BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH

Alt-Fechenheim 32, 60386 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 43255
Eingetragen
23.6.1997
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb biotechnologischer Produkte, Ausarbeitung biotechnischer Verfahren, Software für biotechnologischer Fragestellungen und biotechnische Dienstleistungen einschließlich Expertisen und die Durchführung von Schulungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Susann Rosmus
seit 9.6.2021
Prokura
Markus Kircher
seit 9.6.2021
Prokura
Hüseyin Aygün
seit 23.9.2004
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

97.78% identifiziert2.22% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Dr. Sylvia Renate WojczewskiBioSpring Holding GmbH
50.00%
Dr. Hayrullah Hüseyin AygünBioSpring Holding GmbH
47.78%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
2.22%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

60318 Frankfurt am Main
25.800 DM
47.78%
Frankfurt am Main
17.600 DM
32.59%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. UNTERNEHMEN

BioSpring ist ein Auftragshersteller von synthetischen Oligonukleotiden mit hoher und zuverlässiger Qualität für den medizinisch-pharmazeutischen Bereich. Das Unternehmen ist zertifiziert nach GMP (Grundsätze für Wirkstoffe gemäß Artikel 47 der Richtlinie 2001/83/EG), ISO 13485: 2016, ISO 9001: 2015 sowie offiziell als API-Hersteller bei der FDA, EMA und PMDA registriert.

BioSpring ist ein erfahrener Hersteller von guide RNA für therapeutische CRISPR/Cas-Programme. Wir investieren kontinuierlich in weitere Kapazitätssteigerung, die Erweiterung des Serviceangebots und die Entwicklung neuer Herstellungstechnologien im Bereich der Herstellung therapeutischer guide RNA. Mit Eröffnung eines weiteren Produktionsgebäudes konnten wir Ende 2023 unsere guide RNA Herstellungskapazität verdreifachen.

Die Bereiche der Herstellung umfassen:

Therapeutic Manufacturing: Herstellung von Nukleinsäuren unter GMP für die Verwendung als Wirkstoffe für den therapeutischen Einsatz. BioSpring beliefert und unterstützt Pharma- und Biotechunternehmen von der frühen Entwicklung an, über die klinischen Studien bis hin zum zugelassenen Medikament.

Diagnostic Manufacturing: Herstellung von Oligonukleotiden unter ISO 13485 für den Einsatz in der Diagnostik. BioSpring beliefert und unterstützt von der frühen Entwicklung, bis hin zum zugelassenen Markt.

Research Purposes Manufacturing: Synthetische Oligonukleotide für die Anwendung in der Forschung verschiedener Bereiche wie Therapie oder Diagnostik.

Im Bereich "analytical services" werden alle Arten von analytischen Dienstleistungen für Oligonukleotide angeboten. Diese umfassen alle Arten von Analysen für die Testung oder Freigabe von Oligonukleotidwirkstoffen sowie Arzneimitteln, die auf Oligonukleotiden basieren.

2. ENTWICKLUNG VON BRANCHE UND GESAMTWIRTSCHAFT

2.1 Lage in Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2023 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024.

2.2 Lage der Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft expandiert derzeit in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation; im Vereinigten Königreich und in Japan ging die Produktion im zweiten Halbjahr 2023 sogar merklich zurück. Die konjunkturellen Unterschiede dürften im Prognosezeitraum geringer werden, ein kräftiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht: Während die Expansion in den Vereinigten Staaten angesichts nachlassender fiskalischer Impulse etwas an Fahrt verliert, belebt sich die Konjunktur in Europa und Japan mit Abklingen der bremsenden Wirkungen des Inflationsschocks allmählich. Stimulierend wirkt auch die sich abzeichnende leichte Erholung beim Welthandel. Die wirtschaftliche Aktivität in China dürfte im Prognosezeitraum angesichts struktureller Probleme allerdings nur verhalten expandieren und im Jahresdurchschnitt merklich schwächer zunehmen als im vergangenen Jahr. Nicht zuletzt deshalb wird der Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - mit 2,8 Prozent etwas niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr (3,1 Prozent), für das kommende rechnen wir wieder mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent. Damit haben wir unsere Prognose für das Jahr 2024 gegenüber unserer Dezemberprognose unverändert gelassen, die für 2025 geringfügig - um 0,1 Prozentpunkt - nach unten revidiert. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt in der nächsten Zeit zwar leicht zu, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation ist zwar gegenüber dem Höchststand Ende 2022 deutlich zurückgegangen, zuletzt aber nur noch wenig gesunken. Vor allem der Anstieg der Preise für Dienstleistungen erweist sich als hartnäckig, so dass. die Inflationsraten voraussichtlich erst im Jahr 2025 wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein werden. Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur, insbesondere einer Zuspitzung von Handelskonflikten und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen.

