Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 20770
Vorher
Bayerische Elektrizitätswerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
4.8.1977
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
Gewerbliche Nutzung von Energien, insbesondere Erzeugung, Bezug und Abgabe von Energie, Wasser und Wärme, Bau und Betrieb, Wartung und Instandhaltung von Anlagen für Energieerzeugung (insbesondere Strom und Wärme) sowie von Netzanlagen, sonstigen Transport-, Speicherungs- und Verteilungssystemen für Energie (insbesondere Strom und Gas), Energieträger, Wärme und Wasser, Errichtung und Betrieb von Bergbahnen, sowie Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen auf diesen Gebieten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Martin Glink
seit 5.1.2022
Geschäftsführer
Michael Bohlinger
seit 14.4.2021
Geschäftsführer
Ralf Klocke
seit 20.1.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lechwerke AG
Germany
6.140.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LEW Wasserkraft GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

der LEW Wasserkraft GmbH

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Grundlagen des Unternehmens & Geschäftsmodell

Die LEW Wasserkraft GmbH (LWK) mit Sitz in Augsburg ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Lechwerke AG und engagiert sich traditionell schwerpunktmäßig im Bereich Wasserkraft. Der LEW Wasserkraft GmbH obliegt die gesamtverantwortliche Betriebsführung von insgesamt 36 Wasserkraftanlagen. Darüber hinaus bietet die LEW Wasserkraft GmbH zahlreiche Dienstleistungen um das Thema Wasserkraft an. Diese umfassen sowohl Ingenieurdienstleistungen als auch Betriebsführung oder Bauleistungen. Die für die Vermarktung zur Verfügung stehenden Erzeugungsmengen, welche nicht nach dem Gesetz für den Vorrang für Erneuerbare Energien (EEG) verkauft werden, vermarkten wir zum Großteil ratierlich im Vorfeld um uns gegen Preisschwankungen abzusichern.

Die Gesellschaft ist in die Querschnitts- und Steuerungsfunktionen der Muttergesellschaft, Lechwerke AG, implementiert, die sich im Wesentlichen aus den Finanzfunktionen, dem Risikomanagementsystem, der Unternehmensentwicklung, der Unternehmenskommunikation, dem juristischen Bereich incl. der Compliance und der Internen Revision, dem Datenschutz, dem IT-Service und dem Personalbereich zusammensetzt

Steuerungssystem

Die zentrale Steuerungsgröße stellt für die Gesellschaft das Ergebnis vor Steuern (HGB) dar, an welchem wir den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens messen.

Unsere Steuerungsgröße wird im Rahmen eines quartärlichen Reportings von Ist- und Prognosewerten berichtet. Auf Basis dieses Reportings sowie der daraus resultierenden Analyse der Plan-/Ist-Abweichungen erfolgt die Steuerung der LEW Wasserkraft GmbH.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Die LEW Wasserkraft GmbH ist gemäß § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und hat die sich hieraus ergebenen Rechtsfolgen des § 6b EnWG zu beachten.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtsjahr waren im Euroraum maßgeblich durch die Inflationsentwicklungen, die damit einhergehenden Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die mit den geopolitischen Krisen einhergehenden Unsicherheiten bestimmt. Dies hat sich in einem niedrigeren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) niedergeschlagen. So ist gemäß der OECD das BIP im Euroraum im Jahr 2023 lediglich um 0,6 Prozent angestiegen. In Deutschland lag das Wachstum mit 0,3 Prozent leicht unter dem Durchschnittswert im Euroraum.

Der Energiesektor befindet sich in einer Phase grundlegender und anhaltender Veränderungen. Der Russland-Ukraine Konflikt sorgt weiterhin für große volkswirtschaftliche Unsicherheiten und beeinflusst den Energiesektor. Die Folgen des Konfliktes haben auch Auswirkungen auf unser Geschäft. Insbesondere die volatilen Commodity-Preise wie auch das Energienachfrageverhalten haben Einfluss auf unsere Aktivitäten. Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich das Niveau und die Volatilität der Energiepreise im Großhandel gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Insbesondere auch durch den Ausbau der Flüssiggasinfrastruktur und die einhergehende Erhöhung der Flüssiggasimporte haben sich die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes auf die Versorgungssituation in Europa reduziert.

