GK Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Hartmann seit 19.3.2018 | Prokura |
Gert Dr. Küchler seit 13.11.2002 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SOMNOmedics GmbHRandersackerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft Die SOMNOmedics GmbH wurde im Jahr 2000 gegründet und ist ein in Deutschland ansässiges, international agierendes Unternehmen aus der Medizintechnik, dessen Kerngeschäft die Schlafdiagnostik ist. Aus der Schlafmedizin kommend, sehen wir uns als Spezialisten für die Polysomnographie (diagnostisches Verfahren, bei dem verschiedene physiologische Parameter einer Person während des Schlafes gemessen werden) und kardiorespiratorische Screenings. Durch aufwändige Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie durch unsere Erfahrungen aus den letzten 25 Jahren haben wir auch die Kardiologie und Neurologie für uns erschließen können und bieten zuverlässige und einfach zu bedienende Lösungen für Langzeit-EEGs, Langzeit-EKGs oder die Langzeitblutdruckmessung an. In Deutschland zählen Unternehmen der Medizintechnik zu den innovationsintensiven Industrien. An unserem Hauptsitz in Randersacker werden die medizintechnischen Geräte entwickelt, produziert und vertrieben. International erfolgt der Vertrieb der Produkte über ein sehr gut ausgebautes Händlernetzwerk in nunmehr über 50 Länder. Deutschlandweit betreibt die SOMNOmedics GmbH 11 Therapiezentren, die durch unsere Außendienstmitarbeiter und Servicetechniker betreut werden. 2. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branche Auch im Jahr 2022 steht die globale Wirtschaft weiterhin sowohl bestehenden als auch neuen Herausforderungen gegenüber. Der IWF erwartet für das Jahr 2022 eine starke Verlangsamung des Wachstums des Welthandels im Vergleich zu 2021 von lediglich 4,3% (vgl. 2021 mit 10,1%) und prognostiziert auch für das Folgejahr ein ähnliches Szenario.1 Zu begründen ist dieses unterdurchschnittliche Wachstum maßgeblich durch das gesunkene globale Produktionswachstum einhergehend mit dem schwankenden Global Supply Chain Pressure Index2. Für Deutschland ist dennoch laut statistischem Bundesamt festzuhalten, dass sich das preisbereinigte BIP im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % erhöht hat.3 Im Vergleich zu 2019 war das BIP um 0,7% höher. Maßgebliche Einflussfaktoren für diese gehemmte Entwicklung waren neben den Spätfolgen der SARS-CoV-2-Pandemie der Krieg in der Ukraine als auch die damit einhergehenden stark gestiegenen Energiepreise. 1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2022/12/13-die-lage-der-weltwirtschaft- zum-ende-des-jahres-2022.html 2 https://www.statista.com/statistics/1315308/global-supply-chain-pressure-index/ 3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html Im Hinblick auf die Medizintechnikbranche kann man für das Jahr 2022 folgendes festhalten: Die Medizintechnik prognostiziert eine Umsatzsteigerung in Höhe von 3,5% im Vergleich zum Vorjahr. Gleichwohl muss damit gerechnet werden, dass der daraus resultierende Gewinn aufgrund der erhöhten Kosten (Energie, Supply Chain) und des erhöhten Aufwands bzgl. der Umstellung auf die MDR (Medical Device Regulation) unverhältnismäßig kleiner ausfallen wird.4 Besonderes Augenmerk hinsichtlich der MDR wird hier auf die damit in Relation gebrachte Innovationsbremse gelegt. Die Innovationskraft ist seit Jahren Indikator und Grundlage für das Wachstum insbesondere der Deutschen und auch der Europäischen Wirtschaft. Die Unternehmen der Branche fordern demzufolge einen pragmatischen Umgang mit der Norm, um diesen maßgeblichen Wettbewerbsvorteil weiterhin gewährleisten zu können.4/5 4 