Schiederwerk Group Company GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Dr. Sänger seit 29.10.2024 | Geschäftsführer |
Benedetto Speroni seit 13.7.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Legris Industries Développement SAS | 99.99% |
| 0.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schiederwerk GmbHNürnbergJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Im Jahr 2023 haben wir uns weiterhin überwiegend mit der Entwicklung, der Fertigung und dem Vertrieb von kundenspezifischen Stromversorgungen, speziell mit Zünd- und Vorschaltgeräten (ZV) für Gasentladungslampen (Lichtbogenlampen) und LED-Beleuchtung sowie zunehmend mit anderen Anwendungsbereichen außerhalb des Beleuchtungssektors, wie z. B. Medizintechnik, Industrie und E-Mobility, befasst. Außerdem fertigen und vertreiben wir Endverzweiger/Kabelverteiler (LT) mit unterschiedlichen Anschlusstechniken für Telekommunikationsunternehmen im In- und Ausland. Der Standort des Unternehmens befindet sich in Nürnberg, Deutschland. 1.2. Forschung und Entwicklung Die Aktivitäten auf dem Gebiet der Entwicklung bezogen sich 2023 auf kundenspezifische Stromversorgungen für Beleuchtungssysteme und andere Anwendungen. In 2022 wurde eine Predevelopment-Abteilung etabliert, die sich u.a. der Implementierung neuester Technologien widmet. Im Jahr 2023 wurde die Abteilung weiter ausgebaut. Im Jahr 2023 wurden wir von der BSFZ für unsere Innovationskompetenz ausgezeichnet. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Situation Die deutsche Wirtschaft war laut die Pressemitteilung der BMWK vom 13.12.2023 im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Die Schwächephase der weltweiten Industriekonjunktur hält an. Vor dem Hintergrund der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und einer schwachen weltweiten Nachfrage hat die Industrieproduktion im September gegenüber dem Vormonat mit +0,2 % nur geringfügig expandiert. Die globalen Einkaufsmanagerindizes lagen im November in vielen wichtigen deutschen Absatzmärkten unterhalb der Wachstumsschwelle (z.B. im Euroraum und in Osteuropa). Der Stimmungsindikator von S&P Global ist im November leicht gestiegen und liegt mit 50,4 Punkten nur wieder knapp über der Wachstumsschwelle. Die Stimmung verbesserte sich zuletzt sowohl im Verarbeitenden Gewerbe (von 48,8 auf 49,3 Punkte) als auch bei den Dienstleistern (von 50,4 auf 50,6 Punkte. Insgesamt bleiben die weltwirtschaftlichen Wachstumsaussichten aber verhalten. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,4 % gefallen, womit sich der seit Frühjahr zu beobachtende rückläufige Trend weiter fortsetzt. Die Herstellung in der Industrie verringerte sich im Oktober um 0,5 % und im Baugewerbe um 2,2 %. Der Bereich Energie hingegen meldete zuletzt ein kräftiges Plus von 7,1 %, nach Abnahmen in den beiden Monaten zuvor. Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) belief sich im November auf 3,2 %. Das ist der niedrigste Wert seit Juni 2021, was vor allem auf einen Basiseffekt im Zuge sehr hoher Energiepreise im Vorjahr zurückzuführen ist. Im Oktober hatte die Rate noch bei 3,8 % gelegen. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrung) lag im November bei 3,8 % (Oktober: +4,3 %) und damit erneut höher als die Inflationsrate. 2.1.2. Branchensituation Laut Konjunkturbericht der Metall- und Elektroindustrie schwächte sich die Produktion in Q4 2023 mit 2 % gegenüber dem Vorquartal weiter ab. Nur aufgrund von Nachholeffekten im H1 2023, die auf einer verbesserten Materiallage und aufgestauten Aufträge basierten, konnte im Jahresmittel 2023 noch eine Erholung von 3 % verbucht werden. Umsatz (2 %) und Absatz (3 %) waren im Q4 2023 erneut rückläufig. Zusätzlich zum schwachen Inlandsgeschäft sinken vor allem die Erlöse außerhalb der Eurozone spürbar. Mit Blick auf die schwache Auftragslage und den anhaltenden Pessimismus ist eine Fortsetzung des Abwärtstrends im H1 2024 wahrscheinlich. Das