Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 21101
Vorher
MTI Holdings GmbH
Eingetragen
22.4.2002
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von feuerfesten keramischen Werkstoffen und Waren
Gegenstand
(1) die Forschung, die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb und die Wartung in Bezug auf feuerfeste Substanzen und Produkte sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich des Einbaus und der Installierung solcher Substanzen und Produkten sowie alle anderen Tätigkeiten, die erforderlich oder sonst wie geeignet sind, um die vorstehenden Tätigkeiten auszuführen. (2) die Herstellung und der Vertrieb von präcipiertem Kalzium Karbonat sowie Anlagen für die Produktion von ausgefälltem Kalziumkarbonat zu errichten, zu betreiben und zu unterhalten; Ausführungsteile und Stoffe - gleichgültig, ob roh oder vorher bearbeitet - zu kaufen, zu verkaufen, mit ihnen zu handeln, sie zu importieren oder exportieren, sowie alle Rechtsgeschäfte, die auf den vorerwähnten Zwecken dienen oder damit in Verbindung stehen, durchzuführen. (3) die Entwicklung und der Bau von elektronischen, insbesondere von messund regeltechnischen Anlagen und Geräten, der Vertrieb von elektronischen, insbesondere von mess- und regeltechnischen Anlagen und Geräten für die Stahlindustire und die Beratung der Stahlindustrie in mess- und regeltechnischen Fragen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Welling
seit 24.8.2023
Geschäftsführer
Brett Argirakis
seit 5.2.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Minteq International GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 31.165,78 1,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,01 31.165,79 0,01 1,51
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 88.861,83 91.105,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.076.788,19 1.143.469,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 92.515,24 60.346,50
4. Anlagen im Bau 136.104,56 1.394.269,82 182.843,78 1.477.765,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.578.027,66 7.578.027,66
9.003.463,27 9.055.794,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.556.149,60 2.248.224,89
2. Waren 377.055,73 369.227,23
3. Unfertige Erzeugnisse 2.105.835,84 1.875.108,30
4. Fertige Erzeugnisse 331.239,02 559.015,75
5. Geleistete Anzahlungen 426.003,50 5.796.283,69 172.239,76 5.223.815,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.601.821,73 5.493.190,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.352.829,94 2.226.547,59
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 2.006.802,67 (i. Vj. EUR 1.888.920,30) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.488.076,34 8.442.728,01 1.660.016,60 9.379.754,62
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.812.795,56 7.435.395,99
20.051.807,26 22.038.966,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.346,81 72.715,00
29.164.617,34 31.167.476,14

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 975.000,00 975.000,00
II. Kapitalrücklage 16.400.000,00 23.400.000,00
III. Verlustvortrag -3.641.334,10 -8.236.917,64
IV. Jahresüberschuss 4.388.236,90 4.595.583,54
18.121.902,80 20.733.665,90
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.846.265,00 1.880.285,00
2. Steuerrückstellungen 635.849,28 293.614,63
3. Sonstige Rückstellungen 1.912.160,02 2.313.597,39
4.394.274,30 4.487.497,02
C. Verbindlichkeiten
- sämtlich mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr -
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.071.999,47 1.858.305,35
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.685.124,29 1.871.743,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.344.825,02 1.612.223,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 546.491,46 604.040,33
- davon aus Steuern EUR 468.655,23 (i. Vj. EUR 502.708,17) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 27.836,23 (i. Vj. EUR 28.657,93) -
6.648.440,24 5.946.313,22
29.164.617,34 31.167.476,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 39.513.460,25 39.509.847,37
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.950,81 -74.954,16
3. Sonstige betriebliche Erträge 461.758,23 395.629,50
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -20.152.996,42 -19.654.685,33
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -570.317,62 -675.154,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.186.936,56 -6.920.517,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.168.595,34 -1.143.038,24
- davon für Altersversorgung EUR 96.921,32 (i. Vj. EUR 104.084,08) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -277.692,51 -305.330,42
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.689.719,79 -5.975.426,96
8. Betriebsergebnis 4.931.911,05 5.156.370,15
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 103.330,20 105.611,92
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34.187,50 -44.773,41
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 34.112,00 (i. Vj. EUR 33.869,00) -
11. Finanzergebnis 69.142,70 60.838,51
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -606.070,02 -591.180,22
13. Ergebnis nach Steuern 4.394.983,73 4.626.028,44
14. Sonstige Steuern -6.746,83 -30.444,90
15. Jahresüberschuss 4.388.236,90 4.595.583,54

