Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 771424
Eingetragen
7.11.2019
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHotels (ohne Hotels garnis)
Gegenstand
Die Führung von Hotelbetrieben sowie damit zusammenhängenden gastronomischen Betrieben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

85.00% identifiziert15.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Friedrich Eckehardt Müllermüller co-ax gmbh
85.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

müller co-ax gmbh

Forchtenberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 326.331,14 142.531,12
2. Geschäfts- oder Firmenwert 215.323,16 296.066,54
3. geleistete Anzahlungen 10.700,00 137.534,50
552.354,30 576.132,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.331.648,37 3.234.969,30
2. technische Anlagen und Maschinen 3.169.567,04 2.291.511,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.629.419,54 6.356.944,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 848.407,67 718.578,75
13.979.042,62 12.602.004,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.970,00 2.970,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.170.311,00 0,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.701.372,62 757.000,00
4. Beteiligungen 34.342,41 434.342,41
5. sonstige Ausleihungen 5.862.042,15 5.521.899,81
9.771.038,18 6.716.212,22
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.294.051,66 6.808.231,30
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11.656.052,33 8.773.560,77
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.224.474,06 3.721.430,34
4. geleistete Anzahlungen 118.179,35 42.639,53
26.292.757,40 19.345.861,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.241.484,29 7.138.012,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.500,00 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 557.889,92 290.537,57
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.450.103,95 7.478.331,93
16.265.978,16 14.906.881,88
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 14.135.887,53 15.839.368,52
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.553.637,79 12.824.481,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 762.513,75 666.524,30
D. Aktive latente Steuern 95.852,04 86.836,48
95.409.061,77 83.564.303,50

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 17.072.200,00 16.272.200,00
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 640.902,13 174.453,06
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 45.253.479,72 40.464.634,68
V. Konzernjahresüberschuss 10.260.210,05 6.918.534,05
74.226.791,90 64.829.821,79
VI. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 168.853,91 145.564,47
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.015.271,00 1.052.491,43
2. Steuerrückstellungen 1.329.439,73 477.255,42
3. sonstige Rückstellungen 2.454.100,00 2.239.763,43
4.798.810,73 3.769.510,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 182.747,81 257.506,52
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 488.968,71 256.156,45
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.018.988,45 1.776.541,30
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103,01 5.823,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 13.523.797,25 12.521.187,05
- davon aus Steuern: EUR 411.175,60 (Vj.: TEUR 518) 16.214.605,23 14.817.214,32
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 37.308,99 (Vj.: TEUR 55)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.192,64
95.409.061,77 83.564.303,50

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 73.558.233,25 58.807.930,68
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.280.502,97 933.345,51
3. andere aktivierte Eigenleistungen 16.730,20 1.138,90
Gesamtleistung - 77.855.466,42 59.742.415,09
4. sonstige betriebliche Erträge 1.022.404,16 2.359.822,46
-davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 199.200,49 (Vj.: TEUR 343)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -25.631.253,66 -17.784.293,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.401.720,68 -866.834,11
-27.032.974,34 -18.651.128,07
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -20.232.743,48 -17.981.367,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.928.403,91 -3.787.919,46
-davon für Altersversorgung EUR -149.326,21 (Vj.: TEUR -251)
-24.161.147,39 -21.769.287,10
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.621.225,07 -2.381.247,15
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -10.316.677,86 -9.164.228,84
-davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -157.795,54 (Vj.: TEUR -25)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138.131,81 90.253,39
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -458.202,40 -463.217,11
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -82.839,19 -6.889,38
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.002.227,86 -2.743.988,02
-davon Ertrag aus der Veränderung von latenten Steuern EUR 9.015,56 (Vj.: TEUR 13)
13. Ergebnis nach Steuern 10.340.708,28 7.012.505,27
14. sonstige Steuern -57.208,80 -60.930,75
15. Ergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter 10.283.499,48 6.951.574,52
16. Gewinnanteile anderer Gesellschafter 23.289,44 33.040,47
17. Konzernjahresüberschuss 10.260.210,04 6.918.534,05

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

müller co-ax gmbh, Forchtenberg

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Konzernabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt. Die vom DRSC veröffentlichten DRS wurden beachtet. Auf die Darstellung einer gesetzlich nicht geforderten steuerlichen Überleitungsrechnung nach DRS 18.67 im Konzernanhang wurde verzichtet. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel, die in DRS 22.60 empfohlen werden, wurden nicht getätigt.

Die Muttergesellschaft müller co-ax gmbh mit Sitz in Forchtenberg ist im Handelsregister des Registergerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 780116 eingetragen. Sie stellt den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten wie auch den größten Kreis an Unternehmen auf, in den sie selbst einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger veröffentlicht.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind Vermerke zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Konzernanhang ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB bzw. in analoger Anwendung derselben aufgestellt. Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die beweglichen Anlagen werden bei Zugang seit dem 01.01.2010 nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern (3 bis 39 Jahre). Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zugänge seit dem 01.01.2018 mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr grundsätzlich voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zzgl. des vorhandenen Überschussguthabens bewertet. Der Betrag, um den der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens dessen Anschaffungskosten übersteigt, ist nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrt. Soweit die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen zugunsten der pensionsberechtigten Personen verpfändet sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen mit den betreffenden Schulden verrechnet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag unter grundsätzlicher Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bzw. des Prinzips der verlustfreien Bewertung bilanziert.

Die erhaltenen/geleisteten Anzahlungen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern nach § 274 HGB resultieren einerseits aus temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, andererseits werden steuerliche Verlustvorträge bei der Berechnung in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnungen berücksichtigt. Latente Steuern nach § 274 HGB werden insgesamt miteinander verrechnet und nur im Falle eines Passivüberhangs angesetzt. Latente Steuern nach § 306 HGB resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen, sie werden im Konzernabschluss verrechnet angesetzt. Bei der Ermittlung latenter Steuern werden folgende unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen:

• Für deutsche Konzerngesellschaften: 28,08 %
• Für britische Konzerngesellschaften: 19,00 %
• Für amerikanische Konzerngesellschaften: 21,00 %
• Für spanische Konzerngesellschaften: 25,00 %

Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Bewertung der nicht gehaltsabhängigen Pensionsrückstellungen werden Rentensteigerungen von jährlich 1,3 % berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %).

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Währungsumrechnung folgt den Bestimmungen des § 256a HGB. Währungsforderungen sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt der Forderungsbegründung oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

C. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der müller co-ax gmbh als Mutterunternehmen fünf weitere inländische und fünf ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.

Ein im Dezember 2021 neu gegründetes ausländisches Tochterunternehmen, an welchem die müller co-ax gmbh zu 99 % beteiligt ist, wurde aufgrund seiner weiterhin untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit § 296 Abs. 2 HGB nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der müller co-ax gmbh zum 31. Dezember 2022 einbezogen. Die Anteile an diesem Tochterunternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert und in den Finanzanlagen unter dem Abschlussposten Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die co-ax valvole Italia S.R.L., Grassobio/Italien, an der der Konzern zu 50,0 % beteiligt ist, wird im Jahresabschluss 31.12.2022 erstmalig gemäß § 312 HGB mit dem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Der sich aus der erstmaligen at equity-Bilanzierung ergebende Unterschiedsbetrag wird gem. DRS 26 i.V.m. DRS 23 unmittelbar in den Gewinnvortrag eingestellt. Die Anteile sind nunmehr unter dem Abschlussposten Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Eine weitere Beteiligung, an der der Konzern zu 50,0 % beteiligt ist, wird unter Anwendung des § 311 Abs. 2 HGB zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die einbezogenen Unternehmen und die Höhe der Beteiligungen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes (vgl. Abschnitt G.) ersichtlich.

