Almetha GmbH
Dieselstraße 3, 59174 Kamen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sina Luig seit 24.3.2023 | Geschäftsführer |
Rainer Heutelbeck seit 20.9.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
Maria Angela Molteni | 50.00% |
| 25.10% | |
T***** W***** | 12.45% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
3 von 4 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Almetha GmbHKamenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht Hamm, HRB 4679Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Beschreibung des Unternehmens Die Almetha GmbH ist ein international ausgerichteter Stahlhandel und seit über 50 Jahren ein zuverlässiger und flexibler Partner der stahlverarbeitenden Industrie. Das Produktprogramm umfasst Blankstahl, in Stäben und Ringen, und lässt sich in die folgenden Bereiche unterteilen: - Einsatzstahl - Vergütungsstahl - Wälzlagerstahl - Federstahl - Werkzeugstahl - rost-, säure- und hitzebeständiger Stahl Die Gesellschaft versteht sich als lagerhaltender Betrieb. Eine hohe Lagerkapazität und der eigene Fuhrpark ermöglichen eine schnelle Lieferfähigkeit und größtmögliche Flexibilität. Im Bereich der Anarbeitung und Lohnbearbeitung stehen zuverlässige Partner unterstützend zur Seite. Eine eigene Sägeanlage wird zum Anfertigen von Stabmaterial in Fixlängen nach Kundenwunsch eingesetzt. B. Wirtschaftsbericht I. Geschäftsverlauf und Lage Der im Vorjahr prognostizierte Nachfragerückgang trat im Berichtsjahr ein, sodass die monatlichen Umsatzzahlen im Berichtsjahr wieder ungefähr auf dem Niveau von 2019 waren. Hinzu kamen konjunkturelle Einbrüche einzelner Branchen, sodass die durchschnittlichen Auftragseingänge im gesamten Berichtsjahr auf einem niedrigen Niveau blieben. Insgesamt verzeichnete die Stahlproduktion einen Rückgang um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr und sank auf ein historisch niedriges Niveau von insgesamt 35,4 Millionen t produziertem Stahl in Deutschland.[1] Die Stahlwerke gingen aufgrund des Nachfragerückgangs mit Preisreduktionen in das Berichtsjahr. Jedoch erhöhte sich der Energiezuschlag im Januar 2023 um das 6-fache des Dezemberwertes vom Vorjahr und brach ab Februar 2023 wieder auf das Dezemberniveau vom Vorjahr ein. Seit Mai des Berichtsjahrs wird von den Stahlwerken kein Energiezuschlag auf Blankstahl mehr berechnet. Durch die geringe Marktnachfrage fiel die Produktionsauslastung bei den Stahlwerken, sodass hier die verfügbaren Kapazitäten mit Hilfe von Kurzarbeit runtergefahren wurden. Auch im Berichtsjahr waren die Auswirkungen des Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine weiterhin spürbar. Durch die Verabschiedung mehrerer Sanktionspakete setzte die EU ein deutliches Zeichen gegenüber Russland. Jedoch ist weiterhin eine Vielzahl an Stahlimporten aus Russland von den Sanktionen ausgenommen, was dazu führte, dass die russische Kriegswirtschaft weiterhin unterstützt wurde.[2] Die Spediteure haben ihre Frachtkosten, wie zum Ende des Vorjahres angekündigt, durch die Einführung der CO 2 -Steuer um ein Vielfaches angehoben, sodass wir gezwungen waren, unsere Logistikpauschale entsprechend anzuheben. Diverse Analyse haben gezeigt, dass die hohen Frachtkosten, vor allem für kleine Mengen, nicht mehr alleine mit den Verkaufspreisen gedeckt werden können. Hinzu kommt, dass die Verkaufspreise nicht mehr wettbewerbsfähig sind, wenn die Frachtkosten eingerechnet werden. Der spürbare Wirtschaftsrückgang spiegelte sich auch in den unternehmerischen Kennzahlen wider. Im Berichtsjahr wurde ein Umsatzrückgang von ca. 34 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Durch den Nachfragerückgang im Berichtsjahr hat sich das Bestellverhalten unserer Kunden angepasst, sodass auch der Materialaufwand um ca. 34 % im Vergleich zum Vorjahr reduzierte wurden. Die Vorräte konnten aber nur um ca. 10 % abgebaut werden. Dies führte dazu, dass sich die Lagerdauer von 95,5 Tagen im Vorjahr auf 170,5 Tage im Berichtsjahr erhöhte. Die Umsatzrentabilität sank 2,4 %-Punkte auf 5,6 % der Gesamtleistung im Berichtsjahr und der Verschuldungsfaktor verschlechterte sich um 2,2 Punkte auf 4,7. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss führte zu einer Erhöhung des Eigenkapitals, sodass die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr um etwa 7,5 %-Punkte auf 66 % der Bilanzsumme anstieg. Zum Ende des Berichtsjahres zeichnete sich ab, dass die gesunkene Nachfrage sich im Folgejahr zunächst fortgesetzten und den Stahlmarkt weiterhin vor neue Herausforderungen stellen werde. Die Stahlwerke gaben Preisreduktionen zu Beginn des Folgejahres bekannt und reduzierten in einigen Güten sogar ihre Preise erneut zum zweiten Halbjahr. II. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Stahlnachfrage leidet unter der anhaltenden Inflation, den hohen Zinsen und den hohen Energiepreisen und stellt damit viele Unternehmen vor die Herausforderung, Finanzierungen vorzunehmen und ihr Unternehmen weiterzuentwickeln. Im Vorjahr haben sich bereits die ersten Stahlunternehmen mit dem Thema der Klimaneutralität auseinandergesetzt und stehen aktuell mitten in dem größten Umbruch der vergangenen Jahrzehnte. Zudem hat im vergangenen Jahr der Ausbau der erneuerbaren Energien an Bedeutung gewonnen. Auch im Berichtsjahr gewinnt die Klimaneutralität in der Stahlindustrie weiter an Bedeutung. Durch den klimafreundlich hergestellten Stahl sollen deutsche und europäische Stahlhersteller eine Monopolstellung im Markt erreichen, die Stahlverwendern ermöglicht, ihren CO 2 -Fußabdruck zu senken und nachhaltige Produkte anzubieten, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren und die Klimaziele zu erreichen.[3] Voraussetzung hierfür sind allerdings wettbewerbsfähige Strompreise, die im Berichtsjahr auf einem historisch hohen Niveau und somit weit über dem Niveau wichtiger internationaler Wettbewerber lagen, und deren Ursache der Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine ist. Darüber hinaus wurde zum 1. Oktober des Berichtsjahres der neue EU-Grenzausgleichsmechanismus für CO 2 , "CBAM", eingeführt. Hierdurch sollen emissionsintensive Importe aus Drittländern auf das Preisniveau in Europa verteuert werden, um eine Verlagerung von Produktionen, "Carbon Leakage", in Länder mit geringen Emissionskosten zu verhindern. Für uns als Unternehmen bedeutet dieses Verfahren einen enormen Mehraufwand im Bereich der Dokumentation sowie einen reibungslosen Datenaustausch innerhalb der globalen Lieferkette. Im Anbetracht der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage sind die dargestellten Risiken für unser Unternehmen als hoch einzuschätzen. Positiv anzusehen ist, dass unser Unternehmen viele Produktgruppen abdeckt und viele verschiedene Branchen bedienen kann, sodass Auftragsrückgänge oder Verluste in einem Bereich durch einen anderen Bereich aufgefangen werden können. III. Ausblick Die EU hatte die Safeguard-Maßnahmen bis zum Sommer 2024 verlängert und eine weitere Verlängerung wurde im Jahr 2022 als eher unwahrscheinlich angesehen. Im Juni 2024 wurde jedoch eine Verlängerung der Zollkontingentbeschränkung durch die EU-Mitgliedstaaten für weitere zwei Jahre verabschiedet. Der Bundestag hat zum Ende des Berichtsjahres das Strompreispaket für die Haushalte 2024 und 2025 verabschiedet und darin eine Entlastung bei der Stromsteuer beschlossen. Jedoch verdoppeln sich die Übertragungsnetzentgelte, sodass eine Ersparnis für die Unternehmen nicht spürbar ist. Die Energiepreisbremse läuft zum Ende des Berichtsjahres aus und wird im Folgejahr nicht verlängert. Hier ist nun die Politik gefordert, ein geeignetes politisches Konzept auf den Weg zu bringen, um die Transformation der Stahlindustrie weiter voranzubringen. In der Automobilindustrie ist im Berichtsjahr eine Erholung zu verzeichnen und Lieferkettenprobleme im Chip-Bereich konnten deutlich reduziert werden. Darüber hinaus steigt die Produktnachfrage an und eine Steigerung der Zulassungszahlen ist zu verzeichnen. Allerdings sind die Auftragseingänge zum Ende des Berichtsjahres aufgrund der internationalen Konkurrenz im Bereich der Elektromobilität stark rückläufig, sodass für das Folgejahr ein weiterer Rückgang anzunehmen ist. Im Maschinenbau sind die Auftragspolster zum Ende des Berichtsjahres nahezu aufgebraucht und für das Folgejahr sind rückläufige Auftragseingänge zu verzeichnen. Der unsichere wirtschaftliche Ausblick führt zu einer Unsicherheit in dieser Branche. Wir hoffen auf eine baldige Erholung des Stahlmarktes und eine Ausweitung der Auftragsmengen im Jahr 2025. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatzrückgang von ca. 10 % sowie einen Ergebnisrückgang von ca. 40 % gegenüber 2023. .
