Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 141845
Vorher
IS-4-IT GmbH
Eingetragen
21.3.2002
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Erbringung von Dienst- und Werkleistungen aller Art im Bereich der Informationstechnologie und der Telekommunikation sowie der Handel mit diesen Bereichen zugeordneten Produkten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Oelmaier
seit 7.11.2025
Prokura
Prokura
Stephan Kowalsky
seit 19.7.2022
Geschäftsführer
Harald Rott
seit 24.7.2006
Prokura
Robert Fröhlich
seit 10.11.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
53.90%
9.80%
H***** P****
8.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
IS4IT GmbHEigenbeteiligung
14.70%

Gesellschafter
Beta

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 7 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Robert Fröhlich
Sauerlach-Lochhofen
55.000 €
53.90%
IS4IT GmbH
Germany
15.000 €
14.70%
H***** R***
10.000 €
9.80%
H***** P****
8.500 €
8.33%
F**** H*******
8.500 €
8.33%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IS4IT GmbH

Oberhaching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die IS4IT GmbH beschränkte sich im Berichtsjahr 2022 auf die Erbringung von Dienstleistungen im IT-Bereich und dem Handel mit EDV-Hardware und Software.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Nach einem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2021 setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2022 fort, obwohl neue Herausforderungen auftauchten. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Frühjahr 2022 auf 99 Punkte, fiel jedoch im Jahresverlauf auf 84 Punkte, bedingt durch die zunehmende Unsicherheit aufgrund geopolitischer Spannungen und steigender Energiekosten. Das Jahr 2022 endete mit einem ifo Geschäftsklimaindex von 88 Punkten, 7 Punkte niedriger als im Vorjahr.

Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2022 weiter, allerdings langsamer als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,9 Prozent, was auf die anhaltende Erholung nach den pandemiebedingten Einschränkungen zurückzuführen ist. Trotz dieser positiven Entwicklung standen Unternehmen vor Herausforderungen wie Lieferkettenproblemen und steigendenProduktionskosten. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen.

Der branchenspezifische Bitkom-ifo-Digitalindex zeigte im Jahr 2022 weiterhin ein robustes Geschäftsklima in der Digitalbranche. Im Dezember 2022 lag der Bitkom-ifo-Digitalindex bei 18 Punkten und damit spürbar höher als das Geschäftsklima der Gesamtwirtschaft. Dies verdeutlicht die anhaltend positive Entwicklung und die Widerstandsfähigkeit der Digitalbranche gegenüber gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten. Dennoch ist ein Rückgang zu verzeichnen, im Dezember 2021 lag der Index noch bei 27 Punkten, ist aber im Jahresverlauf auf 18 Punkte gesunken.

Der ITK-Markt ist 2022 um 4 Prozent auf 196 Mrd. Euro Umsatz gewachsen. Auch die Zahl der Arbeitsplätze ist um 3,5 Prozent auf 1,3mio gestiegen. Vor allem Hardware und IT-Dienstleistungen sind die Wachstumstreiber.

Dem entgegen steht ein Mangel an Spezialistinnen und Spezialisten. Quer durch alle Branchen sind 137.000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Entgegen der gesamtwirtschaftlichen Tendenz ist der Umsatz der Gesellschaft um 13,0 % gestiegen. Der Umsatz entsprach somit der ursprünglichen Planung. Der Umsatz mit interner Dienstleistung ist um ca 14 % niedriger als geplant ausgefallen. Dafür ist der Umsatz mit Handelswaren um ca. 18 % höher ausgefallen als ursprünglich geplant, im Wesentlichen geprägt vom deutlichen Ausbau in der Branche öffentliche Auftraggeber.

Durch den hohen Wettbewerbsdruck bei öffentlichen Ausschreibungen, den damit einhergehenden niedrigen Margen und einem höheren Umsatzanteil mit externen Dienstleistern, sank jedoch die Rohertragsquote.

Die Gesellschaft unterhielt im Berichtsjahr neben dem Unternehmenssitz in Oberhaching Niederlassungen in Nürnberg, Eschborn (bei Frankfurt), Berlin, Leinfelden-Echterdingen (bei Stuttgart) und Schwaig bei München. Die Gesellschaft war bundesweit tätig, schwerpunktmäßig im bayerischen Raum. Im Berichtsjahr wurden auch im nahen europäischen Ausland nennenswerte Umsätze erzielt.

