Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 10134
Vorher
Manfred Arndt Beteiligungs-GmbHARS Frauke Arndt GmbH
Eingetragen
26.4.2002
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tSonstige Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
die kurz- oder langfristige Vermietung von Kraftfahrzeugen aller Art, Fuhrparkmanagement, Leasing von Kraftfahzeugen aller Art, der Betrieb eines Abschleppdienstes und der An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen sowie der Betrieb von Tankstellen und Waschstraßen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Moritz Arndt
seit 14.6.2024
Geschäftsführer
Katharina Arndt
seit 14.6.2024
Prokura
Karin Burger
seit 2.4.2015
Prokura
Matthias Arndt
seit 6.7.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Via Velox 11 VV GmbH (künftig: LIESE Holding GmbH)
Germany
450.000 €
60.00%
ESTE Holding GmbH
Germany
300.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arndt Automobile GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

A. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

I. Geschäftsmodell

Bereits in den 80er Jahren begann Unternehmensgründer Matthias Arndt unter dem Namen "Autovermietung Arndt" in Neuss mit der Vermietung und dem Verkauf von Fahrzeugen. "FAIRmieten - FAIRkaufen - FAIRleasen" ist dabei mehr als ein Werbeslogan, sondern gelebte Unternehmenskultur. Mit über 40 Jahren Erfahrung verfügt die Familie Arndt über umfangreiches Knowhow rund um das Thema Mobilität und befindet sich auf einem gesunden Wachstumskurs.

Die Arndt Automobile GmbH stellt Fahrzeuge an knapp 30 Vermietstationen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Berlin zur Anmietung durch gewerbliche und private Endkunden bereit. Es werden sowohl PKW, Vans, Transporter als auch LKW bis zu einem Gesamtgewicht von 18 Tonnen angeboten und alle Segmente der klassischen Autovermietung sowohl in der Kurzzeit-, als auch im Auto-Abo abgedeckt.

Unter der Dachmarke Arndt Automobile werden durchgehend ca. 400 hochwertige Gebrauchtfahrzeuge an 2 Standorten in Düsseldorf und Neuss, über unseren eigenen Online-Showroom, sowie auf bekannten Portalen angeboten. Im November 2023 haben wir ein weiteres Mehrmarken-Autohaus an einem attraktiven Standort in Neuss eröffnet, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden und unserer Zielgruppe unsere Produkte leichter zugänglich zu machen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Jahr 2023 leicht zurückgegangen. So sank das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im abgelaufenen Kalenderjahr um -0,3% im Vergleich zu 2022. Auch für das kommende Jahr wird nicht mit einer Erholung gerechnet. Die Prognosen für 2024 gehen zumeist von einem sehr geringen Wachstum innerhalb eines Korridors von 0,1% bis 0,4% aus. Die hohen Finanzierungskosten und das allgemein hohe Preisniveau in allen Sektoren dämpfen die Erwartungen. So lag die Inflation in Deutschland im Jahr 2023 mit 5,9% zwar unter Vorjahresniveau (2022: 6,9%), verfehlte aber das langfristige Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2% deutlich. Im Jahr 2024 betrug die reale Preissteigerungsrate in Deutschland im März und April 2,2% (Eurozone 2,4%) gegenüber den Vorjahreszeiträumen. Ursächlich hierfür sind deutlich gesunkene Energie- und Nahrungsmittelpreise, während sich Dienstleistungen weiter verteuerten.

In der für die Arndt Automobile relevanten Automobilindustrie hat sich dem Ifo-Institut zufolge, die Stimmung deutlich aufgehellt. Der Indikator für die Geschäftserwartung kletterte im April 2024 auf den besten Wert seit März 2023 (Ifo-Institut.de).

Während im Jahr 2021 und 2022 die begrenzte Verfügbarkeit von Fahrzeugflotten ein beherrschendes Thema im Mietwagensektor war, ist die Gesamtzahl der von Autovermietern zugelassenen Fahrzeuge seit Überwindung der Halbleiterkrise im Jahr 2023 wieder stetig gestiegen. Mit 298.000 Fahrzeugen wurde im Jahr 2023 der höchste Wert seit 2020 erreicht. Von Januar bis April 2024 konnten die Zulassungszahlen gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum noch einmal um 11% gesteigert werden. Die bessere Verfügbarkeit von Automobilen spiegeln auch die aktuellen Produktionszahlen in Deutschland wider. So liefen im April 2024 wieder knapp 400.000 PKW vom Band und damit rund ein Viertel mehr als im Vorjahresmonat. Für die Arndt Automobile bedeutete das Geschäftsjahr insofern eine große Herausforderung, da wir nach einer längeren Phase mit Lieferschwierigkeiten der Automobilindustrie zum Ende des Kalenderjahres von einer enormen Auslieferungswelle betroffen waren.

