Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 19482
Vorher
Blitz F20-765 GmbHTime Manufacturing Acquisition GmbHTime Manufacturing Acquisition Germany GmbH
Eingetragen
2.12.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Gegenstand
Der Betrieb einer Maschinenfabrik und der Handel mit einschlägigen Erzeugnissen, die Errichtung und der Betrieb von Fotovoltaikanlagen, die Langzeitvermietung von Hubarbeitsbühnen und Hubwagen für den kommunalen Bereich sowie Energieversorgungsunternehmen, der Gebrauchtgerätehandel für die vorgenannten Geräte, der An- und Verkauf von Trägerfahrzeugen sowie Dienstleistungen für die vorgenannten Produkte, sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen und/oder Gesellschaften aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerd Rödelbronn
seit 8.2.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sven Schräder
seit 18.10.2024
Prokura
Roman Rariy
seit 10.2.2024
Geschäftsführer
Annette Julia Timpe
seit 7.7.2022
Prokura
Nico Dr. Krekeler
seit 2.3.2021
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ruthmann Holdings GmbH

Gescher

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.179.749,71 29.004.249,61
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.532.812,00 22.227.404,00
41.712.561,71 51.231.653,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.620.434,11 15.368.253,11
2. technische Anlagen und Maschinen 1.615.804,99 1.650.166,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.283.149,72 1.035.337,11
4. Hubarbeitsbühnen 7.767.019,57 6.670.565,63
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 92.375,69
25.286.408,39 24.816.698,16
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 25.107.523,41 25.107.523,41
92.106.493,51 101.155.875,18
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.568.173,33 26.092.262,66
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.894.223,37 8.779.406,92
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.639.221,84 3.634.246,16
4. geleistete Anzahlungen 52.143,00 191.540,44
5. erhaltene Anzahlungen -2.569.306,10 -3.646.392,28
31.584.455,44 35.051.063,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.258.085,65 17.674.400,69
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj.: € 116.550,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.725.481,08 4.614.668,69
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 3.898.977,10 (Vj.: € 4.275.000,00)
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 2.668.988,29
4. sonstige Vermögensgegenstände 885.522,33 1.744.165,88
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 112.694,00 (Vj.: € 12.800,00)
27.869.089,06 26.702.223,55
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.452,90 82.015,23
59.455.997,40 61.835.302,68
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 316.741,20 195.568,30
151.879.232,11 163.186.746,16

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 28.906.337,72 28.906.337,72
III. Verlustvortrag -9.651.047,36 -5.195.922,32
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4.712.490,82 -4.455.125,04
23.992.781,18 19.280.290,36
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 4.122.184,00 4.195.121,00
2. Steuerrückstellungen 500.000,00 660.000,00
3. sonstige Rückstellungen 7.009.273,19 3.871.800,00
11.631.457,19 8.726.921,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.847.970,18 7.915.141,86
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 5.387.477,32 (Vj.: € 5.148.441,90)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.747.826,01 7.701.097,86
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 1.747.826,01 (Vj.: € 7.701.097,86)
3. Verbindlichkeiten ggü. Verbundene Unternehmen 4.900.912,92 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 4.900.912,92 (Vj.: € 0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 99.685.820,58 118.511.988,56
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 0,00 (Vj.: € 451.218,56)
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.504.899,05 705.876,52
- davon aus Steuern: € 1.088.813,96 (Vj.: € 440.290,84)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 1.062,80 (Vj.: € 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 1.504.899,05 (Vj.: € 705.876,52)
115.687.428,74 134.834.104,80
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 567.565,00 345.430,00
151.879.232,11 163.186.746,16

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 157.720.888,47 121.598.996,54
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 82.973,12 2.108.319,10
3. andere aktivierte Eigenleistungen 836.727,80 234.845,66
4. sonstige betriebliche Erträge 1.245.500,90 1.947.847,51
- davon Erträge aus Währungsumrechnung: € 2.242,16 (Vj.: € 9.225,75)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 90.191.478,90 71.746.913,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.863.700,88 1.840.645,96
93.055.179,78 73.587.559,64
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.608.131,86 23.743.985,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.073.462,98 4.793.690,02
- davon für Altervorsorgung: € 155.240,51 (Vj.: € 332.886,95)
33.681.594,84 28.537.675,93
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 12.762.782,19 13.371.601,83
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.312.266,44 10.300.062,18
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: € 261,21 (Vj.: € 3.877,69)
9. Erträge aus Beteiligungen 1.641.821,58 1.046.558,15
- davon aus verbundenen Unternehmen € 1.641.725,58 (Vj.: € 1.046.232,65)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 251.748,59 161.641,17
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 250.756,47 (Vj.: € 120.346,88)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.858.598,68 5.654.370,08
- davon an verbundene Unternehmen: € 5.315.734,65 (Vj.: € 5.452.689,33)
- davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: € 74.422,00 (Vj.: € 78.171,00)
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 290.000,00 0,00
13. Ergebnis nach Steuern 4.819.238,53 -4.353.061,53
14. Sonstige Steuern 106.747,71 102.063,51
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4.712.490,82 -4.455.125,04

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben, Registergericht und Handelsregisternummer

Die Gesellschaft ist unter der Firma Ruthmann Holdings GmbH mit Sitz in Gescher-Hochmoor beim Amtsgericht Coesfeld unter der Handelsregisternummer HR B 19482 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in Anwendung des § 264 HGB für Kapitalgesellschaften nach den für "große Kapitalgesellschaften" geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Die Bilanz wurde entsprechend dem § 266 Abs. 2 und 3 HGB gegliedert.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Die Wertansätze aus der Bilanz zum 31.12.2022 wurden unverändert zum 1.1.2023 übernommen.

