Porsti Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Stephan Heckmann seit 1.8.2023 | Prokura |
Moritz Edgar Prahl seit 30.5.2023 | Prokura |
Christian Bretzing seit 25.1.2007 | Prokura |
Andreas Heinz Prahl seit 4.1.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kartonfabrik Porstendorf GmbHNeuengönnaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022ANHANG zum 31.12.2022Kartonfabrik Porstendorf GmbH Herstellung und Vertrieb von Karton, PorstendorfAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Der Jahresabschluss enthält keine Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die - in den Vorjahren erworbenen - geringwertigen Wirtschaftsgüter werden entsprechend der steuerlichen Vorschriften bilanziert. Im Berichtsjahr zugegangene geringwertige Wirtschaftsgüter wurden gem. § 6 Abs. 2 EStG in vollem Umfang abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Fertige Erzeugnisse und Waren werden mit den Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten den handels- und steuerrechtlich zulässigen niedrigsten gebotenen Wertansatz; Verwaltungskosten werden nicht einbezogen, § 255 Abs. 2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, soweit diese Forderungen darstellen, wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung bewertet. Fremdwährungsforderungen werden bei Zugang mit dem Devisenkurs angesetzt. Bei Fremdwährungsforderungen wird die Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs vorgenommen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen für Stromsteuererstattungen in Höhe von Euro 64.007,52 enthalten. Liquide Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Es werden keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren ausgewiesen. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, liegen nicht vor. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr liegen in Höhe von Euro 44.000,00 (Vorjahr: Euro 44.000,00) vor. Hierbei handelt es sich ausschließlich um sonstige Vermögensgegenstände. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt Euro 5.480.760,70 (Vorjahr: Euro 7.400.771,00) liegen im Berichtsjahr folgende Fälligkeiten vor: Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 5.366.223,20 (Vorjahr: Euro 6.175.771,00).
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 114.537,50 (Vorjahr: Euro 1.225.000,00).
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 202.683,60 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für das Betriebsgebäude für die folgenden 12 Monate. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Erträge aus Währungsumrechnungen betragen Euro 339.508,06 (Vorjahr: Euro 149.940,91). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen betragen Euro 261.501,65 (Vorjahr: Euro 42.351,46). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vorgänge von besonderer Bedeutung Sofern eingetreten finden diese Erwähnung im Lagebericht. Insbesondere in Bezug auf die Corona-Pandemie wird auf Angaben im Lagebericht verwiesen. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von Euro 633.247,93 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Unterschrift der Geschäftsführung
Neuengönna, 30. Mai 2023 Andreas Prahl, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2022Kartonfabrik Porstendorf GmbH Herstellung und Vertrieb von Karton, Porstendorf
Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich mit Datum vom 2. Juni 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kartonfabrik Porstendorf GmbH, Neuengönna Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Kartonfabrik Porstendorf GmbH, Neuengönna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Kartonfabrik Porstendorf GmbH, Neuengönna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hannover, den 02. Juni 2023 Rüdiger Bartsch, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31.12.2022Kartonfabrik Porstendorf GmbH Herstellung und Vertrieb von Karton, PorstendorfAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022Kartonfabrik Porstendorf GmbH Herstellung und Vertrieb von Karton, Porstendorf
