Siegwerk Druckfarben AGLiquidiert

53721 Siegburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 6597
Eingetragen
22.8.2002
Branche
Herstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und KittenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Herstellung von Farben, insbsondere für das graphische Gewerbe, und von chemischen Erzeugnissen verschiedenster Art, der Vertrieb und Handel mit derartigen Produkten sowie die Entwicklung und Vermarktung von Druck- und Vervielfältigungsprozessen.

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Ansgar Dr. Nonn
seit 9.12.2002
Vorstandsmitglied
Herbert Georg Forker
seit 22.8.2002
Vorstandsmitglied
Ralf Hildenbrand
seit 22.8.2002
Vorstandsmitglied
Oliver Dr. Wittmann
seit 22.8.2002
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Siegwerk Druckfarben AG

Siegburg

Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2009

Lagebericht 2009

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Positive Ergebnisentwicklung bei rückläufigem Absatz- und Umsatzvolumen

Der Geschäftsverlauf 2009 der Siegwerk Druckfarben AG war durch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise spürbar beeinflusst und in den Geschäftsbereichen uneinheitlich. Während der Absatz im Bereich der Illustrations- und Offsetdruckfarben durch starken Auflagenrückgang bei den Printmedien beeinflusst wurde, konnte trotz sinkendem Konsumindex die Absatzmenge bei den Verpackungsdruckfarben gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht werden. Den sinkenden Umsätzen im Geschäftsjahresverlauf konnte durch striktes Kostenmanagement erfolgreich entgegengewirkt werden. Vor dem Hintergrund der absehbaren wirtschaftlichen Abschwächung hatte der Vorstand bereits im Geschäftsjahr 2008 Maßnahmen eingeleitet, um die Profitabilität der Siegwerk Druckfarben AG auf dem langjährig hohen Niveau zu sichern. Diese Maßnahmen wurden in 2009 konsequent weiterverfolgt und erfolgreich umgesetzt. Somit konnte das Geschäftsergebnis trotz insgesamt rückläufiger Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr noch erhöht werden.

Absatzentwicklung der Gesellschaft konjunkturbedingt rückläufig

Im Jahr 2009 zeigte der gesamte europäische Druckfarbenmarkt eine negative Mengen- und Wertentwicklung. Die einzelnen Marktsegmente zeigen einen einheitlichen Trend bei allerdings unterschiedlich starker negativer Ausprägung. Die Absatzmenge der Siegwerk Druckfarben AG im Geschäftsjahr 2009 war vor diesem Hintergrund gegenüber dem Vorjahr insgesamt ebenfalls rückläufig.

Der Bereich Verpackungsdruckfarben konnte trotz sinkendem Konsumindex und einer schwierigen Marktsituation leichte Mengenzuwächse sowie Zugewinne bei den Marktanteilen erreichen. In den Geschäftsbereichen Illustrationstiefdruckfarben und Rollenoffsetdruckfarben konnten die Absatzmengen des Vorjahres dagegen nicht erreicht werden, die Mengentwicklung verlief dabei in beiden Bereichen besser als der relevante Gesamtmarkt.

Insgesamt ist die Absatzmenge der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 8,2 % zurückgegangen. Damit liegt die Siegwerk Druckfarben AG in ihrer Geschäftsentwicklung oberhalb einer insgesamt negativen Gesamtmarktentwicklung. Der Auslandsanteil am gesamten Absatz hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 60 % erhöht.

Die Absatzmenge für das Geschäftsjahr 2009 verteilt sich insgesamt auf die einzelnen Sparten bzw. Regionen wie folgt:

  

  

Umsatzrückgang durch Absatzrückgang und sinkende Lösemittelpreise bedingt

Die Umsatzerlöse (ohne sonstige Erlöse) reduzierten sich in 2009 gegenüber dem Vorjahr um 10,7 % auf 340,1 Mio. Euro. Diese Umsatzentwicklung ist durch die Mengenreduzierung von 8,2 % und geringere Lösemittelzuschläge gegenüber dem Vorjahr verursacht. Im Printmedienbereich war in den Geschäftsbereichen Illustrationstiefdruck und Rollenoffset die ückläufige Mengenentwicklung prägend. Der Bereich Verpackungsdruckfarben konnte bei leicht steigender Absatzmenge seinen Umsatz aufgrund gefallener Lösemittelpreiszuschläge gegenüber dem Vorjahr nicht halten. Jedoch konnten nahezu alle Segmente bei den Verpackungsdruckfarben Marktanteilsgewinne erreichen.

Die Umsatzverteilung ergab im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls eine leichte Verschiebung vom Inland hin zu den ausländischen Märkten. Im Einzelnen stellt sich die Verteilung der Umsätze in 2009 auf die Geschäftsbereiche und Regionen wie folgt dar:

  

  

Unter Einbeziehung der sonstigen Erlöse beläuft sich der Nettoumsatz der Gesellschaft in 2009 auf 353,6 Mio. Euro, was einer Reduzierung gegenüber dem Vorjahr um 36,6 Mio. Euro bzw. 9,4 % entspricht.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit trotz sinkender Umsätze gesteigert

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Siegwerk Druckfarben AG konnte gesteigert werden, obwohl der Umsatz spürbar unter dem Vorjahr liegt. Das schwierige Marktumfeld hat ein nochmals intensiviertes Kostenmanagement ausgelöst. Eine hohe Kostendisziplin ermöglichte es, die Umsatzreduzierungen und die damit verbundenen Margenverluste im Ergebnis mehr als zu kompensieren.

