J.W. Handelsgesellschaft mbH

Charlottenstraße 77, 10117 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 118359
Eingetragen
5.3.2009
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Der Verkauf und die Vermittlung von Gebraucht- und Nutzfahrzeugen; erlaubnispflichtige Tätigkeiten gem. § 34 c GewO sind ausdrücklich ausgeschlossen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Wenzel
seit 5.3.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jan Wenzel
Berlin
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

J.W. Handelsgesellschaft mbH

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für Offenlegungszwecke

für das Geschäftsjahr 2023

der J.W. Handelsgesellschaft mbH, Berlin

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die J.W. Handelsgesellschaft mbH (im Folgenden: JWHG) ist seit 1995 im Automobilhandel tätig. Sie ist auf die Wiedervermarktung von Fahrzeugen von Leasinggesellschaften spezialisiert. Im Gegensatz zu einem an einen oder mehreren Fahrzeugherstellern angeschlossenen Händler, ist die JWHG nicht dem Restwertrisiko ausgesetzt und damit weit weniger von Konjunkturzyklen und Nachfrageschwankungen betroffen.

Die Kunden setzen sich im Berichtszeitraum zu 58 % aus ausländischen Kunden und 42 % (1520) aus inländischen Kunden zusammen. Der Anteil der Wiederverkäufer unter den inländischen Kunden betrug im Berichtszeitraum 14 %.

Vom Wettbewerb setzt sich die JWHG durch einen schnellen Fahrzeugumschlag und im Durchschnitt niedrigere Standzeiten ab. Der Einkauf ist zudem hoch professionalisiert und personell stärker besetzt als in vergleichbaren Unternehmen aus der Branche. Diese Faktoren sorgen seit Gründung des Unternehmens für eine hohe Resilienz gegenüber kurzfristigen Nachfrageschwankungen.

1.2 Beteiligungen und Niederlassungen

Die JWHG hält keine Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Die JWHG ist operativ am Standort Berlin tätig und unterhält eine zusätzliche Betriebsstätte in Steinbach-Hallenberg. An diesem Standort sind sämtliche Vertriebsaktivitäten gebündelt. Rechtlich selbständige Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

1.3 Steuerungs- und Managementberichtsystem

Das Geschäft der JWHG ist ein klassisches Handelsgeschäft. Drei Monate vor dem Ende des jeweiligen Geschäftsjahres wird von der Geschäftsführung die Planung für das folgende Geschäftsjahr aufgestellt. Monatlich wird ein Reporting erstellt, das mit einem Soll-Ist-Abgleich, der BWA (betriebswirtschaftliche Auswertung) und der aktuellen Verkaufsübersicht (Wareneingangs-, Warenausgangsliste) dem Führungsteam vorgelegt und im Team besprochen wird. In diesem Zusammenhang werden auch die Risiken und Chancen der aktuellen Marktsituation diskutiert und ggf. die Einkaufsstrategie angepasst.

Auf Unternehmensebene wird das Geschäft der JWHG nach den Kennzahlen: Bruttomarge, Betriebsergebnis und Vorsteuerergebnis gesteuert. Auch diese werden unterjährig verfolgt und analysiert.

1.4 Forschung und Entwicklung

Als klassisches Handelsunternehmen unterhält die JWHG keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklungen der Gesamtwirtschaft und der Branche

Durch die nach wie vor hohen Preise, den Ukraine-Krieg und die gestiegenen Zinsen ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 leicht geschrumpft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Laut der Bundesregierung dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 real, also preisbereinigt, um 0,3 % zurückgehen. Für 2025 rechnet die Bundesregierung mit einer Steigerung um 1,1 %, für 2026 um 1,6 %.

Trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage konnte die Automobilindustrie ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion auch im Jahr 2023 steigern. Im vergangenen Jahr stieg er um 10 % auf knapp 558,1 Milliarden Euro. Ein Teil des Umsatzplus dürfte dabei auch der immer noch erhöhten Inflation geschuldet sein. Das Umsatzplus verteilte sich dabei etwa proportional auf das Inlands- (+11 %) und Auslandsgeschäft (+10 %). Knapp 70 % des Gesamtumsatzes ging dabei auf das Auslandsgeschäft zurück, etwa 30 % davon entfielen wiederum auf Geschäfte mit Ländern innerhalb der Eurozone. Der Umsatz aus dem Geschäft mit Kunden innerhalb der Eurozone stieg dabei um 21 % und damit deutlich stärker als der Umsatz mit Kunden außerhalb der Eurozone (+6 %).

