Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 2883
Eingetragen
16.5.1991
Branche
Bau von StraßenBetrieb von Verkehrswegen für StraßenfahrzeugeSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Betrieb eines Straßen- und Tiefbauunternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robert Walpetinger
seit 13.9.2018
Prokura
Robert Brandl
seit 13.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Robert Brandl
84181 Neufraunhofen, Winziger Str. 14
150.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Brandl GmbH

Neufraunhofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Brandl GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Brandl GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen der Baubranche, das mit seinen Leistungen im Straßen- und Tiefbau sowie im Kiesabbau seit über 55 Jahren hauptsächlich im Raum Landshut, Erding und Münchner-Osten tätig ist. Die Geschäftsfelder reichen über Straßen- und Wegebau, Gewerbebau, Erschließungen von Wohn- und Gewerbegebieten, bis hin zum Betrieb eines Kieswerks und den Kiesabbau sowie die Verfüllung von Gruben. Unsere Auftraggeber finden sich im öffentlichen als auch privatwirtschaftlichen und privaten Bereich.

Die optimale Versorgung mit Rohstoffen ist ein wesentlicher Kosten- und Erfolgsfaktor im Verkehrswege- und Gewerbetiefbau. Durch die eigenen Kiesgrubenstandorte können die wichtigsten Produktionsstufen effizient und unabhängig versorgt werden. Die schnelle und präzise Ausführung der Aufträge erfolgt durch den Einsatz einer breiten und modernen Maschinenpalette sowie von überwiegend eigenen Mitarbeitern und ausgesuchten Nachunternehmern.

2. Forschung und Entwicklung

Qualitätsverbesserungen in der Ausführung von Aufträgen und Kosteneinsparungen für den Auftraggeber zu erzielen sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor, dabei finden spezielle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten jedoch nicht statt.

Die Innovationskraft der Brandl GmbH zeigt sich in der Vielfalt der technischen Herausforderungen im Zusammenhang mit Ausschreibungen sowie bei Bauausführungen, bestätigt durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Bauherren bzw. Ingenieurbüros.

Bei der Produktion von Kies, wird die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards gemäß den Anforderungen der Auftraggeber in Abstimmung von wissenschaftlichen Mitarbeitern der Technischen Universität München begleitet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft verliert an Schwung. Nachdem anfänglich die Weltkonjunktur nach kräftigem Beginn in das Jahr 2023 startete, resultiert im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen, welche vor allem die Wohnungsbauinvestitionen hemmen, eine deutliche Verlangsamung über den Sommer. Hinzu kommt die verhaltene Entwicklung in China, die wesentlich aus der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor resultiert. In den fortschrittlichen westlichen Volkswirtschaften dürften zudem die demografischen Herausforderungen zu einer verringerten Erwerbsbeteiligung beitragen. Die in fast allen Weltregionen sehr hohe Inflation wird mittelfristig wieder sinken und den durch sie erzeugten Kaufkraftentzug zunehmend durch Lohnzuwächse kompensiert. Es ist davon auszugehen, dass sich das globale Wachstum in diesem und im nächsten Jahr abschwächen wird. Dies wird vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurück zu führen sein.

2. Entwicklung der Branche

Nachdem die Baubranche die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie besser als die meisten anderen Branchen überstanden hatte, schien wieder etwas Normalität zurückzukehren. Die Auswertung der Erhebung der Landesverbände bei den Mitgliedsunternehmen der Bauwirtschaft bescheinigt hohe Auftragsbestände, die Lieferketten funktionierten wieder besser und die Auftragseingänge stiegen. Dabei blieben die Erwartungen der Spitzenverbände der Bauwirtschaft mit einem Plus von 1,5 % für das Jahr 2022 moderat.

Die Hoffnung auf Normalität wurde Ende Februar 2022 durch Russlands Angriff auf die Ukraine abrupt zunichtegemacht. Durch den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine setzte eine wirtschaftliche Krise ein, die auch die Bauwirtschaft unmittelbar in Mitleidenschaft zog.

Die Befürchtungen realisierten sich zum Jahresende mit einem Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von real 5,1 %. Der Anstieg der Baupreise um 16,7 % im Laufe des Jahres hatte zwar die Umsätze nominal auf 160 Mrd. steigen lassen (10,8 %), tatsächlich gebaut wurde aber deutlich weniger als im Vorjahr.

