Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 51889
Vorher
SCK Services GmbH
Eingetragen
29.12.2017
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger VerpflegungsdienstleistungenErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
die Belieferung von Fluggesellschaften mit zollfreien und verzollten Waren, die Lieferung von Bordverpflegung und die Erbringung aller damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jonny Dr. Kötritsch
seit 14.4.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Fabian Schütte
seit 21.7.2020
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gate Gourmet GmbH Ost

Neu-Isenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für Offenlegungszwecke

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen auf dem Gebiet der Fluggastronomie und beliefert Fluggesellschaften sowie Fluggäste mit Mahlzeiten, Getränken sowie Produkten aller Art.

Die Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches ein verbundenes Unternehmen der gategroup Holding AG, Opfikon, Schweiz, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2020 bestanden Betriebsstätten in Berlin und Nürnberg.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die aktuelle Wachstumseinschätzung der OECD liegt für das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einem Anstieg von 3,7% im Jahr 2018 bei noch 3,5 % für das Jahr 2019. Aufgrund der COVID-19 Pandemie schrumpfte das globale BIP im Jahr 2020 um -3,4%. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2018 um 1,5% und damit das neunte Jahr in Folge. Allerdings lag das BIP erstmals unter den Vorjahreswerten mit einem Wachstum von 2,2% in den Vorjahren 2016 und 2017. Nach einem Wachstum von 1,1% im Jahr 2019 trübte auch in Deutschland die Ausbreitung des Coronavirus das Wirtschaftsgeschehen spürbar ein (-5,3%). Die OECD erwartet für 2021 ein Wachstum des BIP in Deutschland von 3,3% (weltweit sogar von 3,7%) und für das Jahr 2022 von 4,4% (weltweit 4,7%). Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2021 mit einem Plus von 3,5% und für das Jahr 2022 mit einem Plus von 3,6%. Die Bundesbank rechnet im Jahr 2021 mit 3,7% und 5,2% für das Jahr 2022.

2. Entwicklung der Branche

Entwicklung in 2020

Mit dem Auftreten der COVID-19 Pandemie in den ersten Monaten 2020 gab es gravierende Auswirkungen auf die gesamte Flugindustrie und ab Ende März 2020 kam der Flugverkehr in Europa mit wenigen Ausnahmen fast vollständig zum Erliegen. Erst ab Mitte Juni 2020 gab es erste Anzeichen einer Erholung allerdings auf sehr niedrigem Niveau.

Die International Air Transport Association (IATA) hat ihre ursprünglich aufgestellte Prognose eines Wachstums des Passagierverkehrs in 2020 um 4% aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus im April 2020 revidiert. Sie geht nun davon aus, dass die Fluggesellschaften weltweit einen Umsatzverlust in Höhe von 418 Mrd. USD verzeichnen werden, was einem Rückgang von 55% entspricht.

Der für die Gesellschaft in Deutschland bedeutsame Kunde Lufthansa verzeichnete einen Rückgang der Kapazität (angebotene Sitzkilometer) von 64% gegenüber 2019.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie haben auch die Airline-Catering-Branche drastisch verändert. Der krisenbedingte Rückgang der Passagierzahlen im Flugverkehr, vor allem im Langstreckengeschäft aufgrund von Reiserestriktionen sowie Serviceeinschränkungen im Zusammenhang mit Hygienekonzepten, haben die Nachfrage nach Catering Leistungen einbrechen lassen. Zudem deutet sich an, dass die Pandemie die Digitalisierung der Services vor und nach dem Flug sowie an Bord beschleunigt.

Insbesondere beim Hauptkunden Lufthansa zeigt sich bei Kurzstrecken-, Economy Class- und Freizeitreisen der Trend zu Pre-Order- und OnBoard-Retail.

Erst ab Mitte Juni 2020 gab es erste Anzeichen einer Erholung der Kundennachfrage.

Die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf die gesamte Industrie sind nur bedingt einzuschätzen, da sie maßgeblich von dem weiteren Verlauf der Krise, den Kundenreaktionen sowie der Verfügbarkeit und Wirksamkeit von Impfungen zur Eindämmung des Virus abhängen.

Entwicklung in 2021

Das Volumen blieb aufgrund eines zweiten Lockdowns im März 2021 auf sehr niedrigem Niveau. Mit dem Sommer- und Ferienreiseverkehr 2021 erholten sich Flugbewegungen, Passagierzahlen und infolgedessen auch die Catering-Leistungen für Fluggesellschaften spürbar. In welchem Umfang diese Erholung durch die sich bereits abzeichnende prognostizierte Verschärfung der COVID-19 Pandemie in den Herbst- und Wintermonaten beeinträchtigt wird, bleibt abzuwarten.