2.2.2 Administration

Die Gesellschaft unterliegt seit mehreren Jahren verschiedenen Regularien, die oft und gerne von Kunden gewünscht bzw. gefordert werden. Insbesondere das Qualitätsmanagement (QMS) und das Informationssicherheitsmanagement (ISMS) wird aufrechterhalten und stetig weiterentwickelt. Die jährlichen Rezertifizierungen im Bereich des QMS (ISO 9001:2015) und des ISMS (ISO/IEC 27001) konnten auch 2022 erfolgreich abgeschlossen werden.

2.2.3 Personal- und Sozialbereich

Zum 31.12.2022 beschäftigt die Gesellschaft 309 Mitarbeiter (311 MA am Stichtag 2021). Davon sind 247 Mitarbeiter in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Dies entspricht einem weitgehend gleichbleibenden Personalstand.

2.3 Investitionen

Im Berichtsjahr wurden 106 T€ für EDV-Software und Betriebs-/Geschäftsausstattung, aufgewendet. Daneben wurde in Betriebsmittel investiert, die im Berichtsjahr Bestandteil der GuV sind und das operative Ergebnis belasten. Die Ausgaben verteilen sich auf Fremdleistungen, Neuanschaffungen und interne Personalkosten.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Investitionen um Ausgaben für

• Auf- und Ausbau des Geschäftsbereichs Bildung und öffentliche Auftraggeber (BöA)

• Ausbau des Geschäftsbereichs "Security Operation Center"

• Aufbau eines Branchenvertriebs für Banken und Versicherungen

• Aufbau eines Branchenvertriebs für Gesundheit und Pharma

2.4 Lage

2.4.1 Entwicklung der Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 entwickelten sich der Umsatz positiv, besonders im kommunalen Umfeld konnten wir neues Geschäft generieren und unseren Handelswaren-Umsatz erheblich steigern.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) hat sich dabei im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 210 T€ leicht erhöht und beträgt nunmehr 24.776 T€.

Der Personalaufwand ist dabei um 859 T€ gestiegen, sank aber im Verhältnis zum Umsatz. Die sonstigen operativen betrieblichen Aufwendungen (ohne neutrale Beträge) stiegen ebenfalls um 494 T€. Hier insbesondere der Fahrzeugaufwand. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind leicht um 7 T€ gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 451 T€ gestiegen. Die sonstigen operativen Erträge (ebenso ohne neutrale Beträge) blieben bei einer unwesentlichen Erhöhung um 34 T€ nahezu konstant.

Per Saldo sank damit das operative Betriebsergebnis (EBIT) um 1.116 T€ von 609 T€ auf -508 T€. Ausschlaggebend für das Ergebnis sind die hohen Investitionen in den personellen Aufbau im Geschäftsbereich Bildung & öffentliche Auftraggeber, die weitere Entwicklung des integrierten Management Systems und eine zu geringe Auslastung einiger Mitarbeiter.

Im Finanzergebnis sind insbesondere Gewinne aus Ergebnisabführungen von 542 T€ (im Vorjahr 460 T€) sowie Verluste aus Ergebnisübernahmen in Höhe von 110 T€ (im Vorjahr 54 T€) enthalten, die zu einer leichten Steigerung des Finanzergebnisses um 6 T€ führten.

Das neutrale Ergebnis ist im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen durch den Ertrag aus der Veräußerung von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 5.543 T€ bei in diesem Zusammenhang stehenden Veräußerungskosten von 1.099 T€ um 4.505 T€ gestiegen. Weiterhin sind hier unüblich hohe Wertberichtigungen auf Forderungen des Umlaufvermögens in Höhe von 106 T€ sowie Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 31 T€ enthalten.

Nach der Ertragsteuerbelastung, in der voraussichtliche Nachzahlungen für 2018 in Höhe von 284 T€ aus der (rückwirkenden) Besteuerung des Einbringungsgewinns in Zusammenhang mit der Veräußerung von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen enthalten sind, stieg das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr um 3.431 T€ auf 3.851 T€.

2.4.2 Entwicklung der Vermögenslage

Das mittel-/langfristig gebundene Vermögen hat sich bei Investitionen in die Sachanlagen von 106 T€ bei Abschreibungen von 451 T€, durch den Verkauf von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen sowie aufgrund der Rückführung (300 T€) von längerfristig ausgereichten Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 768 T€ vermindert.

