Simon Park Abwicklungsgesellschaft mbHLiquidiert

10623 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 173701
Vorher
EIS Einlagensicherungsbank GmbH
Eingetragen
22.1.2016
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Abwicklung des eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator
Rene Fontaine
seit 9.7.2018
Prokura
Markus Meinhardt
seit 2.3.2016
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Simon Park Abwicklungsgesellschaft mbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Simon Park Abwicklungsgesellschaft mbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Simon Park Abwicklungsgesellschaft mbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Simon Park Abwicklungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der Liquidatoren in Angabe A des Anhangs und Angabe B des Lageberichts, welche den Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der Liquidatoren für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Liquidatoren sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die Liquidatoren verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Liquidatoren dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der geordneten Liquidation, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die Liquidatoren verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die Liquidatoren verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den Liquidatoren angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den Liquidatoren dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die Liquidatoren unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Liquidation ihrer Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den Liquidatoren dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den Liquidatoren zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 08. März 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Steffen Neuweiler, Wirtschaftsprüfer

Björn Boike, Wirtschaftsprüfer

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevernögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgelt erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werter 0,00 17.828,42
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
3. Andere 0,00 0,00
II. Sachanlagen 0,00 0,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 22.533,30
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
4. Andere 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Andere 0,00 0,00
Total A 0,00 40.361,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0,00
2. Unfertige Leistungen 0,00 0,00
3. Waren 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 109.280,85 1.969.601,95
III. Wertpapiere 0,00 0,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.311.812,29 93.479.202,00
Total B 15.421.093,14 95.448.803,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 245.615,07 127.442,11
D. Aktive latente Steuern 0,00 0,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 0,00
Gesamtsumme 15.666.708,21 95.616.607,78

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklagen 24.950.000,00 24.950.000,00
III. Gewinrücklagen 0,00 0,00
IV. Gewinnvortrag/ Verlustvortrag -7.866.000,00 -5.239.000,00
V. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag -3.887.700,00 -2.627.000,00
Total A. 13.246.300,00 17.134.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 50.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.088.305,60 637.917,26
Total B. 2.088.305,60 687.917,26
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 77.454.777,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 228.291,18 58.354,78
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 103.811,43 184.114,25
Total C. 332.102,61 77.697.246,03
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 97.444,49
E. Passive latente Steuern 0,00 0,00
Gesamtsumme 15.666.708,21 95.616.607,78

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
Umsatzerlöse 0,00 0,00
+/- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 0,00
0,00 0,00
andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
sonstige betriebliche Erträge 3.084.172,09 864.879,21
Materialaufwand: 0,00 0,00
- - Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 0,00
- Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 0,00
Personalaufwand: 0,00 0,00
- Löhne und Gehälter -3.481.962,05 -1.495.408,77
- soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -240.702,78 -185.319,55
davon für Altersversorgung -202.530,98 -160.829,57
Abschreibungen 0,00 0,00
- auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -57.956,36 -20.154,22
- auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 0,00 0,00
- sonstige betriebliche Aufwendungen -4.038.582,98 -1.715.252,02
Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
0,00 0,00
+ Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, 0,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen. 0,00 0,00
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge. 2.389.728,27 635.771,10
+ davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen, -1.563.346,78 -715.458,69
- davon an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.908.650,59 -2.630.942,94
+ außerordentliches Ergebnis (= außerordentliche Erträge - außerordentliche Aufwendungen) 0,00 0,00
0,00 0,00
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 33,00 14.420,82
- sonstige Steuern 20.917,59 -10.477,88
= Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -3.887.700,00 -2.627.000,00

ANHANG 2023

Rechtliche Verhältnisse

Die Simon Park Abwicklungsgesellschaft mbH i.L. („Simon Park"), vormals EIS Einlagensicherungsbank GmbH mit Sitz in der Burgstraße 28, 10178 Berlin, wird beim Amtsgericht Charlottenburg, HRB 173701 geführt. Die EIS Einlagensicherungsbank GmbH wurde durch Beschluss sämtlicher Gesellschafter mit Ablauf des 31. Dezember 2023 aufgelöst. Die Eintragung der Liquidation im Handelsregister erfolgte am 19. Februar 2024. Seit dem 19. Dezember 2023 gilt die Gesellschaft nicht mehr als Kreditinstitut im Sinne des § 1 KWG.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) waren nicht mehr anzuwenden, da zum Stichtag keine erlaubnispflichtigen Geschäfte mehr betrieben wurden und somit eine Institutseigenschaft nicht mehr vorlag.