Geschäftsentwicklung

Die Erzeugung in Laufwasserkraftwerken hängt stark von klimatischen Einflussfaktoren und lokalen Wettereinflüssen ab. Die Erzeugungsmenge der eigenen Kraftwerke lag mit 353 GWh um 34 GWh (Vorjahr: 319 GWh) und die Eigenerzeugung aus vertraglich gebundenen Kraftwerken mit 467 GWh um 52 GWh (Vorjahr: 415 GWh) aufgrund höherer Niederschlagsmenge über dem Niveau des Vorjahres.

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 963 GWh (Vorjahr: 815 GWh) vermarktet. Es wurden 935 GWh (Vorjahr: 775 GWh) zu Konditionen der Strombörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig veräußert. Im Geschäftsjahr 2023 vermarkteten wir 28 GWh (Vorjahr: 40 GWh) über das EEG (Gesetz für den Vorrang aus erneuerbarer Energien) bzw. über die Direktvermarktung (MPM). In den Geschäftsjahren 2022 und 2023 wurden EEG-förderfähige Erzeugungsmengen aufgrund des hohen Preisniveaus als "Sonstige Direktvermarktung" zu Konditionen der EEX vermarktet. Durch witterungsbedingte Mindererzeugung im Wesentlichen in den im Vergleich zur Regelerzeugung erzeugungsschwachen Monaten Februar, Juni, Juli und Oktober und durch Absicherungsgeschäfte im Rahmen der Übererlösabschöpfung wurden 142 GWh (Vorjahr: 81 GWh) am Markt rückbeschafft.

Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2023 betrug unsere Bilanzsumme 79.168 TEUR und lag damit um 31.247 TEUR über dem Vorjahreswert.

Die Sachanlagen sind im Betrachtungszeitraum mit einem Wert von 8.843 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (8.885 TEUR) um 42 TEUR gesunken, bedingt durch die Zugänge des Geschäftsjahres, welche durch die planmäßige Abschreibung überkompensiert wurde.

Auf Vorjahresniveau bewegten sich die Finanzanlagen mit 11.770 TEUR (Vorjahr: 11.775 TEUR). Darin enthalten sind im Wesentlichen unsere Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese sind im Detail in der Anteilsbesitzliste im Anhang aufgelistet.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen verzeichneten wir einen Anstieg um 31.266 TEUR. Grund hierfür war im Wesentlichen der Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, wegen höheren Finanzmittelforderungen, aufgrund des positiven Ergebnisses im Geschäftsjahr. Gegenläufig wirkte sich die ergebnisbedingt höhere EAV-Verbindlichkeit aus.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 31,2 % (Vorjahr: 51,6 %). Grund hierfür war eine insgesamt höhere Bilanzsumme.

Die Rückstellungen betrugen 49.241 TEUR und lagen damit mit 29.145 TEUR über dem Wert des Vorjahres. Grund hierfür war im Wesentlichen die Neubildung von Rückstellungen aufgrund der Auflagen aus der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und für die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen gemäß der Vorgaben der DIN19700.

Bei den Verbindlichkeiten verzeichneten wir einen Anstieg um 1.892 TEUR. Dies lag im Wesentlichen an höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+1.777 TEUR) für noch nicht bezahlte Rechnungen mit Zahlungsziel im Geschäftsjahr 2024. Hierin enthalten sind auch die Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen (+557 TEUR).

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum Bilanzstichtag 1.861 TEUR (Vorjahr: 1.651 TEUR). Die Veränderung resultiert aus höheren erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand, welche erst in den Folgejahren ertragswirksam werden.

Finanzlage

Im Geschäftsjahr erfolgten Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 865 TEUR. Aus der Finanzierungstätigkeit flossen aufgrund der Auszahlungen aus dem Vorjahres-Ergebnisabführungsvertrag 36.529 TEUR ab. Der Cashabfluss aus Investitionen und Finanzierung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig durch den operativen Cashflow gedeckt.

Geldanlagen sowie Finanzierungsbedarf der Gesellschaft werden über ein Finanzmittelkonto im Rahmen einer Cash-Management Vereinbarung bei der Lechwerke AG abgewickelt. Die Lechwerke AG verfügt über eine ausreichende Liquidität.

Im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) wurden Vermögenswerte auf einen Treuhänder, die E.ON Pensiontrust e.V., zur externen Finanzierung von Teilen der betrieblichen Altersversorgung übertragen.