Quelle: Weltwirtschaft im Frühjahr 2024, Kieler Konjunkturberichte

2.4 Branchenentwicklung

Der Umsatz der Biotechnologie-Branche in Deutschland im Jahr 2022 musste einen leichten Rückgang von 26,04 Mrd. € auf 25,14 Mrd. € verzeichnen. Dies ist ein Rückgang von ca. 3 %. Davon erwirtschafteten 4,23 Mrd. € private Unternehmen und 20,91 Mrd. € börsennotierte Unternehmen. Die privaten Unternehmen verzeichneten dabei einen Umsatzzuwachs von 12 %. Für das Jahr 2023 ist aufgrund des Umsatzrückgangs des führenden deutschen Vakzin-Herstellers von einem weiteren Rückgang des Umsatzes der Branche in Deutschland auszugehen.

Trotz des leichten Umsatzrückgangs ist das Beschäftigungswachstum weiterhin ungebrochen. Gegenüber dem Jahr 2021 konnte in 2022 ein Anstieg von rund 10% auf 47.400 Mitarbeiter verzeichnet werden.

Positiv hervorzuheben ist die erstmalige Zulassung eines Medikaments auf Basis der sogenannten Genschere. Die Therapie nutzt die CRISPR/Cas9-Technologie mit der die DNA von blutbildenden Knochenmarkzellen geschnitten und das fehlerhafte DNA-Stücke entfernt werden. Diese Zulassung sollte dem Biotechnologiemarkt einen zusätzlichen Schub geben, daher gehen wir weiterhin von einer positiven Entwicklung des Marktes aus.

Quellen: Deutscher Biotechnologie-Report 2023 (Seite 22), eigene Schätzung, Transkript

3. GESCHÄFTSVERLAUF

3.1 Ertragslage

Der Umsatz der Gesellschaft liegt mit TEUR 96.158 (Vorjahr: TEUR 101.499) ca. -5,26% unter dem Vorjahreswert.

Der Materialaufwand liegt mit TEUR 26.198 (Vorjahr: TEUR 26.378) unterhalb des Vorjahreswertes. Die Materialaufwandsquote ist von 25,99% auf 27,24% gestiegen.

Die Personalaufwendungen sind von TEUR 26.271 im Vorjahr deutlich um TEUR 7.725 auf TEUR 33.996 gestiegen. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahr angestiegenen Mitarbeiterzahlen.

Die um neutrale Effekte bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 18.514 (Vorjahr: TEUR 16.060) oberhalb des Vorjahreswertes.

Das EBIT (Jahresüberschuss zzgl. Steuern vom Einkommen und Ertrag und Finanzergebnis) ist im Geschäftsjahr aufgrund der oben genannten Effekte um TEUR -12.749 auf TEUR 17.739 (Vorjahr: TEUR 30.488) gesunken. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 12.687 (Vorjahr TEUR 20.704), was einem Rückgang von TEUR -8.017 entspricht.