Aufgrund der beschlossenen Liquidation erfolgt die Bilanzierung nicht mehr unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Abkehr von der Going-Concern-Prämisse), sondern unter der Bilanzierungsprämisse des Gone-Concern.

Die Gesellschaft wendet aufgrund des Stetigkeitsgrundsatzes die Vorgaben für große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 in Verbindung mit § 340a Abs. 1 HGB an. Die Gliederungsvorschriften des § 266 HGB für die Bilanz und des § 275 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung wurden beachtet. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 1 HGB erstellt. Durch den Wegfall der Banklizenz und der Nichtanwendbarkeit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) haben sich die Gliederungsschemata in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geändert. Die Vorjahresbeträge wurden an die geänderten Posteninhalte der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 entsprechend angepasst.

Die wesentlichen sich hieraus ergebenden Änderungen für die Vergleichsperiode zum 31. Dezember 2022 gestalten sich wie folgt:

Bilanzposition nach § 266 HGB (31. Dezember 2022) Bilanzposition nach RechKredV (31. Dezember 2022)
Aktiva
B. Umlaufvermögen 1. Barreserve
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks b) Guthaben bei Zentralnotenbanken
B. Umlaufvermögen 2. Forderungen an Kreditinstitute
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks -
B. Umlaufvermögen 3. Forderungen an Kunden
3. Sonstige Vermögensgegenstände
GuV-Positionen nach § 275 HGB (2022) GuV-Positionen nach RechKredV (2022)
4. Sonstige betriebliche Erträge 4. Provisionserträge
4. Sonstige betriebliche Erträge 11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5. Provisionsaufwendungen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7. b) andere Verwaltungsaufwendungen

Im Zusammenhang mit der Rückgabe der Banklizenz, wurden die restlichen im Bestand befindlichen Forderungen an Kunden vollständig wertberichtigt oder zurückgeführt. Darüber hinaus wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kunden vollständig zurückgeführt. Die als Sicherheiten hinterlegten Wertpapiere wurden an die Kreditinstitute zurückübertragen.

Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung anteiliger Zinsen bilanziert.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert angesetzt. Der Verbrauch des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei deren Ermittlung berücksichtigt. Rückstellungen von unter einem Jahr Laufzeit werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bilanzposten und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die auf fremde Währung lauten, werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet.

Die Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden im Geschäftsjahr 2023 erstmals nach den Vorgaben des § 277 Abs. 5 S. 2 HGB unsaldiert im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. In den Vorjahren erfolgte ein saldierter Ausweis.

Angaben zur Bilanz

Laufzeitengliederung ausgewählter Bilanzposten

Die Restlaufzeiten (von größer einem Jahr) der zum 31. Dezember 2023 bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten betragen weniger als drei Monate. Die im Vorjahr ausgewiesenen „Forderungen an Kunden“ mit einer Restlaufzeit wurden im Geschäftsjahr 2023 zurückgeführt. Hinsichtlich der Restlaufzeitengliederung zum 31. Dezember 2022, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang 2022.

Ausweis der Beziehungen zu Gesellschaftern

Zum Bilanzstichtag werden unter den Sonstigen Vermögensgegenständen Forderungen in Höhe von TEUR 75 (2022: TEUR 79) gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen. Diese resultieren aus der Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Verwahrung von Sicherheiten von Kreditinstituten.

Entwicklung des Anlagevermögens

in TEUR Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung* Sachanlagen gesamt Immaterielle Anlagewerte
Anschaffungskosten 01.01.2023 - 171 171 67
Zugänge - 13 13 5
Abgänge - 16 16 12
Abschreibungen kumuliert 01.01.2023 - 149 149 49
Abschreibungen kumuliert 31.12.2023 169 169 60
Restbuchwert 2023 - 0 0 0
Restbuchwert 2022 - 23 23 18
Abschreibungen 2023 - 20 20 11

* Beinhaltet die geringwertigen Wirtschaftsgüter

Sonstige Aktiva/Sonstige Passiva

Die sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 109 (2022: TEUR 1.970) bestehen im Wesentlichen aus Forderungen die im Zusammenhang mit der Verwahrung von Sicherheiten stehen TEUR 79 (2022: TEUR 93) sowie abgegrenzten Zinserträgen aus einer Festgeldanlage TEUR 21 (2022: TEUR 0).