Die Zahlen und die Entwicklung der OEMs sind dabei jedoch nicht auf die Wiedervermarkter wie die JWHG anwendbar. Studien und Prognosen zu diesem Geschäftssegment existieren nicht. Aufgrund von Erfahrungswerten der bereits durchlebten Zyklen der OEMs kann jedoch darauf geschlossen werden, dass die Verkaufspreise der Leasingflotten der OEMs in Deutschland unter Druck geraten werden. Durch den hohen Anteil ausländischer Käufer der JWHG und die stets zu beobachtende Verschiebung der Nachfrage aus dem Erst- in den Zweitmarktsektor dürften die Margen wahrscheinlich wachsen, mindestens jedoch gleichbleiben. Dass die Wiedervermarkter wie die JWHG Profiteure der Krise der OEMs sein könnten, zeigte sich bereits in der Vergangenheit. Dies hat sich auch im Berichtsjahr bewahrheitet.

2.2 Geschäftsverlauf

Die JWHG kann im Berichtsjahr erneut einen positiven Geschäftsverlauf vorweisen. Der Jahresüberschuss liegt mit 3.013.680,07 Euro deutlich über dem des Vorjahres (1,6 Mio. Euro).

2.3 Ertragslage

Das Rohergebnis lag im Berichtsjahr mit 8.514.444,30 Euro über dem Vorjahresniveau (5,7 Mio. Euro). Der Personalaufwand stieg auf insgesamt 1.390.370,17 Euro im Vergleich zum Vorjahresniveau (1,2 Mio. Euro). Der Anstieg ist auf die erhöhte Mitarbeiteranzahl und die Inflationsanpassung der Löhne zurückzuführen. Die Umsatzrentabilität ist um 1,17 %-Punkte gestiegen.

Die Beschaffung von Fahrzeugen erfolgt seit Langem über die etablierten und bewährten Kanäle. Alternative Beschaffungsquellen mit abweichendem Fahrzeugangebot oder besonderen Konditionen werden jedoch stets analysiert. Durch den im Branchenvergleich sehr schnellen Umschlag des Bestandes sind jedoch die Logistik, die eingespielte Abwicklung und der Umgang mit Beanstandungen für den Geschäftserfolg im Gesamten entscheidender als die Verfügbarkeit anderer Modelle oder Sonderkonditionen.

Die Steuerlast stieg von 725.785,35 Euro im Vorjahr auf 1.292.187,18 Euro im Berichtsjahr.

2.4 Finanzlage

Zum 31. Dezember 2023 betrugen die flüssigen Mittel 2.016.639,37 Euro (Vj.: 1,0 Mio. Euro).

Für die Finanzierung des Einkaufs stehen der JWHG neben den flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag Kreditlinien in Höhe von 4,4 Mio. Euro zur Verfügung.

Wesentliche Investitionen wurden mit Ausnahme von Ersatzinvestitionen nicht vorgenommen.

Allen Tilgungsverpflichtungen konnte auch im Jahr 2023 nachgekommen werden. Aufgrund der derzeitigen Tilgungsvereinbarungen, der positiven Geschäftsentwicklung und dem freien Cashflow erwartet die Geschäftsführung für die Liquidität im Geschäftsjahr 2024 keine Engpässe.

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von 18.863.789,21 Euro im Vorjahr auf 21.456.898,87 Euro zum 31. Dezember 2023 deutlich erhöht.

Es bestehen Kreditlinien zur Einkaufsfinanzierung in Höhe von 4,4 Mio. Euro. Diese sind durch persönliche Bürgschaften des Geschäftsführers und Sicherungsübereignungen von Grundstücken besichert. Es existieren langfristig zinstragende Verbindlichkeiten in Höhe von 3 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 63,4 % über der des Vorjahres (56,4 %). Die Verbindlichkeiten lagen im Berichtsjahr bei 6.384.073,01 Euro (VJ: 7.461.312,71 Euro). Damit ist die Verbindlichkeitsquote von 39,6 % im Vorjahr auf 29,8 % gefallen.

