Weiss Spindeltechnologie GmbHLiquidiert
96126 Maroldsweisach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robin Christoph Hees seit 11.10.2023 | Geschäftsführer |
Jörg Ralf Oeder seit 21.8.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dynamo Midco B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Weiss Spindeltechnologie GmbHMaroldsweisachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Gesellschafterbeschluss der Weiss Spindeltechnologie GmbH, MaroldsweisachDie Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, als alleinige Gesellschafterin der Weiss Spindeltechnologie GmbH, Maroldsweisach, beschließt unter Verzicht auf die Abhaltung einer Gesellschafterversammlung auf schriftlichem Wege was folgt:
München, den 27. Juni 2023 Siemens Aktiengesellschaft Kastenmeier Großberger Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/221. Geschäft und Geschäftsverlauf Spezialisiert auf die Entwicklung, Konstruktion und Produktion von innovativen Hochleistungsmotorspindeln, bietet die Weiss Spindeltechnologie GmbH (im Folgenden: Weiss GmbH) ein weltweit umfassendes und innovatives Spektrum an vordefinierten sowie individuell konstruierten Spindeleinheiten. Über 3.000 Spindelkonstruktionen in verschiedensten Ausprägungen und für diverse Anwendungen (Drehen, Fräsen, Schleifen, Sonderanwendungen) prägen die umfassende Kompetenz, mit der die Weiss GmbH den weltweiten Werkzeugmaschinenmarkt beliefert. Als 100%ige Tochter der Siemens AG, Berlin und München, bietet die Weiss GmbH in Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern umfangreiche Serviceleistungen für Maschinenbauer (OEM) und deren Endkunden rund um den Globus an. Abgerundet wird das Produktangebot der Weiss GmbH durch starre Wellenkupplungen zur Übertragung großer Drehmomente in Antriebssträngen von Schiffen, Dieselloks und Großmotoren. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 war insbesondere durch den Krieg in der Ukraine, die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie sowie die wirtschaftliche Abschwächung in China geprägt. Vor diesem Hintergrund ist das BIP in Deutschland im Kalenderjahr 2022 um 1,8 % gewachsen (Quelle: statistisches Bundesamt). Der Berichtszeitraum ist gekennzeichnet durch eine weitere Erholung der Konjunktur im Werkzeugmaschinenbau, welche sich bei der Weiss GmbH vor allem im Auftragseingang seit dem Frühjahr 2021 abbildet. Aufgrund der umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen spiegelt sich der weiter angestiegene Auftragseingang nur teilweise in den Umsätzen des Berichtzeitraumes wider. Der Auftragseingang vergrößert sich im Geschäftsjahr 2021/22 um 23,2 % gegenüber dem Vorjahr von 48,3 Mio. EURO auf 59,5 Mio. EURO. Der Umsatz beträgt 44,8 Mio. EURO. Dieser liegt damit um 16,7 % über dem Vorjahreswert (38,4 Mio. EURO). Damit ist die Prognose aus dem Vorjahr bzgl. der Umsatzsteigerung nahezu wie geplant eingetreten. Das Ergebnis ist mit -3,0 Mio. EURO weiterhin negativ und hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um -1,6 Mio. EURO verschlechtert. Das prognostizierte leicht positive Ergebnis wurde somit nicht erreicht. Maßgeblicher negativer Einfluss resultiert aus nicht vorhersehbaren, inflationsgetriebenen Rückstellungen für betriebliche Altersvorsorgen mit einer Wirkung von mehr als -3,0 Mio. EURO. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist erwartungsgemäß weiterhin negativ. Er beträgt -1,4 Mio. EURO (Vorjahr: -3,2 Mio. EURO). Maßgeblicher Einflussfaktor waren die geringeren Zahlungseingänge aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr. Mit Ausnahme der Rückstellung für betriebliche Altersvorsorge ist das Geschäftsjahr 2021/22 aus Sicht der Geschäftsführung wie prognostiziert verlaufen. 2. Lage der Gesellschaft Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Unternehmens die Liquiditätsentwicklung und die Entwicklung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit sowie das Jahresergebnis herangezogen. Umsatz, Auftragsbestand und Liquidität werden arbeitstäglich verfolgt. Es besteht ein Berichtswesen, das einen monatlichen Überblick zur Unternehmensentwicklung erlaubt. Zur Umsatz- und Ergebnissteuerung erfolgen Analysen der Produktergebnisse. 