Dem Umsatzrückgang von 9,4 % auf 353,6 Mio. Euro stehen im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 % reduzierte Herstellungskosten zum Umsatz in Höhe 243,9 Mio. Euro gegenüber. Die Rohstoffkosten konnten zum Einen aufgrund der Entspannung der Preissituation auf dem Rohölmarkt, zum Anderen aufgrund fortgesetzter Maßnahmen im Rohstoffkostenmanagement reduziert werden. Die Materialkosten wurden insgesamt um 31,8 Mio. Euro bzw. 14,1 % auf einen Wert von 194,6 Mio. Euro reduziert. Die sonstigen Herstellungskosten konnten durch Kostensenkungsprogramme ebenfalls reduziert werden. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist vor diesem Hintergrund um 4,1 Mio. Euro bzw. 3,5 % gegenüber dem Vorjahr gesunken und beläuft sich auf 109,6 Mio. Euro. Die Bruttomarge vom Umsatz beträgt 31,0 % nach 29,1 % in 2008. Die betrieblichen Aufwendungen wurden im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mio. Euro bzw. 3,2 % auf 85,5 Mio. Euro reduziert. Der erfolgreiche Abschluss der dem Erwerb des Verpackungsdruckfarbengeschäftes von SICPA nachfolgenden Restrukturierung- und Integrationsaktivitäten führte ebenfalls zu geringeren Aufwendungen in 2009. Das Finanzergebnis zeigt gegenüber dem Vorjahr eine erneute Verbesserung um 2,5 Mio. Euro auf -2,4 Mio. Euro. Durch die sehr positive Cash Flow Performance und damit einhergehende deutliche Reduzierung der Bankverbindlichkeiten konnten die Zinsbelastungen bei zudem gesunkenen Zinssätzen um 5,8 Mio. Euro gesenkt werden. Die positiven Kosteneffekte und die positive Entwicklung des Finanzergebnisses überkompensieren die leicht negative Entwicklung beim Bruttoergebnis und führen zu einer positiven Entwicklung des Geschäftsergebnisses.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Finanzergebnis) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 1,2 Mio. Euro bzw. 4,8 % auf 24,1 Mio. Euro. Dies ist in Anbetracht einer äußerst schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation sowie im kritischen Branchenumfeld, das auch den Umsatzrückgang von 9,4 % ausgelöst hat, als Erfolg zu bewerten.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte aufgrund der positiven Entwicklung des Finanzergebnisses sogar um 1,3 Mio. Euro auf 21,7 Mio. Euro gesteigert werden. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 13,9 Mio. Euro und wurde gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 1,3 Mio. Euro gesteigert.

Die Maßnahmen zur Sicherung der Profitabilität, die schon im Geschäftsjahr 2008 eingeleitet wurden, sind im Verlauf des Jahres 2009 weiter intensiviert worden und werden in 2010 fortgeführt. Resultierend hieraus werden weitere Kostensenkungsmaßnahmen identifiziert, um eine weiterhin erfolgreiche Geschäftsentwicklung zu gewährleisten.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Investitionen in Höhe von 13,8 Mio. Euro getätigt (Vorjahr 8,6 Mio. Euro). Hier sind insbesondere Ersatzinvestitionen in der Produktion und der Ausbau der ERP-Software hervorzuheben, die die Optimierung des Netzwerkes der europäischen Produktionsstandorte im Verpackungsfarbenbereich der Siegwerk-Gruppe unterstützen wird.

Bilanz und Liquiditätsbetrachtung

Deutlich reduzierte Nettofinanzverschuldung und erhöhte Eigenkapitalquote

Die Bilanzsumme der Siegwerk Druckfarben AG ist gegenüber dem Vorjahr um 63,2 Mio. Euro bzw. 11,9 % auf 466,2 Mio. Euro gesunken.

Die Verminderung der Bilanzsumme ist wesentlich durch die Reduzierung der Finanzanlagen bedingt. Im Geschäftsjahr wurden langfristige Darlehen verschiedener Tochtergesellschaften aufgrund deren erfolgreicher Geschäftsentwicklung in Höhe von 60,9 Mio. Euro an die Siegwerk Druckfarben AG zurückgeführt. Dem gegenüber standen im Zuge des Wachstums von Tochtergesellschaften vollzogene Kapitalerhöhungen, die zum Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 31,4 Mio. Euro geführt haben. Hierdurch wird die Marktposition verschiedener Tochtergesellschaften insbesondere in den Märkten mit hohen Wachstumsraten weiter gestärkt und ausgebaut.

Die Sachanlagen sind aufgrund einer kontrollierten Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr um 4,0 Mio. Euro gesunken.

Die Vorratsbestände wurden gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Mio. Euro reduziert. Diese Verbesserung konnte durch ein striktes und kontinuierliches Bestandsmanagement erreicht werden. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen konnte signifikant gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 12,6 Mio. Euro auf 21,7 Mio. Euro, wozu neben reduzierten Rohstoffbeständen eine weiter optimierte Vereinbarung und Ausnutzung von Skontobedingungen bei Lieferanten wesentlich beigetragen hat. Das Working Capital insgesamt konnte gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Mio. Euro auf 44,4 Mio. Euro reduziert werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken wurden im Wesentlichen aufgrund der erhöhten Rückführungen von Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 55,5 Mio. Euro auf 203,0 Mio. Euro reduziert. Die Nettofinanzverschuldung reduzierte sich um 42,5 Mio. Euro auf 194,5 Mio. Euro. Die Gesellschaft hat damit im Geschäftsjahr 2009 einen Free Cash Flow (vor Dividenden) bereinigt um Effekte aus dem Verbundbereich und um Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften u in Höhe von 25,9 Mio. Euro erwirtschaftet. Somit hat die Gesellschaft - nach analoger Bereinigung - in den letzten zwei Geschäftsjahren einen Netto Cashflow (vor Dividenden) von 57,6 Mio. Euro generiert. Dies stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorjahren dar und reflektiert die erfolgreichen Integrations- und Restrukturierungsmaßnahmen nach dem Erwerb des Verpackungsdruckfarbenbereiches von SICPA im Geschäftsjahr 2005.

Das Eigenkapital der Siegwerk Druckfarben AG ist um 8,9 Mio. Euro auf 185,9 Mio. Euro angestiegen. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 39,9 % und einer Steigerung um 6,5 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr. Einer unverändert soliden Kapitalstruktur des Unternehmens wird auch zukünftig große Bedeutung beigemessen.

Ausblick zu Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Wirtschaftskrise beeinflusst Marktentwicklung absehbar auch in 2010

Das Geschäftsjahr 2009 stand im Zeichen der globalen Wirtschaftskrise und stellte hohe Ansprüche an die operative Steuerung der Siegwerk Druckfarben AG, die als Holding-Gesellschaft und größte operative Einheit der Unternehmensgruppe für die Siegwerk-Gruppe eine maßgebliche Bedeutung hat. Die vom Vorstand bereits im Geschäftsjahr 2008 eingeleiteten, den Effekten aus der Wirtschaftskrise gegensteuernden Maßnahmen sowie deren erfolgreiche Umsetzung in 2009 führten zu einer weiteren Stärkung der Profitabilität. Hierdurch konnte das hohe Ergebnisniveau der Siegwerk Druckfarben AG im Geschäftsjahr noch ausgebaut werden.