Mit der Öffnung des Flugkorridors in die USA (wie zuletzt für Kanada geschehen) ist mit einem Volumen- und Umsatzwachstum im mittleren zweistelligen %-Bereich zu rechnen.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die Gesellschaft einen Umsatz auf Vorjahresniveau.

Die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf die gesamte Industrie sind zum aktuellen Zeitpunkt nur bedingt einzuschätzen, da sie maßgeblich von dem weiteren Verlauf der Krise, den Kundenreaktionen sowie der Verfügbarkeit und Wirksamkeit von Impfungen zur Eindämmung des Virus abhängt. Zuversichtlich stimmt die sprunghafte Erholung des Binnenflugverkehrs in Nordamerika, welche durch eine zunehmende Impfdurchdringung der Bevölkerung und weitgehende politische Lockerungen getrieben ist. Ein ähnliches, wenn auch zeitlich versetztes Bild zeigt sich in Europa und Deutschland. Die laufenden Impfkampagnen belebten den Markt im Sommer 2021. Wenn Virusmutationen eine Unsicherheit in Bezug auf den Impfschutz darstellen, ist heute nicht davon auszugehen, dass die Wirtschaft im Allgemeinen und der Flugverkehr im Speziellen einen erneuten harten Lockdown durchstehen müssen. Es wird jedoch vermutet, dass frühestens 2023 bis 2024 mit einer Rückkehr auf ein Flugvolumen wie vor der Corona-Krise zu rechnen ist.

3. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Anzahl der Flüge hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr entgegen der Prognose im Vorjahr deutlich vermindert. Die Gründe für die Verminderung liegen insbesondere in der COVID-19 Pandemie.

Aufgrund der Folgen der COVID-19 Pandemie beurteilt die Geschäftsführung die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2020 als signifikant negativ. Durch den zunehmend verbreiteten Einsatz von Impfstoffen und der Verbesserung von Behandlungsmaßnahmen gegen das Coronavirus im Laufe des Jahres 2021 stellte sich eine leichte Erholung der globalen Wirtschaft und des Luftverkehrs ein, die sich weiter verstetigen und beschleunigen sollte.

4. Auftragsbestand

Branchentypisch bestehen - wenn überhaupt - nur Rahmenverträge zur Belieferung von Fluggesellschaften sowie Preisvereinbarungen. Die aktuelle Bestellung von benötigten Mahlzeiten und sonstigen Dienstleistungen erfolgt, bezogen auf einzelne Flüge, kurzfristig.

5. Produktion

Der Mix der verkauften Produkte hat sich im Vergleich zum Vorjahr verändert. Aufgrund der Pandemie und geltender Hygiene- und Abstandsregelungen an Bord haben sich sowohl die Produktvielfalt als auch frische Angebote reduziert. Die Auslastung der Betriebe hat sich im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt standortbezogen entsprechend des Umsatzvolumens entwickelt.

6. Investitionen

Investitionen des Berichtsjahres betrafen im Wesentlichen die Ersatzbeschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung.

7. Finanzierungsmaßnahmen

Die Gate Gourmet GmbH Ost nimmt am Cash Pooling einer Konzerngesellschaft teil. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag eine Cash Pool-Forderung in Höhe von T€ 2.776 aus.

C. Darstellung der Lage

1. Finanzielle und nicht - finanzielle Leistungsindikatoren

Neben der Beobachtung klassischer finanzieller Leistungsindikatoren, wie Umsatz und Ergebnis nach Steuern stehen auch nicht finanzielle-Leistungsindikatoren im Mittelpunkt der Unternehmenssteuerung. Insbesondere zu nennen ist hierbei die Anzahl der Flüge und Passagierzahlen. Daneben werden Produktionseffizienz, Flugzeugauslastungen und Quoten von an Bord frei abgegebenen Mahlzeiten auf Kunden- und Niederlassungsbasis verfolgt. Durch Beobachtung dieser Indikatoren lassen sich die vorgenannten Branchentrends und Risiken beobachten und die Reaktion der Gesellschaft entsprechend anpassen.