Bewertungsmethoden:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungsmethoden und die Schätzung der Nutzungsdauern orientieren sich an den ertragsteuerlichen Vorschriften. Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird planmäßig auf Grundlage einer Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Schätzung dieser Nutzungsdauer erfolgte in Anlehnung der wirtschaftlichen Nutzung der Ruthmann Steiger. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,00 Euro werden im Monat der Anschaffung komplett abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern werden für die Abschreibung angesetzt:

Betriebsvorrichtrungen 8 - 12 Jahre
Gebrauchte Arbeitsbühnen 2 - 6 Jahre
Maschinen 6 - 10 Jahre
Arbeitsbühnen neu 8 - 11 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 10 Jahre
EDV 3 - 5 Jahre
Möbel 6 - 14 Jahre
Fuhrpark 6 Jahre
Software 3 - 5 Jahre
Patente, Markenrechte, Know-how 10 Jahre
Kundenstamm 5 Jahre
Geschäfts- und Firmenwert 15 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wird gem. § 253 Abs. 3 S. 6 HGB bewertet.

2. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für eingeschränkt verwendbare, verwertbare Vorräte werden an- gemessene Bewertungsabschläge, insbesondere in Abhängigkeit von deren Reichweite vorgenommen. Insgesamt wurden die Vorräte verlustfrei bewertet.

3. Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem jeweiligen Nenn- betrag aktiviert. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; für das allgemeine Delkredere wurden Pauschalwertberichtigungen in Abzug gebracht.

4. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalwerten bilanziert.

5. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode). Als Rechnungszins wurde ein Zinssatz in Höhe von 1,82 % p.a. gemäß dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, angesetzt. Die nach HGB erforderliche Vergleichsbewertung wurde mit einem Zinssatz in Höhe von 1,75 % durchgeführt (Referenzzeitraum der Durchschnittsbildung: 7 Jahre). Der der Ausschüttungssperre unterliegende Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB (Effekt der Ausdehnung des Zeitraumes der Durchschnittsbildung beim Zinssatz) belief sich auf T€ 36.

Weiterhin wurde ein Rententrend von 2,25 % p.a. in Ansatz gebracht. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln.

6. Die Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der Erfüllungsbeträge gebildet.

7. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben und Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand und Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

III. Erläuterungen der Bilanz

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens wurde in Anlage 3 gesondert dargestellt.

2. Die erhaltenen Anzahlungen wurden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

3. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.498. (Vorjahr: T€ 337). Die Forderungen gegen Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten.

4. Der Bilanzverlust enthält einen Verlustvortrag von - T€ 9.651.

5. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Abschlussposten Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.387 2.134 327 7.848
(Vorjahr) 5.148 2.767 0 7.915
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.748 0 0 1.748
(Vorjahr) 7.701 0 0 7.701
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.901 0 0 4.901
(Vorjahr ohne Schwestern) 0 0 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 0 99.686 99.686
(Vorjahr) 451 0 118.061 118.512
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.505 0 0 1.505
(Vorjahr) 706 0 0 706
Gesamtsumme 13.541 2.134 100.013 115.688
(Vorjahr) 14.006 2.767 118.061 134.834

Im Vorjahr wurden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Zum 31.12.2023 hat die Ruthmann Holdings GmbH die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Anwendung des Gliederungsschemas nach §266 (2) HGB i.V.m der Definition des §271 (2) HGB zu den verbundenen Unternehmen angewendet und entsprechende Salden gegenüber verbundenen Unternehmen in einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesen. Die Auswirkung für das Vorjahr auf die Bilanzpositionen ergibt sich aus dem oben dargestellten Verbindlichkeitenspiegel.

Zum 31.12.2023 sind langfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.460 (Vorjahr: T€ 2.767) durch Sicherungsübereignung der finanzierten Vermögensgegenstände (Hubarbeitsbühnen) und Abtretungen von Miet- und Pachtforderungen besichert. Für kurzfristige Bankverbindlichkeiten von T€ 3.368 (Vorjahr: T€ 2.860) sind Grundschulden als Sicherheiten bereitgestellt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich (T€ 2.085, Vorjahr T€ 900), Garantierückstellungen (T€ 1.015, Vorjahr T€ 932) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 3.742, Vorjahr T€ 1.779).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft gliedern sich nach § 285 Nr. 4 HGB wie folgt:

nach Regionen: 2023
T€
Inland 93.571
Ausland 64.150
157.721
nach Geschäftsfeldern:
Ruthmann Steiger 94.764
Ruthmann Service 26.027
Handelswaren 11.115
Fahrgestelle 14.311
Ruthmann Rental & Used 10.852
Sonstige 880
Erlösschmälerungen -228
157.721

Sonstige betriebliche Erträge

Innerhalb der Sonstigen betrieblichen Erträge sind außergewöhnliche Erträge von € 0,4 (Vorjahr: 1,0 Mio.) aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm "Corona-Hilfen" enthalten.

V. Sonstige Angaben

Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt folgende Mitarbeiter beschäftigt (ohne Auszubildende):

Angestellte: 264
Gewerbliche Arbeitnehmer: 205
Gesamt: 469

Im Geschäftsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt:

Herr Uwe Strotmann, Düsseldorf, (Vorsitz Geschäftsführung),

Herr Curt Howell, Waco, Texas/USA (Geschäftsführung), bis zum 31.12.2023

Herr Roman Rariy (Geschäftsführung), ab 01.01.2024.

Auf die Inanspruchnahme der Schutzklausel nach§ 286 Abs. 4 HGB wird hingewiesen.

