RAIFFEISENBANK URBACH eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart GnR 280047
Vorher
RAIFFEISENBANK URBACH e.G.
Eingetragen
11.2.1905
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; j) die Vermittlung und den Verkauf von Immobilien

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

RAIFFEISENBANK URBACH eG

Urbach

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Die deutsche Wirtschaft blieb im Jahr 2016 auf Wachstumskurs. Nach ersten amtlichen Angaben legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um kräftige 1,9 % zu, nachdem es in 2015 um 1,7 % expandiert war. Der Zuwachs hätte allerdings noch höher ausfallen können, wenn das weltwirtschaftliche Umfeld weniger ungünstig gewesen wäre. Im Jahresverlauf zeigte das Wachstum merkliche Schwankungen. Im ersten Quartal ist die gesamtwirtschaftliche Produktion stark expandiert, wozu der nochmals deutlich gesunkene Ölpreis beitrug, der Privathaushalte und Unternehmen von der Kostenseite her entlastete und zu höheren Ausgaben anregte. Wachstumsfördernd wirkte aber auch die milde Witterung, die zu einer vorgezogenen Frühjahrsbelebung führte. In den Folgequartalen hat das Wirtschaftswachstum dann schrittweise an Tempo verloren, bevor es im vierten Quartal wieder anzog. Über das gesamte Jahr betrachtet blieben die Konsumausgaben der zentrale Treiber der konjunkturellen Entwicklung. Vom Außenhandel und den Investitionen gingen hingegen nur begrenzt Impulse aus.

Bei den privaten Konsumausgaben hielt das solide Wachstum an. Sie wurden im Zuge eines weiteren Beschäftigungsaufbaus, der niedrigen Arbeitslosigkeit und der vielfach deutlichen Reallohnzuwächse um 2,0 % ausgeweitet und damit genauso stark wie im Vorjahr. Darüber hinaus gaben die steigenden staatlichen Transfers, wie etwa die außergewöhnlich kräftige Rentenanhebung zur Jahresmitte, dem Privatkonsum zusätzlichen Schub. Die Konsumausgaben des Staates (+4,0 %) wurden ebenfalls erheblich ausgeweitet. Gründe hierfür waren unter anderem höhere Personalausgaben im Bildungs- und Sicherheitsbereich sowie die Mehrausgaben für Flüchtlinge. Insgesamt trug der Staatsverbrauch mit einem Wachstumsbeitrag von 0,8 Prozentpunkten jedoch etwas weniger stark zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts bei als der Privatkonsum (+1,1 Prozentpunkte).

Das Außenhandelsgeschäft der deutschen Wirtschaft entwickelte sich eher verhalten. Die Exporte und Importe stiegen mit Wachstumsraten von 2,6 % und 3,7 % weniger deutlich als im Vorjahr (+5,2 % und +5,5 %), wofür vor allem das schwierige internationale Umfeld verantwortlich war. Entgegen der Erfahrung vergangener Jahrzehnte blieb die Expansion des Welthandels abermals hinter der globalen Produktion zurück. Die Gründe hierfür sind unter anderem im Umbau des chinesischen Wachstumsmodells zu sehen sowie in den allgemein zunehmenden Vorbehalten gegenüber der weltwirtschaftlichen Integration, die auch im britischen Brexit-Votum ihren Ausdruck fanden. So haben sich die Bürger Großbritanniens in einem Referendum im Juni 2016 mehrheitlich für einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union ausgesprochen.

Die globalen Rahmenbedingungen wirkten sich auch in Hinblick auf das Investitionsklima in Deutschland dämpfend aus. Viele Unternehmen stellten wegen der hohen Unsicherheiten über die wirtschaftspolitische und konjunkturelle Entwicklung in Europa und in der Welt ihre geplanten Investitionsprojekte zurück. Die Ausgaben für Ausrüstungen (+1,1 %) wurden daher vergleichsweise nur wenig ausgeweitet. In Bauten (+3,0 %) wurde hingegen deutlich mehr investiert. Stimulierend wirkten hier Faktoren wie die nach wie vor sehr günstigen Finanzierungsbedingungen, die gute Arbeitsmarktlage, die aufgestockten kommunalen Infrastrukturmittel und der erhöhte Bedarf zur Unterbringung von Flüchtlingen.

Der staatliche Gesamthaushalt schloss das dritte Jahr in Folge mit einem Finanzierungsüberschuss ab. Es handelt sich mit 23,7 Mrd. Euro um den höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung. Hierfür waren einerseits die Steuereinnahmen und die Sozialbeiträge verantwortlich, die angesichts des anhaltenden Konjunkturaufschwungs gestiegen sind. Andererseits blieb das Ausgabenwachstum trotz der migrationsbedingten Mehrausgaben noch im Rahmen, wozu auch die erheblichen Einsparungen bei den Zinsausgaben im Niedrigzinsumfeld beitrugen. Die Relation aus dem öffentlichen Finanzierungssaldo und dem Bruttoinlands-produkt lag 2016 mit 0,8 % geringfügig höher als im Vorjahr (+0,7 %). Die Staatsschuldenquote sank von 71,2 % in 2015 auf 68,2 % des Bruttoinlandsprodukts.

