Kemmler Baustoffe GmbHLiquidiert

78166 Donaueschingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 703252
Eingetragen
16.1.2009
Branche
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und BauelementenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Der Handel mit Baustoffen und Bauelementen.

Historie

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Management

NameRolle
Kurt Binder
seit 2.8.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kemmler Baustoffe GmbH

Donaueschingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31. DEZEMBER 2015 Offenlegungsexemplar 31. Dezember 2015

DER KEMMLER BAUSTOFFE GMBH, DONAUESCHINGEN

AKTIVA

EUR Vorjahr
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte   2.896,00 5
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 7.416,00   9
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.010,00   8
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 833.715,00   693
4. Geleistete Anzahlungen 0,00   3
    848.141,00 713
III. Finanzanlagen      
Beteiligungen   50,00 0
    851.087,00 718
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte   2.411.807,49 2.421
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.630.922,66   1.770
2. Sonstige Vermögensgegenstände 511.759,97   508
    2.142.682,63 2.278
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   99.258,55 4
    4.653.748,67 4.703
    5.504.835,67 5.421

PASSIVA

     
  EUR Vorjahr
TEUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00   1.000
II. Gewinnrücklagen 1.188.522,89   1.189
III. Gewinnvortrag 520.333,54   480
IV. Jahresüberschuss 1.580,15   41
    2.710.436,58 2.710
B. RÜCKSTELLUNGEN   331.568,00 306
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00   152
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 784.454,43   791
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.510.683,63   1.349
4. Sonstige Verbindlichkeiten 167.693,03   113
davon aus Steuern: EUR 111.889,03 Vorjahr: TEUR34      
    2.462.831,09 2.405
    5.504.835.67 5.421

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2015
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2015
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13.668,90 0,00 0,00 0,00 13.668,90
Sachanlagen          
Bauten auf fremden Grundstücken 862.307,71 0,00 0,00 0,00 862.907,71
Technische Anlagen und Maschinen 10.513,49 0,00 0,00 0,00 10.513,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.825.944,41 325.030,92 3.350,00 147.680,56 3.006.644,77
Geleistete Anzahlungen 3.350,00 0,00 -3.350,00 0,00 0,00
  3.702.715,61 325.030,92 0,00 147.680,56 3.880.065,97
Finanzanlagen          
Beteiligungen 50,00 0,00 0,00 0,00 50,00
  3.716.434,51 325.030,92 0,00 147.680,56 3.893.784,87
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2015
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2015
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.653,90 2.119,00 0,00 0,00 10.772,90
Sachanlagen          
Bauten auf fremden Grundstücken 854.236,71 1.255,00 0,00 0,00 855.491,71
Technische Anlagen und Maschinen 2.452,49 1.051,00 0,00 0,00 3.503,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.132.584,41 167.246,92 0,00 126.901,56 2.172.929,77
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.989.273,61 169.552,92 0,00 126.901,56 3.031.924,97
Finanzanlagen          
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.997.927,51 171.671,92 0,00 126.901,56 3.042.697,87
Buchwerte
31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.896,00 5.015,00
Sachanlagen    
Bauten auf fremden Grundstücken 7.416,00 8.671,00
Technische Anlagen und Maschinen 7.010,00 8.061,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 833.715,00 693.360,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 3.350,00
  848.141,00 713.442,00
Finanzanlagen    
Beteiligungen 50,00 50,00
  851.087,00 718.507,00

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR 2015 BIS 31. DEZEMBER 2015

DER KEMMLER BAUSTOFFE GMBH, DONAUESCHINGEN

EUR Vorjahr
TEUR
1. Rohergebnis   4.651.488,61 5.071
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 2.112.456,43   2.000
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 437.325,53   426
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 171.671,92   185
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.885.463,70   2.301
    4.606.917,58 4.912
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.374,56   7
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.041,14 Vorjahr: TEUR 5      
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.243,34   67
davon an verbundene Unternehmen: EUR 18.485,39 Vorjahr: TEUR 58      
    -13.868,78 -60
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   30.702,25 99
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.499,11   42
9. Sonstige Steuern 15.622,99   16
    29.122,10 58
10. Jahresüberschuss   1.580,15 41

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

DER KEMMLER BAUSTOFFE GMBH, DONAUESCHINGEN

I. Allgemeine Angaben

Gemäß § 265 Abs. 5 und 6 HGB wurde die Bezeichnung einzelner Posten ihrem tatsächlichen Inhalt angepasst. Dies betrifft im Einzelnen:

Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Waren

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Abschreibungen

Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um den Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert.

II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung

Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von drei Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und neunzehn Jahren angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 410,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3,0 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Forderungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Zu den sonstigen Vermögensgegenständen gehören auch Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Im Einzelnen sind dies Steuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt TEUR 59 (Vorjahr TEUR 6).

2. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Beitreibungen, Reklamationen, Kundengutschriften und Personalverpflichtungen. Daneben kommen die üblichen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten zum Ausweis.

3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2015

Verbindlichkeiten Gesamt davon Restlaufzeiten davon gesichert
TEUR unter 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
Vorjahr 152 152 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 784 784 0 0 0
Vorjahr 791 791 0 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.511 1.511 0 0 0
Vorjahr 1.349 1.349 0 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 168 168 0 0 0
Vorjahr 113 113 0 0 0
  2.463 2.463 0 0 0
Vorjahr 2.405 2.405 0 0 0

Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche und kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den gesamten Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten nicht regelmäßig wiederkehrende Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind oder betriebsfremd sind, in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr TEUR 225). Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erstattungen der Warenkreditversicherung sowie Erlöse aus Mahn- und Klagekosten.

6. Periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nicht regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind oder betriebsfremd sind, in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr TEUR 87). Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Zuweisungen zu Rückstellungen, Forderungsverluste sowie Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen.

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für die Betriebsgrundstücke und -gebäude gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 238, jährlich kündbar).

2. Gesamtbezüge der Unternehmensorgane

Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung entfällt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4HGB.

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers entfällt unter Hinweis auf § 288 Abs. 2 HGB.

4. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch

Herrn Dr. Marc Kemmler, Tübingen

Herrn Claus-Werner Neidhart, Geisingen

wahrgenommen.

5. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl von Beschäftigten setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Personen 2015
Angestellte 48
Gewerbliche Arbeitnehmer 13
Gesamt 61

6. Unternehmensbeziehungen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kemmler Baustoffe Weinsberg GmbH, Weinsberg (vorm. Kemmler-Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Tübingen) einbezogen.

 

Donaueschingen, den 30. März 2016

Kemmler Baustoffe GmbH, Donaueschingen

Dr. Marc Kemmler

Claus-Werner Neidhart

Lagebericht zur Bilanz per 31. Dezember 2015

der Kemmler Baustoffe GmbH, Donaueschingen

1.) Kemmler Baustoffe

Die Kemmler Baustoffe GmbH, Donaueschingen ist Teil der Kemmler Baustoffe Handelsgruppe, deren Wurzeln bis ins Jahr 1885 zurückreichen. Insgesamt verfügt Kemmler Baustoffe über 22 Standorte in Süddeutschland, an denen insgesamt über 1.200 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zusammen erwirtschafteten sie im Jahr 2015 einen Umsatz von rd. 322 Mio. Euro. In Baden-Württemberg zählt die Kemmler Baustoffe zu den Marktführern der Branche.

2.) Tätigkeitsfeld

Die Kemmler Baustoffe GmbH, Donaueschingen ist in der Sparte Baustoff-Fachhandel tätig. Der Handel mit Baustoffen erfolgt sowohl auf der Groß- als auch auf der Einzelhandelsstufe.

Schwerpunktmäßig ist das Unternehmen dabei im Produktions-Verbindungshandel auf der Ebene des Baustoffgroßhandels als Mittler zwischen der Baustoffindustrie und gewerblichen Kunden, z.B. Architekten, Bauunternehmen sowie den verschiedenen handwerklichen Sparten des Bau- und Ausbaugewerbes tätig. Ein zweiter Abnehmerkreis im Baustoffgroßhandel bilden private Bauherren und Hausbesitzer.

Mit Wirkung zum 01.02.2016 hat die Kemmler Baustoffe GmbH, Donaueschingen im Rahmen eines Betriebsführungsvertrages die Kemmler Baustoffe Donaueschingen GmbH, Donaueschingen (Betriebsführungsgesellschaft) mit der Führung der laufenden Geschäfte der Baustoff-Fachhandlung beauftragt. Zu diesem Zweck sind die Arbeits- und Dienstverhältnisse der Beschäftigten auf die Betriebsführungsgesellschaft übergegangen. Die Betriebsführungsgesellschaft führt die Geschäfte im Namen und auf Rechnung der Kemmler Baustoffe GmbH, Donaueschingen.

3.) Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Nachdem die Bauinvestitionen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2014 nominal um 5,2 % und preisbereinigt um 2,9 % gestiegen sind, verlief die Baukonjunktur im Jahr 2015 weitaus weniger dynamisch als erwartet. Die Bauinvestitionen stiegen nominal nur um 2,0 % und preisbereinigt nur noch um 0,3 %. Dabei war einzig der Wohnungsbau der Wachstumstreiber mit einem nominalen Plus von 3,3 %. Die übrigen Bauarten waren von Stagnation oder teilweise auch von rückläufigen Bauinvestitionen geprägt. Dementsprechend fiel das Umsatzplus der Bauwirtschaft in 2015 nach Angaben der Bundesvereinigung Bauwirtschaft mit nur 1,6 % bescheiden aus.

