Familie van der Feltz Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christine Friederike Kaufmann seit 25.8.2025 | Geschäftsführer |
Ute Wethmar seit 3.12.2019 | Geschäftsführer |
Marcus Leber seit 28.2.2018 | Geschäftsführer |
Christian Busch seit 28.9.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Walbusch Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter HaftungSolingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Angaben zum Konsolidierungskreis
Für die deutschen Gesellschaften, mit Ausnahme der Walbusch Beteiligungsgesellschaft mbH, Solingen, gilt der vorliegende Konzernabschluss als befreiend im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB beziehungsweise § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Jahresabschlusses und der Offenlegung. Zusätzlich wird die Befreiung hinsichtlich der Prüfungspflicht und der Erstellung eines Lageberichtes für die Mey & Edlich GmbH und die Walbusch Filial GmbH & Co. KG in Anspruch genommen. Für die Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG wird zusätzlich die Befreiung für die Erstellung eines Lageberichtes in Anspruch genommen. Die Walbusch Beteiligungsgesellschaft mbH, Solingen ist persönlich haftende Gesellschafterin der Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG, Solingen. Die Walbusch Beteiligungsgesellschaft mbH, Solingen, ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Wuppertal unter der Nummer 14830. II. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Konzern-Gewinn-und -verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgte ausschließlich im Wege der Vollkonsolidierung. Die Konsolidierung sämtlicher in den Konsolidierungskreis einbezogener Gesellschaften erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbe bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode gemäß § 301 HGB a. F. Die Unterschiedsbeträge zwischen den Beteiligungsbuchwerten und dem jeweiligen gezeichneten Kapital resultieren aus Währungsdifferenzen. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschließlich Währungsumrechnung) Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und -soweit abnutzbar- planmäßig abgeschrieben. Dabei kamen die degressive und die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben, die Sachanlagen linear oder degressiv. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2010 wurde die lineare Methode angewandt. Bei der Bemessung der Abschreibung wurde auf die jeweils folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden über eine Nutzungsdauer von ein bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken über eine Nutzungsdauer von vier bis dreiunddreißig Jahren, Technische Anlagen und Maschinen über eine Nutzungsdauer von drei bis zwanzig Jahren und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine Nutzungsdauer von drei bis fünfundzwanzig Jahren abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter mit einem Anschaffungswert von bis zu EUR 250,00 wurden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden in voller Höhe aktiviert und vollständig abgeschrieben, wobei unterstellt wird, dass der Abgang dieser Anlagegüter im gleichen Jahr erfolgt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erforderlicher Zu- bzw. Abschreibungen bewertet. Die unter den Vorräten ausgewiesenen bezogenen Waren wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung bewertet. Soweit möglich, wird von der Lifo-Methode Gebrauch gemacht (Perioden-Lifo mit Layerbewertung). Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte grundsätzlich in Höhe des Nennwertes. Im Hinblick auf das latente Ausfallrisiko wurde darüber hinaus eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert. Liquide Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Liquide Mittel in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf der einzelnen Posten. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß §§ 306, 298 Abs. 1, 274 HGB. Für die sich ergebende Steuerentlastung aus § 274 HGB wird von dem Wahlrecht nach §§ 298 Abs. 1, 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und aktive latente Steuerüberhänge werden nicht aktiviert. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt für deutsche Konzernunternehmen bei 17 % und betrifft die Gewerbesteuer. Für das Schweizer Tochterunternehmen wird ein Ertragsteuersatz auf den Gewinn vor Steuern von 17,4 % zugrunde gelegt. Für österreichische Konzernunternehmen bestehen Ertragsteuern auf Gesellschaftsebene nicht. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 HGB haben sich aus dem Verkauf 2018 der Immobilie in Widnau (Schweiz) ergeben. Die nicht aktivierten latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf temporären Differenzen aus Vermögenswerten aus Ergänzungsbilanzen, aus Pensionsrückstellungen, aus der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie der Berücksichtigung steuerlich nicht ansatzfähiger Währungsrisiken (§ 314 Nr. 21 HGB). Die Rückstellungen für Pensionen und Jubiläumszuwendungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§§ 298 Abs. 1, 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie wurden pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst (§§ 298 Abs. 1, 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§§ 298 Abs. 1, § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§§ 298 Abs. 1, 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die Fremdwährungsumrechnung im Konzern erfolgte bezüglich der Bilanzposten grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs umgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst (§ 308a HGB). Die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist Euro. V. Angaben zur Konzernbilanz Dem Anlagenspiegel wurden die historischen Anschaffungskosten zu Grunde gelegt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Das gezeichnete Kapital beziehungsweise die Kapitalanteile setzen sich wie folgt zusammen:
Hinsichtlich der Beteiligung am Gesellschaftskapital besteht Identität zwischen der Walbusch Beteiligungsgesellschaft mbH und der Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG. Somit sind wir der Auffassung, dass die Beteiligung am Kommanditkapital nicht als "Anteile anderer Gesellschafter" im Sinne des § 307 HGB anzusehen ist. Der Anteil der Walbusch Beteiligungsgesellschaft mbH am Eigenkapital und Jahresüberschuss des Konzerns ist von völlig untergeordneter Bedeutung. Zur Entwicklung der Gewinnrücklagen verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. Zu dem in dem Bilanzverlust enthaltenen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr wird auf den entsprechenden Ausweis unter der Konzerngewinn- und -verlustrechnung verwiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Project-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) gebildet. Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung der Rentenzusagen berücksichtigt (§ 314 Nr. 16 HGB):
Die individuellen Kapitalzusagen sind mit leistungskongruenten Rückdeckungsversicherungen hinterlegt. Die Bewertung erfolgte demgemäß mit dem Zeitwert der vom Versicherer angegebenen Aktivwerte (§ 253 Abs. 1 S. 3 HGB). Die Pensionsrückstellung (individuelle Kapitalzusagen) wurde mit dem Deckungskapital der Rückdeckungsversicherung, die ausschließlich der Erfüllung der individuellen Kapitalzusagen dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist, in Höhe von EUR 54.960,00 (i. Vj. EUR 53.383,00) verrechnet (§§ 246 Abs. 2 Satz 2, 314 Nr. 17 HGB). Der saldierte Bilanzausweis beträgt demgemäß EUR 0,00. Der Erfüllungsbetrag der gesamten Pensionsrückstellung beträgt EUR 2.043.371,00 (i. Vj. EUR 1.994.728,00). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die auf Probe verkauften Waren, bei denen der Kaufvertrag noch nicht wirksam geworden ist, sowie Personalverpflichtungen und Rückstellungen für drohende Verluste. Verbindlichkeitenspiegel
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 10.347.259,09 (i. Vj. EUR 14.199.993,78). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerschulden in Höhe von EUR 3.007.064,11 (i. Vj. EUR 3.794.252,35) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 228.653,01 (i. Vj. EUR 207.824,64) enthalten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestanden durch Miet-, Leasing- und Wartungsverträge. Der Gesamtbetrag beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 93.089.797,47 (i. Vj. EUR 98.241.113,06). Latente Steuern wurden ausschließlich für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Wertansatz von Sachanlagen (Immobilien) im landesrechtlichen Jahresabschluss der Walbusch Walter Busch AG, Widnau, Schweiz, entsprechend § 306 HGB gebildet. Die sich hierbei ergebende Steuerbelastung wurde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Die passiven latenten Steuern ergeben sich wie folgt:
*) Kurs am 31. Dezember 2022: 0,9847 CHF= 1 EUR
VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Versandhandel und dem stationären Handel mit Damen- und Herrenbekleidung und betreffen das Inland mit EUR 304.314.649,13 (i. Vj. EUR 335.518.396,73) und das Ausland mit EUR 36.055.450,93 (i. Vj. EUR 36.479.731,59). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.691.279,55 (i. Vj. EUR 3.219.749,24) (§ 277 Abs. 5 Satz 2; § 256a HGB) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.039.466,18 (i. Vj. EUR 1.415.053,98). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Erlösen aus dem Verkauf von Forderungen sowie ausgebuchten Kundenguthaben. Die Aufwendungen für Altersversorgung sind in den Personalaufwendungen mit EUR 203.633,33 (i. Vj. EUR 249.960,58) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.501.486,34 (i. Vj. EUR 181.466,28) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.799.351,63 (i. Vj. EUR 1.118.564,64) insbesondere durch Verluste aus Forderungsverkäufen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 14.248,00 (i. Vj. EUR 7.835,00); die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten einen Betrag in Höhe von EUR 62.114,00 (i. Vj. EUR 46.801,00) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Der Posten der Zinsaufwendungen umfasst periodenfremde Beträge in Höhe von EUR 50.532,00 (i. Vj. EUR 22.425,00). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten EUR 740.561,64 Aufwendungen (i. Vj. EUR 2.280.931,00 Erträge), die auf frühere Veranlagungszeiträume entfallen sowie Aufwand aus der Zuführung der passiven latenten Steuer in Höhe von EUR 7.500,00. VII. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellt sich für das Geschäftsjahr nach Gruppen wie folgt dar:
Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung sowie hinsichtlich der Bezüge früherer Organmitglieder wird die Befreiungsvorschrift gemäß § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB analog in Anspruch genommen, da der Gesellschafter Geschäftsführer für seine Tätigkeit keine Bezüge erhält. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2022 zur Absicherung von künftigen Wareneinkäufen in ausländischer Währung Devisentermingeschäfte über USD 13,26 Mio. mit einem Gegenwert von insgesamt EUR 12,30 Mio. abgeschlossen. Die positiven Marktwerte betragen EUR 298.889,77 (i. Vj. EUR 305.306,82). Die negativen Marktwerte betragen EUR 171.646,79 (i. Vj. 0,00). Im Berichtsjahr wurde dementsprechend eine Rückstellung für drohende Verluste aus Devisentermingeschäften in Höhe von 171.700,00 (i. Vj. EUR 0,00) gebildet. Die Devisentermingeschäfte haben Laufzeiten bis Dezember 2023. Der Finanzmittelfonds umfasst --wie im Vorjahr-- den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Das vom Konzernabschlussprüfer (PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt EUR 76.500,00 und bezieht sich ausschließlich auf die Abschlussprüfungsleistungen. Die Geschäfte wurden während des Geschäftsjahres 2022 und danach geführt von:
VIII. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Die Geschäftsführung der Mailstore Retail Concepts GmbH hat mit Beschluss vom 7. Februar 2023 die Einstellung des Geschäftsbetriebs verabredet. Die Beendigung des operativen Geschäftsbetriebs der Gesellschaft mit Produkten der Marke LaShoe an Endkunden ist in Abhängigkeit der Restwarenbestände bis voraussichtlich Ende 2023 geplant. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
Solingen, den 2. Juni 2023 Christian Busch, Geschäftsführer Marcus Leber, Geschäftsführer Frank Reuber, Geschäftsführer "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Walbusch Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Solingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Walbusch Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Solingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Walbusch Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 2. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Antje Schlotter, Wirtschaftsprüferin ppa. Hassan El-Haddad, Wirtschaftsprüfer Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Die Walbusch Gruppe, mit Hauptsitz in Solingen, vertreibt im deutschsprachigen europäischen Raum mit den Marken Walbusch, Avena, Mey & Edlich und LaShoe ein überwiegend textiles Sortiment über die Absatzkanäle Distanzhandel (Katalog und Onlineshops) sowie Stationärgeschäft. In Österreich und der Schweiz sind rechtlich eigenständige Vertriebsgesellschaften etabliert. Die Marken Avena, Mey & Edlich und LaShoe werden jeweils innerhalb 100%iger Tochtergesellschaften geführt. Das Stationärgeschäft besteht aus dem Hauptgeschäft zugehörig zur Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG am Firmensitz, sowie 43 Filial-Standorten in Deutschland, die von einer eigenständigen Tochtergesellschaft der Walbusch Filial GmbH & Co. KG betrieben werden. Als klassisches Handelsunternehmen betreibt Walbusch keine Forschung & Entwicklung im engeren Sinne. Sehr wohl aber investiert die Walbusch Gruppe laufend in die Fortentwicklung von Sortimenten, Produktvorteilen und Markenkonzepten. Für das Stationärgeschäft gilt das Hauptaugenmerk der laufenden Optimierung des Standortportfolios. Hinzu kommt eine permanente Weiterentwicklung der technischen Systeme wie z.B. der E-Commerce-Plattform oder im Bereich IT-Security. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem Pandemiejahr 2021 ist auch das Jahr 2022 zu Jahresbeginn gesamtwirtschaftlich und gesellschaftlich noch geprägt von einer globalen Corona-Pandemie, die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 weiter Auswirkungen auf den Handel gehabt und auch unsere Beschaffungsmärkte weltweit getroffen haben. Mit Beginn des Ukrainekonflikts im Februar 2022 kamen weitere politische, humanitäre und wirtschaftliche Herausforderungen für die Gesellschaft, die gesamtwirtschaftliche Lage und die Entwicklung der Walbusch Gruppe hinzu. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Die Einzelhandelsumsätze in Deutschland konnten laut Informationen des statistischen Bundesamtes im deutschen Einzelhandel in 2022 zwar mit nominal +7,8% weiter wachsen, real war die Entwicklung mit -0,6% gegenüber 2021 rückläufig und von stark gestiegenen Preisen geprägt. (Quelle: Destatis 2022). Die Konsumstimmung war nach einer Erholung des GFK Konsumklimaindexes bis November 2021 auf Niveau der Nulllinie im abgelaufenen Geschäftsjahr stark rückläufig und fiel bis zum Tiefpunkt im Oktober 2022 um fast -43 Punkte. Die Verbraucher sparten belastet durch Inflation und insbesondere hohe Energiekosten vor allem bei typischen Impulskäufen und fokussierten sich bei steigenden Lebenshaltungskosten auf unmittelbar notwendige Käufe. Im 4.Quartal 2022 war eine vorsichtige Erholung erkennbar, die auch zum Jahresbeginn 2023 noch anhielt. Während die realen Umsätze laut des statistischen Bundesamtes im ersten Halbjahr gegenüber der ersten Vorjahreshälfte noch um +3,1% stiegen, waren sie im zweiten Halbjahr bedingt durch die deutlich gestiegenen Verbraucherpreise unter anderem für Lebensmittel und Energie mit -4,1% deutlich rückläufig. Zudem hatte der deutsche Einzelhandel im Jahr 2021 noch einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Das Niveau der Verbraucherpreise stieg inflationsbedingt mit +6.9% im Jahresmittel deutlich. Die Preise für Bekleidung und Schuhe stiegen mit +2,6% dabei unterdurchschnittlich stark. Innerhalb des insgesamt nominal wachsenden Einzelhandels war der Interaktive Handel von erheblichen Umsatzrückgängen betroffen. Gegenüber 2021 fiel der Bruttoumsatz nominal um -8,8%. Damit lag der Onlinehandel mit Waren im Vergleich zum Umsatzniveau vor Corona (2019) noch immer mit +24,5% im Plus, kann aber an den Erfolg des Vorjahres nicht anknüpfen. Innerhalb des Interaktiven Handels gibt es jedoch unterschiedliche Entwicklungen. Der Onlinehandel mit Dienstleistungen (Tickets, Flugreisen etc.) konnte nach Entfall von pandemiebedingten Reise- und Veranstaltungseinschränkungen aufholen und wuchs um +39,9%. Der Onlinehandel mit Bekleidung wiederum war mit -13,7% von den höchsten Rückgängen betroffen, während die Umsätze mit Einrichtung (-3,8%) oder Ausgaben des täglichen Bedarfs (+1,0%) nominal recht stabil waren. Die reinen Online-Pure-Player verzeichnen mit -6,3 % einen etwas geringeren Rückgang als der Markt, die Multichannel-Versender sind mit -12,7% trotz positiver Impulse aus den eigenen Stationärkanälen von höheren Einbußen betroffen. (Quelle: bevh Jahrespressekonferenz Januar 2023). Insgesamt spiegelt diese Entwicklung den weiter voranschreitenden Strukturwandel im Einzelhandel wider, der durch die Corona-Pandemie beschleunigt wurde. Der interaktive Handel mit Bekleidung profitierte in den Vorjahren von Beschränkungen im stationären Handel, fällt nun etwas zurück, bleibt aber mit einem Marktanteil über Vorkrisenniveau weiterhin ein attraktiver Markt mit hohem Kundenzuspruch. Ertragslage
Die Umsatzerlöse brutto haben sich gegenüber dem Vorjahr um 8,7 % vermindert. Während die Umsatzerlöse aus dem Versandhandel gegenüber dem Vorjahr rückläufig sind, erholte sich der Umsatz aus dem Stationärhandel und dem Hauptgeschäft in Solingen nach Entfall von Zugangsbeschränkungen im 1.Quartal 2022 stark. Auch die Gesamtleistung hat sich im Wirtschaftsjahr um -8,9 % vermindert. Das Ergebnis vor Steuern sinkt um -134,8 %. Damit entwickelte sich das Geschäft bei abflauender Konsumstimmung operativ schwächer als noch im 1. Halbjahr 2022 erwartet worden war. Umsatzbedingt rückläufige Mengen führten zu einem überproportionalen Anstieg der Fixkostenbelastung in Relation zum Umsatz. Beeinflusst wurde das Jahresergebnis wiederum durch Sondereffekte in Höhe von insgesamt TEUR -4.042, zu denen weiterhin die Verluste von LaShoe, und Erträge aus Kursdifferenzen zählen. Bereinigt um diese Positionen vermindert sich das Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten von TEUR 30.959 in 2021 um TEUR 39.613 auf TEUR - 8.654 in 2022. Der Konzernjahresüberschuss vermindert sich im Berichtsjahr um TEUR 45.876 (-141,7 %), was im Wesentlichen aus den rückläufigen Umsatzerlösen, einem leicht gestiegenen Personalaufwand sowie aus einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, welcher insbesondere aus gestiegenen Werbekosten, höheren Rückstellungen und gesteigerten Miet- und Pachtaufwendungen resultiert, abgeleitet wurde. Die Materialaufwendungen sind in Folge der rückläufigen Umsatzerlöse insgesamt gesunken. Durch Preissteigerungen sowie erhöhte Abwertungssätze ergab sich ein leichter Anstieg der Materialaufwandsquote von 34,8 % im Vorjahr auf 34,0 % im Berichtsjahr. Der Anstieg der Miet- und Pachtaufwendungen ist im Wesentlichen auf die allgemeine Preisentwicklung und Indexanpassungen zurückzuführen. Zusätzlich wurde im Berichtsjahr eine neue Filiale eröffnet, wodurch ebenfalls ein Anstieg der Raumkosten resultiert. Die Werbeaufwendungen sind in Folge von einer Ausweitung der Printwerbemaßnahmen sowie durch allgemeine Preissteigerungen um 6,5% erhöht. Vermögenslage Aktiva
Passiva
Die Anlagendeckung durch das Eigenkapital beträgt 427,0 % (Vorjahr 544,3 %). Bei einer Verringerung des Umlaufvermögens um -16,3 % verminderte sich die Bilanzsumme auf TEUR 139.241 (Vorjahr TEUR 161.391). Das übrige kurzfristig gebundene Vermögen sinkt um -46,9 %. Die Vorräte haben sich, bedingt durch den Bestandsaufbau zum Jahresende, um 13,2 % erhöht. Unter Berücksichtigung des Bruttoumsatzes in Höhe von TEUR 403.139 (Vorjahr TEUR 441.541) und einem Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 21.195 (Vorjahr TEUR 16.166) betrug die durchschnittliche Zielgewährung an Kunden im Geschäftsjahr 19,2 Tage (Vorjahr 13,4 Tage). Die Walbusch Gruppe hält neben EUR Barbeständen als wesentliche Fremdwährungen USD und CHF. Barbestände in den Fremdwährungen CHF und USD liegen in EUR-Werten bei in Summe unter 5 Mio € und stellen damit nur moderate Währungsrisiken dar. Die Bankverbindlichkeiten dienen der langfristigen Finanzierung der Betriebsimmobilie in der Schweiz. Kapitalstruktur
Die Konzernbilanz weist per Ende 2022 ein Eigenkapital von TEUR 76.622 (Vorjahr TEUR 89.948) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt damit hohe 55,0 % (Vorjahr 55,7%). Finanzlage
