BioSpring Real Estate GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Susann Rosmus seit 9.6.2021 | Prokura |
Markus Kircher seit 9.6.2021 | Prokura |
Hüseyin Aygün seit 23.9.2004 | Geschäftsführer |
Sylvia Renate Wojczewski seit 23.9.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Sylvia Renate WojczewskiBioSpring Holding GmbH | 50.00% |
Dr. Hayrullah Hüseyin AygünBioSpring Holding GmbH | 47.78% |
| Name | Anteil |
|---|---|
BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbHEigenbeteiligung | 2.22% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 2.22% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. UNTERNEHMEN BioSpring ist ein Auftragshersteller von synthetischen Oligonukleotiden mit hoher und zuverlässiger Qualität für den medizinisch-pharmazeutischen Bereich. Das Unternehmen ist zertifiziert nach GMP (Grundsätze für Wirkstoffe gemäß Artikel 47 der Richtlinie 2001/83/EG), ISO 13485: 2016, ISO 9001: 2015 sowie offiziell als API-Hersteller bei der FDA, EMA und PMDA registriert. BioSpring ist ein erfahrener Hersteller von guide RNA für therapeutische CRISPR/Cas-Programme. Wir investieren kontinuierlich in weitere Kapazitätssteigerung, die Erweiterung des Serviceangebots und die Entwicklung neuer Herstellungstechnologien im Bereich der Herstellung therapeutischer guide RNA. Mit Eröffnung eines weiteren Produktionsgebäudes konnten wir Ende 2023 unsere guide RNA Herstellungskapazität verdreifachen. Die Bereiche der Herstellung umfassen: Therapeutic Manufacturing: Herstellung von Nukleinsäuren unter GMP für die Verwendung als Wirkstoffe für den therapeutischen Einsatz. BioSpring beliefert und unterstützt Pharma- und Biotechunternehmen von der frühen Entwicklung an, über die klinischen Studien bis hin zum zugelassenen Medikament. Diagnostic Manufacturing: Herstellung von Oligonukleotiden unter ISO 13485 für den Einsatz in der Diagnostik. BioSpring beliefert und unterstützt von der frühen Entwicklung, bis hin zum zugelassenen Markt. Research Purposes Manufacturing: Synthetische Oligonukleotide für die Anwendung in der Forschung verschiedener Bereiche wie Therapie oder Diagnostik. Im Bereich "analytical services" werden alle Arten von analytischen Dienstleistungen für Oligonukleotide angeboten. Diese umfassen alle Arten von Analysen für die Testung oder Freigabe von Oligonukleotidwirkstoffen sowie Arzneimitteln, die auf Oligonukleotiden basieren. 2. ENTWICKLUNG VON BRANCHE UND GESAMTWIRTSCHAFT 2.1 Lage in Deutschland Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2023 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024. 2.2 Lage der Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft expandiert derzeit in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation; im Vereinigten Königreich und in Japan ging die Produktion im zweiten Halbjahr 2023 sogar merklich zurück. Die konjunkturellen Unterschiede dürften im Prognosezeitraum geringer werden, ein kräftiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht: Während die Expansion in den Vereinigten Staaten angesichts nachlassender fiskalischer Impulse etwas an Fahrt verliert, belebt sich die Konjunktur in Europa und Japan mit Abklingen der bremsenden Wirkungen des Inflationsschocks allmählich. Stimulierend wirkt auch die sich abzeichnende leichte Erholung beim Welthandel. Die wirtschaftliche Aktivität in China dürfte im Prognosezeitraum angesichts struktureller Probleme allerdings nur verhalten expandieren und im Jahresdurchschnitt merklich schwächer zunehmen als im vergangenen Jahr. Nicht zuletzt deshalb wird der Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - mit 2,8 Prozent etwas niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr (3,1 Prozent), für das kommende rechnen wir wieder mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent. Damit haben wir unsere Prognose für das Jahr 2024 gegenüber unserer Dezemberprognose unverändert gelassen, die für 2025 geringfügig - um 0,1 Prozentpunkt - nach unten revidiert. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt in der nächsten Zeit zwar leicht zu, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation ist zwar gegenüber dem Höchststand Ende 2022 deutlich zurückgegangen, zuletzt aber nur noch wenig gesunken. Vor allem der Anstieg der Preise für Dienstleistungen erweist sich als hartnäckig, so dass. die Inflationsraten voraussichtlich erst im Jahr 2025 wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein werden. Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur, insbesondere einer Zuspitzung von Handelskonflikten und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. Quelle: Weltwirtschaft im Frühjahr 2024, Kieler Konjunkturberichte 2.4 Branchenentwicklung Der Umsatz der Biotechnologie-Branche in Deutschland im Jahr 2022 musste einen leichten Rückgang von 26,04 Mrd. € auf 25,14 Mrd. € verzeichnen. Dies ist ein Rückgang von ca. 3 %. Davon erwirtschafteten 4,23 Mrd. € private Unternehmen und 20,91 Mrd. € börsennotierte Unternehmen. Die privaten Unternehmen verzeichneten dabei einen Umsatzzuwachs von 12 %. Für das Jahr 2023 ist aufgrund des Umsatzrückgangs des führenden deutschen Vakzin-Herstellers von einem weiteren Rückgang des Umsatzes der Branche in Deutschland auszugehen. Trotz des leichten Umsatzrückgangs ist das Beschäftigungswachstum weiterhin ungebrochen. Gegenüber dem Jahr 2021 konnte in 2022 ein Anstieg von rund 10% auf 47.400 Mitarbeiter verzeichnet werden. Positiv hervorzuheben ist die erstmalige Zulassung eines Medikaments auf Basis der sogenannten Genschere. Die Therapie nutzt die CRISPR/Cas9-Technologie mit der die DNA von blutbildenden Knochenmarkzellen geschnitten und das fehlerhafte DNA-Stücke entfernt werden. Diese Zulassung sollte dem Biotechnologiemarkt einen zusätzlichen Schub geben, daher gehen wir weiterhin von einer positiven Entwicklung des Marktes aus. Quellen: Deutscher Biotechnologie-Report 2023 (Seite 22), eigene Schätzung, Transkript 3. GESCHÄFTSVERLAUF 3.1 Ertragslage Der Umsatz der Gesellschaft liegt mit TEUR 96.158 (Vorjahr: TEUR 101.499) ca. -5,26% unter dem Vorjahreswert. Der Materialaufwand liegt mit TEUR 26.198 (Vorjahr: TEUR 26.378) unterhalb des Vorjahreswertes. Die Materialaufwandsquote ist von 25,99% auf 27,24% gestiegen. Die Personalaufwendungen sind von TEUR 26.271 im Vorjahr deutlich um TEUR 7.725 auf TEUR 33.996 gestiegen. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahr angestiegenen Mitarbeiterzahlen. Die um neutrale Effekte bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 18.514 (Vorjahr: TEUR 16.060) oberhalb des Vorjahreswertes. Das EBIT (Jahresüberschuss zzgl. Steuern vom Einkommen und Ertrag und Finanzergebnis) ist im Geschäftsjahr aufgrund der oben genannten Effekte um TEUR -12.749 auf TEUR 17.739 (Vorjahr: TEUR 30.488) gesunken. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 12.687 (Vorjahr TEUR 20.704), was einem Rückgang von TEUR -8.017 entspricht. Die Geschäftsleitung ist mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr nur eingeschränkt zufrieden. Wir konnten die prognostizierten Umsätze im Geschäftsjahr nicht erreichen. Mit TEUR 12.687 konnten wir die gesteckten Jahresüberschussziele erreichen und liegen mit einem Rückgang in Höhe von -38,7% innerhalb der Prognose. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Aufwendungen zurückzuführen. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 129.939. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 13.084 erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt mit 54,2% über dem Vorjahresniveau (51,1%). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss, die Gewinnausschüttungspolitik sowie die Entwicklung der Bilanzsumme zurückzuführen. Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund getätigter Investitionen in Höhe von TEUR 10.003, denen Abschreibungen von TEUR 5.508 gegenüberstehen, um TEUR 4.187 auf TEUR 38.334. Das Umlaufvermögen (ohne liquide Mittel) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten stieg um TEUR 36.465. Hier sind im Wesentlichen die Entwicklung der Wertpapiere des Umlaufvermögens, das im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Umschichtungen um TEUR 24.419 angestiegen ist, sowie die Entwicklung des Vorratsvermögens, welches um TEUR 5.175 angestiegen ist zu nennen. 3.3 Finanzlage Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. Wir rechnen damit, unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können, da kurzfristig ausreichend Liquidität zur Verfügung steht. Die Finanzlage kann als sehr solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die liquiden Mittel sind im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der getätigten Umschichtungen in Wertpapiere des Umlaufvermögens um TEUR -27.568 gesunken. Die Investitionstätigkeit konnte vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert werden. 