EVB Handelshaus Bour GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Raphael Lihs seit 23.12.2024 | Prokura |
Kai Führling seit 18.9.2024 | Prokura |
Waltraud Haucap seit 18.9.2024 | Prokura |
Daniel Lück seit 17.9.2024 | Geschäftsführer |
Moritz Gütermann seit 24.4.2023 | Prokura |
Ralf Wilfried Heiko Reuwer seit 7.3.2023 | Geschäftsführer |
Gerrit Brand seit 16.1.2018 | Prokura |
Frank Jansen seit 29.7.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Intertec Beteiligungs-GmbHRülzheimJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Überblick Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Finanzielle Kennzahlen Prognosebericht Chancen- und Risikobericht Überblick Die Intertec Beteiligungs-GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nach deutschem Recht. Die Geschäftsführer führen die Geschäfte der Intertec Beteiligungs-GmbH nach den Weisungen der Gesellschafterversammlung und im Rahmen von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung. Die Intertec Beteiligungs-GmbH ist ein international agierender Markenartikellieferant mit den eigenen Marken NIGRIN, FISCHER, cartrend und UNITEC, ergänzt um die Marken weiterer führender Hersteller mit Schwerpunkt in den Sortimentsbereichen Automotive, Fahrradzubehör, E-Bikes, Elektroinstallationsmaterial und Arbeitsbekleidung. Die angebotene Dienstleistung erstreckt sich hierbei über die gesamte Wertschöpfungskette und umfasst eine aktuelle und nachfrageorientierte Zusammenstellung der angebotenen Sortimente, die weltweite Beschaffung, die Qualitätssicherung, die ausreichende Vorhaltung im eigenen Zentrallager, die auftragsbezogene und zeitgerechte Belieferung sowie die Verräumung, Disposition und den Umbau in den Kunden-Märkten. Der Vertrieb erfolgt vorwiegend an Wiederverkäufer, insbesondere in den Vertriebslinien Baumärkte, Verbrauchermärkte, SB-Warenhäuser, Discounter und Fach- und Onlinehändler. Mit der Marke FISCHER konkurriert die MTS MarkenTechnikService GmbH & Co. KG mit einer Vielzahl von Anbietern im mittleren Preissegment, dabei hat FISCHER aber durch ihre Markenbekanntheit Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Die Aktivitäten der Intertec Beteiligungs-GmbH werden hierbei über folgende Betriebsführungsgesellschaften abgewickelt:
Die Intertec Beteiligungs-GmbH hält Beteiligungen an folgenden Unternehmen:
Die Intertec Beteiligungs-GmbH führt mit der MTS MarkenTechnikService GmbH & Co. KG sowie der Cartrend GmbH einen Gemeinschaftsbetrieb, in welchem die Betriebsmittel und Arbeitnehmer gemeinsam eingesetzt werden. Alle nicht direkt dem alleinigen Geschäft zuordenbaren Kosten werden zwischen den am Gemeinschaftsbetrieb beteiligten Gesellschaften verrechnet. Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld Der Erfolg der Aktivitäten der Intertec Beteiligungs-GmbH wird im Wesentlichen durch die konjunkturelle Entwicklung im Heimatmarkt Deutschland beeinflusst. Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Hinzu kam der Fachkräftemangel. Aufgrund dieser schwierigen Bedingungen stockte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 und das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte laut dem Statistischen Bundesamt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Entwicklung auf den relevanten Märkten Im Gesamtjahr 2023 setzte der deutsche Einzelhandel laut dem Statistischen Bundesamt nominal 0,1% mehr, real jedoch 3,1% weniger um als im Jahr 2022. Das Segment "Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte, Baubedarf" lag hingegen sowohl nominal -3,4 % als auch real -7,4% unter dem Vorjahr. Selbst der in der Vergangenheit ständig gewachsene Bereich Internet-/Versandhandel ist im Jahr 2023 nominal um -0,4% und real um -3,9% im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Laut dem GfK-Total-Store-Report verzeichnete die Baumarktbranche bis November 2023 einen Umsatzrückgang von 2,9% gegenüber dem Vorjahr. Flächenbereinigt und damit auf Basis vergleichbarer Verkaufsflächen lag das Umsatzvolumen 3,1% unter dem Vorjahresniveau. Die relevanten Bereiche Elektro und Automotive stiegen dabei um 3,5% (flächenbereinigt 3,3%) bzw. 5,5% (flächenbereinigt 5,4%). Der Bereich Freizeit und Saisonware (Fahrradzubehör) sank um 15,1% (flächenbereinigt 15,7%). Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Gesamtleistung der Intertec Beteiligungs-GmbH entspricht den Umsatzerlösen und beläuft sich im Berichtsjahr auf EUR 227,3 Mio. (im Vorjahr: EUR 273,3 Mio.). Die Umsätze brutto vor Erlösschmälerungen verteilen sich wie folgt auf die Sortimente:
Aufgrund von Ungenauigkeiten bei der Aufteilung der Umsatzerlöse nach Sortimentsbereichen auf Basis des Umsatzes netto wird die Sortimentsaufteilung auf Basis der Umsatzerlöse brutto vor Erlösschmälerungen dargestellt. Insbesondere durch den starken Rückgang im Discountgeschäft reduzierten sich die Umsätze in den Bereichen Automotive um 17%, Fahrrad um 3,7% und Elektro um 3,7%. Die Umsatzerlöse 2023 liegen insbesondere durch die niedrigeren Komponentenverkäufe an die Fahrradproduzenten im Bereich Sonstige unter Vorjahr. Die Umsatzreduzierung im Bereich Automotive ist durch die starke Reduzierung der Discountprojekte (EUR -17,0 Mio.) gegenüber dem Vorjahr begründet. Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 21,2 Mio. bzw. 9,3% (im Vorjahr: EUR 13,6 Mio. bzw. 6,1%) mit Gesellschaften der WM-Gruppe erzielt. Ergebnisentwicklung Gesamtleistung Die Umsatzerlöse der Intertec Beteiligungs-GmbH entsprechen mit EUR 227,3 Mio. (im Vorjahr: EUR 273,3 Mio.) vollumfänglich den Umsatzerlösen der Betriebsführungsgesellschaften Inter-Union Technohandel, EVB Handelshaus Bour, MTS HandelService und Intertec. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf EUR 8,5 Mio. (im Vorjahr: EUR 6,9 Mio.) und liegen insbesondere aufgrund von Erlösen aus Rückstellungsauflösungen für Prozesskosten und Antidumping-Zöllen über Vorjahr. Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von EUR 164,0 Mio. (im Vorjahr: EUR 214,1 Mio.) setzt sich im Wesentlichen aus den Bezugskosten der Handelswaren zusammen. Die Materialaufwandsquote liegt im Berichtsjahr mit 72,1% bedingt durch den Umsatzmix sowie durch im Vorjahr enthaltene Antidumping-Zölle für Falträder und lackierte Rahmen unter dem Vorjahreswert (78,3%). Personalaufwand Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf EUR 15,2 Mio. (im Vorjahr: EUR 16,2 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen dadurch bedingt, dass Neueinstellungen/Nachbesetzungen im Rahmen des Gemeinschaftsbetriebs durch die MTS MarkenTechnikService GmbH & Co. KG am Standort Rülzheim vorgenommen werden. Abschreibungen Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen im Berichtsjahr EUR 1,2 Mio. und liegen damit um EUR 0,4 Mio. über dem Vorjahresniveau (im Vorjahr: EUR 0,8 Mio.). Die höheren Abschreibungen resultieren i.W. aus Abschreibungen für den aktivierten Kundenstamm aus der Übernahme aus Österreich (EUR +0,7 Mio.) sowie Abschreibungen Retoure Fremdware (EUR -0,2 Mio.). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 55,0 Mio. (im Vorjahr: EUR 51,5 Mio.) entfallen mit EUR 14,9 Mio. auf übrige Aufwendungen (im Vorjahr: EUR 5,9 Mio.). In den übrigen Aufwendungen sind i.W. Rückstellungen für drohende Steuerrisiken enthalten (EUR 10,3 Mio.) sowie Garantierückstellungen für FISCHER E-Bikes (EUR 2,9 Mio.). Darüber hinaus stellen konzerninterne Leistungen (EUR 13,6 Mio.; im Vorjahr: EUR 11,4 Mio.), Fremde Dienstleistungen (EUR 9,6 Mio.; im Vorjahr: EUR 8,4 Mio.), Frachten (EUR 8,0 Mio.; im Vorjahr: EUR 9,5 Mio.), Aufwendungen für Leasing, Mieten, Pachten (EUR 3,2 Mio.; im Vorjahr: EUR 4,0 Mio.), Kursverluste (EUR 2,5 Mio.; im Vorjahr: EUR 6,1 Mio.), Aufwendungen für Werbung, Marketing und Produktgestaltung (EUR 1,0 Mio.; im Vorjahr: EUR 1,7 Mio.) sowie Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (EUR 0,9 Mio.; im Vorjahr: EUR 1,3 Mio.) die größten Kostenblöcke dar. Beteiligungsergebnis Das Beteiligungsergebnis von EUR 3,0 Mio. (im Vorjahr: EUR 2,8 Mio.) entfällt i.W. auf die Ausschüttungen der Viktor E. Kern Gesellschaft m.b.H. (im Vorjahr: EUR 2,7 Mio., i.W. von der Tegro AG); zusätzlich sind Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen in Deutschland enthalten (TEUR 11; identisch im Vorjahr). Zinsergebnis Im Rahmen der Übernahme der vollständigen Anteile an der MTS-Gruppe durch die WM SE wurde zum 01.08.2022 die Finanzierung von der DB AG auf die WM SE umgestellt. Das Zinsergebnis von EUR -4,9 Mio. (im Vorjahr EUR -2,0 Mio.) entfällt mit EUR -4,9 Mio. auf konzerninterne Zinsaufwendungen an die WM SE. Ergebnis nach Steuern Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich im Berichtsjahr auf einen Verlust von EUR -3,9 Mio. und liegt damit um EUR -2,3 Mio. unter dem Vorjahrsergebnis. Der Verlust wird aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags durch die Muttergesellschaft MTS MarkenTechnikService GmbH & Co. KG ausgeglichen. Bilanzstruktur Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 202,3 Mio. auf EUR 166,7 Mio. reduziert. Der Rückgang ist auf der Aktivseite im Wesentlichen bedingt durch gesunkenes Umlaufvermögen (EUR -34,6 Mio.). Das Anlagevermögen beträgt EUR 8,9 Mio. (im Vorjahr: EUR 11,2 Mio.) und macht damit 5,4% (im Vorjahr: 5,5%) der Bilanzsumme aus. Das Umlaufvermögen macht mit EUR 153,1 Mio. (im Vorjahr: EUR 187,8 Mio.) 91,8% (im Vorjahr: 92,8%) der Bilanzsumme aus. Das Umlaufvermögen besteht zum größten Teil aus den Beständen an Handelswaren, Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Handelsgeschäft. Der starke Rückgang im Umlaufvermögen ist im Wesentlichen auf gesunkene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR -26,6 Mio.), einen Abbau der Vorräte (EUR -15,1 Mio.) sowie einem geringeren Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (EUR -3,1 Mio.) und gegenläufig gestiegenen sonstigen Vermögensgegenständen (EUR +9,2 Mio.) zurückzuführen. Die Rückstellungen belaufen sich auf EUR 41,5 Mio. (im Vorjahr: EUR 41,8 Mio.), sind zu 89,3% kurzfristiger Natur (im Vorjahr: 87,2%) und bestehen zum größten Teil aus seitens der Kunden erworbenen Konditionsansprüchen (EUR 18,3 Mio.; im Vorjahr: EUR 19,8 Mio.). Die Verbindlichkeiten machen mit EUR 110,4 Mio. (im Vorjahr: EUR 145,7 Mio.) 66,2% (im Vorjahr: 72,0%) der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 6,0 Mio. (im Vorjahr: EUR 14,3 Mio.) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 79,7 Mio. (im Vorjahr: EUR 111,0 Mio.). Die Summe der Rückstellungen und Verbindlichkeiten beläuft sich auf 91,1% (im Vorjahr: 92,7%) der Bilanzsumme. Durch die Einbindung in die WM-Gruppe kann die Intertec Beteiligungs-GmbH die Refinanzierungsmöglichkeiten der WM-Gruppe nutzen. Das Treasury-Zentrum für die WM-Gruppe ist bei der WM SE angesiedelt. Hierdurch wird sichergestellt, dass alle Konzerngesellschaften zu bestmöglichen Bedingungen Finanzmittel aufnehmen und anlegen können. Für die WM-Gruppe sowie die Intertec Beteiligungs-GmbH liegen die Vorteile in der Bündelung von Know-how, der Realisierung von Synergieeffekten sowie in der Minimierung der Refinanzierungskosten. Im Rahmen der WM-Konzernfinanzierung hat die Intertec Beteiligungs-GmbH per 31. Dezember 2022 zugesagte konzerninterne Kreditlinien in Höhe von EUR 110 Mio. Diese wurden zum Stichtag mit EUR 