Der Rückgang des Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen auf die gesunkenen Umsatzerlöse und der damit verbundenen Entstehung eines Konzernjahresfehlbetrages zurückzuführen. Der Konzern betreibt ein reines Handelsgeschäft, so dass sich die Sachinvestitionen im Wesentlichen auf neue Filialstandorte oder Investitionen zur Stärkung und Verbesserung der betrieblichen Abläufe insbesondere in der Logistik und der Informationstechnologie beschränken. Im Berichtsjahr wurde im Wesentlichen in die Datensicherung (Server), IT-Ausstattung und und in die Modernisierung mehrerer Filialstandorte investiert. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit betrifft im Wesentlichen die Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Der laufende Kapitalbedarf des Konzerns konnte vollständig aus den Mittelzuflüssen der laufenden Geschäftstätigkeit und dem Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode gedeckt werden, so dass zum Bilanzstichtag über die Baufinanzierung hinaus keine wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden. Zugesagte Kontokorrentlinien der Institute wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 nicht in Anspruch genommen. Ziel des Finanzmanagements ist es, den finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen und darüber hinaus Zinserträge durch die Anlage liquider Mittel zu generieren bzw. unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsentwicklung Negativzinsen auf kurzfristig angelegte Gelder zu vermeiden. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und Jahresergebnis. Eine in Anbetracht weiterer Auswirkungen der Coronapandemie und des Ukrainekriegs vorsichtige, aber zuversichtliche Umsatzplanung leicht unter Niveau des Vorjahres konnte in 2022 nicht erreicht werden. Der Brutto-Umsatz der Walbusch Gruppe ging in Kontext herausfordernder gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit -8,7% zu Vorjahr spürbar zurück. Zu den wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehören Mitarbeitergewinnung und -bindung sowie die Entwicklung unseres Kundenbestand. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Walbusch Gruppe dazu stetig Recruiting- und Onboardingprozesse, Mitarbeiterentwicklungsprogramme und Bindungsmaßnahmen weiterentwickelt und Schulungsmöglichkeiten weiter ausgebaut, um Arbeitskräfte in allen Bereichen der Gruppe zu gewinnen und zu fördern. Die Anzahl Arbeitnehmer ist im Geschäftsjahr 2022 mit einem Aufbau von +10 auf 1.093 zum Vorjahr nahezu unverändert. Der Erfolg unseres Multichannel-Geschäftsmodells basiert auf der persönlichen Kundenansprache in allen Kanälen und dem stetigen Ausbau des Kundenbestands. Entsprechend sind Aufbau des Kundenbestands und Erhöhung von Kundenloyalität essentielle Erfolgsfaktoren für unser Geschäftsmodell. Trotz rückläufiger Gesamtumsätze konnte die Walbusch Gruppe durch die stetige Optimierung von Sortiment, Kundenansprache und Markenauftritt in allen Kanälen den Kundenbestand auch in 2022 geringfügig ausbauen. Dabei gleichen sich Entwicklungen einzelner Vertriebskanäle zum Teil untereinander aus. So konnte mit in diesem Jahr wieder ansteigenden Stationärumsätzen ein Teil des Rückgangs im Versandhandel ausgeglichen werden, der Versandhandel wiederum das Umsatzniveau über den Vorkrisenjahren halten und bei einzelnen Marken ausbauen. Damit erweist sich das Multichannel-Geschäftsmodell als robust. Für das abgelaufene Geschäftsjahr weist die Walbusch Gruppe einen Verlust von -13,5 Mio € aus und zeigt damit einen Ergebnisrückgang um -45,9 Mio € zum Vorjahr. Die Unternehmensgruppe musste bei rückläufigen Umsätzen und deutlichen Kostensteigerungen bei Personal, Werbung, Energie und Beschaffung finanzielle Einbußen hinnehmen. Die Prognose von Jahresanfang 2022 hinsichtlich eines positiven aber deutlich reduzierten Ergebnisses wird in Summe nicht erreicht. Trotz der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, gestiegener Ausgaben durch Kostensteigerungen und der hohen Konsumzurückhaltung weist die Walbusch Gruppe weiterhin eine sehr solide Finanzierung mit hoher Eigenkapitalquote aus. Mit dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres kann die Walbusch Gruppe dennoch nicht zufrieden sein. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikobericht Die Darstellung der Chancen und Risiken erstreckt sich auf die Bereiche Umfeld, Beschaffung, Vermarktung und Branchenentwicklung sowie die finanzwirtschaftlichen Risiken und die sonstigen Risiken. Darin wird auf die jeweilige strategische Bedeutung der Chancen und Risiken für die gesamte Gruppe mit Fokus auf das Geschäftsjahr 2023 eingegangen. Die Chancen und Risiken aus geopolitischen Risiken, Strukturveränderungen im Markt und grundlegenden Änderungen im Geschäftsmodell erstrecken sich dabei möglicherweise auch auf die Folgejahre. Die Corona-Pandemie stellt in 2023 in unseren Absatzmärkten kein wesentliches Risiko mehr dar, Einschränkungen von Freizeit- und Shoppingmöglichkeiten wurden aufgehoben. Die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Unsicherheit und Konsumzurückhaltung wiederum steht in Verbindung mit noch nicht endgültig absehbaren Inflationseffekten auf der Umsatz-, Kosten- und Beschaffungsseite im Geschäftsjahr 2023 für ein in Summe hohes Ergebnisrisiko. Es wird erwartet, dass sich die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr aufhellt, auf der Kostenseite können Zweitrundeneffekte auch weiterhin für höherer Risiken sorgen. Ein noch nicht abzuschätzendes Risiko besteht in einem möglichen Taiwan-Konflikt mit China, welcher Auswirkungen auf Beschaffung von Handelswaren und technischer Ausstattung sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben könnte. Beschaffungsmärkte: Grundsätzlich bleibt die Situation auf den