIVE PATENTE Würth-Gruppe
Würth Elektronik CBT hat das Design der Leiterplatten begleitet und die dehnbaren Substrate gefertigt. Die Trägerfolie des Pflasters besteht aus einem elastischen Material, das angenehm auf der Haut zu tragen ist. Die Folie aus thermoplastischem Polyurethan lässt sich mit gängigen Leiterplattentechnologien, wie der Bestückung mit Pick-and-Place-Maschinen, kostengünstig verarbeiten. Um diesen Vorteil zu nutzen, wurden die elektrischen Funktionen in ein duales System-in- Package-Design integriert und direkt auf die biegsame Leiterplatte montiert. Der hohe Grad an Miniaturisierung und die dichte Integration der einzelnen Bestandteile sorgen für ein unauffälliges Design. Das Pflaster bleibt deshalb nahezu unsichtbar unter der Kleidung. Das intelligente Pflaster entstand im Rahmen der von der Europäischen Union geförderten Initiative ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership) und des Projekts "Advanced packaging for photonics, optics and electronics for low cost manufacturing in Europe". Würth Elektronik CBT war einer von 31 europäischen Partnern, die an dem Projekt teilgenommen haben. Ziel des Projekts war es, die Halbleiter-Wertschöpfungskette für die Medizintechnik in Europa durch die Entwicklung neuer Werkzeuge, Methoden und Prozesse für die Serienfertigung zu stärken. Risiko- und Chancenbericht Die Würth-Gruppe ist als weltweit agierendes Unternehmen ständig Risiken ausgesetzt, realisiert allerdings auch konsequent sich ergebende Chancen. Chancen und Risiken können sowohl durch eigenes Handeln oder Unterlassen als auch durch externe Faktoren entstehen. Die Risiko- und Chancenpolitik der Würth- Gruppe orientiert sich am Erreichen der mittelfristigen finanziellen Ziele und an der nachhaltigen und langfristigen Sicherung des Konzernwachstums. Um dies sicherzustellen, hat die Würth-Gruppe ein System eingerichtet, das unternehmerische Chancen und Risiken identifiziert, einheitlich erfasst und bewertet, gegeneinander abwägt und kommuniziert. Die systematische und regelmäßige Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden. Funktionsweise des Risikomanagementsystems Die Würth-Gruppe verfügt über ein dreistufiges Risikomanagementsystem (RMS): das zyklische Überwachungssystem der Konzernrevision, das Konzerncontrolling sowie das Frühwarnsystem. Die Gesamtverantwortung für den unternehmensweiten Risikomanagementprozess liegt bei der Konzernführung. Sie definiert die risikopolitischen Grundsätze und die Risikostrategie der Würth-Gruppe. Die Verantwortung für die Umsetzung eines funktionsfähigen und effizienten RMS in den Konzerngesellschaften liegt bei den jeweiligen Geschäftsleitungen. Diese werden hierbei durch den Risikomanager unterstützt, der direkt an die Konzernführung berichtet und den Risikomanagementprozess auf Konzernebene koordiniert. Der Risikomanager steht in ständigem Kontakt mit dem Risikocontroller des Beirats, der direkt der Vorsitzenden des Beirats unterstellt ist. Funktionsweise des rechnungslegungsbasierten internen Kontrollsystems Ziel des rechnungslegungsbasierten internen Kontrollsystems ist die Sicherstellung der vollständigen Erfassung und die korrekte Würdigung aller Geschäftsvorfälle im Hinblick auf die Rechnungslegungsvorschriften. Ein wesentliches Element des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Würth-Gruppe ist das Würth Informationssystem. Mithilfe dieses Reportings werden - aufbauend auf einer einheitlichen monatlichen Meldung - alle zur Steuerung der Würth-Gruppe notwendigen Kennzahlen zeitnah dargestellt und stehen der Konzernführung und der Geschäftsbereichsleitung für weitere Analysen zur Verfügung. Systemgestützte Kontrollmechanismen wie Validierungs- und Cross-Checks optimieren die Qualität der Informationen als Entscheidungsgrundlage. Die einheitliche Erfassung der Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen dient, vernetzt mit dem Monatsreporting, nicht nur der Effizienz, sondern vermeidet Übertragungsfehler, sichert die einheitliche Informationsbereitstellung und umfasst eine Vielzahl von Plausibilitätsprüfungen, ohne deren Bestehen die Informationen nicht weitergeleitet werden können. Das vereinheitlichte externe und interne Reporting trägt ferner dazu bei, dass Rechnungslegungsänderungen konzernweit einheitlich umgesetzt werden. Änderungen an den erfassten Daten werden durch Prüfziffernverfahren dokumentiert und durch die entsprechende Ausgestaltung von IT-Zugriffsrechten autorisiert. Zur Konsolidierung wird Standardsoftware verwendet. Änderungen an den Systemeinstellungen werden zentral protokolliert. Die Monats- und Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften unterliegen ebenso wie der Konzernabschluss regelmäßigen automatisierten Prüfmechanismen. Darüber hinaus beinhalten die Würth PAP-Regeln (Policy and Procedure Manual) interne Arbeitsanweisungen. Interne Publikationen und Schulungen vermitteln unter anderem detaillierte Vorschriften zur Rechnungslegung, deren Einhaltung die Interne Revision regelmäßig überprüft. Zur Klärung von rechtlichen und steuerlichen Fragen mit Auswirkung auf die Rechnungslegung werden externe Spezialistinnen und Spezialisten hinzugezogen. Externe Aktuare berechnen Pensions- und ähnliche Verpflichtungen. Regelmäßige Finanzleiterschulungen, die auch online angeboten werden, stellen darüber hinaus sicher, dass die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die neuesten für sie relevanten Informationen und Kenntnisse verfügen. RISIKOENTWICKLUNG Würth-Gruppe 01.01.2023 - 31.12.2023
Der Prozess der Chancen- und Risikosteuerung wird innerhalb der Würth-Gruppe kontinuierlich weiterentwickelt und an die Veränderungen im Konzern sowie an dessen wirtschaftliches und rechtliches Umfeld angepasst. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte auf Wunsch des Prüfungsausschusses des Beirats eine erneute Analyse des Risikomanagementsystems durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Schwerpunkte hierbei waren die Ermittlung des Status quo, die Analyse des Reifegrads sowie ein Vergleich mit Drittunternehmen. Die daraus resultierenden Empfehlungen werden in enger Abstimmung zwischen Konzernführung und Prüfungsausschuss eruiert und teilweise sofort bzw. perspektivisch auch unter wirtschaftlichen und Effizienzaspekten umgesetzt. Insgesamt haben die Ergebnisse der Analyse grundsätzlich unsere bisherige Ausrichtung im Risikomanagement bestätigt, allerdings ist in Teilbereichen eine Anpassung erforderlich, um die Anforderungen des neuen Prüfungsstandards IDW PS 340 zu erfüllen. Dieser Prüfungsstandard ist für die Würth-Gruppe nicht verpflichtend, soll allerdings perspektivisch zur Anwendung kommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das IT-gestützte Risikoreportingsystem in weiteren Konzerngesellschaften etabliert. Die Geschäftsbereichsleitung sowie die Leiterinnen und Leiter der Stabsabteilungen und Funktionen waren aktiv in den Risikomanagementprozess eingebunden. Risiken Die Konzernführung identifiziert, analysiert und bewertet jährlich in einem Workshop die Risiken des Konzerns. In diesem Workshop werden Fokusrisiken festgelegt, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines einzelnen Unternehmens oder der gesamten Würth-Gruppe kurz-, mittel- oder langfristig gefährden können. Zusätzlich haben alle wesentlichen Konzerngesellschaften, teilweise mit Unterstützung des Risikomanagers oder der Risikomanagerin, eine Risikoinventur durchgeführt und im Reportingsystem neben den Fokusrisiken weitere Risiken erfasst und bewertet. Die bestehenden Prozesse wurden 2023 weiterentwickelt, verbessert und an die sich verändernden internen und externen Anforderungen angepasst. Für wesentliche Risiken, die sich in einem ökonomisch sinnvollen Rahmen versichern lassen, sind Konzernversicherungen, soweit möglich für alle Konzerngesellschaften, abgeschlossen. Im Bereich Kreditversicherung wurden weitere lokale Versicherungsverträge einzelner Würth Gesellschaften in bestehende Rahmenverträge mit verschiedenen Kreditversicherern integriert. Dabei wurde der Versicherungsschutz erweitert und vereinheitlicht und es konnten Skaleneffekte erzielt werden. Die Kreditversicherungs-Rahmenverträge konnten vorzeitig verlängert und die Konditionen somit für weitere Jahre gesichert werden. Darüber hinaus werden Kundenforderungen durch ein umfassendes Debitorenmanagement auch auf Konzernebene überwacht. Erhöhte Ausfallrisiken bestehen geschäftsmodellimmanent bei einzelnen Finanzdienstleistern. Diesen Risiken begegnen wir mit einer strengen Bonitätsprüfung und einer dem Risiko entsprechenden Absicherung unseres Engagements. Die Debitorentage haben sich 2023 leicht gegenüber dem Vorjahr erhöht, sind aber immer noch auf einem niedrigen Niveau. Dies zeigt, dass unser Risiko in diesem Bereich derzeit relativ gering ist und die vorhandenen Prozesse und Systeme nachhaltig wirken. Weitere Risiken sehen wir in Deutschland in der prognostizierten Zunahme der Insolvenzen und im geltenden Insolvenzanfechtungsrecht, das Insolvenzverwaltern umfangreiche Rückforderungsmöglichkeiten einräumt, wenn wir unsere Kunden zuvor bei Zahlungsmodalitäten unterstützt haben. Dieses Risiko hatte sich durch die vorübergehende coronabedingte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht zunächst reduziert. Für 2024 rechnen wir jedoch wieder mit einer Zunahme der Unternehmensinsolvenzen und damit auch der Insolvenzanfechtungen. Gegen diese Rückforderungen besteht eine Versicherung, die alle deutschen Gesellschaften vor unkalkulierbaren Risiken aus diesem Bereich schützt. Das Management der Versicherungen der Würth- Gruppe erfolgt in den wesentlichen Versicherungssparten zentral. Potenzielle Risiken, die eine negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sieht die Konzernführung in den nachfolgend genannten Feldern, die nach absteigender Relevanz sortiert sind: Wirtschaftliches Umfeld Durch unsere weltweiten Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten haben wir eine hohe natürliche Risikostreuung und sind damit weniger abhängig von negativen Entwicklungen in einzelnen Ländern, auch wenn wir über 80 Prozent unseres Umsatzes in Europa tätigen. Zudem macht uns die Diversifikation in unseren Geschäftsbereichen unabhängig von bestimmten Branchen und Märkten, was sich insbesondere in den verschiedenen Phasen der Corona-Pandemie bewährt hat. Durch den hohen Umsatzanteil in Europa beeinflussen uns Konjunkturschwankungen im Euroraum stark. Rund 25 Prozent der Waren bezieht die Würth-Gruppe aus Fernost. Auf der Beschaffungsseite hat sich die Situation im Vergleich zum Jahr 2022 beruhigt. Die Auslastung der Lieferanten ist gesunken, wodurch die Lieferketten wieder stabiler wurden. Der Lagerbestandsaufbau, der bis in den Herbst 2022 hinein notwendig war, um die Lieferfähigkeit abzusichern, konnte gestoppt und zu einem Bestandsabbau umgemünzt werden. Nach Ende der Corona-Pandemie sehen wir Risiken in der politischen Entwicklung der Märkte in Osteuropa, in der Türkei und dem Nahen Osten sowie in den Handelsbeschränkungen zwischen China, den USA und Europa. Die Zuwanderung in Europa betrachten wir - trotz aller damit verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen - nach wie vor auch als Chance für den Arbeitsmarkt sowie für die Nachfragesteigerung bei unseren Kunden und damit auch bei der Würth-Gruppe. Den wachsenden Rechtspopulismus beobachten wir mit Sorge. Allerdings sehen wir darin aktuell keine unmittelbare Bedrohung unserer Geschäftsziele 2024. Die Messung, Überwachung und Steuerung der finanziellen Risiken der Würth- Gruppe erfolgen größtenteils zentral durch die Würth Finance International B. V. Dank des A-Ratings von S&P Global Ratings besteht für die Beschaffung weiterer finanzieller Mittel ein sehr guter Zugang zum öffentlichen und privaten Kapitalmarkt. Mit liquiden Mitteln in Höhe von 1.597 Millionen Euro sowie einer bis September 2028 laufenden fest zugesagten, nicht ausgenutzten Kreditlinie in Höhe von 500 Millionen Euro verfügt die Würth-Gruppe über ausreichende Liquiditätsreserven, um ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Für jede Gegenpartei, bei der finanzielle Vermögenswerte angelegt werden, bestehen verbindliche Gegenpartei-Limite. Dadurch werden Klumpenrisiken vermieden. Die Bonität aller Banken wird täglich überwacht. Mit den wesentlichen Gegenparteien für Finanzderivat- Transaktionen bestehen ISDA-Rahmenverträge mit Credit Support Annex, die den täglichen Ausgleich des Netto-Barwerts der ausstehenden Transaktionen gewährleisten. Bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine konkreten Ausfälle von Gegenparteien bekannt. Für eine Übersicht über den Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag und die Sicherungsbeziehungen verweisen wir auf Abschnitt "36. Finanzinstrumente" im Konzernabschluss. Politisches Umfeld Die geopolitische Weltordnung löste sich 2023 weiter auf. Unterschiedlichste Krisenherde, die bereits 2022 entstanden waren, haben sich 2023 weiter zugespitzt und viele Länder vor große Herausforderungen gestellt. So erreichte der Krieg in der Ukraine mit der Sprengung des Kachowka-Staudamms eine neue Dimension. Hinzu kam der Nahost-Konflikt, der im Oktober 2023 eskalierte. Vor diesem Hintergrund blicken die Welt und die Würth-Gruppe gespannt auf das Wahljahr 2024: Neben der Europawahl ist auch die US-Wahl ein ungewisser Faktor, der die politische Lage weltweit beeinflussen wird. In Deutschland ist die innenpolitische Lage angespannt. Die aktuelle Regierung steht unter enormem gesellschaftlichem Druck. Gleichzeitig ist sie durch den Entscheid des Bundesverfassungsgerichts zu Einsparungen gezwungen, die auch Unternehmen und die Bevölkerung abfedern müssen. Der zunehmende Unmut der Bürgerinnen und Bürger äußert sich unter anderem in zahlreichen Protesten und Streiks. Krisengeprägte Zeiten wie 2023 zeigen einmal mehr die Komplexität und Verzahnung von Energiepolitik, Wirtschaft, hoher Inflation, Klimaschutz und Geopolitik. Klar ist, dass die weltweiten Spannungen nicht kurzfristig beendet werden können und die Politik den Herausforderungen mit Handlungsfähigkeit und Entschlossenheit entgegentreten muss. Wir als Unternehmen sind in diesen volatilen Zeiten gefragt, unseren Mitarbeitenden Stabilität zu geben und Respekt entgegenzubringen. An diesem Wertegerüst halten wir als Würth-Gruppe fest. IT-Strukturen Die Würth-Gruppe als stark dezentrales Unternehmen hatte in der Vergangenheit zahlreiche unterschiedliche IT-Systeme, Softwarekomponenten, Plattformen und Prozessleitsysteme im Einsatz. Diese lokal sehr flexible Struktur wirkte sich aufgrund der sich verändernden Geschäftsmodelle, der Digitalisierung und Disruption sowie der stetig wachsenden Anforderungen an Cyber-Sicherheit immer nachteiliger aus. In Übereinstimmung mit der Firmenphilosophie, die einen deutlich höheren Zentralisierungsgrad im Bereich IT zulässt, hat die IT der Würth-Gruppe, vertreten durch die IT-Gesellschaften, ein globales Ökosystem mit plattformorientierten IT-Lösungen für die unterschiedlichen Geschäftsmodelle innerhalb des Konzerns aufgebaut. IT-Standardisierung Durch die zentrale Steuerung der IT-Gesellschaften mit einem mittlerweile einheitlichen Produktportfolio und IT-Ökosystem können wir die internationale Multiplikationsstrategie auch IT-systemtechnisch abbilden. Die weitere Standardisierung folgt einem Rolloutplan, in dem die jeweiligen Einführungstermine in den einzelnen Gesellschaften festgehalten sind. Zahlreiche Rolloutteams arbeiten parallel an der Implementierung der jeweiligen Komponenten, um eine breite Multiplikationsplattform für die einzelnen Anwendungen, Prozesse und Funktionen bereitzustellen. Die Rollouts führen dazu, dass bestehende Prozesse einheitlicher, effizienter, transparenter und schneller gestaltet werden können. Den zunehmenden Wunsch unserer Kunden nach individuellen Bestell- und Liefersystemen können die jeweiligen Gesellschaften nun erfüllen und die neuen IT-Lösungen werden weiteren Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Weiterhin sind Effizienzsteigerungen möglich, da die Vereinheitlichung der IT-Strukturen durch die zentrale Entwicklung zu Skalierungseffekten führt. Die Harmonisierung der Systemumgebung und die Betreuung durch Spezialisten führen zu einem deutlich besseren Schutz des IT-Ökosystems vor Angriffen. Die IT-Struktur der Würth-Gruppe hat eine Leistungsfähigkeit auf hohem Niveau erreicht. Durch die einheitlichen Systemplattformen wird es möglich, Weiterentwicklungen in kürzester Zeit allen Gesellschaften, die mit den jeweiligen Plattformen arbeiten, zur Verfügung zu stellen. IT-Sicherheit Cyberangriffe bleiben weltweit ein immenses Risiko für jedes Unternehmen. Auch die Würth-Gruppe verzeichnete im Jahr 2023 Angriffsversuche, die jedoch zu keinen nennenswerten Schäden führten. Risiken, die durch die globale Vernetzung entstehen, werden minimiert durch hohe Standards bei den Sicherheitsrichtlinien, den zentral verwalteten Sicherheitssystemen des Internetperimeters und durch die konsequente Isolierung der einzelnen Geschäftseinheiten untereinander, um bestmöglich geschützt zu sein. Weiterhin wurde die Organisation im Bereich Informationssicherheit deutlich ausgebaut. Dem Thema wird bis ins Top-Management eine sehr hohe Aufmerksamkeit innerhalb der Würth-Gruppe zuteil und die Erkenntnisse aus Vorfällen fließen kontinuierlich in die Sicherheitsrichtlinien ein. Die Standards im Bereich der IT-Systeme werden durch IT-Checks bei den Gesellschaften nach einem mit der Konzernrevision abgestimmten Plan geprüft. So wird das Bedrohungspotenzial durch sogenannte Cyber-Risiken auch vor Ort regelmäßig analysiert und reduziert. Bestehenden Risiken wirken wir mit organisatorischen und technischen Maßnahmen entgegen und zusätzlich wird der Transfer von versicherbaren Risiken unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte auf externe Risikoträger vollzogen. Sämtliche Maßnahmen im Bereich IT-Risiken und Datensicherheit werden von unseren IT-Sicherheitsbeauftragten in den Landesgesellschaften begleitet und umgesetzt. Sie arbeiten nach einem weisungsgebenden IT Compliance Code of Conduct. Der IT Compliance Officer der Würth-Gruppe sorgt mit seinem Team und den IT-Sicherheitsbeauftragten dafür, dass der IT Compliance Code of Conduct weiterentwickelt und angewendet wird. In Gesellschaften, in denen die Zentralisierung der IT-Sicherheitssysteme bereits stattgefunden hat, ist es zudem möglich, weitreichende und mehrstufige Sicherheitsverfahren zu implementieren. Auf physischer Ebene beziehen sich diese auf unsere eigenen Rechenzentren und auf logischer Ebene umfassen sie verschiedene System- und Programmkomponenten. Die Analyse unserer Angriffsoberfläche basiert auf klassischen Methoden, zusätzlich ergänzt um Verfahren der Künstlichen Intelligenz, um Angriffe noch besser abzuwehren. Mit den automatisierten Verfahren unseres Cyber Defence Centers können Angriffsversuche rechtzeitig erkannt und eingedämmt werden. Die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Risiken im Bereich Informationssicherheit erfolgt mit hoher Aufmerksamkeit. Mit unterschiedlichen Medien wie E-Learnings, Plakataktionen, Informationsschreiben und Fachvorträgen werden Verhaltensweisen aufgezeigt, die IT-Sicherheitsrisiken reduzieren. Durch gezielte Angriffssimulationen, wie beispielsweise Phishing, auf einzelne Unternehmen und auf besonders gefährdete Funktionsträger wird die Wirksamkeit der Maßnahmen geprüft und bei Bedarf nachgesteuert. Personal Das Thema Fluktuation, vor allem bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Außendienst, steht weiterhin im Fokus. Sie wird für jede Gesellschaft der Würth-Gruppe, über alle Hierarchiestufen hinweg, dokumentiert und analysiert. Regelmäßige Befragungen der Beschäftigten zur Zufriedenheit durch unabhängige Institute und die monatliche Überwachung der Fluktuation sind wichtige Instrumente, um mögliche Fehlentwicklungen zu identifizieren. Auch helfen sie, die Einstellungsprozesse, Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramme zu analysieren und mit gezielten Maßnahmen zu optimieren. Die Gesamtfluktuation der Würth- Gruppe liegt im Mehrjahresvergleich mit weniger als 15 Prozent weiterhin auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Dies soll auch in Zukunft so bleiben. Die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel führen dazu, dass der Wettbewerb um Mitarbeitende zunimmt und freie Stellen immer schwerer zu besetzen sind. Insofern kommt der Bindung von Beschäftigten eine immense Bedeutung zu. Die attraktive Gestaltung der Arbeitsbedingungen spielt hierbei eine entscheidende Rolle und stärkt die Arbeitgebermarke Würth. Der "New Work"-Ansatz zeigt Wege auf, wie das Arbeiten in der Würth-Gruppe zukünftig effektiv und effizient für Mitarbeitende sowie für die Unternehmen strukturiert und gestaltet werden kann. Ein wichtiges Ziel in der Personalarbeit der Würth-Gruppe ist, den Mitarbeitenden ein gutes Arbeitsumfeld mit interessanten Entwicklungschancen zu bieten. Hierzu gehört auch die Grundhaltung, Führungspositionen in erster Linie mit eigenem Nachwuchs zu besetzen. Die Würth-Gruppe mit ihren vielfältigen Geschäftsmodellen und ihrer internationalen Ausrichtung verfügt diesbezüglich über sehr viele Möglichkeiten. Um den gestiegenen Anforderungen im Personalbereich Rechnung zu tragen, ist die Konzernfunktion Group HR mit ihren drei Säulen (Würth Business Academy, Akademie Würth und Group HR Strategie und Prozesse) damit beauftragt, die strategisch relevanten und für die gesamte Würth-Gruppe wichtigen Themen im Bereich Human Resources zu bündeln und zu organisieren. Die Würth Business Academy kümmert sich ausschließlich um die Themen Managemententwicklung, Talentmanagement und Organisationsentwicklung (z. B. Diversity). Eine ihrer Kernaufgaben ist es, die Entwicklung des internationalen Managementnachwuchses für die unterschiedlichen Führungsebenen der Würth-Gruppe zu betreuen. Dies erfolgt primär über die Programme Würth Potential, High Potential und Top Potential. Dort werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zielgerichtet und individuell abgestimmt auf ihre persönlichen Ambitionen sowie Fähigkeiten, vorbereitet auf aktuelle oder zukünftige Managementaufgaben im Konzern. Diversität und Inklusion können in Zukunft auch zum Erfolg der Würth-Gruppe beitragen. Die Haltung des Unternehmens ist, dass gute Entscheidungen auch aus der Vielfalt von Meinungen und Perspektiven entstehen. Daher laufen seit 2022 auf internationaler Ebene zentrale Diversitäts- und Gleichstellungsmaßnahmen, die von der Würth Business Academy zentral koordiniert werden. Die Akademie Würth sorgt dafür, dass das nötige Fach- und Führungswissen in der gesamten Würth-Gruppe zur Verfügung steht. Ihr Angebot soll international eingesetzte Mitarbeitende und Führungskräfte befähigen, den aktuellen und zukünftigen Anforderungen im Berufsalltag gerecht zu werden. Angeboten sind auch akademische Formate über die Akademie Würth Business School. Die dritte Säule, HR Strategie und Prozesse, umfasst die Bereiche Group HR IT und Group HR Global Mobility. Beide haben ihren Schwerpunkt in der Neu- und Weiterentwicklung von Rahmenbedingungen sowie Infrastrukturen, um zeitgemäße Personalarbeit in der gesamten Würth-Gruppe sicherzustellen. Group HR IT betreut und koordiniert den Aufbau einer einheitlichen IT-Infrastruktur für die HR-Funktion, um die Unternehmen der Würth-Gruppe bei ihren Personalprozessen bestmöglich zu unterstützen bzw. Bewerbenden, Mitarbeitenden und Führungskräften zeitgemäße Tools zur Verfügung zu stellen. Group HR Global Mobility erstellt bzw. pflegt unter anderem weltweit geltende Richtlinien, um Mitarbeitende und Führungskräfte bei internationalen Einsätzen professionell zu begleiten und so die internationale Besetzung von Schlüsselpositionen zu gewährleisten. Beratend steht der Konzernfunktion Group HR ein HR-Board, bestehend aus internationalen HR-Verantwortlichen der Würth-Gruppe, zur Seite. Gemeinsam mit diesen Kolleginnen und Kollegen werden internationale und nationale Personalprojekte erarbeitet und ausgerollt (z. B. eine internationale Stellenplattform, Employer-Branding-Aktivitäten). Standorte in Asia-Pacific und Nordamerika dienen als Schnittstellen zur Implementierung und Multiplikation der Angebote aller drei Säulen. Dies bietet den Vorteil einer schnellen und kulturnahen Umsetzung der Prozesse. Mit dem Learning Campus gibt es eine Plattform für digitales Lernen, auf der alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterschiedlichen Hierarchiestufen E-Learnings in allen Wissensbereichen absolvieren können. Zur Absicherung von zentralen Schlüsselfunktionen im Konzern, sowohl für Führungs- als auch Fachfunktionen, agieren wir, primär in größeren Unternehmen, mit zwei Prozessen. Über das Talentmanagement als quantitatives Instrument wird erfasst, welche Schlüsselfunktionen existieren und in welcher Form sie abgesichert sind. Weiterhin prüfen wir, ob genügend qualifizierte Nachfolgerinnen oder Nachfolger für erfolgsrelevante Funktionen in den Unternehmen der Würth-Gruppe vorhanden sind bzw. wann diese aufgebaut werden müssen. Der Management Assessment Process (MAP) ist das qualitative Instrument zur einheitlichen und auch objektiven Bewertung von Führungskräften. Ergänzend hierzu gibt es den Nachfolge- oder Notfallplan für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, der sicherstellt, dass planbare Nachfolge- bzw. Stellvertreterregelungen rechtzeitig erfolgen. Compliance-Risiken Der nationale und internationale Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Zahlungen, Kapital sowie Technologie, Software und sonstigem geistigen Eigentum unterliegt vielfältigen Regelungen und Beschränkungen, die auch von den Konzerngesellschaften der Würth-Gruppe beachtet werden müssen. Dabei steht außer Frage, dass wir bestrebt sind, alle national und