2. Ertragslage

Im Jahr 2020 war, wie in den Vorjahren, der andauernde Kostendruck in der Airline-Branche weiterhin spürbar. Die andauernde COVID-19 Pandemie und die damit einhergehenden massiven Beschränkungen im Luftverkehr führten zu einer signifikanten Verminderung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 6.760 auf T€ 5.507 gesunken. Der Rückgang ist auf die Auswirkungen der COVID 19 Pandemie im Geschäftsjahr 2020 zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 131 auf T€ 427 gestiegen (Vorjahr T€ 296).

Die Materialaufwendungen sind um T€ 2.394 auf T€ 1.348 gesunken (Vorjahr T€ 3.742).

Die Personalaufwendungen sind in Berichtsjahr um T€ 4.613 auf T€ 2.394 (Vorjahr T€ 7.008) gesunken. Im Personalaufwand wurden T€ 1.242 (Vorjahr T€ 0) Kurzarbeitergeld als durchlaufender Posten erfasst.

Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 41 auf T€ 320 (Vorjahr T€ 279) erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2020 um T€ 2.275 auf T€ 3.447 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Reduktion der Aufwendungen für Gebäudekosten, Kosten für externe Aushilfen sowie auf Abschreibungen auf Forderungen zurückzuführen.

Das Zinsergebnis hat sich um T€ 95 auf T€ 101 (Vorjahr T€ 7) verschlechtert. Diese Verschlechterung ist ausschließlich auf das von der Konzerngesellschaft erhaltene Darlehen zurückzuführen.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrag erhielt die Gesellschaft einen Verlustausgleich in Höhe von T€ 1.689 (Vorjahr: T€ 4.198).

3. Vermögenslage

Das Vorratsvermögen ist um T€ 123 auf T€ 211 (Vorjahr T€ 334) gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 868 auf T€ 235 gesunken.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 408 auf T€ 5.178 erhöht (Vorjahr T€ 4.770). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Cash-Pool Forderung in Höhe von T€ 2.776 (Vorjahr Verbindlichkeit T€ 2.901) zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 38 auf T€ 443 gesunken (Vorjahr T€ 481).

Der Bestand flüssiger Mittel sank auf T€ 1 (Vorjahr T€ 7).

Die Bilanzsumme ist um T€ 934 auf T€ 8.289 gesunken. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich auf den Rückgang von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Auf der Passivseite hat sich das volleingezahlte gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 26 gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von T€ 1.756 auf T€ 1.058 um T€ 698 verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verbrauch der im Vorjahr gebildeten Restrukturierungsrückstellung zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich auf T€ 144 (Vorjahr T€ 297).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auf T€ 6.895 erhöht (Vorjahr T€ 6.829).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich auf T€ 101 (Vorjahr T€ 196).

4. Finanzlage

Die Gesellschaft hat Finanzmittel aus dem Cash-Pooling bei einer Konzerngesellschaft erhalten. Zum Bilanzstichtag bestehen konzerninterne Cash-Pooling Forderungen von T€ 2.776 (Vorjahr Verbindlichkeit T€ 2.901).

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 ein Darlehen von der gategroup Financial Services S.à.r.l., Luxemburg, über T€ 3.000 erhalten. Das Darlehen hat eine feste Laufzeit bis zum 02. Mai 2025.

Neben der bereits bestehenden Cash-Pooling-Vereinbarung sowie dem Darlehen wurde zur Erhaltung der Liquidität der Gesellschaft seitens der gategroup Financial Services S.à.r.l., Luxemburg, eine Liquiditätszusage in Form eines Comfort Letters (harte Patronatserklärung) abgegeben. Hierbei wurde eine Liquiditätszusage in Höhe von bis zu € 4,9 Mio. bis längstens 31. Dezember 2023 erteilt.

Die bestehenden Finanzierungsmittel boten der Gesellschaft im Jahr 2020 genügend Möglichkeiten, die notwendigen Anpassungen aufgrund der Branchenentwicklung vornehmen zu können.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Vermögens -, Finanz - und Ertragslage

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt, da die Gesellschaft durch ihre Konzernzugehörigkeit, die Einbindung in das konzerninterne Cash-Pooling, die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen einschließlich der Liquiditätszusage in Form eines Comfort Letters (harte Patronatserklärung) über ausreichend liquide Mittel verfügen wird, um ihren künftigen Verpflichtungen nachkommen zu können.

Insgesamt beurteilt die Gesellschaft die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Jahr 2020 als noch zufriedenstellend. Die Ertragslage ist bedingt durch die COVID-19 Pandemie sehr schwierig. Die Finanz- und Vermögenslage konnten aber insbesondere durch die umgesetzte Sanierungsmaßnahme sowie die erfolgten Liquiditätssicherungsmaßnahmen (weitere Einbindung in das konzerninterne Cash-Pooling, erhaltene Liquiditätszusage in Form einer harten Patronatserklärung) gestärkt werden.

D. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risikobericht

Die bewusste Steuerung von Risiken ist ein integraler Faktor der Unternehmensführung und das Management von Risiken ist in die bestehenden Geschäftsprozesse integriert.

Das Marktumfeld der Gesellschaft ist unmittelbar von den Entwicklungen bei den Fluggesellschaften, wie Konsolidierung, Wettbewerb der Fluggesellschaften untereinander, Preiskampf sowie die Verlagerung und Konzentration der Flugbewegungen an andere Standorte geprägt. Die daraus resultierenden Kostensenkungsmaßnahmen der Fluggesellschaften führen zu Budgetanpassungen, die sich in Produktumstellungen, Konzeptwechseln und Preis- und Servicereduzierungen niederschlagen können.

Daraus resultieren Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Insbesondere signifikante Nachfrageänderungen hätten materielle Auswirkungen auf die Umsätze und die Ergebnissituation der Gesellschaft und wären für die Gesellschaft bestandsgefährdend.

Die COVID-19 Pandemie stellt weiterhin eine erhebliche Gefährdung für die wirtschaftliche Existenz vieler Fluggesellschaften dar und hat daher auch signifikante Effekte auf die Airline-Catering-Industrie und auf die Gate Gourmet GmbH Ost. Kundeninsolvenzen mit negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft können in diesem Umfeld nicht ausgeschlossen werden.

Der weitere Fortgang der COVID-19 Pandemie ist aus heutiger Sicht schwer abzuschätzen. Durch die bereits beobachten massiven Einschränkungen, die sich bislang infolge der COVID-19 Pandemie ergeben haben, können bei einer zukünftigen Verschärfung der (globalen) Pandemielage signifikante Risiken für den Betrieb der Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden.

Die Gate Gruppe simuliert die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für Umsatz, Ergebnis und Liquidität regelmäßig in verschiedenen Szenarien. Die Dauer der Belastungen ist aktuell nicht abschätzbar, da sie maßgeblich von dem weiteren Verlauf der Krise, den Kundenreaktionen sowie der Verfügbarkeit und Wirksamkeiten von Impfungen zur Eindämmung des Virus abhängt. Es besteht somit das Risiko, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise wesentlich schwerwiegender sind als prognostiziert.

Der russische Einmarsch in die Ukraine kann die Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Corona-Krise sowie den branchenspezifischen Aufschwung bremsen. Zum einen betreffen die verhängten Sanktionen den Luftverkehr direkt, da mehrere Länder Lufträume sperrten und Überflugverbote erteilten. Aufgrund langer Umwege annullierten einige wenige Airlines bereits einzelne Strecken, andere nehmen lange Umwege in Kauf. Zum anderen wirkt der Krieg unmittelbar preistreibend auf zahlreiche Rohstoffe und stützt damit die gegenwärtig hohen Inflationsraten. Die Geschäftsführung beobachtet die wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen des Konflikts. Der Anteil des Umsatzes und des EBITDA, der direkt auf Flüge nach und von Russland sowie die Ukraine entfällt, ist gering. Von direkten Volumenreduktionen der Airlines ist die Gesellschaft bislang insgesamt in unwesentlichem Umfang betroffen. Auch zeigen sich kurzfristig bislang keine negativen Auswirkungen auf das touristische Buchungsverhalten und den Sommerflugplan 2022.

In Bezug auf die Beschaffungsmärkte geht die Geschäftsführung von deutlich steigenden Preisen für Energie und Lebensmittel aus, die teilweise vertraglich an die Kunden weitergegeben werden können. Die Geschäftsführung erwartet derzeit ein hohes Risiko und eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit.

Im Rahmen der vorab genannten fortlaufenden Finanz- und Szenarioplanung werden Liquiditätsrisiken der Gesellschaft überwacht und diesen fristgerecht durch eine Ausweitung der Konzernfinanzierung begegnet.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist davon abhängig, dass es nicht zu einem (erneuten) längeren wirtschaftlichen Stillstand infolge der COVID-19-Pandemie sowie einer dramatischen Eskalation und Ausbreitung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine kommt bzw. dass eine erfolgreiche Fortsetzung der Geschäftstätigkeit wieder eintritt. Aufgrund des reduzierten Geschäftsumfangs infolge der COVID-19 Pandemie erwartet die Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 negative Cash-Flows, welche nicht mit vorhandenen liquiden Mitteln gedeckt werden können.