D. Konsolidierungsgrundsätze

Bei allen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Die Einzelabschlüsse wurden unter Beachtung der jeweiligen nationalen Bilanzierungsvorschriften aufgestellt. Soweit diese Vorschriften von den Bilanzierungsvorschriften des HGB wesentlich abweichen, werden die ausländischen Abschlüsse an die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften angepasst.

Die Einzelabschlüsse wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst:

Kapitalkonsolidierung

Die Erstkonsolidierung sowie die Ermittlung von Unterschiedsbeträgen erfolgt auf den jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt nach der Neubewertungsmethode.

Aus der Kapitalkonsolidierung ergeben sich für den überwiegenden Teil der Tochterunternehmen keine wesentlichen Differenzen zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an den Tochterunternehmen und dem ermittelten Eigenkapital zum Erstkonsolidierungszeitpunkt, da Tochterunternehmen hauptsächlich im Wege der Gründung entstanden.

Beim Erwerb der co-ax valves inc., Bristol/USA sowie der co-ax válvulas S.L., Venturada/Spanien lag der Kaufpreis über dem erworbenen Eigenkapital der Gesellschaften. Die aus der Konsolidierung entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst und linear über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind vollständig abgeschrieben.

Beim Erwerb der HN COMPONENTES, S.L. im Dezember 2020 lag der Kaufpreis in Höhe von TEUR 252 über dem erworbenen Eigenkapital. Der aus der Erstkonsolidierung entstandene aktivische Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, dieser wird linear seit dem Geschäftsjahr 2021 über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse wurden in Euro umgerechnet. Hierzu wurde nach § 308a HGB die sogenannte modifizierte Stichtagsmethode angewandt. Dabei werden

das gezeichnete Kapital zum Stichtagskurs im Erstkonsolidierungszeitpunkt,

die Jahresergebnisse der Vorjahre zu den Kursen im Entstehungszeitpunkt,

alle anderen Aktiva und Passiva mit dem Stichtagskurs zum Abschlussstichtag,

alle Aufwendungen und Erträge mit dem jeweiligen Jahresdurchschnittskurs,

die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Durch die Währungsumrechnung entstehende Währungsdifferenzen wurden erfolgsneutral behandelt und sind im Konzerneigenkapital unter dem Abschlussposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst.

Zwischenergebnisse

Zwischenergebnisse, die aus Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften resultieren, wurden gemäß § 304 HGB eliminiert.

Zwischengewinne fielen im Geschäftsjahr 2022 bei Lieferungen der müller co-ax gmbh an ihre Tochterunternehmen an. Daher wurde der Wert der bei den Tochterunternehmen zum Konsolidierungsstichtag auf Lager befindlichen Vorräte dahin gehend korrigiert, dass in der konsolidierten Bilanz auch für diese Vorräte die ursprünglich angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt sind.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB untereinander aufgerechnet. Aus der Schuldenkonsolidierung resultierende echte Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt.

Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen

Eine Abgrenzung von latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB. Aufgrund der oben dargestellten Zwischenergebniseliminierung entspricht der Steueraufwand aus der Summe der Einzelabschlüsse nicht dem Steueraufwand gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Für den Konzernabschluss wurden aufgrund der eliminierten Zwischengewinne im Vorratsvermögen aktive latente Steuern ermittelt. Für die Bewertung der latenten Steuern wurde gemäß DRS 18.45 der Steuersatz des Unternehmens verwendet, das die Lieferungen empfangen hat.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften mit den Materialaufwendungen und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen voll konsolidiert.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Konzernanlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist in einem gesonderten Konzern-Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021 größer 1 Jahr 31.12.2022 größer 1 Jahr 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.241 7.138 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17 0 0 0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 558 291 0 0
sonstige Vermögensgegenstände 4.450 7.478 0 0
16.266 14.907 0 0

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u.a. eine kurzfristige Anlage liquider Mittel bei der Allianz Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft ("Park-Depot") in Höhe von TEUR 3.001 (Vorjahr: TEUR 4.500).

3. Latente Steuern

Latente Steuern nach § 274 HGB wurden für temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Passive latente Steuern nach § 274 HGB ergeben sich aus unterschiedlichen Wertansätzen im Sachanlagevermögen. Aktive latenten Steuern nach § 274 HGB ergeben sich aus unterschiedlichen Wertansätzen in den Pensionsrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen (hier insbesondere bei Garantierückstellungen und Personalrückstellungen) sowie aus Verlustvorträgen einzelner Tochtergesellschaften. Aus der Verrechnung ergibt sich ein deutlicher Aktivüberhang, für den entsprechend dem Wahlrecht des § 274 HGB keine aktiven latenten Steuern in der Konzernbilanz angesetzt werden.

Aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen im Vorratsvermögen resultieren aktive latente Steuern nach § 306 HGB in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 87).

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 1.000 ist voll eingezahlt.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen über TEUR 17.072 betreffen andere Gewinnrücklagen.

Entsprechend des Beschlusses der Gesellschafterversammlung der Muttergesellschaft vom 23. Mai 2022 wurden aus dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss der Muttergesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 TEUR 2.100 (Vorjahr: TEUR 1.000) an die Gesellschafter ausgeschüttet und TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 800) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich, unter Berücksichtigung der oben dargestellten Rücklagendotierungen und Gewinnausschüttungen, ein Konzernbilanzgewinn in Höhe von TEUR 55.514 (Vorjahr: TEUR 47.383), bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 45.253 und dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 10.260 (Vorjahr: TEUR 6.919).

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2022 wird im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung beträgt TEUR 641 (Vorjahr: TEUR 174). Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile beträgt TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 146).

Ein Betrag in Höhe von TEUR 158 ist ausschüttungsgesperrt nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB. Dieser ausschüttungsgesperrte Betrag resultiert aus der Bewertung von Rückstellungen für Pensionen des Mutterunternehmens. Überdies ist der Betrag, um den der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens dessen Anschaffungskosten übersteigt, nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrt.

5. Nicht beherrschende Anteile

An der co-ax válvulas S.L., Venturada/Spanien, ist die müller co-ax gmbh mit 95 % beteiligt. Die 5 % nicht beherrschenden Anteile werden vom geschäftsführenden Gesellschafter gehalten.

An der HN COMPONENTES, S.L. Madrid/Spanien, ist die müller co-ax gmbh mittelbar mit 93,1 % beteiligt. Die nicht beherrschenden Anteile werden zu 4,9 % vom geschäftsführenden Gesellschafter und zu 2,0 % von Herrn Ricardo Mozas Fernández gehalten.

6. Rückstellungen für Pensionen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31.12.2022 TEUR 1.915 (Vorjahr: TEUR 1.922). Die hiermit verrechneten Vermögensgegenstände beinhalten Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die mit dem faktorbasierten Deckungskapitalverfahren unter Anwendung des Passivprimats in Höhe von insgesamt TEUR 900 (Vorjahr: TEUR 869) bewertet sind.

Der Anstieg der verrechneten Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 31 resultiert aus Beitragszahlungen in Höhe von TEUR 53 sowie Zinserträgen in Höhe von TEUR 28. Der Zinsertrag wurde mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 36 verrechnet.