Die Rückstellungen schlüsseln sich 2023 wie folgt auf:

Rückstellungen für Pensionsverpflichtung: 487.398,00 Euro
Rückstellungen für Steuern: 614.505,40 Euro
Sonstige Rückstellungen: 358.591,00 Euro
Gesamt: 1.460.494,40 Euro

Im Vorjahr lagen die Rückstellungen insgesamt bei 754.605,00 Euro.

Das entspricht einer aktuellen Rückstellungsquote von 6,8 % (Vj.: 4,0 %).

2.6 Investitionen und Desinvestition

Im Berichtsjahr wurden kleine Investitionen von 2,1 TEuro im Bereich Büroequipment investiert.

2.7 Personal

Die Anzahl der MitarbeiterInnen liegt mit durchschnittlich 43 Mitarbeitenden über dem Vorjahresniveau (Vj.: 36).

2.8 Einschätzung der Geschäftsführung

Aus Sicht der Geschäftsführung verlief das Geschäftsjahr 2023 erwartungsgemäß.

3. Risiko- und Chancenbericht

Die JWHG betreibt ein aktives Risikomanagement. Die laufende Überwachung der Risiken und der Chancen obliegen der Geschäftsführung.

Die JWHG ist marktüblichen Risiken ausgesetzt, die vom unternehmerischen Handeln nicht zu trennen sind. Das Risikoinventar ist unauffällig, Maßnahmen zum Management des Risikos, also der Minimierung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Reduzierung der Auswirkungen der Risiken werden proaktiv ergriffen. Bestandsgefährdende Risiken existieren nicht.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Umsätze der JWHG hängen mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands und Europas, aber auch mit der Entwicklung der Branche, die rechtlichen und staatlichen Einflüssen unterliegt, zusammen.

Branchenrisiken

Die Branche ist stark beeinflusst von politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Umfeldfaktoren. Insbesondere die Debatte über die Förderung von E-Mobilen gilt weiterhin zu betrachten und für die JWHG zu bewerten. Ein weiteres Risiko birgt das Versprechen der Automobilindustrie bis 2050 eine klimaneutrale Mobilität zu gewährleisten.

Die Förderung alternativer Antriebe könnte die Wiedervermarktung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in den nächsten zehn Jahren im Inland und Mitteleuropa erschweren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung des Risikos auf das Geschäftsergebnis wird jedoch - zumindest für die nächsten Jahre - für sehr gering gehalten, da die Infrastruktur für die Elektromobilität noch nicht in vollem Maße vorhanden ist und Infrastrukturinvestitionen ausgesprochen langfristiger Natur sind. Durch die ausschließliche Fokussierung auf die Zweit- und Drittvermarktung trägt die JWHG zudem kein Restwertrisiko. Durch den schnellen Fahrzeugumschlag kann schnell auf Nachfrageschwankungen reagiert werden und durch die etablierten Geschäftsbeziehungen im Ausland ist sie nicht allein vom Mitteleuropäischen Markt abhängig.

Bei einer vorausgesagten Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage, von der die JWHG weniger betroffen wäre als ein OEM oder von der sie gar profitieren könnte, wird es wichtig sein, die Strategie, welcher der Einkauf folgt, entsprechend einer sich ändernden Nachfrage anzupassen. Die entsprechende Notwendigkeit einer Anpassung gilt auch für die Einführung der CO 2 -Bepreisung und Sanktionen von Fahrzeugen mit bestimmten Abgaseinstufungen. Selbst die Dieselkrise übte nur für einen sehr begrenzten Zeitraum Druck auf die Marktpreise der Fahrzeuge mit Schadstoffklasse 4 und 5 aus. Durch den schnellen Umschlag des Bestandes und den etablierten internationalen Käuferkreis konnte die JWHG davon sogar profitieren.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Steuerung der Liquidität ist ein zentrales Management Thema. Es stellt sicher, dass erforderliche Mittel zur Finanzierung des laufenden Geschäfts zeitgerecht zur Verfügung stehen und u. a. der Umschlag von Fahrzeugen so zeitnah geschieht, dass kurzfristige Nachfrageschwankungen in Teilmärkten nicht zum Risiko werden. Die liquiden Mittel der JWHG sind so angelegt, dass sie kurzfristig verfügbar sind.