Anteilsbesitz

Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB:

Kapital Anteil Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
Ruthmann GmbH, Dobl bei Graz/Österreich € 35.000,00 100 % € 1.771.936,15 € 35.000,00
Ruthmann Schweiz AG, Kloten/Schweiz CHF 100.000,00 100 % CHF 1.143.530,85 CHF 993.530,85
Ruthmann ltalia S.r.l., Montescudo/ltalien € 50.000,00 100 % € 2.990.539,61 € -226.766,87

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten nach § 251 HGB in Höhe von T€ 26.581. Bei den gestellten Sicherheiten handelt es sich überwiegend um Abtretungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Ferner können für die Ruthmann Holdings GmbH als unmittelbare Schuldnerin und Garantiegeberin für fremde Verbindlichkeiten Verpflichtungen entstehen. Die fremden Verbindlichkeiten betreffen Finanzverbindlichkeiten von mit der Gesellschafterin verbundenen / nahestehenden Unternehmen. Der Geschäftsführung sind keine Tatsachen bekannt, wonach für das Geschäftsjahr 2023 aus dieser Verpflichtung eine Inanspruchnahme gegeben war. Ebenso sind nach Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge der Geschäftsführung bekannt geworden, aus der eine zukünftige Inanspruchnahme abzuleiten wäre.

Der Wert der Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Grundstücke und Bauten sowie bewegliche Vermögensgegenstände beträgt T€ 11.812 (§ 285 Nr. 3a HGB).

Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB:

Die Angaben können unterbleiben, da diese im Konzernabschluss enthalten sind, in dem die Ruthmann Holdings GmbH einbezogen ist.

Geschäfte mit nahestehenden Personen bestehen mit der Gesellschafterin und den verbundenen Unternehmen. Die Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Auf die Aktivierung latenter Steuern, die sich insbesondere aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellung ergeben, wurde aufgrund des Wahlrechtes des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Das Gesamthonorar für die Abschlussprüfung beläuft sich auf 140 TEUR.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Time Manufacturing Holdings LLC, Waco, Texas, einbezogen. Der entsprechende Abschluss ist am Sitz der Gesellschaft einsehbar.

Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind grundsätzlich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

 

Gescher, den 27. Mai 2024

Uwe Strotmann

Roman Rariy

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.136.670,14 121.718,84 0,00 0,00 52.258.388,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.522.000,00 0,00 0,00 0,00 25.522.000,00
77.658.670,14 121.718,84 0,00 0,00 77.780.388,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.869.596,99 0,00 0,00 0,00 26.869.596,99
2. technische Anlagen und Maschinen 6.908.218,22 170.279,72 0,00 0,00 7.078.497,94
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.049.408,97 823.065,01 0,00 215.596,41 6.656.877,57
4. Hubarbeitsbühnen 11.475.896,63 3.986.682,91 92.375,69 2.986.666,20 12.568.289,03
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.375,69 0,00 -92.375,69 0,00 0,00
51.395.496,50 4.980.027,64 0,00 3.202.262,61 53.173.261,53
III. Finanzlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 25.107.523,41 0,00 0,00 0,00 25.107.523,41
25.107.523,41 0,00 0,00 0,00 25.107.523,41
154.161.690,05 5.101.746,48 0,00 3.202.262,61 156.061.173,92
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.132.420,53 7.946.218,74 0,00 31.078.639,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.294.596,00 1.694.592,00 0,00 4.989.188,00
26.427.016,53 9.640.810,74 0,00 36.067.827,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.501.343,88 747.819,00 0,00 12.249.162,88
2. technische Anlagen und Maschinen 5.258.051,60 204.641,35 0,00 5.462.692,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.014.071,86 513.197,64 153.541,65 5.373.727,85
4. Hubarbeitsbühnen 4.805.331,00 1.656.313,46 1.660.375,00 4.801.269,46
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
26.578.798,34 3.121.971,45 1.813.916,65 27.886.853,14
III. Finanzlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
53.005.814,87 12.762.782,19 1.813.916,65 63.954.680,41
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.179.749,71 29.004.249,61
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.532.812,00 22.227.404,00
41.712.561,71 51.231.653,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.620.434,11 15.368.253,11
2. technische Anlagen und Maschinen 1.615.804,99 1.650.166,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.283.149,72 1.035.337,11
4. Hubarbeitsbühnen 7.767.019,57 6.670.565,63
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 92.375,69
25.286.408,39 24.816.698,16
III. Finanzlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 25.107.523,41 25.107.523,41
25.107.523,41 25.107.523,41
92.106.493,51 101.155.875,18

Lagebericht für das Jahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Ruthmann Holdings GmbH betreibt eine Maschinenfabrik zur Herstellung von Hubarbeitsbühnen, handelt zudem mit artverwandten Erzeugnissen und bietet einen umfangreichen Service für diese Produkte an. Ebenso betreibt die Gesellschaft eigene Fotovoltaikanlagen und hält und verwaltet Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Am Hauptstandort in Gescher werden die Steiger - LKW-Arbeitsbühnen hergestellt. Die Aufbauten werden von Ruthmann produziert und auf beschaffte oder vom Kunden beigestellte Fahrzeuge montiert. Der Service-Wartung und Reparatur der Steiger - wird am Hauptstandort Gescher und weiteren Standorten in Deutschland angeboten.

Die Entwicklung neuer Produkte erfolgt in der eigenen Konstruktions- und Entwicklungsabteilung in Gescher. Die Beschaffung der notwendigen Materialien erfolgt aus Deutschland und angrenzende Nachbarstaaten in Europa.

Der Verkauf der Hubarbeitsbühnen erfolgt sowohl national aus auch international.

Die Steuerung des Geschäftes erfolgt im Wesentlichen über die Umsatzentwicklung sowie das EBITDA.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Lage der deutschen Wirtschaft

Im Verlauf des Jahres 2023 hat die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus, auch weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Vom globalen Warenhandel und der globalen Industrieproduktion kamen auch keine Impulse. Notenbanken dämpften vielerorts die Konjunktur zur Bekämpfung der Inflation, und im Zuge der Erholung von der Coronakrise waren weltweit vor allem Dienstleistungen im Aufwind. Daher setzten die deutschen Exporte ihre Talfahrt bis zuletzt fort. Kräftige expansive Impulse kamen lediglich von den staatlichen Investitionen. Hier macht sich vor allem die Beschaffung von Rüstungsgütern aus dem Sondervermögen Bundeswehr bemerkbar. Insgesamt kühlte sich damit die Konjunktur seit Jahresbeginn spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte erwartet wurde, blieb aus.