Die seit einigen Jahren durch den Vorstand konsequent verfolgte Neuausrichtung und Fokussierung der Siegwerk-Gruppe auf den Schwerpunkt Verpackungsdruckfarben hat sich gerade im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise als strategisch richtig erwiesen. Durch Zukäufe in diesem Bereich in den Jahren 2003 und 2005 wurde der Grundstein gelegt, um den Geschäftsbereich Verpackungsdruckfarben nachhaltig auszubauen und die Unternehmensgruppe von konjunkturellen Schwankungen unabhängiger zu machen sowie die Möglichkeit für nachhaltiges globales Wachstum zu eröffnen.

Die Portfolioverschiebung erweist sich nun im Zuge der aktuell rückläufigen Absatzmengen bei Illustrationstiefdruck- und Rollenoffsetfarben und den daraus resultierenden Einbußen im Ergebnis als nachhaltig richtiger Strategiewechsel. Durch die stabilere Absatzsituation und den höheren Mengenanteil der Verpackungsdruckfarben in der Gesellschaft können die negativen Effekte aus dem Bereich der Druckfarben für Printmedien kompensiert werden. Diese Strategie wird die Position der Gesellschaft marktseitig weiter festigen und zu einer weiterhin erfolgreichen Entwicklung in den nächsten Jahren beitragen.

Der Gesellschaft und den mit ihr verbundenen Unternehmen stellen sich in den einzelnen Geschäftsfeldern die folgenden wesentlichen Herausforderungen:

Die im Geschäftsjahr 2008 implementierte neue Organisationsstruktur im europäischen Verpackungsdruckfarbengeschäft realisierte kürzere und schnellere Entscheidungswege, verkürzte Reaktionszeiten auf technologische und wirtschaftliche Marktveränderungen sowie eine insgesamt noch effizientere Geschäftssteuerung. Die neue Organisationsstruktur trug im Geschäftsjahr 2009 wesentlich zu der positiven Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereiches bei. Schnelle Reaktionszeiten und hohe Effizienz stellen für 2010 unverändert die wesentlichen Marktanforderungen dar. Hierbei gilt es, die Balance zu halten zwischen der Fokussierung auf die Wachstumsmärkte zur Realisierung des angestrebten profitablen Wachstums und der Weiterverfolgung permanenter Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Die prognostizierte Rohstoffkostenentwicklung für 2010 zeigt eine gegenüber dem Vorjahr wieder steigende Tendenz auf und wird somit absehbar wesentlichen Einfluss auf die Profitabilität des Geschäftsbereichs haben. Hierdurch bedingt muss das Kostenmanagement stringent fortgeführt werden, damit Abweichungen von der Geschäftsplanung frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen umgesetzt werden können. Die am Standort in Siegburg in 2009 realisierte positive Mengenentwicklung soll im Jahr 2010 und den Folgejahren ausgebaut werden. Darüber hinaus werden die Aktivitäten im Lean Management fortgeführt und weitere u auch effizienzsteigernde f Investitionen im Bereich Supply Chain realisiert.

Das Siegwerk nimmt als einer der drei führenden Anbieter im Bereich des Illustrationstiefdruckes unverändert eine gefestigte Marktposition ein. Die rückläufige Mengenentwicklung in 2009 bei gleichzeitig rückläufigen Produktpreisen zeigt auf, welche massiven Effekte die Wirtschaftskrise ausgelöst hat. Die derzeitige Umsatzentwicklung deutet darauf hin, dass der negative Trend des Jahres 2009 zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 noch nicht umgekehrt werden konnte. Diese Faktoren werden die Rahmenbedingungen für den Geschäftsbereich in 2010 voraussichtlich weiter spürbar beeinflussen. Aus diesem Grund sind weitere Maßnahmen notwendig, um den Geschäftsbereich weiterhin auf einem hohen Profitabilitätsniveau zu halten. Die Vorteile des integrierten Produktionsstandortes und die daraus resultierenden logistischen Abläufe führen zu einer bereits sehr effizienten Nutzung der Ressourcen am Standort Siegburg. Diese werden in 2010 durch die Fortführung des Lean-Managements weiter ausgebaut. Hierdurch wird eine noch effizientere sowie kostenoptimierte Produktions- und Logistikstruktur möglich. Die hohe Qualitätskonstanz wird dabei unverändert im Fokus stehen.

Die Marktposition im Bereich des Rollenoffset konnte im Geschäftsjahr 2009 weiter gefestigt werden, da die Mengenentwicklung des Geschäftsbereichs leicht oberhalb der Marktentwicklung lag. Dieser positive Trend soll in 2010 und den Folgejahren weiter ausgebaut werden. Die seit Jahren erfolgreiche Wachstumsstrategie, die lediglich durch die schwierigen Marktbedingungen in 2009 unterbrochen wurde, wird daher in ihrem strategischen Ansatz unverändert fortgeführt. Die derzeitige Mengenentwicklung bestätigt diese Einschätzung. Jedoch zeigen die Prognosen hinsichtlich der Rohstoffkostenentwicklung für das laufende Geschäftsjahr einen negativen Trend an. Daher werden ein erfolgreiches Rohstoffkostenmanagement, eine effiziente Ausschöpfung der Produktionsressourcen sowie die weitere Optimierung der Produktionsprozesse neben den weiteren Expansionsbestrebungen im Vordergrund der Aktivitäten im Bereich Rollenoffsetfarben stehen. Diese Maßnahmen haben zum Ziel, neben dem angestrebten weiteren Wachstum die Profitabilität des Geschäftsbereiches weiter auszubauen.

Risiken und Chancen unter Berücksichtigung der aktuellen Wirtschaftskrise

Die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf das eigene Marktumfeld stellen für die Siegwerk-Gruppe absehbar auch im Geschäftsjahr 2010 eine große Herausforderung dar. Die vor diesem Hintergrund bereits im Geschäftsjahr 2008 eingeleiteten und seither fortgeführten Maßnahmen sollen die Profitabilität der Siegwerk Druckfarben AG auf dem seit vielen Jahren erzielten hohen Niveau nachhaltig sichern. Diese frühzeitigen Maßnahmen haben bereits wesentlich zu dem in 2009 erzielten Geschäftserfolg beigetragen. Die entsprechenden Aktivitäten werden in 2010 strikt und kontinuierlich weiterverfolgt.