LAGEBERICHT zum 31.12.2022Kartonfabrik Porstendorf GmbH, PorstendorfA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Kartonfabrik Porstendorf GmbH (im Folgenden Kartonfabrik genannt) produziert aus Altpapier Graukarton in Grammaturen von 350 bis 1.000 g/m 2. Dabei können Kartonformate von bis zu 225 cm Breite und 165 cm Länge hergestellt werden, die auf Wunsch der Kunden mit Inlinedruck oder Flexodruck versehen werden. Der Vertrieb von Buchbinderpappe sowie Kisten-, Holz- und Siebdruckpappe ist ein weiteres Geschäftsfeld der Kartonfabrik. Verarbeitungs- und Veredelungsprozesse werden auf höchstem Standard durchgeführt. Für die Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs verwendet die Kartonfabrik im Wesentlichen die folgenden finanziellen Steuerungskennzahlen: Das Rohergebnis sowie das Forderungsvolumen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Verband Vollpappe-Kartonagen (VVK) berichtet für das Jahr 2022 von einem leichten Rückgang des mengenmäßigen Gesamtabsatzes für die Papierwirtschaft allgemein. Die Minderung im Vergleich zum Vorjahr beträgt 1,5 %. Besonders hervorzuheben ist hiergegen die wertmäßige Steigerung der der produzierten Menge von 21,1 %. Die Kartonfabrik liegt mit der erzielten Umsatzsteigerung im Trend für 2022. Nach Angaben des Bundesamts für Statistik ist zum Juli 2022 der Durchschnittspreisindex für Gemischtes Altpapier auf ein Rekordhoch von +69,6 % im Vergleich zum Referenzjahr 2015 gestiegen. Die Höchstwerte seit dem Berichtsjahr 2020 wurden im Juli 2022 mit 238,6 Prozentpunkten erreicht. Im Laufe des IV. Quartals 2022 setzte eine massive Senkung des Preisindex auf bis zu 63,2 % des Referenzwertes ein. Entgegen dieses Trends sind die Beschaffungskosten des Unternehmens für Altpapier B12 nominell nur um 3,26 % gestiegen durch Nutzung von gelagerten Beständen. Weiterhin belasten Preissteigerungen für den Energieträger Gas die Industrie schwer. Daten des Bundesamts für Statistik zufolge sind die allgemeinen Gaspreise von April 2021 bis April 2022 signifikant angestiegen. 2. Geschäftsentwicklung Trotz der branchenspezifischen z.T. negativen Auswirkungen der Kartonbranche hat sich für die Kartonfabrik die Geschäftsentwicklung auf den Märkten im Inland und in den EU- und EFTA-Ländern wesentlich verbessert. Das Rohergebnis hat sich, auf Grund geschilderten Lage deutlich verbessert. 3. Lage a. Ertragslage Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr 2022 nach Abzug aller Steuern wie im Vorjahreszeitraum einen Jahresüberschuss aus (siehe unten). Auf Grund der vorangehend geschilderten Umstände liegt dieser um TEuro 40 über dem Vorjahreswert. Das Rohergebnis als wesentliche Steuerungskennzahl hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr entsprechend verbessert. Individuelle Maßnahmen der Gesellschaft haben dafür gesorgt, dass branchenbezogen vorhandene Lieferketten- und Produktionsprobleme nicht auftraten und die Kunden zufriedengestellt werden können. Die betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um TEuro 4.075 (34 %) angestiegen. Ausschlaggebend sind hier im Wesentlichen höhere Kosten im Bereich der Betriebs- und Vertriebs- und Verwaltungskosten. Insbesondere im Bereich der Betriebs- und Verwaltungskosten bezieht sich die Kostensteigerung zu wesentlichem Teil auf Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Die Eigenkapitalrentabilität stellt sich im Vorjahres-Vergleich wie folgt dar:
Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Lage der Gesellschaft unter Betrachtung der Entwicklung der relevanten gesamt- und branchenspezifischen Entwicklung äußerst zufriedenstellend entwickelt hat. Die Menge der produzierten Tonne Pappe konnte im Vergleich zum Vorjahr abermals deutlich gesteigert werden. Dazu wurden die Lagerbestände entsprechend der gestiegenen Rohstoff- und Produktionskosten bewertet. b. Finanzanlage b.i Kapitalstruktur Die Gesellschaft verfügt über eine solide Eigenkapitalbasis, die zu einer Eigenkapitalquote von 32,3 % führt. Das dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehende Kapital stellt eine robuste Grundlage für zukünftige Aktivitäten dar. b.ii Investitionen Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen investiert. Im Wesentlichen wurde ein PKW-Fuhrpark zuzüglich sonstiger Transportmittel zur Loslösung von stetig steigenden Leasingkosten angeschafft. Weitere diverse Investitionen verteilen sich auf Werkzeuge, Betriebsausstattung und geringwertige Wirtschaftsgüter. b.iii Liquidität Der Forderungsbestand wurde im Vergleich zum Vorjahr weiter aufgebaut. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind dem entgegen deutlich reduziert worden. Der Vorratsbestand hat sich durch die Inanspruchnahme der Produktion zur Vermeidung der Rohstoffhöchstpreise entsprechend verringert. Durch die langfristigen Zahlungsziele, insbesondere mit den Kunden im Drittland, werden die Forderungsbestände aufgebaut. Mit dem Anstieg des Forderungsvolumens steigen zugleich die Ausfallrisiken. Die Qualität des Forderungsmanagements zeigt sich dadurch, dass trotzdem weiterhin keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen waren. Das Anlagevermögen ist wie im Vorjahr um ein Vielfaches durch das Eigenkapital gedeckt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Investitionen wurden mit eigenen Mitteln finanziert. Der nachstehend ermittelte Cash Flow wird aus dem Jahresergebnis der Gesellschaft und den nicht zahlungswirksamen Abschreibungen ermittelt.