Ertragslage

Das Ergebnis lag mit 49.790 TEUR über dem des Vorjahres (36.529 TEUR). Dies ist i.W. auf die erhöhten Stromvermarktungserlöse aufgrund des höheren Strompreisniveaus, bedingt durch die in den Vorjahren getätigten Terminmarktgeschäfte als auch auf den Anstieg der Erzeugungsmenge, zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2023 mit 153.093 TEUR um 41.224 TEUR über dem Vorjahresniveau (111.869 TEUR). Dies liegt im Wesentlichen an der positiven Entwicklung der Stromumsatzerlöse, welche um 42.870 TEUR auf 140.471 TEUR gestiegen sind. Grund hierfür sind die hohen Stromvermarktungspreise sowie ein Anstieg der vermarkteten Mengen. Gegenläufig haben sich die Umsatzerlöse aus der Betriebsführung in Höhe von 10.159 TEUR (Vorjahr: 11.110 TEUR) entwickelt. Die Umsatzerlöse aus der Betriebsführung werden auf Vollkostenbasis verrechnet. Die weiterberechneten Kosten sind im Wesentlichen Personalkosten. Aufgrund niedrigeren Zuführungen zu Pensionsrückstellungen sind die Selbstkosten und damit die einhergehenden Betriebsführungserlöse gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 6.911 TEUR auf 1.341 TEUR gesunken. Grund hierfür war im Wesentlichen der Sondereffekt aus dem Vorjahr in Höhe von 6.224 TEUR. Dieser Sondereffekt resultierte aus einer Rückzahlung für zu viel geleistete Strombezugskosten aus den Selbstkostenerstattungsverträgen für die Kraftwerksketten Dillingen bis Donauwörth und Ellgau bis Feldheim in der Vergangenheit. Zudem haben sich geringere Erträge aus den erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie eine geringere Auflösung von Rückstellungen ergeben.

Der Materialaufwand war im Vergleich zu 2022 mit insgesamt 77.520 TEUR um 24.790 TEUR über Vorjahresniveau (52.730 TEUR). Der Anstieg liegt im Wesentlichen an den neu gebildeten Rückstellungen, für den Hochwasserschutz (8.800 TEUR) und die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (19.498 TEUR). Gegenläufig wirkte sich der Strombezug mit -3.401 TEUR aus. Der Strombezug aus den vertraglich gebundenen Kraftwerken der Mittlere Donau Kraftwerke AG (MDK) und der Rhein-Main-Donau AG (RMD) liegen mit 18.803 TEUR um 1.278 TEUR über dem Niveau des Vorjahres (17.525 TEUR). Die Erstattung erfolgt auf Selbstkostenbasis, dabei wirken sich Kostenveränderungen bei den Kraftwerken direkt in den Fremdstrombezugskosten aus. Der Strombezug aus den Kraftwerken der Unteren Iller GmbH belief sich im Geschäftsjahr auf 860 TEUR (Vorjahr: 837 TEUR). Die Strombezugskosten gegenüber der Lechwerke AG für zu viel vermarktete Mengen und den Eigenverbrauch haben sich im Geschäftsjahr um 4.702 TEUR auf 18.865 TEUR (Vorjahr: 23.567 TEUR) verringert. Der Rückgang ist auf rückläufige Strommarktpreise an der EEX-Börse zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden 143 GWh (Vorjahr: 82 GWh) nachgekauft.

Der Personalaufwand betrug 16.204 TEUR und ist um 337 TEUR gesunken (Vorjahr: 16.541 TEUR). Dies liegt im Wesentlichen an den geringeren Aufwendungen für Altersvorsorge (-950 TEUR). Gegenläufig wirkte sich der Tarifabschluss im Jahr 2023 aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 13.467 TEUR um 3.423 TEUR über dem Vorjahresniveau. Dies liegt im Wesentlichen an den Aufwendungen für die Übererlösabschöpfung in Höhe von 3.479 TEUR.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum um 6.738 TEUR auf 3.206 TEUR (Vorjahr: -3.532 TEUR). Dies ist im Wesentlichen auf die positive Marktentwicklung des für die Pensionsverpflichtungen bestehenden Zweckvermögens in Höhe 885 TEUR (Vorjahr: negative Marktwertentwicklung in Höhe von -3.394 TEUR) zurückzuführen. Zudem wirkten sich die höheren Zinserträge aus dem Finanzmittelkonto gegenüber der Lechwerke AG in Höhe von 2.001 TEUR (Vorjahr: 116 TEUR) positiv auf das Finanzergebnis aus.

Aufgrund des ab 01.01.2005 gültigen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages (EAV) wurden an die Lechwerke AG 49.790 TEUR abgeführt.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Das Ergebnis vor Steuern betrug 49.790 TEUR und ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 (36.529 TEUR) um 13.261 TEUR gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2023 waren rund 49.400 TEUR geplant. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LWK im Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend und sieht positiv in die Zukunft.