Grundsätzlich sind im Prognosezeitraum 2024 / 2025 die Weichen auf Erholung gestellt. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug. Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November, und im Frühsommer des kommenden Jahres dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Das dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im kommenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. Insgesamt jedoch dürfte auch das Jahresende noch schwach ausfallen. Bei privaten Haushalten und Unternehmen ist die Stimmung schlecht. Allerdings setzten sich die Rückgänge der vergangenen Monate nicht fort, und in vielen Bereichen konnten leichte Verbesserungen verbucht werden.

In 2024 dürfte sich die Konjunktur dann allmählich erholen und die Wirtschaft mit kräftigeren Raten wachsen. Damit wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3% zurückgehen und im kommenden Jahr um 0,9% zunehmen. Im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose vom Herbst 2023 wurde damit die Wachstumsrate für das laufende Jahr um 0,1 Prozentpunkte angehoben und für das kommende Jahr um 0,5 Prozentpunkte gesenkt.

Die Zuwachsraten in 2024 wurden gesenkt und damit das Tempo der Erholung herabgesetzt. Im Jahr 2025 dürfte sich die Konjunktur dann normalisieren. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt dürfte im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% zulegen und damit um 0,1 Prozentpunkt stärker als noch im Herbst erwartet. Damit dürfte sich bis zum Ende des Prognosezeitraums die Lücke zum Produktionspotenzial schließen.

Arbeitsmarkt

Die wirtschaftliche Flaute wird auch am Arbeitsmarkt ihre Spuren hinterlassen. Im Winterhalbjahr dürfte die Erwerbstätigkeit stagnieren, bevor sie dann ab dem Frühjahr im Zuge der Erholung wieder etwas steigen wird. Im Jahresdurchschnitt dürfte sich der Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen von 353 000 im laufenden und 83 000 im kommenden Jahr auf 9 000 im Jahr 2025 verlangsamen. Die Arbeitslosigkeit wird in diesem Jahr voraussichtlich um 191 000 Personen und im kommenden Jahr um weitere 82 000 Personen steigen. Im Jahr 2025 ist mit einem Rückgang um 113 000 zu rechnen. In der Folge liegt die Arbeitslosenquote in den Jahren 2024 und 2025 voraussichtlich bei 5,9% bzw. 5,6% nach 5,7% im laufenden Jahr.

Finanzpolitik

Die Finanzpolitik ist in 2023nochmals leicht expansiv ausgerichtet. Haupttreiber dafür sind Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Energiekrise. In den kommenden beiden Jahren ist der finanzpolitische Kurs mit hoher Unsicherheit behaftet. Die vorliegende Prognose geht von der Annahme aus, dass ungeachtet der Haushaltslücke alle bisher geplanten finanzpolitischen Maßnahmen umgesetzt werden. Damit dürfte die Finanzpolitik auf einen leicht restriktiven Kurs einschwenken, da mehr Maßnahmen wegfallen als neue hinzukommen. Das Finanzierungsdefizit des Staates wird dann von 77 Mrd. Euro bzw. 1,9% des nominalen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 auf 48 Mrd. Euro bzw. 1,1% des nominalen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2025 sinken. Der Schuldenstand nach den Maastricht-Kriterien wird von 64,3% in diesem Jahr auf 63,1% des nominalen Bruttoinlandsprodukts am Ende des Prognosezeitraums sinken.

Sollten zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen beschlossen werden, um einen verfassungskonformen Haushalt aufzustellen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die vorliegende Prognose zu optimistisch ist. So dürften nach Schätzungen mit dem ifo-DSGE-Modell Konsolidierungsmaßnahmen im Umfang von beispielsweise 20 Mrd. Euro mit einem Wachstumsverlust von etwa 0,2 Prozentpunkten im kommenden Jahr einhergehen. Würden die Maßnahmen so umgesetzt werden, wie es in der Simulation unterstellt wurde, läge der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts im kommenden Jahr nur noch bei 0,7 Prozent.

Bruttoinlandsprodukt in Deutschland

Preis-, saison- und kalenderbereinigter Verlauf

a Veränderung gegenüber dem Vorquartal in %.
b Zahlenangaben: Veränderung der Ursprungswerte gegenüber dem Vorjahr. Quelle: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des ifo Instituts; ab 4. Quartal 2023: Prognose des ifo Instituts.

Eckdaten der Prognose für Deutschland

Eckdaten der Prognose für Deutschland

ifo INSTITUT 2022 2023 2024 2025
Veränderung gegenüber Vorjahr in % a
Private Konsumausgaben 3,9 -1,1 1,1 1,7
Konsumausgaben des Staates 1,6 -2,1 0,7 1,4
Bruttoanlageinvestitionen 0,1 0,2 -0,2 1,6
Bauten -1,8 -1,5 -1,8 0,7
Ausrüstungen 4,0 3,8 1,5 2,9
Sonstige Anlagen -0,7 -0,7 1,9 2,4
Inländische Verwendung 3,2 -0,8 0,7 1,5
Exporte 3,3 -2,0 1,3 3,6
Importe 6,6 -3,2 0,9 4,3
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1,8 -0,3 0,9 1,3
Erwerbstätige b (1.000 Personen) 45.596 45.949 46.032 46.041
Arbeitslose (1.000 Personen) 2.418 2.609 2.691 2.579
Arbeitslosenquote BA c (in %) 5,3 5,7 5,9 5,6
Verbraucherpreised (Veränderung gegenüber Vorjahr in %)
- Gesamtinflationsrate 6,9 5,9 2,2 1,8
- Kerninflationsrate e 4,9 6,0 2,9 24
Finanzierungssaldo des Staates
- in Mrd. EUR -96,9 -77,1 -75,8 -48,4
- in % des Bruttoinlandsprodukts -2,5 -1,9 -1,8 -1,1
Leistungsbilanzsaldo
- in Mrd. EUR 170,9 285,4 316,2 315,2
- in % des Bruttoinlandsprodukts 4,4 7,0 7,5 7,2

a Preis-, nicht-kalenderbereinigte Angaben. " Inlandskonzept. "Arbeitslose in % der zivilen Erwerbspersonen (Definition gemäß Bundesagentur für Arbeit). ^ Verbraucherpreisindex (2020 = 100). * Ohne Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe). ' In der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG 2010).

