Terex GmbHLiquidiert
44137 Dortmund, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Hirschel seit 6.1.2012 | Geschäftsführer |
Lutz Henschen seit 7.6.2010 | Geschäftsführer |
Ronald Matthias Ziegler seit 13.3.2009 | Geschäftsführer |
Klaus Volkert seit 13.3.2009 | Prokura |
Eric I. Cohen seit 24.11.2006 | Geschäftsführer |
Ronald M. DeFeo seit 24.11.2006 | Geschäftsführer |
Jürgen Mangold seit 22.11.2006 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Terex GmbHDortmundJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Lagebericht für das Geschäftsjahr 20101. Geschäfts- und Rahmenbedingungena) Geschäftsbereiche und Tätigkeitsschwerpunkte Die Terex GmbH bestand aus vier selbständig geführten Geschäftsbereichen: O&K, Schaeff, Atlas und Kaelble. Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Geschäftsbereiche O&K, Atlas und Kaelble verkauft. Im Dezember 2009 hat die Terex Corp. mit einem amerikanischen Investor einen Vertrag über den Verkauf der Mining-Sparte abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurde zum 31. Dezember 2009/1. Januar 2010 der Geschäftsbereich O&K aus der Terex GmbH zur Übertragung an den neuen Eigentümer ausgegliedert. Im Bereich Atlas wurden noch bis zum 15. April 2010 rad- und kettengetriebene Erdbewegungsmaschinen und mobile Kranaufbauten produziert und vertrieben. Der Geschäftsbereich Atlas und das für die Ertragslage der Gesellschaft unwesentliche Kaelble-Geschäft wurden im April 2010 an einen konzernfremden Erwerber veräußert. Nach den Verkäufen der vorgenannten Geschäftsbereiche besteht die Gesellschaft im Wesentlichen noch aus dem Geschäftsbereich Schaeff sowie bestimmten Vermögensgegenständen und Schulden (vor allem Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen), die zwar zu den veräußerten Geschäftsbereichen gehörten, von den Erwerbern jedoch nicht übernommen worden sind. Der Geschäftsbereich Schaeff produziert und vertreibt an den verschiedenen Standorten um Langenburg Bagger und Radlader. Ende des Jahres 2010 wurde die Produktion im Werk Crailsheim konzentriert. Die Geschäftsbereiche Atlas, Schaeff und Kaelble gehören organisatorisch der Produktsparte Construction der Terex Corporation an. b) Wettbewerbsumfeld Im Jahr 2010 hat sich gegenüber dem Krisenjahr 2009 eine spürbare Verbesserung der Auftragslage ergeben. Im Krisenjahr hatte der Abverkauf von auf Halde produzierten Baumaschinen zu einem hohen Preisdruck auf den europäischen Märkten geführt. Auch im Jahr 2010 bestand weiterhin ein hoher Wettbewerbsdruck; Preissteigerungen waren schwer durchzusetzen. c) Forschung und Entwicklung In dem Geschäftsbereich Schaeff wurde der Schwerpunkt bei der Forschung und Entwicklung wie auch im Vorjahr auf das sogenannte "Facelifting" bestehender Geräte und die Erweiterung der Angebotspalette aus dem vorhandenen Baukasten gelegt. Als Neuentwicklung ist bei Schaeff der TC 16 Twindrive zu nennen. Hierbei wurde der Mini-Raupenbagger zusätzlich mit einem Elektroantrieb versehen. Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklung lag auf der Qualitäts- und Kostenoptimierung des kompletten Produkt-Portfolios. Aus sogenannten "Customer-Clinics" gewonnene Erkenntnisse wurden hierbei konstruktiv bewertet und umgesetzt. d) Umweltschutz: Die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten. Besondere Risiken bestehen nicht. e) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren: Unser Produktportfolio hat am Markt einen guten Namen. Die Qualität unserer Produkte ist zuverlässig. Wir können auf einen soliden Kundenstamm zurückgreifen. 2. Geschäftsverlauf und Ertragslage im Geschäftsjahr 2010Die Ertragslage der Terex GmbH ist im Jahr 2010 vor allem durch den Verkauf der Geschäftsbereiche O&K, Atlas und Kaelble (nicht wesentlich für die Ertragslage) gekennzeichnet. Nach dem Krisenjahr 2009 kam es im Geschäftsbereich Schaeff im Jahr 2010 zu einer spürbaren Belebung der Auftragslage. Bereits Anfang des Jahres 2010 war ein deutlicher Anstieg der Inlandsnachfrage zu verzeichnen. Insgesamt erreichte die Produktion jedoch nicht das Vorkrisenniveau. Die produzierten Stückzahlen im Geschäftsbereich Schaeff reichten nicht aus, um den Break-Even zu erreichen. Für die einzelnen Geschäftsbereiche verlief das Geschäftsjahr 2010 folgendermaßen: a) Geschäftsbereich O&K Der Geschäftsbereich O&K wurde zum 1. Januar 2010 aus der Terex GmbH zur Übertragung an den neuen Eigentümer ausgegliedert. Aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs O&K resultiert ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von EUR 391 Mio. b) Geschäftsbereich Atlas Der Geschäftsbereich Atlas wurde zum 15. April 2010 an einen konzernfremden Erwerber