Chancen- und Risikobericht

Steuerung von Chancen und Risiken

Als Risiko definieren wir eine mögliche negative Entwicklung der wirtschaftlichen Lage gegenüber den in der Planung niedergelegten Erwartungen. Spiegelbildlich verstehen wir unter einer Chance eine mögliche positive Abweichung gegenüber der Planung.

Identifizierte Risiken und Chancen werden nach gruppeneinheitlich festgelegten Kategorien gegliedert und unter Beachtung der Risikostrategie gesteuert. Je nach Beurteilung werden Risiken im Einzelfall vermieden, vermindert, an Dritte überwälzt oder bewusst akzeptiert.

Vermeiden von Risiken

Der Verzicht auf risikobehaftetes Geschäft, wie zum Beispiel Investitionen, ist in der Regel nur bei Einzelrisiken sinnvoll anwendbar.

Verringerung von Risiken

Durch Maßnahmen zur Risikoreduzierung sollen die mögliche Schadenshöhe und / oder die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos reduziert werden. Dies kann etwa durch organisatorische beziehungsweise technische Schutzmaßnahmen, Limit-Festlegungen oder durch die Verteilung eines Risikos auf mehrere Beteiligte (zum Beispiel Vertragspartnerinnen und -partner) erfolgen.

Überwälzung von Risiken

Durch die Risikoüberwälzung soll das Risiko auf ein anderes Unternehmen übertragen werden. Versicherbare Risiken können auf Versicherungsunternehmen verlagert werden. Eine weitere Möglichkeit stellen Garantien und Bürgschaften dar, zum Beispiel von Banken. Des Weiteren können Risiken durch entsprechende Vertragsbedingungen auf einen Vertragspartner übertragen oder durch den Abschluss von gegenläufigen Geschäften gesteuert werden.

Akzeptieren von Risiken

Die nach erfolgter Steuerung verbleibenden (Rest-)Risiken werden bewusst in Kauf genommen und im Risikoportfolio fortlaufend überwacht.

Bewertung der Chancen und Risiken

Um die Gesamtheit unserer Chancen und Risiken angemessen steuern zu können, bewerten wir diese nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.

Unter der Auswirkung verstehen wir die Höhe der möglichen Abweichungen von der für uns relevanten Zielgröße "EBITDA nach IFRS", sowie vom geplanten Finanzergebnis. Das "bereinigte EBITDA nach IFRS" wird ermittelt, indem vom Ergebnis vor Steuern das Finanzergebnis abgezogen und um bestimmte nicht-operative sog. "neutrale" Sachverhalte bereinigt wird. Dabei wird zwischen der Brutto- und der Netto-Schadenshöhe unterschieden. Die Brutto-Schadenshöhe entspricht der erwarteten Schadenshöhe vor Berücksichtigung von bereits ergriffenen Risikosteuerungsmaßnahmen; die Netto-Schadenshöhe ist die Schadenshöhe nach deren Berücksichtigung. Nur implementierte Maßnahmen können dabei die Brutto-Schadenshöhe verringern. Für die Einstufung der Risiken in der abgebildeten Risikomatrix ist die Netto-Schadenshöhe ausschlaggebend.

Risiken, die eindeutig quantifiziert werden können und die eine Eintrittswahrscheinlichkeit von größer als 5 % haben, werden von uns anhand der abgebildeten Risikomatrix als gering, mittel oder hoch bewertet. Risiken mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit von weniger als 5 % werden als sogenannte Tail-Events gesondert erfasst und beobachtet.

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation sowie Beurteilung der Einzelkomponenten nach Risikokategorien

Unser Geschäft wird von sich häufig ändernden politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Dennoch sehen wir derzeit weder einzelne Risiken noch eine Gesamtheit an Risiken, die den Fortbestand der LEW Wasserkraft GmbH gefährden könnten.

Marktchancen und -risiken

Hierunter fallen alle Chancen und Risiken, die aufgrund neuer Rahmenbedingungen in unseren Absatzmärkten eintreten können. Sie umfassen sämtliche preis- und mengenbedingten Veränderungen, die die Ergebnissituation beeinflussen könnten. In unserem Risikokatalog führen wir in dieser Kategorie unter anderem die Veränderung von Commodity-Preisen. Relevant sind in unserem Fall insbesondere sinkende Preise an der Strombörse EEX, da sich diese negativ auf das Ergebnis der LEW Wasserkraft GmbH auswirken würden. Als Gegensteuerungsmaßnahme verkaufen wir die Strommengen ratierlich auf Termin, um durch die Preisstreuung einen Mittelungseffekt zu erzielen. Insgesamt sehen wir bei diesen Preisrisiken ein mittleres Risiko. Spiegelbildlich besteht die Chance, bei günstigen Preisentwicklungen einen höheren Preis am Markt zu erzielen.