Quelle: Statistisches Bundesamt; Bundesagentur für Arbeit; Deutsche Bundesbank; 2023 bis 2025: Prognose des ifo Instituts.

Euroraum und Weltwirtschaft

Im Euroraum hat sich die Konsumnachfrage der privaten Haushalte angesichts der ungünstigeren Reallohnentwicklung abgeschwächt. Zudem belastet der Energiepreisschock des Vorjahres noch die Industriekonjunktur, vor allem in den industriestarken Regionen Mitteleuropas. Die gesamtwirtschaftliche Produktion blieb vom vierten Quartal 2022 bis zum dritten Quartal 2023 weitgehend unverändert. Dennoch sind die Arbeitsmärkte auch im Euroraum weiterhin angespannt. Die demografisch bedingte Verknappung des Arbeitskräfteangebots erhöht die Suchkosten und senkt die Rekrutierungschancen der Unternehmen. Beschäftigte dürften daher trotz Unterauslastung eher in den Betrieben gehalten werden. Die Inflationsrate sank zuletzt zügig, auf 2,4% im November 2023, und befindet sich somit nur mehr knapp über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB).

Im Euroraum dürfte sich der Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 0,5% im laufenden Jahr auf 1,0% im kommenden und 1,5% im Jahr 2025 beschleunigen; dies entspricht einer leichten Abwärtsrevision von 0,2 Prozentpunkten für das Jahr 2024 und 0,1 Prozentpunkte für das Jahr 2025.

In den USA herrscht entgegen allen Erwartungen eine robuste Konjunktur, die Konsumausgaben der privaten Haushalte stützten auch im dritten Quartal die Nachfrage. Zudem ist die Fiskalpolitik im laufenden Jahr äußerst expansiv, das gesamtwirtschaftliche Haushaltsdefizit hat sich von 4,0% des BIP im Jahr 2022 auf 7,4% im Jahr 2023 erhöht. Die Inflationsrate verharrt dementsprechend auf über 3%.

Alles in allem dürfte sich der Zuwachs der Weltproduktion von 2,7% im laufenden auf 2,0% im kommenden und 2,3% im Jahr 2025 verringern.

Reales Bruttoinlandsprodukt im Euroraum

Saison- und kalenderbereinigter Verlauf

a Veränderung gegenüber dem Vorquartal in %. b Zahlenangaben: Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Quelle: Eurostat; Berechnungen des ifo Instituts und des WIFO; ab 4. Quartal 2023: Prognose des ifo Instituts und des WIFO.

Quelle: https://www.ifo.de/fakten/2023-12-14/ifo-konjunkturprognose-winter-2023-konjunkturerholung-verzoegert-sich

3. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war insgesamt positiv. Die sich abzeichnenden Verbesserungen in den Lieferketten zum Ende des Jahres 2022 bestätigten sich im weiteren Verlauf und über das gesamte Jahr 2023. Angeführt von konstanten Lieferungen von LKW-Fahrgestellen über Schweißbauteile und -komponenten im Stahlbau (Grundrahmen, Teleskopsätze, Zylinder) bis hin zu Elektronikkomponenten hatten wir über das gesamte Jahr eine grundsätzlich stabile Materialverfügbarkeit. Die Verbesserung der Materialverfügbarkeit ging erneut einher mit den Preissteigerungen der Lieferanten. Im Verlauf des Jahres 2023 konnten die Preise auf dem allerdings sehr hohen Niveau stabilisiert werden. Gleichzeitig erforderten ständige kurzfristige Verzögerungen auch im Jahr 2023 ein hohes Maß an Flexibilität in der Produktion der Ruthmann Holdings GmbH. Viele Einzelaufträge mussten verschoben bzw. vorgezogen werden, um die notwendige Leistung zur Erreichung der Umsatzziele zu realisieren. Dies erfordert ein hohes Maß an Fachkompetenz und Flexibilität in allen Bereichen.

Ende 2022 führte Ruthmann ein neues Kompensationsprogramm für alle Mitarbeiter ein, das auf verschiedenen Einzelelementen beruht. In Kombination mit tollen Produkten und einem guten Arbeitsumfeld ist es gelungen, die gestiegene Fluktuation aus 2022 zu senken und gleichzeitig alle notwendigen Mitarbeiter zur Erreichung der Umsatzziele in das Unternehmen zu integrieren.

Diese Rahmenbedingungen ermöglichten es, dass Ruthmann ab Januar 2023 und über die weiteren Monate bis zum Jahresende relativ konstant hohe Produktionsmengen erzielte. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatzrekord für neue Ruthmann Steiger verzeichnet. Mit 157,7 Mio. € lag der Umsatz 30% über Vorjahr. Dieses Umsatzwachstum wurde im stark von der positiven Entwicklung bei dem Umsatz mit Steigern beeinflusst.

Diese Produktionsleistung war die Grundlage für eine Gesamtleistung im Jahr 2023 von 160,0 Mio. € bei einer Planung von 156,8 Mio. €.