Der Anstieg der Baupreise war in erster Linie den stark gestiegenen Material- und Energiepreisen geschuldet. Dazu vervierfachten sich die Zinsen für Immobilienkredite.

Der Wohnungsbau wird wohl erhebliche Einbußen verkraften müssen. Die Genehmigungszahlen sind in den letzten Monaten enorm zurückgegangen, die Auftragseingänge sind im Laufe des Jahres 2022 dramatisch eingebrochen.

Im Wirtschaftsbau bleibt die Nachfrage nach Lagergebäuden zur Pufferung der Materialengpässe stabil, ebenso die Genehmigungen für Handelsgebäude. Entscheidend für Investitionen im Wirtschaftsbau sind die allgemeinen Konjunkturaussichten, die derzeit durch extrem hohe Unsicherheit geprägt sind und daher bremsend wirken; ebenso wie die steigenden Baukosten.

Dabei ist der Wirtschaftsbau von den sinkenden Auftragseingängen deutlich stärker betroffen als der Tiefbau: Während die Auftragseingänge im Hochbau Ende 2022 auch nominal nur noch ein knappes Plus aufwiesen, lagen sie im Tiefbau sogar real über der Nullline; offensichtlich treiben hier laut Branchenverband die Investitionen der Deutschen Bahn, aber auch der Breitbandausbau und der Umbau der energetischen Infrastruktur den gewerblichen Tiefbau an.

3. Geschäftsverlauf

Die Brandl GmbH startete gut in die neue Saison und konnte trotz der üblichen witterungsbedingten Hindernisse die Aufträge ohne große Verzögerungen abarbeiten. Auch die mittel- und unmittelbaren Auswirkungen auf die Bauwirtschaft der durch den Krieg in der Ukraine auftretenden Probleme in den Lieferketten oder der enorme Anstieg der Energiekosten und der damit verbunden Kostenexplosion bei den Baustoffpreisen, konnten durch den Einsatz aller Mitarbeiter bewältigt werden. Aber auch Auftraggeber und Lieferanten leisteten Ihren Beitrag, um diese krisenbedingten Herausforderungen zu lösen. Trotz dieser Widrigkeiten, konnten für das laufende Geschäftsjahr auskömmliche Aufträge generiert werden und damit kann ein mindestens dem Vorjahr entsprechendes Ergebnis erwartet werden. Der Gewerbebau als auch die Erschließungen von Gewerbegebieten stellen für uns nach wie vor die wichtigsten Auftraggeber dar.

Lage

Die Investitionen im Bereich Grundstücke zur Vorhaltung von Vorräten sowie die turnusmäßigen Erneuerungen der wichtigsten Geräte bzw. Maschinen und Fahrzeuge stehen immer an oberster Stelle. Die Anzahl an in Arbeit befindlichen Baustellen und bereits generierten Aufträgen ermöglicht eine Planung der Bautätigkeiten für die nächsten sechs Monate. Bei der Versorgung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen traten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr, entgegen der allgemeinen kriegsbestimmten Lieferkettenprobleme, keine nennenswerten Engpässe auf, jedoch belasten die Preissteigerungen die Kalkulation von Aufträgen als auch die laufenden Projekte. Durch Effizienz und vorausschauenden Einkauf konnten Defizite vermieden werden.

a) Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit der Brandl GmbH führte 2022/2023 zu Umsatzerlösen von 20.688 T€ bei einer Bestandsveränderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von plus 3.477 T€. Die betriebliche Gesamtleistung betrug somit 24.165 T€ und fiel damit nur um 710 T€ gegenüber dem Vorjahr schwächer aus. Das geringfügige niedrigere Ergebnis liegt im Wesentlichen an dem hohen Bestand an Unfertigen Erzeugnissen insbesondere der noch nicht abgerechneten Baustellen. Die leistungsbezogenen Aufwendungen sanken in diesem Zusammenhang um 897 T€ auf 23.055 T€ das dem Rückgang des Materialaufwands geschuldet ist. Das Betriebsergebnis (EBIT) mit 1.110 T€ fiel um 187 T€ gegenüber dem Vorjahr mit 923 T€ höher aus. Insgesamt ergibt sich für das Wirtschaftsjahr ein EBITA von 2.473 T€, es liegt damit um 196 T€ über dem Ergebnis des Vorjahres. Der Jahresüberschuss belief sich auf 965 T€ (nach Steuern), das entspricht 4,0 % der Gesamtleistung (prognostiziert waren 4 %). Dies stellt eine Steigerung um 33 T€ gegenüber dem Vorjahr von 932 T€ dar.

b) Finanzlage

Die Grundzüge unseres Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Daneben bildet die finanzielle Flexibilität für uns eine wichtige Voraussetzung für die weitere Unternehmensentwicklung. Durch die bestens abgestimmte interne Organisation und der guten Zahlungsmoral der Kunden sowie die transparente Zusammenarbeit mit den Finanzinstitutionen generiert die Gesellschaft optimale Mittelzuflüsse. Die Basis hierfür bildet neben den operativen Ergebnissen ein ordentliches Working Capital Management.

Zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verfügen wir bei unseren Kernbanken über fest zugesagte Barkreditlinien, die bis zum Stichtag teilweise in Anspruch genommen wurden. Zur Sicherstellung des Avalkreditbedarfs aus den Aufträgen bestehen ausreichende Avalkreditlinien bei unseren Banken und Kautionsversicherern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 17 % der Bilanzsumme. Die Minderung von 9 T€ auf 3.792 T€ (Vorjahr 3.801 T€) ergeben sich analog zu den Investitionen in den Bereichen Vorräte und Maschinen und dem Stand nach Leistung des Kapitaldienstes.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 41 T€ auf 765 T€ (Vorjahr 806 T€) und entsprechen den Vorleistungen des Auftragsbestands.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist in diesem Wirtschaftsjahr durch ein Bilanzvolumen in Höhe von 22.818 T€ gekennzeichnet und stieg damit um rund 13,84 % gegenüber dem Vorjahr mit 20.044 T€. Die Investitionen in den Bereichen Maschinen und Fahrzeugen mit insgesamt 1.471 T€ (Vorjahr 1.059 T€). Das Anlagevermögen mit seinen immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen sank trotz der Zugänge abzgl. Abschreibungen bzw. Verbrauch um 286 T€ auf 10.390 T€ (Vorjahr 10.676 T€).

Die Bestände und deren Schwankungen bei den Vorräten bewegen sich im branchen- bzw. betriebsüblichen Bereich von 5.539 T€ (Vorjahr 2.684 T€), da Großbaustellen auch über den Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet werden konnten bzw. in Bearbeitung waren. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände stiegen um 1.052 T€ auf 5.880 T€. Die Erhöhung ergibt sich im Wesentlichen aus der Steigerung bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 892 T€. Zweifelhafte Forderungen wurden durch Bildung einer entsprechenden Wertberichtigung berücksichtigt. Die ausgewiesenen Forderungen werden als werthaltig angesehen. Der Bestand an Barmitteln beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 553 T€ (Vorjahr 1.386 T€).

Das Eigenkapital erhöhte sich um 915 T€ auf 8.676 T€ (Vorjahr 7.761 T€). Die Eigenkapitalquote sank dadurch geringfügig um 1 % Punkt zum Bilanzstichtag auf rund 38 % (Vorjahr 39 %) im Verhältnis des Bilanzvolumens.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die installierten internen Kontrollsysteme stehen permanent auf dem Prüfstand. Es werden die auftragsbezogenen Informationen sach- und zeitgerecht ausgewertet und mit den entsprechenden Auftraggebern zur jeweiligen Fertigstellungsplanung herangezogen. Ebenso besteht ein kontinuierlicher Informationsaustausch mit den Finanzpartnern.

III. Prognosebericht

Die steigenden Preise für Baumaterial, insbesondere für Asphaltmischgut und mineralische Baustoffe, werden uns in Zukunft weiter beschäftigen, auch wenn die Dynamik nachzulassen scheint. Die Gas- und Strompreisbremse werden dämpfend auf die Inflation und die Baukostenentwicklung in 2023 wirken. Und auch der anziehende Wettbewerb um Aufträge wird die Preisentwicklung bremsen.

Während die deutsche Wirtschaft in 2022 noch um 1,9 % gewachsen ist, erwartet die Bundesregierung für 2023 nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,2 %.

Für das Bauhauptgewerbe rechnet der Branchenverband Bauwirtschaft vor, ist mit einem Umsatz von 157 Mrd. Euro, was einem nominalen Rückgang um 2 % und bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 %, einem realen Rückgang um 7 % entspricht, zu erwarten. Dennoch erwarten die Spitzenverbände der Bauwirtschaft für 2023 eher eine Konjunkturdelle als einen deutlichen Einbruch der Baukonjunktur.

