Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 18702
Eingetragen
19.6.2006
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von sonstigen harten Stoffen
Gegenstand
Die zerspanende Bearbeitung von metallischen Werkstoffen, insbesondere die Herstellung von Präzisionsdrehteilen und -wellen für den industriellen Bedarf

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Gross
seit 19.6.2006
Geschäftsführer
Jürgen Gießler
seit 19.6.2006
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Groß Brandenburg GmbH

Brandenburg an der Havel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Groß Brandenburg GmbH

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände: 169,00 1.162,00
II. Sachanlagen:
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.853.766,00 2.602.946,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321.786,00 328.605,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.320,00
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte: 2.156.031,88 2.699.179,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: 3.738.320,97 3.612.167,81
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten: 852.416,08 409.554,91
C. Aktive Rechnungsabgrenzung: 21.778,00 23.563,00
Bilanzsumme 8.944.267,93 9.678.498,68

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital: 5.858.868,93
I. Gezeichnetes Kapital: € 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage: € 350.000,00 350.000,00
III. Gewinnrücklage: € 651.784,24 651.784,24
IV. Bilanzgewinn: € 4.807.084,69 4.516.496,11
€ 5.858.868,93
B. Rückstellungen: 356.844,19 368.038,90
C. Verbindlichkeiten: 2.728.554,81 3.742.179,43
Bilanzsumme 8.944.267,93 9.678.498,68

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Groß Brandenburg GmbH

€ 2023 € 2022
1. Rohergebnis 9.259.995,34 8.994.992,72
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter € 4.336.771,48 4.216.701,07
b) Soziale Abgaben u. Aufwendungen f. Altersversorgung und Unterstützung € 1.090.563,31 5.427.334,79 965.989,85
-davon für Altersversorgung € 9.767,07 ( € 10.280,53 ) 3.832.660,55 3.812.301,80
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.011.349,05 1.228.484,59
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.292.108,60 2.119.062,93
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 96.791,13 31.314,61
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 141.161,19 138.884,56
7. Ergebnis nach Steuern 291.250,58 294.555,11
8. Sonstige Steuern 662,00 564,00
9. Jahresüberschuss 290.588,58 293.991,11
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.516.496,11 4.222.505,00
11. Bilanzgewinn 4.807.084,69 4.516.496,11

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1.1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter HRB Nr. 18702 P, unter ihrer Firma Groß Brandenburg GmbH mit Sitz in Brandenburg an der Havel geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. und § 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den Vorschriften des Bilanzrichtliniengesetzes vorgenommen.

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

1.2. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

1.2.1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 II Nr. 1 HGB)

1. 2. 1. 1. Bilanzierungsmethoden (§§ 246 - 251 HGB)

1)

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

2)

Das Saldierungsverbot des § 246 II HGB wurde beachtet.

3)

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

4)

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet. Rechnungsabgrenzungsposten waren anzusetzen, soweit die Voraussetzungen des § 250 HGB vorlagen.

1.2. 1.2. Bewertungsmethoden

1)

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen auch tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen.

2)

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden.

3)

Bei der Bewertung wurde das Prinzip der Vorsicht beachtet. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, soweit sie zum Bilanzstichtag realisiert waren. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

Die Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens erfolgte mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt, wobei erkennbare Einzelrisiken durch entsprechende Abschreibungen berücksichtigt worden sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für notwendig gehalten wurde. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

2. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

2.1. Anlagenspiegel/Abschreibungen Geschäftsjahr (§ 268, II HGB)

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Das gleiche gilt für die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Anlagespiegel (§ 268 Abs. 2 HGB):