Das kurzfristig gebundene Vermögen stieg insgesamt um 3.443 T€, im Wesentlichen durch die Restforderungen aus der Abwicklung des Verkaufs der Anteile an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.094 T€ sowie durch den Anstieg der liquiden Mittel um 2.271 T€, bei einem Rückgang der Forderungen aus dem Verbundbereich in Höhe von 1.028 T€.

Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem 31.12.2021 von 4.145 T€ um den Jahresüberschuss von 3.851 T€ auf 7.996 T€ erhöht.

Bei einem Anstieg der Bilanzsumme von 2.675 T€ auf 15.426 T€ ist die bilanzielle Eigenkapitalquote gegenüber dem 31.12.2021 damit von 32,5 % auf 51,8 % deutlich gestiegen und ist somit weiterhin überdurchschnittlich gut.

Im Bereich des kurzfristigen Fremdkapitals ergibt sich insgesamt ein Rückgang um 1.164 T€.

2.4.3 Entwicklung der Finanzlage

Die flüssigen Mittel liegen mit 5.852 T€ um 2.271 T€ über dem Vorjahresstand von 3.581 T€.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war im Berichtsjahr aufgrund des negativen operativen Ergebnisses negativ. Hauptsächlich durch die Einzahlung eines Großteils des Kaufpreises aus dem Verkauf von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen (4.293 T€), saldiert mit den Auszahlungen für Investitionen (106 T€), war der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit 4.519 T€ deutlich positiv. Nach der Bedienung des Kapitaldienstes bei Banken (200 T€), saldiert mit einer Einzahlung für die Aufnahme eines Finanzdarlehens (35 T€), hat sich der Finanzmittelbestand somit um 2.271 T€ erhöht.

Die Liquiditätsgrade sind weiterhin zufriedenstellend. Dem kurzfristigen Fremdkapital stehen deutlich höhere kurzfristige Vermögenswerte gegenüber. Unsere Finanzlage ist weiter als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Im Kurzfristbereich waren die liquiden Mittel der Gesellschaft für die Finanzierung des kompletten operativen Geschäftes ausreichend.

2.4.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Monatlich werden über unser ERP-System folgende Kennzahlen generiert: Forderungsumschlag, Kapitaldienstdeckung, Umsatzrentabilität, Umsatz/Kopf, Rohertrag/Kopf, Ertragsfähigkeitsmesszahl, Deckung Anzahlungen, Liquidität 1.-.3 Grades. Weiterhin ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBIT, Gesamtkapitalrentabilität und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit heran.

Die Berechnung des EBIT erfolgt auf Basis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bereinigt um das Zinsergebnis, um neutrale Aufwendungen und Erträge und abzüglich sonstiger Steuern. Die Gesamtkapitalrentabilität berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zum Gesamtkapital. Den Cashflow ermitteln wir aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen, Veränderung längerfristiger Rückstellungen und Veränderung des Working Capitals, bereinigt um das Finanzergebnis.

Der EBIT sank im Berichtsjahr um 1.116 T€ auf - 508 T€. Die Umsatzrentabilität auf Basis EBIT war dabei negativ. Der Rohertrag pro Mitarbeiter sank leicht von 85 T€ auf 80 T€. Die Gesamtkapitalrentabilität auf Basis des EBIT ging im Berichtsjahr zurück und war negativ. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war im Berichtsjahr negativ.

2.4.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Qualitätsmanagement und Informationssicherheit

Qualität und Sicherheit gehören zu den wesentlichen Eigenschaften, um hochwertige Produkte und Dienstleistungen in den IT-Segmenten Datacenter, Workplace und Security erfolgreich vermarkten zu können. Hierfür hat die IS4IT hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards etabliert. Die laufenden Prozesse sind deshalb in den Vorgabedokumenten und Verfahrensanweisungen unseres integrierten Managementsystems umfangreich dokumentiert

Die IS4IT ist seit 2018 gemäß ISO 9001 und ISO 27001 zertifiziert.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Nachhaltiges Handeln und die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung sind unseres Erachtens eine Basis für die dauerhafte, erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Die Leitlinie "Verhaltenskodex" der IS4IT beinhaltet unter anderem den Grundsatz strikter Legalität und die Einhaltung internationaler Verhaltensstandards, wie z.B. die Ablehnung von Kinderarbeit, das Bestechungsverbot und das Verbot unlauteren Handelns (Geschäfts- und Arbeitspraktiken).

In unserem "Statement" im Umgang mit Umwelt- und Energiemanagement ist dokumentiert, welche Maßnahmen in Anlehnung an die ISO 14001 aufgesetzt wurden, um systematisch und nachhaltig die Natur und ihre Ressourcen zu schützen, sowie die Auswirkungen des Handelns der IS4IT auf die Umwelt nachhaltig zu verbessern.

