Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 505448
Vorher
Bieri Alpha Covers GmbH
Eingetragen
17.12.2002
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Produktion, Planung und Handel von Schwimmbadabdeckungen, Schwimmbadzubehör und Solartechnik. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder anderer Art erwerben und veräußern, pachten und verpachten, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen, und zwar auch als persönlich haftende Gesellschafterin sowie auch Zweigniederlassungen eröffnen. Die Gesellschaft kann darüber hinaus Geschäfte jeder Art tätigen, die dem vorgeschriebenen Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Stephan Kortus
seit 18.11.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fluidra Commercial S.A.U. (Sociedad Unipersonal)ESP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Fluidra Commercial S.A.U.
Barcelona
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BAC pool systems GmbH

Ettlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Ettlingen. Es produziert und vertreibt alle gängigen Abdeckungstypen für Schwimmbäder. Hierzu gehören Rollschutzabdeckungen, Schutznetze, Mehrschichtisolierfolien und Rollläden. Des Weiteren zählen hierzu Aufrollsysteme Über- und Unterflur. Dazugehörige Verkleidungen gehören ebenfalls zum Produktportfolio.

Der Verkauf erfolgt weltweit an Schwimmbadbauer, Schwimmbadfachhandel und Kommunen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Produkte wurden im Jahr 2023 im Wesentlichen unverändert beibehalten. Abgesehen von der Portfolioerweiterung um 1 weiteren Lamellentypen wurden keine weiteren Produktneueinführungen vorgenommen. An verschiedenen Produkten wurden Optimierungen hinsichtlich Herstellung und Montage umgesetzt. Weitere Entwicklungen wurden im betriebsüblichen Umfang vorangetrieben. Diese haben die Marktreife aktuell aber noch nicht erreicht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Statistischem Bundesamt verzeichnete das Jahr 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der inflationsbedingte Rückgang der Kaufkraft und der damit einhergehende reduzierte Konsum wirkten sich ebenso negativ aus wie die geopolitischen Unsicherheiten und die straffere Geldpolitik. Für die zweite Jahreshälfte 2024 geht das ifo Institut von einem Wirtschaftswachstum von 0,2 % aus.

Die Baubranche in Deutschland stand 2023 unter erheblichem Druck aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage, die durch steigende Zinsen und hohe Baukosten geprägt war. Das strengere Finanzierungsumfeld erschwerte Bauvorhaben erheblich, da insbesondere private Investoren und Bauherren mit höheren Finanzierungskosten und sinkenden realen Einkommen konfrontiert waren. Dies führte zu einer spürbaren Abkühlung der Bautätigkeit, während gleichzeitig die Baupreise weiter anstiegen. Die Nachfrage nach Neubauten ging stark zurück, während viele geplante Projekte verschoben oder storniert wurden.

Die Schwimmbadbranche hatte ebenfalls mit einigen Herausforderungen zu kämpfen, die Umsätze in der Branche sind um ca. 19-25% gefallen. Gleichzeitig wurde ein zunehmendes Interesse an energieeffizienten Lösungen und nachhaltigen Technologien im Schwimmbadbau verzeichnet. Die Branche reagierte auf diese Nachfrage durch verstärkte Innovationskraft und Anpassung an die gesetzlichen Umweltvorgaben, was zukünftig den Markt weiterhin attraktiv macht.

2. Geschäftsverlauf

Der Rohertrag verzeichnete einen Rückgang um 30,5 % auf 6,0 Mio. €. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den Rückgang der Umsätze um 26,3 % zurückzuführen.

Die hauptsächlichen Gründe für den Rückgang sind der Gesamtsituation der Branche geschuldet. Das positive Momentum aus den COVID-Jahren konnte im Jahr 2023 nicht mitgenommen werden. Die B2B Kunden haben dies ebenfalls deutlich gespürt, es wurden vor allem weniger Neuanlagen gebaut und bei den Revisionen auf einfachere und kostengünstigere Alternativen ausgewichen. Zudem haben die Preise im Markt nachgelassen, was auch dazu geführt hat, dass die BAC ihren B2B Kunden zusätzliche Rabatte auf das Produktportfolio einräumen musste, um den Anschluss im Markt nicht zu verlieren.