Die Anstrengungen der Autovermieter zur Vergrößerung der Flotte trotz geringerer Verfügbarkeit lassen auf eine gestiegene Gesamtnachfrage schließen. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass der Megatrend Autos zu nutzen, ohne sie besitzen zu müssen, den Markt bestimmt. Auch das Thema "Mobility as a Service" (auch MaaS genannt) ist eine Branchenbewegung, die die Nachfrage in der Autovermietungsbranche in der Zukunft entscheidend prägen wird und auch jetzt schon zu spüren ist.

Der Straßen-Güterverkehr konnte sich von den Maßnahmen zur Eindämmung der CV19-Pandemie gut erholen. So stieg der LKW-Maut-Fahrleistungsindex wieder stetig an und lag in 2022 im Schnitt über dem Vor-Corona-Niveau und liegt im Jahr 2022 zudem 1,4% über dem Durchschnitt der Jahre 2020 und 2021 (Bundesamt für Logistik und Mobilität). Allerdings waren die Fahrleistungen der Mautfahrzeuge von Januar bis Dezember 2023 gegenüber Vorjahreszeitraum mit -3,9% wieder leicht rückläufig. Wir sind der Ansicht, dass der Markt für kleine Miet-LKW und insbesondere Transporter vor dem Hintergrund des langfristigen Trends zum Online-Handel und Delivery-Konzepten dauerhaft wachsen wird. Wie sich die beschlossenen Erhöhungen der LKW-Maut mit Einführung einer CO 2 -Komponente im Dezember 2023 und die Ausweitung der Maut auf Fahrzeuge über 3,5 Tonnen im Juli 2024 langfristig auswirken wird, können wir derzeit noch nicht genau abschätzen, sehen aber tendenziell eine höhere Nachfrage nach Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Auch im Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024 konnte ARNDT seinen Wachstumskurs weiter fortsetzen. Der Umsatz aus der Vermietung von PKW, Transportern und LKW stieg um 14,2% auf 85,6 Mio. €. Mit der Vermarktung unserer Fahrzeuge konnte ein Umsatz in Höhe von 142,2 Mio. € (Vorjahr: 135,3 Mio. €) erzielt werden. Die gestiegene Popularität unserer Mobilitätsdienstleistungen schlägt sich auch in der Anzahl der Mietverträge nieder. Für unser abgelaufenes Wirtschaftsjahr ergibt sich ein Transaktionswachstum von ca. 17% im Vergleich zum Vorjahr. Mit mittlerweile über 96.000 abgeschlossenen Mietverträgen stehen wir knapp vor dem nächsten Meilenstein von 100.000 Mietverträgen in einem Geschäftsjahr.

Die Vermietflotte der Gesellschaft bestand zum Stichtag 31.03.2024 aus knapp 7.000 Fahrzeugen und damit rund 13% über dem Vorjahreswert. Die Zuwächse im Vergleich zum 31.03.2023 verteilten sich relativ gleichmäßig auf die einzelnen Fahrzeugkategorien PKW (+13,8%), Transporter (+11,6%) und LKW (+16,6%).

Die stetig steigenden Mietverträge und Umsätze bestärken uns in unserem Kurs unser Stationsnetz mit Bedacht auszubauen und den Fokus auf das weniger saisonale Geschäftskundengeschäft zu legen. Durch die Eröffnung eines großen Vermiet-Centers in München-Freimann (Kooperation mit unseren Konzernmarken Frigo Rent und ARNDT Automotive) im April 2024 kommen wir dem Ziel einer flächendeckenden Ausdehnung in Metropolregionen näher.

Wir waren in der Lage die Nachfrage umfänglich zu bedienen. lm 2. Jahr in Folge erzielten wir so eine deutliche Steigerung der Vermietungen und Miettage (siehe unten). Wesentlichen Anteil an unserem Transaktionswachstum hatte das Segment Transporter mit einem Zuwachs an Miettagen von über 30% im Vergleich zum Vorjahr. Die Fahrzeugkategorien PKW (1,5%) und LKW (-0,4%) blieben bei der Anzahl der Miettage auf dem sehr guten Vorjahresniveau. Aufgrund des höheren Anteils von Transportern und leichten Preisanpassungen konnte der Umsatz pro Miettag um 4,9% gegenüber Vorjahr gesteigert werden. Wir konnten unsere Stellung an den Hauptstandorten im weiterhin stark von Wettbewerb geprägten Marktumfeld erneut ausbauen.