Wie bereits in den Vorjahren wurde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2016 bedeutend durch die günstige Arbeitsmarktlage unterstützt. Die Erwerbstätigenzahl nahm gegenüber 2015 um 418.000 auf rund 43,5 Mio. Menschen zu. Getragen wurde der Stellenaufbau alleine durch einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten, der Beamten und der Selbständigen ging dagegen zurück. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken. Im Jahresdurchschnitt wurden knapp 2,7 Mio. Arbeitslose registriert, was einer Arbeitslosenquote von 6,1 % entspricht. Damit lag die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit 1992.

Die Verbraucherpreise sind 2016 um 0,5 % gestiegen und somit geringfügig stärker als im Vorjahr (+0,3 %). Ihr Verlauf wurde abermals stark durch die Energiepreise beeinflusst. Im April hatte der Ölpreisrückgang vom Winterhalbjahr 2015/2016 die Inflationsrate sogar vorübergehend unter die Null-Prozent-Marke sinken lassen. In den Folgemonaten ist die Teuerungsrate allerdings wieder gestiegen, da sich die dämpfende Wirkung der Energiepreise mehr und mehr abschwächte. Zum Jahresende lag die Inflationsrate mit 1,7 % so hoch wie seit Sommer 2013 nicht mehr. Über das gesamte Jahr betrachtet sind die Preise für Energieprodukte um 5,4 % gesunken. Für Nahrungsmittel (+0,8 %) und Dienstleistungen (+1,3 %) mussten die Verbraucher hingegen etwas mehr Geld aufwenden.

Für die Finanzmärkte war 2016 kein leichtes Jahr. In den ersten drei Quartalen überwog die Unsicherheit. Während zu Jahresbeginn die Furcht vor einem nachhaltigen Abflauen der Weltwirtschaft die Zuversicht an den Märkten dämpfte, fachte ab dem zweiten Quartal die Debatte um einen möglichen Brexit die Sorgen um die Zukunft der Europäischen Union an. Das überraschende Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union sorgte im Sommer für einen Höhepunkt an Verunsicherung an den Finanzmärkten. Zur Belastungsprobe für Anleger und Investoren wurde auch der Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Die unversöhnlich geführte politische Debatte im Vorfeld der US-Wahl und der überraschend starke Zuspruch für den zunächst als Außenseiter gehandelten Donald Trump sorgten für Ratlosigkeit an den Märkten.

Mit dem überraschenden Wahlsieg Donald Trumps kam es aber zu einem Paradigmenwechsel. Nach einem kurzen Innehalten hielt ein spürbar optimistischerer Geist Einzug an den Märkten. Die Ankündigungen Donald Trumps, für die USA ein Investitionsprogramm auflegen und die Unternehmenssteuern senken zu wollen, steigerten die Konjunktur- und Inflationserwartungen für die USA. Neben den politischen Turbulenzen waren die Finanzmärkte aber auch dem Spannungsfeld der gegenläufigen Geldpolitiken dies- wie jenseits des Atlantiks ausgesetzt. Während die Europäische Zentralbank (EZB) im März und Dezember ihre ultra-lockere Geldpolitik noch einmal verschärfte, nahm die US-Notenbank zum Ende des Jahres ihren Kurs einer schrittweisen Normalisierung der US-Geldpolitik wieder auf, indem sie den Leitzins im Dezember erstmals seit Ende 2015 wieder anhob.

Die EZB hat im vergangenen Jahr ihre extrem expansive Geldpolitik vor dem Hintergrund eines niedrigen Inflationsdrucks im Euroraum weiter ausgebaut. Dabei griffen die europäischen Notenbanker tief in den geldpolitischen Instrumentenkasten. Im März 2016 beschloss der Rat unter anderem eine erneute Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes, zu dem sich die Banken des Währungsraums im Austausch gegen Sicherheiten bei der EZB Geld leihen können, um 5 Basispunkte auf ein neues historisches Tief von 0,0 %. Der Zinssatz für die Einlagefazilität senkte die EZB ebenfalls um 10 Basispunkte auf ein neues Allzeittief von -0,40 %. Der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität sank derweil um 5 Basispunkte auf 0,25 %. Neben der Senkung der Leitzinsen für den Euroraum beschloss der geldpolitische Rat der EZB auch eine Ausweitung des EZB-Wertpapieraufkaufprogrammes, indem er das monatliche Aufkaufvolumen von Wertpapieren um 20 auf 80 Mrd. Euro anhob.

Auf seiner Dezembersitzung verlängerte der EZB-Rat dann die Laufzeit des Kaufprogramms um vorerst neun Monate bis zum Jahresende 2017. Das monatliche Kaufvolumen wurde aber wieder auf 60 Mrd. Euro für die Zeit nach März 2017 gesenkt. Durch die Verlängerung steigt das vorläufige Gesamtvolumen des Programms auf voraussichtlich 2.280 Mrd. Euro. Um weiterhin genügend Anleihen kaufen zu können, lockerte der EZB-Rat im März wie auch im Dezember die Regeln für das Wertpapieraufkaufprogramm. So erlaubte sich die EZB nicht nur ab März 2016 den Kauf von Investment-Grade-Unternehmensanleihen aus dem Euro-Währungsgebiet, sondern ab Dezember 2016 auch den Erwerb von Papieren mit einer Restlaufzeit ab einem Jahr statt zuvor zwei sowie von Papieren mit einer Rendite unterhalb des Einlagezinses der EZB von -0,4 %.