Wie bereits in den Vorjahren war auch im Jahr 2015 der Wohnungsbau getragen durch das historisch niedrige Zinsniveau, den wachsenden Flüchtlingszahlen, dem starken Zuzug in die Städte, dem bestehenden Nachholbedarf und dem robusten Arbeitsmarkt, die Stütze der Baukonjunktur. Insbesondere hat hier der Neubau von Mehrfamilienhäusern positiv beeinflusst. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurde im Jahr 2015 in Deutschland der Bau von rund 309 000 Wohnungen genehmigt. Das waren 8,4 % oder knapp 24 000 Wohnungen mehr als im Jahr 2014. Die im Jahr 2009 begonnene positive Entwicklung setzte sich somit auch im Jahr 2015 fort. Erstmals seit dem Jahr 2000 wurde die Marke von 300 000 genehmigten Wohnungen überschritten. Nach Einschätzung des ifo-lnstituts haben sich jedoch die Aufwendungen für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden weiter rückläufig entwickelt. Ausschlaggebend hierfür ist sicherlich die Verunsicherung der Verbraucher über den Einsatz von Wärme-Verbundsystemen, fehlende steuerliche Anreize sowie die stark gesunkenen Energiekosten.

Im Gewerbebau ist eine deutliche Investitionszurückhaltung der Unternehmen zu spüren. So konnte der gewerbliche Hochbau im Jahr 2014 noch um 4,3 % zulegen, im Jahr 2015 stagnierte er fast bei mageren 0,1 % Zuwachs. Lediglich im Tiefbau, der im Gewerbebau jedoch eine wesentliche kleinere Bedeutung einnimmt als der Hochbau, wurde ein bescheidenes Plus von 0,9 % erreicht. Insgesamt verblieb damit im gewerblichen Bau nur ein Zuwachs der Bauinvestition von 0,3 % im Jahr 2015. Allgemein kann gesagt werden, dass sich der Gewerbebau von der allgemeinen Konjunkturentwicklung entkoppelt hat.

Der öffentliche Bau profitierte im Jahr 2015 noch nicht von den Investitionsprogrammen des Bundes. Insgesamt gingen die Bauinvestitionen in diesem Bereich sogar um 0,3 % zurück. Besonders stark war der Rückgang im öffentlichen Hochbau mit 1,3 %.

Aufgrund des widererwarteten schwachen Wachstums am Bau sowie dem Umstand, dass der Baustoff-Fachhandel an dem nochmals gestiegenen Fertigstellungszahlen von Wohneinheiten nicht profitieren konnte, da weiterhin der Trend zum Geschoss-Wohnungsbau zu Lasten des materialintensiveren Ein- und Zweifamilienhausbaus ging, verzeichnete die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Fremdumsatzrückgang von 4,3 %.

Umsatzentwicklung:

Jahr 2011 2012 2013 2014 2015
Fremdumsatz in Mill. EURO 26,0 25,7 24,1 23,5 22,5
Steigerung in % 0,5 -1,3 -6,4 -2,4 -4,3

Dem Risiko von Forderungsausfällen, bedingt durch den harten Preiskampf in der Bauwirtschaft, hat die Gesellschaft durch entsprechende Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen. Zur Absicherung des Forderungsausfallrisikos besteht zudem eine Warenkreditversicherung.

Das Lagerrisiko, ausgehend von einem umfangreichen Vollsortiment, wurde im Zuge der Bestandsbewertung im Rahmen des steuerlich Zulässigen durch entsprechende Lagerabwertungen berücksichtigt.

Dem Gedanken der Risikominimierung zufolge bestehen Haftpflicht- und Sachversicherungsverträge mit ausreichenden Deckungshöhen. Bestandsgefährdende Risiken sind deshalb aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Abschreibungen und Rückstellungen wurden in der steuerlich zulässigen Höhe voll ausgenutzt.

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2015 betrafen:

Bereich:
Betriebsausstattung 253 Tsd. €
Fuhrpark 50 Tsd. €
EDV / Büroeinrichtung 25 Tsd. €
Gesamt 328 Tsd. €

Künftige Investitionen werden, analog zur Vergangenheit, unter der Berücksichtigung betriebsnotwendiger Substanzerhaltung und der Zukunftssicherung des Unternehmens getätigt.