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 228 (2022: TEUR 58) handelt es sich größtenteils um Verbindlichkeiten aus erhaltenen Personal-, EDV- und Rechtsberatungsdienstleistungen TEUR 165 (2022: TEUR 53) sowie ausstehender Beiratsvergütungen TEUR 52 (2022: TEUR 60, in der Position „Sonstige Verbindlichkeiten“)). Bei den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 104 (2022: TEUR 184) handelt es sich im Wesentlichen um noch abzuführende Steuern.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 246 (2022: TEUR 127) weist im Wesentlichen Versicherungsprämien und Aufwendungen für EDV aus, die das Geschäftsjahr 2024 betreffen.

Latente Steuern

Die Gesellschaft verzichtet aufgrund des Aktivüberhangs der latenten Steuern gem. § 274 Abs. 1 HGB auf einen Ausweis der latenten Steuern im Jahresabschluss.

Sonstige Rückstellungen

Die Bank hat für Personalkosten TEUR 1.919 (2022: TEUR 322), ausstehende Rechnungen und Beiträge TEUR 139 (2022: TEUR 183), Kosten des Jahresabschlussprüfers TEUR 10 (2022: TEUR 45) sowie Kosten der Aktenarchivierung TEUR 21 (2022: TEUR 21) zurückgestellt.

Die Bildung einer Drohverlustrückstellung im Zusammenhang mit der Liquidation der Gesellschaft war nicht notwendig.

Sonstige Bilanz-an gaben

Nicht aus der Bilanz ersichtliche Haftungsverhältnisse

Mit der Rückgabe der Banklizenz endete auch die Mitgliedschaft beim Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sowie der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Verträgen in Höhe von TEUR 385 (2022: TEUR 1.354), die alle im Geschäftsjahr 2024 fällig werden. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Verpflichtungen aus IT Verträgen, die weiterhin von der Gesellschaft genutzten werden.

Finanzderivate

Die im Vorjahr im Bestand befindlichen Devisentermingeschäfte wurden im Berichtsjahr vollständig erfüllt.

Angaben zur GuV und Personal

Aufteilung der Erträge nach geographischen Märkten

Eine Aufteilung der Ertragsposten nach geographischen Märkten ist nicht erforderlich, da unsere Kunden im Wesentlichen im Inland ansässig sind.

Sonstige Angaben zur GuV

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 2.324 (2022: TEUR 0), Erträge aus dem Risikoergebnis (insbesondere Auflösung von einzelwertberichtigten Forderungen) der Bank (periodenfremd) TEUR 496 (2022: TEUR 421), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten (periodenfremd) TEUR 140 (2022: TEUR 279) sowie Erträge aus der Sicherheitenverwaltung TEUR 75 (2022: TEUR 78).

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich zum einen aus den Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 2.290 (2022: TEUR 70), und zum anderen um Aufwendungen, die im Vorjahr unter der GuV Position „andere Verwaltungsaufwendungen“ ausgewiesen wurden.

Mitarbeiter

Jahresdurchschnitt
Markt 2022 Marktfolge gesamt Markt 2023 Marktfolge gesamt
Vollzeitbeschäftigte 3 3 6 3 4 7
Teilzeitbeschäftigte 1 2 3 1 2 3
Anzahl Mitarbeiter 4 5 9 4 6 10
Auszubildende - - - - - -

Sonstige Angaben

Liquidatoren

Schultze & Braun GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Liquidator

Dirk Cupei, Liquidator

Dr. Klaus Vajc (bis 31. Dezember 2023)

Geschäftsführer Markt

Werner Lang (bis 31. Dezember 2023)

Geschäftsführer Markfolge

Beirat

Dr. Bettina Orlopp (bis 31. Dezember 2023) Vorsitzende
Stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes und CFO der Commerzbank AG, Frankfurt
Christian Kühn (bis 31. Dezember 2023) Stellvertr. Vorsitzender
persönlich haftender Gesellschafter der Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Hamburg
Andreas Hähndel (bis 31. Dezember 2023)
Vorsitzender des Vorstands des Prüfungsverbands deutscher Banken e.V., Köln
Dr. Christian Ossig (bis 31. Januar 2023)
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken e. V., Berlin

Honorare für den Abschlussprüfer

Die im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer betrugen ohne Umsatzsteuer TEUR 53 (2022: TEUR 57). Davon entfielen auf

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 49

andere Bestätigungsleistungen: TEUR 13.