Diese Krise stellt somit für die Gesellschaft ein bestandsgefährdendes Risiko dar und die Gesellschaft ist möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Konsequenzen wurde durch die gategroup Financial Services S.à.r.l., Luxemburg, mit Datum vom 13. April 2022 eine befristete Patronatserklärung (bis zum 31. Dezember 2023) in Höhe von € 4,9 Mio. abgegeben. Damit ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Liquidität und somit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit künftig von der finanziellen Unterstützung der Patronin abhängig. Die Geschäftsführung geht aktuell davon aus, dass die Liquiditätszusagen der gategroup Financial Services S.à.r.l., Luxemburg, die Teilnahme am konzerninternen Cash-Pooling sowie die erfolgten Sanierungsmaßnahmen die Gesellschaft ausreichend unterstützen wird, um die finanziellen Auswirkungen der unternehmensexternen sowie -internen Risiken zu kompensieren.

Risiken aus Forderungsausfällen begegnet die Gesellschaft durch aktives Forderungsmanagement und die Prüfung von Bonitäten. Kurzfristige Kundeninsolvenzen mit negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft können bei einem sich stark konsolidierenden Markt dabei nicht ausgeschlossen werden.

Geringe Zinsänderungsrisiken bestehen beim Cash-Pooling. Sicherungsgeschäfte werden hierzu nicht abgeschlossen. Die Geschäftsführung sieht ein moderates Risiko mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit.

Chancenbericht

Den vorgenannten negativen Branchentrends begegnet die Gesellschaft mit alternativen Servicemodellen sowie Ausweitung der Angebotspalette, woraus sich auch Chancen in der Neukundengewinnung ergeben.

Konkret beobachtet die Gesellschaft sehr genau die aktuellen Entwicklungen hin zu neuen Ausgestaltungswünschen des Caterings. Insbesondere aufgrund der COVID-19 Pandemie werden zunehmende Nachfrage nach innovativen Buy-on-Board Lösungen und Kombination aus traditionellem Bordservice mit innovativen Bordverkaufsprogrammen erwartet. Dafür sieht sich die Gesellschaft aufgrund der Konzernzugehörigkeit und des Know-how in der Gruppe gut aufgestellt.

Schließlich kann die Erholung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wirken. Sollte sich die Weltwirtschaft und der Flugverkehr nach der Corona-Krise dynamischer entwickeln, als erwartet, wird dies die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft positiv beeinflussen.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen - und Risikoanalyse

Die COVID-19 Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 sowie ihre Auswirkungen auf den globalen Reiseverkehr haben die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft gegenüber den Vorjahren verändert. Der vorübergehende Stillstand des Flugverkehrs und die nur langsame Erholung haben dazu geführt, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet, um den negativen Auswirkungen der Pandemie entgegenzuwirken, passt die Gesellschaft den Personalbestand über die Reduktion von befristeten Arbeitsverträgen und den Abbau von saisonalen Fremdmitarbeitern an. Des Weiteren wird das Instrument der Kurzarbeit zur Flexibilisierung der Personalkosten genutzt. Alle operativen Aufwendungen und sonstige Verwaltungskosten werden konsequent auf das betriebsnotwendige Minimum reduziert.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist davon abhängig, dass es nicht zu einem (erneuten) längerem wirtschaftlichen Stillstand infolge der COVID-19-Pandemie kommt bzw. dass eine erfolgreiche Fortsetzung der Geschäftstätigkeit wieder eintritt. Diese Krise stellt für die Gesellschaft ein bestandsgefährdendes Risiko dar und die Gesellschaft ist möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Die Geschäftsführung geht aktuell jedoch davon aus, dass die Liquiditätszusagen der Konzerngesellschaft in Form der angegebenen Patronatserklärung die Liquidität der Gesellschaft sichern, um die finanziellen Auswirkungen der Krise zu kompensieren.

E. Prognosebericht

Trotz des wieder auflebenden Sommer- und Ferienreiseverkehrs 2021, der Rückkehr von Geschäftsreisenden sowie einer insgesamten Erholung der Branche, liegt die Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2021 auf dem Niveau des Vergleichszeitraum des Jahres 2020.

Die Geschäftsführung rechnet für den Zeitraum ab 2022 mit einer Steigerung der Anzahl der Flüge- und Passagierzahlen. Eingetrübt wir die Prognose für das Jahr 2022 jedoch durch den Verlust eines Kunden. Die Geschäftsführung rechnet daher mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres und einem weiterhin negativen Ergebnis der Gesellschaft.