veräußert. Bis zum Veräußerungszeitpunkt wurden aus dem laufenden Geschäftsbetrieb Umsatzerlöse in Höhe von EUR 34,1 Mio. und ein Verlust von EUR 8,6 Mio. erzielt. Aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs Atlas wurde ein Verlust in Höhe von EUR 34 Mio. realisiert, der in der Gewinn- und Verlustrechnung im außerordentlichen Ergebnis dargestellt wird. Die absolute Mitarbeiterzahl per 31. März 2010 betrug 684 (Vorjahr 710) Mitarbeiter. c) Geschäftsbereich Schaeff Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr von EUR 74 Mio. auf EUR 113 Mio. Trotz des Umsatzanstiegs um 52% ist das Umsatzvolumen noch vom Vorkrisenniveau entfernt. Trotz der in 2009 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen haben die Kostenreduzierungen nicht ausgereicht, um bei dem Umsatzniveau von EUR 113 Mio. ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Verlust in Höhe von EUR 12,8 Mio. erwirtschaftet. Dies ist vor allem dadurch verursacht, dass das geplante Umsatzniveau von EUR 150 Mio. nicht erreicht wurde. Aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2009 sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr um 44 auf 546 Mitarbeiter. In 2010 haben wir insbesondere zur Stärkung unseres Standortes in Crailsheim und in die Verbesserung der Produktionsabläufe insgesamt EUR 2,6 Mio. investiert. d) Gesamtergebnis Der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs O&K hat die Verluste aus den übrigen Geschäftsbereichen überkompensiert. Die Terex GmbH hat im Geschäftsjahr 2010 insgesamt einen Gewinn in Höhe von EUR 333,4 Mio. erwirtschaftet. Der Gewinn wird aufgrund des mit der Terex Germany GmbH & Co. KG abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages an diese abgeführt. 3. Vermögens- und FinanzlageDurch den Verkauf der Geschäftsbereiche Atlas und O&K haben sich das Anlagevermögen, die Vorräte, die Rückstellungen und die Verbindlichkeiten reduziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insgesamt erhöht. Ursächlich hierfür ist, dass die Kaufpreiszahlung für den Verkauf des Geschäftsbereichs O&K die Cashpoolforderung an die Terex Germany GmbH & Co KG erhöht hat. Die Bilanzsumme hat sich von EUR 501 Mio. auf EUR 334 Mio. verringert. Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft Terex Germany GmbH & Co. KG blieb das Eigenkapital unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Infolge der gesunkenen Bilanzsumme haben wir eine Eigenkapitalquote von 84 % erreicht. Seit Bestehen der Gesellschaft werden Liquiditätsüberschüsse im Rahmen eines Cashpools zur optimalen Konzernfinanzierung gesammelt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gewährleistet. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sindEs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu berichten. 5. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungUnser Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, Risiken möglichst schon so früh zu identifizieren, bevor sie zu einer finanziellen Belastung unserer Gesellschaft werden. Hierzu besteht in den einzelnen Produktsparten ein umfangreiches Management-Informationssystem. Dieses stellt sicher, dass den Entscheidungsträgern fortlaufend geeignete Informationen zur Verfügung gestellt werden. Da wir in allen Geschäftsbereichen weltweit tätig sind, spielt das Währungsrisiko bei unseren Geschäften eine nicht unerhebliche Rolle. In fremden Währungen abgeschlossene Transaktionen werden zentral in einer Schwestergesellschaft der Produktsparte Construction abgesichert. Diese stellt sicher, dass Währungskursrisiken soweit wie möglich reduziert werden und unsere Gesellschaft kein übermäßiges finanzielles Risiko eingeht. Im Geschäftsbereich Schaeff stellt eine ungünstige Kursentwicklung des US-Dollar, die eine Verteuerung der Produkte auf den vom US-Dollar bestimmten Märkten bewirkt, ein Risiko dar. Selbiges gilt für Exporte in das Vereinigte Königreich von Großbritannien. Die staatlichen Infrastrukturmaßnahmen zur Konjunkturförderung in Europa werden insbesondere dem auf diesem Markt besonders aktiven Geschäftsbereich Schaeff helfen, die Umsätze und die Ertragskraft zu steigern. Dem Insolvenzrisiko von Schlüssellieferanten wird mit dem Aufbau von Alternativbezugsquellen begegnet. 