Dies positive Umsatzentwicklung, sowie die hohe Produktionsleistung haben zu einem Anstieg des EBITDA um gut 60% geführt und lag damit leicht oberhalb des geplanten Wertes.

Vertrieb:

Der Auftragseingang für neue LKW-Arbeitsbühnen in 2023 war über alles gegenüber dem Jahr 2022 deutlich rückläufig. Dies betraf grundsätzlich alle Produktgruppen, lediglich die relativ neue Handelsware France Elevateur schloss besser ab, allerdings auf niedrigem Niveau.

Erfreulich ist dennoch, dass der Auftragsbestand für das Produkt Steiger auf dem hohen Niveau des Jahresbeginns gehalten werden konnte. Dies ermöglicht uns eine stabile Planung der Unternehmung für das Jahr 2024.

Der Inlandsmarkt ist im Vergleich zum Export deutlich zurückhaltender. Weiterhin gibt es einen großen weltweiten Bedarf für die Großgeräte der Steiger HP/HF-Klasse.

Service:

Der Bereich Service hat den ambitionierten Plan für 2023 sogar leicht übertroffen.

Die Umsatzerlöse im Service erreichten insgesamt 26,0 Mio. € und übertrafen das Ziel von 24,9 Mio. € um ca. 4,4%.

Der Servicestandort Renningen hat die Aufgaben des geschlossenen Standorts in Merklingen geräuschlos übernommen. Renningen stößt allerdings sehr an die Kapazitätsgrenzen. Hier wollen wir mit einer zusätzlichen bzw. neuen Werkstatt wachsen. Dies ist ein Ziel für 2024. Neben Renningen wollen wir auch in Seevetal (bei Hamburg) unsere Kapazitäten vergrößern. Für beide Standorte suchen wir aktiv nach Grundstücken bzw. sind bereits in Verhandlung mit den Eigentümern.

Die neue und zusätzliche Servicewerkstatt in Groß-Gerau wurde mit Beginn des Jahres 2023 von uns übernommen. Dort konnte die geplante Umsatzsteigerung noch nicht erreicht werden. Dennoch bietet diese Werkstatt nun ein zusätzliches Kompetenzzentrum für große Ruthmann Steiger und ist eine wertvolle Ergänzung für die Ruthmann Holdings.

Die neue Servicewerkstatt in Gescher wurde wie geplant im Januar übernommen. Entgegen der Planung stößt Gescher schon nach weniger als einem Jahr an die Kapazitätsgrenzen. Gewisse Arbeiten (vor allem für Großgeräte) werden auch in einer Montagehalle für Neumaschinen umgesetzt.

Der neue Servicestandort in Leipzig zusammen mit den vier Mitarbeitenden wurde professionell integriert. Leipzig wird von den regionalen Kunden sehr gut angenommen und bietet den erwarteten Vorteil. Parallel wurden unsere Servicemonteure in ganz Deutschland auf die Produkte von France Elevateur geschult.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2023

2023 war insgesamt wieder ein stabiles Jahr auf gutem Niveau. Getragen von den guten Auftragseingängen konnte Ruthmann starke Umsätze erzeugen (Anstieg um 30%) und viele Maschinen ins In- und Ausland liefern.

Der Service agierte sehr stabil und benötigt dringend zusätzliche Kapazitäten.

Die Ergebnissituation hat sich erholt (Anstieg des EBITDA um gut 60%), wird allerdings weiter durch hohe Kosten auf der Zulieferseite und gleichzeitig einem intensiven Preiswettbewerb am Markt belastet.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Ertragslage

Der Gesamtumsatz stieg um 30% auf 157,7 Mio. €. Der Serviceumsatz ist um 15% auf 26,0 Mio. € gesteigert werden. Dies sind neue Spitzenwerte.

Durch den Auftragseingang von insgesamt 120,5 Mio. € konnte der Auftragsbestand in 2023 weiter gesteigert werden.

Die Gesamtleistung des Unternehmens betrug 160,0 Mio. €.

Der Materialaufwand ist von 73,6 Mio. € in 2022 im Wesentlichen aufgrund des Umsatzwachstums und der Entwicklung der Einkaufspreise auf 93,1 Mio. Euro in 2023 gestiegen. Die Materialquote ist im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert.

Die Personalkosten sind von 28,5 Mio. € in 2022 im Wesentlichen aufgrund des Umsatzwachstums und Lohnerhöhungen auf 33,7 Mio. Euro in 2023 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 10,3 Mio. € in 2022 im Wesentlichen aufgrund des Umsatzwachstums und Auswirkungen der hohen Inflation auf 11,3 Mio. Euro in 2023 gestiegen.

Das Ergebnis nach Steuern lag bei +4,7 Mio. € nach einem Fehlbetrag von 4,5 Mio. € im Vorjahr. Die positive Ergebnisentwicklung ist zurückzuführen auf die gestiegenen Umsatzerlöse bei annähernd konstanter Rohertragsquote.

4.2 Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr 2023 durch Inanspruchnahme kurzfristiger Kontokorrentkredite und planmäßiger Tilgung um 0,1 Mio. € auf 7,9 Mio. € verringert. Die Kreditlinien wurden in 2023 nur teilweise in Anspruch genommen.

Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultiert aus der Tilgung des Darlehens von Time Manufacturing Acquisition LLC, USA in Höhe von 18,4 Mio. € durch ein Offsetting Agreement zum Jahresende 2023. Es handelt sich um ein langfristiges Darlehen mit fixer Verzinsung. Zum 31.12.2023 betrug das Darlehn 99,7 Mio. €. Das Darlehn ist endfällig inklusive von Zinszahlungen am 11.02.2031. Vorzeitige Zins- und Tilgungszahlungen sind möglich.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 25,3 Mio. €, welcher stark durch das EBITDA getragen wurde und lag damit deutlich über dem Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -3,7 Mio. € (Vorjahr -1,1 Mio. €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -21,6 Mio. € und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres, vor Berücksichtigung der Reduzierung der Finanzmittelfonds in 2022.