Die wesentlichen Faktoren unseres Erfolges:

• Pflege guter Kundenbeziehungen

• Flexibles Fuhrparkmanagement mit hoher Verfügbarkeit durch variable Fahrzeuglaufzeiten

• Großes und breitgefächertes Fahrzeugangebot mit individuellen und hochwertigen Ausstattungskonzepten

• Schnelle Verschiebbarkeit der Flotte bei Bedarfsänderung haben wiederum zur positiven Entwicklung in diesem Geschäftsjahr beigetragen.

Wir verfolgen weiterhin konsequent unsere Strategie des stetigen und nachhaltigen Wachstums, unter der Prämisse der kontinuierlichen Optimierung der Ertragssituation unseres Stationsnetzes. Neben den Möglichkeiten zur Ertragsteigerung der bestehenden Standorte innerhalb der bestehenden Strukturen, prüfen wir regelmäßig auch die Möglichkeiten zur Erreichung einer besseren Rendite durch Änderung von Strukturen im Betreibermodell einzelner Stationen. Auch bleibt weiterhin die geographische Optimierung des Stationsnetzes im Fokus. Die Suche nach neuen Vermietstandorten in unseren Regionen wird als laufender Prozess ständig weiter betrieben. Die Veränderungen in unserem Stationsnetz waren in 2023/2024 im Detail:

• Neueröffnung einer Station in Berlin

• Neueröffnung einer Station in Darmstadt Weiterstadt

• Neueröffnung einer Station in Duisburg

• Neueröffnung einer Station in Mannheim

• Neueröffnung einer zweiten Station in München

a} Ertragslage

Die Anzahl der Anmietungen sind im Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahrjahreszeitraum um 17,5% gestiegen. Die Anzahl der Miettage konnte um 9,3% gesteigert werden. Die Umsätze aus der Vermietung von Fahrzeugen stiegen um 14,2% im Vergleich zum Vorjahr auf 85,6 Mio. €. Auch die Umsätze aus der Vermarktung von Fahrzeugen konnten im Geschäftsjahr gesteigert werden. Hier wurden 142,2 Mio. € erzielt (Vorjahr: 135,3 Mio. €). Für unsere Gesamtleistung ergibt dies eine Steigerung von 8,4% auf 227,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben mit 1,5 Mio. € nahezu unverändert und verringerten sich nur geringfügig um 1,8%.

Die betrieblichen Kosten (Material-, Personal-, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) stiegen im Berichtsjahr um 16,3% (31,0 Mio. €) auf 221,1 Mio. € an. Durch das gestiegene Zinsniveau in Verbindung mit einem erhöhten Finanzierungsvolumen durch unsere größere Flotte verminderte sich unser Finanzergebnis deutlich auf -5,1 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank im Berichtszeitraum auf 2,9 Mio. € (Vorjahr: 19,9 Mio. €). Das Rekordergebnis vom Vorjahr konnte demnach nicht wiederholt werden, da sich die besonderen Marktsituation in der Vermietung und Gebrauchtwagenhandel wieder normalisiert haben. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug 1,5 Mio. € (Vorjahr: 13,3 Mio. €).

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist geordnet. Die Gesellschaft ist ihren kurfristigen Verpflichtungen jederzeit vollumfänglich nachgekommen. Es bestehen keine lnvestitionsstaus. Notwendige lnstandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen werden laufend an den Standorten und der Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen.

c) Vermögenslaqe

Die Bilanzsumme der Arndt Automobile beträgt zum 31.03.2024 167,8 Mio. € (Vorjahr: 91,6 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Position Vermietfahrzeuge im Umlaufvermögen zurückzuführen. Neben dem Zuwachs der Flotte wurden auch Fahrzeuge vom Anlage- in das Umlaufvermögen umgegliedert, da diese dem kurzfristigen Vermietvermögen hinzugerechnet werden. So erhöhte sich die kurzfristigen Vermögenswerte gegenüber Vorjahr um 105,3 Mio. € auf 143,3 Mio. €. Auf unsere Vermietfahrzeuge entfielen dabei 82,1 Mio. € (57,3%) und die dem Verkauf zugeordneten Fahrzeuge hatten einen Wert von 35,1 Mio. € (24,5%).