Die US-Notenbank Fed hat die Finanzmärkte lange auf die erste Zinserhöhung in 2016 warten lassen. Im Laufe des Jahres hatten die US-Notenbanker einige Male einen Zinsschritt für die USA in Aussicht gestellt, dann aber im Zuge der immer wieder nicht eindeutigen Wirtschaftslage auf eine restriktivere Zinspolitik verzichtet. Erst auf der letzten geldpolitischen Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed beschlossen die führenden US-Notenbanker eine Erhöhung des Zielbandes für den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,5 bis 0,75 %. Grund für die Zinserhöhung war nach Angaben der Notenbankchefin Janet Yellen in erster Linie die deutlich gestiegenen Inflations- und Konjunkturerwartungen in den USA.

Die unübersichtliche Lage in Europa, den Schwellenländern aber auch den USA ließen die Anleger in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres vorsichtig agieren. Sichere Anlageformen wie Bundesanleihen waren daher besonders gefragt. Darüber hinaus sorgte der Wertpapieraufkauf durch die EZB für eine erhöhte Nachfrage nach Staatspapieren aus dem Euroraum. Bundesanleihen konnten davon profitieren. Bis in den Oktober hinein wurden Bundesanleihen an den Rentenmärkten stark nachgefragt. Die Renditen von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit fielen von Jahresbeginn bis zum Ende des dritten Quartals um rund 78 Basispunkte auf -0,15 %. Ihr Jahrestief von -0,18 %, das zugleich ein neues Allzeittief war, erreichten zehnjährige Bundesanleihen im Anschluss an das Votum der Briten zum Austritt aus der EU in der ersten Julihälfte 2016. Gedrückt wurden die Renditen zu Jahresbeginn von schwachen Konjunktursignalen aus Ostasien sowie der erneuten Lockerung der europäischen Geldpolitik. Im Sommer und Frühherbst verunsicherten der Brexit sowie der mit harten Bandagen geführte US-Wahlkampf die Anleger.

Erst im letzten Jahresviertel sank das Interesse der Anleger an Bundesanleihen, wodurch deren Renditen zulegten. Getrieben wurden die Renditen von den steigenden Renditen in den USA und Spekulationen über den geldpolitischen Kurs der EZB in 2017. Hier trieben neue Konjunkturhoffnungen und höhere Inflationserwartungen das Renditeniveau deutlich an. Der Renditeanstieg im letzten Jahresviertel konnte den Rückgang aus den ersten neun Monaten des Jahres aber nicht mehr ausgleichen. Das war auch darauf zurückzuführen, dass die EZB ihr Wertpapieraufkaufprogramm bis Ende 2017 verlängerte. Zum Jahresende notierte die Rendite von Bundesanleihen mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren bei 0,21 %. Das waren 43 Basispunkte weniger als zum Vorjahresultimo.

Der Euro hat im vergangenen Jahr ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Meist war er dabei ein Spielball der geldpolitischen Erwartungen dies- wie jenseits des Atlantiks. Der Dollar Kurs konnte bis Mai deutlich zulegen. Sein Jahreshoch zum Greenback von knapp 1,16 US-Dollar je Euro erklomm die europäische Gemeinschaftswährung am 3. Mai 2016. Die Brexit-Furcht sowie die erneute Lockerung der EZB-Geldpolitik konnten den Euro dabei in den ersten Monaten des vergangenen Jahres nicht nachhaltig ausbremsen. Grund für die gute Performance des Euro war die zurückhaltende Gangart der US-Notenbank, die mit einer weiteren Zinsanhebung angesichts der unsicheren konjunkturellen Lage zögerte. Dies änderte sich allerdings zum Sommer hin. Der Ausblick auf noch weiter auseinanderlaufende Geldpolitiken dies- wie jenseits des Atlantiks sowie das überraschende Votum der Bürger des Vereinigten Königreiches, aus der Europäischen Union austreten zu wollen, drückten den Euro-Dollar Kurs in den Sommermonaten zwischenzeitlich unter die Marke von 1,10 US-Dollar. Zwar konnte sich der Euro zwischenzeitlich wieder zurückkämpfen. Im Nachgang zur US-Wahl drehte aber die Stimmung. An den Devisenmärkten verdichteten sich im November die Anzeichen, dass sich die Geldpolitiken im Euroraum und den USA weiter voneinander entfernen werden. Der Euro-Dollar Kurs sank bis zum Jahresende auf 1,05 US-Dollar. Damit lag er mehr als 3 US-Cent unter seinem Vorjahresultimo.