Historische Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge zu historischen AHK Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.389,00 0,00 0,00 0,00 10.389,00
II. Sachanlagen:
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.704.942,92 143.320,63 0,00 0,00 13.848.263,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.832.041,73 109.717,42 54.593,83 1.320,00 1.888.485,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.320,00 0,00 0,00 -1.320,00 0,00
15.538.304,65 253.038,05 54.593,83 0,00 15.736.748,87
Summe 15.548.693,65 253.038,05 54.593,83 0,00 15.747.137,87
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.227,00 993,00 0,00 10.220,00
II. Sachanlagen:
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.101.996,92 892.500,63 0,00 11.994.497,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.503.436,73 117.855,42 54.592,83 1.566.699,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.605.433,65 1.010.356,05 54.592,83 13.561.196,87
Summe 12.614.660,65 1.011.349,05 54.592,83 13.571.416,87
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169,00 1.162,00
II. Sachanlagen:
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.853.766,00 2.602.946,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321.786,00 328.605,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.320,00
2.175.552,00 2.932.871,00
Summe 2.175.721,00 2.934.033,00

2. 2. Erläuterung der sonstigen Rückstellungen

(§ 285 Nr. 12 HGB):

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im laufenden Jahr und im Vorjahr im Wesentlichen aus Rückstellungen für Urlaub- und Überstunden, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, ausstehenden Eingangsrechnungen und Personalaufwendungen zusammen.

2. 3. Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gliedert sich wie folgt:

Geschäftsjahr Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 463.131,25 463.131,25 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 13.874,69 13.874,69 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.251.548,87 1.251.548,87 1.000.000,00 0,00
Gesamt 2.728.554,81 1.728.554,81 1.000.000,00 0,00

Zur Sicherung der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber der Groß Präzisionsdrehteile GmbH (T€ 2.252) dienen Sicherungsübereignungen von Maschinen.

Die Verbindlichkeiten stellen sich im Vorjahr wie folgt dar:

Vorjahr Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen 1.030.728,89 1.030.728,89 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.711.450,54 1.431.450,54 1.230.000,00 50.000,00
Gesamt 3.742.179,43 2.462.179,43 1.230.000,00 50.000,00

2. 5. Bilanzgewinn (§ 268 I S. 2 HGB)

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag mit € 4.516.496,11 (Vj. € 4.222.505,00) enthalten.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3. 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3)

Verpflichtungen aus Leasingverträgen bis Laufzeitende € 164.295,99
Mietverpflichtungen € 436.200,00 p. a.

4. Sonstige Angaben

4. 1. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl (§ 285 Nr. 7 HGB):

2023 2022
a) Gewerbliche Arbeitnehmer 99 105
b) Angestellte * 12 10
b) Aushilfen 1 0
112 115

* einschl. Geschäftsführer

4. 2. Geschäftsführer: Thomas Groß, Techniker
Karl-Heinz Fussenegger, Techniker

Von der Schutzklausel des § 286, IV HGB, hinsichtlich der Angabe der Bezüge, wird Gebrauch gemacht.

 

Böhmenkirch, 28. März 2024

Thomas Groß, Techniker

Karl-Heinz Fussenegger, Techniker

Der Abschluss wurde am 15.11.2024 festgestellt.

Lagebericht 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Unser Unternehmen produziert Präzisionsdrehteile für die Automobilindustrie, überwiegend in Lohnfertigung.

Da wir zum größten Teil als reiner Lohnfertiger tätig sind, wird die eigentliche Kundenakquirierung von den Systemlieferanten durchgeführt. Wir stehen regelmäßig in Kontakt mit unseren Kunden, die größtenteils gleichzeitig auch unsere Materiallieferanten sind. Bei immer mehr Teilen beschaffen wir die Rohteile selbst, wobei die Preishoheit größtenteils beim Kunden liegt. Gleichzeitig sind wir bemüht, für neue Kunden außerhalb der Automobil-Zulieferbranche als Systemlieferant tätig zu sein.

2. Forschung und Entwicklung

Eigene Forschung und Entwicklung in Eigenprodukte findet bei uns nicht statt. Lediglich eine ständige Prozessentwicklung wird betrieben (Prozessaudit, Produktaudit).

