Urban Stars GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Horst Menk seit 5.7.2023 | Prokura |
Katharina Hummelt seit 5.10.2022 | Prokura |
Kerstin Riedel seit 9.2.2021 | Prokura |
Wenzel Bürger seit 9.2.2021 | Geschäftsführer |
Oliver Haub seit 22.5.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SSP Euro Holdings Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Station Food GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023BESTÄTIGUNGSVERMERKStation Food GmbH, Frankfurt am MainBilanz zum 30. September 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023Station Food GmbH, Frankfurt am Main
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023Station Food GmbH, Frankfurt am MainAllgemeinesDie Station Food GmbH, Frankfurt am Main (kurz: "SF"), wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 15. August 2016 und mit dem Gesellschaftsvertrag vom 27. Juli 2016 gegründet und betreibt an fünf Standorten in Berlin, Karlsruhe und Köln Gastronomie- und Handelsgeschäfte. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B 119225 des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen und hat in Frankfurt am Main, The Squaire 24, ihren Firmensitz. Alleinige Gesellschafterin der Station Food GmbH, Frankfurt am Main, ist die SSP Deutschland GmbH, Frankfurt am Main. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung der einschlägigen Normen des GmbHG. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung werden beachtet. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Der Jahresabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt; die Beträge im Anhang werden in Tausend EUR (TEUR) angegeben. Werte kleiner als EUR 500 werden mit "0" ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf den Zeitraum 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022. Der durch den Ukraine-Krieg bedingte negative Geschäftsverlauf hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 leicht negativ auf den Bestand der Zahlungsmittel ausgewirkt. Folgewirkungen dieser Entwicklung werden sich laut Einschätzung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/2024 wahrscheinlich in geringerem Umfang fortsetzen, aber die Entwicklung der Gesellschaft nicht beeinträchtigen. Gleichwohl erwarten die gesetzlichen Vertreter nicht, dass sich daraus eine Liquiditätsunterdeckung für die Gesellschaft entwickeln kann. Diese Einschätzung beruht auf den zwischenzeitlich durchgeführten Refinanzierungsmaßnahmen. Der Gesellschaft wurde von SSP Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, eine Kreditlinie in Höhe von EUR 15,0 Mio. mit einer Laufzeit bis 30. September 2025 (Vertragsverlängerung am 21. November 2023) eingeräumt, die zum Stichtag bisher nur mit EUR 2,0 Mio. valutiert. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle VermögensgegenständeEntgeltlich erworbene Standardsoftware wird zu Anschaffungskosten aktiviert und über drei Jahre linear abgeschrieben. Entgeltlich erworbene betriebswirtschaftliche Softwaresysteme und Individualsoftware werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die aktivierten Einmalkosten für den Erwerb von Franchiselizenzen werden über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eingetreten ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. SachanlagenDie Zugänge werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Gemeinkostenteile im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen (§ 255 Abs. 3 HGB). Die Abgänge werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Sofern erforderlich, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Nutzungsdauer richtet sich bei Mietereinbauten vornehmlich nach der entsprechenden Vertragslaufzeit. Die Abschreibungen erfolgen somit pro rata temporis über die folgenden Nutzungsdauern:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 (vgl. § 6 EStG) werden - soweit diese einer eigenständigen Nutzung fähig sind - im Jahr der Anschaffung bis zu einem Erinnerungswert von EUR 1,00 abgeschrieben. VorräteDer Bestand an Waren wird zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verbrauchsfolge "First in - First out" zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Übrige Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelabwertungen angesetzt. Der Ansatz der Forderungen gegen die Agentur für Arbeit in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 11) erfolgt zum Nennwert. Für die während des Bezugs von Kurzarbeitergeld getragenen Beiträge zur Sozialversicherung wurden fristgerecht Anträge auf Erstattung gestellt. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Die Erstattungsansprüche wurden mit den entsprechenden Aufwendungen im Personalaufwand saldiert. Flüssige MittelDie flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Aktive RechnungsabgrenzungspostenVor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Sonstige RückstellungenBei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Bewertung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente SteuernAuf temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern gebildet. Aktive latente Steuern resultieren aus Differenzen im Bereich der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sowie für nicht genommenen Urlaub und Freizeitausgleich. Auf vorhandene steuerliche Verlustvorträge wurden keine latenten Steuern aktiviert. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 29,825% zu Grunde gelegt. Der sich nach Verrechnung der aktiven und passiven latenten Steuern ergebende Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder WährungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Umrechnungskurs des Entstehungstages bewertet. Die Umrechnung der Währungsposten zum Bilanzstichtag erfolgt entsprechend den Regelungen des § 256a HGB. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungBezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens vgl. Anlage 1 zum Anhang. Bezüglich der Restlaufzeiten bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie der Restlaufzeiten und Besicherungen von Verbindlichkeiten vgl. Anlagen 2 und 3 zum Anhang. Die flüssigen Mittel beinhalten mit TEUR 758 (Vorjahr TEUR 1.028) Bankguthaben und mit TEUR 556 (Vorjahr TEUR 877) Kassenbestände. Die Rückstellungen enthalten ausschließlich sonstige Rückstellungen und gliedern sich wie folgt auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.975 (Vorjahr TEUR 2.218) sind auf Darlehensinanspruchnahmen zurückzuführen. Mit der SSP Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, besteht zum 30. September 2023 ein "Intra Group Facility Agreement". Die Gesellschaften verpflichten sich mit dieser Vereinbarung, bei Vorhandensein überschüssiger finanzieller Mittel und einer etwaigen Bedarfssituation auf der Gegenseite diese an die jeweils andere Vertragspartei weiterzugeben. Die ausgeliehenen Gelder werden jeweils variabel verzinst. Der zum 30. September 2023 angewendete Zinssatz beträgt 6,077%. Die SF hat zum 30. September 2023 finanzielle Mittel in Höhe von TEUR 1.976 (Vorjahr TEUR 1.826) im Rahmen dieses "Intra Group Facility Agreement" geliehen. Die Umsatzerlöse wurden - wie im Vorjahr - ausschließlich im Inland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 747 (Vorjahr TEUR 374) enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 726 1.512 (Vorjahr TEUR 127) infolge der Auflösung von Rückstellungen. Weiterhin sind Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Der Personalaufwand ist mit Abfindungen von insgesamt TEUR 5 (Vorjahr TEUR 20) belastet. Im Vorjahr enthielt der Personalaufwand Erstattungen von der Agentur für Arbeit für Kurzarbeitergeld von TEUR 72 und Erstattungen von getragenen Beiträgen zur Sozialversicherung von TEUR 34. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 176 (Vorjahr TEUR 84). Es erfolgte eine Auflösung von Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 122 (Vorjahr TEUR 76). Weiterhin werden Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 2) ausgewiesen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 7) Erträge aus der Abzinsung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen. Sonstige AngabenMitarbeiter
Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus Pacht- und Mietverträgen in Höhe von insgesamt EUR 18,1 Mio. (Vorjahr EUR 21,7 Mio.). Mitglieder der GeschäftsführungDie Geschäftsführung besteht aus:
Eine Vergütung von der Gesellschaft erhalten die Geschäftsführer nicht. Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden im Berichtsjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung eingegangen. Im Geschäftsjahr bestand keine Verpflichtung zur Bildung eines Aufsichtsrats. KonzernzugehörigkeitDie SF stellt ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der SSP dar. Die SSP wird in den Konzernabschluss der SSP Group PLC, London, Großbritannien, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Abschluss der SSP Group PLC, London, Großbritannien, wird unter Anwendung der International Accounting Standards, wie sie Großbritannien anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss der SSP Group PLC, London, wird im Unternehmensregister englischer Sprache unter der SSP Financing Germany GmbH, Frankfurt am Main, bekannt gegeben. ErgebnisverwendungDer Bilanzverlust setzt sich zusammen aus:
Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung empfehlen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. AbschlussprüferhonorarDas Gesamthonorar unseres Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beläuft sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf:
Ereignisse nach dem BilanzstichtagNeben der Vertragsverlängerung der eingeräumten Kreditlinie der SSP Deutschland GmbH, Frankfurt am Main (vgl. unter Abschnitt "Allgemein") gab es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Frankfurt am Main, den 22. April 2024 Station Food GmbH Oliver Haub Wenzel Bürger Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023Station Food GmbH, Frankfurt am Main
Forderungsspiegel zum 30.09.2023Station Food GmbH, Frankfurt am Main
Verbindlichkeitenspiegel zum 30.09.2023Station Food GmbH, Frankfurt am Main
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023Station Food GmbH, Frankfurt am MainI. Grundlagen des UnternehmensDie SF ist in der Gastronomie-Branche mit dem Schwerpunkt Verkehrsgastronomie tätig. Sie betreibt Gastronomie- und Handelsgeschäfte an den Hauptbahnhöfen Berlin, Köln und Karlsruhe. Die Umsatzerlöse werden dabei im Rahmen von Pacht- und Mietverträgen erzielt, bei denen das wirtschaftliche Risiko von der SF getragen wird. Zusätzlich tritt die SF an den genannten Standorten als Vermieter auf. Die SF betreibt ihre Gastronomieeinheiten (kurz Outlets) überwiegend als Franchisenehmer bekannter Marken wie z. B. Burger King, Kamps oder Pret a Manger. Das wirtschaftliche Risiko wird dabei von der SF getragen. II. Wirtschaftsbericht1. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1. Gesamtwirtschaftliche LageDie Konjunktur wird noch immer von der Energiekrise und den durch die hohe Inflation gesunkenen Realeinkommen gebremst. Um die Inflation zu bekämpfen, haben die Zentralbanken weltweit ihre Geldpolitik gestrafft. Der Sachverständigenrat erwartet daher, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,4% schrumpft. Im Jahr 2024 ist aufgrund steigender Realeinkommen mit einer Ausweitung des privaten Konsums zu rechnen. Dies dürfte zu einer verhaltenen konjunkturellen Erholung führen und das BIP um 0,7% erhöhen. 1 2022 erholte sich der deutsche Personenverkehrsmarkt mit einem Wachstum von 13,5 % spürbar. 2 Die Erholungseffekte werden sich im Jahr 2023 voraussichtlich in abgeschwächter Form fortsetzen. Das bundesweit im öffentlichen Personennahverkehr gültige Deutschland Ticket wurde zum 1. Mai 2023 zum Preis von EUR 49 pro Monat eingeführt. Eine Zwischenbilanz nach zwei Monaten Deutschland-Ticket zeigt eine hohe Akzeptanz bei den Kund:innen und eine intensive Nutzung. 3 Darüber hinaus führte das anhaltend hohe Interesse im Bereich Air nach touristischen Flügen per September 2023 zu einem Aufkommensplus in Höhe von 23,9 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. 4
1 Sachverständigenrat zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Konjunkturprognose;
Sachverständigenrat für Wirtschaft:
Jahresgutachten 2023/24
(sachverstaendigenrat-wirtschaft.de)
