Beteiligungsgesellschaften
Helpling GmbH & Co. KG
Jägerstraße 67, 10117 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Helpling GmbH & Co. KGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtInhalt II. Sachanlagen 1. Grundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.3 Geschäftsverlauf 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Ertragslage 3.2 Finanzlage 3.3 Vermögenslage 3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 4. Prognose-, Chancen und Risikobericht 4.1 Risikobericht 4.2 Chancenbericht 4.3 Prognosebericht 1. Grundlagen der Gesellschaft Helpling ist aktiv im Markt für die Vermittlung von Haushaltsnahen Dienstleistungen über das Internet. Als Onlineplattform vermittelt Helpling zwischen Dienstleister und Endkunden und erhält dafür eine Vermittlungsprovision. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen leichten Rückgang. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank laut Statistischem Bundesamt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, was auf anhaltende Herausforderungen durch die Energiekrise, Inflation und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs zurückzuführen ist. Trotz staatlicher Entlastungspakete zur Stabilisierung der Energiepreise und zur Unterstützung der Verbraucher und Unternehmen blieb die wirtschaftliche Gesamtlage angespannt.1 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Marktpotenzial Helpling bleibt fest im wachsenden Markt der haushaltsnahen Dienstleistungen in Deutschland verankert, der nach wie vor etwa 1,1 Millionen Beschäftigte umfasst. Das Nachfragepotenzial bleibt stabil, insbesondere da sich viele Haushalte weiterhin auf informelle Arbeitsverhältnisse stützen. Schätzungen zufolge nutzen rund 15 % der Haushalte legale Dienstleistungen, während ein Großteil der Reinigungs- und Haushaltsarbeiten über den informellen Markt (Schwarzarbeit) abgewickelt wird. Die steigende digitale Vernetzung und das zunehmende Vertrauen in OnlinePlattformen wie Helpling bieten jedoch weiterhin Potenzial für ein signifikantes Wachstum Marktentwicklung Der Markt für haushaltsnahe Dienstleistungen in Deutschland zeigte sich im Jahr 2023 stabil mit moderatem Wachstum. Obwohl das allgemeine Wirtschaftswachstum leicht rückläufig war und die Digitalisierung in vielen Branchen stagnierte, blieb der Markt für haushaltsnahe Dienstleistungen weiterhin robust. Die Nachfrage nach flexiblen, legalen Dienstleistungen blieb bestehen, während Plattformen wie Helpling weiterhin zur Professionalisierung des Sektors beitrugen, indem sie den Zugang zu legalen und versicherten Dienstleistungen erleichterten. Die Konsumdienstleistungsbranche wuchs im Jahr 2023 um etwa 3,4 %, was auf eine langsame, aber stetige Erholung und den fortgesetzten Trend hin zu digitalen und flexiblen Lösungen für haushaltsnahe Dienste zurückzuführen ist. Der Trend zu mehr Transparenz und besseren Qualitätsstandards setzte sich fort, was das Vertrauen in legale Dienstleistungen weiter stärkte.3 1 https://berichte.bvr.de/jahresbericht-2023/wirtschaftliche-entwicklung/konjunktur/ Wettbewerb Helpling bleibt auch 2023 der führende Anbieter in Deutschland für die Vermittlung von Reinigungs- und haushaltsnahen Dienstleistungen über digitale Plattformen. Neben Helpling ist Betreut.de weiterhin ein bedeutender Wettbewerber, der sich auf verschiedene haushaltsnahe Dienstleistungen spezialisiert hat. Darüber hinaus gibt es kleinere Anbieter wie Clean Agents, die ebenfalls Dienstleistungen im Bereich der Vermittlung von Reinigungs- und Haushaltskräften anbieten. Die Konkurrenz im Markt bleibt allgemein weiter dynamisch, wobei Helpling sich durch seine breite Palette an Services und seine starke Marktpräsenz weiter behaupten kann. 2.3 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 blieb die Finanzlage der Helpling GmbH stabil. Die Finanzmittel verzeichneten gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung, insbesondere durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss von TEUR 2.437, im Vergleich zum Jahresfehlbetrag von TEUR -7.414 im Vorjahr. Diese positive Entwicklung ermöglichte es dem Unternehmen, seine Verbindlichkeiten weiterhin fristgerecht zu bedienen. Die Gesellschaft war auch im Jahr 2023 jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen. Dies zeigt sich an der soliden Liquiditätslage, die trotz gestiegener Zinsaufwendungen (TEUR -898) durch den stabilen Cashflow aus dem operativen Geschäft aufrechterhalten wurde. Es mussten keine zusätzlichen Mittel aus Fremdkapital oder durch Einzahlungen der Gesellschafter zur Deckung des operativen Geschäfts zugeführt werden, was die finanzielle Stabilität unterstreicht. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Ertragslage
Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 14.175, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr (TEUR 14.065) darstellt. Diese positive Entwicklung ist auf die weiterhin anhaltend starke Nachfrage nach haushaltsnahen Dienstleistungen und die Optimierung interner Prozesse zurückzuführen, die zu einer stabilen Geschäftstätigkeit beigetragen haben. Der Personalaufwand ist im Jahr 2023 um TEUR 148 auf TEUR 5.677 zurückgegangen. Dies ist in der erfolgreichen Umsetzung effizienter Personalmanagementstrategien begründet, die zu Kosteneinsparungen führten, ohne die Qualität der erbrachten Dienstleistungen zu beeinträchtigen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 9.737 auf TEUR 5.378 gesunken. Dieser Rückgang ist größtenteils auf die einmaligen Aufwendungen aus Abschreibungen von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 8.339 zurückzuführen, welche die gewöhnlichen Geschäftskosten des Vorjahres signifikant beeinflusst haben. Zusätzlich wurden die Aufwendungen um weitere TEUR 1.397reduziert, was vor allem durch verstärkte Kosteneffizienzmaßnahmen und die Einführung effizienterer Marketingstrategien erreicht wurde. Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -898 (Vorjahr: TEUR 646). Diese Entwicklung ist auf die gestiegenen Zinsaufwendungen zurückzuführen, die aus den im Laufe des Geschäftsjahres 2022 aufgenommenen Darlehen resultieren. Im Jahr 2023 wurde nach einem Jahresfehlbetrag von TEUR 7.414 im Vorjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.437 erwirtschaftet. Dieser Umschwung ist im Wesentlichen auf den Einmaleffekt der Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 8.339 des Vorjahres und die dadurch im aktuellen Jahr deutlich gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Weitere Faktoren für das gestiegene Jahresergebnis sind verstärkte Kosteneffizienzmaßnahmen sowie ein leicht gestiegenes Rohergebnis. 3.2 Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 war die Liquidität jederzeit gesichert. Alle fälligen Verbindlichkeiten konnten fristgerecht bedient werden. Die Gesellschaft verfügte im Geschäftsjahr über ausreichende finanzielle Mittel, um den laufenden Geschäftsbetrieb und die strategischen Investitionen zu finanzieren. 3.3 Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr leicht von TEUR 9.792 im Vorjahr auf TEUR 9.668 zurückgegangen. Das Vermögen der Gesellschaft setzte sich im Wesentlichen aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (74 %, Vorjahr: 43 %) sowie liquiden Mitteln (7 %, Vorjahr: 13 %) zusammen. Das Anlagevermögen der Gesellschaft betrug TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 71) und besteht aus immateriellen Vermögensgegenständen sowie Sachanlagen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen deutlich auf TEUR 6.281 (Vorjahr: TEUR 3.172) und betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Grund sind die im Vorjahr vorgenommenen außergewöhnlichen Abschreibungen der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 8.339. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 203 auf TEUR 785 zurückgegangen. Die liquiden Mittel verringerten sich auf 707 TEUR, während sie im Vorjahr noch bei 1.321 TEUR lagen. Diese Entwicklung ist auf gestiegene Zinszahlungen und die Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten im aktuellen Geschäftsjahr zurückzuführen. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR um TEUR 25 auf TEUR 141 gesunken. Der im Vorjahr durch den Einmaleffekt aus der Abschreibung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen entstandene nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil der Kommanditisten ist im Berichtsjahr um das erwirtschaftete Jahresergebnis in Höhe von TEUR 2.437 zurückgegangen und beträgt zum Ende des Berichtsjahres TEUR 1.624. Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf TEUR 512 (Vorjahr: TEUR 614) und decken hauptsächlich ausstehende Rechnungen, Personalkosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten ab. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken auf TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 75), während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 345 (Vorjahr: TEUR 80) stiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 9.009. auf TEUR 8.780 zurückgegangen, was aus der planmäßigen Tilgung des Darlehens resultiert. 3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dargestellten Entwicklungen zeigen, dass die Helpling GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich auf die wachsenden Herausforderungen des Marktes reagiert hat. Durch eine stabile Umsatzentwicklung, signifikante Kostensenkungsmaßnahmen und eine deutlich verbesserte Ertragslage konnte das Unternehmen seine Wettbewerbsposition weiter festigen. Hervorzuheben ist der erzielte Jahresüberschuss von 2.437 TEUR, der eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Jahresfehlbetrag des Vorjahres darstellt und dazu beiträgt, den durch Vermögenseinlagen nicht gedeckten Verlustanteil der Kommanditisten weiter zu verringern. An der Fortführungsprognose wird weiterhin festgehalten. Die finanzielle Lage des Unternehmens blieb auch im Jahr 2023 stabil. Die Gesellschaft konnte alle Verbindlichkeiten fristgerecht bedienen. Helpling hat im Jahr 2023 seine strategischen Ziele erreicht, insbesondere in Bezug auf die Umsatzsteigerung und die Effizienz der betrieblichen Abläufe. Mit der erreichten operativen Stabilität und den getätigten Investitionen ist das Unternehmen gut aufgestellt, um auch in den kommenden Jahren weiteres Wachstum zu erzielen und seine Marktposition nachhaltig auszubauen. 4. Prognose-, Chancen und Risikobericht 4.1 Risikobericht Helpling, mittlerweile ein etabliertes Unternehmen im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen, ist weiterhin verschiedenen Risiken ausgesetzt, die durch angemessene Absicherungsstrategien überwacht und gemindert werden. Die wesentlichen Risiken für Helpling werden im Folgenden beschrieben. Liquiditätsrisiko Helpling verfügt über solide Finanzierungsstrukturen und ist in der Lage, die laufenden Verpflichtungen zu erfüllen. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren ein stabiles Wachstum verzeichnen und verfolgt weiterhin eine Wachstumsstrategie. Zur Finanzierung dieses Wachstums bleibt der Zugang zu Eigen- und Fremdkapital essenziell. Aufgrund der gesicherten Kapitalstruktur und der Unterstützung durch Investoren wird das Liquiditätsrisiko jedoch als gering eingestuft. IT-Risiken Ein elementares Risiko für Helpling stellt eine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der Datenbanken- und Serversysteme sowie ein Ausfall der Kommunikations- und Datenwege dar. Ein Ausfall dieser würde zu einer Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse führen. Mit der Etablierung eines umfangreichen IT-Risikomanagements, mit Backup-Lösungen, mit der Verabschiedung eines Regelwerks zur Systemsicherheit und durch eine klare Regelung der Verantwortlichkeiten wurden die Grundlagen