Gotthardt Informationssysteme GmbHLiquidiert

Maria Trost 23, 56070 Koblenz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 5282
Eingetragen
14.2.1997
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Die Entwicklung und der Vertrieb von Computerprogrammen und sonstigen Produkten der Informationsverarbeitung einschließlich Dienstleistungsangeboten.

Historie

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Management

NameRolle
Arne Westphal
seit 8.4.2019
Geschäftsführer
Jörg Koch
seit 9.1.2019
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gotthardt Informationssysteme GmbH

Koblenz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

1. Grundlage unseres Geschäfts

Die Gotthardt Informationssysteme GmbH (GIS) betreut IT-Lösungen für Ärzte und medizinische Versorgungszentren mit den Schwerpunkten Vertrieb und Dienstleistung für Arztinformationssysteme (AIS), Hardware und IT-Infrastruktur.

Die GIS ist Vertriebspartner der CompuGroup Medical Deutschland AG in Koblenz für den Geschäftsbereich CGM MEDISTAR.

Die GIS vertreibt und betreut die Arztinformationssysteme sowie die komplette Hard- und Software intensiv in einer schlanken und effektiven Organisationsstruktur, deren Teams von Teamleitern und Bereichsleitern koordiniert werden.

Den Anwendern stehen zentrale Ansprechpartner in den Bereichen Kundenservice, Support-/Dienstleistung, Praxisberatung und Verwaltung zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Koblenz.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftlich und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das E-Health-Gesetz (in Kraft seit 29.12.2015) soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen (Telematikinfrastruktur) mit den Punkten Stammdatenmanagement, Notfalldaten, Medikationsplan, elektronische Arztbriefe, elektronische Patientenakte, Patientenfach, Telemedizin und Vernetzbarkeit (IT-Systeme, Smartphones) vorantreiben. Die Einführung des Stammdatenmanagements hat im Dezember 2017 begonnen und wird im Laufe des Jahres 2019 abgeschlossen werden (ca. 2.000 Praxen, ca. 1/3, müssen für die GIS umgestellt werden).

Die Umsätze der Allgemeinmediziner blieben auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Das sehr geringe Ausfallrisiko bestätigt die stabile Entwicklung bei den Allgemeinmedizinern. Steigende Kosten, vor allem bei den Personalkosten, haben die Umsatzrendite etwas gedrückt.

Immer öfter werden neue Leistungen der Ärzte dauerhaft extrabudgetär vergütet, weitere im Rahmen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) sollen ebenfalls nicht budgetiert werden. Damit ist ein erster Schritt zur Entbudgetierung notwendiger Leistungen in der Grundversorgung getan.

Auch wenn die Videosprechstunde noch nicht besonders stark nachgefragt wird, ist mit einer telemedizinischen Versorgung insgesamt zu rechnen. Sie entlastet den Arzt vor allem bei den Haus- und Heimbesuchen, wie einige Modellprojekte zeigen.

Neben den Ärzten muss auch die Bevölkerung auf die telemedizinische Behandlung und über die Veränderungen in der ambulanten Versorgung informiert und vorbereitet werden.

Die Einzelpraxis ist immer noch die vorherrschende Praxisform, trotz zunehmender Anstellung und Kooperationen. Daher bleibt der Markt weiterhin sehr fragmentiert.

Der Mangel an Allgemeinmedizinern bietet niederlassungswilligen Ärzten beste Voraussetzungen dazu. Begünstigt wird eine Praxisübernahme oder Gründung durch das niedrige Investitionsvolumen und niedrige Zinsen. (Quelle: Branchen Report 2018 der Sparkassen-Finanzgruppe)

2.2 Geschäftsverlauf

Nachdem im November die Zertifizierungen der Hardware im Rahmen der Telematik-Infrastruktur (TI) abgeschlossen waren, konnten ab Dezember 2017 die ersten Installationen/Teilinstallationen bei den Kunden durchgeführt werden.

Dominierendes Thema des Geschäftsjahres war somit der TI-Rollout. Insgesamt wurden 4.055 Praxen installiert. Diese Installationen wurden mit Provisionen für die reine Hardware und Installation in Höhe von T€ 3.299 und zuzüglich aller Prämien und Boni in Höhe von T€ 419 mit insgesamt T€ 3.718 von der CGM Medical Deutschland AG vergütet.