Marktseitig liegt der Fokus der Siegwerk Druckfarben AG auch zukünftig vor allem auf dem Ausbau und der weiteren Intensivierung der Kundenbeziehungen. Die Gesellschaft sieht sich hier nicht nur als Lieferant, sondern operativen wie strategischen Partner. Nur so kann ein flexibles und schnelles Agieren auf Kundenbedürfnisse und eine langfristig ausgerichtete Kundenbeziehung sichergestellt werden. Hierbei ist auch die unveränderte und kontinuierliche Entwicklung von neuen Produktinnovationen eine entscheidende Grundlage für die positive Geschäftsentwicklung. Vor diesem Hintergrund sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unverändert zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie und -strategie. Mehr als 20 % der Belegschaft der Siegwerk Druckfarben AG sind in diesen Bereichen tätig und verschaffen dem Unternehmen langfristige Wettbewerbsvorteile insbesondere im Hinblick auf Technologie und Kundenbindung.

Die kombinierte Strategie aus hoher Kundenfokussierung und ausgeprägtem Kosten- und Effizienzbewusstsein stellt aus Sicht des Vorstands die wesentliche Basis für die Realisierung weiteren profitablen Wachstums dar. Darüber hinaus ermöglicht diese Strategie aus der Wirtschaftskrise gestärkt hervorzugehen und die Wettbewerbsposition auszubauen.

Der weitere Verlauf der Wirtschaftskrise ist kaum prognostizierbar, was jegliche Planung für die zukünftige Geschäftsentwicklung gegenüber normalen Umständen deutlich erschwert. Die Gesellschaft hat darauf im Geschäftsjahr 2009 mit der regelmäßigen Erarbeitung aktueller Szenariorechnungen reagiert, um eine kurzfristigere Steuerung zu ermöglichen und jederzeit weitere Gegenmaßnahmen initiieren zu können. Da sich dieses Vorgehen bewährt hat, wird es im Geschäftsjahr 2010 fortgeführt.

Zu den weiteren Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, gehören unverändert die Abhängigkeit der Farbproduktion von bestimmten Einsatzstoffen sowie mögliche Konsequenzen aus einer intensiveren Diskussion um den zukünftigen Einsatz von Toluol als Lösemittel in Illustrationstiefdruckfarben. Neben kontinuierlich wirkenden Maßnahmen zur Qualitätskontrolle und permanenten Aktivitäten zwecks Identifizierung und Einsatz von Alternativrohstoffen wie auch Alternativlieferanten steht mit HOTTECH gleichzeitig ein technologisches Ersatzkonzept unter Vermeidung des Einsatzes von Toluol zur Verfügung.

Zusammenfassend bestehen für 2010 und die nachfolgenden Geschäftsjahre aus Sicht des Vorstandes trotz und aufgrund eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds gute Voraussetzungen und Chancen für den Ausbau der eigenen Wettbewerbsposition d verbunden mit weiterem internationalem und profitablem Wachstum. Die erfolgreiche Strategie der letzten Jahre wird daher ergänzt um die erläuterten Maßnahmen im Hinblick auf die aus der Wirtschaftskrise resultierenden Erfordernisse fortgeführt.

Für das Geschäftsjahr 2010 strebt die Gesellschaft eine gegenüber dem Vorjahr zumindest stabile Absatzmenge an. Drohende Margenverluste in Teilbereichen sollen durch Zuwächse in anderen Bereichen sowie durch striktes Kostenmanagement so weit wie möglich kompensiert werden. Vor diesem Hintergrund wird ein Ergebnis etwa auf dem Niveau des Vorjahres angestrebt. Die aktuelle Absatz- und Umsatzentwicklung im Bereich der Illustrationstiefdruckfarben kann hier zu einem im Jahresverlauf spürbar negativen Einfluss auf die genannte Zielsetzung führen. Andererseits lässt die aktuelle Geschäftsentwicklung im Bereich der Verpackungsdruckfarben und Rollenoffsetdruckfarben eine erfolgreiche Kompensation der negativen Einflüsse aus dem Bereich Illustrationstiefdruckfarben als realistisch erreichbar erscheinen.

Insgesamt übersteigen die vorhandenen Chancen die möglichen Risiken weiterhin deutlich. Vor diesem Hintergrund ist der Vorstand der Siegwerk Druckfarben AG davon überzeugt, die sich bietenden Entwicklungspotenziale im Zusammenwirken mit allen Beteiligten erfolgreich nutzen und gestalten zu können.

Seit dem Abschlussstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

 

Siegburg, 19. Februar 2010

Herbert Forker

Ralf Hildenbrand

Daniel Frederick McDowell

Dr. Ansgar Nonn

Hugo Noordhoek Hegt

Dr. Oliver Wittmann

Erklärung:

Hinsichtlich der Rechtsgeschäfte und Maßnahmen mit verbundenen Unternehmen erklärt der Vorstand, dass die Gesellschaft nach den zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannten Umständen bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt wurde.

 

Siegburg, 19. Februar 2010

Herbert Forker

Ralf Hildenbrand

Daniel Frederick McDowell

Dr. Ansgar Nonn

Hugo Noordhoek Hegt

Dr. Oliver Wittmann
  

Bilanz
zum 31. Dezember 2009

Aktiva

EUR EUR 31.12.2008
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 7.151.564 3.552.228
2. Software 3.504.665 2.590.579
3. Geleistete Anzahlungen 939.008 1.077.270
11.595.237 7.220.077
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 37.256.873 38.296.800
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.560.131 19.715.670
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.914.384 6.751.446
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.158.029 1.136.145
61.889.417 65.900.061
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 199.758.145 168.392.177
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 80.201.210 141.083.050
3. Langfristige Forderungen an Kunden 1.346.220 1.391.404
4. Sonstige Ausleihungen 1.047.361 1.229.430
5. Rückdeckungsansprüche 2.982.439 2.343.308
285.335.375 314.439.369
358.820.029 387.559.507
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.292.646 21.291.885
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.994.306 5.886.257
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.093.415 5.266.729
29.380.367 32.444.871
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.793.832 54.123.603
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.205.607 27.584.557
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.417.328 5.364.483
68.416.767 87.072.643
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.503.736 21.460.061
106.300.870 140.977.575
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.037.580 865.579
466.158.479 529.402.661

Passiva

EUR EUR 31.12.2008
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Stimmrechtsaktien 50.000.000 50.000.000
II. Kapitalrücklage 70.229.158 70.229.158
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 4.704.702 4.008.471
IV. Bilanzgewinn 60.926.833 52.698.434
185.860.693 176.936.063
B. Passivischer Ausgleichsposten 1.374.974 694.273
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 19.533.045 18.690.543
2. Steuerrückstellungen 1.847.457 458.111
3. Sonstige Rückstellungen 19.386.906 16.084.941
40.767.408 35.233.595
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 203.000.000 258.500.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.735.693 34.252.450
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.797.237 16.077.380
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.591.830 7.707.545
davon aus Steuern EUR 1.468.384 (Vj. EUR 1.189.193)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 80.385 (Vj. EUR 16.300)
238.124.760 316.537.375
E. Rechnungsabgrenzungsposten 30.644 1.355
466.158.479 529.402.661