2.1. Vermögenslage Das Vermögen setzt sich zusammen aus dem Anlagevermögen von i.H.v. 3,6 Mio. EURO (Vorjahr: 3,9 Mio. EURO), dem Umlaufvermögen von i.H.v. 20,5 Mio. EURO (Vorjahr: 18,5 Mio. EURO) und dem Rechnungsabgrenzungsposten von i.H.v. 0,4 Mio. EURO (Vorjahr: 0,3 Mio. EURO). Das Umlaufvermögen gliedert sich in Vorräte von i.H.v. 13,8 Mio. EURO (Vorjahr: 13,6 Mio. EURO) und Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände i.H.v. 6,8 Mio. EURO (Vorjahr: 4,9 Mio. EURO). Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Mio. EURO erhöht, während sich die Sonstigen Vermögensgegenstände um 0,3 Mio. EURO verringert haben. Der Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht zum einen in Zusammenhang mit dem Umsatzwachstum und ist zum anderen stichtagsbedingt abhängig vom Eingang der Debitorenzahlungen. Durch den Jahresfehlbetrag i.H.v. -3,0 Mio. EURO (Vorjahr: -1,4 Mio. EURO) ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag i.H.v. 13,3 Mio. EURO (Vorjahr: 10,3 Mio. EURO), der auf der Aktivseite ausgewiesen wird. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital folglich mit 0 EURO (Vorjahr: 0 EURO) ausgewiesen. Daneben weist die Passivseite der Bilanz Rückstellungen i.H.v. 17,5 Mio. EURO (Vorjahr: 14,3 Mio. EURO), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 1,4 Mio. EURO (Vorjahr: 1,1 Mio. EURO), Verbindlichkeiten gegenüber der Siemens AG, Berlin und München, i.H.v. 17,9 Mio. EURO (Vorjahr: 15,7 Mio. EURO) und andere Passiva i.H.v. 1,0 Mio. EURO (Vorjahr: 1,9 Mio. EURO) aus. Der Anstieg der Rückstellungen betrifft im Wesentlichen die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Erhöhung der Rückstellung für Pensionen um 3,4 Mio. EURO steht im Zusammenhang mit Veränderungen der Berechnungsparameter hinsichtlich der Rentenanpassung und der Inflation. Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind insbesondere wegen Auszahlungen in Verbindung mit Restrukturierungsmaßnahmen gesunken, während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des im Geschäftsjahr 2021/22 gestiegenen Einkaufsvolumens erhöht haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stehen im Zusammenhang mit dem Cash Pooling und sind im Geschäftsjahr 2021/22 um 2,2 Mio. EURO angestiegen. Die Investitionen betragen 0,9 Mio. EURO und betreffen überwiegend Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in das Sachanlagevermögen. Den Investitionen in das Sachanlagevermögen stehen 1,1 Mio. EURO Abschreibungen gegenüber. 2.2. Finanzlage Das Stammkapital, das vollständig von der Siemens AG, Berlin und München, gehalten wird, beträgt 260.000 EURO. Durch den Jahresfehlbetrag sowie Verlustvorträge aus Vorjahren ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -1,4 Mio. EURO (Vorjahr: -3,2 Mio. EURO). Dieser ergibt sich im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag i.H.v. -3,0 Mio. EURO, den Abschreibungen auf das Anlagevermögen i.H.v. 1,1 Mio. EURO sowie der Zunahme der Rückstellungen um 3,2 Mio. EURO bei gleichzeitiger Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 2,2 Mio. EURO. Der Anstieg der Rückstellungen resultiert aus zwei gegenläufigen Effekten: Während die Pensionsrückstellungen um 3,4 Mio. EURO steigen, sinken die sonstigen Rückstellungen um 0,2 Mio. EURO. Die Insolvenzsicherung von Altersteilzeitzahlungen erfolgt über einen externen Dienstleister. Das entsprechende Guthaben beträgt 0,7 Mio. EURO. Die zur Deckung des Liquiditätsbedarfs benötigten Mittel werden von der Siemens AG, Berlin und München, im Rahmen eines Cash Pool Agreements bereitgestellt. Diese werden i.H.v. 17,6 Mio. EURO in Anspruch genommen. 2.3. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2021/22 ist gekennzeichnet durch ein deutliches Wachstum des Umsatzes um 16,7 % auf 44,8 Mio. EURO (Vorjahr: 38,4 Mio. EURO) und einem um 23,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Auftragseingang (von 48,3 Mio. EURO auf 59,5 Mio. EURO). Aufgrund des Umsatzwachstums und dem damit zuhängenden Fixkostendegressionseffekt wurde ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (bereinigt um die Zuführung zur Pensionsrückstellung) erreicht. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung belief sich auf 3,4 Mio. EURO. Die Materialkostenverteuerungen sowie die Personalkostenveränderungen haben sich im Geschäftsjahr 2021/22 wie geplant entwickelt. Die damit verbundenen Kostensteigerungen konnten teilweise über Preisanpassungen an den Markt weitergegeben werden. Die Produktivitätsmaßnahmen lagen im Plan. In Summe lag damit das negative Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. EURO höher als im Vorjahr. 3. Chancen und Risiken 3.1. Technologische Entwicklung Die mittel- und langfristigen Volumenziele sind nur dann zu erreichen, wenn die Weiss GmbH ihre Innovationskraft halten und ausbauen kann. Dies erfordert entsprechende Anstrengungen im Unternehmensbereich Technik. 3.2. Kundenstruktur/Branchenrisiken Die Kundenstruktur wird durch die Akquisition neuer Kunden und Erschließung neuer Märkte verbreitert. Trotzdem ist die Weiss GmbH weiterhin dem allgemeinen Branchenrisiko des Werkzeugmaschinenbaus ausgesetzt. 3.3. Finanzrisiken Die Gesellschaft ist aufgrund von USD-Fakturierungen dem Risiko der Währungsschwankungen ausgesetzt, dem durch geeignete Währungssicherungsmaßnahmen entgegengewirkt wird. Durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Siemens AG (seit Geschäftsjahr 2021/22 werden vorwiegend die gesellschaftseigenen Vertriebskanäle genutzt) hat sich das Ausfallrisiko etwas erhöht. Wir erachten das Risiko unverändert als gering, da die Kundenstruktur unverändert ist. 3.4. Bestandsgefährdende Risiken Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aus Cash-Pooling in Höhe von Mio. 17,6 EURO. sowie ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von Mio. 13,3 EURO, welche insbesondere durch notwendige Finanzierungen und Aufwendungen in den Vorjahren entstanden sind. Bei Nichteintritt der unter 4. Zukünftige Entwicklung angeführten Planungsprämissen (insbesondere in Bezug auf die Erholung der Branche, Umsetzung des Interessensausgleichs sowie die erwartete Steigerung der Produktivität) benötigt die Gesellschaft weitere finanzielle Mittel. Der Liquiditätsbedarf wird weiterhin durch die Einbindung in das Cash-Pooling der Siemens AG, Berlin und München, unter Berücksichtigung einer Kündigungsverzichterklärung seitens der Siemens AG, Berlin und München, für die dem Testatsdatum des Jahresabschlusses zum 30. September 2022 folgenden zwölf Monate abgedeckt. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt insofern von der finanziellen Unterstützung durch die Siemens AG, Berlin und München, ab. 4. Zukünftige Entwicklung Die über unseren Erwartungen liegende, schnellere Erholung in der Werkzeugmaschinenindustrie und die Umsetzung des Interessenausgleichs stellen andauernde Herausforderungen für die Volumenplanung der Weiss GmbH dar. Der weiterhin sehr positive Auftragseingang resultiert in massiv gestiegenen Lieferzeiten und damit auch möglichen Risiken des Verlustes von neuen Aufträgen und Berücksichtigung in Neuprojekten bei den Kunden. Unter Berücksichtigung des aktuellen Auftragsbestandes im Bereich der Neuspindel liegt der gesamte Fokus auf Steigerung der Produktivität und Ausbringung. Ziel ist eine weitere Steigerung des Umsatzvolumens um 1 bis 1,5% im kommenden Geschäftsjahr bei reduzierter Auftragseingangserwartung. Für das Ergebnis rechnen wir mit negativen Einflüssen aus gestiegenen Personalkosten (IG-Metall Flächentarifvertrag und Inflationsausgleichsprämie). Die im Geschäftsjahr 2019/20 gestarteten Restrukturierungsmaßnahmen in Kombination mit der Intensivierung von weiteren Produktivitätsmaßnahmen werden aber zu einer Ergebnisverbesserung im Geschäftsjahr 2022/23 (im Vergleich zum Ergebnis des Geschäftsjahres 2021/22 vor Restrukturierungskosten) führen. Es wird ein positives Ergebnis vor Steuern zwischen 0 bis 0,5 