Betriebschancen und -risiken

In dieser Kategorie werden sämtliche Chancen und Risiken erfasst, die sich aus der operativen Geschäftstätigkeit ergeben und die dazu führen können, dass sich betriebliche Abläufe nachhaltig ändern. Dadurch können Störungen in der Wertschöpfungskette auftreten, die unsere Ertragslage belasten. Dem begegnen wir mit hohen Sicherheitsstandards und regelmäßigen Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.

Als zentrales Risiko betrachten wir den Eintritt von Naturkatastrophen in unserer Region und die daraus resultierenden Schäden für unsere Erzeugungsanlagen. Es sind umfangreiche Regelwerke, Notfallpläne und Verhaltensanweisungen implementiert, um in einem Schadensfall eine sofortige schadensminimierende Reaktion gewährleisten zu können. Betriebsrisiken umfassen auch den Ausfall unserer technischen Infrastruktur infolge physischer oder virtueller Attacken. Der Schutz dieser Anlagen wird regelmäßig geprüft und bei Bedarf angepasst, sodass wir dieses Risiko als mittel klassifizieren.

Weitere Risiken in dieser Kategorie betreffen den Ausfall von Lieferketten und die Knappheit von Rohstoffen. Wir schätzen dieses Risiko als gering ein. Betriebschancen ergeben sich aus der Automatisierung von Prozessen und der konsequenten Nutzung betrieblicher Synergiepotenziale.

Finanzchancen und -risiken

Hierzu zählen wir alle Chancen und Risiken, welche aus Tätigkeiten und Transaktionen entstehen, die mit unserer Unternehmensfinanzierung verbunden sind. Dies sind beispielsweise Zins-, Kredit- und Kursrisiken. Sinkende Zinsen führen zu erhöhten Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen zur Deckung der Zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung, da diese auf Basis abgezinster Erfüllungsbeträge gebildet werden. Dieses insgesamt als gering eingestufte Risiko ist von uns jedoch nicht beeinflussbar.

Umfeld-/Regulierungschancen und -risiken

Zu dieser Kategorie gehören Chancen und Risiken aus dem politischen, rechtlichen und regulatorischen Umfeld. Alle Wertschöpfungsstufen der LEW-Gruppe werden in hohem Maße hierdurch beeinflusst. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um das Risiko von Klagen und behördlichen Verfahren sowie um Einzelverfahren, die Schadenersatz- und Preisanpassungsansprüche in laufenden Energielieferverträgen zum Inhalt haben. Einzelne Risiken können sich unter anderem ergeben in Verbindung mit Rechtsstreitigkeiten, mit datenschutzrechtlichen Vorgaben sowie mit sich stetig ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen. Wir bewerten das Risiko wegen geringer Eintrittswahrscheinlichkeit insgesamt als gering.

Prognosebericht

Wir erwarten, dass das Jahr 2024 geprägt wird durch die weitere Entwicklung der Strompreise. Die LEW Wasserkraft GmbH ist unseres Erachtens gut aufgestellt, um den anhaltenden Herausforderungen der Energiemärkte zu begegnen.

Im Geschäftsjahr 2024 wird ein Ergebnis vor Steuern i.H.v. rund 69.900 TEUR erwartet. Dieses Ergebnis ergibt sich im Wesentlichen aus den im Rahmen der Vorvermarktung erzielten hohen Strompreise.

Rechtlicher Hinweis

Dieses Dokument enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen des Managements und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Weder die Gesellschaft noch ein mit Ihr verbundenes Unternehmen beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

 

Augsburg, den 23. Februar 2024

LEW Wasserkraft GmbH

Die Geschäftsführung

Michael Bohlinger

Martin Glink

Bilanz

der LEW Wasserkraft GmbH

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen 20.863 20.879
Immaterielle Vermögensgegenstände 250 219
Sachanlagen 8.843 8.885
Finanzanlagen 11.770 11.775
Umlaufvermögen 58.305 27.039
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 58.305 27.039
Flüssige Mittel - -
Rechnungsabgrenzungsposten - 3
Aktiva 79.168 47.921
Eigenkapital 24.728 24.728
Gezeichnetes Kapital 6.140 6.140
Kapitalrücklage 7.719 7.719
Gewinnrücklagen 10.869 10.869
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag - -
Rückstellungen 49.241 20.096
Verbindlichkeiten 3.338 1.446
Rechnungsabgrenzungsposten 1.861 1.651
Passiva 79.168 47.921