für ein kontinuierliches und nachhaltiges Risikomanagementsystem für diesen Bereich gelegt. Stornierungen Stornierungen können sowohl durch Kunden als auch durch Anbieter von haushaltsnahen Dienstleistungen hervorgerufen werden. Einer daraus resultierenden negativen Auswirkung auf die Ertragslage wirkt Helpling durch entsprechende Stornierungsbedingungen entgegen. Zudem hat Helpling ein gut trainiertes Customer Support Team, welches die Kundenwünsche sachgerecht, zeitnah und kundenorientiert bearbeitet. Risiken des Kunden Die Helpling GmbH ist zur Schadensregulierung nicht verpflichtet. Dennoch unterhält die Helpling GmbH eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von maximal EUR 5.000.000, bei der jede über die Helpling Plattform vermittelte selbstständige Reinigungskraft für den Fall von Schäden am Eigentum des Kunden, die während der Reinigung entstanden sind, mitversichert ist. Macht ein Kunde einen Schaden durch Tätigkeiten der über die Plattform vermittelten Reinigungskraft geltend, zeigt die Helpling GmbH den Schaden bei der Haftpflichtversicherung an. Dies gilt nur für Schäden, die einen Betrag von EUR 500 übersteigen. Personalrisiken Personalrisiken können sich im Wesentlichen durch die eventuelle Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen ergeben. Helpling begrenzt diese Risiken durch leistungsgerechte Vergütungen und erfolgsabhängige Anreizsysteme sowie durch ein attraktives Arbeitsumfeld. Des Weiteren besteht auch ein Risiko einer höheren Fluktuation der Mitarbeiter in der Produktund IT-Abteilung, durch den Einsatz von Freelancern und den verstärkten Fokus auf IT-Recruiting wird die Abdeckung der benötigten Ressourcen sichergestellt. Weiterhin wird durch interne Maßnahmen in der IT-Abteilung wie z.B. der Umstrukturierung der einzelnen Teams sichergestellt, dass Abläufe optimiert werden und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter optimal gestaltet werden kann. Rechtliche Risiken Veränderungen in der Gesetzeslage können das Geschäftsmodell von Helpling zukünftig beeinflussen. Dazu gehören unter anderem Anpassungen beim Steuer-, Marken-, Verwaltungsund Arbeitsrecht. Vor allem ist die Entwicklung der juristischen Lage im letztgenannten Rechtsgebiet besonders zu beobachten. Zugleich prüft Helpling fortlaufend die aktuellen Merkblätter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hinsichtlich sich etwaig ergebender zahlungsabwicklungsrechtlicher Konsequenzen. Aufgrund der Rechtsfortentwicklung und Komplexität der Materie erfolgt eine enge Abstimmung mit artverwandten Unternehmen. Das Geschäftsmodell von Helpling ist neu und disruptiv und daher auch in Zukunft stets mit neuen rechtlichen Fragen konfrontiert. Deren Beurteilung hängt in Deutschland und Europa in nicht unerheblichem Maße vom politischen Umfeld ab. Zu beobachten sind teils kritische Äußerungen bestimmter Interessenvertreter. Helpling sucht den Austausch mit diesen Gruppen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen gemeinsam zukunftssicher zu machen. Gesamtbeurteilung der Risiken Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich wie im Vorjahr keine den Fortbestand von Helpling gefährdenden Risiken ab. Die Gesamtrisikoposition der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Durch solide Finanzierungsstrukturen, effektives Risikomanagement und fortlaufende rechtliche Überwachung ist Helpling gut aufgestellt, um die identifizierten Risiken zu steuern. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 4.2 Chancenbericht Chancen Helpling sieht weiterhin signifikante Wachstumschancen im Markt für haushaltsnahe Dienstleistungen. Das große Nachfragepotenzial bleibt ungebrochen, da die Digitalisierung und der Trend zu flexiblen, online vermittelten Services weiter zunehmen. Die zunehmende OnlinePenetration und das steigende Vertrauen der Konsumenten in digitale Plattformen wie Helpling tragen zu diesem Wachstum bei. Zudem kann die fortschreitende Regularisierung des Arbeitsmarktes, einschließlich vereinfachter rechtlicher Rahmenbedingungen für Reinigungskräfte, das Wachstum weiter fördern, indem Dienstleistungen vermehrt legal erbracht werden. Eine weitere Chance liegt in der Expansion auf angrenzende Märkte und Dienstleistungen. Helpling hat bereits begonnen, sein Modell auf zusätzliche Segmente wie professionelle Fensterund Teppichreinigung sowie Möbelmontage auszudehnen. Diese Diversifizierung stärkt die Marktposition des Unternehmens und eröffnet zusätzliche Umsatzpotenziale. 4.3 Prognosebericht Die Prognose der Umsatzerlöse wurde für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 nahezu vollständig getroffen. Im Jahr 2025 wird eine Steigerung der Umsatzerlöse im Zusammenhang mit der Vermittlung von Haushaltsnahen Dienstleistungen um weitere 17 % gegenüber 2024 erwartet. Das prognostizierte EBITDA wurde deutlich übertroffen und betrug im Geschäftsjahr TEUR 3.339. Seit 2024 wird die Unternehmensplattform von der Muttergesellschaft betrieben, die hierfür Lizenzgebühren von der Gesellschaft erhält. Diese Lizenzgebühren führten planmäßig zu einem Rückgang des EBITDA im Geschäftsjahr 2024. Für das Jahr 2025 rechnet die Gesellschaft mit einer weiterhin deutlich positiven Entwicklung des EBITDA. Der deutsche Markt für haushaltsnahe Dienstleistungen wird auch in den kommenden Jahren als Wachstumsmarkt angesehen. Helpling erwartet, dass der Anteil der legal in Anspruch genommenen Dienstleistungen weiterhin steigt, da das Bewusstsein für versicherte und sichere Services wächst. Dieses Marktwachstum wird zudem durch demografische Entwicklungen und die zunehmende Verlagerung von Schwarzarbeit hin zu regulären Arbeitsverhältnissen unterstützt. Für Helpling hat die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells oberste Priorität. Die Geschäftsführung rechnet mit einem weiteren signifikanten Umsatzwachstum, unterstützt durch ein breiteres Dienstleistungsangebot und die Verstärkung der Marketingaktivitäten. Der Fokus liegt auf der Neukundengewinnung sowie der Kundenbindung durch eine optimierte Benutzererfahrung auf der Plattform. Trotz fortlaufender Investitionen in das Wachstum wird eine Verbesserung der Profitabilität erwartet.
Berlin, den 25. Juli 2025 HMG Management Gesellschaft mbH vertreten durch Philipp Huffmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine Hinweise Die Helpling GmbH & Co. KG, Berlin, nachfolgend Helpling genannt, hat ihren Geschäftssitz in der Jägerstr. 67 in 10117 Berlin und ist im Handelsregister von Berlin unter HRA 55459 B eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird teilweise Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Geschäftsleitung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus (GoingConcern Prämisse). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den ausgewiesenen anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird eine Nutzungsdauer von zwei bis dreizehn Jahren unterstellt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 bis EUR 1.000 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 6.281 (VJ. TEUR 3.172) enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände i.H.v. TEUR 785 (VJ. TEUR 988) enthalten im Wesentlichen Ansprüche im Zusammenhang mit dem Treuhandkonto i.H.v. TEUR 397 (VJ. TEUR 458), Darlehensvorauszahlungen i.H.v. TEUR 290 (VJ. TEUR 290) und Kautionen i.H.v. TEUR 70 (VJ. TEUR 58). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Die Einlagen der Kommanditisten sind vollständig erbracht. Es bestehen keine ausstehenden Einlageverpflichtungen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen i.H.v. TEUR 354 (VJ. TEUR 473), Urlaubsansprüche und Sondervergütungen i.H.v. TEUR 102 (VJ. TEUR 78) sowie für Berufsgenossenschaftsbeiträge und Ausgleichsabgabe i.H.v. TEUR 46 (VJ. TEUR 52) gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt.
