HOPPECKE Systemtechnik GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Dr. Herrmann seit 19.5.2022 | Prokura |
Manfred Walter Barfuß seit 7.12.2015 | Geschäftsführer |
Heinrich Becker seit 31.5.2010 | Prokura |
Marc Dr.rer.pol. Zoellner seit 1.8.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 26.05% | |
| 8.02% | |
F******** S******** Z******* | 8.02% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbHBrilonKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022Unter dem Dach der Accumulatorenwerke HOPPECKE bestehen seit 2019 die Teilkonzerne HOPPECKE und INTILION. Während der Teilkonzern HOPPECKE die etablierten Speichertechnologien Blei und Nickel unter sich vereint, verantwortet der zweite Teilkonzern unter dem Markennamen und der Firmierung INTILION sämtliche Aktivitäten basierend auf der Speichertechnologie Lithium-Ionen. Die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH hat sich aus der operativen Geschäftstätigkeit zurückgezogen und übt die Funktion einer reinen Management-Holding aus. Administrative und sonstige Dienstleistungen werden überwiegend vom Teilkonzern HOPPECKE erbracht und als Shared Services an andere Teile der Gruppe verrechnet. Der Teilkonzern HOPPECKE agiert in den nachfolgend beschriebenen vier Anwendungsbereichen und bildet die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohstofferzeugung bis zur Rücknahme von Batterien und Batteriesystemen am Ende ihrer Nutzungsdauer ab. Motive Power / Anwendungsbereich Trak liefert für jede industrielle Anwendung das richtige Antriebsenergie-System. Neben verschiedenen Batteriespeichern in den Basistechnologien Blei und Nickel gehören die Ladetechnologie, Batteriewechselanlagen sowie diverse Monitoring- und Managementsysteme zum Produkt-Portfolio. Reserve Power / Anwendungsbereich Grid & Sun
Special Power / Anwendungsbereich Rail bedient mit maßgeschneiderten Batteriespeichersystemen die sehr spezifischen und oftmals technologisch anspruchsvollen Kundenanforderungen in ausgewählten Marktnischen. In Abhängigkeit von der zu lösenden Aufgabe kommen die Basistechnologien Blei oder Nickel zum Einsatz. Vor allem bei der Entwicklung, der projektspezifischen Auslegung und der Integration komplexer Bahnbatteriesysteme ist HOPPECKE weltweit führend. Service unterstützt bzw. ermöglicht die Umsetzung der Geschäftsmodelle der zuvor genannten Anwendungsbereiche. Durch kundenorientierte, anwendungsspezifische Produkte und Dienstleistungen optimiert der Service den Einsatz der Energiespeicherlösungen und schafft höchsten Kundennutzen. Neben den Dienstleistungen beim Kunden vor Ort runden remote verfügbare Monitoring- und Analysesysteme das Produktportfolio ab. Zur Absicherung und zum weiteren Ausbau des Systemgeschäftes ist die Supportfunktion Service unverzichtbar. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Energiespeichersystemen basierend auf der Lithium-Ionen-Technologie bedarf es im Teilkonzern INTILION der Fokussierung auf relevante Anwendungen und Märkte. Wie im Teilkonzern HOPPECKE stehen industrielle Anwendungen und B-2-B-Geschäftsmodelle im Vordergrund. In den Produktlinien Traction, Energy Storage (ESS) und Rail sind zahlreiche Produktlösungen von der Standard-Batterie für Flurförderzeuge, über Großspeicher zur Nutzung regenerativer Energie bis hin zu komplexen Bahnsystemen, die in Zügen nicht nur Backup-Power für Sicherheitssysteme liefern, sondern elektrische Lokomotiven vorübergehend auch antreiben, entstanden. HOPPECKE und INTILION haben sich in den für sie wesentlichen Anwendungsbereichen inzwischen als Entwicklungspartner und Systemlieferant für komplexe Speicherlösungen und Dienstleistungen in allen wesentlichen Batterietechnologien etabliert. Während der Vertrieb und die Produktion sowie vertriebs- und produktionsnahe Bereiche den einzelnen Anwendungsbereichen und Produktlinien zugeordnet werden, sind die übrigen administrativen Bereiche und Stabsfunktionen wie Forschung und Entwicklung, Informationstechnologie, Qualitätssicherung, Einkauf, Logistik, Personal, die kaufmännischen Bereiche sowie Recht, Compliance, Interne Revision und Steuern in Deutschland vornehmlich zentral organisiert. International hängt die Ausgestaltung der zur Unternehmensgruppe HOPPECKE gehörenden Gesellschaften sehr stark von der Größe und der Funktion der einzelnen Gesellschaften ab. Insbesondere die chinesischen Gesellschaften HOPPECKE Battery Systems (Wuhan) Co., Ltd. und HOPPECKE Battery Systems (Liyang) Co., Ltd. verfügen wie die deutsche Organisation über eine breite funktionale Ausgestaltung und weitreichende Selbständigkeit. Der Funktionsumfang der polnischen Landesgesellschaft HOPPECKE Baterie Polska Sp. z o. o. wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 deutlich erweitert. Neben der vorhanden Vertriebs- und Serviceorganisation ist inzwischen eine Produktionsstätte für Bleibatterien entstanden. Produktionsnahe Bereiche und Supportfunktionen sind ebenfalls vor Ort verfügbar. Wirtschaftsbericht Die HOPPECKE-Unternehmensgruppe positioniert sich als innovativer Systemanbieter mit ausgeprägter Entwicklungs-, Anwendungs- und Engineering-Kompetenz. Mit breiter, qualitativ hochwertiger Produktpalette wird Technologie-agnostisch die optimale Lösung für den individuellen Energiebedarf gesucht. Das Zielbild, elektrische Energie für jeden und überall im industriellen Umfeld verfügbar zu machen, bestimmt den Kurs des Unternehmens und das Handeln der Menschen, die in der Unternehmensgruppe beschäftigt sind. Das Geschäftsjahr 2021/2022 steht durchgängig unter dem Einfluss der weltweit grassierenden COVID-19 Pandemie. Um in der mitunter volatilen Pandemielage den Überblick zu wahren, nutzen wir das zu Beginn der Pandemie gegründete sogenannte COVID-19 Nerve Center. Ein interdisziplinär besetztes Projektteam beschafft relevante Informationen, bereitet diese auf, formuliert Maßnahmen und Entscheidungsvorschläge in den Handlungsfeldern Health, Customers, Financials und Supply Chain. Regelmäßige Abstimmungsrunden mit der Geschäftsführung werden zum festen Bestandteil der kurzfristigen Unternehmenssteuerung. Mit dem Ziel, den operativen Geschäftsbetrieb und die Handlungsfähigkeit des Unternehmens aufrecht zu erhalten und zugleich die Gesundheit unserer Mitarbeiter/innen und Geschäftspartner bestmöglich zu schützen, werden unzählige Maßnahmen umgesetzt. Dank dieses entschlossenen Handelns, dem Aufbau eines Testzentrums am Standort Brilon sowie einer unternehmensweiten Impfkampagne gelingt es, die Infektionsrate in der Belegschaft gering zu halten. Corona bedingte Standortschließungen oder nennenswerte Produktionsstillstände sind im Geschäftsjahr 2021/2022, anders als zu Beginn der Pandemie, nicht zu beklagen. Zum Ende der Geschäftsjahres 2021/2022 drängt ein anderes Ereignis die COVID-19 Pandemie medial aber auch hinsichtlich der zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen in den Hintergrund. Der Krieg in der Ukraine setzt einen abrupten Schlusspunkt hinter die fast schon selbstverständliche Erwartung, in Europa in Sicherheit und Frieden leben und wirtschaften zu können. Neben den furchtbaren humanitären Folgen führen die gegen Russland verhängten Sanktionen zu Turbulenzen an den internationalen Aktien-, Devisen- und Rohstoffmärkten. Sprunghaft gestiegene Energiepreise treffen private Verbraucher wie Unternehmen auf breiter Front und treiben die weltweit ohnehin schon erhöhten Inflationsraten weiter nach oben. Die mittelbaren Folgen aus steigenden Preisen und drohenden Lieferausfällen sind zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 noch nicht in Gänze abzusehen. Viele Märkte und Lieferketten sortieren sich neu. Neben zahlreichen Herausforderungen entstehen oftmals auch neue Handlungsoptionen. An den fundamentalen Rahmenbedingungen und der langfristigen Perspektive der HOPPECKE-Gruppe ändert die aktuelle Situation zunächst wenig. Der Bedarf an elektrischer Energie und deren Speicherung ist weltweit steigend. Ohne den Einsatz elektrochemischer Speicher werden weder die intensivere Nutzung regenerativer Energien