Die aufgrund der Pandemie eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur bilden aus Sicht der Geschäftsführung eine solide Grundlage, um den Herausforderungen des kommenden Geschäftsjahres begegnen und nach Möglichkeit gestärkt aus der Krise hervorzugehen zu können.

 

Neu-Isenburg, den 12. Mai 2022

Alexander Spahn

Fabian Schütte

Dr. Jonny Kötritsch

Bilanz für Offenlegungszwecke

AKTIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64,68 266,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.874,32 47.867,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 426.455,30 719.280,15
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.181,90 0,00
Summe Sachanlagen 461.511,52 767.147,44
Summe Anlagevermögen 461.576,20 767.413,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 211.146,34 334.168,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 47.135,50 (Vj: 47.135,50)
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.178.373,20 4.769.878,66
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.856.536,69 6.353.155,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.114,68 7.256,11
Summe Umlaufvermögen 6.068.797,71 6.694.579,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.593,36 30.615,63
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.729.794,28 1.729.794,28
E. Bilanzsumme Aktiva 8.288.761,55 9.222.403,32

PASSIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 26.000,00 (Vj: 26.000,00)
II. Kapitalrücklage 670.345,49 670.345,49
III. Verlustvortrag -2.426.139,77 -2.426.139,77
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.729.794,28 1.729.794,28
Summe Eigenkapital 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.058.028,01 1.756.174,82
C. Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 451.920,89 (Vj: 3.687.415,85)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 6.778.812,65 (Vj: 3.778.812,65)
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.985.495,57 6.829.054,08
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 206.682,92 (Vj: 3.050.241,43)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 6.778.812,65 (Vj: 3.778.812,65)
Summe Verbindlichkeiten 7.230.733,54 7.466.228,50
D. Bilanzsumme Passiva 8.288.761,55 9.222.403,32

Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke

2020
EUR
2019
EUR
1. Rohergebnis 4.585.289,03 8.820.700,79
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -1.478.413,67 -5.996.575,59
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -916.034,86 -1.010.977,42
- davon für Altersversorgung: -12.125,00 (Vj: -6.217,30)
Summe Personalaufwand -2.394.448,53 -7.007.553,01
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -320.354,48 -278.656,54
Summe Abschreibungen -320.354,48 -278.656,54
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.447.467,93 -5.722.284,55
5. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 1.688.769,18 4.198.398,23
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,59 0,03
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -101.491,83 -6.576,86
- davon an verbundene Unternehmen: -95.995,39 (Vj: -3.391,47)
8. Ergebnis nach Steuern 10.298,03 4.028,09
9. Sonstige Steuern -10.298,03 -4.028,09
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für Offenlegungszwecke

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf den 31.12.2020 nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Gate Gourmet GmbH Ost mit Sitz in Neu-Isenburg im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nummer HRB 51889 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich der Risiken für den Fortbestand wird auf Abschnitt "D. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts verwiesen.

II. Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 250 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über € 250 und bis € 1.000 werden der steuerlichen Regelung des § 6a Abs. 2a EStG folgend aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten eingestellt und werden mit 20 % p.a. über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Nutzungsdauern der Sachanlagen sind nachfolgend dargestellt:

Bauten auf fremden Grundstücken zwischen 2 - 5 Jahre

Einbauten in gemieteten Räumen zwischen 1 - 17 Jahre

Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 1 - 15 Jahre

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgt ebenfalls zum Nennwert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nominalwerten berechnet und betreffen im Voraus geleistete Zahlungen, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum des Folgejahres betreffen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestehen nicht. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 im Einzelnen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit T€ 2.776 (Vorjahr Verbindlichkeit T€ 2.901) im Wesentlichen aus Cash Pooling. Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen in einer Höhe von T€ 2.083 (Vorjahr T€ 4.198) und resultieren aus der Verlustübernahme gemäß des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags. Sämtliche weitere Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr mit einem Betrag von € 1.729.794,28 negativ.