  

Gewinn- und Verlustrechnung
für 2009

EUR EUR 2008
EUR
1. Umsatzerlöse 353.569.750 390.188.711
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 243.941.552 276.535.138
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 109.628.198 113.653.573
4. Vertriebskosten 33.008.949 34.787.990
5. Kosten für Anwendungstechnik 17.869.366 17.065.143
6. Allgemeine Verwaltungskosten 40.648.094 37.247.123
7. Sonstige betriebliche Erträge 8.327.938 6.037.987
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.815.269 3.301.460
9. Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen 515.781 1.985.778
85.529.521 88.349.507
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.926.650 5.384.979
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.899.113 (Vj. EUR 5.345.027)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 983.507 3.816.133
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 741.984 (Vj. EUR 1.321.463)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.356.832 14.112.498
davon an verbundene Unternehmen EUR 294.683 (Vj. EUR 233.084)
- 2.446.675 - 4.911.386
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 21.652.002 20.392.680
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.554.814 7.637.591
15. Sonstige Steuern 172.558 97.296
7.727.372 7.734.887
16. Jahresüberschuss 13.924.630 12.657.793
17. Gewinnvortrag 47.698.434 40.673.531
18. Einstellung in die gesetzliche Rücklage - 696.231 - 632.890
19. Bilanzgewinn 60.926.833 52.698.434

  

Anhang
zum Jahresabschluss 2009

der Siegwerk Druckfarben AG

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Angaben zur Bilanz

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt.

Die Gliederung der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 bzw. 275 Abs. 3 HGB.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldenpositionen trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Die Umrechnung von Bilanzpositionen in Fremdwährung erfolgte zum jeweiligen Kurs des Anschaffungstages oder zum niedrigeren (Aktiva) bzw. höheren (Passiva) Mittelkurs vom 31. Dezember 2009.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten, vermindert um die kumulierten Abschreibungen. Abschreibungen erfolgen sowohl linear als auch, soweit steuerlich weiterhin zulässig, degressiv und werden auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Auf Zugänge des beweglichen Anlagevermögens wurde die Jahresabschreibung ab dem Zugangsmonat zeitanteilig verrechnet. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 Euro sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 Euro bis 1.000,00 Euro, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 % p.a., beginnend in dem Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens umfassen im Wesentlichen Lieferrechte aus Rahmenverträgen mit Kunden, von verbundenen Unternehmen erworbene Kundenstämme sowie Software und die dazugehörigen Eigenleistungen.

Die Finanzanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten - vermindert um die kumulierten außerplanmäßigen Abschreibungen im Fall einer dauerhaften Wertminderung - bilanziert. Die Tilgung der langfristigen Forderungen an Kunden wird - unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise - dem Bonusaufwand zugeordnet, da die Amortisation im Regelfall aus Bonusansprüchen geleistet wird. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem Aktivwert laut den Bestätigungen der Allianz Lebensversicherungs-AG sowie der Schweizerischen Lebensversicherungs- und Rentenanstalt ausgewiesen. Wegen ihres langfristigen Charakters und des Verwendungszusammenhanges mit den in den Pensionsrückstellungen ausgewiesenen langfristigen Verpflichtungen des Unternehmens erfolgt der Ausweis der Rückdeckungsversicherungen unter den Finanzanlagen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten unter Beachtung der Grundsätze der verlustfreien Bewertung aktiviert. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich insbesondere aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben können, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihren Anschaffungskosten - vermindert um notwendige Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken - angesetzt. Für Kundenskonto wurde eine angemessene, differenzierte Wertberichtigung auf Inlandsforderungen und auf Auslandsforderungen (ohne einzelwertberichtigte Forderungen) vorgenommen. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für Zinsverluste und Mahnkosten wurde ebenfalls eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne einzelwertberichtigte und skontoberichtigte Forderungen) gebildet.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten bilanziert.

Außer einer Forderung im Verbundbereich in Höhe von 2,3 Mio. Euro mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen keine weiteren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr im Umlaufvermögen. Im Vorjahr bestanden keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf 1.038 Tsd. Euro. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Ausgaben für Wartungsverträge, Abzinsungen auf Lieferrechte und Versicherungsvorauszahlungen enthalten.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 50,0 Mio. Euro; es ist in 50 Mio. Stück auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt, die zu 100 % im Eigentum der Siegwerk Beteiligung GmbH mit Sitz in Siegburg stehen. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB enthält einen Betrag von 70.229 Tsd. Euro. Gemäß § 150 AktG wurden im Geschäftsjahr 696 Tsd. Euro in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

Im Zusammenhang mit der Akquisition des PIBU Geschäftsbereiches der SICPA-Gruppe im Geschäftsjahr 2005 wurde im Geschäftsjahr 2008 eine nachträgliche anteilige Kaufpreisrückerstattung vereinnahmt. Da diese die betroffenen Beteiligungswerte überstieg, wurde im Vorjahr ein passiver Sonderausgleichposten in Höhe von 694 Tsd. Euro gebildet. Dieser erhöhte sich im Geschäftsjahr aufgrund von weiteren Erstattungen auf 1.375 Tsd. Euro.

Dem Ansatz der Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, die unter Verwendung der Richttafeln 2005G nach Dr. Heubeck sowie eines Rechnungszinses von 6 % p.a. erstellt wurden. Der steuerlich höchstzulässige Wertansatz beträgt 18.324 Tsd. Euro.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen ist mit 928 Tsd. Euro bilanziert. Dem Ansatz liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde, das unter Verwendung der Richttafeln 2005G nach Dr. Heubeck sowie eines Rechnungszinses von 5,5 % p.a. erstellt wurde. Die steuerlich höchstzulässige Rückstellung beträgt 697 Tsd. Euro.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde unter Verwendung der Richttafeln 2005G nach Dr. Heubeck und unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 4 % p.a. handelsrechtlich in Höhe von 2.319 Tsd. Euro gebildet. Die Rückstellung umfasst die Mitarbeiter, mit denen die Siegwerk Druckfarben AG eine Vereinbarung zur Altersteilzeit geschlossen hat. Der steuerlich höchstzulässige Wert beträgt 1.233 Tsd. Euro.