81,9 Mio. in Anspruch genommen. Die Intertec Beteiligungs-GmbH konnte im Berichtsjahr zu jeder Zeit die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen sicherstellen. Die Finanzierungskonditionen der Intertec Beteiligungs-GmbH haben sich im Berichtsjahr aufgrund des allgemein gestiegenen Zinsniveaus erhöht. Bei einem Eigenkapital von EUR 14,8 Mio. (im Vorjahr: EUR 14,8 Mio.) beläuft sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 8,9% (im Vorjahr: 7,3%). Investitionen Die Investitionen belaufen sich im Berichtszeitraum auf EUR 1,3 Mio. (im Vorjahr: EUR 2,1 Mio.) Der Großteil der Investitionen entfällt auf aktivierte Umbaukosten. Es ist kein Bestellobligo für Investitionen vorhanden. Finanzierung des Investitionsprogramms Der Kapitalbedarf für die Investitionstätigkeit wurde aus der Innenfinanzierung sowie durch Inanspruchnahme der WM SE-Konzernfinanzierung abgedeckt. Auch für künftige Investitionen wird von einer ähnlichen Finanzierungsstruktur ausgegangen. Finanzielle Kennzahlen Die EBIT-Marge liegt mit 0,5% über Vorjahresniveau. Gesamtaussage Das Berichtsjahr verlief für die Intertec Beteiligungs-GmbH aufgrund von Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit umsatzsteuerlichen Themen deutlich unter den Erwartungen. Das Ergebnis nach Steuern liegt mit einem Verlust von EUR -3,9 Mio. unter dem Vorjahresergebnis (EUR -1,6 Mio.). Prognosebericht Konjunkturelle Aussichten Das ifo Wirtschaftsinstitut erwartet für 2024 einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,7%. Die durch die hohen Inflationsraten gesunkene Kaufkraft und erheblich gestiegenen Finanzierungskosten werden weiterhin die Konsum- und Baukonjunktur belasten. Die Inflationsrate im Jahr 2024 wird mit durchschnittlich 2,2% deutlich niedriger als im Jahr 2023 erwartet. Der Handelsverband Deutschland HDE sieht für 2024 aufgrund einer leichten gesamtwirtschaftlichen Erholung ein leichtes, moderates Wachstum, dies auch preisbereinigt. Für den stationären Handel wird ein nominales Wachstum von 3,6%, für den Onlinehandel ein nominales Wachstum von 3,0% erwartet. Insgesamt wird erwartet, dass die Branche unter Arbeitskräftemangel leidet. Voraussichtliche Entwicklung wesentlicher Rahmenbedingungen Aus geänderten Rahmenbedingungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2024 erwartet. Voraussichtliche Entwicklung der Intertec Beteiligungs-GmbH im Geschäftsjahr 2024
Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend genannten Vorbehalten. Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Intertec Beteiligungs-GmbH beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Intertec Beteiligungs-GmbH übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Chancen- und Risikobericht Mit den Geschäftsaktivitäten der Intertec Beteiligungs-GmbH sind neben Chancen auch Risiken verbunden. Dabei zielt die Geschäftspolitik der Intertec Beteiligungs-GmbH sowohl auf die Wahrnehmung von Chancen als auch im Rahmen des Risikomanagements auf eine aktive Steuerung identifizierter Risiken. Chancen aus eigenen Maßnahmen oder verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen Als leistungsstarker Markenartikelhersteller wird das weitere Wachstum in den bestehenden Absatzkanälen Baumärkte, Verbrauchermärkte, SB-Warenhäuser, Fachhandelsmärkte, Discounter und Online angestrebt. Hierüber hinaus werden ständig neue Vertriebswege, insbesondere im benachbarten europäischen Ausland, weiterentwickelt und ebenfalls permanent an der Aufnahme neuer Sortimente gearbeitet. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Bereich des Marketings, um den Zuspruch für die eigenen Marken weiter zu stärken. Hierzu werden auch die sozialen Medien mit Unterstützung durch berühmte Testimonials aus dem Sport genutzt. Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld könnte sich insgesamt besser entwickeln als bisher erwartet, insbesondere auf dem Markt der E-Bikes. Daraus resultierende Abweichungen würden sich entsprechend positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Die strategische Ausrichtung und die Marktposition der Intertec Beteiligungs-GmbH eröffnen Chancen, von einer positiveren konjunkturellen Entwicklung zusätzlich zu profitieren. Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung Risiken der Intertec Beteiligungs-GmbH liegen vor allem in den folgenden Bereichen vor: Die Aktivitäten im Bereich Systemdienstleistungen sind vorwiegend von einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld, von dynamischen Konsolidierungsprozessen innerhalb der Do-it-Yourself-Branche sowie weiter steigenden Kunden-, aber auch Gesetzesanforderungen betroffen. Hierauf wird insbesondere mit einer Sicherstellung der Aktualität der Sortimente, der bestmöglichen Auswahl der Lieferanten sowie der Optimierung der Logistikprozesse reagiert, um aus einer Position der Wettbewerbsstärke heraus die Marktpositionen nicht nur zu verteidigen, sondern auch zu stärken. Aufgrund des Handels mit Waren ergeben sich Risiken aus der Produkthaftung. Diesem Risiko wird durch die Überwachung der strikten Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sowie der ständigen Verbesserung der Qualitätssicherungsprozesse begegnet. Die Einhaltung wird durch entsprechende Nachweise durch die Produzenten und Lieferanten laufend bestätigt. In Drittstaaten führen wir in Zusammenarbeit mit deutschen Prüfinstituten (mit Niederlassungen in ebendiesen Drittstaaten) Vorverschiffungskontrollen durch und lassen vor Ort regelmäßig von unabhängigen Instituten die Produkte auf ihre Qualität hin überprüfen. Für die Zukunft ist verstärkt die Beschaffung aus Europa geplant. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Gesamtwirtschaftliche Schocks wie Wirtschafts- und Finanzkrisen oder konjunkturelle Eintrübungen unter anderem auch infolge von Konflikten, kriegerischen Auseinandersetzungen oder Epidemien können sich negativ auf das Geschäft der Intertec Beteiligungs-GmbH auswirken. Unsicherheiten bestehen insbesondere im Hinblick auf die konjunkturelle Entwicklung in den nächsten Jahren. Für die Intertec Beteiligungs-GmbH ist insbesondere die Entwicklung der wesentlichen konjunkturellen Einflussfaktoren (hauptsächlich privater Konsum) von Bedeutung. Regulierungsrisiken: Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler oder europäischer Ebene können Risiken für das Geschäft der Intertec Beteiligungs-GmbH zur Folge haben. Gegenstand der Regulierung sind unter anderem die durch die Intertec Beteiligungs-GmbH in ihren Produkten verwendeten Inhaltstoffe, welche durch die REACH-Verordnung (EU-Chemikalienverordnung) reguliert werden. Hinzu kommen u.a. die Vorgaben aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz, dem Russlandembargo oder CBAM. Um auf Gesetzesänderungen frühzeitig reagieren zu können und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen zu können, sind Mitarbeiter der Intertec Beteiligungs-GmbH Teil von Fachausschüssen, in denen Änderungen der Regulierungsbehörden besprochen werden. Zusätzlich existieren für die Intertec Beteiligungs-GmbH die folgenden Risiken:
Bewertung der derzeitigen Risikoposition Die Risiken der zukünftigen Entwicklung werden zusammenfassend weiterhin gesehen in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld durch eine weitere Konsolidierung auf Kundenseite, schwankenden Beschaffungspreisen aufgrund volatiler Rohstoffpreise, Seefrachtraten und Wechselkurse sowie steigenden Personalkosten trotz sinkender Inflation. Als Ergebnis der Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen.