Der Cash Flow hat sich in 2022 im Vergleich zum Jahr 2021 annähernd leicht verbessert. Im Wesentlichen sind die liquiden Mittel in den unmittelbar der Produktion dienenden Werten in den Vorräten gebunden und direkt der Umsatzgenerierung zugeführt. c. Vermögenslage Die Gesellschaft ist in einem angemessenen Verhältnis durch Eigen- und Fremdkapital finanziert. Dabei werden die Grundsätze der Fristenkongruenz, der Flexibilität und der Wirtschaftlichkeit beachtet. Wesentliche Abgänge aus dem Vermögen der Gesellschaft waren nicht zu verzeichnen. C. Prognose, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Grundsätzlich unterliegt der Graukartonmarkt Schwankungen. Die Kartonfabrik Porstendorf hat im Trend der Branche im laufenden Geschäftsjahr wieder ein Umsatzplus erzielt und erwartet auch im kommenden Jahr eine moderate Entwicklung. Die Auftragslage wird weiterhin als gut eingeschätzt. Ihre Rolle am Markt wird die Gesellschaft weiter versuchen zu etablieren. Durch zunehmende Lockerungen der Einschränkungen im nationalen und internationalen Raum in 2022 wurde wieder damit begonnen, Kundennähe zu pflegen. Durch die Präsenz im In- und Ausland kann die Gesellschaft auf unterjährige Schwankungen hervorragend reagieren und den Bedarf der Kunden jeweils erfüllen. Für das Folgejahr wird mit einer weiterhin stabilen Produktion gerechnet. Verschiedene Faktoren, wie z.B. der stark schwankende Altpapierpreis, die Energieträgerpreise im Bereich Gas und die weiterhin nur schwer einzuschätzende, zukünftige Auswirkung der Lage in der Ukraine lassen einen geringeren Jahresüberschuss erwarten. Es wird nicht erwartet, dass der Rückgang sich so wesentlich niederschlägt wie im Geschäftsjahr 2020 zu 2021. Auf die gestiegenen Produktionskosten kann die Gesellschaft mit eigenen Preisanpassungen auch weiterhin in der Zukunft reagieren. Es wird erwartet, dass sich der Rohgewinn nicht auf dem Niveau des Berichtsjahres halten, jedoch auf dem Niveau der Vorjahre einpendeln wird. 2. Chancen und Risiken a. Finanzielle Risiken Das Unternehmen legt besonderen Wert auf die Minimierung von finanziellen Risiken. Durch die nach wie vor starke Präsenz auf dem außereuropäischen Markt und den damit verbundenen längeren Zahlungszielen ergeben sich darüber hinaus Finanzierungs- und Ausfallrisiken. Hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber ausländischen Kunden bestehende Währungsrisiken wurden in 2022 nicht durch Devisentermingeschäfte vom Unternehmen abgesichert. Im Verhältnis zu den Aufwendungen wurde im Geschäftsjahr gerundet ein Drittel mehr an Erträgen aus Kursdifferenzen erzielt. b. Marktrisiko Geprägt von den Ereignissen in der Ukraine sind die Marktchancen der deutschen Wirtschaft schwer einzuschätzen. Dazu kommen die weiterhin zu berücksichtigenden Nachwirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die nationale Wirtschaft und die internationalen Märkte. National stellt der zunehmende Nachwuchs- und Fachkräftemangel eine wesentliche Herausforderung dar. Trotz dem anhaltenden Bau neuer Werke im Ausland durch Marktmitstreiter hält die Kartonfabrik durch ihre besondere Kundennähe, der Qualität und der Bereitschaft individuelle Lösungen für die Kunden zu schaffen, dem Wettbewerbsdruck auf dem Graukarton- und Pappenmarkt stand. Entsprechend der Branchenentwicklung konnte die