Arbeitssicherheit

Im Rahmen von präventiv wirkenden Maßnahmen sollen Arbeitsunfälle reduziert sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden. Die Rechtsgrundlagen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind in zahlreichen staatlichen Rechtsnormen (Gesetze, Verordnungen) und in der Rechtssetzung durch die Berufsgenossenschaften (Vorschriften, Regeln, Informationen) definiert. Die praxisgerechte Umsetzung dieser Rechtsnormen findet im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses statt. In regelmäßigen Abständen werden Sitzungen zur Arbeitssicherheit sowie Betriebsbesichtigungen durchgeführt. Feststellungen werden mit extern beauftragten Fachkräften für Arbeitssicherheit in Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt.

2.4.6 Gesamtaussage

Die Gesellschaft konnte 2022 zwar ein deutlich positives Gesamtergebnis ausweisen, das operative Ergebnis war jedoch negativ und geringer als in der ursprünglichen Planung angenommen und somit nicht zufriedenstellend. Die Vermögens- und Kapitalstruktur unserer Gesellschaft und somit die wirtschaftliche Lage der IS4IT GmbH insgesamt ist aber dennoch weiterhin als stabil zu bezeichnen.

3 PROGNOSEBERICHT

3.1 Ausblick

In 2023 und bis Oktober 2024 konnte auf Basis der vorliegenden vorläufigen Ergebnisse jeweils wiederum kein positives operatives Betriebsergebnis erwirtschaftet werden.

Hauptursache sind unwirtschaftliche Geschäftsbereiche, Unterauslastung in Teilbereichen und ein zu hoher Aufwand für interne administrative Arbeitsabläufe. Auch das Verhältnis von Gemeinkosten zu den Personalkosten in operativen Geschäftseinheiten ist deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Geschäftsführung hat im Jahr 2024 mit entsprechenden Restrukturierungsmaßnahmen begonnen und das Service-Angebot an den Bedarf nach digitalen Angeboten weiter optimiert. Damit adressieren wir den anhaltenden Trend zur Digitalisierung und Transformation von Geschäftsprozessen in mittelständischen Betrieben mit unserem Portfolio.

Der IT-Markt bietet gute Voraussetzungen für IT-Beratungen und IT-Dienstleister auch in den nächsten Jahren ihr Portfolio konform zu den aktuellen Marktgegebenheiten anbieten zu können.

Wir verfolgen weiter unser strategisches Ziel, Managed Service Provider für den Mittelstand zu werden, d.h. Schwerpunkt unserer strategischen Ausrichtung sind weiterhin langfristige Managed Service Beauftragungen. Die aktuellen Marktstudien und die langfristig guten Zukunftsaussichten belegen das hohe Potenzial dieses Marktes und helfen uns, die für die Ausrichtung notwendigen Investitionen zu kompensieren. Den größten Teil unseres Dienstleistungsumsatzes werden wir mit Managed Services erwirtschaften.

Ein uns nach wie vor limitierender Faktor ist der Mangel an Fachkräften. Laut Bitkom sind ca. 96.000 IT-Arbeitsplätze unbesetzt. Im vorherrschenden Arbeitnehmermarkt gestaltet es sich schwierig, erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten zu werben und deren Gehaltswünschen nachzukommen. Von daher spielt für IS4IT die Nachwuchsförderung und -entwicklung eine große Rolle.

3.2 Ertrags- und Finanzlage

Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 und bis Oktober 2024 zeigen einen Rückgang in der Gesamtleistung und beim Rohertrag. Gleichzeitig sind die Personalkosten gestiegen und wir rechnen jeweils mit einem deutlich negativen Betriebsergebnis. Als Hauptursache ist der Umsatzeinbruch um mehr als 61% bei einem der umsatzstärksten Dienstleistungskunden sowie die Reduzierung des Umsatzes im Handelswarengeschäft um mehr als 25% anzuführen.

Wir begegnen dieser Entwicklung mit dem weiteren Ausbau des Dienstleistungsanteils mit Managed Services für Mittelstandskunden, einer Verstärkung im Top-Management, der Restrukturierung interner Arbeitsabläufe und Kosten sowie dem Aufbau eines neuen Geschäftsbereichs für Top-Beratung in der Informationssicherheit.

