Nude Food UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseEinzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Glink seit 5.1.2022 | Geschäftsführer |
Michael Bohlinger seit 14.4.2021 | Geschäftsführer |
Ralf Klocke seit 20.1.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LEW Wasserkraft GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lageberichtder LEW Wasserkraft GmbHGeschäfts- und Rahmenbedingungen Grundlagen des Unternehmens & Geschäftsmodell Die LEW Wasserkraft GmbH (LWK) mit Sitz in Augsburg ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Lechwerke AG und engagiert sich traditionell schwerpunktmäßig im Bereich Wasserkraft. Der LEW Wasserkraft GmbH obliegt die gesamtverantwortliche Betriebsführung von insgesamt 36 Wasserkraftanlagen. Darüber hinaus bietet die LEW Wasserkraft GmbH zahlreiche Dienstleistungen um das Thema Wasserkraft an. Diese umfassen sowohl Ingenieurdienstleistungen als auch Betriebsführung oder Bauleistungen. Die für die Vermarktung zur Verfügung stehenden Erzeugungsmengen, welche nicht nach dem Gesetz für den Vorrang für Erneuerbare Energien (EEG) verkauft werden, vermarkten wir zum Großteil ratierlich im Vorfeld um uns gegen Preisschwankungen abzusichern. Die Gesellschaft ist in die Querschnitts- und Steuerungsfunktionen der Muttergesellschaft, Lechwerke AG, implementiert, die sich im Wesentlichen aus den Finanzfunktionen, dem Risikomanagementsystem, der Unternehmensentwicklung, der Unternehmenskommunikation, dem juristischen Bereich incl. der Compliance und der Internen Revision, dem Datenschutz, dem IT-Service und dem Personalbereich zusammensetzt Steuerungssystem Die zentrale Steuerungsgröße stellt für die Gesellschaft das Ergebnis vor Steuern (HGB) dar, an welchem wir den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens messen. Unsere Steuerungsgröße wird im Rahmen eines quartärlichen Reportings von Ist- und Prognosewerten berichtet. Auf Basis dieses Reportings sowie der daraus resultierenden Analyse der Plan-/Ist-Abweichungen erfolgt die Steuerung der LEW Wasserkraft GmbH. Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Die LEW Wasserkraft GmbH ist gemäß § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und hat die sich hieraus ergebenen Rechtsfolgen des § 6b EnWG zu beachten. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtsjahr waren im Euroraum maßgeblich durch die Inflationsentwicklungen, die damit einhergehenden Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die mit den geopolitischen Krisen einhergehenden Unsicherheiten bestimmt. Dies hat sich in einem niedrigeren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) niedergeschlagen. So ist gemäß der OECD das BIP im Euroraum im Jahr 2023 lediglich um 0,6 Prozent angestiegen. In Deutschland lag das Wachstum mit 0,3 Prozent leicht unter dem Durchschnittswert im Euroraum. Der Energiesektor befindet sich in einer Phase grundlegender und anhaltender Veränderungen. Der Russland-Ukraine Konflikt sorgt weiterhin für große volkswirtschaftliche Unsicherheiten und beeinflusst den Energiesektor. Die Folgen des Konfliktes haben auch Auswirkungen auf unser Geschäft. Insbesondere die volatilen Commodity-Preise wie auch das Energienachfrageverhalten haben Einfluss auf unsere Aktivitäten. Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich das Niveau und die Volatilität der Energiepreise im Großhandel gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Insbesondere auch durch den Ausbau der Flüssiggasinfrastruktur und die einhergehende Erhöhung der Flüssiggasimporte haben sich die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes auf die Versorgungssituation in Europa reduziert. Geschäftsentwicklung Die Erzeugung in Laufwasserkraftwerken hängt stark von klimatischen Einflussfaktoren und lokalen Wettereinflüssen ab. Die Erzeugungsmenge der eigenen Kraftwerke lag mit 353 GWh um 34 GWh (Vorjahr: 319 GWh) und die Eigenerzeugung aus vertraglich gebundenen Kraftwerken mit 467 GWh um 52 GWh (Vorjahr: 415 GWh) aufgrund höherer Niederschlagsmenge über dem Niveau des Vorjahres. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 963 GWh (Vorjahr: 815 GWh) vermarktet. Es wurden 935 GWh (Vorjahr: 775 GWh) zu Konditionen der Strombörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig veräußert. Im Geschäftsjahr 2023 vermarkteten wir 28 GWh (Vorjahr: 40 GWh) über das EEG (Gesetz für den Vorrang aus erneuerbarer Energien) bzw. über die Direktvermarktung (MPM). In den Geschäftsjahren 2022 und 2023 wurden EEG-förderfähige Erzeugungsmengen aufgrund des hohen Preisniveaus als "Sonstige Direktvermarktung" zu Konditionen der EEX vermarktet. Durch witterungsbedingte Mindererzeugung im Wesentlichen in den im Vergleich zur Regelerzeugung erzeugungsschwachen Monaten Februar, Juni, Juli und Oktober und durch Absicherungsgeschäfte im Rahmen der Übererlösabschöpfung wurden 142 GWh (Vorjahr: 81 GWh) am Markt rückbeschafft. Vermögenslage Zum 31. Dezember 2023 betrug unsere Bilanzsumme 79.168 TEUR und lag damit um 31.247 TEUR über dem Vorjahreswert. Die Sachanlagen sind im Betrachtungszeitraum mit einem Wert von 8.843 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (8.885 TEUR) um 42 TEUR gesunken, bedingt durch die Zugänge des Geschäftsjahres, welche durch die planmäßige Abschreibung überkompensiert wurde. Auf Vorjahresniveau bewegten sich die Finanzanlagen mit 11.770 TEUR (Vorjahr: 11.775 TEUR). Darin enthalten sind im Wesentlichen unsere Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese sind im Detail in der Anteilsbesitzliste im Anhang aufgelistet. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen verzeichneten wir einen Anstieg um 31.266 TEUR. Grund hierfür war im Wesentlichen der Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, wegen höheren Finanzmittelforderungen, aufgrund des positiven Ergebnisses im Geschäftsjahr. Gegenläufig wirkte sich die ergebnisbedingt höhere EAV-Verbindlichkeit aus. Die bilanzielle Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 31,2 % (Vorjahr: 51,6 %). Grund hierfür war eine insgesamt höhere Bilanzsumme. Die Rückstellungen betrugen 49.241 TEUR und lagen damit mit 29.145 TEUR über dem Wert des Vorjahres. Grund hierfür war im Wesentlichen die Neubildung von Rückstellungen aufgrund der Auflagen aus der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und für die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen gemäß der Vorgaben der DIN19700. Bei den Verbindlichkeiten verzeichneten wir einen Anstieg um 1.892 TEUR. Dies lag im Wesentlichen an höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+1.777 TEUR) für noch nicht bezahlte Rechnungen mit Zahlungsziel im Geschäftsjahr 2024. Hierin enthalten sind auch die Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen (+557 TEUR). Der Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum Bilanzstichtag 1.861 TEUR (Vorjahr: 1.651 TEUR). Die Veränderung resultiert aus höheren erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand, welche erst in den Folgejahren ertragswirksam werden. Finanzlage Im Geschäftsjahr erfolgten Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 865 TEUR. Aus der Finanzierungstätigkeit flossen aufgrund der Auszahlungen aus dem Vorjahres-Ergebnisabführungsvertrag 36.529 TEUR ab. Der Cashabfluss aus Investitionen und Finanzierung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig durch den operativen Cashflow gedeckt. Geldanlagen sowie Finanzierungsbedarf der Gesellschaft werden über ein Finanzmittelkonto im Rahmen einer Cash-Management Vereinbarung bei der Lechwerke AG abgewickelt. Die Lechwerke AG verfügt über eine ausreichende Liquidität. Im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) wurden Vermögenswerte auf einen Treuhänder, die E.ON Pensiontrust e.V., zur externen Finanzierung von Teilen der betrieblichen Altersversorgung übertragen. Ertragslage Das Ergebnis lag mit 49.790 TEUR über dem des Vorjahres (36.529 TEUR). Dies ist i.W. auf die erhöhten Stromvermarktungserlöse aufgrund des höheren Strompreisniveaus, bedingt durch die in den Vorjahren getätigten Terminmarktgeschäfte als auch auf den Anstieg der Erzeugungsmenge, zurückzuführen. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2023 mit 153.093 TEUR um 41.224 TEUR über dem Vorjahresniveau (111.869 TEUR). Dies liegt im Wesentlichen an der positiven Entwicklung der Stromumsatzerlöse, welche um 42.870 TEUR auf 140.471 TEUR gestiegen sind. Grund hierfür sind die hohen Stromvermarktungspreise sowie ein Anstieg der vermarkteten Mengen. Gegenläufig haben sich die Umsatzerlöse aus der Betriebsführung in Höhe von 10.159 TEUR (Vorjahr: 11.110 TEUR) entwickelt. Die Umsatzerlöse aus der Betriebsführung werden auf Vollkostenbasis verrechnet. Die weiterberechneten Kosten sind im Wesentlichen Personalkosten. Aufgrund niedrigeren Zuführungen zu Pensionsrückstellungen sind die Selbstkosten und damit die einhergehenden Betriebsführungserlöse gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 6.911 TEUR auf 1.341 TEUR gesunken. Grund hierfür war im Wesentlichen der Sondereffekt aus dem Vorjahr in Höhe von 6.224 TEUR. Dieser Sondereffekt resultierte aus einer Rückzahlung für zu viel geleistete Strombezugskosten aus den Selbstkostenerstattungsverträgen für die Kraftwerksketten Dillingen bis Donauwörth und Ellgau bis Feldheim in der Vergangenheit. Zudem haben sich geringere Erträge aus den erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie eine geringere Auflösung von Rückstellungen ergeben. Der Materialaufwand war im Vergleich zu 2022 mit insgesamt 77.520 TEUR um 24.790 TEUR über Vorjahresniveau (52.730 TEUR). Der Anstieg liegt im Wesentlichen an den neu gebildeten Rückstellungen, für den Hochwasserschutz (8.800 TEUR) und die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (19.498 TEUR). Gegenläufig wirkte sich der Strombezug mit -3.401 TEUR aus. Der Strombezug aus den vertraglich gebundenen Kraftwerken der Mittlere Donau Kraftwerke AG (MDK) und der Rhein-Main-Donau AG (RMD) liegen mit 18.803 TEUR um 1.278 TEUR über dem Niveau des Vorjahres (17.525 TEUR). Die Erstattung erfolgt auf Selbstkostenbasis, dabei wirken sich Kostenveränderungen bei den Kraftwerken direkt in den Fremdstrombezugskosten aus. Der Strombezug aus den Kraftwerken der Unteren Iller GmbH belief sich im Geschäftsjahr auf 860 TEUR (Vorjahr: 837 TEUR). Die Strombezugskosten gegenüber der Lechwerke AG für zu viel vermarktete Mengen und den Eigenverbrauch haben sich im Geschäftsjahr um 4.702 TEUR auf 18.865 TEUR (Vorjahr: 23.567 TEUR) verringert. Der Rückgang ist auf rückläufige Strommarktpreise an der EEX-Börse zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden 143 GWh (Vorjahr: 82 GWh) nachgekauft. Der Personalaufwand betrug 16.204 TEUR und ist um 337 TEUR gesunken (Vorjahr: 16.541 TEUR). Dies liegt im Wesentlichen an den geringeren Aufwendungen für Altersvorsorge (-950 TEUR). Gegenläufig wirkte sich der Tarifabschluss im Jahr 2023 aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 13.467 TEUR um 3.423 TEUR über dem Vorjahresniveau. Dies liegt im Wesentlichen an den Aufwendungen für die Übererlösabschöpfung in Höhe von 3.479 TEUR. Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum um 6.738 TEUR auf 3.206 TEUR (Vorjahr: -3.532 TEUR). Dies ist im Wesentlichen auf die positive Marktentwicklung des für die Pensionsverpflichtungen bestehenden Zweckvermögens in Höhe 885 TEUR (Vorjahr: negative Marktwertentwicklung in Höhe von -3.394 TEUR) zurückzuführen. Zudem wirkten sich die höheren Zinserträge aus dem Finanzmittelkonto gegenüber der Lechwerke AG in Höhe von 2.001 TEUR (Vorjahr: 116 TEUR) positiv auf das Finanzergebnis aus. Aufgrund des ab 01.01.2005 gültigen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages (EAV) wurden an die Lechwerke AG 49.790 TEUR abgeführt. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Das Ergebnis vor Steuern betrug 49.790 TEUR und ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 (36.529 TEUR) um 13.261 TEUR gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2023 waren rund 49.400 TEUR geplant. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LWK im Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend und sieht positiv in die Zukunft. Chancen- und Risikobericht Steuerung von Chancen und Risiken Als Risiko definieren wir eine mögliche negative Entwicklung der wirtschaftlichen Lage gegenüber den in der Planung niedergelegten Erwartungen. Spiegelbildlich verstehen wir unter einer Chance eine mögliche positive Abweichung gegenüber der Planung. Identifizierte Risiken und Chancen werden nach gruppeneinheitlich festgelegten Kategorien gegliedert und unter Beachtung der Risikostrategie gesteuert. Je nach Beurteilung werden Risiken im Einzelfall vermieden, vermindert, an Dritte überwälzt oder bewusst akzeptiert.
Vermeiden von Risiken Der Verzicht auf risikobehaftetes Geschäft, wie zum Beispiel Investitionen, ist in der Regel nur bei Einzelrisiken sinnvoll anwendbar. Verringerung von Risiken Durch Maßnahmen zur Risikoreduzierung sollen die mögliche Schadenshöhe und / oder die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos reduziert werden. Dies kann etwa durch organisatorische beziehungsweise technische Schutzmaßnahmen, Limit-Festlegungen oder durch die Verteilung eines Risikos auf mehrere Beteiligte (zum Beispiel Vertragspartnerinnen und -partner) erfolgen. Überwälzung von Risiken Durch die Risikoüberwälzung soll das Risiko auf ein anderes Unternehmen übertragen werden. Versicherbare Risiken können auf Versicherungsunternehmen verlagert werden. Eine weitere Möglichkeit stellen Garantien und Bürgschaften dar, zum Beispiel von Banken. Des Weiteren können Risiken durch entsprechende Vertragsbedingungen auf einen Vertragspartner übertragen oder durch den Abschluss von gegenläufigen Geschäften gesteuert werden. Akzeptieren von Risiken Die nach erfolgter Steuerung verbleibenden (Rest-)Risiken werden bewusst in Kauf genommen und im Risikoportfolio fortlaufend überwacht. Bewertung der Chancen und Risiken Um die Gesamtheit unserer Chancen und Risiken angemessen steuern zu können, bewerten wir diese nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit. Unter der Auswirkung verstehen wir die Höhe der möglichen Abweichungen von der für uns relevanten Zielgröße "EBITDA nach IFRS", sowie vom geplanten Finanzergebnis. Das "bereinigte EBITDA nach IFRS" wird ermittelt, indem vom Ergebnis vor Steuern das Finanzergebnis abgezogen und um bestimmte nicht-operative sog. "neutrale" Sachverhalte bereinigt wird. Dabei wird zwischen der Brutto- und der Netto-Schadenshöhe unterschieden. Die Brutto-Schadenshöhe entspricht der erwarteten Schadenshöhe vor Berücksichtigung von bereits ergriffenen Risikosteuerungsmaßnahmen; die Netto-Schadenshöhe ist die Schadenshöhe nach deren Berücksichtigung. Nur implementierte Maßnahmen können dabei die Brutto-Schadenshöhe verringern. Für die Einstufung der Risiken in der abgebildeten Risikomatrix ist die Netto-Schadenshöhe ausschlaggebend. Risiken, die eindeutig quantifiziert werden können und die eine Eintrittswahrscheinlichkeit von größer als 5 % haben, werden von uns anhand der abgebildeten Risikomatrix als gering, mittel oder hoch bewertet. Risiken mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit von weniger als 5 % werden als sogenannte Tail-Events gesondert erfasst und beobachtet.
Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation sowie Beurteilung der Einzelkomponenten nach Risikokategorien Unser Geschäft wird von sich häufig ändernden politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Dennoch sehen wir derzeit weder einzelne Risiken noch eine Gesamtheit an Risiken, die den Fortbestand der LEW Wasserkraft GmbH gefährden könnten. Marktchancen und -risiken Hierunter fallen alle Chancen und Risiken, die aufgrund neuer Rahmenbedingungen in unseren Absatzmärkten eintreten können. Sie umfassen sämtliche preis- und mengenbedingten Veränderungen, die die Ergebnissituation beeinflussen könnten. In unserem Risikokatalog führen wir in dieser Kategorie unter anderem die Veränderung von Commodity-Preisen. Relevant sind in unserem Fall insbesondere sinkende Preise an der Strombörse EEX, da sich diese negativ auf das Ergebnis der LEW Wasserkraft GmbH auswirken würden. Als Gegensteuerungsmaßnahme verkaufen wir die Strommengen ratierlich auf Termin, um durch die Preisstreuung einen Mittelungseffekt zu erzielen. Insgesamt sehen wir bei diesen Preisrisiken ein mittleres Risiko. Spiegelbildlich besteht die Chance, bei günstigen Preisentwicklungen einen höheren Preis am Markt zu erzielen. Betriebschancen und -risiken In dieser Kategorie werden sämtliche Chancen und Risiken erfasst, die sich aus der operativen Geschäftstätigkeit ergeben und die dazu führen können, dass sich betriebliche Abläufe nachhaltig ändern. Dadurch können Störungen in der Wertschöpfungskette auftreten, die unsere Ertragslage belasten. Dem begegnen wir mit hohen Sicherheitsstandards und regelmäßigen Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Als zentrales Risiko betrachten wir den Eintritt von Naturkatastrophen in unserer Region und die daraus resultierenden Schäden für unsere Erzeugungsanlagen. Es sind umfangreiche Regelwerke, Notfallpläne und Verhaltensanweisungen implementiert, um in einem Schadensfall eine sofortige schadensminimierende Reaktion gewährleisten zu können. Betriebsrisiken umfassen auch den Ausfall unserer technischen Infrastruktur infolge physischer oder virtueller Attacken. Der Schutz dieser Anlagen wird regelmäßig geprüft und bei Bedarf angepasst, sodass wir dieses Risiko als mittel klassifizieren. Weitere Risiken in dieser Kategorie betreffen den Ausfall von Lieferketten und die Knappheit von Rohstoffen. Wir schätzen dieses Risiko als gering ein. Betriebschancen ergeben sich aus der Automatisierung von Prozessen und der konsequenten Nutzung betrieblicher Synergiepotenziale. Finanzchancen und -risiken Hierzu zählen wir alle Chancen und Risiken, welche aus Tätigkeiten und Transaktionen entstehen, die mit unserer Unternehmensfinanzierung verbunden sind. Dies sind beispielsweise Zins-, Kredit- und Kursrisiken. Sinkende Zinsen führen zu erhöhten Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen zur Deckung der Zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung, da diese auf Basis abgezinster Erfüllungsbeträge gebildet werden. Dieses insgesamt als gering eingestufte Risiko ist von uns jedoch nicht beeinflussbar. Umfeld-/Regulierungschancen und -risiken Zu dieser Kategorie gehören Chancen und Risiken aus dem politischen, rechtlichen und regulatorischen Umfeld. Alle Wertschöpfungsstufen der LEW-Gruppe werden in hohem Maße hierdurch beeinflusst. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um das Risiko von Klagen und behördlichen Verfahren sowie um Einzelverfahren, die Schadenersatz- und Preisanpassungsansprüche in laufenden Energielieferverträgen zum Inhalt haben. Einzelne Risiken können sich unter anderem ergeben in Verbindung mit Rechtsstreitigkeiten, mit datenschutzrechtlichen Vorgaben sowie mit sich stetig ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen. Wir bewerten das Risiko wegen geringer Eintrittswahrscheinlichkeit insgesamt als gering. Prognosebericht Wir erwarten, dass das Jahr 2024 geprägt wird durch die weitere Entwicklung der Strompreise. Die LEW Wasserkraft GmbH ist unseres Erachtens gut aufgestellt, um den anhaltenden Herausforderungen der Energiemärkte zu begegnen. Im Geschäftsjahr 2024 wird ein Ergebnis vor Steuern i.H.v. rund 69.900 TEUR erwartet. Dieses Ergebnis ergibt sich im Wesentlichen aus den im Rahmen der Vorvermarktung erzielten hohen Strompreise. Rechtlicher Hinweis Dieses Dokument enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen des Managements und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Weder die Gesellschaft noch ein mit Ihr verbundenes Unternehmen beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Augsburg, den 23. Februar 2024 LEW Wasserkraft GmbH Die Geschäftsführung Michael Bohlinger Martin Glink Bilanzder LEW Wasserkraft GmbH