Ein buchmäßiger, nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag allein ist grundsätzlich nicht geeignet, eine Überschuldung i. S. v. § 19 lnsO festzustellen, sofern für die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine positive Fortbestehensprognose besteht. Zwischen der Vorgängergesellschaft, der SCK Services GmbH, Ulm, und der Gate Gourmet GmbH Deutschland, Neu-Isenburg, wurde mit Datum vom 17. Mai 2019 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der Vertrag beginnt mit der Eintragung in das Handelsregister der Organgesellschaft und gilt rückwirkend für die Zeit ab dem Beginn des im Zeitpunkt der Eintragung des Vertrags in das Handelsregister laufenden Geschäftsjahres der Organgesellschaft. Die Eintragung erfolgte am 01. Juli 2019, sodass die Ergebnisabführung erstmals für das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2019 Anwendung findet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit € 3,0 Mio. aus dem Darlehen gegenüber der gategroup Financial Services S.à.r.l., Luxemburg, (Vorjahr € 0,0 Mio.) sowie einem Darlehen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von € 3,8 Mio. gegenüber dem Gesellschafter (Vorjahr € 3,8 Mio.). Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beziehen sich auf Lieferungen und Leistungen.

Mit Wirkung vom 02. Mai 2020 erhielt die Gesellschaft ein Darlehen von der gategroup Financial Services S.à.r.l. über € 3,0 Mio. Zum 31. Dezember 2020 betrug das Darlehen € 3,0 Mio. Das Darlehen hat eine feste Laufzeit bis 02. Mai 2025.

Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 360 enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für sonstige Verwaltungskosten T€ 145 (Vorjahr T€ 1.015), Aufwendungen für Gebäudekosten in Höhe von T€ 1.586 Vorjahr T€ 2.163), Aufwendungen für Fremdleistungen T€ 337 (Vorjahr T€ 1.110), Kosten für konzerninterne Aufwendungen für Shared Service Leistungen T€ 926 (Vorjahr T€ 600), Kosten für Miet- und Leasingaufwendungen T€ 105 (Vorjahr T€ 198), Kosten für Fahrzeuge T€ 126 (Vorjahr T€ 329).

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht angefallen.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasing-Verträgen ergeben sich bis zum jeweiligen Vertragsende künftige sonstige finanzielle Verpflichtungen von T€ 4.435 davon mit einer Fälligkeit von 1 - 5 Jahren T€ 3.715 und über 5 Jahre T€ 0,7. Die Miet- und Leasingverträge betreffen Betriebs- und Verwaltungsgebäude an den diversen Betriebsstätten sowie den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich bei den Leasingverträgen um sogenannte "Operating-Lease"-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Dr. Jonny Kötritsch, Managing Director, wohnhaft in Frankfurt am Main

(ab 9. März 2021)

Herr Alexander Spahn, Managing Director, wohnhaft in Hofheim am Taunus

(ab 9. März 2021)

Herr Fabian Schütte, Director HR DE/NL, wohnhaft in Hofheim am Taunus

(ab 1. Mai 2020)

Herr Ralph Wannenwetsch, Managing Director Central Europe, wohnhaft in München (bis 30. April 2020)

Herr Peter Eisele, Director Finance DE/NL, wohnhaft in Oberursel

(bis 31. Dezember 2020)

Die Angabe der Geschäftsführervergütung wurde unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 121 (Vorjahr 71) Arbeitnehmer beschäftigt. Dabei handelt es sich um 117 (Vorjahr 67) Gewerbliche und 4 (Vorjahr 4) Angestellte.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches ein verbundenes Unternehmen der gategroup Holding AG, Opfikon, Schweiz. Die gategroup Holding AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Die COVID-19 Pandemie im Jahr 2020 und 2021 sowie ihre Auswirkungen auf den globalen Reiseverkehr haben die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft gegenüber den Vorjahren verändert. Der vorübergehende Stillstand des Flugverkehrs und die nur langsame Erholung haben dazu geführt, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Um den negativen Auswirkungen der Pandemie entgegenzuwirken, passt die Gesellschaft den Personalbestand über die Reduktion von befristeten Arbeitsverträgen und den Abbau von saisonalen Fremdmitarbeitern an. Des Weiteren wird das Instrument der Kurzarbeit zur Flexibilisierung der Personalkosten genutzt. Alle operativen Aufwendungen und sonstige Verwaltungskosten werden konsequent auf das betriebsnotwendige Minimum reduziert.