Die übrigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sind nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen ermittelt. In ihnen sind insbesondere Bonusrückstellungen für Kunden, Rückstellungen für erfolgsabhängige Lohn- & Gehaltszahlungen, für ausstehende Rechnungen, für Zinsen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie für Abfindungen an Handelsvertreter enthalten.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen, Rentenverpflichtungen mit dem Barwert angesetzt.

Von den Bankverbindlichkeiten in Höhe von 203,0 Mio. Euro haben 10,0 Mio. Euro eine Fälligkeit von unter einem Jahr (im Vorjahr: 55,5 Mio. Euro) und 193,0 Mio. Euro eine Fälligkeit zwischen einem und fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren in Höhe von 1.513 Tsd. Euro (im Vorjahr: 841 Tsd. Euro) enthalten. Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von 45 Tsd. Euro (im Vorjahr: 127 Tsd. Euro).

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Netto-Umsatzerlösen in Höhe von 353,6 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus dem Verkauf von Druckfarben und Druckhilfsmitteln an in- und ausländische Abnehmer.

Die Netto-Umsatzerlöse verteilen sich nach Regionen wie folgt (in Mio. Euro):

Netto-Umsatz gesamt 353,6
davon:
EU 287,1
Europa (ohne EU) 38,6
Amerika 9,1
Asien & sonstige 18,8

Die Netto-Umsatzerlöse verteilen sich nach Sparten wie folgt (in Mio. Euro):

Netto-Umsatz gesamt 353,6
davon:
Illustrationstiefdruckfarben 70,8
Offsetdruckfarben 76,1
Verpackungsdruckfarben 193,2
sonstige Erlöse 13,5

Die sonstigen Erlöse umfassen Erlöse aus Konzernverrechnungen.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen enthalten insbesondere:

Materialaufwand

Fertigungskosten für die Herstellung von Halb- und Fertigfabrikaten

Energiekosten

Instandhaltung

Personalkosten der Produktion

Kosten der Fertigungsstätten

Abschreibung der Betriebseinrichtungen

Fertigungsgemeinkosten

Materialgemeinkosten

Die Vertriebskosten enthalten insbesondere:

Personalaufwand des Vertriebs

Provisionen für Vertreter

Frachtkosten

Versandkosten

Vertreterabfindungen

Einzelwertberichtigungen auf Forderungen

Sonstige

Die Einzelwertberichtigungen sind im Berichtsjahr ein Teil der Vertriebskosten und belaufen sich auf 1.614 Tsd. Euro. Im Vorjahr beliefen sich die Einzelwertberichtigungen auf 862 Tsd. Euro und wurden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Anwendungstechnikkosten enthalten insbesondere:

Personalaufwand der Anwendungstechnik

Abschreibung der Laboreinrichtungen

Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten insbesondere:

Personalaufwand des Administrationsbereichs

Sonstige

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten 1.002 Tsd. Euro aus Währungskursgewinnen, periodenfremd sind 393 Tsd. Euro aus der Auflösung von Wertberichtigungen und 3.513 Tsd. Euro aus der Auflösung von Rückstellungen. Darüber hinaus wurden Restrukturierungskosten aus dem Vorjahr in Höhe von 1.391 Tsd. Euro an die Tochtergesellschaften weiterbelastet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Währungskursverluste in Höhe von 1.368 Tsd. Euro.

Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen:

Im Rahmen der Konzernrestrukturierung zur Integration des in 2005 zugekauften PIBU Geschäftsbereiches der SICPA-Gruppe entstanden im Geschäftsjahr 2009 Aufwendungen in Höhe von 516 Tsd. Euro (im Vorjahr: 1.986 Tsd. Euro). Diese beinhalten im Wesentlichen Beratungskosten.

Die sonstigen Pflichtangaben nach § 285 Nr. 8 HGB:

Materialaufwand:

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren des Geschäftsjahrs lagen bei 194.600 Tsd. Euro (Vj. 226.413 Tsd. Euro).

Personalaufwand:

a) Löhne und Gehälter 59.257 Tsd. Euro (Vj. 54.949 Tsd. Euro);

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.571 Tsd. Euro (Vj. 10.626 Tsd. Euro), davon für Altersversorgung 3.426 Tsd. Euro (Vj. 2.370 Tsd. Euro).

Steuern:

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Steuerrückstellungen für das abgelaufene Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der bereits im Geschäftsjahr geleisteten Vorauszahlungen gebildet.