Gesellschaft im Jahr 2022 ein deutliches Umsatzplus erzielen. Die Weiterentwicklung, Pflege und regelmäßige Wartung der Produktionsanlagen sorgt für einen zuverlässigen Betriebsablauf, so dass die Kunden der Kartonfabrik einen verlässlichen Partner haben. c. Qualitätsrisiko Verunreinigungen im Rohstoff Altpapier können sich negativ auf die Qualität des Graukartons auswirken. Um solchen und ähnlichen Mängeln in der Produktion zu begegnen, verfügt das Unternehmen über ein Qualitätsmanagement, welches nach DIN ISO 9001/2015 zertifiziert wurde. Durch dieses Qualitätsmanagement gewinnt die Kartonfabrik in den Produktions- und Prozessabläufen an Sicherheit für das gesamte Unternehmen. d. Gesetzliche Veränderungen Gesetzliche Veränderungen, insbesondere im Hinblick auf die Begrenzung der Abgaben zur Förderung von erneuerbaren Energien, werden ständig beobachtet und ausgewertet. Entsprechende Anträge werden innerhalb der zeitlichen Frist eingereicht. Hierdurch erwarten wir keine wesentlichen Risiken für die künftige Geschäftstätigkeit. Zum 1.01.2023 tritt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in Kraft. e. Sonstige Risiken Auf Grund umgehend bereits in 2021 getroffener, innerbetrieblicher Maßnahmen konnte die Produktion von Graupappe auch in 2022 trotz der Folgen der Corona-Krise und der anhaltenden Situation in der Ukraine ungehindert fortgeführt werden. Die Geschäftsleitung sensibilisiert die Mitarbeiter der Gesellschaft fortlaufend und sorgt mit strikten Hygienemaßnahmen dafür, dass die Produktion weiterlaufen kann. Zu Russland und der Ukraine bestehen keine wesentlichen, direkten geschäftlichen Verbindungen. Es ist davon auszugehen, dass sich aus der aktuellen, lokalen Krise ergebende Risiken und negative Entwicklungen mit den gesamtwirtschaftlichen Folgen in 2023 tendenziell decken werden. Bewertung der derzeitigen Risikopositionen Die Marktrisiken sind für die Kartonfabrik grundsätzlich am bedeutendsten, da sie unmittelbar auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Einfluss nehmen. Inwiefern sich das zum 01. Januar 2023 in Kraft getretene Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz auf die Gesellschaft im Speziellen und die Branche im Generellen auswirken wird, ist zum Zeitpunkt dieser Berichtsfassung noch nicht absehbar. Durch die relative Unabhängigkeit vom Güterzugtransport haben zunehmende Arbeitnehmerstreiks im Schienenverkehr nur eine geringe Auswirkung auf die Lieferketten der Gesellschaft. Chancenbericht Auf dem Graukartonmarkt kann die Kartonfabrik als mittelständisches Unternehmen flexibel und kreativ auf die Bedürfnisse und Anforderungen ihrer weltweiten Kundschaft eingehen. Sie hat sich damit einen festen Platz auf dem Markt erobert, den es durch gleichbleibende Qualität und Service weiter auszubauen gilt. Kurzfristig wird weiterhin mit einem sprunghaft schwankendem Altpapierpreis und stetig steigenden Energiepreisen zu rechnen sein. Eine Stabilisierung auf dem Stand der Jahre vor der Corona- und Ukraine-Krise wird mittelfristig erwartet. Das Unternehmen hat sich nach aktueller Beurteilung selbst keinen inhärenten, den Gewinn beeinflussenden Einschränkungen in diesem Sinne zu stellen.
Neuengönna, 30. Mai 2023 Kartonfabrik Porstendorf GmbH Geschäftsführer Andreas Prahl |
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