4.) Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft erzielte im Jahr 2015 mit einer preisbereinigten Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % ein moderates Wachstum. Die überwiegende Anzahl der Prognosen zur Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts 2016 geht von einer ähnlichen Steigerung für das Jahr 2016 aus. So liegt die Prognose der Bundesregierung und des IWF bei +1,7 %, die der Bundesbank bei +1,8 % und die des ifo-lnstituts bei +1,9 %.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung zeichnet in seinem Bericht zur Lage und Perspektive der Bauwirtschaft vom November 2015 für das Jahr 2016 ein positives Bild der Baukonjunktur. Das Institut geht davon aus, dass der Wohnungsbau auch weiterhin eine unverändert starke Stütze der Baukonjunktur sein wird. Im Gegensatz zum Jahr 2015 geht das Institut auch davon aus, dass im Jahr 2016 alle anderen Baubereiche zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen werden. Auch der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) berichtet in seiner Pressemitteilung vom Januar 2016 von einem zuversichtlichen Blick auf 2016 mit einem erwarteten Umsatzwachstum von 3 %.

Aufgrund der unverändert vorteilhaften Rahmenbedingungen - gute Arbeitsmarktlage, steigende Einkommen, niedrige Kreditzinsen - bleibt der Wohnungsbau wesentliche Stütze des Wachstums und hier im Besonderen der Neubau von Mehrfamilienhäusern. Für den Wohnungsbau erwartet der ZDB ein Umsatzwachstum von 5 % und eine Zunahme der Fertigstellungen von Wohnungen von 260.000 auf 290.000 Einheiten. Dies entspricht nach Meinung vieler Experten jedoch noch immer nicht dem Bedarf. Nach der Pestel-Studie "Deutschland braucht bis 2020 zwei Millionen neue Wohnungen" vom September 2015, werden jährlich 400.000 neue Wohnungen benötigt. Damit werden in 2016 voraussichtlich immer noch gut 100.000 Wohnungen zu wenig gebaut werden. Die angekündigte Sonder-AfA für den Mietwohnungsbau und die Verdoppelung der Fördermittel des Bundes für den sozialen Wohnungsbau für die Jahre 2016 bis 2018 auf jeweils 1 Mrd. Euro, könnten sich zusätzlich positiv auf die Baukonjunktur auswirken.

Nachdem der Wirtschaftsbau die Erwartungen für 2015 nicht erfüllt hat, geht der ZDB als auch die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) davon aus, dass die Umsätze in 2016 auf dem Vorjahresniveau verharren werden. Dies lässt auch die Entwicklung der Baugenehmigungen im Wirtschaftshochbau vermuten, die zu Beginn des vierten Quartals 2015, bemessen nach Baukosten, bei -3 % gelegen haben.

Nachdem im öffentlichen Bau ebenfalls enttäuschenden Jahr 2015 gehen hier sowohl die Bauwirtschaft als auch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung für 2016 von deutlichen Impulsen aus. So rechnet der ZDB mit einer Umsatzsteigerung von 4 %. Dazu wird die erst in 2016 wirksam werdende Aufstockung der Bundesmittel für kommunale Investitionen und die Verkehrsinfrastruktur beitragen. Ebenso stimulierend könnten sich hier die gute Kassenlage der Kommunen sowie die Einrichtung eines Sondervermögens für finanzschwache Gemeinden auswirken. Zu guter Letzt sind auch von der erforderlichen Herrichtung von Immobilien für die Unterbringung von Flüchtlingen Impulse zu erwarten.

Insgesamt stehen die Vorzeichen für ein moderates Wachstum des Baustoff-Fachhandels im Jahr 2016 trotz der voraussichtlichen Stagnation im Wirtschaftsbau nicht schlecht. Voraussetzung dafür ist jedoch ein stabiles gesamtwirtschaftliches Umfeld, wofür ein stabiler Euroraum Voraussetzung ist. In jedem Fail wird das Unternehmen seine kostenbewusste Führung, die Straffung der Organisation und die Steigerung der Marktpräsenz fortsetzten. Vorrangiges Ziel dabei ist auch für das Jahr 2016 ein befriedigendes Ergebnis zu erwirtschaften. Der Start ins Baujahr 2016 war auch witterungsbedingt durchaus als ordentlich zu bezeichnen und steht deshalb einem moderaten Gesamtjahreswachstum nicht entgegen.

 

Kemmler-Baustoffe GmbH, Donaueschingen

Dr. Marc Kemmler

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kemmler Baustoffe GmbH, Donaueschingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Kemmler Baustoffe GmbH, Donaueschingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 30. März 2016

SLP BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Lörch, Wirtschaftsprüfer

Storz, Wirtschaftsprüfer

Angabe gemäß § 328 Abs. 1 HGB

Der Abschluss wurde festgestellt am 27.06.2016.

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