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Minteq International GmbH, Duisburg, ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Minteq International GmbH hat ihren Sitz in der Dr.-Alfred-Herrhausen-Allee 24 in 47228 Duisburg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 21101 in das Register beim Amtsgericht Duisburg eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Immaterielle Wirtschaftsgüter werden über 3 Jahre, die Technischen Anlagen über 5 bis 12 Jahre, Andere Anlagen und Büro- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden über alle Anlagegruppen hinweg sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse werden in der Division Feuerfest (MTI) zu Einzelkosten zuzüglich notwendiger Fertigungs- und Materialgemeinkosten bewertet. In der Division Ferrotron sind die unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten unter Beachtung des Fertigungsgrades und des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel, erhaltene und geleistete Anzahlungen werden zu Nennwerten oder niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Für Bonitätsrisiken werden angemessene Wertberichtigungen gebildet. Aufgrund der Übernahme der Bonitätsrisiken für die Division Feuerfest durch ein Konzernunternehmen wurden keine Wertberichtigungen für Bonitätsrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dieser Division gebildet. Langfristige Forderungen aus Leasingverträgen werden mit dem Barwert bewertet. Aktivwerte aus den Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen werden nach Neubewertung gemäß IDW RH FAB 1.021 teilweise mit dem höheren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen wurden für handelsrechtliche Zwecke auf Basis der Projected-Unit-Credit Methode unter Berücksichtigung des nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83 % bzw. 1,82 % (i. Vj. 1,78 % bzw. 1,79 %) ermittelt. Im Berichtsjahr wurden wieder der Gehaltstrend (2,0 %; i. Vj. 2,0 %) und der Rententrend (1,5 % bzw. 2,0 %; i. Vj. 1,5 % bzw. 2,0 %) berücksichtigt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe von EUR 19.118 (i. Vj. EUR 88.978) unterliegt einer gesetzlichen Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der Minerals Technologies Inc., New York/USA, einbezogen werden.

Währungsumrechnungen werden gemäß der Tagesumrechnungskurse der jeweiligen Währung in Beziehung zum Euro vorgenommen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von unter einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Anwendung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

3. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Bruttoanlagespiegel dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Minteq International GmbH Anteile an der MTI Technologies UK Ltd, London/Großbritannien (nachfolgend: MTI TUK), erworben. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 betrug der Anteil der Minteq International GmbH am Eigenkapital der MTI TUK 13,09 %. Bei der MTI TUK handelt es sich ebenfalls um ein Konzernunternehmen der Minerals Technologies Inc., New York/USA.

Zum 31. Dezember 2023 weist die MTI TUK ein Eigenkapital von GBP 44.695.631 (entspricht EUR 53.914.105) und einen Jahresverlust von GBP 1.159.653 (entspricht EUR 1.398.831) aus.

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Minteq International GmbH 27,65 % der Anteile an der MTX Singapore Holdings Pte Ltd, Singapur/Singapur (nachfolgend: MTX SG), erworben. Bei der MTX SG handelt es sich ebenfalls um ein Konzernunternehmen der Minerals Technologies Inc., New York/USA.

Zum 31. Dezember 2023 weist die MTX SG ein Eigenkapital von USD 20.642.022 (entspricht EUR 19.815.309) und einen Jahresüberschuss von USD 712.199 (entspricht EUR 683.675) aus.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 308).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.485 (i. Vj. TEUR 1.505) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es handelt sich dabei in Höhe von TEUR 1.411 (i. Vj. TEUR 1.432) um die Aktivwerte aus den Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen sowie um eine Mietkaution in Höhe von TEUR 73 (i. Vj. TEUR 73).

Mit der ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft und der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung Zweigniederlassung der AXA Lebensversicherung Aktiengesellschaft wurden Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsverpflichtungen abgeschlossen, die nicht verpfändet wurden. Daher wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB keine Saldierung des Aktivwertes aus der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsverpflichtung vorgenommen, sodass der Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 1.411 (i. Vj. TEUR 1.432) unter den "Sonstigen Vermögensgegenständen" ausgewiesen wird.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 975 und wird zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wurde voll erbracht.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalkosten (TEUR 856), ausstehende Rechnungen (TEUR 659), Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 230) sowie Rückbauverpflichtungen (TEUR 167).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen beläuft sich am 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.461 (i. Vj. TEUR 1.626). Von dem Gesamtbetrag sind TEUR 364 im Jahr 2024 und TEUR 1.097 zwischen 2025 und 2028 fällig.