Kamen, den 29.11.2024 Rainer Heutelbeck Sina Luig [1] Wirtschaftsvereinigung Stahl, "Engagement für Stahl • Jahresbericht 2023" [2] Wirtschaftsvereinigung Stahl, "Engagement für Stahl • Jahresbericht 2023" [3] Wirtschaftsvereinigung Stahl, "Engagement für Stahl • Jahresbericht 2023" Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Almetha GmbH hat ihren Sitz in Kamen. Sie ist eingetragen im Handelsregister des Amtsge- richtes Hamm unter HRB 4679. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Nachfolgend werden die wesentlichen Bewertungsgrundsätze dargestellt: 1. Anlagevermögen Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangs- jahr voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. 2. Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Forderungen sind mit ihrem Nennbetrag bilanziert. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Gegenstände des Umlaufvermögens werden zum Nennwert angesetzt abzüglich entsprechender Absetzungen für erkennbare Wertminderungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. 3. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweist, wurde die Rückstellung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins- satz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Soweit möglich, wurde von dem Beibe- haltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht. Hierdurch ergab sich eine Überdeckung von TEUR 0,8. 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 1.500,00 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
4. Verbindlichkeitenspiegel
1) Raumsicherungsübereignung von Stahl auf dem Betriebsgelände 2) Bürgschaft in Höhe von TEUR 500 Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Handelsware. 5. Art und Zweck der nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte Leasingverträge Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen in 2024 - 2027 insgesamt ca. EUR 187.000,00 Mietverträge An Verpflichtungen aus Mietverträgen mit fester Laufzeit betragenn insgesamt ca. EUR 158.000,00 An Verpflichtungen aus Mietverträgen ohne feste Laufzeit werden jährlich fällig ca. EUR 114.000,00 IV. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführer und Bezüge der Geschäftsführer Geschäftsführer sind Herr Rainer Heutelbeck und Frau Sina Luig (ab 24.03.2023). Beide sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Geschäftsführer-Gesamtbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. 2. Mitarbeiterzahl Im Jahresdurchschnitt setzte sich die Belegschaft wie folgt zusammen:
3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Derartige Vorgänge sind nicht eingetreten. 4. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführer schlagen vor, das sich aus dem Gewinnvortrag und dem Jahresüberschuss zusammensetzende Ergebnis von EUR 6.794.957,99 abzüglich der am 18.06.2024 durchgeführten Vorabausschüttung für 2023 von EUR 200.000,00 auf neue Rechnung vorzutragen.
Kamen, den 08.11.2024 gez. Rainer Heutelbeck gez. Sina Luig Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk der unabhängigen AbschlussprüferAn die Almetha GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Almetha GmbH, Kamen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Almetha GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung der Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichenfalschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung der Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lüdenscheid, den 12.12.2024 Leuchtenberg, Wirtschaftsprüfer Dr. Prinz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 17.01.2025 festgestellt. |
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