Auftragsvolumen lag 2023 5 % unter dem Vorjahr. Trotz der Verbuchung von Großaufträgen zum Jahresende setzte sich der Rückgang im Q4 2023 fort. Die Nachfrage wird von den M+E Firmen weiterhin schlecht bewertet, die Auftragsbestände stützen die Lage weit weniger als erhofft: 36 % der M+E Firmen melden für Q1 2024 Auftragsmangel als Produktionshindernis. Die Kapazitätsauslastung ging entsprechend auf 83 % zurück und liegt damit unter dem langjährigen Mittelwert von 85 %. Die Zahl der M+E Beschäftigten lag 2023 um 1 % über dem Vorjahr. Seit April ist ein stabiler Seitwärtstrend zu beobachten. Infolge des Abschwungs schwächt sich die Fachkräftelücke sukzessive ab. Dennoch könnte jedes 3. M+E-Unternehmen mehr produzieren, wenn das passende Personal verfügbar wäre. Die Stimmung in den M+E Firmen hat sich im Januar etwas stabilisiert. Die Unternehmenspläne für die kommenden Monate waren weniger pessimistisch. Allerdings sind die Erwartungen der Unternehmen weiterhin im Keller. Die Industrieproduktion dürfte 2024 erneut sinken, wodurch sich die im internationalen Vergleich weit unterdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung in Deutschland fortzusetzen droht. Die Inflationsrate ging im Januar weiter zurück. Mit +3 % wurde der tiefste Stand seit Juni 2021 registriert. Politische Maßnahmen und die kräftige Lohndynamik bremsten die Disinflation aber ab und hielten die Kerninflation auf hohem Niveau. 2.2. Geschäftsverlauf im Jahr 2023 Seit 22.11.2016 hat die Gesellschaft mit der Schiederwerk Group Company GmbH, Nürnberg, als herrschender Gesellschaft einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft dienen das Rohergebnis (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + Andere aktivierte Eigenleistungen + Sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) sowie das Ergebnis vor Steuern. Der Umsatz 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 % zurückgegangen. Dies liegt an Preiserhöhungen, die auf Grund der Störungen in der Lieferkette im letzten Jahr entstanden sind. Der Umsatz 2022 bereinigt um die Preiserhöhungen ist etwa in gleicher Höhe wie in 2023. Die Wachstumsapplikation "Sports and Large Area Lighting" repräsentiert 78,0 % des gesamten Umsatzes. Unsere Produkte sind die Kernkomponente der Endprodukte unserer Kunden. Insgesamt liegt das Ergebnis vor Steuern trotz niedrigerer Umsätze deutlich über dem Vorjahr. Die Gesamtentwicklung beurteilen wir insgesamt als sehr gut. Dies resultiert hauptsächlich aus den stabilen Umsätzen, niedrigeren Einkaufpreisen und dem sehr guten Kostenmanagement. Die bereits im Vorjahr vorhandene schwierige Situation auf dem Beschaffungsmarkt von elektronischen Bauteilen hat sich in 2023 noch nicht wieder normalisiert, wobei deutliche Verbesserungen zu erkennen waren. Der Auftragsbestand am Ende des Jahres liegt bei über 71,4 % des geplanten Umsatzes für das Folgejahr. Zusätzlich liegen auch ca. 0,9 % des aktuellen Auftragsbestandes für das Jahr 2025 vor. 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Das Rohergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.802 (20,2 %) auf TEUR 34.481 (Vorjahr TEUR 28.679). Damit wurde das im Vorjahr prognostizierte Rohergebnis überschritten. Den Umsatzerlösen stehen als Hauptkostenbestandteile insbesondere Material- sowie Personalaufwendungen gegenüber. Die Materialintensitätsquote betrug im Jahr 2023 37,9 % (Vorjahr 54,0 %) bezogen auf die Gesamtleistung und ist aufgrund der Entspannung auf dem Beschaffungsmarkt gesunken. Der Personalaufwand belief sich 2023 auf TEUR 11.137 (Vorjahr TEUR 9.847). Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Anzahl der Arbeitnehmer und deren Qualifikation sowie Lohn- und Gehaltserhöhungen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 17.465 (Vorjahr TEUR 13.860). Diese Erhöhung ist hauptsächlich auf die Senkung der Materialquotenintensität und sehr guten Kostenmanagement zurückzuführen. Der prognostizierte Wert bei dem Ergebnis vor Steuern konnte in wesentlichem Umfang überschritten werden. Aufgrund des in 2016 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags wurde das Ergebnis an den Organträger, die Schiederwerk Group Company GmbH, abgeführt. 