Während der COVID-Jahre war die Lieferfähigkeit von zentraler Bedeutung. Viele Mitbewerber hatten Schwierigkeiten, zeitegerecht zu liefern. Durch die starke Erhöhung der Lagerbestände war es der BAC möglich, allen Aufträgen pünktlich nachzukommen. Aus den COVID-Jahren wurde daher noch ein großer Lagerbestand mitgenommen, welcher im Jahr 2023 deutlich reduziert werden konnte.

3. Lage

Plan-2023
TEUR
Ist-2023
TEUR
2022
TEUR
Veränd. zu VJ
TEUR
Veränd. zu VJ
in %
Rohergebnis 7.797,0 5.991,2 8.620,6 -2.629,4 -30,5
Personalaufwand 4.200,0 3.374,0 3.560,6 -186,7 -5,2
Abschreibungen 675,0 639,5 630,1 9,4 1,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.405,0 1.634,8 2.195,6 -560,8 -25,5
Zinsergebnis -200,0 -316,5 -305,3 -11,2 -3,7
Steuerergebnis -350,0 -21,2 -577,7 556,4 -96,3
Jahresüberschuss 967,0 5,3 1.351,3 -1.346,1 -99,6

a) Ertragslage

Das EBIT von rund 328 T€ ist gegenüber dem Vorjahr (2.216 T€) rückläufig. Wie bereits eingangs erwähnt, konnte das Momentum aus den COVID-Jahren, wo eine große Nachfrage herrschte und Investitionen in das Eigenheim getätigt wurden, nicht fortgeführt werden. Der Umsatz ist praktisch auf das Niveau des Geschäftsjahres 2019 zurückgefallen.

Die Materialeinsatzquote beträgt 41,4 % und liegt damit über dem Vorjahresniveau (40,2 %). Mitunter liegt dies daran, dass die Materialeinkaufskosten, während der COVID-Jahre deutlich höher waren und somit auch mit Lagerabbau im Jahr 2023 weiterhin spürbar blieben.

Die Personalkosten sind absolut gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Personalaufwandsquote stieg gegenüber dem Vorjahr auf 33,43 % (Vorjahr 25,07 %). Grund dafür sind im zweiten Halbjahr vorgenommene Personalreduzierungen, insbesondere in der Produktion und punktuell in der Adminstration.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 560,8 T€ auf 1.634,8 T€. Der Rückgang ist auf weniger Reparatur- und Instandhaltungskosten, tiefere Fahrzeugkosten, weniger Werbeaufwand, Kosten der Warenabgabe und die Reduktion der verschiedenen betrieblichen Kosten zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern lag im Geschäftsjahr 2023 bei 27 T€ (Vorjahr 1.929 T€) und somit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.

b) Finanzlage

Die Vermögenssituation des Unternehmens ist unverändert positiv. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren jederzeit sichergestellt.

Die Bilanz zeigt zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von 4.754 T€ (Vorjahr 4.749T€). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum 31.12.2023 um rund 406 T€ auf 284 T€ (VJ 690 T€) reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 4 T€ gegenüber Vorjahr (VJ 3 T€) angestiegen. Der operative Cashflow hat sich im Jahr 2023 auf rund 2.879 T€ verändert. Im Vorjahr lag er bei rund 1.662 T€. Die Erhöhung ist auf den Mittelzufluss durch Darlehen und auf reduzierte Rückzahlungen und Amortisationen zurückzuführen.