Aus der erstmaligen Anwendung des Passivprimats entsprechend IDW RS FAB 1.021 wurden aus der Umstellung bei der Rückdeckungsversicherung Aufwendungen in Höhe von TEUR 50 erfasst. Diese Aufwendungen wurden mit dem Ertrag aus der Anpassung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 42 verrechnet.

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre. Würde die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre erfolgen, würde sich der Bilanzansatz um TEUR 158 erhöhen (Unterschiedsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 6 S. 1 HGB).

7. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Gewährleistungen sowie aus dem Personalbereich.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 258) haben zu TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 79) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, zu TEUR 72 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und zu TEUR 36 eine Restlaufzeit über 5 Jahre.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 64 eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 68). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten überdies Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 10.000) mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren, vorbehaltlich ordentlicher Kündigungsrechte der Darlehensgeberin.

Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind - von den üblichen Eigentumsvorbehalten der Lieferanten abgesehen - nicht besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten solche gegenüber dem geschäftsführenden Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.740 (Vorjahr: TEUR 995).

F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt auf:

2022 2021
TEUR TEUR
geographische Märkte
Inland (Bundesrepublik Deutschland) 31.700 25.261
EU-Ausland 15.741 13.958
Drittland 26.117 19.589
73.558 58.808

Die dargestellten Umsatzerlöse resultieren dabei im Wesentlichen aus dem Vertrieb von Ventilen und Absperrklappen, in deutlich geringerem Umfang aus dem Veranstaltungsmanagement sowie der Herstellung und Verarbeitung von Textilien (EUR 3,7 Mio.) sowie dem Hotel- und Gastgewerbe (EUR 1,4 Mio). Die Umsatzerlöse aus der Vermarktung und dem Vertrieb von hydraulischem und pneumatischem Material, hydraulischen Rohrleitungen und Armaturen betrugen EUR 0,6 Mio.

2. Sonstige betrieblicher Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 66 enthalten und betreffen im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 87 periodenfremd.

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsung in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 18) enthalten.

4. Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Ertrag aus der Erhöhung von aktiven latenten Steuern aus der Zwischenergebniseliminierung in Höhe von TEUR 9 enthalten (Vorjahr: TEUR 13).

5. Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile

Der Gewinnanteil anderer Gesellschafter beträgt im Geschäftsjahr TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 33).

G. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Die Anzahl der Mitarbeiter des müller co-ax - Konzerns betrug im Jahresdurchschnitt 357 Mitarbeiter. Davon waren 136 gewerbliche Arbeitnehmer und 221 Angestellte.

2. Anteilsbesitz

Die müller co-ax gmbh als Konzernmuttergesellschaft ist an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % direkt oder indirekt beteiligt:

Anteil am Kapital
direkt
cx-tec gmbh, Forchtenberg 100 %
m-tech gmbh, Forchtenberg 100 %
müller quadax gmbh, Forchtenberg 100 %
hms design solutions gmbh, Heilbronn 100 %
co-ax valves inc., Bristol/USA 100 %
co-ax valves UK Ltd., Tunbridge Wells/Großbritannien 100 %
co-ax válvulas S.L., Venturada/Spanien 95 %
co-ax valvole Italia S.R.L., Grassobbio/Italien 50 %
XX Hotels GmbH, Forchtenberg 100 %
MUELLER SPAIN INVEST, S.L., Calvia/Spanien 99 %
indirekt
quadax valves inc., Bristol/USA 100 %
m-tech valves systems india private limited, Vadodara/Indien 50 %
HN COMPONENTES, S.L., Madrid/Spanien 98 %

Die m-tech valves systems india private limited ist gemäß § 311 Abs. 2 HGB zu Anschaffungskosten im Konzernabschluss bilanziert, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Die Anteile an diesen Unternehmen werden unter dem Abschlussposten Beteiligungen mit einem Wertansatz von TEUR 34 (analog zum Vorjahr) ausgewiesen.

Die im Dezember 2021 neu gegründete MUELLER SPAIN INVEST, S.L. mit Sitz in Calvia/Spanien, an welcher die müller co-ax gmbh zu 99 % beteiligt ist, wurde aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit § 296 Abs. 2 HGB nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der müller co-ax gmbh zum 31. Dezember 2021 einbezogen. Die Anteile an diesem Unternehmen werden zu Anschaffungskosten von TEUR 3 bilanziert und in den Finanzanlagen unter dem Abschlussposten Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die MUELLER SPAIN INVEST, S.L. weist in ihrem vorläufigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 98 und einen Jahresüberschuss von TEUR 0 aus.

Die anderen dargestellten Unternehmen sind als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der müller co-ax gmbh einbezogen.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Unternehmensgruppe hat Betriebsgrundstücke nebst aufstehenden Gebäuden und Betriebsvorrichtungen gepachtet. Zweck dieser Pachtgeschäfte ist die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Zum Bilanzstichtag resultieren im Wesentlichen aus diesen Verträgen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.531, hiervon sind TEUR 3.849 innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

4. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Entsprechend den Bestimmungen des DRS 21 besteht der dargestellte Finanzmittelfonds aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, wobei unterzahlungsmitteläquivalenten als Liquiditätsreserve gehaltene, kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen, zu verstehen sind. Darin enthaltene Fremdwährungsbestände wurden mit dem Wechselkurs des Bilanzstichtags umgerechnet.

Festgelder und ähnliche Geldanlagen mit einer Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten bestehen per 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 600). Sie sind nicht Bestandteil des dargestellten Finanzmittelfonds. Die betragsmäßige Änderung der Festgelder und ähnlicher Geldanlagen mit einer Laufzeit ab Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten in Höhe von TEUR 350 im Geschäftsjahr 2022 wird innerhalb der Konzernkapitalflussrechnung im Posten "Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition" dargestellt.

Demgegenüber beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände eine kurzfristige Anlage liquider Mittel auf einem Park-Depot bei der Allianz Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 3.001 (Vorjahr: TEUR 4.500). Die finanziellen Mittel auf dem Park-Depot sind dabei jederzeit verfügbar und sind daher Bestandteil des Finanzmittelfonds.

Der Posten "Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens" innerhalb der Konzernkapitalflussrechnung umfasst Gewinnausschüttungen und Darlehensrückzahlungen an Gesellschafter.

5. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Muttergesellschaft müller co-ax gmbh waren im Geschäftsjahr:

 

Herr Friedrich Müller

Geschäftsführender Gesellschafter

 

Herr Thorsten Müller

Geschäftsführer Fertigung

 

Herr Andreas Wurst

Geschäftsführer Finanzen und Verwaltung

 

Herr Antonio Erriu

Geschäftsführer Vertrieb und Technik

6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses betrug für das Geschäftsjahr 2022 für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 60, für Steuerberatungsleistungen TEUR 35 und für sonstige Leistungen TEUR 22.

7. Gewinnverwendungsbeschluss

In der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens müller co-ax gmbh vom 24. Mai 2023 wurde die folgende Verwendung des Bilanzgewinns beschlossen:

EUR
Bilanzgewinn der Muttergesellschaft 33.780.000,00
Einstellung in Gewinnrücklagen ./. 800.000,00
Ausschüttung des verbleibenden Jahresüberschusses ./. 5.316.000,00
Vorzutragender Bilanzgewinn der Muttergesellschaft 27.664.000,00

8. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung

Die Muttergesellschaft müller co-ax gmbh hatte im Berichtsjahr diverse bestehende Darlehensforderungen an den geschäftsführenden Gesellschafter verkauft und abgetreten. Der Gesamtkaufpreis entsprach dem Nominalwert der Darlehensforderungen zum Stichtag der Abtretung und betrug TEUR 3.745. Im Einzelnen handelt es sich um ein kurzfristig kündbares, endfälliges Darlehen mit unbestimmter Laufzeit und im Übrigen um Annuitätendarlehen mit Restlaufzeiten zwischen einem und zehn Jahren. Die Zinssätze liegen in einer Bandbreite zwischen 0,75 % und 3,5 % p. a. Sicherheiten wurden nicht vereinbart. Im Berichtsjahr wurden die Darlehen in Höhe von TEUR 292 getilgt, so dass die Darlehensforderungen zum Bilanzstichtag 31.12.2022 noch mit TEUR 3.318 valutieren. Diese Darlehensforderungen gegenüber dem geschäftsführenden Gesellschafter sind im Abschlussposten sonstige Ausleihungen enthalten.

9. Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften, die im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der müller co-ax gmbh einbezogen sind, verzichtet:

cx-tec gmbh, Forchtenberg

m-tech gmbh, Forchtenberg

müller quadax gmbh, Forchtenberg

XX Hotels GmbH, Forchtenberg

10. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Erstellung haben sich nicht ergeben.

 

Forchtenberg, 2. August 2023

müller co-ax gmbh

Die Geschäftsführung

Friedrich Müller

Thorsten Müller

Andreas Wurst

Antonio Erriu

Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Änderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Währungsdifferenzen
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.805.016,42 0,00 203.624,49 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 413.529,92 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle VG 137.534,50 0,00 0,00 0,00
4.356.080,84 0,00 203.624,49 0,00
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.016.345,10 0,00 17.808,00 222.744,25
2. technische Anlagen und Maschinen 15.495.493,25 0,00 1.078.260,48 37.522,35
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.111.511,47 0,00 1.796.329,08 20.594,79
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 718.578,75 0,00 746.829,68 0,00
37.341.928,57 0,00 3.639.227,24 280.861,39
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.970,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 770.311,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 757.000,00 0,00 2.200.000,00 0,00
4. Beteiligungen 434.342,41 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 5.521.899,81 0,00 794.000,00 0,00
6.716.212,22 0,00 2.994.000,00 0,00
48.414.221,63 0,00 6.836.851,73 280.861,39
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Stand 31. 12. 2022
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 126.824,50 4.135.465,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 4.493,83 418.023,75
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle VG 0,00 -126.824,50 10.710,00
0,00 4.493,83 4.564.199,16
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 4.256.897,35
2. technische Anlagen und Maschinen 84.869,15 518.375,78 17.044.782,71
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 393.837,45 94.131,15 18.628.729,04
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 -617.000,76 848.407,67
478.706,60 -4.493,83 40.778.816,77
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 2.970,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 400.000,00 1.170.311,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 255.627,38 0,00 2.701.372,62
4. Beteiligungen 0,00 -400.000,00 34.342,41
5. sonstige Ausleihungen 453.857,66 0,00 5.862.042,15
709.485,04 0,00 8.600.727,18
1.188.191,64 0,00 53.943.743,11
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Umbuchungen
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.662.485,30 146.648,97 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 117.463,38 85.237,21 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle VG 0,00 0,00 0,00
3.779.948,68 231.886,18 0,00
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 781.375,80 102.154,64 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 13.203.981,28 733.689,19 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.754.567,22 1.548.961,62 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00
24.739.924,30 2.384.805,45 0,00
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
4. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
28.519.872,98 2.616.691,63 0,00
Abschreibungen
Abgänge Währungsdifferenzen Stand 31. 12. 2022
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 3.809.134,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 202.700,59
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle VG 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 4.011.834,86
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 41.718,54 925.248,98
2. technische Anlagen und Maschinen 84.223,15 21.768,35 13.875.215,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 319.207,15 14.987,81 11.999.309,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00
403.430,30 78.474,70 26.799.774,15
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
4. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
403.430,30 78.474,70 30.811.609,01
Buchwerte
Stand 31. 12. 2022 Stand 31. 12. 2021
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 326.331,14 142.531,12
2. Geschäfts- oder Firmenwert 215.323,16 296.066,54
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle VG 10.710,00 137.534,50
552.364,30 576.132,16
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.331.648,37 3.234.969,30
2. technische Anlagen und Maschinen 3.169.567,04 2.291.511,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.629.419,54 6.356.944,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 848.407,67 718.578,75
13.979.042,62 12.602.004,27
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.970,00 2.970,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.170.311,00 0,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.701.372,62 757.000,00
4. Beteiligungen 34.342,41 434.342,41
5. sonstige Ausleihungen 5.862.042,15 5.521.899,81
9.771.038,18 6.716.212,22
24.302.445,10 19.894.348,65

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 10.283 6.952
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.617 2.381
3. +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 166 385
4. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 0 -29
5. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagenvermögens -37 -75
6. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -11.497 -5.850
7. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 682 182
8. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 320 373
9. +/- Aufwendungen / Erträge aus Wertpapieren des Umlaufvermögens 62 -47
10. +/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 4.002 2.744
11. -/+ Ertragsteuerzahlungen -1.508 -3.153
12. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 11) 5.090 3.863
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -208 -174
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 112 94
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.635 -1.817
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 709 355
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.994 -1.959
18. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0
19. + Einzahlungen (i.Vj.Auszahlungen) aus Investitionen in Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.641 -1.042
20. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 350 0
21. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 -99
22. + erhaltene Zinsen 137 91
23. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 13 bis 22) -3.888 -4.551
24. - Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.315 -1.713
25. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 248
- Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-)Krediten -65 0
26. - gezahlte Zinsen -496 -495
27. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 24 bis 26) -1.876 -1.960
28. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe aus 12, 23 und 27) -674 -2.648
29. +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 264 401
30. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 16.715 18.962
31. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 28 bis 30) 16.305 16.715
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
liquide Mittel in Form von Kassenbestand sowie Guthaben bei Kredit- und Versicherungsinstituten 16.305 16.724
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 -9
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16.305 16.715