Für die Aktienmärkte begann das Jahr mit einem deutlichen Kursrutsch. In den ersten sechs Wochen des Jahres kam es zu einem massiven Aktienausverkauf, der zwischenzeitlich an die Herbstturbulenzen des Jahres 2008 erinnerte. In erster Linie belasteten wirtschaftliche Probleme in China und einigen Schwellenländern die Stimmung an den Aktienmärkten. Zudem wurde der sinkende Ölpreis als ein Zeichen für ein Einknicken der Weltkonjunktur gedeutet. Diese Gemengelage wirkte sich negativ auf den DAX aus, der bis Mitte Februar um rund 2.000 Punkte auf rund 8.750 Punkte sank. Im weiteren Jahresverlauf konnte sich der Dax aber wieder im Zuge steigender Konjunkturerwartungen und einer lockereren Geldpolitik im Euroraum erholen. Einen vorübergehenden Rückschlag erfuhr der DAX allerdings im Sommer im Anschluss an das überraschende Brexit-Votum des Vereinigten Königreiches. Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Geldpolitik und den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl dämpften bis November den Optimismus an den Aktienmärkten. Erst im Nachgang zur US-Wahl änderte sich das Klima an den Börsen. Steigende Konjunkturerwartungen in den USA sowie die Verlängerung des EZB-Anleiheaufkaufprogramms beflügelten den DAX zum Jahresausklang. Besondere Beachtung fand an den Börsen die Ankündigung des designierten US-Präsidenten Donald Trumps, einerseits die Regulierung der Finanzindustrie zu lockern und andererseits ein Konjunkturprogramm für die US-Wirtschaft auflegen zu wollen. Die protektionistischen Tendenzen Donald Trumps konnten die Stimmung hingegen nicht trüben. In dieser Gemengelage stieg der deutsche Leitindex allein im Dezember um knapp 1.000 Punkte. Das Jahr beendete der DAX mit einem Stand von 11.481 Punkten. Das waren 6,9 % mehr als zum Vorjahresultimo.

Das stabile und solide Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften wird auch von neuen Kunden und Mitgliedern stark nachgefragt: Die Mitgliederzahlen der Volksbanken und Raiffeisenbanken boomen weiter, was darauf hindeutet, dass der Zuspruch zu Kreditgenossenschaften ungebrochen ist. Ende 2016 konnten die Volksbanken und Raiffeisenbanken 18,4 Millionen Personen und Unternehmen zu ihren Mitgliedern zählen. Das sind mehr als 152.000 Mitglieder und damit knapp 1 Prozent mehr als im Vorjahr. In den letzten zehn Jahren seit 2006 konnten die Kreditgenossenschaften einen Mitgliederzuwachs von mehr als 2,5 Millionen Mitgliedern verzeichnen. Der hohe Mitgliederzuwachs der Kreditgenossenschaften beruht auf den zahlreichen Leistungen, die sie ihren Mitgliedern anbieten. Hierzu zählen u.a. der genossenschaftliche Anteilsbesitz mit seiner auch angesichts der historischen Niedrigzinsphase nach wie vor attraktiven Dividende. Die durchschnittliche Zahl der Mitglieder je Kreditgenossenschaft stieg auf knapp 19.000.

2. Entwicklung der Raiffeisenbank Urbach eG

Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 66.828 65.416 1.412 2,2
Außerbilanzielle Geschäfte *) 3.788 3.601 187 5,2

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Das Wachstum der Bilanzsumme um 2 % rührt im Wesentlichen aus den Zuwächsen bei den Kundeneinlagen her. Die leichte Zunahme der außerbilanziellen Geschäfte ist vornehmlich auf die Steigerung der unwiderruflichen Kreditzusagen zurückzuführen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 27.978 29.138 -1.160 -4,0
Wertpapieranlagen 33.694 32.676 1.018 3,1
Forderungen an Kreditinstitute 2.241 386 1.855 480,6

Die Kundenforderungen waren aufgrund von vielen Objektverkäufen und damit verbundenen vorzeitigen Darlehensrückzahlungen rückläufig. Die Steigerung der Wertpapieranlagen basiert auf der Anlage von erhöhten Kundeneinlagen. Die Forderungen an Kreditinsitute spiegeln die erhöhte Liquidität unserer Bank wider.

Unser Wertpapier-Portfolio ist durch eine breite Laufzeit- und Emittentenstruktur gekennzeichnet.

Fälligkeitsrisiken aus kündbaren Wertpapieranlagen sind von untergeordneter Bedeutung.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.205 11.275 -1.070 -9,5
Spareinlagen 21.214 21.174 40 0,2
andere Einlagen 30.503 28.054 2.449 8,7

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der vorzeitigen Rückzahlung von Refinanzierungen bei der DZ BANK. Die Kundeneinlagen konnten deutlich gesteigert werden.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 25 26 -1 -3,8
Vermittlungserträge 79 54 25 46,3
Erträge aus Zahlungsverkehr 86 88 -2 -2,3

Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft lagen auf Vorjahresniveau. Bei den Vermittlungserträgen konnte das Vorjahresergebnis deutlich übertroffen werden. Maßgeblich war dafür das Versicherungsgeschäft.