international für unser Geschäft geltenden gesetzlichen und behördlichen Vorschriften einzuhalten. Dies gilt im Umgang mit Kunden und Lieferanten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Wettbewerbern sowie anderen Geschäftspartnern und Behörden. Der zunehmenden Komplexität des Rechts begegnen wir mit hausinternen Expertinnen und Experten sowie dem fallweisen Hinzuziehen externer Beraterinnen und Berater. Insbesondere in China und in Schwellenländern wie Brasilien stellen komplexe, uneinheitliche und sich ständig ändernde Rechtsgrundlagen eine Herausforderung dar und bergen dementsprechend nur schwer einschätzbare, aufgrund der Rückwirkungsmöglichkeiten auch längerfristige Risiken. Im November 2022 haben im Zuge von Untersuchungen des Bundeskartellamts bei verschiedenen Elektrogroßhändlern - auch bei drei Tochtergesellschaften der Würth-Gruppe - Durchsuchungen stattgefunden. Grund für die Durchsuchungen war der Anfangsverdacht wettbewerbswidriger Absprachen auf Großhandelsebene in Deutschland. Die Würth-Gruppe hat nach Bekanntwerden umgehend eine interne Untersuchung eingeleitet. Uber den Ausgang der Untersuchungen kann derzeit noch keine abschließende Aussage getroffen werden. Die Würth- Gruppe kommt nach derzeitigem Informationsstand zu der Einschätzung, dass die Verhängung von Geldbußen durch das Bundeskartellamt aufgrund wettbewerbsrechtlicher Sachverhalte möglich, für die betroffenen Tochtergesellschaften der Würth-Gruppe aber nicht wahrscheinlich ist. Werteorientierte Unternehmenskultur Gegenseitiges Vertrauen, Berechenbarkeit, Ehrlichkeit und Geradlinigkeit nach innen und außen sind Grundprinzipien, die in der Würth-Gruppe fest verankert sind. Das Bekenntnis zu diesen Werten findet sich bereits in der von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth verfassten Firmenphilosophie aus den 1970er-Jahren. Dabei geht es nicht nur um die Einhaltung aller Gesetze und unternehmensinternen Regeln, sondern auch um eine entsprechende innere Haltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein wesentlicher Baustein für den nachhaltigen Unternehmenserfolg der Würth-Gruppe ist. In einem umfangreichen internen Regelwerk, dem Policy and Procedure Manual (PAP), sind diese Grundprinzipien in Form von Beschreibungen der Aufbau- und Ablauforganisation sowie konkreter Verhaltensvorgaben und -anweisungen operationalisiert. Compliance-Organisation Um den zunehmenden Compliance-Anforderungen gerecht zu werden, hat die Konzernführung der Würth-Gruppe mit Zustimmung des Beirats und des Stiftungsaufsichtsrats ein gruppenweites Compliance-Management-System etabliert. Neben der Funktion des Chief Compliance Officer und des Group Compliance Officer sind Compliance Officer auf der Ebene der Geschäftsbereiche sowie zusätzlich bei den größten Einzelgesellschaften der Würth-Gruppe bestellt. Die gruppenweit bereits etablierten Verantwortlichkeiten und Strukturen für Produkt-, Steuer- und IT-Compliance haben im Geschäftsjahr 2023 keine Änderung erfahren. Die Verantwortlichen berichten an den Chief Compliance Officer der Würth- Gruppe. Das Compliance-Board berät bei Bedarf über Compliance-Vorfälle und spricht Empfehlungen für erforderliche Maßnahmen aus. Darüber hinaus verantwortet das Compliance-Board die weitere Entwicklung der Compliance-Organisation und berichtet in allen Compliance-Angelegenheiten an die Konzernführung und den Beirat der Würth-Gruppe. Besondere Schwerpunkte bildeten die weitere Qualifizierung der Compliance Officer auf Geschäftsbereichs- und Gesellschaftsebene sowie der nach Corona wieder mögliche persönliche Austausch. Compliance-Regelwerk In einem Code of Compliance werden die Grundsätze der Firmenphilosophie zusammengefasst und im Hinblick auf die Einhaltung internationaler Standards ergänzt. Um die Compliance-Organisation nachhaltig in der Unternehmensgruppe zu verankern, werden gruppenweit Schulungen zu Compliance-Themen durchgeführt. Schulungsschwerpunkte sind zunächst die Themenbereiche "Umgang mit Geschenken und Einladungen", "Kartellrecht und Preisbindung", "Betriebsgeheimnisse", "Datenschutz", "Europäische Datenschutzgrundverordnung" und "Exportkontrolle". Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Compliance-Regelwerk außerdem um eine Anti-Geldwäsche-Richtlinie sowie eine Richtlinie zum Schutz gegen Diskriminierung und Belästigung ergänzt. Hierzu gab es im Geschäftsjahr 2023 bereits entsprechende Schulungen, die 2024 fortgeführt werden. Im Geschäftsjahr 2023 fanden weiterhin Schulungen zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) statt mit dem Ziel, die Unternehmen der Würth-Gruppe bestmöglich beim Erfüllen der Anforderungen dieses Gesetzes zu unterstützen. Gruppenweites Hinweisgebersystem Mithilfe eines gruppenweiten Hinweisgebersystems können neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch unsere Kunden und Lieferanten sowie andere Personen Hinweise auf Compliance-Verstöße direkt an das Compliance-Office der Würth-Gruppe melden. Durch den Einsatz eines Systems, das durch einen externen Dienstleister bereitgestellt wird, ist dies völlig anonym möglich. Mit diesem System wurden auch bereits die Voraussetzungen geschaffen, um die Anforderungen des im Geschäftsjahr 2023 in Kraft getretenen Hinweisgeberschutzgesetzes zu erfüllen. Neben dem gruppenweiten Hinweisgebersystem wurde entsprechend den Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes ein weiteres Beschwerdeverfahren eingerichtet. Voraussetzung für nachhaltigen Unternehmenserfolg Getragen wird die Compliance-Organisation von der festen Überzeugung der Konzernführung sowie der Familie Würth, des Stiftungsaufsichtsrats und des Beirats, dass eine gelebte Compliance-Kultur einen wesentlichen Bestandteil des weiteren nachhaltigen Erfolgs der Würth-Gruppe darstellt. Gleichzeitig ist es der Anspruch, dass die Geschäftsleitungen der Konzerngesellschaften proaktiv ihrer Verantwortung im Hinblick auf national und international gestiegene Anforderungen an eine Compliance-Organisation gerecht werden. Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell Direktvertrieb bietet der Würth-Gruppe nach wie vor große Chancen, da wir damit sehr nah am Markt sind und es die Bindung zu unseren Kundinnen und Kunden sicherstellt. Allerdings hat sich deren Bestellverhalten in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Digitalisierung bietet vielfältige Möglichkeiten, um direkt mit Lieferanten zusammenzuarbeiten. Durch die relativ einfache Etablierung von internetbasierten Geschäftsmodellen steigt der Wettbewerbsdruck. Diese Entwicklung erfordert eine entsprechende Anpassung unseres Geschäftsmodells, in dem der Direktvertrieb weiterhin eine zentrale Rolle spielt, aber auch Themen wie Logistik, Services und Sortimentsbreite Marktchancen bieten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst sind heute nicht mehr nur Verkäuferinnen und Verkäufer, sondern managen die verschiedenen Kundenkontaktpunkte: Außendienst, Niederlassung und Internet. In diesem Zusammenhang sprechen wir von einem sogenannten Multi- Kanal-Vertriebsmodell, in dem das E-Business die klassischen Vertriebsformen sinnvoll ergänzt, und zwar abgestimmt auf die Beschaffungsorganisation unserer Kunden. Die Coronakrise und das dadurch veränderte Einkaufsverhalten unserer Kunden hat zu einem überproportionalen Anstieg des E-Business-Umsatzes geführt, da wir aufgrund unserer Systemrelevanz liefern durften und nahezu uneingeschränkt lieferfähig waren. Diese Entwicklung hat sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt und zeigt, dass wir mit unseren Serviceleistungen, die wir gezielt auf die Bedarfe unserer Kunden abstimmen, auf dem richtigen Weg sind und unsere Strategie des Multi-Kanal-Vertriebs aufgeht. Chancen Die nachfolgenden Chancen können eine positive Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Sie sind wie die Risiken nach abnehmender Relevanz sortiert. Dezentralität Die Dezentralität der Würth-Gruppe stellt vor allem vor dem Hintergrund der unterschiedlichen konjunkturellen Entwicklungen in den einzelnen Ländern einen großen Vorteil für den Konzern dar. In dieser Struktur sehen wir auch eine Chance für weiteres nachhaltiges Wachstum. Sie erlaubt uns, vor Ort schnell auf die Gegebenheiten und Veränderungen in unserem jeweiligen Marktumfeld zu reagieren und Maßnahmen effizient umzusetzen. Unter der Prämisse dieser Dezentralität werden wir die weitere Entwicklung der Würth-Gruppe vorantreiben. Dezentralität ist hier nicht nur im regionalen Sinne gemeint, sondern umfasst auch die Vielzahl unserer unterschiedlichen Geschäftsmodelle. Dem Grundsatz der Dezentralität steht aber nicht entgegen, dass wir, wo sinnvoll, Prozesse weiter standardisieren und so unsere Ressourcen effizienter einsetzen können. Marktdurchdringung Unser Marktanteil ist mit wenigen Ausnahmen in den meisten Ländern noch sehr gering und liegt bei geschätzten fünf Prozent. Dieser vermeintliche Nachteil lässt ein enormes Wachstumspotenzial erkennen, das wir erschließen können mit dem weiteren Ausbau unserer Kundenbasis und der Vertiefung unserer Kundenbeziehungen, beispielsweise durch ständig weiterentwickelte intelligente Vertriebssysteme mit hohem Kundennutzen. Kundenbeziehungen Unsere über vier Millionen Kundinnen und Kunden sind die Basis für unseren Geschäftserfolg. Der Ausbau und die Pflege unserer Kundenbeziehungen sind deshalb wichtige Komponenten unseres täglichen Handelns. Wir werden auch weiterhin in allen Konzerngesellschaften sehr intensiv Kundenmanagement betreiben. Über 300.000 Kundenkontakte pro Tag und unsere knapp 44.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vertrieb, die viele langjährige Kundenbeziehungen pflegen, helfen uns dabei, das vorhandene Potenzial bestmöglich auszuschöpfen. Die Eingruppierung unserer Kunden nach ihren individuellen Bedürfnissen bildet eine wichtige Steuerungsgröße für die strategische Unternehmensführung. Nah am Kunden zu sein, ist unser erklärtes Ziel. Die Korrelation von Kunden- und Umsatzwachstum sowie der Servicegrad sind für uns wichtige Indikatoren des Geschäftserfolgs. Kundeninsolvenzen stellen für die Würth- Gruppe ein überschaubares Risiko dar. Aufgrund unseres sehr umfangreichen Kernsortiments von mehr als einer Million Produkten, der vergleichsweise geringen durchschnittlichen Auftragswerte und der breiten Kundenbasis haben wir hier gute Voraussetzungen, um die Risiken weiterhin niedrig zu halten. Qualität Würth sieht sich stets in der Verantwortung, mit seinen Produkten und Dienstleistungen die höchsten Qualitätsansprüche zu erfüllen. Mit diesem fest verankerten Grundsatz sind wir bestrebt, unseren Kunden in den belieferten Märkten ein vertrauenswürdiger und verlässlicher Partner zu sein. Die hohe Diversität der Geschäftsmodelle innerhalb der Würth-Gruppe führt zu einer Vielzahl unterschiedlichster Anforderungen unserer Kunden und Stakeholder, die wir mit dem ganzheitlichen Ansatz der integrierten Managementsysteme umsetzen. Uber die Schaffung von Synergien und die Bündelung von Ressourcen im Bereich der etablierten Managementsysteme passen wir die Prozesslandschaft in den Unternehmen den jeweiligen Herausforderungen an. Die Konzernfunktion Qualität leistet durch die installierten Präventivmaßnahmen, durch unsere Qualifizierungsprogramme und die Wahrnehmung der Rolle im After-Sales-Prozess ihren Beitrag, um Risiken für unsere Unternehmen zu minimieren. Insbesondere im Standardsortiment agieren wir proaktiv in unserer Lieferkette durch den risikobasierten Einsatz eines weltweit tätigen Netzwerks von qualifizierten Supplier Quality Engineers (SQE). Im vergangenen Jahr wurden nach Beendigung der coronabedingten Reiseeinschränkungen die Audits und Weiterentwicklungen bei unseren Lieferanten wieder verstärkt bei Vor-Ort-Terminen durchgeführt, um die lokalen Verhältnisse nach dem Ende der Pandemie umfassend zu prüfen. Des Weiteren werden weltweit renommierte, auf höchstem Niveau arbeitende Prüflabore, u.a. akkreditiert nach ISO 17025, zur Prüfung von Zulassungen, Normen und gruppenweiten Standards eingesetzt. Diese Tätigkeiten dienen zur Sicherstellung von qualitativ hochwertigen Produkten, die unseren Anforderungen und denen unserer Kunden entsprechen. Nachhaltigkeit Als Familienunternehmen ist es uns ein besonderes Anliegen, uns für eine tragfähige und enkelgerechte Zukunft einzusetzen. Die Transformation der Würth- Gruppe von einer linearen hin zu einer zirkulären Wirtschaftsweise, unserem "Circular Way", streben wir in den drei Transformationsfeldern Klima, Stoffkreisläufe und Soziale Standards an. Im Transformationsfeld Klima legt die Würth- Gruppe beispielsweise den klaren Fokus auf die Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase, um so einen realen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Auf dem Weg zur Zirkularität gilt es jedoch, alle Felder gleichermaßen weiterzuentwickeln und damit auch den gesetzlichen und marktspezifischen Anforderungen gerecht zu werden. Über diesen Fortschritt berichten wir jährlich transparent im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Des Weiteren haben wir unser Risikoportfolio erweitert und werden neben der bisherigen Risikobetrachtung nun auch soziale und ökologische Risikoentwicklungen abbilden, um daraus resultierende Risiken zu steuern und präventiv zu minimieren oder bestenfalls abzuwenden. Das Nachhaltigkeitsmanagement der Würth-Gruppe wird zentral gesteuert. Diversity & Inclusion Unterschiedliche Meinungen und Perspektiven führen zu mehr Kreativität, Innovationsfähigkeit und neuen Lösungen. Um das große Potenzial von Diversität in der Belegschaft der Würth-Gruppe bestmöglich auszuschöpfen, sollen nicht nur diverse Teams aufgebaut, sondern auch alle Mitarbeitenden einbezogen und gehört werden. Aus diesem Grund hat die Würth-Gruppe eine Haltung zu Diversität & Inklusion erarbeitet:
Im ersten Schritt wurde auf dem Weg, mehr Diversität im Unternehmen sicherzustellen, der Fokus auf die Steigerung des Frauenanteils in allen Hierarchieebenen gelegt, insbesondere in Führungspositionen. Gesamtbeurteilung Die vorhandenen Chancen ermöglichen uns generell ein weiteres profitables Wachstum im Jahr 2024 und darüber hinaus. Die Risiken für die Würth-Gruppe sind auch im aktuell weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Umfeld aufgrund des etablierten und gelebten Risikomanagements begrenzt und werden engmaschig beobachtet. Vorhandene Risiken werden konsequent überwacht und mit Maßnahmen belegt, um sicherzustellen, dass sie den Fortbestand der Würth-Gruppe nicht gefährden. Mit großer Sorge verfolgen wir die weiteren Entwicklungen in den Krisenherden im Nahen Osten und im Ukraine-Konflikt und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Bevölkerung. Direkte und indirekte wirtschaftliche Konsequenzen und Risiken für die Würth-Gruppe daraus sind zum aktuellen Zeitpunkt schwer zu prognostizieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist zum 31. Dezember 2023 um 1,6 Prozent auf 87.047 gestiegen (2022: 85.637). In Deutschland zählte die Würth-Gruppe 27.128 Beschäftigte (2022: 26.113). Personalstrategie Eine ausreichende Anzahl von gut qualifizierten Mitarbeitenden wird mit Blick auf die demografische Entwicklung und den damit einhergehenden Fach- und Führungskräftemangel in vielen Ländern zu einem immer größeren Erfolgsfaktor für zukünftiges Wachstum. Daher ist es ein wichtiges Ziel in der Personalarbeit der Würth-Gruppe, den Mitarbeitenden ein gutes Arbeitsumfeld mit interessanten Entwicklungschancen zu bieten. Hierzu gehört auch die Grundhaltung, Führungspositionen in erster Linie mit eigenem Nachwuchs zu besetzen. Die Würth-Gruppe mit ihren vielfältigen Geschäftsmodellen und ihrer internationalen Ausrichtung verfügt diesbezüglich über sehr viele Möglichkeiten. Um den gestiegenen Anforderungen im Personalbereich Rechnung zu tragen, verantwortet die Konzernfunktion Group HR auf Gruppenebene die strategisch relevanten HR-Themen. Group HR gliedert sich in drei Säulen:
Gerade das Thema Digitalisierung wird im Personalbereich zu starken Veränderungen und damit zu weiteren Herausforderungen führen. In der Würth-Gruppe wird daher gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Bereich HR, IT und den einzelnen Gesellschaften eine zentrale HR-Digitalisierungsstrategie erarbeitet, die IT-Lösungen enthält, die allen Gesellschaften der Würth-Gruppe zur Verfügung gestellt werden. Für digitales Lernen gibt es mit dem Learning Campus eine Plattform, die allen Beschäftigten der Würth-Gruppe offensteht. ENTWICKLUNG DER BESCHÄFTIGTENZAHLEN Würth-Gruppe per 31. Dezember
Diversität und Inklusion können in Zukunft auch zum Erfolg der Würth-Gruppe beitragen. Das Unternehmen vertritt die Haltung, dass gute Entscheidungen auch aus der Vielfalt von Meinungen und Perspektiven entstehen. Daher laufen seit 2022 auf internationaler Ebene zentrale Diversitäts- und Gleichstellungsmaßnahmen, die von der WBA koordiniert werden. Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen aller Mitarbeitenden, aber in erster Linie die richtige Grundhaltung bilden das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft. Deshalb haben persönliche Weiterentwicklung und fachliche Weiterqualifizierung besondere Relevanz im Unternehmen. Die Intention der zur Verfügung stehenden Programme ist, allen Beschäftigten eine Qualifizierung anbieten zu können, welche die individuellen Fähigkeiten fördert und den beruflichen Zielsetzungen entspricht. Als Familienunternehmen setzt Würth auf eine langfristig orientierte Unternehmensentwicklung und baut zum Beispiel in Deutschland seit über 60 Jahren auf eine fundierte Ausbildung. Zum Jahresende 2023 beschäftigte die Würth-Gruppe Deutschland 1.426 Auszubildende in rund 50 Berufen. Außerdem können Berufseinsteigerinnen und -einsteiger an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Studiengänge belegen, die einen Bachelor-Abschluss zum Ziel haben. MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER Würth-Gruppe per 31. Dezember
Die WBA sorgt für eine ganzheitliche Managementqualifizierung und konsequente Nachwuchsarbeit. Entsprechend bietet sie passende Entwicklungsprogramme für unterschiedliche Stufen an. Darüber hinaus unterstützt sie die Geschäftsführungen weltweit bei der Nachfolgeplanung mit einem strukturierten Prozess und stellt ihre Informationen der Konzernführung und den Gremien der Würth- Gruppe im Rahmen der Risikoabschätzung zur Verfügung. Die Akademie Würth bietet ein ganzheitliches Weiterbildungskonzept sowohl für Beschäftigte und Kunden der Würth-Gruppe als auch für unternehmensfremde Interessierte. Ein praxisorientiertes Weiterbildungsangebot speziell für das Handwerk stellt die Akademie Würth mit technisch orientierten Schulungen bereit. Damit steht Würth seinen Kundinnen und Kunden auch als Innovationstreiber und Lernbegleiter zur Seite. Die Akademie Würth Business School bietet die Möglichkeit, berufsbegleitend einen akademischen Grad zu erlangen. Unabhängig von einer Zugehörigkeit zur Würth-Gruppe können Interessierte an diesen Programmen teilnehmen. Das Angebot umfasst diverse Studiengänge mit unterschiedlichen Abschlüssen. Kooperationspartner sind die Hamburger Fern-Hochschule (HFH), die SRH Fernhochschule, das Heilbronner Institut für Lebenslanges Lernen (HILL), die Hochschule für angewandtes Management (HAM), die University of Louisville, Kentucky und die Northumbria University, Newcastle. Gesundheitsmanagement Die Gesundheit der Mitarbeitenden ist ein wichtiges Gut. Daher schafft die Würth-Gruppe ein Arbeitsumfeld, das langfristig zum Erhalt und zur Förderung der Gesundheit beiträgt. Neben der Einhaltung von landesspezifischen gesetzlichen Vorgaben ist die Zielsetzung des betrieblichen Gesundheitsmanagements, dass jedes Unternehmen seiner Verantwortung als Arbeitgeber nachkommt. Gutes Gesundheitsmanagement führt auch zu einer positiven Wirkung auf das Arbeitgeberimage. In der Adolf Würth GmbH & Co. KG setzt sich seit 1994 der Bereich Gesundheit und Soziales mit betrieblichem Gesundheitsmanagement und dem Sozialinstitut für die Gesundheit der Mitarbeitenden ein und bietet vielfältige gesundheitsfördernde Maßnahmen. Themen wie Bewegung, Ernährung, Regeneration, Sicherheit, Soziales und Vorsorge werden abgedeckt. Das Angebot steht den Beschäftigten offen. Auch Familienangehörige sowie Seniorinnen und Senioren der Würth-Gruppe können eine Vielzahl der Kurse nutzen. Mitarbeiterbefragung Die Würth-Gruppe versteht die Mitarbeiterbefragung als einen konkreten Ansatzpunkt im Verbesserungsprozess. Im Zentrum steht die Erhöhung der Zufriedenheit der Beschäftigten und somit die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Organisation. Aus diesem Grund werden seit 2005 regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die Konzernführung der Würth-Gruppe dankt allen Mitarbeitenden sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Beschäftigten für ihr großes Engagement und ihre Flexibilität, mit der sie in einem sich stetig ändernden Umfeld neue Wege beschreiten, um das gesunde Wachstum des Unternehmens nachhaltig voranzubringen. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliches Umfeld Verlässliche Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2024 sind aufgrund der aktuellen geopolitischen Bedingungen nur schwer zu treffen. Zu ungewiss ist die Entwicklung der zahlreichen Krisen, die die Wirtschaft schon 2023 belasteten. Sicher ist, dass ihre Auswirkungen auch in diesem Jahr noch zu spüren sein werden. Dies unterstreichen auch die Prognosen der Wirtschaftsinstitute. Im Jahr 2024 wird ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft um 2,6 Prozent erwartet, was etwa dem Vorjahresniveau entspricht (2023: + 2,7 Prozent). Besonders optimistisch schätzen Experten das Wachstum in Afrika und Asien ein, während die Erwartungen für Europa und Amerika vergleichsweise verhalten bleiben. Für den Euroraum prognostiziert die Europäische Kommission ein Plus von 0,8 Prozent (2023: +0,5 Prozent), für die USA rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent (2023: + 2,5 Prozent). China wird ersten Prognosen des IWF zufolge mit 4,6 Prozent ein geringeres Wachstum verzeichnen als im Vorjahr (2023: + 5,2 Prozent). Für Deutschland gaben erste Vorhersagen der deutschen Wirtschaftsinstitute zunächst Hoffnung auf Wachstum. Diese Prognosen wurden jedoch bereits zu Beginn des laufenden Jahres nach unten korrigiert. So sagte das Münchener ifo Institut noch Ende 2023 ein Plus von 0,9 Prozent vorher, senkte jedoch diese Erwartung im Januar 2024 auf einen Zuwachs von lediglich 0,7 Prozent. Auch die Bundesregierung revidierte ihre Herbstprognose von + 1,3 Prozent und ging im Februar 2024 nur noch von 0,2 Prozent Wachstum aus. Die deutsche Wirtschaft befindet sich immer noch in einer schwächelnden Phase. Weitere führende Institute gehen von einem Wachstum zwischen 0 und 1,0 Prozent aus, darunter das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit + 0,6 Prozent und das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung mit + 0,8 Prozent. Auch die Europäische Kommission rechnet mit lediglich + 0,3 Prozent. Zwar stehen die Zeichen im Gegensatz zum Vorjahr wieder auf geringfügigem Wachstum (2023: 0,3 Prozent), aber die deutsche Wirtschaft hat weiterhin mit den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen und kommt laut Bundeswirtschaftsminister Habeck langsamer aus der Krise als erhofft. Ähnlich wie 2023 zeigt auch 2024 das schwache globale Umfeld seine Wirkung auf die Wirtschaft. Außenhandel und Investitionen werden weiterhin stark von der geopolitischen Lage belastet. Dennoch sind 2024 auch positive Entwicklungen zu erwarten. Der private Konsum wird sich im Laufe des Jahres allmählich erholen. Grund dafür ist der prognostizierte Rückgang der Inflation auf 2,8 Prozent (2023: 5,9 Prozent). Dieser schon 2023 begonnene Rückgang setzte sich auch im Januar 2024 fort. Wie schnell die Inflation sinkt und private Investitionen wieder zunehmen, hängt davon ab, wie sich die Energiepreise, Lohnkosten und das allgemeine Preisniveau entwickeln. Auch einzelne Branchen stehen wie in den letzten Jahren vor weiteren Herausforderungen. Für die Baubranche rechnen das DIW und das ifo Institut mit einer weiteren Abnahme der Bauleistungen. Nach dem Umsatzrückgang des Bauhauptgewerbes 2023, der laut Berechnung des Statistischen Bundesamtes 3,3 Prozent betrug, erwartet der Hauptverband der deutschen Bauindustrie für 2024 erneut ein Minus von rund 3,5 Prozent. Verantwortlich für diese pessimistische Prognose ist insbesondere die anhaltend negative Entwicklung des Wohnungsbaus. Nach einem turbulenten Jahr 2023 steuert die Automobilbranche unsicher in das Jahr 2024. Obwohl einige große Unternehmen noch im September 2023 mehr Neuzulassungen und steigende Umsätze verzeichneten, klagten Zulieferer über Produktionsrückgänge und Stellenstreichungen. Die unsichere Lage schlägt sich auch in aktuellen Prognosen nieder. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet 2024 circa 2,82 Millionen Neuzulassungen. Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein Rückgang um 0,7 Prozent (2023: 2,84 Millionen Neuzulassungen). Dabei wird ein besonders großer Rückgang bei E-Autos erwartet, nicht zuletzt begründet mit dem Ende des Umweltbonus. Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt vor dem Hintergrund der anhaltenden Krisen und der aktuellen Unsicherheiten herausfordernd. Diese Belastungen werden die Konjunktur weiterhin prägen und es bleibt abzuwarten, wie widerstandsfähig sich die Volkswirtschaften der einzelnen Länder unter diesen Bedingungen erweisen. Entwicklung der Würth-Gruppe