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war gekennzeichnet durch Absatzschwierigkeiten in der Automobilbranche. Aufgrund der gezahlten Umweltprämie wurden deutlich mehr E-Autos verkauft. Es gibt immer noch ein stark schwankendes Abrufverhalten unserer Kunden. Der Ausbau der Elektroautos hat zwischenzeitlich an Dynamik verloren. Wir bekommen hauptsächlich immer noch Anfragen aus dem Bereich Verbrenner. Deshalb sind größere Einflüsse auf unsere Rahmenbedingungen noch nicht zu erkennen.

2. Geschäftsverlauf

Die Auslastung- ist gegenüber dem Vorjahr gleich-geblieben. Die Abrufe selbst sind jedoch weiterhin sehr schwankend.

3. Lage

a. Ertragslage

Der Umsatz setzt sich aus Eigenfertigung und Lohnfertigung zusammen. Zusätzlich hinzu kam der Umsatz für die Teile, welche wir durch unseren Lohnfertiger in Slowenien bearbeiten lassen.

Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 7 % gestiegen. Grund hierfür ist Stückzahlsteigerung bei Teilen mit Materialeinsatz und somit auch höhere Preise. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 8,2 % gestiegen. Dies lag hauptsächlich an den gestiegenen Energiepreisen. Die Abschreibung ist um 17,7 % % gesunken.

Die Personalkosten sind 2023 aufgrund von Lohnerhöhungen und Sonderzahlungen um rd. 4,7 % gestiegen.

Das Rohergebnis nach § 276 Satz 1 HGB hat sich um rd. 3 % verbessert. Das Jahresergebnis konnte mit 291 T€ auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Wir sind Lohnfertiger von Seriendrehteilen und beliefern nahezu alle namhaften Getriebehersteller. Dies bedeutet, dass wir einen Großteil unserer Rohmaterialien vom Kunden gestellt bekommen und diese in Lohnfertigung bearbeiten. Der Trend der letzten Jahre zeigt jedoch, dass die Verantwortung für das gesamte Drehteil immer mehr auf den Lieferanten übergehen soll. Der Materialanteil und somit der Umsatz werden deshalb weiter steigen.

Für den Großteil unserer Produktion bestehen Rahmenverträge, die teilweise über mehrere Jahre laufen. Selbst ohne Verträge ist ein Wechsel eines Abnehmers während der laufenden Serienproduktion kurzfristig nicht ohne weiteres möglich. Die bestehenden Verträge sind langfristig. Es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Abnehmer (Getriebebauer, Lenkungsbauer), Systemlieferant (Kunde, Rohlingslieferant) und unserem Hause.

b. Finanzlage

Das Unternehmen verfügt über ein Barvermögen von insgesamt 852 T€. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht mehr. Die Erweiterung der Produktion und die dafür notwendigen Investitionen in der Vergangenheit wurden über Darlehen unsere Schwesterfirma, Groß Präzisionsdrehteile GmbH, finanziert. Die Darlehen wurden teilweise mit Sondertilgung reduziert. Der Darlehenstand beträgt 1.975 T€.

c. Vermögenslage

Das Vermögen unserer Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr zurück gegangen (-734 T€). Zusätzlich zu den Darlehensverbindlichkeiten bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten (463 T€) und aus Lohn- und Sozialverbindlichkeiten (277 T€).

Die Kapitalstruktur ist sehr gut. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der Gewinnthesaurierung erhöht (65,5 %). Die Eigenkapitalrendite liegt mit 5 % unter dem Vorjahreswert aber immer noch über dem Kapitalmarktzins.

Das Fremdkapital besteht aus kurzfristigen Verbindlichkeiten für die Lieferungen im Dezember 2023 aus Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung 2023 und aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Darlehensgeber.

Die kurzfristigen Forderungen übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten

Unsere wirtschaftliche Lage kann trotz der Darlehensverbindlichkeiten als gut bezeichnet werden. Da es sich bei den Darlehen um längerfristige Verbindlichkeiten handelt, können diese durch den positiven Cash-Flow getilgt werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzrendite beträgt 1,26 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Umsatzsteigerung durch erhöhten Materialeinsatz verschlechtert. Der Cash Flow beträgt 1.302 T€.