Gewinn- und Verlustrechnung

der LEW Wasserkraft GmbH

in T€ 2023 2022
Umsatzerlöse 153.093 111.869
Andere aktivierte Eigenleistungen 222 85
Sonstige betriebliche Erträge 1.341 8.252
Materialaufwand -77.520 -52.730
Personalaufwand -16.204 -16.541
Abschreibungen -881 -830
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.467 -10.044
Finanzergebnis 3.206 -3.532
Ergebnis vor Steuern 49.790 36.529
Ergebnis nach Steuern 49.790 36.529
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -49.790 -36.529
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag - -

Anhang

der LEW Wasserkraft GmbH

Allgemeine Grundlagen

Die LEW Wasserkraft GmbH mit Sitz in Augsburg wird beim Amtsgericht Augsburg unter der Nummer HRB 20770 im Handelsregister geführt.

Die LEW Wasserkraft GmbH hat zum Gegenstand des Unternehmens die gewerbliche Nutzung von Energien, insbesondere Erzeugung, Bezug und Abgabe von Energie, Wasser und Wärme, Bau und Betrieb, Wartung und Instandhaltung von Anlagen für Energieerzeugung (insbesondere Strom und Wärme) sowie von Netzanlagen, sonstigen Transport-, Speicherungs- und Verteilungssystemen für Energie (insbesondere Strom und Gas), Energieträger, Wärme und Wasser, Einrichtung und Betrieb von Bergbahnen, sowie Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen auf diesen Gebieten.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem GmbH-Gesetz (GmbHG) aufgestellt.

Die LEW Wasserkraft GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die LEW Wasserkraft GmbH ist Bestandteil einer Gruppe von Unternehmen, die gemäß § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen gilt, und fällt damit unter § 6b EnWG.

Gemäß § 291 HGB ist die LEW Wasserkraft GmbH von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit. Die LEW Wasserkraft GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen.

Die E.ON SE, Essen (HRB 28196), ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS).

Zwischen der LEW Wasserkraft GmbH und der Lechwerke AG, Augsburg (HRB 6164), als herrschende Gesellschafterin besteht, wie im Vorjahr, ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Für Sachanlagen, die vor dem 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wurde das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt und die degressive Abschreibung fortgeführt. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 41 Jahre
Sachanlagen 1 bis 50 Jahre

Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 800 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt.

Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung aufgrund technischer bzw. wirtschaftlicher Gründe. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Unverzinsliche und unterverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihren Barwerten bilanziert.

Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen sowie in Festgeldern bzw. liquiden Mitteln angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V., Essen, treuhänderisch für die LEW Wasserkraft GmbH verwaltet. Ferner bestehen Ansprüche aus rückgedeckten Pensionsverpflichtungen gegen die Allianz Lebensversicherungs-AG, Berlin.

Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen teilt sich auf in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 62,4 %) und nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 37,6 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, werden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen, wie zum Beispiel Zinssätze, fest.

Die betreffenden Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie der Deputate, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Zur Abzinsung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet.

Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2023 31.12.2022
Gehalts-/Karrieretrend 2,95 % p.a. 2,75 % p.a.
Rentendynamik - gesetzliche Garantieanpassung 1,00 % p.a. 1,00 % p.a.
Rentendynamik - andere Anspruchsberechtigte, die nicht einer vereinbarten Garantieanpassung unterliegen 2,20 % p.a. 2,00 % p.a.
Dynamik der Deputatsleistung 2,20 % p.a. 2,00 % p.a.
Rechnungszins Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1,82 % p.a. 1,78 % p.a.
Rechnungszins Altersteilzeitverpflichtungen 1,08 % p.a. 0,59 % p.a.

Zur Abzinsung der sonstigen Rückstellungen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der LEW Wasserkraft GmbH ist in einer gesonderten Aufstellung - Anteilsbesitzliste - ersichtlich, die integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Gesamtbetrag davon > 1 Jahr Gesamtbetrag davon > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 - 1.011 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 56.418 - 23.731 -
davon gegen die Gesellschafterin 55.501 - 23.731 -
davon aus Lieferungen und Leistungen - - - -
davon aus Ergebnisabführungsverträgen -49.790 - -36.529 -
davon aus Verrechnungs- und Finanzverkehr 105.291 - 60.261 -
davon gegen übrige verbundene Unternehmen 917 - - -
davon aus Lieferungen und Leistungen 917 - - -
Sonstige Vermögensgegenstände 1.868 - 2.297 -
58.305 - 27.039 -

Eigenkapital

Das Stammkapital ist voll eingezahlt und wird zu 100 % vollständig von der Lechwerke AG gehalten.