III. Weitere Angaben zum Jahresabschluss

1. Aufstellung des Anteilbesitzes der Siegwerk Druckfarben AG nach § 285 Nr. 11 HGB:

Verbundene Unternehmen WE Anteilsbesitz Eigenkapital * in TWE Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag * in TWE
Siegwerk Australia Pty. Ltd., Derrimut / Australien AUD 100 % 400 33.281
Siegwerk Benelux N.V., Bornem / Belgien EUR 100 % 21.406 5.410
Siegwerk Finland Oy, Nokia / Finnland EUR 100 % 4.756 - 1.540
Siegwerk France S.A., Annemasse / Frankreich EUR 100 % 16.063 - 4.550
Siegwerk Backnang GmbH, Backnang / Deutschland EUR 100 % 5.703 2.889
Siegwerk Centroamerica S.A., Guatemala City CA / Guatemala GTQ 100 % 19.496 2.075
Siegwerk Italy SpA, S. Pietro Mosezzo / Italien EUR 100 % 2.474 - 1.084
Siegwerk Malaysia Sdn Bhd, Johor Baru / Malaysia MYR 100 % - 7.212 112
Siegwerk Mexico S.A. de C.V., Mexico / Mexiko MXN 100 % 222.691 37.076
Siegwerk New Zealand Ltd., East Tamaki / Neuseeland NZD 100 % 311 226
Siegwerk Singapore Pte. Ltd., Singapur / Singapur SGD 100 % 15.501 618
Siegwerk South Africa (Pty.) Ltd., Germinston / Südafrika ZAR 100 % 21.731 - 3.178
Siegwerk West Africa Ltd., Ibadan / Nigeria NGN 80 % 217.085 46.463
Siegwerk (Asia Pacific) Pte. Ltd., Singapur / Singapur SGD 100 % - 3.334 - 1.704
Siegwerk Spain S.A., Madrid / Spanien EUR 100 % 4.982 805
Siegwerk Scandinavia AB, Malmö kommun / Schweden SEK 100 % 22.794 5.984
Siegwerk Samutprakarn (Thailand) Ltd., Samutprakorn / Thailand THB 100 % 126.011 3.573
Siegwerk UK Ltd., Haydock / Großbritannien GBP 100 % 447 376
Siegwerk Canada Inc., Prescott / Kanada CAD 100 % 767 63
Siegwerk Switzerland AG, Bargen / Schweiz CHF 100 % 9.877 483
Siegwerk International (Holding) AG, Bargen / Schweiz CHF 100 % 242.115 146
Siegwerk Switzerland (Holding) AG, Bargen / Schweiz CHF 100 % 146.803 775
Siegwerk Argentina S.A., Buenos Aires / Argentinien ARS 100 % 12.434 - 26.636
Siegwerk Poland Marki Sp.z o.o., Marki / Polen PLN 100 % 24.796 14.397
PT. Siegwerk Indonesia, Tangerang / Indonesien IDR 100 % 119.672.179 19.303.736
Siegwerk Chile S.A., Santiago / Chile CLP 100 % 9.301 38.216
OOO Siegwerk, St. Petersburg / Russland RUB 100 % 172.725 38.319
Siegwerk Colombia Ltda., Santafe de Bogota / Kolumbien COP 100 % 6.875.956 133.941
Siegwerk Holding (Thailand) Ltd., Samutprakorn / Thailand THB 100 % - 708 - 92
Siegwerk Holding Luxembourg S.A., Luxemburg / Luxemburg EUR 100 % 70.590 5.903
Siegwerk Shanghai Ltd., Shanghai / China CNY 100 % 46.859 48.746
Siegwerk Philippines Inc., Makati City / Philippinen PHP 100 % - 1.146 - 442
OOO Siegwerk St. Petersburg, St. Petersburg / Russland RUB 100 % 248.021 116.299
Siegwerk Baski Mürekkepleri San. ve Tic. A.S., Istanbul / Türkei TRY 100 % 6.260.438 1.786.332
Siegwerk El Salvador, S.A. de C.V., San Salvador / El Salvador USD 100 % - 127 - 48
Siegwerk India Private Ltd., Neu Delhi / Indien INR 100 % 969.297 208.199
Siegwerk India International GmbH, Siegburg / Deutschland EUR 100 % 24 - 1
Siegwerk Brasil Industria de Tintas Ltda., Jandira / Brasilien BRL 100 % 14.944 - 778
Siegwerk Service GmbH, Siegburg / Deutschland EUR 100 % 18 0
Siegwerk Portugal, Unipessoal Lda., Venda do Pinheiro / Portugal EUR 100 % 2.106 692
Siegwerk North American Holdings, Inc., Wilmington, Delaware / USA USD 100 % 54.066 111
Siegwerk Alpha GmbH, Siegburg / Deutschland EUR 100 % 42 0
Siegwerk (Thailand) Ltd., Samutprakorn / Thailand THB 100 % 75.112 44.237
Siegwerk Publication Industria e Comercio de Tintas Graficas Ltda., Rio de Janeiro / Brasilien BRL 100 % - 1.195 292
Siegwerk International GmbH, Siegburg / Deutschland EUR 100 % 19 0
Siegwerk Publication USA, Inc., Lynchburg / USA USD 100 % 11.010 85
Siegwerk USA Co., Des Moines, Iowa / USA USD 100 % 25.911 3.814
Siegwerk Holdings LLC, Wilmington, Delaware / USA ** USD 100 % 0 0
Siegwerk USA Inc., Des Moines, Iowa / USA** USD 100 % 16.386 2.952
Siegwerk USA Minneapolis Inc., Des Moines, Iowa / USA** USD 100 % 10.950 1.954

*) Werte gemäß im Konzernabschluss verarbeiteter HB II-Abschlüsse
**) gemäß lokaler Zahlen

Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Darüber hinaus wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Siegwerk GmbH & Co. KG mit Sitz in Siegburg einbezogen. Die Siegwerk GmbH & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim Amtsgericht Siegburg hinterlegt.

2. Sonstige Angaben

Es existieren - außer den im folgenden gemachten Angaben - keine außerbilanziellen Geschäfte nach § 285 Nr. 3, 3a HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat im Zuge eines aktiven Working Capital Managements sowie unter Gesichtspunkten des allgemeinen Risikomanagements im Geschäftsjahr 2009 ein Factoringprogramm eingerichtet, das die mit den veräußerten Forderungen verbundenen Risiken ohne Rückgriffsrecht des Erwerbers auf diesen überträgt ("True Sale"). Das per 31. Dezember 2009 übertragene und somit nicht mehr zu bilanzierende Forderungsvolumen beläuft sich auf 11.316 Tsd. Euro. Dem gegenüber stehen 1.999 Tsd. Euro bilanzierte Forderungen gegenüber dem Factor. Die Risiken aus dem Factoring bestehen im Bonitätsrisiko des Factors und liegen unterhalb des Bonitätsrisikos der ursprünglichen Forderungsschuldner. Die Vorteile des Factorings liegen in einer verbesserten Risikoposition der Gesellschaft im Hinblick auf Forderungsausfälle sowie erweiterten Möglichkeiten der Working Capital Steuerung.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 1.052 Tsd. Euro. Im branchenüblichen Rahmen können darüber hinaus auch zukünftig Ausgleichszahlungen gemäß § 89 b HGB an Handelsvertreter anfallen, mit denen das Vertragsverhältnis beendet wird.

Haftungsverhältnisse:

Zum Bilanzstichtag bestehen dem Betrag nach spezifizierte bzw. spezifizierbare Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von 29.463 Tsd. Euro; davon entfallen 28.234 Tsd. Euro auf Haftungsübernahmen für verbundene Unternehmen. Darüber hinaus wurde eine Garantie hinsichtlich der Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen aus einem Zinssicherungsgeschäft (Zinsswap) gestellt, welches eine Tochtergesellschaft abgeschlossen hat. Die Garantie enthält keinen Nennbetrag; der Basisbetrag des Zinssicherungsgeschäftes beträgt zum Bilanzstichtag 6,8 Mio. US Dollar (entspricht 4,8 Mio. Euro). Die daraus resultierende garantierte Zinsausgleichsverpflichtung kann in Abhängigkeit von den Marktzinsen nur einen sehr geringen Teil des genannten Basisbetrages ausmachen. Der Marktwert dieses Zinssicherungsgeschäftes zum Bilanzstichtag beträgt -89 Tsd. US Dollar (entspricht -62 Tsd. Euro).