Der anhaltende Krieg in der Ukraine und Preisentwicklungen belasten die deutsche Wirtschaft. Der Arbeitsmarkt ist durch die schwache Konjunktur beeinflusst. Im Zuge der Herbstbelebung sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gesunken. Saisonbereinigt haben sich Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung jedoch erhöht. 5 6 Durch den Krieg in der Ukraine sowie durch Materialknappheit in einigen Sektoren kam es zu einem deutlichen Anstieg der Inflation im Jahr 2022 (7,9%). Im September 2023 lag die Inflationsrate der Verbraucherpreise bei 4,5% und somit auf dem niedrigsten Niveau seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine; insbesondere die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+7,7%) sowie für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe (+3,5%) stiegen stark an. 6 1.2. Branchenentwicklung und MarktstellungDer Umsatz im Gastgewerbe ist im September 2023 gemäß dem Statistischen Bundesamt im Vergleich zum Vorjahresniveau gesunken (real 1,9%, nominal +3,7%). Die hohe Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen ist auf die starken Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie zurückzuführen. Dies wird auch im Vergleich zum Vorkrisenniveau des September 2019 deutlich. Gegenüber diesem Vergleichsmonat lag der Gastgewerbeumsatz im September 2023 real 10,5% niedriger. 7 Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 betrug der Umsatzanstieg im Gastgewerbe im dritten Quartal 2022 9,4% (real -10,9%). Das Beherbergungsgewerbe verzeichnete ein Umsatzplus von 9,4% (real -13,5%), das Gaststättengewerbe ein Umsatzplus von 10,4% (real -12,0%). Die Caterer hatten ein Umsatzplus von 7,9% (real -13,0%) gegenüber 2019 zu verzeichnen. 8 Neuere Daten für 2023 waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht verfügbar. Wir gehen jedoch davon aus, dass für den Bereich der Verkehrsgastronomie die Entwicklungsprognose für das laufende Jahr 2023 aufgrund des Krieges in der Ukraine und den damit zusammenhängenden gestiegenen Energiepreisen und der Inflation weiterhin als negativ eingestuft wird. Gleichzeitig steigen die Löhne und Gehälter erstmals seit zwei Jahren wieder stärker als die Preise, die Kaufkraft der Einkommen nimmt zu. Dennoch sind die privaten Konsumenten mit den Ausgaben zurückhaltend und legen einen Teil des Kaufkraftplus als Ersparnis zurück. 9 2. Entwicklung im GeschäftsjahrNachstehend gehen wir auf die Umsatzentwicklung, die Ertragslage sowie die Vermögens- und Finanzlage ein. Da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der SSP-Gruppe konsolidiert wird, erfolgen die interne Berichterstattung sowie das Controlling inkl. der Planungen auf Basis von IFRS-Zahlen. Unter dem
5 Monatsbericht zum Arbeits- und
Ausbildungsmarkt September 2023.
Punkt 2.1. "Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren" erläutern wir die Entwicklung der für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren. Die Erläuterungen zu 2.1. erfolgen auf Basis des Zahlenwerkes nach IFRS, während die darauffolgenden Gliederungspunkte die Geschäftsentwicklung auf Basis der Zahlen nach HGB widerspiegeln. 2.1. Bedeutsamste finanzielle LeistungsindikatorenDie bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind neben den Umsatzerlösen nach IFRS das EBITDA nach IFRS. Nach diesen Leistungsindikatoren erfolgt die interne Steuerung der Gesellschaft sowohl für lokale Planungszwecke als auch für die Einbindung in den SSP-Konzernabschluss. Die Umsatzerlöse für die interne Steuerung bzw. das Konzernreporting unterscheiden sich bei den Umsatzerlösen insoweit, als dass nach HGB - insbesondere aufgrund des BilRUG - ein deutlich weiter gefasster Umsatzbegriff zum Tragen kommt. Somit werden nun unter anderem Erlöse aus der Untervermietung nach HGB unter den Umsatzerlösen ausgewiesen, die für IFRS in anderen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet sind. Ermittlung Umsatz nach IFRS des Geschäftsjahres 2022/23 in Millionen EUR:
Das EBITDA stellt das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen dar, wobei anzumerken ist, dass auch Aufwendungen/Erträge aus der konzerninternen Leistungsverrechnung nicht in dieser Kennzahl enthalten sind. Der Unterschied zwischen HGB und IFRS ergibt sich im Wesentlichen durch Leistungsverrechnungen innerhalb der Gruppe, die für Planungszwecke nicht in die Betrachtung einbezogen werden. Ermittlung des EBITDA nach IFRS des Geschäftsjahres 2022/23 in Millionen EUR:
Die im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse wurden übererfüllt. Das im Vorjahresbericht prognostizierte EBITDA wurde nicht erreicht. 2.2. ErtragslageIm Berichtsjahr 2023 hat die SF-Umsatzerlöse nach HGB in Höhe von EUR 22,1 Mio. erzielt (Vorjahr: EUR 15,7 Mio.). Dies stellt gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung von 41 % dar. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Volljahreseffekt nach der in 2022 erfolgten Wiedereröffnung der Units nach den Covid-Maßnahmen zurückzuführen. Den im Geschäftsjahr gestiegenen Umsatzerlösen nach HGB stehen ein um EUR 0,6 Mio. erhöhter Materialaufwand, um EUR 1,9 Mio. gestiegene Personalaufwendungen sowie um EUR 2,1 Mio. erhöhte sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 0,4 Mio. auf EUR 0,7 Mio. ist im Wesentlichen auf periodenfremde Erträge, wie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, von insgesamt EUR 0,7 Mio. zurückzuführen. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 4,5 Mio. auf EUR 6,4 Mio. gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg zurückzuführen. Die Personalaufwendungen im Vergleich zum Umsatz betragen somit 28,9% und liegen um 0,3%-Punkte über dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit EUR 10,1 Mio. (Vorjahr: EUR 8,0 Mio.) über Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf erhöhte Mietaufwendungen zurückzuführen. Durch die gestiegenen Umsatzerlöse konnte die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz von insgesamt 51,1% auf 46,0% reduziert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern sowie Abschreibungen (EBITDA) konnte um EUR 2,1 Mio. auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR -1,5 Mio.) verbessert werden. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen konnte ein Ergebnis nach Zinsen, Steuern und sonstigen Steuern (=Jahresfehlbetrag) von EUR -1,1 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag EUR -2,9 Mio.) realisiert werden. 2.3. FinanzlageDie SF ist über die SSP Deutschland GmbH in die Finanzierung der internationalen SSP-Gruppe eingebunden. Die über ein "Intra Group Facility Agreement" mit der SSP Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, eingeräumte Kreditlinie für die SF beträgt zum 30. September 2023 EUR 15 Mio. Über diese Vereinbarung kann die SF bei Bedarf auf Mittel zurückgreifen und überschüssige Mittel über Verbunddarlehen ausreichen. Ziel der Gesellschaft ist es, durch einen laufend aktualisierten Cashflow-Forecast und die Nutzung dieses Kreditrahmens eine jederzeit ausreichende Liquidität zur Finanzierung der Investitionen und des operativen Geschäfts sicherzustellen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2025. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds in EUR Mio.:
Der negative Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit hat sich von EUR -1,6 Mio. im Vorjahr auf EUR-0,2 Mio. verbessert. Die Veränderung basiert im Wesentlichen auf der Verbesserung des Betriebsergebnisses um EUR 2,2 Mio. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt EUR -0,6 Mio. (Vorjahr: EUR -0,7 Mio.). Er beinhaltet im Wesentlichen die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen. Das Anlagevermögen ist zu 52,7% (Vorjahr: 60,1%) durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital (Rückbaurückstellungen sowie Rückstellungen für Drohverluste und Jubiläen) gedeckt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) und resultiert aus Einzahlungen aufgrund eines Facility Agreements mit der SSP Deutschland GmbH (EUR 0,2 Mio.). Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente werden wie im Vorjahr nur in geringem Umfang für Leasing von Fahrzeugen und Teilen der technischen Büroausstattung genutzt. Factoring oder andere Arten des Verkaufs von Forderungen werden nicht eingesetzt. 2.4. VermögenslageDie Bilanzstruktur zum 30. September 2023 ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch das Anlagevermögen (materiell und immateriell: EUR 8,8 Mio., Vorjahr: EUR 9,9 Mio.), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (EUR 0,7 Mio., Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) sowie finanzielle Mittel (EUR 1,3 Mio., Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) bestimmt. Die Passivseite ist geprägt durch Rückstellungen (EUR 2,1 Mio., Vorjahr: EUR 3,0 Mio.), stichtagsbedingte Veränderungen bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 1,5 Mio., Vorjahr: EUR 3,4 Mio.) und die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 2,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 3,0 Mio. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsbeziehungen und einer Darlehensinanspruchnahme zurückzuführen. Der Rückgang der Rückstellungen. im Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie der Auflösung der Rückstellung für Drohverluste. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.). Die Eigenkapitalquote ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr mit 35,4% (Vorjahr: 36,6%) bei einer niedrigeren Bilanzsumme von EUR 11,4 Mio. (Vorjahr: EUR 14,0 Mio.) stabil. 2.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageInsgesamt war die wirtschaftliche Lage des Unternehmens trotz des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Preiserhöhungen, insbesondere im Bereich der Energieversorgung, stabil. Die Umsatzentwicklung war im Geschäftsjahr 2022/2023 positiv. Die Finanzlage ist, insbesondere durch den Vertrag über eine Kreditlinie innerhalb des Konzerns sowie bestehende Barmittel, abgesichert. Die Indikatoren zur Vermögenslage weisen eine gesunde Bilanzstruktur aus. 2.6. Bedeutsamste nichtfinanzielle LeistungsindikatorenZu den regelmäßig betrachteten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen insbesondere die Personalkennzahlen Fluktuation und Krankheitsquote. Zum Stichtag 30. September 2023 zählt die Gesellschaft 193 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 163). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt für das Geschäftsjahr 2022/2023 182 (Vorjahr: 141). Die Krankheitsquote hat sich zum 30. September 2023 gegenüber unserer Prognose leicht positiv entwickelt. Sie beträgt 5,9 %. Die Fluktuationsrate ist gegenüber unserer Prognose deutlich erhöht und liegt bei 64,2 %. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. PrognoseberichtNachstehend geben wir eine Prognose über die Entwicklung im kommenden Geschäftsjahr auf Basis unserer Planungen ab. In diesem Zuge weisen wir darauf hin, dass die Planung der Gesellschaft aufgrund der Einbindung in die SSP-Gruppe auf Basis von IFRS-Zahlen erfolgt. Das bundesweit zum 1. Mai 2023 im öffentlichen Personennahverkehr gültige eingeführte Deutschland-Ticket wird sich aufgrund der großen Akzeptanz weiterhin positiv für uns auswirken. Vor diesem Hintergrund erwartet die Geschäftsführung trotz der Auswirkungen aus dem Krieg in der Ukraine für das Geschäftsjahr 2023/2024 einen weiteren deutlichen Umsatzanstieg. Der Fokus liegt weiterhin auf der Verbesserung des operativen Geschäftes und des Kostenmanagements, so dass von einem deutlich steigenden EBITDA ausgegangen wird. Die für das Geschäftsjahr 2023/2024 budgetierten Investitionsmittel i. H. v. EUR 2,0 Mio. werden vornehmlich für verschiedene Konzeptänderungen, insbesondere am Standort Berlin und Karlsruhe verwendet werden, damit die Attraktivität unserer Units gesteigert wird und somit zur Erhöhung der Umsätze beitragen wird. Bezüglich der Krankheitsquote und der Fluktuationsrate erwarten wir keine signifikanten Veränderungen zum Vorjahr. Der durch den konjunkturell bedingt negative Geschäftsverlauf hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 leicht negativ auf den Bestand der Zahlungsmittel ausgewirkt. Diese Entwicklung wird sich laut Einschätzung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/2024 geringfügig fortsetzen, aber nicht die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen. Die gesetzlichen Vertreter erwarten nicht, dass sich daraus eine Liquiditätsunterdeckung für die Gesellschaft entwickeln kann. Diese Einschätzung beruht auf den zwischenzeitlich durchgeführten Refinanzierungsmaßnahmen. Der Gesellschaft wurde von der SSP Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, eine Kreditlinie in Höhe von EUR 15,0 Mio. mit einer Laufzeit bis 30. September 2025 eingeräumt, die zum Stichtag nur mit EUR 2,0 Mio. valutiert. Der Prognosebericht und andere Kapitel des Lageberichts enthalten Aussagen über zukünftige Entwicklungen. Diese Aussagen sind ebenso wie jedes unternehmerische Handeln stets mit Unsicherheiten verbunden. Unseren Angaben liegen Überzeugungen und Annahmen zu Grunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen beruhen. Folgende Faktoren können aber den Erfolg unserer strategischen und operativen Maßnahmen beeinflussen: Veränderungen der allgemeinen Wirtschaftsbedingungen sowie deren Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten, insbesondere eine anhaltende wirtschaftliche Rezession sowie Veränderungen des Wettbewerbsdrucks. Sollten diese Faktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten abweichen. 