Trotz der Vielzahl an wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten hat die Würth- Gruppe das Geschäftsjahr 2023 mit neuen Rekordmarken abgeschlossen - ein Beweis dafür, dass das Familienunternehmen Krisen als Chancen betrachtet und mutig neue Wege einschlägt, ob im Bereich Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit oder Akquisitionen. Mit 4,6 Milliarden Euro Umsatz setzte der Bereich E-Business im Geschäftsjahr 2023 seine positive Wachstumsbilanz fort und verzeichnete ein Umsatzplus von 10,4 Prozent. Damit steigt der Anteil des E-Business am Gesamtumsatz der Würth- Gruppe erneut um 1,7 Prozentpunkte auf ein Rekordhoch von 22,4 Prozent. E-Business ist dabei ein wichtiger Hebel, um die Transformation des Multi-Kanal- Geschäftsmodells zur Omnikanalität in der Würth-Gruppe voranzutreiben. Diese Entwicklung stellt den Übergang von isolierten, unabhängigen Vertriebskanälen hin zu einem nahtlosen, integrierten Kundenerlebnis über alle Kanäle dar. Bei über 60 Gesellschaften setzt die Würth-Gruppe auf eine konzerneigene Lösung, um Kunden ein einheitliches Erlebnis in den Bereichen Onlineshop, E-Procurement, App, Systeme und Scanner zu bieten. Diese Strategie erlaubt es, passgenaue Lösungen für die Anforderungen unserer Kunden zu schaffen und die Sicherheit sowie Integrität der Daten zu gewährleisten. Um dem Wunsch der Kundinnen und Kunden nach einer einfachen und schnellen Beschaffung von Produkten, unabhängig von ihrer Unternehmensgröße und Branche, gerecht zu werden, stellt die Würth-App weiterhin ein wichtiges Standbein für das E-Business dar. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Würth-App ein Umsatzwachstum von 17,4 Prozent verzeichnen. Das Umsatzwachstum der Onlineshops reiht sich mit 15,1 Prozent knapp hinter den App-Lösungen ein, die Shops generierten im Vergleich jedoch mit über 259 Millionen Euro das größte absolute Wachstum. Neben den Onlineshops und Würth-Apps sind die größten Wachstumsbringer innerhalb des E-Business der Würth-Gruppe die Bereiche ORSY®-Systeme und E-Procurement. ORSY®-Systeme konnte eine Umsatzsteigerung von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Der Bereich E-Procurement trug im Jahr 2023 mit einem Wachstum von 10,2 Prozent zum Umsatzergebnis des E-Business bei. Damit stellt die digitale und professionalisierte Verbrauchsmaterialversorgung der Kunden einen Wachstumstreiber dar, der den Trend zur Automatisierung der Geschäftsprozesse unterstreicht. Um die bestehenden Möglichkeiten zu implementieren, unterstützen Spezialistinnen und Spezialisten für digitale Beschaffungslösungen unsere Kunden weltweit. Neben der zentralen E-Business-Einheit setzen lokale Hubs in Asien und Südamerika die Arbeit fort. Damit können Ressourcen lokal gebildet und Synergien geschaffen werden. Zudem stellen sie sicher, dass die digitale Vertriebsstrategie mit lokaler Anpassung in diesen Wachstumsmärkten umgesetzt wird, und sie unterstützen die dort ansässigen Gesellschaften individuell bei ihrer täglichen Arbeit. PICO - der digitale Assistent für Vertriebsmitarbeitende Trotz aller Möglichkeiten der digitalen Warenbeschaffung bleibt der persönliche Kontakt zwischen Würth und seinen Kunden unerlässlich. Um Vertriebsmitarbeitende bei ihrer Arbeit zu unterstützen, wurde der Sprach- und Chatassistent PICO entwickelt. Das KI-gestützte Tool verarbeitet Benutzeranfragen in Echtzeit und stellt die gewünschten Informationen und Dokumente wie Rechnungen oder Lieferscheine per Sprach- oder Chateingabe zur Verfügung. So kann der digitale Assistent einfache und repetitive Tätigkeiten übernehmen, damit die Vertriebsmitarbeitenden mehr Zeit für die Bedürfnisse ihrer Kunden haben. IPAI - ein Ort, an dem KI-Projekte entwickelt werden Künstliche Intelligenz ist aus vielen Bereichen des Alltags nicht mehr wegzudenken. Auch Würth möchte sie wertschöpfend integrieren. Daher ist das Unternehmen seit 2022 Teil des Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) in Heilbronn und seit 2023 mit einem eigenen Büro dort vertreten. Mit Unterstützung des Landes Baden- Württemberg und privatwirtschaftlichen Investitionen entsteht ein Ort, an dem neue Geschäftsideen und -modelle durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz entwickelt werden. Aktuell baut Würth im IPAI ein spezialisiertes Team auf. Ziel ist es zunächst, sich mit anderen Unternehmen, Instituten und Start-ups zu aktuellen Themen rund um KI auszutauschen und gemeinsam ausgewählte Projekte zu entwickeln. Künftig sollen auch weitere KI-Experten aus der Würth-Gruppe das Büro und die Möglichkeiten des IPAI-Ökosystems nutzen können. Nachhaltigkeit: Transformation zur zirkulären Wirtschaft Als Familienunternehmen ist es der Würth-Gruppe ein besonderes Anliegen, eine tragfähige und enkelgerechte Zukunft zu gestalten. Aus unserer Sicht ist das Modell der zirkulären Wirtschaft (Circular Economy) ein vielversprechender Lösungsansatz, um zukünftiges Wachstum vom Verbrauch endlicher Ressourcen zu entkoppeln. Daher strebt die Würth-Gruppe eine Transformation von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaft an. Die Transformation der Würth-Gruppe, unserem "Circular Way", betreibt das Unternehmen in drei Transformationsfeldern: Klima, Stoffkreisläufe und Soziale Standards. Ziel ist es, wertvolle Rohstoffe sozial gerecht in klimaneutralen Stoffkreisläufen zu halten. Mehr Informationen zur nachhaltigen Entwicklung der Würth-Gruppe gibt es im Nachhaltigkeitsbericht 2023 der Würth-Gruppe. Zukäufe festigen Position des Elektrogroßhandels Die zunehmende Nachfrage etwa nach Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladesäulen für Elektroautos wirkt sich positiv auf die Geschäftsentwicklung des Elektrogroßhandels aus. Durch den Zukauf dreier Unternehmen festigt sich die Position dieser Geschäftseinheit noch weiter. Die Würth-Gruppe hat einen Kaufvertrag für den Erwerb einer strategischen Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen IDG01 S.p.A. mit Sitz in Turin, Italien, unterschrieben. Mit dem Zukauf, dessen Vollzug noch der Zustimmung der Kartellbehörden unterliegt, gewinnt der Elektrogroßhandel in der Region Piemont stark an Gewicht. Zudem ergeben sich weitere Wachstumsmöglichkeiten in der Lombardei und in Ligurien. Außerdem hat die Würth-Gruppe die mit vertretbaren Auflagen versehene Zustimmung der polnischen Kartellbehörde zum Erwerb des Unternehmens TIM S.A. (inklusive der Tochtergesellschaft 3LP S.A.) mit Sitz in Breslau, Polen, im Januar 2024 erhalten. Mit der Johannes Kraft GmbH hat die Würth-Gruppe darüber hinaus einen deutschen Elektrogroßhändler mit Sitz in Stuttgart-Vaihingen und an sechs weiteren Standorten in Baden-Württemberg sowie einem Außenlager in der Nähe des Hauptsitzes zum 1. Januar 2024 erworben. Der Konzern rechnet damit, dass der Elektrogroßhandel in diesem Jahr einen Umsatz von über vier Milliarden Euro erwirtschaften wird. Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung der Würth-Gruppe Die Würth-Gruppe blickt gespannt darauf, ob und in welcher Ausprägung sich die konjunkturelle Lage im zweiten Halbjahr 2024 entspannt. Entscheidend wird auch sein, wie hoch die erwarteten Zinssenkungen ausfallen und wann diese Effekte dann die Nachfrage im Bausektor und weiteren wichtigen Kundensegmenten beleben. Positiv wird die Situation auf dem Beschaffungsmarkt bewertet, die sich in den letzten Monaten entspannt hat. Gleichwohl kommt es aufgrund der letzten Angriffe der Huthi-Miliz auf Containerschiffe im Roten Meer zu längeren Transportwegen sowie -zeiten und dadurch zu signifikant erhöhten Frachtraten, da die Reedereien ihre Route geändert haben. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland lässt eher negativ ins Jahr 2024 blicken: Trotz anfänglicher Hoffnungen auf ein stärkeres Wachstum haben verschiedene Institute ihre Prognosen bereits zu Beginn des Jahres nach unten korrigiert. Die Bundesregierung rechnet nun mit einem minimalen Wachstum von 0,2 Prozent. In ähnlichem Maß prognostiziert die Europäische Kommission ein Plus von 0,3 Prozent für die deutsche Wirtschaft. Trotzdem gibt es auch positive Signale für 2024, darunter eine allmähliche Erholung des privaten Konsums, begleitet von einem erwarteten Rückgang der Inflation auf 2,8 Prozent. Die unbeständige weltpolitische Lage mit den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten erschwert das Treffen verlässlicher Prognosen. Wir gehen jedoch aktuell davon aus, dass sich der Umsatz 2024 auf Vorjahresniveau bewegen wird, bei gleichzeitig leicht rückläufiger Entwicklung des Betriebsergebnisses. Trotz aller Krisen nehmen wir die Dynamik und die positive Stimmung aus den Vorjahren mit, behalten unseren Optimismus bei und handeln mit Bedacht. Vorausgesetzt, dass eine deutliche Verbesserung spürbar ist, hält der Konzern am geplanten Stellenaufbau in Vertrieb und IT sowie im Ingenieursbereich fest. Akquisitionen werden auch weiter zu unserer Wachstumsstrategie gehören und Gelegenheiten, die sich ergeben, werden wir entsprechend unserem bisherigen Akquisitionsverhalten wahrnehmen. Denn MUT macht Würth. Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzern-Bilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzern-Wertschöpfungsrechnung Konzern-Anhang Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-BilanzAktiva
Passiva
Konzern-Kapitalflussrechnung *Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit
Zahlungsströme
Zusammensetzung der liquiden Mittel
* Verweis zu "41. Erläuterungen zur
Konzern-Kapitalflussrechnung"
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung *
* Verweis zu "26. Eigenkapital"
Konzern-Wertschöpfungsrechnung *
Verwendung
* Nicht Bestandteil des IFRS-Konzernabschlusses
Konzern-AnhangInhalt 1. Allgemeine Informationen zur Würth-Gruppe 2. Rechnungslegungsmethoden 2.1 Grundlagen der Erstellung des Konzernabschlusses der Würth-Gruppe . 2.2 Konsolidierungsgrundsätze. 2.3 Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden 2.4 Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und Angaben 3. Anwendung von Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen 4. Konsolidierungskreis 5. Erlöse aus Verträgen mit Kunden 6. Materialaufwand. 7. Aufwendungen für Finanzdienstleistungen 8. Sonstige betriebliche Erträge 9. Personalaufwand und Anzahl der Mitarbeitenden 10. Abschreibungen. 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12. Finanzerträge und -aufwendungen 13. Ertragsteuern 14. Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte 15. Sachanlagen. 16. Finanzanlagen 17. Forderungen aus Finanzdienstleistungen. 18. Latente Steuern 19. Vorräte 20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 22. Sonstige Vermögenswerte 23. Wertpapiere 24. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte und Schulden einer Vermögensgruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird 26. Eigenkapital 27. Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 28. Finanzschulden 29. Leasingverhältnisse 29.1 Die Würth-Gruppe als Leasingnehmer 29.2 Die Würth-Gruppe als Leasinggeber 30. Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 31. Rückstellungen 32. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 33. Sonstige Verbindlichkeiten 34. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten 34.1 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien IFRS 9 34.2 Vertraglich vereinbarte Restlaufzeiten aus finanziellen Verbindlichkeiten 34.3 Änderung der Schulden aus Finanzierungstätigkeit. 35. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen. . 35.1 Haftungsverhältnisse. 35.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen 35.3 Eventualschulden 36. Finanzinstrumente 36.1 Finanzielles Risikomanagement 36.2 Wechselkursrisiken 36.3 Zinsrisiken 36.4 Wertpapierkursrisiken 36.5 Kreditrisiken 36.6 Liquiditätsrisiken 36.7 Ausfallrisiko 36.8 Kapitalmanagement 36.9 Zeitwerte von Finanzinstrumenten 36.10 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen 37. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen . . 37.1 Geschäftsvorfälle mit Personen in Schlüsselpositionen der Würth-Gruppe sowie von diesen beherrschten Unternehmen . 37.2 Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen des Managements. . 38. Zuwendungen der öffentlichen Hand 39. Vergütung des Abschlussprüfers. 40. Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Personen- und Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften 41. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung 42. Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards 43. Ereignisse nach der Berichtsperiode 44. Anteilsbesitz 45. Führungsgremien 46. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers ... 1. Allgemeine Informationen zur Würth-Gruppe Der Sitz der Würth-Gruppe ist 74653 Künzelsau, Deutschland. Das Kerngeschäft der Würth-Gruppe ist die weltweite Herstellung und der Vertrieb von Befestigungs- und Montagematerial. Die verkaufsaktiven Gesellschaften der Würth-Gruppe gliedern sich in zwei Einheiten: Würth-Linie und Allied Companies. Im Zentrum der Geschäftstätigkeit der Würth-Linie steht die Herstellung von Befestigungs- und Montagematerial für Kunden aus den Bereichen Handwerk, Bau und Industrie. Das Verkaufsprogramm der Würth-Linie umfasst Produkte, die unter eigener Marke und über einen eigenen Außendienst angeboten werden. Schwerpunkt ist die Herstellung und der Vertrieb von Schrauben, Schraubenzubehör, DIN- und Normteilen, chemisch-technischen Produkten, Möbel- und Baubeschlägen, Dübeln, Isolierungen, Hand-, Elektro-, Schneid- und Druckluftwerkzeugen, Service- und Pflegeprodukten, Verbindungs- und Befestigungsmaterial, Bevorratungs- und Entnahmesystemen sowie der Direktversand von Arbeitskleidung. Die Allied Companies - Gesellschaften des Konzerns, die an das Kerngeschäft angrenzen oder diversifizierte Geschäftsbereiche bearbeiten - ergänzen das Portfolio der Würth-Gruppe. Sie sind in neun strategische Geschäftseinheiten aufgeteilt und bis auf wenige Produktionsunternehmen in der Mehrzahl Handelsunternehmen in verwandten Geschäftsfeldern. Der Bereich Diversifikation innerhalb der Allied Companies umfasst Dienstleistungsbetriebe, z. B. Hotels und Gastronomie, sowie Logistikdienstleister. 2. Rechnungslegungsmethoden 2.1 Grundlagen der Erstellung des Konzernabschlusses der Würth-Gruppe Der Konzernabschluss der Würth-Gruppe wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, England, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315e (1) HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss besteht aus Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Konzern- Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Anhang. Der Konzernlagebericht wurde nach den Vorschriften des § 315 HGB aufgestellt. Alle zum 31. Dezember 2023 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Standards wurden angewandt. Dies beinhaltet zudem die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung des Abschlusses erfolgte unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten. Die Buchwerte der in der Konzern-Bilanz erfassten Vermögenswerte und Schulden, die Grundgeschäfte im Rahmen von Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts darstellen und sonst zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, werden an die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte, die den im Rahmen von wirksamen Sicherungsbeziehungen abgesicherten Risiken zuzurechnen sind, angepasst. Der Konzernabschluss ist in Euro erstellt. Alle angegebenen Beträge lauten, sofern nicht anders angegeben, auf Millionen Euro (Mio. EUR). Für die Gliederung der Konzern-Bilanz nach IFRS wurde eine Klassifizierung nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden vorgenommen. Als langfristige Vermögenswerte bzw. langfristige Schulden werden Positionen ausgewiesen, die nicht innerhalb eines Jahres fällig sind. Weiterhin werden latente Steuern jeweils als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde am 26. März 2024 von der Konzernführung der Würth-Gruppe zur Weiterleitung an den Prüfungsausschuss des Beirats der Würth- Gruppe freigegeben. 2.2 Konsolidierungsgrundsätze Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 31. Dezember 2023 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Konzernobergesellschaften und Tochterunternehmen. Bei der Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 (überarbeitet) die an den Veräußerer übertragene Gegenleistung zuzüglich des Betrags der nicht beherrschenden Anteile und des beizulegenden Zeitwerts der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile am erworbenen Unternehmen mit dem Saldo der beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt des Erwerbs der Beteiligung verrechnet. Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Goodwill aktiviert. Verbleibende passivische Unterschiedsbeträge werden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust- Rechnung erfolgswirksam verbucht. Eine vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellen, werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Sukzessive Unternehmenserwerbe bei schon vorhandener Kontrolle sowie Anteilsveräußerungen bei weiterhin vorhandener Kontrolle werden erfolgsneutral im Eigenkapital behandelt. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben, die in eine Beherrschung des Unternehmens münden, bzw. im Fall der Veräußerung von Anteilen mit Verlust der Beherrschung, wird eine erfolgswirksame Neubewertung der bereits gehaltenen bzw. der verbleibenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Hiernach werden durch die Transaktion entstehende Veräußerungsgewinne oder -verluste mangels wirtschaftlicher Substanz erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet. Bei den At Equity bewerteten Unternehmen werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals zugrunde gelegt. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischengewinne bei den Vorräten und im Anlagevermögen sind grundsätzlich ergebniswirksam eliminiert. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den Anteil des Ergebnisses und des Nettovermögens dar, der nicht den Anteilseignern der Konzernobergesellschaften zuzurechnen ist. Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden in der Konzern- Gewinn-und-Verlust-Rechnung und in der Konzern-Bilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, jedoch getrennt vom Eigenkapital, das auf die Konzernobergesellschaften entfällt. 2.3 Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden Die Würth-Gruppe erfasst Geschäftsvorfälle am Tage ihrer Transaktion. Die Abschlüsse aller einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (IFRS) erstellt. Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Bilanzierung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entsprechend IFRS 3.19 entweder nach der anteiligen Bewertung des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens (Partial Goodwill) oder der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Full Goodwill). Diese Entscheidung kann für jeden Unternehmenszusammenschluss einzeln getroffen werden und stellt keine Wahl der Rechnungslegungsmethode dar, die für alle von der Würth-Gruppe vorgenommenen Unternehmenszusammenschlüsse gilt. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairment- Test) unterzogen. Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit wurde jeweils die rechtliche Einheit definiert, mit Ausnahme der Gesellschaften HSR und Indunorm. Die Wertminderung wird bestimmt durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich der kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Differenziert wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und mit unbegrenzter Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbegrenzten zu einer begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung hin überprüft, sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahrs überprüft. Die erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode und der Nutzungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den Abschreibungen erfasst. Aktivierte Kundenbeziehungen, Software, Konzessionen sowie sonstige Nutzungsrechte werden über eine Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Bei immateriellen Vermögenswerten mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer sowie bei noch nicht nutzbaren immateriellen Vermögenswerten wird mindestens einmal jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Vorliegen aller Voraussetzungen des IAS 38.57 in Höhe der angefallenen, direkt zurechenbaren Entwicklungskosten angesetzt. Finanzierungskosten werden aktiviert. Die Zuaktivierung der Kosten endet, wenn der Vermögenswert fertiggestellt und allgemein freigegeben ist. Voraussetzung für die Aktivierung der Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38.57 die folgenden sechs Anforderungen:
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte wurde durch die Würth-Gruppe auf drei bis sieben Jahre geschätzt. Aufwendungen für Forschung und allgemeine Entwicklung werden gemäß IAS 38.54 sofort als Aufwand erfasst. Sachanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Reparaturkosten werden unmittelbar als Aufwand verrechnet. Die Herstellungskosten enthalten direkt zurechenbare Einzelkosten (wie Fertigungsmaterial und -löhne) sowie fixe und variable Produktionsgemeinkosten (wie Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Zugrundelegung einer Normalauslastung. Finanzierungskosten werden aktiviert, falls ein qualifizierter Vermögenswert vorliegt. Sachanlagen, mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten, werden grundsätzlich linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern bemessen:
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahrs überprüft und gegebenenfalls angepasst. Eine Sachanlage oder ein immaterieller Vermögenswert wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus dem Abgang des Vermögenswerts resultierenden Gewinne und Verluste werden als Differenz aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Bei allen immateriellen Vermögenswerten sowie Sachanlagen und Nutzungsrechten an Vermögenswerten wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am Ende jedes Geschäftsjahrs überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hinweisen, dass der Buchwert der Vermögenswerte nicht erzielbar sein könnte oder wenn ein jährlicher Werthaltigkeitstest vorgeschrieben ist. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert des Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungswert ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag, abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren für einen Vermögenswert aufwandswirksam erfassten Wertminderung wird vorgenommen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Werterhöhung bzw. Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswerts wird jedoch nur so weit erfasst, wie sie den Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung nicht erfolgt wäre. Eine Wertaufholung unterbleibt bei Geschäfts- oder Firmenwerten. Bei den Nutzungsrechten an Vermögenswerten handelt es sich um Leasingverträge, bei denen die Würth-Gruppe Leasingnehmer ist. Nähere Informationen sind unter "29.1 Die Würth-Gruppe als Leasingnehmer" dargestellt. Beim erstmaligen Ansatz und der Bewertung finanzieller Vermögenswerte werden diese entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert. Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell der Würth-Gruppe zur Steuerung ihrer finanziellen Vermögenswerte ab. Die Würth-Gruppe bewertet einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten oder für die die Würth-Gruppe den praktischen Behelf angewandt hat, werden mit dem gemäß IFRS 15 ermittelten Transaktionspreis bewertet. In diesem Zusammenhang wird auf "5. Erlöse aus Verträgen mit Kunden" verwiesen. Damit ein finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert und bewertet werden kann, dürfen die Cashflows ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen (Solely Payments of Principal and Interest - SPPI) auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen. Diese Beurteilung wird als SPPI-Test bezeichnet und auf der Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt. Das Geschäftsmodell der Würth-Gruppe zur Steuerung ihrer finanziellen Vermögenswerte spiegelt wider, wie die Würth-Gruppe ihre finanziellen Vermögenswerte steuert, um Cashflows zu generieren. Je nach Geschäftsmodell entstehen die Cashflows durch die Vereinnahmung vertraglicher Cashflows, den Verkauf der finanziellen Vermögenswerte oder durch beides. Für die Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte in folgende Kategorien klassifiziert:
Die Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente) hat die größte Bedeutung für den Konzernabschluss der Würth-Gruppe. Die Würth-Gruppe bewertet finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und sind auf Wertminderungen zu überprüfen. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Würth-Gruppe enthalten unter anderem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus dem Bankgeschäft sowie als Schuldinstrumente ausgewiesene sonstige finanzielle Vermögenswerte und Wertpapiere. Die Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind. Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert und entsprechend bewertet. Ungeachtet der vorstehend erläuterten Kriterien zur Klassifizierung von Schuldinstrumenten in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" können Schuldinstrumente beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden, wenn dadurch eine Rechnungslegungsanomalie beseitigt oder signifikant verringert wird. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzern-Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente, börsennotierte Schuldinstrumente sowie börsennotierte und nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, bei denen sich die Würth-Gruppe nicht unwiderruflich dafür entschieden hat, sie als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet zu klassifizieren. Dividenden aus börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten werden ebenfalls als sonstiger Ertrag in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, wenn Rechtsanspruch auf Zahlung besteht. Eine Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte (bzw. eines Teils eines finanziellen Vermögenswerts oder eines Teils einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) erfolgt hauptsächlich dann (d. h. die Werte werden aus der Konzern-Bilanz der Würth-Gruppe entfernt), wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Wenn die Würth-Gruppe ihre vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet sie, ob und in welchem Umfang die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken bei ihr verbleiben. Wenn sie im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält noch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert überträgt, erfasst sie den übertragenen Vermögenswert weiterhin im Umfang ihres anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst die Würth-Gruppe auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die die Würth-Gruppe behalten hat, Rechnung getragen wird. Wenn das anhaltende Engagement der Form nach dem übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den die Würth-Gruppe eventuell zurückzahlen müsste. Weitere Einzelheiten zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sind in den folgenden Anhangsangaben enthalten:
Die Würth-Gruppe erfasst bei allen Schuldinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste. Erwartete Kreditverluste basieren auf der Differenz zwischen den vertraglichen Cashflows, die vertragsgemäß zu zahlen sind, und der Summe der Cashflows, deren Erhalt die Würth-Gruppe erwartet, abgezinst mit einem Näherungswert des ursprünglichen Effektivzinssatzes. Die erwarteten Cashflows beinhalten die Cashflows aus dem Verkauf der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Kreditbesicherungen, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind. Erwartete Kreditverluste werden in zwei Schritten erfasst. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditverluste erfasst, die auf einem Ausfallereignis innerhalb der nächsten zwölf Monate beruhen (12-Monats-Kreditverlust). Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, hat die Würth-Gruppe eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste zu erfassen, unabhängig davon, wann das Ausfallereignis eintritt (Kreditverlust über die Gesamtlaufzeit). Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet die Würth-Gruppe eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an. Daher verfolgt sie Änderungen des Kreditrisikos nicht nach, sondern erfasst stattdessen zu jedem Abschlussstichtag eine Risikovorsorge auf Basis der Kreditverluste über die Gesamtlaufzeit. Die Würth-Gruppe hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf ihrer bisherigen Erfahrung mit Kreditverlusten basiert und ergänzt wurde um zukunftsbezogene Faktoren, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz und bei der Bewertung als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen, als Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Finanzschulden und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Die finanziellen Verbindlichkeiten der Würth-Gruppe umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Anleihen und Bankverbindlichkeiten einschließlich Kontokorrentkrediten und derivativen Finanzinstrumenten. Die Folgebewertung finanzieller Verbindlichkeiten hängt folgendermaßen von deren Klassifizierung ab: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die von der Würth-Gruppe abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente, soweit diese nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen, sowie die Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben. Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst. Die Einstufung finanzieller Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet erfolgt zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Erfassung, sofern die Kriterien gemäß IFRS 9 erfüllt sind. Finanzschulden Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung als Teil der Finanzaufwendungen enthalten. Des Weiteren werden unter den Finanzschulden Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gesellschaften ausgewiesen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Es handelt sich dabei um als Verbindlichkeiten ausgewiesene Minderheitsanteile bzw. um Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern aus einer Put-Option über den Erwerb weiterer Minderheitsanteile. Weitere Informationen sind unter "28. Finanzschulden" enthalten. Eine Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten erfolgt, wenn die ihr zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell anderen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, so wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. Eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten erfolgt, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. In diesem Fall wird der Nettobetrag in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss der Würth-Gruppe ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Bemessungshierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
Die Würth-Gruppe verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Wechselkurs- und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden wiederum mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn er negativ ist. Als Sicherungsbeziehungen eingesetzte derivative Finanzinstrumente werden zum Zweck der Bilanzierung wie folgt klassifiziert:
Die Dokumentation umfasst die Identifizierung des Sicherungsinstruments, des gesicherten Grundgeschäfts, der Art des abgesicherten Risikos und die Art und Weise, wie die Würth-Gruppe beurteilen wird, ob die Sicherungsbeziehung die Anforderungen an die Wirksamkeit der Absicherung erfüllt (analysiert werden auch die Ursachen einer Unwirksamkeit der Absicherung und die Art und Weise der Bestimmung der Sicherungsquote). Eine Sicherungsbeziehung erfüllt nur dann die Anforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:
Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fairvalue-Hedge) Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Finanzergebnis erfasst. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts, die dem abgesicherten Risiko zugerechnet werden kann, wird als Teil des Buchwerts des gesicherten Grundgeschäfts verbucht und ebenfalls in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Finanzergebnis erfasst. Bei Sicherungsgeschäften zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, die sich auf zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Grundgeschäfte beziehen, wird die Anpassung des Buchwerts erfolgswirksam über die Restlaufzeit des Sicherungsgeschäfts mittels der Effektivzinsmethode aufgelöst. Sobald eine Anpassung vorliegt, kann die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode beginnen, jedoch spätestens zu dem Zeitpunkt, ab dem das Grundgeschäft nicht mehr um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die auf das abzusichernde Risiko zurückzuführen sind, angepasst wird. Wird das Grundgeschäft ausgebucht, wird der nicht amortisierte beizulegende Zeitwert sofort in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Wird eine nicht in der Bilanz angesetzte feste Verpflichtung als Grundgeschäft klassifiziert, so wird die nachfolgende kumulierte Änderung des beizulegenden Zeitwerts dieser Verpflichtung, die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen ist, als Vermögenswert oder Schuld mit einem entsprechenden Gewinn oder Verlust in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Weitere Informationen sind unter "36. Finanzinstrumente" enthalten. Absicherung von Cashflows (Cashflow-Hedge) Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für die Absicherung von Cashflows erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Die Rücklage für die Absicherung von Cashflows wird an den niedrigeren der folgenden Beträge angepasst:
Die Würth-Gruppe designiert Cashflow-Hedges als Teil ihrer Strategie, um ihre Zins- und Fremdwährungsumwertungsschwankungen innerhalb ihrer festgelegten Grenzen zu mindern und die Cashflow-Schwankungen aus dem Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiko eines Instruments oder einer Gruppe von Instrumenten zu reduzieren. Die im sonstigen Ergebnis kumulierten Beträge werden je nach Art des gesicherten Grundgeschäfts bilanziert. Führt die abgesicherte Transaktion später zum Ansatz eines nichtfinanziellen Postens, wird der im Eigenkapital kumulativ erfasste Betrag von der separaten Eigenkapitalkomponente in die erstmaligen Anschaffungskosten oder in den sonstigen Buchwert des abgesicherten Vermögenswerts oder der abgesicherten Verbindlichkeit umgebucht. Dies stellt keinen Umgliederungsbetrag dar und wird somit nicht im sonstigen Ergebnis der Berichtsperiode erfasst. Dies gilt auch in Fällen, in denen die abgesicherte erwartete Transaktion eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Verbindlichkeit zu einer festen Verpflichtung wird, auf die die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts angewendet wird. Bei allen anderen Absicherungen von Cashflows wird der im sonstigen Ergebnis kumulativ erfasste Betrag in derselben Periode oder denselben Perioden, in der bzw. denen sich die abgesicherten Cashflows auf das Periodenergebnis auswirken, als Umgliederungsbetrag in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows beendet, verbleibt der im sonstigen Ergebnis kumulierte Betrag dort, wenn nach wie vor erwartet wird, dass die abgesicherten künftigen Cashflows eintreten. Andernfalls wird der Betrag unverzüglich als Umgliederungsbetrag in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Nach der Beendigung der Bilanzierung ist ein eventuell im kumulierten sonstigen Ergebnis verbliebener Betrag bei Eintritt der abgesicherten Cashflows entsprechend der Art der zugrunde liegenden Transaktion wie oben beschrieben zu bilanzieren. Weitere Informationen sind unter "36. Finanzinstrumente" enthalten. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen beinhalten die aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft bestehenden Forderungen und Schulden. Bankforderungen und -kredite sowie Kundenforderungen und -kredite sind Finanzanlagen mit festen oder befristeten Zahlungen und festen Laufzeiten, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Nach der erstmaligen Erfassung werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich der Kreditrisiken mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Würth-Gruppe tritt u. a. als Leasinggeber auf und weist Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing in der Konzern-Bilanz als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aus, und zwar in Höhe der nicht forfaitierten Nettoinvestitionswerte aus den Leasingverhältnissen. Die Erfassung der Finanzerträge wird auf eine Weise vorgenommen, die eine konstante periodische Verzinsung der ausstehenden Nettoinvestition des Leasinggebers in das Finanzierungsleasingverhältnis widerspiegelt. Die anfänglichen direkten Kosten werden sofort im Periodenergebnis erfasst. Bei nicht forfaitierten Verträgen werden die Erträge über die Laufzeit des Leasingverhältnisses realisiert. Leasingverhältnisse, bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken von der Würth-Gruppe auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und dem Abschluss eines Operating-Leasingverhältnisses entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstands hinzugerechnet und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses auf gleiche Weise wie die Leasingerträge als Aufwand erfasst. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden. Die Würth-Gruppe veräußert im Rahmen von "Asset Backed Commercial Papers (ABCP)"-Transaktionen Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing an Forderungsankaufsgesellschaften. Ungeachtet des rechtlichen Übergangs sind diese weiterhin durch die Würth-Gruppe zu bilanzieren, sofern aufgrund der vertraglichen Gestaltung wesentliche Risiken und Chancen bei den Konzerngesellschaften verbleiben. Forderungen aus Finanzdienstleistungen werden gemäß IFRS 9 auf Werthaltigkeit überprüft. Tatsächliche Ertragsteuern werden auf Basis des zu versteuernden Einkommens des Geschäftsjahrs und in Übereinstimmung mit den nationalen Steuergesetzen ermittelt. Erwartete und tatsächlich geleistete Steuernachzahlungen bzw. Steuererstattungen für Vorjahre werden ebenfalls mit einbezogen. Latente Steuern resultieren aus temporären Unterschieden zwischen IFRS- und Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften (ausgenommen Unterschiede aus Geschäfts- oder Firmenwerten bei Zukäufen in Form eines Anteilskaufs) sowie aus Konsolidierungsvorgängen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben. Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur berücksichtigt, soweit mit einer Realisierung gerechnet wird. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn ein Konzernunternehmen einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern desselben Steuersubjekts beziehen, wobei die Ertragsteuern von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Die anderen latenten Steuern werden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten direkt zurechenbare Einzelkosten (wie Fertigungsmaterial und -löhne) und fixe und variable Produktionsgemeinkosten (wie Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Zugrundelegung einer Normalauslastung sowie Fremdkapitalzinsen, falls ein qualifizierter Vermögenswert vorliegt. Der Ermittlung der Wertansätze liegt das gewogene Durchschnittswertverfahren zugrunde. Den Bestandsrisiken der Vorratshaltung, die sich aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, wird unter Berücksichtigung gegebenenfalls niedrigerer realisierbarer Nettoveräußerungswerte durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten. Von Kunden erhaltene Anzahlungen werden unter den Verbindlichkeiten passiviert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel, Sichteinlagen und kurzfristige Finanzinvestitionen (z. B. Geldmarktfonds). Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden gemäß IFRS 9 auf Werthaltigkeit überprüft. Zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte und Schulden einer Vermögensgruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird, sind mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten. Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Veräußerung höchst wahrscheinlich und der Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Das Management muss die Veräußerung beschlossen haben, die erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung für eine Erfassung als abgeschlossener Verkauf in Betracht kommen muss. Zur Veräußerung gehalten klassifizierte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Einzelheiten sind enthalten unter "25. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte und Schulden einer Vermögensgruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird". Unter den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss werden die Minderheitenanteile am gezeichneten Kapital, an den Rücklagen und am Bilanzgewinn ausgewiesen, sofern die Anteile nicht als Fremdkapital im Sinne von IAS 32 eingestuft sind. In diesem Fall erfolgt ein Ausweis unter den Finanzschulden. Veränderungen im Zeitwert werden in diesem Fall im Finanzergebnis erfasst. Bei den Leasingverbindlichkeiten handelt es sich um Leasingverträge, bei denen die Würth-Gruppe Leasingnehmer ist. Nähere Informationen sind unter "29.1 Die Würth-Gruppe als Leasingnehmer" dargestellt. Die Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für die leistungsorientierten Altersversorgungssysteme werden unter Anwendung der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Die unter dynamischen Gesichtspunkten nach Eintritt des Versorgungsfalls zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungszeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt. Bei allen Versorgungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen und Schätzungen unumgänglich. Die Würth-Gruppe erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für den leistungsorientierten Pensionsplan in der Berichtsperiode, in der sie anfallen, in voller Höhe im sonstigen Ergebnis. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden dabei sofort in die Gewinnrücklagen eingestellt und auch in den Folgeperioden nicht erfolgswirksam umgegliedert. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (unter Anwendung eines Diskontierungssatzes auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen) und des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Planvermögen umfasst Vermögen, das durch einen langfristig ausgelegten Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehalten wird, und qualifizierende Versicherungspolicen. Planvermögen ist vor dem Zugriff von Gläubigern des Konzerns geschützt und kann nicht direkt an den Konzern gezahlt werden. Der beizulegende Zeitwert basiert auf Informationen über den Marktpreis, im Falle von notierten Wertpapieren entspricht er dem veröffentlichten Ankaufskurs. Ein erfasster Vermögenswert des leistungsorientierten Plans beschränkt sich auf den Barwert eines etwaigen wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder in Form der Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Plan. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das jeweilige Unternehmen auf gesetzlicher bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Beiträge werden in voller Höhe ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen werden gebildet für sämtliche am Abschlussstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen und faktischen Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Bei Abzinsung wird die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung als Finanzaufwendung erfasst. Rückstellungsauflösungen erfolgen gegen den Aufwandsposten, gegen den die Rückstellung gebildet worden ist. Von der Würth-Gruppe ausgereichte Finanzgarantien sind Verträge, die zur Leistung von Zahlungen verpflichten, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der entsteht, weil ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Diese Finanzgarantien werden als Versicherungsverträge im Sinne von IFRS 4 behandelt, d.h. sie werden so lange als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen, bis es wahrscheinlich ist, dass eine Inanspruchnahme erfolgt. Ist dies der Fall, wird die entsprechende Verpflichtung bilanziert. Die Würth-Gruppe ist mit ihrem Kerngeschäft im Bereich des Vertriebs von Befestigungs- und Montagematerial tätig. Darüber hinaus gibt es Handels- und Produktionsunternehmen in angrenzenden Geschäftsfeldern. Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die die Würth-Gruppe im Austausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Die Würth-Gruppe ist grundsätzlich zu dem Schluss gekommen, dass sie bei ihren Umsatztransaktionen als Prinzipal auftritt, da sie üblicherweise die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen innehat, bevor diese auf den Kunden übergehen. Erlöse aus dem Verkauf von Gütern werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht. Dies ist im Allgemeinen bei Lieferung der Güter der Fall. Eine Ausnahme hiervon bildet die kundenspezifische Auftragsfertigung in den Geschäftsbereichen Produktion und Elektronik. Hier wird in Einzelfällen eine zeitraumbezogene Umsatzrealisation gemäß Fertigungsfortschritt durchgeführt. Aufgrund der weitgehend just in time erfolgenden Fertigung in diesen Bereichen ergibt sich jedoch keine wesentliche Abweichung gegenüber einer zeitpunktbezogenen Umsatzrealisation. Die übliche Zahlungsfrist beträgt 30 bis 90 Tage ab Lieferung. Die Würth-Gruppe prüft, ob in dem Vertrag andere Zusagen enthalten sind, die separate Leistungsverpflichtungen darstellen, denen ein Teil des Transaktionspreises zugeordnet werden muss (z. B. Gewährleistungen, Treuepunkteprogramme). Bei der Bestimmung des Transaktionspreises für den Verkauf von Gütern berücksichtigt die Würth-Gruppe, wie sich variable Gegenleistungen, signifikante Finanzierungskomponenten, nicht zahlungswirksame Gegenleistungen und gegebenenfalls an einen Kunden zu zahlende Gegenleistungen auswirken. Variable Gegenleistung Enthält eine vertragliche Gegenleistung eine variable Komponente, bestimmt die Würth-Gruppe die Höhe der Gegenleistung, die ihr im Austausch für die Übertragung der Güter an den Kunden zusteht. Die variable Gegenleistung wird zu Vertragsbeginn geschätzt und darf nur dann in den Transaktionspreis einbezogen werden, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es bei den erfassten kumulierten Erlösen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt, oder sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Einige Verträge über den Verkauf von Gütern räumen Kunden ein Rückgaberecht oder Mengenrabatte ein. Diese Rückgaberechte und Mengenrabatte führen zu einer variablen Gegenleistung. - Rückgaberechte Bestimmte Verträge räumen einem Kunden das Recht ein, die Produkte innerhalb einer festgelegten Frist zurückzugeben. Die Würth-Gruppe wendet zur Schätzung der Produkte, die nicht zurückgegeben werden, die Erwartungswertmethode an, da mit dieser Methode die variable Gegenleistung, auf die die Würth-Gruppe Anspruch hat, am verlässlichsten geschätzt werden kann. Außerdem werden die Regelungen des IFRS 15 im Hinblick auf die Begrenzung der Schätzung der variablen Gegenleistung angewandt, um den Betrag der variablen Gegenleistung, der in den Transaktionspreis einbezogen werden darf, zu bestimmen. Für erwartete Produktrückgaben wird von der Würth- Gruppe kein Erlös, sondern eine Rückerstattungsverbindlichkeit erfasst. Darüber hinaus wird für das Recht des Kunden, Produkte zurückzugeben, ein Vermögenswert aus Rückgaberechten erfasst. - Mengenrabatte Die Würth-Gruppe gewährt bestimmten Kunden rückwirkend Mengenrabatte, sobald die in einer Periode abgenommene Menge an Produkten eine vertraglich vereinbarte Mindestabnahmemenge überschreitet. Rabatte werden mit den vom Kunden zu zahlenden Beträgen verrechnet. Zur Schätzung der variablen Gegenleistung für die erwarteten zukünftigen Rabatte wendet die Würth-Gruppe bei Verträgen mit einer einzigen Mindestabnahmemenge die Methode des wahrscheinlichsten Betrags und bei Verträgen mit mehreren Mindestabnahmemengen die Erwartungswertmethode an. Die Auswahl der Methode, mit der die Höhe der variablen Gegenleistung am verlässlichsten ermittelt werden kann, hängt also in erster Linie von der im Vertrag enthaltenen Anzahl der Mindestabnahmemengen ab. Anschließend wendet die Würth-Gruppe die Regelungen für die Begrenzung der Schätzung variabler Gegenleistungen an und erfasst eine Rückerstattungsverbindlichkeit für die erwarteten zukünftigen Rabatte. Kosten der Vertragsanbahnung Die Würth-Gruppe zahlt ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Verkaufsprovisionen für Verträge, aus denen der Verkauf von Gütern und Dienstleistungen resultiert. Die Würth-Gruppe hat sich für die Anwendung des praktischen Behelfs für die Kosten einer Vertragsanbahnung entschieden. Demnach kann sie Verkaufsprovisionen sofort aufwandswirksam im Personalaufwand erfassen, da der Abschreibungszeitraum für den Vermögenswert, den die Würth-Gruppe andernfalls erfasst hätte, nicht mehr als ein Jahr beträgt. Nicht zahlungswirksame Gegenleistungen Die Würth-Gruppe bietet üblicherweise gesetzlich vorgeschriebene Garantieleistungen für die Behebung von Mängeln, die zum Zeitpunkt des Verkaufs vorlagen. Für diese sogenannten "assurance-type warranties" werden gemäß IAS 37 Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus generiert die Würth-Gruppe Erlöse aus Finanzdienstleistungen. Die Finanzdienstleistungsgesellschaften sind in den Bereichen Finanzierungen, Leasing, Altersvorsorge, Sach- und Personenversicherungen sowie Vermögensverwaltung tätig. Die Erlöse aus Finanzdienstleistungen werden berücksichtigt, wenn sie realisiert bzw. realisierbar und verdient sind. Zinsen aus verzinslichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden anteilig über die Laufzeit der betreffenden Aktiva oder Verbindlichkeiten nach der Effektivzinsmethode und unter Berücksichtigung von abgegrenzten Gebühren und Kosten sowie Agios und Disagios erfasst. Provisionen werden erfolgswirksam erfasst, wenn ein hinreichender Nachweis über das Bestehen einer Vereinbarung vorliegt, die Leistung erbracht wurde, die Gebühr oder Provision feststeht und die Einbringlichkeit hinreichend sichergestellt ist. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Eine Forderung ist der unbedingte Anspruch der Würth-Gruppe auf Gegenleistung (d. h ., die Fälligkeit tritt automatisch durch Zeitablauf ein). Die Rechnungslegungsmethoden für finanzielle Vermögenswerte werden unter "20. Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden" näher erläutert. Leasingverhältnisse Informationen dazu sind unter "29. Leasingverhältnisse" dargestellt. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erst dann erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die Gesellschaft die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und die Zuwendungen tatsächlich erhält. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig ergebniswirksam erfasst, und zwar analog zu der Erfassung der damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen. Soweit Zuwendungen für den Erwerb von Sachanlagen vorgesehen sind, werden sie als Minderung der Anschaffungskosten dieser Vermögenswerte behandelt. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen der Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Somit werden sie nicht in der Konzern-Bilanz erfasst. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina entsprechen dem am Abschlussstichtag bestehenden Haftungsumfang. Ereignisse nach der Berichtsperiode, die zusätzliche Informationen zu den Gegebenheiten vor dem Abschlussstichtag liefern, werden in der Konzern-Bilanz berücksichtigt. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die zu keinerlei Anpassung führen, werden im Anhang angegeben, sofern sie wesentlich sind. In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften erfolgt die Währungsumrechnung von nichtmonetären und monetären Posten in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung. Monetäre Posten werden mit dem Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bis zum Abschlussstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von monetären Aktiva bzw. monetären Passiva in fremder Währung werden ergebniswirksam in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen berücksichtigt. Als Umrechnungsverfahren für die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, aller ausländischen Gesellschaften in Euro zu den Kursen am Abschlussstichtag, da die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Konzerngesellschaften ihr Geschäft selbstständig in ihren Landeswährungen betreiben und diese den funktionalen Währungen entsprechen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet (erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung). Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbstständigen ausländischen Teileinheiten mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Bei Aufwands- und Ertragsposten erfolgt die Umrechnung mit Durchschnittskursen. Die Differenzen zum Stichtagskurs werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Jahresabschlüsse der wichtigsten Tochtergesellschaften in Ländern, die nicht der Europäischen Währungsunion angehören, wurden unter Verwendung der folgenden Umrechnungskurse in Euro umgerechnet:
2.4 Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und Angaben Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten überarbeiteten IFRS und IFRIC-Interpretationen mit Wirkung zum 1. Januar 2023:
Die Anwendung dieser Standards wird nachfolgend näher erläutert: Im Mai 2017 veröffentlichte das IASB mit dem IFRS 17 Versicherungsverträge einen umfassenden neuen Rechnungslegungsstandard, der Grundsätze für Ansatz, Bewertung, Darstellung und Angabepflichten in Bezug auf Versicherungsverträge enthält. Mit seinem Inkrafttreten ersetzt IFRS 17 den 2005 veröffentlichten IFRS 4 Versicherungsverträge. IFRS 17 ist unabhängig von der Art des auflegenden Unternehmens auf alle Arten von Versicherungsverträgen (d. h. Lebensversicherungen, Sachversicherungen, Direktversicherungen und Rückversicherungen) und auf bestimmte Garantien und Finanzinstrumente anzuwenden. Hinsichtlich des Anwendungsbereichs gelten einzelne Ausnahmeregelungen. Das übergeordnete Ziel von IFRS 17 ist es, ein für die Versicherer nützlicheres und einheitlicheres Bilanzierungsmodell zu schaffen. Im Gegensatz zu den Regelungen von IFRS 4, die weitgehenden Bestandsschutz für frühere lokale Bilanzierungsvorschriften gewähren, stellt IFRS 17 ein umfassendes Modell für Versicherungsverträge dar, das alle relevanten Aspekte der Bilanzierung abbildet. Den Kern des IFRS 17 bildet das allgemeine Modell, ergänzt durch
IFRS 17 ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Daraus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Würth-Gruppe. Im Februar 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 8 Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen veröffentlicht, mit denen eine neue Definition für rechnungslegungsbezogene Schätzungen eingeführt wurde. Die Änderungen stellen klar, inwiefern sich Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen von Änderungen der Rechnungslegungsmethoden und Fehlerkorrekturen unterscheiden. Sie erläutern außerdem, wie Unternehmen rechnungslegungsbezogene Schätzungen mithilfe von Bemessungstechniken und Inputfaktoren vornehmen können. Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, und sind auf Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen anzuwenden, die zu oder nach Beginn dieses Geschäftsjahrs erfolgen. Aus der Anwendung dieser Änderung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Würth-Gruppe. Im Februar 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2: Angabe der Rechnungslegungsmethoden veröffentlicht, in denen es Leitlinien und erläuternde Beispiele zur Verfügung stellt, die Unternehmen die Beurteilung erleichtern sollen, wann Informationen zu Rechnungslegungsmethoden als "wesentlich" einzustufen und folglich anzugeben sind. Die Änderungen sollen Unternehmen dabei unterstützen, für Abschlussadressaten hilfreichere Angaben zu Rechnungslegungsmethoden zu machen, indem die Anforderung, "maßgebliche" (significant) Rechnungslegungsmethoden anzugeben, durch die Anforderung, "wesentliche" (material) Informationen zu Rechnungslegungsmethoden anzugeben, ersetzt wird und Leitlinien ergänzt werden, die es Unternehmen erleichtern sollen, das Konzept der Wesentlichkeit anzuwenden bei der Beurteilung, wann Informationen zu Rechnungslegungsmethoden anzugeben sind. Die Änderungen an IAS 1 gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Da die Änderungen am Practice Statement 2 unverbindliche Anwendungsleitlinien für die Definition von "wesentlich" in Bezug auf Informationen zu Rechnungslegungsmethoden enthalten, wurde ein Zeitpunkt des Inkrafttretens für die Änderungen als nicht notwendig erachtet. Aus der Anwendung dieser Änderung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Würth-Gruppe. Im Mai 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einem einzigen Geschäftsvorfall entstehen veröffentlicht, die den Anwendungsbereich der Ausnahmeregel beim erstmaligen Ansatz gemäß IAS 12 dahin gehend eingrenzen, dass sie nicht mehr für Geschäftsvorfälle gilt, aus denen zu versteuernde und abzugsfähige temporäre Differenzen entstehen, die betragsgleich sind. Die Änderungen sind auf Geschäftsvorfälle anzuwenden, die zu oder nach Beginn der frühesten dargestellten Vergleichsperiode erfolgen. Außerdem sind zu Beginn der frühesten dargestellten Vergleichsperiode ein latenter Steueranspruch (sofern ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung steht) und eine latente Steuerschuld für alle abzugsfähigen und zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen und Entsorgungsverpflichtungen zu erfassen. Die Änderungen an IAS 1 sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Aus der Anwendung dieser Änderung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Würth-Gruppe. Im Mai 2023 hat das IASB die Änderungen an IAS 12 Internationale Steuerreform - Pillar Two Model Rules als Reaktion auf die BEPS (Base Erosion and Profit Shifting)-Regeln der zweiten Säule der OECD eingeführt, sie umfassen folgende Punkte:
Die obligatorische vorübergehende Ausnahme deren Inanspruchnahme anzugeben ist gilt sofort. Die übrigen Angabepflichten gelten für jährliche Berichtszeiträume, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, aber nicht für Zwischenzeiträume, die am oder vor dem 31. Dezember 2023 enden. Die Würth-Gruppe hat die obligatorische Ausnahme für den Ausweis und die Offenlegung von Informationen über latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten, die sich aus den Ertragsteuern der zweiten Säule ergeben, angewendet. Darüber hinaus hat die Würth-Gruppe ihre Unternehmensstruktur im Hinblick auf die Einführung der Säule-2-Modellvorschriften in verschiedenen Rechtsordnungen überprüft. Da der effektive Steuersatz der Gruppe in den wesentlichen Ländern, in denen sie tätig ist, deutlich über 15 Prozent liegt, ist sie zu dem Schluss gekommen, dass sie im Wesentlichen nicht den "Top-up"-Steuern der zweiten Säule unterliegt. Daher enthält der Konzernabschluss keine Angaben gemäß §§ 88A-88D des IAS 12. 3. Anwendung von Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verpflichtungen am Abschlussstichtag und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf konzerneinheitliche Festlegungen wirtschaftlicher Nutzungsdauern, auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze von aktivierten Entwicklungskosten und Rückstellungen, auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen aus aktivierten latenten Steuern sowie auf die Annahmen bezüglich der zukünftigen Ertragskraft von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die wichtigsten sonstigen am Stichtag bestehenden wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert. a) Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte Die Würth-Gruppe überprüft mindestens einmal jährlich, ob Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Die Bestimmung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit richtet sich nach der untersten Ebene, für die das Management, das über Unternehmenserwerbe entscheidet, den Geschäfts- oder Firmenwert für interne Zwecke überwacht. In der Würth-Gruppe ist das in der Regel die legale Einheit. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 70,8 Mio. EUR (2022: 71,1 Mio. EUR). Weitere Einzelangaben dazu sind in "14. Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte" dargestellt. b) Vorräte Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Ermittlung des Nettoveräußerungswerts und die daraus resultierenden Wertabschläge unterliegen Schätzungen. c) Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Nutzungsrechten an Vermögenswerten Die Würth-Gruppe überprüft immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte an Vermögenswerten auf Wertminderung, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Werthaltigkeit wird durch Vergleich des Buchwerts der jeweiligen Vermögenswerte mit dem erzielbaren Betrag bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung. Der Nutzungswert ist der sich durch Abzinsung der geschätzten künftigen Zahlungsströme ergebende Betrag. Falls ein Vermögenswert keine Mittelzuflüsse erzeugt, die weitgehend von den Mittelzuflüssen anderer Vermögensgruppen unabhängig sind, wird die Überprüfung auf Wertminderung nicht auf Ebene eines einzelnen Vermögenswerts, sondern auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit durchgeführt. Weitere Einzelangaben dazu sind in "14. Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte", "15. Sachanlagen" und "29.1 Die Würth-Gruppe als Leasingnehmer" dargestellt. d) Verlustvorträge und temporäre Differenzen Latente Steueransprüche werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und temporären Differenzen in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Es werden nur Verlustvorträge und temporäre Differenzen als werthaltig angesehen, von deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre auszugehen ist. Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 33,6 Mio. EUR (2022: 22,4 Mio. EUR) und sind in "18. Latente Steuern" dargestellt. e) Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie der Barwert der Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Eine versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage diverser Annahmen. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag vom Management überprüft. Bei der Ermittlung des angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das Management an den Zinssätzen von Unternehmensanleihen in der jeweiligen Währung mit mindestens AA-Rating, wobei diese durch Extrapolation an die erwartete Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung angepasst werden. Im Weiteren wird die Qualität der zugrunde liegenden Anleihen vom Management überprüft. Diejenigen, die übermäßig hohe Kredit-Spreads aufweisen, werden aus dem Anleiheportfolio, aus dem der Abzinsungssatz abgeleitet wird, entfernt, da es sich bei diesen Anleihen nicht um erstrangige Anleihen handelt. Die Sterblichkeitsrate basiert auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln für das jeweilige Land. Künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen basieren auf erwarteten künftigen Inflationsraten für das jeweilige Land. Die Nettobuchwerte der Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 262,3 Mio. EUR (2022: 232,7 Mio. EUR). Weitere Einzelangaben dazu sind in "30. Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses" dargestellt. Alle Angaben werden jährlich überprüft. f) Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten Sofern die beizulegenden Zeitwerte von angesetzten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nicht mithilfe notierter Preise in aktiven Märkten bemessen werden können, werden sie unter Verwendung von Bewertungsverfahren, darunter die Discounted-Cashflow-Methode, ermittelt. Die in das Modell eingehenden Inputfaktoren stützen sich so weit wie möglich auf beobachtbare Marktdaten. Liegen diese nicht vor, gründet sich die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in hohem Maße auf Ermessensentscheidungen des Managements. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputfaktoren wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der getroffenen Annahmen für diese Faktoren können sich auf die angesetzten beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente auswirken. Für weitergehende Angaben wird auf "36.9 Zeitwerte von Finanzinstrumenten" verwiesen. g) Entwicklungskosten Entwicklungskosten werden entsprechend, wie unter "2.3 Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden" dargestellt, aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Abzinsungssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten beträgt zum 31. Dezember 2023 8,9 Mio. EUR (2022: 11,3 Mio. EUR). h) Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Forderungen aus Finanzdienstleistungen Die Würth-Gruppe nutzt eine Wertberichtigungsmatrix, um die erwarteten Kreditverluste bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu berechnen. Die Wertberichtigungsquoten werden auf Grundlage der Überfälligkeitsdauer in Tagen für verschiedene (nach Kriterien wie der geografischen Region und der Bonitätseinstufung sowie der Abdeckung durch eine Kreditversicherung) zu Gruppen zusammengefasste Kunden bestimmt. Die Wertberichtigungstabelle basiert anfänglich auf den historischen Ausfallquoten der Würth-Gruppe. Anschließend kalibriert die Würth-Gruppe die Tabelle, um ihre historischen Kreditausfälle an zukunftsbezogene Informationen anzupassen. Wenn beispielsweise davon ausgegangen wird, dass sich prognostizierte wirtschaftliche Rahmenbedingungen (wie das Bruttoinlandsprodukt) im Laufe des kommenden Jahres verschlechtern, was zu einem Anstieg der Kreditausfälle führen kann, dann werden die historischen Ausfallquoten angepasst. Zu jedem Abschlussstichtag werden die historischen Ausfallquoten aktualisiert und Änderungen der zukunftsbezogenen Schätzungen analysiert. Die Beurteilung des Zusammenhangs zwischen historischen Ausfallquoten, prognostizierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und erwarteten Kreditausfällen stellt eine wesentliche Schätzung dar. Die Höhe der erwarteten Kreditausfälle hängt von Änderungen der Umstände und der prognostizierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Die historischen Kreditausfälle der Würth-Gruppe und die Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind möglicherweise nicht repräsentativ für die tatsächlichen Ausfälle der Kunden in der Zukunft. Informationen über die erwarteten Kreditverluste bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Würth-Gruppe sind in "20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" dargestellt. Für Forderungen aus Finanzdienstleistungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfolgt die Berechnung der Wertminderung im ersten Schritt grundsätzlich zum 12-Monats-Kreditverlust. Für Forderungen aus Finanzdienstleistungen, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, erfolgt die Berechnung der Wertminderung zum erwarteten Verlust über die Restlaufzeit. i) Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben bzw. übernommenen Geschäftsbetrieben Bei Unternehmenszusammenschlüssen bestehen teilweise bedingte Kaufpreisbestandteile bzw. dem Verkäufer werden Verkaufsoptionen für nicht beherrschende Anteile gewährt. Die darauf basierenden Kaufpreisverbindlichkeiten unterliegen Schätzungen der zukünftigen erreichbaren Ziele sowie der Barwertannahmen der zukünftigen Kaufpreise. Sie werden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. j) Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen - die Würth-Gruppe als Leasingnehmer Die Würth-Gruppe bestimmt die Laufzeit eines Leasingverhältnisses unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit des Leasingverhältnisses sowie unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass sie diese Option ausüben wird. Sollte hinreichend sicher sein, dass diese Option nicht ausgeübt wird, werden nur die Zeiträume angesetzt, die sich aus der Option bis zur Kündigung des Leasingverhältnisses ergeben. Die Würth-Gruppe hat Leasingverträge abgeschlossen, die Verlängerungs- und Kündigungsoptionen enthalten. Sie trifft Ermessensentscheidungen bei der Beurteilung, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlängerung bzw. Kündigung des Leasingverhältnisses ausgeübt oder nicht ausgeübt wird. Das heißt, sie zieht alle relevanten Faktoren in Betracht, die für sie einen wirtschaftlichen Anreiz darstellen, die Verlängerungs- oder die Kündigungsoption auszuüben. Nach dem Bereitstellungsdatum bestimmt die Würth-Gruppe die Laufzeit des Leasingverhältnisses erneut, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine Änderung von Umständen eintritt, das bzw. die innerhalb seiner Kontrolle liegt und sich darauf auswirkt, ob sie die Option zur Verlängerung oder Kündigung des Leasingverhältnisses ausüben wird oder nicht (z. B. Durchführung von wesentlichen Mietereinbauten oder wesentliche Anpassung des zugrunde liegenden Vermögenswerts). k) Leasingverhältnisse - Schätzung des Grenzfremdkapitalzinssatzes Die Würth-Gruppe kann den Zinssatz, der einem Leasingverhältnis zugrunde liegt, nicht ohne Weiteres bestimmen. Daher verwendet sie zur Bewertung von Leasingverbindlichkeiten ihren Grenzfremdkapitalzinssatz. Diesen Zinssatz müsste die Würth-Gruppe zahlen, wenn sie für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die sie in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Der Grenzfremdkapitalzinssatz spiegelt somit die Zinsen wider, die die Würth-Gruppe "zu zahlen hätte". Wenn keine beobachtbaren Zinssätze verfügbar sind, muss der Grenzfremdkapitalzinssatz geschätzt werden. Weitere Einzelheiten dazu sind unter "2.3 Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden" dargestellt. l) Der Krieg in der Ukraine sowie der Nahost-Konflikt Da der Krieg in der Ukraine andauert und immer wieder neue Sanktionen verhängt werden, bleibt das gesamte Ausmaß der Auswirkungen ungewiss. Darüber hinaus bringt neben dem Krieg in der Ukraine auch der Nahost-Konflikt weitere direkte und indirekte wirtschaftliche Konsequenzen und Risiken für die Würth- Gruppe, die zum aktuellen Zeitpunkt schwer zu prognostizieren sind. m) Klimawandel Die Würth-Gruppe überwacht kontinuierlich die Gesetzgebung im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Gegenwärtig wurden keine Gesetze erlassen, die Auswirkungen auf die Würth-Gruppe haben. Sie wird die Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswerts und die Sensitivitätsanalyse zu getroffenen Annahmen bei Bedarf anpassen. 4. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Würth-Gruppe wurden neben den gleichgeordneten Obergesellschaften alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen den gleichgeordneten Obergesellschaften unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und somit die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses gegeben ist. Die Obergesellschaften - und damit die gesamte Würth-Gruppe unterliegen der einheitlichen Leitung durch die Konzernführung. Eine Ausnahme bildet die Zebra S.A. Luxemburg, Luxemburg, deren Einbezug erfolgt aufgrund des Anrechts auf variable Renditen des Unternehmens sowie der Fähigkeit, die maßgeblichen Tätigkeiten, welche die Renditen des Unternehmens wesentlich beeinflussen, zu lenken. Der Konsolidierungskreis richtet sich somit nach der konzerneinheitlichen Eigentümer-, Unternehmensorganisations- und Unternehmensführungsstruktur der Würth-Gruppe, da nur eine solche Darstellung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Würth-Gruppe vermittelt. Eine Abgrenzung des Konsolidierungskreises gemäß IAS 27 bzw. IFRS 10 würde zu einer unzutreffenden Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen, da Transaktionen zwischen den so entstehenden Teilkonzernen dann nicht mehr zutreffend abgebildet würden und die Teilkonzerne die tatsächlichen wirtschaftlichen und finanziellen Gegebenheiten der Würth- Gruppe grundsätzlich bezüglich sämtlicher Konzernjahresabschlussposten nur unvollständig und irreführend abbilden würden. Tochterunternehmen wurden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem die Würth-Gruppe die Beherrschung erlangte, voll konsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Anschaffungskosten für erworbene Tochterunternehmen und übernommene Geschäftsbetriebe setzen sich aus den hingegebenen Gegenleistungen zuzüglich der Anteile ohne beherrschenden Einfluss zusammen. Gegenüber dem Vorjahr veränderte sich der Konsolidierungskreis aufgrund von Zukäufen im Wesentlichen wie folgt:
Zum 16. März 2023 erwarb die Würth-Gruppe 100% der Anteile und Stimmrechte der Holdahl, Inc., Minneapolis, Minnesota, USA. Das Unternehmen ist im Geschäftsbereich Würth-Linie Holz tätig. Nach dem Erwerb wurde das Unternehmen auf die Wurth Baer Supply Co., Vernon Hills, Illinois, USA, verschmolzen. Darüber hinaus wurde zum 31. Dezember 2023 die Würth Immobilien Ges.m.b.H., Böheimkirchen, Österreich, als Konzernobergesellschaft in den Konsolidierungskreis aufgenommen, da die Würth-Gruppe zu diesem Zeitpunkt Beherrschung über die Gesellschaft erlangt hat. Aus Unternehmenserwerben der Vorjahre wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 12,1 Mio. EUR (2022: 28,4 Mio. EUR) Aufwand aus der Abschreibung und Wertminderung von Vermögenswerten, die im Rahmen von Kaufpreisallokationen aufgedeckt wurden, gebucht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben der Vorjahre in Höhe von 0,3 Mio. EUR (2022: 0,3 Mio. EUR) beglichen. 5. Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Bei den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden handelt es sich um Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen. In diesen Umsatzerlösen sind Dienstleistungen in Höhe von 116,5 Mio. EUR (2022: 126,3 Mio. EUR) enthalten. Die Umsatzerlöse aus Finanzdienstleistungen enthalten Zinserträge in Höhe von 91,2 Mio. EUR (2022: 51,7 Mio. EUR), zinsähnliche Erträge in Höhe von 6,1 Mio. EUR (2022: 6,6 Mio. EUR) und Provisionserträge in Höhe von 6,7 Mio. EUR (2022: 8,0 Mio. EUR) der Internationales Bankhaus Bodensee AG, Friedrichshafen, Deutschland, sowie Erträge aus dem Leasing- und dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 129,8 Mio. EUR (2022: 97,5 Mio. EUR). Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Umsatzerlöse des Geschäftsjahrs 2023 nach Regionen und Geschäftsbereichen:
Von den Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen wurden im Geschäftsjahr 2023 1.195,3 Mio. EUR (2022: 1.217,0 Mio. EUR) zeitraumbezogen realisiert. Bei allen anderen Umsatzerlösen lag eine zeitpunktbezogene Umsatzrealisation vor. 6. Materialaufwand
7. Aufwendungen für Finanzdienstleistungen Die Aufwendungen für Finanzdienstleistungen enthalten im Wesentlichen Zinsen in Höhe von 34,3 Mio. EUR (2022: 5,8 Mio. EUR) und Provisionen in Höhe von 2,4 Mio. EUR (2022: 4,9 Mio. EUR) der Internationales Bankhaus Bodensee AG, Friedrichshafen, Deutschland. Daneben sind 4,7 Mio. EUR (2022: 3,1 Mio. EUR) aus dem externen Geschäft der Leasinggesellschaften sowie 20,9 Mio. EUR (2022: 18,1 Mio. EUR) aus dem Versicherungsgeschäft enthalten. 8. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus Anlageabgängen in Höhe von 15,4 Mio. EUR (2022: 20,4 Mio. EUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind des Weiteren Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von 12 Mio. EUR, der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, die zugunsten der Würth-Gruppe entschieden wurden, in Höhe von 9,0 Mio. EUR und dem Unterleasing von Nutzungsrechten in Höhe von 3,4 Mio. EUR (2022: 4,5 Mio. EUR) enthalten. 9. Personalaufwand und Anzahl der Mitarbeitenden Personalaufwand:
Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Abschlussstichtag:
Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitenden in der Würth-Gruppe betrug im Berichtsjahr 86.795 (2022: 85.043). 10. Abschreibungen Nähere Details zu den Abschreibungen sind im Abschluss unter "14. Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte", "15. Sachanlagen" sowie "29.1 Die Würth-Gruppe als Leasingnehmer" dargestellt. 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Vertriebs-, Verwaltungs- und Betriebskosten, Forderungsverluste sowie sonstige Steuern. Ebenso sind darin Aufwendungen aus Leasingverhältnissen enthalten, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten mit einbezogen wurden. Weitere Informationen dazu befinden sich unter "29.1 Die Würth-Gruppe als Leasingnehmer". In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist außerdem ein Aufwand aus der Erhöhung der Wertberichtigungen von Forderungen aus dem Bankgeschäft in Höhe von 27,9 Mio. EUR (2022: 5,7 Mio. EUR) enthalten. 12. Finanzerträge und -aufwendungen
Aus der Umrechnung von Fremdwährungsposten ergeben sich ähnliche Erträge in Höhe von 6,7 Mio. EUR (2022: 6,8 Mio. EUR). Die Nettogewinne bzw. -verluste der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte /Verbindlichkeiten beinhalten neben den Ergebnissen aus Marktwertänderungen auch Zinserträge bzw. -aufwendungen aus diesen Finanzinstrumenten. Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Forderungen und Krediten beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen. 13. Ertragsteuern
Die Ertragsteuern beinhalten die Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) und Gewerbeertragsteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.