https://www.bvmed.de/de/branche/standort-deutschland/lage-der-branche 5 https://www.spectaris.de/medizintechnik/zahlen-fakten-und-publikationen/ 2. Geschäftsverlauf Der SOMNOmedics GmbH ist es auch im Jahr 2022 gelungen, die führende Position sowohl im Deutschen als auch im Europäischen Schlafdiagnostikmarkt zu halten. Mit einem Anteil von ca. 35% sind wir in Europa führend. Wir konnten das Jahr 2022 erneut mit einem, zwar gegenüber dem Vorjahr leicht verringerten, aber dennoch zufriedenstellenden Betriebsergebnis abschließen und somit unsere wirtschaftliche Rentabilität und Stabilität kontinuierlich weiterführen. Im Vergleich zum Jahr vor der Pandemie (2019) können wir abschließend sogar eine Umsatzsteigerung in Höhe von 12,1% erzielen. Anzumerken ist hier erneut die leichte Umverteilung des Umsatzes, welcher auch in diesem Jahr vermehrt aus dem internationalen Raum kam. Während wir gerade in Deutschland einen leichten Rückgang zu verzeichnen haben, konnte dies im internationalen Geschäft ausgeglichen werden. Hier zeigt sich abermals der immense Vorteil der internationalen Marktaufstellung, da hierdurch sowohl Defizite auf der einen als auch auf der anderen Seite kompensiert werden können. Hervorzuheben ist in diesem Jahr der Erwerb der SOMNOmedics Italien. Der Erwerb dient mittel- und langfristig der strategischen Sicherung unserer Marktposition in Italien, welche gerade für den südeuropäischen Markt eine wichtige Rolle spielt. Das Therapiegeschäft betreffend konnten wir ein Umsatzplus in Höhe von 36% erzielen. Diese Steigerung ist allerdings intern mit einem erheblichen Mehraufwand und Kosten verbunden, welche es für das kommende Jahr zu hinterfragen gilt. Strategisch ist das Therapiegeschäft zwar weiterhin notwendig und sinnvoll. Es muss jedoch ein Weg gefunden werden, die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und herstellerunabhängiger zu werden. Ein erfolgsversprechender Weg ist die strategische Zusammenarbeit mit einem unserer Partner, welche wir derzeit intensiv prüfen. Der Gesamtumsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 10% gesteigert werden. 3. Ertragslage Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 1.241 T€ erwirtschaftet. Die entspricht einer Minderung von in etwa -322 T€ bzw. -20 % im Vorjahresvergleich. Das Ergebnis setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen: Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Umsatz in Höhe von 19,7 Mio. € erreicht. Dies entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 10%. Diese Umsätze gliedern sich geographisch in inländische Umsätze 49,5 %, Umsätze innerhalb der Europäischen Union 23,5 % und Umsätze in Drittländern 27,0 % auf. Diese Aufteilung erklärt sich durch den Umstand, des in die inländischen Umsätze einfließenden Umsatz des Therapiegeschäfts, welches im internationalen Bereich nicht ausgeübt wird. Die Diagnostik, somit den Geräteumsatz betrachtend, liegt die Verteilung bei 1/3 Inland zu 2/3 International. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in diesem Jahr von 722,8 T€ auf 529,5 T€ gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in 2021 Betriebliche Erträge im Zusammenhang mit der Übertragung der Pensionsverpflichtung verbucht wurden, welche einmalig waren, und in 2022 nicht mehr angefallen sind. Der Materialaufwand stieg um 29,73% gegenüber dem Vorjahr. Dieser vergleichsweise hohe Anstieg ist auf die bereits erwähnten Lieferengpässe selbst als auch den enormen Verzögerungen innerhalb der einzelnen Lieferketten zurückzuführen. Um unsere Lieferfähigkeit weiterhin zu garantieren, haben wir in diesem Jahr hier deutlich mehr investiert. Neben dem Materialaufwand sind außerdem die Personalkosten um 3,67% gestiegen. In 2022 haben wir mit einem Gesamtaufwand von 313 T€ bzgl. Messe- und Kongressbesuchen annähernd das Niveau vor der Pandemie erreicht Gerade hinsichtlich der Einführung der Neuprodukte aber auch um Präsenz am Markt zu zeigen, haben wir hier weiter investiert. Jedoch gilt es für die Folgejahre kritisch zu hinterfragen, welche Veranstaltungen den besten Kosten-Nutzen-Effekt haben und ggf. dementsprechend zu selektieren. 