Liquidatoren, Geschäftsführung und Beirat

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Bezüge der Mitglieder des Beirates beliefen sich auf TEUR 52 (2022: TEUR 60).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen mussten wie im Vorjahr keine Rückstellungen gebildet werden. Laufende Bezüge fielen hier, wie auch im Berichtsjahr, nicht an.

Zum Bilanzstichtag wurden unverändert keine Vorschüsse und Kredite sowie Bürgschaften und Gewährleistungen an die Organe gewährt.

Nachtragsbericht

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2023, waren vier Klagen beim Landgericht Hamburg anhängig. Nach Prüfung ist die Gesellschaft zu dem Ergebnis gekommen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Urteils zu Ungunsten der Simon Park bei deutlich weniger als 50 % liegt. Auf die Bildung einer Rückstellung wurde somit verzichtet.

Ergebnisverwendung

Die Liquidatoren schlagen vor, den Bilanzverlust 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 4. März 2024

Simon Park Abwicklungsgesellschaft mbH i.L.

Die Liquidatoren

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 14. Dezember 2023 wurde die EIS Einlagensicherungsbank GmbH mit Ablauf des 31. Dezember 2023 aufgelöst. Seit dem 1. Januar 2024 firmiert die Gesellschaft unter der Simon Park Abwicklungsgesellschaft mbH. Alleiniger Gegenstand des Unternehmens ist die Abwicklung des eigenen Vermögens.

Mit Schreiben vom 18. Dezember 2023 wurde der ehemaligen EIS Einlagensicherungsbank GmbH mitgeteilt, dass diese ab dem 19. Dezember 2023 kein Kreditinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1 KWG mehr ist.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen wirken sich vorrangig auf das Risiko der Liquiditätsanlagen der Simon Park aus, da die Gesellschaft kein Neugeschäft mehr tätigt. Das Zinsumfeld wirkt sich auf die Liquiditätsanlage aus. Der geordnete Rückbau wird weitestgehend unabhängig von den Rahmenbedingungen umgesetzt.

2.2. Lage des Unternehmens

2.2.1 Geschäftsverlauf und Ertragslage

Hinsichtlich der Änderung der Gliederungsschemata für die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung und der sich hieraus ergebenden Effekte, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.

Das Geschäftsjahr 2023 ist durch die sich aus der Auflösung der ehemaligen EIS Einlagensicherungsbank GmbH ergebenden Effekte geprägt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus den Erträgen aus der Währungsumrechnung sowie Erträgen aus dem Risikoergebnis zusammen.

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für Abfindungen und Freistellungen.

Im Zusammenhang mit dem unsaldierten Ausweis der Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, kommt es in 2023 zu einem starken Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen.

Durch die Gewährung des Geschäftspartnerstatus durch die Bundesbank im April 2023, konnte die ehemalige EIS Einlagensicherungsbank GmbH die Einlagefazilität nutzen. Die hierfür erhaltenen Zinserträge wurden den Einlegern ab Juni 2023 fast vollständig weitergereicht.

31.12.2022 31.12.2023
TEUR TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 865 3.084
Personalaufwand -1.681 -3.723
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -20 -58
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.715 -4.039
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 636 2.390
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -715 -1.563
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.631 -3.909
Steuerertrag 4 21
Jahresfehlbetrag -2.627 -3.888
Verlustvortrag -5.239 -7.866
Bilanzverlust -7.866 -11.754

In Summe beläuft sich der Jahresfehlbetrag auf TEUR -3.888 und liegt damit innerhalb der Erwartungen. Der Verlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

2.2.2 Vermögens- und Finanzlage

2.2.2.1 Geschäftsvolumen und Bilanzsumme

Aufgrund der beschlossenen Liquidation erfolgt die Bilanzierung nicht mehr unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Abkehr von der Going-Concern-Prämisse), sondern unter der Bilanzierungsprämisse des Gone-Concern-Ansatz.