Der russische Einmarsch in die Ukraine kann die Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Corona-Krise sowie den branchenspezifischen Aufschwung bremsen. Zum einen betreffen die verhängten Sanktionen den Luftverkehr direkt, da mehrere Länder Lufträume sperrten und Überflugverbote erteilten. Aufgrund langer Umwege annullierten einige wenige Airlines bereits einzelne Strecken, andere nehmen lange Umwege in Kauf. Zum anderen wirkt der Krieg unmittelbar preistreibend auf zahlreiche Rohstoffe und stützt damit die gegenwärtig hohen Inflationsraten. Von direkten Volumenreduktionen der Airlines ist die Gesellschaft bislang insgesamt in unwesentlichem Umfang betroffen. Die Geschäftsführung beobachtet die wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen des Konflikts und geht gegenwärtig von moderaten Belastungen für den Geschäftsbetrieb aus.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist davon abhängig, dass es nicht zu einem (erneuten) längeren wirtschaftlichen Stillstand infolge der COVID-19-Pandemie sowie einer dramatischen Eskalation und Ausbreitung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine kommt bzw. dass eine erfolgreiche Fortsetzung der Geschäftstätigkeit wieder eintritt.

Aufgrund des reduzierten Geschäftsumfangs infolge der COVID-19 Pandemie erwartet die Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 negative Cash-Flows, welche nicht mit vorhandenen liquiden Mitteln gedeckt werden können. Diese Krise stellt für die Gesellschaft somit ein bestandsgefährdendes Risiko dar und die Gesellschaft ist möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Zur Aufrechterhaltung der Liquidität wurde durch die gategroup Financial Services S.à.r.l., Luxemburg mit Datum vom 13. April 2022 eine befristete Patronatserklärung (bis zum 31. Dezember 2023) in Höhe von T€ 4.900 abgegeben. Damit ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Liquidität und somit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit künftig von der finanziellen Unterstützung der Patronin abhängig.

Die Geschäftsführung geht aktuell davon aus, dass die Liquiditätszusagen der gategroup Financial Services S.à.r.l., die Teilnahme am konzerninternen Cash-Pooling sowie die erfolgten Sanierungsmaßnahmen die Gesellschaft ausreichend unterstützen wird, um die finanziellen Auswirkungen der unternehmensexternen sowie -internen Risiken zu kompensieren.

 

Neu-Isenburg, den 12. Mai 2022

Alexander Spahn

Fabian Schütte

Dr. Jonny Kötritsch

Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 605,01 0,00 0,00 605,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 99.019,66 0,00 0,00 99.019,66
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.202.928,16 19.010,00 55.200,00 1.166.738,16
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 15.181,90 0,00 15.181,90
Summe Sachanlagen 1.301.947,82 34.191,90 55.200,00 1.280.939,72
Summe Anlagevermögen 1.302.552,83 34.191,90 55.200,00 1.281.544,73

Abschreibungen

Stand 01.01.2020
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 338,67 201,66 0,00 540,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.152,37 27.992,97 0,00 79.145,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.648,01 292.159,85 35.525,00 740.282,86
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 534.800,38 320.152,82 35.525,00 819.428,20
Summe Anlagevermögen 535.139,05 320.354,48 35.525,00 819.968,53

Buchwerte

Buchwert 31.12.2020
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64,68 266,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.874,32 47.867,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 426.455,30 719.280,15
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.181,90 0,00
Summe Sachanlagen 461.511,52 767.147,44
Summe Anlagevermögen 461.576,20 767.413,78

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für Offenlegungszwecke

Die Gesellschaft macht von den Erleichterungen des § 327 HGB im Rahmen der Veröffentlichung Gebrauch. Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers wurde für den aufgestellten vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gate Gourmet GmbH Ost, Neu-Isenburg

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gate Gourmet GmbH Ost, Neu-Isenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gate Gourmet GmbH Ost, Neu-Isenburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von € 211.146,34 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir an der Inventur im Geschäftsjahr nicht beobachtend teilgenommen haben und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte zum 31. Dezember 2020 gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass Änderungen, insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Jahresergebnisses und der Lage der Gesellschaft.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang in dem Abschnitt "VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag" und in Abschnitt "D. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Entwicklung der Gesellschaft unmittelbar von der Entwicklung und Erholung der Flugbranche sowie den Auswirkungen der Corona-Pandemie abhängig ist. Die Gesellschaft plant im Prognosezeitraum 2021 und 2022 negative operative Cash-Flows. Da diese nicht mit vorhandenen liquiden Mitteln gedeckt werden können, ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung der gategroup Financial Services S.à.r.l., Luxemburg, abhängig. Diese hat mit Datum vom 13. April 2022 eine befristete Patronatserklärung (bis 31. Dezember 2023) in Höhe von € 4,9 Mio. abgegeben, in der sie sich verpflichtet, der Gesellschaft finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sodass diese jederzeit in der Lage ist, ihre fälligen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern zu erfüllen.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 12. Mai 2022

BVNT. Binz Vogel Stüttgen PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Fissler, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 13. Mai 2022 festgestellt.

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