Gewinn- und Verlustrechnungder LEW Wasserkraft GmbH
Anhangder LEW Wasserkraft GmbHAllgemeine Grundlagen Die LEW Wasserkraft GmbH mit Sitz in Augsburg wird beim Amtsgericht Augsburg unter der Nummer HRB 20770 im Handelsregister geführt. Die LEW Wasserkraft GmbH hat zum Gegenstand des Unternehmens die gewerbliche Nutzung von Energien, insbesondere Erzeugung, Bezug und Abgabe von Energie, Wasser und Wärme, Bau und Betrieb, Wartung und Instandhaltung von Anlagen für Energieerzeugung (insbesondere Strom und Wärme) sowie von Netzanlagen, sonstigen Transport-, Speicherungs- und Verteilungssystemen für Energie (insbesondere Strom und Gas), Energieträger, Wärme und Wasser, Einrichtung und Betrieb von Bergbahnen, sowie Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen auf diesen Gebieten. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem GmbH-Gesetz (GmbHG) aufgestellt. Die LEW Wasserkraft GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die LEW Wasserkraft GmbH ist Bestandteil einer Gruppe von Unternehmen, die gemäß § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen gilt, und fällt damit unter § 6b EnWG. Gemäß § 291 HGB ist die LEW Wasserkraft GmbH von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit. Die LEW Wasserkraft GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen. Die E.ON SE, Essen (HRB 28196), ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS). Zwischen der LEW Wasserkraft GmbH und der Lechwerke AG, Augsburg (HRB 6164), als herrschende Gesellschafterin besteht, wie im Vorjahr, ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Für Sachanlagen, die vor dem 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wurde das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt und die degressive Abschreibung fortgeführt. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:
Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 800 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung aufgrund technischer bzw. wirtschaftlicher Gründe. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Unverzinsliche und unterverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihren Barwerten bilanziert. Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt. Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen sowie in Festgeldern bzw. liquiden Mitteln angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V., Essen, treuhänderisch für die LEW Wasserkraft GmbH verwaltet. Ferner bestehen Ansprüche aus rückgedeckten Pensionsverpflichtungen gegen die Allianz Lebensversicherungs-AG, Berlin. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen teilt sich auf in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 62,4 %) und nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 37,6 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, werden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen, wie zum Beispiel Zinssätze, fest. Die betreffenden Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Passiva Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie der Deputate, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Zur Abzinsung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:
Zur Abzinsung der sonstigen Rückstellungen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Erläuterung zur Bilanz Anlagevermögen Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der LEW Wasserkraft GmbH ist in einer gesonderten Aufstellung - Anteilsbesitzliste - ersichtlich, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Eigenkapital Das Stammkapital ist voll eingezahlt und wird zu 100 % vollständig von der Lechwerke AG gehalten. Ein abführungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB resultiert zum Bilanzstichtag aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert und beläuft sich auf 0,00 T€. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.) beträgt zum Bilanzstichtag 258 T€. Eine Abführungssperre besteht für diesen Sachverhalt nicht. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.
Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 13.067 T€ (Vorjahr 14.020 T€). Der beizulegende Zeitwert der Festgeldanlagen stimmt mit den Anschaffungskosten überein. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zuwendungen der öffentlichen Hand ausgewiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 60.939 T€. Hiervon entfallen 26.145 T€ auf verbundene Unternehmen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Dienstleistungs- und Mietverträgen sowie aus offenen Bestellungen und aus Strombezugsverträgen. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsätze werden ausschließlich im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse enthalten 2.962 T€ periodenfremde Erlöse. Diese resultieren aus den vorgenommenen Abgrenzungen. Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten enthält vor allem Erträge aus der Weiterverrechnung von Leistungen für die Ortsbevollmächtigten, Erträge aus erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 199 T€ periodenfremde Erträge. Diese setzen sich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen zusammen. Materialaufwand
Der Materialaufwand enthält 1.745 T€ periodenfremde Aufwendungen. Diese betreffen Aufwendungen aus der Abweichung vorgenommener Abgrenzungen. Personalaufwand
Abschreibungen Die Abschreibungen entfallen ausschließlich auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdlieferungen und -leistungen, für die Übererlösabschöpfung sowie für Mieten und Pachten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 10 T€ (Vorjahr 10 T€) sonstige Steuern. Finanzergebnis
Im Berichtsjahr wurde der Aufwand aus der Aufzinsung (inkl. Zinsänderungseffekt) der Pensionsrückstellung in Höhe von -154 T€ (Vorjahr: -516 T€) mit den Ergebniseffekten aus der Marktbewertung sowie den übrigen Aufwendungen und Erträgen des für die Pensionsverpflichtungen bestehenden Zweckvermögens in Höhe von 1.187 T€ (Vorjahr: -3.049 T€) verrechnet. Der daraus resultierende Saldo in Höhe von 1.033 T€ (Vorjahr: -3.565 T€) ist in den sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages werden 49.790 T€ Gewinn an die Lechwerke AG abgeführt. Sonstige Angaben Angaben nach Energiewirtschaftsgesetz Es bestanden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG:
Durchschnittliche Beschäftigungszahl
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 liegen nicht vor. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Die Geschäftsführung der LEW Wasserkraft GmbH setzt sich wie folgt zusammen: Michael Bohlinger, Ergolding Sprecher der Geschäftsführung Verantwortlich für Elektro- und Maschinentechnik, Wasserbau, Betrieb, Bau-Instandhaltung, Asset Management Martin Glink, Dinkelscherben Mitglied der Geschäftsführung Verantwortlich für Zentralwarte, Support & Administration, Digitalisierung Organbezüge Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands/der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten. Entwicklung des Anlagevermögens
Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB
1) Ergebnisabführungsvertrag 2) Abschluss zum 31. Oktober 3) Werte für 2023 liegen noch nicht vor; Werte betreffen 2022 4) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit RMD
Augsburg, den 23. Februar 2024 LEW Wasserkraft GmbH Die Geschäftsführung Michael Bohlinger Martin Glink Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LEW Wasserkraft GmbH, Augsburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LEW Wasserkraft GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEW Wasserkraft GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Geschäftsführung ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten hat. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Augsburg, den 23. Februar 2024 KPMG
AG
Querfurth, Wirtschaftsprüfer Rückert, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss der LEW Wasserkraft GmbH am 19.04./06.05.2024 festgestellt. |
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