Ein abführungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB resultiert zum Bilanzstichtag aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert und beläuft sich auf 0,00 T€.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.) beträgt zum Bilanzstichtag 258 T€. Eine Abführungssperre besteht für diesen Sachverhalt nicht.

Rückstellungen

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 5.893 5.723
Sonstige Rückstellungen 43.348 14.373
49.241 20.096

Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die durch die E.ON Pension Trust e.V. gesichert sind
Erfüllungsbetrag 15.961 15.444
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -12.861 -12.102
davon Fondsanteile -12.837 -12.073
davon Festgelder / liquide Mittel -24 -29
Nettowert 3.100 3.342
Versorgungsverpflichtungen, die nicht durch die E.ON Pension Trust e.V. gesichert sind
Erfüllungsbetrag 168 169
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -168 -169
Nettowert - -
Übrige nicht rückgedeckte Versorgungsverpflichtungen - 71
Deputatsverpflichtungen 2.793 2.310
5.893 5.723

Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 13.067 T€ (Vorjahr 14.020 T€). Der beizulegende Zeitwert der Festgeldanlagen stimmt mit den Anschaffungskosten überein.

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Erzeugungsbereich 28.548 -
Rückstellung für Räumungsverpflichtungen 6.354 6.608
Rückstellung für Übererlösabschöpfung 2.375 643
Rückstellungen im Personalbereich 5.078 5.824
Übrige sonstige Rückstellungen 993 1.298
43.348 14.373

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag ≤ 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.060 3.060 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 137 137 - -
davon gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen 137 137 - -
davon aus Lieferungen und Leistungen 137 137 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 141 141 - -
davon aus Steuern 121 121 - -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1 - -
3.338 3.338 - -
in T€ 31.12.2022
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag ≤ 1 Jahr > 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.283 1.283 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19 19 -
davon gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen 19 19 -
davon aus Lieferungen und Leistungen 19 19 -
Sonstige Verbindlichkeiten 144 144 -
davon aus Steuern 129 129 -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6 6 -
1.446 1.446 -

Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zuwendungen der öffentlichen Hand ausgewiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 60.939 T€. Hiervon entfallen 26.145 T€ auf verbundene Unternehmen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Dienstleistungs- und Mietverträgen sowie aus offenen Bestellungen und aus Strombezugsverträgen.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2023 2022
Erlöse aus Stromverkauf 140.471 97.601
Erlöse aus Betriebsführung 10.159 11.110
Sonstige Umsatzerlöse 2.463 3.158
153.093 111.869

Die Umsätze werden ausschließlich im Inland erzielt.

Die Umsatzerlöse enthalten 2.962 T€ periodenfremde Erlöse. Diese resultieren aus den vorgenommenen Abgrenzungen.

Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten enthält vor allem Erträge aus der Weiterverrechnung von Leistungen für die Ortsbevollmächtigten, Erträge aus erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 199 T€ periodenfremde Erträge. Diese setzen sich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen zusammen.

Materialaufwand

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.609 42.956
Aufwendungen für bezogene Leistungen 38.911 9.774
77.520 52.730

Der Materialaufwand enthält 1.745 T€ periodenfremde Aufwendungen. Diese betreffen Aufwendungen aus der Abweichung vorgenommener Abgrenzungen.

Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 11.305 10.793
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.899 5.748
davon für Altersversorgung 2.841 3.791
16.204 16.541

Abschreibungen

Die Abschreibungen entfallen ausschließlich auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdlieferungen und -leistungen, für die Übererlösabschöpfung sowie für Mieten und Pachten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 10 T€ (Vorjahr 10 T€) sonstige Steuern.

Finanzergebnis

in T€ 2023 2022
Erträge aus Beteiligungen 67 149
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.302 130
davon aus verbundenen Unternehmen 2.001 116
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 265 14
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -164 -3.812
davon an verbundene Unternehmen -1 -87
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen -163 -160
3.206 -3.532

Im Berichtsjahr wurde der Aufwand aus der Aufzinsung (inkl. Zinsänderungseffekt) der Pensionsrückstellung in Höhe von -154 T€ (Vorjahr: -516 T€) mit den Ergebniseffekten aus der Marktbewertung sowie den übrigen Aufwendungen und Erträgen des für die Pensionsverpflichtungen bestehenden Zweckvermögens in Höhe von 1.187 T€ (Vorjahr: -3.049 T€) verrechnet.