6. Voraussichtliche EntwicklungAus der operativen Tätigkeit des Geschäftsbereichs Schaeff wird 2011 bei einem Umsatz von EUR 140 Mio. ein Verlust von EUR 8 Mio. vor Verlustübernahme erwartet. Für 2012 gehen wir für den noch verbliebenen Geschäftsbereich Schaeff von Umsatzerlösen von EUR 150 Mio. und einem ausgeglichenen Ergebnis vor Gewinnabführung aus. Die Ergebnisverbesserung begründet sich vor allem aus der Optimierung von Deckungsbeiträgen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss wird nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und in Euro aufgestellt. Die Gesellschaft umfasste im Vorjahr die Geschäftsbereiche Atlas und Kaelble, O&K sowie Schaeff. In 2010 wurden die Geschäftsbereiche Atlas und Kaelble sowie O&K der Terex GmbH veräußert (wir verweisen auf unsere Ausführungen im Lagebericht). Die Vorjahreszahlen sind daher nur bedingt vergleichbar. Die Umsatzerlöse des Bereiches Schaeff im Geschäftsjahr 2009 betrugen EUR 74 Mio. und lassen sich mit auf Schaeff entfallende Umsätze im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von EUR 113 Mio. vergleichen. Im Geschäftsjahr 2010 wurde daraus ein Verlust in Höhe von EUR 12,8 Mio. erwirtschaftet. Im Geschäftsjahr 2010 wurden die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (kurz: BilMoG) geänderten Vorschriften des HGB erstmals angewandt. Die Vorjahreszahlen wurden in Ausübung des Wahlrechts in Art 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Durch die Anwendung des BilMoG ergaben sich insbesondere Änderungen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der Altersteilzeitrückstellungen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach den Grundsätzen der Einzelbewertung und der Unternehmensfortführung. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, sofern nicht gesondert beschrieben, stetig zum Vorjahr, angewendet: Anlagevermögen Aus Vereinfachungsgründen wurden die von den in 2006 verschmolzenen Gesellschaften Atlas-Terex GmbH, TerexISchaeff GmbH und Terex-Kaelble GmbH übernommenen Gegenstände des Anlagevermögens mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und den aufgelaufenen Abschreibungen in das Anlagenverzeichnis und damit in den Anlagenspiegel übernommen. Die ursprünglich geschätzten Nutzungsdauern der übernommenen Vermögensgegenstände wurden unverändert beibehalten. Die Anlagengegenstände der Geschäftsbereiche Atlas, Kaelble und O&K wurden in 2010, mit Ausnahme von immateriellen Vermögensgegenständen und Geschäftsausstattungen mit einem Restbuchwert in Höhe von insgesamt T€ 13, veräußert und sind im beigefügten Anlagenspiegel als Anlagenabgänge gezeigt. Im Folgenden wird auf die Bewertung der verbliebenen Anlagengegenstände eingegangen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Für Zugänge ab 2008 entfällt die degressive Abschreibung, so dass neu angeschaffte Vermögensgegenstände linear abgeschrieben werden. Bisher begonnene Abschreibungsreihen werden fortgeführt. Wesentliche Einflüsse auf die Vermögens- und Ertragslage ergeben sich hieraus nicht. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten kleiner als EUR 150 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt drei Jahre (Software). Bei den Sachanlagen beinhalten die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen Einzelkosten sowie zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen gehen von folgenden Nutzungsdauern aus:
Für Werkzeuge, Vorrichtungen und Modelle wurde ein Festwert angesetzt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen nach § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB bewertet. Abschreibungen werden nur vorgenommen, sofern es sich um dauernde Wertminderungen handelt. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu den dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Herstellungskosten, die sich aus Fertigungsmaterial, Fertigungslöhnen und anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammensetzen. Bei der Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse, wie auch bei den Waren, wurde das Prinzip der verlustfreien Bewertung beachtet. Technische Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung von Risiken aus Überbeständen wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden von den Vorräten offen abgesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden. Die Pauschalwertberichtigung wurde in Höhe von 3 % des Forderungsbestandes, abzüglich der versicherten und der einzelwertberichtigten Beträge sowie der enthaltenen Umsatzsteuer, ermittelt. Das aktivierte Körperschaftsteuerguthaben aus der Zeit des Anrechnungsverfahrens wird mit 3,8 % p.a. abgezinst, da die Zahlungen auf die unverzinsliche Forderung ratenweise bis 2017 erfolgen werden. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 5,15 % p.a. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,0 % bei den Renten ausgegangen. Im Vorjahr wurden die Pensionsverpflichtungen versicherungsmathematisch mit ihrem Teilwert gemäß § 6 a EStG auf der Basis eines Zinssatzes von 6 % p.a. angesetzt. Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hat sich zum 1. Januar 2010 eine Unterdotierung von EUR 21.125.158 ergeben. Die Erleichterungen des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden nicht angewandt. Der Unterschiedsbetrag wurde in voller Höhe im Geschäftsjahr als außerordentlicher Aufwand zugeführt. Steuer- und sonstige Rückstellungen Steuer- und sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Für nicht im einzelnen bekannte Gewährleistungsrisiken wurde eine pauschal ermittelte Rückstellung auf der Grundlage der getätigten garantiebehafteten Umsatzerlöse gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden in Übereinstimmung mit der Stellungnahme des IDW RS HFA 3 ermittelt. Deckungsvermögen in Form eines insolvenzgesicherten Guthabens wurde in Höhe von TEUR 1.606 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den Erfüllungsrückständen der Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Bestimmte Verpflichtungen zur Zahlungen von Jubiläumszuwendungen sind, nach vorsichtiger Schätzung, pauschal zurückgestellt worden. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der Terex Corporation, Westport (Connecticut), USA, einbezogen werden und alle sonstigen Gesellschaften, an denen die Terex Corporation direkt bzw. indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Aktive und passive latente Steuern Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Terex Germany GmbH & Co. KG erfolgt der Ansatz latenter Steuern beim Organträger. Grundsätze der Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden konzerneinheitliche Währungskurse zugrunde gelegt. Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sind im beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Finanzanlagen Die Angaben nach § 285 Nr. 11 sowie Nr. 11a HGB sind der folgenden Aufstellung zu entnehmen: Angaben zum Anteilsbesitz
1)Eigenkapital und Ergebnis aus 2009 Auf die Angabe bestimmter Beteiligungen wurde gemäß § 286 Abs. 3 Nr.1 verzichtet. Wegen nachhaltiger Ertragsschwäche wurden ausländische Beteiligungen in den Vorjahren auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 569.633 aus einem Cashpoolverrechnungssaldo, das eine Mitzugehörigkeit zum Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten aufweist. Diese Forderungen werden reduziert um Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 333.374. Eigenkapital Am 19./20. Oktober 2009 hat unsere Gesellschaft mit der Alleingesellschafterin Terex Germany GmbH & Co. KG, Dortmund, einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Gewinn des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von TEUR 333.374 wird an die Terex Germany GmbH & Co. KG abgeführt. Pensionsrückstellungen Trotz des Verkaufs des Geschäftsbereichs Atlas hat die Terex GmbH zum 31. Dezember 2010 in ihrem handelsrechtlichen Jahresabschluss unverändert die Pensionsrückstellungen für die ausgeschiedenen Mitarbeiter mit unverfallbaren Pensionsansprüchen und die Rentenbezieher des ehemaligen Geschäftsbereiches Atlas in Höhe von insgesamt € 62,6 Mio. ausgewiesen. Denen steht allerdings in gleicher Höhe ein Erstattungsanspruch gegen den Käufer des Geschäftsbereiches Atlas gegenüber, der als offene Absetzung des Freistellungsanspruchs von den Pensionsrückstellungen in der Passivseite der Bilanz erfolgte. Die Verpflichtungen aus den Pensionszusagen gegenüber den aktiven Beschäftigten des Geschäftsbereiches Atlas gehen gemäß § 613a BGB auf den Erwerber des genannten Betriebsteils über. Insoweit sind die dazugehörigen Pensionsrückstellungen im handelsrechtlichen Jahresabschluss des Veräußerers zum 31. Dezember 2010 nicht mehr auszuweisen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für Garantieverpflichtungen (TEUR 1.707), Altersteilzeit (TEUR 3.217), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 3.387), Belastungen aus ERA (TEUR 1.265) sowie für nicht genommenen Urlaub (TEUR 985) gebildet. Auf eine Abzinsung der ERA-Rückstellung wurde unter Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Der Betrag der Überdeckung beträgt TEUR 17. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
TEUR 1.222 der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Finanzverrechnungsverkehr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Erlösgruppen:
Bestandsveränderung