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Summe andere Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 1.000.000,00 1.000.000,00 15.472.200,00 15.472.200,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 800.000,00 800.000,00
Ausschüttung für 2010 in 2021 0,00 0,00 0,00 0,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzerniahresüberschuss/-fehlbetrag 2021 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2021 1.000.000,00 1.000.000,00 16.272.200,00 16.272.200,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 800.000,00 800.000,00
Ausschüttung für 2021 in 2022 0,00 0,00 0,00 0,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2022 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 1.000.000,00 1.000.000,00 17.072.200,00 17.072.200,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/Verlustvortrag
EUR EUR
Stand am 31.12.2020 -469.636,45 38.197.049,16
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00
Ausschüttung für 2010 in 2021 0,00 0,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses 0,00 2.225.370,49
Währungsumrechnung 644.089,51 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 42.215,03
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Konzerniahresüberschuss/-fehlbetrag 2021 0,00 0,00
Stand am 31.12.2021 174.453,06 40.464.634,68
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00
Ausschüttung für 2021 in 2022 0,00 0,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses 0,00 4.018.534,04
Währungsumrechnung 466.449,07 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 770.311,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2022 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 640.902,13 45.253.479,72
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernjahresfehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR
Stand am 31.12.2020 4.025.370,49 58.224.983,20
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen -800.000,00 0,00
Ausschüttung für 2010 in 2021 -1.000.000,00 -1.000.000,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses -2.225.370,49 0,00
Währungsumrechnung 0,00 644.089,51
Sonstige Veränderungen 0,00 42.215,03
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Konzerniahresüberschuss/-fehlbetrag 2021 6.918.534,05 6.918.534,05
Stand am 31.12.2021 6.918.534,05 64.829.821,79
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen -800.000,00 0,00
Ausschüttung für 2021 in 2022 -2.100.000,00 -2.100.000,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses -4.018.534,04 0,00
Währungsumrechnung 0,00 466.449,07
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 770.311,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2022 10.260.210,04 10.260.210,04
Stand am 31.12.2022 10.260.210,05 74.226.791,90
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Gewinne/Verluste Summe
EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 19.356,60 92.859,16 112.215,76
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung für 2010 in 2021 0,00 0,00 0,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 308,24 308,24
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzerniahresüberschuss/-fehlbetrag 2021 0,00 33.040,47 33.040,47
Stand am 31.12.2021 19.356,60 126.207,87 145.564,47
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung für 2021 in 2022 0,00 0,00 0,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 -74,46 -74,46
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2022 0,00 23.363,90 23.363,90
Stand am 31.12.2022 19.356,60 149.497,31 168.853,91
Konzerneigenkapital
Summe
EUR
Stand am 31.12.2020 58.337.198,96
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00
Ausschüttung für 2010 in 2021 -1.000.000,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses 0,00
Währungsumrechnung 644.089,51
Sonstige Veränderungen 42.523,27
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00
Konzerniahresüberschuss/-fehlbetrag 2021 6.951.574,52
Stand am 31.12.2021 64.975.386,26
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00
Ausschüttung für 2021 in 2022 -2.100.000,00
Vortrag des Vorjahresergebnisses 0,00
Währungsumrechnung 466.449,07
Sonstige Veränderungen -74,46
Änderungen des Konsolidierungskreises 770.311,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2022 10.283.573,94
Stand am 31.12.2022 74.395.645,81

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der müller co-ax gmbh, Forchtenberg

A. Grundlagen des Konzerns

Die müller co-ax gmbh (vormals müller co-ax ag) und die von ihr i.S.d. § 290 HGB beherrschten Unternehmen bilden den müller co-ax Konzern. Die müller co-ax gmbh mit Sitz in Forchtenberg ist das Mutterunternehmen und hat sich über die letzten 60 Jahren zu einem Unternehmen entwickelt, das mit seiner Ventiltechnik weltbekannt und zu einem Begriff in der gesamten Branche geworden ist. Wir stehen synonym für Innovation und Individualität, für Vertrauen und Qualität, für Erfahrung und Zuverlässigkeit im Ventilbau.

Um unserem Qualitätsanspruch gerecht zu werden, erfolgt die Entwicklung und Fertigung unserer Produkte ausschließlich in Deutschland. Hieran wollen wir auch zukünftig festhalten. Deshalb haben wir in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in die Erweiterung der Kapazitäten unseres Stammhauses in Forchtenberg durchgeführt. Von hieraus vertreiben wir unsere Produkte überein internationales Netzwerk. Mit Tochtergesellschaften, eigenen Vertriebsbüros und Distributeuren weltweit, ist die Unternehmensgruppe (im Folgenden auch als "Konzern" bezeichnet) international präsent, sodass eine kompetente Beratung vor Ort gewährleistet ist.

Unser Produktprogramm umfasst schwerpunktmäßig die von uns entwickelten coaxial Ventile. Diese stellen ein bewährtes Element zur Steuerung von Vakuum, gasförmiger, flüssiger, abrasiver, verschmutzter sowie aggressiver Medien dar und sind somit universell einsetzbar. Entsprechend breit ist die Spanne unserer Kunden und Absatzmärkte, wobei der Schwerpunkt bei inländischen Kunden des Maschinen- und Anlagenbaus liegt.

Mit der Produktbaureihe quadax haben wir unsere Absatzbereiche in den letzten Jahren ausweiten können. Durch eine einzigartige Konstruktion erfüllen die quadax Absperrklappen die höchsten Dichtigkeitsanforderungen, auch unter extremen Temperaturen, und eignen sich daher insbesondere für Lösungen in der petrochemischen Industrie und in der Energieerzeugung. Diese Produktentwicklung wird kontinuierlich durch weitere Investitionen in Maschinenpark und Fertigungsprozesse optimiert, damit die Umsatzziele und Erwartungen in den kommenden Jahren realisiert werden können.

Die Tochterunternehmen in Deutschland, Spanien, dem Vereinigten Königreich und den USA sind darauf spezialisiert, die Firmenphilosophie und den Kundenservice der müller co-ax gmbh vor Ort zu vertreten. Eine kompetente Beratung und ein schneller Vor-Ort-Service bzw. die rasche Betreuung der Kunden sind dabei von grundlegender Bedeutung. Hierfür gibt es teilweise eine auf die entsprechenden Märkte ausgelegte Lagerhaltung von Ventilen vor Ort.

Um unserem Qualitäts- und Innovationsanspruch gerecht zu werden, legen wir großen Wert auf die fachliche und persönliche Qualifizierung unserer Mitarbeiter sowie auf eine vertrauensvolle und innovationsfördernde Unternehmenskultur. Durch entsprechende Investitionen in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie einen sorgfältigen Auswahlprozess bei Neueinstellungen arbeiten wir permanent an der Weiterentwicklung des Humankapitals.

Neben dem klassischen Sonderventilbau hat sich der Konzern diversifiziert und ist auch in anderen Branchen tätig. Seit 2019 mit der XX Hotels GmbH mit Sitz in Forchtenberg im Hotel- und Gastgewerbe. Seit dem Geschäftsjahr 2020 mit der hms design Solutions gmbh mit Sitz in Heilbronn im Veranstaltungsmanagement für Messen und andere Veranstaltungen. Ebenfalls seit 2020 gehört die HN COMPONENTES S.L. mit Sitz in Madrid/Spanien zum Konsolidierungskreis, die insbesondere die Vermarktung und den Vertrieb von hydraulischem und pneumatischen Material, hydraulischen Rohrleitungen und Armaturen zum Gegenstand hat. Die Diversifizierungsstrategie wurde in 2021 durch die Gründung des Tochterunternehmen MUELLER SPAIN INVEST S.L. mit Sitz in Calvia/Spanien fortgeführt, deren Geschäftstätigkeit im Betrieb von Immobiliengesellschaften und damit zusammenhängender Geschäfte, insbesondere der Erwerb und Verkauf von Immobilien, die Bewirtschaftung, die Vermietung und der Neu- und Umbau von gewerblichen Immobilien im weiteren Sinne, liegen soll. Auf Grund fehlender Geschäftstätigkeit in 2022 wurde die Gesellschaft entsprechend § 296 Abs 2 HGB nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der müller co-ax gmbh einbezogen.

Zum Konzern gehört neben dem Mutterunternehmen und den zehn vollkonsolidierten Tochterunternehmen auch die 50%-ige Beteiligung an der Co-ax valvole Italia S.R.L., Grassobbio/Italien. Die Beteiligung wurde in 2016 erworben und bisher unter Anwendung des § 311 Abs. 2 HGB mit ihren Anschaffungskosten unter dem Abschlussposten Beteiligungen gezeigt. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmen sieht auf Grund der positiven Entwicklung der Gesellschaft die Anwendung des § 311 Abs .2 HGB zum 31.12.2022 nicht weiter gegeben und bezieht daher die Gesellschaft erstmalig mit dem anteiligen Eigenkapital in den Konzernabschluss entsprechend § 311 f. HGB ein.