Im Zuge einer Umstrukturierung der Konzernfinanzierung sind Darlehen teilweise auf Personen abgetreten worden, die weder verbundene Unternehmen noch unmittelbare Gesellschafter darstellen. Die Verträge sind inhaltsgleich und fristenkongruent.

c) Vermögenslage

Bei den Aktiva beträgt das Anlagevermögen rund 70,2 % (Vorjahr 69,5 %) der Bilanzsumme von 14,4 Mio. € (Vorjahr 15,0 Mio. €). Das Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten hat einen Anteil von 29,7 % (Vorjahr 30,1 %). Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf ca. 319 T€. Damit lag das Unternehmen unterhalb der Planung. Für das kommende Geschäftsjahr sind Investitionen in Sachanlagen in Höhe von ca. 950 T€ vorgesehen. Unter anderem in eine Photovoltaik-Anlage, die Sanierung des Dachs sowie in die Erneuerung der Extruder-Folgelinien. Weitere Investitionen von ca. 200 T€ sind für die Umstellung unseres ERP-Systems auf "Business Central" sowie fortlaufende Anpassungen der Homepage geplant.

4. Gesamtaussage

Die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage blieb generell für das 2023 unter den Erwartungen der Geschäftsführung. Trotzdem blieb die Vermögenslage im Geschäftsjahr 2023 auf Vorjahresniveau. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat die Erwartungen nicht erfüllt.

Das Finanzmanagement innerhalb der Unternehmung ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

III. Chancen- und Risikobericht

Es ist davon auszugehen, dass sich Deutschland auch im Jahr 2024 weiterhin einer schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage befinden wird. Dies wird sich situativ auch auf die Poolbranche auswirken. Insbesondere kann mit weniger Neuinstallationen gerechnet werden. Weiterhin ist damit zu rechnen, dass eher kostengünstigere Lösungen aus dem Portfolio bevorzugt werden. Dieser Trend wird insbesondere im "Mittelklasse-Segment" zu erwarten sein; dem Bereich, der der Schwimmbadbranche in den vergangenen zwei Jahren einen immensen Schub bereitet hat. Eine zu erwartende Zinsanhebung dürfte sich ebenfalls negativ auf die (Neu-) Baubranche auswirken. Die gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, welche in den zurückliegenden Jahren die gesamte Wirtschaft erfasst hatten, dürften sich nach aktueller Einschätzung wieder relativieren, jedoch ist nicht damit zu rechnen, dass die Preise vollends wieder auf das vor-COVID-Niveau fallen werden.

Dem entgegenzusetzen hat die BAC einen treuen und soliden Kundenstamm sowie Produkte, welche im Hinblick auf Verarbeitung, Qualität und Lebensdauer insbesondere für den Value- und High-End-Bereich bestens geeignet sind. Dies, sowie die Tatsache, dass die Kunden in den vergangenen Jahren u.a. mit bestem Service und kürzesten Lieferzeiten an die BAC gebunden werden konnten, lässt uns mit großer Zuversicht in die kommende Saison 2024 schauen.

Die Belegschaft ist motiviert und engagiert und bereit, bei Abnahme von Arbeitsvolumen dies durch den Abbau von Überzeiten bzw. den Bezug von Urlaubstagen auszugleichen. Ob der aktuelle Personalbestand aufrecht zu halten ist, wird abzuwarten sein. Mit Neueinstellungen für das kommende Jahr ist nicht zu rechnen.

Der aufgrund von Materialengpässen in den Jahren 2020 und 2021 angelegte hohe Warenbestand wird im kommenden Jahr weiter reduziert und nur wo zielführend, neue Lagerbestände aufgebaut.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen überwiegend aus Eigenmitteln, gegebenenfalls stehen Kreditlinien auf Abruf bereit. Das Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Alle Umsätze werden in EUR fakturiert, sodass hieraus kein Wechselkursrisiko besteht.