Die Geschäftsleitung ist mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr nur eingeschränkt zufrieden. Wir konnten die prognostizierten Umsätze im Geschäftsjahr nicht erreichen. Mit TEUR 12.687 konnten wir die gesteckten Jahresüberschussziele erreichen und liegen mit einem Rückgang in Höhe von -38,7% innerhalb der Prognose. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Aufwendungen zurückzuführen.

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 129.939. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 13.084 erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt mit 54,2% über dem Vorjahresniveau (51,1%). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss, die Gewinnausschüttungspolitik sowie die Entwicklung der Bilanzsumme zurückzuführen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund getätigter Investitionen in Höhe von TEUR 10.003, denen Abschreibungen von TEUR 5.508 gegenüberstehen, um TEUR 4.187 auf TEUR 38.334. Das Umlaufvermögen (ohne liquide Mittel) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten stieg um TEUR 36.465. Hier sind im Wesentlichen die Entwicklung der Wertpapiere des Umlaufvermögens, das im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Umschichtungen um TEUR 24.419 angestiegen ist, sowie die Entwicklung des Vorratsvermögens, welches um TEUR 5.175 angestiegen ist zu nennen.

3.3 Finanzlage

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. Wir rechnen damit, unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können, da kurzfristig ausreichend Liquidität zur Verfügung steht. Die Finanzlage kann als sehr solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Die liquiden Mittel sind im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der getätigten Umschichtungen in Wertpapiere des Umlaufvermögens um TEUR -27.568 gesunken. Die Investitionstätigkeit konnte vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert werden.

3.4 Personal

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte das Unternehmen 471 Arbeitnehmer/innen auf VZK-Basis.

3.5 Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind, liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung der Umsatzerlöse, des EBIT und der Liquidität.

3.6 Weitere Entwicklungen im Geschäftsjahr

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 Investitionen in neue Produktions- und Analysegeräte getätigt. Darüber hinaus ist insbesondere die Eröffnung eines neuen Produktionsgebäudes mit mehreren Reinräumen am Standort in Frankfurt Alt Fechenheim zu erwähnen. In diesen zusätzlichen Räumen wird guide RNA für therapeutische CRISPR/Cas-Programme hergestellt. Mit der Eröffnung Ende 2023 konnten wir unsere guide RNA Herstellungskapazität verdreifachen.

3.7 Investitionstätigkeit

Aufgrund der weiterhin steigenden Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen werden wir die Produktionskapazitäten auch in 2024 erweitern. In 2023 belief sich das Investitionsvolumen auf TEUR 8.885.

Für die Jahre 2024-2027 sind Investitionen in Höhe von mehr als EUR 100 Mio. in der BioSpring-Gruppe geplant. Dazu zählt der Neubau einer Produktionsanlage in Offenbach, welche im Jahr 2026 fertiggestellt werden soll sowie ein zusätzliches Lagergebäude in Frankfurt Alt-Fechenheim, welches Anfang 2025 betriebsbereit sein wird.

4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 Risikomanagementsystem

Unternehmerisches Handeln vollzieht sich im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg. Risiken können sich sowohl aus den internen Abläufen und Handlungen, vor allem aber auch aus dem operativen Geschäft ergeben.

Das interne Kontrollsystem hat die Aufgabe, die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften, internen Regelungen und Anweisungen sicherzustellen und Schaden durch betrügerische Handlungen zu verhindern. Dazu sind die ablauforganisatorischen Regelungen, Anweisungen und Richtlinien systematisch niedergelegt. Regelmäßig wird die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Unternehmensregeln überprüft.

Das Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, operative Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden von der Gesellschaft abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. So können Gefahren rechtzeitig erkannt, bewertet und ihnen begegnet werden. Überschaubare Risiken, die in einem angemessenen Verhältnis zu dem erwarteten Nutzen aus der Geschäftstätigkeit stehen, ist das Unternehmen bereit, einzugehen.

Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hierbei steht die Vermeidung von derartigen Risiken im Vordergrund. Preisänderungsrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft in branchenüblichem Umfang ausgesetzt. Soweit bei finanziellen Aktivposten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement mit einem adäquaten Mahnwesen.