Der theoretische Steuersatz ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt der Steuersätze aller einbezogenen Gesellschaften. Veränderungen der Ertragsteuern ergaben sich im Wesentlichen aus steuerlich nicht anrechenbaren Aufwendungen und, aus steuerlichen Verlusten des laufenden Geschäftsjahrs, die in künftigen Geschäftsjahren nicht mit hinreichender Sicherheit genutzt werden können. Ein Ansatz aktiver latenter Steuern ist in solchen Fällen unterblieben. Darüber hinaus wurden Steuern berücksichtigt, die einer anderen Periode zuzuordnen sind. 14. Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte
Die im Aufwand enthaltenen Forschungs- und Entwicklungskosten (einschließlich der Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten) belaufen sich auf 48,2 Mio. EUR (2022: 44,8 Mio. EUR). Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten Beträge aus der Übernahme von Geschäftsbetrieben (Asset Deals) sowie aus der Kapitalkonsolidierung (Share Deals). Im Rahmen der jährlichen Analyse wurde die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte überprüft. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von vier Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Bei der enfas GmbH, Karlshuld, Deutschland wurde ein Wertminderungsaufwand von 2,9 Mio. EUR auf Kundenbeziehungen und ähnliche Werte im Geschäftsjahr 2023 aufgrund einer Neuausrichtung der Kundenstruktur erfasst. Die Wertminderungsaufwendungen wurden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust- Rechnung unter den Abschreibungen erfasst. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und die in den jeweiligen Werthaltigkeitstest eingeflossenen Annahmen:
Bei den zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten bezüglich Umsatzwachstum, EBIT-Margen und der verwendeten Abzinsungssätze. Die für die Werthaltigkeitstests verwendeten Umsatzwachstumsannahmen und EBIT-Margen basieren im Planungszeitraum auf internen Erfahrungswerten und Annahmen des Managements, die Grundlage für die zum Stichtag geltenden Unternehmensplanungen sind. Die Abzinsungssätze spiegeln die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Der Abzinsungssatz wurde basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten geschätzt. Dieser Zinssatz wurde weiter angepasst, um die Markteinschätzungen im Hinblick auf alle spezifischen, den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnenden Risiken widerzuspiegeln, für welche die Schätzungen der künftigen Cashflows nicht angepasst wurden. Das Management ist der Auffassung, dass mit Ausnahme der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, bei denen Wertminderungen vorgenommen wurden, keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt. 15. Sachanlagen
Beim Sachanlagevermögen existieren als Sicherheiten verpfändete Gegenstände in Höhe von 5,4 Mio. EUR (2022: 9,1 Mio. EUR) darüber hinaus bestehen Zahlungsverpflichtungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 67,4 Mio. EUR (2022: 81,5 Mio. EUR). In den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind Zugänge zu den Anlagen im Bau in Höhe von 247,7 Mio. EUR (2022: 191,7 Mio. EUR) enthalten, die sich auf technische Anlagen und Maschinen sowie Gebäude beziehen. In den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ist ein Kunstvermögen mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer in wesentlicher Höhe enthalten. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit der Wuerth Elektronik Stelvio Kontek S.p.A ., Oggiono, Italien beträgt zum Bilanzstichtag 0,0 Mio. EUR. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 12,9%. Cashflows nach dem Zeitraum von vier Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Die Überprüfung zeigte, dass der beizulegende Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung den Buchwert nicht übersteigt. Infolge dieser Analyse wurde ein Wertminderungsaufwand von 18,4 Mio. EUR auf technische Anlagen und Maschinen notwendig. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit der Grass GmbH, Höchst, Österreich wurde aufgrund einer geringeren Produktnachfrage die Überprüfung der Werthaltigkeit einzelner Güter des Sachanlagevermögens notwendig. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 8,0%. Infolge dieser Analyse wurde ein Wertminderungsaufwand von 14,0 Mio. EUR auf technische Anlagen und Maschinen notwendig. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Würth Elektronik iBE GmbH, Thyrnau, Deutschland, beträgt zum Bilanzstichtag 0,0 Mio. EUR. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 8,5 %. Cashflows nach dem Zeitraum von vier Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Die Überprüfung zeigte, dass der beizulegende Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung den Buchwert nicht übersteigt. Infolge dieser Analyse wurde ein Wertminderungsaufwand von 5,5 Mio. EUR auf technische Anlagen und Maschinen notwendig. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Grass GmbH, Reinheim, Deutschland, wurde aufgrund einer geringeren Produktnachfrage die Überprüfung der Werthaltigkeit einzelner Güter des Sachanlagevermögens notwendig. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 8,9%. Infolge dieser Analyse wurde ein Wertminderungsaufwand von 1,6 Mio. EUR auf die technische Anlagen und Maschinen sowie in Höhe von 0,1 Mio. EUR auf Betriebs- und Geschäftsausstattung notwendig. Darüber hinaus waren im Geschäftsjahr 2023 Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR auf Betriebs- und Geschäftsausstattung im Zusammenhang mit der SVH Handels-GmbH, Dortmund, Deutschland, für die eine Verkaufsabsicht bestand, notwendig. Nähere Informationen sind unter "25. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte und Schulden einer Vermögensgruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird" abgebildet. Die Wertminderungsaufwendungen wurden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust- Rechnung unter den Abschreibungen erfasst. 16. Finanzanlagen Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen werden gemäß IFRS 9 der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)" zugeordnet. Bei den nicht am Markt beobachtbaren Zeitwerten in Höhe von 24,1 Mio. EUR (2022: 26,3 Mio. EUR) handelt es sich um Unternehmensbeteiligungen an nicht notierten Kapital- und Personengesellschaften, die dauerhaft gehalten werden. Hier wurde im Geschäftsjahr 2023 eine Anpassung des Zeitwerts bei der Pepper Motion, Denkendorf, Deutschland, in Höhe von 5,0 Mio. EUR aufgrund veränderter Zukunftsprognosen notwendig. Von der Internationales Bankhaus Bodensee AG, Friedrichshafen, Deutschland, wurden Wertpapiere mit einem Buchwert in Höhe von 112,2 Mio. EUR (2022: 102,6 Mio. EUR) als Kaution für die Einräumung einer Kreditlinie zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main, Deutschland, gestellt. Das maximale Ausfallrisiko entspricht der Höhe des in der Konzern-Bilanz angesetzten Buchwerts. 17. Forderungen aus Finanzdienstleistungen
Die Forderungen aus dem Leasinggeschäft beinhalten Finanzierungsleasing-Verträge, bei denen die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggeschäft auf den Leasingnehmer übertragen wurden, sowie Operating-Leasing-Verträge. Nähere Einzelheiten sind unter "29.2 Die Würth-Gruppe als Leasinggeber" zu finden. In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen in Höhe von 21,1 Mio. EUR (2022: 13,8 Mio. EUR) enthalten. Die Würth-Gruppe verkauft aus dem externen Leasinggeschäft regelmäßig Forderungen aus Finanzdienstleistungen im Rahmen von ABCP-Transaktionen. Zum 31. Dezember 2023 wurden 1.028,1 Mio. EUR (2022: 783,3 Mio. EUR) verkaufte Forderungen aus Finanzdienstleistungen nicht aus der Konzern-Bilanz ausgebucht, da im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken in der Würth-Gruppe verblieben sind. Die korrespondierende Verbindlichkeit wird unter "27. Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen. Die Berechnung der Wertminderung erfolgt im ersten Schritt grundsätzlich zum 12-Monats-Kreditverlust. Für Forderungen aus Finanzdienstleistungen, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, erfolgt die Berechnung der Wertminderung zum lebenslang erwarteten Kreditverlust. Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der Kreditrisiken, die in den Forderungen aus Finanzdienstleistungen enthalten sind:
Die daraus ermittelten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Finanzdienstleistungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Finanzdienstleistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 18. Latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern sind den nachfolgenden Positionen zuzuordnen:
Die Entwicklung der zeitlichen Unterschiede spiegelt sich vollständig in den Ertragsteuern wider. Eine Ausnahme stellen die Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 22,1 Mio. EUR (2022: 3,9 Mio. EUR) dar, die ergebnisneutral erfasst wurden, sowie die Zugänge von latenten Steuern in Höhe von 1,0 Mio. EUR (2022: 0,0 Mio. EUR) im Rahmen von Unternehmenserwerben und die latenten Steuern auf im Eigenkapital erfasste Sachverhalte, die ebenfalls direkt im sonstigen Ergebnis erfasst werden, in Höhe von 5,8 Mio. EUR (2022: - 17,3 Mio. EUR). Insgesamt bestehen 33,2 Mio. EUR (2022: 20,4 Mio. EUR) aktive latente Steuern bei Gesellschaften mit Verlusthistorie. Im Geschäftsjahr 2023 wurden auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 61,2 Mio. EUR (2022: 31,7 Mio. EUR) aktive latente Steuern in Höhe von 9,2 Mio. EUR (2022: 3,2 Mio. EUR) nachträglich gebildet, da das Management eine zukünftige Nutzung innerhalb der Würth-Gruppe als wahrscheinlich eingestuft hat. Insgesamt wurden auf Verlustvorträge in Höhe von 171,4 Mio. EUR (2022: 114,8 Mio. EUR) aktive latente Steuern gebildet. Für Verlustvorträge in Höhe von 782,4 Mio. EUR (2022: 812,5 Mio. EUR) wurden in der Konzern-Bilanz keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da die Realisierung nicht ausreichend sichergestellt ist. Diese Verlustvorträge gliedern sich nach ihrer Verfallbarkeit wie folgt:
In den Verlustvorträgen sind vororganschaftliche Verlustvorträge in Höhe von 24,2 Mio. EUR (2022: 23,2 Mio. EUR) enthalten, deren Nutzung erst nach Kündigung der bestehenden Ergebnisabführungsverträge möglich ist. Für aufgelaufene Ergebnisse ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 1.159,9 Mio. EUR (2022: 1.150,4 Mio. EUR) wurden keine latenten Steuern gebildet, da eine Ausschüttung in naher Zukunft in der Kontrolle der Würth-Gruppe liegt und nicht wahrscheinlich ist. Würden für diese zeitlichen Unterschiede latente Steuern angesetzt, wäre für die Berechnung nur der jeweils anzuwendende Quellensteuersatz heranzuziehen, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der deutschen Besteuerung von 5% der ausgeschütteten Dividenden. Aus künftigen Ausschüttungen an die Eigentümer ergeben sich für die Würth- Gruppe im Übrigen keine ertragsteuerlichen Konsequenzen. 19. Vorräte
Der Betrag der Wertminderung von Vorräten, der als Materialaufwand in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst wurde, beläuft sich auf 24,4 Mio. EUR (2022: 93,5 Mio. EUR). 20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Es handelt sich hierbei ausschließlich um Forderungen gegen konzernfremde Unternehmen.
Nachfolgend werden die Informationen über die Kreditrisikoposition der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Würth-Gruppe dargestellt:
Soweit möglich und sinnvoll, werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt:
Die Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 21. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
In den übrigen finanziellen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Bonusforderungen sowie Lieferantenrabatte und -boni enthalten. Alle überfälligen sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden direkt gegen die zugrunde gelegten sonstigen finanziellen Vermögenswerte wertberichtigt. 22. Sonstige Vermögenswerte
In den übrigen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen enthalten. Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungsprämien sowie abgegrenzte Miet- und Pachtzahlungen. 23. Wertpapiere Bei den Wertpapieren handelt es sich um börsennotierte Aktien- und Obligationenengagements (Eigenkapital- und Schuldinstrumente), die aktiv gehandelt und gemäß IFRS 9 ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Wertänderungen werden unter Heranziehung von notierten Preisen auf aktiven Märkten (Stufe 1) ermittelt. Unter anderem handelt es sich dabei um aktiv gehandelte Anleihen (Schuldinstrumente) der Internationales Bankhaus Bodensee AG, Friedrichshafen, Deutschland, in Höhe von 15,2 Mio. EUR (2022: 15,1 Mio. EUR), die als Sicherheit für die Einräumung einer Kreditlinie zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main, Deutschland, verpfändet sind. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Zeitwerten. 24. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Guthaben in fremder Währung sind zum Kurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Zusammensetzung und die Entwicklung der liquiden Mittel sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt. Die Geldmarktfonds wurden zum aktuellen Geldmarktkurs bewertet. Aufgrund der sehr kurzen Laufzeiten und der Bonität der Vertragspartner der Würth-Gruppe erfolgte keine Wertminderung basierend auf erwarteten Kreditverlusten. 25. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte und Schulden einer Vermögensgruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird
In der Bilanz der Würth-Gruppe wurden zum 31. Dezember 2023 und zum 31. Dezember 2022 als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte und Schulden einer Vermögensgruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird, ausgewiesen. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der gegen Russland verhängten Sanktionen beabsichtigt die Würth-Gruppe seit dem Geschäftsjahr 2022 den Verkauf der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in Russland, ging jedoch davon aus, dass der Verkaufserlös abzüglich Kosten der Veräußerung den Buchwert nicht erzielen wird. Aus diesem Grund wurden sämtliche Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2022 wertgemindert. Darüber hinaus ergaben sich kumulierte Effekte auf das sonstige Ergebnis aus der Währungsumrechnung in Höhe von 28,9 Mio. EUR (2022: 21,2 Mio. EUR). Darüber hinaus wurden zum 1. Januar 2024 sämtliche Geschäftsanteile von der Würth-Gruppe an der SVH Handels-GmbH, Dortmund, Deutschland, an den bisherigen Geschäftsführer der Gesellschaft veräußert. Da der Verkaufserlös abzüglich Kosten der Veräußerung den Buchwert nicht erzielen wird, wurden Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2023 wertgemindert. In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurden 17,9 Mio. EUR aufwandswirksam erfasst. Diese entfallen in Höhe von 0,3 Mio. EUR auf Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte und mit 1,7 Mio. EUR auf Sachanlagen. Nähere Details zu den Wertminderungen der langfristigen Vermögenswerte finden sich unter "14. Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte" und "15. Sachanlagen". Darüber hinaus wurden insgesamt 15,9 Mio. EUR Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie weitere Vermögenswerte wertgemindert. 26. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital der nachfolgend aufgeführten Konzernobergesellschaften zusammen:
Das Kommanditkapital der Personengesellschaften entspricht dem gezeichneten Kapital. Die anderen Kapital- und Gewinnrücklagen umfassen die Gewinne, die in Vorjahren erwirtschaftet und noch nicht ausgeschüttet wurden, sowie Kapitaleinlagen bei den Konzernobergesellschaften und den einbezogenen Tochterunternehmen. Ebenso werden hier Differenzen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2023 und 2022 ergeben sich aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung. Bei den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss handelt es sich im Wesentlichen um Anteile von Dritten an Tochtergesellschaften sowie um direkte Anteile von Mitgliedern der Familie Würth. Bei den Rücklagen für Cashflow-Hedges handelt es sich um den wirksamen Teil des Verlustes aus einem Instrument zur Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows einer zukünftigen Finanzierung. Für 2024 sind Ausschüttungen in Höhe von 200 Mio. EUR geplant. 27. Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
Die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 8,1 Mio. EUR (2022: 6,1 Mio. EUR). In den Verbindlichkeiten aus dem Leasinggeschäft sind Verbindlichkeiten aus einer ABCP-Transaktion in Höhe von 899,9 Mio. EUR (2022: 687,7 Mio. EUR) enthalten. Der Nominalwert dieser ABCP-Transaktion beträgt 1.006,0 Mio. EUR (2022: 742,9 Mio. EUR). Die daraus resultierenden Risikopositionen werden unverzüglich nach ihrer Entstehung in gleicher Höhe und mit derselben Laufzeit durch Zinsswaps abgesichert. Zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäften im Wesentlichen ausgeglichen. In der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten dargestellt:
28. Finanzschulden
Es bestehen Finanzschulden in Höhe von 583,6 Mio. EUR (2022: 569,3 Mio. EUR) mit einer Restlaufzeit länger als fünf Jahre. Die Konditionen der endfälligen Anleihen und deren Zeitwerte stellen sich wie folgt dar:
Für die Anleihen bestehen 3-Monats-Par-Call-Optionen. Die Konditionen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen sich wie folgt dar:
Die in der Konzern-Bilanz als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Werte kommen aufgrund der aktuellen Zinsen und der kurzen Laufzeiten dem Zeitwert sehr nahe. 29. Leasingverhältnisse 29.1 Die Würth-Gruppe als Leasingnehmer Die Würth-Gruppe mietet verschiedene Immobilien, Anlagen und Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen haben. Die Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, an dem der Leasinggegenstand der Würth-Gruppe zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht an Vermögenswerten und als entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert. Jede Leasingrate wird in Tilgungsanteil und Finanzierungsaufwendungen aufgeteilt. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, sodass sich für jede Position ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Das Nutzungsrecht aus Leasingverhältnissen wird entweder über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die Laufzeit des Leasingvertrags - und zwar über den kürzeren der beiden Zeiträume - wie folgt linear abgeschrieben:
Am Bereitstellungsdatum erfasst die Würth-Gruppe die Leasingverbindlichkeiten zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen, dies können sein:
Leasingzahlungen werden abgezinst mit dem implizierten Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde, sofern dieser bestimmbar ist. Andernfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers der Würth-Gruppe. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
Die Würth-Gruppe hat außerdem Leasingverhältnisse abgeschlossen, die eine Laufzeit von zwölf Monaten oder weniger aufweisen sowie Leasinggegenstände mit geringem Wert. Auf diese Leasinggegenstände wendet die Würth-Gruppe den praktischen Behelf an, der für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, gilt. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen Eine Reihe von Immobilien- und Anlagen-Leasingverträgen der Würth-Gruppe enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Derartige Vertragskonditionen werden verwendet, um der Würth-Gruppe betriebliche Flexibilität in Bezug auf den Vertragsbestand zu erhalten. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder zur Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen, die sich aus der Ausübung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen ergeben, werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Wenn ein wesentliches Ereignis eintritt oder ein wesentlich geänderter Umstand die Beurteilung beeinflussen kann, wird sie überprüft sofern das wesentliche Ereignis in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt. Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der Nutzungsrechte:
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Leasingverbindlichkeiten:
In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist folgender Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte an Vermögenswerten enthalten:
Folgende Aufwendungen aus Leasingverhältnissen sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten mit einbezogen wurden:
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse im Geschäftsjahr 2023 betragen 448,0 Mio. EUR (2022: 394,3 Mio. EUR). 29.2 Die Würth-Gruppe als Leasinggeber Der Konsolidierungskreis enthält auch einige Leasinggesellschaften, die unter anderem gruppeninterne Leasinggeschäfte abwickeln. Diese Gesellschaften haben darüber hinaus noch Finanzierungs- sowie Operating-Leasingverträge mit externen Dritten. Es handelt sich hierbei um Leasingverträge vor allem für Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fahrzeuge. Restwertgarantien Zur Optimierung der Leasingkosten während der Vertragslaufzeit gewährt die Würth-Gruppe in manchen Fällen Restwertgarantien. Die Würth-Gruppe schätzt die voraussichtlich zu leistenden Zahlungen aus Restwertgarantien und bilanziert diese als Teil der Leasingverbindlichkeit. Die Schätzungen werden am Ende jeder Periode überprüft und gegebenenfalls angepasst. Finanzierungsleasing
Bei den Finanzierungsleasingverträgen handelt es sich hauptsächlich um Mietkaufverträge oder Vollamortisationsverträge mit einer maximalen Laufzeit über 90% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Leasingobjekte. Eine Kündigung der Verträge ist lediglich aus einem wichtigen Grund möglich, der in der Einflussbereich des anderen Vertragspartners liegt. Aus Finanzierungsleasing realisierter Ertrag
Operating-Leasing Fälligkeitsanalyse aus Operating-Leasingverträgen:
Aus Operating-Leasingverhältnissen wurde ein Leasingertrag von 1,8 Mio. EUR (2022: 2,0 Mio. EUR) realisiert. Überleitung des Buchwerts aus Operating-Leasingverhältnissen:
30. Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würth-Gruppe wird für die Zeit nach der Pensionierung Vorsorge getroffen. Die Versorgungszusagen variieren je nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Die Verpflichtungen umfassen neben Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen auch bereits laufende Pensionen. Die betriebliche Altersversorgung setzt sich aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Versorgungssystemen zusammen. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (Defined Contribution Plans) zahlt das jeweilige Unternehmen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Mit Zahlung der Beiträge bestehen keine weiteren Leistungsverpflichtungen für die Würth-Gruppe. Die laufenden Beitragszahlungen (ohne Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung) beliefen sich auf 27,8 Mio. EUR (2022: 25,7 Mio. EUR). An die gesetzliche Rentenversicherung wurden im Geschäftsjahr Beiträge in Höhe von 278,8 Mio. EUR abgeführt (2022: 266,1 Mio. EUR). Die größten leistungsorientierten Altersversorgungssysteme (Defined Benefit Plans) bestehen in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Bei den leistungsorientierten Plänen in Deutschland, Österreich und Italien handelt es sich um unmittelbare, bei den Plänen in der Schweiz um mittelbare Versorgungszusagen. Die Höhe der Ansprüche hängt von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, häufig von der Gehaltsentwicklung und bei den mittelbaren Versorgungszusagen auch von den eingezahlten Arbeitnehmerbeiträgen ab. Die Versorgungszusagen innerhalb der Würth-Gruppe Deutschland garantieren den Begünstigten eine lebenslange monatliche Altersrente, sofern eine Wartezeit von zehn Dienstjahren nachgewiesen werden kann. Die Höhe der Versorgungsleistung richtet sich in der Regel nach vereinbarten Festbeträgen. Betriebsangehörige erhalten diese freiwillige Altersrente zusätzlich zur gesetzlichen Rente ab Erreichen des gesetzlichen Rentenalters. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht ein weiteres leistungsorientiertes Altersversorgungssystem, das auf Basis von einzelvertraglichen Vereinbarungen den Austausch von Brutto-Barbezügen gegen betriebliche Versorgungsbezüge vorsieht (Entgeltumwandlung auf Brutto-Basis). Diese freiwillige Umwandlung von monatlichem Arbeitsentgelt ist grundsätzlich begrenzt, und zwar entweder auf 10% von einem Zwölftel der Jahresbezüge, die im Kalenderjahr vor dem Beginn der Entgeltumwandlung bezogen wurden, oder auf 4% der jeweiligen monatlichen Beitragsbemessungsgrenze in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung West. Als Grenze gilt der höhere Betrag von beiden. Diese Entgeltumwandlung wurde bereits 2018 geschlossen. Insgesamt belaufen sich die Verpflichtungen in Deutschland auf 152,4 Mio. EUR (2022: 136,9 Mio. EUR). In Österreich besteht eine gesetzlich zugesicherte Abfindung, die durch das Betriebliche Mitarbeitervorsorgegesetz (BMVG) geregelt wird. Die sogenannte Abfertigung wird bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Für bis Ende 2002 begonnene Arbeitsverhältnisse besteht ein Abfertigungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber. Die Höhe richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie der Gehaltsentwicklung. Wird das Arbeitsverhältnis durch Arbeitnehmerkündigung beendet, erlischt der Abfertigungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber. Für Arbeitsverhältnisse, die ab Anfang 2003 neu begonnen haben, zahlt der Arbeitgeber 1,53% des monatlichen Bruttoentgelts an eine ausgewählte Betriebliche Vorsorgekasse (BVK), über die auch die Auszahlung des Abfertigungsanspruchs bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt. Der Abfertigungsanspruch bleibt nun auch bei Arbeitnehmerkündigung erhalten. Für bis Ende 2002 begonnene Arbeitsverhältnisse wurden in Österreich Verpflichtungen von insgesamt 25,7 Mio. EUR bilanziert (2022: 25,4 Mio. EUR). In Italien haben Beschäftigte bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfertigung, der als "Trattamento di Fine Rapporto" (TFR) bezeichnet wird. Die Höhe des TFR bemisst sich nach der Anzahl der Dienstjahre und darf den Betrag einer Monatsentlohnung pro Dienstjahr nicht überschreiten. Seit 2007 sieht der Gesetzgeber ein Kapitalwahlrecht vor, d. h ., die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können entscheiden, ob ihre Ansprüche weiterhin im Unternehmen zurückgestellt werden oder ob die zukünftigen Ansprüche in einen Rentenfonds einfließen sollen. Insgesamt wurden in der Würth- Gruppe Italien Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 23,0 Mio. EUR in der Konzern-Bilanz ausgewiesen (2022: 23,7 Mio. EUR). In der Würth-Gruppe Schweiz werden die Altersversorgungsleistungen über externe Versorgungsträger abgewickelt. Sie unterstehen einer staatlichen Aufsicht und werden durch das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) geregelt. Das oberste Führungsorgan dieser Versorgungsträger, der Stiftungsrat, setzt sich paritätisch aus einer Arbeitnehmenden- und einer Arbeitgebendenvertretung zusammen. Die verschiedenen Leistungen sind in einem Reglement festgelegt, wobei das BVG Mindestleistungen vorschreibt. Die Beiträge an den Versorgungsträger werden sowohl von Arbeitgebenden als auch von Arbeitnehmenden beglichen. Im Falle einer Unterdeckung können Maßnahmen wie eine Anpassung der Pensionszusage durch Veränderung der Umwandlungssätze oder eine Erhöhung der laufenden Beiträge beschlossen werden. Der Versorgungsträger für nahezu alle Gesellschaften der Würth-Gruppe Schweiz ist eine eigene Pensionsstiftung. Die Versorgungsleistungen umfassen neben der Altersrente auch eine Invaliden- und Hinterbliebenenrente. Neben dem Versorgungsumfang sind die Höhe der Leistungen, die Mindestfinanzierungsverpflichtung sowie die Anlagestrategie im Reglement der Pensionsstiftung definiert. Alle versicherungstechnischen Risiken werden durch die Pensionsstiftung getragen. Der Stiftungsrat überprüft jährlich die Anlagestrategie anhand einer "Asset-Liability-Management-Analyse" und trägt somit die Verantwortung für die Vermögensanlage. Die Verpflichtungen in der Schweiz belaufen sich insgesamt auf 343,3 Mio. EUR (2022: 288,4 Mio. EUR). Das Planvermögen beträgt 308,4 Mio. EUR (2022: 267,2 Mio. EUR). Daraus ergibt sich eine Nettoschuld von 34,9 Mio. EUR (2022: 21,2 Mio. EUR). Der Berechnung der Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses liegen folgende Trendannahmen zugrunde:
* Für Versorgungszusagen mit
gehaltsabhängigen Komponenten
In Deutschland werden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck angewendet. In Österreich kommen die Pensionstafeln AVÖ 2018-P zur Anwendung und in Italien werden die Sterbetafeln ISTAT 2011 für die Berechnung der Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses herangezogen. In der Schweiz werden die Generationentafeln BVG 2020 verwendet. Die Verpflichtungen leiten sich wie folgt ab:
Die durchschnittliche Zahlungsfälligkeit der Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beträgt 17 Jahre (2022: 17 Jahre) Der Aufwand aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen setzt sich wie folgt zusammen:
Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand und der Nettozinsaufwand im Finanzergebnis erfasst. Die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen stellt sich wie folgt dar:
Die Veränderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Künftige Anpassungen in der Rentenentwicklung werden aufgrund gesetzlicher Vorschriften (z. B. in Deutschland § 16 BetrAVG) berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
Die tatsächliche Rendite betrug 5,5% (2022: - 4,4%). Für das Folgejahr werden Arbeitgeberbeiträge an externe Versorgungsträger in ähnlicher Höhe erwartet. Zusammensetzung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens nach Anlagekategorien:
Die Eigenkapital- und Schuldinstrumente haben in der Regel notierte Marktpreise auf einem aktiven Markt. Fonds und festverzinsliche Wertpapiere haben in der Regel keine niedrigere Bonität als ein A-Rating. Bei der Position "Sonstige" handelt es sich vorwiegend um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die bei Kreditinstituten angelegt sind, die mindestens ein A-Rating aufweisen. Für die Sensitivitäten wurden für die Würth-Gruppe Deutschland der Abzinsungsfaktor, der Rententrend sowie die Lebenserwartung als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen ermittelt. Für die Würth-Gruppe Schweiz wurden der Abzinsungsfaktor, die Gehaltssteigerungsrate sowie die Lebenserwartung festgelegt. Bei der Würth-Gruppe Deutschland würde eine 0,25%ige Zunahme / Abnahme des Abzinsungsfaktors zu einer Abnahme / Zunahme der DBO (Defined Benefit Obligation) um 3,9% / + 4,1 % führen. Eine 0,25%ige Zunahme / Abnahme des Rententrends würde zu einer Zunahme/ Abnahme der DBO um + 2,0% / 1,9 % führen. Bei einem Anstieg der Lebenserwartung um ein Jahr würde der DBO um 3,1 % zunehmen. Bei der Würth-Gruppe Schweiz würde eine 0,25%ige Zunahme / Abnahme des Abzinsungsfaktors zu einer Abnahme / Zunahme der DBO um 3,5% / + 3,7 % führen. Eine 0,5%ige Zunahme / Abnahme der Gehaltssteigerungsrate würde zu einer Zunahme / Abnahme der DBO um + 1,3 % / 1,2 % führen. Bei einem Anstieg der Lebenserwartung um ein Jahr würde der DBO um 1,6 % zunehmen. 31. Rückstellungen
Die Rückstellung für Gutschriften resultiert überwiegend aus Verpflichtungen im Zusammenhang mit zu gewährenden Rabatten, Boni und Ähnlichem, die nach dem Abschlussstichtag anfallen, jedoch durch Umsatzerlöse vor dem Abschlussstichtag verursacht wurden. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen enthält Jubiläumszuwendungen an langjährig beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der Rückstellung für Garantieverpflichtungen werden die Risiken aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen aus dem Handel mit Befestigungs- und Montagematerialien aus den Bereichen Handwerk, Bau und Industrie sowie aus der Produktion von Schrauben und Beschlägen abgedeckt. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden. Der Mittelabfluss bei den Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen und Altersteilzeit erfolgt überwiegend mittelfristig (zwei bis vier Jahre) bzw. langfristig (fünf bis 50 Jahre). Die übrigen Rückstellungen führen zu einem Zahlungsabfluss, der grundsätzlich im nächsten Jahr erwartet wird. 32. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ausstehende Lieferantenrechnungen und kreditorische Debitoren enthalten. 33. Sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich auf 102,2 Mio. EUR (2022: 94,4 Mio. EUR). Des Weiteren sind in den übrigen Verbindlichkeiten 193,9 Mio. EUR (2022: 207,0 Mio. EUR) Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern enthalten. 34. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten 34.1 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien IFRS 9
Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden der Würth-Gruppe nach Hierarchiestufen:
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:
Weitere Informationen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind unter "34.1 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien IFRS 9" ausgewiesen. 34.2 Vertraglich vereinbarte Restlaufzeiten aus finanziellen Verbindlichkeiten
34.3 Änderung der Schulden aus Finanzierungstätigkeit
35. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 35.1 Haftungsverhältnisse
Die Bürgschaften, Garantien und Sicherheiten sind bei Anforderung sofort fällig. 35.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
In den übrigen finanziellen Verpflichtungen sind unwiderrufliche Kreditzusagen der Internationales Bankhaus Bodensee AG, Friedrichshafen, Deutschland, in Höhe von 80,0 Mio. EUR (2022: 135,4 Mio. EUR) enthalten. 35.3 Eventualschulden Im November 2022 haben im Zuge von Untersuchungen des Bundeskartellamts bei verschiedenen Elektrogroßhändlern - auch bei drei Tochtergesellschaften der Würth-Gruppe - Durchsuchungen stattgefunden. Grund für die Durchsuchungen war der Anfangsverdacht wettbewerbswidriger Absprachen auf Großhandelsebene in Deutschland. Die Würth-Gruppe hat nach Bekanntwerden umgehend eine interne Untersuchung eingeleitet. Über den Ausgang der Untersuchungen kann derzeit noch keine abschließende Aussage getroffen werden. Die Würth-Gruppe kommt nach derzeitigem Informationsstand zu der Einschätzung, dass die Verhängung von Geldbußen durch das Bundeskartellamt aufgrund wettbewerbsrechtlicher Sachverhalte möglich, für die betroffenen Tochtergesellschaften der Würth-Gruppe aber nicht wahrscheinlich ist. Darüber hinaus ist die Würth-Gruppe als international tätiger Konzern mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Steuerrecht und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Nach Einschätzung der Konzernführung sind jedoch keine Entscheidungen zu erwarten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage des Konzerns haben werden. Steuerliche Außenprüfungen bei Konzerngesellschaften sind noch nicht abgeschlossen und die diesbezüglichen Prüfungsfeststellungen stehen noch aus. 36. Finanzinstrumente 36.1 Finanzielles Risikomanagement Die Würth-Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten verschiedenen Risiken, deren Messung, Steuerung und Überwachung durch ein systematisches Risikomanagement erfolgt. Nachstehend wird im Einzelnen auf das Management von Marktrisiken (Wechselkursrisiken, Zinsrisiken und Effektenkursrisiken), Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken eingegangen. 36.2 Wechselkursrisiken Die Würth-Gruppe ist Währungsrisiken aus Finanzierung und operativer Tätigkeit ausgesetzt. Unter Wechselkursrisiken versteht die Würth-Gruppe die Verlustgefahr, der die ausgewiesenen Vermögenswerte und Erträge unterliegen und die sich aus der Veränderung der Wechselkursrelationen zwischen der Transaktionswährung und der jeweiligen funktionalen Währung ergibt. Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko der Würth-Gruppe aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Der Einsatz von Devisenterminkontrakten und Währungsoptionen soll Wechselkursrisiken vorbeugen. Zur Absicherung von zukünftigen Umsatzerlösen und Wareneinkäufen gegen Wechselkursrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese sind jedoch nicht als Sicherungsbeziehungen designiert und werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Wenn der Euro gegenüber folgenden Währungen zum 31. Dezember 2023 um 10% abgewertet bzw. aufgewertet wäre, würde sich die hypothetische Ergebnisauswirkung wie folgt darstellen:
Auf das sonstige Ergebnis hat dies keine Auswirkungen. 36.3 Zinsrisiken Unter Zinsrisiko versteht die Würth-Gruppe negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage, die sich aus Zinssatzänderungen ergeben können. Diesem Risiko wird unter anderem dadurch begegnet, dass ein großer Anteil der externen Finanzierung aus festverzinslichen Anleihen besteht. Darüber hinaus werden im Risikomanagement derivative Finanzinstrumente (z. B. Zinsswaps) eingesetzt. Das Zinsrisiko beschränkt sich somit im Wesentlichen auf die unter "28. Finanzschulden" aufgeführten variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie auf die unter "17. Forderungen aus Finanzdienstleistungen" und unter "27. Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" aufgeführten Punkte. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, auf andere Ergebnisanteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2023 um 100 Basispunkte höher bzw. niedriger gewesen wäre, hätte das Ergebnis um 20,2 Mio. EUR (2022: 13,7 Mio. EUR) niedriger bzw. höher gelegen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich hauptsächlich aus dem Kontokorrent sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen. Das Eigenkapital würde sich entsprechend verändern. Auf das sonstige Ergebnis hat dies keine Auswirkungen. 36.4 Wertpapierkursrisiken Durch die Anlage finanzieller Mittel ist die Würth-Gruppe Wertpapierkursrisiken ausgesetzt. Man versteht hierunter die Verlustgefahr aus Kursänderungen bei (börsennotierten) Wertpapieren. Diesem Risiko wird unter anderem durch eine Diversifizierung des Anlageportfolios entgegengewirkt. Bei der Auswahl von Anleihen wird grundsätzlich ein Mindestrating von BBB (Standard & Poor's) verlangt. Die Ratingentwicklung wird täglich überwacht. Bei einer Abwertung durch die Ratingagentur (Downgrading) erfolgt der unverzügliche Verkauf der Position. Zudem werden im Risikomanagement derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Wertpapierkursrisiken eingesetzt. 36.5 Kreditrisiken Den Kreditrisiken wird durch die Beschränkung auf Geschäftsbeziehungen mit erstklassigen Banken mit einem Mindestrating BBB (Standard & Poor's) begegnet. Die Ausfallrisiken bei den Forderungen werden durch eine fortlaufende Überprüfung der Bonität der Gegenparteien und durch die Limitierung aggregierter Einzelparteirisiken minimiert. Mit denjenigen externen Gegenparteien der Würth- Gruppe, mit denen im Rahmen des finanziellen Risikomanagements Transaktionen abgeschlossen werden, bestehen standardisierte Rahmenverträge der International Swaps and Derivatives Association (ISDA-Rahmenverträge) inklusive Credit Support Annex (CSA). Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Konzern-Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Dem Ausfallrisiko aus operativer Tätigkeit wird durch eine pauschalierte Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Nähere Informationen zu den Kreditrisiken sind unter "17. Forderungen aus Finanzdienstleistungen" und "20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesen. 36.6 Liquiditätsrisiken Die Würth-Gruppe benötigt liquide Mittel zur Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen. Im Rahmen einer übergeordneten Gruppenanweisung sind die Konzerngesellschaften verpflichtet, nicht betriebsnotwendige Liquidität bei der Würth Finance International B.V ., 's-Hertogenbosch, Niederlande, oder der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau, Deutschland, anzulegen und diese der Würth-Gruppe zur Verfügung zu stellen. Ihre hohe internationale Kreditwürdigkeit (Standard & Poor's beurteilt die langfristigen Verbindlichkeiten mit einem Rating A) ermöglicht der Würth-Gruppe die günstige Beschaffung von liquiden Mitteln auf den internationalen Kapitalmärkten. Um ihren Zahlungsverpflichtungen auch in außerordentlichen Situationen jederzeit nachkommen zu können, pflegt die Würth-Gruppe zusätzlich mit unterschiedlichen Banken Kreditlinien zur Abdeckung eventueller Liquiditätsbedürfnisse. Es besteht eine ungenutzte, von einem Bankenkonsortium bis September 2027 fest zugesagte Kreditlinie in Höhe von 500 Millionen Euro. 36.7 Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird basierend auf den Richtlinien, Verfahren und Kontrollen der Würth-Gruppe für das Ausfallmanagement bei Kunden gesteuert. Die einzelnen Kreditrahmen für Kunden werden entsprechend der Krediteinstufung festgelegt. Ausstehende Forderungen gegen Kunden werden regelmäßig überwacht. Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag anhand der Wertberichtigungsmatrix zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste analysiert. Die Wertberichtigungsquoten werden auf Grundlage der Überfälligkeitsdauer in Tagen mit zu Gruppen zusammengefassten Kunden mit ähnlichen Ausfallmustern bestimmt. Die Berechnung umfasst das wahrscheinlichkeitsgewichtete Ergebnis unter Berücksichtigung des Zinseffekts sowie angemessener und belastbarer Informationen über vergangene Ergebnisse, aktuelle Gegebenheiten und künftig zu erwartende wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die zum Abschlussstichtag verfügbar sind. Das maximale Ausfallrisiko zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert jeder ausgewiesenen Klasse finanzieller Vermögenswerte. Die Wertberichtigungsmatrix für Forderungen gegen Kunden wird unter "20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesen. 36.8 Kapitalmanagement Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung in der Würth-Gruppe ist es, eine angemessen hohe Eigenkapitalquote und ein gutes Bonitätsrating sicherzustellen. Die Würth-Gruppe steuert ihre Kapitalstruktur unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Bei den zur Würth-Gruppe gehörenden Finanzdienstleistern werden darüber hinaus die dort geltenden aufsichtsrechtlichen Bedingungen zur Kapitaldeckung berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 bzw. 31. Dezember 2022 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Die Eigenkapitalquote, ermittelt aus Eigenkapital nach IFRS in Relation zur Bilanzsumme, beträgt 48,7% (2022: 46,0%). Somit liegt die Eigenkapitalquote über dem Branchendurchschnitt und sichert der Würth- Gruppe derzeit ein Rating mit Investment Grade A. 36.9 Zeitwerte von Finanzinstrumenten Der Zeitwert der unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Finanzinstrumente, die Teil der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente bzw. Teil der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente sind, wird durch Vergleich im Wesentlichen mit ihrem börsennotierten Marktpreis zum Abschlussstichtag geschätzt. Der Zeitwert der Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente klassifiziert sind, wird entsprechend der unter "23. Wertpapiere" dargestellten Bewertungsmethoden ermittelt. Aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr 6,2 Mio. EUR ertragswirksam (2022: 6,1 Mio. EUR aufwandswirksam) in voller Höhe im Periodenergebnis erfasst. Der Zeitwert von Devisenterminkontrakten wird anhand der zum Abschlussstichtag aktuellen Kurse auf dem Devisenterminmarkt bestimmt. Bei Zinsswaps wird der Zeitwert als Barwert der geschätzten künftigen Cashflows ermittelt. Der Zeitwert von Optionen wird anhand von Optionspreismodellen errechnet. Bei allen vorgenannten Instrumenten wird der Zeitwert jeweils durch die Finanzinstitute bestätigt, die der Würth-Gruppe die entsprechenden Kontrakte vermittelt hatten. Die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten bilanzierten Finanzinstrumente der Würth-Gruppe umfassen in erster Linie einzelne Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, sonstige langfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, langfristige Darlehen und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen und Wertpapiere. Der Buchwert der Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe. Der Zeitwert langfristiger Schulden beruht auf dem börsennotierten Marktpreis für diese Schulden oder für ähnliche Finanzinstrumente oder auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Werte kommen dem Zeitwert sehr nahe bzw. sind unter "34.1 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien IFRS 9" dargestellt. 36.10 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen Zum Abschlussstichtag stellen sich die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wie folgt dar:
Im Rahmen des finanziellen Risikomanagements wurde ein Credit Support Annex (CSA) abgeschlossen. Aus diesem Grund wurden die positiven und negativen Wiederbeschaffungswerte der Zinsinstrumente netto, d.h. nach Berücksichtigung der entsprechenden Barausgleiche aus den CSA, in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Nicht als Sicherungsinstrument designierte derivative Finanzinstrumente zeigen die Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Devisenterminkontrakte, die nicht als Sicherungsinstrument in Sicherungsbeziehungen designiert, aber dennoch dazu bestimmt sind, das Währungs- bzw. Zinsrisiko der Würth-Gruppe zu verringern. Cashflow-Hedges Die Würth-Gruppe designiert Cashflow-Hedges als Teil ihrer Strategie, um ihre Zins- und Fremdwährungsschwankungen innerhalb festgelegter Grenzen zu mindern und die Cashflow-Schwankungen aus dem Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiko eines Instruments oder einer Gruppe von Instrumenten zu reduzieren. Zinsswaps werden hauptsächlich eingesetzt zur Absicherung von Cashflows für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Sicherungsbeziehungen:
Der Mikro-Cashflow-Hedge im Zusammenhang mit der Neuemission einer Würth- Anleihe im Jahr 2018 wurde 2018 beendet. Der Verlust im sonstigen Ergebnis aus der vorzeitigen Beendigung wird ab Mai 2019 über die tatsächliche Laufzeit des Derivats ergebniswirksam aufgelöst. Der Mikro-Cashflow-Hedge im Zusammenhang mit der Neuemission einer Würth- Anleihe im Jahr 2020 wurde 2020 beendet. Der Verlust im sonstigen Ergebnis aus der vorzeitigen Beendigung wird ab Mai 2020 über die tatsächliche Laufzeit der Derivate ebenfalls ergebniswirksam aufgelöst. Der Mikro-Cashflow-Hedge im Zusammenhang mit der Neuemission einer Würth- Anleihe im Jahr 2022 wurde 2022 beendet. Der Gewinn im sonstigen Ergebnis aus der vorzeitigen Beendigung wird ab Mai 2022 über die tatsächliche Laufzeit der Derivate ebenfalls ergebniswirksam aufgelöst. Fairvalue-Hedges Die Fairvalue-Hedges der Würth-Gruppe bestehen im Wesentlichen aus Zinsswaps, die zur Absicherung gegen Marktwertänderungen der festverzinslichen Würth-Anleihen eingesetzt werden. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Sicherungsbeziehungen, insbesondere den Nominal- und Buchwert der Derivate, die die Würth-Gruppe als Sicherungsinstrumente einsetzt:
Die folgende Tabelle zeigt das Fälligkeits- und Zinsrisikoprofil der Sicherungsinstrumente, die im Rahmen von Fairvalue-Hedges eingesetzt werden. Da die Würth-Gruppe nur Mikro-Hedges mit einem Verhältnis von 1:1-Hedges einsetzt, zeigt die folgende Tabelle effektiv das Ergebnis der Fairvalue-Hedges:
In Übereinstimmung mit ihrer Sicherungsstrategie passt die Würth-Gruppe das Prinzip der Sicherungsinstrumente an das Prinzip der abgesicherten Positionen an. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder wenn das Sicherungsgeschäft nicht mehr die Kriterien für das Hedge Accounting erfüllt oder wenn die Würth-Gruppe beschließt, die Sicherungsbeziehung freiwillig zu beenden, wird die Sicherungsbeziehung prospektiv beendet. Erfüllt die Beziehung nicht die Kriterien für die Wirksamkeit des Sicherungsgeschäfts, stellt die Würth-Gruppe das Hedge Accounting ab dem letzten Tag ein, an dem die Einhaltung der Wirksamkeit des Sicherungsgeschäfts nachgewiesen wurde. Wird die Sicherungsbeziehung für einen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Posten beendet, wird die kumulierte Fairvalue-Hedge- Anpassung an den Buchwert des gesicherten Postens über die Restlaufzeit des ursprünglichen Sicherungsgeschäfts amortisiert. Wenn das abgesicherte Grundgeschäft ausgebucht wird, wird die nicht amortisierte Marktwertanpassung sofort in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. 37. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Als "nahe stehenden Unternehmen und Personen" kommen grundsätzlich die Mitglieder der Familie Würth und von diesen beherrschte Unternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen des Managements (die Mitglieder der Konzernführung und der Geschäftsbereichsleitung der Würth-Gruppe), die Mitglieder des Beirats der Würth-Gruppe, der Stiftungsvorstand, der Stiftungsaufsichtsrat sowie nahe Familienangehörige der vorgenannten Gruppen in Betracht. Zu den "nahe stehenden Unternehmen und Personen" zählen ferner die Familienstiftungen. Die Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. 37.1 Geschäftsvorfälle mit Personen in Schlüsselpositionen der Würth-Gruppe sowie von diesen beherrschten Unternehmen Es erfolgten Auszahlungen an Mitglieder der Familie Würth und die Familienstiftungen für Ausschüttungen und Nießbrauch in Höhe von 450,2 Mio. EUR (2022: 363,7 Mio. EUR). Von den Auszahlungen wurde ein Betrag in Höhe von 241,1 Mio. EUR (2022: 173,5 Mio. EUR) wieder eingelegt. Nachfolgend aufgeführte Geschäftsbeziehungen sowie Zinsaufwendungen und -erträge gibt es zwischen der Würth-Gruppe und der Familie Würth, Mitgliedern der Konzernführung, der Geschäftsbereichsleitung sowie des Beirats, des Stiftungsaufsichtsrats und des Stiftungsvorstands der Würth-Gruppe.