Neben der Miete für das Gebäude in Duisburg betreffen die Verpflichtungen im Wesentlichen PKW-Leasingverträge. Es handelt sich dabei um operative Leasingverträge. Dies hat zur Folge, dass aufgrund der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums zum Leasinggeber keine Aktivierung im Sachanlagevermögen erfolgt und die Verpflichtung aus noch nicht fälligen Leasingraten nicht als Verbindlichkeit ausgewiesen wird. Dies hat die Darstellung der Vermögenslage positiv beeinflusst.

Risiken aus diesen Verträgen sind nicht erkennbar.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft macht von der Befreiung von der Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 288 Abs. 2 i. V. m. § 285 Nr. 4 HGB Gebrauch.

Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus Sachbezügen in Höhe von TEUR 250 (i. Vj. TEUR 253) sowie periodenfremde Erträge aus der Erstattung von Stromsteuer von TEUR 64 (i. Vj. TEUR 64). Es sind Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 46 (i. Vj. TEUR 64) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 1.998 (i. Vj. TEUR 1.983), Weiterbelastungen von anderen Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 876 (i. Vj. TEUR 993), Fahrzeugkosten in Höhe von TEUR 401 (i. Vj. TEUR 425) sowie Reparatur und Instandhaltungskosten in Höhe von TEUR 334 (i. Vj. TEUR 567). Es sind Währungskursverluste in Höhe von TEUR 62 (i. Vj. TEUR 122) entstanden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Jahre 2022 bis 2023.

5. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Brett Argirakis Vice President und Managing Director der
Minteq International Inc., New York/USA, Nazareth
Rolf Lamm Geschäftsführer Division Ferrotron, Aachen
(bis 31. Juli 2023)
Martin Welling Geschäftsführer Division Ferrotron, Mainhausen
(seit 5. Juli 2023)
Dr.-Ing. Reiner Sieger Geschäftsführer Division Feuerfest, Essen
(bis 18. September 2023: Meerbusch)

Die Gesellschaft macht von der Befreiung der Angabe der laufenden Geschäftsführerbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Für Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 192 (i. Vj. TEUR 207).

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 71 68
Angestellte 9 10
80 78

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 58.482. Andere Beratungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie sonstige Leistungen wurden durch den Abschlussprüfer nicht erbracht.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss - für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen - der Minerals Technologies Inc., New York/USA, einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Konzernobergesellschaft erhältlich.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und den resultierenden Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Duisburg, den 19. Februar 2025

Minteq International GmbH

Brett Argirakis, Geschäftsführer

Martin Welling, Geschäftsführer

Dr. Reiner Sieger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 137.296,93 12.164,72 11.440,50 19.891,51 157.912,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.442.424,72 0,00 0,00 0,00 1.442.424,72
1.579.721,65 12.164,72 11.440,50 19.891,51 1.600.337,38
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.290.695,12 0,00 0,00 0,00 3.290.695,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.844.675,10 135.420,49 357.070,89 86.039,78 13.709.064,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 967.530,19 60.591,95 20.435,95 7.610,00 1.015.296,19
4. Anlagen im Bau 182.843,78 67.802,07 1.000,00 -113.541,29 136.104,56
18.285.744,19 263.814,51 378.506,84 -19.891,51 18.151.160,35
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.578.027,66 0,00 0,00 0,00 7.578.027,66
27.443.493,50 275.979,23 389.947,34 0,00 27.329.525,39
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 137.295,43 890,45 11.439,00 126.746,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.442.424,71 0,00 0,00 1.442.424,71
1.579.720,14 890,45 11.439,00 1.569.171,59
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.199.589,67 2.243,62 0,00 3.201.833,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.701.205,40 238.525,23 307.454,34 12.632.276,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 907.183,69 36.033,21 20.435,95 922.780,95
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.807.978,76 276.802,06 327.890,29 16.756.890,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
18.387.698,90 277.692,51 339.329,29 18.326.062,12
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 31.165,78 1,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,01 0,01
31.165,79 1,51
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 88.861,83 91.105,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.076.788,19 1.143.469,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.515,24 60.346,50
4. Anlagen im Bau 136.104,56 182.843,78
1.394.269,82 1.477.765,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.578.027,66 7.578.027,66
9.003.463,27 9.055.794,60

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Minteq International GmbH ist eine 100%ige Tochter der Minteq International Inc., New York/USA.