Basis des Risikomanagementsystems sind im Wesentlichen die laufende Berichterstattung monatlicher Kennzahlen sowie Abweichungsanalysen zu Plänen und Vergleichsperioden.

Nachfolgend werden aus der Gesamtheit der beobachteten Risiken wesentliche Risikofelder und Einzelrisiken erläutert, die aus derzeitiger Sicht die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten.

4.2 Wettbewerbs- und Marktrisiken

Mögliche Wettbewerbsrisiken liegen weiterhin in einer steigenden Zahl an Wettbewerbern, insbesondere aus China. Darüber hinaus könnten auch kundenseitig, wie z.B. durch eine vertikale Produkterweiterung, Wettbewerbs- und Marktrisiken entstehen.

4.3 Konjunkturelle Risiken

Eine nachhaltige wirtschaftliche Eintrübung könnte auch die Nachfrage unserer Kunden nach den Produkten negativ beeinflussen bzw. die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten negativ beeinflussen. Aktuell sehen wir jedoch keine konkreten Risiken in der kurz- und mittelfristigen Nachfrageentwicklung in den Hauptabsatzmärkten. Die Nachfrage ist weiterhin steigend und Rohstoffe sind lieferbar.

4.4 IT-Risiko

Zur Unterstützung und Steuerung des Unternehmens verfügt die Gesellschaft über eine moderne und zukunftsorientierte IT-Struktur, welche alle Entscheidungsträger zeitnah mit allen relevanten und notwendigen Informationen versorgt. Dies wird zunehmend wichtiger, da auch Chancen zunehmend durch IT-Strukturen positiv beeinflusst werden können. Die Steuerung unseres Unternehmens ist maßgeblich von IT-Systemen und IT basierten Geschäftsprozessen abhängig. Ein Ausfall des IT-Systems oder die Sabotage durch einen Angriff von außen bilden ein besonderes Risiko. Wir begegnen diesem Risiko durch permanente Investitionen in die IT-Infrastruktur, die Ausbildung unserer Mitarbeiter sowie die Konsultation von externen Experten.

4.5 Steuerrisiken

Für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es zu Änderungen kommen, die zu Steuernachzahlungen führen können, sofern die Finanzbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen der zugrundeliegenden Sachverhalte kommen.

4.6 Chancenbericht

Sowohl durch die Entwicklung und Einführung von neuen Produkten und Produktkategorien als auch einer Ausweitung des Produktportfolios, werden sich Wachstumschancen ergeben. Die Einsatzgebiete und auch die Nachfrage nach den von uns angebotenen Produkten und Dienstleistungen wird auch zukünftig weiter ansteigen. Durch die Investitionen in den neuen Standort werden wir unsere Produktionskapazitäten deutlich erhöhen und somit den steigenden Bedarf nach unseren Produkten bedienen können.

Eine weitere Chance sehen wir in der von uns aufgebauten Expertise, die uns auch zukünftig in die Lage versetzen wird, erfolgreich zu sein.

5. PROGNOSEBERICHT

5.1 Voraussichtliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Die DIW-Konjunkturprognose rechnet mit einer einsetzenden Erholung ab der zweiten Jahreshälfte. Zum Jahresende wird die deutsche Wirtschaft langsam wieder Fahrt aufnehmen.

Quelle: DIW-Pressemitteilung vom 8.9.2023

Wie bereits in Kapitel 2.4 beschrieben, ist die erstmalige Zulassung eines Medikaments auf Basis der sogenannten Genschere positiv hervorzuheben. Diese Zulassung sollte dem Biotechnologiemarkt einen zusätzlichen Schub geben, daher gehen wir weiterhin von einer positiven Entwicklung des Marktes aus.

5.2 Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv. Auch wenn das Jahr 2023 im Hinblick auf Umsatzwachstum nicht mit den Vorjahren mithalten konnte und wir einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet haben, gehen wir für die kommenden Jahre wieder von einem Umsatzwachstum aus.

