Lehmer
Maschinentechnik GmbH
Bruck
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
Einführung
Gemäß der Studie (Weltkonjunktur im
Frühjahr 2024 vom 05.03.2024) des Instituts für
Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) verlor
die Weltkonjunktur gegen Ende des Jahres 2023 wieder etwas
an Fahrt. Die Industrieproduktion legte nur schwach zu und
der Welthandel war in der Tendenz rückläufig. Der
Tiefpunkt im Welthandel scheint trotz der Belastung durch
die Krise im Nahen Osten durchschritten. In
fortgeschrittenen Volkswirtschaften setzte sich der
verhaltene Produktionsanstieg fort, bei allerdings
großen Unterschieden zwischen den einzelnen
Wirtschaftsräumen. In den Schwellenländern
schwächte sich das Expansionstempo zuletzt ab.
Förderkürzungen und geringe Lagerbestände
halten den Ölpreis derzeit hoch. Der Rückgang der
Inflation hat sich zuletzt verlangsamt. Die Notenbanken in
den fortgeschrittenen Volkswirtschaften werden den Abstieg
vom Zinsgipfel wohl nicht vor der Mitte des Jahres
beginnen. In den Schwellenländern überwiegen
inzwischen Zinssenkungen. Die stützenden Wirkungen der
Finanzpolitik laufen aus. Die wirtschaftspolitischen
Rahmenbedingungen stehen einer deutlichen Verstärkung
der weltwirtschaftlichen Expansion entgegen. Gemessen auf
Basis von Kaufkraftparitäten wird mit einem Anstieg
von 2,8 Prozent, nach einem Zuwachs von 3,1 Prozent im
vergangenen Jahr, gerechnet. Damit ist die Prognose
für das Jahr 2024 gegenüber der Dezemberprognose
unverändert.
Eine konjunkturelle Erholung in Deutschland
lässt weiter auf sich warten. Die Frühindikatoren
signalisieren, dass die Wirtschaftsleistung in der ersten
Jahreshälfte kaum mehr als stagnieren wird. Insgesamt
wird nun für das laufende Jahr nur noch mit einem
Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent
(Winterprognose: 0,9 Prozent) gerechnet. Erst im kommenden
Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt wieder sichtbar
um 1,2 Prozent zulegen (Winterprognose: 1,2 Prozent). Mit
der bislang ausbleibenden Erholung mehren sich die Zeichen,
dass auf der deutschen Wirtschaft vor allem strukturelle
Probleme lasten und die Expansionsspielräume
dementsprechend geringer sind. In Anbetracht der schwachen
wirtschaftlichen Dynamik zeigt sich der Arbeitsmarkt recht
robust. Die Beschäftigung dürfte im laufenden
Jahr noch einmal etwas zulegen, bevor sie im Zuge des
demografischen Wandels auf einen Abwärtstrend
einschwenkt. Der weiterhin recht hohe Fachkräftemangel
wird auch in Reaktion, auf die in den vergangenen Jahren
hohe Inflation zu deutlich steigenden Löhnen
führen. Da die Verbraucherpreisinflation spürbar
sinkt, werden die real verfügbaren Einkommen im
laufenden Jahr erstmals nach drei Jahren wieder steigen und
den privaten Konsum stimulieren. Die Exporte dürften
im laufenden Jahr noch einmal spürbar
zurückgehen, bevor sie mit dem sich allmählich
wiederbelebenden Welthandel auf einen moderaten
Expansionskurs einschwenken. Bei den
Unternehmensinvestitionen wird sich das schwache
konjunkturelle Umfeld deutlich bemerkbar machen. Das
Finanzierungsdefizit des Staates dürfte vor allem
aufgrund der Konsolidierungsmaßnahmen von 2,1 Prozent
in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 auf 0,8
Prozent im Jahr 2025 zurückgehen.
https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/deutsche-wirtschaft-im-fruehjahr-2024-erholung-mit-hindernissen-32631/
https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/weltwirtschaft-im-fruehjahr-2024-dynamik-bleibt-verhalten-32633/
Geschäftstätigkeit
Gegenstand des Unternehmens ist die
Durchführung, Herstellung, Lieferung und Montage von
Maschinenbauarbeiten in Stahl und Edelstahl.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Ertragslage
Die Gesamtleistung belief sich im Jahr 2023 auf TEuro
29.769 (Vj. TEuro 27.941). Der Jahresüberschuss des
Geschäftsjahres 2023 betrug TEuro 1.266 (Vj. TEuro
1.305).