Für das Geschäftsjahr 2025 planen wir eine Konsolidierung unseres Portfolios und unserer Kostenstruktur. Aus aktueller Sicht rechnen wir für das Geschäftsjahr 2025 mit einem leicht positiven Betriebsergebnis.

4 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 Risikobericht

4.1.1 Branchenspezifische Risiken

Die IT-Branche ist einem permanenten dynamischen Wandel unterworfen. Veränderungen in der Nachfrage neuer Technologien oder der Eintritt neuer Wettbewerber können die Marktposition rasch verändern. Darüber hinaus können Wesentliche, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken, in einem gesamtwirtschaftlichen Einbruch von längerer Dauer liegen, so dass bei einer Vielzahl von Kunden Investitionen mangels Finanzierbarkeit aufgeschoben bzw. ganz gestrichen werden müssten.

Ein enormes Risiko stellt der angesprochene Fachkräftemangel dar, der verhindert, dass wir Aufträge annehmen können. Das bedeutet weniger Wachstum, weniger Wertschöpfung und weniger Innovation - und bremst uns aus.

4.1.2 Ertragsorientierte Risiken

Cyberangriffe sind für uns als IT-Dienstleister sehr kritisch zu bewerten, weil damit unmittelbar das Vertrauen unserer Kundschaft geschädigt würde, was in der Folge zu Einbußen bei Auftragseingängen und Zahlung von Pönalen aus laufenden Vertragsbeziehungen führen könnte. Der Einsatz veralteter Technologie führt zwangsläufig Verlangsamung von Arbeitsabläufen und zu höheren administrativen Aufwänden. Abhängigkeiten zu bestimmten Herstellern beinhalten Risiken, wenn diese z.B. ihre Produktentwicklung überraschend einstellen. Das kann kurzfristig zu höheren Aufwänden führen, um entsprechenden Alternativen zu etablieren. Es besteht das Risiko, dass langfristige Beauftragungen im Managed Service Umfeld kundenseitig gekündigt werden und relativ kurzfristig entsprechend viele Mitarbeiter keine ausreichende abrechenbare Auslastung haben.

Dem Risiko Einbußen hinnehmen zu müssen, durch den Verlust von Kunden mit einem hohen Umsatzanteil, steuert die Gesellschaft durch intensive Neukundenakquise sowie durch die Erweiterung und ständige Optimierung der Angebotspalette entgegen. Ziel ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit von einzelnen Kunden. Dies soll auch durch eine Unternehmenspolitik erreicht werden, die nicht nur auf individuelle Kundenwünsche reagiert, sondern auch durch ein attraktives Portfolio Bedarf beim Kunden generiert. Außerdem liegt unser Fokus weniger auf großen Werkverträgen, sondern auf eine Vielzahl von Verträgen mit mittelständischen Kunden.

4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der sich in 2022 weiter stabilisierenden Liquiditätssituation unseres Unternehmens können Liquiditätsrisiken reduziert werden.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sehen wir nicht.

Dank der etablierten Finanzierungsinstrumente ist ein Liquiditätsrisiko nicht erkennbar.

4.1.4 Risikostrategie

Zur Risikovorsorge werden die betrieblichen Kennzahlen durch die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung laufend überwacht. Zu diesem Zweck wurde auch die implementierte Unternehmensstruktur weiter verfeinert und optimiert, um so frühzeitig Fehlentwicklungen erkennen und gegensteuern zu können.

Durch die Etablierung des integrierten Managementsystems können wesentliche Risiken deutlich frühzeitiger identifiziert und ihnen durch Einleitung entsprechender Maßnahmen entgegengewirkt werden. Risikomanagement ist ein zentraler Bestandteil unseres integrierten Kontrollsystems.

Zur Begegnung von regulatorischen Risiken aus der Gesetzgebung, werden im Bedarfsfall zusätzlich Branchenvertretungen und externe Fachleute hinzugezogen.

4.2 Chancenbericht

Unsere größte Chance auf Erfolg bieten unsere hervorragenden persönlichen Kundenbeziehungen. Diese sind häufig ausschlaggebend und neben einer ausreichenden technischen Kompetenz maßgeblich für die Vergabe von Projekten und Gewerken durch den Kunden an uns.

Hier spielen neben dem Dienstleistungs-Know-How auch Handelswaren eine wichtige Rolle, die uns eine bessere Skalierung ermöglichen, als dies alleine mit Dienstleistung möglich ist, gerade auch in Zeiten des Fachkräftemangels.