Die Tätigkeiten der Minteq International GmbH umfassen die Divisionen Feuerfest für die Stahlindustrie, Ferrotron für Lasermesstechnik, Elektrodenregelung, Walzwerkmesstechnik und Sonden sowie SMI mit Füllmaterial für die Papierindustrie.

Die Division Feuerfest verantwortet den Vertrieb, die Installation und das Betreiben von feuerfesten Systemen, hauptsächlich in der deutschsprachigen Stahlindustrie. Die feuerfesten Systeme bestehen aus verschiedenen Komponenten:

Feuerfeste Produkte, welche bei europäischen Schwesterfirmen in Irland, England, Türkei oder Italien hergestellt und an unsere Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterverkauft werden;

dazugehörige Verarbeitungsmaschinen, die mit deutschen Partnerunternehmen nach unseren bzw. den Anforderungen der Stahlindustrie gebaut und beim Endkunden installiert und in Betrieb genommen werden;

Wartung des Maschinenparks zur Verarbeitung unserer Produkte und das Einbringen dieser durch unsere Servicetechniker in den Stahlwerken vor Ort.

Von unserem Büro in Duisburg aus erfolgt der Vertrieb unserer Produkte. Zudem werden Verkaufsstrategien entwickelt, Marketing, Ausbildung und Schulung unserer Verkaufsingenieure durchgeführt, welche in Eigenverantwortung die erfolgreiche Einführung der Systeme bei den verschiedenen Stahlwerken sicherstellen.

Die Division Ferrotron entwickelt und baut Tauchmesssonden zur Ermittlung der Sauerstoffaktivität und Temperatur in flüssigem Stahl, Laserprofilmesssysteme zur Vermessung der feuerfesten Auskleidung in metallurgischen Reaktions- und Transportgefäßen sowie digitale Elektrodenregelung für Elektrolichtbogenöfen und Messtechnik für Walzwerke.

Kunden der Gesellschaft sind Betriebe der Stahlindustrie im In- und Ausland.

Die Tätigkeit der Division SMI wird von unserer Zweigniederlassung Specialty Minerals "SMI" in Schongau betrieben. Die Division SMI konzentriert sich auf die Herstellung von präzipitiertem Kalziumkarbonat "PCC", welches in Reaktoren in unserem Werk in Schongau hergestellt wird. Zur Herstellung von PCC wurde bei dem Kunden UPM Kymmene (vorher Haindl Papier GmbH) in Schongau ein Grundstück angemietet, auf dem wir ein Werk errichtet haben. Das produzierte PCC wird dann mittels Pipeline, LKW oder Bahn den Kunden (Papierfabriken) zugeführt. PCC wird benötigt, um die Bedruckbarkeit, Opazität und Helligkeit von Papier zu erhöhen.

Forschung und Entwicklung

Die Weiterentwicklung von Feuerfestprodukten obliegt anderen konzernzugehörigen Schwesterunternehmen.

Eine stetige Weiterentwicklung unserer produktverarbeitenden Maschinen wird von uns laufend betrieben. Wir entwickeln und verbessern stetig mit unseren Partnerfirmen u. a. voll automatisierte Anlagen zur Verarbeitung unserer Produkte.

Steuerungssystem

Auf operativer Ebene bilden die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis die maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren. Darüber hinaus haben wir keine weiteren wesentlichen finanziellen oder nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Produktionsentwicklung in der deutschen Stahlindustrie ist im Jahr 2023 um ca.4 % auf 35,4 Mio t gegenüber 2022 gesunken. Im Jahr 2024 rechnet die WV Stahl mit einer höheren Produktion von zwischen 4-5 % Wachstum zu 2023 (Quelle: wvstahl.de). Grund für den starken Rückgang in 2023 war weiterhin der Überfall Russlands auf die Ukraine, der zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lieferketten für bestimmte stahlrelevante Produkte führte und die hohen Stromkosten, die vor allem im Elektrostahlerzeugung zu einem Rückgang der Produktion führte. Das Investitionsklima für Equipment entwickelte sich im Jahr 2023 positiver als ursprünglich erwartet, da bei Projekten unserer weltweiten Kunden ein Nachholbedarf bestand. Der Auftragseingang ist gut, doch die Probleme mit den weltweiten Lieferengpässen bei Produktionsmaterialen und hier speziell Elektronikkomponenten führen zu einer Verzögerung in der Produktion und Umsetzung von Aufträgen.