Der Umsatz ist mit 7,3 % gegenüber dem Vorjahr
gestiegen, der gesamte monatliche Auftragsbestand inklusive
offener Rahmenaufträge lag im Jahr 2023
durchschnittlich bei ca. 18,5 Mio. Euro (gegenüber ca.
16,9 Mio. Euro in 2022). Die Materialquote verringerte sich
im Vergleich zu 2022 von 59,2 % auf 57,7 % bei
gleichzeitiger gegenläufiger Erhöhung der
Personalaufwandsquote von 21,8 % auf 23,1 %.
Der Steigerung der Gesamtleistung um TEuro 1.828
steht auch eine Steigerung des Materialaufwands in
Höhe von TEuro 650 gegenüber. Das
Betriebsergebnis mit TEuro 2.251 Ende 2023 erhöht sich
im Vergleich zum Vorjahr marginal (TEuro 2.213).
Die unternehmensinternen Erfolgsfaktoren für die
gute Ertragslage waren straffe Prozessabläufe, ein
effizienter Einkauf und die Motivation der Belegschaft. Das
unternehmensinterne Steuerungssystem schließt alle
betrieblichen Teilbereiche ein und koordiniert die engen
Terminvorgaben durch die Kunden. Ein wichtiger Faktor bei
der Umsetzung der genannten Maßnahmen war eine
große Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter auf
allen Ebenen, insbesondere hinsichtlich der
Arbeitsabläufe und Produktentwicklung.
Die im Vorjahr prognostizierte Gesamtleistung von
TEuro 28.020 fiel mit der Gesamtleistung von TEuro 29.769
höher aus. Das avisierte Betriebsergebnis von rd. 2,2
Mio. Euro konnte mit einem tatsächlichen
Betriebsergebnis von rd. 2,3 Mio. Euro übertroffen
werden.
Finanzlage
Die LMT war im Geschäftsjahr 2023 mit
ausreichender Liquidität ausgestattet, zum
Bilanzstichtag bestehen offene Kreditlinien in Höhe
von ca. 2,4 Mio. Euro.
Aufgrund dieser Liquiditätsausstattung der LMT
im Geschäftsjahr 2023 wurden - wie schon in den
Vorjahren - Lieferantenrechnungen grundsätzlich
innerhalb der Skontofrist beglichen. Dies verfestigte die
Vertrauensbasis der Lieferanten in die
Geschäftsbeziehungen mit der LMT.
Zudem begünstigte die gute Zahlungsmoral der
Kunden die Liquidität der Gesellschaft.
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten von TEuro 7.370 (Vj. TEuro
7.584) aus Kontokorrentkreditlinien, vier Geldmarktkrediten
und einem Annuitätenfestsatzdarlehen für den
Gesellschaftsanteilskauf. Der überwiegende Teil der
Finanzierung der LMT erfolgt über das vorhandene
Eigenkapital der Gesellschaft.
Vermögenslage
Der Geschäftsbetrieb der LMT wird in
angemieteten Immobilien realisiert.
Das Vermögen der Gesellschaft stieg im
Geschäftsjahr 2023 um TEuro 1.519 auf TEuro 15.356.
Im Jahr 2023 betrugen die Investitionen in
Sachanlagen TEuro 1.736, die Abschreibungen beliefen sich
auf TEuro 551, was per Saldo zu einer Erhöhung der
Sachanlagen um 36,1 % führte. Leasingverpflichtungen
bestanden im branchenüblichen Umfang. Weitere
außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente lagen nicht
vor.