4. Finanzlage Die SOMNOmedics GmbH finanziert sich weiterhin nur aus Eigenmitteln, so dass zum Stichtag keine Fremdfinanzierung in Anspruch genommen wurde. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 1.109 T€. Der stichtagsbezogene Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1.783 T€ resultiert im Wesentlichen aus der oben erläuterten Maßnahme bzgl. des Materialaufwands, und den Investitionen des Anlagenvermögens. Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag 6.988 T€. Damit weist die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote von 57,5 % aus. Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresüberschuss 2022, der weiter vorgetragen wird. Wir erwarten unseren künftigen Kapitalbedarf weiterhin nur aus Eigenmitteln finanzieren zu können und damit auf externe Kapitalgeber auf absehbare Zeit verzichten zu können. Im Detail bedeutet dies für 2022 folgende Eckdaten:
5. Vermögenslage Die Forderungen der SOMNOmedics GmbH beliefen sich zum Stichtag auf 4.645 T€ vor Wertberichtigungen und sind somit im Vergleich zum vergangenen Jahr um 1.284 T€ gestiegen. Dieser Effekt erklärt sich hauptsächlich durch das starke Jahresendgeschäft, welches selbst im Vergleich zu Vorpandemiejahren enorm war. Selbstverständlich ist es Ziel, diese Außenstände für das Folgejahr erneut zu senken, was uns unter anderem mit Hilfe des verbesserten Mahnwesens sicher gelingen wird. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 1.070 T€. Dies stellt gegenüber zum Vorjahr einen Anstieg von 128% dar. Der Anstieg erklärt sich aus dem vorausschauenden Einkauf, vorbeugend der Gefahr von Produktionsengpässen und Lieferverzögerungen aufgrund der international angespannten Situation hinsichtlich Rohstoffe und Lieferketten. 6. Finanzielle und Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die EBITDA belief sich zum Stichtag auf 2.249 T€ (Vorjahr 2.879 T€) und belegt die dementsprechend weiterhin sehr gute wirtschaftliche Lage. Die Eigenkapitalquote ist mit knapp 57,5 % als überdurchschnittlich gut zu bewerten. Die Marktreife der zwei von drei Neuprodukten und der damit verbundene Forecast als auch die neue bzw. zusätzliche Marktpenetrierung haben uns in diesem Jahr bereits einen Zuwachs generiert und lassen uns diesbezüglich optimistisch in das neue Geschäftsjahr blicken. Da wir auch nicht nur auf unsere Erfahrung, sondern auch gerade im internationalen Bereich auf bestehend Kunden/Händler zurückgreifen können, vereinfacht den Prozess an sich und hebt die Kundenbindung auch noch mal auf eine neue Ebene. Im Rahmen der nicht finanziellen Leistungsindikatoren ist in diesem Jahr neben den Belangen für die Arbeitnehmer, gerade in Zusammenhang mit der Energiekrise, unsere Unabhängigkeit in eben diesem Bereich zu nennen. Wir sind nicht nur nahezu CO 2-neutral, sondern auch im Hinblick auf die Energiebeschaffung mit Solar und Erdwärme nahezu autark. Bezüglich der Digitalisierung haben wir unser Ziel noch nicht ganz erreicht, aber dennoch in einigen Punkten bereits erfolgreich umgesetzt und somit nicht nur Papier gespart, sondern auch die interne Kommunikation und somit die Effizienz abteilungsübergreifender Projektkoordination verbessert. Die Arbeitnehmer