Steinkamp GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Sanitärkeramik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Gesing seit 11.3.2025 | Geschäftsführer |
Ingo Schaarschmidt seit 10.1.2025 | Prokura |
Beata Malgorzata Dzieciolowska seit 10.1.2025 | Prokura |
Dirk Anton Josef Müller seit 18.9.2024 | Geschäftsführer |
Stefan Beyler seit 26.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
FSN Capital VI L.P. | 43.58% |
| 12.07% | |
DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank | 10.98% |
FSN Capital VI Lux SCSp | 6.60% |
FSN Capital VI Invest L.P. | 2.44% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gottfried Stiller GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Gottfried Stiller GmbH betreibt den Handel mit Sanitär- und Heizungsartikel aller Art sowie deren Montage. Neben dem Fachhandel in Köln und Bochum betreibt die Gesellschaft den Online-Shop "Megabad". Im Online-Shop werden über 500.000 Artikel angeboten, die sofort oder zeitnah verfügbar sind und für die eine Best-Preis-Garantie ausgesprochen wird. Megabad hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten europäischen Anbieter für Sanitärartikel im Internet entwickelt, der die neuesten Serien renommierter Markenhersteller führt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach den durch den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung veröffentlichten Jahresgutachten 2019/2020 hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft merklich verlangsamt. Die gestiegene Unsicherheit, nicht zuletzt durch die Handelskonflikte ausgelöst, dämpfte das Investitionswachstum. Im Euro-Raum hat sich die konjunkturelle Dynamik ebenfalls abgeschwächt. Insbesondere die Investitionen und Exporte entwickelten sich schwächer. Die Bundesrepublik Deutschland ist von der globalen Wachstumsverlangsamung, insbesondere in der Industrie, besonderes betroffen. Dabei spielt neben der Offenheit der deutschen Volkswirtschaft die starke Ausrichtung auf Investitionsgüter eine Rolle. Für das Jahr 2019 rechnet der Sachverständigenrat mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 %. Nach einer Prognose des ifo-Instituts setzte die Sanitärbranche in 2019 im In- und Ausland geschätzt rund 25,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 24,9 Mrd. EUR) um. Die Margen im Handel mit Sanitär- und Heizungsartikeln sind weiterhin niedrig. 2. Geschäftsverlauf Die Gottfried Stiller GmbH konnte in diesem konjunkturellen Umfeld ihren hohen Umsatzansprüchen gerecht werden. Der Umsatz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 33.138 auf TEUR 125.581 gestiegen. Höhere Umsätze wurden insbesondere mit dem Online-Shop erzielt. Die Umsätze entfallen zu rd. 20 % auf das Ausland und zu rd. 80 % auf das Inland. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich infolge der Geschäftstätigkeit. Höhere Aufwendungen waren insbesondere bei den Fracht- und Verpackungskosten sowie für Werbung zu verzeichnen. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro 4.491 auf TEuro 8.347. 3. Lage a) Vermögenslage Unter Berücksichtigung der Investitionen des Berichtsjahres entfallen 13,4 % der Bilanzsumme auf das langfristig gebundene Vermögen und 86,6 % auf das kurzfristige Vermögen. Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden in Höhe von insgesamt TEuro 564 getätigt und betrafen im Wesentlichen den Ausbau des Online-Shops sowie die Gestaltung der Außenanlagen und den Umbau der Büroräume in Kerpen. Der Anstieg der Vorräte sowie der erhaltenen Anzahlungen ist auf die allgemeine Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowie auf das höhere Bestellvolumen zum Bilanzstichtag zurückzuführen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEuro 5.679 (Vj. TEuro 4.129). Die Eigenkapitalquote veränderte sich infolge der höheren Bilanzsumme sowie unter Berücksichtigung von im Geschäftsjahr vorgenommenen Ausschüttungen, von 25,3 % auf 28,6 %. Das Eigenkapital sowie das lang- und mittelfristige Fremdkapital decken das langfristig gebundene Vermögen. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens sowie der Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen für stabil. b) Finanzlage Die Finanzlage hat sich aufgrund der nahezu vollständigen Tilgung der Kontokorrente bei Kreditinstituten aus dem laufendem Geschäftsergebnis weiter verbessert. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Inanspruchnahme von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEuro 6.121 abzüglich der negativen Cashflows aus der Investitionstätigkeit von TEUR 540 sowie aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 4.024 führten per Saldo zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds um TEuro 1.557. Die Gottfried Stiller GmbH war im laufenden Geschäftsjahr jederzeit fähig, ihre Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Skontofristen zu erfüllen. c) Ertragslage Die Gesamtleistung liegt mit TEuro 126.284 um TEuro 33.314 über dem Vorjahr (Anstieg + 35,8 %). Die wesentlichen Erlösquellen setzen sich aus den Umsätzen im Online-Shop sowie dem Fachhandel zusammen. Die Mitarbeiterzahl wurde in 2019 um 26 auf durchschnittlich 195 Personen aufgestockt. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergaben sich durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit insbesondere Steigerungen bei den Fracht- und Verpackungskosten sowie den Werbeausgaben. Das Betriebsergebnis mit TEuro 8.365 sowie das Finanzergebnis, bestehend aus dem Zinssaldo von TEuro -18, führten zu einem Ergebnis vor Steuern TEuro 8.347. Unter Berücksichtigung der Steuerbelastung von TEuro 2.796 ergab sich per Saldo ein Jahresüberschuss von TEuro 5.551. III. Prognosebericht Nach der Mitteilung des Sachverständigenrats ist angesichts der Corona-Krise mit einem historisch starken Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr 2020 zu rechen. Die Pandemie hat praktisch alle Länder erfasst und dürfte mit einem weltweiten Rückgang der Wirtschaftsleistung einhergehen. Der deutsche Staat hat schnell umfangreiche Hilfspakete auf den Weg gebracht, um die Zeit der wirtschaftlichen Beschränkungen mit Liquiditätshilfen und Einkommenshilfen für Unternehmen und Haushalte zu überbrücken. Dennoch wird die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach den bereits vorgenommenen und angekündigten weiteren Lockerungen durch Einkommensausfälle, eine erhöhte Unsicherheit und teils fortbestehende Einschränkungen belastet bleiben. Der Koalitionsausschuss hat sich im Juni 2020 auf ein Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket sowie auf ein Zukunftspaket verständigt. Das erklärte Ziel der Koalitionspartner ist Deutschland wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu führen, der Arbeitsplätze und Wohlstand sichert. Die Vereinigung Deutsche Sanitätwirtschaft e.V. erwartet in ihrer Pressemitteilung vom April 2020 dass der inzwischen seit 2009 ununterbrochene Aufwärtstrend der Sanitärbranche durch die Coroana-Krise abrupt beendet wird. Auf eine gewisse Stabilisierung lasse in Deutschland die Bedeutung der Branche hoffen, die unter Hygiene- und Gesundheitsaspekten weiterhin ein positives Image hat. Mit der für den Zeitraum vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 befristeten Senkung der Mehrwertsteuer von 19 % auf 16 % (Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket) ist eine Stärkung der Binnennachfrage zu erwarten. Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, ist beabsichtigt auch zukünftig die Kundenakquise durch Verstärkung des Vertriebs zu forcieren. Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens wird positiv beurteilt. In den ersten vier Monaten des Jahres 2020 hat die Gesellschaft einen über 21,5 % höheren Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2019 erzielt. Auch zukünftig ist die Gottfried Stiller GmbH bestrebt, den Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Skontofrist pünktlich nachzukommen. IV. Chancen und Risikobericht 1. Risikobericht Das Management der Risiken wird von wenigen, klar formulierten Leitlinien geprägt. So darf keine Handlung oder Entscheidung ein existenzielles Risiko nach sich ziehen. Nicht vermeidbare Risiken werden soweit möglich und wirtschaftlich vertretbar, versichert. Für die Identifizierung, Erfassung und Bewertung der Risiken, denen sich die Gesellschaft ausgesetzt sieht, ist die Geschäftsführung gemeinsam zuständig. Ihr obliegt auch die Überwachung der Risiken und die Steuerung der Maßnahmen, die zur Risikominderung angestoßen worden sind. Risiken für den Handel im Sanitär- und Heizungsbereich ergeben sich durch den großen Wettbewerb in der Branche. Preisgestaltungen sind nur eingeschränkt möglich. Aufgrund der erzielbaren Handelsspannen lassen sich Gewinnsteigerungen primär nur durch höhere Umsätze oder verbesserte Einkaufskonditionen erzielen. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind finanzielle Risiken derzeit nicht erkennbar. Risiken im Forderungsmanagement werden hauptsächlich durch die Anforderung einer Anzahlung sowie Erhebung einer Vorauskasse vor Auslieferung begegnet. Auch die Sanitärwirtschaft ist gegen das Corona-Virus nicht immun. Aus dem Rückgang der Wirtschaftsleistung verbunden mit der Verunsicherung der Verbraucher können sich Gefahren für die Kaufkraft und -neigung ergeben. Die Eindämmung des Corona-Virus hat zu Beschränkungen bei Zuliefern oder auch beim freien Warenverkehr im Binnenmarkt geführt, die abhängig von der Ausbreitung anhalten bzw. wiedereingeführt werden könnten. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite kann auf eine breite Palette von langjährigen Lieferanten zurückgegriffen werden. Dem Wettbewerb am Markt, wird durch Erfahrung und Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität im Service begegnet. Die Corona-Pandemie beschleunigt allgemein den Trend zum Online-Shopping. Mit dem Ausbau des Online-Shops "Megabad" werden Chancen zur Ausweitung des Kundenkreises und damit zukünftige Umsatzsteigerungen erwartet. Neue Technologien und smarte Vernetzung machen das Badezimmer dem Wohnzimmer in Zukunft voraussichtlich immer ähnlicher. Das Badezimmer der Zukunft wird sich den Bedürfnissen und Wunschvorstellungen der Bewohner anpassen. Im Hinblick auf ein altersgerechtes Wohnen bedeutet das auch eine konsequente Umsetzung der Barrierefreiheit. In der Höhe veränderbare Badmöbel, eine großzügige räumliche Gestaltung und Ausleuchtung werden voraussichtlich zukünftig zum Standardkauf zählen. 3. Gesamtaussage Für 2020 wird durch die Corona-Pandemie der Aufschwung der Sanitärbranche nach zehn Wachstumsjahren voraussichtlich abrupt beendet werden. Die positive Umsatzentwicklung hin zum Onlinehandel wird dagegen anhalten. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität der Gottfried Stiller GmbH sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Auf der Grundlage der bis zum April 2020 erzielten Umsätze gehen wir trotz der temporären Schließung der Verkaufsräume in Köln und Bochum von einem Jahresüberschuss für 2020 aus, der deutlich über dem des Berichtsjahres liegt. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und erhaltenen Anzahlungen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Für langfristige Ausleihungen werden Sicherheiten eingefordert. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Köln, den 23. Juni 2020 Stefan Stiller, Geschäftsführer Andrea Salm-Roggendorf, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gottfried Stiller GmbH mit Sitz in Köln wird beim Amtsgericht Köln unter der Nr. HR B 6180 geführt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Im Anhang sind alle erforderlichen Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der einzelnen Bilanzposten richtet sich im Einzelnen nach folgenden Grundsätzen: Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen und beweglichen Anlagegüter werden nach Inbetriebnahme linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 1.000,00 werden über den Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 I 1 HGB). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB). Latente Steuern werden saldiert. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird in der Bilanz keine aktive latente Steuer gebildet. Die im Vorjahr ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig war (§ 253 I 2 HGB). Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB). C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 III HGB).