noch die Umsetzung alternativer Mobilitätskonzepte gelingen. Dass Batteriespeichern in diesem Transformationsprozess eine Schlüsselrolle zukommt, ist unbestritten. Der grundlegende Wandel, dem die Erzeugung, Verteilung und Nutzung elektrischer Energie derzeit unterliegt, bietet technologieunabhängig vielfältige Chancen für den Einsatz stationärer und mobiler Energiespeichersysteme. Seit Ausbruch des Ukraine-Krieges ist die Sorge um eine sichere und finanziell tragbare Energieversorgung in den Mittelpunkt des politischen Handlungsrahmens gerückt. Die drohende Mangellage fördert den Willen und die Akzeptanz, die sogenannte Energiewende schneller und konsequenter als zuvor umzusetzen. Vor allem in Europa erfreuen sich unsere Batterien und Energiespeichersysteme im Geschäftsjahr 2021/2022 wachsender Nachfrage. Das akquirierte Auftragsvolumen lastet die verfügbaren Fertigungskapazitäten in nahezu allen Anwendungsbereichen weitgehend aus. Während des gesamten Jahres begleiten uns angebotsseitige Probleme der globalen Industrie. Selbst etablierte und vor der Pandemie als robust und verlässlich geltende Lieferketten geraten nachhaltig ins Stocken. Beschaffungsseitige Lieferengpässe, fehlende Frachtkapazitäten und die eingeschränkte Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter begrenzen das nachfrageseitig bestehende Wachstumspotenzial. Die aus dieser Gemengelage resultierenden Lieferzeiten belasten nicht nur unsere Kundenbeziehungen, sondern führen auch zu Timelag-Effekten bei Umsetzung und Wirkung der erforderlichen Preiserhöhungen zur Kompensation steigender Herstellkosten. Die Auftragseingänge der HOPPECKE-Gruppe nehmen im Geschäftsjahr 2021/2022 einen insgesamt erfreulichen Verlauf. Vorrübergehend etwas niedrigere Auftragsvolumina im Herbst 2021 können durch deutliche Zuwächse in der zweiten Geschäftsjahreshälfte vollständig kompensiert werden. In Summe werden die Auftragseingänge des Vorjahres um rund 12 % übertroffen, wobei der Auftragseingang des Vorjahres durch Nachholeffekte in China nach Beendigung des achtwöchigen Shutdowns infolge der aufkommenden COVID19 Pandemie außerordentlich erhöht war. Das eher mittel- und langfristig orientierte Projektgeschäft in den Anwendungsbereichen Grid & Sun erweist sich weiterhin als robust und ohne erkennbare Einflüsse der derzeitigen Umfeldbedingungen. Der Zuwachs im Auftragseingang wird mehrheitlich in Europa generiert und lastet insbesondere den Produktionsstandort Brilon aus. Die Abwicklung eines Großauftrages zur Lieferung und Installation von 9.000 netzunabhängigen Stromversorgungssystemen in dünn besiedelte Gebiete der Amazonas-Region in Brasilien verläuft plangemäß. Gegenüber Vorjahr deutlich belebt und auf einem konstant hohen Niveau verläuft die Geschäftsentwicklung im Anwendungsbereich Trak. Mit einer Wachstumsrate von 17 % im Auftragseingang werden die Vorjahreswerte deutlich übertroffen. Die größten Zuwächse werden auch hier in der europäischen Vertriebsorganisation ausgewiesen. Die in diesem Produktbereich verfügbare Fertigungskapazität am Standort Brilon ist insbesondere in der zweiten Geschäftsjahreshälfte vollständig gefüllt. Das vergleichsweise kleine und von einem langzyklischen Umfeld geprägte Bahnsegment Rail zeichnet sich seit Jahren durch hohe Kontinuität aus. In der Geschäftsentwicklung zunächst kaum von der COVID-19 Pandemie beeinflusst führen im Geschäftsjahresverlauf 2021/2022 vermehrt auftretende Störungen der Lieferanten- und Kundenseitigen Supply Chain zu zahlreichen Projektverschiebungen und -stillständen. Da die Fertigungskapazitäten unserer Kunden länger als vorgesehen durch bestehende Aufträge beansprucht werden, wirken sich sie Verwerfungen in der Lieferkette zunehmend auch auf die Vergabe neuer Projekte aus. Trotz hoher Auftragsbestände und großer Angebotsvolumina werden die Vorjahreswerte im Auftragseingang und bei Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2021/2022 nur geringfügig überschritten. Im Teilkonzern INTILION setzt sich die positive Entwicklung der Auftragseingänge ebenfalls fort. Neben dem schwindenden Einfluss der COVID-19 Pandemie zeichnet die personell verstärkte sowie auf weniger Anwendungen und Zielkunden fokussierte Marktbearbeitung für den Vertriebserfolg verantwortlich. Das im Geschäftsjahr 2021/2022 vereinnahmte Auftragsvolumen für Lithium-Energiespeichersysteme wird im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Aufgrund erheblicher Beschaffungsprobleme bei elektronischen Bauteilen gelingt es nur bedingt, diesen Zuwachs im Auftragseingang gleichermaßen in ein entsprechendes Umsatzwachstum zu überführen. Die für HOPPECKE relevanten Rohstoffmärkte zeichnen sich im Geschäftsjahr 2021/2022 durch große Volatilität und tendenziell steigende Notierungen aus. Für den bedeutsamsten Rohstoff Blei ergibt sich per Ende März ein Jahres-Durchschnittswert von 1.967 EUR/t (Vorjahr 1.598 EUR/t). Seit Geschäftsjahresbeginn steigen die monatlichen Durchschnittskurse an der London Metal Exchange (LME) kontinuierlich an. Im August 2021 wird mit einem Durchschnittskurs von 2.063 EUR/t erstmals seit Juni 2018 wieder die Marke von 2.000 EUR/t überschritten. Zum Abschluss des zweiten Quartals wird der Trend steigender Notierungen zunächst gebrochen. Der September geht mit einem monatlichen Durchschnittskurs von 1.918 EUR/t aus dem Handel. Im Oktober übersteigen die Bleipreis-Notierungen an der LME wieder die Marke von 2.000 EUR/t und halten dieses Niveau bis zum Geschäftsjahresende. Höhere Bleipreise werden in der Regel über etablierte Metallteuerungszuschlag-Systeme (MTZ) oder Individualvereinbarungen an Kunden weitergegeben. In Phasen kontinuierlich steigender Bleinotierungen kommt es dennoch zu einer Ergebnisbelastung, da die Preisanpassungsmechanismen nur zeitversetzt reagieren und somit die Belastungen auf der Beschaffungsseite das Unternehmen früher treffen als die Entlastungen über angepasste Verkaufspreise. Lange Lieferzeiten verzögern die Effekte auf der Erlösseite und lassen den Ergebniseinfluss anwachsen. Eine Kompensation dieser Belastung stellt sich erst bei wieder sinkenden Rohstoffpreisen ein, wenn sich der zuvor beschriebene Mechanismus in seiner Ergebnisauswirkung umkehrt. Auch an der Shanghai Metal Exchange (SHME) werden zu Geschäftsjahresbeginn zunächst steigende Blei-Notierungen ausgewiesen. Die Intensität des Anstiegs ist im Vergleich zur LME jedoch geringer. Dem vorläufigen Scheitelpunkt dieser Entwicklung im Juli folgt ein Preisverfall, der im September mit einem Durchschnittskurs von 1.706 EUR/t seinen Boden findet. Seither steigen die Notierungen bis zum Geschäftsjahresende weiter an. Im März 2022 wird mit einer Notierung von 1.932 EUR/t der Geschäftsjahreshöchststand erreicht. Mit einem Durchschnittskurs von 1.807 EUR/t (Vorjahr 1.710 EUR/t) liegt der Metallpreis am chinesischen Börsenplatz im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2022 rund 160 EUR/t (-8,1 %) unterhalb des europäischen Niveaus. Die Nickel-Notierung zeichnet sich gerade in jüngster Vergangenheit durch extreme Volatilität aus. Unter dem Einfluss der Ukraine Krise, Russland gilt als weltweit größter Nickelexporteur, wurde der Handel an der LME aufgrund extremer Preissprünge mehrfach ausgesetzt. Der Durchschnittspreis liegt im Geschäftsjahr 2021/2022 mit 20.602 USD/t inzwischen rund 37 % oberhalb des Vorjahreszeitraums mit 14.999 USD/t. Eine Entwicklung, die sich nach dem Berichtszeitraum zunächst fortsetzt. Erst im Mai 2022 ist eine Trendumkehr zu beobachten. Anders als bei Blei erwarten wir bei Nickel infolge wachsender Nachfrage mittel- und langfristig tendenziell steigende Notierungen. Die Produktionsleistung über alle Standorte und Sparten steigt im Vorjahresvergleich um rund 4 % an. Eine Entwicklung, von der vor allem die deutschen Fertigungsstätten der Gruppe profitieren können. Der Trend, anteilig mehr Umsatzerlöse durch den Absatz von Handelswaren und Dienstleistungen zu erwirtschaften, setzt sich im Geschäftsjahr 2021/2022 fort. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der stetig steigende Anteil komplexerer Energiesysteme im abgesetzten Produktmix. Die Leistung der Metallhütte HOPPECKE überschreitet im Geschäftsjahr 2021/2022 erstmals seit dem Brandschadensereignis im August 2019 wieder die Jahres-Produktionsmenge von 20.000 t und wird damit ihrer Rolle als wichtigster Rohstofflieferant der Gruppe gerecht. Unsere umfangreichen Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung haben wir konsequent fortgeführt. Unter Einsatz breitflächig eingeführter Lean-Management-Methoden wurden bestehende KVP-Systeme in die neue Systematik integriert und dynamisiert. Ebenso sind unsere Qualifizierungsmaßnahmen an allen Standorten weltweit fortgesetzt worden. Ausgehend von guten Auftragseingängen und einer soliden Produktionsleistung setzt die HOPPECKE-Gruppe im Geschäftsjahr 2021/2022 das Umsatzwachstum des Vorjahres fort. Mit Bruttoerlösen von 492,8 Mio. EUR werden die Vorjahreswerte um nahezu 13 % übertroffen. Neben steigenden Absatzmengen zeichnen vor allem die höheren Bleipreise, die über Metallteuerungszuschläge oder andere Mechanismen an die Kunden weitergegeben werden, sowie mehrfach durchgeführte Erhöhungen der Verkaufspreise zur Kompensation steigender Herstellkosten zu dieser Entwicklung bei. Der asiatische Raum verliert im Vorjahresvergleich etwas an Bedeutung, während Europa hinsichtlich des Umsatzanteils konstant bleibt. Nord- und Südamerika gewinnen insbesondere infolge der Abwicklung eines Großauftrages in der Amazonasregion an Bedeutung hinzu. Deutschland und China bleiben die bedeutendsten Absatzmärkte der HOPPECKE-Gruppe. Die Gesamtleistung, die sich aus den Konzernumsatzerlösen, den Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie den aktivierten Eigenleistungen ergibt, steigt im Vorjahresvergleich um 69,7 Mio. EUR und erreicht am Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 510,0 Mio. EUR. Der Entwicklung der Bruttoerlöse folgend steigt der Materialaufwand gegenüber Vorjahr absolut um 56,7 Mio. EUR auf 296,5 Mio. EUR an. Die Materialaufwandsquote ist mit 58,1 % der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahreswert von 54,5 % deutlich erhöht. Ursächlich sind die auf breiter Front steigenden Beschaffungspreise für diverse Rohstoffe, Energie, Produktionsmaterial und Handelswaren sowie die verzögerte und unvollständige Weitergabe dieser Belastungen über Erhöhungen unserer Verkaufspreise. Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2021/2022 wird mit 223,4 Mio. EUR ausgewiesen, gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um 13,6 Mio. EUR. Die Personalaufwendungen (einschließlich der Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer) steigen um 7,4 Mio. EUR auf 116,9 Mio. EUR (Vorjahr 109,5 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote als Quotient aus Personalaufwand und Gesamtleistung reduziert sich auf 22,9 % (Vorjahr 24,9 %). Die Zunahme des absoluten Personalaufwandes resultiert einerseits aus dem wachsenden Personalbestand, der zur Erreichung der höheren Gesamtleistung erforderlich war. Andererseits entfallen im Geschäftsjahr 2021/2022 Sondereffekte wie Kurzarbeit, die Verschiebung von Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie der freiwillige Gehaltsverzicht leitender Angestellter, die im Vorjahr zur Reduzierung des Personalaufwandes beigetragen hatten. Insbesondere in China fallen die relativen Lohnkostensteigerungen im Vergleich zu anderen HOPPECKE-Standorten auch weiterhin höher aus. Im Vergleich zum Vorjahr (19,8 Mio. EUR) zeigt sich eine deutliche Intensivierung der Investitionstätigkeit. Im Laufe des Geschäftsjahres 2021/2022 sind Investitionen im Umfang von 40,4 Mio. EUR getätigt worden. Neben der Investition in eine neue Fertigungsstätte für Bleibatterien unserer polnischen Tochtergesellschaft HOPPECKE Baterie Polska Sp. z o.o. am Standort Śródka bei Poznań, deren erste Phase (ca. 50 % der geplanten Kapazität) Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 abgeschlossen wurde, verfolgten die übrigen umgesetzten Investitionen Erweiterungs- und Rationalisierungsvorhaben im Rahmen unserer strategischen Werksleitplanung. Die Abschreibungen auf immaterielle Werte und Sachanlagen liegen mit aktuell 12,9 Mio. EUR leicht über dem Werteverzehr des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer) summieren sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 72,3 Mio. EUR. Sie liegen damit nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (72,7 Mio. EUR). Dennoch weichen einige Aufwandspositionen im Periodenvergleich erheblich ab. Nachdem im Vorjahr der Gewährleistungsaufwand (9,6 Mio. EUR) aufgrund eines Serienschadens verursacht durch die nicht spezifikationskonforme Beschaffenheit einer Zukaufkomponente außerordentlich erhöht war, werden im Geschäftsjahr 2021/2022 lediglich 0,9 Mio. EUR als Gewährleistungsaufwand ausgewiesen. Gegenläufig steigen die Aufwendungen für andere Positionen im Vorjahresvergleich an. So wird der Transportaufwand (+5,2 Mio. EUR gegenüber Vorjahr) einerseits durch die höhere Tonnage beeinflusst, andererseits und deutlich intensiver aber durch drastisch gestiegene Containerpreise im internationalen Seeverkehr und hohe Dieselzuschläge für Landtransporte aufgrund der jüngsten Ölpreispreisentwicklung. Weitere Aufwendungen, wie z. B. der Aufwand für Serviceunternehmen oder Provisionen, steigen ebenfalls in Abhängigkeit zur höheren Gesamtleistung. Andere Positionen wie Reiseaufwendungen, Bewirtungen, Werbung und Messen normalisieren sich, nachdem viele der noch im Vorjahr bestehenden Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie im Geschäftsjahr 2021/2022 nach und nach weggefallen sind. Das Währungsergebnis verbessert sich von -1,6 Mio. EUR im Vorjahr auf -0,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021/2022. Die Zinsaufwendungen übersteigen die Zinserträge um rund 3,0 Mio. EUR. Damit verschlechtert sich das Zinsergebnis im Vorjahresvergleich um rund 0,3 Mio. EUR. Der saldierte Aufwand aus den Zinseffekten aus der Bewertung längerfristiger Rückstellungen beträgt -0,5 Mio. EUR (Vorjahr -0,5 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen 7,0 Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern zeigt sich mit einem Jahresüberschuss von 9,1 Mio. EUR gegenüber Vorjahr verbessert. Im Jahresdurchschnitt werden weltweit 2.162 Mitarbeiter/innen beschäftigt (Vorjahr 2.063). Die Anzahl der zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätze bleibt konstant auf hohem Niveau. In technischen Ausbildungsberufen gelingt es nicht immer, gleichermaßen interessierte wie geeignete Bewerber zu finden. Anders als im Vorjahr wird im Geschäftsjahr 2021/2022 nicht das Modell der Kurzarbeit in Anspruch genommen, um das Beschäftigungsniveau abzusenken. Auch international wird nicht länger auf staatliche Corona-Hilfsprogrammen zurückgegriffen. Dennoch beeinflusst die COVID-19 Pandemie weiterhin die Arbeitsorganisation. Um den Gesundheitsschutz der Belegschaft zu sichern und gleichzeitig die Handlungsfähigkeit des Unternehmens im Falle auftretende Infektionen zu stärken, bleiben in Vertriebs- und Verwaltungsbereichen die Teams geteilt und werden wechselweise im Unternehmen und im Homeoffice eingesetzt. Erforderliche Anpassungen der IT-Infrastruktur wurden bereits im Vorjahr binnen kürzester Zeit umgesetzt und im Geschäftsjahr 2021/2022 weiter ausgebaut. Insgesamt steigt der Digitalisierungsgrad in der Unternehmensgruppe im Verlauf des Geschäftsjahres 2021/2022 deutlich an. Die Bilanzsumme im Konzern beträgt 352,6 Mio. EUR (Vorjahr 288,4 Mio. EUR). Der Kapitalumschlag fällt mit 1,4 unter das Niveau des Vorjahres (1,5). Auf der Aktivseite ist die Verlängerung der Konzernbilanz insbesondere auf das deutlich anwachsende Anlagevermögen (+28,8 Mio. EUR) sowie steigende Vorräte (+22,5 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Entwicklung im Anlagevermögen resultiert im Wesentlichen aus der Investition in den neuen Fertigungsstandort für Bleibatterien in Polen. Das steigende Vorratsvermögen ist Ausdruck zahlreicher Störungen der weltweiten Supply Chain. Fehlende Komponenten und Handelswaren zur Komplettierung von Kundenaufträgen, deutlich verlängerte Transportzeiten sowie der gezielte Aufbau von Sicherheitsbeständen für Produktionsmaterialien aufgrund der Marktverwerfungen infolge des Ukraine-Krieges sind nur einige Herausforderungen, denen wir uns vermehrt zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 stellen müssen. Die flüssigen Mittel steigen aufgrund hoher Mittelzuflüsse kurz vor dem Bilanzstichtag auf 23,6 Mio. EUR. Auf der Passivseite erhöhen sich die Eigenmittel (Eigenkapital sowie Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabern) auf 138,4 Mio. EUR. Die Eigenmittelquote der Konzernbilanz sinkt aufgrund der Eigenmittelentwicklung in Kombination mit der verlängerten Bilanzsumme auf 39,3 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhen sich im Vorjahresvergleich um 36,1 Mio. EUR und betragen zum Bilanzstichtag 96,1 Mio. EUR. Von den Möglichkeiten der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 kein Gebrauch gemacht. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist im abgelaufenen Geschäftsjahr als stabil zu bezeichnen. Die HOPPECKE-Unternehmensgruppe war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen. Chancen- und Risikomanagement Die HOPPECKE-Unternehmensgruppe ist mit der Verstärkung und dem Ausbau der weltweiten Geschäftstätigkeit zahlreichen Risiken ausgesetzt. Neben den operativen Risiken sind Finanzrisiken wie die aus Rohstoffpreis-, Wechselkurs- und Zinsänderungen zu nennen. Die COVID-19 Pandemie und der Krieg in der Ukraine zeigen, dass auch weltweite Epidemien und kriegerische Auseinandersetzungen sowie deren Folgen in die Risikobetrachtung aufzunehmen sind. Den Risiken aus Wechselkursschwankungen begegnen wir seit Jahren durch ein aktives Währungsmanagement, welches zentral gesteuert wird und sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 bei Währungsschwankungen bewährt hat. Zu den Maßnahmen zählen sowohl zusätzliche Grundgeschäfte, um offene Währungspositionen zu vermindern bzw. zu schließen, als auch die üblichen Kurssicherungsinstrumente, insbesondere Termingeschäfte, die wir auch für einige ausländische Gesellschaften der HOPPECKE-Gruppe zentral koordinieren. Aufgrund der volatilen Rohstoffpreise haben wir bereits in den vergangenen Jahren unsere Absicherungsregeln ergänzt. Die Ausrichtung folgt dabei festen Grundsätzen und Strategien, die sich in der Vergangenheit bewährt haben. Eine Überprüfung dieser Grundsätze erfolgt in regelmäßigen Zeitabständen. Anpassungen und Ergänzungen waren zuletzt aufgrund der Turbulenzen auf den Rohstoff- und Energiemärkten infolge des Krieges in der Ukraine erforderlich. Risiken, die sich aus Marktveränderungen mit Auswirkungen auf unser Produktportfolio ergeben, prognostizieren wir durch eine jährliche, ggf. auch situative Überprüfung unserer strategischen Produkt- und Marktausrichtung. Dabei gehen wir auch auf sich verändernde Kundenanforderungen ein. Die daraus entwickelten strategischen Eckdaten sind Maßstab für die kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung. Sie werden laufend unterjährig überprüft und ggf. angepasst. Im Geschäftsjahr 2021/2022 kommt die Ausarbeitung diverser Szenarien für unterschiedliche Pandemie- und Kriegsverläufe hinzu. Ferner haben wir unsere Planungs- und Forecast-Modelle kurzzyklischer ausgerichtet, um in volatilen Zeiten Veränderung früher zu erkennen und schneller gegensteuern zu können. Die im Zusammenhang mit dem Abschluss von Verträgen mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern zu beurteilenden rechtlichen Risiken werden insbesondere in Bezug auf Gewährleistungs- und Haftungsfragen durch unser Vertragsmanagement überwacht und transparent gemacht. Vom Standard abweichende Regelungen werden über etablierte Genehmigungswege entschieden. Unterstützung leistet hier unsere mit zwei Juristen besetzte Rechtsabteilung. Verbleibende Risiken werden mittels eines erweiterten Versicherungsschutzes abgesichert. Für versicherbare Risiken besteht ein ausreichender Versicherungsschutz, welcher jährlich aktualisiert wird. Die Deckungssummen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Die operativen Konzerngesellschaften sichern ihre Kundenforderungen überwiegend durch Warenkreditversicherungen ab. Das operative Mahn- und Inkassowesen wird in Deutschland zentral gemanagt. In den Tochtergesellschaften erfolgt eine zentrale Überwachung des lokalen Forderungsmanagements durch das Beteiligungsmanagement des Mutterunternehmens. Das Risikomanagement haben wir im Geschäftsjahr 2021/2022 grundlegend überarbeitet. Die Einführung einer spezifischen Risikomanagement-Software löst die bisherige IT-Lösung ab und ermöglicht die konzernweit einheitliche Erfassung, Beurteilung, Konsolidierung und Visualisierung bestehender Chancen und Risiken sowie der Maßnahmen zu deren Umsetzung bzw. Reduzierung. Vor dem Einsatz der neuen Software-Lösung wurden die Risikoverantwortlichen weltweit geschult und werden bei Bedarf durch den zentralen Risikomanager bei der Implementierung unterstützt. Die Steuerungsinstrumente werden kontinuierlich weiterentwickelt und folgen den Markt- und organisatorischen Veränderungen. Unsere Anwendungen in den Bereichen IT, Internet und Intranet sind durch geeignete Maßnahmen gegen unberechtigte Zugriffe geschützt. In Ergänzung der internen Ressourcen wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 ein externer IT- Sicherheitsbeauftragter bestellt. Die Auditierung der HOPPECKE-Organisation nach der Norm ISO 27001 für Informationssicherheit ist für das aktuelle Geschäftsjahr vorgesehen. Datenschutzrelevante Prozesse (intern wie extern) wurden im Zuge der Umsetzung auf die neuen Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung einem umfangreichen Datenschutz-Check unterzogen. Die gesetzlichen und unternehmensinternen Anforderungen werden dabei berücksichtigt. Um den immer komplexer werdenden Anforderungen im Bereich Datenschutz auch weiterhin gerecht zu werden, arbeiten wir seit einiger Zeit mit einem externen Datenschutzbeauftragten zusammen. Bei erkennbarem Regulierungsbedarf werden geeignete Richtlinien erstellt, in Kraft gesetzt, geschult und einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen. Hierzu gehören unter anderem eine umfangreiche IT-Richtlinie, eine Unterschriften-Richtlinie, die konsequent das Vier- Augen-Prinzip vorschreibt, eine Datenschutz-Richtlinie sowie eine den unterschiedlichsten Anforderungen angepasste Vertragsmanagement-Richtlinie. Eine Compliance-Richtlinie, die u. a. die Themen Kartell-Compliance und Korruptionsprävention umfasst, sowie ein Verhaltenskodex bestehen für alle HOPPECKE-Gesellschaften. Umfangreiche Schulungen zur Anwendung dieser Richtlinien haben auch unter Einbindung relevanter Mitarbeiter/innen unserer ausländischen Tochtergesellschaften in den vergangenen Jahren wiederholt stattgefunden. Der Einsatz digitaler Schulungsprogramme hat sich bewährt und wird kontinuierlich ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurden die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen, interner Regeln und zentraler Vorgaben durch einen internationalen Compliance Check unter Einbezug aller operativen Konzerngesellschaften durchgeführt. Gewonnene Erkenntnisse sind inzwischen in konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung der relevanten Gesetze, Richtlinien und freiwilligen Kodizes umgesetzt und geprüft worden. Die Einhaltung interner wie externer Richtlinien und Standards wird regelmäßig und systematisch durch die Funktion Interne Revision im Auftrag der Geschäftsführung überprüft. Bei Prüfungen erkannte Abweichungen werden abgestellt, festgestellte Verbesserungspotenziale systematisch umgesetzt und - sofern sinnvoll - auf alle Gesellschaften im Konzern übertragen. Die Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen wird durch regelmäßig stattfindende Wiederholungsaudits systematisch überprüft. Ein Compliance-Beauftragter, der Leiter der Internen Revision sowie externe Beauftragte für Datenschutz und IT-Sicherheit berichten regelmäßig an die Geschäftsführung. Die unternehmensinterne Compliance-Organisation wird durch eine externe, unabhängige Ombudsmann-Stelle verstärkt, die weltweit allen Mitarbeiter/innen auf Wunsch auch anonym als Anlaufstelle zur Verfügung steht. Bereits im Mai 2012 ist HOPPECKE der Initiative der Vereinten Nationen "Global Compact" beigetreten. Global Compact wurde von den Vereinten Nationen im Jahr 2000 ins Leben gerufen und verpflichtet auf freiwilliger Basis Unternehmen sowie sonstige Organisationen zur Einhaltung sozialer und ökologischer Prinzipien. Die Initiative hat sich zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung gesetzt, deren Unterstützung sie von ihren Mitgliedern fordert. Seit Juli 2013 geben wir regelmäßig die jährliche Fortschrittsmitteilung ab, mit der unser Unternehmen konkrete Schritte bei der Unterstützung der zehn Prinzipien des UN-Global-Compact dargelegt. Die Fortschrittsmitteilungen aller Mitglieder können über die Internetseite des UN-Global Compact eingesehen werden. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erhalten wir darüber hinaus den Gold-Status im EcoVadis Sustainability Rating für ausgezeichnete Nachhaltigkeit und gehören damit zu den Top 2 % der von EcoVadis weltweit zertifizierten Batteriehersteller. Um das Know-how der Mitarbeiter/innen in den verschiedensten Fachbereichen langfristig für das Unternehmen zu sichern und insbesondere auf einen breiten Kreis von Nachwuchskräften auszurichten, führen wir das Ausbildungsangebot der HOPPECKE Academy bedarfsorientiert weiter. Die Einführung einer elektronischen e-Learning-Plattform sichert vielen Mitarbeitern/innen einen breiten Zugang zu unternehmensspezifischen und allgemeinen Lerninhalten und Weiterbildungsangeboten. Darüber hinaus wurde inzwischen ein System zur Know-how-Sicherung (Wissensmanagement) installiert. Unsere Finanzierung haben wir mit der Erneuerung des Konsortialdarlehensvertrags im Geschäftsjahr 2019/2020 vorzeitig für weitere fünf Jahre gesichert. Neben der zentralen Finanzierung durch den Konsortialdarlehensvertrag nutzen einige unsere internationalen Gesellschaften verfügbare Finanzierungen auf lokales Risiko. Die zur Verfügung stehenden Finanzierungslinien sichern das geplante weitere Wachstum sowie hierfür erforderliche Investitionen der Gruppe nachhaltig ab. Ein Teil der Kundenforderungen wird zur Verbesserung der Liquidität sowie Reduzierung der Bilanzsumme im Wege des regresslosen Factorings veräußert. Die Versorgung mit Produktionsmaterial, insbesondere den Rohstoffen Blei und Nickel, stellen wir durch langfristige Verträge und sorgfältige Lieferantenauswahl sicher. Durch Produktionssteigerungen der Metallhütte HOPPECKE haben wir unsere Eigenversorgung mit dem bedeutendsten Rohstoff Blei kontinuierlich gestärkt. Die Beurteilung der Bonität, der Leistungsfähigkeit sowie die Einhaltung festgeschriebener Standards unserer Lieferanten sichern wir durch ein etabliertes System der Lieferantenbeurteilung, Auditierungen und regelmäßige Strategiegespräche ab. Unsere Anstrengungen, Zweitlieferanten aufzubauen und alternative Materialien zu qualifizieren, werden weiter forciert und sind Gegenstand laufender Projekte. Zur Absicherung der Produktionsleistung haben wir in Abhängigkeit von der Pandemie- und Kriegslage die Verfügbarkeit relevanter Produktionsmaterialien rollierend geprüft und bei kritischer Einschätzung der Wiederbeschaffung die Bevorratung dieser Materialien gezielt aufgebaut. Den im Controlling mit betriebswirtschaftlichen Auswertungen begonnenen Auf- und Ausbau eines Management-Informationssystems haben wir in den vergangenen Jahren auf weitere Funktionsbereiche ausgerollt. Heute stehen auch den Bereichen Produktion, Logistik, Einkauf, Personalwesen und Vertrieb umfassende, ständig aktualisierte Datenmodelle zur Verfügung, die für Transparenz in immer mehr Geschäftsprozessen sorgen und damit wertvolle Entscheidungs- und Steuerungsinformationen liefern. Abweichungen können so noch schneller erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet werden. Im Geschäftsjahr 2021/2022 haben wir dieses Management-Informationssystem erstmals auch im strategischen Planungsprozess eingesetzt sowie die Funktionalität im Bereich der kurzfristigen Prognosen und Szenarien erweitert, um den geänderten Rahmenbedingungen resultierend aus der COVID-19 Pandemie Rechnung zu tragen. Ziel ist ein integriertes, konzernweites Planungsinstrument, welches auch komplexe Ad-hoc-Simulationen und rollierende Planungsprozesse unterstützt. Ein System zur Konsolidierung der Einzelgesellschafts- und Teilkonzernergebnisse wurde bereits vor vielen Jahren erfolgreich implementiert und kontinuierlich an die Veränderungen der Konzernstruktur angepasst. Um bei einer wachsenden Vertriebs- und Serviceorganisation mit international verwobenen Kundenstrukturen mehr Transparenz und bessere Steuerungsinformationen zu generieren, haben wir im Geschäftsjahr 2017/2018 das CRM-System Salesforce eingeführt und sukzessive auch international auf immer mehr Gesellschaften ausgerollt. Die aufbereiteten Informationen helfen uns, Vertriebschancen systematisch zu erkennen und konsequenter als bisher zu nutzen. Die Anbindung an das führende SAP-System ist über zertifizierte Schnittstellen sichergestellt. Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurde ein digitales Integriertes Management System (IMS) eingeführt, um Standards und Vorgabedokumente einfach und übersichtlich zu managen und aktuell zu halten. Gegenstand der Migration waren Arbeits-, Verfahrens-, Prüf-, Sonderanweisungen, Prozesse, Richtlinien, Handbücher, Betriebsanweisungen und Gefahrstoffbetriebsanweisungen. Prognosebericht Die noch immer allgegenwärtige COVID-19 Pandemie sowie der andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine bergen auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 erhebliche Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft. Auf breiter Front steigende Rohstoff-, Material- und Energiepreise treiben die Herstellkosten produzierender Unternehmen in die Höhe. Steigende Inflationsraten lassen darüber hinaus hohe Lohnsteigerungen in den anstehenden Tarifrunden erwarten. Hinzu kommt das vielfach weltweit eingeschränkte Angebot vieler Produkte und die Sorge Europas um eine sichere und wirtschaftliche Energieversorgung. Prognosen sind unter diesen sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen schwierig und haben oftmals nur für einen kurzen Zeitraum Bestand. Um mit der gegebenen Unsicherheit umzugehen und in der Lage zu sein, situativ mit hoher Geschwindigkeit präzise entscheiden zu können, wurden neben der üblichen Geschäftsjahresplanung weitere Szenarien und Notfallpläne entwickelt, die unterschiedliche Verläufe der Pandemie und des Krieges unterstellen und hieraus die wirtschaftlichen Folgen für das Unternehmen ableiten. Für jedes Szenario wurden Maßnahmen definiert, deren Umsetzung bei Eintritt des jeweiligen Verlaufs die wirtschaftlichen Folgen abfedern und damit zur Stabilität des Unternehmens beitragen. Die Annahmen und Prämissen, die den einzelnen Szenarien zugrunde liegen, werden regelmäßig am Verlauf der Pandemie bzw. des Krieges gespiegelt und bei Bedarf angepasst. Unsere Geschäftsmodelle haben weiterhin Bestand. Der Bedarf an elektrischer Energie wird weiter steigen. Die Herausforderungen, die sich aus der Energie- und Mobilitätswende ableiten, bleiben ebenso bestehen, wie die Megatrends der Urbanisierung und der Digitalisierung. Von all dem können wir sowohl im Teilkonzern HOPPECKE als auch bei der INTILION im besonderen Maße profitieren. Im Geschäftsjahr 2022/2023 werden wir den Teilkonzern INTILION einer erneuten Strukturierung unterziehen. Die Produktlinie Traction konnte die in der Gründungsphase formulierten Erwartungen marktseitig nicht erfüllen. Mit Abwicklung bestehender Rahmenverträge werden die derzeit noch bestehenden Aktivitäten auslaufen. In der Produktlinie Rail sind in den vergangenen Jahren gleichermaßen individuelle Lösungen sowie modulare Baukastensysteme für Bahnanwendungen in