Die hohen Investitionen in die Geschäftsbereiche für Informationssicherheit, führen zu einer stetig verbesserten Marktpositionierung und bieten die Chance, dass die Organisation in diesem Segment weiter wachsen wird.

Eine weitere Chance sind Qualitätssteigerungen und die Verbesserung interner Abläufe. Im Speziellen das Qualitätsmanagementsystem, hilft dabei, unseren Prozessreifegrad zu verbessern und Reibungsverluste bei Arbeitsabläufen im Unternehmen gering zu halten. Der Reifegrad zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen erhöht unsere Chancen, Ausschreibungen z.B. im Bereich der Banken und Versicherungen zu gewinnen. Hier stellen unsere Zertifizierungen ein Alleinstellungsmerkmal dar und wir sind damit Mitbewerbern gegenüber im Vorteil.

4.3 Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vor allem in geopolitisch bedingten Wirtschaftseinflüssen, dem starken Wettbewerbsumfeld und dem anhaltenden Fachkräftemangel.

Wie bereits im Vorjahr, sehen wir durch die Etablierung regulatorischer Voraussetzungen zur Leistungserbringung in der Leistungsart Werkvertrag, erhebliche Chancen durch Schaffung von Synergien und Skalierungseffekten künftige Risiken in anderen Geschäftsbereichen entgegenzuwirken.

Wesentliche, über das grundsätzliche unternehmerische Risiko hinaus gehende Risiken, den Fortbestand der Unternehmung betreffend, sind für das nächste Geschäftsjahr nicht erkennbar.

5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Wir weisen darauf hin, dass, sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Einschätzungen enthält, eine grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse besteht.

 

Oberhaching, den 23. Dezember 2024

gezeichnet Robert Fröhlich, Geschäftsführer

gezeichnet Stephan Kowalsky, Geschäftsführer

gezeichnet Thomas Bachmann, Geschäftsführer

gezeichnet Florian Oelmaier, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 625.154,58 1.054.314,04
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.489,00 9.597,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.489,00 9.597,00
II. Sachanlagen 422.218,00 759.399,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422.218,00 759.399,00
III. Finanzanlagen 201.447,58 285.318,04
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 96.544,53 152.502,53
2. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 94.903,05 122.815,51
B. Umlaufvermögen 14.599.935,14 11.533.666,96
I. Vorräte 832.257,87 130.182,67
1. fertige Erzeugnisse und Waren 832.257,87 130.182,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.915.499,03 7.822.368,65
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.638.669,31 3.462.767,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.200.469,75 2.528.145,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 150.000,00 450.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.076.359,97 1.831.455,07
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 120.876,24 159.642,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.852.178,24 3.581.115,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 192.521,60 156.692,28
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 8.239,09 6.264,82
Aktiva 15.425.850,41 12.750.938,10