2. Chancen- und RisikoberichtZum Bilanzstichtag stellen der Krieg in der Ukraine, die Rezession in 2023/24, die Preiserhöhungen sowie die Herausforderungen beim Recruiting in den kommenden Monaten die wesentlichsten kurzfristigen Risiken für die Gesellschaft dar. Diese Umstände könnten sich auf die Umsätze und Ergebnisse der Gesellschaft stark auswirken. Die Möglichkeit eines sich ändernden Reiseverhaltens aufgrund steigenden Umweltbewusstseins stellt ebenfalls mittel- und langfristig erhöhte Unsicherheitsfaktoren dar. Außerdem stellt das Klimapaket der Bundesregierung eine derzeit schwer einschätzbare Komponente für den modalen Shift dar. Geringere Risiken ergeben sich auch durch zusätzliche Mitbewerber, die in den Markt drängen und sich im vergangenen Jahr erneut Mietflächen sichern konnten. Gleichzeitig versuchen unsere Vermieter weiter, zusätzliche Angebote im Bereich Food & Beverage und Retail zu eröffnen, die zu einem ständig steigenden Angebot führen, welchem eine unverändert nur leicht steigende oder stagnierende Nachfrage gegenübersteht. Folgende Risikobegrenzungsmaßnahmen hat die Gesellschaft im Hinblick auf die umsatzgetriebenen sowie kostenbezogenen Risiken durchgeführt:
Bezüglich der oben aufgeführten, aus unserer Sicht für unser Geschäft wesentlichen Risiken sehen wir uns gut aufgestellt, auch als Teil der SSP Group. Chancen ergeben sich auch zukünftig aus der Erfahrung des Unternehmens in der Branche Verkehrsgastronomie und der ständigen Beobachtung und Analyse des Konsumentenverhaltens und dem Reagieren auf Trends in den Bereichen Produktportfolio, wettbewerbsfähige Konzepte, Standortauswahl, überzeugende Promotion- oder Brand-Konzepte. Die hierfür genutzte Informationsbasis verbessert sich laufend durch die in den letzten Jahren vorgenommenen Investitionen in IT-Systeme, hier insbesondere im Bereich der Materialwirtschaft. Diese kontinuierlichen Verbesserungen in Systeme, systembasierte Prozesse, Vereinheitlichung der Infrastruktur und Verbesserung der Betreuung wird auch in Zukunft anhalten. 3. RisikomanagementDie bestehenden Controlling-Instrumente sind Grundlage für das Führungs- und Kontrollsystem. Zur Steuerung des Unternehmens werden hieraus zeitnahe Managementinformationen geliefert. Hierzu trägt ein rollierendes Forecast-System auf Betriebs-/Verkaufsstellenebene bei. Über dieses System werden insbesondere Ergebnisse und die wegen des überwiegenden Anteils an Bargeschäften direkt korrelierten Liquiditätsströme laufend beobachtet. Die Liquiditätsplanung basiert auf einem permanenten Cash-Forecast. Kurzfristige Liquiditätsschwankungen werden über die von der SSP Deutschland GmbH bereitgestellte Kreditlinie über insgesamt EUR 15 Mio. ausgeglichen. Ein Asset Protection Manager berät die Betriebe zum Thema Bargeldumlauf und überprüft diesen laufend. Zur Absicherung gegen Fraud wurden hier eine Vielzahl von Absicherungs-Prozessen implementiert. Im Rahmen des Risk Managements haben wir zudem einen "Code of Conduct" für alle Mitarbeiter:innen eingeführt sowie regelmäßige Anti Bribery-Schulungen für alle Mitarbeiter:innen im Management. Zusätzlich wurde ein verbindlicher Freigabe-Workflow für alle wichtigen vertraglichen und rechtlich relevanten Themen implementiert. Das Compliance Management stützt sich auf unser Qualitätsmanagementsystem und wird durch Beauftragte für Arbeitssicherheit und Datenschutz kontrolliert. Das interne Kontrollsystem wird durch das Warenwirtschaftssystem gestützt. Im Rahmen der Übernahme durch die SSP Deutschland GmbH wurde das Risikomanagement der SF in den konzernweiten Prozess zur Risikobeobachtung und Vorsorge integriert. Auf Grund der Struktur in den operativen Betrieben sind die Risiken eines totalen Geschäftsausfalls nach wie vor gering. Bestandsgefährdende Risiken bestehen in diesem Zusammenhang derzeit nicht.
Frankfurt am Main, den 22. April 2024 Station Food GmbH Oliver Haub Wenzel Bürger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Station Food GmbH, Frankfurt am MainPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Station Food GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Station Food GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den LageberichtDie Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 26. April 2024 KPMG
AG
Pürsün, Wirtschaftsprüfer Göbell, Wirtschaftsprüfer |
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