Die Vorräte haben sich um 3,3 % erhöht, die
Erhöhung teilt sich auf die Erhöhung der
unfertigen Erzeugnisse von TEuro 1.160 und der Verringerung
der Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe von TEuro 854 auf.
Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2020
an einer ausländischen GmbH in Höhe von 60 % am
Eigenkapital beteiligt. Da diese Beteiligung nur von
untergeordneter Bedeutung ist, unterbleiben Angaben zur
Verwendung von Finanzinstrumenten durch die Gesellschaft.
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sind zum Stichtag Mietkaufverbindlichkeiten in
Höhe von TEuro 420 enthalten, bei denen die LMT als
Käufer die finanzierten Vermögensgegenstände
aktiviert hat.
Die vorhandenen Kreditlinien bei Banken wurden in
normalem Maße in Anspruch genommen.
Das Verhältnis des Eigenkapitals zum
Fremdkapital hat sich im Geschäftsjahr von 36,2 % auf
38,5 %, auf Grund des guten Ergebnisses, erhöht.
Die Vermögenslage der LMT ist zum 31. Dezember
2023 als gut zu bewerten.
Chancen- und Risikobericht
Das wirtschaftliche Umfeld hat sich in den anfangs
zitierten Prognosen für 2024 entsprechend auf
nationaler Ebene etwas aufgehellt. Allerdings stellen die
wirtschaftlichen Prognosen in Bezug auf den
Fachkräftemangel und die steigenden Lohnkosten eine
Herausforderung für die nächste Zeit dar.
Der Auftragseingang und die Auftragslage ist trotz
der oben genannten Umstände bei der Lehmer
Maschinentechnik sehr zufriedenstellend.
Der Auftragseingang bewegte sich im Jahr 2023 mit rd.
29,3 Mio. Euro über dem Niveau von 2022. Die
Steigerung der Gesamtleistung um 6,5 % resultiert
wesentlich auf der konstant hohen Auftragslage. Eine
Abhängigkeit vom Hauptkunden besteht weiterhin.
Mit dem Hauptkunden wurde eine Vereinbarung ab 2024
für die Zukunft und mindestens 5 Jahre getroffen, was
die Höhe des jährlichen Umsatzes, in der
Höhe des vergangenen Jahres sicherstellen soll. Dies
beinhaltet zusätzlich ein festes Produktportfolio in
Höhe von ca. einem Drittel des aktuellen
Jahresumsatzes der LMT, wobei die LMT alleiniger Lieferant
ist. Der Hauptkunde hat zusätzlich ein großes
Wachstumsziel für 2025 geplant, wodurch auch die LMT
mit profitieren wird.
Im 1. Quartal 2024 haben sich die
Auftragseingänge um ca. 4,7 % (1. Quartal 2023 ca. 0,3
%) gegenüber dem Vorjahreswert verringert. Der
Auftragsbestand inklusive offener Rahmenaufträge
beläuft sich Ende März 2024 auf ca. 20,5 Mio.
Euro (Ende März 2023: ca. 18,0 Mio. Euro).
Die Gesellschaft akquiriert laufend neue Kunden.
Auswertungen aus der Finanzbuchhaltung und
Kostenrechnung sind intern täglich verfügbar, um
etwaige Probleme rechtzeitig zu erkennen. Offene
Forderungen werden täglich geprüft und sofort
angemahnt. Die Auswertung der Liefertermine und
Mängelstatistiken lassen aufkommende Probleme mit der
Kundenzufriedenheit schnell erkennen.
Berichtspflichtige Finanzinstrumente bestehen nur in
den Finanzanlagen, den Forderungen, den liquiden Mitteln
sowie den Verbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente
werden nicht eingesetzt. Das Finanzmanagement der LMT dient
dem Ziel, den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sicher
zu stellen.
Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen
und sie zu begrenzen, werden alle wesentlichen
Geschäftsprozesse laufend erfasst, analysiert und
bewertet. Integraler Bestandteil ist dabei das interne
Kontroll- und Steuerungssystem zu allen relevanten Risiken.
Aufgrund der Tätigkeit der Gesellschaft kommen dabei
im wesentlichen Ausfallrisiken bei den Forderungen und das
Liquiditätsrisiko in Betracht.
Im Jahr 2023 war die notwendige Liquidität stets
sichergestellt, Lieferantenrechnungen wurden
grundsätzlich innerhalb der Skontofrist beglichen.
Aus heutiger Sicht sind für die
Geschäftsführung keinerlei Risiken ersichtlich,
die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden
könnten.
Besondere Geschäftsrisiken, die über den
bekannten Rahmen dieser Geschäftstätigkeit
hinausgehen, wurden nicht eingegangen.
Prognose
Für 2024 erwartet die LMT eine Gesamtleistung
von rd. 32,5 Mio. € und ein Betriebsergebnis von rd.
2,26 Mio. €. Aufgrund der Entwicklung der
Absatzmärkte und der Tendenz der ersten Monate des
Jahres 2024 wurde die weitere Entwicklung der kommenden
Quartale positiv erwartet.
Für 2024 sind Investitionen in einer
Größenordnung von rd. 4.705 TEuro geplant und
Mietkauf von rd. 730 TEuro, um die Konkurrenz- sowie
Innovationsfähigkeit des Unternehmens weiterhin zu
gewährleisten. Diese Investitionen werden
voraussichtlich überwiegend über Mietkauf und mit
Eigenmitteln finanziert.
Fazit / Ausblick
Trotz der Risiken für die weitere
gesamtwirtschaftliche Entwicklung und der erhöhten
Unsicherheiten wird die LMT dieses Umfeld aufgrund ihrer
stetigen Investitionen und motivierten Mitarbeiter nutzen,
ihre Umsatz- und Ertragssituation zu steigern und um diese
in den Folgejahren weiter auszubauen.
Die Entwicklung der LMT basiert auf einer guten
Eigenkapitalbasis, einer straffen Kostenstruktur und einer
stetigen Weiterentwicklung der Kontrollsysteme.
Es sind keine wesentlichen Vorgänge nach
Abschluss des Geschäftsjahres bekannt, die
wesentlichen Auswirkungen auf die Lage und die
voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens haben
könnten.
Die Einschätzungen zum zukünftigen
Geschäftsverlauf wurden anhand der internen Planungen
und Kundeninformationen vorgenommen. Diese Beurteilung ist
grundsätzlich aufgrund der inhärenten Risiken
einer Zukunftsprognose mit gewissen Unsicherheiten
behaftet.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
4.517.459,66 |
3.235.480,46 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
7.183,00 |
2.305,00 |
| 1.
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte |
1,00 |
1,00 |
| 2.
Sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
7.182,00 |
2.304,00 |
| II.
Sachanlagen |
4.398.798,22 |
3.230.949,46 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
1.091.745,00 |
1.134.410,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
922.904,00 |
610.161,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.435.552,00 |
1.360.757,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
948.597,22 |
125.621,46 |
| III.
Finanzanlagen |
111.478,44 |
2.226,00 |
| 1.
Beteiligungen |
2.226,00 |
2.226,00 |
| 2.
Sonstige Finanzanlagen |
109.252,44 |
|
| B.
Umlaufvermögen |
10.810.727,61 |
10.565.629,95 |
| I.
Vorräte |
9.554.955,69 |
9.249.099,10 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
871.630,56 |
825.402,46 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
97.979,78 |
97.979,78 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
384.141,36 |
491.128,39 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
27.346,00 |
35.042,14 |
| Aktiva |
15.355.533,27 |
13.836.152,55 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
4.268.746,36 |
3.680.835,32 |
| I.
ausgegebenes Kapital |
200.000,00 |
200.000,00 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
250.000,00 |
250.000,00 |
| 2.
eigene Anteile |
-50.000,00 |
-50.000,00 |
| II.