Beschaffungsmärkten angespannt - ein Risiko stellen Lieferausfälle durch Rohstoffknappheit auf Lieferantenseite oder verzögerte Verfügbarkeit durch mangelnde Transportkapazitäten dar. Ebenfalls negativ auf die Lieferketten und Beschaffungspreise könnten sowohl die stark gestiegenen Inflationsraten wirken, als auch die steigenden Energie- und Transportkosten und die Unsicherheit aufgrund des Ukrainekriegs. Russland und die Ukraine stellen für die Walbusch Gruppe keine relevanten Beschaffungsmärkte dar, auch von den weitreichenden Sanktionen gegen Russland durch eine Vielzahl von Staaten ist Walbusch nicht direkt betroffen. Walbusch befindet sich seit der Corona-Krise im verstärkten Austausch mit den Lieferanten, um etwaige Lieferverzögerungen vermeiden zu können. Davon profitiert die Gruppe auch in der aktuellen Situation: Durch frühzeitige Beschaffung und langfristige Lieferantenbeziehungen können größere Unterbrechungen der Lieferkette bisher vermieden aber zukünftig nicht vollständig ausgeschlossen werden. Gleichzeitig bleibt die Walbusch Gruppe durch hohe Beschaffungsmengen und zügige Begleichung von Rechnungen ein wichtiger Partner seiner einzelnen Lieferanten und stellt gemeinschaftliche Lösungen für den Umgang mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sicher. Aufgrund der angespannten Kostensituation bestehen erhöhte Risiken, dass Lieferanten durch Firmeninsolvenzen ausfallen. Dieses Risiko mindert die Walbusch Gruppe durch ein diversifiziertes Lieferantenportfolio, Zahlungsbedingungen und die Erhöhung von Lagerreserven. Vermarktung: Inflation und Sorgen aufgrund des Ukrainekriegs belasten über eine schwächere Konsumentenstimmung unmittelbar den Modehandel. Hohe Energiepreise und spürbare Anstiege der Lebenshaltungskosten trüben nicht nur die Konsumentenstimmung im Allgemeinen sondern verringern auch konkret das verfügbare Bekleidungsbudget der Kunden, insbesondere bei Haushalten mit geringeren bis mittleren Einkommen. Dadurch ergibt sich für die Walbusch Gruppe ein moderates Absatzrisiko. Als Reaktion greifen viele Modeanbieter zur verstärkten Nutzung von Preis- und Saleangeboten im Markt, die die Margen aller Händler belasten. Gleichzeitig ermöglicht die hohe Inflation auch das Überwinden von Eckpreislagen im Modehandel und bietet damit die mittel- bis langfristige Chance Margen und Umsätze zu verbessern. Alle Marken der Gruppen beobachten die Preis- und Marktentwicklung und kompensieren Risiken wo möglich durch vertriebliche Maßnahmen oder gezielte Preisanpassungen. Dennoch bieten sich in 2023 für die Walbusch Gruppe auch Chancen. Ein weitestgehend stabiler Kundenbestand führt über Kundenbindungsmaßnahmen zu einer positiven Wachstumsperspektive. Bei Aufhellung der Konsumstimmung besteht die Möglichkeit über die kurzfristige Skalierung erfolgreicher Neukundenwerbemaßnahmen und den weiteren Ausbau der Markenbekanntheit zum Ausbau des Marktanteils. Initiativen zur Weiterentwicklung der Vertriebskanäle in Verbindung mit dem Ausbau erfolgreicher Sortimentsbestandteile bieten Chancen den Umsatz über den Plan hinaus zu steigern. Geringere finanzielle Spielräume einzelner Marktbegleiter bei Werbemaßnahmen und eine potenzielle Marktbereinigung durch eine Reihe bekannt gewordener Insolvenzen (bspw. Galeria Karstadt Kaufhof, P&C Düsseldorf, Reno Schuhe) bieten weiteren Chancen zur Gewinnung zusätzlicher Kunden in 2023 und ggf. darüber hinaus. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Branchenentwicklung: Der Konzern ist als Multichannel-Konzern dem intensiven Wettbewerbsumfeld des Einzelhandels sowie den zugrundeliegenden Markt- und Konsumveränderungen ausgesetzt. Modebewusstsein und Einkaufsverhalten der älteren Generationen verändern sich. Ein Risiko liegt darin, dass Markt und Zielgruppe der klassischen Katalogkäufer rückläufig sind. Die nachwachsende Generation der "modernen Älteren" hat andere Ansprüche an Mode, Sortimente, Einkaufsverhalten und Service. Eine stärker differenzierende Marktbearbeitung für die verschiedenen Kundengruppen in punkto Sortiment, Kommunikation und Service sind Chance und Grundlage für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren. Einher geht diese Neuausrichtung mit weiteren Investitionen in die wachsenden Vertriebskanäle Internet und Filialvertrieb, sowie in ein entsprechend attraktives Sortiment und damit verbundene Werbeaufwendungen zur Stärkung der Marke. Finanzwirtschaftliche Risiken: Kursrisiken aus Wareneinkäufen in ausländischer Währung werden durch ein fortlaufendes Devisenmanagement abgesichert. Die abgeschlossenen Devisenterminkontrakte für direkte Käufe in US-Dollar haben Laufzeiten bis 2024. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich eine volatile Kursentwicklung des Dollars und eine stetige Dollaraufwertung bis ins 3. Quartal 2022, die in Hinblick auf die Beschaffungspreise zu hohen Risiken führen können. Durch frühzeitige Absicherung konnte die Walbusch Gruppe in 2022 von Kursgewinnen profitieren, die Absicherung für 2023 war aufgrund des aufgewerteten Dollars jedoch erschwert. Dies wird in der Kalkulation der Beschaffungskosten für 2023 berücksichtigt. Auf der Umsatzseite profitiert die Walbusch Gruppe in 2022 und weiterhin in 2023 bei den Einnahmen in der Schweiz von einer Aufwertung des Franken, der zu einer Verbesserung des Euro-Ergebnisses führt. Die Walbusch Gruppe nutzt mit Ausnahme von Immobilienfinanzierungen keine Bankkredite oder verzinste Finanzierungen durch Dritte. Entsprechend hat die Erhöhung von Leitzinsen im EUR-Raum zu keinen Refinanzierungsrisiken geführt. Auch bei Lieferanten werden keine langen Zahlungsziele oder Vorfinanzierungen genutzt, so dass eine Kürzung von Zahlungszielen keine größeren Auswirkungen auf die Liquiditätssituation hätte. Steuerliche Risiken: Die Betriebsprüfung der Jahre 2010 bis 2014 ist seit 2019 formell abgeschlossen. Die Betriebsprüfung der Jahre 2015-2018 wurde zur Jahresmitte 2022 abgeschlossen, vorangegangen war ein Verständigungsverfahren mit der Schweiz im Jahr 2020 und ein Joint Audit mit Österreich mit Abschluss in 2022. Die Auswirkungen auf Steuererstattungen/-zahlungen wurden bereits im Konzernabschluss abgebildet, soweit diese sicher zu erwarten waren. Die Ergebnisse dieser Verfahren in Bezug auf Verrechnungspreise für die Landesgesellschaften in Österreich und der Schweiz wurden für die Folgejahre fortgeschrieben. Aus dem Zeitraum 2015-2018 noch zu erwartende steuerliche Auswirkungen wurden im Konzernabschluss 2022 berücksichtigt. Sonstige Risiken: Sonstige Risiken wurden durch geeignete Vorsorgemaßnahmen abgesichert, dazu zählt weiterhin die Absicherung von Risiken aus dem Betriebsablauf, Großschadensereignissen, Infektionsketten durch geeignete Schutzkonzepte sowie der Ausbau des IT-Risikomanagements und der IT-Cybersecurity. Risikomanagement-System: Im Rahmen eines systematischen Risikomanagements, das jährlich überarbeitet wird, wurden keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Dazu existiert ein integriertes Planungs- und Steuerungssystem im Walbusch-Konzern, das vom zentralen Controlling ausgeführt und fortlaufend weiterentwickelt wird. Das Controlling stellt dem Management regelmäßig, wie auch in Einzelfällen, Daten zur Geschäftsentwicklung zeitnah zur Verfügung. Daher hat eine Überprüfung der derzeitigen Risiken ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Die weitere Entwicklung der Risiko- und Chancenlage ist u.a. vom Erfolg bei der Gewinnung neuer Zielgruppen für Walbusch, den Entwicklungen im eigenen Filialnetz, der gesamtgesellschaftlichen Bewältigung eingetrübter wirtschaftlicher Aussichten und der Vermeidung eines weiteren Anstiegs der Inflation abhängig. Darüber hinaus sind eine Beendigung des Ukrainekriegs und langfristige politischen Stabilität von hoher Bedeutung für die gesamtgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Prognosebericht Die Corona-Pandemie wird in ihren Auswirkungen auf die Absatzmärkte der Walbusch Gruppe in 2023 voraussichtlich keine besondere Rolle mehr spielen. Bei der Prognose für 2023 rücken vor allem Themen wie der weitere Verlauf des Ukraine-Kriegs, die Preisentwicklungen in den Beschaffungsmärkten sowie die Konsumstimmung in den Absatzmärkten in den Vordergrund. Diese werden für das Jahr 2023 berücksichtigt, soweit sie für den Konzern relevant sind. Entsprechend sind in der Planung und Prognose zur Geschäftslage 2023 bereits in hohem Maße Kostenrisiken bei Personal-, Energie-, IT-, Werbe- und Beschaffungskosten in Verbindung mit einer leicht rückläufigen Umsatzentwicklung planerisch berücksichtigt. Die darüber hinaus gehende Betrachtung von gesamtwirtschaftlichen und operativen Risiken für die Walbusch Gruppe wird in den nachfolgenden Prognosen dargestellt. Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen Der Gesamtwirtschaftliche Ausblick ist durch die Entwicklungen im Ukrainekrieg, den Entwicklungen auf den Energiemärkten, den Auswirkungen hoher Inflationsraten und den entsprechenden (finanz-) politischen Reaktionen geprägt, die eine Prognose besonders unsicher erscheinen lässt. Der Ausblick zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sich mit der Prognose im März 2023 gegenüber November 2022 verbessert und geht nun von +0,2% Wachstum des BIP in 2023 und einer Erhöhung des Wachstums auf 1,3% in 2024 aus. Dabei wird ausgeführt, dass die Inflationsentwicklung in Deutschland ihren Höhepunkt durch den Rückgang von Energiepreisen bereits überschritten habe, der Anstieg der Verbraucherpreise mit +6,6% in 2023 und mit +3,0% in 2024 aber weiterhin spürbar bleibe. Es wird weiterhin ein hohes Risiko in einer Gasmangellage und einem langsameren Rückgang der Inflation gesehen, was zu einer strafferen Geldpolitik und eine Reduktion von Konsumausgaben führen könne. Auch zusätzliche geopolitische Spannungen zwischen China und den USA werden als Risiko für Lieferketten und globalen Warenhandel genannt. Auswirkungen auf die Branche Die Corona-Krise hat den stationären Textileinzelhandel hart getroffen, da Absatzmöglichkeiten eingeschränkt und die Warenbeschaffung erschwert war. Trotz staatlicher Hilfen hat sich eine grundsätzlich schwache Liquiditätssituation in der Branche weiter verschärft und bereits zu einer Reihe von Insolvenzen bei Marktteilnehmern und Lieferanten geführt. Eine anhaltend hohe Inflation und geringe Konsumneigung lassen eine Entspannung im Textilhandel in 2023 eher unwahrscheinlich erscheinen, da die Verbraucher weiterhin insbesondere bei Ausgaben für Mode sparen wollen. (vgl. Spiegel.de am 24.11.2022 "Deutsche sparen bei Lebensmitteln und neuer Kleidung": 56% der Befragten kaufen weniger Bekleidung). Ende März 2023 liegt der GFK-Konsumklima Index mit -30,5 Punkten weiterhin deutlich