In der Position wurden die Bestandsveränderungen des Geschäftsbereiches Schaeff erfasst. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Kursgewinnen (TEUR 6.438), der Weiterbelastung von Verwaltungsarbeiten (TEUR 1.164) sowie aus Garantiegutschriften (TEUR 729). TEUR 55 (Vorjahr TEUR 5.406) der sonstigen betrieblichen Erträge sind periodenfremd. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten vor allem Dienstleistungs- und Beratungskosten (TEUR 7.161) Garantieaufwendungen (TEUR 3.990), Zuführung Wertberichtigungen (TEUR 3.102), Mietaufwand (TEUR 1.738), Fracht- und Transportkosten (TEUR 1.272), Lizenzgebühren (TEUR 1.504) und Kursverluste (TEUR 565). Das im Geschäftsjahr 2010 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 194; davon für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 194. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus Ausschüttungen der Inter-Techno Commerce SA (TEUR 112) sowie Gewinnanteilen aus der Schaeff Grundbesitz GmbH & Co. oHG (TEUR 357) und Atlas Canada (TEUR 1.122). Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge betreffen Zinsen aus einem Darlehen an die Terex Corporation (TEUR 464). Außerordentliche Erträge und außerordentliche Aufwendungen Aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs O&K resultiert ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von TEUR 390.992. Aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Atlas resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 13.546. Darüber hinaus sind aus der Umbewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG Aufwendungen in Höhe von TEUR 20.500 entstanden. Aus dem Geschäftsbereich Schaeff resultieren aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG im Wesentlichen für die Bewertung der Pensionsrückstellung und der Altersteilzeitrückstellung Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 781. Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die in der Position ausgewiesenen Steuererträge resultieren aus Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beträgt TEUR 2.018, davon werden TEUR 827 im Geschäftsjahr 2011 fällig. TEUR 494 des Gesamtbetrages entfallen auf verbundene Unternehmen. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Gebäude und den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Haftungsverhältnisse Es existieren keine Verpflichtungen gemäß § 251 HGB. Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt hat unsere Gesellschaft die folgende Anzahl an Mitarbeitern beschäftigt: Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Angabe zum Mutterunternehmen Die Geschäftsführung unserer Gesellschaft wurde im Berichtszeitraum von den folgenden Herren wahrgenommen:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführerbezüge betrugen TEUR 864, davon TEUR 343 für ehemalige Geschäftsführer. Die Rückstellung für Pensionen an ehemalige Geschäftsführer beträgt TEUR 3.333 (Vj. TEUR 6.993). Mitglieder des Aufsichtsrats
Ein Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat ist derzeit nicht bestellt. Für die Vergütung des Aufsichtsrates sind keine Aufwendungen entstanden.
Dortmund, 2. Dezember 2011 Terex GmbH Die Geschäftsführung Lutz Henschen Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Terex GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 2. Dezember 2011 PricewaterhouseCoopers
ppa. Norbert Natterer, Wirtschaftsprüfer Reiner Kunz, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTRATESDER TEREX GMBHDer Aufsichtsrat der Terex GmbH nahm in 2010 die ihm nach dem Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahr. Er ließ sich während des Berichtszeitraumes in 3 (drei) Sitzungen und zwar am 03.02.2010, am 13.09.2010 und am 22.12.2010 durch Vorlage von Berichten (jeweilige aktuelle Ergebnisentwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche, Organisationsänderungen, internes Kontroll- und Risikomanagement und internes Revisionssystem, finanzielle Auswirkungen der Kurzarbeit, SOX Richtlinie durch PWC, Vertriebsplanung 2011, Budgetplanung 2011, Personalplanung 2011) umfassend über den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik berichten. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Terex GmbH überwacht und die Entscheidungen getroffen, die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag übertragen sind. Der Jahresabschluss sowie der Lagerbericht für das Geschäftsjahr 2010 sind von der zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers geprüft worden. Im Ergebnis der Prüfung wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat stimmt den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss 2010 und schlägt der Gesellschaftsversammlung vor, diesen festzustellen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der einzelnen Geschäftsbereiche sowie der Geschäftsführung der Terex GmbH für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Beteiligten seine Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit aus.
Dortmund, den 19.12.11 BORIS WEIDT, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Terex GmbH |
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