Durch eine konstante Weiterführung des Geschäfts sowie aufmerksamer Marktbeobachtungen werden wir auch zukünftig in der Lage sein, die Nachfrage nach innovativen Produkten und Dienstleistungen bedienen zu können.

Um die steigende Nachfrage auch mittelfristig bedienen zu können, wurde in der BioSpring-Gruppe im Januar 2022 der Kauf eines Grundstücks in Offenbach am Main abgeschlossen. Auf diesem wird eine der modernsten Anlagen zur Produktion von Oligonukleotiden entstehen. Die Fertigstellung soll im Jahr 2026 erfolgen.

Für das Jahr 2024 gehen wir aufgrund der guten Nachfrage von einem Anstieg der Umsätze aus. Wir planen dabei mit einem Anstieg des Umsatzes im zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2023. Das Jahresergebnis wird sich aufgrund der geplanten Investition u.a. in neue Mitarbeiter reduzieren und dann in den Folgejahren wieder ansteigen.

Die Geschäftsführung erwartet weiterhin eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse ist der Fortbestand des Unternehmens gesichert. Bestandgefährdende Risiken bestehen nicht. Die zuvor beschriebenen Risiken sind aus gegenwärtiger Sicht beherrschbar.

Unterschriften der Geschäftsführer

 

Frankfurt am Main, den 15. April 2024

gez. Dr. Sylvia Wojczewski

gez. Dr. Hüseyin Aygün

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 38.333.678,20 34.145.898,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 335.559,75 508.538,02
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 319.014,00 445.405,00
2. geleistete Anzahlungen 16.545,75 63.133,02
II. Sachanlagen 37.997.968,45 33.512.708,91
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 783.398,00 902.663,00
2. technische Anlagen und Maschinen 14.081.976,23 11.966.297,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.256.361,06 6.202.015,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.876.233,16 14.441.732,75
III. Finanzanlagen 150,00 124.651,99
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 124.501,99
2. Sonstige Ausleihungen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 90.738.057,05 81.896.629,23
I. Vorräte 34.305.116,63 29.130.127,07
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.232.705,49 17.112.562,15
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.432.865,43 2.253.479,53
3. fertige Erzeugnisse und Waren 9.288.090,59 9.685.791,98
4. geleistete Anzahlungen 351.455,12 78.293,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.664.624,15 5.847.593,87
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.567.150,95 2.351.291,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.432.258,81 2.926.803,96
3. sonstige Vermögensgegenstände 665.214,39 569.498,46
III. Wertpapiere 25.295.572,52 877.484,48
1. sonstige Wertpapiere 25.295.572,52 877.484,48
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 18.472.743,75 46.041.423,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 867.224,99 812.062,53
Summe Aktiva 129.938.960,24 116.854.590,68

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 70.404.276,58 59.716.927,00
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 26.996,21 26.996,21
1. Gezeichnetes Kapital 27.609,76 27.609,76
2. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt 613,55 613,55
II. Bilanzgewinn 70.377.280,37 59.689.930,79
B. Rückstellungen 5.139.867,77 9.495.377,51
1. Steuerrückstellungen 3.988.517,77 8.437.991,82
2. sonstige Rückstellungen 1.151.350,00 1.057.385,69
C. Verbindlichkeiten 54.343.860,89 47.339.481,17
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 45.628.865,90 38.390.976,36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.195.275,95 5.715.553,23
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 46.915,99 222.021,29
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.472.803,05 3.010.930,29
D. Rechnungsabgrenzungsposten 50.955,00 302.805,00
Summe Passiva 129.938.960,24 116.854.590,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 96.158.477,58 101.499.108,95
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.781.684,51 715.613,20
3. sonstige betriebliche Erträge 1.015.365,32 1.120.743,83
4. Materialaufwand 26.197.784,49 26.378.247,91
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.616.383,98 24.662.660,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.581.400,51 1.715.587,36
5. Personalaufwand 33.995.614,43 26.270.845,75
a) Löhne und Gehälter 28.298.712,79 21.898.610,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.696.901,64 4.372.235,15
6. Abschreibungen 5.507.942,42 4.137.748,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.507.942,42 4.137.748,56
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.514.093,90 16.060.279,29
8. Finanz- und Beteiligungsergebnis 966.107,18 50.922,79
a) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 395.706,01 1.328,02
b) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 571.188,17 49.594,77
c) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 787,00 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.017.635,77 9.834.522,88
10. Ergebnis nach Steuern 12.688.563,58 20.704.744,38
11. sonstige Steuern 1.214,00 794,00
Jahresüberschuss 12.687.349,58 20.703.950,38