Die JWHG ist durch ihr Geschäftsmodell kaum einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Die Zinsrisiken sind aufgrund der Kurzfristigkeit der einzelnen Kredite sehr gering. Die Entwicklung des Zinsniveaus wird für die nächsten Jahre als gleichbleibend bis leicht fallend eingeschätzt. Diese Tendenz wird durch die Belastung der Haushalte Europäischer Staaten noch weiter verschärft.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken bestehen vor allem durch die Inanspruchnahme von Gewährleistungen. Durch die Stärkung der Verbraucherrechte zu Anfang des Jahrtausends hat sich der Wiederverkäufermarkt stark professionalisiert. Von dieser Entwicklung hat die JWHG auch profitiert, da sie als mittelgroßer Akteur die Umsetzung in Verträgen und in Schulungen frühzeitig eingeführt hat. Durch die professionelle Zusammenarbeit mit etablierten Lieferanten, können Schäden an Fahrzeugen oft an die Lieferanten weiter berechnet werden. Durch die Nutzung erprobter Finanzprodukte (Garantieversicherungen) können die Auswirkungen der Einzelrisiken in diesem Bereich deutlich minimiert werden. Hier blickt die JWHG auf jahrelange Erfahrung im Schadensmanagement zurück.

Personalrisiken

Die JWHG hat langjährige Mitarbeitende und eine geringe Fluktuation. Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal ist in Berlin und Thüringen, im Vergleich zu anderen Bundesländern, als gut zu bewerten.

Hält der Fachkräftemangel weiter an, ist die Anstellung von zusätzlichem Personal jedoch ein kritischer Faktor, der in fünf bis zehn Jahren zur Einschränkung von Wachstumschancen führen kann. Eine Reduzierung der Personalaufwandsquote, z. B. durch den Einsatz von zusätzlicher IT, scheint kaum umsetzbar.

Chancen

Konkrete quantifizierbare Chancen bestehen durch den von der Politik forcierten Flottenaustausch. Grundsätzlich ist die JWHG gut positioniert, um daran zu partizipieren. Die Nutzung von Chancen im Einkauf durch das erfahrene Personal, die gute Kenntnis der Marktsegmente und der Marktentwicklung ist hierbei der größte Erfolgstreiber. Darüber hinaus werden der Einstieg und die Expansion in der Branche durch steigende Kosten wie Energie, Kapitalbeschaffung und Boden für andere Teilnehmer erschwert. Durch unsere bereits jetzt bestehende Marktposition ergeben sich daraus große Vorteile. Selbiges konnten wir in der Vergangenheit bei Krisen erkennen. So können wir mit unserem qualifizierten Team und dem vorhandenen Kapital gestärkt aus Marktveränderungen hervorgehen.

Risiken der Informationstechnologie

Der Umgang mit Informationen sowie die sichere Nutzung von Informationssystemen werden durch Richtlinien geregelt. Zur Gewährleistung eines größtmöglichen Maßes an Datensicherheit setzt die JWHG moderne technische Schutzmaßnahmen ein.

Die Gesamtbewertung der Risikolage hat ergeben, dass die erkannten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die JWHG haben.

4. Prognosebericht

Die JWHG rechnet weiterhin mit einer stabilen Nachfrage nach Zweitmarktfahrzeugen. Weiter wird mit tendenziell stärkerer Auslandsnachfrage und stabilen, in einigen Segmenten auch sinkenden, Einkaufspreisen gerechnet. Durch die Investition in IT-Systeme, die gute Ausbildung der Mitarbeitenden und die langjährige Erfahrung im Geschäft, sieht man sich gut aufgestellt, um die Risiken des bewegten Marktumfeldes nicht nur gut zu managen, sondern die Chancen, die sich aus dem Markt ergeben, zu nutzen.