3.4 Personal Im Jahresdurchschnitt beschäftigte das Unternehmen 471 Arbeitnehmer/innen auf VZK-Basis. 3.5 Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind, liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung der Umsatzerlöse, des EBIT und der Liquidität. 3.6 Weitere Entwicklungen im Geschäftsjahr Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 Investitionen in neue Produktions- und Analysegeräte getätigt. Darüber hinaus ist insbesondere die Eröffnung eines neuen Produktionsgebäudes mit mehreren Reinräumen am Standort in Frankfurt Alt Fechenheim zu erwähnen. In diesen zusätzlichen Räumen wird guide RNA für therapeutische CRISPR/Cas-Programme hergestellt. Mit der Eröffnung Ende 2023 konnten wir unsere guide RNA Herstellungskapazität verdreifachen. 3.7 Investitionstätigkeit Aufgrund der weiterhin steigenden Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen werden wir die Produktionskapazitäten auch in 2024 erweitern. In 2023 belief sich das Investitionsvolumen auf TEUR 8.885. Für die Jahre 2024-2027 sind Investitionen in Höhe von mehr als EUR 100 Mio. in der BioSpring-Gruppe geplant. Dazu zählt der Neubau einer Produktionsanlage in Offenbach, welche im Jahr 2026 fertiggestellt werden soll sowie ein zusätzliches Lagergebäude in Frankfurt Alt-Fechenheim, welches Anfang 2025 betriebsbereit sein wird. 4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 4.1 Risikomanagementsystem Unternehmerisches Handeln vollzieht sich im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg. Risiken können sich sowohl aus den internen Abläufen und Handlungen, vor allem aber auch aus dem operativen Geschäft ergeben. Das interne Kontrollsystem hat die Aufgabe, die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften, internen Regelungen und Anweisungen sicherzustellen und Schaden durch betrügerische Handlungen zu verhindern. Dazu sind die ablauforganisatorischen Regelungen, Anweisungen und Richtlinien systematisch niedergelegt. Regelmäßig wird die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Unternehmensregeln überprüft. Das Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, operative Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden von der Gesellschaft abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. So können Gefahren rechtzeitig erkannt, bewertet und ihnen begegnet werden. Überschaubare Risiken, die in einem angemessenen Verhältnis zu dem erwarteten Nutzen aus der Geschäftstätigkeit stehen, ist das Unternehmen bereit, einzugehen. Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hierbei steht die Vermeidung von derartigen Risiken im Vordergrund. Preisänderungsrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft in branchenüblichem Umfang ausgesetzt. Soweit bei finanziellen Aktivposten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement mit einem adäquaten Mahnwesen. Basis des Risikomanagementsystems sind im Wesentlichen die laufende Berichterstattung monatlicher Kennzahlen sowie Abweichungsanalysen zu Plänen und Vergleichsperioden. Nachfolgend werden aus der Gesamtheit der beobachteten Risiken wesentliche Risikofelder und Einzelrisiken erläutert, die aus derzeitiger Sicht die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten. 4.2 Wettbewerbs- und Marktrisiken Mögliche Wettbewerbsrisiken liegen weiterhin in einer steigenden Zahl an Wettbewerbern, insbesondere aus China. Darüber hinaus könnten auch kundenseitig, wie z.B. durch eine vertikale Produkterweiterung, Wettbewerbs- und Marktrisiken entstehen. 4.3 Konjunkturelle Risiken Eine nachhaltige wirtschaftliche Eintrübung könnte auch die Nachfrage unserer Kunden nach den Produkten negativ beeinflussen bzw. die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten negativ beeinflussen. Aktuell sehen wir jedoch keine konkreten Risiken in der kurz- und mittelfristigen Nachfrageentwicklung in den Hauptabsatzmärkten. Die Nachfrage ist weiterhin steigend und Rohstoffe sind lieferbar. 4.4 IT-Risiko Zur Unterstützung und Steuerung des Unternehmens verfügt die Gesellschaft über eine moderne und zukunftsorientierte IT-Struktur, welche alle Entscheidungsträger zeitnah mit allen relevanten und notwendigen Informationen versorgt. Dies wird zunehmend wichtiger, da auch Chancen zunehmend durch IT-Strukturen positiv beeinflusst werden können. Die Steuerung unseres Unternehmens ist maßgeblich von IT-Systemen und IT basierten Geschäftsprozessen abhängig. Ein Ausfall des IT-Systems oder die Sabotage durch einen Angriff von außen bilden ein besonderes Risiko. Wir begegnen diesem Risiko durch permanente Investitionen in die IT-Infrastruktur, die Ausbildung unserer Mitarbeiter sowie die Konsultation von externen Experten. 