Mio. EURO erwartet. Kurzfristig werden vorhandene Kapazitäten mit Hilfe temporärer Maßnahmen (v.a. Gleitzeitaufbau) angepasst. Der Cashflow im Geschäftsjahr 2022/23 wird durch Zahlungsauswirkungen aus der deutlichen Ergebnisverbesserung und aus abnehmenden Forderungen und Beständen positiv, aber auch von höheren Investitionen negativ beeinflusst werden. Es wird von einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zwischen 2 und 3 Mio. EURO für das Geschäftsjahr 2022/23 ausgegangen. In den Folgejahren ab dem Geschäftsjahr 2023/2024 wird für den Umsatz eine leichte Steigerung von maximal 1 % (real) und damit eine Seitwärtsbewegung erwartet. Ergo stellt sich eine stetige Ergebnisverbesserung nur durch die Wirkung der Produktivitätsmaßnahmen ein, nennenswerte Degressionseffekte werden nicht erwartet. Eine wesentliche Steigerung der Produktivität wird aus der Einführung eines neuen Produktionssystems und der Umsetzung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) erwartet. Die Einführung eines Baukastensystems mit einem hohen Anteil an Gleichteilen und die Umsetzung von Methoden aus dem Design for Manufacturing (DFM) runden diese Aktivitäten ab.
Maroldsweisach, 19. April 2023 Die Geschäftsführung Gabriel Santa Der Jahresabschluss wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung am 27.06.2023 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/22
Anhang für das Geschäftsjahr 2021/22Allgemeine Angaben Die Weiss Spindeltechnologie GmbH (im Folgenden: Weiss GmbH) hat ihren Sitz in Maroldsweisach. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 8543 im Register des Amtsgerichts Bamberg eingetragen. Der Jahresabschluss der Weiss GmbH wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Bilanzierung wurde der Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde gelegt. Hinsichtlich bestandsgefährdender Risiken wird auf die Abschnitte "3.4. Bestandsgefährdende Risiken" und "4. Zukünftige Entwicklung" des Lageberichts verwiesen. Für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB unter Verwendung des Umsatzkostenverfahrens angewandt. Der Ausweis erfolgt in Tausend Euro (Tsd. €). Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Sachanlagen: Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Kontext der Erläuterungen der Vorräte beschrieben. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250 sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 250, jedoch nicht mehr als € 800 betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr. Nutzungsdauer der Sachanlagen
Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von unverrechneten Lieferungen und Leistungen im Anlagen- und Servicegeschäft vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung: Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der Weiss GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die Weiss GmbH bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, der nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt wird. Für die Abzinsung wird der jeweilige durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, den die Deutsche Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlicht. In den übrigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Währungsumrechnung: Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Negative Zinsen aus der Geldanlage werden in den Zinserträgen, positive Zinsen aus der Geldaufnahme in den Zinsaufwendungen als Abzugsposten ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz 1 Anlagevermögen Siehe hierzu den Anlagespiegel. 2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen unsaldiert in Höhe von Tsd. € 1.899 bilanziert. 3 Aktive latente Steuern Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus Bilanzdifferenzen bei Pensionsrückstellungen und übrigen Rückstellungen sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 25,01 % zugrunde gelegt. Der Aktivüberhang wurde nicht angesetzt. 4 Angaben zu Verrechnung nach § 285 Nr. 25 HGB