Die Liquiditätslage ist insgesamt als stabil zu bezeichnen, vorhandene Kreditrahmen werden nur teilweise in Anspruch genommen.

4.3 Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist in 2023 um 9,0 Mio. € auf 92,1 Mio. € gesunken, im Wesentlichen bedingt durch die Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation. Das Umlaufvermögen ist um 2,4 Mio.€ auf 59,5 Mio. € gesunken, da insbesondere die Rohstoffvorräte aufgrund kürzerer Wiederbeschaffungszeiten reduziert werden konnten.

Die Rückstellungen sind in 2023 um 2,9 Mio. € auf 11,6 Mio. € gestiegen, was auf die Veränderung der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist. Insbesondere die Rückstellung für ausstehende Rechnungen hat sich im Vergleich zu 2022 erhöht. Die Verbindlichkeiten konnten um 19,1 Mio. € reduziert werden. Der Treiber war hier die Rückzahlungen des Intercompany Darlehns mit 18,8 Mio. €.

5. Stellungnahme zu Ökoprofit, Compliance

Ökoprofit

Der Klimawandel und seine Folgen werden jeden von uns treffen. Europa wird sich zur Vorreiterregion entwickeln und neue Standards in der Klimapolitik setzen. Klimawandel, Nachhaltigkeit und Klimaneutralität sind die zukünftigen bzw. aktuellen Herausforderungen für Unternehmen. Ruthmann hat sich diesen Herausforderungen schon sehr früh gestellt und wurde bereits 2012 im Programm Ökoprofit des Kreises Borken ausgezeichnet.

Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft mit dem Ziel der Betriebskostensenkung unter gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen (u. a. Wasser, Energie). Zur Zertifizierung muss ein Abfallwirtschaftskonzept, eine Liste erfolgreich umgesetzter Maßnahmen, ein ambitioniertes Umweltprogramm, eine Umweltpolitik, etc. vorgelegt werden.

Wie viele andere Unternehmen auch ist Ruthmann nach der Zertifizierung dem Ökoprofit-Club des Kreises Borken beigetreten, in dem regelmäßig Workshops über neue Entwicklungen im Umweltrecht und in relevanten organisatorischen und technischen Neuheiten informiert werden.

Ruthmann entwickelt weiterhin Produkte, die zu 100 % elektrisch betrieben werde können. Dies gilt schon seit vielen Jahren für den Aufbau, die Ruthmann Steiger, aktuell sind wir auch in der Lage, viele Steigermodelle auf 100% elektrisch betriebenen LKW-Fahrgestellen darzustellen. Einige Verkäufe sind hier gelungen, leider auf sehr kleinem Niveau. Insgesamt sind die elektrisch betriebenen Fahrgestelle aus Sicht unserer Kunden deutlich zu teuer, weshalb der Großteil unserer Kunden keine Beschaffungen in diese Richtung trägt, vielmehr weiterhin auf LKW-Fahrgestelle mit Verbrennungsmotoren setzt. Beschaffungen auf kommunaler Ebene werden heute vielfach mit Hybridantrieben getätigt, hier ist der LKW weiterhin Verbrenner, der Aufbau (Ruthmann Steiger) kann aber batteriebetrieben genutzt werden.

Compliance

Erster Berührungspunkt in Sachen Compliance war die Implementierung der Compliance-Engine des Unternehmens AEB im März 2011. Dabei steht die Compliance-Engine für eine stetig aktualisierte Software zur Sanktionslistenprüfung. D.h. mit dieser Prüfung ist sichergestellt, dass die Ruthmann-Unternehmen auf einen Kontakt mit terroristischen Vereinigungen hingewiesen werden. Der weitere Prozess bei einer möglichen Trefferermittlung (bad guy-Ermittlung) ist sauber abgebildet und wird bis zur Meldung an die Geschäftsführung konsequent durchgeführt.

Die Compliance-Engine, eher auch ein Mittel zur Export-Kontrolle, ist bei Ruthmann aufgrund der EU-Verordnungen zur Terrorismusbekämpfung (EG 881/2002 und 2580/2001) und aufgrund von Zollvorschriften bei der Erlangung des AEO/C installiert worden. Im Nachhinein hat sich die Sanktionslisten oder Compliance-Prüfung als Baustein in unserer ab 2012 geschafften Compliance-Organisation etabliert.

Seit dem Jahr 2021 setzen wir zur Kontakteinzelprüfung von Firmen- und Personendaten zusätzlich die webbasierte Software von LexisNexis ein. Bei negativen Rückmeldungen aus der Software werden umgehend alle weiteren Aktivitäten gestoppt.

Die im Jahr 2022 eingeführten unternehmensinternen Checklisten, um einen Kunden oder Lieferanten mit Verdacht auf ein Bestechungsrisiko zu überprüfen und zu dokumentieren, wurden auch in 2023 angewandt. Sollten sich aus der Checkliste bestimmte Verdachtsmomente ergeben, so wird schon von vorneherein kein Vertrag mit einem solchen Kunden oder Lieferanten zustande kommen.

Regelmäßige Treffen und Compliance Schulungen werden durchgeführt.

6. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

6.1 Prognosebericht

Die Ruthmann Holdings GmbH befindet sich weiterhin in einer soliden Position. Wir erwarten einen moderaten Anstieg der Umsatzerlöse und einen moderaten Anstieg des EBITDA. Der höchste Auftragsbestand der Unternehmensgeschichte sorgt für eine starke Planungssicherheit und zeigt den Erfolg unserer Produkte am Markt. Im Jahr 2024 erwarten wir eine weitestgehend stabile Materialversorgung.

Das Messejahr ist überschaubar und eher geprägt von lokalen Messen, die wir selbst bzw. über unsere weltweiten Partner betreuen.