Die liquiden Mittel belaufen sich zum Stichtag auf 6,6 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €).

Das Eigenkapital beträgt zum 31.03.2024 22,0 Mio. € (Vorjahr: 20,5 Mio. €) Aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme ging die Eigenkapitalquote auf 13,2% (Vorjahr: 22,4%) zurück.

Die Verbindlichkeiten stiegen zum Stichtag auf 131,0 Mio. € (Vorjahr: 58,6 Mio. €). Hierbei erhöhten sich die Bankverbindlichkeiten um 57,9 Mio. € auf 98,6 Mio. €. Die Bankverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Fahrzeugfinanzierungen.

3. Finanzielle Leistunqsindikatoren

Wir steuern die Arndt Automobile hauptsächlich nach Ergebnis vor Steuern (EBT) und Umsatzrendite (vor Ertragssteuern). Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBT von 2,9 Mio. € erzielen (Vorjahr: 19,9 Mio. €). Dementsprechend sank die Umsatzrendite auf 1,3%, nachdem sie im Jahr 2023 noch 9,5% und in 2022 5,9% betragen hatte.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögenslage schätzen wir -im Hinblick auf den Cashflow- als ausreichend ein. Unsere Finanz- und Ertragslage schätzen wir derzeit als gut ein. Mit der Volumenentwicklung im Geschäftsjahr 2023 haben wir unsere Pläne übertroffen. Wir konnten die gestiegene Nachfrage bestmöglich bedienen und unsere Position als verlässlicher Partner im Geschäfts- und Privatkundenbereich weiter ausbauen. Die Ergebnissituation schätzen wir aufgrund gestiegener Fuhrparkkosten und normalisierter Margen im Gebrauchtwagenmarkt als herausfordernd ein. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele bzw. üblichen Branchenparametern zu vereinnahmen. Wir konnten dies im Berichtsjahr stets umsetzen.

III. Stations-Bericht

Zum Stichtag 31.03.2024 betrieben wir Vermietstationen in Neuss, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main, München, Berlin, Gelsenkirchen, Mannheim, Koblenz, Darmstadt Weiterstadt, Mönchengladbach, Krefeld, Kaarst, Erkrath und Viersen.

B. Proqnosebericht

Wir gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie keinen signifikanten Einfluss mehr auf den Geschäftsverlauf haben wird. Der Fortgang des Krieges in der Ukraine und die daraus resultierenden geopolitischen Konsequenzen sind weiterhin schwer einzuschätzen. Relativ sicher scheint hingegen zu sein, dass die uns die damit einhergehenden Lieferketten- und Versorgungsproblematiken uns auch noch im Jahr 2024 beschäftigen werden. Die schwache konjunkturelle Lage in Deutschland mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 0,1% bis 0,4% (s.o.) ist auch weiterhin eine Herausforderung.

In unserer Planung gehen wir davon aus, dass wir im ersten Halbjahr eine bedarfsoptimierte Anpassung unserer Mietwagenflotte vornehmen werden, die auf eine weiterhin hohe Nachfrage treffen wird. Wir rechnen, auch aufgrund des ausgebauten Stationsnetzes, mit einer weiteren Umsatzsteigerung von circa 8%. Die neue Mautregelung wird aus unserer Sicht zu einer verstärkten Nachfrage nach Transportern bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht führen, die wir auch in unserer Flottenplanung berücksichtigt haben. Insgesamt rechnen wir mit einer anhaltend hohen Nachfrage bei konstantem Preisniveau.

Wir haben uns generell so positioniert, dass wir durch ein breit gefächertes Fahrzeug- und Dienstleistungsangebot auf die Marktentwicklungen größtmöglich flexibel reagieren können. Durch unser schnell anpassungsfähiges Rückgabe- und Verkaufsmanagement ist bei Nachfragerückgang auch eine kurzfristige und signifikante Reduktion der Flotte möglich. Auch in 2024 legen wir einen Fokus auf die Performancesteigerung der vorhandenen Standorte und die Optimierung des Stationsnetzes. Gleichfalls werden wir die Qualität der Vermietprozesse optimieren und digitalisieren.