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 7.995.823,67 4.145.186,53
I. ausgegebenes Kapital 87.040,00 87.040,00
1. Gezeichnetes Kapital 102.040,00 102.040,00
2. eigene Anteile -15.000,00 -15.000,00
II. Kapitalrücklage 17.688,21 17.688,21
III. Bilanzgewinn 7.891.095,46 4.040.458,32
davon Gewinnvortrag 4.040.458,32 3.621.025,68
B. Rückstellungen 3.065.853,28 1.902.692,93
1. Steuerrückstellungen 875.593,49 563.758,84
2. sonstige Rückstellungen 2.190.259,79 1.338.934,09
C. Verbindlichkeiten 4.013.308,16 5.246.662,80
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.552,08 129.190,58
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.061,42 129.190,58
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 31.490,66 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.300,00 137.915,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 11.300,00 137.915,30
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.953.714,06 2.643.782,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.953.714,06 2.643.782,30
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 595.314,35 600.745,54
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 314,35 25.745,54
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 595.000,00 575.000,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 753.140,99 509.886,03
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 753.140,99 447.033,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 62.852,19
6. sonstige Verbindlichkeiten 664.286,68 1.225.143,05
davon aus Steuern 317.149,03 903.972,86
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 39.607,38 275.559,71
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 664.286,68 1.225.143,05
D. Rechnungsabgrenzungsposten 350.865,30 1.456.395,84
Passiva 15.425.850,41 12.750.938,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 45.962.681,72 40.684.112,31
2. sonstige betriebliche Erträge 5.946.470,32 314.734,54
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 57.726,82 0,02
3. Materialaufwand 21.187.004,98 16.118.334,59
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.144.828,07 8.580.356,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.042.176,91 7.537.977,73
4. Personalaufwand 19.822.169,75 18.963.055,94
a) Löhne und Gehälter 16.897.964,19 16.124.104,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.924.205,56 2.838.951,76
davon für Altersversorgung 39.160,13 41.393,01
5. Abschreibungen 557.125,55 589.786,28
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 450.986,55 444.043,90
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 106.139,00 145.742,38
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.467.105,44 4.877.411,69
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 5,09
7. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 542.124,32 459.629,67
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.859,23 38.591,96
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 30.513,07
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 30.513,07
10. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 109.648,69 53.638,46
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70.685,27 68.688,15
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 331.637,19 368.566,93
13. Ergebnis nach Steuern 3.895.245,65 457.586,44
14. sonstige Steuern 44.608,51 38.153,80
15. Jahresüberschuss 3.850.637,14 419.432,64
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.040.458,32 3.621.025,68
17. Bilanzgewinn 7.891.095,46 4.040.458,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die IS4IT GmbH hat Ihren Sitz in 82041 Oberhaching. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München - Registergericht - unter HRB 141845 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Da die Gesellschaft zum 31.12.2022 erstmals als große Gesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB einzustufen ist, wurde der Jahresabschluss nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzansätze der Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen beruhen auf den Anschaffungs- und/oder Herstellungskosten, von denen der Nutzungsdauer entsprechende, planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen werden. Die Nutzungsdauer wurde aus langjährigen Erfahrungswerten bemessen. Die Zugänge werden mit den Rechnungsbeträgen zuzüglich Nebenkosten abzüglich Nachlässe und evtl. Skonti aktiviert. Die Abgänge werden mit den historischen Anschaffungskosten nach Aufrechnung mit bisherigen Abschreibungen zum Zeitpunkt des Ausscheidens erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten größer 250 € werden ebenfalls planmäßig linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgabe gebucht.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten sowie die Wertpapiere des Anlagevermögens zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbaren Ausfallrisiken durch die Bildung von Pauschal- und Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung beträgt 1,0 % der Nettoforderungen. Die Einzelwertberichtigungen erfolgten anhand des beurteilten Ausfallrisikos.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wiederbeschaffungswert zum Stichtag bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt unter Einbeziehung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen zum Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den entsprechenden Zinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist im folgenden Anlagenspiegel (Anlage 3/5) gemäß § 284 Abs. 3 HGB dargestellt.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist an folgenden Gesellschaften im Sinne von § 285 Nr. 11 HGB beteiligt:

Name der Gesellschaft Sitz Anteil Eigenkapital Ergebnis
IS4IT Kritis GmbH Sinsheim 100 % -34 T€ 0 T€
IS4IT Schweiz AG Zug/Schweiz 100 % -504 TCHF -131 TCHF
CyDIS Cyber Defense und Information Security GmbH Oberhaching 40% 22 T€ -76 T€

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der IS4IT Kritis GmbH ergibt sich hier unverändert gegenüber dem Vorjahr ein Jahresergebnis von 0 T€.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Das Depot eines Wertpapierbestands in Höhe von 95 T€ ist zur Sicherheit an ein Kreditinstitut verpfändet und insoweit nur eingeschränkt fungibel. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag in Höhe von 31 T€ vorgenommen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von insgesamt 1.200 T€ (Vorjahr 2.528 T€) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 997 T€ (Vorjahr 743 T€). Auf Darlehen bei Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 478 T€ (Vorjahr 372 T€) vorgenommen

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr betragen 271 T€ (Vorjahr 610 T€).

3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus einem vertraglich geregelten angesammelten Zeitwertkonto besteht eine Verpflichtung gegenüber einem Mitarbeiter (219 T€). Für dieses Zeitwertkonto wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung (211 T€) wurde als Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit dem Rückstellungsbetrag verrechnet. Der Saldo in Höhe von 8 T€ (Vorjahr 6 T€) wird als aktiver Unterschiedsbetrag bilanziert.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Personalkosten 1.549 T€
Noch ausstehende Eingangsrechnungen 234 T€
Gewährleistungen 144 T€
Jahresabschlusskosten 138 T€
Rückbauverpflichtung 30 T€
Aufbewahrungspflichten 49 T€
Sonstige 46 T€
Gesamt 2.190 T€

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen 3.387 T€ (Vorjahr 4.609 T€), mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr 626 T€ (Vorjahr 638 T€), mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre 0 T€ (Vorjahr 0 T€).