Lithium-Technologie entwickelt worden. Das Interesse an diesen Lösungen ist groß. Viele Bestandskunden unseres klassischen Bahngeschäftes wünschen aber eine technologieunabhängige Betreuung durch die HOPPECKE-Gruppe aus einer Hand und mit nur einem Partner. Diesem Wunsch Rechnung tragend werden die Bahnaktivitäten künftig in einer Organisation unter dem Dach des Teilkonzerns HOPPECKE zusammengeführt. Somit verbleibt im Teilkonzern INTILION lediglich die Produktlinie Energy Storage Systems (ESS), der wir nachhaltig die größten Wachstumspotentiale beimessen. Die HOPPECKE-Gruppe startet mit erfreulich hohen Auftragsbeständen in das Geschäftsjahr 2022/2023. Eine Aussage, die ausnahmslos alle Geschäftsbereiche betrifft. In Abhängigkeit der Geschäftsmodelle der einzelnen Geschäftseinheiten reichen die Auftragsbestände jedoch unterschiedlich weit in die Zukunft. Während in den Anwendungsbereichen Trak und Service neben bestehenden Rahmenverträgen Auftragsbestände in der Regel nur wenige Produktionswochen abdecken und diese eher durch limitierte Fertigungskapazitäten als durch Kundenwunsch entstehen, reichen vorhandene Auftragsbestände in den Anwendungsbereichen Grid & Sun, Rail sowie bei der INTILION weiter in die Zukunft. Insbesondere im Umfeld der langzyklisch agierenden Bahnindustrie reicht der vorhandene Auftragsbestand bereits bis in die Folgejahre hinein und führt zu einer Grundauslastung der Produktionskapazitäten im Werk Bremecketal. In den meisten Produktionsbereichen stehen ausreichende Fertigungskapazitäten zur Produktion der erwarteten Auftragseingänge zur Verfügung. In Engpassbereichen werden durch gezielte Erweiterungsinvestitionen bzw. angepasste Schichtmodelle die notwendigen Kapazitäten im Laufe des Geschäftsjahres 2022/2023 geschaffen. Hinzu kommt die zusätzlich am Standort Śródka bei Poznań/Polen geschaffene Produktionskapazität für Blockbatterien in Reinblei-Technologie. Trotz aller COVID-19 bedingten Widrigkeiten verläuft der Aufbau des neuen Werkes innerhalb unserer Zeit- und Budgetpläne. Erste Produktionsdurchläufe unter Serienbedingungen und die erforderlichen Produkt-Qualifizierungen wurden erfolgreich absolviert. Die Vermarktung der neuen Produkte wird seit Monaten intensiv vorangetrieben. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte 2022/2023 erfolgt die geplante Erweiterung der installierten Fertigungskapazitäten. Entsprechende Anlagen und Maschinen sind bestellt und werden in den bestehenden Gebäuden installiert werden. Dank verbesserter Planungs- und Fertigungssteuerungsprozesse gelingt es, die Lieferzeiten auch bei zunehmender Volatilität der Auftragseingänge weitgehend an den Kundenanforderungen auszurichten und die Durchlaufzeiten zu verkürzen. An vielen Stellen arbeiten wir daran, weitere Verbesserungen in der Order-to-Delivery-Prozesskette im Sinne unserer Kunden umzusetzen. Nachdem sich unsere Entwicklungsaktivitäten in den letzten Jahren auf die Kommerzialisierung und Industrialisierung des Lithium-Speichers in unterschiedlichen Anwendungsbereichen konzentriert haben, gilt es, auch die Speichertechnologien Blei und Nickel innovativ an sich wandelnde Kundenbedürfnisse anzupassen. In allen drei Speichertechnologien Blei, Nickel und Lithium werden im Geschäftsjahr 2022/2023 Produktinnovationen umgesetzt bzw. deren Industrialisierung vorangetrieben. An den Rohstoffmärkten waren in den letzten Monaten und insbesondere nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine überwiegend steigende Notierungen zu beobachten. Auch die Industriemetalle Blei und Nickel konnten sich diesem Trend nicht entziehen. Mittlerweile nähern sich die Notierungen an der LME wieder dem Vor-Kriegs-Niveau an. Während wir bei Blei eine Stabilisierung des Preises auf einem Niveau von etwa 1.800 EUR/t erwarten, halten wir bei Nickel aufgrund des eingeschränkten Angebots wieder steigende Notierungen für nicht ausgeschlossen. Durch Sicherungsgeschäfte für bereits vereinnahmte Aufträge haben wir vor allem im Bereich Nickel größere Mengen fixiert und den Zugriff auf das Material durch langfristige Lieferverträge abgesichert. Im Bleibereich ist das überwiegende Geschäftsvolumen durch Kundenseitig vereinbarte Preisgleitklauseln abgesichert. Neben den für uns wesentlichen Rohstoffen Blei und Nickel beobachten wir weiterhin bei einer Vielzahl von Warengruppen steigende Einkaufspreise bei gleichzeitig sinkender Verfügbarkeit vieler Materialien. Von dieser Entwicklung sind ebenfalls Transporte und transportnahe Dienstleistungen betroffen. Unsere Währungspositionen versuchen wir, durch ein Netto-Hedging weitestgehend zu schließen. Zinssicherungsinstrumente liegen vor und können im Bedarfsfall eingesetzt werden. Unsere Aktivitäten im Bereich des Lean-Managements treiben wir weiter voran. Das HOPPECKE Excellence System dient der Operationalisierung der Lean-Philosophie im Unternehmen und ist mittlerweile fester Bestandteil des täglichen Handelns. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wird der Fokus auf den End-to-End Prozessketten liegen, um nach der Optimierung einzelner Prozesse auch systematisch an den Schnittstellen zwischen einzelnen Teilprozessen zu arbeiten. Die Einführung des digitalen Managementsystems hilft uns bei der Visualisierung der Prozessketten wie auch bei der Messung der Prozessgüte. Die HOPPECKE Academy unterstützt den Change-Prozess durch gezielte Weiterbildungsangebote für Führungskräfte und Mitarbeiter/innen. Im Produktentstehungsprozess hat sich die Bündelung unserer Entwicklungsaktivitäten mit einer klaren Ressourcenallokation auf wenige zukunftsweisende Entwicklungsprojekte bewährt. In einem zunehmend dynamischen Marktumfeld wird die Kennzahl time-to- market neben der Identifizierung und der Fokussierung auf die zukunftsträchtigen Anwendungen immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Die Möglichkeit, elektrische Energie über innovative Batteriespeicher in immer neuen Anwendungen verfügbar zu machen und damit eine gesellschaftlich und politisch gewollte Veränderung der Energieerzeugung, -nutzung und -verteilung in Teilen zu ermöglichen, sind für uns Ansporn und Herausforderung zugleich. Umweltschutz und Qualitätsmanagement sind unverzichtbare Elemente zur Sicherung der Standorte und der Kundenbeziehungen. Wir haben zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 erste Wiederholungsaudits erfolgreich durchgeführt. Weitere Zertifizierungen sind im Laufe des Geschäftsjahres vorgesehen. Die Qualifizierung unserer Mitarbeiter/-innen wird weiter intensiviert. Dabei stehen Maßnahmen zur Unterstützung der Erreichung unserer strategischen wie operativen Ziele sowie Anforderungen aus technologischen Veränderungen im Vordergrund. Im Geschäftsjahr 2021/2022 bestanden keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet hätten. Bestandsgefährdende Risiken sind auch für die kommenden Jahre nicht erkennbar. Die Formulierung konkreter Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2022/2023 bleibt unter dem anhaltenden Einfluss der Pandemie und des Krieges schwierig. In jedem Fall ist eine weitere Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu unterstellen. Ausgehend von den aktuellen Auftragsbeständen, der derzeitigen Marktlage sowie unter der Annahme, dass weder weitere COVID-19-Infektionswellen noch eine abreißende Energieversorgung Shutdowns unserer Produktionsstätten erzwingen, erwarten wir eine Fortsetzung des im Geschäftsjahr 2021/2022 realisierten Wachstums. In Kombination mit steigenden Personal- und Sachaufwendungen sowie leicht verbesserten Roherträgen aufgrund der Weitergabe diverser Materialpreissteigerungen an unsere Kunden, zeichnet sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 ebenfalls eine Verbesserung der Ergebnissituation ab. Unter den gegebenen Umständen werden wir weiter situativ agieren, um den Kurs des Unternehmens mit hoher Umsetzungsgeschwindigkeit an sich wandelnde Rahmenbedingungen anzupassen. Ausgearbeitete Szenarien möglicher Verläufe der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung bilden den Entscheidungsrahmen.