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 wurde vom Russland-Ukraine-Krieg überschattet. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine erhöhte allgegenwärtig die Unsicherheit. Der Konflikt in der Ukraine, kombiniert mit den Nachwirkungen der Coronakrise führte zu gestörten Lieferketten und Lieferengpässen, stark gestiegenen Rohmaterialpreisen sowie gestiegenen Energiekosten. Dies kombiniert mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 6,9 Prozent belastete die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr überdurchschnittlich hoch. Das Marktumfeld und der Bedarf für Sonderventile waren allerdings weiterhin auf einem hohen Niveau.

Laut des Branchenverbandes VDMA war das Geschäftsjahr 2022 für die Maschinenbauer trotz einer schwachen Konjunktur und den Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine ein überaus erfolgreiches Jahr. Die Ausfuhren liegen mit einer Steigerung von circa 6,0 Prozent auf einem Rekordwert in Höhe von 192,4 Milliarden Euro. Unter Berücksichtigung der höheren Preise im Zuge der Inflation sind die Ausfuhren jedoch leicht um 1,3 Prozent gesunken.

Wesentlicher globaler Wachstumsmotor blieb die USA, die als wichtigster Exportmarkt für die Maschinenbaubranche die Ausfuhren nominal um 20,0 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro steigerte. Das Wirtschaftswachstum der USA blieb zwar unter Vorjahresniveau bei 2,1 Prozent, Maschinenbauexporteure profitierten allerdings vom schwachen Euro-Kurs gegenüber dem US-Dollar.

Die Wechselkurse waren im Berichtsjahr äußerst volatil. Der Kurs des Euros zum US-Dollar bewegte sich im Jahresverlauf in einer Bandbreite zwischen 0,98 und 1,13 (de.statista.com). Zum 31. Dezember 2022 war der Euro im Vergleich zum US-Dollar gemäß Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank in etwa 5,9 Prozent schwächer als zum 31. Dezember 2021. Der Wechselkurs des Euros zum britischen Pfunds notierte zum Jahresende 2022 bei 0,886 (Jahresende 2021: 0,840).

2. Forschung und Entwicklung

Als Technologieführer in der coaxialen Ventiltechnologie stellt die Forschung und Entwicklung einen unserer bedeutsamsten Geschäftsbereiche dar, und - um diese Position / Stellung aufrecht zu erhalten - werden in den kommenden Jahren weiterhin Investitionen in erheblichem Umfang notwendig sein.

Wir setzen in unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf Eigenforschung und externe Kooperationen. So suchen wir gezielt die Anbindung an für uns relevante Technologiekompetenzzentren und Hochschulen. Dadurch erhöht sich die Produktivität unserer Aktivitäten, die durchgehend darauf ausgerichtet sind, qualitativ hochwertige Lösungen für unsere Kunden zu schaffen und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. In diesem Zusammenhang lag erneut der Schwerpunkt unserer Aktivitäten in längerfristig angelegten vielversprechenden Kooperations- und Forschungsprojekten mit der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz. Darüber hinaus beobachten und bewerten wir ständig relevante Technologie- und Marktentwicklungen.

3. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns

3.1 Geschäftsverlauf

Die dargestellte Wirtschaftslage hat in unserem Berichtsjahr 2022 positive wie negative Effekte hinterlassen. Unsere wesentlichen Steuerungsgrößen sind dabei der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern.

Erfreulich ist, dass wir die im Vorjahreskonzernlagebericht abgegebene vorsichtige Prognose im Hinblick auf eine moderate Umsatzsteigerung und einem Ergebnis vor Steuern auf dem Niveau von 2021 deutlich übertreffen konnten. Die Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr von 25,1 Prozent lag erneut über 15,0 Prozent und führt zu Umsatzerlösen von EUR 73,6 Mio. Im Vergleich zum Maschinen- und Anlagenbau erzielte der müller co-ax Konzern damit ein überdurchschnittliches Wachstum, welches sowohl preis als auch mengenbedingt war.

Leider hat sich jedoch die Lage am Beschaffungsmarkt und den deutlich angestiegenen Rohstoffpreisen und den erheblich längeren Lieferzeiten auch im Geschäftsjahr 2022 nicht verbessert. Dies führte unter anderem dazu, dass der Auftragsbestand ganzjährig überdurchschnittlich hoch war und auch zum Stichtag kein Rückgang ersichtlich ist.

Im Ergebnis vor Steuern zeigt sich gegenüber der Planung und dem Vorjahr ein deutlich positiver Effekt Das Ergebnis vor Steuern liegt mit EUR 14,3 Mio. rund EUR 4,6 Mio. über dem Vorjahresniveau. Dieser Zuwachs resultiert insbesondere aus dem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse und den vergleichsweise unterproportionalen Anstiegen der Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

3.2 Ertragslage

Der Anstieg der Gesamtleistung um EUR 18,1 Mio. auf nun EUR 77,9 Mio. liegt zum einen an dem Anstieg der Umsatzerlöse und zum anderen an der Bestandserhöhung und hier insbesondere an der Erhöhung der Bestände an unfertigen Erzeugnisse begründet, die zum Stichtag aufgrund von Ressourcenengpässen (Material und Personal) nicht vollständig abgearbeitet werden konnten. Trotz der Lieferengpässe und langen Lieferzeiten bei den Rohwaren konnte die ausgelieferte Menge im Geschäftsjahr 2022 sowohl im In- als auch im Ausland gesteigert werden. Hinzu kommen die Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite als Folge der Preisanpassungen auf dem Beschaffungsmarkt.

Der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 44,9 Prozent auf nun EUR 27,0 Mio. Die Materialaufwandsquote (definiert als Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent von 31,2 Prozent auf nun 34,7 Prozent angestiegen. Der Anstieg der Materialaufwendungen korrespondiert zum einen mit dem Anstieg der Umsatzerlöse, zum anderen mit dem Preisdruck auf den Beschaffungsmärkten und den angestiegenen Rohstoffpreisen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung um 5,4 Prozent auf nun 31,0 Prozent gesunken. Der betragsmäßig dennoch deutliche Anstieg des Personalaufwands von EUR 21,8 Mio. auf EUR 24,1 Mio. ist im Konzern im Wesentlichen auf den erhöhten Umsatz und der dafür benötigten Personalerhöhung sowie Mehrarbeit zurückzuführen.

Das Verhältnis der planmäßigen Abschreibungen zur Gesamtleistung ist um ca. 0,7 Prozent abermals rückläufig zum Vorjahr und betrug zum Stichtag 3,3 Prozent. Die Abschreibungen befinden sich mit EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) auf betragsmäßig konstantem Niveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von EUR 9,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 10,3 Mio. in 2022 angestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf die Rückkehr zur Normalität nach Covid-19 und den entsprechenden, weltweiten Vertriebstätigkeiten zurückzuführen.

Entsprechend den oben dargestellten Entwicklungen ergibt sich ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 14,3 Mio. (im Vorjahr EUR 9,8 Mio.).

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022 unter Berücksichtigung der Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EUR 4,0 Mio. nach EUR 2,7 Mio. im Vorjahr) sowie für sonstige Steuern (EUR 0,1 Mio. analog zum Vorjahr) ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 10,3 Mio. erwirtschaftet (Vorjahr: EUR 6,9 Mio.).

3.3 Finanzlage

Das Finanzmanagement des müller co-ax Konzerns ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Finanzierung unserer Unternehmensgruppe erfolgt in hohem Maße durch Eigenkapital. Die Kapitalstruktur ist im Wesentlichen auf Vorjahresniveau und kann bei einer Konzerneigenkapitalquote von 77,8 Prozent insgesamt als stabil bezeichnet werden.