C. Chancen-und Risikobericht

Die Zinsentwicklung hat einen signifikanten Einfluss auf die Fuhrparkosten. Seit Juli 2022 stieg der Leitzins der EZB um 4%-Punkte auf 4,5%. Die deutlichen Zinserhöhungen der EZB trugen zu einer Reduzierung der Inflation auf zuletzt 2,2% im April 2024 bei. Im April 2023 hatte sie noch bei 7,2% gelegen. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Zinsrate einen Höchststand erreicht hat. Zwar nähert sich die Inflationsrate innerhalb der Eurozone weiter der Zielmarke von 2% an (März und April 2024: 2,4%), dennoch gehen wir im Jahr 2024 allenfalls von leichtfallenden Zinsen aus. Das hohe Zinsniveau und die uns dadurch entstehenden Mehrbelastung bei den Zinskosten werden von uns stets in der Planung berücksichtigt.

Die Gesellschaft ist keinem Währungsrisiko ausgesetzt.

Das Autovermietgeschäft ist in seinen Zyklen stark konjunktur- und saisonabhängig. Eine gewisse Unabhängigkeit von saisonalen Schwankungen werden durch die größtmögliche Vielfalt des Fahrzeugangebots (PKW, Transporter, LKW und Sonderfahrzeuge) und der Fächerung der Kundensegmente (Geschäfts-, Privat- und Mobilitätskunden) erreicht. Zum anderen gibt es eine Abhängigkeit von der Automobilindustrie, d.h. den Fahrzeugherstellern und -händlern, die die Einkaufs- und ggf. Rücknahmekonditionen der benötigten Fahrzeugtypen in Abhängigkeit von der allgemeinen Vermarktungssituation von Neu- und Gebrauchtwagen beeinflussen. Die Auswirkungen von Konjunkturschwankungen in Bezug auf die Mietwagennachfrage werden bei uns durch ein intelligentes Flottenmanagement abgemildert.

Zwar meldete das KBA von Januar bis Dezember 2023 mit 7,4 Mio. Besitzumschreibungen eine Steigerung von rund 5,3% über dem Vorjahreszeitraum und auch im Zeitraum Januar bis April 2024 setzte sich der positive Trend fort (+12,4%), dennoch ist die Marktsituation für Gebrauchtwagen derzeit eine Herausforderung für den Handel. Die Preisentwicklung ist aktuell nach einem jahrelangen Anstieg wieder rückläufig. Wir beobachten aktuell erhöhte Produktionszahlen und Liefermengen der Hersteller in gewissen Fahrzeugklassen, um die geringeren Ausbringungsmengen im Zuge von CV-19 und der Halbleiterkrise wieder auszugleichen. Eine Umkehr dieser Entwicklung wird für uns frühestens ab Herbst 2024 prognostiziert, mit einer einhergehenden höheren Konsumbereitschaft bei unseren Kunden. Die Arndt Gruppe unterhält hervorragende Beziehungen zu den Fahrzeugherstellern und so sehen wir uns in der Lage, die insgesamt nachgebenden Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt durch signifikante Nachlässe auf in 2024 bestellte Fahrzeuge, im Einkauf zu kompensieren.

Die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage birgt in Summe weiterhin eine Reihe von schwer einzuschätzenden Chancen aber auch Risiken, die wir in der Prognose umrissen haben. Es ist daher wichtig die unterjährige Planung flexibel den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen.

 

Neuss, 27.05.2024

Arndt Automobile GmbH

Matthias Arndt, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 24.249.028,15 53.491.040,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 172.949,00 177.978,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 167.021,00 177.978,00
2. geleistete Anzahlungen 5.928,00
II. Sachanlagen 22.948.079,15 52.161.062,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.116.297,00 2.046.590,00
2. technische Anlagen und Maschinen 46.679,00 47.529,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.729.420,00 50.066.943,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.683,15 0,00
III. Finanzanlagen 1.128.000,00 1.152.000,00
1. sonstige Ausleihungen 1.128.000,00 1.152.000,00
B. Umlaufvermögen 143.264.586,72 37.916.777,53
I. Vorräte 118.084.512,36 19.873.295,34
1. fertige Erzeugnisse und Waren 118.077.535,79 19.843.112,65
2. geleistete Anzahlungen 6.976,57 30.182,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.624.858,37 13.665.949,58
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.737.394,43 10.621.608,41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.376,56 101.484,48
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.879.087,38 2.942.856,69
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.200,00 13.780,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.555.215,99 4.377.532,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 283.463,87 178.539,58
Aktiva 167.797.078,74 91.586.357,11