Anhang für das Geschäftsjahr 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches gegliedert.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firma: BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH
Sitz: Frankfurt am Main
Registergericht: Frankfurt am Main
Registergerichtsnummer: HRB 43255

Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) sind mit Hinweis auf die Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) nicht erforderlich.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung bilanziert. Die Wertentwicklung wird in der Anlagebuchhaltung zweifelsfrei nachgewiesen.

Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet, sofern die beizulegenden Werte zum Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Einkaufs- bzw. die Verkaufspreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen sämtliche aktivierungspflichtige Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten und des Werteverzehrs.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt, das allgemeine Kreditrisiko ist in Form pauschaler Abschläge berücksichtigt.

Kurzfristig gehaltene Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzip nach § 253 Abs.4 HGB angesetzt.

Liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten für transitorische Ausgaben sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet worden.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften angesetzt und bewertet worden.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Ergänzend hierzu wurde der § 256a HGB berücksichtigt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist im Anlagespiegel dargestellt.

Die gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG auszuweisenden Forderungen gegen Gesellschafter betragen zum Bilanzstichtag EUR 932.258,81(Vorjahr: EUR 1.314.194,43). Sie werden in Höhe von EUR 932.258,81 (Vorjahr: EUR 926.669,55) unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 387.524,88) unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche im Einzelnen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind binnen Jahresfrist fällig.

Der im Bilanzgewinn vorhandene Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt EUR 57.689.930,79 (Vorjahr: EUR 38.985.980,41).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 1.151.350,00 betreffen Tantieme, Schwerbehindertenabgabe, Personalkosten und die Kosten der Jahresabschlusserstellung sowie Jahresabschlussprüfung.

Sämtliche im Einzelnen ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind bis auf ein Darlehen binnen Jahresfrist fällig. Das Darlehen weist eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von EUR 12.782,30 (Vorjahr: EUR 12.782,30) aus.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von EUR 391.356,05 (Vorjahr: EUR 2.902.707,14) Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 192,26) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Folgender Verbindlichkeitenspiegel gibt Auskunft über die Fristigkeiten (Vorjahreswerte in Klammern):

Stand 31.12.2022
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit größer 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit größer 5 Jahre
EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 45.628.865,90 45.628.865,90 0,00 0,00 0,00
(38.390.976,36) (38.390.976,36) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.195.275,95 5.195.275,95 0,00 0,00 0,00
(5.715.553,23) (5.715.553,23) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 46.915,99 46.915,99 0,00 0,00 0,00
(222.021,29) (222.021,29) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.472.803,05 3.460.020,75 12.782,30 12.782,30 0,00
(3.010.930,29) (2.998.147,99) (12.782,30) (12.782,30) (0,00)
54.343.860,89 54.331.078,59 12.782,30 12.782,30 0,00
(47.339.481,17) (47.326.698,87) (12.782,30) (12.782,30) (0,00)

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 10.978 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus bestehenden Mietverträgen. Innerhalb eines Jahres sind hiervon ca. TEUR 2.219 fällig.