Personal- und Sozialbereich

Der Personalbestand ist trotz leicht gestiegenem Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr haben sich keine entsprechenden Vorgänge ereignet.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Raiffeisenbank Urbach eG

1. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 4.607 4.547 60 1,3
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 5.301 5.430 -129 -2,4
Harte Kernkapitalquote 14,9 % 13,5 %    
Kernkapitalquote 14,9 % 13,5 %    
Gesamtkapitalquote 17,6 % 16,5 %    

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2016 stets eingehalten.

Unser Kernkapital beträgt 4,5 Mio. EUR; das entspricht 6,7 % der Bilanzsumme.

Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben auch zukünftig auszugehen.

Unser Eigenkapital (Passivposten 12) ist unterdurchschnittlich ausgeprägt. Nach unserer Unternehmensplanung ist für die kommenden Jahre die Mindestzuführung zu den Rücklagen und die Einwerbung von Geschäftsguthaben vorgesehen.

Kundenforderungen

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditgrenzen des CRR wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2016 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen Kundschaft entsprechen.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 16.874 16.523 351 2,1
Liquiditätsreserve 16.820 16.153 667 4,1

Der Anteil der Wertpapieranlagen im Verhältnis zu unserer Bilanzsumme beträgt 50 %. Wir achten auf eine breite Streuung und eine gute Bonität zum Erwerbszeitpunkt. Unser Wertpapierbestand ist fast ausschließlich im Investmentgrade geratet. Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve sind nach dem strengen, die des Anlagevermögens nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Zinsänderungsrisiko

Wir rechnen weiterhin mit einem relativ konstanten Zinsniveau an den Geld- und Kapitalmärkten. Das Zinsänderungsrisiko überwachen wir mit entsprechenden Steuerungsinstrumenten. Unsere Risiken indiesem Bereich sind insbesondere im Szenario inverse Zinsstruktur relativ hoch.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Mit der Zugehörigkeit zum Garantieverbund und durch die Abgabe einer Garantieerklärung haben wir eine Garantieverpflichtung gegenüber dem BVR übernommen. Um neuen gesetzlichen Anforderungen bei der Einlagensicherung zu entsprechen haben wir zudem eine Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem gegenüber der BVR-Institutssicherungs-GmbH abgegeben.

2. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gegeben. Die Mindestreserve sowie die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgestellte Liquiditätskennzahl gemäß § 2 Abs. 1 LiqV sowie die Liquidity Coverage Ratio (LCR) haben wir eingehalten.

3. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 1.115 1.328 -213 -16,0
Provisionsüberschuss 2) 175 153 22 14,4
Verwaltungsaufwendungen 1.201 1.124 77 6,9
a) Personalaufwendungen 691 656 35 5,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 511 468 43 9,2
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 127 153 -26 -17,0
Bewertungsergebnis 4) -28 23 -51 -221,7
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 99 176 -77 -43,8
Steueraufwand 2 90 -88 -97,8
Jahresüberschuss 97 86 11 12,8

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Zinsüberschuss war deutlich rückläufig. Dies resultiert im Wesentlichen aus der vorzeitigen Rückzahlung von Refinanzierungen bei der DZ BANK. Der Provisionsüberschuss konnte deutlich verbessert werden. Die Personalaufwendungen stiegen an. Die Verwaltungsaufwendungen liegen aufgrund von Instandhaltungsmaßnahmen am Bankgebäude über dem Vorjahresniveau. Das Zusammenwirken dieser Faktoren führte zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses vor Bewertung sowie des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit. Die angestrebte Cost-Income-Ratio konnte nicht erreicht werden. Der Jahresüberschuss lag damit noch leicht über dem Wert des Vorjahres.

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,15 % (Vorjahr 0,13 %).

4. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Unsere Bilanzstruktur ist weiterhin ausgewogen. Eine Refinanzierung der Kundenforderungen durch entsprechende Kundeneinlagen ist gegeben. Die Vermögensverhältnisse sind geordnet. Die bankaufsichtsrechtlichen Normen wurden im Geschäftsjahr 2016 stets eingehalten.

Die Risiken der zukünftigen Entwicklung beziehen sich auf das normale Geschäftsrisiko. Dem treten wir durch permanente Qualitätssicherung und funktionale Arbeitstrennung entgegen.

III Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen sicherstellt.

Durch eine Eckwertplanung über einen Zeitraum von fünf Jahren und mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken, wobei die Adressenausfallrisiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und Kontrolle der Adressenausfallrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist direkt beim Vorstand angesiedelt. Daneben nimmt der Vorstand die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten vor.

Für die Steuerung der Marktpreisrisiken (z. B. Zinsänderungs-, Währungs- und Aktienkursrisiken) ist der Vorstand verantwortlich. Mit Hilfe eines Limitsystems werden die Marktpreisrisiken der Gesamtbank gesteuert.

Die Genossenschaft ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dieses wird bilanziell im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches berücksichtigt. Sie misst dieses Zinsänderungsrisiko nach der Barwertmethode anhand der sog. Value at Risk-Kennziffer, die auf der Basis der historischen Zinsentwicklung in den vergangenen 250 Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % den möglichen Barwertverlust innerhalb eines Zeitraums von 63 Tagen angibt (historische Simulation). Der Vorstand der Genossenschaft hat den maximal akzeptablen Barwertverlust in Abhängigkeit von der Risikodeckungsmasse, die der Genossenschaft zur Verfügung steht, auf ein vertretbares Maß begrenzt.