Geschäftsverlauf

Der Umsatz der Minteq International GmbH blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil und erhöhte sich um TEUR 4 auf TEUR 39.513 (i. Vj. TEUR 39.510). Dies bedeutet einen Umsatzzuwachs von 0,0 %. Die Umsatzprognose des Vorjahres für das aktuelle Jahr belief sich auf TEUR 39.663 und wurde somit leicht verfehlt.

In der Division Feuerfest sind die Umsatzerlöse insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.831 auf TEUR 24.068 gestiegen, da wir aufgrund von gestiegenen Kosten höhere Preise am Markt durchsetzen konnten. Die Umsatzprognose des Vorjahres von TEUR 24.900 wurde dennoch nicht erzielt. Im Produktbereich Feuerfestmaterialien sind die Umsätze auf TEUR 20.167 und im Service auf TEUR 2.055 gestiegen. Die Umsätze im Anlagenverkauf/ Mieten stiegen auf TEUR 1.661.

Der Produktmix in der Division Feuerfest verteilt sich mit 84 % (i. Vj. 84 %) auf den Vertrieb von Feuerfestmaterialien, zu 7 % (i. Vj. 7 %) auf Anlagen- und Ersatzteilverkäufe und Vermietung, zu 9 % (i. Vj. 9 %) auf die Erbringung von Servicedienstleistungen sowie 1 % (i. Vj. 1 %) auf die Weiterbelastung an Schwestergesellschaften. Es wird von uns weiterhin angestrebt, das Angebot von Servicedienstleistungen und die Gestellung von Wartungssystemen zu verstärken, um Kunden Fullservice-Produkte (Produkt und Verarbeitung) anbieten zu können.

Die Beschaffung und Produktion unserer Feuerfestprodukte findet hauptsächlich über Schwestergesellschaften in Irland, England und der Türkei sowie über einen deutschen Dienstleister statt.

Die zur Verarbeitung unserer Produkte zum Einsatz kommenden Maschinen werden in Kooperation mit Vertragsunternehmen oder unserem Schwesterunternehmen in der Türkei unter Berücksichtigung der Bedürfnisse unserer Kunden entwickelt und hergestellt. Hierdurch konnten wir einen Kostenvorteil und somit auch einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) in der Division Feuerfest ist wegen gestiegener Rohstoffpreise und höherem Preisdruck durch unsere Kunden auf 60,1 % (i. Vj. 58,7 %) gestiegen. Die Personalkosten sind hauptsächlich aufgrund von Gehaltserhöhungen auf TEUR 4.300 (i. Vj. TEUR 4.212) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 3.071 (i. Vj. TEUR 3.281) leicht gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Aufwendungen für Ausgangsfrachten sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten und Fahrzeug- und Reisekosten. Das Betriebsergebnis der Division Feuerfest beträgt TEUR 1.974 (i. Vj. TEUR 1.842) und der Jahresüberschuss (vor Steuern) TEUR 2.050 (i. Vj. TEUR 1.872).

In der Division Ferrotron wurde 2023 ein Umsatz von TEUR 9.717 erzielt. Im Vergleich zu den Umsatzerlösen im vergangenen Jahr von TEUR 11.411 bedeutet dies einen Rückgang von 15 %. Unsere Umsatzprognose des Vorjahres von TEUR 8.658 wurde übertroffen.

Der Produktmix in der Division Ferrotron verteilt sich mit 5 % (i. Vj. 4 %) auf den Vertrieb von Sonden, zu 56 % (i. Vj. 65 %) auf die Messanlagen, zu 34 % (i. Vj. 27 %) auf den Ersatzteil- und Servicebereich sowie zu 5 % (i. Vj. 4 %) auf die Weiterbelastung an Schwestergesellschaften.

Die Materialaufwandsquote der Division Ferrotron beträgt 35,9 %, nach 36,1 % im Vorjahr. Die Personalkosten in Höhe von TEUR 3.391 (i. Vj. TEUR 3.175) sind gestiegen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 1.849 (i. Vj. TEUR 1.881) gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Intercompany-Umlagen, Aufwendungen für Vertriebsprovisionen, Reise- und Fahrzeugkosten und Mietaufwendungen mit Nebenkosten. Sowohl das Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 1.447 (i. Vj. TEUR 1.759) als auch der Jahresüberschuss (vor Steuern) in Höhe von TEUR 1.447 (i. Vj. TEUR 1.759) sanken deutlich. Dies resultiert hauptsächlich aus dem starken Umsatzrückgang.