Aufwendungen und Erträge werden nicht verrechnet. 5 Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Aufgrund des Verlustvortrages in Höhe von Tsd. € 16.428 sowie des Jahresfehlbetrages des Geschäftsjahres 2021/22 in Höhe von Tsd. € 3.013 ergibt sich unter Berücksichtigung des vorhandenen Eigenkapitals ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von Tsd. € 13.268, der auf der Aktivseite in einem gesonderten Posten ausgewiesen wird. 6 Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen und Altersversorgungsverpflichtungen ergab keinen zur Ausschüttung gesperrten Betrag. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt Tsd. € 1.286. 7 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen betrug im Geschäftsjahr 2022 Tsd. € 14.745 (Vj. Tsd. € 11.284). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basierte unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,77 % (Vj. 1,98 %) und einem Rententrend von 2,00 % (Vj. 1,50 %) per annum. Die Einkommensdynamik liegt bei 2,50 % (Vj. 2,25 %) Die Fluktuationsrate je nach Altersklasse zwischen 0 % (Vj. 0 %) und 5,98 % (Vj. 5,98 %). Den Pensionsrückstellungen liegen die Sterbewahrscheinlichkeiten basierend auf den Siemensspezifischen Richttafeln (Siemens Bio 2017/2022) zugrunde. 8 Sonstige Rückstellungen In dem Posten Sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Vorsorgen für Personalaufwendungen, Garantieverpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften enthalten. Die Altersteilzeitverpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 HGB mit einem Zinssatz von 0,32 % (Vj. 0,33 %) abgezinst. Als Bewertungsverfahren wird das Barwertverfahren nach IDW RS HFA 3 verwendet. Die Annahmen zur Lohnsteigerung betragen 2,25 % (Vj. 2,25 %). Mindestbetriebszugehörigkeiten wurden nicht berücksichtigt. Den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen liegen die Sterbewahrscheinlichkeiten basierend auf den Siemensspezifischen Richttafeln (Siemens Bio 2017) zugrunde. 9 Verbindlichkeiten
Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 10 Umsatzerlöse
11 Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge bestanden im Vorjahr im Wesentlichen aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von Tsd. € 2.848 (periodenfremde Erträge) sowie aus Erträgen aus Weiterverrechnungen an verbundene Unternehmen (Tsd. € 284; Geschäftsjahr 2021/22: Tsd. € 81). Bezüglich der Weiterverrechnungen erfolgte eine Anpassung des Vorjahresbetrages sowie korrespondierend in derselben Höhe eine Anpassung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Ausweis von Fremdwährungserträgen und -aufwenden wurde im Vorjahr angepasst. 12 Finanzergebnis
Sonstige Angaben 13 Materialaufwand
14 Personalaufwand
Die Personalaufwendungen enthalten nicht die im Finanzergebnis ausgewiesenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich 256,5 (Vj. 276,5) Mitarbeiter beschäftigt. Bei den durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitern wurden die Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:
15 Aktienorientierte Vergütungsprogramme Die Gesellschaft räumt Mitarbeitern und Mitgliedern der Geschäftsführung die Teilnahme an aktienorientierten Vergütungsprogrammen ein. Die Programme werden vorwiegend durch Ausgleich mit Eigenkapitalinstrumenten der Siemens AG, die von dieser bezogen werden, und in begrenztem Umfang durch Barausgleich bedient. Die Aufwendungen für aktienorientierte Vergütungsprogramme betrugen Tsd. € 134 (Vj. Tsd. € 324). 16 Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus der Begebung und Übertragung von Wechseln sowie weitere Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Leasingverträge:
Immobilienverträge:
Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte ist die Verbesserung der Liquiditätsplanung. Es bestehen keine absehbaren Risiken. Die finanziellen Auswirkungen der außerbilanziellen Geschäfte werden im folgenden Punkt "Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen" dargelegt. 18 Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Zum 30. September 2022 bestehen aus Leasing- und Mietverträgen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von Tsd. € 3.222 (Vj. Tsd. € 4.030). Aus der nachfolgenden Übersicht ergeben sich die Fälligkeiten für Leasing- und Mietverträge:
19 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die gesamten Honorare der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, in den Angaben im Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin und München, enthalten sind. 20 Nachtragsbericht Es lagen keine wesentlichen Vorgänge nach dem Bilanzstichtag bis auf die Kündigungsverzichtserklärung des Gesellschafters vom 4. April 2023 vor, wonach die Siemens AG, Berlin und München, den Verzicht auf die Kündigung der Vereinbarung über das Siemens-Cash-Management gegenüber der Gesellschaft, für die dem Testatsdatum des Jahresabschlusses zum 30. September 2022 folgenden zwölf Monate erklärt vor. 21 Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von € 3.013.049,40 (Vj. € 1.412.032,63) auf neue Rechnung vorzutragen. 22 Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. 23 Geschäftsführer der Gesellschaft
Für ausgeschiedene Organmitglieder wurden Gesamtbezüge von Tsd. € 54 geleistet und Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften in Höhe von € 1,1 Mio. (Vj. € 1,0 Mio.) gebildet. 24 Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Weiss Spindeltechnologie GmbH wird in den Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin und München, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Siemens AG wird zum elektronischen Bundesanzeiger zur Offenlegung eingereicht.
Maroldsweisach, 19. April 2023 Die Geschäftsführung Gabriel Santa Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
Bilanz zum 30. September 2022Aktiva
Passiva
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Weiss Spindeltechnologie GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Weiss Spindeltechnologie GmbH, Maroldsweisach - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weiss Spindeltechnologie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "Allgemeine Angaben" im Anhang und in den Abschnitten "3.4. Bestandsgefährdende Risiken" und "4. Zukünftige Entwicklung" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aus Cash-Pooling in Höhe von EUR 17,6 Mio. sowie ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 13,3 Mio. bestehen, welche insbesondere durch notwendige Finanzierungen und Aufwendungen in den Vorjahren entstanden sind. Die Gesellschaft erwartet, dass eine schnellere Erholung in der Werkzeugmaschinenindustrie und die Umsetzung des Interessensausgleichs andauernde Herausforderungen für die Volumenplanung der Gesellschaft darstellen. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung aufgrund des steigenden Auftragseingangs und daraus resultierenden längeren Lieferzeiten von einer Umsatzsteigerung für das Geschäftsjahr 2022/2023 von 1 bis 1,5 % aus. Es wird auch aufgrund der Intensivierung von Produktivitätsmaßnahmen ein positives Ergebnis vor Steuern zwischen EUR 0 bis 0,5 Mio. erwartet. Ferner wird von einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zwischen EUR 2 und 3 Mio. für das Geschäftsjahr 2022/23 ausgegangen. Bei Nichteintritt der Planungsprämissen (insbesondere in Bezug auf die Erholung der Branche, Umsetzung des Interessensausgleichs sowie die erwartete Steigerung der Produktivität) benötigt die Gesellschaft weitere finanzielle Mittel. Der Liquiditätsbedarf wird weiterhin durch die Einbindung in das Cash-Pooling der Siemens AG, Berlin und München, unter Berücksichtigung einer Kündigungsverzichterklärung seitens der Siemens AG, Berlin und München, für die dem Testatsdatum zum 30. September 2022 folgenden zwölf Monate abgedeckt. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt insofern von der finanziellen Unterstützung durch die Siemens AG, Berlin und München, ab. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 19. April 2023 Ernst
& Young GmbH
Stummer-Jovanovic, Wirtschaftsprüfer Helgert, Wirtschaftsprüfer Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. |
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