Der Einbezug der Substanzwerte in die Risikodeckungsmasse ist hoch. Bei voller Auslastung des Gesamtbanklimits und Eintritt des Risikoszenarios wären weite Teile der Reserven aufgezehrt.

Turbulenzen an den Finanzmärkten berühren uns kaum, weil wir im Rahmen unserer Steuerung die Risikopositionen gering halten.

Das Liquiditätsrisiko war jederzeit durch ausreichende Kreditlinien beherrschbar.

Die operationellen Risiken sind von untergeordneter Bedeutung.

IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

In 2016 wurden unsere Prognosen bezüglich der Entwicklungen im Bereich der Kundenforderungen nicht erreicht, wobei die Prognosen bei den Kundeneinlagen deutlich übertroffen wurden. Das geplante Provisionsergebnis wurde nicht ganz erreicht. Die geplanten Verwaltungsaufwendungen wurden durch ungeplante Aufwendungen für Instandhaltung überschritten. Das Bewertungsergebnis hat sich besser als geplant entwickelt. Das Ergebnis nach Bewertung hingegen wurde durch aperiodische Aufwendungen zur Reduzierung des Zinsaufwandes unter unseren Planwert gesenkt.

Es bleibt abzuwarten, wie lange sich die konjunkturell gute Situation in Deutschland halten kann. Sollte es im Zuge einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums in unserem Geschäftsgebiet zu einem Anstieg der Insolvenzen und einer Erhöhung der Arbeitslosenquote kommen, wird dies perspektivisch auch zu steigenden Kreditausfällen führen.

Der anhaltend starke Wettbewerb im Bankgewerbe verstärkt den Druck auf die Ertragsmargen. Erschwerend kommen die inzwischen lang andauernde Niedrigzinsphase und die erhöhten administrativen Belastungen aufgrund der regulatorischen Anforderungen, die uns in nennenswertem Maß betreffen, hinzu. Dadurch wird eine nachhaltige Abschwächung des Ergebnisses verursacht.

Für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 gehen wir trotz des schwierigen Marktumfeldes von konstanten Kundenkrediten und Kundeneinlagen aus.

Vorausgesetzt, dass die Zinsstrukturkurve weiterhin so flach und auf niedrigem Niveau bleibt rechnen wir in den nächsten Jahren mit einem deutlich rückläufigen Zinsüberschuss.

Im Dienstleistungsgeschäft streben wir eine weitere Ertragsverbesserung an, wobei der Schwerpunkt im Vermittlungsgeschäft liegen soll.

Bei den Verwaltungsaufwendungen rechnen wir mit Kosten unterhalb des Vorjahres, wobei aufgrund von Tariferhöhungen und Kostensteigerungen der Wert von 2015 überschritten werden wird. Die ordentlichen Verwaltungsaufwendungen sollen ansonsten konstant bleiben.

Risiken für die Ertragslage bestehen bei deutlich schlechterer Konjunkturentwicklung als prognostiziert. Das Andauern des extrem niedrigen Zinsniveaus, die Verflachung der Zinsstruktur bzw. eine inverse Zinsstruktur würden die Ertragslage deutlich belasten.

Für das Jahr 2017 planen wir eine weitere Stärkung des Eigenkapitals durch Dotierung der Rücklagen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen in Form der Eigenkapital- und Liquiditätsgrundsätze werden wir auch in den kommenden Jahren einhalten.

Unsere Vermögenslage ist geordnet und die Risikotragfähigkeit ist gegeben. Wir gehen davon aus, auch künftig Ertragschancen für unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter zu nutzen. Unsere unterdurchschnittliche Ertragslage und geringe Spielräume beim Risikodeckungspotenzial beeinträchtigen die künftige Entwicklung merklich. Bestandsgefährdende Risiken kommen aus dem sehr lange anhaltenden Niedrigzinsumfeld in Verbindung mit dem stetig steigenden Aufwand zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Die extrem hohen Belastungen unserer Ertragslage hieraus werden uns in den folgenden Jahren zu strukturellen Anpassungen zwingen.

 

Urbach, 27. März 2017

Raiffeisenbank Urbach eG

Der Vorstand

Bruno Hack

Michael Scheurle

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016

Raiffeisenbank Urbach eG, Urbach Genossenschaftsregisternummer 280047 beim Amtsgericht Stuttgart

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     1.074.564,65   1.182
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     5.194,99   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 5.194,99       (0)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 1.079.759,64 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     2.241.106,88   386
b) andere Forderungen     0,00 2.241.106,88 0
4. Forderungen an Kunden       27.977.698,29 29.138
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 19.650.620,54       (20.499)
Kommunalkredite 114.252,19       (71)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
bb) von anderen Emittenten   33.694.043,91 33.694.043,91   32.676
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 30.960.765,14       (30.188)
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 33.694.043,91 0
Nennbetrag 0,00       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       0,00 0
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     1.255.604,70   1.256
darunter:          
an Kreditinstituten 271.034,20       (271)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     3.050,00 1.258.654,70 3
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 0,00       (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00       (0)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     0,00   0
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 0,00 0
12. Sachanlagen       499.524,77 584
13. Sonstige Vermögensgegenstände       77.090,23 191
Summe der Aktiva       66.827.878,42 65.416