Die Umsatzerlöse der Division SMI sind, bei einer Materialaufwandsquote von 48,5 % (i. Vj. 54,5 %), im Vergleich zu den Umsatzerlösen im Vorjahr um 17 % auf TEUR 5.729 (i. Vj. TEUR 6.862) gesunken. Unsere Umsatzprognose des Vorjahres von TEUR 6.105 wurde nicht erreicht.

Bedingt durch den geringen Feststoffgehalt unseres Produktes ist der mögliche Kundenkreis auf drei Kunden limitiert. Andere Kunden können wegen der zu hohen Frachtkosten nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen beliefert werden.

Im Bereich SMI sind die Personalkosten auf TEUR 665 (i. Vj. TEUR 676) leicht gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 770 (i. Vj. TEUR 814) resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Intercompany-Umlagen sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten. Das Betriebsergebnis der Division SMI beläuft sich auf TEUR 1.510 (i. Vj. TEUR 1.555) und der Jahresüberschuss (vor Steuern) auf TEUR 1.503 (i. Vj. TEUR 1.586).

Lage

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung und die Ertragssituation im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als zufriedenstellend. Für den Bereich Feuerfest konnten neben bereits bestehenden Kunden neue Absatzmärkte erschlossen werden sowie Neukunden hinzugewonnen werden. Trotz des Krieges in der Ukraine und weiterhin gestressten Lieferketten, konnte der Absatz gehalten werden. Für das Jahr 2024 erwarten wir weitestgehende Aufhebung von Reisebeschränkungen und damit gesteigerte Projektakquisitionen und Service-Aktivitäten. Die internationale Nachfrage nach Equipment bleibt recht hoch und die Anzahl der Aufträge lässt eine deutliche Verbesserung gegenüber 2023 erkennen.

1. Ertragslage

Das Betriebsergebnis als wesentlicher Leistungsindikator beläuft sich auf TEUR 4.932 und ist damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 5.156) leicht gesunken. Die Prognose des Vorjahres hat sich somit fast erfüllt.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft verringerte sich um TEUR 207 auf TEUR 4.388 gegenüber einem Überschuss von TEUR 4.596 im Vorjahr. Das resultiert hauptsächlich aus dem höheren Materialaufwand.

2. Finanzlage

Die Liquidität der Minteq International GmbH ist sehr gut. Zur Absicherung von Anzahlungs- und Garantiebürgschaften an Kunden steht die Kreditlinie eines Kreditinstitutes von USD 300 Mio. zur Verfügung, die von der Mutterfirma Minerals Technologies Inc., USA, abgesichert wird.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Eigenkapital mit einer EK-Quote von 62,1 % (i. Vj. 66,4 %) sowie durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und durch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

3. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen technische Anlagen in Höhe von TEUR 1.077 (i. Vj. TEUR 1.143) für PCC-Produktionsanlagen in Schongau und die Verarbeitung von Feuerfestmaterialien.

Das Investitionsvolumen betrug im Geschäftsjahr TEUR 276 und betraf im Wesentlichen technische Anlagen und Anlagen im Bau. Die Abgänge der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrafen hauptsächlich den Bereich Feuerfest und Ferrotron für Technische Anlagen und Maschinen.

Die Vorräte bestehen im Wesentlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 2.556 (i. Vj. TEUR 2.248) und TEUR 2.106 (i. Vj. TEUR 1.875). Die Erhöhung der Vorräte ist bedingt durch längere Lieferzeiten und somit höherer Bevorratung sowie durch große Projekte, die in 2023 noch nicht abgeschlossen werden konnten. Diese bedingen auch den Anstieg der Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf TEUR 3.072 (i. Vj. TEUR 1.858).

Die Forderungen betrugen TEUR 6.955 (i. Vj. TEUR 7.720).

Durch ausreichende vorhandene flüssige Mittel können Lieferantenrechnungen konstant schnell beglichen werden.

Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.912 (i. Vj. TEUR 2.214) sowie Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.846 (i. Vj. TEUR 1.880).

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Division Feuerfest wird im Geschäftsjahr 2024 trotz einer höheren Stahlproduktion als 2023 einen Rückgang der Umsatzerlöse auf ca. TEUR 23.226 verzeichnen. Grund hierfür sind Umbaumaßnahmen bei zwei Kunden, die zu einem Produktionsstopp oder -rückgang geführt haben. Für das Jahr 2025 sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 20.043 geplant.