Bilanzgewinn |
4.068.746,36 |
3.480.835,32 |
| davon
Gewinnvortrag |
3.480.835,32 |
2.704.292,29 |
| B.
Rückstellungen |
1.273.288,11 |
980.437,11 |
| C.
Verbindlichkeiten |
9.813.498,80 |
9.174.880,12 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
7.370.490,73 |
7.584.032,58 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
6.465.132,49 |
6.980.892,18 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
905.358,24 |
603.140,40 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
73.625,00 |
|
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
73.625,00 |
|
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
2.369.383,07 |
1.590.847,54 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.129.926,07 |
1.392.594,39 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
239.457,00 |
198.253,15 |
| Passiva |
15.355.533,27 |
13.836.152,55 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
12.735.016,82 |
11.518.361,62 |
| 2.
Personalaufwand |
6.886.819,18 |
6.086.123,72 |
| a)
Löhne und Gehälter |
5.438.053,78 |
4.888.330,16 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.448.765,40 |
1.197.793,56 |
| davon
für Altersversorgung |
131.688,48 |
125.560,78 |
| 3.
Abschreibungen |
556.401,40 |
510.962,39 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
556.401,40 |
510.962,39 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.043.140,64 |
2.708.418,91 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
1.240,00 |
|
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
460.384,65 |
377.046,09 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
515.376,80 |
521.977,37 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
1.274.134,15 |
1.313.833,14 |
| 9.
sonstige Steuern |
8.223,11 |
9.290,11 |
| 10.
Jahresüberschuss |
1.265.911,04 |
1.304.543,03 |
| 11.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
3.480.835,32 |
2.704.292,29 |
| 12.
Ausschüttung |
678.000,00 |
528.000,00 |
| 13.
Bilanzgewinn |
4.068.746,36 |
3.480.835,32 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bruck. Sie ist im
Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HR B 3799
eingetragen.
II. Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für
Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des
GmbHG aufgestellt.
Erforderliche Vermerke zu Posten der Bilanz und der
Gewinn- und Verlust-Rechnung sind teilweise im Anhang
aufgeführt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
wurden nach den bisherigen Grundsätzen unter Beachtung
der allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis
256 HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für
Kapitalgesellschaften fortgeführt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren gegliedert.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die selbst erstellten immateriellen
Vermögensgegenstände sind mit den
Herstellungskosten, in die neben den Material- und
Fertigungskosten die Verwaltungsgemeinkosten einbezogen
sind, bewertet. Es handelt sich hierbei um
Softwareentwicklungskosten, welche linear auf die
voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben
wurden.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände sind mit den
Anschaffungskosten aktiviert, die planmäßig
linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3
Jahren abgeschrieben werden.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen angesetzt.
Die Nutzungsdauer liegt bei den technischen Anlagen
und Maschinen zwischen 3 bis 13 und bei den anderen Anlagen
zwischen 3 bis 15 Jahren. Die Zugänge an abnutzbaren
beweglichen Sachanlagen werden entsprechend der
wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige
Anlagegüter, deren Anschaffungskosten Euro 800,00
nicht übersteigen, werden im Jahr ihres Zugangs in
voller Höhe abgeschrieben.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich
aus dem Anlagespiegel (Seite 4 dieser Anlage).
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten unter Beachtung des
Niederstwertprinzips bewertet. Für Paletten
ist ein Festwert angesetzt.
Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten
bewertet, in die neben den Material- und
Fertigungseinzelkosten angemessene Zuschläge für
die Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene
Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltungsgemeinkosten
einbezogen sind. Entsprechend dem jeweiligen
Fertigstellungsgrad werden die Herstellungskosten aus den
betriebsinternen Kalkulationsunterlagen errechnet.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden zu
Nominalbeträgen abzüglich angemessener
Wertberichtigungen angesetzt.
Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils
zum Nennwert angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend
dem Zeitablauf.
Die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer
vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung.
Die Verbindlichkeiten werden mit den
Erfüllungsbeträgen angesetzt.
IV. Erläuterungen zur Bilanz
Die Aufgliederung und Entwicklung des
Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des
Geschäftsjahres sind dem beigefügten
Anlagenspiegel zu entnehmen.
In dem Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in
Höhe von TEuro 3.481 einbezogen.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem
Personalaufwendungen (TEuro 172, Vorjahr TEuro 162) sowie
Garantierückstellungen (TEuro 145, Vorjahr TEuro 135).
Die Verbindlichkeiten sind zu Nominalbeträgen
angesetzt.
Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen entfallen TEuro 420 (Vorjahr TEuro 239) auf
Mietkaufverbindlichkeiten. Diese sind bis zur
vollständigen Erfüllung der
Mietkaufverbindlichkeit durch Eigentumsvorbehalt an den
überlassenen Gegenständen gesichert. Die
übrigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sind durch geschäftsübliche
Eigentumsvorbehalte gesichert.
V. Sonstige Angaben
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 125
Arbeitnehmer (17 Angestellte und 108 gewerbliche
Arbeitnehmer) beschäftigt.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus
Leasingverträgen mit einer Belastung von TEuro 1.569,9
(Laufzeit längstens bis August 2027), aus
Mietkaufverträgen mit einer Belastung in Höhe von
TEuro 453,2 (Laufzeit längstens bis Oktober 2026)
sowie aus Mietverträgen mit einer jährlichen
Belastung von TEuro 468 (nächster
Kündigungstermin 31. Dezember 2027, danach
verlängert sich der Vertrag jeweils um ein Jahr).
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Stichtag haben sich nicht ereignet.
Geschäftsführer waren im abgelaufenen
Geschäftsjahr Frau Jennifer Lehmer, Bürokauffrau,
Herr Michael Lehmer, Technischer Zeichner, sowie Herr
Stephan Stöberl.
Bruck, den 8. Mai 2024
gez.
Jennifer Lehmer
gez.
Michael Lehmer
gez.
Stephan Stöberl
|
|
|
A n s c h a
f f u n g s k o s t e n
|
|
|
Stand am
|
Zugänge
|
Umbuchungen
|
Abgänge
|
Stand am
|
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
IMMATERIELLE
|
|
|
|
|
|
|
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
|
|
|
|
|
|
1.
|
selbstgeschaffene,
gewerbliche
|
|
|
|
|
|
|
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
|
|
|
|
|
|
|
und Werte
|
65.280,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
65.280,00
|
2.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen,
|
|
|
|
|
|
|
gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
|
|
|
|
|
|
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an
|
|
|
|
|
|
|
solchen Rechten und
Werten
|
191.113,55
|
9.881,87
|
0,00
|
0,00
|
200.995,42
|
|
|
256.393,55
|
9.881,87
|
0,00
|
0,00
|
266.275,42
|
II.
|
SACHANLAGEN
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
|
|
|
|
|
|
und Bauten
einschließlich der Bauten auf
|
|
|
|
|
|
fremden
Grundstücken
|
1.654.456,36
|
22.027,32
|
0,00
|
0,00
|
1.676.483,68
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
8.297.917,35
|
494.253,69
|
0,00
|
214.166,19
|
8.578.004,85
|
3.
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und
|
|
|
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
3.881.016,50
|
325.021,70
|
71.673,82
|
72.491,57
|
4.205.220,45
|
4.
|
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
125.621,46
|
894.649,58
|
-71.673,82
|
0,00
|
948.597,22
|
|
|
13.959.011,67
|
1.735.952,29
|
0,00
|
286.657,76
|
15.408.306,20
|
III.
|
FINANZANLAGEN
|
|
|
|
|
|
1.
|
Beteiligungen
|
2.226,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.226,00
|
2.