Rülzheim, den 29. Februar 2024 Intertec Beteiligungs-GmbH Die Geschäftsführung gez. Jürgen Herrmann gez. Frank Jansen gez. Ralf Reuwer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023INTERTEC BETEILIGUNGS-GMBH, RÜLZHEIMAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Intertec Beteiligungs-GmbH, RülzheimDie Gesellschaft unterliegt dem deutschen Handelsrecht. Sie ist wie folgt im Handelsregister eingetragen:
Die Intertec Beteiligungs-GmbH ist zum Bilanzstichtag 31.12.2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der Intertec Beteiligungs-GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH Gesetzes in der aktuell gültigen Fassung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben und Erläuterungen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind, mit Ausnahme der Bewertung der Vorräte, gegenüber dem Vorjahr unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände, mit Ausnahme geringwertiger Software, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Erworbene, im Einzelfall geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand erfasst. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear "pro rata temporis". Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800,00 nicht übersteigen. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Risiken in den Beständen, die sich aus eingeschränkter Verwendbarkeit, langer Lagerdauer, Preisänderungen am Beschaffungsmarkt oder sonstigen Wertminderungen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Die Marktpreisabwertung der Vorräte, mit Ausnahme der Bewertung der E-Bikes und der Produktionskomponenten, erfolgte abweichend zum Vorjahr mit einem auf Basis der vergangenen drei Geschäftsjahren ermittelten durchschnittlichen Abwertungssatz von 2%. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzel- bzw. pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Eine Pauschalwertberichtigung wurde in Höhe von 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gegenüber Dritten gebildet. Aufwendungen für Wertberichtigungen aufgrund von reklamationsbedingten Risiken (Preisstellung, Leistungserbringung u.ä.) werden im Regelfall als Erlösschmälerungen von den Umsatzerlösen berücksichtigt. Kassenbestände und Bankguthaben sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung eines Prognosezinssatzes bewertet, der auf der Basis des von der Deutschen Bundesbank per Oktober 2023 veröffentlichten Rechnungszinses für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) hergeleitet wurde. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Im Vergleich zur Abzinsung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszins (1,74%) ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag von TEUR 30. Die wesentlichen zum 31. Dezember 2023 angewendeten versicherungsmathematischen Parameter sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Rückstellungen für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen wurden nicht gebildet, da die entsprechende Grundlage entfallen ist. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Soweit Aufwendungen wahrscheinliche aber ihrem Eintrittszeitpunkt nach unbestimmte Verpflichtungen gegenüber Dritten darstellen, werden sie bei den sonstigen Rückstellungen bilanziert. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Risiken für nicht abgeschlossene Schadensfälle und Prozesse werden grundsätzlich erst ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % erfasst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden keine latenten Steuern bilanziert. Es wird erwartet, dass die Mindestbesteuerungsregeln i.S.d. § 285 Nr. 30a HGB nicht relevant sind oder keine wesentlichen Auswirkungen haben werden. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Nicht in Bewertungseinheiten zusammengefasste Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, Bankguthaben und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Entsprechende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit längeren Restlaufzeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs ihres jeweiligen Entstehungszeitpunktes umgerechnet, soweit nicht ein gesunkener oder gestiegener Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag eine Abwertung der Vermögensgegenstände oder Aufwertung der Verbindlichkeiten erforderlich gemacht hat. Der Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in einem aktiven Markt gehandelt werden, ergibt sich aus dem Börsenkurs am Bilanzstichtag. Zur Ermittlung des Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, werden gängige Bewertungsmethoden wie Optionspreis- oder Barwertmodelle angewendet und Annahmen getroffen, die aufgrund der Marktbedingungen an den Bilanzstichtagen sachgerecht waren. Sofern bewertungsrelevante Parameter nicht direkt am Markt beobachtbar sind, werden Prognosen zu Hilfe genommen, denen vergleichbare, in einem aktiven Markt gehandelte Finanzinstrumente zugrunde liegen, die mit Auf- bzw. Abschlägen auf Basis historischer Daten versehen werden. Dabei wird der Mittelwert aus Geld- und Briefkurs verwendet. Anfallende Aufwendungen für Abfindungszahlungen werden im Personalaufwand ausgewiesen, da es sich regelmäßig um Entgelte für im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses geleistete Dienste handelt. Abweichend von der in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern nicht unter dem hierfür vorgesehenen Posten Nr. 16 erfasst, da es sich hierbei um Kostensteuern handelt. Diese werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagegitter zu entnehmen. (2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR -108 (im Vorjahr: TEUR 712) und auf sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.842 (im Vorjahr: TEUR 0). (4) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Intertec Beteiligungs-GmbH beträgt TEUR 5.000. Die Anteile werden vollständig von der MTS MarkenTechnikService GmbH & Co. KG, Rülzheim, gehalten. (5) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage weist per 31. Dezember 2023 einen Betrag in Höhe von TEUR 9.791 aus. In die Kapitalrücklage wurde im Jahr 2013 der Betrag (TEUR 9.791) eingestellt, um den der anzusetzende Wert der Sacheinlage (TEUR 14.766) im Rahmen der 2013 vollzogenen Abspaltung das Stammkapital (TEUR 4.975) überstiegen hat. (6) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verpflichtungen im Personalbereich betreffen vor allem Tantieme, Weihnachtsgeld, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Urlaubs- und Gleitzeitansprüche. Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden im Vorjahr unter den übrigen Rückstellungen geführt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und Klarheit wurde die Gewährleistungsrückstellung herausgelöst und gesondert dargestellt. Die übrigen Rückstellungen betreffen i.W. eine Rückstellung für drohende Steuerrisiken in Höhe von EUR 10,3 Mio. Die übrigen Risiken fassen alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten zusammen. (7) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.032 (im Vorjahr: TEUR 14.330) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 79.740 (im Vorjahr: TEUR 110.962). Sämtliche Verbindlichkeiten des Vorjahrs haben eine Restlaufzeit von bis 1 Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (8) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erzielt. Aufgrund von Ungenauigkeiten bei der Aufteilung der Umsatzerlöse nach Sortimentsbereichen auf Basis des Umsatzes netto wird die Sortimentsaufteilung auf Basis der Umsatzerlöse brutto vor Erlösschmälerungen dargestellt. (9) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 7.606 (im Vorjahr: EUR 6.014) enthalten. (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 8 (im Vorjahr: TEUR 408) enthalten. (11) Beteiligungsergebnis
(12) Zinsergebnis
IV. Sonstige Angaben (13) Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit der HHM Verw. und Bet. GmbH in Höhe von TEUR 79.766 (im Vorjahr: TEUR 119.798) für bestehende, nach handelsrechtlichen Vorschriften bewertete Verpflichtungen. Mit einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nicht zu rechnen, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen durch die schuldenden Gesellschaften voraussichtlich erfüllt werden können. (14) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden wie folgt fällig:
(15) Finanzinstrumente Die Intertec Beteiligungs-GmbH setzt derivative Finanzinstrumente im Wesentlichen zur Absicherung von Währungsrisiken ein. Die Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich durch die WM SE mit externen Kontrahenten (Banken) abgeschlossen und innerhalb des Konzernverbunds weitergereicht (Spiegelgeschäfte). Das Volumen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte ergibt sich aus der folgenden Übersicht der Nominalwerte:
Devisenforwards werden im Zusammenhang mit Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten abgeschlossen. Devisentermingeschäfte bestehen größtenteils mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Grundgeschäfte sind als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bilanziert. Die Bildung von Bewertungseinheiten erfolgt dabei nach der Einfrierungsmethode. Die Marktwerte der Finanzderivate entsprechen dem Preis für die Auflösung bzw. Wiederbeschaffung der Geschäfte und stellen sich wie folgt dar:
Bei Zins- und Währungssicherungen wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung prospektiv mit der Critical Terms Match Method überprüft. Diese wird angewendet, da jeweils alle wesentlichen Bewertungsparameter von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. Die retrospektive Effektivitätsmessung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag durch die Anwendung der Hypothetical Derivative Method. Bei dieser Methode wird die Wertentwicklung des tatsächlich abgeschlossenen Sicherungsgeschäfts mit der Wertentwicklung eines fiktiven Sicherungsgeschäfts, bei dem alle bewertungsrelevanten Parameter mit dem Grundgeschäft übereinstimmen, verglichen. Von dem Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten wurde kein Gebrauch gemacht. (16) Konzernzugehörigkeit Die Intertec Beteiligungs-GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der MTS MarkenTechnikService GmbH & Co. KG, Rülzheim, und wird in den Konzernabschluss der Parkshore Holding GmbH, Osnabrück, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, der nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Intertec Beteiligungs-GmbH ist auch Gesellschaft des Teilkonzerns MTS MarkenTechnikService GmbH & Co. KG, für den freiwillig ein Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der Parkshore Holding GmbH wird beim Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist unter www.bundesanzeiger.de erhältlich. Entsprechend der Befreiungsregelungen des § 291 HGB hat die Intertec Beteiligungs-GmbH keinen Teilkonzernabschluss aufgestellt. (17) Anteilsbesitz
1 vor Ergebnisabführung (18) Beschäftigte
Die Angabe der Beschäftigten erfolgt nach deren Anzahl. (19) Mitglieder und Gesamtbezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören an: Jürgen Herrmann (CEO), Category Management, Einkauf, Marketing, Vertrieb, Disposition, Qualitätssicherung, Personal, IT, Kommunikation Landau Frank Jansen (CFO), Controlling, Rechnungswesen, Logistik, Zoll, After-Sales-Service, Produktsicherheit Arnsberg Ralf Reuwer (seit 25.01.2023) Hasbergen Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden im Berichtsjahr keine Kredite und Vorschüsse gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung eingegangen. Im Berichtsjahr hatten die Geschäftsführer einen Arbeitsvertrag mit der MTS MarkenTechnikService Verwaltungs-GmbH bzw. mit der WM SE. Somit entfallen die Angaben nach § 286 Abs. 4 HGB. (20) Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der Parkshore Holding GmbH enthalten sind. (21) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt. (22) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Das Ergebnis nach Steuern wird aufgrund eines mit der MTS MarkenTechnikService GmbH & Co. KG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an diese abgeführt.
Rülzheim, den 29. Februar 2024 Intertec Beteiligungs-GmbH Die Geschäftsführung gez. Jürgen Herrmann gez. Frank Jansen gez. Ralf Reuwer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Intertec Beteiligungs-GmbH, Rülzheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Intertec Beteiligungs-GmbH, Rülzheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Intertec Beteiligungs-GmbH, Rülzheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Osnabrück, den 22. April 2024 Dr.
Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
gez. Rüping, Wirtschaftsprüfer gez. Dr. Averdiek-Bolwin, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 06. Mai 2024 festgestellt. |
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