Der Auftragseingang unabhängig von TI konnte von T€ 7.165 auf T€ 9.100 gesteigert werden, das entspricht einem Wachstum von 27 %.

Die Softwarepflege für die Telematikinfrastruktur bringt für den technischen Helpdesk zusätzliche Umsätze i.H.v. T€ 58 pro Monat. Infolge dieses hinzugekommenen Geschäftsfeldes wurde der technische Helpdesk personell um 6 Techniker aufgestockt.

2.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 27,3 % auf T€ 24.204 gestiegen.

Die Erlöse an TI-Provisionen trugen mit T€ 3.299 bei, die Erlöse für den technischen Helpdesk mit T€ 430.

Der Rohertrag beläuft sich auf T€ 17.367 und konnte im Vergleich zum Vorjahr um 29,3 % gesteigert werden.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 4,8 % (T€ 431) auf T€ 9.414.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 3.031 und sind damit T€ 241 (8,6%) höher ausgefallen als im Vorjahr. Das Berichtsjahr wurde u.a. durch hohe Zuführungen zu Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen (T€ 71), Buchverluste aus Anlagenabgängen (T€ 96) sowie hohe Reparaturkosten aus Unfallschäden (+T€ 34) belastet.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis erhöhte sich von T€ -32 auf T€ 24 insbesondere aufgrund von gestiegenen Erträgen aus der Beteiligung an der MED-IT GmbH & Co. KG (Steigerung +T€ 19), Zinserträgen aus verbundenen Unternehmen (T€ 19) sowie geringerem Aufwand für Darlehenszinsen (Reduzierung -T€ 19).

Die in der Jahresplanung erwartete Umsatzsteigerung für 2018 wurde um T€ 3.400 übertroffen, die angestrebte EBITDA-Marge von 15,0% um 5,2%. Der im Vergleich zum Umsatzanstieg überproportionale Margenanstieg ergibt sich aus dem Umstand, dass die Komponenten Konnektor und Kartenlesegerät für die Telematikinfrastruktur nicht über den Wareneinsatz liefen, sondern über eine Vertriebsprovision.

2.4 Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den Zusammenstellungen der Bilanzzahlen für die beiden Abschlussstichtage 31. Dezember 2018 und 2017.

Anlagevermögen

Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände gab es auch in 2018 keine größeren Investitionen.

Im Bereich des Sachanlagevermögens wurden für Büroausstattung in Osnabrück und Möbel T€ 121,5 investiert.

Im Bereich der Finanzanlagen und Beteiligungen gab es ebenfalls keine Veränderungen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte zum 31. Dezember 2018 betreffen Hard- und Software, Verbrauchsmaterial, Ersatzteile und Leihgeräte. Der Warenbestand erhöhte sich um T€ 375, da um die Jahreswende ein großes Volumen an Installationsaufträgen vorlag. Wertberichtigungen waren insgesamt in Höhe von T€ 48 vorzunehmen.

Der Forderungsbestand ist um T€ 1.094 (-14,4 %) gegenüber dem Vorjahr auf T€ 2.550 gestiegen, wobei das Debitorenziel bei 28 Tagen liegt.

Eigenkapital

Das Jahresergebnis in Höhe von T€ 4.801 wurde gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom Dezember 2010 an die RheinMassiv Verwaltung AG abgeführt. Das Eigenkapital beträgt daher unverändert zum Vorjahr T€ 997. Die Eigenkapitalquote beträgt, gemessen am Gesamtkapital, 13,6%.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf T€ 2.039. Die Liquidität am Anfang der Periode betrug T€ 1.152. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ 5.094. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf T€ -201. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ -5.519.

3. Niederlassungen

Der Sitz der Gotthardt Informationssysteme GmbH ist Koblenz.

Die GIS verfügt über folgende Niederlassungen:

Niederlassung Hannover

Niederlassung Rodgau

Niederlassung Osnabrück

Niederlassung Saarbrücken

Niederlassung Kreuzwertheim

Niederlassung Nürnberg

Niederlassung Wittenberg

Niederlassung Berlin

Niederlassung Rostock

Niederlassung Erfurt

Niederlassung Kassel

Niederlassung Magdeburg (bis 31.10.2018)

4. Beteiligungsverhältnisse

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 hält die K-LINE Praxislösungen GmbH mit Sitz in Kiel 100 % der Geschäftsanteile der Gotthardt Informationssysteme GmbH. Die K-LINE Praxislösungen GmbH ist ein Tochterunternehmen der CompuGroup Medical SE mit Sitz in Koblenz.