4.5 Steuerrisiken Für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es zu Änderungen kommen, die zu Steuernachzahlungen führen können, sofern die Finanzbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen der zugrundeliegenden Sachverhalte kommen. 4.6 Chancenbericht Sowohl durch die Entwicklung und Einführung von neuen Produkten und Produktkategorien als auch einer Ausweitung des Produktportfolios, werden sich Wachstumschancen ergeben. Die Einsatzgebiete und auch die Nachfrage nach den von uns angebotenen Produkten und Dienstleistungen wird auch zukünftig weiter ansteigen. Durch die Investitionen in den neuen Standort werden wir unsere Produktionskapazitäten deutlich erhöhen und somit den steigenden Bedarf nach unseren Produkten bedienen können. Eine weitere Chance sehen wir in der von uns aufgebauten Expertise, die uns auch zukünftig in die Lage versetzen wird, erfolgreich zu sein. 5. PROGNOSEBERICHT 5.1 Voraussichtliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Die DIW-Konjunkturprognose rechnet mit einer einsetzenden Erholung ab der zweiten Jahreshälfte. Zum Jahresende wird die deutsche Wirtschaft langsam wieder Fahrt aufnehmen. Quelle: DIW-Pressemitteilung vom 8.9.2023 Wie bereits in Kapitel 2.4 beschrieben, ist die erstmalige Zulassung eines Medikaments auf Basis der sogenannten Genschere positiv hervorzuheben. Diese Zulassung sollte dem Biotechnologiemarkt einen zusätzlichen Schub geben, daher gehen wir weiterhin von einer positiven Entwicklung des Marktes aus. 5.2 Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv. Auch wenn das Jahr 2023 im Hinblick auf Umsatzwachstum nicht mit den Vorjahren mithalten konnte und wir einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet haben, gehen wir für die kommenden Jahre wieder von einem Umsatzwachstum aus. Durch eine konstante Weiterführung des Geschäfts sowie aufmerksamer Marktbeobachtungen werden wir auch zukünftig in der Lage sein, die Nachfrage nach innovativen Produkten und Dienstleistungen bedienen zu können. Um die steigende Nachfrage auch mittelfristig bedienen zu können, wurde in der BioSpring-Gruppe im Januar 2022 der Kauf eines Grundstücks in Offenbach am Main abgeschlossen. Auf diesem wird eine der modernsten Anlagen zur Produktion von Oligonukleotiden entstehen. Die Fertigstellung soll im Jahr 2026 erfolgen. Für das Jahr 2024 gehen wir aufgrund der guten Nachfrage von einem Anstieg der Umsätze aus. Wir planen dabei mit einem Anstieg des Umsatzes im zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2023. Das Jahresergebnis wird sich aufgrund der geplanten Investition u.a. in neue Mitarbeiter reduzieren und dann in den Folgejahren wieder ansteigen. Die Geschäftsführung erwartet weiterhin eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse ist der Fortbestand des Unternehmens gesichert. Bestandgefährdende Risiken bestehen nicht. Die zuvor beschriebenen Risiken sind aus gegenwärtiger Sicht beherrschbar. Unterschriften der Geschäftsführer
Frankfurt am Main, den 15. April 2024 gez. Dr. Sylvia Wojczewski gez. Dr. Hüseyin Aygün BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches gegliedert. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) sind mit Hinweis auf die Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) nicht erforderlich. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung bilanziert. Die Wertentwicklung wird in der Anlagebuchhaltung zweifelsfrei nachgewiesen. Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet, sofern die beizulegenden Werte zum Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Einkaufs- bzw. die Verkaufspreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen sämtliche aktivierungspflichtige Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten und des Werteverzehrs. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt, das allgemeine Kreditrisiko ist in Form pauschaler Abschläge berücksichtigt. Kurzfristig gehaltene Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzip nach § 253 Abs.4 HGB angesetzt. Liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten für transitorische Ausgaben sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet worden. Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften angesetzt und bewertet worden. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Ergänzend hierzu wurde der § 256a HGB berücksichtigt. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist im Anlagespiegel dargestellt. Die gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG auszuweisenden Forderungen gegen Gesellschafter betragen zum Bilanzstichtag EUR 932.258,81(Vorjahr: EUR 1.314.194,43). Sie werden in Höhe von EUR 932.258,81 (Vorjahr: EUR 926.669,55) unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 387.524,88) unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche im Einzelnen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind binnen Jahresfrist fällig. Der im Bilanzgewinn vorhandene Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt EUR 57.689.930,79 (Vorjahr: EUR 38.985.980,41). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 1.151.350,00 betreffen Tantieme, Schwerbehindertenabgabe, Personalkosten und die Kosten der Jahresabschlusserstellung sowie Jahresabschlussprüfung. Sämtliche im Einzelnen ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind bis auf ein Darlehen binnen Jahresfrist fällig. Das Darlehen weist eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von EUR 12.782,30 (Vorjahr: EUR 12.782,30) aus. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von EUR 391.356,05 (Vorjahr: EUR 2.902.707,14) Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 192,26) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Folgender Verbindlichkeitenspiegel gibt Auskunft über die Fristigkeiten (Vorjahreswerte in Klammern):
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 10.978 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus bestehenden Mietverträgen. Innerhalb eines Jahres sind hiervon ca. TEUR 2.219 fällig.
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 278 enthalten. Diese entfallen im Jahr 2023 im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Auf die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen EUR 186.095,47 (Vorjahr: EUR 760.752,83) aus der Währungsumrechnung. Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Altersversorgung in Höhe von EUR 47.926,28 (Vorjahr: EUR 24.854,38). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Buchverluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 170 als wesentliche periodenfremde Effekte zu nennen. Auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen EUR 246.946,50 (Vorjahr: EUR 318.326,89) aus der Währungsumrechnung. Die Zinserträge beinhalten in Höhe von EUR 138.752,65 (Vorjahr: EUR 15.964,07) von verbundenen Unternehmen. Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. V. Sonstige Angaben 1. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Geschäftsführung Als Geschäftsführer bestellt und im Handelsregister eingetragen sind: Frau Dr. Sylvia Wojczewski, Diplom-Chemikerin, Frankfurt am Main, technische und kaufmännische Geschäftsführerin Herr Dr. Hüseyin Aygün, Diplom-Chemiker, Frankfurt am Main, technischer und kaufmännischer Geschäftsführer Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. 3. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 70.377.280,37 auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 20. Hiervon entfallen TEUR 20 auf die Abschlussprüfung. 5. Konsolidierungskreis Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BioSpring Holding GmbH einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis aufstellt. Der Konzernabschluss ist im Bundesanzeiger öffentlich zugänglich. 6. Nachtragsbericht Über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB n.F. ist nichts zu berichten. 7. Unterschrift der Geschäftsführung
Frankfurt am Main, den 15. April 2024 gez. Dr. Sylvia Wojczewski gez. Dr. Hüseyin Aygün Anlagenspiegel
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25. Juni 2024 festgestellt. Ergebnisverwendungsbeschluss
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH, Frankfurt am Main für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Offenbach am Main, den 15. April 2024 HaackSchubert GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Hartmut W. Schubert, Wirtschaftsprüfer gez. Benedikt Barkey, Wirtschaftsprüfer |
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