Die Liquidität in Form von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 13,6 Mio. (im Vorjahr EUR 12,8 Mio.) ist gesichert.

Neben der Liquidität in Form von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten stehen Wertpapiere des Umlaufvermögens am Bilanzstichtag mit EUR 14,1 Mio. zu Buche (Vorjahr: EUR 15,8 Mio.).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 258) sind zum Bilanzstichtag von untergeordneter Bedeutung, die von den Hausbanken eingeräumten Kreditlinien wurden damit weitestgehend nicht in Anspruch genommen. Insgesamt stehen die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag mit EUR 16,2 Mio. zu Buche (Vorjahr: EUR 14,8 Mio.). Davon haben EUR 10,0 Mio. grundsätzlich (vorbehaltlich ordentlicher Kündigungsrechte einer Darlehensgeberin) eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Der deutlich positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit konnte die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2022 nicht übertreffen. Entsprechend war der Finanzmittelfond, wie in der Kapitalflussrechnung dargestellt, rückläufig. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist dabei maßgeblich beeinflusst durch die im Geschäftsjahr 2022 getätigten Investitionen in die Sachanlagen sowie durch liquiditätswirksame Darlehensausreichungen an ein nicht konsolidiertes Tochterunternehmen.

3.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns lag zum Ende des Geschäftsjahres 2022 mit EUR 95,4 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau (EUR 83,6 Mio.), was im Wesentlichen auf den Anstieg des Vorratsvermögens und des Forderungsbestandes zum Stichtag zurückzuführen ist. Das Anlagevermögen steht am Bilanzstichtag mit EUR 24,3 Mio. zu Buche (im Vorjahr EUR 19,9 Mio.). Der Anstieg resultiert aus den erwähnten Investitionen.

Im Umlaufvermögen stellen die Vorräte mit EUR 26,2 Mio. (im Vorjahr EUR 19,3 Mio.), die dort ausgewiesenen Wertpapiere mit EUR 14,1 Mio. (im Vorjahr EUR 15,8 Mio.), und die Liquidität in Form von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 13,5 Mio. (im Vorjahr EUR 12,8 Mio.) die betragsmäßig größten Abschlussposten dar. Der Anstieg im Vorratsvermögen hängt dabei mit einem deutlichen Bestandsaufbau zusammen, der als Gegenmaßnahme zu den langen Lieferzeiten und den Lieferengpässen bei gleichzeitig hohen Auftragsbeständen ergriffen wurde. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stehen am Bilanzstichtag mit EUR 16,2 Mio. zu Buche (im Vorjahr EUR 14,9 Mio.), wobei die sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2022 ein täglich verfügbares Liquiditätsdepot bei einem Versicherer in Höhe von EUR 3,0 Mio. beinhalten.

Passivseitig erhöht sich insbesondere das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss. Hinzu kommen die Zuwächse im Bereich der Steuerrückstellungen (+EUR 0,9 Mio.) und der sonstigen Verbindlichkeiten (+EUR 1,0 Mio.). Letzterer resultiert aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aus getätigten Ausschüttungen.

4. Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und Lage

Das operative Geschäft des müller co-ax Konzerns war im Geschäftsjahr 2022 geprägt von Erholungstendenzen im Maschinen- und Anlagenbau und anziehenden Exporten. Gleichzeitig war der deutliche Preisdruck in den Beschaffungsmärkten sowie die Lieferengpässe maßgeblich für das Geschäftsjahr 2022. Trotz der Herausforderungen an den Beschaffungsmärkten ist es uns gelungen, die Lieferketten und Lieferkapazitäten während des Geschäftsjahres aufrechtzuerhalten und ein verlässlicher Partner für unsere Kunden zu sein.

Im Geschäftsjahr 2022 ist es uns trotz der Erhöhungen im Materialpreis und den Personalaufwendungen gelungen, das "Vor-Corona-Niveau" des Konzerns wieder zu erreichen. Zusammenfassend sind wir deshalb mit Blick auf die Ertragslage mit dem Geschäftsjahr 2022 zufrieden.

Auch die Finanz- und Vermögenslage sehen wir weiterhin zusammenfassend als gut geordnet an.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung sowie zum zielgerichteten Umgang mit Risiken setzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen ein. Mittels unseres internen Berichtswesens überwachen wir permanent die Entwicklung der relevanten finanziellen Kennzahlen, so dass Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen veranlasst werden können.

Markt- und Branchenrisiken

Wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft hervorrufen könnten, liegen im markt- und branchenbedingten Umfeld. Der Erfolg der Unternehmensgruppe hängt unter anderem von der konjunkturellen Entwicklung ihrer Zielbranchen ab.

Der Konzern hat in der Vergangenheit wesentliche Anteile seines Umsatzes mit inländischen Kunden des Maschinen- und Anlagenbaus erzielt. Eine rückläufige wirtschaftliche Entwicklung in diesem Bereich kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Um diesen Risiken zu begegnen, haben wir in den letzten Jahren damit begonnen, gezielt Produkte zu entwickeln, die für Anwendungen in anderen Branchen konzipiert sind. Daneben haben wir unsere Vertriebsaktivitäten sowohl im europäischen als auch im außereuropäischen Ausland, dort insbesondere in den BRIC-Staaten sowie in den USA, kontinuierlich ausgebaut. Mit dieser Strategie einer zunehmenden Diversifizierung, sowohl auf Ebene der Produkte als auch auf Ebene der Absatzregionen, versuchen wir, bestehende Absatzrisiken zu reduzieren.

Die gegenwärtig hohen Inflationsraten und die steigenden Zinsniveaus in Deutschland, der EU und auch in den USA bestimmen die Wirtschaftslagen. Das hohe Zinsniveau hat auf Grund der sehr guten Finanzlage des Konzerns keinen direkten Einfluss auf unsere Vermögens- und Finanzlage. Indirekt sieht die Geschäftsführung der Muttergesellschaft jedoch die große Gefahr eines zunehmend rückläufigen Nachfrage- und Investitionsverhaltens mit negativen Folgen für die Ertragslage.

Weitere Absatzrisiken bestehen auch in steigende Handelshemmnissen, zunehmenden Protektionismus, Sanktionen und insbesondere in technischen Regulierungen, die sich negativ sowohl auf die Produktionskosten als auch auf die Produktivität entlang unserer vielen Wertschöpfungsketten auswirken. Ebenso könnte dadurch der Zugang zu unseren Absatzmärkten erheblich erschwert oder sogar direkt behindert werden.

Ein sehr großes Risiko für unser Umsatzpotenzial und unsere Kostenstruktur geht von den sich zuspitzenden Engpässen in den Lieferketten aus, vor allem wegen der zunehmenden Nichtverfügbarkeit von Vorleistungsgütern, insbesondere von elektronischen Bauteilen. Engpässe in der Energieversorgung einerseits und im Zugang zu Rohstoffen andererseits würden das industrielle Produktionspotenzial erheblich reduzieren und auch uns tangieren. Der angespannten Situation auf den Rohstoffmärkten begegnen wir durch unsere diversifizierte Lieferantenstruktur, die wir über die Jahre aufgebaut haben.