Der öffentliche Bau wird mit einem realen Umsatzrückgang um 4,5 % auf 42,4 Mrd. Euro rechnen müssen, was bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 % einem nominalen Zuwachs um 1 % entspricht. Dabei halten die Umsätze im Tiefbau etwa das Vorjahresniveau.

So werden die Kommunen vor dem Hintergrund inflationsbedingt steigender Kosten, hoher Flüchtlingszahlen und wachsender Sozialausgaben ihre Investitionen 2023 voraussichtlich nicht wie prognostiziert ausweiten können, sondern eher auf dem Niveau von 2022 halten.

Die Investitionslinie in die Infrastruktur des Bundes soll im kommenden Jahr gerade mal gehalten werden. Wegen der gestiegenen Baukosten könnten real sogar weniger Projekte umgesetzt werden, als es der Bundesverkehrswegeplan vorsieht.

Die Brandl GmbH hat die Lieferschwierigkeiten gut überstanden, die Materialpreise bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau, jedoch nicht mehr so volatil. Die Energiepreise für Unternehmen und Verbraucher sind nach wie vor hoch, auch wenn sie auf dem Energiemarkt bereits wieder etwas gesunken sind.

Der Auftragsbestand beträgt zum 01.04.2023 rund 11,6 Mio. Euro und damit liegt die Auftragsreichweite bei weiterhin sechs Monaten. Es wird vorsichtig mit einer Gesamtleistung von 24,0 Mio. Euro geplant und möchte daher bei einem vergleichbaren Aufwand wie im Vorjahr mit einem Jahresüberschuss nach Steuer von 4 % rechnen, die Eigenkapitalquote soll bei mindestens 38 % gehalten werden.

Bei den Investitionen stehen für 2023 Ersatzbeschaffungen für Maschinen und Grundstücke für die Rohstoffgewinnung Kies im Fokus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Brandl GmbH ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. In erster Linie unterliegt sie den allgemeinen konjunkturellen Risiken des Baugewerbes. Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie können zu einer Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Darüber hinaus bestehen keine betrieblichen Risiken. Sämtliche bekannte Risiken sind in der Bilanz berücksichtigt. Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht die grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.

Liquidität bedeutet für die Brandl GmbH nicht nur Zahlungsfähigkeit im engeren Sinn, sondern auch der notwendige finanzielle Spielraum für das Grundgeschäft und die Verfügbarkeit ausreichender Avallinien. Die Liquiditätslage ist aufgrund der eingeräumten Kontokorrentlinien gut und daher können mögliche kurzfristige Engpässe jederzeit überbrückt werden. Ein Währungsrisiko kann wegen fehlender Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in fremder Währung ausgeschlossen werden. Mangels Beteiligungen können auch hierzu Risiken ausgeschlossen werden.

Das Forderungsausfallrisiko wird wegen des guten Zahlungsverhaltens der Auftraggeber und der permanenten Forderungsüberwachung als gering eingestuft. Bauverträge werden im Vorfeld regelmäßig geprüft, die Bonität der Auftraggeber während der Bauzeit durch eine Wirtschaftsauskunftei überwacht.

Die Fachkräftesicherung bleibt ein Risiko für die Geschäftsentwicklung. In der Vergangenheit konnte der Bedarf weitgehend gedeckt werden. An der Aufgabe, die Gesellschaft nach außen und nach innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir aber kontinuierlich weiter.

Für den Bereich der Vorräte und deren Beschaffung werden weiterhin intensive Anstrengungen erforderlich sein, da die restriktive Genehmigungspolitik der verantwortlichen Behörden und der allgemeine Flächenverbrauch konträr zum Materialbedarf der Bauwirtschaft und den allgemeinverbindlichen ökologischen und ökonomischen Auflagen stehen. Die offene Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, den Gemeinden und den Behörden sehen wir als eine unserer vielen Aufgaben an.

Die Maßnahmen zur Umsetzung der Klimaziele der Bundesregierung und die UN-Nachhaltigkeitsziele (sog. "Green-Deal") werden in den nächsten Jahren noch große Anstrengungen und Finanzmittel abverlangen. Aufgrund unserer langjährigen Beziehungen zu unseren Finanzpartner, sehen wir diesen notwendigen Veränderungen relativ gelassen entgegen. Obwohl wir noch nicht zur Anwendung der CSRD-Richtlinie verpflichtet sind, setzten wir uns bereits damit auseinander. Da laufend in einen modernen Maschinen- bzw. Fuhrpark investiert wird, erkennen wir das Entwicklungspotenzial bei den Produktionsstufen der Kieserzeugung.