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 21.965.601,40 20.502.659,63
I. Gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
II. Gewinnvortrag 19.752.659,63 6.490.738,33
III. Jahresüberschuss 1.462.941,77 13.261.921,30
B. Rückstellungen 14.326.151,08 12.294.565,59
1. Steuerrückstellungen 10.276.971,08 8.995.892,59
2. sonstige Rückstellungen 4.049.180,00 3.298.673,00
C. Verbindlichkeiten 131.003.543,61 58.554.254,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98.567.904,94 40.628.773,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 94.232.381,99 33.280.677,76
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.335.522,95 7.348.095,81
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.820.908,27 548.288,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.820.908,27 548.288,51
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.853.340,03 2.656.745,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.853.340,03 2.656.745,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 266.737,89 438,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 266.737,89 438,79
5. sonstige Verbindlichkeiten 16.494.652,48 14.720.008,75
davon aus Steuern 536.842,97 538.325,10
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 16.808,52 13.479,11
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 15.740.935,74 11.944.472,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 753.716,74 2.775.536,64
D. Rechnungsabgrenzungsposten 418.669,20 159.275,16
E. Passive latente Steuern 83.113,45 75.601,99
Passiva 167.797.078,74 91.586.357,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 227.807.077,16 210.224.055,20
2. sonstige betriebliche Erträge 1.536.191,47 1.564.561,99
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 762,96 516,39
3. Materialaufwand 192.638.947,76 162.996.972,86
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 191.741.890,54 162.411.400,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 897.057,22 585.572,12
4. Personalaufwand 12.850.101,03 10.365.717,87
a) Löhne und Gehälter 10.520.245,42 8.737.308,89
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.329.855,61 1.628.408,98
davon für Altersversorgung 16.970,29 7.091,57
5. Abschreibungen 7.904.389,85 10.112.428,39
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.904.389,85 10.112.428,39
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.981.243,20 6.673.755,99
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.406,00 108,84
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 105,00 45,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.034,02 27.618,93
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.107.622,24 1.795.709,91
davon an verbundene Unternehmen 21.899,16
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.399.292,43 6.590.701,07
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 7.511,46 61.326,80
11. Ergebnis nach Steuern 1.486.811,14 13.280.995,03
12. sonstige Steuern 23.869,37 19.073,73
13. Jahresüberschuss 1.462.941,77 13.261.921,30

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Gesellschaft:

Firma: Arndt Automobile GmbH
Sitz: Neuss
Registergericht: Neuss
HR-Nummer: B 10134

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden mit Ausnahme der folgenden Erläuterung stetig angewendet. Im Geschäftsjahr wurden neue PKWs, die in Absicht eines Weiterverkaufs erworben worden sind, dem Umlaufvermögen zugeordnet. Bislang wurden diese Fahrzeuge erst mit feststehendem Zeitpunkt des Verkaufs dem Umlaufvermögen bzw. bis dahin dem Anlagevermögen zugeordnet. Wegen untergeordneter Bedeutung musste keine Umgliederung der Vorjahreswerte vorgenommen werden.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer).

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) auf der Passivseite ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Ermittlung der Rückstellungen erfolgt nach der Nettomethode.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend dem Leistungszeitpunkt.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Im Falle von steuerlichen Verlustvorträgen werden diese bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden grundsätzlich saldiert angesetzt (§ 274 Abs. 1 S. 3 HGB).