betreffend haben wir auch in diesem Jahr durch verschiedene Maßnahmen versucht, die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen. Erfolgreich mit Hilfe der im Vorjahr gegründeten Mitarbeitervertretung umgesetzte Projekte sind hier bspw. die Einführung des Business Bikes. Darüber hinaus haben wir ebenfalls versucht, die Belegschaft im Hinblick auf die bestehende und sich vermutlich auch im Folgejahr fortschreitende Inflation, mit geeigneten Maßnahmen und Mitteln zu unterstützen. Des Weiteren haben wir auf Wunsch der Mitarbeiter die Möglichkeit teilweise im HomeOffice zu arbeiten in den Bereichen, in denen wir auf positive Erfahrungen zurückgreifen können, weiterhin angeboten und auch hier investiert. Auch gesundheitlich relevante Unterstützung wie höhenverstellbare Schreibtische, Bürostühle und Bildschirmarbeitsplatzbrillen wurden angeboten. 3. Chancen und Risiken Risiken im Jahr 2022 waren neben den Spätfolgen der SARS-CoV-2-Pandemie die sich bereits angedeuteten Engpässe in den internationalen Lieferketten, die Rohstoffknappheit, der Ukrainekrieg sowie die Handelsbeschränkungen besonders im Chinesischen Raum. Für die SOMNOmedics sind insbesondere die Lieferkettenprobleme als auch die Importbeschränkungen besonders hoch einzustufende Risiken, da diese direkt mit unserer Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit verknüpft sind. Durch die Sonderinvestition bzgl. des Materials sind wir zuversichtlich, dass wir das Ziel, unsere Lieferfähigkeit für die nächsten zwei bis drei Jahre sicherzustellen, erreichen werden. Ebenfalls vorbeugend haben wir uns für diese enorme Investition aufgrund der akut gestiegenen und weiterhin steigenden Materialpreise entschieden um damit ein Stückweit Stabilität sowohl hinsichtlich Fertigung als auch finanziellem Aufwand zu garantieren. Die Problematik hinsichtlich der chinesischen Importbeschränkungen stellen uns jedoch vor weitreichendere Risiken und damit verbundenen Entscheidungen. Der chinesische Markt ist für unser internationales Geschäft sowohl strategisch als auch umsatzbezogen enorm wichtig, sodass wir hier künftig verschiedene Möglichkeiten in Betracht ziehen müssen, dieses Risiko zu minimieren. Ziel ist es außerdem auch die Produktion noch effizienter und flexibler zu gestalten. Auch hierfür gilt es verschiedene Themen, wie bspw. Outsourcing oder Second/Third Sources, effektiv anzugehen. Der zu Beginn des Jahres entfachte Ukrainekrieg hat unser Unternehmen glücklicherweise bis dato zumindest im Bereich Vertrieb nicht beeinträchtigt. Die Fertigstellung zweier unserer drei Neuprodukte in diesem Jahr birgt wohl eine der größten Chancen für unser Unternehmen. Der Forecast und das Interesse nach Einführung der Produkte im Bereich ambulante Blutdruckmessung und die vereinfachte Detektion neurologischer Schlafstörungen und Insomnie sind enorm und lassen auch für das Folgejahr somit eine sehr gute Prognose im puncto Umsatzwachstum und Gewinnung von Marktanteilen zu. Zu berücksichtigen ist hier auch die Entwicklung und Nachfrage sowohl des nationalen als auch internationalen Marktes immer mehr in Richtung ambulante Diagnostik, welche wir mit unseren Bestandsprodukten und gerade mit den Neuentwicklungen sehr gut bedienen. In 2022 ist es uns, mit erhöhten Investitionen in diesem Bereich, gelungen, einige wichtige Positionen im Unternehmen mit neuen Fachkräften zu besetzen. Wir sehen hier großes Potential, die Neuprodukte somit schneller im Markt zu etablieren und das Vertriebsnetz auszubauen. Ein weiterer Punkt, welcher gleichermaßen als Chance und Risiko betrachtet werden kann, ist die Digitalisierung. Leider ist es uns noch nicht gelungen alle