Forderungen/Verbindlichkeiten: die Debitoren übersteigen die Kreditoren um 3.178 T€.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

IV. Prognosebericht

Der Umsatz wird im Jahr 2024 schätzungsweise gleichbleiben, Voraussetzung hierfür ist, dass sich die Umsatzstruktur nicht verändert. Eine genaue Prognose ist jedoch aufgrund der vielen Einflussfaktoren nicht möglich.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Unsere Abnehmer liegen alle im Euro- Raum.

Da wir fast alle Getriebe- und somit auch Kfz-Hersteller beliefern, sind wir nicht von den Absatzzahlen eines Herstellers abhängig. Der weltweite Absatzmarkt für KFZ wird wahrscheinlich eher etwas zurückgehen. Der Anteil an E-Fahrzeugen wird aufgrund des Wegfalls der staatlichen Prämie kaum steigen. Der Anteil an Verbrennungsmotoren wird voraussichtlich stabil bleiben und unser Marktanteil somit auch. Unsere Kapazitätsauslastung wird jedoch weiterhin stark schwanken. Diese Anpassungen werden wir über Lagerbestände und mit Zusatz- bzw. Freischichten kompensieren. Da wir unser Material in Abhängigkeit von Kundenabrufen und nach deren Freigabe bestellen, bestehen keine hohen Abnahmeverpflichtungen.

Wenn die Preise für Energie und sonstige Produkte weiter steigen, können wir diese nicht im vollen Umfang an unsere Kunden weitergegeben. Aufgrund des bestehenden Arbeitskräftemangels wird der Lohnkostendruck ebenfalls steigen. Dies führt zu einer Verschlechterung der Ertragslage.

Den größten Teil unserer Teile liefern wir an sechs Kunden. Die maximale Grenze des Rohertraganteils eines einzelnen Kunden haben wir auf 40 % festgelegt. Dies wurde bisher jedoch noch nie erreicht

Die Liquiditätslage ist wegen des positiven Cash Flow und trotz der hohen Darlehensverbindlichkeiten ausreichend.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten.

Aufgrund der Unternehmensgröße unserer Kunden haben wir kaum Forderungsausfälle. Lediglich die Zahlungsziele werden teilweise überschritten. Dies liegt vielfach an den langen Freigabewegen beim Kunden. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf den Liquiditätsstatus.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen mit Skontoabzug bezahlt. Langfristige Finanzierung erfolgt durch Darlehen unserer Schwesterfirma

Ein Liquiditätsrisiko besteht zurzeit nicht und ist auch für die Zukunft z.Zt. nicht absehbar.

2. Chancenbericht

Die Drehbearbeitung wird bei vielen Kunden immer noch öfter nach außen vergeben, da diese sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren bzw. in den Bereich Elektromobilität investieren. Dadurch können wir den Marktanteil erhöhen, ohne dass der Gesamtmarkt wächst. Da wir bei allen unseren Kunden als A-Lieferant geführt werden, werden wir auch weiterhin neue Anfragen erhalten. Aufgrund unserer Liquiditätslage können wir eine Krise länger überstehen als mancher Mitbewerber. Dadurch ergibt sich eventuell die Möglichkeit, unseren Marktanteil zu erhöhen. Des Weiteren erhalten wir immer mehr Anfragen im Bereich Elektromobilität.

3. Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

Insgesamt betrachten wir die Entwicklung im Jahr 2024/2025 als stabil. Die geplanten Abrufmengen sind auf hohem Niveau, schwanken aber sehr.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund der Eigenkapitalquote von 65,5 % der Bilanzsumme sehen wir keine Risiken.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

Hinweis nach § 328 Abs. 1 Nr. S. 3 HGB

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen geprüften Jahresabschluss zum 31.12.2023.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Groß Brandenburg GmbH, Böhmenkirch:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Groß Brandenburg GmbH, Böhmenkirch - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Groß Brandenburg GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei, insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Göppingen, 14. November 2024

W-P-G Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Helmut Schwarz, Wirtschaftsprüfer

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