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend wiedergegeben.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 339.729,40 86.144,65 17.325,10
2. geleistete Anzahlungen 0,00 5.928,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 339.729,40 92.072,65 17.325,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.562.325,15 190.953,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 65.776,49 5.568,12 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.369.447,89 6.886.406,69 9.999.011,29
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 55.683,15 0,00
Summe Sachanlagen 61.997.549,53 7.138.610,96 9.999.011,29
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 1.152.000,00 -24.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.152.000,00 -24.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 63.489.278,93 7.206.683,61 10.016.336,39
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.03.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 408.548,95
2. geleistete Anzahlungen 0,00 5.928,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 414.476,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.753.278,15
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 71.344,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -25.938.512,95 30.318.330,34
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 55.683,15
Summe Sachanlagen -25.938.512,95 33.198.636,25
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 1.128.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.128.000,00
Summe Anlagevermögen -25.938.512,95 34.741.113,20
kumulierte Abschreibung 01.04.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.03.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 161.751,40 97.100,65 17.324,10 0,00 241.527,95
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 161.751,40 97.100,65 17.324,10 0,00 241.527,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 515.735,15 121.246,00 0,00 0,00 636.981,15
2. technische Anlagen und Maschinen 18.247,49 6.418,12 0,00 0,00 24.665,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.302.504,89 7.679.625,08 2.292.553,29 -5.100.666,34 9.588.910,34
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.836.487,53 7.807.289,20 2.292.553,29 -5.100.666,34 10.250.557,10
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.998.238,93 7.904.389,85 2.309.877,39 -5.100.666,34 10.492.085,05
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.03.2024
EUR
Buchwert Vorjahr 31.03.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 167.021,00 177.978,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 5.928,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 172.949,00 177.978,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.116.297,00 2.046.590,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 46.679,00 47.529,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 20.729.420,00 50.066.943,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 55.683,15 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 22.948.079,15 52.161.062,00
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 1.128.000,00 1.152.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.128.000,00 1.152.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 24.249.028,15 53.491.040,00

Forderungen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 101).

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Teilbetrag von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 14) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen betreffen Reparaturleistungen mit TEUR 3.297 (Vorjahr: TEUR 2.113) und Prozesskosten mit TEUR 335 (Vorjahr: TEUR 766).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst dargestellt.

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
EUR
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
davon mit einer Restlaufzeit ein bis fünf Jahre
EUR
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Bilanzstichtag 98.567.904,94 94.232.381,99 4.335.522,95 0,00
Vorjahr 40.628.773,57 33.280.677,76 7.348.095,81 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Bilanzstichtag 1.820.908,27 1.820.908,27 0,00 0,00
Vorjahr 548.288,51 548.288,51 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Bilanzstichtag 13.853.340,03 13.853.340,03 0,00 0,00
Vorjahr 2.656.745,12 2.656.745,12 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Bilanzstichtag 266.737,89 266.737,89 0,00 0,00
Vorjahr 438,79 438,79 0,00 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzstichtag 16.494.652,48 15.740.935,74 753.716,74 0,00
Vorjahr 14.720.008,75 11.944.472,11 2.775.536,64 0,00
Gesamt
Bilanzstichtag 131.003.543,61 125.914.303,92 5.089.239,69 0,00
Vorjahr 58.554.254,74 48.430.622,29 10.123.632,45 0,00

Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Sicherheiten:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
EUR
Sicherungsübereignung Kfz
EUR
Grundschulden
EUR
Eigentumsvorbehalt
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Bilanzstichtag 98.567.904,94 48.996.991,36 321.000,00 0,00
Vorjahr 40.628.773,57 35.993.294,40 565.400,00 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Bilanzstichtag 1.820.908,27 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 548.288,51 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Bilanzstichtag 13.853.340,03 0,00 0,00 13.853.340,03
Vorjahr 2.656.745,12 0,00 0,00 2.656.745,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Bilanzstichtag 266.737,89 0,00 0,00 266.737,89
Vorjahr 438,79 0,00 0,00 438,79
5. sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzstichtag 16.494.652,48 12.074.075,31 0,00 0,00
Vorjahr 14.720.008,75 9.918.746,41 0,00 0,00
Gesamt
Bilanzstichtag 131.003.543,61 61.071.066,67 321.000,00 14.120.077,92
Vorjahr 58.554.254,74 45.912.040,81 565.400,00 2.657.183,91

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitut Santander Bank besteht eine Doppelsicherung, da neben der Sicherungsübereignung von Kraftfahrzeugen noch die Verpfändung eines Kautionskontos mit EUR 150.000,00 (Vorjahr: EUR 150.000,00) erfolgt.

Passive latente Steuern

Für temporäre Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von insgesamt TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 238) bei den Nutzungsdauern für Hard- und Software (passive Latenzen) sowie der Bildung von Rückstellungen für Urlaub hinsichtlich unterschiedlicher Berechnungsgrundlagen der Jahresanzahl von Urlaubstagen sowie Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen hinsichtlich der in der Handelsbilanz zur berücksichtigenden Kostensteigerung (aktive Latenzen) unter Anwendung eines Steuersatzes von 31,74 % (Vorjahr: 31,78 %) wurden saldiert passive latente Steuern in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 76) abgegrenzt.