Dieser positive Ausblick auf der Nachfrageseite wird flankiert von Nachfrageverschiebungen, nämlich vom Neu- in den Gebrauchtfahrzeugmarkt. Bei einem durch die CO 2 -Bepreisung forcierten Flottenwechsel in Deutschland sieht sich die JWHG gut aufgestellt, um an der Auslandsnachfrage nach guten Gebrauchtfahrzeugen zu profitieren.

Mit der bestehenden Finanzierungsstruktur ist die JWHG in der Lage, die Chancen des Marktes zu nutzen. Die Liquidität, der Warenumschlag und die erzielte Rohertragsmarge sind zentrale Managementthemen und werden regelmäßig vom Führungsteam analysiert. Weiter sieht sich die JWHG durch die Straffung und Optimierung interner Abläufe und die Konzentration der Verkaufsaktivitäten am Standort Steinbach-Hallenberg gut aufgestellt, um die positive Nachfrageentwicklung ohne erhebliche Investitionen und in gleichem Maße steigende operative Kosten zu bewältigen.

Es wird davon ausgegangen, dass das gute operative Ergebnis des Berichtsjahres im Folgejahr ausgebaut werden kann. Es wird von einem Ergebnis zwischen 2,5 Mio. Euro und 3,0 Mio. Euro nach Steuern ausgegangen. Der Ergebnisplanung lag die Einschätzung zugrunde, dass sich im Jahr 2024 sowohl signifikanten Erholungstendenzen im Zusammenhang mit den Wertschöpfungsketten als auch mit dem Krieg in Europa ergeben. Die Erhöhung der Energiepreise ist in dieser Prognose berücksichtigt.

 

Berlin, 1. Dezember 2024

Jan Wenzel, Geschäftsführer

Bilanz für Offenlegungszwecke

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 390.276,70 243.549,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824,00 426,00
Summe Sachanlagen 391.100,70 243.975,00
II. Finanzanlagen 125,00 125,00
Summe Anlagevermögen 391.225,70 244.100,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 13.810.575,46 12.160.576,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.238.458,34 5.429.835,50
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.016.639,37 1.029.277,44
Summe Umlaufvermögen 21.065.673,17 18.619.689,21
C. Bilanzsumme Aktiva 21.456.898,87 18.863.789,21

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 10.548.651,39 8.940.227,52
III. Jahresüberschuss 3.013.680,07 1.657.643,98
Summe Eigenkapital 13.612.331,46 10.647.871,50
B. Rückstellungen 1.460.494,40 754.605,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.312.677,10 6.457.333,40
Summe Verbindlichkeiten 6.384.073,01 7.461.312,71
D. Bilanzsumme Passiva 21.456.898,87 18.863.789,21

Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 8.514.111,30 5.702.185,86
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -1.093.048,11 -953.877,39
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -297.322,06 -254.751,13
- davon für Altersversorgung: -23.349,64 (Vj: -34.395,00)
Summe Personalaufwand -1.390.370,17 -1.208.628,52
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -13.988,54 -16.916,84
Summe Abschreibungen -13.988,54 -16.916,84
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.575.180,84 -2.000.557,20
5. Ordentliches Betriebsergebnis 4.534.571,75 2.476.083,30
6. Erträge aus Beteiligungen 0,00 3,75
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.099,70 45.686,51
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -263.866,41 -125.205,84
9. Finanzergebnis -208.766,71 -79.515,58
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.292.187,18 -725.785,35
11. Ergebnis nach Steuern 3.033.617,86 1.670.782,37
12. Sonstige Steuern -19.937,79 -13.138,39
13. Jahresüberschuss 3.013.680,07 1.657.643,98

Anhang für Offenlegungszwecke

für das Geschäftsjahr 2023

J.W. Handelsgesellschaft mbH, Berlin

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Darüber hinaus sind die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu berücksichtigen. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die neuen Schwellenwerte gem. § 267 HGB rückwirkend zum 31. Dezember 2023 anzuwenden. Es gelten demnach die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurde - soweit möglich - Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: J.W. Handelsgesellschaft mbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, Berlin
Register-Nr.: HRB 118359
B

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bilanzierungs- und Bewertungsnormen der §§ 246 - 256 a HGB aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aus Vereinfachungsgründen vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern die Verkaufswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wurden die Forderungen wertberichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden pauschale Wertberichtigungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben und Verbindlichkeiten bei bzw. gegenüber Kreditinstituten entsprechen den Nominalwerten.