Brilon, den 27. Juni 2022 Dr. Marc Zoellner, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. März 2022(Amtsgericht Arnsberg - Handelsregister-Nr. HRB 3989)Aktivseite
Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022I. Grundsätze der Rechnungslegung 1. Allgemeines Der Konzernabschluss zum 31.03.2022 der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH hält sämtliche Geschäftsanteile an den beiden Zwischenholdinggesellschaften HOPPECKE Holding GmbH und INTILION Holding GmbH. Die Zwischenholding HOPPECKE Holding GmbH hat die Tochterunternehmen unter sich vereint, deren Geschäftsaktivitäten unter der Marke HOPPECKE die Batterietechnologien Blei und Nickel umfassen. Die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten in der Lithium-Technologie unter dem Markennamen INTILION erfolgt durch die Tochtergesellschaften, die der Zwischenholding INTILION Holding GmbH zugeordnet wurden. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH die nachstehend aufgeführten 37 Tochterunternehmen einbezogen. Die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH hält zum 31.03.2022 unmittelbar oder mittelbar sämtliche Anteile an den Tochterunternehmen. Name und Sitz
Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.03.2021 unverändert. Die Tochterunternehmen HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG, Brilon, HOPPECKE Industriebatterien GmbH & Co. KG, Brilon, Metallhütte HOPPECKE GmbH & Co. KG, Brilon, HOPPECKE Service GmbH & Co. KG, Zwickau, und HOPPECKE Industriedienstleistungen GmbH & Co. KG, Zwickau, sind gemäß § 264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Die Tochtergesellschaften HOPPECKE Holding GmbH, Brilon, HOPPECKE Batterie Systeme GmbH, Brilon, INTILION Holding GmbH, Brilon und INTILION GmbH, Zwickau, sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von ihren Verpflichtungen befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH hält zum 31.03.2022 unmittelbar oder mittelbar sämtliche Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB durch Verrechnung des Wertansatzes für die Beteiligung an der Tochtergesellschaft mit dem Eigenkapital der Tochtergesellschaft. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt der Gründung der Tochtergesellschaft oder des Erwerbs der Anteile. Aus der Erstkonsolidierung der erworbenen 76 %igen Beteiligung an der ABatt Handels GmbH resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag von 907 TEUR und aus dem Erwerb der bisherigen 24 %igen Minderheitsbeteiligung zum 31.03.2021 resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag von 291 TEUR. Diese Unterschiedsbeträge sind als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert worden. Wesentlicher Bestandteil des Geschäfts- oder Firmenwerts des Vertriebs- und Serviceunternehmens sind Kundenbeziehungen und das Know-How der Mitarbeiter. Da davon ausgegangen wird, dass diese erworbenen Werte aus der Erstkonsolidierung innerhalb von 5 Jahren durch selbstgeschaffene Werte ersetzt werden, wird der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Der sich aus dem weiteren Anteilserwerb ergebene Geschäfts- und Firmenwert wird ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 über eine verkürzte Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Die Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung sind erfolgswirksam behandelt. Zwischenergebnisse, die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, werden eliminiert. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Erlöse aus Innenumsätzen sowie den anderen konzerninternen Erträgen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die zwischen den Konzerngesellschaften berechneten Zinsen sind eliminiert worden. Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB aufgrund von ergebniswirksam verrechneten Eliminierungsvorgängen werden vorgenommen. 4. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. In den Konzernabschluss einbezogene Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften in Fremdwährung werden in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Das Eigenkapital wurde mit historischen Kursen umgerechnet. Die Fremdwährungsumrechnung der Gewinn- und Verlustposten in Euro erfolgt unter Verwendung von Durchschnittskursen. Die sich danach bei den Währungsumrechnungen ergebenden Unterschiedsbeträge sind im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. II. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die dem Konzernabschluss zugrunde gelegten Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach den für die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Abschlüsse einbezogener Tochterunternehmen, die nach abweichenden Grundsätzen erstellt sind, wurden angepasst. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind erworbene Güter, insbesondere Anwendungsverfahren für die Produktion von Geräten und für Computersoftware sowie erworbene Lizenzen bilanziert. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist im Erwerb der Anteile des Tochterunternehmens ABatt Handels GmbH begründet. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten soweit notwendig. Die planmäßigen Abschreibungen beim beweglichen Sachanlagevermögen werden bei allen Konzerngesellschaften nach der linearen Methode errechnet. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Konzern-Anlagengitter. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind ausgehend von den um Skonti geminderten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Abschläge für Wertminderungen bewertet. Darin enthalten sind angemessene Festwerte für die nur geringen Bestandsschwankungen unterliegenden Verbrauchsmaterialien. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind ausgehend von den Material- und Lohnkosten zuzüglich Material- und Lohn-Gemeinkostenzuschlägen bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dabei sind erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Abschläge berücksichtigt worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die bilanzierten aktiven latenten Steuern sind auf Grundlage des § 306 HGB gebildet und stehen ausschließlich im Zusammenhang mit erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen aufgrund der Eliminierung von Zwischenergebnissen sowie der Schuldenkonsolidierung. Latente Steuern gemäß § 274 HGB werden für zeitliche Buchungsunterschiede zwischen den Wertansätzen für Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie für mögliche zukünftige Steuerentlastungen aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert. Zum Abschlussstichtag 31.03.2022 besteht insgesamt ein Überhang der zukünftigen Steuerentlastungen über die zukünftigen Steuerbelastungen. Aufgrund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts für aktive latente Steuern nach § 274 HGB wird auf eine Bilanzierung verzichtet. Die Ermittlung der latenten Steuern nach § 274 HGB und § 306 HGB erfolgt auf Basis des Steuersatzes für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens, bei dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ergibt sich aus dem Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021/2022, der ein gesonderter Bestandteil des Konzernabschlusses ist. Der Entwicklung des Eigenkapitals des Geschäftsjahres ist die Entwicklung des Vorjahres vorangestellt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden unter Berücksichtigung vorsichtiger kaufmännischer Bewertung mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Rückstellungen für Pensionen von 17.569 TEUR betreffen mit 17.442 TEUR Verpflichtungen deutscher Konzerngesellschaften und mit 126 TEUR Pensionsverpflichten bei zwei Tochtergesellschaften in Europa. Die Pensionsrückstellungen für die deutschen Konzernunternehmen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Heubeck-Richttafel RT 2018 G ermittelt. Die Bewertung erfolgt anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung eines Rententrends von 1% p. a. sowie eines Abzinsungszinssatzes von 1,81 %. Die Bewertungsgrundlagen für die Pensionsrückstellungen bei den beiden europäischen Tochterunternehmens sind vergleichbar. Der Abzinsungszinssatz für die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen der deutschen Konzerngesellschaften in den Konzernabschlüssen ab 31.03.2016 ist auf Basis einer Durchschnittsbetrachtung über die vergangenen 10 Jahre von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden. In den Vorjahren hat diese Durchschnittsbetrachtung die vergangenen 7 Jahre umfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen auf der Basis eines durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen 10 Jahren und dem Ansatz des entsprechenden Zinssatzes aus den vergangenen 7 Jahren beträgt zum 31.03.2022 1.580 TEUR. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren längerfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts mit Verpflichtungsbeträgen verrechnet worden. Mit Rückstellungen aus Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren längerfristig fälligen Verpflichtungen von 23.584 TEUR sind Vermögensgegenstände in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts von 5.579 TEUR, welche den Anschaffungskosten entsprechen, verrechnet worden. Erträge aus der Zeitwertveränderung des Deckungsvermögens von 47 TEUR sind mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen von 453 TEUR zusammengefasst worden. Die sonstigen Rückstellungen umfassen zum Abschlussstichtag 31.03.2022 im Wesentlichen Gewährleistungsverpflichtungen, Risikovorsorge für Rechtsstreitigkeiten, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Rückstellungen für am Abschlussstichtag ausstehende Rechnungen für Leistungen sowie Rückstellungen für die Aufstellung und Prüfung des Konzernabschlusses und der Abschlüsse der Konzerngesellschaften. Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist für einen Teilbetrag von 12.387 TEUR die Gewährung von Sicherheiten durch Grundpfandrechte und anderem Pfandrechten vertraglich vereinbart. Diese Sicherungen werden durch das Tochterunternehmen HOPPECKE Baterie Polska Sp. z o.o., Śródka, einem polnischen Kreditinstitut nach Fertigstellung der finanzierten Investitionen in Polen eingeräumt. Zum Abschlussstichtag des Vorjahres bestanden Forderungen gegen Gesellschafter von 3 TEUR. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten und Anwendungsbereichen:
III. Sonstiges HOPPECKE Mitarbeiterkapitalbeteiligung durch Ausgabe von Genussrechten HOPPECKE beteiligt Mitarbeiter im Rahmen der HOPPECKE Mitarbeiterkapitalbeteiligung durch die Ausgabe von Genussrechten. Ausgegeben werden zwei Varianten von Genussrechten (Typ A und Typ B). Das Genussrechtskapital wird unter den Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabern ausgewiesen. Sowohl die Genussrechte des Typs A als auch die Genussrechte des Typs B sind als nachrangige Fremdkapitalinstrumente ausgestaltet und räumen den Genussrechtsinhabern eine jährliche Gewinn- oder Verlustbeteiligung am Konzernergebnis von HOPPECKE ein. Die Genussrechte des Typs A können regelmäßig nach Ablauf einer Sperrfrist von 6 Jahren zurückgegeben werden. Dagegen können die Genussrechte des Typs B bereits nach einer Sperrfrist von 2 Jahren zurückgegeben werden. Zum Abschlussstichtag 31.03.2022 sind Genussrechte des Typs A mit einem Nominalwert von insgesamt 2.046 TEUR und Genussrechte des Typs B mit einem Nominalwert von 2.056 TEUR von den Mitarbeitern von HOPPECKE gezeichnet worden. Derivate Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Derivate Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Liefer- und Leistungsgeschäften gegen potenzielle Risiken (Änderung von Währungskursen und Rohstoffpreisen) eingesetzt. Die Grundsätze im Währungs- und Rohstoffmanagement werden von der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH als Konzernmuttergesellschaft definiert, die operative Umsetzung der Absicherungsstrategien innerhalb der beiden Teilkonzerne HOPPECKE und INTILION obliegt den beiden Zwischenholdinggesellschaften HOPPECKE Holding GmbH und INTILION Holding GmbH. Zur Sicherung des operativen Liefer- und Leistungsgeschäfts der Konzerngesellschaften gegen Risiken aus Währungskurs- und Rohstoffpreisschwankungen werden regelmäßig Fremdwährungs- und Rohstoffsicherungsgeschäfte abgeschlossen. Dem Vorteil, die operativen Geschäfte gegen Verluste abgesichert zu haben, stehen Opportunitätsverluste im Falle einer zukünftig günstigen Kurs- und Preisentwicklung entgegen. Die zum Abschlussstichtag bestehenden offenen Währungsgeschäfte weisen eine Summe der Nominalbeträge aller Kauf- und Verkaufskontrakte von 49,9 Mio. BRL zu EUR, 6,9 BRL zu USD und 3,0 Mio. PLN zu EUR aus (Vorjahr 3,0 Mio. USD zu EUR). Die PLN-Transaktionen betreffen das operative Cash Management im Teilkonzern HOPPECKE. Die BRL-Sicherungsgeschäfte wurden von der HOPPECKE Holding GmbH als Zwischenholdinggesellschaft für ein Kundenprojekt ihrer brasilianischen Tochtergesellschaft abgeschlossen. Die PLN-Sicherungsgeschäfte haben zum Abschlussstichtag negative Marktwerte von 22 TEUR (Vorjahr positive Marktwerte von 5 TEUR). Diese Marktwerte sind zum Abschlussstichtag 31.03.2022 unter den sonstigen Rückstellungen passiviert. Zu den negativen Marktwerten der BRL-Sicherungsgeschäfte ist eine Risikovorsorge von 2.020 TEUR unter den sonstigen Rückstellungen passiviert. Von der Möglichkeit, Bewertungseinheiten insbesondere mit dem Kundenprojekt in Brasilien zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht. Für die Rohstoffe Blei und Nickel sind jeweils Strategien zum Schutz vor den Auswirkungen schwankender Rohstoffpreise definiert. Auf der Grundlage dieser Strategien sind zur Sicherung der Einkaufspreise notwendiger bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Rohstoffkäufe Termingeschäfte und Swaps (Makro Hedges) abgeschlossen worden. Die Sicherungsgeschäfte werden bei sich ausgleichenden Zahlungsströmen nicht bilanziert, sondern nach der sogenannten Einfrierungsmethode zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Abschlussstichtag bestehen mengenbezogene Sicherungsgeschäfte mit Fälligkeiten bis Januar 2024, die den Auftragsbestand decken. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus mittel- und langfristigen Miet- und Leasingverträgen zum 31.03.2022 werden wie folgt fällig:
Die Leasinggeschäfte dienen der Verringerung der Kapitalbindung und damit der Reduzierung der Bilanzsumme. Weitere Vorteile bestehen in kurzen Vertragslaufzeiten, insbesondere für das Leasing von Fahrzeugen und IT-Ausstattung, die eine regelmäßige Anpassung an den technischen Fortschritt ermöglichen. Nachteile und Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in zusätzlichen Finanzierungskosten. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Wege des regresslosen Factorings an eine nahestehende Gesellschaft verkauft. Die Summe der verkauften Forderungen beträgt zum 31.03.2022 insgesamt 16.740 TEUR (Vorjahr 15.836 TEUR). Die mit den Forderungsverkäufen verfolgten Ziele sind die Verbesserung der Liquidität sowie die Reduzierung der Bilanzsumme. Die Risiken aus den verkauften Forderungen beschränken sich aufgrund des regresslosen Verkaufs auf die Veritätshaftung gegenüber den Käufern der Forderungen. Zur Pflege der Kundenbeziehungen wird das Debitorenmanagement auch für die verkauften Forderungen weiterhin von den verkaufenden Gesellschaften durchgeführt. Haftungsverhältnisse Das Wechselobligo beträgt 9.000 TEUR (Vorjahr 9.000 TEUR). Ein Risiko der Inanspruchnahme besteht aufgrund der Kenntnisse der wirtschaftlichen Verhältnisse der an dem Wechselgeschäft Beteiligten nicht. Geschäftsführung Geschäftsführer des Mutterunternehmens Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH ist Herr Dipl.-Kfm. Dr. Marc Zoellner, Kaufmann. Beirat Der Beirat der Muttergesellschaft Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen:
Abschlussprüferhonorare Vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses sind im Geschäftsjahr 2021/2022 gegenüber der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH und deren Tochterunternehmen Leistungen für Abschlussprüfungen (235 TEUR), andere Bestätigungsleistungen (10 TEUR), Steuerberatung (88 TEUR) und sonstige Leistungen (2 TEUR) berechnet worden. Arbeitnehmer Anzahl der bei den Konzerngesellschaften beschäftigten Mitarbeiter/innen im Durchschnitt der Geschäftsjahre 2021/2022 und 2020/2021.
Dem Teilkonzern HOPPECKE sind im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021/2022 2.033 Mitarbeiter/innen und dem Teilkonzern INTILION sind 129 Mitarbeiter/innen zugeordnet.
Brilon, den 27. Juni 2022 Dr. Marc Zoellner, Geschäftsführer Konzern-Anlagengitter
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021/2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter des Konzernmutterunternehmens ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Duisburg, den 27. Juni 2022 PKF
Fasselt
A. Schienstock, Wirtschaftsprüfer Budéus, Wirtschaftsprüfer Billigung des Konzernabschlusses zum 31. März 2022Der Konzernabschluss zum 31. März 2022 der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH ist durch Beschluss vom 8. Juli 2022 gebilligt worden. |
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