Die Aufgliederung nach Restlaufzeiten für jeden Posten der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Ø Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4 T€, größer einem Jahr 31 T€

Ø Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen: Restlaufzeit bis zu einem Jahr 11 T€

Ø Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.954 T€

Ø Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: Restlaufzeit bis zu einem Jahr 753 T€

Ø Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: Restlaufzeit bis zu einem Jahr 127 T€, größer einem Jahr 595 T€

Ø Sonstige Verbindlichkeiten: Restlaufzeit bis zu einem Jahr 664 T€

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 126 T€ (Vorjahr 120 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von insgesamt 753 T€ (Vorjahr 510 T€) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 196 T€ (Vorjahr 63 T€).

Gegenüber Gesellschaftern bestehen insgesamt Verbindlichkeiten in Höhe von 721 T€ (Vorjahr 721 T€).

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Geographisch bestimmter Markt Umsatz
T€
Inland 44.333
EU-Ausland 1.113
Drittland 517

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen Betrag von 5.543 T€ aus dem Verkauf von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Veräußerungskosten in Höhe von 1.099 T€ in Zusammenhang mit dem Verkauf von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebssteuern (KFZ-Steuer) in Höhe von 11 T€ (Vorjahr 10 T€) enthalten.

4. Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind voraussichtlich zu erwartende Nachzahlungen für das Jahr 2018 für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer eines durch den Verkauf von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen zu versteuerndes Einbringungsgewinns in Höhe von 284 T€ enthalten.

5. Sonstige Steuern

In den Sonstigen Steuern sind voraussichtliche Nachzahlungen in Höhe von 45 T€ bei der Umsatzsteuer aus dem umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnis mit einem ehemals verbundenen Unternehmen enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Angestellte Vollzeit 256
Angestellte Teilzeit 53
Gesamt 309

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für Prüfungsleistungen beträgt 20 T€.

Mitglieder der Geschäftsführung

Robert Fröhlich, Industriemeister Elektronik, CEO

Stephan Kowalsky, staatlich anerkannter Techniker der Betriebsinformatik, CFO

Thomas Christian Bachmann, Energieanlagenelektroniker, COO, seit 01.09.2023

Florian Oelmaier, Diplom Informatiker, CTO, seit 01.10.2024

Robert Fröhlich, Geschäftsführer

 

Oberhaching, den 24. Dezember 2024

gezeichnet gezeichnet Stephan Kowalsky, Geschäftsführer

gezeichnet Stephan Kowalsky, Geschäftsführer

gezeichnet Thomas Bachman, Geschäftsführer

gezeichnetFlorian Oelmaier, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

IS4IT GmbH, Oberhaching

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 179.304,56 179.304,56
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 179.304,56 179.304,56
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.980.536,08 105.776,55 62.732,61 3.023.580,02
Summe Sachanlagen 2.980.536,08 105.776,55 62.732,61 3.023.580,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.502,53 55.958,00 96.544,53
2. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 443.288,66 2.600,61 445.889,27
Summe Finanzanlagen 605.791,19 2.600,61 55.958,00 552.433,80
Summe Anlagevermögen 3.765.631,83 108.377,16 118.690,61 3.755.318,38
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169.707,56 8.108,00 177.815,56
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 169.707,56 8.108,00 177.815,56
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.221.137,08 442.878,55 62.653,61 2.601.362,02
Summe Sachanlagen 2.221.137,08 442.878,55 62.653,61 2.601.362,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 320.473,15 30.513,07 350.986,22
Summe Finanzanlagen 320.473,15 30.513,07 350.986,22
Summe Anlagevermögen 2.711.317,79 481.499,62 62.653,61 3.130.163,80
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.489,00 9.597,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.489,00 9.597,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422.218,00 759.399,00
Summe Sachanlagen 422.218,00 759.399,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 96.544,53 152.502,53
2. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 94.903,05 122.815,51
Summe Finanzanlagen 201.447,58 285.318,04
Summe Anlagevermögen 625.154,58 1.054.314,04

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IS4IT GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IS4IT GmbH, Oberhaching, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IS4IT GmbH, Oberhaching, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

Ø entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

Ø vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

Ø identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Ø gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

Ø beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

Ø ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

Ø beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ø beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

Ø führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Regensburg, den 24. Dezember 2024

AWP WIRTSCHAFTSTREUHAND GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

gezeichnet Stefan Avemaria, Wirtschaftsprüfer

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