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2023 Mio. Euro 15,7 (Vorjahr: Mio. Euro 95,6). Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert aus der Rückgabe der allgemeinen Banklizenz sowie der hiermit zusammenhängenden Rückzahlung der zu diesem Zeitpunkt noch im Bestand befindlichen Einlagen. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 veränderte sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

Aktiva 31.12.2022 31.12.2023
TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 18 0
Sachanlagen 23 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.970 109
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 93.479 15.312
Rechnungsabgrenzungsposten 127 246
Bilanzsumme 95.617 15.667
Passiva
Gezeichnetes Kapital 50 50
Kapitalrücklagen 24.950 24.950
Gewinn-/Verlustvortrag -5.239 -7.866
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -2.627 -3.888
Steuerrückstellungen 50 0
Sonstige Rückstellungen 638 2.088
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.455 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 58 228
Sonstige Verbindlichkeiten 184 104
Rechnungsabgrenzungsposten 97 0
Bilanzsumme 95.617 15.667

Die Aktivseite der Bilanz wird im Wesentlichen durch die liquiden Mittel geprägt. Diese werden bei inländischen Kreditinstituten (TEUR 14.583) sowie bei der Deutschen Bundesbank (TEUR 729) unterhalten.

Die Passivseite der Bilanz beinhaltet im Wesentlichen das Eigenkapital (TEUR 13.246) sowie die Rückstellungen (TEUR 2.088). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen waren unverändert nicht erforderlich. Zu Einzelheiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter „Sonstige Rückstellungen“ im Anhang.

2.2.2.2 Kredite

Die im Geschäftsjahr 2023 noch im Bestand befindlichen Forderungen an Kunden wurden zurückgeführt bzw. vollständig wertberichtigt.

2.2.2.3 Liquiditätslage

Die Gesellschaft verfügte im Geschäftsjahr 2023 stets über eine hohe Ausstattung liquider Mittel, sodass die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben war. Die Vorgaben zur Liquidity Coverage Ratio wurden von der ehemaligen EIS Einlagensicherungsbank GmbH bis zur Rückgabe der Banklizenz ausnahmslos eingehalten.

2.3. Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht

Für das Geschäftsjahr 2023 konnte ein Ergebnis erzielt werden, dass innerhalb der negativen Ergebnisvorschau geblieben ist.

3. Prognose- und Chancenbericht

3.1. Prognosebericht

Aufgrund des gefassten Beschlusses über die Liquidation der Gesellschaft, hat die zukünftige volkswirtschaftliche Entwicklung des Gesamtmarktes und der Branchen, in denen die Gesellschaft aktiv war, für sie keine Relevanz mehr. Daher wird an dieser Stelle auf volkswirtschaftliche Ausführungen verzichtet.

3.2. Chancenbericht und erwarteter Geschäftsverlauf 2024

Chancen bestehen für die Gesellschaft im Wesentlichen darin, dass die Liquidation Eigenkapital schonender als geplant vorgenommen werden kann. Dies könnte u. a. aus den nachfolgenden Sachverhalten resultieren:

Rückstellungen werden aufgrund von nur teilweise eintretenden Risiken nicht voll in Anspruch genommen;

Zahlungen auf bereits voll abgeschriebener Kundenforderungen werden vereinnahmt;

ein geführter Aktivprozess geht zu Gunsten der Gesellschaft aus und sie erhält entsprechende Schadensersatzzahlungen. Hinsichtlich der anhängigen Verfahren am Landgericht Hamburg, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.

Die erwartete Geschäftsentwicklung basiert im Wesentlichen auf der fortgeschriebenen Unternehmensplanung für das Jahr 2024. Das Geschäftsjahr 2024 wird vor allem durch die Liquidationseröffnung zum 1. Januar 2024 und die damit beschlossene Liquidation der Gesellschaft bestimmt werden.

In diesem Prozess ist es auch weiterhin für die Gesellschaft wichtig, die Abwicklung der Geschäfte ordnungsgemäß aufrecht zu erhalten.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem Fehlbetrag, der sich auf einem niedrigen bis mittleren einstelligen Millionenbetrag belaufen wird.

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