2.3.2. Finanzlage 2.3.2.1. Kapitalstruktur Das Eigenkapital des Unternehmens beträgt zum Stichtag 19,3 % der Bilanzsumme. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus der Fremdfinanzierung des Rückerwerbs der Firmenimmobilie in Nürnberg (0,9 % der Bilanzsumme). 65,3 % der Bilanzsumme stellen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Diese sowie die übrigen Verbindlichkeiten (2,2 % der Bilanzsumme) haben kurzfristigen Charakter. 2.3.2.2. Investitionen Das Anlagevermögen betrug nach Abschreibungen von TEUR 657 am 31. Dezember 2023 TEUR 5.615. Die Investitionen betrugen 2023 TEUR 984. 2.3.2.3. Liquidität Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 6.998 (Vorjahr TEUR 5.474). Der Anstieg der Liquidität ist hauptsächlich auf den Rückgang der Vorräte zurückzuführen. Mit der Hausbank besteht eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 900, die in geringem Umfang beansprucht wurde. 2.3.3. Vermögenslage Das Vermögen besteht insbesondere aus Anlagevermögen (20,2 %), Vorräten (33,1 %), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (12,0 %) sowie aus liquiden Mitteln (25,2 %). Die Vorräte betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 9.187 (Vorjahr TEUR 12.300). Die Reduzierung resultiert aus dem Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zum Stichtag, der um TEUR 3.807 im Vergleich zum Vorjahr auf Grund eines effizienten Bestandmanagements abgenommen hat. Der Bestand der fertigen Erzeugnisse erhöhte sich um TEUR 567. Gleichzeitig hat sich der Bestand an unfertigen Erzeugnissen um TEUR 207 erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf TEUR 3.325 (Vorjahr TEUR 2.280). Die Änderungen im Vergleich zum Vorjahr sind auf geänderte Zahlungsbedingungen zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.506 (Vorjahr TEUR 215) und betreffen Forderungen aus dem implementierten Cash Pooling Vertrag sowie Umsatzsteuerforderungen auf Grund der Steuerorganschaft. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 18.101 (Vorjahr TEUR 14.583) resultieren überwiegend aus der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Schiederwerk Group Company GmbH. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben ausschließlich kurzfristigen Charakter. Die Möglichkeit zum Skontoabzug wird grundsätzlich genutzt. Die Bilanzsumme ist von TEUR 26.241 im Vorjahr auf TEUR 27.735 im Berichtsjahr um TEUR 1.494 angestiegen. Gründe sind im Wesentlichen der Anstieg Verbindlichkeiten ggü. verbundene Unternehmen bei gleichzeitiger Senkung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital blieb zum 31. Dezember 2023 aufgrund des Abführungsvertrages mit TEUR 5.359 unverändert. Die Eigenkapitalquote sank leicht im Vergleich zum Vorjahr auf 19,3 % (Vorjahr 20,4 %). 2.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mit dem Einsatz eines durchgängigen ERP-Systems (modular aufgebaut) und der Qualitätszertifizierung nach DIN EN ISO 9001 und der Umweltzertifizierung nach DIN EN ISO 14001 ist die Schiederwerk GmbH ein durchstrukturiertes Unternehmen, in dem Prozesse eindeutig geregelt sind. In der Entwicklungs- und Produktionsphase wird auf den Einsatz von umweltfreundlichen Materialien und Prozessen geachtet. Im Jahresdurchschnitt wurden in 2023 203 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer aber inkl. Azubis und ruhenden Arbeitsverhältnissen wie z. B. Elternzeit) beschäftigt (Vorjahr 179). Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen nicht primär der Steuerung der Gesellschaft. 2.5. Gesamtaussage Wir beurteilen die Entwicklung der Gesellschaft in 2023 als sehr positiv. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage stellt sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als sehr solide dar. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Unternehmensplanung für das Jahr 2024 geht von einer Reduzierung des Rohergebnisses um 11,9 % im Vergleich zu 2023 aus, aufgrund der Bereinigung der Umsatzerlöse um die Preiserhöhungen des Vorjahres sowie gleichzeitige Investitionen in der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens. Bei erhöhten Personal- und Entwicklungskosten erwartet man eine Senkung des Ergebnisses vor Steuern in Höhe von 28,1%. Der Investitionsplan sieht für 2024 Investitionen für Maschinen und sonstiges Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2.950 vor, die direkt aus der freien Liquidität finanziert werden sollen. Durch die flüssigen Mittel und vorhandenen Kreditlinien ist die Liquiditätsversorgung des Unternehmens für 2024 gesichert. 3.2. Chancen- und Risikobericht Nachfolgend werden gleichbedeutend die wesentlichen Chancen- und Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens maßgeblich beeinflussen können, beschrieben. Chancen bieten sich aus unseren Produktentwicklungen für neue Produkte und neue Anwendungsgebiete. Dort werden die neuesten Technologien eingesetzt. Mit nachhaltiger Entwicklungstätigkeit wird dem Risiko der technischen Überholung erfolgreich begegnet. Die Innovation in der Firma wird auch durch die weitere Investition in die Vorentwicklung beschleunigt. Weitere Chancen ergeben sich aus der Erweiterung unseres Vertriebes um einen Sales Area Manager ausschließlich für und in Nordamerika. Beschaffungsmarktrisiken, wie eventuelle Erhöhungen der Rohstoffpreise, wurden in der Planung 2024 bereits berücksichtigt. Sowohl der Erhöhung der Preise als auch der Bauteileknappheit begegnen wir mit der geografischen Erweiterung der Beschaffungsmärkte, Verwendung von Alternativteilen in enger Abstimmung mit unseren Kunden sowie Optimierung der Lagerbestände. In enger Abstimmung mit den Kunden werden verbindliche Bestellungen bis 2025 angestrebt. Das Risiko ist daher als moderat anzusehen. Finanzwirtschaftliche Risiken können sich am Absatzmarkt aus der Währungskursentwicklung ergeben. Das Risiko ist gering, da hauptsächlich in Euro verkauft wird. Dem Risiko des Forderungsausfalls wirkt das Forderungsmanagement entgegen, das ein implementiertes, gut funktionierendes Mahnwesen enthält. Für Produkthaftpflicht- (inkl. Rückruf) und Kreditausfallrisiken besteht Versicherungsschutz, weshalb das Risiko als gering angesehen wird. Durch die Festverzinsung des Immobiliendarlehens für die gesamte Laufzeit bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsentwicklungen. Personalrisiken bestehen dahingehend, qualifizierte Fachkräfte zu finden, denn von dem umfassenden Wissen und der langjährigen Erfahrung der Mitarbeiter hängt der Unternehmenserfolg ab. Durch Ausbildung und die Zusammenarbeit mit Hochschulen auch außerhalb Deutschlands wird dem Risiko entgegengewirkt und dieses dadurch auf ein geringes Maß reduziert. Ein Großteil der Umsätze wird auch in Zukunft mit wenigen Großkunden erzielt werden. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft ist auf Grund unseres Businessmodells entscheidend von den Aufträgen der Großkunden abhängig. Zuzüglich zeigt die Vergangenheit, dass eine langfristige und für beide Seiten erfolgreiche Zusammenarbeit unabdingbar ist. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung keine Anzeichen dafür, dass sich die Beziehungen zu den Großkunden wesentlich verschlechtern werden. Wir sehen hier daher aktuell kein Risiko. Daneben wird versucht, die Gesellschaft breiter aufzustellen und neue Kunden zu gewinnen. Die aktuelle Ukrainekrise betrifft Schiederwerk nur indirekt, da das Unternehmen keine direkten Geschäftspartner in der Ukraine oder Russland hat. Somit bestehen nur eventuelle Auswirkungen durch zeitliche Verlängerungen der internationalen Beschaffungsmarktkrise sowie Risiken wegen der Inflation. Andere Risiken aus dem operativen Geschäft werden für 2023 nicht erwartet.