im negativen Bereich. Gleichzeitig ist erkennbar, dass die Verbraucher wie auch schon 2022 wieder verstärkt an Freizeitaktivitäten und Reisen teilnehmen und die dort ebenfalls gestiegenen Preise durch Einsparungen im Konsum kompensieren. Positiv könnte sich dennoch auswirken, das zunehmende Reise- und Freizeitaktivitäten auch entsprechende Bekleidungsbedarfe und -käufe auslösen können. Auf der Beschaffungsseite sind negative Auswirkungen durch Liquiditäts- und Lieferrisiken auf Lieferantenseite zu erwarten, da beispielsweise ungenügende Auslastung von Produktionsunternehmen, stark gestiegene Rohstoffpreise oder Finanzierungskosten für diese zum Insolvenzrisiko werden können. Geopolitische Spannungen zwischen China und den USA rund um einen möglichen Taiwankonflikt könnten kurzfristig die Beschaffung aus Asien erschweren oder zur Sanktionierung von chinesischen Lieferanten führen. Ausblick Konzern Für die Walbusch Gruppe ergeben sich aus der aktuellen Situation sowohl Chancen als auch Risiken. So sind 2023 Reisen und Freizeitanlässe wieder uneingeschränkt möglich, die für unsere Kunden oftmals einen wichtigen Kaufimpuls darstellen. Eingeschränkt wird diese Chance dadurch, dass die eher älteren Zielgruppen der Walbusch Gruppe in Krisenzeiten auch zum Sparen neigen und einkommensschwächere Haushalte von der Inflation besonders stark getroffen werden. Im Hinblick auf den Verwertungsdruck im Markt ist weiterhin von erheblichen Preisnachlässen und verlängerten Sale-Phasen auszugehen, was den Wettbewerbsdruck weiter erhöht, aber auch denjenigen Chancen bietet, die mit neuer Ware Alternativen zu Vorjahres-Sales-Sortimenten aufzeigen können. Walbusch befindet sich im laufenden Geschäftsjahr 2023 in einer stabilen Liquiditätssituation. Auf Basis der Finanz- und Liquiditätsplanung sind keine kritischen Engpässe bei der Finanzierung von Warenbestand oder Zukunftsinvestitionen erkennbar. Es wird angestrebt durch eine Erhöhung des Lagerumschlags und eine Streckung der Wareneingänge und der dazugehörigen Zahlungsausgänge die Liquiditätssituation weiter zu verbessern. Die Risiken aus eingeschränkter Warenverfügbarkeit werden als rückläufig erwartet, da die Walbusch Gruppe von einer weitestgehenden Normalisierung der Lieferketten und einer Reduktion von Warenbezugskosten durch fallende Containerpreise ausgeht. Zudem ist durch frühzeitige Bevorratung mit Ware und eine chancenorientierte Beschaffung die Warenverfügbarkeit der Walbusch Gruppe gut aufgestellt, um Marktchancen mit attraktiven Sortimenten und inspirierenden Werbeformaten nutzen zu können. Trotz eingetrübter Konsumentenstimmung und zurückhaltender Umsatzentwicklung zum Vorjahr in den ersten Monaten in 2023 gehen wir zum aktuellen Zeitpunkt davon aus, dass eine Umsatzentwicklung auf Gesamtjahressicht knapp unter Vorjahresniveau realistisch bleibt. Dabei ist die zukünftige Entwicklung in 2023 aufgrund des Ukraine-Kriegs, geopolitischer Risiken, hoher Inflation und den Kostenrisiken mit besonderer Unsicherheit behaftet. Innerhalb des Markenportfolios ist die Marke LaShoe in 2022 und 2023 in besonderem Maße von Wettbewerbsdruck und Konsumzurückhaltung getroffen. Aus diesem Grunde wird in der Planung 2023 von einer Einstellung des B2C-Geschäfts von LaShoe zum Jahresende 2023 ausgegangen. Auf Jahressicht wird für die Walbusch Gruppe nach einem Verlust in 2022 eine moderate Verbesserung auf ein ausgeglichenes Ergebnis für 2023 erwartet, in dem entsprechende Risikoabschläge und Reserven für inflationsbedingte, weitere Kostensteigerungen berücksichtigt sind. Die Ergebnisverbesserung ergibt sich dabei durch eine Verbesserung von Warenkalkulation auch aufgrund des sich verbessernden USD-Kurses in der Beschaffung, Effizienzsteigerungen in Prozessen, Kosteneinsparungen in der Werbemittelproduktion. Aufgrund der erwarteten Umsatzentwicklung ist in 2023 kein Personalaufbau geplant. In moderatem Umfang werden Ausgaben für investive Neukundengewinnung reduziert, was zu einem grundsätzlichen stabilen Stammkundenbestand bei etwas geringerer Kundenzuführung ohne substanzielle Umsatzrisiken für Folgejahre führt. Gesamtaussage Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt von einer hohen Unsicherheit und Volatilität geprägt. Zukunftssorgen, Inflation, Konsumzurückhaltung und politische Risiken bleiben Treiber einer zunehmenden Wettbewerbsintensität bei hohem Margendruck. Trotz dieser schwierigen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen strebt die Walbusch Gruppe eine weitgehend stabile Umsatzentwicklung bei gleichzeitiger Verlustminimierung durch verschiedene Optimierungshebel an. Dazu zählen ein gemäßigter Ausbau des Kundenbestands, eine weitere Optimierung der Sortimente, Investitionen in den Vertrieb in allen Kanälen sowie eine Optimierung des Werbemittelportfolios und eine Straffung von Sach- und Verwaltungskosten. In Summe blickt die Walbusch Gruppe zuversichtlich in die Zukunft und erwartet eine stabile Geschäftsentwicklung auf Basis des Multichannel-Geschäftsmodells. Die tatsächliche Entwicklung kann darüber hinaus ebenso von den im Risikobericht dargestellten Risiken beeinflusst werden.
Solingen, den 2. Juni 2023 Walbusch Beteiligungsgesellschaft mbH, Solingen Christian Busch, Geschäftsführer Marcus Leber, Geschäftsführer Frank Reuber, Geschäftsführer |
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