Die Preise bleiben aufgrund der Höhe der Rohstoffkosten weiterhin unter Margendruck. Die Abhängigkeit von der Stahlindustrie setzt sich auch 2024 fort.

Neue Kunden, die wir in den Vorjahren von unseren Produkten überzeugen konnten, behielten wir auch im Jahr 2024 als Bestandskunden.

Die Entwicklung neuer Produkte gibt uns Möglichkeiten, Kunden verbesserte Materialien auf gleichbleibendem Preisniveau anzubieten.

Risiken in Bezug auf die künftige Entwicklung sind für die Division Feuerfest in der allgemeinen strukturellen und konjunkturabhängigen Entwicklung der Stahlindustrie sowie in der Entwicklung der Rohstoffpreise zu sehen. Besonders letztgenanntes Risiko ist abhängig von der Marktsituation in China und der Möglichkeit, Preissteigerungen an unsere Kunden weiterzugeben. Hinzugekommen ist die Unsicherheit der Belieferung mit Gas, und die Höhe des Strompreises die beides Auswirkung haben wird auf die Produktionskapazitäten unserer und deren Kunden. Jedoch sehen wir die vorgenannten Risiken in den nächsten drei Jahren als mittel an.

Aufgrund des Abschlusses kurzfristig bis mittelfristig kündbarer Maschinenmietverträge und Serviceverträge über Feuerfestwartung haben wir das Risiko, dass im Falle der Kündigung durch unsere Kunden die Systeme kurzfristig nicht weitervermietet oder anderweitig genutzt werden könnten. Gleichzeitig besteht das Risiko des Verlustes der Massenlieferung und des Servicevertrages und der damit verbundenen Überkapazitäten im Personalbereich.

Bei der Division Ferrotron sind die Umsätze im Geschäftsjahr 2024 auf ca. TEUR 10.515 gestiegen. In 2025 sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.620 geplant.

Für das Jahr 2024 haben wir bereits Ende des Jahres 2023 einige Aufträge erhalten. Bestellungen für Großprojekte in Indien, Brasilien, England und USA sind bereits im Hause. In 2023 konnte der Projektrückstau aus den Vorjahren nicht vollständig aufgelöst werden, da zwar Reisetätigkeiten problemlos durchführbar waren, jedoch die Materialsituation bei Zulieferern, speziell bei amerikanischen Partnern, schwierig blieb. Von diesem Problem war auch das Servicegeschäft betroffen. Wir haben für das Jahr 2024 neue Aufträge erhalten und diese können auch zum Teil dieses Jahr abgewickelt werden, so dass der Umsatz in 2024 gegenüber 2023 steigen wird.

Der Umsatz der Produkte für Tauchmesstechnik (Sonden) ist stark abhängig von der Stahlproduktion in Deutschland und von dem Bedarf der europäischen Partner im Sondengeschäft hier konnte jedoch eine Umsatzsteigerung erzielt werden.

Als neue Produktlinie wurde ein Badspiegel-Messgerät für heiße, flüssige Materialien auf der Basis von Mikrowellentechnik entwickelt, das nicht nur in der Metallindustrie, sondern auch bei der Fertigung von Glas Einsatz findet. Von einem Technikzulieferer aus der Glasindustrie erhielten wir bereits einen entsprechenden Abrufauftrag und konnten weitere Kunden dazugewinnen.

In der Division SMI werden die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024 um ca. 1,4 % auf ca. TEUR 5.810 steigen. Dies liegt im Wesentlichen an höheren Verkaufspreisen aufgrund von gestiegenen Rohstoffkosten. Für das Jahr 2025 sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 5.430 geplant.

Die Entwicklung und der Fortbestand der Division SMI sind allein von der Entwicklung und dem Bestand unseres Hauptkunden abhängig. Der Vertrag mit dem Hauptkunden wurde im Jahr 2022 verlängert und läuft bis zum 31. Juli 2025 - mit anschließender automatischer Verlängerung um zwölf Monate, sofern er nicht von einer Partei gekündigt wird. Gespräche über eine Vertragsverlängerung werden für das erste Halbjahr 2025 erwartet. Unser Hauptkunde hat weiterhin eine führende Marktposition in seinem Marktsegment.