Aus diesen Geschäftsbeziehungen resultieren folgende Forderungen und Verbindlichkeiten:
Außerdem bestehen gegenüber nahen Familienangehörigen von Mitgliedern in Schlüsselpositionen folgende Verbindlichkeiten:
Darüber hinaus gab es Vergütungen an Familienangehörige von Mitgliedern in Schlüsselpositionen in Höhe von 0,0 Mio. EUR (2022: 0,1 Mio. EUR). Nachfolgend aufgeführte Aufwendungen und Erträge gibt es zwischen der Würth-Gruppe und den Familienstiftungen:
Aus diesen Geschäftsbeziehungen resultieren Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 109,7 Mio. EUR (2022: 97,8 Mio. EUR). Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gegenüber allen nahe stehenden Unternehmen und Personen werden jeweils marktüblich verzinst. Auch die übrigen bezogenen Leistungen werden zu marktüblichen Konditionen erbracht. 37.2 Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen des Managements
Einzelne Mitglieder der Konzernführung und der Geschäftsbereichsleitung haben einen Anspruch auf Pensionszahlungen, deren Barwert 13,0 Mio. EUR (2022: 12,2 Mio. EUR) betrug. Ehemalige Mitglieder und deren Hinterbliebene haben ebenfalls einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Der Barwert der daraus resultierenden Pensionsverpflichtungen beträgt 13,3 Mio. EUR (2022: 12,6 Mio. EUR). Die Reduzierung resultiert aus Abgeltungen bestehender Pensionsverpflichtungen. 38. Zuwendungen der öffentlichen Hand In der folgenden Tabelle sind die Zuwendungen der öffentlichen Hand dargestellt:
39. Vergütung des Abschlussprüfers Die nachfolgende Tabelle zeigt auf aggregierter Basis die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Deutschland, im Geschäftsjahr 2023 angefallenen Honorare.
40. Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Personen- und Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Folgende inländische Konzerngesellschaften in der Rechtsform einer Personengesellschaft machten für das Geschäftsjahr 2023 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch:
Folgende inländische Konzerngesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft machten für das Geschäftsjahr 2023 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
41. Erläuterungen zur Konzern- Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 die Veränderung der liquiden Mittel der Würth-Gruppe im Laufe des Geschäftsjahrs durch Mittelzu- und -abflüsse. Sie ist gegliedert nach Cashflows aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Auswirkungen von Unternehmenserwerben und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind eliminiert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung gezeigt. Die dort ausgewiesene Liquidität ergibt sich als Summe aus Barmitteln, Sichteinlagen und kurzfristigen Finanzinvestitionen (z. B. Geldmarktfonds). Die Auswirkungen von Unternehmenserwerben und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzern-Kapitalflussrechnung sind gesondert berücksichtigt worden und unter "4. Konsolidierungskreis" dargestellt. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit liegt mit 2.002,3 Mio. EUR aufgrund des Vorratsabbaus und des Rückgangs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich über dem Vorjahr (2022: 866,7 Mio. EUR). Im Einzelnen wird das Ergebnis vor Ertragsteuern korrigiert um die Ertragsteuerzahlungen, Finanzaufwendungen und -erträge, die Zinseinnahmen und -zahlungen aus der operativen Tätigkeit, um die Veränderung der Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie die nicht zahlungswirksamen Ab- und Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge stellen sich wie folgt dar:
Der Cashflow aus investiver Tätigkeit ist von - 819,0 Mio. EUR auf - 927,9 Mio. EUR gesunken. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt mit - 673,5 Mio. EUR (2022: 42,7 Mio. EUR) deutlich unter dem Vorjahr, da im Geschäftsjahr 2023 keine neue Anleihe aufgelegt wurde. Unverändert gegenüber dem Vorjahr liegen die Zahlungen für den Tilgungsanteil aus Leasingverbindlichkeiten bei über 300 Mio. EUR. 42. Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards Die bis zum Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses der Würth- Gruppe veröffentlichten, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards werden nachfolgend aufgeführt. Diese Aufzählung berücksichtigt allein solche Standards und Interpretationen, bei denen die Würth-Gruppe nach vernünftigem Ermessen Auswirkungen auf die Anhangsangaben sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus der zukünftigen Anwendung erwartet. Die Würth-Gruppe beabsichtigt, diese Standards anzuwenden, sobald sie verpflichtend anzuwenden sind, und geht davon aus, dass sie keine signifikanten Auswirkungen auf ihren Abschluss haben werden. Im September 2022 veröffentlichte das IASB Änderungen an IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten bei Sale-and-Leaseback, um die Anforderungen zu spezifizieren, die ein Verkäufer-Leasingnehmer bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit aus einer Sale-and-Leaseback-Transaktion anwendet, um sicherzustellen, dass er keinen Betrag des Gewinns oder Verlusts erfasst, der sich auf das von ihm behaltene Nutzungsrecht bezieht. Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen, und müssen rückwirkend auf Sale-and-Leaseback-Transaktionen angewendet werden, die nach der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 abgeschlossen wurden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, muss aber angegeben werden. Es wird nicht erwartet, dass die Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Jahresabschlüsse der Würth-Gruppe haben werden. Im Januar 2020 und in Oktober 2022 hat das IASB Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig veröffentlicht, um die Vorschriften für die Klassifizierung zu präzisieren. Die Änderungen stellen Folgendes klar:
Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen, und sind rückwirkend anzuwenden. Die Würth-Gruppe prüft derzeit, welche Auswirkungen die Änderungen auf die aktuelle Bilanzierungspraxis haben werden und ob bestehende Kreditvereinbarungen gegebenenfalls neu verhandelt werden müssen. Im Mai 2023 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung und IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben zur Klarstellung der Merkmale von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen und zur Forderung zusätzlicher Angaben zu solchen Vereinbarungen. Die in den Änderungen enthaltenen Angabepflichten sollen den Abschlussadressaten helfen, die Auswirkungen von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen auf die Verbindlichkeiten, Cashflows und das Liquiditätsrisiko eines Unternehmens zu verstehen. Die Änderungen treten für jährliche Berichtszeiträume in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, muss aber offengelegt werden. Es wird nicht erwartet, dass die Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Jahresabschlüsse der Würth-Gruppe haben werden. Die Änderung an IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" betrifft die Bestimmung des Wechselkurses bei langfristig fehlender Umtauschbarkeit, da der IAS 21 bislang keine entsprechenden Vorschriften dazu enthielt. Durch den Änderungsstandard wird der IAS 21 ergänzt um:
Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, welche am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig. Es wird nicht erwartet, dass die Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Jahresabschlüsse der Würth-Gruppe haben werden. 43. Ereignisse nach der Berichtsperiode Am 24. März 2023 schloss die Würth-Gruppe eine Vereinbarung mit einer Gruppe von TIM-Aktionären, über den Erwerb von rund 40 Prozent der Anteile an TIM S.A., Breslau, Polen, inklusive dessen Tochtergesellschaft 3LP S. A., Tschechnitz, Polen. Die Gesellschaft ist im Geschäftsbereich des Elektrogroßhandels tätig und erzielt ihren Umsatz im Wesentlichen über Online-Kanäle. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft 3LP S.A., Tschechnitz, Polen, eine Logistikplattform. Zum 25. Januar 2024 erhielt die Würth-Gruppe die Kartellamtszustimmung für den Erwerb. Im Zuge eines öffentlichen Übernahmeangebots konnten zum 31. Januar 2024 97,31 % der Anteile erworben werden. Im Rahmen eines Squeeze-Out-Prozesses wurden zum 7. März 2024 die verbleibenden Anteile erworben. Gemäß dem vorläufigen nicht konsolidierten Jahresabschluss erzielten die Gesellschaften im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 308,4 Mio. EUR. Es erfolgen zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben zur Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", da diese zum Abschlussstichtag noch nicht vorliegen. Im Dezember 2023 wurden die Transaktionsverträge zum Erwerb von 80% der Anteile an der IDG 01 S.p.A., Turin, Italien, unterzeichnet. Es wurden Put- und Call-Optionen für den Erwerb der verbleibenden Anteile bis 2030 vereinbart. Die vorgeschlagene Transaktion unterliegt noch der Zustimmung der Kartellbehörden. Die Gesellschaft ist in Norditalien im Geschäftsbereich des Elektrogroßhandels tätig und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresumsatz von 285,0 Mio. EUR. Die Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" werden wir im Laufe 2024 nach erfolgter Kartellamtszustimmung durchführen. Am 29. Januar 2024 erwarb die Würth-Gruppe im Rahmen eines Asset Deals den operativen Geschäftsbetrieb der beiden Unternehmen Russell Plywood, Inc., Reading, Pennsylvania, USA, und Russell Plywood, Inc. (DE), Wilmington, Delaware, USA. Die Unternehmen sind im Geschäftsbereich Würth-Linie Holz, mit dem Vertrieb diverse Holzprodukte sowie Spezialprodukte in den Anwendungsgebieten wie Küchen, Böden und Möbel im Nordosten der USA tätig. Die beiden Unternehmen erzielten im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatz von 65,0 Mio. EUR. Es erfolgen zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben zur Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", da diese zum Abschlussstichtag noch nicht vorliegen. Zum 1. Januar 2024 wurden sämtliche Geschäftsanteile der Würth-Gruppe an der SVH Handels-GmbH, Dortmund, Deutschland, an den bisherigen Geschäftsführer der Gesellschaft veräußert. Nähere Informationen dazu sind unter "25. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte und Schulden einer Vermögensgruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird" ausgewiesen. 44. Anteilsbesitz WÜRTH-LINIE HANDWERK
WÜRTH-LINIE INDUSTRIE
ELEKTROGROSSHANDEL
ELEKTRONIK
PRODUKTION
1 Gesellschaft ist auch im Geschäftsbereich
Handel tätig.
RECA GROUP
CHEMIE
HANDEL
WERKZEUGE
SCHRAUBEN UND NORMTEILE
FINANZDIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFTEN
IT-SERVICE- UND HOLDINGGESELLSCHAFTEN
DIVERSIFIKATION
ÜBRIGE GESELLSCHAFTEN
45. Führungsgremien Beirat Der Beirat ist das oberste Überwachungs- und Kontrollorgan der Würth-Gruppe. Er berät in Fragen der Strategie, genehmigt die Unternehmensplanung und die Verwendung der Finanzmittel. Er bestellt die Mitglieder der Konzernführung, der Geschäftsbereichsleitung sowie die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der umsatzstärksten Gesellschaften. Mitglieder des Beirats Bettina Würth (Vorsitzende) Dr. Frank Heinricht (stv. Vorsitzender) Vorsitzender des Vorstands der Schott AG, Mainz Peter Edelmann Geschäftsführender Gesellschafter der Edelmann & Company, Ulm Dr. Ralph Heck Director emeritus der McKinsey & Company, Düsseldorf; Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, Gütersloh; stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Klöckner & Co SE, Duisburg Wolfgang Kirsch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v. d. Höhe; Aufsichtsratsvorsitzender der B. Metzler seel. Sohn & Co. AG, Frankfurt am Main; ehemaliger Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG, Frankfurt am Main Hans-Otto Schrader Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto AG für Beteiligungen, Hamburg Markus Sontheimer Chief Information & Digital Officer (CIDO), Member Executive Group Management der ISS A/S, Soborg, Dänemark Dr. Martin H. Sorg Wirtschaftsprüfer und Partner der Binz & Partner Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer mbB, Stuttgart Sebastian Würth Ehrenvorsitzender des Beirats Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe Ehrenmitglied des Beirats Rolf Bauer Ehemaliges Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe Konzernführung Die Konzernführung ist das oberste Entscheidungsgremium der Würth-Gruppe. Sie besteht aus fünf Mitgliedern und ist vergleichbar mit dem Vorstand einer Konzernholding. Zu den wichtigsten Aufgaben der Konzernführung gehören die strategische Unternehmensplanung, die Auswahl von Führungskräften sowie die Steuerung der strategischen Geschäftseinheiten und Funktionalbereiche. Robert Friedmann Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe Dr. Jan Allmann Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe Rainer Bürkert Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe Bernd Herrmann Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe Joachim Kaltmaier Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe (bis 30.04.2023) Ralf Schaich Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe (seit 01.05.2023) Geschäftsbereichsleitung Die Mitglieder bilden die operative Konzerngeschäftsleitung der Würth-Gruppe. Sie führen jeweils eine strategische Geschäftseinheit oder verantworten einen Funktionalbereich. Walter Bostelmann RECA Group (seit 01.04.2023) João Cravina Würth-Linie Handwerk Südamerika Michael Dartsch Produktion von Schrauben, Kunststoffdübeln, Schraubwerkzeugen, Werkstätten- und Fahrzeugeinrichtungen Dirk Döllner Produktion von Schrauben und Kaltumformteilen für Industrie und Automobil sowie Werkzeugen zur Herstellung von Verbindungselementen Peter Federolf Baier & Michels Gruppe Thomas Garz Würth-Linie Handwerk Skandinavien, Würth-Linie Handwerk Systeme Norbert Heckmann Würth-Linie Handwerk Deutschland, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG Katrin Hummel Werkzeuggesellschaften (seit 01.07.2023) Martin Jauss Würth-Linie Industrie Europa Thomas Klenk Einkauf und Produkt, Dübelproduktion Andreas Kräutle Werkzeuggesellschaften (bis 30.06.2023) Jörg Murawski Würth Elektronik CBT Gruppe, Würth Elektronik ICS Gruppe, Chemie-Gruppe Christian Topp Olsen Würth-Linie Handwerk Süd- und Südostasien Thomas O'Neill Würth-Linie Handwerk Nordamerika Serge Oppedisano Würth-Linie Handwerk Ozeanien, Malaysia, Indonesien Timo Raimla Elektrogroßhandel Baltikum Ignacio Roger Würth-Linie Handwerk Südeuropa Carsten Sattler Würth-Linie Handwerk Osteuropa Uwe Schaffitzel / Ulrich Liedtke Elektrogroßhandel Daniel Schmidt Würth-Linie Industrie Amerika - Industrial Thomas Schrott Würth Elektronik eiSos Gruppe Dr. Reiner Specht Würth-Gruppe Finnland, Würth-Linie Handwerk Baltikum, Österreich, Chile und Zentralasien, Geschäftseinheit Handel, stellvertretendes Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe Ulrich Steiner Handel mit DIN- und Normteilen aus Edelstahl Larry Stevens Würth-Linie Industrie Amerika, Asien, Pazifik und Afrika Jean-Luc Thesmar Würth-Linie Handwerk Afrika, Mittlerer Osten Thomas Wahl Logistik C. Sylvia Weber Kunst und Kultur in der Würth-Gruppe, Leitung Museum / Kunsthalle Würth, Kuratorin Sammlung Würth Mario Weiss Würth-Linie Handwerk Frankreich, Großbritannien, Irland, Belgien, Balkan, WOW! Group Hannes Wieland Würth-Linie Handwerk Modyf Ernst Wiesinger RECA Group (bis 31.03.2023) Alois Wimmer Produktion von Schrauben, Kunststoffdübeln, Beschlägen und Werkzeugen zur Herstellung von Verbindungselementen Dai Xia Würth-Linie Handwerk China, Ostasien Axel Ziemann Leasing und Versicherung 46. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Würth-Gruppe Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Würth-Gruppe, Künzelsau (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung und der Konzern- Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Würth-Gruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der Beirat ist für den Bericht des Beirats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen folgende, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben: die in den Abschnitten "Überblick Würth-Gruppe", "Mut", "Engagement", "Bulletin" und "Führungsgremien" gemachten Angaben sowie die Konzern-Wertschöpfungsrechnung. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Das Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. März 2024 EY
GmbH & Co. KG
Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer Heubach, Wirtschaftsprüfer Impressum Herausgeber Würth-Gruppe Adolf Würth GmbH & Co. KG Reinhold-Würth-Straße 12-17 74653 Künzelsau Deutschland Verantwortlich für den Inhalt Robert Friedmann, Ralf Schaich Redaktion Sigrid Schneider (Ltg.), Alexandra Schneid (CvD), Hannes Hofer, Silke Hofmann, Monika Link, Kim Thuy Vy Vo, Ursula Zipperer, Claudia Zürn Die Redaktion dankt allen, die zur Erstellung des Geschäftsberichts beigetragen haben. Sämtliche Angaben in diesem Geschäftsbericht werden von der Adolf Würth GmbH & Co. KG und den mit ihr verbundenen Unternehmen bereitgestellt und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Eine Haftung oder Gewährleistung für die Richtigkeit der Angaben wird nicht übernommen. Dieser Konzerngeschäftsbericht erscheint auch in englischer Sprache. Die deutsche Fassung hat Vorrang. Um die Lesbarkeit unseres Geschäftsberichts zu erhöhen, verwenden wir teilweise das generische Maskulinum. Selbstverständlich sind in diesem Fall immer alle Geschlechter (männlich/ weiblich/divers) gleichermaßen und gleichberechtigt gemeint und angesprochen. Die deutsche und englische Sprachversion sowie weitere Informationen zur Würth-Gruppe sind im Internet abrufbar unter: www.wuerth.com news.wuerth.com Design-Konzept Hilger & Boie Design, Wiesbaden Realisation Scanner GmbH, Künzelsau Lektorat Antonie Hertlein, Schrozberg Druck Schweikert Druck Wieslensdorfer Straße 36 74182 Obersulm Bildnachweis Arlberg Photography (S. 30) Ufuk Arslan (S. 16, 18, 20 re ., 21 li ., 21 re ., 22, 25 re ., 29 li ., 33, 35, 36, 37 re.) Frank Blümler (S. 43, 45, 49) Dirk Bruniecki (S. 32) Benjamin Grell (S. 34 li. und re.) Grisebach GmbH (S. 20 li.) Heilbronner Stimme / Mario Berger (S.12-15) Hotel-Restaurant Anne-Sophie (S. 29 re.) IMAGO / Kessler-Sportfotografie (S. 27) Philipp Kirschner (S. 26 li.) Hans Neukircher (S. 5, 61-73 Peakstock - stock.adobe.com (S. 25 li.) Photo and Co/The Image Bank via Getty Images, iStock.com/IMNATURE (S. 1) Reiner Pfisterer, Tafel Deutschland e. V. (S. 38) Andi Schmid (S. 23) Anne Simon (S. 26 re.) Special Olympics World Games Berlin 2023 / Anna Spindelndreier (S. 28) Stiftung Würth (S. 39 li. und re.) UNICEF / UN0795122 / English (S. 24 li.) UNICEF / UN0693366 / Laknath (S. 24 re.) Bernhard Zinnau (S. 37 li.) © Würth-Gruppe, Künzelsau Bildrechte Kunstwerke © David Hockney für das Werk von David Hockney (S. 18) © Sabeth Holland, St. Gallen, für das abgebildete Werk von Sabeth Holland (S.5) © Anselm Kiefer für das Werk von Anselm Kiefer (S. 20) © Marc Quinn für die Werke von Marc Quinn (S. 21) © VG Bild-Kunst, Bonn 2024, für "Untitled (Plant)" von Donald Baechler (S. 21), "High Altar" von Anthony Caro (S. 21) und "Untitled" von Anish Kapoor (S. 32) © Zabalaga-Leku /VG Bild-Kunst, Bonn 2024 für "Saludo a los pájaros" von Eduardo Chillida (S. 21) Printed in Germany. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung. 1GFU-HB-SC-SW-3,75'-05/24 Onlineversion Unter www.wuerth.com/gb2023 stellen wir Ihnen Auszüge des Geschäftsberichts als Onlinefassung sowie ein Gesamt-PDF zum Download bereit. Kontakt Unternehmenskommunikation der Würth-Gruppe Telefon +49 7940 15-1186 Telefax +49 7940 15-4400 presse@wuerth.com |
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