5. Prognose, Chance- und Risikobericht

Gesundheitsleistungen unterliegen keiner Konjunkturabhängigkeit.

Ertragslage konnte im 2. Jahr in Folge verbessert werden. Das angestrebte EBITA-Ziel von 15% wurde mit 20,2% übererfüllt.

Die Einführung der Telematik-Infrastrukturmaßnahmen, die Ende November 2017 begann wird umsatz- und ertragsseitig auch die erste Jahreshälfte 2019 positiv prägen. Dabei spielen nicht nur, wie schon in 2018, die TI-Installationen selbst eine Rolle, sondern auch die notwendigen Anschaffungen der Arztpraxen, die Voraussetzung für die Telematik-Infrastruktur sind.

Die neueste Version von MEDISTAR, MEDISTAR BLACK, die in Design und Funktion die bisherige Programmversion ablöst, soll in einem 5-Jahresprojekt bei den Bestandskunden eingeführt werden.

Die Abkündigung der Windows Betriebssysteme Server 2008 und Windows 7 durch die Firma Microsoft zum 14. Januar 2020 wird einen Austausch veralteter Hardware in den Arztpraxen zwingend erforderlich machen.

Die Geschäftsfelder Serviceverträge und Managed-Services zur Steigerung der Servicequalität und Betriebssicherheit beim Kunden werden weiter ausgebaut was auch zu einer größeren Kundenbindung führt jedoch auch einen Ressourcen-Aufbau und der Anschaffung von weiteren Lizenzen für Monitoring-Software.

Aus heutiger Sicht ist für 2019 eine EBITA-Marge von bis zu 15 % bei einem Umsatz von T€ 23.500 wahrscheinlich.

Risiken für das Unternehmen können sich aus Kundenabwanderung oder erheblichen Softwarefehlfunktionen ergeben.

Da das Dienstleistungsniveau der GIS im Rahmen Ihrer neuen Organisationsstruktur ständig zeitnah kontrolliert und optimiert wird, ist das Risiko der Kundenabwanderung gering.

Ärzte sind eine sichere Klientel, da ihr Geschäft keinen Konjunkturschwankungen unterliegt.

Derzeit sieht die Gesellschaft keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens beeinträchtigen könnten.

 

Koblenz, 21.03.2019

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

31.12.2018
31.12.2017
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.449.315,09 2.713
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.916.059,02 2.176
II. Sachanlagen 519.963,07 524
III. Finanzanlagen 13.293,00 13
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.897.071,94 4.056
I. Vorräte 1.467.589,12 1.093
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.903.655,07 1.811
- davon gegen verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: T€ 16)    
- davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: € 6.506,77 (Vorjahr: T€ 10)    
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 525.827,75 1.152
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10.950,13 13
  7.357.337,16 6.782

PASSIVA

   
31.12.2018
31.12.2017
T€
A. EIGENKAPITAL 996.332,16 997
I. Gezeichnetes Kapital 128.125,00 128
II. Kapitalrücklage 25.575,00 26
III. Gewinnvortrag 842.632,16 843
B. RÜCKSTELLUNGEN 944.452,24 1.582
C. VERBINDLICHKEITEN 5.167.849,01 4.065
- davon gegenüber Kreditinstituten: € 2.039.278,08 (Vorjahr: T€ 2.703)    
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: € 1.934.604,84 (Vorjahr: T€ 0)    
- davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: € 79.295,73 (Vorjahr: T€ 0)    
- davon aus Steuern: € 454.771,11 (Vorjahr: T€ 240)    
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 248.703,75 138
  7.357.337,16 6.782

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018

2018
2017
T€
1. Rohergebnis 17.837.075,19 13.602
2. Personalaufwand 9.413.745,21 8.983
a) Gehälter 7.863.715,36 7.431
b) Soziale Abgaben 1.550.029,85 1.552
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 406.578,09 387
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.031.352,35 2.790
5. Erträge aus Beteiligungen 57.307,42 38
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.444,69 3
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.808,30 73
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 185.581,46 21
9. Ergebnis nach Steuern 4.823.761,89 1.389
10. Sonstige Steuern 22.767,50 20
11. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 4.800.994,39 1.369
12. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

A. Allgemein

Der Jahresabschluss der Gotthardt Informationssysteme GmbH, Koblenz, zum 31. Dezember 2018 wurde entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches §§ 242 ff. erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Koblenz unter der Nummer HRB 5282 eingetragen. Die Darstellung des Jahresabschlusses wurde gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

B. Bilanz

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Ausübung von Bilanzierungswahlrechten und die angewandten Bewertungsmethoden werden nachfolgend bei den einzelnen Bilanzpositionen dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Soweit Abweichungen bestehen, sind sie und ihr Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei der jeweiligen Bilanzposition erläutert.