Risiken in Bezug auf einen Rückgang der Umsatzerlöse in der Division SMI bestehen bei einem weiteren Produktionsrückgang bei unserem Hauptkunden, hervorgerufen durch einen anhaltenden Nachfragerückgang an Publikationspapieren. Die stark gestiegenen Papierpreise (hervorgerufen durch Energie- und Rohstoffknappheit) können den schon seit längerem beobachteten und durch die Coronapandemie beschleunigten Trend hin zu digitalen Angeboten und geringeren Druckauflagen noch weiter verstärken. Dieser Nachfragerückgang führt zu einem höheren Kostendruck beim Hauptkunden und erfordert gleichzeitig eine Konsolidierung im Markt, die in den letzten Jahren von verschiedenen Produzenten bereits begonnen wurde. Es wird erwartet, dass unser Hauptkunde mit den aktuell durchgeführten strukturellen Veränderungen am Standort Schongau seine Marktposition auch weiterhin behaupten kann.

Zusammenfassend haben wir im Geschäftsjahr 2024 über drei Divisionen hinweg geringere Umsatzerlöse sowie ein im niedrigen zweistelligen Prozentbereich geringeres Betriebsergebnis.

Nachfolgende Risiken werden nach Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen in absteigender Bedeutungs-Reihenfolge dargestellt.

Risiken in Bezug auf einen Rückgang der Umsatzerlöse bestehen hinsichtlich möglicher Produktionsrückgänge bei unseren Kunden. Hier hat der Krieg in der Ukraine Einfluss auf steigende Energie- und Rohstoffkosten.

Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in der Stahlindustrie führt zwangsläufig auch zu einer verminderten Investitionsbereitschaft der Kunden in moderne Messtechnik. Dadurch könnte das Anlagengeschäft negativ beeinträchtigt werden.

Es wird erwartet, dass in einer Situation mit extremer Energieknappheit (Gas, Strom, Kohle, Öl) die Papierproduktion in Deutschland praktisch zum Erliegen kommen würde, was einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Division SMI hätte.

Die Gesellschaft betreibt ein umfangreiches und zeitnahes Management-Reporting sowie Controlling und erarbeitet zeitnah strategische sowie daraus resultierende operative Lösungsansätze zur Minimierung der aus einem Umsatzrückgang resultierenden Risiken.

Forderungsausfällen wird durch ein laufendes Forderungsmanagement sowie Mahnwesen begegnet. Im Fall des Ausfalls von Forderungen in der Feuerfest-Division besteht darüber hinaus eine vertragliche Verpflichtung eines Schwesterunternehmens, die Ausfälle zu tragen.

Fremdwährungsrisiken aus US-Dollar-Forderungen sowie -Verbindlichkeiten werden derzeit nicht gegen Währungsrisiken abgesichert, da aus Konzernsicht aus US-Dollar-Geschäften kein Währungsrisiko entsteht. Wo möglich wird auf Fremdwährungsaufträge verzichtet.

Im Berichtszeitraum waren keine Risiken erkennbar, die unternehmensbestandsgefährdend zu werten gewesen wären. Es besteht weder aus Substanz- noch aus Liquiditätsgründen eine Bestandsgefährdung des Unternehmens. Für die Zukunft sind derzeit ebenfalls keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

Im Maschinenbau des Bereichs Feuerfest konnten wir unser MinScan-Design deutlich verbessern und sind für die neuen Anwendungen in der Pflege von Elektrolichtbogenöfen vorbereitet. Im US-Markt konnte sich unser ScanTrol-Konzept einer vollautomatisierten Pflege durchsetzen und wir erwarten für Europa eine ähnliche Entwicklung.

Chancen sehen wir bei Ferrotron in unserem Steel Production Assistant System (SPAS), welches als Echtzeitsystem dem Stahlproduzenten online Entscheidungshilfen geben wird. Voraussetzung dazu ist unser Messsystem LaCam 5. Generation, welches einen vollen 360°-Scan in sehr kurzer Zeit durchführen kann. Hiermit werden erstmals Messungen innerhalb der Prozesszeit des Kunden ermöglicht. Damit wird eine kontinuierliche Überwachung der Gefäße der Kunden möglich und eine entsprechende Benachrichtigung durch das SPAS durch Verletzung von vorab definierten Grenzen ausgelöst.

Über die oben genannten Punkte hinaus sehen wir keine weiteren wesentlichen Chancen oder Risiken.

 

Duisburg, den 19. Februar 2025

Minteq International GmbH

Brett Argirakis, Geschäftsführer

Martin Welling, Geschäftsführer

Dr. Reiner Sieger, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Minteq International GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Minteq International GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Minteq International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19. Februar 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Servos, Wirtschaftsprüfer

Hubert, Wirtschaftsprüfer

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