Rechtsstreitigkeiten bestehen derzeit nicht.

2. Chancenbericht

Der Markt im Bausektor ist durch die Energiekrise einem außerordentlichen starken Preiswettbewerb gekennzeichnet. Angemessene Margen lassen sich nur dort erzielen, wo sich das Unternehmen durch wettbewerbsüberlegene Arbeitstechniken unter Einsatz von zuverlässigen Mitarbeitern auszeichnet bzw. über die Rohstoffversorgung idealerweise in der Nähe der Baustellen verfügt.

Für das nächste Wirtschaftsjahr hat die Gesellschaft seine Planungen in den Bereichen Liquidität und Aufträge aufgestellt, deren Einhaltung anhand monatlicher sowie quartalsweiser Soll-Ist-Vergleiche kontrolliert werden. Aufgrund der monatlichen Projektmeldungen und -abrechnungen sowie wöchentlicher Bauleiterbesprechungen, können die Bauvorhaben kontrolliert und gesteuert werden. Eine effektive Einsatzplanung ist somit garantiert.

Die Digitalisierung in Verwaltung und Technik wird vorangetrieben, um die vorgegebenen Schnittstellen optimal zu bedienen. Der Bereich Planung (BIM) ist ebenso wichtig, wie digitale Verwaltung der Zeiterfassung, um deren rechtlich konformen Umsetzung ständig gearbeitet wird. Im Rahmen der IT-Sicherheit werden mit einem externen Dienstleister die IT-Systeme auf den aktuellen Stand gehalten.

Die Einhaltung der standardisierten Schutz- bzw. Vorsichtsmaßnahmen und Erfüllung der Auflagen der Berufsgenossenschaft Bau sowie Gesundheitsbehörden sieht die Gesellschaft als selbstverständlich.

Nur durch die Weiterempfehlung von zufriedenen Auftraggebern kann sich die Gesellschaft sowohl im gehobenen gewerblichen Tiefbau als auch bei den privaten Aufträgen durchsetzen. Die öffentlichen Auftraggeber gilt es in den branchenüblichen Wettbewerbsverfahren durch optimal kalkulierte Angebote zu gewinnen.

Gesamtaussage

Die Brandl GmbH sieht sich insgesamt für die kommenden Aufgaben und künftigen Entwicklungen auch unter erschwerten Bedingungen gut aufgestellt. Die hier im Lagebericht dargestellten Risiken haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdenden Charakter.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Bei den Finanzinstrumenten der Brandl GmbH handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben aus Kreditinstituten. Da die Gesellschaft über einen solventen Kundenstamm verfügt, stellen Forderungsausfälle eher die Ausnahme dar.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich überwiegend um mittel- bzw. langfristigen Krediten verschiedener Banken.

Das Bestreben der Gesellschaft eine hohe Liquidität aufrecht zu erhalten, wird durch die Finanzierung von Vorräten bzw. Maschinen erreicht. Durch die ständige Kontrolle der Aufträge und der damit zusammenhängenden Abrechnungsintervallen sowie des Debitorenmanagments durch die internen Kontrollsysteme wird eine zusätzliche Sicherheit erreicht.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Neufraunhofen am 10.07.2024

Brandl GmbH Straßen- und Tiefbau

Geschäftsführung

Robert Brandl

Bilanz

Aktiva

31.3.2023
EUR
31.3.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.390.019,24 10.676.376,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 178.481,99 187.575,99
II. Sachanlagen 10.211.537,25 10.488.800,62
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.887.182,35 6.268.378,30
2. technische Anlagen und Maschinen 2.198.720,13 2.328.833,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.736.827,49 1.565.428,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 388.807,28 326.160,53
B. Umlaufvermögen 11.922.242,79 8.898.380,95
I. Vorräte 5.539.747,60 2.684.163,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.828.898,41 4.828.683,80
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 553.596,78 1.385.533,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 84.283,09 91.780,80
D. Aktive latente Steuern 370.000,00 378.000,00
Summe Aktiva 22.766.545,12 20.044.538,36