Bereiche in erforderlichem Maße zu digitalisieren und Prozesse und Arbeitsabläufe zu verschlanken. Dies ist aber gerade in Bezug auf das Ziel und die Notwendigkeit der Effizienzsteigerung ein absolutes Muss. Natürlich ist auch für uns das Thema Inflation nicht außer Acht zu lassen. Obwohl wir in den Bereichen Energie und Strom durch vorausschauende und nachhaltige Konzepte nicht maßgeblich betroffen sind, erwischt es uns dennoch in anderen betrieblichen Bereichen wie z.B. Preisen von Zulieferern, Messe- & Reisekosten und auch dem Personal. Bezugnehmend auf die Messe- und Werbungskosten haben wir uns entschlossen, die Veranstaltungen in den verschiedenen Bereichen zu hinterfragen und ggf. auch hinsichtlich der Einführung der Neuprodukte noch einmal neu zu priorisieren. In diesem Zusammenhang suchen wir ebenfalls Synergieeffekte und Möglichkeiten die Abläufe im Vertrieb effizienter und zeitsparender zu gestalten. Realisiert werden kann dies bspw. durch zielgerichtete Marketingmaßnahmen im Bereich Applikation und Auswertung. 4. Prognosebericht Für das kommende Jahr 2023 ist das Ziel wie auch in den Vorjahren, unseren Innovationsvorsprung, unseren Wettbewerbsvorteil als auch natürlich unsere Flexibilität und Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten. Hierfür wird es unter Berücksichtigung der Entwicklung der globalen Wirtschaft als auch der Entwicklung in Deutschland eventuell notwendig sein, strategische Umstrukturierungen umzusetzen. In diesem Kontext werden wir den Prozess der strukturellen und strategischen Umwandlung weiterverfolgen und auch verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Konstellationen prüfen. Die Sicherung bzw. der Ausbau unserer Marktposition im Bereich Schlafmedizin, als auch die Vergrößerung unseres Marktanteils in den Bereichen Kardiologie, Neurologie und Anästhesie und die bestmögliche Ausschöpfung unseres Potentials sind ebenfalls gesetzte Ziel. Hierfür sind mit der Einführung der Neuprodukte, neuer Zulassungen und Händlerkooperationen die Weichen gestellt. Die Einführung des noch fertigzustellenden Produkts wird uns sicher in 2023 gelingen und wir werden dann hier ein weiteres Segment der Medizintechnik erschließen und uns somit als Medizinproduktehersteller noch breiter und globaler aufstellen können, ohne KnowHow, Expertise und Qualität einzubüßen. Wir haben uns für das Jahr 2023 eine Umsatzsteigerung von 28% als Ziel gesetzt. Unumgänglich, dass wir diesbezüglich die Digitalisierung und Effizienzsteigerung der Prozesse weiter vorantreiben müssen. Wir werden weiterhin vorausschauend und möglichst ressourcenschonend einkaufen und produzieren. Hier wird es sicher auch in 2023 das ein oder andere Hindernis zu überwinden geben, aber wir sind zuversichtlich, dass wir mit nun mehr fast 30 Jahren Erfahrung gewappnet sind. Auch die Erfahrungen aus diesem Jahr nehmen wir als Lehre mit und haben hier mittelfristig, besonders im Bereich Lagerhaltung und Outsourcing neue Wege und Prozesse zur Umsetzung geplant; flächenmäßige Erweiterung der Produktion und des Lagers sowie verschiedener anderer Bereiche sind fest eingeplant Es gilt für das kommende Jahr abzuwägen und die richtigen Prioritäten zu setzen. Wir sind sicher, dass die sich daraus ergebenden Investitionen und Veränderungen sinnvoll und notwendig sind und wir werden diese mit Hilfe unserer Erfahrung, finanziellen Unabhängigkeit und unseren Partnern erfolgreich abschließen. Vor diesem Hintergrund ist es unser Ziel ein EBITDA in etwa auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres zu erreichen und durch ein Jahresergebnis von nicht unter 1,5 Mio. € zu einer Stärkung der Eigenkapitalquote beizutragen.