Derivative Finanzinstrumente:

Die Siegwerk Druckfarben AG setzt zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente ein. Zum Bilanzstichtag besteht ein Zinsswap mit einem Basisbetrag von 90,0 Mio. Euro (Marktwert -1.611 Tsd. Euro) sowie zwei Zinscaps mit Basisbeträgen von insgesamt 50,0 Mio. Euro (Marktwert insgesamt 3 Tsd. Euro). Weitere offene Derivate bestehen bei der Siegwerk Druckfarben AG zum Abschlussstichtag nicht.

Honorar des Abschlussprüfers:

Die Gesellschaft macht Angaben zum Abschlussprüferhonorar gemäß der in § 285 Nr. 17 HGB eingeräumten Befreiung im Rahmen des Konzernabschlusses.

Mitarbeiter:

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2009 1.000 Mitarbeiter, hiervon 434 gewerbliche und 566 angestellte Mitarbeiter (davon 32 Auszubildende).

Mitglieder des Vorstands:

 

Herbert Forker, Bergisch Gladbach (Vorstandsvorsitzender)

 

Ralf Hildenbrand, Shanghai

 

Daniel Frederick McDowell, Wachtberg

 

Dr. Ansgar Nonn, Leverkusen

 

Hugo Noordhoek Hegt, Wassenaar, Niederlande

 

Dr. Oliver Wittmann, Köln

Die Mitglieder des Vorstands sind ausschließlich im Rahmen ihrer Funktion für die Siegwerk Druckfarben AG bzw. die Unternehmensgruppe berufstätig.

Die Bezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf 6.437 Tsd. Euro. Mitgliedern des Vorstandes wurden zinslose Kredite in Höhe von 13 Tsd. Euro gewährt. Die Kredite haben eine Laufzeit bis zum Jahr 2010 und werden in einer Jahresrate getilgt.

Haftungszusagen der Gesellschaft zu Gunsten von Mitgliedern des Vorstands wurden nicht übernommen.

Mitglieder des Aufsichtsrats:

 

Alfred Keller, Kaufmann, Siegburg (Vorsitzender)

 

Dr. Eberhard Peill, Unternehmensberater, Köln (stellv. Vorsitzender)

 

Frank Busch, Laborangestellter, Sankt Augustin (Arbeitnehmervertreter)

Der Aufsichtsratvorsitzende erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009 eine Vergütung von 50 Tsd. Euro. Darüber hinaus hat die Siegwerk GmbH & Co. KG gegenüber der Siegwerk Druckfarben AG für im Geschäftsjahr 2009 entstandene Aufwendungen im Zuge der Stellung von Aufsichtsratsmitgliedern 190 Tsd. Euro abgerechnet.

 

Siegburg, 19. Februar 2010

Herbert Forker

Ralf Hildenbrand

Daniel Frederick McDowell

Dr. Ansgar Nonn

Hugo Noordhoek Hegt

Dr. Oliver Wittmann

  

Entwicklung des Anlagevermögens 2009

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.922.321 6.291.361 3.392.297 0 11.821.385
2. Software 6.553.464 954.435 0 1.050.655 8.558.554
3. Sonstige Rechte 37.035 0 0 0 37.035
4. Geleistete Anzahlungen 1.077.270 884.168 0 - 1.022.429[1] 939.008
16.590.090 8.129.964 3.392.297 28.226 21.355.983
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 91.913.549 1.672.765 83 162.505 93.748.736
2. Technische Anlagen und Maschinen 111.056.099 1.940.625 1.246.475[3] 530.834 112.281.083
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.290.467 1.270.023 386.650 90.068 43.263.908
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.136.145 833.517[4] 0 - 811.633 1.158.029
246.396.260 5.716.930 1.633.208 - 28.226 250.451.756
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 169.882.795 31.365.968[5] 0 0 201.248.763
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 141.083.050 0 60.881.840 0 80.201.210
3. Langfristige Forderungen an Kunden 1.391.404 446.225 491.409 0 1.346.220
4. Sonstige Ausleihungen 1.313.625 48.652[6] 230.721 0 1.131.556
5. Rückdeckungsansprüche 2.343.308 701.541 62.410 0 2.982.439
316.014.182 32.562.386 61.666.380 0 286.910.188
579.000.532 46.409.280 66.691.885 0 558.717.927
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.370.093 2.650.358 3.350.630 4.669.821
2. Software 3.962.885 1.091.004 0 5.053.889
3. Sonstige Rechte 37.035 0 0 37.035
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
9.370.013 3.741.362 3.350.630 9.760.745
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 53.616.749 2.875.123 9[2] 56.491.863
2. Technische Anlagen und Maschinen 91.340.429 4.624.935 1.244.412 94.720.952
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.539.021 2.147.703 337.200 37.349.524
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
180.496.199 9.647.761 1.581.621 188.562.339
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.490.618 0 0 1.490.618
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
3. Langfristige Forderungen an Kunden 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 84.195 0 0 84.195
5. Rückdeckungsansprüche 0 0 0 0
1.574.813 0 0 1.574.813
191.441.025 13.389.123 4.932.251 199.897.897
Buchwerte
31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 7.151.564 3.552.228
2. Software 3.504.665 2.590.579
3. Sonstige Rechte 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 939.008 1.077.270
11.595.237 7.220.077
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 37.256.873 38.296.800
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.560.131 19.715.670
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.914.384 6.751.446
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.158.029 1.136.145
61.889.417 65.900.061
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 199.758.145 168.392.177
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 80.201.210 141.083.050
3. Langfristige Forderungen an Kunden 1.346.220 1.391.404
4. Sonstige Ausleihungen 1.047.361 1.229.430
5. Rückdeckungsansprüche 2.982.439 2.343.308
285.335.375 314.439.369
358.820.029 387.559.507

  

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Siegwerk Druckfarben AG, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 22. Februar 2010

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Egbers, Wirtschaftsprüfer

Schlüter, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisprotokoll
der Aufsichtsratssitzung am 26. April 2010

Tagesordnungspunkt 1

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009

Das Geschäftsjahr 2009 endet für die Siegwerk Druckfarben AG mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 13.924.630. Nach Einstellung in die gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 696.231 sowie unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von EUR 47.698.434 ergibt sich daraus ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 60.926.833. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2009 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Bruttodividende an die Siegwerk Beteiligung GmbH in Höhe von EUR 5.700.000,00, die am 21. September 2010 zahlbar ist, sowie EUR 55.226.833 als Vortrag auf neue Rechnung.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der Siegwerk Druckfarben AG für das Geschäftsjahr 2009 werden durch den Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt sowie dem Vorschlag zur Ergebnisverwendung zugestimmt.
  

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