Der daraus resultierende Saldo in Höhe von 1.033 T€ (Vorjahr: -3.565 T€) ist in den sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen.

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages werden 49.790 T€ Gewinn an die Lechwerke AG abgeführt.

Sonstige Angaben

Angaben nach Energiewirtschaftsgesetz

Es bestanden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG:

Die LEW Wasserkraft GmbH ist in das konzerninterne Cash-Pooling mit der Lechwerke AG eingegliedert. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Forderung aus dem Cash-Pooling auf 105.291 T€. Die Zinserträge hieraus betragen 2.001 T€. Die entsprechende Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Durchschnittliche Beschäftigungszahl

in Personen 2023 2022
Angestellte 137 138
Leitende Angestellte 1 2
Gesamt 138 140

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 liegen nicht vor.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der LEW Wasserkraft GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Michael Bohlinger, Ergolding

Sprecher der Geschäftsführung Verantwortlich für Elektro- und Maschinentechnik, Wasserbau, Betrieb, Bau-Instandhaltung, Asset Management

Martin Glink, Dinkelscherben

Mitglied der Geschäftsführung Verantwortlich für Zentralwarte, Support & Administration, Digitalisierung

Organbezüge

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands/der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten.

Entwicklung des Anlagevermögens

in T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 429 - - - 429
Geleistete Anzahlungen - 57 - - 57
Immaterielle Vermögensgegenstände 429 57 - - 486
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.728 - - - 2.728
Technische Anlagen und Maschinen 42.693 221 - 17 42.931
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.514 434 -8 - 3.940
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 365 153 - -17 501
Sachanlagen 49.300 808 -8 - 50.100
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.738 - - - 10.738
Beteiligungen 1.011 - - - 1.011
Sonstige Ausleihungen 26 - -5 - 21
Finanzanlagen 11.775 - -5 - 11.770
Anlagevermögen 61.504 865 -13 - 62.356
in T€ Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -209 -26 - - -235
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Immaterielle Vermögensgegenstände -209 -26 - - -235
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -1.529 -1 - 4 -1.526
Technische Anlagen und Maschinen -36.479 -525 - - -37.004
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -2.408 -329 8 - -2.729
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Sachanlagen -40.416 -855 8 4 -41.259
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
Beteiligungen - - - - -
Sonstige Ausleihungen - - - - -
Finanzanlagen - - - - -
Anlagevermögen -40.625 -881 8 4 -41.494
in T€ Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 193 219
Geleistete Anzahlungen 57 -
Immaterielle Vermögensgegenstände 250 219
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.202 1.200
Technische Anlagen und Maschinen 5.929 6.214
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.211 1.106
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 501 365
Sachanlagen 8.843 8.885
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.738 10.738
Beteiligungen 1.011 1.011
Sonstige Ausleihungen 21 26
Finanzanlagen 11.770 11.775
Anlagevermögen 20.863 20.879

Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB

Gesellschaft Anteil
%
Eigenkapital per 31.12.2023
T€
Ergebnis 2023
T€
Bayerische Bergbahnen-Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Grundemmingen 100,00 28.527 741
Wendelsteinbahn GmbH, Brannenburg 3) 100,00 3.789 405
Wendelsteinbahn Verteilnetz GmbH, Brannenburg 1), 3) 100,00 38 -
Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft, Oberstdorf 2), 3) 20,14 12.663 588
Mittlere Donau Kraftwerke AG, Landshut 3), 4) 40,00 5.113 -
Untere Iller GmbH, Landshut 3) 40,00 1.135 41

1) Ergebnisabführungsvertrag

2) Abschluss zum 31. Oktober 3) Werte für 2023 liegen noch nicht vor; Werte betreffen 2022 4) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit RMD

 

Augsburg, den 23. Februar 2024

LEW Wasserkraft GmbH

Die Geschäftsführung

Michael Bohlinger

Martin Glink

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LEW Wasserkraft GmbH, Augsburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LEW Wasserkraft GmbH, Augsburg‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEW Wasserkraft GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG‌

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG‌ zu dienen.

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Geschäftsführung ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten hat.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG‌ beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG‌ sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Augsburg, den 23. Februar 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Querfurth, Wirtschaftsprüfer

Rückert, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss der LEW Wasserkraft GmbH am 19.04./06.05.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

12 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.