Passiva

31.3.2023
EUR
31.3.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.676.126,87 7.761.007,70
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 150.000,00 150.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Kapitalrücklage 319.058,72 319.058,72
III. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 820.000,00 820.000,00
IV. Gewinnvortrag 6.421.948,98 5.540.049,71
V. Jahresüberschuss 965.119,17 931.899,27
B. Rückstellungen 4.656.688,35 4.321.545,12
C. Verbindlichkeiten 9.433.729,90 7.961.209,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.792.434,61 3.801.591,25
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 776,40
Summe Passiva 22.766.545,12 20.044.538,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1.4.2021 - 31.3.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 1.424.433,22 1.435.254,98
a) Rohergebnis 10.435.966,78 10.479.255,42
b) Personalaufwand 5.294.863,97 5.182.864,43
Löhne und Gehälter 4.081.862,70 3.980.014,25
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.213.001,27 1.202.850,18
c) Abschreibungen 1.362.625,64 1.353.758,77
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.362.625,64 1.353.758,77
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 2.354.043,95 2.507.377,24
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -36.910,52 -94.584,04
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.830,66 23.733,88
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 85.741,18 118.317,92
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 415.705,14 402.313,10
4. Ergebnis nach Steuern 971.817,56 938.357,84
5. sonstige Steuern 6.698,39 6.458,57
Jahresüberschuss 965.119,17 931.899,27

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Brandl GmbH

1. Allgemeine Angaben

Vorbemerkungen

Die Brandl GmbH mit Sitz in Neufraunhofen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter HRB 2883 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses ist im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Der Anhang ist in Tausend € aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear oder entsprechend dem nachgewiesenen Leistungsverzehr. Zu- und Abgänge werden zeitanteilig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear oder entsprechend dem nachgewiesenen Leistungsverzehr. Die Anschaffungskosten beinhalten die Anschaffungsnebenkosten; Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Zu- und Abgänge werden zeitanteilig abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen liegt zwischen 4 und 15 Jahren. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt drei bis 13 Jahre.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgesetzt. Ihr Abgang wird nach 5 Jahren unterstellt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem Niederstwertprinzip zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten am Abschlussstichtag.

Die Aktivierung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene und notwendige Fertigungs-, Material- und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Von den unfertigen Arbeiten wurden im Wirtschaftsjahr 2009/2010 erstmals die erhaltenen Anzahlungen aktivisch abgesetzt (§ 268 Abs. 5 S. 2 HGB).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Erkennbaren Ausfallrisiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zusätzlich wird das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Liquide Mittel sind zum Nennbetrag aktiviert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Zum Stichtag betragen die aktiven latenten Steuern 370 T€ (im Vorjahr 378). Sie wurden gebildet aufgrund unterschiedlicher handelsrechtliche und steuerlichen Bewertungsvorgaben vor allem hinsichtlich der Bewertung von Rekultivierungsrückstellung.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der laufzeitäquivalent abgezinsten versicherungsmathematischen Teilwertmethode auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck und dem gemäß RückAbzinsV relevanten Zins in Höhe von 1,79 %. Es wurde der 10 Jahresdurchschnittszins verwendet. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden in Höhe von 2,00 % berücksichtigt.

Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit der Pensionsrückstellung verrechnet.

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenänderungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem restlaufzeitentsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden generell mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Zahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

3. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2022
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
31.03.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 351 1 2 0 350
351 1 2 0 350
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 10.851 10 0 0 10.861
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.922 738 549 0 10.111
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.207 659 141 0 4.725
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 326 63 0 0 389
25.306 1.470 690 0 26.086
25.657 1.471 692 0 26.436
kumulierte Abschreibungen Buchwert
01.04.2022
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
31.03.2023
T€
31.03.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 163 10 1 172 178
163 10 1 172 178
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.583 392 0 4.975 5.886
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.593 847 528 7.912 2.199
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.642 487 142 2.987 1.738
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 389
14.818 1.726 670 15.874 10.212
14.981 1.736 671 16.046 10.390

Die Abschreibung auf Kiessubstanz in Höhe von 373T€ wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Materialaufwand ausgewiesen (Kiesverzehr).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.03.2023
T€
31.03.2022
T€
Forderungen gegen Gesellschafter
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.068 1.033
Sonstige Vermögensgegenstände
davon gegen Gesellschafter (aus umsatzsteuerlicher Organschaft) 46 0
davon solche die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen 1 0

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind zugleich solche gegen die Geschäftsführung. Das als Kontokorrent geführte Konto mit der Besitzgesellschaft wird fremdüblich mit 2% verzinst.