Passivseite

         
  Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     622,60   351
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     10.204.445,28 10.205.067,88 10.924
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   20.076.655,87     18.507
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   1.137.242,97 21.213.898,84   2.667
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   24.350.640,07     21.653
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   6.152.200,03 30.502.840,10 51.716.738,94 6.401
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00       (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       47.695,48 101
6. Rechnungsabgrenzungsposten       5.746,86 7
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     61.276,00   65
b) Steuerrückstellungen     0,00   0
c) andere Rückstellungen     184.242,68 245.518,68 192
8. [gestrichen]       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       1.000.000,00 1.000
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     896.669,16   907
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   1.287.000,00     1.252
cb) andere Ergebnisrücklagen   1.325.000,00 2.612.000,00   1.290
d) Bilanzgewinn     98.441,42 3.607.110,58 98
Summe der Passiva       66.827.878,42 65.416
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   977.283,31     1.241
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 977.283,31   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   2.810.940,49 2.810.940,49   2.361
darunter: Lieferverpflichtungen          
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   1.040.761,39     1.067
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   641.904,83 1.682.666,22   765
2. Zinsaufwendungen     596.882,32 1.085.783,90 539
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     0,00   0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     29.205,20   35
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 29.205,20 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     212.265,53   191
6. Provisionsaufwendungen     37.645,74 174.619,79 38
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       108.568,19 76
9. [gestrichen]       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   575.052,03     543
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   115.556,64 690.608,67   113
darunter: für Altersversorgung 13.178,18       (17)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     510.746,19 1.201.354,86 468
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       66.394,73 75
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       2.971,47 206
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     17.277,18   0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 -17.277,18 24
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     10.992,00   1
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00 -10.992,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. [gestrichen]       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       99.186,84 176
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     528,34   88
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     1.647,54 2.175,88 2
25. Jahresüberschuss       97.010,96 86
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       1.430,46 12
        98.441,42 98
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        98.441,42 98
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     0,00   0
b) in andere Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn       98.441,42 98

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2016

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig aufgelöst. Auf fremde Währung lautende Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank umgerechnet.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Die Wahlrechte gemäß § 340c Abs. 2 und § 340f Abs. 3 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WMDatenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere sind nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben worden (gemildertes Niederstwertprinzip). Bei Anschaffungskosten über pari wurden sie bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden.

Ab dem 1. Januar 2010 angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 150 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 150, aber nicht über EUR 410 lagen.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 4,00 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 3.

Es wurden eine Rentendynamik in Höhe von 2,50 % zugrunde gelegt.

Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuß die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnung zum 31. Dezember 2016 war keine Rückstellung zu bilden.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Für die aktiven Steuerlatenzen wurde in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HBG keine Aktivierung vorgenommen (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D).

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Gegenüber dem Vorjahr wurde im Geschäftsjahr folgende Bilanzierungsmethode abweichend ausgeübt: Die Aufwendungen für Vorfälligkeitsentschädigungen wurden unter GuV-Posten 2 statt wie im Vorjahr unter GuV-Posten 12 ausgewiesen. Hintergrund ist eine zutreffendere Darstellung der Ertragslage . Durch die geänderte Ausübung hat sich der Posten 2 im Geschäftsjahr um EUR 204.960 erhöht und der Posten 12 um EUR 204.960 verringert.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- / Herstellungskosten
zu Beginn des Zugang (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) am Ende des
Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagenwerte        
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
Sachanlagen        
a) Grundstücke und Gebäude 1.576.010,00 0,00 (a) 0,00 (a) 1.576.010,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 802.825,00 843,12 (a) 0,00 (a) 769.158,64
    0,00 (b) 34.509,48 (b)  
Summe a 2.378.835,00 843,12 (a) 0,00 (a) 2.345.168,64
    0,00 (b) 34.509,48 (b)  
Abschreibungen
Änderungen der gesamten im Zusammenhang mit
zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zugängen (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagenwerte          
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)  
b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)  
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)  
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)  
Sachanlagen          
a) Grundstücke und Gebäude 1.316.625,29 2.521,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 1.319.146,29
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)  
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 478.618,33 63.873,73 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 526.497,58
    0,00 (b) 0,00 (b) 15.994,48 (b)  
Summe a 1.795.243,62 66.394,73 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 1.845.643,87
    0,00 (b) 0,00 (b) 15.994,48 (b)  
Buchwerte
Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagenwerte  
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00
   
b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,00
   
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00
   
d) geleistete Anzahlungen 0,00
   
Sachanlagen  
a) Grundstücke und Gebäude 256.863,71
   
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.661,06
   
Summe a 499.524,77
   
Anschaffungskosten Buchwerte
EUR Veränderungen (saldiert)
EUR
am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 16.834.582,37 -134.932,37 16.699.650,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.258.654,70 0,00 1.258.654,70
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe b 18.093.237,07 -134.932,37 17.958.304,70
Summe a und b 20.472.072,07   18.457.829,47

D. Erläuterungen zur Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 2.229.681 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 928.457 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 6.116.452 fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:

Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 2.231.935 377.516
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 500.000 0

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 33.694.044 32.592.994 1.101.050 3.091.866

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 386 Abs. 3 sind:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main 0,002 2016 10.256.000 2016 326.275
b) DZ Privatbank S.A., Luxembourg 0,022 2016 753.451 2016 11.382
c) DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Karlsruhe 0,003 2016 3.097.893 2016 75.289
d) Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Karlsruhe 0,032 2016 2.416.104 2016 48.221
e) FAG Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,058 2016 84.579 2016 1.862

Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 184.505 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 242.661 enthalten.