Randersacker, den 11.04.2023 Gez. Dr. Küchler, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie nach den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch (§§ 288 und 276 HGB). Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Firma ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter werden nach § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Abschreibungen erfolgen lediglich bei dauerhafter Wertminderung. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und zum Nennwert angesetzt. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5% der Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für einen bestimmten Tag nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt. Es wird vom Alleingesellschafter gehalten. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern sowie Steuern der Vorjahre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, sind laut § 253 Abs. 2 HGB mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten fristkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst worden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung: Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, werden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von kleiner als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Zugangsbewertung der kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bilanzierung mit dem aktuellen Geldkurs in Euro bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. Umsatzerlöse: Die Umsatzrealisierung findet zum Zeitpunkt der Leistungserbringung statt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2022 ist im Anlagenspiegel im Anschluss an den Anhang erläutert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme eines Betrages in Höhe von 1.036.107,29€ (Vorjahr: 1.349.538,94€) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 463.676,04 € (0,00 €) enthalten. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbH) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die folgende Rechte und Pflichten:
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen (554 T€; Vorjahr 506 T€) sowie Personalrückstellungen (443 T€; Vorjahr 777 T€). Laufende Verbindlichkeiten und Sicherung
(Beträge in Teuro. Vorjahresbeträge in Klammern) Sicherheiten wurden für die Verbindlichkeiten keine bestellt. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Allgemeine Angaben Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch (§§ 288 und 276 HGB). Außerordentliche sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 231 T€ (Vorjahr: 81 T€), Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 34 T€ Vorjahr 101 T€) und Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen in Höhe von 56 T€ (Vorjahr 89 T€) enthalten. Außerordentliche sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Rechts- und Beratungskosten mit einer Summe von 406 T€ (Vorjahr 321 T€) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 8 T€ (Vorjahr 32 T€) enthalten. Sonstige Angaben Anteilsbesitz Es besteht eine 100%-Beteiligung an der Firma CNSAC Medshop GmbH, St. Pölten (Österreich). Diese Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital in Höhe von 133.773,68 € inklusive eines Bilanzgewinns in Höhe von 63.747,40 € aus. Es besteht eine 100% Beteiligung an der Firma SOMNOmedics America Inc., Coral Gables Florida (Vereinigte Staaten von Amerika). Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital in Höhe von 1.236.425,22 US-$ inklusive eines Jahresüberschusses in Höhe von 52.031,03 US-$ aus. Es besteht eine 100% Beteiligung an der Firma SOMNOmedics Italia S.r.l., Bellusco (Italien). Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital in Höhe von 36.913,59 € inklusive eines Jahresüberschusses in Höhe von 24.913,49 € aus. Die Zahlen basieren auf den letzten verfügbaren Jahresabschlüssen jeweils zum 31.12.2021. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 134 (134 Vorjahr), davon 6 gewerbliche Arbeitnehmer, 116 Angestellte und 12 leitende Angestellte. Geschäftsführung Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2022: Dr. Gert Küchler, Randersacker Kaufmann / Dipl. Ingenieur Vergütung der Geschäftsführung Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Kredite Geschäftsführer Mit dem Geschäftsführer besteht ein jederzeit fälliges und unverzinsliches Verrechnungskonto (Kontokorrent) mit einem Stand zum 31.12.2022 von 36.079,25€. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen wesentliche Verpflichtungen (p.a. in TEUR) aus Mietverträgen für die Geschäftsräume am Sitz der Gesellschaft in Randersacker mit folgenden Laufzeiten:
Darüber hinaus bestehen noch Mietverträge für Therapiezentren und sonstige betrieblich genutzte Räume unabhängig vom Sitz der Gesellschaft in Randersacker mit einer Jahresmiete von ca. 104 T€. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag liegen keine Haftungsverhältnisse vor. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen: Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu marktunüblichen Bedingungen getätigt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.241.622,56 € auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung Somnomedics GmbH vertreten durch:
Randersacker, 11.04.2023 Dr. Gert Küchler Anlagespiegel zum 31. Dezember 2022
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.04.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SOMNOmedics GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SOMNOmedics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SOMNOmedics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein dentatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Würzburg, den 12. April 2023 BGW
Treuhand GmbH
M. Kabel, Wirtschaftsprüfer |
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