IV. Prognosebericht

Im vergangenen Jahr wurde von der Politik eine Diskussion hinsichtlich der Verfügbarkeit von Ressourcen begonnen, welche im Herbst 2022 zum Erlass eines Poolheiz-Verbotes bis zum Frühjahr 2023 führte. Dies hat viele "Bauwillige" verunsichert, und den Abschluss von geplanten Verträgen ins Stocken gebracht. Es ist davon auszugehen, dass ein solches Verbot nicht wiederholt wird. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass ein mit einem Anstieg bei den Sanierungen zu rechnen ist. Dafür sind die BAC-Produkte bestens geeignet, die sehr gute Qualität und der hohe Servicegrad werden der BAC gegenüber der Konkurrenz helfen, weiterhin Marktanteile zu gewinnen. Mit den bereits im Jahr 2023 eingeleiteten Maßnahmen auf strategischer und operativer Ebene, welche auch im Jahr 2024 fortgeführt werden, kann davon ausgegangen werden, dass der Umsatz um ca. 10% im Jahr 2024 gegenüber Vorjahr gesteigert, die Bruttomarge sich um ca. 0.5-1% verbessern wird sowie mit einer EBIT-Margensteigerung von ca. 40% gerechnet werden kann.

 

Ettlingen, den 24.10.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.077.980,16 10.403.335,01
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 271.170,61 351.544,71
1. Geschäfts- oder Firmenwert 139.351,85 154.553,84
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 131.818,76 196.990,87
II. Sachanlagen 9.806.809,55 10.051.790,30
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.617.257,29 8.941.300,37
2. technische Anlagen und Maschinen 506.712,50 357.487,36
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 682.839,76 748.002,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.000,00
B. Umlaufvermögen 4.262.348,66 4.513.695,63
I. Vorräte 2.456.570,22 3.500.168,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 860.520,86 566.916,89
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 945.257,58 446.610,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.671,07 60.859,56
Aktiva 14.362.999,89 14.977.890,20

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.753.953,15 4.748.666,02
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.588.000,00 2.588.000,00
III. Gewinnvortrag 2.135.666,02 784.316,39
IV. Jahresüberschuss 5.287,13 1.351.349,63
B. Rückstellungen 207.661,00 500.929,04
C. Verbindlichkeiten 9.393.084,74 9.719.121,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.030,02 3.483,48
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.450.000,00 2.200.000,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.500.000,00 6.500.000,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.439.054,72 1.015.637,66
D. Passive latente Steuern 8.301,00 9.174,00
Passiva 14.362.999,89 14.977.890,20

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.991.247,41 8.620.609,31
2. Personalaufwand 3.373.962,22 3.560.625,96
a) Löhne und Gehälter 2.721.718,27 2.805.281,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 652.243,95 755.344,23
davon für Altersversorgung 8.347,91 9.242,09
3. Abschreibungen 639.509,63 630.071,61
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 639.509,63 630.071,61
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.634.778,04 2.195.567,37
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 286,96
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 316.465,31 305.590,50
davon an verbundene Unternehmen 316.465,31 254.622,04
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.224,62 559.013,95
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 873,00 874,00
8. Ergebnis nach Steuern 20.307,59 1.370.026,88
9. sonstige Steuern 15.020,46 18.677,25
10. Jahresüberschuss 5.287,13 1.351.349,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

Firma: BAC pool systems GmbH
Sitz: Ettlingen
Registergericht: Amtsgericht Mannheim, HRB 505448

Der Jahresabschluss der BAC pool systems GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 Abs. 1 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von der Möglichkeit auf Angaben nach § 288 Abs. 2 HGB zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der zu bilanzierende Geschäfts- oder Firmenwert wird fortführend über eine Nutzungsdauer von 14,5 Jahren abgeschrieben. Grund für die Nutzungsdauer war die langfristige Sicherung von Absatzmärkten.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Für angeschaffte bewegliche abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, mit einem Wert der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250,- € bis 1.000,- € wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird linear über fünf Jahre abgeschrieben. Bewegliche abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, bis zu einem Wert von 250,- € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Ab dem Jahr 2021 werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,- € im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Bei den Roh-, Hilfs- Betriebsstoffen und Waren erfolgte die Bewertung grundsätzlich zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden Materialeinzelkosten, Fertigungskosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

III. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen, der Bestandteil des Anhangs ist.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 494.626,64 0,00 0,00 0,00 494.626,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 220.429,00 0,00 0,00 0,00 220.429,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 715.055,64 0,00 0,00 0,00 715.055,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.650.482,48 0,00 0,00 0,00 11.650.482,48
2. technische Anlagen und Maschinen 1.308.530,50 236.338,10 0,00 0,00 1.544.868,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.056.367,38 82.816,68 72.633,93 0,00 2.066.550,13
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.000,00 0,00 5.000,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 15.020.380,36 319.154,78 77.633,93 0,00 15.261.901,21
Summe Anlagevermögen 15.735.436,00 319.154,78 77.633,93 0,00 15.976.956,85
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 297.635,77 65.172,11 0,00 0,00 362.807,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 65.875,16 15.201,99 0,00 0,00 81.077,15
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 363.510,93 80.374,10 0,00 0,00 443.885,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.709.182,11 324.043,08 0,00 0,00 3.033.225,19
2. technische Anlagen und Maschinen 951.043,14 87.112,96 0,00 0,00 1.038.156,10
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.308.364,81 147.979,49 72.633,93 0,00 1.383.710,37
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.968.590,06 559.135,53 72.633,93 0,00 5.455.091,66
Summe Anlagevermögen 5.332.100,99 639.509,63 72.633,93 0,00 5.898.976,69
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 131.818,76 196.990,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 139.351,85 154.553,84
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 271.170,61 351.544,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 8.617.257,29 8.941.300,37
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 506.712,50 357.487,36
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 682.839,76 748.002,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 5.000,00
Summe Sachanlagen 0,00 9.806.809,55 10.051.790,30
Summe Anlagevermögen 0,00 10.077.980,16 10.403.335,01

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben.

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in der Bilanz mit Euro 2.450.000,00 (Vorjahr: Euro 2.200.000,00) sind insgesamt zugleich solche gegenüber verbundenen Unternehmen und betreffen Sonstige Verbindlichkeiten. Daneben enthalten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugleich solche gegenüber Gesellschaftern bzw. verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 78.828,75 (Vorjahr: Euro 405.589,38).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro bis 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 4,0 4,0 0,0 0,0
(3,5) (3,5) (0,0) (0,0)
ggü. verbundenen Unternehmen 4.500,0 0,0 4.500,0 0,0
(6.500,0) (6.500,0) (0,0) (0,0)
ggü. Gesellschaftern 2.450,0 950,0 1.500,0 0,0
(2.200,0) (2.200,0) (0,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 2.439,1 439,1 2.000,0 0,0
(1.015,6) (1.015,6) (0,0) (0,0)
Summe 9.393,1 1.393,1 8.000,0 0,0
(9.719,1) (9.719,1) (0,0) (0,0)

Davon-Vermerke

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von TEUR 90,7 (Vj. 233,0).

IV. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrugen 47 (davon 25 angestellt und 22 gewerblich).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Stephan Kortus und Herrn Vito Cavuoti geführt. Im Geschäftsjahr 2023 schied Herr Peter Wyss als Geschäftsführer aus und zugleich wurde Herr Vito Cavuoti bestellt.

Angabe zum Mutterunternehmen größter Konzernkreis

Bruno Planzer Holding AG, Villmergen (CH)

Der ggf. zu erstellende Konzernabschluss wäre im Firmenbuch unter zefix.ch einsehbar.

Angabe zum Mutterunternehmen kleinster Konzernkreis

BAC pool systems AG, Oftringen (CH)

Vorschlag Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ettlingen, den 07.11.2024

Stephan Kortus

Vito Cavuoti

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Dem nicht in Anwendung der Vorschriften zur Erleichterung bei Offenlegung gekürzten Jahresabschluss haben wir den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BAC pool systems GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BAC pool systems GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BAC pool systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentlich falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Stuttgart, den 15.11.2024

RTS Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KG
Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Cornelia Link, Wirtschaftsprüfer

Andreas Welte, Wirtschaftsprüfer

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