Weiterhin sehen wir Risiken in dem zunehmenden Preiswettbewerb bei Massenprodukten, der insbesondere durch das Vordringen von Herstellern aus sogenannten Niedriglohnländern forciert wird. In Einzelfällen werden unsere Produkte von solchen Herstellern nachgebaut und zu entsprechend niedrigeren Preisen verkauft. Es ist zu erwarten, dass hierdurch der Wettbewerbs- und Preisdruck am Markt weiter zunehmen wird. Für uns ergibt sich hieraus in noch größerem Maße als bisher die Notwendigkeit, das bestehende Produktprogramm permanent weiterzuentwickeln und zu optimieren.

Produktrisiken

Der müller co-ax-Konzern produziert und vertreibt innovative und technisch anspruchsvolle Produkte für Anwendungen, bei denen die Kunden höchste Qualitätsanforderungen stellen. Durch eine ausgeprägte Qualitätsorientierung und ein umfassendes Qualitätsmanagement, welches auch in unserem Qualitätsmanagement Handbuch kodifiziert ist, versuchen wir, den Ansprüchen unserer Kunden jederzeit gerecht zu werden.

Unsere Produkte erfüllen die wichtigsten deutschen und internationalen Qualitäts- und Sicherheitsnormen und -richtlinien. Um den hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten, ist es erforderlich, für die Produktentwicklung und Qualitätssicherung einen hohen personellen und finanziellen Aufwand zu betreiben. Dennoch ist es nicht möglich, Fehler unserer Produkte, die zu Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüchen führen können, vollständig auszuschließen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Forderungsbereich wird durch ein aktives Debitoren-Management versucht, Ausfallrisiken zu vermeiden. Soweit in unserem Forderungsbestand Ausfallrisiken erkennbar waren, sind diese zum Abschlussstichtag durch angemessene Wertberichtigungen abgedeckt. Liquide Mittel werden weitestgehend risikoarm kurz- und mittelfristig angelegt. Es erfolgt ein permanenter Abgleich der Konditionen und Konten.

Derzeit bestehen nach Beurteilung der Geschäftsführung keine Wechselkurs- oder Zinsänderungsrisiken, die sich wesentlich auf die Werte unserer Finanzinstrumente auswirken könnten. Die US-amerikanischen Tochtergesellschaften sichern sich jedoch regelmäßig über Devisentermingeschäfte gegen Wechselkursrisiken aus dem EUR/USD-Wechselkurs ab. Zum 31. Dezember 2022 waren keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Preisänderungsrisiken bestehen aufgrund unserer Produkt- und Fertigungsstruktur insbesondere bei der Beschaffung von Rohmaterial. Durch eine aktive Beobachtung der Marktpreisentwicklungen sowie eine langfristig ausgerichtete Materialdisposition versuchen wir, diese Risiken zu begrenzen.

Grundsätzlich sieht sich der Konzern auf Grund des nicht unwesentlichen Wertpapierbestand und der Volatilität von globalen Finanz- und Aktienmärkten einem Kursrisiko ausgesetzt. Allerdings wird dieses Risiko unter den aktuellen Gegebenheiten als gering erachtet. Wir beobachten die Entwicklungen kontinuierlich und nutzen auch hieraus resultierende Chancen. Unsere weiterhin solide Liquiditätsausstattung gibt uns die Möglichkeit, unsere Wertpapiere längerfristig zu halten, um temporären Rückgängen an den Kapital- und Aktienmärkten adäquat zu begegnen.

Risikogesamteinschätzung

Zusammenfassend sind wir davon überzeugt, dass die vorstehend identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter haben. Wir sind davon überzeugt, dass der Konzern die bestehenden Herausforderungen auch im Konzerngeschäftsjahr 2023 wieder erfolgreich meistern wird. Unsere solide Vermögens- und Finanzlage schafft dafür die Basis.

Chancen

Chancen und Risiken werden innerhalb der Unternehmensgruppe systematisch identifiziert und analysiert. Dabei werden auch branchenfremde Überlegungen in Erwägung gezogen und verfolgt. Im Vordergrund stehen hier der Zugang zu neuen Märkten und die Risikoreduktion durch Diversifikation.

Davon unberücksichtigt liegen die Kernaktivitäten weiterhin im Sonderventilbau. Als Technologieführer in der Ventiltechnologie sehen wir gute Chancen, mit unseren qualitativ hochwertigen Produkten ausgesuchte Zielmärkte und -branchen zu erschließen und potenzielle Wachstumschancen, sowohl im nationalen als auch im internationalen Geschäft, wahrnehmen zu können.

Chancen ergeben sich auch insbesondere bei unseren Tochtergesellschaften XX Hotels GmbH und hms design Solutions GmbH. Die auf Grund ihrer Geschäftstätigkeit im Hotel- bzw. Messe- und Veranstaltungsgewerbe tätigen Unternehmen waren durch die COVID-19-Pandemie stark betroffen. Im Geschäftsjahr 2022 zeichneten sich langsam Erholungstrends ab, die sich in 2023 weiter ausbauen und zu positiveren Ergebnisbeiträgen führen sollten.

Zusammenfassend richten wir den Fokus im Rahmen des Chancenmanagementsystems insbesondere auf wesentliche Einzelchancen und branchenspezifische Chancen.

Prognosebericht

Das ifo Institut sieht aktuell einen spürbaren Nachfragerückgang der deutschen Wirtschaft und rechnet mit einem Rückgang des BIP von 0,4 Prozent für Deutschland in 2023 und geht in der im Juni veröffentlichen Prognose von einer leicht rückläufigen, aber immer noch hohen Inflationsrate von 5,8 Prozent aus. Auch im Euroraum sieht das Institut kaum Wachstum und geht von einem Anstieg des BIP von 0,6 Prozent aus. Auf ähnlichem Niveau liegen auch die Einschätzungen für die USA, die für uns einen wichtigen Absatzmarkt darstellen.

Die nur leicht rückläufige Inflation und das hohe Zinsniveau dürfte das Nachfrage- und Investitionsverhalten der Konsumenten weiter negativ beeinflussen.

Eine Prognose der VDMA prognostiziert für den Weltmaschinenbau ein preisbereinigtes Umsatzplus von 1,0 Prozent. Das Maschinenbau-Barometer von PwC sieht die Konjunkturentwicklung eher pessimistisch, sogar mit einem leicht rückläufigen Umsatz.

Unter Berücksichtigung der vorangestellten volkswirtschaftlichen und branchenspezifischen Annahmen und einer konservativen Planung erwarten wir im Jahr 2023 dennoch eine moderate Umsatzsteigerung. Wie bereits in den Vorjahren werden wir versuchen, je nach Geschäftslage unterjährig entsprechende Anpassungen vorzunehmen, um das positive Ergebnis vor Steuern (EBT) auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 zu generieren. Sicherlich werden die Preise in den Beschaffungsmärkten noch weiter anziehen, was einen negativen Einfluss auf unsere Materialaufwandsquote haben dürfte.

Langfristig halten wir an unserer Wachstumsstrategie fest, was sowohl die Gewinnung und die Ausweitung bestehender internationaler Absatzmärkte als auch die Erweiterung der Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten am Standort Forchtenberg vorsieht.

 

Forchtenberg, 2. August 2023

müller co-ax gmbh

Die Geschäftsführung

Friedrich Müller

Thorsten Müller

Andreas Wurst

Antonio Erriu

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die müller co-ax gmbh, Forchtenberg

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der müller co-ax gmbh, Forchtenberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der müller co-ax gmbh, Forchtenberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchst, a) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Sindelfingen, den 3. August 2023

KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Sebastian Zerbe, Wirtschaftsprüfer

Christin Bauer, Wirtschaftsprüferin

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernabschluss wurde am 08.08.2023 gebilligt.

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