Der in 2018 entgeltlich erworbene Firmenwert wird über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr betragen TEuro 15 (Vj: TEuro 38). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Forderungen gegen verbunden Unternehmen von TEuro 23 (Vj. TEuro 0) ausgewiesen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEuro 1.539 (Vj. TEuro 1.555) ausgewiesen. Die im Vorjahr ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen waren durch Rückdeckungsversicherungen gesichert (sog. Planvermögen), die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen waren Das Planvermögen wurde nach den Bestimmungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen im Vorjahr erfolgte unter Berücksichtigung des Anwartschaftsbarwertverfahrens mit einem Rechnungszins von 3,25 %, bei Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck und einem Rententrend von 1% jährlich. Die Pensionsverpflichtungen von TEuro 86 ergaben sich aus der Differenz der zum Erfüllungsbetrag bewerteten (Brutto-) Pensionsverpflichtungen von TEuro 477 abzüglich des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens von TEuro 391. Die Aufwendungen aus der Abzinsung hatten in 2018 TEuro 17 betragen. In 2019 wurden die Versorgungszusagen auf ein verbundenes Unternehmen übertragen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ungewisse Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Garantien, Rabatten, Überstundenvergütungen und Provisionen, Prüfungskosten sowie für Beiträge und Kosten. Sämtliche Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den unter den Verbindlichkeiten enthaltenen Lieferantenverbindlichkeiten bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus sonstigen Verbindlichkeiten und bestehen gegenüber dem Gesellschafter. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen von TEuro 761 (Vj. TEuro 1.928) ausgewiesen, davon TEuro 11 gegen Gesellschafter. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEuro 0 (Vj. TEuro 37). Die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Steuern betragen TEuro 643 (Vj. TEuro 576). Solche im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEuro 5 (Vj. TEuro 52). D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Unter den Personalaufwendungen sind Aufwendungen zur Altersversorgung von TEuro 50 (Vorjahr TEuro 45) enthalten. E. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 195 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Gesellschaft hat den Schuldbeitritt für den Kreditvertrag eines verbundenen Unternehmens in Höhe von bis zu TEUR 32.000 erklärt. Daneben wurde eine Bürgschaft zugunsten eines Dritten von insgesamt TEuro 1.300 gestellt. Die Risiken werden jeweils als gering eingestuft. Die Hauptschuldner konnten ihre Verpflichtungen bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt erfüllen. Der Gesamtbetrag aus sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit langfristigen wesentlichen Leasing- und Mietverträgen beträgt TEuro 5.846. Davon bestehen TEuro 4.892 gegenüber verbundenen Unternehmen. Alleinige Gesellschafterin der Gottfried Stiller GmbH ist die Sanitärgruppe Stiller GmbH mit Sitz in Köln, deren Konzernabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird. Weltweit kritisch stellen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie als Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2019 dar. Zur Eindämmung der Pandemie wurden, beginnend mit den Beschlüssen der Bundesregierung und der Landesregierungen, ab März 2020 zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die das öffentliche Leben einschränken. Weitgehende Kontaktsperren, Reisebeschränkungen und Vorgaben zur Einschränkung des öffentlichen Lebens haben das Ziel, die weitere Ausbreitung des Corona-Virus soweit wie möglich einzudämmen. Dadurch soll die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich gehalten und Zeit gewonnen werden, um weitere Vorbereitungen für Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. Seit dem Juni 2020 sind die ersten Corona-Lockerungen sowie Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft in Kraft getreten. Wie sich die Gesamtentwicklung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2020 und Folgejahre darstellen wird, ist insbesondere vom Erfolg der zahlreichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie der Konjunkturpakete abhängig und kann aktuell nicht abschließend eingeschätzt werden. In 2019 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer: - Frau Andrea Salm-Roggendorf, Kauffrau, - Herrn Stefan Stiller, Kaufmann, geführt. Die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen. Von den Erleichterungen der § 288 II HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2019 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, den 23. Juni 2020 gez. Stefan Stiller gez. Andrea Salm-Roggendorf sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.10.2020 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Gottfried Stiller GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gottfried Stiller GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gottfried Stiller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 26. Juni 2020 Kölner
Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung
Hermann Faßbender, Wirtschaftsprüfer |
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