Art der Geschäfte Zweck Vorteile Risiken
Miet-/ Leasingverträge Finanzierung Optimierung Eigenkapitalquote/ Bilanzsumme finanzielle Verpflichtung

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 278 enthalten. Diese entfallen im Jahr 2023 im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Auf die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen EUR 186.095,47 (Vorjahr: EUR 760.752,83) aus der Währungsumrechnung.

Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Altersversorgung in Höhe von EUR 47.926,28 (Vorjahr: EUR 24.854,38).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Buchverluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 170 als wesentliche periodenfremde Effekte zu nennen. Auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen EUR 246.946,50 (Vorjahr: EUR 318.326,89) aus der Währungsumrechnung.

Die Zinserträge beinhalten in Höhe von EUR 138.752,65 (Vorjahr: EUR 15.964,07) von verbundenen Unternehmen.

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

V. Sonstige Angaben

1. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Angestellte 527
Prokuristen 3
Gesamt 530

2. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer bestellt und im Handelsregister eingetragen sind:

Frau Dr. Sylvia Wojczewski, Diplom-Chemikerin, Frankfurt am Main, technische und kaufmännische Geschäftsführerin

Herr Dr. Hüseyin Aygün, Diplom-Chemiker, Frankfurt am Main, technischer und kaufmännischer Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

3. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 70.377.280,37 auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 20. Hiervon entfallen TEUR 20 auf die Abschlussprüfung.

5. Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BioSpring Holding GmbH einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis aufstellt. Der Konzernabschluss ist im Bundesanzeiger öffentlich zugänglich.

6. Nachtragsbericht

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB n.F. ist nichts zu berichten.

7. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Frankfurt am Main, den 15. April 2024

gez. Dr. Sylvia Wojczewski

gez. Dr. Hüseyin Aygün

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.265.231,73 136.509,29 0,00 87.133,02 1.488.874,04
2. Geleistete Anzahlungen 63.133,02 40.545,75 0,00 -87.133,02 16.545,75
1.328.364,75 177.055,04 0,00 0,00 1.505.419,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.359.212,83 0,00 0,00 4.267,00 1.363.479,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.020.638,98 1.765.764,55 245.358,03 4.180.749,81 24.721.795,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.372.966,49 2.319.583,80 111.828,36 12.121.332,08 29.702.054,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.441.732,75 5.740.849,30 0,00 -16.306.348,89 3.876.233,16
50.194.551,05 9.826.197,65 357.186,39 0,00 59.663.562,31
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 124.501,99 0,00 124.501,99 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 150,00 0,00 0,00 0,00 150,00
124.651,99 0,00 124.501,99 0,00 150,00
51.647.567,79 10.003.252,69 481.688,38 0,00 61.169.132,10
Abschreibungen
Stand 1.1.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 819.826,73 350.033,31 0,00 1.169.860,04
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
819.826,73 350.033,31 0,00 1.169.860,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 456.549,83 123.532,00 0,00 580.081,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.054.341,48 3.656.977,63 71.500,03 10.639.819,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.170.950,83 1.377.399,48 102.657,36 10.445.692,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.681.842,14 5.157.909,11 174.157,39 21.665.593,86
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
17.501.668,87 5.507.942,42 174.157,39 22.835.453,90
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 319.014,00 445.405,00
2. Geleistete Anzahlungen 16.545,75 63.133,02
335.559,75 508.538,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 783.398,00 902.663,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.081.976,23 11.966.297,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.256.361,06 6.202.015,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.876.233,16 14.441.732,75
37.997.968,45 33.512.708,91
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 124.501,99
2. Sonstige Ausleihungen 150,00 150,00
150,00 124.651,99
38.333.678,20 34.145.898,92

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25. Juni 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Jahresüberschuss 12.687.349,58 20.703.950,38
Gewinnvortrag 57.689.930,79 38.985.980,41
Bilanzgewinn 70.377.280,37 59.689.930,79

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH, Frankfurt am Main für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenbach am Main, den 15. April 2024

HaackSchubert GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hartmut W. Schubert, Wirtschaftsprüfer

gez. Benedikt Barkey, Wirtschaftsprüfer

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