Nürnberg, den 30. April 2024 Benedetto Speroni Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Schiederwerk GmbH mit Sitz in Nürnberg im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 33141 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 264 Abs. 1 i. V. m. 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die davon-Angaben sowie Mitzugehörigkeitsvermerke zu Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung teilweise im Anhang angegeben worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 33 Jahre). Auf Zugänge von beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden zeitanteilige Abschreibungssätze angewandt. In 2023 wurde von dem Wahlrecht der Sofortabschreibung der geringwertigen Anlagegüter mit zu einem Wert von EUR 800 Gebrauch gemacht. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die nach HGB mindestens einzubeziehenden Kosten. In die Herstellkosten werden die Einzelkosten und die variablen Gemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde mit einem Abzinsungssatz von 5,5 % berechnet. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden erstmalig zum Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung eingebucht. Zum Bilanzstichtag werden sie mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Vorräte Die Vorräte betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 9.187 (Vj. TEUR 12.300). Die Reduzierung resultiert aus dem Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zum Stichtag, der auf Grund der Verbesserung der Situation auf dem Beschaffungsmarkt um TEUR 3.807 im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken ist. Der Bestand der unfertigen Erzeugnisse erhöhte sich um TEUR 207. Gleichzeitig wurden die fertigen Erzeugnisse und Waren um TEUR 567 aufgebaut. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 16 (Vj. TEUR 145) Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten. Diese betreffen Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Schiederwerk Group Company GmbH. Der verbleibende Teil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus einer Cash Pooling-Vereinbarung mit einer anderen Gruppengesellschaft. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr auch, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche (TEUR 614), Prämien und Erfolgshonorare (TEUR 509), ausstehende Rechnungen (TEUR 294), Urlaubs-, Gleitzeit- und Abfindungsansprüche (TEUR 170), Jubiläen (TEUR 146), Abschlussprüfung und Beratung (TEUR 102), Berufsgenossenschaft (TEUR 75) und Archivierung (TEUR 10) gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Grundschuld auf das Grundstück Neuburger Str. 40, Nürnberg, gesichert. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr auch, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 18.101 (Vj. TEUR 14.583) enthalten TEUR 17.464 (Vj. TEUR 13.858) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aufgrund der Ergebnisabführungsverpflichtung. Die Sonstigen Verbindlichkeiten, die alle kurzfristig sind, resultieren im Wesentlichen aus stichtagsbezogenen Verbindlichkeiten aus Lohn/Gehalt sowie Steuern. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen nach Erlösschmälerungen entfallen 11,8 % auf das Inland und 88,2 % auf das Ausland. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:
Periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Wertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 24) enthalten. In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:
5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 216 für das Jahr 2024 und TEUR 477 für Folgejahre. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Abschlussprüferhonorar in Höhe von TEUR 40 entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (inklusive ruhende Arbeitsverhältnisse z. B. aus Elternzeit und ohne Geschäftsführer) betrug im Geschäftsjahr:
Geschäftsführung Als Geschäftsführer ist Herr Benedetto Speroni, Maschinenbau-Ingenieur, bestellt. Er ist wohnhaft in Erlangen (Deutschland). Die Angaben der Gesamtbezüge sind in zulässiger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss von Groupe Legris Industries SE, Brüssel/Belgien, einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Website der belgischen Nationalbank einsehbar. Oberstes Mutterunternehmen der Groupe Legris Industries ist die Gwelan S.A.S., Rennes/Frankreich. Gwelan stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Nürnberg, den 30. April 2024 Benedetto Speroni, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schiederwerk GmbH, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schiederwerk GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schiederwerk GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 30. April 2024 KPMG
AG
Lauer, Wirtschaftsprüfer Eberle, Wirtschaftsprüfer |
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