Latente Steuern

Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern resultierten im Wesentlichen aus steuerlich abweichenden Bewertungsansätzen bei den Rückstellungen. Die Veränderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 150.000,00 €.

Pensionsrückstellungen

Der Bilanzausweis der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen.

Anschaffungskosten
T€
Zeitwert
T€
Pensionsverpflichtung -- 611
Rückdeckungsbetrag 129 129
129 482

Die Zuführung der Pensionsrückstellung in Höhe von insgesamt 22 T€ ist in Höhe von 11 T€ im Personalaufwand berücksichtigt. Der Bewertung wurde ein durchschnittlicher Zinssatz von 1,79 % zugrunde gelegt und als Zinsaufwand ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen zur Rekultivierung von Kiesabbaugrundstücken, Gewährleistungsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich.

Verbindlichkeiten

(Vorjahreszahl in Klammern)

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr beträgt 1.933 T€ (Vorjahr: 2.068 T€). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren betragen 395 T€ (Vorjahr: 703 T€).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 2.308 T€ (i.V. 2.560 T€) durch eigene Grundpfandrechte und 927 T€ (i.V. 840 T€) durch Sicherungsübereignung gesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche gegenüber dem Gesellschafter aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von 0 T€ (i.V. 113 T€) enthalten.

Haftungsverhältnisse

31.03.2023
T€
31.03.2022
T€
Vermerkpflichtig gemäß § 251 HGB
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 425 511
425 511

Die Brandl GmbH haftet grundsätzlich mit Kiesgrundstücken in Hohenlinden und im Rahmen einer persönlichen Haftungsübernahme für Verbindlichkeiten der Besitzgesellschaft Robert Brandl. Die betreffenden Verbindlichkeiten belaufen sich am 31.03.2023 auf 425 T€ (i.V. 511 T€).

Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung ergaben sich keine Hinweise auf eine drohende Inanspruchnahme.

Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

2022/2023
T€
2021/2022
T€
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 217 116
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 55 3
Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen 0 339
Sonstige neutrale Erträge 72 53
344 511

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2022/2023
T€
2021/2022
T€
Zuführung Wertberichtigung 70 35
Periodenfremde Aufwendungen 85 61
Verluste aus Anlagenabgängen 3 4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.196 2.408
2.354 2.507

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2022/2023
T€
2021/2022
T€
Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen 28 3
Zinserträge von Gesellschaftern 21 21
Übrige Zinserträge 0 0
49 24

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2022/2023
T€
2021/2022
T€
Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 11 43
Übrige Zinserträge 75 75
86 118

Sonstige Angaben

Ausschüttungssperre

Bilanzausweis
T€
Ausschschüttungs- gesperrt
T€
aktive latente Steuern §274 (2) HGB 370 370
Pensionsrückstellungen (unterschiedlicher Marktzinsansatz nach § 253 (6) HGB 482 37
Gesamtbetrag der gegen Ausschüttungen 407
gesperrten Beträge
Zur Deckung der gesperrten Beträge zur Verfügung stehenden Eigenkapitalanteile am Bilanzstichtag 8.526

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamt Stand 31.03.2023
T€
Davon im nächsten Geschäftsjahr
T€
PKW- und IT-Leasing 194 102
Raummieten 213 213

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2022/2023
Anzahl
2021/2022
Anzahl
gewerbliche Arbeitnehmer 68 73
kaufmänische/technische Angestellte 22 20
geringfügig Beschäftigte / Aushilfen 7 8
Arbeitnehmer i.S. von § 267 Abs. 5 HGB 97 101
Geschäftsführung 1 1
Gesamt 98 102

Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar für Prüfungsleistung lag im Geschäftsjahr bei 17,5 T€. Selbiges für Steuerberatung und Sonstige Leistungen 4 T€

Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Robert Brandl, Bauingenieur, Neufraunhofen

Auf die Angabe zu den Geschäftsführergehältern nach § 285 Nr. 9a HGB wurde entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Neufraunhofen am 10.07.2024

Brandl GmbH

Geschäftsführung

Robert Brandl

Bestätigungsvermerk

Zu dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss, wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276, 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem ausführlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den unten aufgeführten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers"

An die Brandl GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Brandl GmbH - bestehend aus Bilanz zum 31.03.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 03.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen."

 

Trostberg, 19.07.2024

Daniel Zeus, Wirtschaftsprüfer

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