2024 werden wir die Neuentwicklung T 1000 HF präsentieren, einem Steiger für Einsatzhöhen bis 100 Metern. Dies geschieht im Rahmen eine Kundenevents im Oktober 2024.

6.2 Risikobericht

Die weltwirtschaftliche sowie politische Situation ist seit Beginn der Corona Krise im Jahr 2020 sehr instabil. Der russische Angriffskrieg, der sich weiter ausweitende Nahostkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern und andere Krisenherde in der Welt zeigen weitere mögliche Instabilitäten auf. Diese führte im Jahr 2023 bereits zu großen Zurückhaltungen bei der Beschaffung von Investitionsgütern. Dazu kommt die wirtschaftliche Krise im Heimatmarkt Deutschland. Hier sind rückläufige Auftragseingangszahlen zu erwarten.

Beschaffung

Selbst wenn die Materialversorgung zuletzt wieder deutlich stabiler wurde, ist es immer noch sehr wahrscheinlich, dass auch das Jahr 2024 wieder negative Überraschungen in dieser Hinsicht bringen wird. Negative Veränderungen bei der Materialversorgung hätten wie auch im Jahr 2023 direkte Auswirkungen auf die Produktionsleistung und damit den Umsatz des Unternehmens.

Absatzmarkt

Das Risiko langer Lieferzeiten, vor allem für die Maschinen mit Arbeitshöhen über 50 m, bleibt bestehen. Erst wenn wir den Output am Standort Gescher steigern werden, können wir wieder kürzere Lieferzeiten anbieten. Die langen Lieferzeiten bieten unserem Wettbewerb Chancen. Vereinzelt sehen wir, dass die Kunden auf Wettbewerbsmaschinen zurückgreifen, um kurzfristige Lieferzeiten zu nutzen. Auch das Preisrisiko bei langen Lieferzeiten besteht für das Unternehmen, wenn die ursprünglich vereinbarten Preise nicht auskömmlich sind.

Finanzierung

Durch die Inanspruchnahme als Mitschuldner für fremde Darlehen kann die Finanzlage beeinträchtigt werden. Die fremden Verbindlichkeiten betreffen Finanzverbindlichkeiten von mit der Gesellschaft verbundenen/nahestehenden Unternehmen und stehen im Zusammenhang mit der Finanzierung des Kaufpreises für die Ruthmann Holdings GmbH.

Für das Tochterunternehmen in Italien wurde eine Patronatserklärung abgegeben, das Risiko der Inanspruchnahme aus dieser Erklärung wird als sehr niedrig eingeschätzt.

Das Intercompany Darlehn lautet auf Euro, so dass sich aus dem Wesentlichen Finanzierungsbaustein kein Kursrisiko ergibt. Da der Zinssatz langfristig fixiert ist, bestehen auch keine Risiken bzgl. der Zinssätze.

6.3 Chancenbericht

Die weltweite Entwicklung in grünere Technologie unterstützt das Geschäft der Ruthmann Holdings GmbH. Die weltweite Errichtung und der Unterhalt von Windkraftanlagen fördert den Verkauf von LKW-gebunden Hubarbeitsbühnen mit einer Arbeitshöhe von 75 m - 90 m. Gleichzeitig sind viele Länder gefordert, marode Starkstromnetze zu reparieren und / oder zu erneuern. Auch dieses fördert den Einsatz von Arbeitsbühnen mit Arbeitshöhen > 50 / 70 m.

Als Teil der Time Manufacturing Group bieten wir unseren Kunden in vielen europäischen Ländern durch eigene Unternehmen einschließlich einer Vertriebs- und Servicestruktur direkten Zugang zum Unternehmen.

Gleiches gilt nun auch für Nordamerika. Die jüngsten Verkaufserfolge zeigen die Akzeptanz der Ruthmann Produkte mehr als deutlich.

Auch das Servicegeschäft wird davon deutlich profitieren. Wir tragen dem genüge, indem wir die internationalen Serviceaktivitäten neu strukturiert und fokussiert haben. Ziel ist die höchste Kundenzufriedenheit.

Lateinamerika bietet zusätzliche Möglichkeiten, die bereits jetzt aktiv mit den Kollegen aus der Time Manufacturing Group bearbeitet werden.

Die europäischen Unternehmen der Time Manufacturing Group werden ihre Aktivitäten im Jahr 2024 noch mehr untereinander anpassen und fokussieren. Diese verschiedenen Initiativen auf den Ebenen Commercial, Procurement, Operations und Engineering werden für zusätzliche Ertragschancen sorgen.

7. Sonstige Angaben

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Ruthmann Holdings GmbH hat im Jahr 2023, teilweise gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Ruthmann Italia S.r.l., Forschungs- und Entwicklungsarbeit geleistet.

Der Schwerpunkt in Gescher lag dabei auf der Einführung und Erweiterung der T-Baureihe aufgebaut auf 7,5 t und größeren Fahrgestellen. Die Einführung des T 230 XS sowie die Betreuung der Serienfertigung der Modelle T 300/330 XS bildete einen Schwerpunkt. Zusätzlich wurden im Jahr 2023 die weiteren Modelle der Baureihe auf schwerem Fahrgestell erstmals gebaut und in Betrieb genommen. Dies umfasst die Steiger T 230 XS, T 300 XS, T 330 XS in der HV Version.

Im Juni 2023 kündigten wir die Präsentation einer neuen 100 m Maschine an, der T 1000 HF. Diese bildete ebenfalls einen Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit im Jahr 2023.

 

Gescher, 27. Mai 2024

Uwe Strotmann

Roman Rariy

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ruthmann Holdings GmbH, Gescher-Hochmoor

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ruthmann Holdings GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ruthmann Holdings GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 27. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer

Matthias Holz, Wirtschaftsprüfer

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