Haftungsverhältnisse

Die Arndt Automobile GmbH und die Arndt Automotive GmbH haben mit der Commerzbank AG einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 1.500.000,00 vereinbart, der von beiden Gesellschaften in Anspruch genommen werden kann. Beide Gesellschaften haften gegenüber dem Kreditinstitut wechselseitig für die aufgenommenen Verbindlichkeiten. Aufgrund dieser Schuldmitübernahmeerklärung ergibt sich für die Arndt Automobile GmbH eine Eventualverbindlichkeit zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 0,00.

Das gleiche gilt für die gemeinsame Kontokorrentlinie bei der Postbank in Höhe von EUR 1.750.000,00, Eventualverbindlichkeit zum Bilanzstichtag EUR 0,00.

Ebenso gilt für die gemeinsame Kontokorrentlinie bei der UniCredit Bank AG in Höhe von EUR 2.000.000,00 die wechselseitige Haftung, Hinsichtlich der Arndt Automotive GmbH ist der Rahmen auf EUR 1,00 begrenzt.

Des Weiteren haben die Arndt Automobile GmbH und die Arndt Automotive GmbH mit der Santander Consumer Bank AG eine Einkaufskreditlinie in Höhe von EUR 10.500.000,00 vereinbart, die wechselseitig im Rahmen einer gesamtschuldnerischen Haftung von beiden Gesellschaften in Anspruch genommen werden kann, Eventualverbindlichkeit zum Bilanzstichtag EUR 0,00.

Mit der Volkswagen Bank GmbH wurde ein gemeinsamer Finanzierungsrahmen für die Arndt Automobile GmbH und die Arndt Automotive GmbH von EUR 19.500.000,00 vereinbart. Zum 31.03.2024 hatte die Arndt Automotive GmbH diesen Rahmen in Höhe von EUR 307.305,05 in Anspruch genommen. In dieser Höhe besteht daher eine Eventualverbindlichkeit.

Es besteht eine gesamtschuldnerische Bürgschaft mit der Arndt Automotive GmbH für die MOMO Fahrzeughandels GmbH gegenüber der Wucherpfennig & Krohn Service GmbH für Forderungen aus einem Kaufvertrag über den Kauf von 252 Gebrauchfahrzeugen in Höhe von EUR 5.202.619,50.

Ferner besteht eine Bürgschaft für die Frigo-Rent Services GmbH gegenüber der Deutsche Leasing AG aus Leasingverträgen in Höhe des zum Stichtag valutierenden Betrages in Höhe von EUR 1.324.858,53.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus Bürgschaft und Mithaftung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten in der Vergangenheit als sehr gering ein. Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns nicht vor.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Kfz-Steuern werden aus betriebswirtschaftlichen Gründen im Materialaufwand und nicht in den sonstigen Steuern ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Gebrauchtwagenumsätze TEUR 142.195
Vermietumsätze/Sonstige Umsätze TEUR 85.612
TEUR 227.807

Der Umsatzanteil in Deutschland beträgt rd. 76 % (Vorjahr: rd. 76 %).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten in vollem Umfang das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

V. Sonstige Angaben

Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestanden wie folgt:

insgesamt davon fällig innerhalb eines Jahres
Leasingverpflichtungen bis zum Laufzeitende 27.564.066,18 EUR 17.790.632,95 EUR
Mietverpflichtungen inkl. Nebenkosten bis zum möglichen Kündigungstermin 6.112.755,43 EUR 2.017.173,34 EUR
33.676.821,61 EUR 19.807.806,29 EUR

In der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023/2024 durchschnittlich 381 Mitarbeiter beschäftigt:

leitende Mitarbeiter 1
Festangestellte/Vollzeitkräfte 190
Teilzeitkräfte/Aushilfen 190
Gesamt 381

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

• Matthias Arndt, Neuss, Kfz-Betriebswirt

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung entfällt entsprechend § 286 Abs. 4 HGB. Die Organstellung entspricht dem ausgeübten Beruf.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird in dem Konzernabschluss der LIESE Holding GmbH dargestellt.

Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder der Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgane i. S. des § 285 Nr. 9 Buchstabe c HGB gewährt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LIESE Holding GmbHmit Sitz in Neusseinbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrats

es besteht kein Aufsichtsrat

sonstige Berichtsbestandteile

 

Neuss, 27. Mai 2024

Matthias Arndt, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Arndt Automobile GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Arndt Automobile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arndt Automobile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 1. Juli 2024

Revision Rhein-Ruhr GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dortmund

Dipl.-Kfm. Michael Ernst, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Andreas Bußmann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

12 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.