Es werden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen, da von dem Wahlrecht gem. § 274 HGB Gebrauch gemacht wurde, da der Unterschiedsbetrag zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen gering ist.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 487.398,00.

Die folgenden Bewertungsannahmen und Bewertungsmethoden wurden der Ermittlung der Pensionsrückstellungen zu Grunde gelegt:

angewandter Rechnungslegungsstandard: "HGB i. d. F. des BilMoG"

angewandter Bewertungsstandard: "Projected Unit Credit Method (PUCM)"

Annahmen zu Sterblichkeit und Invalidität: "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck

Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p. a.: Zinssatz (7 Jahresdurchschnitt) 1,74 %

Zinssatz (10 Jahresdurchschnitt) 1,82 %

Gehaltsdynamik p. a.: 0,50 %

Rentendynamik p. a.: 2,00 %

Fluktuation: keine

rechnungsmäßiges Endalter: 65 Jahre.

Mit der Umstellung des durchschnittlichen Rechnungszinses auf den Durchschnitt der letzten 10 Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 7,6 (Vj.: T€ 32,8).

Die Steuerrückstellungen wurden für das laufende Geschäftsjahr nicht gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zu Bruttowerten gem. § 284 Abs. 3 HGB, einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres, sind aus dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Geschäftsführer in Höhe von T€ 2.619 (Vj.: T€ 2.498) und Steuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 749 (Vj.: T€ 701) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Gewährleistungsrückstellungen, Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten, nebst Restlaufzeiten, setzen sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

Gesamt
bis zu 1 Jahr
1-5 Jahre
über 5 Jahre
Vorjahr
Verbindlichkeiten gesamt 6.384.073,01 3.295.312,99 85.760,02 3.000.000,00 7.461.312,71
davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
5.312.677,10 2.312.677,10 0,00 3.000.000,00 6.457.333,40

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich in Höhe von T€ 2.313 um kurzfristige Rahmenkredite und in Höhe von T€ 3.000 um längerfristige Darlehen. Die Darlehen sind durch Sicherungsübereignungen von Grundstücken in Höhe von T€ 150 gesichert.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 19 (Vj.: T€ 55) sowie Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter von T€ 86 (Vj.: T€ 81) enthalten.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsen und ähnlichen Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen i. H. v. T€ 8 (Vj.: T€ 8) Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an Gesellschafter i. H. v. T€ 5 (Vj.: T€ 4) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Mitarbeiter: 43 (Vj.: 36)

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit

Angestellte: 27

Arbeiter: 16

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr war als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer bestellt:

Herr Jan Wenzel, Kaufmann, Berlin.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Ergebnis

Der Geschäftsführer wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres i. H. v. € 3.013.680,07 auf neue Rechnung vorzutragen. Danach ergibt sich ein Bilanzgewinn von € 13.562.331,46.

 

Berlin, 1. Dezember 2024

Jan Wenzel, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10. Januar 2025 festgestellt.

Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 364.169,74 158.928,70 523.098,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.026,13 2.185,54 137.211,67
Summe Sachanlagen 503.938,67 161.114,24 665.052,91
II. Finanzanlagen 125,00 0,00 125,00
Summe Anlagevermögen 504.063,67 161.114,24 665.177,91
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 120.620,74 12.201,00 132.821,74
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.600,13 1.787,54 136.387,67
Summe Sachanlagen 259.963,67 13.988,54 273.952,21
II. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 259.963,67 13.988,54 273.952,21
Buchwerte
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 390.276,70 243.549,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824,00 426,00
Summe Sachanlagen 391.100,70 243.975,00
II. Finanzanlagen 125,00 125,00
Summe Anlagevermögen 391.225,70 244.100,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für Offenlegungszwecke

An die J.W. Handelsgesellschaft mbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der J.W. Handelsgesellschaft mbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der J.W. Handelsgesellschaft mbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 10. Januar 2025

Gräwe & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde aufgrund der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Jahresüberschuss 2024 in Höhe von € 3.013.680,07 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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