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 18.188 enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 245.535 1.676.649 8.408.516 16.717.997

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 202.748 300.199 2.628.229 7.069.823
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 574.254 315.751 247.237 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 2.863.247 3.040.393 244.690 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 10.072.190 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 5.747 (Vorjahr EUR 7.263) enthalten.

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus dem Bereich der Beteiligungen stehen höhere aktive Steuerlatenzen überwiegend aus dem Bereich der versteuerten stillen Reserven gegenüber.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:

Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 10.072.190 11.119.778

In den Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 775.233 enthalten.

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben  
a) der verbleibenden Mitglieder 876.957
b) der ausscheidenden Mitglieder 19.712

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2016 1.252.000 1.290.000
Einstellungen    
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 35.000 35.000
Stand 31.12.2016 1.287.000 1.325.000

Den ausschüttungsgesperrten Beträgen aus der Neubewertung von Altersversorgungsverpflichtungen (§ 253 Abs. 6 HGB) in Höhe von EUR 3.158 stehen frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 2.683.641 gegenüber.

Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt.

Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 2.877.349

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 397 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 496 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten.

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Vermittlung von Versicherungen konnten gegenüber dem Vorjahr erhöht werden und machen 0,06 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

In den a) Sonstigen betrieblichen Erträgen (GuVPosten 8) sind Mieterträge in Höhe von 26.519 € und Erträge aus dem Verkauf eines Rettungserwerbs in Höhe von EUR 57.860 als nicht unwesentlicher Einzelbetrag enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 2.413 (Vorjahr EUR 2.697) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 88.776 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.360 enthalten.

Hiervon entfallen auf Erträge aus dem Verkauf eines Rettungserwerbs EUR 57.860.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

F. Sonstige Angaben

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und früherer Organmitglieder wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 7.241.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2016 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 61.276.

Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 187.328.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 111.096; aus Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund).

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Die Zahl der 2016 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 4 4
Gewerbliche Mitarbeiter 0 1
  4 5

Mitgliederbewegung

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2016 1.580 6.079 911.850
Zugang 2016 23 37 5.550
Abgang 2016 38 137 20.550
Ende 2016 1.565 5.979 896.850
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 14.066
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 15.000
Höhe des Geschäftsanteils EUR 150
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 150

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres ist folgender Vorgang von besonderer Bedeutung eingetreten: Derzeit werden mit den umliegenden Volksbanken Sondierungsgespräche bezüglich einer Verschmelzung geführt.

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten, wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Lauterbergstraße 1

76137 Karlsruhe

G. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 97.010,96 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 1.430,46 (Bilanzgewinn von EUR 98.441,42) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % 26.799,99
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen  
a) Gesetzliche Rücklage 35.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 35.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 1.641,43
  98.441,42

H. Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Hack, Bruno, Geschäftsleiter

Scheurle, Michael, Geschäftsleiter

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Stegmaier, Wolfram, - Vorsitzender - , Steuerberater/vereidigter Buchprüfer, Stegmaier und Wieland GbR

Gabriel, Wolfgang, - stellvertretender Vorsitzender - , Gemeindeoberamtsrat, Dipl.-Verwaltungswirt FH im Ruhestand

Foschiatti, Bernd, Geschäftsführer, fo - hebetechnik GmbH

Heinlein, Sandra, Dipl. Finanzwirtin, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

Hurlebaus, Dr. Günther, Rechtsanwalt, Kanzlei Dr. Hurlebaus & Kollegen

Weinschenk, Werner, Geschäftsführer, Mauritius Brauerei GmbH

 

Urbach, 27. März 2017

Raiffeisenbank Urbach eG

Der Vorstand

Bruno Hack

Michael Scheurle

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Raiffeisenbank Urbach eG, Urbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Karlsruhe, 19. Mai 2017

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Führinger, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert zwei Ausschüsse eingerichtet.

Der vorliegende Jahresabschluss 2016 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2016 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Frau Heinlein und Herr Foschiatti aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Urbach, 19. Mai 2017

Der Aufsichtsrat

Wolfram Stegmaier, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2016 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Raiffeisenbank Urbach eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Raiffeisenbank Urbach eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Raiffeisenbank Urbach eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2016 TEUR 1.398.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 7,0.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 99.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 1 und betreffen laufende Steuern.

Die Raiffeisenbank Urbach eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Generalversammlung vom 10.07.2017 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2016 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 97.010,96 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 1.430,46 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen

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