|
Wertpapiere des
Anlagevermögen
|
0,00
|
109.252,44
|
0,00
|
0,00
|
109.252,44
|
|
|
2.226,00
|
109.252,44
|
0,00
|
0,00
|
111.478,44
|
Anlagevermögen gesamt
|
14.217.631,22
|
1.855.086,60
|
0,00
|
286.657,76
|
15.786.060,06
|
|
|
|
A b s c h r e i b u n
g e n
|
|
|
Stand am
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand am
|
|
|
01.01.2023
|
|
|
31.12.2023
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
IMMATERIELLE
|
|
|
|
|
|
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
|
|
|
|
|
1.
|
selbstgeschaffene,
gewerbliche
|
|
|
|
|
|
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
|
|
|
|
|
|
und Werte
|
65.279,00
|
0,00
|
0,00
|
65.279,00
|
2.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen,
|
|
|
|
|
|
gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
|
|
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an
|
|
|
|
|
|
solchen Rechten und
Werten
|
188.809,55
|
5.003,87
|
0,00
|
193.813,42
|
|
|
254.088,55
|
5.003,87
|
0,00
|
259.092,42
|
II.
|
SACHANLAGEN
|
|
|
|
|
|
|
|
2364,5
|
1.182,25
|
591,125
|
1.
|
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
|
|
und Bauten
einschließlich der Bauten auf
|
|
fremden
Grundstücken
|
520.046,36
|
64.692,32
|
0,00
|
584.738,68
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
7.687.756,35
|
181.509,69
|
214.165,19
|
7.655.100,85
|
3.
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und
|
|
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
2.520.259,50
|
305.195,52
|
55.786,57
|
2.769.668,45
|
4.
|
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
10.728.062,21
|
551.397,53
|
269.951,76
|
11.009.507,98
|
III.
|
FINANZANLAGEN
|
|
|
|
|
1.
|
Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.
|
Wertpapiere des
Anlagevermögen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Anlagevermögen gesamt
|
10.982.150,76
|
556.401,40
|
269.951,76
|
11.268.600,40
|
|
|
|
B u c h w e r t e
|
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
|
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
IMMATERIELLE
|
|
|
|
|
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
|
|
|
|
1.
|
selbstgeschaffene,
gewerbliche
|
|
|
|
|
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
|
|
|
|
|
und Werte
|
|
1,00
|
1,00
|
2.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen,
|
|
|
|
|
gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
|
|
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an
|
|
|
|
|
solchen Rechten und
Werten
|
|
7.182,00
|
2.304,00
|
|
|
|
7.183,00
|
2.305,00
|
II.
|
SACHANLAGEN
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
|
|
und Bauten
einschließlich der Bauten auf
|
|
fremden
Grundstücken
|
|
1.091.745,00
|
1.134.410,00
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
|
922.904,00
|
610.161,00
|
3.
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und
|
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
|
1.435.552,00
|
1.360.757,00
|
4.
|
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
|
948.597,22
|
125.621,46
|
|
|
|
4.398.798,22
|
3.230.949,46
|
III.
|
FINANZANLAGEN
|
|
|
|
1.
|
Beteiligungen
|
|
2.226,00
|
2.226,00
|
2.
|
Wertpapiere des
Anlagevermögen
|
|
109.252,44
|
0,00
|
|
|
|
111.478,44
|
2.226,00
|
Anlagevermögen gesamt
|
|
4.517.459,66
|
3.235.480,46
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Lehmer Maschinentechnik GmbH, Bruck
Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der Lehmer
Maschinentechnik GmbH, Bruck, - bestehend aus der Bilanz
zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Lehmer
Maschinentechnik GmbH, Bruck, für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit
diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung,
dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üb ich
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifiziere und beurteile ich
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, plane und führe
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für meine
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinne ich ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich
zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
meines Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteile ich Darstellung, Aufbau
und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führe ich
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteile die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Ich erörtere mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die ich während meiner
Prüfung feststelle.
München, 16. Mai 2024
Franz Zimmermann Wirtschaftsprüfer
|