In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Darlehen iHv. TEUR 8.567 (VJ TEUR 9.000) enthalten. Zur Sicherung der Verbindlichkeiten aus dem Darlehen wurden folgende Sicherheiten zugunsten der Darlehensgeber vereinbart: • Globalzession: Die Gesellschaft hat eine Globalzession über alle gegenwärtigenund zukünftigen Geldforderungen der Gesellschaft abgeschlossen. • Verpfändung der Bankkonten: Sämtliche Bankkonten der Gesellschaft, die bei Geschäftsbanken geführt werden und die eine Lizenz zum Betreiben von Bankgeschäften gemäß § 32 des Kreditwesengesetzes (KWG) besitzen, wurden verpfändet. • Die Sicherheiten gewährleisten eine vorrangige Sicherstellung der Ansprüche derDarlehensgeber und dienen der Absicherung der Verpflichtungen aus dem Darlehen. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestehen keine in der Bilanz nicht ausgewiesenen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 253 (VJ: TEUR 154) setzen sich im Wesentlichen aus den folgenden Positionen zusammen: ? Erträge aus Stornierungsgebühren (TEUR 187): Diese Erträge entstehen bei Absagen oder Umbuchungen der Dienstleistung durch den Dienstleister. Der Dienstleister ist verpflichtet, einen Schadensersatz in Form einer Gebühr zum Ausgleich des Provisionsverlustes und des mit der Bearbeitung verbundenen Aufwands zu zahlen (VJ: TEUR 109). ? Erträge aus der Rückerstattung nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) (TEUR 29): Diese Rückerstattungen betreffen die Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen im Zusammenhang mit Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall (VJ: TEUR 22). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023 setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Werbungskosten: Die Werbungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.338 (VJ: TEUR 2.326). Fremdleistungen: Für Fremdleistungen wurden Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.785 (VJ: TEUR 1.933) erfasst. Nebenkosten des Geldverkehrs: Im Zusammenhang mit der Abwicklung des Zahlungsverkehrs entstanden Nebenkosten i.H.v. TEUR 337 (VJ: TEUR 307). Diese Kosten umfassen insbesondere Gebühren für die Abwicklung von Banktransaktionen und sonstige zahlungsverkehrsbezogene Aufwendungen. Telefon- und Internetkosten: Diese betrugen TEUR 218 im Geschäftsjahr 2022 (VJ: TEUR 384). Serverkosten: Für den Betrieb und die Wartung der Server fielen Aufwendungen in Höhe von TEUR 182 an (VJ: TEUR 225). Finanzergebnis Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinsaufwendungen aus dem im Geschäftsjahr bestehenden Darlehensvertrag beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 898 (VJ: TEUR 646). Der Anstieg der Zinsaufwendungen resultiert aus der Erhöhung des Darlehensvolumens von 3 Mio. EUR auf 9 Mio. EUR im Laufe des Geschäftsjahres 2022. Sonstige Angaben Angaben zur Geschäftsführung Die persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft ist die HMG Management Gesellschaft mbH, Schleswig, die nicht am Kapital der Gesellschaft beteiligt ist. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird ausschließlich durch die Geschäftsführer der Komplementär-GmbH wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 war folgende Personen Geschäftsführer der HMG Management Gesellschaft mbH: ? Philipp Huffmann Gesamtbezüge der Geschäftsführung Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Mitarbeiter
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr gab es keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Berlin, den 25. Juli 2025 HMG Management Gesellschaft mbH vertreten durch Philipp Huffmann Entwicklung des Anlagevermögens 2023Helpling GmbH & Co. KG, Berlin Anlage 4
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Helpling GmbH & Co. KG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Helpling GmbH & Co. KG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Helpling GmbH & Co. KG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 25. Juli 2025 RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Fuat Kalkan, Wirtschaftsprüfer Max Waiz, Wirtsc Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 31.7.2025. |
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