Von bestehenden Ansatzwahlrechten wird nur Gebrauch gemacht, soweit aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften eine Aktivierungs- bzw. Passivierungspflicht besteht.

2. Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planungsmäßiger Abschreibungen bewertet. Anteilige Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird bei den einzelnen Vermögensgegenständen wie folgt unterstellt:

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer / Jahre Abschreibungsmethode
Lizenzen 2 - 3 Linear
Geschäfts- oder Firmenwert 5 - 15 Linear
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Linear
Fahrzeuge 3 - 6 Linear
Geringwertige Vermögensgegenstände von € 60,00 bis € 150,00 - 100 % im Jahr der Anschaffung
Sammelposten Geringwertige Vermögensgegenstände von € 250,00 bis € 1.000,00 5 Linear
Geringwertige Vermögensgegenstände von € 250,00 bis € 800,00 - 100 % im Jahr der Anschaffung

Für den Firmenwert "MEDISTAR Hannover Vertriebs- und Service GmbH" basiert die Schätzung der Nutzungsdauer von 15 Jahren auf einem im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf erstellten Vertriebskonzept. Für den Firmenwert "H+M Healthcare Management Systemlösungen GmbH & Co. KG" basiert die Schätzung der Nutzungsdauer von 15 Jahren auf Grund der nachgewiesenen langjährigen Kundenbeziehungen. Außerplanmäßige Abschreibungen im Bereich der Sachanlagen waren nicht erforderlich.

b) Finanzanlagen

Die Bewertung erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Eine Abschreibung war nicht notwendig.

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 ist im Anschluss an den Anhang (Anlage A) dargestellt.

3. Umlaufvermögen

a) Vorräte

Die Bestandsermittlung erfolgte durch körperliche Bestandsaufnahme. In den Vorräten sind Waren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden notwendige Wertberichtigungen pauschal nach Alter der jeweiligen Forderung von 3 % bis 100 % vorgenommen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden am Abschlussstichtag nicht.

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten.

c) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Beträge in fremder Währung sind nicht enthalten.

4. Eigenkapital

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2018 setzt sich wie folgt zusammen:

I. Gezeichnetes Kapital 128.125,00
II. Kapitalrücklage 25.575,00
III. Gewinnvortrag 842.632,16
  996.332,16

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 4.800.994,39 wird gem. Ergebnisabführungsvertrag vom 8. Dezember 2010 von der RheinMassiv Verwaltung AG übernommen. Die Eintragung des Gewinnabführungsvertrages in das Handelsregister erfolgte am 17. Dezember 2010.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen decken alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab. Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. Fremdwährungsverbindlichkeiten lagen nicht vor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von T€ 672 und eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von T€ 1.367. Sie sind in voller Höhe mittels Forderungsabtretung A - Z (Globalzession) und Raumsicherungsübereignung der Waren besichert.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.935 gegenüber Gesellschaftern enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Vorschriften gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Angaben zu periodenfremden Erträgen und Aufwendungen

Periodenfremde Erträge sind in den "Sonstige betriebliche Erträge" enthalten und betreffen Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von T€ 117 (Vorjahr: T€ 82), Erträge aus der Kaufpreisminderung DATA.med Praxiscomputer GmbH T€ 258 (Vorjahr: T€ 0), Erträge aus der Rückdeckungsversicherung T€ 19 (Vorjahr: T€ 0) sowie Erträge aus ausgebuchten Forderungen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 0).

Periodenfremde Aufwendungen sind in den "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthalten und betreffen Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von T€ 71 (Vorjahr: T€ 12) sowie Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen in Höhe von T€ 23 (Vorjahr: T€ 19).

3. Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge betreffen die Erträge aus der Kaufpreisminderung DATA.med Praxiscomputer GmbH T€ 258 (Vorjahr: T€ 0) sowie die Erträge aus der Rückdeckungsversicherung T€ 19 (Vorjahr: T€ 0).

D. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen 2018 2017
Angestellte 189 178
davon Teilzeit (33) (33)

2. Mitglieder der Geschäftsführung

Nachname Vorname Ausgeübter Beruf Vertretungsberechtigung
Proost André Kaufmann gemeinschaftlich
Klein Tobias staatlich geprüfter Betriebswirt gemeinschaftlich (ab 2. August 2018)

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB.

4. Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von 20 % und mehr besteht

Name des Unternehmens Sitz Höhe des Anteils in % am Kapital
%
Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorlag 31.12.2018
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorlag
Qualitätsverbund MED-IT GmbH & Co. KG Osnabrück 56,21 214.188,08 190.543,08

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

bis zu einem Jahr
T€
zwischen einem und fünf Jahren
T€
mehr als fünf Jahre
T€
Leasing Pkw 557 270 0
Miete 479 1.047 0
  1.036 1.317 0

2. Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzgeschäfte (Swaps) werden zur Absicherung von Zinsrisiken eingegangen. Für negative Marktwerte von Swaps, die mit vorhandenen Grundgeschäften eine wirtschaftliche Einheit bilden, werden zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Zur Absicherung zukünftiger Zinsbelastungen eines Kredits auf variabler Zinsbasis besteht ein Zinsswap-Geschäft im Gegenwert von nominal T€ 375. Der Zinsswap hat zum Bilanzstichtag einen Marktwert von -T€ 9.

F. Nachtragsbericht

Gem. Vertrag vom 21. Dezember 2018 (UR-Nr. 1748 für 2018 des Notars Hans-Jörg Assenmacher in Koblenz) wurden die Anteile in Höhe von € 82.100,00 und € 10.200,00 (Nennbetrag) der RheinMassiv Verwaltung AG zum 1. Januar 2019 (dinglicher und wirtschaftlicher Übertragungszeitpunkt) an die K-LINE Praxislösungen GmbH verkauft.

 

Koblenz, 21. März 2019

Gotthardt Informationssysteme GmbH

André Proost

Tobias Klein

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2018
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31. Dez. 2018
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 344.115,61 7.650,00 9.920,00 0,00 361.685,61
Geschäfts- oder Firmenwert 2.618.908,27 0,00 0,00 0,00 2.618.908,27
Geleistete Anzahlungen 60.550,00 0,00 -9.920,00 50.630,00 0,00
  3.023.573,88 7.650,00 0,00 50.630,00 2.980.593,88
II. SACHANLAGEN          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.507,86 5.997,99 0,00 0,00 17.505,85
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.396.937,80 224.947,62 0,00 64.238,34 1.557.647,08
  1.408.445,66 230.945,61 0,00 64.238,34 1.575.152,93
III. FINANZANLAGEN          
Beteiligungen 13.293,00 0,00 0,00 0,00 13.293,00
  4.445.312,54 238.595,61 0,00 114.868,34 4.569.039,81
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2018
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2018
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212.876,59 42.036,00 0,00 254.912,59
Geschäfts- oder Firmenwert 635.029,27 174.593,00 0,00 809.622,27
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  847.905,86 216.629,00 0,00 1.064.534,86
II. SACHANLAGEN        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.465,86 2.005,48 0,00 10.471,34
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 876.141,25 187.943,61 19.366,34 1.044.718,52
  884.607,11 189.949,09 19.366,34 1.055.189,86
III. FINANZANLAGEN        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.732.512,97 406.578,09 19.366,34 2.119.724,72
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2018
31. Dez. 2017
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.773,02 131.239,02
Geschäfts- oder Firmenwert 1.809.286,00 1.983.879,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 60.550,00
  1.916.059,02 2.175.668,02
II. SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.034,51 3.042,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 512.928,56 520.796,55
  519.963,07 523.838,55
III. FINANZANLAGEN    
Beteiligungen 13.293,00 13.293,00
  2.449.315,09 2.712.799,57

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gotthardt Informationssysteme GmbH, Koblenz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gotthardt Informationssysteme GmbH, Koblenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gotthardt Informationssysteme GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, 21. März 2019

ETL-Heimfarth & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Helmut Heimfarth, Wirtschaftsprüfer

Joris Bühler, Wirtschaftsprüfer

Weitere Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 8. Mai 2019 festgestellt.

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